Ihre Meinung zu: BGH-Urteil zu Abgasskandal: VW muss Autokäufer entschädigen

25. Mai 2020 - 12:28 Uhr

VW-Kunden steht im Dieselskandal grundsätzlich Schadenersatz zu. Der BGH bestätigte ein Urteil, mit dem einem Kunden Schadenersatz zugesprochen worden war. Er muss sich aber die Nutzung des Wagens anrechnen lassen.

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Kommentare

Auch ich werde jetzt in dieser

Angelegenheit tätig werden. Mein Vertrauen in unsere Justiz war sehr gering, geht es doch hier um einen mächtigen, „ systemrelevanten" Konzern. Bin also sehr beeindruckt. Das Argument von VW, es sei den Kunden kein Schaden entstanden ist eine bodenlose Frechheit. Den USA- Kunden sind auch keine Schäden entstanden, aber dort wurde sehr großzügig gezahlt.

VW beruft sich also darauf

dass den Käufern kein Schaden entstanden sei. Das ist schon sehr gewagt.
Womöglich hatte ja mancher gerade deshalb einen der "schadstoffarmen" VW's gekauft, weil er die Umwelt und / oder seine Mitbürger von giftigen Abgasen verschonen wollte? Und selbst wenn der Käufer jetzt keinen Schaden haben sollte, haben ihn die so geschädigten Abgas-Einatmer.
Es ist überhaupt verwunderlich, wie man auf so eine Strategie kommt: man täuscht den Kunden bewusst über die Eigenschaften des Produkts und argumentiert nachher, es sei ihm ja kein Schaden entstanden. Man verkauft mir einen Hamburger ohne Fleisch und sagt nachher, ich sei ja schließlich trotzdem satt geworden.
Wer bei den VW-Juristen hatte ernsthaft geglaubt, mit diesem Argument durchzukommen?

Na ja

Ich fühle mich in meiner Ansicht bestätigt, dass es vor Gericht ein Urteil, aber kein Recht gibt. Ich frage mich immer noch, welcher Schaden wirklich entstanden ist. Ich fahre selbst seit Jahrzehnten Diesel, auch mal den EA189, und war mit den Motoren stets sehr zufrieden. Deshalb habe ich mich auch keiner Klage angeschlossen. In meinen Augen geht es hier nur um Geldmacherei, ausgelöst durch die amerikanische Rechtsprechung und deren Gesetzen, die mit den unsrigen nicht vergleichbar sind.

@Barbossa 2

Genau. Die Rechtssysteme in USA und bei uns sind grundlegend verschieden. Bei uns gibt es ja auch keine Millionen, weil ich mir z.B. die Hand mit heissem Kaffee verbrannt habe. Aus meiner Sicht geht es hier nur um Geldmacherei. Ich würde gern mal erfahren, welcher tatsächliche Schaden den Käufern entstanden ist. Es geht immer nur um irgend welche ideellen Werte.

Diesel- Skandal !

Dieses Urteil ist mehr als richtig ! Es ist schon sehr bezeichnend für die Spitzen des Konzerns, zu klagen bis zum geht nicht mehr, um Lug und Betrug auch noch zu legalisieren.
Und dies alles nur um noch mehr Gewinn auf Kosten von vielen zu erzielen, die Aktienkurse noch höher zu schrauben, die Dividenden für all die reichen Aktionäre zu erhöhen.
Bei allen Gedanken an Marktwirtschaft und Gewinnen sollte doch noch immer eines ganz wichtig sein, und dies ist Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.
Leider aber ist dies bei den meisten Verantwortlichen der großen Autokonzerne total verloren gegangen, und es gibt nur eines noch, dass ist unendliche Gier !
Auch bezeichnend ist, dass noch keiner von den Verantwortlichen hier in D freiwillig zu gegeben hätte, ja wir haben betrogen.
Leider sind die Strafen für die Bosse für ihren Betrug viel zu gering, weil sie sich ja auch zig teure Anwälte leisten können.
Welche eine Schande für eine Welt- Konzern !

@frosthorn

Wer bitte schön hat seinerzeit im Autohaus auf die Abgaswerte geschaut? Kaum einer!! Maximal der Spritverbrauch war relevant.
Mein Fernseher verbraucht auch mehr Strom als angegeben. Hat deshalb schon mal jemand Schadenersatz gefordert? Das ist nur ein Beispiel. Und der Vergleich mit dem Hamburger ist ja wohl sehr weit hergeholt.

Entschädigung für Benziner

denn diese wurden durch die ungerechtfertigte Dieselmanie steuerlich massiv benachteiligt. Hier ist die Regierung bzw. die Steuer für eine deutliche Entschädigung verantwortlich.

Re Leseratte 28 !

Also den ersten Satz kann ich voll unterschreiben, aber dann wird es doch ziemlich merkwürdig !
Schon vor Jahren hätte die Autoindustrie im Grunde genommen, um steuern können, hin zu mehr Sauberkeit und weniger CO2 Ausstoß.
Aber statt dessen haben findige Techniker eine spezielle Software entwickelt, die schlicht weg bestimmte Werte manipuliert. Mit Sicherheit wussten die Bosse des jeweiligen Konzern dies, haben es wahrscheinlich sogar an geordnet. Diese Manipulation ist ein klarer Betrug am Kunden, ohne wenn und aber !
Und die große Geldmacherei kann man eher den Konzernen anlasten, als dem Kunden, der in guten Glauben ein KFZ kaufte.
Es ist eher eine Unverschämtheit der Verantwortlichen von VW sich jetzt durch etliche Instanzen der Justiz zu klagen, um diesen Betrug vielleicht irgend wie noch zu legalisieren.
Leseratte 28 mag sicher ein Auto gekauft haben, dass problemlos lief, aber nicht mit den Werten, die eigentlich da sein sollten. Somit wurde auch diese Person getäuscht !

Gut so!

Ich werde als Verbraucher nicht gerne belogen!
Wenn mir der Umweltgedanke beim Kauf als wichtiges Kriterium erscheint erwarte ich ein entsprechendes Produkt. Werde ich betrogen, und nichts anderes ist passiert, kaufe ich woanders. Bye bye VW.
Meinen Hamburger erwarte ich auch immer noch mit Fleischeinlage.

@Leseratte28: Zum Glück ein Rechtsstaat

Zum Glück leben wir in einem, Rechtsstaat wo die (gekaufte) Meinung von einzelnen die Gerichte nicht zu intereisieren braucht.

VW hat gelogen. (<- Punkt). Ob Sie denken das dem Käufer keine Schaden entstand ist unwichtig.
Der Schaden ist unteranderem der extreme Wertverlust des Autos (wiederverkaufswert).

Irritierendes Urteil

Ich frage mich, wie das BGH zu diesem Urteil kommt. Einen Schaden, der das Recht auf Rückgabe des Autos rechtfertigt, sehe ich nicht. Die Autos wurden ja auch weiterhin gefahren. Wahrscheinlich geht es hier eher um Abschreckung.

Nur gerecht

Das Urteil ist nur gerecht. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

@Traumfahrer

Aus den Ausführungen schliesse ich, dass Sie keine Aktien besitzen. Jeder der Aktien besitzt, ist daran interessiert, dass die Kurse steigen und sich das Unternehmensergebnis in Ausschüttung von Dividenden wiederspiegelt. Das ist der Sinn von Aktien. Im übrigen hat VW auch noch sehr zahlreiche Kleinaktionäre. Es beschwert sich niemand über jemanden, der keine Aktien hält, aber so sollte es auch umgekehrt sein. Lasst doch jeden mit seinem Geld machen, was er will. Generell würde unserer Gesellschaft ein bisschen mehr Gelassenheit sicher gut tun.

Am 25. Mai 2020 um 12:52 von Traumfahrer

>> die Dividenden für all die reichen Aktionäre zu erhöhen.<<

Ja, die bösen Aktionäre.
Ich bin Aktionär, aber kein reicher. Jeder, der irgendwie eine kapitalbildende Lebensversicherung besitzt, ist Aktionär. Und jeder kann - auch mit 20 Euro im Monat- in einen Fond einzahlen. Das bringt mehr als ein Sparbuch. D.h. natürlich nicht, dass ich den Betrug befürworte

Autoindustrie !

Die Autoindustrie in D ist schon ziemlich groß und gewaltig, Und genau dies nutzen die Verantwortlichen dieser Industrie schamlos aus. Schon vor Jahren hätte bei denen ein Umdenken einsetzen müssen, hin zu mehr sauberen Autos, hin zu der Elektro- Mobilität oder anderen wesentlich sauberen Antrieben.
Statt dessen werden die Autos noch größer, schwerer und mit noch mehr PS versehen. Bei keinem deutschen Konzern ist ein wirklicher Wille zu erkennen, daran etwas zu ändern.
Nein, es wird gelogen und betrogen und nun in der Corona- Krise kommen diese Betrüger mit ihren exorbitanten Gehältern und den riesigen Dividenden- Ausschüttungen auch noch und wollen Staatshilfen.
Hätte all diese Herren sich für die jeweilige Firma deutliche Reserven zu gelegt, und endlich sich neue Innovationen einfallen lassen, dann würden sie jetzt nicht so am Pranger stehen. Hoffentlich wird ihre unendliche Gier nach Macht und Geld irgend wann mal von oben saftig bestraft. Unsere Gericht tun es leider nicht !!!

Ich hatte so einen Passat

mit "Skandalmotor"und der "Skandalsoftware".
Er hat mich 210 000 km begleitet.Außer ein mal Bremsen nichts gewesen.Das Auto war jeden Cent wert und ich fühle mich in keinster Weise geschädigt.
Sein Nachfolger,natürlich auch ein Passat hat jetzt auch 62 000 km ohne Manko. VW baut großartige PKW. Der Dieselverbrauch bei beiden im Schnitt 5,6 Liter. Das interessiert mich als Vielfahrer. Alles andere ist mir egal.
Von der Wirtschaflichkeit hatte ich bloß mal den 1,9Liter Audi mit 90 PS.Der war im Verbrauch niedriger und ist 20 Jahre her.

@frosthorn, 12:47

"Man verkauft mir einen Hamburger ohne Fleisch und sagt nachher, ich sei ja schließlich trotzdem satt geworden."

Haargenau getroffen!

"Wer bei den VW-Juristen hatte ernsthaft geglaubt, mit diesem Argument durchzukommen?"

Ich hätte das angesichts der Erfahrungen mit dem deutschen Rechtssystems durchaus erwartet und bin verwundert ob des rechtstaatlich anmutenden Urteils.

Am 25. Mai 2020 um 13:08 von jickmagger

>>Werde ich betrogen, und nichts anderes ist passiert, kaufe ich woanders. Bye bye VW.<<

Wird bloss schwierig, eine Marke zu finden, die nicht bei den Abgaswerten geschummelt hat.

@R13P volle Zustimmung

Endlich mal jemand, der sachlich argumentiert. Ich bin absolut Ihrer Meinung. Für mich geht es hier auch nicht um Abschreckung, für mich ist das Ganze politisch zu sehen. Niemand hat bisher einen konkreten Schaden nachgewiesen, die Argumente beziehen sich immer nur auf die Situation in USA, und da ist die Gesetzeslage nun mal grundlegend verschieden zur unsrigen.

13:10 von R13P

Zitat:"Ich frage mich, wie das BGH zu diesem Urteil kommt. Einen Schaden, der das Recht auf Rückgabe des Autos rechtfertigt, sehe ich nicht. "

Der Bundesgerichtshof als oberstes deutsches Gericht in Straf- und Zivilsachen sieht das aber nun mal anders als Sie. Und wie ich finde, zu Recht. Es geht ja nicht nur darum, ob das Auto gefahren ist oder nicht. Es geht um zugesicherte Eigenschaften eines Produkts, das ich oder jemand anderes möglicherweise gar nicht gekauft hätte, wenn ich gewusst hätte, dass diese zugesicherten Eigenschaften nicht stimmen. Es ist eine Schande, dass ein Bürger durch jahrelange Gerichtsinstanzen gegen einen mächtigen Konzern das Recht durchsetzen muss und die Kanzlerin und die zuständigen Verkehrsminister dazu nur die Achsel zucken und VW, AUDI, Daimler usw. nach einer kleinen Ermahnung einfach weiter machen lassen. Jetzt sollen diese Betrüger ja schon wieder mit Steuergeld gepäppelt werden, als ob nichts geschehen wäre.

Falsche Zielgruppe

Der "Schaden" durch die manipulierte Software ist definitiv nicht den Käufern der Fahrzeuge entstanden.
Die Nutzbarkeit war in keiner Weise eingeschränkt und es gab auch keine höheren Betriebskosten durch zu niedrig angegebenen Kraftstoffverbrauch.

Wo bitte ist also dem Käufer ein messbarer Schaden entstanden?

Ein Schaden ist dagegen durchaus der Allgemeinheit entstanden, da VW bewusst zu niedrige Realwerte angegeben hat und so ein erheblich höherer Schadstoffausstoß im Betrieb erfolgte.

Dadurch wurden alle Menschen, die atmen (also vermutlich eine überwältigende Mehrheit unter uns ...) geschädigt.

Insofern ist der Schadenersatzanspruch doch wohl eher beim Bürger zu suchen als beim einzelnen Käufer, der hier wohl größtenteils aus schlichter Geldgier agiert.

Das Urteil

Kommt leider viel zu spät, das ganze geht jetzt schon Jahre.

" Am 25. Mai 2020 um 13:00 von tagesard09 "
" Entschädigung für Benziner

denn diese wurden durch die ungerechtfertigte Dieselmanie steuerlich massiv benachteiligt. Hier ist die Regierung bzw. die Steuer für eine deutliche Entschädigung verantwortlich. "

Sie scheinen auszublenden, das Diesel in der Steuer fast die 3 Fache Höhe hat, da missen Sie lange fahren um das über den Liter-preis auszugleichen.

Wenn die Regierung oder die Eu nicht ständig die Werte ändern würde, gäbe es das Problem gar nicht.

Die Käufer im Ausland haben sich über billige Gebrauchte aus Deutschland natürlich sehr gefreut, also wurde das Problem nur verlagert.

Geldmacherei? @ Leseratte28

Wenn ich mir als Kunde ein Auto kaufe das den aktuellen und kommenden Abgasnormen entsprechen soll, der Hersteller mir das beim Kauf verspricht und sich später herausstellt, daß der Hersteller diese Leistung gar nicht erbringt, bzw. eine Einrichtung eingebaut ist die diese Fähigkeiten nur vorgaukelt und der Hersteller damit Geld spart, ist das klarer Vorsatz. Zudem bewege ich ein Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr, daß die Angaben in der Allgemeine Betriebserlaubnis nicht erfüllt und dadurch keine ABE hat.
Das hat auch nichts mit der amerikanischen Rechtssprechung zu tun. Bei uns nennt man das ganz einfach Betrug.

@leseratte, 12:57 "kein Schaden"

Wenn ich ein Sofa bestelle und eine Luftpumpe geliefert bekommen, entsteht mir auch kein Schaden.

Was ist denn das für eine Argumentation?

Und wenn Sie nicht auf die zugesicherten Abgaswerte gucken, ist das schon ihr eigenes Problem.

@Leseratte28

Das Urteil ist natürlich rechtens und mach VW für folgende Schäden haftbar:

- Die Fahrzeuge sind bei weitem nicht so umweltfreundlich wie angepriesen. Dies ist für viele ein Argument gewesen und wurde beworben. Die Einhaltung der Abgasnorm und der geringe Spritverbrauch wurden garantiert.
- Die Fahrzeuge müssen umgerüstet werden, sonst verlieren sie ihre Betriebserlaubnis. Das bedeutet, dass Wagnis, dass ein Motor, der jahrelang entwickelt wurde, nun nicht mehr gut funktioniert. Sonst hätte man ihn ja gleich so bauen können. Garantie gab es übrigens keine, weder von VW noch vom KBA.
- Wertverlust der Diesel allgemein. Wem die Umwelt egal war hat eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen und damit Schaden erlitten.

Der Argumentation, dass die Fahrzeuge ja weiter funktioniert haben, ist das Gericht ja gefolgt, deshalb die Wertminderung durch Nutzung.

Ansonsten gilt: Gerechtes Urteil.

@R13O, 13:10

Ich frage mich, wie das BGH zu diesem Urteil kommt. Einen Schaden, der das Recht auf Rückgabe des Autos rechtfertigt, sehe ich nicht. Die Autos wurden ja auch weiterhin gefahren.

Was ist das für eine Argumentation? Da hat ein Kaufmann einem (besser: vielen) Kunden ein Produkt angedreht, dass die zugesagten Eigenschaften nun mal nicht hatte. Allein das berechtigt den Kunden nach BGB schon dazu, die Rücknahme der Ware und die Erstattung des Kaufpreises zu verlangen. Und hätte ich ein solches Fahrzeug gekauft und könnte es wegen des Betrugs nur für einen Bruchteil des Kaufpreises weiterverkaufen, dann hätte ich auch einen ganz reellen Schaden, oder?

VW !

Es ist in meinen Augen ganz klar ein Betrug !
Zum einen wurde dadurch der Kunde belogen, was die Abgaswerte betrifft, genauso oft auch die Verbrauchswerte. Zum anderen ist dieses KFZ in seinem Wert durch diese Manipulationen nicht mehr viel wert, also hat der Kunde einen deutlichen Verlust in Kauf zu nehmen, was aber leider die Verantwortlichen von VW nie begreifen werden, da sie alle in ihrem Gewinn- Wahnsinn gefangen sind. Nur hohe Absatz- Zahlen und riesige Gewinne auf ihren Konten und der Aktionäre können sie noch mit ihrem Tunnelblick erfassen.
Ja, und dann ist noch zu erwähnen, dass diese inzwischen deutlich "geschwächten" Autos dann nach Osteuropa oder Afrika verkauft werden, wo noch nicht so auf die Umwelt geachtet wird, leider.
Auch das ist den Verantwortlichen der Konzerne bewusst und sicher total egal.

@Leseratte28 - 12:57 Uhr

Ich schließe mich vollumfänglich Ihrer Argumentation an. Ich kenne niemanden, der sich (bisher zumindest) zuallererst den Schadstoffausstoß anschaut und dann erst den Rest des Fahrzeuges. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass durch diesen "Skandal" natürlich die betroffenen Fahrzeuge einen höheren Wertverlust erlitten haben als andere und ich denke diesen "Schaden" sollte man schon irgendwie abfinden sofern man beabsichtigt das Fahrzeug zu verkaufen. Gleichwohl wird es schwierig sein diesen "Schaden" zu ermitteln. Dennoch halte ich die Forderung nach der Erstattung des Kaufpreises (plus Zinsen...) für völlig unverhältnismäßig. "Raffzahn-Mentalität". Alles in Anspruch nehmen und nichts dafür bezahlen wollen..

Ihre Idee mit dem Fernseher bringt mich ins Grübeln. Vielleicht sollte man zuerst in den USA prozessieren und nach dem Erfolg dann in Deutschland...Dieser Weg scheint mittlerweile gängig zu sein...Was meinen Sie?

re leseratte28

" Ich würde gern mal erfahren, welcher tatsächliche Schaden den Käufern entstanden ist"

Ist das mal wieder so schwierig? Die gelieferte Ware entspricht nicht der Beschreibung, unter der sie angeboten wurde.

@Sharky_ffm, 13:09

„VW hat gelogen. (<- Punkt)“

...und betrogen. Die Frage ist aber wem ist ein Schaden dabei entstanden und wie hoch ist dieser. Die Minderung des Wiederverkaufswertes ist in erster Linie eine Folge der generellen Diskussion über den Diesel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ohne diese Diskussion, die meisten VW Kunden die falschen Emissionswerte nur müde belächeln würden. Genauso wie sie es bei den falschen Verbrauchswerten früher immer gemacht haben.

@tagesard09 Benziner.....

...setzen pro Kilometer bei vergleichbarer Motorisierung mehr CO2 frei-der niedrigere Faktor von Liter Kraftstoff auf Kilogramm CO2 beim Benziner gegen den Diesel wird durch die Motorbauart des Benziners im Übermaß aufgezehrt-. Deswegen ist es aus Gründen des Klimaschutzes sinnvoll den Benziner steuerlich gegen den Diesel zu benachteiligen. Erst der Ersatz des Benzins durch Erdgas (Methan) würde die Situation ändern. Das Hauptproblem sind immer noch die viel zu schweren Autos mit zu hoher Motorisierung. Und den realitätsfernen Vervrauchsangaben.

Am 25. Mai 2020 um 12:57 von Leseratte28 @frosthorn

>>Wer bitte schön hat seinerzeit im Autohaus auf die Abgaswerte geschaut? Kaum einer!! Maximal der Spritverbrauch war relevant.
Mein Fernseher verbraucht auch mehr Strom als angegeben. Hat deshalb schon mal jemand Schadenersatz gefordert? Das ist nur ein Beispiel. Und der Vergleich mit dem Hamburger ist ja wohl sehr weit hergeholt.<<

Ist Ihnen vlt. schon einmal eingefallen, dass es sich hier um "Betrug" handeln könnte?
Wenn in meine Entscheidungsfindung beim Kauf eines Autos auch, oder vor allem ein abgasarmer Motor eine Rolle spielt, und mir die Werbung des Autoherstellers Diesen suggeriert, was glauben Sie würde ich dann tun? Immer noch den Wagen kaufen, der definitiv eine Dreckschleuder ist oder den umweltschonenderen Wagen? Und wenn der Autohersteller genau damit wirbt, aber statt der Abgasreduzierung durch den Motor, nur eine Software einbaut, die das suggeriert - Dann ist dein eindeutig ein Betrug. Und gegen Betrug sollte man gerichtlich vorgehen.

Irritieren finde ich diesen Kommentar.

Welcher Schaden entstanden ist, diese Frage stellt sich nicht mal. Ein entscheidendes Merkmal des Fahrzeugs wurde in betrügerischer Absicht vorgetäuscht. Da spielt es gar keine Rolle, ob das Fahrzeug technisch auch so in der Lage ist, gefahren zu werden. Allein die Tatsache, dass eine Eigenschaft vorgetäuscht wurde berechtigte zur sofortigen Rückgabe, die bekanntermaßen verweigert wurde. Dem Halter blieb nicht mal die Wahl, hat ja nicht jeder mal Dreißigtausend über, um ein Ersatz-Fahrzeug zu kaufen und den fehlerhaften Wagen bis zum Ende der Klage in eine Garage zu stellen.

Dass die Laufleistung anzurechnen ist, ist dabei nur eine Fortsetzung des Skandals.

@ 13:10 von R13P Irritierendes Urteil

Ihre Meinung irritiert mich:
Ein Betrüger (VW) verkauft mangelhafte Ware, was einen hohen Wertverlust bedeutet und Sie sehen keinen Grund für Schadenersatz? Sie haben in meinen Augen ein etwas merkwürdiges Rechtsverständnis...

Blue Efficiency.

Ich fahre einen 2014er Mercedes Diesel - Euro 5, abgasarm mit Aufschrift "Blue Efficiency", genau deshalb gekauft. Jahrelang hat Daimler öffentlich erklärt, das VW-Problem träfe auf die eigenen Mercedes-Fahrzeuge nicht zu und jeder Journalist, der was anderes verbreitet, wurde mit rechtlichen Schritten bedroht.
Und nun hat mein Fahrzeug genau den 2,2 l-Dieselmotor, dem dasselbe Verhalten nachgewiesen worden ist und der angeblich bereits bei Temperaturen unterhalb 17 Grad (also in unseren Breitengraden: Fast immer) die Abgasreinigung herunterfährt und zum Schluss ganz abschaltet - bei gespenstischen Grenzwertüberschreitungen.
Der treue Kunde denkt nun, es gäbe ja wenigstens ein Nachrüstsystem, das dieses Problem behebt - und ich wäre jederzeit damit einverstanden gewesen, wenn mein Hersteller das Abgassystem nachgerüstet hätte. Das verweigert er aber konsequent bis heute (siehe VW - dieselbe Nummer).
Und nun? Habe auch ich Klage eingereicht. Wir werden sehen...

rer Truman Welt

Das ist das richtige Urteil, welches da bestätigt wurde. Es handelt sich um arglistige Täuschung des VW Konzerns und solch ein Verhalten bzw. Tatbestand muss strikt verfolgt und bestraft bzw. die Kunden vollkommen entschädigt werden. Normalerweise ist bei arglistiger Täuschung bis zu 30 Jahren der Neupreis unabhängig des Gebrauchs zu entrichten. Schließlich geht es um einen Betrug. Um diese Rechtslage wusste der VW Konzern und hatte sich dennoch für den Betrug entschieden. Deshalb ist die Anrechnung eines Gebrauchswertes eigentlich nicht gerechtfertigt. Vielleicht ist die Anrechnung des Gebrauchs für die Zeit des Besitzes vergleichbar mit dem Diebstahl eines Gegenstandes, welcher der Dieb nach dessen Festnahme nur in Höhe abzüglich einer Abschreibung für die Zeit seiner Entwendung zu leisten hätte, weil der Gegenstand ja auch so an Wert verloren hätte - oder so ähnlich jedenfalls. Betrug ist Betrug und dieser muss mit aller Härte bestraft werden!

BGH-Entscheidung

Der BGH hat mit dieser Entscheidung völlig überzogen. Den Käufer*innen ist doch kein Schaden entstanden, der die Rückgabe des Autos rechtfertigt. Insoweit bin ich gespannt, ob der BGH in ähnlich gelagerten Schadensersatzforderungsfällen analog argumentieren wird.

Gute und richtige Entscheidung

Jeder der behauptet, dass kein Schaden entstanden ist liegt falsch. Ich habe zwei Autos mit dem betroffenen Motor. Beide Autos sollten turnusmäßig wieder abgestoßen werden. Sie waren allerdings unverkäuflich bzw. waren Verkäufe nur mit erheblichen Verlusten realisierbar. Endlich gibt es Klarheit.

Am 25. Mai 2020 um 13:08 von jickmagger

>>Ich werde als Verbraucher nicht gerne belogen!<<

Ist das nicht bei jeder Werbung der Fall ?

>>Meinen Hamburger erwarte ich auch immer noch mit Fleischeinlage.<<

Der Hamburger, den Sie auf der Abbildung über dem Verkaufstresen sehen und der Hamburger, den Sie dann in den Händen halten....sehen die gleich aus ?

12:51 von Leseratte28

VW hat angegeben bestimmte Werte einzuhalten.
Das ging nur durch den später bekannten Betrug mit der Abschaltsoftware.
Warum wundern Sie sich dass ein Gericht Betrug als Betrug bezeichnet?

Irritieren finde ich diesen Kommentar.

Welcher Schaden entstanden ist, diese Frage stellt sich nicht mal. Ein entscheidendes Merkmal des Fahrzeugs wurde in betrügerischer Absicht vorgetäuscht. Da spielt es gar keine Rolle, ob das Fahrzeug technisch auch so in der Lage ist, gefahren zu werden. Allein die Tatsache, dass eine Eigenschaft vorgetäuscht wurde berechtigte zur sofortigen Rückgabe, die bekanntermaßen verweigert wurde. Dem Halter blieb nicht mal die Wahl, hat ja nicht jeder mal Dreißigtausend über, um ein Ersatz-Fahrzeug zu kaufen und den fehlerhaften Wagen bis zum Ende der Klage in eine Garage zu stellen.

Dass die Laufleistung anzurechnen ist, ist dabei nur eine Fortsetzung des Skandals.

Der Käufer hat Glück

Denn so wirklich erkennbar ist der Schaden nicht. Der Wagen fährt ja vermutlich gut. Der Gebrauchtwagenpreis könnte geringfügig durch den Skandal sinken, dafür muss VW haften. Für mehr aber auch nicht.

re frosthorn

"VW beruft sich also darauf
dass den Käufern kein Schaden entstanden sei. Das ist schon sehr gewagt.
Womöglich hatte ja mancher gerade deshalb einen der "schadstoffarmen" VW's gekauft, weil er die Umwelt und / oder seine Mitbürger von giftigen Abgasen verschonen wollte?"

Juristisch ist es schnurzpiepegal, ob es dem Käufer auf die Abgaswerte angekommen ist oder nicht. Es genügt, dass das Produkt nicht die zugesicherten Eigenschaften erfüllt.

Perfekt

...solange die deutschen Gerichte noch funktionieren, ist alles gut im Lande. Der ewige Protektionismus der Autoindustrie muss doch endlich einmal ein Ende haben. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum US-Kunden bereits seit Jahren adäquat entschädigt wurden und die eigene Bevölkerung in Deutschland nach wie vor veräppelt wird...

13:14 von Leseratte28

>>Aus den Ausführungen schliesse ich, dass Sie keine Aktien besitzen. Jeder der Aktien besitzt, ist daran interessiert, dass die Kurse steigen und sich das Unternehmensergebnis in Ausschüttung von Dividenden wiederspiegelt. Das ist der Sinn von Aktien. Im übrigen hat VW auch noch sehr zahlreiche Kleinaktionäre.<<

Dann verstehe ich Ihre vorherigen Postings nicht. Gerade wenn Sie Aktien einer Firma haben, sollten Sie doch größten Wert darauf legen dass diese Firma seriös, d.h. ohne Betrügereien arbeitet.

Wo ist der Schaden?

Ich fahre auch VW, habe mich der Klage aber nicht angeschlossen. Ich sehe mich nicht geschädigt. Mein Wagen fährt super und besitzt die sprichwörtliche VW Qualität. Ich möchte nicht auf einen Klage-Zug aufspringen, nur um ein bisschen Geld zu ergattern. Diese gierige Einstellung des Herausholens ist mir vollkommen zuwider.

Am 25. Mai 2020 um 12:47 von Leseratte28

Zitat: In meinen Augen geht es hier nur um Geldmacherei, ausgelöst durch die amerikanische Rechtsprechung und deren Gesetzen, die mit den unsrigen nicht vergleichbar sind.

Leider ist das Urteil noch nicht im Volltext veröffentlicht. Veröffentlich ist aber das durch die Revision angegriffene Urteil des OLG. Dessen Tenor (Ziff. 1) lautet:

" Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 25.616,10 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 2. Oktober 2017, Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung des VW Sharan 2.0 TDI mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer … zu zahlen."

Geldmacherei des Klägers kann ich nicht erkennen.

Beinahe hartes Urteil

VWs Taktik ist aufgegangen das Urteil so lange herauszuschieben bis man den minimalsten Wagenwert zurück erstatten muss. Es hätte auch durchaus ohne Kompensation laufen können.
Dem Kunden ist womöglich kein Schaden entstanden, aber ich bin kein Kunde. Bin der einzige aus der Familie, der auch nur entfernt mit VW arbeitet. Aber mein Job ist nicht davon abhängig. Kunden haben wir in der Familie, aber auch viele Steuerzahler und die wurden schließlich belastet.
Schlimmer ist es dann noch zu sehen, wie die Politik dort mitgemischt hat und versucht hat Gesetze zu unterlaufen um von einem vorsätzlich betrügenden Unternehmen den Schaden abzuwenden oder zu verringern.
Sobald die Klage beendet wird und die Kunden entschädigt sind ist die Sache für mich trotzdem noch nicht fertig.

Es ist entlarvend in

Es ist entlarvend in doppelter Hinsicht, dass VW tatsächlich argumentierte, "den Kunden sei kein Schaden entstanden." - eine Geringachtung der Kund*innen wie der Umwelt.
Gut das dem jetzt höchstrichterlich klar Einhalt geboten wird.

BGH-Urteil zu Abgasskandal:VW muß Autokäufer entschädigen....

Das ist ein Urteil,daß in gewisser Weise die Verbraucherrechte stärkt.

Aber an der grundsätzlichen Haltung der Politik zu den Autokonzernen wird das nichts ändern.Eine Verkehrswende findet nicht statt.Es werden mehr Straßen gebaut als Bahntrassen.Und von den letzteren in den letzten 25 Jahren tausende Kilometer stillgelegt.

@ Barbarossa 2

Auch ich werde jetzt in dieser Angelegenheit tätig werden. Mein Vertrauen in unsere Justiz war sehr gering, ...

Diese Heraushohler-Mentalität und das ständige Trachten nach dem eigenen Profit, das ist mir so zu wider. Und dazu passt es dann auch, eine unabhängige Justiz nur zu respektieren, wenn sie nach dem eigenen Gusto und Vorteil entscheidet.

um 13:14 von Leseratte28

"@Traumfahrer
Aus den Ausführungen schliesse ich, dass Sie keine Aktien besitzen. Jeder der Aktien besitzt, ist daran interessiert, dass die Kurse steigen und sich das Unternehmensergebnis in Ausschüttung von Dividenden wiederspiegelt."

——————————

Das ist also der Grund, warum Sie die" Ehre" des Konzerns herstellen müssen. Daß sich die Autoindustrie Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Abgasvorschriften auferlegt hat, die nicht einhielt und seinen eigenen Ruf fortwährend weiter beschädigt, blenden Sie einfach aus, weil Ihr Auto gut läuft. Hat schon was Magisches, wenn die Obermacher des Wagens ausgebuffte Schlitzohren sind, die ihre Streetcredibility nicht ohne Kampf aufgeben. Da möchte man gern dabeisein auf der Überholspur der Unverfrorenheit.

Was soll am Urteil irritierend sein?

Aus der Presseerklärung des BGH:

"Zu Recht hat das Berufungsgericht angenommen, dass die Beklagte dem Kläger aus vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gemäß §§ 826, 31 BGB haftet. Das Verhalten der Beklagten im Verhältnis zum Kläger ist objektiv als sittenwidrig zu qualifizieren. Die Beklagte hat auf der Grundlage einer für ihren Konzern getroffenen grundlegenden strategischen Entscheidung bei der Motorenentwicklung im eigenen Kosten- und damit auch Gewinninteresse durch bewusste und gewollte Täuschung des KBA systematisch, langjährig und in Bezug auf den Dieselmotor der Baureihe EA189 in siebenstelligen Stückzahlen in Deutschland Fahrzeuge in Verkehr gebracht, deren Motorsteuerungssoftware bewusst und gewollt so programmiert war, dass die gesetzlichen Abgasgrenzwerte mittels einer unzulässigen Abschalteinrichtung nur auf dem Prüfstand eingehalten wurden."

Urteilsverkündung, mit Einzelheiten wie Berechnung der Ansprüche ging über ca. 30 Minuten, ist im Netz zu hören u. zu sehen.

Kein Schaden?

Natürlich ist ein Schaden entstanden. Versuchen Sie mal, ein solches Auto heute zu verkaufen. Es hat eben nicht jeder darauf Bock, mit einem Auto in der Stadt herumzufahren, das die Menschen seiner Umgebung mit mehr als dem zehnfachen des normalerweise üblichen Grenzwerts an Stickoxiden vergiftet.

Schutsch, Ekkehard

Ich fahre schon mein ganzes Leben VW, doch meine Loyalität zu dem Konzern ist fast aufgebraucht, weil die einen entschädigt werden, und die anderen nicht. Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun! Ich habe auch diesen EA189-Motor und erfülle alle Bedingungen, doch ich habe den besonders teuren Multivan (von 2013). Ausgerechnet der Wagen wird ignoriert, obwohl ich vom Preisverfall und den Fahrverboten genauso betroffen bin. Neulich gab es eine Fehlermeldung vom Abgassystem, die auf ein Ende des Fahrzeuges hindeutet, schon bei 140Tkm! Dann hätte ich mir lieber einen billigen Renault gekauft, wenn ich gewußt hätte, was aus VW geworden ist. Nun werde ich individuell klagen, weil sich die Aussicht auf Entschädigung wesentlich erhöht hat. Armes Deutschland.

im Hinblick auf den Klimaschutz...

und der damit einhergehenden Notwendigkeit die Individualmobilität zu begrenzen ist dieses Urteil das falsche Signal

@ spax074

Ich habe zwei Autos mit dem betroffenen Motor. Beide Autos sollten turnusmäßig wieder abgestoßen werden. Sie waren allerdings unverkäuflich bzw. waren Verkäufe nur mit erheblichen Verlusten realisierbar.

Für einen vergleichbaren Wagen eines anderen Herstellers bekommen Sie sicher nicht mehr. VW liegt sogar meist vorne, was die Mittelklasse bei den Gebrauchten angeht.

Am 25. Mai 2020 um 13:51 von frische Unterhose

>>Mein Wagen fährt super und besitzt die sprichwörtliche VW Qualität<<

Wir haben seit Jahren VW Passat Diesel als Firmanwagen, ebenso die Marke aus Stuttgart. Letztere sind uns nach 4 Jahren mit Rostschäden richtig teuer gekommen. Jahrelang wurde bei den Stuttgarter Modellen billiges Blech verbaut, weshalb man von der Marke einige ältere Modelle nicht mehr auf der Strasse findet. Mein letzter Golf war 18 Jahre alt und hielt 321.000 km bevor die Elektronik ihren Geist aufgab.

13:20 von Peter Meffert

re R13P

Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen.
Vor allem diesem Passus und dem letzem Satz:
"Es ist eine Schande, dass ein Bürger durch jahrelange Gerichtsinstanzen gegen einen mächtigen Konzern das Recht durchsetzen muss und die Kanzlerin und die zuständigen Verkehrsminister dazu nur die Achsel zucken und VW, AUDI, Daimler usw. nach einer kleinen Ermahnung einfach weiter machen lassen. Jetzt sollen diese Betrüger ja schon wieder mit Steuergeld gepäppelt werden, als ob nichts geschehen wäre."

So manche Wirtschaftsbosse haben von Moral noch nix gehört. Plärren nach Staatshilfen, streichen millionenschwere Boni ein und zahlen Dividenden aus. Und die Politik nickt das Ganze ab.
In meinen Augen eine bodenlose Sauerei.

Diesel

ich habe einen gebrauchten VW gekauft und ein halbes Jahr später brach der Skandal aus.......nun bin ich ihn mit Verlust losgeworden und nun.....nie wieder VW.

Leseratte 28 !

Ja, ich habe keine Aktien, weil ich nicht wirklich Geld dafür habe. Dazu reicht mein Verdienst einfach nicht.
Aber für mich ist klar, selbst wenn ich es mir leisten könnte, würde ich bestimmt keine Aktien von VW mir besorgen und wollte nie und nimmer daran mit verdienen, wenn nur darauf geschaut wird, viele Menschen zu betrügen und hinters Licht zu führen, nur damit die Kurse und Gewinne steigen.
Ich habe für mich noch ein anständiges und ehrbares Ehrgefühl, möchte auch so behandelt und bezahlt werden.
Aber bestimmt nicht mit irgend welchen Manipulationen.
Auch selbst wenn ich sehr gerne schnell unterwegs sein möchte, leiste ich meiner Kasse entsprechend mit nur ein Auto, weil ich sparsam bin und an später denke.
Aber all das was VW und CO betreibt, ist in meinen Augen einfach nur zu kurz gedacht, auf den schnellen, maximalen Gewinn, egal zu welchem Preis. Siehe in China, was da alles von VW und CO in Kauf genommen wird. Einfach nur schändlich und pervers !

Wie kann man für VW Partei ergreifen?

Wäre es ein Irrtum, oder unerwarteter, technischer Fehler gewesen, gut dann hätte man großzüger sein können. Hier aber war es wissentlicher, klar kalkulierter Betrug aus Geldgier. Wie kann man das nicht bestrafen? Der Käufer wurde getäuscht, also hat er das Recht von dem Vertrag zurückzutreten und eine Entschädigung zu bekommen. Der Allgemeinheit entstand darüber hinaus eine nicht unerhebliche Gesundheits- und Umweltgefährdung, daher sollte noch eine sehr deutliche Strafzahlung an die Staatskasse, also uns alle, hinzukommen. Das die Autos trotzdem gut fahren ist ja wirklich toll, aber dies ist ja wohl das mindeste was ich von dem Auto erwarten darf!

re qpqr27

"im Hinblick auf den Klimaschutz...
und der damit einhergehenden Notwendigkeit die Individualmobilität zu begrenzen ist dieses Urteil das falsche Signal"

Es ist nicht Aufgabe des BGH, Umweltpolitik zu betreiben. Falsche Adresse.

13:45 von Tremiro

vielleicht, weil die politiker, incl. merkel, das nur als schummelsoftware bezeichnet haben. selbst der spd aufsichtsrat Weil sieht ja keine notwendigkeit des eingreifens

@Peter Meffert, 13:20

Der BGH wird schon seine Gründe gehabt haben. Ich kenne ja noch keine Details.
VW und andere Hersteller haben zu niedrige Emissionswerte angegeben, genauso wie sie es jahrelang mit den Verbrauchswerten gemacht haben. Da die Werte aber zudem noch stark von der jeweiligen Fahrweise abhängen, ist das aus meiner Sicht keine Eigenschaft, die die Rückgabe des Fahrzeugs rechtfertigt, wenn sie nicht eingehalten werden können. Und der entstandene Wertverlust ist in erster Linie auf die allgemeine Diskussion um den Diesel zurückzuführen.
Das sich die Politik aus dem laufenden Prozeß rausgehalten hat, war die richtige Entscheidung. Das ist ein Zeichen, das wir in einem Rechtsstaat leben. Ihr Aussage ist allerdings nicht ganz richtig. Es sind nun Sammelklagen zulässig. Die Politik hat nicht nur die Achseln gezuckt, sondern hat eine Möglichkeit geschaffen, sein Recht einfacher durchzusetzen.

um 12:42 von Barbarossa 2

Sie werden also jetzt tätig werden? Wieso? Weil ein Urteil finanziell günstig für einen Autofahrer ausgefallen ist? Oder werden Sie jetzt erst tätig, weil Ihr Fahrzeug nun völlig unerwartet seinen Zweck nicht mehr erfüllt (VW: Kunden kein Schaden entstanden)?

Ihr Beitrag ist genau die verquere Einstellung, die den ganzen Prozess ad absurdum führt. Dazu könnte man wunderbar ein Sprichwort umdeuten in "ich wurde gewaschen und dabei nicht nass, störe mich nun einfach nur an der trockenen Sauberkeit"! Ihre Einstellung, jetzt erst tätig zu werden, zeigt eindeutig nur eines. Die Umwelt, um die sich letztlich der Skandal dreht, war Ihnen bisher egal! Die nun geöffnete Schatulle dagegen lockt so sehr, dass es sich lohnt, tätig zu werden! Auch wenn das Fahrzeug bisher doch seinen Zweck erfüllt hat.

Zu schade, dass man die Klage mit Verweis auf einen Missbrauch von Rechtsmitteln nicht abweisen kann.

Am 25. Mai 2020 um 14:04 von schutsch

>>Neulich gab es eine Fehlermeldung vom Abgassystem, die auf ein Ende des Fahrzeuges hindeutet, schon bei 140Tkm!<<

Wechseln Sie die Werkstatt. Nur wegen der Abgaslampe haben Sie nicht gleich einen Motorschaden

Frisst Gier Hirn?

Nachdem ich mich, wie manch anderer evtl auch bisher nicht an der Musterfeststellungsklage beteiligt habe, bin selbst ich beim Überlegen jetzt noch was von VW zu bekommen.
Mein Yeti 2.0 TDI ist Baujahr 11.2013 und hat bisher ohne Probleme allerdings mit dem Neuen Update 197.000 km auf dem Tacho
Da ich den YETI bisher nicht verkaufen wollte habe ich auch keine Schaden, es isr natürlich was anderes für Auto Besitzer welche Regelmäßig wechseln!
Wäre es nicht besser gewesen die Politik hätte die Überzogen Abgasvorschrift etwas zurückgenommen?

@ 14:07 von qpqr27

Ihre Argumentation kann ich nicht nachvollziehen: Sie wollen ausgerechnet ein Urteil, dass einem Konzern die Trickserei mit illegaler manipulierender Schadstoff-Software nicht durchgehen lässt, als "falsches Signal für den Klimaschutz" umetikettieren? Die notwendige Begrenzung der Individualmobilität ist nicht daran gekoppelt, dass betrogene Kund*innen entschädigt werden.

Genauso ist es

Bin Vollkommen ihrer Meinung, jetzt will der letzte sein Recht übersieht aber wer hier das Große dabei Geld verdient.

14:27 von R13P

Zitat:"Es sind nun Sammelklagen zulässig. Die Politik hat nicht nur die Achseln gezuckt, sondern hat eine Möglichkeit geschaffen, sein Recht einfacher durchzusetzen."

Das ist richtig und auch gut so. Allerdings musste die Union zu dieser Regelung geradezu geprügelt werden. Das ändert aber nichts daran, dass man nicht von staatswegen gegen den fortlaufenden Betrug von VW u.a. vorgegangen ist. Eine Reihe von Firmen unterläuft mit illegalen Mitteln gültige Gesetze bzw. EU-Normen und der Staat schaut zu...Das würde einem kleinen Handwerker oder Lohnsteuerzahler sicher nicht passieren, wenn er beim "Schummeln" erwischt wird.

Wäre mal zu klären

Warum wird der Diesel so gegenüber dem Benziner benachteiligt und schlecht gemacht und die Fahrer abgezockt, auch hier sollten sich die Gericht mal damit beschäftigen

14:33 von MichlPaul

Zitat:"Wäre es nicht besser gewesen die Politik hätte die Überzogen Abgasvorschrift etwas zurückgenommen?"

Noch besser wäre es gewesen, wenn die Automobilindustrie sich an die technisch ja möglichen Abgasvorschriften gehalten hätte. Bloß hätten dann die Kunden auf das eine oder andere PS verzichten müssen und es hätte ein größerer Tank für AdBlue eingebaut werden müssen. Das war natürlich völlig unzumutbar...

14:42 von MichlPaul

Zitat:"Warum wird der Diesel so gegenüber dem Benziner benachteiligt und schlecht gemacht und die Fahrer abgezockt, auch hier sollten sich die Gericht mal damit beschäftigen"

Es steht Ihnen frei, sich einen guten Rechtsanwalt zu suchen und dann zu klagen. Ich vermute aber mal, dass er Ihnen mangels Erfolgsaussichten von einer Klage abraten wird.

14:17 von Forfuture

Sie schreiben:
". Der Allgemeinheit entstand darüber hinaus eine nicht unerhebliche Gesundheits- und Umweltgefährdung, daher sollte noch eine sehr deutliche Strafzahlung an die Staatskasse, also uns alle, hinzukommen."

Ganz richtig.
Sagen Sie das mal dem Foristen Lutz Jüncke (13:21). Der sieht ja auch nur die "Bürger" geschädigt. Als ob er selbst kein Bürger ist.
Und wenn ich so Worte wie "Rafzahnmentalität" lese, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln (um es mal Netiquettenkonform auszudrücken)

Am 25. Mai 2020 um 14:27 von R13P

So ein Quatsch das sich die Politik raus gehalten hat. Die Grenzwerte kamen nicht urplötzlich, sondern waren seit 10 Jahren bekannt. Die Politik hat beim klüngeln mit den Autoherstellern erst die Dieselfahrverbote "vorbereitet". Genauso haben es Politik und Hersteller versäumt jahrelang bekannte Entwicklungen zu beachten und sich anzupassen. Das ganze Thema zeigt wie sehr die "Eliten" versagt haben. Und es gibt Menschen, die wenn Sie betrogen wurden auch noch Beifall klatschen und ja gerne wieder schreien. Kurzum die Politik hätte sich richtig einmischen müssen, und die Verbrauchswerte sind vergleichbar, da genormt. Ihre gesamte Argumentation schützt Betrüger, oder wie es Herr Scheuer sagen würde, kauft bei Betrügern. Und das die Brotkrume der Sammelklagen als Erfolg der Politik sehen ist peinlich....

@Glücklicher Leser, 13:37

Ich habe geschrieben, dass für mich die Gründe nicht ausreichen, um eine Rückgabe des Fahrzeugs zu rechtfertigen. Der Wertverlust hat hauptsächlich andere Gründe.
Grundsätzlich bin ich natürlich der Meinung, dass VW für Schaden haften muss, allerdings nur für den Teil, der auch von VW verursacht wurde. Deshalb ist das Ergebnis der Sammelklage in Ordnung.

Prima, Herr Gilbert!

Prima, Herr Gilbert, Sie haben Mumm! Ich danke Ihnen für Ihren Mut und Ihr Durchhaltevermögen.

eine Schande

dass dieser klare Betrug erst durch Gerichte geprüft und entschieden werden musste. Das zeigt die Grenzverletzung in den Einstellungen der verantwortlichen Entscheider in den Konzernen. Die verlassen sich zunächst einfach auf die unterschiedliche Machtfülle gegenüber dem Einzelkäufer, der die Klage erst gar nicht erheben kann mangels finanzieller Risikobereitschaft und juristischer Kenntnis und ruhen sich darauf aus.
Schon bei geringer , grundlegender Kenntnis unseres Rechtssystems und seiner Generalklauseln, sind die Sittenwidrigkeit und das fehlende Handeln nach Treu und Glauben selbst dem juristischen Laien klar erkennbar, es läuft also stets und bloß auf die fehlende "Potenz" der betrogenen Käufer zur Klage hinaus. Die Käufer mag man betrügen können, die Physik, die technische Gegebenheiten vorgibt und gesetzliche Vorgaben zum Umweltschutz jedoch nicht.
Mal sehen, ob die Manager und Entwicklungsingenieure dazugelernt haben,
auch mit Hilfe dieses Urteils.
Hoffnung habe ich kaum!

14:44 von Peter Meffert

re MichlPaul

>>Noch besser wäre es gewesen, wenn die Automobilindustrie sich an die technisch ja möglichen Abgasvorschriften gehalten hätte. Bloß hätten dann die Kunden auf das eine oder andere PS verzichten müssen und es hätte ein größerer Tank für AdBlue eingebaut werden müssen. Das war natürlich völlig unzumutbar...<<

Das ist ja die Krux bei der Sache. Rein technisch möglich wäre es gewesen, die "überzogenen Abgasvorschriften" einzuhalten (geht ja bei den modernen LKW auch).
Aber das hätte ja die Kosten in die Höhe getrieben und die Marge geschmälert. Sowas geht ja garnicht. Da ist eine Software doch viel effizienter
Zudem sollte man im Nachhinein auch die Rolle des Kraftfahrtbundesamts unter die Lupe nehmen.

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wer sich einen teueren VW-Diesel kauft...

und sich damit direkt an der Klimaerwärmung mitschuldig macht sollte nicht auch noch dadurch belohnt werden, dass er den Kaufpreis erstattet bekommt. Richtiger und lehrreicher wäre es gewesen die Autos einzuziehen und die Kosten zwischen Käufer und Verkäufer aufzuteilen

es entbehrt ja nicht einer gewissen Komik

dass nun ausgerechnet den betrogenen Kunden Geldgier unterstellt wird, wenn sie gegen die Betrüger vor Gericht gehen. Und dass hier schon wieder jemand die "Neiddebatte" anleiert, und an die "berechtigten Interessen" der Aktienbesitzer erinnert, die Nachteile zu gewärtigen haben, wenn der Konzern jetzt für seine kriminellen Machenschaften grade stehen muss.

Wessen Kompass funktioniert hier wohl nicht?

25. Mai 2020 um 14:33 von MichlPaul

"
...
Wäre es nicht besser gewesen die Politik hätte die Überzogen Abgasvorschrift etwas zurückgenommen?
"
Die Regeln sind auf Europaebene! Die lokale Implementierung muss diesen Regeln entsprechen, sonst gibt es saftige Strafen (wie z.B. beim Nitrat). Unser Verkehrsminister ist persönlich nach Brüssel gefahren um diese Regeln zu lockern und zu schwächen. Er hat es nicht geschafft und die deutsche Politik treibt damit selbst einen Spalt in die europäische Rechtsfindung (Nicht zum ersten Mal und auch nicht nur durch Herr Scheuer).
Also anstatt VW in die Verantwortung zu nehmen, beschäftigte sich unsere Politik damit den Vorfall legal zu machen. Ich hab noch den bayrischen Ministerpräsidenten im Ohr und seine Worte von einem unglücklichen Unfall als schon klar war dass vorsätzlicher Betrug vollzogen wurde.

Bars und Kneipen

Warum werden in Deutsxchland und soviele Bars und Kneipen in den Ruin Getrieben.Isr das Menschlich,das ist Glaub nicht in der Sicht des Verbrauchers Das da Durcgh auch Brauereien Kaputt gehen,Zum Beispiel im Badrn-Württenberg,ein Ort isrt zum Beispiel Pforzheim

@ Am 25. Mai 2020 um 12:47 von Leseratte28

Zitat: "Ich frage mich immer noch, welcher Schaden wirklich entstanden ist."

Ihnen ist aber schon bewusst, das der Wert der gebrauchten Dieselfahrzeuge (speziell Euro 5) nach Herbst um ca. 30 % gefallen ist. Einige Händler haben diese KFZ gleich garnicht mehr in Zahlung genommen, weil Ende 2018 300.000 von den Dingern sinnlos herumstanden?

@ Am 25. Mai 2020 um 13:14 von Leseratte28

Zitat: "Aus den Ausführungen schliesse ich, dass Sie keine Aktien besitzen. Jeder der Aktien besitzt, ist daran interessiert, dass die Kurse steigen und sich das Unternehmensergebnis in Ausschüttung von Dividenden wiederspiegelt. "

Aus Ihren Ausführüngen entnehme ich, dass Sie auch keine Aktien besitzen. Der Wert der VW Aktie ist unmittelbar nach dem Skandal um 28 % (VZ) bzw. 21 % (St) gesunken und hat sich danach praktisch nicht erholt. Die Aktionäre klagen übrigens auch...

Erst gucken, dann schreiben.

16:46 von qpqr27

«wer sich einen teueren VW-Diesel kauft … und sich damit direkt an der Klimaerwärmung mitschuldig macht sollte nicht auch noch dadurch belohnt werden, dass er den Kaufpreis erstattet bekommt.»

Und wer sich einen billigen VW-Diesel kaufte …

Trägt durch den Kauf alleine erst mal ähnlich viel zur Klimaerwärmung bei, wie der, der den teuersten Benziner in einer Lotterie gewann, der in Lotterien verlost wird.

Wie viel CO2 der Teure oder Billige dann beim Fahren insgesamt ausstößt. Hängt ganz davon ab, wie viele km der Gescholtene fahren muss. Wenn der in der Garage steht … frisst der gar nix. Anders als das Pferd. Das müssen Sie auch füttern, wenn Sie nie damit reiten. Sonst ist das Pferd irgendwann bald tot … der Diesel aber nicht. Ist ja nicht sooo schwer zu verstehen …

»Richtiger & lehrreicher wäre es gewesen die Autos einzuziehen & die Kosten zw. Käufer & Verkäufer aufzuteilen.»

Aber sicher. Dann in der Presse verschrotten.
Damit neu produzierte Autos wieder neu CO2 machen.

Abgas- Ausstoß !

Es ist absolut recht, dass die europäische Union strengere Regeln beschlossen hat. Traurig ist die Haltung der deutschen Politiker, dass sie alles versuchen, neue und gute Regelungen zu torpedieren, nur um die großen Autokonzerne nicht so stark zu belasten.
Da will die deutsche Politik, vor allem die CDU/CSU, angeblich Vorreiter in Sachen Umweltschutz, sein, aber im Dunkeln ganz gegen die EU handeln.
Also gehören etliche Politiker genauso auf die Anklagebank wie die verantwortlichen Manager von VW und CO.
Nun sollte unsere Politik den Wink des BGH`s verstanden haben und endlich richtige Gesetze verabschieden, um so weit wie möglich einen Betrug aus zu schließen !

16:52 von frosthorn

Komik

Ja, das ist schon ziemlich paradox.
Da scheint bei so manchem der Kompass das Magnetfeld zu verwechseln. (bildlich gesprochen)

Genauso wie in dem anderen Thread "Öffnungsdebatte in Thüringen" zu beobachten ist, dass die altbekannten Foristen der rechten Fraktion plötzlich Jubelarien auf den MP Ramelow (von den Linken!) in die Tasten hauen.
Da sieht man mal, wo die eigentlichen Prioritäten liegen.
Danke übrigens für Ihre Kommentare, die ich immer gerne lese und befürworte.

um 16:52 von frosthorn

"Betrogene Kunden"

Natürlich haben Sie nicht unrecht, wenn Sie sagen, dass man die Kunden doch nun nicht ins falsche Licht rücken sollte, indem man ihnen nur Geldgier unterstellt. Dennoch müssen schon die Motive einer Klage hinterfragt werden. Ich habe ganz starke Zweifel, dass sich so eine Masse einer Klage angeschlossen hätten, würde am Ende nicht jeder Einzelnde entschädigt werden, sondern VW müsste stattdessen für 10 Milliarden einen neuen Wald anpflanzen!

Jetzt mal ganz ehrlich: welcher Kunde achtete vor 5 oder 10 Jahren beim Autokauf denn wirklich auf die Feinstaubwerte? Ein Begriff, der doch erst durch den Skandal so richtig durch die Presse gegangen ist!

re db-emd

"Jetzt mal ganz ehrlich: welcher Kunde achtete vor 5 oder 10 Jahren beim Autokauf denn wirklich auf die Feinstaubwerte?"

Irrelevanter Einwurf. Aber sowas von ...

Habe mal kurz alle

Kommentare seit heute Mittag, auch die an mich gerichteten, überflogen. Nun kurz dazu.
Noch vor einigen Jahren galt der Benziner als Dreckschleuder und man war als Dieselfahrer auf der richtigen Seite. Dann kam der Kat. Seitdem verschieben sich die Verhältnisse ständig. Auch das E- Auto wird sich noch einiges gefallen lassen müssen.
Desweiteren, warum soll ein US- Kunde entschädigt werden, es geht immerhin um einen enormen Wertverlust. ein deutscher Kunde aber nicht. Warum geht ein Herr Winterkorn, der jahrelang damit geprahlt hat, der bestverdienende deutsche Manager zu sein, völlig unbeschadet aus der Affäre heraus. Nein, das sehe ich nicht ein. Zum Schluß, ich bin sehr zufrieden mit meinem V.W.

Welcher Schaden dem

Welcher Schaden dem Autokäufer entstanden ist, und nur darum ging es, hat das Gericht nicht festgestellt. Die VW Argumentation wurde nicht entkräftet.

18:01 von DB_EMD

>>Jetzt mal ganz ehrlich: welcher Kunde achtete vor 5 oder 10 Jahren beim Autokauf denn wirklich auf die Feinstaubwerte? Ein Begriff, der doch erst durch den Skandal so richtig durch die Presse gegangen ist!<<

Da kann ich nur antworten:
Ich habe darauf geachtet. Ich fahre seit 6 1/2 Jahren ein Elektroauto. Und zwar aus dem Grunde, den Sie ansprechen.
Blöd nur, dass die Karre von VW ist.
Und bevor Mißverständnisse auftauchen: ich verurteile nach wie vor die Umweltsauereien, die mit der Produktion der Akkus einhergehen.
Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht die Umweltsünden bei der Produktion, dem Transport und der Verarbeitung von Erdöl sehen. Das Thema ist ziemlich komplex.

der echte Ehrenmann....

spendet seine Entschädigung der Umwelthilfe und fährt in Zukunft mit den Öffentlichen

18:01 von DB_EMD

ich gehe mal davon aus, daß auch sie, wenn sie in ein steakhaus gehen, ein richtiges steak erwarten und kein stück klebefleisch? denn das wäre dann speisekartenbetrug wie bei den autos prospektbetrug

18:40 von Werner40

Welcher Schaden dem Autokäufer entstanden ist,
.
gar keiner !
weil - wie ich vermute,
dem Durchschnittsautofahrer es egal war wieviel Schadstoffe da rauskamen
egal !!
die Firma hat etwas zugesagt zu verkaufen, was sie nicht eingehalten hat
das allein ist Grund genug bestraft zu werden

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