Kommentare - Minneapolis verbietet Polizei-Würgegriffe

06. Juni 2020 - 09:53 Uhr

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA zeigen Wirkung. In einigen Städten darf die Polizei keine Würgegriffe mehr anwenden. Auch der Einsatz von Tränengas und Plastikgeschossen wird kritisch überprüft.

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Kommentare

Diese (weltweite)

Diese (weltweite) Demonstration hat scheinbar Früchte getragen. Keine Würgegriffe, keine Ausgangssperren aufgrund von Protesten, in manchen US-Bundesstaaten vorläufiger Verzicht auf Tränengas.
Das wird The Big Boss im Weißen Haus mit Sicherheit erst einmal nicht gefallen. Mal schauen, was er dagegen zwitschert.
Oder er wird diese Münze wieder einfach herum drehen und es sich für seinen Wahlkampf zu eigen machen.
"Unter ihm als Präsident sei erstmals bewirkt worden, dass..." usw.
Zuzutrauen wäre es ihm!

Ein guter und wichtiger

Ein guter und wichtiger Schritt, auch für andere Bundesstaaten. Allerdings reicht das nicht, solange Hetzer wie Dave Grossman mit "Kursen" wie "bulletproof warrior" durch die Lande ziehen können und vor ganzen Polizei-Einheiten halten und darin das töten lehren, sodass man sich gut dabei fühlt - und so jemand von Trump noch in Expertenrunden berufen wird.

Übrigens ließ Obama nach dem Tod von Michael Brown Polizeibehörden überall in den USA auf rassistische Strukturen untersuchen: what a difference a president makes...

Ein Polizist klagt seinen Kollegen an?

"Zudem müssten alle Polizeibeamte, die Zeugen einer "ungenehmigten Gewaltanwendung" ihrer Kollegen würden, dies unter Strafandrohung melden."

Bei der Polizei herrscht eine solche Einigkeit innerhalb der Mannschaft, dass dies sicher nicht passieren wird. Die Anklage des Kollegen kann man mit Hilfe der anderen Beamten sicher leicht umgehen. Die tatsächliche Strafe des "ehrlichen" Beamten wäre nämlich danach von seinen Kollegen verachtet und gemobbt zu werden, bis er die Polizei verlässt. Dazu gibt es genug dokumentierte Fälle - nicht nur aus den USA.

Unglaublich.

"(...) die Methode werde aus dem Trainingsprogramm für Polizeibeamte gestrichen (...)."

Unglaublich, was man da erfährt.

Die (potentiell tödliche) Kappung der Atemwege, ist also nicht nur geduldete Praxis einiger weniger besonders harter Polizeibeamter, sondern ist Methode und wird sogar in der Ausbildung standardmäßig trainiert??

Was den vier Tätern natürlich wieder zugute kommt. Was Standard ist, kann ihnen nicht vorgeworfen werden.

Ich bin ziemlich sicher, man findet auch diesmal wieder einen Weg, die vier so gut wie straffrei zu belassen.

Man sucht ihn ja schon wie verrückt.

Generalverdacht

gegen die Polizei, und Aufforderung zum Denunziantentum. Wüsste gerne, wie viele PolizistInnen jährlich in den USA bei Einsätzen verletzt und getötet werden.

Gewalt ist grundsätzlich kein Mittel der Auseinandersetzung

Von daher sind die jetzt angekündigten Maßnahmen zu ihrer Prävention mehr als überfällig.

„Für eine optische Kampfansage an Präsident Trump entschied sich die Bürgermeister von Washington. Muriel Bowser ließ auf die 16. Straße nahe des Weißen Hauses den Slogan "Black lives matter" schreiben. Ein Straßenabschnitt heißt nun "Black lives matter"-Platz“

Die „Kampfansage“ wird den wahrscheinlich nicht beeindrucken, aber darum sollte es hier auch nicht gehen. Sondern darum, öffentlich und in aller Deutlichkeit auf eine unumstößliche Tatsache hinzuweisen.

George-Floyd-Proteste: Minneapolis verbietet Polizei-Würgegriffe

So. So. Da musste also erst es zu dem Tod von George Floyd kommen, damit die Polizei von Minneapolis nun Würgegriffe verbietet. Das sagt dennoch nicht mehr aus, als dass solche Handlungen von der Polizei künftig geächtet werden und auch hoffentlich grundsätzlich in der Gesellschaft geächtet werden. Aber was ist mit Gewalttätern, die ihre Opfer durch Würgegriffe töten. Die bleiben natürlich auch verboten, aber dies heißt noch lange nicht, dass so etwas von heute auf morgen alles aufhören wird. Leider kann jeder Mensch rein theoretisch natürlich grundsätzlich zum Mörder bzw. Totschläger werden.
Dies ist jetzt deshalb in den USA so aufgeheizt, weil es im November 2020 die nächsten Wahlen gibt.
Gestern gab es hier im Programm ein sehr schönes Zitat, dass den "Nagel auf den Kopf getroffen hat". "Amerika habe ein Problem mit Rassismus. Und da ist ein Präsident, der ein Problem mit dem Rassismus hat. Doch so einfach ist es gewiss nicht, denn diesen Rassismus haben wir in Deutschland auch".

Naja...

„ Minneapolis verbietet Polizei-Würgegriffe“

Es stellt sich nun die Frage :
Warum waren die denn dann unter den langen Jahrzehnten der Herrschaft der „demokratischen“ Partei erlaubt ?

Wer bereits in den USA war, kennt die Antwort wohl.

In den USA - einem Land ohne nennenswerten Sozialstaat, beträchtlicher Armut und der Erlaubnis von Waffenbesitz - lässt sich die öffentliche Ordnung ohne eine mit weitreichenden Rechten ausgestattete Polizei nicht aufrecht erhalten.

Diese traurige Tatsache ist unabhängig von der jeweils herrschenden Partei.

Denn gesellschaftspolitisch/sozialpolitisch vertreten die beiden relevanten Parteien durchaus ähnliche Ansichten.

re derdickewasser

"Generalverdacht
gegen die Polizei, und Aufforderung zum Denunziantentum"

Es gibt keinen Aufruf zur Denunziation, sondern einen Appell, Verstöße gegen das Strafrecht zu melden. Dass Sie das kritisieren, lässt einen den Kopf schütteln...

"Wüsste gerne, wie viele PolizistInnen jährlich in den USA bei Einsätzen verletzt und getötet werden"

Dann informieren Sie sich doch. Es gibt genügend Statistiken darüber...

nach ein paar Minuten schon drei

Kommentare nach dem Motto "wie soll die Polizei denn noch vernünftig arbeiten, wenn sie jetzt nicht mal mehr Menschen erwürgen darf?" und einer mit der selbst für mich unglaublichen Frage, ob man nicht hässliches Denunziantentum befördert, wenn Augenzeugen von Polizeigewalt diese künftig zur Anzeige bringen müssen.

Ich glaube, wir sind hierzulande keinen Deut besser als in den USA.

Gut und Richtig

"" Die mit dem Bundesstaat Minnesota juristisch bindend vereinbarten Reformen seien ein guter Schritt, um die Kultur der Polizei zu ändern und "systematischen Rassismus zu entwurzeln", twitterte Frey. Es werde aber ein weiter Weg, um dies nicht nur in der Stadt, sondern auf den gesamten Bundesstaat auszuweiten.""
#
Weitere Maßnahmen auch in anderen Bundesstaaten müssen folgen.

Als wenn wir hier keine

Als wenn wir hier keine eigenen Probleme hätten und die vom Volk finanzierten Medien nur das berichten müßten.
Die Kriminalstratistik in den USA spricht deutliche Worte zu schwarz und weiss. Die Ursachen spielen keine Rolle, denn dann wäre Armut ein Freifahrtsschein .

Robert Wypchlo 10:45 | Rassismus hebt sich auf ??

"Amerika habe ein Problem mit Rassismus. Und da ist ein Präsident, der ein Problem mit dem Rassismus hat."

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

"Doch so einfach ist es gewiss nicht, denn diesen Rassismus haben wir in Deutschland auch".

Wenn wir den wirklich so hätten, würde der dann die Nagel-auf-den-Kopf-getroffen-Aussage für Amerika und seinen Präsidenten weniger wahr machen ?

Auch das Knien auf dem Hals muss verboten werden

Nicht nur solche Wuergegriffe muessen verboten werden:

https://www.tagesschau.de/ausland/georgefloyd-polizei-usa-101.html

In der Stadt Minneapolis dürfen Polizisten künftig keine Würgegriffe mehr anwenden und Verdächtige nicht am Nacken fixieren, sagte Bürgermeister Jacob Frey.

sondern auch sich auf den Hals einer solche Person zu knien wie im Fall Floyd. Sowas geht anders!! Wie sowas richtig geht: am Besten zu viert sein. Zuerst mal legt man die Person entweder auf den Ruecken oder auf den Bauch, Beamte 1 kniet sich auf die Beine, Beamte 2 kniet sich auf den Ruecken, Beamte 3 hält die Arme fest und Beamte 4 macht die Handschellen fest. Aber: man sollte als Polizeibeamter wissen, dass man sich NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS auf den Hals - und damit auf die Luftröhre - einer solchen Person kniet!

Weiterhin finde ich es richtig, wenn der Einsatz von Gummigeschossen und Tränengas untersagt wuerde.

derdickewisser 10:43 | Welcher Generalverdacht?

"Wüsste gerne, wie viele PolizistInnen jährlich in den USA bei Einsätzen verletzt und getötet werden. "

Google sagt, dass 2019 in 50 Wochen 38 Polizisten im Dienst ums Leben kamen.
Jeder Polizist, der in eine Notwehrsituation kommt, darf sich nach wie vor wehren und gegebenenfalls von der Schusswaffe Gebrauch machen.

Nur was soll das im Fall George Floyd sagen ?

Der lag gefesselt auf dem Boden und hat nicht 4 Polizisten mit dem Tod bedroht.

Die Verordnung sagt nur aus, dass kein Verhafteter so lange gewürgt werden darf, bis er nicht mehr lebt.

re parteibuchgesteuert

"Als wenn wir hier keine eigenen Probleme hätten und die vom Volk finanzierten Medien nur das berichten müßten."

Also nur weil wir in Deutschland PRobleme haben, darf die Tagesschau nicht mehr über Geschehnisse anderswo berichten...?

PS.: Wenn Sie sich die Tagesschau-Hauptseite näher betrachtet hätten, dann würden die diverse Medlungen über die Probleme in Deutschland finden...

"Die Kriminalstratistik in den USA spricht deutliche Worte zu schwarz und weiss. Die Ursachen spielen keine Rolle, denn dann wäre Armut ein Freifahrtsschein "

Allein der Halbsatz zu den Ursachen lässt einen fassungslos zurück. Die Ursachen spielen also keine Rolle.
Meine Güte...

Würgegriff im Trainingsprogramm?!

"Auch in Kalifornien soll der Polizei-Würgegriff, bei dem die Blutzufuhr zum Gehirn unterbunden wird, verboten werden. Gouverneur Gavin Newsom erklärte, die Methode werde aus dem Trainingsprogramm für Polizeibeamte gestrichen, zudem solle auch eine gesetzliche Regelung folgen."

Würgen ist sehr gefährlich und kann ganz schnell nach hinten losgehen. Mir ist unverständlich, wieso man einen am Boden liegenden und gefesselten Mann auch noch minutenlang würgen muss. Der kann weder abhauen noch sich vernünftig wehren. Wer hat sich solche Trainingsprogramme ausgedacht?

Polizeireformen

"Tim Walz, Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, schrieb es der friedlichen Protestbewegung zu, dass Polizeireformen so schnell geplant worden seien."

Interessanterweise ist Tim Walz ein Demokrat und kein Republikaner, Bürgermeister Jacob Frey auch. Überhaupt sind die Demokraten in Minnesota seit Jahrzehnten an der Regierung. Warum brauchten die Demokraten erst Krawalle bis die Polizeireformen durchgeführt wurden? Haben die in den vergangenen Jahrzehnten keine Zeit für Reformen gehabt?

@Garden.of.Eden

"...Bei der Polizei herrscht eine solche Einigkeit innerhalb der Mannschaft, dass dies sicher nicht passieren wird. Die Anklage des Kollegen kann man mit Hilfe der anderen Beamten sicher leicht umgehen. ..."

Ja und? Deshalb ist es doch trotzdem gut, dass es verboten wird. Verstehe den Einwand nicht ganz: soll man jetzt bestimmte Gesetze o. Ä. deshalb nicht verabschieden, "weil sich eh keiner dran hält" oder man sie umgehen kann?

@ 10:43 von derdickewisser

Die Zahlen für 2017 sahen so aus: 987 Menschen wurden in den USA durch Polizisten getötet; in gleichen Jahr wurden 46 Polizisten im Dienst getötet.
Und was machen Sie nun mit den Zahlen?

Endlich tut sich etwas!

Allein die Tatsache, dass gewisse Praktiken der Polizisten (Würgegriff) nunmehr ins Visier geraten und schon teilweise verboten werden, ist schon ein wichtiger erster Schritt. Hoffentlich führt dieser zu einer strafrechtlichen Verfolgung jener Polizisten, die sich bisher darüber keine Gedanken machen mussten, weil es keine großen Konsequenzen nach sich zog, einen (schwarzen) Menschen bei der Festnahme zu töten oder zu verletzen. Auch für Kollegen, die da nicht einschreiten. Bei praktizierten strafrechtlichen Konsequenzen ist die Hemmschwelle wohl größer, sich brutal "auszuleben". In den Fällen von tödlicher Gewalt gegen Schwarze gab es bisher kein Ermittlungsverfahren oder sie wurden eingestellt. DAS muss sich ändern!

Der Psychische Druck

unter dem Polizisten in den USA stehen darf man nicht unterschätzen. In einem Land wo sich jeder im Öffentlichen Raum mit Kriegswaffen bewegen kann ist jede Polizeiaktion mit einer Gefahr für Leib und Leben verbunden.
Das soll keine Entschuldigung für Gewalt oder Rassismus sein.

Das steckt im- Konjunkturpaket

ja das Paket ist ein großer Wurf (zumindest für Millionäre). 20 % der Bevölkerung besitzen bekanntlich 80 % des Kapitals. Wer sich jetzt einen schicken roten Sportwagen aus Italien für 400.000 EUR kauft spart ca. 11.000 EUR Mehrwertsteuer. Oder darf es Designermode, eine Luxus Uhr aus Paris sein. Überall kann reichlich gespart werden, nur leider wird damit nicht die Konjunktur in Deutschland angekurbelt. Ob ein Großteil der Bevölkerung etwas von diesen Konjunkturpaket hat, darf bezweifelt werden. Ein Becher Joghurt würde durch Senkung des Steuersatzes 1 Cent günstiger.

10:58 @frosthorn

Ich stolpere etwas bei Ihrem letzten Satz, es sei, Sie meinen, dass auch in D die Polizisten zusammenhalten wie "Pech und Schwefel" - simpel ausgedrückt.
Ein
"Kameradenschwein" will keiner sein.
Dann würde ich es verstehen.

Allgemein, schon wieder jämmerliche Relativierungen.

Das "Handwerkszeug" , also die geistigen wie körperlichen Fähigkeiten eines Polizisten sollte doch wohl besser sein als das eines Gewalttäters.

Weder Schusswaffengebrauch noch andere Maßnahmen gegen Versächtige sollten angemessen sein und nur im sehr bedrohlichen Zustand für die Polizisten, nur im Ausnahme zu lebensgefährlichen Verletzungen oder zum Tod des mutmaßlichen Täters oder eines Verdächtigen führen.

Weswegen war Floyd eigentlich verdächtig?

@Parteibuchgesteuert

"...Als wenn wir hier keine eigenen Probleme hätten und die vom Volk finanzierten Medien nur das berichten müßten...."

Wie darf ich ihren polemischen "Kommentar" verstehen: soll jetzt nur noch über Dinge berichtet werden, welche ihnen genehm sind und lassen sie mich vielleicht noch selbst entscheiden, welche Beiträge mich interessieren, oder muß ich sie erst fragen?

"...Die Kriminalstratistik in den USA spricht deutliche Worte zu schwarz und weiss. Die Ursachen spielen keine Rolle, denn dann wäre Armut ein Freifahrtsschein..."

Ist ja interessant: die Ursachen spielen also keine Rolle. Seltsame Einstellung...

Am 06. Juni 2020 um 11:12 von

Am 06. Juni 2020 um 11:12 von Dimitri29
Würgegriff im Trainingsprogramm?!

Mir ist unverständlich, wieso man einen am Boden liegenden und gefesselten Mann auch noch minutenlang würgen muss. Der kann weder abhauen noch sich vernünftig wehren.

Das war auch mein Gedanke als ich das Video sah, außerdem standen noch 3 !!! andere Polizisten dabei oder knieten auch auf Mr. Floyd - alles sehr undurchsichtig.

Aber die jetzt angedachten und ausgeführten Änderungen sollten zu einer Besserung führen. Dafür meine Hochachtung an die entsprechenden PolitikerInnen. Es ist bestimmt nicht leicht gegen " den Willen " des Präsidenten zu handeln.

@frosthorn

Auch wenn es bis jetzt nur ein Kommentar dieser Art ist, nicht drei - das ist eins der Probleme.

Es gibt leider nicht wenige Menschen, die glauben der Zweck heilige die Mittel.
Manche von Ihnen denken so, weil sie keine andere Möglichkeit (er?)kennen.
Andere weil sie glauben, IHR Zweck sei so gut und edel, dass böse Taten ihn nicht beschmutzen können.
Und dann gibt es die, die glauben SIE SELBST seien so gut und edel oder wichtig, dass Gesetze und Moral nur für andere wichtig sind.

Gut möglich, dass das ein Entwicklungsprozess ist.
Genau deswegen braucht das Gewaltmonopol des Staates ständige Kontrolle durch die Politik, die Medien und die Bürger - auch durch solche in Uniform!

11:01 @ MRomTRom ... Info ...

"...
Wenn wir den wirklich so hätten, würde der dann die Nagel-auf-den-Kopf-getroffen-Aussage für Amerika und seinen Präsidenten weniger wahr machen ? ..."

Natürlich nicht.

Zur Info:
Dass es auch in D rassistische (und) Polizeigewalt gibt, ist hier bei TS nachzulesen:

"https://kurzelinks.de/t04p"

Ich denke, dass das Ausmaß nicht so
riesig wie in den USA ist und dass die Ausbildung hierzulande keine verbrecherischen Maßnahmen und (nur) die zwingend erforderlichen Notwehrmaßnahmen beinhaltet - offensichtlich im Gegenteil zu einigen US-Bundesstaaten.

Die Augen vor hiesigen Fällen zu verschließen, ist nicht angebracht.

Gewalttäter, die ihre Opfer

Gewalttäter, die ihre Opfer durch Würgegriffe töten" werden strafrechtlich verfolgt - der kleine Unterschied zu Polizisten in den USA. Darüber diskutieren wir ja gerade ...

@Parteibuchgesteuert

"Die Kriminalstratistik in den USA spricht deutliche Worte zu schwarz und weiss. Die Ursachen spielen keine Rolle, denn dann wäre Armut ein Freifahrtsschein ."

Das ist ein schönes Beispiel für Alltagsrassissmus.

OBWOHL sie wissen, dass - statistisch bestätigt - Armut die eigentliche Ursache für höhere Kriminalitätsraten ist, reden sie über Hautfarben.

06um 10:43 von derdickewisser

"Generalverdacht
gegen die Polizei, und Aufforderung zum Denunziantentum."

——————————

Mitwisserschaft kriminelle r Handlungen nennen Sie also "Denunziantentum". Da bin ich aber froh, daß Sie nicht im Polizeidienst sind. Das macht den Tod von George Floyd noch viel bitterer. Weil er das wußte und der Ausweglosigkeit der Situation bewußt war, mußte er sterben.

Die Mitwisser auf seinem Körper hatten das Urteil innerlich durchgenickt. Es ist eine Schande, sich zum Komplizen zu machen. Die Meldepflicht und der Schutz von 'Whistleblowern' muß bis zum Polizeichef hoch gelten.

@Garden.of.Eden, Sie sprechen

@Garden.of.Eden, Sie sprechen was wichtiges an, den Polizeibeamten die dies anzeigen müssen dann auch geschützt werden und ihren Job behalten. die Vergangenheit in hat gezeigt das es Polizisten die dies öffentlich machen schnell ihren Job los sind. ( Cariole Horne, Shanna Lopez, Regina Tasca, Joe Crystal, Alex Salazar.... um nur mal ein paar zu nennen)

Wieviele Polizisten jährlich umkommen, im Schnitt jede Woche 2 Beamte. Im Zuge der Proteste sind leider schon diverse Polizeibeamten angeschossen und in St Louis auch erschossen worden.

Ansonsten schön zu hören das die Ausbildung angepasst wird und man gewisse Praktiken verbietet - auh wenns viel zu spät passiert.

@Leipzigerin59

Die Polizei wurde gerufen, weil jemand in einem Laden mit einer mutmasslich gefälschten 20 Dollarnote bezahlt hat.

Floyds Aussehen passte auf die Täterbeschreibung...

bald machtlos

"keine Würgegriffe mehr anwenden. Auch der Einsatz von Tränengas und Plastikgeschossen wird kritisch überprüft."

Und irgendwann fehlen der Polizei die notwendigen Mittel um wirkungsvoll durchgreifen zu können. Die Folge, Täter entziehen sich der Festnahme, die Polizei wird respektlos behandelt und deren Anweisungen werden nicht befolgt (ist ja teilweise heute schon der Fall).

11:00 von Parteibuchgesteuert

Zitat:"Als wenn wir hier keine eigenen Probleme hätten und die vom Volk finanzierten Medien nur das berichten müßten."

Haben Sie sich mal die Übersichtsseite der TS angeschaut? Nichts gefunden außer "USA"? Dann sollten Sie Ihre Filtereinstellungen überprüfen. Übrigens: Ich gehöre auch zum "Volk" und mich interessiert, was dort geschieht. Danke, TS!

"-In den USA - einem Land

"-In den USA - einem Land ohne nennenswerten Sozialstaat, beträchtlicher Armut und der Erlaubnis von Waffenbesitz - lässt sich die öffentliche Ordnung ohne eine mit weitreichenden Rechten ausgestattete Polizei nicht aufrecht erhalten."

Zu "weitreichenden Rechten" kann in keinem Fall die Tötung oder Verletzung eines bereits in Gewahrsam genommenen wehrlosen Verdächtigen gehören. Darum geht es hier ja.

um 11:00 von Parteibuchgesteuert

"Die Kriminalstratistik in den USA spricht deutliche Worte zu schwarz und weiss. Die Ursachen spielen keine Rolle, denn dann wäre Armut ein Freifahrtsschein ."

Wenn in einer Gesellschaft eine Minderheit überdurchschnittlich viele Verbrechen begeht, gibt es dafür nur eine einzige Erklärung:
Die Gesellschaft verursacht diese Entwicklung. Nicht bei der einzelnen Person; jeder Mensch entscheidet ganz persönlich, ob er Verbrechen begehen will oder nicht.
Aber als Gruppe sind schwarze Bürger in den USA nur deswegen überdurchschnittlich oft kriminell, weil die Gesellschaft sie dazu treibt.

Denn eins sollte wohl hoffentlich auch Ihnen klar sein: die Hautfarbe kann nicht kriminell machen. Die Reaktionen anderer auf die Hautfarbe aber schon.

Wenn mir in derselben Woche zum zehnten Mal einer dumm kommt, nur weil ich schwarz bin, dann klar, es bleibt meine Entscheidung, ob ich ihm eine reinhaue. Aber der Weiße, der nie so behandelt wird, der kommt gar nicht erst in diese Situation.
_

11:10 @Demokratieschue...

" ... Wie sowas richtig geht: am Besten zu viert sein. Zuerst mal legt man die Person entweder auf den Ruecken oder auf den Bauch, ... "

Bei Ihrer Beschreibung wird mir übel.
Das heißt wohl, dass es immer
4 Polizisten bedarf?
Auch gegen eine wehrlose(n) Verdächtige(n)?
Und ohne auf demjenigen zu knien geht es auch nicht?

Bitte nicht die "Ratschläge" an die Polizei weitergeben!

@10:45 von Nettie

"Gewalt ist grundsätzlich kein Mittel der Auseinandersetzung
Von daher sind die jetzt angekündigten Maßnahmen zu ihrer Prävention mehr als überfällig."

Dies sind Traumvorstellung, weil sich die Täter nicht an Ihren Appell der Gewaltlosigkeit halten werden. Es wird immer vorkommen, dass die Täter angreifen, sich der Festnahme widersetzen oder flüchten. Und wenn sich die Polizei hier nicht mehr wehren darf, ist sie dem schutzlos ausgeliefert.

Druck aufrecht erhalten!

"Tim Walz, Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, schrieb es der friedlichen Protestbewegung zu, dass Polizeireformen so schnell geplant worden seien."

So ist es.

Auch, wenn es zu einer Verurteilung des Mörders und seiner Komplizen kommt, ist dies in erster Linie den Straßenaktionen zu verdanken!

Von sich aus macht die amerikanische Justiz da erfahrungsgemäß gar nichts.

@Leipzigerin 11.19

Weswegen war Floyd eigentlich verdächtig?"
Floyd geriet in eine Polizeikontrolle, weil er wohl mit einem falschen 20-Dollar-Schein einkaufte.
Dass jetzt Würgegriffe untersagt werden ist ein richtiger Schritt. Allein der gesunde Menschenverstand sollte sagen, dass man sich nicht auf den Hals eines Menschen kniet.

@Autochon 10:55 - Trifft nicht die Realität in Minnesota

Die Lage in Minnesota stellt sich differenzierter dar. Was die Polizeireform und die politischen Voraussetzungen angeht.

"Warum waren die denn dann unter den langen Jahrzehnten der Herrschaft der „demokratischen“ Partei erlaubt ?"

Diese "jahrzehntelange Herrschaft" gab es nicht. Minnesota hatte in seiner Geschichte als Gouverneure:

• 26 Republikaner
• 7+3+4 Demokraten/Farmer-Labour
• 1 Reform-Party

Für die Verabschiedung von Gesetzen bedarf es einer "trifecta" (Governor/Senat/House) von der gleichen Partei oder "bi-partisan majorities". Ersteres ist eher selten. Im Moment haben die GOP die Mehrheit im Senat, die Demokraten (ohne Anführungszeichen) die Mehrheit im HoR des Staates.

"Denn gesellschaftspolitisch/sozialpolitisch vertreten die beiden relevanten Parteien durchaus ähnliche Ansichten".

Das geht an der US-amerikansichen Realtiät komplett vorbei. Gerade mit Blick auf die Sozialpolitik sind die Unterschiede deutlich.

Die Bundeskanzlerin nennt es "Mord".

Man darf also gespannt sein, was passiert, falls der Mörder und seine Mordkomplizen nicht bestraft werden.

Was wären da die außenpolitischen Konsequenzen?

Wirtschaftssanktionen?

11:40 von Giselbert

>>Und irgendwann fehlen der Polizei die notwendigen Mittel um wirkungsvoll durchgreifen zu können. Die Folge, Täter entziehen sich der Festnahme, die Polizei wird respektlos behandelt und deren Anweisungen werden nicht befolgt (ist ja teilweise heute schon der Fall).<<

Ahja, wenn die Polizei Personen, die bereits gefesselt sind, nicht mehr umbringt, werden die Anweisungen der Polizei nicht mehr befolgt?
Da ist Ihre Ideologie wohl mit Ihnen durchgegangen.

Das

wird darauf hinauslaufen, dass sich auch in USA die Polizist*innen faktisch kaum mehr gegen Übergriffe wehren dürfen. In D. ist das ja schon länger so; schon der Einsatz von Pfefferspray wird regelmäßig kritisch hinterfragt, noch bevor klar ist, aus welcher Situation heraus es eingesetzt wurde.
Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass letztes Jahr in Bayern über 18.000 Übergriffe auf Polizist*innen erfolgt sind. Das wird aber -im Gegensatz zu Polizeigewalt-Vorwürfen- idR nirgendwo thematisiert.

Die weltweiten Proteste ...

... und die in den USA gegen systemimmanenten Rassismus, gegen Polizeibrutalität gegenüber Demonstranten wie gegen die Presse zeigen Wirkung.
Um so beschämender das laute Schweigen der westlichen Werte-Regierungen wenn es um die offizielle Verurteilung der Verletzung von Menschrechten und Pressefreiheit in deren Führungsmacht USA geht.
Keine Proteste. Stattdessen allgemeingehaltene Appelle für Deeskalation und Aufarbeitung der wörtlich Reg.-sprecher Seibert: 'Vorkommnisse in den USA'

Ein Schritt in die richtige Richtung

Genauere Handlungsvorschriften für Polizisten, was erlaubt und was definitiv zu unterlassen ist, weil es Festgesetzte einer akuten Lebensgefahr aussetzt, sind der erste Schritt. Gerade die Cops in den USA dürfen sich da unglaublich viel herausnehmen, wo bei uns noch das Gesetz vor ist. Ob es aber ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Regelmäßige, psychologische Überprüfungen der Polizeikräfte wären meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller.

@Leipzigerin59 um 11:19Uhr

Angeblich wurde die Polizei alarmiert, weil in der Nähe in einem Geschäft mit einem falschen 20-Dollar-Schein gezahlt wurde und George Floyd angeblich dem Verbreiter des Falschgeldes ähnlich sah. Es ist also nicht einmal klar, ob Floyd der Gesuchte war! Trotzdem stört mich die Einstellung mancher Foristen, denn sie kritisieren nur, machen aber keine Vorschläge. Wenn Polizisten "die Augen zumachen" wird auch lamentiert. Wie soll sich ein Polizist verhalten, wenn er körperlichen Angriffen ausgesetzt ist? Sich zusammenschlagen lassen? Und glauben die naiven demonstrierenden Wichtigtuer vor einem Konsulat wirklich, daß sie damit die US Politik beeinflussen? Die letzten Anmerkungen beziehen sich ausdrücklich nicht auf George Floyd, denn soviel ich auf dem Video gesehen habe, hat der sich nicht gewehrt, sondern ist brav aus seinem Auto ausgestiegen.

Geht Polizeiarbeit nur mit Würgegriff?

@ Sparer:
Das wird darauf hinauslaufen, dass sich auch in USA die Polizist*innen faktisch kaum mehr gegen Übergriffe wehren dürfen.

Mit Würgegriff? Ich glaube, Sie haben keine Ahnung vom Berufsalltag von Polizisten.

11:40 von Giselbert

<< bald machtlos

"keine Würgegriffe mehr anwenden. Auch der Einsatz von Tränengas und Plastikgeschossen wird kritisch überprüft."

Und irgendwann fehlen der Polizei die notwendigen Mittel um wirkungsvoll durchgreifen zu können. Die Folge, Täter entziehen sich der Festnahme, die Polizei wird respektlos behandelt und deren Anweisungen werden nicht befolgt (ist ja teilweise heute schon der Fall). >>

,.,.,.

Ihr Plädoyer klingt so, als ob Sie unterstützen wollen, dass Polizisten wehrlose Verdächtige qualvoll sterben lassen dürfen.

Kein einziges Wort haben Sie dagegen?

Zum Glück wären Sie hier der einzige, der diesen Mord - an einem bereits Gefesselten - für richtig hält.

Psychotest!

Der Elernen latent toedlicher Techniken bei der Festnahme sollte eine extrem gruendliche psychologische Analyse des Polizisten vorrausgehen. Wem das zu aufwaendig erscheint, scheint mit Achselzuckungen vorsaetzliche Toetungen Unschuldiger (oder leicht Schuldiger) als Polizeikolateralschaeden abzutun. Oder so naiv zu sein und zu glauben, das es a) ja niemals Unschuldige trifft, b) die Festgenommen ausserdem garantiert immer Schwerstverbrecher sind, c) Polizisten total frei von Vorurteilen und den daraus enstpringenden Emotionen sind.

Liberale Zivilgesellschaft

Es wird endlich Zeit, dass die liberale Zivilgesellschaft in den USA gegen Gewalt, gegen Spaltung und gegen Trump mobil macht. Wenn alle Amerikaner, die den Mord an George Floyd ungerecht fanden, im November zur Wahl gehen, dann ist Trump sowas von weg vom Fenster.

Also ich vertrete ja die

Also ich vertrete ja die naive Meinung, dass die Polizei die Straßen sicherer machen sollte... Wenn man selbst bei Bagatelldelikten bereits damit rechnen muss mit lebensgefährlicher Brutalität behandelt zu werden, ist es eigentlich logisch, dass Leute in Panik geraten, was dann als Widerstand interpretiert wird und erst recht zu einem brutalen Vorgehen führt.
Mit Reformen ist es da nicht getan - Bei der US-Polizei muss sich einfach alles ändern: Die Ausbildung, das Selbstverständnis, das Image - eben alles.

Ich korrigiere mich

# Sowohl #
Schusswaffengebrauch
# als auch #
andere Maßnahmen gegen Verdächtige sollten angemessen sein und nur im sehr bedrohlichen Zustand für die Polizisten, nur im Ausnahme zu lebensgefährlichen Verletzungen oder zum Tod des mutmaßlichen Täters oder eines Verdächtigen führen.

11:40 von Giselbert

Zitat:""keine Würgegriffe mehr anwenden. Auch der Einsatz von Tränengas und Plastikgeschossen wird kritisch überprüft."

Und irgendwann fehlen der Polizei die notwendigen Mittel um wirkungsvoll durchgreifen zu können. "

Also um "wirkungsvoll durchgreifen" zu können, muss die Polizei Menschen erwürgen dürfen, mit Tränengasgranaten und Plastikgeschossen schießen dürfen? In Deutschland ist all das nicht Bestandteil der Polizeiarbeit und die deutsche Polizei hat bis jetzt noch jede Lage in den Griff bekommen. Und die Kriminalität in Deutschland ist deutlich geringer als in den USA. Was fehlt also? NB: In diesem Fall ging es um angebliches Falschgeld im Wert von 20 US-$. Da darf man einen Verdächtigen schon mal würgen, oder?

um 12:01 von Sparer

Ungefähr so, wie Du nicht erwähnt hast, dass 18.000 Übergriffe umgerechnet ein Übergriff pro zwei Polizisten bedeutet. In einem Jahr. Und das in einem Job, in dem ein großer Teil der "Kundschaft" einem feindselig gegenüber tritt.

Jeder einzelne Fall ist natürlich verabscheuungswürdig, aber die Zahl, die Du uns hier als hoch verkaufen wolltest, ist in Wirklichkeit sehr niedrig.
_

"Schutzlos ausgeliefert?"

06. Juni 2020 um 11:47 von Giselbert
@10:45 von Nettie

["Gewalt ist grundsätzlich kein Mittel der Auseinandersetzung
Von daher sind die jetzt angekündigten Maßnahmen zu ihrer Prävention mehr als überfällig."]

"Dies sind Traumvorstellung, weil sich die Täter nicht an Ihren Appell der Gewaltlosigkeit halten werden. Es wird immer vorkommen, dass die Täter angreifen, sich der Festnahme widersetzen oder flüchten. Und wenn sich die Polizei hier nicht mehr wehren darf, ist sie dem schutzlos ausgeliefert"

——————————

Schauen Sie sich mal das Video an oder welche, auf denen man sieht, welche Ausrüstung in so manchen Countys Standard sind bei der Polizei mit Waffen, die ausgemustert wurden von der Bundesarmee. Was hat ein Granatwerfer auf der Straße zu suchen? Trump braucht das persönlich in seinem Kindergemüt. Ein Polizeistaat nur für ihn ist sein "Konzept".

Ich glaube, Sie wissen gar nicht, um was es wirklich geht im Gesamtkontext der heftigen Diskussionen. Oder soll das Satire sein?

Der Dicke...

Wüsste gerne, wie viele PolizistInnen jährlich in den USA bei Einsätzen verletzt und getötet werden.

Das ist keine Rechtfertigung für staatliche Gewaltanwendung.

@ Nettie

"Sondern darum, öffentlich und in aller Deutlichkeit auf eine unumstößliche Tatsache hinzuweisen."

Es gibt da nur einen kleinen Schönheitsfehler: der Satz "Black lives matter!" impliziert selbst einen Rassismus, über den man einfach mal sprechen sollte. Denn was ist mit "Red lives..." oder "Yellow lives.."? Sollte es nicht viel eher heißen "All lives matter!"?

Denn machen wir uns nichts vor: auch in der afroamerik. Community in den USA bestimmen mitunter rassistische Stereotypen das eigene Weltbild. Alleine schon, wie man sich dort z.B. in Teilen der afroamerikanisch dominierten HipHop- & RAP-Szene inszeniert, ist ebenfalls rassistisch, von der ganzen Intoleranz und Zerstörungswut gegenüber Anderen ("mach kaputt, was dich kaputt macht"), die weite Teile der Szene durchweben, ganz zu schweigen.

Fazit: Aufarbeitung des gesellschaftlichen Rassismus' unbedingt! Aber allumfassend und nicht nur auf eine exponierte Gruppe beschränkt, weil es gerade en vogue ist.

@ 11:19 von Leipzigerin59

Meines Wissens wurde George Floyd verdächtigt, mit einem falschen 20-Dollar-Schein gezahlt zu haben.

Es war Mord

Ich hoffe, dass die Polizisten wegen Mordes und Beihilfe zum Mord verurteilt werden.

12:07 von karlheinzfaltermeier

Zitat:"Wie soll sich ein Polizist verhalten, wenn er körperlichen Angriffen ausgesetzt ist? Sich zusammenschlagen lassen? ...Die letzten Anmerkungen beziehen sich ausdrücklich nicht auf George Floyd, denn soviel ich auf dem Video gesehen habe, hat der sich nicht gewehrt, sondern ist brav aus seinem Auto ausgestiegen."

Sehen Sie, das ist das Problem. Es geht nicht um Notwehr in einer Gefahrensituation, sondern schlicht um Polizeibrutalität. Wäre Floyd ein weißer Anzugträger gewesen, wäre die Sache höchstwahrscheinlich ganz anders ausgegangen. In Deutschland gilt für die Polizei das Gebot der Verhältnismäßigkeit. Auch wenn es nicht immer eingehalten wird, ein Vergleich mit früheren Zeiten zeigt, dass eine Polizei, die nicht gleich zuschlägt, mindestens so effektiv arbeiten kann wie eine brutale Polizei, vor der (fast) jeder Angst haben muss.

@12:00 von Tremiro

"Ahja, wenn die Polizei Personen, die bereits gefesselt sind, nicht mehr umbringt, werden die Anweisungen der Polizei nicht mehr befolgt?
Da ist Ihre Ideologie wohl mit Ihnen durchgegangen."

Wenn Sie meinen Kommentar richtig lesen, dann können Sie sich auch solche sinnlosen Antworten sparen. In meiner Aussage geht es um notwendige, angemessene Maßnahmen NICHT ums Umbringen eines Täters.

Am 06. Juni 2020 um 11:47 von Giselbert

@10:45 von Nettie
"Gewalt ist grundsätzlich kein Mittel der Auseinandersetzung...."

>> Am 06. Juni 2020 um 11:47 von Giselbert:
Dies sind Traumvorstellung, weil sich die Täter nicht an Ihren Appell der Gewaltlosigkeit halten werden. Es wird immer vorkommen, dass die Täter angreifen, sich der Festnahme widersetzen oder flüchten. Und wenn sich die Polizei hier nicht mehr wehren darf, ist sie dem schutzlos ausgeliefert.<<

Sie scheinen nicht zu verstehen um was es hier wirklich geht. Es ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel! Selbstverständlich soll sich ein Polizist in einer Notsituation wehren dürfen. Aber es gibt angemessene Methoden und weniger bis gar keine angemessene Methoden, die zu beträchtlichen Schäden des Verdächtigen bzw. späteren Opfers führen.
Oder wollen Sie die angewendete Gewalt gegen George Floyd ernsthaft mit einer in dieser Situation angemessenen Gefahrenbewältigung in einer Notsituation für die anwesenden Polizisten erklären?

@ hesta15

"Der Psychische Druck unter dem Polizisten in den USA stehen darf man nicht unterschätzen."

Und gerade auch aus diesem Grund bedarf es deutlich mehr psychologischer Betreuung und Kontrolle. Gerade in den USA, wo es sehr realistisch ist, als Cop bei einer normalen Straßenkontrolle von eventuellen Straftätern einfach umgeballert zu werden, ist dieser psychologische Druck nicht von der Hand zu weisen. Was man in diesem Fall nicht tun darf, ist, den Druck noch weiter zu erhöhen (z.B. durch einen Generalverdacht gegen die gesamte Polizei und andere Pauschalisierungen). Stattdessen bedarf es hier mehr Hilfsangebote.

12:01 von Sparer

Zitat:"Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass letztes Jahr in Bayern über 18.000 Übergriffe auf Polizist*innen erfolgt sind. Das wird aber -im Gegensatz zu Polizeigewalt-Vorwürfen- idR nirgendwo thematisiert."

Woher wissen Sie es dann? Jeder Übergriff gegen einen Polizisten oder Feuerwehrmann usw. ist einer zuviel. Aber es wäre schon wichtig zu wissen, wieviele dieser Übergriffe Beleidigungen waren und wieviele gewalttätig. NB: Von einem auf die Verfassung und die Gesetze vereidigten Beamten erwarte ich, dass er seinen Eid einhält und nicht seine Machtstellung hemmungslos ausnutzt. Meiner Erfahrung nach ist letzteres eine verschwindende Minderheit, aber Ausnahmen bestimmen das Bild, nicht die vielen regelkonformen und gesetzestreuen Polizisten.

Am 06. Juni 2020 um 11:40 von Giselbert

>> bald machtlos

"keine Würgegriffe mehr anwenden. Auch der Einsatz von Tränengas und Plastikgeschossen wird kritisch überprüft."

Und irgendwann fehlen der Polizei die notwendigen Mittel um wirkungsvoll durchgreifen zu können. Die Folge, Täter entziehen sich der Festnahme, die Polizei wird respektlos behandelt und deren Anweisungen werden nicht befolgt (ist ja teilweise heute schon der Fall). <<

Ja stimmt, die Würgegriffe sind selbstverständlich immer ein geeignetes Mittel einen Tatverdächtigen stillzulegen. Haben Sie sich schon einmal in einem solchen Würgegriff befunden? Diese Anwendung muss zwingend aus dem Repertoire der angewandten Gewalt gestrichen werden. Einen Menschen kann man IMMER anders fixieren oder ruhigstellen ohne ihn zu würgen!

@ Wolf 66

Um so beschämender das laute Schweigen der westlichen Werte-Regierungen wenn es...

Es gibt keine Werte-Regierungen, weder im Osten, noch im Westen.
Angela Merkel hat sich übrigens in der Tagesschau und bei heute sofort zu der Tat geäußert und sie einen rassistischen Mord genannt. Heiko Maas hat Verständnis und Unterstützung für die Proteste signalisiert. Also ist nicht alles, was der eigenen Aufmerksamkeit des Floristen entgeht nicht existent.

@12:11 von Sausevind

"Ihr Plädoyer klingt so, als ob Sie unterstützen wollen, dass Polizisten wehrlose Verdächtige qualvoll sterben lassen dürfen."

Was Sie da alles reininterpretiern ist ja höchst fragwürdig.

"Kein einziges Wort haben Sie dagegen?"
Dass ich gegen unnötige Gewalt bin (auch von Polizisten) muss ich nicht in jeden meiner Kommentare erwähnen. Wenn Ihnen danach ist, können Sie das gerne in tun.

"Zum Glück wären Sie hier der einzige, der diesen Mord - an einem bereits Gefesselten - für richtig hält."
Das ist nicht nur verdreht was sie mir da unterstellen, sondern schlicht eine Lüge.

12:07 @karlheinzfaltermeier @Leipzigerin59

"... Wie soll sich ein Polizist verhalten, wenn er körperlichen Angriffen
ausgesetzt ist? Sich zusammenschlagen lassen? ..."

Nein, natürlich nicht.
Angemessene Maßnahmen der Notwehr sollte er beherrschen, sollten trainiert werden.

"... Und glauben die naiven demonstrierenden Wichtigtuer vor einem Konsulat wirklich, daß sie damit die US Politik beeinflussen? ..."

1. halte ich die Demonstrierenden nicht für naive Wichtigtuer.

2. war es offenbar auch ein Signal an die Bundesregierung, denn erst danach, meine ich, hat es Fr. Merkel Mord genannt.

3. weltweite Signale des Protestes bestärken die friedlichen Proteste
in den USA selbst.

Das hat ja offenbar auch zum Umdenken und selbstkritischer Bewertungen einiger US-Politiker geführt.
Je mehr das werden, desto mehr werden Mr. Trump die "Wahlfelle" davon schwimmen.

@ MartinBlank

"Die Gesellschaft verursacht diese Entwicklung."

Da sage ich schlicht: nö! Genauso wie man nicht die afroamerikanischen Bevölkerung in den USA dem Generalverdacht aussetzen darf, sie sei per se kriminell, nur weil sie überproportional in den Kriminalitätsstatistiken vertreten ist, darf man nicht die gesamte Gesellschaft dafür in Haftung nehmen, wenn der ein oder andere darin seinem persönlichen Rassismus nachhängt.

Oder anders gesagt: Wenn man rassistisch von jemanden angemacht wird, soll man gerne seinen Frust an diesem jemanden auslassen oder alternativ rechtliche Schritte erwägen. ABER den Frust an der ganzen Gesellschaft auszulassen, weil der andere ein Rassist ist, ist ein total albernes Argument und genauso wie Rassismus abzulehnen!

Weltweit

Das Thema ist brandaktuell und ein Dauerbrenner dazu. Die Rolle EINER Polizei in einen beliebigen Land ist Teil eines global determinierbaren Verstaendnisses vom Verhaeltnis zwischen Staat (Recht&Ordnung) und Buerger. Es ist ueberhaupt kein Problem, von diesem Fall ausgehend als Deutscher auch konstruktiv-kritisch nach Deutschland zu schauen und weiterhin das Gemeinsame mit anderen Staaten darin zu sehen - und das Beste zu suchen und zu verstaerken. Polizeigewalt aber im Sinne Unterdrueckung ist so ziemlich das Uebelste was es gibt. Faktisch ein Vertrauensbruch. Auch sollte Polizei nicht der Erfuellungsgehilfe des Staates sein, sondern Diener des Gesetzes. Da hapert es auch hier.

@Kowalski 12:14 - Es ist ein langer, unbestimmter Weg...

... zu gesellschaftlichen Reformen ... und den Wahlen am 3. November.

"Wenn alle Amerikaner, die den Mord an George Floyd ungerecht fanden, im November zur Wahl gehen, dann ist Trump sowas von weg vom Fenster."

In der politischen Zeitrechnung sind 5 Monate kleine "Ewigkeiten" und die Dynamik des US-Wahlkampfes lässt heute noch keine Antwort auf die Frage zu, ob Trump wiedergewählt oder abgewählt wird.

Richtig ist, dass die durch den tragischen Tod von George Floyd ausgelöste Bewegung in der US-Gesellschaft nachwirken und Veränderungen auslösen wird. Die Frage ist nur, wie lange es dauert.

Ein positiver Effekt wäre, wenn sich viele junge Amerikaner und Angehörige der Minderheiten in höherem Maße als sonst registrieren lassen und dann auch wählen.

@rossundreiter 11.54

die Bundeskanzlerin nennt es "Mord"- das sollte die Bundeskanzlerin den zuständigen Gerichten überlassen. Mord bedingt Vorsatz. Ob das hier gegeben war, beurteilt die Justiz in den USA. Und warum außenpolitische Konsequenzen? War die US-Regierung bei dem tragischen Fall involviert? Vielleicht mal, bei aller berechtigten Emotionalität, die Kirche im Dorf lassen

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