Ihre Meinung zu: EU-Arbeitskräfte: Unterhaus beschließt Ende der Freizügigkeit

19. Mai 2020 - 7:29 Uhr

Das britische Unterhaus hat das Gesetz beschlossen, mit dem die Freizügigkeit in der Zuwanderung für EU-Arbeitskräfte ab Januar 2021 endet. Nun plant die Regierung von Premier Johnson ein Punktesystem für die Zuwanderung.

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Kommentare

War zu erwarten.-

Dieser Entschluss war zu erwarten. Die UK vertritt eine harte Linie gegenüber der EU. Die Hoffnung der EU die UK zum einlenken zu bewegen ist naiv. Es ist an der Zeit von Tatsachen auszugehen. Also keine Freizügigkeit für britische Staatsangehörigen auch nicht bei Mehrfachstaatsangehörigkeit. Sollten weitere Maßnahmen aus UK folgen dann ist zu antworten mit ähnliche Maßnahmen. Das Steuerparadies UK ist genau unter der Lupe zu nehmen.

Und wer arbeitet dann in den

Und wer arbeitet dann in den Londoner Niederlassungen der EU Banken aus Frankfurt?
Wer macht bei denen die Ernte? ....
Ohne vernünftige Regelung stehen die Briten alleine da. Uns kann das völlig egal sein. Ein Nichtschwimmer springt ins offene Meer. So ist das.

Ein Traum

Ein richtiger Gedanke. Muss man im Detail bestimmt ansehen, aber macht Sinn.

rer Truman Welt

Nun ja, dann schlage ich doch vor, daß wir den Entwurf der Briten ganz einfach übernehmen und genauso im umgekehrter Richtung anwenden. Ich denke, damit finden wir innerhalb der EU dann auch einen Beitrag zur Wiedergenesung der durch die Pandemie entstandenen Schäden. Wo liegt das Problem? England verliert zunehmend seine attraktive Stellung, welche es innerhalb der EU hatte. Deshalb werden mehr helle Köpfe daran interessiert sein, ausserhalb Englands zu arbeiten weil attraktiver. England schaufelt. . . . . sich fleißig das eigene wirtschaftliche Grab. Lasst sie doch! Die EU sollte jetzt zügig die (harten) Kriterien festlegen, die für einen Wiedereintritt eines ausgetretenen Mitglieds erfüllt sein müssen, um überhaupt wieder in die EU aufgenommen werden zu können. Dazu sollte m. M. nach ein Kriterium ein Mindestzeitraum gehören, bevor ein Wiedereintritt möglich ist. Ich denke da an 25 Jahre.

RE: friedrich peter peeters um 08:44 Uhr

***Es ist an der Zeit von Tatsachen auszugehen. Also keine Freizügigkeit für britische Staatsangehörigen auch nicht bei Mehrfachstaatsangehörigkeit. ***

Können Sie bitte mal erklären, welchen Sinn eine solche Maßnahme für die EU bringt ?

Die Mitgliedsstaaten der EU, insbesondere Deutschland ist auch auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Warum sollen wir den russischen oder indischen, dem britischen Spezialisten vorziehen ?

Zudem leisten alle hier ihren finanziellen Beitrag für unsere Gesellschaft in Form von Steuern und Abgaben.

Gruß Hador

@08:44 von friedrich peter...

>>Die Hoffnung der EU die UK zum einlenken zu bewegen ist naiv. Es ist an der Zeit von Tatsachen auszugehen.<<

Ich denke nicht, dass man sich in der EU naiven Hoffnungen hingibt. Es geht einfach darum ein Signal zu senden.
"Die Tür zur EU ist und bleibt offen." Man wird sich jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, denn die EU ist schlichtweg in der stärkeren Verhandlungsposition. Wenn man auf Konfrontation gehen würde, würde das direkt von den EU-Gegnern ausgeschlachtet werden und zu weiterer Polarisierung führen.
Wenn sich UK ins eigene Knie schießen will, können sie das machen - aber das machen sie dann alleine.

>>Also keine Freizügigkeit für britische Staatsangehörigen auch nicht bei Mehrfachstaatsangehörigkeit.<<

Wer eine EU-staatsangehörigkeit besitzt der hat auch entsprechend Zugang zur EU zu erhalten. Alles Andere wäre gar nicht statthaft.

@ Bender Rodriguez

>>> Und wer arbeitet dann in den Londoner Niederlassungen der EU Banken aus Frankfurt?
Wer macht bei denen die Ernte? .... <<<
.
Im Vorfeld war nun oft genug zu hören, dass keine EU-Bürger, die einer Arbeit nachgehen und darum auch ein Visum erhalten, ausgewiesen werden.
.
>>> Ohne vernünftige Regelung stehen die Briten alleine da. <<<
.
Es kommt doch eine vernünftige Regelung. Wie jedes andere vernünftige Einwanderungsland wird ein Punktesystem eingeführt.
Was genau finden Sie jetzt daran schlecht? Oder mit ihren Worten, nichtschwimmerhaft?

Großer Schritt Richtung "NoDeal"

Gut, da sind erst mal die assoziierten Mitglieder betroffen. Nur: wer will unter diesen Umständen auch aus der Kern-EU überhaupt noch dahin? Stimmung schlecht und quasi auf der Abschussrampe? Lasst die Briten ihre Pflege mal durch den glamourösen NHS bewerkstelligen, mal sehen, ob's eine Erfolgsstory wie bei der Corona-Beatmung gibt (in UK sind knapp 15% der Inf. Verstorben, in D keine 5%, Italien 13%). Sieht richtig nach"get back control" aus ?

Brexit sei dank

"mit dem die Freizügigkeit in der Zuwanderung für EU-Arbeitskräfte ab Januar 2021 endet. Nun plant die Regierung von Premier Johnson ein Punktesystem für die Zuwanderung."

Alleine schon deshalb hat sich der Brexit gelohnt, so können die Briten selbstbestimmt und bedarfsorientiert auf die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt reagieren und Wettbewerb mit den einheimischen Arbeitern vermeiden.

Ein Trauerspiel

Höchst bedauerlich, dass die Briten ausgetreten sind. Hört man die Gründe der Gegner in Straßeninterviews, dann werden idR aus Desinformationen geborene, egoistische und mindestens nationalistische, wenn nicht rassistische Beweggründe am häufigsten genannt. Johnson hat die Wahrheit beim Brexit extrem verbogen und nun auch zu Corona, die Toten klagen zwar an, aber offenbar wollen die Briten ihren Premier einfach gut finden. Er ist sicher kein Dummer und weiß sich mit seinem losen Mundwerk zu verkaufen. Mehr und mehr werden die Inselbewohner schmerzlich erfahren, wie wenig clever der Austritt war. Europa muss nun sehr deutlich Stellung beziehen, nicht den wirtschaftlichen Interessen weniger Großaktionäre folgen und GB beinahe gleichstellen. Die Mitgliedsländer müssen sich gemeinsam stark und in der EU gut aufgehoben fühlen. Dies ist langfristig auch die beste Wirtschaftspolitik. GB hat uns die gute Nachbarschaft gekündigt, nun müssen nicht wir der Insel tolle Angebote machen.

Tja

Da werden die Briten aber froh sein, dass sie endlich die heiß begehrten Plätze im Pflege- und im Agrarbereich selbst besetzen können...

Es gibt bestimmt einen Täuschlösung für die Bevölkerung

Die Fremdenfeindlichkeit war ein wichtiger Faktor bei der Brexit-Abstimmung.
Andererseits ist die britische Regierung bei der Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitskräfte damals vorangeprescht.

Ich schätze mal, es wird so aussehen, dass die Torries der Bevölkerung den Anschein vermitteln, dass sie den Zuzug von Ausländern scharf kontrollieren, während sie faktisch Fachkräfte und Erntehelfer relativ einfach ins Land kommen lassen.

Ende der Freizügigkeit

Vorhersehbar schon zu Beginn der Brexitverhandlungen. Mal sehen, was als Nächstes kommt.
Ich kann der EU nur raten, genauso hart zu verhandeln, wie es seinerzeit Margaret Thatcher tat. Man erinnere sich an Fonainebleau "I want my money back. I want it now". Oder an Beschlüsse der EU mit damals 10 (?) Mitgliedsstaaten, bei Einstimmigkeit GB fast immer ein Veto eingelegt hat und die Rosinenpickerei zum geflügelten Wort wurde. Frau Thatcher war schon immer EU-kritisch bzw. EU-feindlich. Kann man in Biographien über sie nachlesen und im Netz (verweise nur ungern, da jede Menge) wird man fündig.
Mir scheint, dass der Geist M. Thatchers noch immer über den Briten (nicht generell, ungefähr die Hälfte) schwebt. Ich vermute, dass es auf einen harten Brexit hinausläuft. So nach dem schon überstrapazierten Begriff: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein...".
Ich persönlich finde es schade, dass sie Briten gehen, ich fuhr gerne dorthin, da ich mich für ihre Historie und Shakespeare interessiere.

09:23 von Der Statistiker

Zitat:"Muss man im Detail bestimmt ansehen, aber macht Sinn."
Könnten Sie mir den "Sinn" erläutern? Ich sehe nämlich keinen...

Eigenbrödelei !

Wie jetzt auch in der Krise sichtbar, machen inzwischen etliche Länder ihren ganz eigenen Weg.................ins Verderben !
Dieser Egoismus und jeglich fehlende Solidarität, ob bei dem Virus oder in der Flüchtlingsfrage und anderen wichtigen Themen ist eine Schande für jedes Land, das diesen egoistischen Weg geht.
In GB wurde das Gesundheit- System kaputt gespart, auf Kosten der Patienten und der Pflegenden. Und nun muss sich eine einwandernde Person dies auch noch verdienen. Wie großkotzig sind denn die ?????
Nun können die britischen Angestellten zeigen, ob sie auch für deutlich weniger Geld und schlechteren Bedingungen noch gerne arbeiten. Zu verdanken haben sie diesen Schlamassel Johnson und seinen Kumpanen.
Aber auch die anderen Egoisten werden hoffentlich bald ihre Rechnung erhalten.

08:44 von friedrich peter...

Zitat:"Also keine Freizügigkeit für britische Staatsangehörigen auch nicht bei Mehrfachstaatsangehörigkeit. "

Bei Mehrfachstaatsangehörigen mit einer EU-Staatsangehörigkeit wäre das einfach rechtswidrig. Außerdem: Zahn um Zahn, Auge um Auge? Das ist Sandkastenniveau.

09:41 von Giselbert

Zitat:"so können die Briten selbstbestimmt und bedarfsorientiert auf die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt reagieren und Wettbewerb mit den einheimischen Arbeitern vermeiden."

Richtig! Millionen britischer Arbeitnehmer warten sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie als Erntehelfer, Bauhilfsarbeiter oder Pflegekräfte im maroden NHS endlich selbstbestimmt und ohne lästige Konkurrenz vom Kontinent endlich bedarfsorientiert ausgebeutet werden können. Bloß: Wer besetzt dann die dadurch freiwerdenden Arbeirsplätze?

@09:33 von Hador Goldscheitel

>>Die Mitgliedsstaaten der EU, insbesondere Deutschland ist auch auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Warum sollen wir den russischen oder indischen, dem britischen Spezialisten vorziehen ?<<

Warum sollten wir künftig die britischen Spezialisten den Indischen vorziehen? Beide werden bald reguläre Drittländer sein. Ich habe kein Problem damit, wenn beide dann die gleichen Rechte haben.

Wir sind zwar auf die ausländischen Fachkräfte angewiesen, woher diese kommen spielt aber keine Rolle.
Es muss für die Briten einen Nachteil für den Austritt geben und es kann nicht sein, dass deren Bürger in der EU signifikant bessergestellt werden, als EU-Bürger in UK.
Und ja: das schadet uns natürlich. Aber wir können die Briten hier nicht machen lassen was sie wollen, sondern müssen entsprechend (angemessen, nicht übertrieben!) reagieren.
Sonst kommt der nächste Populist und zieht den selben Mist ab.

Am 19. Mai 2020 um 08:44 von friedrich peter...

" Also keine Freizügigkeit für britische Staatsangehörigen auch nicht bei Mehrfachstaatsangehörigkeit. "

Steile These, Sie wollen einem Bürger mit Deutschem Pass den Zutritt zu Deutschland verwehren ?.
Also zur EU ?, in der sich Deutschland nun mal befindet. Alle anderen ankommenden auch ohne Papiere dürfen rein, nur Staatsbürger mit Pass nicht.

Wie kommen Sie denn auf so eine These ?.

EU Interessen

dienen der EU. Z.B. die Wertschöpfung der Beschäftigten oder ihr Steuerbeitrag. Ob die von UK Bürgern oder denen anderer Nationen beigetragen werden ändert nichts an der vergrößernde Bilanz für die EU.

@ Meinung zu unse... 09:32 Uhr

"England verliert zunehmend seine attraktive Stellung, welche es innerhalb der EU hatte."
Vergessen sie aber nicht, dass ohne GB die Südländer mit ihren Forderungen die Mehrheit haben.
Bislang war GB ein (von mir aus) nerviges, aber für D hilfreicheres Gegenstück als dies derzeit Frankreich ist.

RE: WiPoEthik um 09:59 @09:33 von Hador Goldscheitel

***Wir sind zwar auf die ausländischen Fachkräfte angewiesen, woher diese kommen spielt aber keine Rolle.***

Eben, in letzter Konsequenz sollte die Qualifikation entscheiden. Und von einer "Besserstellung" habe ich nicht gesprochen, sondern eben von einer Gleichstellung, sofern es zu keiner Einigung zwischen EU und UK kommt.

Gruß Hador

Eigentor

Ich denke, dass man innerhalb der EU feststellen kann, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit weitaus mehr Vorteile für Unternehmen als für Beschäftigte bringt. In vielen Branchen ist es z.B. doch ein Geschäftsmodell, Menschen aus Osteuropa zu holen und diesen möglichst wenig zu bezahlen, gerne auch unter Umgehung diverser gesetzlicher Bestimmungen.
Was das Unterhaus jetzt beschlossen hat, ist in etwa so, als dürften in Deutschland nur noch dauerhaft hier lebende Leute als Erntehelfer, Pflegekräfte, Paketboten (um nur ein paar Beispiele zu nennen) tätig sein. Was nach sich gebetsmühlenartig wiederholender Aussage der betroffenen Arbeitgeber nicht möglich und wirtschaftlich nicht rentabel ist.

Eigentlich ist das Ganze also eine rein populistische Maßnahme, die am Ende vor allem diejenigen am härtesten treffen wird, die jetzt am lautesten darüber jubeln.

@ Hador Goldscheitel 09:33 Uhr

"Zudem leisten alle hier ihren finanziellen Beitrag für unsere Gesellschaft in Form von Steuern und Abgaben."
Grundsätzlich trage ich ihre Aussage vor diesem Satz mit.
Mir ist aber nicht bekannt, dass die Steuer nun in Relation zur Besteuerung von Amazon & Co für den Normalbürger ebenso erhoben werden.

10:13 von MaWo

Zitat:"Vergessen sie aber nicht, dass ohne GB die Südländer mit ihren Forderungen die Mehrheit haben."

Da alle wichtigen Fragen einstimmig beschlossen werden müssen, ist es völlig unerheblich, ob "Südländer", "Westländer", "Nordländer" oder "Ostländer" die Mehrheit haben.

Vernünftig und erwartungsgemäß;

denn immerhin war das Problem der unkontrollierten Zuwanderung das Hauptargument vieler Briten dafür, für den Brexit zu stimmen.
Es gehört nun mal zu den zentralen souveränen Rechten eines Staates darüber zu entscheiden, wer in ihn zuziehen darf und wer nicht. Diese Rechte abzugeben ist die Auflösung der staatlichen Identität und degradiert nationale Regierungen zu Verwaltungsstellen.

um 09:35 von WiPoEthik

Sehe ich genauso! Es macht schon einen Unterschied, ob die EU den Briten die Tür offen lassen möchte oder die Briten diese mit Gewalt zuschlagen wollen. Egal was am Ende dabei rauskommt. Die EU verliert kaum ihr Gesicht dabei. Die Briten aber können uns keinen Vorwurf machen, sollte der Alleingang vollkommen in die Hose gehen. Dieser Alleingang, der schon jetzt in der Corona-Krise voll durchschlägt, wird dem dann so gebeutelten Inselreich beim endgültigen Austritt Ende des Jahres wirtschaftlich nochmal einen Tritt verpassen.

Ich denke, die Briten werden den Tag noch verfluchen, an dem sie Boris Johnson eine so satte Mehrheit im Parlament gegeben haben. Bisher kann er keine Erfolge vorweisen. Nur wird das durch lautes Gepolter a la Trump leider übersehen.

Ich mag die Briten. Und dennoch hoffe ich auf die Schotten! Möge ihnen die Weisheit der Unabhängigkeit bescherrt werden. Dann kommen England und Wales schneller wieder angekrochen, als uns lieb sein kann!

10:15 von Tinkotis

Zitat:"Was das Unterhaus jetzt beschlossen hat, ist in etwa so, als dürften in Deutschland nur noch dauerhaft hier lebende Leute als Erntehelfer, Pflegekräfte, Paketboten (um nur ein paar Beispiele zu nennen) tätig sein. Was nach sich gebetsmühlenartig wiederholender Aussage der betroffenen Arbeitgeber nicht möglich und wirtschaftlich nicht rentabel ist. Eigentlich ist das Ganze also eine rein populistische Maßnahme, die am Ende vor allem diejenigen am härtesten treffen wird, die jetzt am lautesten darüber jubeln."

Volle Zustimmung! Wenn sich jetzt wenigstens in GB die Arbeitsbedingungen in den betreffenden Bereichen schlagartig und nachhaltig verbessern würden, weil dort jetzt Einheimische gebraucht werden. Aber daran habe ich doch Zweifel. Britische Arbeitgeber ticken vermutlich auch nicht anders als deutsche...

@Forfuture 9.42

Entschuldigung, aber denken Sie, die Freizügigkeit osteuropäischer EU-Staaten hat mit etwas anderem zu tun als mit den finanziellen Interessen von Konzernen und Aktionären? Wer davon Gebrauch macht, sind in sehr hohem Maße Leiharbeiter, die hier zu deutlich schlechteren Bedingungen arbeiten als dies deutsche sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer tun würden und könnten.

@Friedrich peter

Ganz Ihrer Meinung. Es tut mir sehr Leid für viele Briten, die gern in der Gemeinschaft geblieben wären, und für EU Bürger, die eine Heimat in England gefunden hatten. Nicht nur in diesem Bereich kann es eben auch keine Kompromisse geben,- entweder man ist Mitglied einer Gemeinschaft, dessen Regeln man stets auch selbst mitbestimmt hat und profitiert dann von der Zusammenarbeit, oder man ist eben kein Mitglied mehr. Damit das Fortbestehen der EU überhaupt einen Sinn macht, kann es nur einen harten Brexit geben. Wer sich nicht mehr an die Regeln innerhalb einer Gruppe hält, kann auch nicht von ihr profitieren und muss sein eigenes Süppchen kochen. Lasst die Tommies ziehen. Je eher sie ihr eigenes Land wie die USA vor die Wand fahren, umso schneller werden sie wieder bei der EU anklopfen. Oder glaubt denn wirklich jemand noch an den Erfolg von Nationalismuspolitik in einer Welt, die immer mehr zusammenwächst und vor riesigen globalen Problemen steht?

@ 09:58 von Peter Meffert

09:41 von Giselbert

"Richtig! Millionen britischer Arbeitnehmer warten sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie als Erntehelfer, Bauhilfsarbeiter oder Pflegekräfte im maroden NHS ..."

Durch eine Verzerrung ins Extreme kann man natürlich rhetorisch eine Diskussion führen. Nur dumm, wenn dies offensichtlich wird.

Was spricht dagegen, dass die Briten befristet Erntehelfer ins Land lassen? Gar nichts.

Was spricht dagegen, dass Sie Pflegekräfte dauerhaft ins Land lassen (berücksichtigt durch das geplante Punktesystem)? Gar nichts.

Sie merken, Ihre Bedenken sind völlig unbegründet.

...wollte man mit dem Brexit doch die "Kontrolle zurückgewinnen". Fragt sich nur: Kontrolle über was? Nach außen verkauft man das als Schutzschild gegen ausländische Arbeitskräfte, die den Briten die Jobs wegnehmen. Aber wer soll denn bitte in den Billiglohnsektoren wie Gastro, Hotelerie, Bau, Pflege, etc. stattdessen arbeiten? Die Briten selbst, die auch mit "normalen" Jobs kaum über die Runden kommen? Die Idee ist schlicht lachhaft. Am liebsten möchte man wahrscheinlich nur noch Banker und Broker ins Land lassen. Aber wer sich heute mal in GB umschaut, der sieht, dass ein paar Finanzfirmen mit ein paar Zehntausend Mitarbeitern, die in der City und in Canary Wharf fremder Leute Geld verschieben nun mal keinen Wohlstand für ein ganzes Land mit über 60 Millionen Einwohnern erwirtschaften können...und es auch gar nicht wollen. Den Global Playern in der Finanzwelt geht GB doch am A.... vorbei, solange sie nur wenig Steuern zahlen müssen und möglichst ungehindert agieren können.

10:24 von derdickewisser

Zitat:"Entschuldigung, aber denken Sie, die Freizügigkeit osteuropäischer EU-Staaten hat mit etwas anderem zu tun als mit den finanziellen Interessen von Konzernen und Aktionären? Wer davon Gebrauch macht, sind in sehr hohem Maße Leiharbeiter, die hier zu deutlich schlechteren Bedingungen arbeiten als dies deutsche sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer tun würden und könnten."

Wie Sie sagen: in sehr hohem Maße. Daneben gibt es aber auch "in sehr hohem Maße" jede Menge Menschen aus D, FR, SPA, I, Benelux usw., die aus ganz verschiedenen Gründen im Nachbarland oder im sonstigen EU-Ausland arbeiten wollen. Berufliche Freizügigkeit ist vor allem für jüngere Menschen inzwischen selbstverständlich, bei der internationalen Verflechtung vieler Unternehmen auch nicht verwunderlich. Dass gegen die Ausbeutung von Leiharbeitern wie in den Schlachthöfen endlich was getan werden muss, ist selbstverständlich, das ist aber nicht mit Abschottung zu lösen.

10:26 von Giselbert

Zitat:"Sie merken, Ihre Bedenken sind völlig unbegründet."

Hoffen wir das Beste!

Politisch ist das ein Unsinn

Politisch ist das ein Unsinn und schadet der britischen Gesellschaft wie Wirtschaft mindestens so sehr wie denen, die nun nicht mehr so leicht im Rahmen der Freizügigkeit für die Brit*innen arbeiten können.
Aber mindestens so beunruhigend ist der zweite Aspekt, der hier in etlichen Kommentaren schon deutlich zutage tritt: Johnsons Abschottungsbrexitpolitik führt zum Wiederaufleben alter Ressentiments und zur Reaktivierung des plumpen Musters "Wie-du-mir-so-ich-dir". Welch ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten nationalistischer Schmalspurigkeit.

re giselbert

"Was spricht dagegen, dass die Briten befristet Erntehelfer ins Land lassen? Gar nichts.

Was spricht dagegen, dass Sie Pflegekräfte dauerhaft ins Land lassen (berücksichtigt durch das geplante Punktesystem)? Gar nichts.

Sie merken, Ihre Bedenken sind völlig unbegründet."

Johnson hat angekündigt, die Zuwanderung von jährlich 200.000 Arbeitern auf unter 100.000 drücken zu wollen. Dabei sollen vor allem Hochqualifizierte angeworben werden.
Irgendwo werden die 100.000 Arbeiter also fehlen. Und die Bereiche "Erntehelfer, Pfleger und Hilfsbauarbeiter" zählen ganz sicher nicht zu den von Johnson erwähnten "Hochqualifizierten".

Sie merken, die Bedenken sind wohl doch nicht so unbegründet...

Am 19. Mai 2020 um 10:24 von derdickewisser

Leider auch wahr, dass skrupellose Geschäftemacher diese Möglichkeiten nutzen. Es gibt aber nachweislich deutlich mehr Menschen, die in ortsüblichen, unbefristeten Arbeitsverträgen eine Perspektive in einem neuen Land gefunden haben. Unmengen von Spanieren arbeiten aktuell in Deutschland, Frankreich, England als Pfleger, Busfahrer etc. sicher ist grundsätzlich über den Mindestlohn etc zu diskutieren, aber diese Menschen sind glücklich über die Chance. Auch kenne ich viele Deutsche, die sich eine Existenz in anderen europäischen Ländern aufgebaut haben. Es gibt also ganz sicher ein Vielfaches an Menschen, die davon profitieren und gegen die Ausbeutungen muss man selbstverständlich vorgehen. Alles hat im Leben Vor- und Nachteile, die Dinge, die nicht gut laufen, gilt es eben zu bekämpfen.

Briten im EU-Süden

wie sie zu Tausenden bei uns in Spanien leben, bedanken sich herzlich bei Johnson für kommende Zeiten, in denen sie als Drittstaatenbürger auch nicht mehr vom staatlichen spanischen Gesundheitsdienst kostenfrei versorgt werden können. Es handelt sich doch bei ihnen meistens um britische Rentner an unseren Sonnenstränden. Freundlichen Gruss aus dem Landkreis Madrid

RE: MaWo um 10:18 @ Hador Goldscheitel 09:33 Uhr

***Mir ist aber nicht bekannt, dass die Steuer nun in Relation zur Besteuerung von Amazon & Co für den Normalbürger ebenso erhoben werden.***

Hä ? ... Ihr Satz ist mir ein Rätsel ! In welchem Kontext steht die Besteuerung eines amerikanischen Unternehmens in Bezug zur Einkommenssteuern brit. Bürger innerhalb der EU ?

Gruß Hador

Hart bleiben!

Ich mag GB, die Menschen (zumindest einige), das Land...
Der Brexit ist jedoch egoistisch und m.E. der falsche Weg in der heutigen Welt, die von nationalistischem Gedenkengut zerfressen wird.
Deshalb gibt es auch keinen Grund in irgendeiner Weise den Briten mit Sonderregelungen entgegenzukommen! Sie sind aus der EU draußen, also ganz formal ab 2021 ein Drittland.
Dann müssen sie zusehen wie sie zurechtkommen! Nur sich die Rosinen aus dem EU-Kuchen rauszupicken ist inakzeptabel.
Insgeheim wünsche ich mir dass UK einbricht (oder auseinanderbricht) und in ein paar Jahren merkt, dass dies alles ein Fehler war und reumütig in die EU zurückkehrt!

Da öffnen sich ein Fass mit vielen Löchern...

Ob Schwarzarbeit, mangelnde Arbeitsplätze oder Schleusung illegaler Einwanderer.
Mit solchen Einschränkungen fördert man automatisch die Illegalität & Verknappung im Arbeitsmarkt. Jede Korrektur zur Anpassung, an dadurch neu entstehenden Problemen, wird immer nur langsam hinterher laufen. Alleine dies wird im Arbeitsmarkt zur künstlichen Verknappungen führen. Der Endverbraucher wird dies drastisch zu spüren bekommen. Ohne eine angemessene Entlohnung in diesen Bereichen(bei denen jetzt schon ohne Hilfsarbeiter kaum die Umsetzung machbar ist)wird man dort nicht mehr Engländer als bisher, unter Lohn bekommen. Ohne Zuschüsse vom Staat wird es da kaum zu Veränderung & Besserungen kommen. Es ist jedoch eine Chance für steigende Gehälter, für die verknappten Arbeitskräfte. Jedoch wird sich dies unmittelbar auf steigende Lebenshaltungskosten weiter auswirken. Dies wiederum wird logischerweise die Kaufkraft & letztendlich das Wirtschaftswachstum zwangsläufig mindern.
Quo vadis GB...???

Als EU können wir uns zurücklehen

und auf GB und Johnsons Fehlentscheidungen blicken. Johnsons Fehlentscheidung bei Covid 19, und der Fehlentscheidung beim Brexit. Die EU ist stark, überwiegend geeint, auch wenn EU Gegner gerne manche Unterschiede der EU Partner übergroß darzustellen versuchen. Auch London als Finanzplatz ist nicht in Stein gemeißelt, die EU wird hier kein Panama entstehen lassen. Überheblichkeit bei der Verhandlungsführung GB mag sich wohl in Geschichtsbüchern aus dem 18. Jhrd gut darstellen, aber das ist Schnee von vorgestern. Also sollte Johnson auf dem Boden der Realität mit der EU verhandeln, sonst werden ihm seine Wähler, wenn sie die Tragweite seines Handelns spüren, eine kleine Insel als Aufenthaltsort suchen.

RE: von Giselbert um 10:26 @ 09:58 von Peter Meffert

***Was spricht dagegen, dass die Briten befristet Erntehelfer ins Land lassen? Gar nichts. Was spricht dagegen, dass Sie Pflegekräfte dauerhaft ins Land lassen (berücksichtigt durch das geplante Punktesystem)?***

Das ist keine theoretische Diskussion, sondern stellt die brit. Wirtschaft vor ganz praktische Probleme. Wenn weniger "EU-Personal" ins UK eine beruflichen Tätigkeit nachgehen soll, wer übernimmt denn dann deren Arbeit ?
Wenn zu wenig Personal auf den Feldern steht, bleibt die Ernte liegen. Wenn zu wenig Personal im Gesundheits- und Pflegebereich tätig sind, müsste an dieser Stelle noch weiter eingespart werden. Aber das System ist doch schon am Boden !

Ne, die Briten werden ganz schnell merken, dass ein ähnlich hohe Zahl an Personal nach UK kommen wird, und dass die Versprechungen von BJ leere Worte waren.

Gruß Hador

"In GB wurde das Gesundheit-

"In GB wurde das Gesundheit- System kaputt gespart, auf Kosten der Patienten und der Pflegenden. Und nun muss sich eine einwandernde Person dies auch noch verdienen. Wie großkotzig sind denn die ?????"

Ich verstehe nicht was Sie meinen. Die "einwandernde Person" kann ja da einwandern, wo das Gesundheitssystem nicht "kaputt gespart" wurde? Was soll da "großkotzig" sein?

Attraktive Stellung der Briten ...

In der EU hatten die Briten es satt ...Zahler und dann wieder Befehlsempfänger zu sein .
Man muss die Jahre bzw. Jahrzehnte sehen .
Eigene Interessen kamen nach Einschätzung des britischen Standpunktes zu kurz .
Die Bürokratenübermacht in Brüssel und deren nicht vorhandene Umsetzung für wirkliche politische Weitsichtigkeit hat die zunehmende Verdrossenheit bei den Briten zur Abgrenzung allmählich wahr werden lassen .
Diese Engländer werden sich nicht noch einmal in so eine Abhängigkeit begeben .

Mogelpackung

Punktesystem hin oder her! Es ist eine Medizin, die die Briten zum großen Teil vielleicht gerne schlucken, die jedoch nur einen Plazebo-Effekt haben wird. Punktesystem klingt immer so toll. Es kommen keine Niedriglohnjobber, die den Menschen vor Ort die Arbeit wegnehmen, sondern nur dringend benötigte Fachkräfte wie Ärzte, Pfleger oder Ingenieure. Die Wahrheit sieht dagegen anders aus. Denn welcher Brite will plötzlich die schlecht bezahlte Feldarbeit übernehmen oder in der Müllsortierung arbeiten? Wer wird denn den Niedriglohnsektor auffüllen?

Das Land hat bisher genauso wie wir davon profitiert, dass Menschen auf unterstem Lohnniveau aus dem Osten kommen und das machen, was wir alle nicht wollen. Was ändert das Punktesystem daran? Wer geht denn dann auf´s Feld oder den Fisch in den kargen Hallen auseinander nehmen?

"Nun plant die Regierung von Premier Johnson ein Punktesystem für die Zuwanderung"

Einziger Sinn und Zweck eines solchen "Punktesystems" ist es letzten Endes, Menschen entsprechend ihres vermeintlichen "Werts" (aus subjektiver Sicht, und da vor allem der der gesellschaftlich Mächtigen) hinsichtlich ihres "Ausbeutungspotentials" zur Förderung der Wirtschaft und somit - da wirtschaftlicher "Erfolg" und der sich daraus ergebende allgemeine Wohlstand (egal worauf er beruht bzw. unter welchen Umständen und Bedingungen er zustande kam) schon immer und überall wahlentscheidend waren - letztlich zum Zwecke der "Sicherung" der eigenen Macht zu selektieren. Und damit gleichzeitig für all jene, die aus den verschiedensten Gründen - darunter v.a. fehlender Zugang zu Bildung aufgrund fehlender "finanzieller Mittel" - noch nie eine wirkliche Chance auf freie Entfaltung ihres Potentials, geschweige denn auf ein selbstbestimmtes Leben hatten den "Status quo" zu zementieren. Sowas ist reiner Egoismus.

RE: Peter Meffert um 09:58

***Millionen britischer Arbeitnehmer warten sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie als Erntehelfer, Bauhilfsarbeiter oder Pflegekräfte im maroden NHS endlich selbstbestimmt und ohne lästige Konkurrenz vom Kontinent endlich bedarfsorientiert ausgebeutet werden können. Bloß: Wer besetzt dann die dadurch freiwerdenden Arbeirsplätze?***

Womöglich die zig-tausenden arbeitlosen Facharbeiter, die durch den Wegzug vieler, in UK ansässigen und international tätigen Unternehmen, in die "Pflege- und Erntelücke" stoßen dürfen.
So geht angelsächsische Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik !

Gruß Hador

Ablenkung ist ein probates Mittel

Das Versagen bei Corona lässt sich doch WUNDERBAR unter den "Hass-auf-die-EU-Teppich" kehren! Zwar sterben mehr Briten und verlieren mehr Leute den Arbeitsplatz, aber dafür gibt´s ja das Placebo, dass jetzt weniger AN von außerhalb kommen und so den Briten keinen Arbeitsplatz "klauen".
.
Bravo, Boris! Wenn ein Trick schief gegangen ist, muss der Clown auf der Bühne sofort einen noch besseren Trick vom Stapel lassen und so tun, als sei der Fehler ein Gag gewesen. Bravo, bravo!

@10:45 von Willi Vegas

Sehr guter Einwand! Sind es doch vor allem die 'älteren' Briten, die besonders auf die Vorzüge des Brexits hoffen und auf die EU schimpfen. Sollen sie doch das "exzellente" NHS geniessen und statt in Spanien am Ärmelkanal baden gehen!

Theaterdonner

Was die Briten da verkünden ist ganz normale Verhandlungstaktik. Ein Signal an die EU nach dem Motto "das blüht euch, wenn ihr nicht nachgebt". Und natürlich muss man für die eigenen Anhänger den starken Mann markieren, nachdem man in der Corona-Krise schon mal versagt hat.

Also natürlich gibt es ohne Einigung keine Reisefreiheit. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Und natürlich kommt GB nicht ohne ausländische Arbeitnehmer aus. Weder bei den Banken noch in der Landwirtschaft. Das ist wie bei uns auch. Grenzen zu aber nicht für Spargelpflücker?

Was immer Johnson gerade ankündigt, wenn niemand in GB die Arbeit macht, dann dürfen die gleichen Leute wieder einreisen. Dann gibt es halt Punkte für das Pflücken von was auch immer. Wichtig ist nur, dass Johnsons Wähler ihn für einen "harten Hund" und kein Weichei halten, das vor der EU kuscht.

09:23 von Der Statistiker

Macht Sinn? Aber nur dann, wenn in UK auch genügend Reserve an Ersatz vorhanden ist.
Das war bislang aber nicht der Fall.
Gerade in der Forschung und im Gesundheitswesen ist UK auf EU
Fachkräfte angewiesen.
Also doch nicht so sinnvoll, wenn man mit
dieser Entscheidung ins Hintertreffen gerät.
Sieht doch wieder nach Rosinenpickerei aus: Man sucht sich dann nur die Besten raus, die man ins Land lässt. Mal sehen ob die Besten dann auch mitmachen.

09:52 von Traumfahrer

Und nun muss sich eine einwandernde Person dies auch noch verdienen. Wie großkotzig sind denn die ?????///
Sie finden ein Punktesystem großkotzig?
Wie großkotzig sind dann Kanadier?

Ende der Freizügigkeit, Ende der Freiheiten

Für die Bürger Großbrittaniens und Europas ist die Freizügigkeit ein Stück Freiheit. Ihr Abschaffung somit auch die Abschaffung dieser Feiheit.

Statt Freiheit vom Nordkap bis zur Südspitze Italiens nun wieder Stammesdenken und Einmauern hinter den Dorf-Palisaden. Das sind nicht DIE Briten. Viele von ihnen denken und fühlen anders.

Rückmarsch in die dunkle Vergangenheit der Stammesfehden

Nichtmal Asterix und Obelix würden unter diesen Bedingungen ihre Abenteuer auf der Insel erleben wollen.

Was kommt als nächstes: Schlagbäume zwischen Schottland, England, Wales und Ulster ? Werden Schotten, die in England arbeiten, oder Engländer die auf den schottischen Ölbohrinseln vor Aberdeen malochen, nun einen Pass und ein Visum vorlegen müssen ?

Nach der Logik durch die Stammesbrille des Populismus betrachtet läge diese Kleingeistigkeit eigentlich nahe.

re b.pfluger

"Sieht doch wieder nach Rosinenpickerei aus: Man sucht sich dann nur die Besten raus, die man ins Land lässt. Mal sehen ob die Besten dann auch mitmachen."

Die Besten werden den Briten was husten: Eintritt über einen bürokratischen Prozess und dann als "geduldete Fremdarbeiter" im UK leben - Danke schön.

Boris Johnson macht am 1.1.2021 das Licht aus

Für die Unternehmer ist dieses der Stichtag
an den Sie die Insel verlassen haben müssen.

Auf einen unqualifizierten Quotenbriten
Arbeitnehmer welcher eine Niederlassung
leiten soll wird sich kein Unternehmen einlassen. Egal ob Banken Handel oder Industrievertretungen.
Für die Mini Produktion ohne Kräfte aus München ist da auch schon das Ende absehbar.
Ebenfalls im Gesundheitswesen und anderen Bereichen wo Arbeitsverträge/Entgelt/Wochenstunden/KV/RV obsolet werden.

Hoffendlich haben die eingeflogenen
Erntehelfer genügend Briten für das nächste Jahr ausgebildet.

re derdickewisser

"Es gehört nun mal zu den zentralen souveränen Rechten eines Staates darüber zu entscheiden, wer in ihn zuziehen darf und wer nicht. Diese Rechte abzugeben ist die Auflösung der staatlichen Identität und degradiert nationale Regierungen zu Verwaltungsstellen."

Dann schreiben Sie mal hurtig eine Rundmail an die Regierungen der EU27, dass sie ihre staatliche Identität aufgelöst haben.

Die wissen das noch gar nicht.

re dr.bashir

"Was die Briten da verkünden ist ganz normale Verhandlungstaktik. Ein Signal an die EU nach dem Motto "das blüht euch, wenn ihr nicht nachgebt"."

Das ist leider Unsinn. Die Freizügigkeit ist nicht Thema des Freihandelsabkommens und wird im UK unabhängig davon behandelt.

Zurück in die Vergangenheit

sollte der Titel für die "Politik der Tory-No-Deal-Brexiteers lauten, damit das Rosinenpicking im Personalbereich lustig weitergehen kann. Reingelassen werden dann nur Professoren Hochqualifizierte Mediziner, Ärzte, Physiker und Bankfachleute.
AB 1.1.2021 müssen dann die einfachen britischen Arbeiter wieder die "niederen Arbeiten" für die abgehobene Oberschicht und die Monarchie alleine nach deren Retro-Vorstellungen von Umgang, Bildung und Entlohnung nebst gesundheitlicher Versorgung ausführen.
Hallelujah, let`s get it done!

re boxtrolls

"In der EU hatten die Briten es satt ...Zahler und dann wieder Befehlsempfänger zu sein .
Man muss die Jahre bzw. Jahrzehnte sehen .
Eigene Interessen kamen nach Einschätzung des britischen Standpunktes zu kurz ."

Beim Britenrabatt - zu kurz gekommen?
Befehlsempänger - wann denn?

Sie käuen den Stuß wieder, mit dem der Hälfte der Briten der Brexit schmackhaft gemacht wurde, von der rechten Boulevard-Presse und egomanischen Politikern.

Großbritannien ist eine EU im Kleinen

Das Land war in der Geschichte keine homogen gewachsene Nation. Schotten, Iren und Waliser mit ihrem keltischen Ursprung unterschieden sich deutlich von den eingerückten germanischen Angelsachsen und den Normannen.

Königreiche und Fürstentümer wurden gegründet und lebten Jahrunderte nebeneinander. Das VEREINIGTE Königreich ist durch die Einsicht entstanden, dass eine Union mehr Vorteile und Freiheiten bringt als der Stammesflickenteppich.

Aus einer solchen Einsicht ist in Europa auch die EU entstanden. Wer dem Rückzug das Wort redet der kann nach der Logik auch für die Auflösung des United Kingdom eintreten.

Zuwanderung an Kompetenzen zu

Zuwanderung an Kompetenzen zu koppeln, ist in deutschland natürlich nicht opportun.
Nach D muss jeder dürfen. Dass die gesamte restliche Welt es anders handhabt, wird natürlich bemäkelt.

Die Briten werden noch sehen, wie attraktiv das Leben auf einer Insel vor der EU ist. Ohne direkten Zugang zur EU wird die Wirtschaft abwandern. Und wer will dann noch nach GB? Gb wird zerfallen, denn Schottland kukt sich den Unsinn nicht lange an. Die machen dann auch Brexit.

re boxtrolls

" Diese Engländer werden sich nicht noch einmal in so eine Abhängigkeit begeben ."

Dafür werden sie sich halt in eine andere Abhängigkeit begeben.
Was das tolle FTA mit den USA angeht, was ausgehandelt werden soll, haben die Amerikaner bereits ziemlich deutlich ihre BEdingungen klargestellt.
https://www.nzz.ch/wirtschaft/handelsabkommen-mit-den-usa-keine-geschenk...

Von der "Freiheit" bleibt da nicht allzuviel übrig...

Das war doch wohl jedem klar (Politik ausgenommen)

Wir als EU sollten einfach warten, welche
Maßnahmen die britische Regierung einführt nach Ihrem Austritt.
Wir nehmen dann diese Maßnahmen an und setzen sie in der genau der umgekehrten Version auch ein.
Und dann schauen wir einfach wer den größeren Schaden davon trägt.
Bitte jetzt nur nicht mit Zugeständnissen winken, wenn die EU eines nicht braucht dann ist es UK in der jetzigen Verfassung.

13:03 von karwandler

Die Besten werden den Briten was husten: Eintritt über einen bürokratischen Prozess und dann als "geduldete Fremdarbeiter" im UK leben - Danke schön.///
Kevin De Bruyne,Virgil van Dijk und Kloppo zurück auf dem Festland. Eine ganz kleine Auswahl. Vielleicht sogar in der Bundesliga. Als Fußballfan geht mir das Herz auf. Denn die Besten werden den Briten was husten. Den Besten werden immer goldene Brücken gebaut. Sieht man an der Blauen Karte in Deutschland.

Wie schon von mir geschrieben

Das wird eine schmutzige Scheidung.Es wird Auge um Auge,Zahn um Zahn ablaufen.Der EU Markt gehört sofort gesperrt für sämtliche Handels und Dienstleistungs und Finanzgüter die von England kommen.Wir sollten uns von diesem Irrlicht Johnson nicht an der Nase herumführen lassen.Letzteres gilt im übrigen auch für andere Staaten oder Möchtegern Staaten.Die EU ist stark genug alleine in der Welt bestehen zu können.

Yes, darauf haben die Briten gewartet!

Zwar sterben mehr Briten und verlieren mehr Briten dank Corona ihren Arbeitsplatz, aber dafür gibt´s als Kompensation eine Regelung, die Arbeitsaufnahme von außerhalb in GB strenger reguliert. - Immer mehr Briten scheinen dieses Manöver zu durchschauen, denn wegen seiner desaströsen Corona-Politik verliert Johnson massiv an Zustimmung.

@MRomTRom / Bender Rodriguez - Auflösung ist sinnfrei

@MRomTRom:

Der Vergleich UK und EU ist treffend. Von der Petitesse abgesehen, dass Iren zwar in UK aber nicht in GB leben, bleibt der Kern richtig: Kleinstaaterei macht in einer sich zunehmend und weiter globalisierenden Welt keinen Sinn.

@Bender Rodriguez: Schottland wird sich nicht von UK abspalten. No way.
Den sympathischen Schotten sei ihre regionale Autonomie gegönnt. Ein föderales System ist vorteilhaft. Aber die komplette Unabhängigkeit von GB ist so wenig sinnvoll wie der Austritt von UK aus der EU.

@ MRomTRom

"Das VEREINIGTE Königreich ist durch die Einsicht entstanden, dass eine Union mehr Vorteile und Freiheiten bringt als der Stammesflickenteppich."

Mit diesem Argument könnte man auch die Einführung einer Weltregierung fordern, die über alle sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten herrscht. Kein "Flickenteppich" von Nationalstaaten mehr, sondern eine Union, weil die ja angeblich immer nur Vorteile hat!

Halten Sie das für eine gute Idee? Wahrscheinlich nicht.

Wenn Menschen sich zu immer größeren Gemeinwesen zusammenschließen, hat das zunächst sicherlich Vorteile. Aber ab einem gewissen Punkt werden die Gemeinwesen dann so groß, dass sie nicht mehr effizient verwaltet werden können. Diese Erfahrung mussten im Lauf der Geschichte viele Reiche machen.

Ob die EU mit ihren 27 Mitgiedsstaaten effizent funktioniert und ob alles, was auf EU-Ebene entschieden wird, wirklich demokratisch legitimiert ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Und das sage ich als überzeugter Europäer.

Konsequent in den Untergang

Konsequent sind die Briten, das muss man anerkennen. In der jetzigen Situation auf die Pflegekräfte und Erntehelfer zu verzichten, ist sicher nicht leicht. Auch der Affront gegenüber der EU, der in diesem Beschluss steckt, wird zwar die Hardliner um Boris Johnson erfreuen, den Briten aber noch sehr leid tun. Bei einer mit mehreren Billionen befeuerten Binnenkonjunktur der EU werden die Briten als unerhebliches Nebengeräusch schlichtweg nicht mehr wahrgenommen werden. Ein Handelsabkommen zu britischen Bedingungen wäre ziemlich das Letzte, was die EU noch interessieren könnte. Bleibt den Briten nur die Hoffnung, dass ihr großer Freund Trump sie nicht völlig aus den Augen verliert. Aber der spricht auch immer nur von America First, das stolze Vereinigte Königreich kommt auch da nicht mehr vor.

Folgen für England noch nicht absehbar...

Noch können die Briten die negativen Folgen der closed-shop-Politik ihres Premiers nicht überschauen. Es ist aber zu erwarten, dass England massenhaft Fachkräfte suchen wird, die dann jedoch häufig ablehnen werden. Wer begibt sich schon mittelfristig in ein Land, in dem ausländische Arbeitskräfte grds. unerwünscht sind. Auch Deutschland ist - bedingt durch den demographischen Faktor -
in den kommenden Jahren auf Zuwanderung angewiesen. Schon jetzt würde die Pflegebranche noch mehr leiden, wären nicht Hilfskräfte, insbesondere aus Osteuropa verfügbar. Natürlich muss diese Zuwanderung bedarfsgerecht gesteuert werden. Man darf gespannt sein, wie England seine Probleme in den Griff bekommen will...

@13:15 von karwandler

"Das ist leider Unsinn. Die Freizügigkeit ist nicht Thema des Freihandelsabkommens und wird im UK unabhängig davon behandelt."

Noch nie verhandelt? Natürlich hat das was miteinander zu tun, egal ob es am Ende in einem Dokument steht oder nicht. Gerade in der Politik.

Es ist tägliche Praxis, dass man einem Thema zustimmt, wenn der Andere dafür in einem anderen Punkt nachgibt, obwohl die beiden Themen nichts miteinander zu tun haben.

Aber Sie werden wie immer Recht haben und ich erlaube mir trotzdem weiter an meine These zu glauben. In Verhandlungen ist eine mögliche Praxis, den Preis für den Anderen hochzutreiben.

@MRomTom 13:25 >>> Das ist die Gretchenfrage

Wer dem Rückzug das Wort redet der kann nach der Logik auch für die Auflösung des United Kingdom eintreten.

Das ist ein guter und stimmiger Vergleich.
Dann müssten sich auch andere Verbundstaaten die gleiche Frage stellen. Zum Beispiel die Russische Föderation: die ist in sich ja noch viel inhomogener als das Vereinigte Königreich und nimmt trotzdem in Anspruch ein zusammenhängendes Staatsgebilde sein zu wollen.

Generell muss uns aber ein anderes Thema viel mehr drücken. Wenn UK aus der EU Austritt, entsteht auf beiden Seiten wirtschaftlicher Schaden. Mir ist egal, ob das die Briten stärker betrifft als die EU. Nicht egal kann uns sein, dass auch wir einen Schaden davon tragen, der nicht sein muss.

Ich setze darauf, dass sich auch in der britischen Regierung die Pragmatiker und nicht die Ideologen durchsetzen und es zu einer vernünftigen Lösung kommt.

Shit happens...

Ohne das Fachwissen qualifizierter Arbeitskräfte aus Europa und der ganzen Welt, wird England innovativ veröden und seine Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten vollends verlieren. Aber dem völkisch-nationale Denken der Republikaner
kommt dies ja gerade entgegen. Die Agrarwirtschaft wird protegiert werden, die internationalen Unternehmen werden sich langsam verabschieden und England wird eine Insel der Einsamkeit werden... Shit happens…!

"Es ist aber zu erwarten,

"Es ist aber zu erwarten, dass England massenhaft Fachkräfte suchen wird, die dann jedoch häufig ablehnen werden."
Wie kommen Sie nur darauf? Japanische und indische Konzerne (z.B. Nissan, Mazak, Tata) haben schon deutlich gemacht, dass sie in jedem Fall in Großbritannien bleiben werden? Denken Sie ein Nissan- oder Tata-Angestellter wird die Entsendung ablehnen?

GB

Das Ende der Freizügigkeit, die jetzt erwartungsgemäß beschlossen wurde, bedeutet ja nicht, dass notwendige Arbeitskräfte nicht mehr ins Land dürfen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir Deutsche in wenigen Jahren GB beneiden werden.

Macht alles nix!

Schon jetzt werden 11% des britischen BruttoSozialProduktes im "Finanzsektor" (woher kam noch mal die Lehmann-Pleite?) "erwirtschaftet". Und nach Verlassen der EU kann England ohne lästige Regulierungen hier den Gashahn voll aufreißen! Allerdings: bei der nächsten Finanzblase macht GB, ringsum von Meer umgeben, dann einfach "blubb".

Wünsche werden im Traume wahr

"Ich könnte mir vorstellen, dass wir Deutsche in wenigen Jahren GB beneiden werden." @Stern2100
.
Klar, so wie sich deutsche Fachkräfte ums Spargelstechen gerissen haben, und es gibt da noch Toilettenwärter, Putzkolonnen etc., wo viele neidisch drauf schielen, wann endlich die Gastarbeiter aus diesen lukrativen und hochinteressanten Tätigkeiten heraus gedrängt werden, damit endlich Deutsche zum Zuge kommen.
.
Diesen schönen Traum hatte ich! Wer kneift mich mal?

nette Geste an seinen Krankenpfleger

Na Gott sei Dank - Boris ist wieder gesund und der alte.
Man denke noch an seine emotionalen Worte, als er u.a. seinem portugiesischen Krankenpfleger Pitarma dankte.
Wir in DE sollten die Verunsicherung, die die heutige Entscheidung sicherlich bei den Pflegekräften auslöst, nutzen, um diese nach hier abzuwerben!

14:27, Stern2100

>>Ich könnte mir vorstellen, dass wir Deutsche in wenigen Jahren GB beneiden werden.<<

Ja, das ist der Traum eines jeden EU-Hassers.

Die Eintreffwahrscheinlichkeit ist allerdings äußerst gering.

re tarek94

"Japanische und indische Konzerne (z.B. Nissan, Mazak, Tata) haben schon deutlich gemacht, dass sie in jedem Fall in Großbritannien bleiben werden?"

Die werden auch noch überlegen, wie sie dann mit ihren britischen Produkten in den EU Binnenmarkt kommen können.

14:09 von Adeo60

Ohne das Fachwissen qualifizierter Arbeitskräfte aus Europa und der ganzen Welt, wird England innovativ veröden

Sie sollten sich mal erkundigen, wer in den Zeiten der Industrialisierung den Ton angab.

14:25, Tarek94

>>"Es ist aber zu erwarten,
"Es ist aber zu erwarten, dass England massenhaft Fachkräfte suchen wird, die dann jedoch häufig ablehnen werden."

Wie kommen Sie nur darauf? Japanische und indische Konzerne (z.B. Nissan, Mazak, Tata) haben schon deutlich gemacht, dass sie in jedem Fall in Großbritannien bleiben werden? Denken Sie ein Nissan- oder Tata-Angestellter wird die Entsendung ablehnen?<<

Sie meinen, die japanischen und indischen Konzerne blieben in England, brächten aber ihre Arbeitskräfte mit?

Und das ist dann im Sinne der Brexiteers?

Also ich weiß ja nicht...

re mehrheitsbürger

"Ich setze darauf, dass sich auch in der britischen Regierung die Pragmatiker und nicht die Ideologen durchsetzen und es zu einer vernünftigen Lösung kommt."

Es gibt keine Pragmatiker mehr in dieser Regierung. Nur noch Augen-zu-und-durch-Fanatiker.

13:53, Laskaris

>>Wenn Menschen sich zu immer größeren Gemeinwesen zusammenschließen, hat das zunächst sicherlich Vorteile. Aber ab einem gewissen Punkt werden die Gemeinwesen dann so groß, dass sie nicht mehr effizient verwaltet werden können. Diese Erfahrung mussten im Lauf der Geschichte viele Reiche machen.<<

Was meinen Sie denn, warum der Föderalismus erfunden wurde?

@Stern2100, 14:27 - Nicht Neid, sondern Mitleid...

"Ich könnte mir vorstellen, dass wir Deutsche in wenigen Jahren GB beneiden werden".
Schwer vorstellbar! Die Briten werden sich zunächst mit Abspaltungstendenzen von Schottland beschäftigen müssen und wirtschaftlich vom Rest der Welt abgehängt werden. Ohne den Sachverstand von international renommierten Wissenschaftlern, Medizinern, Juristen u.a. wird die Insel verkümmern, Arbeitskräfte werden abwandern und Bereiche, die bereits während der Corona-Krise kaum handlungsfähig sind wie das Gesundheitswesen, werden völlig abstürzen.
Nein, beneiden wird England kaum jemand, außer den erklärten EU-Hassern. Die meisten empfinden jetzt schon Mitleid!

14:27 von Stern2100

>>Ich könnte mir vorstellen, dass wir Deutsche in wenigen Jahren GB beneiden werden.<<

Ich bezweifle nicht dass es einige Deutsche gibt die GB jetzt schon bewundern.

re barbarossa 2

"Ohne das Fachwissen qualifizierter Arbeitskräfte aus Europa und der ganzen Welt, wird England innovativ veröden

Sie sollten sich mal erkundigen, wer in den Zeiten der Industrialisierung den Ton angab."

Bisher habe ich von Brexitern nur gehört, dass sie ihre Zuversicht auf den glorreichen Sieg im 2. WK gründen.

Dass das viktorianische Zeitalter ihnen im 21 Jh. weiterhilft - darauf ist noch keiner gekommen.

Aber dass Kohle und Stahl die Zukunft gehören haben Sie sich wohl bei Trump abgeguckt.

@Barbarossa 2, 14:44 Uhr - Verdammt lang her...

In den Zeiten der Industrialisierung waren die Weltmärkte doch bei weitem nicht so vernetzt, der Wissenstransfer lief eher gemächlich um den Globus. In der globalen Welt geht es um Arbeitsteilung, internationalen Austausch von Gütern und Fachwissen - dazu braucht es qualifizierte Arbeitnehmer vor Ort. Nein, Sie sollten die Uhr nicht zurückdrehen in eine Zeit, als England durchaus (noch) das Zentrum der Bildung, der Wissenschaften, der Kultur - und auch des Fussballs war. Immerhin zu letzterem Punkt finde ich die Isolation Englands charmant. Man wird möglicherweise viel Geld sparen, wenn die Spitzenclubs nicht mehr in den eurpäischen Ligen im großen Stil auf Einkaufstour gehen (können). Aber ansonsten bleibe ich dabei: Shit happens - und das Volk wird es ausbaden müssen.

Wollen die Herrschaften etwa

selbst arbeiten? Adel verpflichtet sich als Erntehelfer?

Am Ende bleibt den Briten

dass sie wie früher einen blauen Pass haben ...

... der nicht mal im eigenen Land gedruckt wird.

@fataland 14.49

Und nochmals muss ich Ihnen antworten, trotz der vorhin beschriebenen Bedenken:
Sie antworten Laskaris mit: "Was meinen Sie denn, warum der Föderalismus erfunden wurde?"
Sie wissen vermutlich sehr genau, dass die Erklärung, der Föderalismus sei eine Folge des Subsidiaritätsprinzips, nicht den historischen Tatsachen entspricht - selbst wenn er dieses Prinzip stärkt.

Am 19. Mai 2020 um 14:29 von DeHahn

bei der nächsten Finanzblase macht GB, ringsum von Meer umgeben, dann einfach "blubb".
------
Das sehe ich anders. So wie Merkel das Geld mit vollen Händen in der EU rumschmeisst, wird die EU-Finanzblase eher knallen.
Auch wenn das bei der Tagesschau kein Thema ist, frei nach der euphorischen Überschrift: mutig in den Abgrund

Am 19. Mai 2020 um 10:13 von MaWo

Bislang war GB ein (von mir aus) nerviges, aber für D hilfreicheres Gegenstück als dies derzeit Frankreich ist.
------------
Frankreich ist mittlerweile eines der Mittelmeerländer, die nur noch quengeln und Schulden umverteilen wollen.
Seit gestern sehen wir ja: Aus Eurobonds werden Coronabonds.

re von Adeo60 14:09

"Shit happens",schreiben Sie.Aber wenn das für Großbritannien so ist,dann können Sie doch zufrieden sein.

Und das ist in der Bundesrepublik genug billige Arbeitskräfte gibt,dafür wird doch gesorgt.Notfalls mit Spargel-Sonderflügen.Das Arbeitsunrecht,es interessiert nicht.

Es ist erstaunlich wie viele

Eine Glaskugel besitzen und jetzt schon wissen, das es UK zum Bankrott führen wird.
Pauschal erstmal weder Industrie noch Finanzsektor werden sich darum schweren was die Politik wünscht.
Arbeitskräftemangel sehe ich auch nicht in dem Masse kommen wie es viele hier sehen, speziell nicht in der Landwirtschaft.
Weiter,, Binnenmarkt nur wenn europäischer Sozial und Umweltstandart, wenn gleiche Steuern???.
Wo existiert das in Europa?, wurde nicht gerade hier im Forum nicht permanent beklagt das einige EU Länder mangelnden Sozialstandart im Gesundheitswesen haben aber dafür gute Renten etc?
Weiter, UK ist der zweitgrößte Importeur von Autos aus D. Mit anhängig 450000 Arbeitsplätze.
Was ist wenn Japan oder dt/China. Firmen den part über nehmen, sie fallen nicht unter Europa Recht.
Weiter, was viele vergessen, auch wenn es weder eine wirtschaftliche.noch politische Organisation mit eigenen Rechten ist, es existiert auch immer noch das Commonwealth. Probleme für UK sicher, Bankrott nein

15:05, derdickewisser @fataland 14.49

>>Sie wissen vermutlich sehr genau, dass die Erklärung, der Föderalismus sei eine Folge des Subsidiaritätsprinzips, nicht den historischen Tatsachen entspricht - <<

Ich habe das auch nicht behauptet. Zu monokausalen Welterklärungen neige ich bekanntermaßen nicht.

>> selbst wenn er dieses Prinzip stärkt.<<

Ja, das tut er. Unbestreitbar.

15:54tremiro

ich erinnere nur an die adelsexperten/diverse in den öffentlichen anstalten, falls mir der Zensor nicht wieder einen strich durch den beitrag macht!

re bernd kevesligeti

"re von Adeo60 14:09

"Shit happens",schreiben Sie.Aber wenn das für Großbritannien so ist,dann können Sie doch zufrieden sein."

Sind Sie mal wieder getrieben von der Obsession, man müsste für oder gegen den Brexit sein, obwohl man als Nicht-Brite gar nicht abstimmungsberechtigt ist?

Der Brexit ist ein destruktives Unternehmen. Dass die den größten Schaden haben werden, die es in Gang gesetzt haben, ist eine wertfreie Feststellung.

Also fangen Sie nicht wieder damit an, jeder müste jetzt damit zufrieden oder unzufrieden sein, je nachdem, wie er den Gang der Ereignisse kommentiert.

15:06, Tiberius20

>> So wie Merkel das Geld mit vollen Händen in der EU rumschmeisst, wird die EU-Finanzblase eher knallen.<<

So, so, tut Frau Merkel das.

Aus eigener, übergesetzlicher Machtvollkommenheit heraus?

Ich bin sehr gespannt darauf, wie die "Merkel muss weg!"-Fraktion mit der Tatsache umgehen wird, daß es nächstes Jahr keine Bundeskanzlerin Merkel mehr geben wird, die deutsche Politik sich aber in ihren Grundzügen kaum ändern wird.

------------------

15:10, Tiberius20

>>Frankreich ist mittlerweile eines der Mittelmeerländer, die nur noch quengeln und Schulden umverteilen wollen<<

Länder quengeln nicht.

Foristen gelegentlich schon.

@ fathaland slim

"Was meinen Sie denn, warum der Föderalismus erfunden wurde?"

Auch der Föderalismus versagt als Organisationsprinzip ab einer bestimmten (Gesamt-) Größe der politischen Entität, die da angestrebt wird.

Ob ein europäischer föderaler Bundesstaat gelingen kann, wird die Geschichte zeigen. Erhebliche Zweifel sind jedenfalls angebracht.

15:29 von Karl Napf

Zitat:"ich erinnere nur an die adelsexperten/diverse in den öffentlichen anstalten, falls mir der Zensor nicht wieder einen strich durch den beitrag macht!"

Touchè! Chapeau!

15:10, Bernd Kevesligeti

>>re von Adeo60 14:09
"Shit happens",schreiben Sie.Aber wenn das für Großbritannien so ist,dann können Sie doch zufrieden sein.

Und das ist in der Bundesrepublik genug billige Arbeitskräfte gibt,dafür wird doch gesorgt.Notfalls mit Spargel-Sonderflügen.Das Arbeitsunrecht,es interessiert nicht.<<

Die Spargelstecher sind ein ganz schlechtes Beispiel. Das sind Fachkräfte, die direkt vom Bauern engagiert werden. Ohne Subunternehmer und Leiharbeit.

Warum weisen Sie nicht auf die Fleischindustrie hin? Da trifft nämlich zu, was Sie schreiben.

Brexit

Nicht dass ich den Brexit begrüßen würde, aber im Grunde zeigen die meisten Kommentare hier deutlich auf warum es zum Brexit kam. Was glauben eigentlich dt. Staatsbürger wer sie sind, dass sie meinen entscheiden zu können, was für die Briten richtig und gut ist? Genau diese Hybris verursacht doch den Konflikt. Schade aber mittlerweile kann ich die Briten gut verstehen. Es geht um Souveränität und die Möglichkeit eigene Entscheidungen treffen zu können. Nicht jeder verkauft die nur um ein bequemes Leben führen zu können. Das ist eben nicht Leben sondern Abhängigkeit.

Gefahr für die EU

Mir gefallen die Maßnahmen die GB plant. Es sind Maßnahmen die ich mir auch für Deutschland wünsche. Wenn Zuwanderer eine kriminelle Großfamilie gründen und das Sozialsystem anzapfen, dann ist das keine bunte Gesellschaft. Wenn die deutschen Bürger schneller lernen als die deutschen Politiker dann sehe ich eine Problem für die Demokratie. Aber dann nicht wieder fragen: Wie konnte das passieren?

re magic.fire

"Pauschal erstmal weder Industrie noch Finanzsektor werden sich darum schweren was die Politik wünscht."

Was die Politik macht setzt die Rahmenbedingungen für Industrie und Finanzsektor und die werden sich darum sehr scheren müssen.

"Weiter, UK ist der zweitgrößte Importeur von Autos aus D. Mit anhängig 450000 Arbeitsplätze."

Weiter, die EU ist der größte Exportmarkt für britische Waren. Wieviel Milionen Arbeitspätze anhängig können Sie selbst ermitteln.

"Weiter, was viele vergessen, auch wenn es weder eine wirtschaftliche.noch politische Organisation mit eigenen Rechten ist, es existiert auch immer noch das Commonwealth."

Wenn's weder wirtschaftlich noch politisch eine Rolle spielt kann man es ruhig vergessen

re von fathaland slim 15:46

Natürlich-auch die Fleischindustrie.Und die Spargelstecher,wie sind die denn untergebracht ? Und "Fachkräfte",daß ist doch für deren Lage beschönigend.
Und generell gilt aber,daß hiesige Politik an deren Lage nichts verbessern wird.

re von karwandler 15:29

Von welcher Obsession sind Sie getrieben ? Obwohl Sie als Nicht-Brite da auch nicht abstimmungsberechtigt sind.Allerdings ist die Sache schon gelaufen.
Und "wertfrei",daß trifft auf Ihre Feststellungen wohl weniger zu.

15:41, Laskaris @ fathaland slim

>>Auch der Föderalismus versagt als Organisationsprinzip ab einer bestimmten (Gesamt-) Größe der politischen Entität, die da angestrebt wird.<<

Ab welcher denn? Und warum?

Gefällt mir....

2. Versuch:
Gefällt mir, was die Britten da planen.
Wäre doch auch eine Idee für uns oder? Warum brauchen wir z.B Spargelstecher, wenn wir eigentlich genug im eigenen Land haben.......

re bernd kevesligeti

"Natürlich-auch die Fleischindustrie.Und die Spargelstecher,wie sind die denn untergebracht ? Und "Fachkräfte",daß ist doch für deren Lage beschönigend.
Und generell gilt aber,daß hiesige Politik an deren Lage nichts verbessern wird."

Nur mal zwischendurch die Frage, was das hier zu suchen hat?

15:54, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 15:46
Natürlich-auch die Fleischindustrie.Und die Spargelstecher,wie sind die denn untergebracht ? Und "Fachkräfte",daß ist doch für deren Lage beschönigend.<<

Ich weiß nicht, ob Sie Spargelbauern kennen.

Die engagieren jedes Jahr dieselben Leute. Weil die sich nämlich mit der Arbeit auskennen. Selbstverständlich spielt das Lohngefälle eine Rolle. Ein Spargelstecher ernährt seine Familie in Rumänien fast das ganze Jahr mittels der paar Monate auf deutschen Äckern.

14:44 von Barbarossa 2

Zitat:"Sie sollten sich mal erkundigen, wer in den Zeiten der Industrialisierung den Ton angab."

Diese Zeiten waren im 18. und 19. Jahrhundert. Die Innovationen von heute stammen in aller Regel eher nicht aus GB, von betrügerischen Finanzmarktpraktiken mal abgesehen. Aber auch die wurden oft in New York oder Frankfurt erfunden.

"Mit diesem Argument könnte man auch die Einführung einer Weltregierung fordern, die über alle sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten herrscht. Kein "Flickenteppich" von Nationalstaaten mehr, sondern eine Union, weil die ja angeblich immer nur Vorteile hat!"

Könnte man. Umgekehrt könnte man die Verkleinernung der Gemeinwesen ins Mikroskopische schönreden. Provinzen, Grafschaften, Kommunen bis an die Grundstücksgrenzen der Reichsbürger. Wo soll die Untergrenze sein?

Wir sind uns einig, dass es wie in der Betriebswirtschaft so etwas wie eine "optimale Betriebsgröße" gibt.

"Ob die EU mit ihren 27 Mitgiedsstaaten effizent funktioniert und ob alles, was auf EU-Ebene entschieden wird, wirklich demokratisch legitimiert ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. "

Kann man auch. Es gibt größere Gemeinwesen auf dem Planeten, die funktionieren. Die Erhöhung der demokratischen Legitimation des EP ist bislang aber an den Nationalnostalgikern gescheitert

14:25 von Tarek94

«Japanische und indische Konzerne (z.B. Nissan, Mazak, Tata) haben schon deutlich gemacht, dass sie in jedem Fall in Großbritannien bleiben werden? Denken Sie ein Nissan- oder Tata-Angestellter wird die Entsendung ablehnen?»

Für alle Konzerne aus den Ländern Japan & Indien hatte das UK als Mitglied der EU den sehr großen Vorteil der Landessprache Englisch. Gegenüber Standorten in Nicht-Englisch-Sprachigen Ländern der EU.

Für Inder, weil Englisch eh deren Quasi-Muttersprache ist.
Für Japaner, weil alle Europäischen Sprachen pure Qualen für sie sind.
Am besten geeignet ist noch Finnisch für die Japaner.
Sprechen Sie mal Englisch mit Japanern.
Viel Glück + unendlich viel Geduld !

Die Sprache wird aber auch für Unternehmen aus Asien nie alle künftigen wirtschaftlichen Belange im UK "überlagern" … und zu nicht-existent konvertieren.

Sehr höflich fluchen alle japan. Unternehmen mit EU-Sitz im UK.
1 Jahr nun ist "JEFTA" in Kraft …
Und nun der Brexit … was ein vermaledeiter Unfug …!

re zwiespalt

"Wäre doch auch eine Idee für uns oder? Warum brauchen wir z.B Spargelstecher, wenn wir eigentlich genug im eigenen Land haben......."

Aber leider haben Sie keine Zeit, und dafür muss die gute Idee auf andere angewandt werden.

Die wiederum ... usw. usw.

von fathaland slim 16:09

Irgendwie schreiben Sie an der Realität vorbei.
Es ging um die Unterbringung.Das sind dann doch eher Gemeinschaftsunterkünfte.

16:03 von Zwiespalt

Zitat:"Warum brauchen wir z.B Spargelstecher, wenn wir eigentlich genug im eigenen Land haben......."

Die haben sich ja geradezu danach gedrängt, dieser einfachen und gut bezahlten Arbeit nachgehen zu dürfen! Und wissen Sie was, die bösen Bauern haben denen doch glatt die Ausländer vorgezogen! Ist doch unglaublich, oder?

@ fathaland slim

"Ab welcher denn? Und warum?"

1. < 7,8 Milliarden Menschen (geschätzte Weltbevölkerung Mai 2020)
2. Weil’s zu groß wird.

Spaß beiseite: Wenn Sie das ernsthaft fragen, erübrigt sich jegliche Diskussion. Denn dass man hier keine genaue, allgemeingültige Größe postulieren kann, sondern es immer vom Einzelfall abhängt, sollte offensichtlich sein. Ebenso die Gründe für das Warum.

@11:12 von DB_EMD

Es kommen keine Niedriglohnjobber, die den Menschen vor Ort die Arbeit wegnehmen, sondern nur dringend benötigte Fachkräfte wie Ärzte, Pfleger oder Ingenieure. Die Wahrheit sieht dagegen anders aus. Denn welcher Brite will plötzlich die schlecht bezahlte Feldarbeit übernehmen oder in der Müllsortierung arbeiten?

Das ist die eine Frage. Und die andere ist halt, welchen Arzt, Pfleger oder Ingenieur es dann noch dringend nach Großbritannien zieht, wenn er/sie auch in der EU arbeiten kann.

14:54 von Tremiro

Ich bezweifle nicht dass es einige Deutsche gibt die GB jetzt schon bewundern
.
warum auch nicht - wenngleich hierzulande selten
nennt man Meinungsvielfalt

Einer der wenigen positiven

Einer der wenigen positiven Aspekte des Brexit.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit, also zum guten Teil die Verordnung, die vor allem Deutschland, aber auch anderen Ländern, billigste 5€-Sklaven ermöglicht hat, gehört auch in der Form weg.
Obwohl, mittlerweile ist es fast egal. Konkurrenz-Länder sind bereits unter Ausnutzung dieser Regelung aus dem Geschäft gedrängt (Frankreich).

@11:31 von dr.bashir

Was die Briten da verkünden ist ganz normale Verhandlungstaktik. Ein Signal an die EU nach dem Motto "das blüht euch, wenn ihr nicht nachgebt".

Das ist zwar die britische Verhandlungstaktik von Anfang an, aber ich verstehe sie nicht: Wieso blufft man, wenn man sichtbar gar keine Karten in der Hand hält?

16:09 von fathaland slim

interessante Erkenntnisse !
.
und was hierzulande als menschenunwürdige Behausung gilt
dort der Standard ist

@laskaris 15:41 - ein europäischer föderaler Bundesstaat ...

... kann gelingen, wie auch die Vereinigten Staaten ein Erfolgsgeschichte geworden sind.

Aus 13 Kolonien gewachsen, die anfänglich mitnichten mit einer "manifest destiny" oder einem Nationalbewusstsein zueinander gefunden haben. Eine Föderation, gewachsen auf einem größeren Staatsgebiet als die EU mit vielen Irrungen und schmerzhaften Erfahrungen und einer Gesellschafts- und Staatlichkeitsentwicklung, die nie abgeschlossen sein wird. Das ist übrigens der Charme dieses großartigen Landes:

• mit einer Verfassung, die ein Leuchturm ist

• mit einer Wirtschaft, die sich höchst heterogen über 50 Bundesstaaten verteilt

• mit einer gemeinsamen Währung die 100 Jahre gebraucht hat, um auf den heutigen Stand zu kommen.

Zweifel, Pessimismus und eine "alte" Version von Nationalstaatlichkeit helfen hier nicht weiter.

Europa hat nur in dieser Union die Chance sich zwischen den großen Blöcken Nordamerika und China zu behaupten. Oder darf als Zwerg zu folgen.

09:09 von Bender Rodriguez

Uns kann das völlig egal sein
Ein Nichtschwimmer springt ins offene Meer.
.
schlechtes Beispiel ... ganz schlechtes Beispiel
bekanntermaßen ist uns das nicht egal !

14:36 von DeHahn

wann endlich die Gastarbeiter aus diesen lukrativen und hochinteressanten Tätigkeiten heraus gedrängt werden, damit endlich Deutsche zum Zuge kommen.
.
warten sie mal ab
wenn das Geld knapper wird und die Unterstützungsmöglichkeiten
ob man sich da noch Leute leisten kann die jahrelang alimentiert werden und wenn´s gilt nicht arbeiten wollen

re dr.bashir

"Es ist tägliche Praxis, dass man einem Thema zustimmt, wenn der Andere dafür in einem anderen Punkt nachgibt, obwohl die beiden Themen nichts miteinander zu tun haben."

Voraussetzung dafür ist, dass beide Punkte Teil einer Verhandlungsagenda sind. Was hier nicht zutrifft.

Und keiner gießt einen Verhandlungspunkt erst in Gesetze, um dann damit feilschen zu können.

Sysii...

Doch. Völlig egal.
Nachteile hat nur GB.

MRomTRom 16:41 - Nicht nur das Europäische Parlament ....

... sondern die gesamte Führungsstruktur der EU muss weiter demokratisiert werden.
Alles andere ist zu kurz gesprungen.

"Die Erhöhung der demokratischen Legitimation des EP ist bislang aber an den Nationalnostalgikern gescheitert"

Das EP mit mehr parlamentarischen Rechten und Kontrollvollmachten auszustatten ist ein Kernbaustein, aber damit ist es nicht getan.

Auch der Europäische Rat und die Abstimmungsmechanismen mit dem Übergang zu qualifizierten Mehrheitsentscheidungen gehören dazu.

Gesellschaftlich kann das nur durch eine "Innenpolitisierung" der EU gelingen, indem
die Mitgliedsstaaten und ihre Bürger bei bestimmten Themen einen gemeinsamen Diskurs entwickeln.

@ MRomTRom

"Wir sind uns einig, dass es wie in der Betriebswirtschaft so etwas wie eine 'optimale Betriebsgröße' gibt."

Ja.

"Es gibt größere Gemeinwesen auf dem Planeten, die funktionieren."

Welche denn? Eine größere Bevölkerung als die EU haben nur Indien und China. Indien ist zwar eine Demokratie, leidet aber unter erheblichen politischen und sozialen Spannungen. Die VR China "funktioniert" zwar in vielerlei Hinsicht gut, ist aber bekanntlich eine Diktatur.

Oder meinten Sie einfach nur, es gebe "größere Gemeinwesen", die funktinieren, und nicht "größer als die EU"?

16:26, Laskaris

>>@ fathaland slim
"Ab welcher denn? Und warum?"

1. < 7,8 Milliarden Menschen (geschätzte Weltbevölkerung Mai 2020)
2. Weil’s zu groß wird.

Spaß beiseite: Wenn Sie das ernsthaft fragen, erübrigt sich jegliche Diskussion. Denn dass man hier keine genaue, allgemeingültige Größe postulieren kann, sondern es immer vom Einzelfall abhängt, sollte offensichtlich sein. Ebenso die Gründe für das Warum.<<

Verzeihung, aber die Behauptung, föderale Strukturen würden ab einer gewissen Größe nicht mehr funktionieren, stammt von Ihnen. Da ist dann die Frage "ab welcher denn" IMHO gerechtfertigt.

Ich hingegen bin der Meinung, daß auch eine föderal organisierte Weltgemeinschaft funktionieren kann, man muss es nur intelligent organisieren.

Daß die momentane Weltordnung dysfunktional ist, erkennt ja wohl fast jeder.

16:33, Sisyphos3

>>16:09 von fathaland slim
interessante Erkenntnisse !
.
und was hierzulande als menschenunwürdige Behausung gilt
dort der Standard<<

Sie mißverstehen mich.

Wenn Sie jemals in Rumänien waren, dann wissen Sie, daß lagerähnliche Arbeiterunterkünfte dort nicht der Standard sind.

Sie werden aber von rumänischen Spargelstechern hier in Kauf genommen, weil ihnen so mehr netto vom brutto bleibt.

16:50 von fathaland slim

Ich hingegen bin der Meinung, daß auch eine föderal organisierte Weltgemeinschaft funktionieren kann,
man muss es nur intelligent organisieren

wie wollen sie das "intelligent organisieren"
wenn die unterschiede zu groß sprich unüberbrückbar sind ?
das "Vegetarisches Leben" zum Staatsziel erheben,
wenn sie Zebras eben so wie Löwen in ihrer Gesellschaft haben

17:02 von fathaland slim

ich kenne mich in Rumänien nicht aus
aber in genug anderen Ländern wo es wenig Probleme macht für einige Zeit mal "näher" miteinander zu leben
oder sonstige Konzessionen einzugehen
und sie schreiben es ja selbst Zitat :
"hier in Kauf genommen"
und "lagerähnliche" Unterkünfte ... ich war auch schon mit 5 ... 6 fremden Personen in einem Zimmer
was soll´s wenn man in Tibet ist oder irgendwo in Bolivien was anschauen will, was sonst nicht geht
ich wurde ja nicht gezwungen - so wenig wie die gezwungen werden

Laskaris 16:50 | Gemeinwesen und ihre Alternativen

"Welche denn? Eine größere Bevölkerung als die EU haben nur Indien und China."

- China: ist als Demokratie kein Vorbild aber ein großes Gemeinswesen mit einer funktionierenden Organisation. Die Föderalsierung mit Hongkong und Taiwan ist eine Frage der Zeit.
- Indien: ist eine der ältesten Demokratien der Welt. Stünden die indischen Bundesstaaten als unabhängige Staaten gegeneinander würde es unsägliche, brutale Konflikte geben wie zwischen Indien/Pakistan/Kashmir/Bangladesh.
- USA: nicht in der Population aber in der Geographie größer als die EU.

Ihre Alternativen zur EU bleiben bislang unerwähnt.

@ Cosmopolitan_Citizen

"ein europäischer föderaler Bundesstaat kann gelingen, wie auch die Vereinigten Staaten ein Erfolgsgeschichte geworden sind."

In vielerlei Hnsicht sind die USA zweifellos eine Erfolgsgeschichte, in anderer Hinsicht nicht. Kein funktionierendes Gesundheitswesen, kaum Sozialleistungen, im Vergleich zu den anderen Industrieländern hohe Kindersterblichkeit, große Gefängnisbevölkerung, hohe Rate von Gewaltverbrechen usw.

Die Idealisten, die einen europäischen Bundesstaat anstreben, haben da sicher anderes im Sinn.

"Europa hat nur in dieser Union die Chance sich zwischen den großen Blöcken Nordamerika und China zu behaupten. Oder darf als Zwerg zu folgen."

Es kann auch Vorteile haben, ein Zwerg zu sein. So mancher kleine Staat hat lange Zeit in Frieden und Wohlstand gelebt und dabei große Reiche überdauert.

Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so erstrebenswert ist, immer bei den ganz, ganz Großen mitzuspielen.

Worüber streiten wir?

Im Moment weiß keiner, wie die Verhandlungen ausgehen werden. Die Briten drohen gerne mit dem „No-Deal“, zumindest tun sie immer so, als könnten sie den leichter verschmerzen als die EU.
Nach einem No-Deal ist es mit dem problemlosen Reisen aber sowieso vorbei. Von Arbeitserlaubnissen gar nicht zu reden.
Also ist diese britische Ankündigung wenig überraschend. Oder hat jemand geglaubt, die Brexiteers stehen auf Freizügigkeit?
Wem die dann Punkte zur Einreise geben, ist ja flexibel. Je nach Bedarf können das Ärzte, Banker oder Schafscherer sein.
Ich bin nun wirklich gegen den Brexit, aber diese Meldung kann mich nicht überraschen. Das ist sozusagen eine logische Folge des Ganzen. Schließlich ging es doch um „control“

Cosmo_Citizen | Nicht nur die Wirtschaft

Zustimmung zu dem Thema Strukturreform der EU. Aber die wichtigste Reform kann als erstes nur die Aufwertung des Parlaments (EP) sein. Einfach mal in die Beispiele der Geschichte schauen: nur ein starkes Parlament kann Veränderungen und Verbesserungen von innen treiben.

Ansonsten sind mir Ihre Beispiele immer sehr stark "wirtschaftsgetrieben". Natürlich ist das ein starkes Thema. Aber die EU muss eine Bürgegemeinschaft und eine Friedensgemeinschaft sein. DAS machte sie zuerst zum Erfolgsprojekt. Alles andere folgt dann auf natürliche Weise.

17:02, Sisyphos3

>>16:50 von fathaland slim
Ich hingegen bin der Meinung, daß auch eine föderal organisierte Weltgemeinschaft funktionieren kann,
man muss es nur intelligent organisieren

wie wollen sie das "intelligent organisieren"
wenn die unterschiede zu groß sprich unüberbrückbar sind ?
das "Vegetarisches Leben" zum Staatsziel erheben,
wenn sie Zebras eben so wie Löwen in ihrer Gesellschaft haben?<<

Zoologismen gehen im vorliegenden Zusammenhang komplett in die Irre.

Es gibt nämlich keine verschiedenen Menschenarten.

Wir sind sämtlichst Individuen der selben Art. Jeder Mensch ist anders, und trotzdem sind wir alle gleich.

Für jemanden, der Menschen gern in Gruppen einteilt, ist das schwer zu verstehen.

Schluss mit Lustig

Wir sollten die Verhandlungen mit Johnson abbrechen. Unser Entgegenkommen trifft in GB auf taube Ohren. Wozu sollen wir Zugeständnisse machen und Handelserleichterungen, wenn die Gegenseite nur sich selbst und den eigenen Egoismus im Sinn hat?

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