Kommentare - Europa wagt ein bisschen Normalität

11. Mai 2020 - 17:08 Uhr

Viele Länder Europas lockern heute ihre Maßnahmen - darunter auch Staaten, die besonders von Corona betroffen sind. Unterschiede gibt es dabei auch innerhalb der Landesgrenzen: Auf Mallorca etwa öffnen die Straßencafés, in Madrid bleiben sie zu.

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Kommentare

19:48 von schabernack

der Staat hat das Gewaltmonopol in unserem Land
wenn es eine gewisse Kontaktsperre angeordnet wird - nehme an weil es sinnvoll ist
dann erwarte ich das diese durchgesetzt wird
beim Aldi bei der Schließung von Restaurants und bei der Einschränkung von Demos
ist es unbillig die Einhaltung von Gesetzen/Verordnungen zu fordern ?

von leider geil 21:08

Rechtsgerichtete Tendenzen im "Corriere de la Serra,in der Republica oder in Le Monde ?
Das ist an der Realität vorbei.Und natürlich herrscht Gegnerschaft,in diesem Fall zwischen dem Süden und Norden.
Wohltuend ist der "Verbund"nur für die,die profitieren(Exportmeister).

@krittkritt - 19:50

"Was mich stört, ist, dass wir heute uns gar nicht bemühen, zuverlässigere Zahlen zu bekommen.
Wenn der Corona-Test 80% (frühere Meldung), oder auch "nur" 50% (heute in einer Nachricht) ohne Symptome hat, dann scheint es doch verschiedene Coronaviren zu geben, die er anzeigt."

Sie sollten sich aber klar machen, warum vieles im Bereich des Ungefähren liegt und es keine zuverlässigen Zahlen geben kann.

Was die Landesfürsten unterschätzt haben ist, dass viele Gesundheitsämter am Limit sind, weil sie zurückliegend für immer größere Regionen mit gleichem oder weniger Personal gefahren wurden.
Dadurch kann nicht in dem erforderlichen Umfang getestet werden, wo mitunter auch keine Meldungen ans RKI geschickt werden.

Wenn Sie besser als das RKI werden wollen müssen das erfassen was nicht im Bearbeitungsraster auftaucht - genannt "Dunkelziffer".
Sie können jetzt in den Wettbewerb der Mathematiker eintreten, die das hier täglich aufs Neue versuchen - nur genauer ist es noch nicht geworden.

Am 11. Mai 2020 um 21:11 von leider geil

Weil ich jeden Tag den regionalen Sender Antenne MV höre. Da wird nur die Zahl der jemals infizierten genannt und ob es Todesfälle gegeben hat. Und im WDR oder Bayern3 wird bestimmt nicht über Schwerin oder MV berichtet. Also brauche ich auch nicht alle Sendungen zu hören.

21:27 von Magfrad

Die Leute die da demonstrieren und die sich hier als Opfer hinstellen sind ganz weit entfernt von der Realität.
.
was jetzt ... ich soll mich entscheiden
das warfen sie mir aktuell vor
weil ich mich über die Demos beschwerte

17:44 von Gassi

Und Desinfektionsmittel kostet jetzt 40€ der Liter
.
dann nehmen sie doch Remy Martin
riecht besser und ist billiger

@ danke Wuhan, um 19:41

Deutlich teurer:
Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte z. B.
Billiger, außer Sprit:
Zucker... :-(

19:56 von Tada

Sie behaupten, dass Menschen dafür demonstrieren andere anstecken zu dürfen.
.
was tue ich ?
ich beschwerte mich darüber, dass Menschen demonstrieren obgleich verboten
weil die Gefahr besteht dadurch sich und andere anzustecken

21:01 von harpdart

Gleichheitsgrundsatz: wenn man, um seine eigene Freiheit zu wahren, fordert, dass andere gefälligst auf ihre Freiheit verzichten sollen statt dass man selbst Rücksicht nimmt, dann widerspricht das dem Gleichheitsgrundsatz. Ist mir hier schon häufiger empfohlen worden, zuletzt gestern: bleiben Sie gefälligst zu Hause!

Zum letzten Satz: So `absolut´ formuliert ist das nicht richtig, aber die Tendenz... Wer sich als gefährdet ansieht, sollte doch wirklich eher gewisse Orte oder Veranstaltungen meiden. Das werden die meisten ja ohnehin schon tun, in ihrem eigenen Interesse.
Umgekehrt widerspricht es doch auch dem `Gleichheitsgrundsatz´: Die, die Angst haben, wollen z.B., dass Kitas und Schulen geschlossen bleiben.

Wir müssen `Normalität wagen´, denn `unnormal´ kann es nicht weitergehen. Alles zu bis zum St. Nimmerleinstag ist doch auch keine Lösung.
Die neue Normalität muss sein, dass `Risikogruppen´ besonders geschützt werden müssen, aber dazu auch selbst beitragen.

21:10 von Anna-Elisabeth

Die Wagen sind abgezählt, damit nicht zu viele Kunden gleichzeitig im Laden sind
..
so könnte man sich das logisch herleiten
nur wie sieht die Realität aus ?
Einzelperson mit 1 Wagen
Familie 4 Personen mit 1 Wagen ....
aber wenigstens mal ein System

@harpdart (19:14)

"Sind Sie etwa der Meinung, dass dies nur für die besonders Gefährdeten gelten soll?"

Ja!

Denn dass alle Menschen die gleiche Rechte haben bedeutet nicht, dass alle gleich behandelt werden und immer das Gleiche haben müssen und dass anderen weggenommen wird, was man selbst nicht hat.

Jeder bekommt das, was er nötig hat. Es gibt keinen Grund viele Menschen ihrer Grundrechte zu berauben.

Bei mündigen Menschen wird auch gewisser Maß an Eigenverantwortung gefordert.

*

"Wie steht es denn mit dem Gleichheitsgrundsatz, dem Recht auf körperl. Unversehrtheit, der Würde des Menschen?"

Das ist doch gegeben, wenn sich Risikogruppen einschränken (jeder wie und wo er / sie will).

Wo kommen wir dann hin, wenn alle möglichst stark eingeschränkt werden, nur damit sich einer nicht benachteiligt fühlt, der das nicht machen kann.

Das erinnert mich an die Diskussion über die Widerspruchslösung: "Ich bin krank, mir steht alles zu, alle haben sich nach mir zu richten.

21:23 von Demokrat49

Ich gebe ihn voll recht und leider sind wir noch lange nicht am Ende der Diskussion, ich befürchte es wird sich noch steigern. Leider Gottes machen es ja die Politiker bei ihren Debatten und in Statements oft vor..unzulässige , Verallgemeinerungen, pauschal es Aburteilen Verwendung von Begriffen ohne wirklich zu Wissen was sie besagen und Wirken, Fehler eingestehen und Konsequenzen ziehen ist heute bei Politiker unbekannt.
Früher , zB nahm man Verantwortung und trat schon wegen Kleinigkeiten zurück. Heute.....
Das alles spiegelt sich in der Diskussion der Bürger wieder.
Dazu das unverständliche System mal den, mal den anderen fördern, soziale Kontakte einschränken aber Arbeiten ist zulässig und und und..das fördert Unsicherheit und in Krisen wo Bürger Perspektiven und Sicherheiten suchen sind sie so leichte "Beute für Rattenfänger"
Wer sich mit Entstehung von Verschwörungstheorien und rechten Gedankengut auskennt, der weiss das Abwertung etc die Leute mehr an Theorien bindet

20:24 von derPrinz

das wäre für mich der Grund
da die "Normalität" wieder versuchen einführen
wo keiner Infiziert ist, kann sich auch keiner anstecken

@Möbius

Es macht keinen Spaß mit Maske Einkaufen zu gehen,

Soll es auch nicht. Je weniger Spaß es macht, desto mehr konzentriert man sich auf die Sachen, die man tatsächlich braucht und verlässt das Geschäft schnellstmöglich wieder. Und je weniger Leute im Laden sind, desto leichter fällt es, den Mindestabstand einzuhalten.

Und wenn man den mal kurzfristig doch nicht einhalten kann, dann ist die Maske eben noch ein zusätzlicher Schutzfaktor - vorausgesetzt alle tragen sie, denn sie schützt bekanntermaßen nicht den Träger, sondern die anderen vor dem Träger, falls dieser das Virus schon verbreitet, ohne es selbst zu wissen, weil er noch symptomfrei ist.

21:10 von Anna-Elisabeth @17:55 von Möbius

"Es macht keinen Spaß mit Maske Einkaufen zu gehen, von der Sinnhaftigkeit mal ganz abgesehen. Und man SOLL einen Einkaufswagen ins Geschäft mitnehmen - selbst wenn man nur ein Kaugummi kauft."
#
Ja so ist es auch in meinen Supermarkt.Habe genau das neulich beobachtet das ein Kunde nur eine Kleinigkeit kaufen wollte und keinen Einkaufwagen genommen hat.Er wurde von dem Detektiv belehrt ohne Wagen kommt er nicht rein.

@krittekritt - 19:50

Zitat:"Die täglich 50 Toten durch den Autoverkehr haben wir nach dem Krieg als notwendiges Übel hingenommen.
Was mich stört, ist, dass wir heute uns gar nicht bemühen, zuverlässigere Zahlen zu bekommen."

Sie scheinen sich auch nicht besonders darum zu bemühen, mit zuverlässigen Zahlen zu hantieren: Insgesamt starben in Deutschland 2019 - 3219 Menschen bei Verkehrsunfällen. Bei 365 Tagen durchschnittlich 8,81 Menschen. Schlimm genug, aber nicht 50. Und nicht alle davon wurden durch Autoverkehr getötet.
Gruß rambospike

Silverfuxx 20:27

Hallo Silverfuxx,

fände es sehr schade, wenn Sie sich aus dem Kommentieren raus ziehen. Das, was Sie in den letzten Tagen geschrieben haben, fand ich sehr differenziert und bereichernd. Heute musste ich Ihnen widersprechen, aber eigentlich gar nicht in Gänze. (App werde ich nicht benutzen)

Wenn ich hier im Forum lese, scheint es hauptsächlich extreme Positionen zu geben. Die einen bekommen totale Panik oder fühlen sich sogar mit dem Tode bedroht, wenn bspw. Kitas öffnen. Andere möchten sich an überhaupt keine Einschränkungen (Maske/ Abstand) halten. Ich versuche einen Weg dazwischen zu finden. Merke aber wie mich die letzten Wochen bereits geprägt haben. Der reservierte Tisch im Restaurant (jd. eine Freude machen + einen vor der Insolvenz stehenden Gastronom unterstützen!) erschien mir auf einmal ganz schön vermessen.

Und ja, es ist auch ein Hype und ich bräuchte mal Urlaub davon...

Hoffe, es kommen wieder andere Zeiten, möglichst ohne "Neue Normalität".

@Helene Goetz 21:32

Tut mir Leid. Mit Leuten die der Meinung sind Corona sei nicht schlimm, alles ist Panikmache und man sollte ganz Deutschland öffnen hat es keinen Sinn irgendwelche Debatten zu führen. Dies ist zwecklos. Es hat nichts mit Weh tun zu tun sondern ob es Sinn macht und eine Debatte oder Diskussion mit diesen Menschen macht absolut keinen Sinn und ist pure Zeitverschwendung.

21:23 von Demokrat49

Schade ist, dass (zumindest die lautstark geäußerten) Meinungen häufig sehr extrem sind
.
schlimmer ist dass manche die Beiträge auf die sie antworten nicht mal lesen

@ Jayray

So wie in den Zeiten der DDR verhält sich auch heute der Staatsfunk.

Das wäre schon vorstellbar. Die DDR gibt es zwar schon lange nicht mehr. Aber möglicherweise hat die chinesische KP sich dort doch einigs abgeguckt.

21:08 von leider geil

Das ist hier in Europa wohltuend anders.
.
träumen sie weiter
es ist eben ein Unterschied
ein Rudel hungriger Löwen
und ein Rudel satter Löwen
und hier in Europa fließt eben gerade Milch und Honig
jeder ist satt und zufrieden

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