Kommentare - Europäische Krisenhilfen: Drei-Säulen-Modell als Kompromiss?

04. April 2020 - 08:35 Uhr

Die Pandemie droht viele EU-Staaten in die Rezession zu stürzen - die Finanzminister versuchen, gegenzusteuern. Nach heftigem Streit über Corona-Bonds scheint eine Annäherung möglich. Finanzminister Scholz stellte dazu eine Drei-Säulen-Strategie vor.

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Kommentare

Kathastrophe in New York

Wichtiger als das Dreisäulenmodell ist meiner Meinung nach der rasche Ausbau der medizinischen Versorgung. Hauptsache, wir bekommen in der EU nicht solche Zustände wie in New York, wo die Armen in der Notaufnahme sterben. Wo die Särge knapp werden.

Gegen 3 Säulen modell

Schlimm was in Italien usw passiert aber soll das etwa ein Anlass sein um gemeinsame Schulden aufzunehmen? Ich bin Deutscher nicht itlaliener.
Ich möchte das deutsches steuergeld zb für Straßen oder Erhöhung der Rentnen verwendet wird anstatt marode Länder zu sanieren.

Absolutes no go was hier passiert. Deutsche Steuergelder sollen nicht nach Südeuropa fließen. EU ja - schuldenunion nein ("das Thema eurobonds soll zum späteren Zeitpunkt des Wiederaufbaus nochmal erörtern werden/Conte beharrt auf eurobonds"

Eine vernünftige Lösung suchen bevor alles u. U. eskaliert

Wichtig scheint mir nur, dass klar herausgestellt wird: Deutschland kann nicht immer für das Schuldenmachen anderer Länder (auch schon vor Corona) herangezogen werden.

Irgendwann platzt auch dem Deutschen der Kragen und wird dann vielleicht (wie Großbritannien) den Austritt aus der EU fordern.

Ob das im Sinne von Deutschland und vor allem der anderen EU-Mitgliedsstaaten ist, darf bezweifelt werden.

Deshalb bitte das Problem maßvoll angehen (und zwar von allen Beteiligten).

Für europäische Schulden

Natürlich bin ich dafür, dass wir die europäischen Schulden gemeinsam tragen. Es spricht alles für Eurobonds. Alle Europäer müssen füreinander einstehen.

Bonds wären der Sargnagel der

Bonds wären der Sargnagel der EU. Die Akzeptanz dafür liegt bei den Menschen im Norden im Promillebereich.
Wer Bonds möchte, treibt den Zerfall der EU voran.

@ RKI-Orakel

Ich bin Deutscher nicht itlaliener. Ich möchte das deutsches steuergeld zb für Straßen oder Erhöhung der Rentnen verwendet wird anstatt marode Länder zu sanieren.

Sagen Sie das nicht zu laut, ich bin nämlich Westfahle und kein Niedersachse, ich möchte nicht, dass mein Geld für die Finanzierung von Straßen und Renten in Niedersachsen verwendet wird. Spaß beiseite, die Kleinstaaterei ist der Tod der Demokratie.

@ Sinnprüfer

Wichtig scheint mir nur, dass klar herausgestellt wird: Deutschland kann nicht immer für das Schuldenmachen anderer Länder (auch schon vor Corona) herangezogen werden.

Und warum gehen Sie so selbstverständlich davon aus, dass Bayern und Baden-Württemberg immer für die Schulden der "Schuldenmacher" im Norden herangezogen werden wollen? Solidarität ist unteilbar. Wenn wir ein einiges Deutschland, ein einiges Europa wollen, dann müssen wir auch für einander eintreten.

@ Tagesschau

Wie wäre es hierzu mit einem Faktenfinder, der die 3 Säulen detailliert erklärt und auch die Geldzu - und abflüsse bis in alle Einzelheiten und Summenangaben in den Mitgliedstaaten aufzeigt?

rer Truman Welt

Ich bin davon überzeugt, daß hier 95% aller Bürger passen und nicht einen Dunst von Ahnung haben, was hier wirklich passiert.
Um es im einem Bild deshalb zu verdeutlichen, welches momentan viele gut verstehen können -> der Euro war bereits schwer vorerkrankt (bereits überschuldet weil keine Perspektive auf Rückzahlung bestand) und hatte noch kurze Zeit zu leben. Jetzt hat er sich infiziert und keine Überlebenschance mehr.
Nun wird er an die Beatmung gehängt, seine letzten funktionstüchtigen Organe entnommen (Auspumpen bis zum Letzten -> verschulden was noch geht), um so noch das Maximale heraus zu holen. Hirntod ist er bereits. Es geht nur noch darum, wer sich rasch welchen Anteil nimmt bevor der Herstillstand eintritt. Bis dahin muss das Geld ausgegeben sein, sonst ist es wertlos. Das ist die Situation und Perspektive. Daß der € nicht mehr lange lebt, wissen alle Player. Schaut euch an, wie uns das verkauft wird. Wir müssen es nämlich alles zahlen durch (totale) Geldentwertung .

Die Frage ist doch:

Hilft das wirklich weiter, oder versickert das Geld und die normalen Leute haben nichts davon?

Und natürlich muss alles andere auch in den Ländern angepasst werden, Energiekosten, Ökoster, CO2-Abgaben, Mietkosten, Kosten für Kinderbetreuung usw. (Das bringt alles Steuern)

Sonst fühlt man sich in Deutschland ungerecht behandelt.

"Diese drei Maßnahmen bilden

"Diese drei Maßnahmen bilden ein Sicherheitsnetz von etwa einer halben Billion Euro." Die Streitfrage gemeinsamer europäischer Schulden würde somit aufgeschoben bis zur Wiederaufbau-Phase nach der Corona-Krise.

Warum wurde der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) geschaffen?

Prinzipiell sagt das schon der Name: um Europa zu stabilisieren.

Jetzt soll Europa stabilisiert werden mit einem gesundheitlichem Stabilitätsmechanismus, der G-Bonds oder wie auch immer heißen soll.

Solidarität zwischen den EU-Ländern gibt es nicht, wie wir jetzt gesehen haben.

Hauptsache in irgendeiner Form Geld generieren, dafür ist Brüssel bekannt.

Vielleicht wird eines Tages ein Katastrophen-Fonds geschaffen, falls mal ein Erdbeben.....

EU?

Früher ja!

Heute - Nein, danke!

Troika?

Ist es nicht sinnvoll die ESM Mittel auszuweiten? Dann säße gleich die Troika mit am Tisch, um mit Ihrer reichhaltigen Erfahrung den Staaten zu helfen?

3 Säulen?

Immer dieses rumgeschmurgle. Wer bekommt wieviel? Wer haftet? Wer bezahlt?
Es wäre doch so einfach, derher misstraue ich diesen Erklärungen und Modellen.
Hilfe ist nicht schenken.
Wenn Schulden geteilt werden sollen müssen auch die Systeme angepasst werden.
Beleidigungen sind nicht hinnehmbar.

08:53, RKI-Orakel

>>Gegen 3 Säulen modell
Schlimm was in Italien usw passiert aber soll das etwa ein Anlass sein um gemeinsame Schulden aufzunehmen? Ich bin Deutscher nicht itlaliener.
Ich möchte das deutsches steuergeld zb für Straßen oder Erhöhung der Rentnen verwendet wird anstatt marode Länder zu sanieren.

Absolutes no go was hier passiert. Deutsche Steuergelder sollen nicht nach Südeuropa fließen. EU ja - schuldenunion nein ("das Thema eurobonds soll zum späteren Zeitpunkt des Wiederaufbaus nochmal erörtern werden/Conte beharrt auf eurobonds"<<

Deutsche Steuergelder fließen nach Südeuropa. Das hat mit Eurobonds überhaupt nichts zu tun, sondern mit dem EU-Haushalt.

Wenn Italien Anleihen aufnimmt, die vom gesamten Währungsraum garantiert werden, und das sind dann so genannte Eurobonds, dann fließt kein Cent deutschen Steuergeldes irgendwo hin.

Man kann es mit dem Nationalegoismus auch merkbefreit übertreiben.

ESM, KfW und

ESM, KfW und Arbeitslosen-Rückversicherung sind drei sinnvolle Pfeiler europäischer Solidarität. Ob das ausreicht, darf bezweifelt werden. Kein Zweifel besteht daran, dass diejenigen, die sich so vehement gegen "Corona"-Bonds wehren, die gegenseitige Abhängigkeit und Vernetzung der wirtschaftlichen Stabilität in der EU (und darüber hinaus) übersehen oder verdrängen: Die EU braucht gemeinsame Finanzinstrumente; auch neoliberale Ökonomen werben längst für Corona-Eurobonds, denn schwächere Länder wie Griechenland oder Italien zahlen an den Finanzmärkten höhere Zinsen für ihre Kredite als z.B. Deutschland. Diese Zinsdifferenz könnte sich dramatisch erhöhen, so dass auch in Post-Corona-Zeiten ein Crash droht, der dann Auswirkungen für den gesamten Euro-Raum hat. Die solidarische Grundhaltung (z.B. unseres Länderfinanzausgleiches) wäre eine sinnvolle und notwendige EU-Grundhaltung, die zeigen würde: Solidarität kommt durch seine stabilisierende Wirkung letzlich allen zugute.

Die EU ist

zu buerokratisch und zu langsam. Eine gelebte Solidaritaet gab es nicht.

Die betroffenen Laender sollten sich ohne Kommission zusammensetzen und dadurch die buerokratische Verzoegerung aussen vor lassen.

In der Krise hat sich die EU Kommission als ziemlich nutzlos erwiesen. Die EU braucht Reform.

So lange es EU Länder gibt die sich unsolidarisch

verhalten haben und weiterhin verhalten, (Flüchtlingsprobleme), sehe ich keinen Grund mehr denen zu helfen. Fünf Jahre hat es gedauert bis ein Gericht das Urteil fällte. ABER: Nichts passierte. Die EU hat vollkommen versagt. Also: Keine Eurobonds. Auch nicht an Italien das uns derzeit wiedereinmal schlecht macht. War das wieder zu streng?

08:55, Sinnprüfer

>>Wichtig scheint mir nur, dass klar herausgestellt wird: Deutschland kann nicht immer für das Schuldenmachen anderer Länder (auch schon vor Corona) herangezogen werden.<<

Inwieweit wird Deutschland für das Schuldenmachen anderer Länder herangezogen?

Nachtrag

Wir bekämpfen gerade nicht die Ursache des Problems (marode italienische Wirtschaft aufgrund eines zu starken Euro für Italien (keine Abwertungsmöglichkeit)) sondern schaffen neue Probleme.

Bitte ein Auge dafür haben wo das Problem herkommt. Es liegt nicht an corona sondern an der Währung. Warum muss auf biegen und brechen versucht werden dass die Pigs Staaten im Euro bleiben? Das ist deren und unser (schuldenunion) sargnagel.

Euro oder wie auch immer Bonds

Ohne eine gemeinsame Steuer- und Sozialpolitik sind die Vergemeinschaftung von Schulden das Ende der EU. Selbst in den USA ist ausgeschlossen, dass ein Bundesstaat für die Schulden des Anderen aufkommt. Das hat auch seinen Grund. Im Übrigen ist im Maastricht Vertrag festgelegt, wie mit den Schulden umzugehen ist. Unter diesen Bedingungen ist auch in Deutschland der Euro eingeführt worden. Jetzt die Vertragsbedingungen zu ändern, wäre schlichtweg Betrug.

Warum nicht größer denken

Die Schulden der meisten Länder waren schon vor der Krise nicht rückzahlbar und jetzt kommt nochmal ein deftiges Minus hinzu.
Also, wie soll das was werden, Schulden streichen, die Reichen enteignen?
Die Finanzpolitik kann nicht so weiter gehen, es wird Zeit für neue Wege.

Eurobonds

Italien möchte? Italien hatte 10 Jahre Zeit, da ein Zinsentief ohne Ende herrschte, was dem D. Bürger Altersversorgung und Zinsen in Milliardenhöhe kostete.
I. sollte seinen Haushalt mit den EU-Mitteln i.O. brigen können und keine Geschenke der anderen Staaten (besonders D.) fordern.
Vielleicht ist es besser D. geht aus der EU? Und dann I.???

09:05 von Pandemieschue...

Zitat:"Und warum gehen Sie so selbstverständlich davon aus, dass Bayern und Baden-Württemberg immer für die Schulden der "Schuldenmacher" im Norden herangezogen werden wollen? Solidarität ist unteilbar. Wenn wir ein einiges Deutschland, ein einiges Europa wollen, dann müssen wir auch für einander eintreten."
Volle Zustimmung! Jetzt kommen wie bei der Schutzkleidung und den sinnlosen Grenzschließungen die Egoisten wieder zum Vorschein. Ob als Staaten oder Individuen, in der Not ist sich jeder selbst der Nächste, glauben sie. Frei nach Schiller mag ja vielleicht der Starke am mächtigsten alleine sein, aber was ist mit den Schwachen? Pech gehabt? Ob das jetzt sog. "Corona-Bonds" sind oder EU-Anleihen, die dann zu günstigen Bedingungen an die Staaten weitergegeben werden, irgendwas muss geschehen, um die Idee eines geeinten Europas nicht endgültig gegen die Wand zu fahren.

@08:57 von Pandemieschue...

Zitat: "Natürlich bin ich dafür, dass wir die europäischen Schulden gemeinsam tragen."

Das ist nicht ihr Ernst?
Seit 2008 leiden wir unter Dumpingzinsen. Menschen die gearbeiten und gespart haben werden um die Kaufkraft ihres Lohn (aus der Vergangenheit) betrogen.

Ich will keine Schulden. Warum soll ich für die Schulden der anderen zahlen. Ich will, daß sich die anderen so solidarisch verhalten und keine Schulden mehr machen.

Auf Kosten anderer zu Leben ist unsolidarisch. Die eigenen Probleme auf andere abzuwälzen ist ebenfalls unsolidarisch.
Was wir in Europa brauchen ist die Rückkehr zu Eigenverantwortung.

09:11, Meinung zu unse... rer Truman Welt

>> Daß der € nicht mehr lange lebt, wissen alle Player. Schaut euch an, wie uns das verkauft wird. Wir müssen es nämlich alles zahlen durch (totale) Geldentwertung .<<

Totale Geldentwertung.

Aha.

Haben wir eine galoppierende Inflation?

Da hab ich irgendwie nix von mitbekommen.

@ Meinung zu unse...

Ich bin davon überzeugt, daß hier 95% aller Bürger passen und nicht einen Dunst von Ahnung haben, was hier wirklich passiert.

Wenn ich mir Ihren Beitrag so durchlese, komme ich zum Ergebnis, dass Sie sich selbst der Mehrheit zurechnen.

Gemeinsame Bonds sind notwendig

Wer Euro- oder Coronabonds ablehnt, übersieht m.E. Wichtiges:
-Gemeinsame Anleihen bedeuten eben nicht, dass die Schulden an sich vergemeinschaftet werden, nicht einmal die Zinsen. Was passieren wird ist, dass der Zinssatz für die wirtschaftsschwachen Staaten sinkt und für die stärkeren ansteigt.
-Nicht zuletzt stellt der relativ bllige Euro für die starken Staaten nichts anderes dar als eine Subvention. Hätte Deutschland noch/wieder die D-Mark, würden deutsche Exportgüter durch den hohen Kurs im Ausland sehr teuer. Den Preis dafür zahlen die schwächeren Länder wie Italien, denn mit der "billigen" Lira wären ihre Produkte viel wettbewerbsfähiger.
-Deshalb gehört für mich Beides zusammen: Eine gemeinsame Währung und gemeinsame Bonds. Andernfalls picken sich die Nordstaaten nur die Rosinen heraus- da geht es um Gerechtigkeit, nicht um Almosen.

@Pandemieschue...

Verwechseln Sie hier nicht etwas?
Der Ausgleich innerhalb D. ist ein Ausgleich, ähnlich einer Familie.
Die EU ist KEINE Familie, allein schon von Arbeitszeit (in Stunden und Jahren), noch hoheitlichen Rechten/Pflichten.
Und, warum sollte das Land immer für die Schulden derer einstehen, die jahrelang über die Verhältnisse leben?

09:14 von morgentau19

Zitat: "Solidarität zwischen den EU-Ländern gibt es nicht, wie wir jetzt gesehen haben."
Warum Sie das eigennützige und egoistische Verhalten einzelner Staaten der EU in die Schuhe schieben wollen, verstehe ich nicht. Das ist doch das Problem: Wäre die EU wirklich so ein autoritärer Moloch, wie sie von ihren Gegnern gerne verleumdet wird, könnten solche Schwierigkeiten gar nicht entstehen. Da würde "Brüssel" dann schon für sorgen. Solange aber in allen wichtigen Dingen die NATIONALEN Regierungen das letzte Wort haben, muss man sich über nationale Egoismen nicht wundern. Man muss aber auch nicht die EU dafür verantwortlich machen.

Geldentwertung

voll Zustimmung.
Die Forderung der Vergemeischaftung würde nur noch als Brandbeschleuniger herhalten.

Warum sollte man Schulden

Warum sollte man Schulden teilen? Das macht die Sparer nur noch mehr zu Verlieren.

Was wir brauchen ist die Rückkehr zu Eigenverantwortung.

Wer bezahlt bestimmt. Und nicht die einen bestimmen und die anderen sollen bezahlen.

Ich will kein verschuldetes Europa. Zinsen müssen angehoben werden und und säumige Schulder notfalls mit Gewalt zum bezahlen gezwungen werden.

Die Deutschen verstehen weiterhin nichts!

In Japan beträgt die Staatsverschuldung seit Jahren mehr als 200 % des Bruttoinlandsprodukts, das sind ca. 10.000 Milliarden US-Dollar!
Von diesen Staatsschulden befinden sich ca. 50 %, also ca. 5.000 Milliarden US-Dollar im Besitz der japanischen Zentralbank!
Ist Japan pleite? Nein!
Werden die japanischen Steuerzahler diese Schulden zurückzahlen müssen! Nein!
Gibt es in Japan eine starke Inflation? Nein!
Dafür hat Japan Politiker, die etwas von Fiskalpolitik, Geldpolitik und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen!
Armes Europa und armes Deutschland, die so schlecht regiert werden!
Quelle: makroskop.eu

@fathaland slim

Deutsche Steuergelder fließen nach Südeuropa. Das hat mit Eurobonds überhaupt nichts zu tun, sondern mit dem EU-Haushalt.

Wenn Italien Anleihen aufnimmt, die vom gesamten Währungsraum garantiert werden, und das sind dann so genannte Eurobonds, dann fließt kein Cent deutschen Steuergeldes irgendwo hin.

Man kann es mit dem Nationalegoismus auch merkbefreit übertreiben.

---
AG ok danke. 6 Jahre Studium scheinen bei mir umsonst gewesen zu sein. Kurze Nachfrage: wenn Sie für jemanden bürgen und der kann seinen Kredit nicht mehr bedienen. Werden Sie als Bürge dann von der Bank freundlich angeschrieben?

Außerdem: der Zinssatz für bundesanleihen würde steigen und damit die Refinanzierungskosten der BRD. Es betrifft Sie genauso wie mich. Nur die italiener und Co lachen sich schlapp. Der deutsche Michel buckelt sein Leben lang, die Mehrheit hat kein eigenes wohneigentum, Rentner sammeln pfandflaschen oder arbeiten bis ins hohe Alter um zu überleben. Macht Sinn, macht Sinn.

09:17, sosprach

>>3 Säulen?
Immer dieses rumgeschmurgle. Wer bekommt wieviel? Wer haftet? Wer bezahlt?
Es wäre doch so einfach, derher misstraue ich diesen Erklärungen und Modellen.
Hilfe ist nicht schenken.<<

Haben Sie den Artikel gelesen?

Die ersten beiden Säulen stellen Kredite dar. Die erste ist der ESM, die zweite ist die Europäische Investitionsbank. Und bei der dritten geht es um die Schaffung einer europäischen Arbeitslosenversicherung.

Wo erkennen Sie da "rumgeschmurgle"?

Italien, Spanien > freies Wohnen

Wenn wir die armen EU-Länder unterstützen, die aufgrund ihrer rechten Regierungen massiv alte Menschen sterben lassen ...

... und uns anschließend das Geld fehlt, um unsere geretteten Rentner zu finanzieren ...

... dann wäre eine Gegenleistung schon jetzt vertraglich zu regeln durch die Politik!

Beispielsweise durch Wohnprojekte für unsere Mitbürger in diesen Ländern!

Altersversorgung und Pflege sind für uns nicht zu stemmen ...

... wenn wir diese Länder stützen, erwarten wir eine Gegenleistung!

@ RKI-Orakel

Ich möchte das deutsches steuergeld zb für Straßen oder Erhöhung der Rentnen verwendet wird anstatt marode Länder zu sanieren.

Sie vermischen hier etwas, was nichts miteinander zu tun hat und was daher auch nicht sonderlich sinnvoll ist. Bei Eurobonds geht es um die gemeinsame Garantie für die Schulden, also die Herstellung von Vertrauen und Bonität. Es steht gar nicht zur Diskussion, dass deutsches Steuergeld verwendet werden soll, um z.B. italienische Schulden zu tilgen. Das machen schon die Italiener selbst, keine Sorge. Und mit dem ESM funktioniert das im Prinzip ähnlich.

Es geht also um folgendes: Jedes Land zahlt seine Schulden zurück. Aber alle garantieren für die Sicherheit und damit niedrige Zinsen.

09:18 von IBELIN

Zitat:"Die EU ist zu buerokratisch und zu langsam. Eine gelebte Solidaritaet gab es nicht. Die betroffenen Laender sollten sich ohne Kommission zusammensetzen und dadurch die buerokratische Verzoegerung aussen vor lassen. In der Krise hat sich die EU Kommission als ziemlich nutzlos erwiesen. Die EU braucht Reform."
Ihrem letzten Satz stimme ich zu. Dem Rest nicht. Was passiert, wenn die Nationalstaaten alleine handeln, sieht man ja gerade. Wenn die Kommission wirkliche Macht hätte, wären solche Egoismen gar nicht möglich. Und was Bürokratie angeht: Die höchsteffektive deutsche Bürokratie (Bundeswehrbeschaffungsamt) bekommt es ja nicht einmal hin, Masken zu kaufen. Bürokratische Verzögerung kommt von dem unendlichen Abstimmungsprozess, mit dem man die nationalen Interesen aller Mitgliedsländer mühsamst unter einen Hut zu bringen versucht (siehe die Entscheidungsunfähigkeit der Finanzminister diese Woche!).

09:22, XYund

>>Eurobonds
Italien möchte? Italien hatte 10 Jahre Zeit, da ein Zinsentief ohne Ende herrschte, was dem D. Bürger Altersversorgung und Zinsen in Milliardenhöhe kostete.
I. sollte seinen Haushalt mit den EU-Mitteln i.O. brigen können und keine Geschenke der anderen Staaten (besonders D.) fordern.<<

Italien fordert keine Geschenke.

Es geht um Kreditaufnahme.

@09:19 von RKI-Orakel

Sie dürfen aber auch nicht die Menschen vergessen, die unter dem viel zu schwachen Euro leiden.

Die PIGS Staaten hätten den Euro schon lange verlassen müssen. Sie sind Schuld daran, daß der Euro so schwach ist.

Was habe wir von einen Europa, in dem wir die Brötchen der anderen bezahlen müssen. Das ist wirtschaftlicher Selbstmord.

@ XYund

... da ein Zinsentief ohne Ende herrschte, was dem D. Bürger Altersversorgung und Zinsen in Milliardenhöhe kostete.

Das ist wieder eine sinnlose Vereinfachung. Auch Deutschland hat von den niedrigen Zinsen profitiert, auch der deutsche Sparer hat profitiert, indem die Staatsverschuldung eben nicht so stark gestiegen ist.

@Meinung zu unse...

Wer sind die erwähnten "Big Player" von denen Sie reden und woran machen Sie Ihre Ansichten fest? Geben Sie den 95% Unwissenden doch bitte Ihre Quellen preis.

@09:27 von postmaterialist

Zitat: "Eine gemeinsame Währung und gemeinsame Bonds. Andernfalls picken sich die Nordstaaten nur die Rosinen heraus- da geht es um Gerechtigkeit, nicht um Almosen."

Das ist falsch. Die Hauptverlierer sind die Nordstaaten. Nur Menschen, die keine Ersparnisse und keine geldbasierte Altersvorsorge haben, können so argumentieren.
Es sind die Südländer, die unser Geld kaputtinflationieren und uns damit bestehlen.

09:20, Frank_1021

>>Selbst in den USA ist ausgeschlossen, dass ein Bundesstaat für die Schulden des Anderen aufkommt.<<

Auch in der Bundesrepublik Deutschland ist ausgeschlossen, daß ein Bundesland für die Schulden eines anderen aufkommt.

Europa braucht mehr Solidarität

Ich bin der Meinung, dass sich Deutschland und die Niederlande mal ganz schnell zusammen reißen sollten. Nach der ersten Welle werden wir ein gemeinsames Europa mehr den je brauchen und ich behaupte, dass, wenn Italien und Spanien erst einmal das Vertrauen in uns und die EU verloren haben, es schwierig wird, sie nochmals für die europäische Union zu begeistern. Darum braucht Europa mehr Solidität.

Insbesondere Italien und Griechenland hätten es sich verdient, dass man einen Schritt auf sie zugeht, da sie die Hauptlast der Flüchtlingspolitik tragen. Stichwort: Lesbos bzw. Lampedusa

@ XYund

Verwechseln Sie hier nicht etwas?
Der Ausgleich innerhalb D. ist ein Ausgleich, ähnlich einer Familie.
Die EU ist KEINE Familie

Ich sehe meine Heimat, meine Familie eher in Europa, als nur beschränkt auf Deutschland. Ich habe schon im Ausland gelebt und habe irgendwo vor mehreren Generationen auch Migrationshintergrund. Solidarität in Europa ist mir wichtiger als Solidarität nur in Deutschland.

09:31, b_m

>>Ich will kein verschuldetes Europa.<<

Ihre Forderung kommt siebzig Jahre zu spät.

@ smirker

Nein! Dafür hat Japan Politiker, die etwas von Fiskalpolitik, Geldpolitik und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen!
Armes Europa und armes Deutschland, die so schlecht regiert werden!

Europa und Deutschland werden meines Erachtens viel besser und vernünftiger regiert.
Wo haben Sie denn Ihren Stolz und Ihr Selbstbewusstsein abgegeben? Kopf hoch.

Europäische Krisenhilfen:Drei-Säulen-Modell als Kompromiss ??

Jetzt lavieren von der Leyen und Scholz.Sie sehen natürlich,daß durch die Ablehnung von Corona-Bonds die Zustimmung zur EU in etlichen Ländern ins Wanken geraten kann,sich schon bisher vorhandene Widersprüche verschärfen können.
Sie verweisen auf Mittel aus dem ESM.Doch der funktioniert ähnlich wie der Internationale Währungsfond(IWF).Mit harten Auflagen.

09:30 von XYund

Zitat:"Die Forderung der Vergemeischaftung würde nur noch als Brandbeschleuniger herhalten."
Ich weiß nicht, wo Sie das Feuer sehen, wir haben seit Jahren eine Inflationsrate um/unter 2%!

@ b_m

... die unter dem viel zu schwachen Euro leiden.

Verglichen mit Ihrem Gefühl mag der Euro schwach sein, verglichen mit anderen Währungen ist er stark (rock-solid).
Ich vertraue auf die Wirklichkeit und nicht auf Ihr Gefühl. Etwas mehr Selbstbewusstsein würde Ihnen gut zu Gesicht stehen.

Kleinstaaterei ist der Tod der Demokratie

Haben Sie irgendein Argument für diese Aussage, oder reicht es, sie einfach hinzuschreiben, weil es halt dem Zeitgeist entspricht. (Stichwort "political correctnes")

09:32, RKI-Orakel

>>AG ok danke. 6 Jahre Studium scheinen bei mir umsonst gewesen zu sein. Kurze Nachfrage: wenn Sie für jemanden bürgen und der kann seinen Kredit nicht mehr bedienen. Werden Sie als Bürge dann von der Bank freundlich angeschrieben?<<

Ich weiß ja nicht, was Sie sechs Jahre lang studiert haben, aber Volkswirtschaft kann es nicht gewesen sein. Staatsschulden und Privatschulden sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

>>Außerdem: der Zinssatz für bundesanleihen würde steigen und damit die Refinanzierungskosten der BRD.<<

Wie kommen Sie auf diese Idee?

>>Es betrifft Sie genauso wie mich. Nur die italiener und Co lachen sich schlapp. Der deutsche Michel buckelt sein Leben lang, die Mehrheit hat kein eigenes wohneigentum, Rentner sammeln pfandflaschen oder arbeiten bis ins hohe Alter um zu überleben. Macht Sinn, macht Sinn.<<

Der deutsche Michel. Sicherlich. So schlecht wie dem geht es bekanntlich niemandem. Nirgendwo. Und Alle lachen sich schlapp. Auf unsere Kosten...

09:32 von RKI-Orakel

Zitat:"Der deutsche Michel buckelt sein Leben lang, die Mehrheit hat kein eigenes wohneigentum, Rentner sammeln pfandflaschen oder arbeiten bis ins hohe Alter um zu überleben. "
Unterstellt, Ihre Schauergeschichte stimmt: Was hätten dann Italien oder Griechenland damit zu tun? Solche Zustände schaffen wir Deutsche ganz alleine, da brauchen wir weder die "Südländer" noch die EU dazu.

@ b_m

Das ist falsch. Die Hauptverlierer sind die Nordstaaten.

Wenn man so kleinschrittig und wenig selbstbewusst denkt, muss man aber auch akzeptieren, dass die Südstaaten Bayern und Baden-Württemberg irgend wann die Zahlungen einstellen.

@um 09:18 von andererseits

Die EU braucht gemeinsame Finanzinstrumente; auch neoliberale Ökonomen werben längst für Corona-Eurobonds, denn schwächere Länder wie Griechenland oder Italien zahlen an den Finanzmärkten höhere Zinsen für ihre Kredite als z.B. Deutschland.

Nicht die EU, sondern der Euro-Raum. Ziehen Sie bitte Staaten die mit eigener Währung vernünftig haushalten hier nicht rein. Ungarn zum Beispiel. Diejenigen europäischen Staaten die weit über ihre Verhältnisse leben finden sich ausschliesslich im Euro-Raum (Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich).

Es wird auf Eurobonds hinauslaufen. Sonst wird der Euro zugrunde gehen. Die Fehlkonstruktion des Euro ist offensichtlich: Zu unterschiedliche Wirtschaften, Rahmenbedingungen, Interessen der Entscheidungsträger. Etwas mehr Solidarität der Gesellschaft gegenüber den jüngeren Generationen die dieses Leben auf Pump mal ausbaden müssen wäre schon angebracht. Dass sich die politischen Eliten nicht dafür interessieren ist schon tragisch genug.

Die Idee “Eurobonds“ ist keineswegs neu.

Schon vor mehr als 15 Jahren, und auch während der “Griechenlandkrise“ wurde heftig darüber in der EU diskutiert. Sehr kontrovers.
Letztendlich wurde ihre Einführung, auch und vor allem von Deutschland, immer wieder abgelehnt.
Als einer der Gründe wurde die “Nichtbeistandsklausel“ angeführt. Einfach ausgedrückt: Jeder Staat haftet allein für seine Schulden.

Im Augenblick ist wohl die Hauptsorge der ablehnenden Staaten, dass Eurobonds den Ehrgeiz der Nehmerstaaten verringern könnte, ihre Schulden selbst zu bezahlen und auch künftig zu wenig daran zu setzen, dass sich daran Grundsätzliches ändert.

Und natürlich würden Fall der Einführung letztendlich (auch) Deutschland haften, denn die Eurobonds laufen auf so etwas wie eine Bürgschaft hinaus, auch wenn sie es nicht direkt sind.

Euro Bonds: Der Triumph schlechter Steuermoral

Ich hätte weit mehr Verständnis für Euro-Bonds, wenn in Länder wie Italien oder Griechenland die Steuerhinterziehung nicht ein inoffizieller Volkssport wäre. Wenn schon eine Angleichung der Lebensverhältnisse, dann auch bitte was das Steuerzahlen angeht. Mit Eurobonds zahlen die Nordländer für die miese Steuermoral der Südländer. Aber das ist für letztere leichter als Steuersünder quer durch die Gesellschaft konsequent zu verfolgen.

09:33 von Deutsche-Elite

Zitat:"Wenn wir die armen EU-Länder unterstützen, die aufgrund ihrer rechten Regierungen massiv alte Menschen sterben lassen ..."
Erstens ist das ein massiver Vorwurf, der bewiesen werden müsste und zweitens: Welche "rechte" Regierung gibt es denn z.Zt. in Italien oder Spanien?

Am 04. April 2020 um 09:17 von fathaland slim

" Wenn Italien Anleihen aufnimmt, die vom gesamten Währungsraum garantiert werden, und das sind dann so genannte Eurobonds, dann fließt kein Cent deutschen Steuergeldes irgendwo hin.

Man kann es mit dem Nationalegoismus auch merkbefreit übertreiben. "

Ich bin zwar kein Finanzexperte, aber ganz so einfach ist es wohl nicht, sonst wären einige Finanzminister nicht dagegen.
Wenn die Zinsen für Rückzahlungen steigen, haben dann auch die Bürgen ein Problem.
Die haben nämlich auch jede Menge nationales Geld aufgenommen, irgendwo müssen ja die vielen Milliarden die auch in Deutschland jetzt eingesetzt werden, wieder mal zurück fließen.

Und Italien hat schon länger ein Problem, was sich natürlich jetzt dramatisch verschärft, Eurobonds sind nicht die richtige Wahl. Und bei Geld und wo es immer herkommt, ist die EU ja immer sehr kreativ in den letzten Jahren.

@ Bernd Kevesligeti

Sie verweisen auf Mittel aus dem ESM.Doch der funktioniert ähnlich wie der Internationale Währungsfond(IWF).Mit harten Auflagen.

Aber dies Auflagen müssten Sie doch dann befürworten.

09:33 von frische Unterhose

Zitat:"Es geht also um folgendes: Jedes Land zahlt seine Schulden zurück. Aber alle garantieren für die Sicherheit und damit niedrige Zinsen."
Wie können Sie das so einfach und zutreffend beschreiben? Wie sollen denn jetzt all die Vorurteile über die faulen Südländer und den geknechteten deutschen Michel weiter bedient werden?

09:52, Dimitri29

>>Ich hätte weit mehr Verständnis für Euro-Bonds, wenn in Länder wie Italien oder Griechenland die Steuerhinterziehung nicht ein inoffizieller Volkssport wäre.<<

Während die Deutschen natürlich total steuerehrlich sind. Niemand käme hier auf solche Ideen...

09:40 von Der kleine M@nn

Zitat:"Insbesondere Italien und Griechenland hätten es sich verdient, dass man einen Schritt auf sie zugeht, da sie die Hauptlast der Flüchtlingspolitik tragen. Stichwort: Lesbos bzw. Lampedusa"
Volle Zustimmung!

Am Ende

wird man uns etwas mit neuem Namen vorsetzen, was den Eurobonds gleichkommt und die Schulden hauptsächlich durch Deutsche zahlen lassen. Staaten, wie Italien, die vor der Coronakrise schon finanziell am Ende waren, missbrauchen das Unglück , um Kohle der Nettozahler abzuzocken. Das sollte uns der europäische Gedanke doch wieder einmal wert sein. Deutschland hat in den Krisen der letzten Jahrzehnte die Hauptlast getragen und das Volk wird ungefragt ausgepresst.

@ Messi

Nicht die EU, sondern der Euro-Raum. Ziehen Sie bitte Staaten die mit eigener Währung vernünftig haushalten hier nicht rein. Ungarn zum Beispiel. Diejenigen europäischen Staaten die weit über ihre Verhältnisse leben finden sich ausschliesslich im Euro-Raum (Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich).

Ungarn zahlt aber höhere Zinsen als Italien und hat eine schwächere Bonität. Also alles Quatsch.

@ fathaland slim, um 09:35

re 09:22 XYund

“Es geht um Kreditaufnahme.“

Ja, sicher.
Doch sollten Sie der Vollständigkeit halber ergänzen, wer letztlich dessen Rückzahlung garantiert.

Darum geht es den Skeptikern.

Solidarität ist unteilbar

Wahrlich ein Satz, der von edler Grundhaltung zeugt.
Aber warum machen Sie auf halbem Weg Halt? Außerhalb Europas gibt es noch viele Länder in Not, bis über die Ohren verschuldet und gewiß über jede Unterstützung zu tiefst dankbar.

Am 04. April 2020 um 09:17 von fathaland slim

"Wenn Italien Anleihen aufnimmt, die vom gesamten Währungsraum garantiert werden, und das sind dann so genannte Eurobonds, dann fließt kein Cent deutschen Steuergeldes irgendwo hin."
#
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Genau, erst beim zurückzahlen fließt auch deutsches Steuergeld. Und sollte Italien und andere Nehmerländer nicht mehr zahlen können oder wollen, wer zahlt dann alles?

@09:34 von Peter Meffert

"Die EU ist zu buerokratisch und zu langsam. Eine gelebte Solidaritaet gab es nicht............."

Das mein ich so und es hat nichts mit der Corona Krise zu tun. Fuer die Corona krise hatte die Kommission tatsaechlich kein gesetzliches Instrumentarium und konnte daher wenig tun. Es zeigt, dass die Kommission ein Verwaltungsorgan ist. Das sollte die Kommission auch bleiben. Wir brauchen in Europa keine zentrale Helikopterregierung oder Besserwisserkommission.

Vielleicht sollte sich die Kommission auf die Aufgaben der Ueberwachung des gemeinsamen Marktes konzentrieren und nicht in jede innenpolitische Sache der Mitgliedsstaaten hineinregieren.

09:52 von Dimitri29

Zitat:"Ich hätte weit mehr Verständnis für Euro-Bonds, wenn in Länder wie Italien oder Griechenland die Steuerhinterziehung nicht ein inoffizieller Volkssport wäre"
Da in Deutschland jährlich nach verschiedenen Schätzungen ein dreistelliger Milliardenbetrag an Steuern hinterzogen wird, muss es in D eine offizielle Sportart sein. Vielleicht sind wir sogar Weltmeister?

Chance nutzen

Dieser Lock down ist eine unglaublich grosse Chance nicht nur für Europa.Es bietet die Chance unser gesamtes bisheriges Wirtschaftssystem zu hinterfragen und zu bewerten.Wir brauchen nicht mehr Wachstum,Umweltzerstörung und all die gesellschaftlichen Probleme die unsere bisherige Wirtschaftspolitik zustandegebracht hat.Wir brauchen für ganz Europa einen New Deal.Jetzt ist die Zeit dafür.

@9:41 von Schweizer Tor

Dass Deutschland durch den Euro massive Vorteile hat, wird gerne übersehen oder geleugnet.
Vielleicht sollten die südlichen Länder mal den Austritt aus dem Euro und die Einführung eines "Süd-Euro" diskutieren- insbesondere in der exportabhängigen deutschen Wirtschaft dürfte das nackte Panik auslösen. Und darauf würde Angela Merkel doch recht schnell reagieren!

Corona-Bonds

Am 04. April 2020 um 09:14 von Tada
Die Frage ist doch:
Hilft das wirklich weiter, oder versickert das Geld und die normalen Leute haben nichts davon?
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Für diejenigen die in der Vergangenheit über ihren Verhältnissen gelebt haben sicher... Wie sagte gestern schon EU Präsidentin Von der Leyen: Das Konzept sei ein "einigender Vorschlag": "Das ist gelebte europäische Solidarität..."  Diese Euro-Bonds werden kommen ob wir wollen oder nicht ! Und verlassen Sie sich nicht darauf das andere Länder sich den Nivue der hohen Abgaben, Energiepreisen, Kosten oder Steuerabgaben anpassen müssen. Hier, Frau von der Layen hört die europäische Solidarität nähmlich auf. Diese Solidarität ist schon weit vor der Krise verloren gegangen...

09:49, Messi

>>Nicht die EU, sondern der Euro-Raum. Ziehen Sie bitte Staaten die mit eigener Währung vernünftig haushalten hier nicht rein. Ungarn zum Beispiel. Diejenigen europäischen Staaten die weit über ihre Verhältnisse leben finden sich ausschliesslich im Euro-Raum (Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich).<<

Ungarn lebt natürlich überhaupt nicht über seine Verhältnisse, wie ja auch Polen nicht. Deswegen sind diese beiden Länder ja auch nicht die größten Nettoempfänger der EU...

Ungarn übrigens nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch pro Kopf. Polen steht da ein wenig besser da, obwohl es in absoluten Zahlen einsame Spitze ist.

ESM

will man nicht, weil Bedingungen u.a. zur Haushaltssanierung daran gebunden sind. Man will bedingungsloses Geld und weitermachen, wie bisher. Wer diese vorhandene Hilfe nicht annimmt, möchte auch keine Hilfe.

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