Kommentare

Wieder ein Epidemiologe mit einer Simulation.

Die Asiaten (China, Japan, Suedkorea und andere) haben laengst in praxi bewiesen, dass man mit Abstand und Mundschutz, Tests und disciplinierter Sozialhygiene Corona sehr wohl kontrollieren kann.

Was soll denn die theoretische Simulation. Kalkuliert die auch Stimmungen ein und was passiert wenn tausende von ueberfuellten Krankenhaeusern abgewiesen werden, Aerzte und Pflegepersonal nicht mehr zum atmen kommen, tausende sterben ( auch die systemrelevanten) und sich noch mehr unsicher fuehlen. Welcher Politiker oder Epidemiologe moechte denn gerne Rede und Antwort stehen nach der Krise, wenn man nichts getan hat als 80 Millionen zu infizieren mit ca 3% Mortalitaet und der (simulierten) Hoffnung, dass alles nach 50 Millionen Infizierten beendet ist.

Es dauert wie lange es eben dauert. So ist das bei Krankheiten. Da geht nichts mit Simulation. Die Beispiele aus Asien zeigen allerdings, dass bereits ein Monat disziplinierte Massnahmen die Wende bringen.

Das Problem nach hinten verschieben

Genaus das ist doch das Ziel. Sicherlich wird es einen Impfstoff geben. Das dauert aber noch.
Daher müssen wir versuchen die Zahl der Erkrankten auf einem Niveau zu halten mit dem unser Gesundheitssystem umgehen kann.

Wenn wir dann einen Impfstoff in ausreichender Menge haben, ist alles gut. Die Impfgegner werden dann wieder Sturm laufen, aber die kann man ja ignorieren.

eine möglicherweis irreführende Grafik

Zwar glaube ich, sie richtig zu interpretieren aber sie könnte aus vielerlei Gründen (Zynismus, Dummheit oder auch Böswilligkeit) falsch gedeutet werden. Nämlich so, dass eine Erhöhung der Kapazität des Gesundheitswesens nichts bringen würde. Die braune Linie würde die Grenze trotzdem überschreiten, und die Patienten der blauen Linie könnten wir auch mit den jetzigen Mitteln schon vollständig versorgen. Beides ist aber nicht der Fall.
Und: die Dauernörgler "hätten wir mal damals schon, wie ich gleich gesagt habe ..." die natürlich nur auf die braune Kurve starren, könnten weitermachen wie bisher.
Mir missfällt ohnehin, dass die schwarze Linie (medizinische Kapazität) als Konstante dargestellt wird. Hier könnte man ruhig einen Knick nach oben einbauen, denn diese Kapazität ist kein Gesetz der Natur, sondern schlicht eines des Kapitalismus.

Verschiebung der Kurve

Wenn wir die Kurve abflachen und "nur" verschieben, geben wir ein sehr gutes Beispiel für andere Nationen - auch in Asien. Denn dann stehen wir die Krise vernünftig durch, halten die Intensivzahlen im Rahmen und warten bis der Impfstoff da ist. Und dann wird durchgeimpft. Fertig.

Finde den Fehler:

"Wenn wir nach ein paar Wochen zum normalen Leben zurückkehren, "

Wenn wr das so machen, haben wir in der Tat nichts gewonnen außer ein paar Wochen. Wir müssen jetzt den Ausbruch runterdrücken und dann durch ein dynamisches, zielgerichtetetes und lokales Einschränken an HAnd maximaler Infektionskontrolle die Arte unten halten. Diese Maßnahmen müssen aufrecht erhalten bleiben, bs ein Impfschutz verfügbar sein wird.

Diffus

Als Laie kann ich hier für mich herauslesen, dass es sich zwar schön liest, in Wellen, aber nach wie vor die gleiche Anzahl von Menschen sterben werden. Nur über einen längeren Zeitraum verteilt. Von Medikamenten hört man kaum mehr was, genauso weit entfernt, wie eine Impfung. Und wenn man die Szenarien betrachtet, läuft es darauf hinaus, dass bis es eine Impfung gibt, der Großteil keine mehr benötigen wird, der dann noch lebt.

Richtige Strategie

Die Strategie der Bundesregierung ist die vermutlich beste Krisenstrategue. Sie hilft uns weitgehend die Fehler zu vermeiden, die in den USA, den europäischen Staaten und in Asien gemacht wurden.

Herdenimmunitaet ist so ein Begriff

den man sich mal genauer ansehen muss.

Fuer gewoehnlich versteht man unter Herdenimmunitaet die kollektive Immunität gegen einen Krankheitserreger in einer Population, die sich durch Impfung ausgebildet hat oder durch eine Infektion erworben wird. Dabei geht man stillschweigen davon aus, dass die ueberwiegende Anzahl Einheiten in einer Population die Immunisierung ueberleben und nicht geschaedigt werden.

Deswegen ist man auch sehr pingelig mit der Zulassung von Impfstoffen.

Die Herdenimmunisierung als Feldversuch an einer Population Menschen mit massiven Todesfaellen und auch anderen Unwaegbarkeiten waere noch bis vor kurzem undenkbar gewesen. Man haette solche Gedanken als radikal eingestuft und verworfen.

Die Einschleppung der Pocken nach Nordamerika ist ein Beispiel einer Herdenimmunisierung, die vom ethischen Standpunkt aus abzulehnen ist.

60 Prozent infiziert

Ohne Impfung werden am Ende der Pandemie etwa 60 bis 70% der Menschen infiziert sein und etwa 1% gestorben. Egal ob das in China ist, in den USA oder bei uns. Wir brauchen die Streckung der Kurve und wir brauchen die Impfung.

Was mich stört

Und ganz sicher nicht zur Beruhigung der Bevölkerung beiträgt... Immer neue Virologen mit neuen Modellen und das auf Basis von wenig know how was aktuell über das Virus bekannt ist.
Des weiteren woher kommt die absolute Sicherheit, das die Menschen eine Immunität aufbauen können? Das Topargument aller die gegen die aktuellen Massnahmen diskutieren. Warum kann man dann nicht bei bereits Geheilten entsprechende Antikörper nachweisen oder worauf beruht die Heilung? Oder auch nur die vielen bekannten Infizierten mit leichten Verlauf. Kann man nicht einfach eine zentrale ,unabhängige Pressestelle einrichten , so das nicht jeden Tag neue theoretische Modelle verkündet werden welche unterm Strich mehr verunsichern als helfen

Frosthorn Zitat: ""Mir

Frosthorn Zitat:
""Mir missfällt ohnehin, dass die schwarze Linie (medizinische Kapazität) als Konstante dargestellt wird. Hier könnte man ruhig einen Knick nach oben einbauen, denn diese Kapazität ist kein Gesetz der Natur, sondern schlicht eines des Kapitalismus.""

Ihre schwarze "Linie" ist keine Linie, die Datenbasiert ist ,
sondern zeigt nur, dass beim Peak der blauen Kurve die derzeitige medizinische Kapazität ist.

Man hätte auch einen Pfeil oder Punkt dafür nehmen können.

Aber Diagramme lesen und besser noch verstehen zu können ist ......................

@13:30 von IBELIN: Herdenimmunisierung

"Die Einschleppung der Pocken nach Nordamerika ist ein Beispiel einer Herdenimmunisierung, die vom ethischen Standpunkt aus abzulehnen ist."

Das Ziel der Verbreitung der Pocken unter den Ureinwohnern Amerikas war es nicht, diese gegen Pocken zu immunisieren. Das Ziel war es die Ureinwohner auszurotten.

Kleiner Unterschied zum Ziel einer Herdenimmunität gegen Infektionskrankheiten wie Pocken, Masern, Grippe oder Corona.

Zeit die wir brauchen

Oder will dieser Experte Zustände wie in anderen, auch europäischen, Ländern?

Wenn man den Virus jetzt auf alle oder einen Großteil der Einwohner verbreitet wird das passieren. Krankenhäuser, die jetzt schon jenseits der Limits arbeiten, werden total überfordert sein und es wird jede Menge Tote geben.

Ist das wirklich der Wunsch dieses "Experten", die große natürliche Auslese?

@ 13:30 von IBELIN

„ Die Herdenimmunisierung als Feldversuch an einer Population Menschen mit massiven Todesfaellen und auch anderen Unwaegbarkeiten waere noch bis vor kurzem undenkbar gewesen. Man haette solche Gedanken als radikal eingestuft und verworfen.“

Und wieder kann ich ihnen nur zustimmen. Im Moment ist bei uns die Letalität leicht angestiegen auf 0,8. Allerdings befinden wir uns am Anfang der Epidemie und auch wir müssen uns laut RKI, Drosten u.W. auf eine Erhöhung der Letalität einstellen. In Italien leider deutlich höher. Es ist ein Dilemma. Eine Herdenimmunität ohne Impfung würde zig Todesopfer verursachen. Die Kurve bis womöglich Anfang nächsten Jahres unten zu halten ist wahnsinnig schwierig. Und psychisch ist die Situation extrem belastend, wenn man nur noch Hiobsbotschaften bekommt.

@ IBELIN

Welcher Politiker oder Epidemiologe moechte denn gerne Rede und Antwort stehen nach der Krise, wenn man ...

Es ist nicht die Aufgabe von Epidemologen, Rede und Antwort zu stehen, sie erklären nur die Fakten. Entscheidungen müssen Politiker treffen und sie erhalten im Vorhinein von uns ein demokratisches Mandat. Das gibt ihnen das Recht und die Pflicht zu entscheiden. Sie sind zwar zur Rechenschaft verpflichtet, können aber in keinem Fall persönlich haftbar gemacht werden.

@wusste-ich-nicht, 13:37

Aber Diagramme lesen und besser noch verstehen zu können ist ...

… nicht jedermanns Sache, wie Sie mir soeben bewiesen haben.

Wenn man sich die Grafik ansieht

und das Interview liesst, bekommt man den Eindruck, dass man es mit einem Biomathematiker zu tun hat. Es kommt keinerlei fachuebergreifendes Denken auf, was man im Krankheitsfall immer beruecksichtigen muss. Es geht schliesslich um Menschen.

Dadurch werden die Zahlen auch Schall und Rauch.

Diese Art von Epidemiologie ( ist eigentlich nur Statistik) kann man betreiben, wenn es um die Fallzahlen bei der Zulassung einer Impfstoffes geht oder um Kolonien auf einem Agar Agar oder andere tote Materie. Bei medizinischen Problemen muss man die Sache schon fachuebergreifender simulieren.

Es wird immer unwissenschaftlicher

"Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde." So Prof Wieler heute. Was ist das für ein wssenschaftlicher Anspruch. Der Paßt sich doch dem Niveau der Veterenärlabors an, sie köönten keine humanmedizinische Tests durchführen. (Warum darf dann aber ein Veterenär - Prof. Wieler - uns die Lage mit dem Humanvirus Corona darlegen?)
Genau so unwissenschaftlich die hier dargelegte Quote. Auf welchen Zahlen basiert dieser Wert, wenn nur nach Vorgaben getestet wird, und nach Angaben der Kliniken und Testzentren ca 80-90% der Testwilligen- und fähigen gar nicht getestet werden? Bei dieser Annahme wäre die Sterblichkeitsrate schon rein rechnerisch um eine Zehnerpotenz geringer. Das würde viel besser passen, wenn man internationale Vergleiche heranzieht. Hier keine hintergründige Absicht zu unterstellen, fällt einem immer schwerer. Zumal heute erst wieder aus der Charite: "hunderte Betten leerstehen".

@ Dr.Hans

Haben die umjubelten Krisenmanager der gegenwärtigen Regierung etwa etwas falsch gemacht? Hm? Könnte das sein?

Nein, Herr Dr., wir sind auf dem richtigen Weg.

Eine sehr einleuchtende Betrachtungsweise im Artikel

Vor allem die Aussage:
«Vermutlich brauchen wir nicht einen, sondern viele verschiedene Ansätze.»

Prinzipiell ist der Ausbreitungsweg in allen Ländern der gleiche Weg, der überall den gleichen Mechanismen unterliegt. Über weitere (x) Monate weltweit.

Letztlich ist sehr zu vermuten, dass es in den Ländern am besten (= am wenigsten bedrohlich) "funktionieren" wird. In denen es am meisten frühzeitig gelingt, eine geeignete Kombination an Ansätzen zu finden. Die Belastbarkeit des Gesundheitssystems mit dem Erreichen der "Herden-Immunität" am besten in Einklang bringt.

Verstehe nicht, warum man in EUR nicht Erfahrungen nutzt, die in SO-Asien sind. Spez. in S-KOR / JAP. Beides demokratische Industriestaaten mit 50 / 128 Mio. Einw. Mit städtischen Ballungsräumen einer Größe + Bevölkerungsdichte, die in EUR nirgendwo ist.

Gezielter Schutz "Risikogruppen" + kollektives Tragen vom Masken i.d. Öffentlichkeit. U.a. …

Jeweils bisher (weil frühzeitig) ohne generelle Ausgangsbeschränkungen.

Stoppen, nicht strecken

der Corona-Infektion muss das Ziel sein. Asiatische Staaten haben vorgemacht, dass das geht.

Wir müssen solange Social Distancing machen, bis die Zahl der Infizierten so klein ist, dass die Gesundheitsbehörden mit dem Testen und Isolieren schneller sind als die Ansteckung. Wenn das nicht hilft, muss man auch alle nicht-systemrelevante Arbeit verbieten, damit alle zu Hause bleiben.

Sonst ist die hohe Zahl an Todesopfern nicht zu vermeiden.

@Richtige Strategie 13:25 von danke Wuhan

" die Fehler zu vermeiden, die in den USA,
den europäischen Staaten und in Asien gemacht wurden."

Im Prinzip ja, würde Radio Eriwan sagen.
Das muss man leider nur öfter wiederholen,
angesichts der bewussten Fehlinformation mancher Kommentatoren.
Vielleicht auch wissenschaftlicher Unverstand mag da eine Rolle spielen.

Ich möchte hier meine alte, dritte Vorhersage präzisieren
- die zu den USA und Grossbritannien sind ja bereits Fakt.
Die Differenz der vergleichbaren Staaten Florida und Kalifornien
(Laissez-faire gegen gezielte Einschränkungen)
Man sehe:
https://healthweather.us/
Deutlicher geht es nicht.

Die Mathematik ist schon richtig

Aber: Sind Infizierte nach erfolgreicher Immunabwehr auch tatsächlich immun gegen eine weitere Infektion? Und für wie lange?

Das ist die große Frage, die man noch nicht beantworten kann. Wenn es so ist, ist die Strategie einigermaßen sinnvoll. Ein Ende der Epidemie durch die Kontaktsperren wird es wohl nicht geben, es wird immer noch einzelne Infizierte geben, mit denen nach Aufhebung der Sperren alles von vorne los geht. Und eine komplette Isolierung aller Infizierten ist nicht möglich, weil es so viele leichte und unauffällige Verläufe gibt.

Wenn es aber stimmt, dass wir sowieso 70% oder mehr Infektionsquote bekommen werden, heißt das auch, dass noch ziemlich viele an Corona sterben werden. Hier, und vor allem aber in Ländern mit schlechterer medizinischer Versorgung. Einerseits müssen wir uns Gedanken machen, unter welchen Voraussetzungen Oma bessere Chancen hat, das zu überleben - aber andererseits müssen wir in den entwickelten Ländern uns Gedanken machen, wie wir helfen können!

@ Bernd69

Warum darf dann aber ein Veterenär - Prof. Wieler - uns die Lage mit dem Humanvirus Corona darlegen?

Prof. Wieler ist ein international anerkannter Epidemiologe, ihn anzugreifen ist unsachlich und unfair. Er erläutert nur die Tatsachen und sollte nicht die Projektionsfläche für unsere eventuell negativen Gefühle abgeben. Außerdem, Coronaviren kommen bei Menschen und Tieren gleichermaßen vor. Das gilt für MERS, SARS-1 und 2 und die verschiedenen Influenza-Stämme.

13:25 von Minka04 ...die gleiche Anzahl von Menschen sterben

eine seltsame Form der Fehlinterpretation ist das, wozu soll sie gut sein?
Es gehört nicht viel Einsicht dazu, sich vorzustellen, dass für Menschen, die im Krankenhaus sind und mit Medikamenten und Medizintechnik versorgt werden, die Sterblichkeit geringer ausfällt als sie es gegenwärtig in den Ländern mit überlastetem Versorgungssystem gerade ist. Darum sollte es bei der ganze Sache doch gehen - das hilft sicher nicht allen, aber vielleicht vielen und das ist doch durchaus positiv.
Also immer schön weiter vereinzeln, sofern man nicht systemrelevant beschäftigt ist.

natürlich wollen wir nach hinten verschieben

Und dadurch eben doch das Problem lösen.Wir tricksen das Virus einfach aus.Mit einem Impfstoff den wir viel schneller zur Verfügung hätten würde der Staat die Haftung dafür übernehmen..

Bis dahin schieben wir so weit wir können um Menschenleben zu retten.

Toll finde ich diese Initiative denn sie kann beim Schieben gewaltig helfen.Vorausgesetzt sie wird gefördert.Entscheident ist die produzierte Stückzahl:

"Der Unterwäschehersteller Triumph kooperiert mit dem Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle, der in der Lage ist, ein Filtergewebe zu liefern, das Viren abfängt und sogar in Atemschutzmasken nach FFP-3-Standard eingesetzt werden kann."

Guter Artikel

Herr Eichner beleuchtet genau das Richtige. Bravo. Es ist extrem schwierig, welcher Schritt hier nun der Richtige ist. Am Schluss werden aber wieder diejenigen übrigbleiben, die sagen: "Es war falsch oder ich habs ja gleich gewusst". Solange es keinen Impfstoff gibt und der Virus aktiv ist, kann man sich eben anstecken, solange man selber nicht immun ist bzw. sich nicht konsequent schützt. So einfach ist das. Erst wenn die meisten der Bevölkerung infiziert wurden oder es einen Impfstoff gibt, kann man davon ausgehen, dass das Risiko sinkt. Die Grafik sagt jedenfalls alles aus und ist zudem klar und deutlich lesbar.

Viel mehr noch

13:18 von frosthorn
"eine möglicherweis irreführende Grafik"
ist man doch bereits jetzt, nach offiziellen Angaben bei über 50.000 Intensivpflegebetten. Das würde ja erfordern, daß fast alle Infizierten Notfälle würden. Gleichzeitig aber, so Angaben von Kliniken, hat man durch die Absage von (nicht notwendigen?) OP's einen Leerstand von fast 50% Betten im Normalbereich der Kliniken erreicht. Irgendwann werden wir auf dem Stand sein, das die Todesrate unter den NICHTBEHANDELTEN höher sein wird als durch Corona. Sogar wenn man die Letalität nach RKI annimmt. Gibt es dann den großen Aufschrei? Oder doch mehr das große Schweigen. Nicht nur, daß solche Lesermeinungen regelmäßig "rot" werden. Selbst Mediziner und Patientenvertreter, die davor warnen, finden medial wenig bis gar keinen Raum. Geht der Wirtschaft ähnlich. Corona heben wir "im Griff", dafür ist der Mittelstand ausgestorben und Tausende WEGEN Corona, nicht AN Corona (so die Kritiker unter den Medizinern) gestorben.

Infiziertenzahlen sind wertlos

Was sollen bitte diese Infiziertenzahlen, die täglich wie nach einer Lottoziehung verkündet und als ganz wichtig ausgegeben werden?

Selbst das Robert-Koch-Institut empfiehlt doch jetzt, nur noch Menschen zu testen, die Symptome zeigen. Alle anderen, die infiziert sein könnten, sollten einfach zu Hause bleiben. Wir wissen also nicht, wieviele Menschen infiziert sind und werden es nie wissen.

Entsprechend wertlos sind alle Berechnungen von Todesraten usw.

Warum werden die Infiziertenzahlen dennoch weiter verbreitet? Aussagekräftig wären allein die Zahlen von Infizierten, die ins Krankenhaus mussten oder gestorben sind.

Ohne Aufklärung zur Höhe...

... der Dunkelziffer sind alle Berechnungen absolut reine Spekulation und fahrlässig!!!

Erst wenn man wirklich weiß wie hoch die Bevölkerung wirklich "durchseucht" ist, kann man Berechnungen anstellen...
Eine Möglichkeit ist es in verschiedenen Regionen des Landes Stadtteile oder Orte komplett flächendeckend Antikörpertests durchzuführen. Anhand der Zahlen kann man extrapolieren...
Vorher darüber Aussagen zu machen sind m.E. unrealistisch und macht höchstens unnötig Angst!

danke Wuhan wenn man so ein

danke Wuhan
wenn man so ein Experte wie Sie ist , dann weiß man natürlich auch und dies schon bevor eine Krise zu Ende ist , wer da die beste Strategie gefahren hat. Da ich nicht solch ein Expertenwissen wie Sie habe , deshalb warte ich erst einmal ab , bis diese Krise vorbei ist und dann denke ich mal darüber nach , welche Strategie wohl die Beste war , um diese Krise zu meistern. Ihr Experten -Wissen verblüfft mich immer wieder auf's Neue.

Falsche Denkansätze

Ich werde nicht müde zu betonen, dass die „Abflachungsstrategie“ auf der Annahme fußt, das bald ein Impfstoff verfügbar ist.

Bundesbildungsministerin Karliczek hatte schon im Januar (genaues Datum weiß ich nicht mehr) vollmundig einen Impfstoff in „den nächsten Wochen“ versprochen, spätestens bis zum Frühsommer. Ich fand das damals schon völlig vermessen.

Wenn die Bundesregierung ihre bisherige Strategie auf derartige überoptimistische Annahmen basiert hat, sollte man m.E. schleunigst über einen Strategiewechsel nachdenken !

Wirklich enttäuscht bin ich auch von den sogenannten „Wirtschaftsweisen“, die analog Altmaier ein V-Szenario mit rascher Erholung und einen vergleichsweise milden Abschwung mit maximal 5% Schrumpfung des GNP vorhersagen (bis auf ifo Institut, die sind da vorsichtiger !). Das basiert nur dummerweise auf mehr als wackeligen Annahmen. Es gibt immer noch zuviele Entscheider in Wirtschaft und Politik, die die Implikationen dieser Krise nicht durchdrungen haben!

13:23 von asimo

@asimo

Zitat:"Wenn wir das so machen, haben wir in der Tat nichts gewonnen außer ein paar Wochen. Wir müssen jetzt den Ausbruch runterdrücken und dann durch ein dynamisches, zielgerichtetetes und lokales Einschränken an HAnd maximaler Infektionskontrolle die Arte unten halten. Diese Maßnahmen müssen aufrecht erhalten bleiben, bs ein Impfschutz verfügbar sein wird."

Ein Kontrollierter Ausbruch, ist denke ich nicht möglich. Die Aktuellen Maßnahmen können nicht ewig aufrechterhalten werden, weil die Maßnahmen zu teuer sein werden.

D.h. es würde darauf hinauslaufen, dass wir aufgrund von Firmenpleiten in der Steinzeit landen. Oder die Bevölkerung muss da durch und jeder für sich muss versuchen diese Pandemie zu überstehen.

Ich frage mich wie China das Problem scheinbar gelöst hat, oder ob China erkannt hat, dass mit Ausgangssperren die Wirtschaft kaputt geht, oder weite Bevölkerungsanteile nicht mehr versorgt werden können? D.h. mit den notwendigen Maßnahmen würden die Leute verhungern

Warmes Klima ist schlecht für das Virus

Ein wärmeres Klima beeinflusst das Virus und es wirkt sich auf sein Verhalten aus, sagte ein Spitzenpathologe.

"In kalten Umgebungen überlebt das Virus länger als in warmen", sagte der Pathologieprofessor der Universität Hongkong, John Nicholls, exklusiv gegenüber AccuWeather.

Nicholls und Kollegen von einem Team der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou, China, hatten eine Studie erstellt, die im Febr. veröffentlicht und noch nicht begutachtet wurde, in der die Auswirkungen von Hitze man feststellte. Ihre Forschung basiert auf einer der weltweit ersten im Labor gezüchteten Kopien von SARS-CoV-2.

"Die Temperatur könnte die Übertragung von COVID-19 signifikant verändern", stellen die Autoren in der Studie fest.

Sie wiesen auch darauf hin, dass das "Virus sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagiert".

Dr. Joseph Fair, ein Virologe, Epidemiologe vermutete, dass Sonnenschein ein entscheidender Faktor für die Unterdrückung des Virus ist.

Das könnte für Greta und seine Fans......

Sozialer Sprengstoff

Herr Eichner analysiert kühl und vernünftig aber eben als Virologe, allerdings übersieht er den sozialen Sprengstoff, den seine Einschätzung enthält. Denn die Kur, die er hier implizit vorstellt, wird daraufhinaus laufen, dass ein paar Reiche mit Masken ausgestattet auf den Impstoff oder der Imunisierung der Gesellachaft warten, während andere sich gefällig anzustecken haben, um die 70% zu erreichen.

sie lösen das Problem nicht

Also, ich finde den Artikel gut.
Dass wir die Ausbreitung den Virus im Moment nur in die Länge ziehen, um das Gesundheitssystem zu entlasten, wusste ich schon. Aber dass wir eine 2/3-Immunität in der Gesellschaft brauchen, um das Problem langfristig in den Griff zu bekommen, darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Danke dafür. Die Erklärung ist nachvollziehbar.
Dann stellt sich jetzt die Frage: Wie wäre es mit einer kontrollierten, freiwilligen Ansteckung? Mit anderen Worten, wenn diejenigen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sich kontrolliert freiwillig anstecken dürften, dann 14 Tage in Quarantäne gehen (ist ja im Moment eh gefühlt schon so), dann, sofern sie erkranken, gut behandelt werden und dann die Immunität in der Bevölkerung verbessern, dann könnte man den Verlauf der Immunisierung der Bevölkerung beeinflussen. Ich würde es für mich auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Und ich denke, viele andere auch.

„All diese angesprochenen Szenarien wären sicher gesellschaftlich extrem belastend. Viel wichtiger wird es deshalb sein, die Erkrankung von denjenigen fernzuhalten, die ein großes Risiko für Komplikationen haben (…)
>>> Da braucht es jetzt kreative Lösungen"

Und die sind mit „vorgegebenen“ festen Ablaufregeln und „prinzipiellen“ Ausschlüssen" unvereinbar.

"Wir brauchen viele verschiedene Ansätze"
tagesschau.de: Welche könnten das sei?
Eichner: Vermutlich brauchen wir nicht einen, sondern viele verschiedene Ansätze. Gesichtsmasken für alle beispielsweise oder spezielle Schutzkleidung für Ältere (...)
Oder: Durch Antikörpertests, die bald zur Verfügung stehen werden, diejenigen zu finden, die bereits immun sind, und die deswegen in Alten- und Pflegeheimen gefahrlos eingesetzt werden können“

Jeder dieser Ansätze sollte ausprobiert und dann entsprechend der dadurch gesammelten Erfahrungswerte "bewertet" werden. So lange, bis es einen Impfstoff gibt (hoffentlich so schnell wie möglich).

Ratio kehrt zurück -- warum jetzt erst?

Endlich einem ein Beitrag über jemanden der das Problem verstanden hat. Leute die Simulationsrechnungen machen -- man muss dafür kein Epidemologe sein, man muss sich nur mit mathematischer Modellierung und Wahrscheinlichkeitstheorie auskennen -- wissen das alles schon seit zwei Wochen. Warum kommt jetzt erst ein vernünftiger Mensch zu Wort?

Was leider nicht diskutiert wird ist die offensichtliche Lösung: Den Virus in der Nichtrisikogruppe laufen lassen damit Herdenimmunität so schnell wie möglich erreicht wird, die Risikogruppen aber verstärkt schützen, z.B. durch Atemmasken, (freiwillige) Kontaktkontrolle, etc., damit die ernsten Krankheitsfälle vom Gesundheitssystem getragen werden können. Einfach nur laufen lassen geht nicht, wir riskieren dann bis zu einer viertel Million Tote.

"...verschiebt die Kurve nur" - wichtiger Hinweis

Ein nicht unberechtigter Einwand. Der wiederum wird hier ebenfalls berechtigterweise als bekannter Zweck der Kontaktverbote verstanden.
Ob man die Schulen vielleicht hätte geöffnet lassen sollen, damit die Verbreitung über die am wenigsten gefährdete Gruppe hätte statt finden können oder ob dann die Immunisierung vielleicht nicht dauerhaft genug gewesen wäre oder ob man der Vorhersage, der Virus wird uns viel länger begleiten als, ein Lockdown/Ausgangssperre/Fummelverbot überhaupt finanzierbar ist, stärker Beachtung hätte schenken müssen, oder ob ....
Es gibt keine populäre für alle verträgliche Entscheidung. Jetzt würde ich gerne die Erfolge der Maßnahme, die ich so nicht in diesem Umfang unterstützt hätte, abwarten, weil ein Herumgeeiere sicher noch weniger bringt. Wenn das alles vorbei ist, und wirklich erst dann, schaue ich mal, ob man hinterher wiedermal schlauer ist.
Trotzdem denke ich immer noch: Angst ist kein guter Berater!

@ Schweizer Tor

Ein Berliner Hersteller verkauft die Tests für 2,50€ und hält einen Preis für einen Test von 10 € für angemessen

Das ist kein PCR-Test. Nur PCR-Teste können die Infektion in der Phase nachweisen, in der die Patienten noch infektiös sind. PCR-Teste benötigen Labortechnik. Schnelltests auf Antikörper gibt es im Moment noch keine wirklich zuverlässigen und sie nutzen auch nur etwas, um im Nachhinein zu sehen, dass man immunisiert ist. Sie jetzt zu kaufen wäre Quatsch.

@Dr. Hans 13:40

Das Thema Rezession spricht er meines Erachtens schon an. Ich halte die Aussagen prinzipiell auch für plausibel. Nur frage ich mich, weshalb die Bevölkerung die ganze Zeit für so unmündig und dumm gehalten wird, dass man glaubt, sie nur per immer abstrusere Regelungen vor sich selbst schützen zu müssen.
Die sollen es den Leuten plausibel und vollständig erklären und die besagten Wellen schnellstens in Bewegung bringen, so dass die Wirtschaft mal wieder nen Zug Luft holen kann. Der Artikel ist ein guter Anfang.

13:25, Minka04

>>Als Laie kann ich hier für mich herauslesen, dass es sich zwar schön liest, in Wellen, aber nach wie vor die gleiche Anzahl von Menschen sterben werden. Nur über einen längeren Zeitraum verteilt.<<

Nein.

Die Zahl der Infektionen wird über einen längeren Zeitraum verteilt, wodurch die schwer Erkrankten besser behandelt werden können, da das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Bessere Behandlung erhöht die Überlebenschance der schweren Fälle.

>>Von Medikamenten hört man kaum mehr was, genauso weit entfernt, wie eine Impfung. Und wenn man die Szenarien betrachtet, läuft es darauf hinaus, dass bis es eine Impfung gibt, der Großteil keine mehr benötigen wird, der dann noch lebt.<<

Es wird eher Medikamente als einen Impfstoff geben. Und es werden am Ende der Epidemie sehr, sehr viele Menschen noch leben, darunter mit größter Wahrscheinlichkeit auch Sie.

nennenswerte Immunität in der Bevölkerung

Herr Eicher macht einen Denkfehler, er schließt von den diagnostizierten Infektionsfälle auf die Durchseuchung der Bevölkerung. Viele Infizierte haben wahrscheinlich geringe Symptome und werden nicht getestet. Wir haben erst seit einer Woche belastbare Antikörperteste in den Laboren, und daher viel zu wenig Testungen auf die Immunität. Bei der heutigen Äußerung von Herrn Eicher über die Epidemiologe ist mir zu viel Spekulation dabei. Die Diskussion wird hier ohne gute Grundlagen zu früh losgetreten. Ich vermisse die "evidence based Medicine".

14:01 von morgentau19

Zitat:"Sie wiesen auch darauf hin, dass das "Virus sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagiert".
Dr. Joseph Fair, ein Virologe, Epidemiologe vermutete, dass Sonnenschein ein entscheidender Faktor für die Unterdrückung des Virus ist.
Das könnte für Greta und seine Fans......"
Wie hoch müsste die Temperatur sein? 20, 30,40,50 Grad C ? Warum breitet sich das Virus auch in Afrika und der Südhalbkugel aus, wo gerade hohe Temperaturen herrschen? Und was haben Greta und IHRE "Fans" damit zu tun?

stoppen, nicht strecken

soweit möglich
1000 pts
ALLES runterfahren für 3 wochen was irgendwie geht, "winterschlaf"(zeitkonten!).
reset sozusagen.
andere die paar tage vorsprung in der entwicklung haben machen es notgedrungen vor. an sich zu spät, last option. wir? statt vorsprung zu nutzen und es auch zu machen, warten wir bis zum gleichen zeitpunkt der entwicklung.
verschlafen.hinterherhinken.
viel hilft viel! nicht kleckern, klotzen!
stattdessen hört man alle 5 minuten "wirtschaft" (ua vw will wieder anfahren etc...AUA!...braucht JETZT keine sau den kram!)
die einzige wirtschaft die wir bis jetzt am leben halten ist das bestattungsgewerbe!
berechnung todesrate hakt auch. nicht aktuell tote durch aktuelle positive teilen, sondern die aktuell toten durch die positiven ca 13 tage davor!(meine was gelesen zu haben durchschnittliche dauer wäre sowas die art). dann sieht die welt nämlich ganz anders aus!

meine bekannten in asien(chn,j) kriegen die krise wenn sie hören was hier abgeht, halten uns für bescheuert

Bernd 39

at man durch die Absage von (nicht notwendigen?) OP's einen Leerstand von fast 50% Betten im Normalbereich der Kliniken erreicht. Irgendwann werden wir auf dem Stand sein, das die Todesrate unter den NICHTBEHANDELTEN höher sein wird als durch Corona. Sogar wenn man die Letalität nach RKI annimmt. "
So ist es! Meine Tochter ist Krankenpflegerin in der Kardiologie. Dort ist aktuell Ruhe, weil man quasi auf Coronafälle wartet und Herz-OP's Bypass-OP usw. wurden verschoben. Das sind aber notwendige, lebensrettende OP. Da werden Patienten nicht an, sondern wegen Corona sterben. Wir werden aber nie erfahren wie viele.

13:45 von Bernd39 "es wird immer unwissenschaftlicher"

Hallo Bernd, es ist zur Zeit folgendermaßen: Jemand hatte Kontakt, hat Symptome, oder ist besonders wichtig. Dann wird er auf den Virus getestet. Wenn nicht, nicht.

Das bedeutet, die Stichprobe ist nicht statistisch unabhängig. Man kann keine Aussage darüber treffen, wie hoch der Anteil der Todesfälle ist, weil man nicht weiss wieviele krank sind. Für Jemanden ohne entprechende Bildung vielleicht nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Aber dann sollte man auch nicht mit Urteilen wie "unwissenschaftlich" um sich werfen.

@ cari

Dann stellt sich jetzt die Frage: Wie wäre es mit einer kontrollierten, freiwilligen Ansteckung?

Ich halte das für ethisch nicht verantwortbar, da eine unbekannte Zahl von Patienten sterben wird und bei vielen Überlebenden das Lungengewebe geschädigt sein wird.

Die Ansteckung sollte möglichst effektiv unterbunden werden (Tests und Isolation) und dann kommt irgendwann der Impfstoff und wir machen damit die Herdenimmunität.

Ahnungslos

Für mich zeigt die Aussage von Dr. Eichner, dass die Virologen und Epidemologen immer noch nicht wissen, wie man COVID-19 begegnen kann. Sie sind genau so ahnungslos, wie die Politiker. Dies soll KEIN Vorwurf sein, aber ist als Fakt aus allen Meldungen heraus zu lesen.
Außer Abstand halten zu anderen Personen, obwohl durch eine vorhergehenden Person auch schon Schwebeteilchen in der Luft verteil werden können, sind die bis jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen (z. B. einfacher Mundschutz) nur Placebo, die, die Angst im Volk weiter schüren soll. Nur so kann es weiterhin zum einschränkenden Verhalten gezwungen werden.
Ob, sollte Ende des Jahres ein Impfstoff vorhanden sein, eine Massenzwangsimpfung Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln. Jeden gegen alles Zwangsimpfen schädigt nur das körpereigene Immunsystem. Und ich erinnere an Tamiflu, dass schnellgemischte Wundermittel gegen die Schweinegrippe, dass sich nach Tests als harmloses Wässerchen erwiesen hat.

Infiziertenzahlen sind wertlos

[13:57 von denniskiel]
Sie haben das wunderbar formuliert. Und genau so ist es.

Die Zahlen haben nur einen Sinn: Da sie weiter ansteigen, könnten sie selbst den stursten Dauerkritikern der momentanen Maßnahmen als Warnsignal dienen. Das war es aber auch.

Alle diese Statistiken sind letzten Endes Mumpitz, schon weil die Infektion von Hotspots ausgeht und nicht gleichmäßig auf die Bevölkerungsfläche verteilt ist. In einem Wohn- und Geschäftsviertel sind 10000 Menschen sicher mehr gefährdet als 10000 Menschen in einer ländlichen Umgebung. Nur als Beispiel. Es gibt zig Unwägbarkeiten (Freiheitsgrade) für derartige Zahlenspiele.

Im Prinzip heisst das

warten, bis es einen selbst erwischt, und hoffen, dass es gut geht. Eigentlich nicht anders wie bei einer Grippe auch.

Nur dass man die Grippe kennt und das Gefühl hat, dass die Ärzte einem helfen können. Als Risikopatient hat man die Möglichkeit, sich dagegen impfen zu lassen.

Konsequenz: Risikopatienten bleiben zu Hause, oder tragen Mundschutz (der hilft schon; egal was die sagen, die keine besorgen können); und warten bis es einen Impfstoff gibt.

Man kann die Menschen nicht ein halbes Jahr einsperren. Nicht nur wegen der Wirtschaft, auch wegen der sozialen Beziehungen.

DIVI

Schaut euch mal die Auslastungsliste der deutschen Krankenhäuser an:
https://www.divi.de/register/intensivregister
Die meisten Krankenhäuser haben noch freie Plätze, d.h. da ist nicht viel los. Die Berichterstattung ist total übertrieben.

Noch eine Grafik

Die Logik ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Zwischen den Zeilen steht,so finde ich,
daß man wirtschaftlich betrachtet besser dran wäre, wenn sich doch möglichst schnell möglichst viele infizieren, damit es möglichst kurzfristig so weitergeht, wie vor der Krise. Es keimt das Gefühl auf, daß man davon ausgeht alle Infektionen würden symptomlos bis leicht verlaufen. Erkältet,Schnupfen-fertig und dann immun. Das dabei die schweren bis tödlichen Verläufe statistisch kleingerechnet werden, find ich aus Sicht derer, die es bei diesem Feldversuch richtig übel erwischen wird, äußerst unmoralisch. Ich LEBE lieber in einem Land mit vorübergehend zerstörter Wirtschaft als dauerhaft in einem Erdmöbel.

Die Politik zeigt keine Perspektive auf

Meinen Sie jetzt die Todesopfer durch wochenlanges untätiges Herumsitzen, häusliche Gewalt, Depressionen, Angstzuständen, Arbeits- und Wohnungslosigkeit, soziale Verelendung, Vereinsamung und andere Folgen einer Politik, von der unsere grandiosen Regierungen sich nicht einmal dazu bequemen, wann die segensreichen "drastischen Maßnahmen" abgeschwächt werden könnten, um den Menschen irgendeine Perspektive und auch etwas Planungssicherheit zu bieten?

Womit natürlich nicht ein festes Datum gemeint ist, sondern eine Ankündigung der Art: Wenn diese oder jene Zahl nur noch so oder so steigt, können wir diese oder jene Beschränkung lockern.

Oder glaubt irgendjemand im Ernst, unsere Gesellschaft hält diesen Ausnahmezustand bis Sommer 2021 durch? (Bis dahin müssen dann ja wohl nach Meinung der Experten auch alle Schulen geschlossen bleiben.)

13:44 von Minka04

Lieber Nutzer Minka04,

ich erlebe Ihre Nachrichten sehr oft als Schwarzmalerei. Viele werden sterben, oder die Wirtschaft geht kaputt.
Bitte schauen Sie nach China, es geht und bitte hören Sie auf alles immer negativ zu sehen. Ja es ist schwer, ja es kostet, ja es sterben Menschen, aber wir können das schaffen, nur mit Ihrer Einstellung schaffen wir das nicht denke ich.
Die Kurve soll abgeflacht werden, damit immer genug Betten da sind, auch für Intensivpatienten, bisher klappt das.
Also staypositive!

auch wenn ich mich wiederhole

Erst in 2 Jahren kann man anhand überschiessenden Sterblichkeit beurteilen, wie gefährlich, die neue corona-Virus-Gruppe wirklich war oder dann noch ist.

Aber wir leben in postfaktischen Zeiten!

d.h. lohnensenwerte zukunfstfeste Berufe erfordern nach dem Medizinstudium den Fachbereich Epidemiologie (super keinen Patientenkontakt) oder am besten gleich Expertologie studieren (so wie Cousin H. Manson)
Vielleicht hätten wir dann noch mehr Antworten und es wäre evtl doch mal die entscheidende Zahl dabei: Durchseuchungsrate prozentual &absolut tagesaktuell.

PS: warum verbietet BM Spahn nicht einfach dem RKI die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infizierten täglich zu veröffentlichen und weist stattdessen das RKI an nur noch die Zahl der täglich nachgewiesen Infizierten, - die dann stationaer behandelten, -die dann aktuell beatmet auf der ITS liegenden.
Bitte auch immer nur die die nicht auch sondern nur aufgrund der Infektion dort liegen.
Alles andere ist ....

13:32 von danke Wuhan

@ danke Wuhan

Zitat:"60 Prozent infiziert
Ohne Impfung werden am Ende der Pandemie etwa 60 bis 70% der Menschen infiziert sein und etwa 1% gestorben. Egal ob das in China ist, in den USA oder bei uns. Wir brauchen die Streckung der Kurve und wir brauchen die Impfung."

Ja ohne Impfung und Maßnahmen werden sich vermutlich mehr als 70% Infizieren, von denen ca. 1-2% sterben werden.
Mit Maßnahmen werden vermutlich 30% ihre Arbeit verlieren und die verbleibenden 70% müssen dies Abfangen. Die Wirtschaft würde vermutlich auf Jahrzehnte damit zu kämpfen haben. Armut wird sich breit machen.

So wie ich die Aussage des Titels verstanden habe müssen alle Infiziert sein und entweder gesunden oder sterben. Eine Impfung ist in absehbarer Zeit wohl nicht in Sicht und die Maßnahmen der Kontrolle zu teuer.

Düstere Zeiten. Aber 2% Sterblichkeit sind eben kein Vergleich fürs Mittelalter zu Pestzeiten. Es gefällt mir nicht, dass es klüger sein könnte, dass zum wohle der Gemeinschaft 2% Sterben.

immunität

wer sagt denn, das es eine immunität nach überstandener infektion gibt? und wie lange?
erstmal den beweis erbringen, dann kann man über sowas nachdenken!

solange das nicht fakt ist sollte man solche optionen mit herdenimmunität ganz tief im schrank verstecken!

bisher zeigt sich nämlich, das folgeschäden in der lunge zu bleiben scheineen, ne zweite runde läuft dann sicherlich nicht mehr glimpflich ab.

und es soll durchaus leute gegeben haben, die 2x infiziert waren...leider nicht verifizierbar, da man den chinesen nicht traut. evtl auch nicht auskuriert?

ergo:
ohne sicher funktionierenden antikörpertest finger weg von immunitätstheorien!

auf nummer sicher gehen, auch wenns hart ist

Täuschung

Hallo Zusammen,
ich denke es wäre mal an der Zeit seriöse Statistiken als Grundlage zu nutzen um Entscheidungen zu treffen, und zwar Statistiken die die Grippewelle aktuell mit den Vorjahren vergleicht (siehe Grippewelle 2018 über 25000 Tote alleine in Deutschland, dieses Jahr bisher ca. 150 !! Dies trifft in ähnlichem Verhältnis übrigens für fast alle Länder zu ). Alle Maßnahmen sind völlig überzogen bzw. man benutzt diese Grippewelle und die damit verbundene Panik die man unter den Menschen verbreitet um den wahren Grund, und zwar eine sich im Gange befindliche weltweite riesige Finanz-und Wirtschaftskrise zu vertuschen bzw. sich selbst die Freiheiten zu schaffen um diese zu nutzen. Plötzlich kann man ohne Limit Geld drucken, Grundrechte abschaffen, Neuverschuldung über Nacht null Problem, bankrotte Staaten sanieren sich, marode Großkonzerne werden saniert, wieder andere Staaten kurbeln mit neu gedrucktem Geld endlich wieder die Wirtschaft an usw. Es ist Zeit die Wahrheit zu sagen!

@ 13:36 von Magic.fire

An dem Artikel ist nichts neues. Es gibt nur zwei unterschiedliche Perspektiven: Was können wir in den nächsten Wochen machen und was können wir langfristig (Monate, 1-2 Jahre) machen. Der Artikel hier beschreibt die langfristige Perspektive. Das RKI beschreibt, was man tun muss, um erst einmal in diesen Wochen das exponentielle Wachstum zu stoppen, bevor unser Gesundheitssystem zusammenbricht. Aber auch das RKI hat immer wieder betont, dass das Problem danach nicht ausgestanden ist, sondern immer wieder Wellen der Pandemie uns in den nächsten Monaten betreffen werden. Wir müssen dort die Maßnahmen zuerst abschwächen, wo es für die Funktionstüchtigkeit unserer Versorgung wichtig ist, wo sonst irreparabler Schaden durch Verlust von Unternehmensressourcen entsteht, die für die Versorgung benötigt werden. Es geht nicht mehr um Bildung, Kultur und Sport, sondern darum, ob wir in einem Jahr noch Strom, Wasser und was zu essen haben.

13:44 von Minka04

«Eine Herdenimmunität ohne Impfung würde zig Todesopfer verursachen.»

Wenn man Corona-Problematik unter dem Gesichtspunkt "Herdenimmunität" betrachtet, sind vorab einige Gegebenheiten zu berücksichtigen. Sind in div. Ländern verschiedene. Nicht einbezogen werden dürfen in die Betrachtung "Risikogruppen". Diese sind von Ansteckung so konsequent wie irgend möglich abzuschirmen (!).

Einige Zahlen zu dieser Grundlage:

Ø Alter Bevölkerung (Welt):
1 JAP 48,4
2 ITA 47,3
5 DEU 45,7

% Bevölkerung älter 65 J.:
2 JAP 28,4
3 DEU 22,4
4 ITA 21,7

In JAP sind seit dem 16.01. landesweit 56 Tote.

In ITA ist die Zahl Toter "in Alten-Einrichtungen" gravierend hoch.
Auch in DEU vernahm man über die vielen Toten in Wolfsburg.

In JAP ist seit dem 28.02. Besuchsverbot in Alten-Einrichtungen. Nur Menschen, die erwiesenermaßen Corona hatten + wieder genesen sind, dürfen besuchen kommen. Sind noch sehr wenige.

Insel Hokkaido ist seit dem 28.02. "abgeschlossen".
Weil protentuell höchste Corona-Quote.

@ Lucinda_in_tenebris

Herr Eichner analysiert kühl und vernünftig aber eben als Virologe, allerdings übersieht er den sozialen Sprengstoff, den seine Einschätzung enthält.

Das kann man so nicht sagen. Als Epidemiologe gibt er die Fakten wieder, sonst nichts. Und das macht er fachlich sicherlich richtig. Es ist nicht seine Aufgabe, Sprengstoff zu sehen oder zu übersehen.

Der arrogante Affe "Homo sapiens"-ziemlich ratlos guckt er drein

Es ist so wichtig, dass die besten Expert(innen) zu Wort kommen, die wir haben. Auf einen Impfstoff oder wirklich wirksame antivirale Medikamente zu hoffen, mag trösten, ist aber mittelfristig eher unrealistisch. Und ja, wir müssen alle Szenarien vorstellbar machen, gemeinsam demokratisch diskutieren und dann Kompromisse finden, gemeinsam durchführen und aushalten. Aushalten bedeutet eben leider auch Tote und schwer Geschädigte.

Bei allen Tönen und Argumenten und Manövern,ein Gedanke schleicht sich bei mir vom Hinterkopf in den Vordergrund als Kommentar:

Der arrogante Affe "Homo sapiens"-ziemlich ratlos guckt er drein, weltweit.

Es geht nicht um Schuld, das überlasse ich lieber z.B. der Katholischen "Kirche".Aber wenn ich mir unser Leben, vor diesem Corona-Virus als VideoClip mit weltweiten Szenen, schnell geschnitten visualisiere-da schleicht sich dann doch der Gedanke in den Vordergrund:

Wieso haben wir gedacht, dass wir der Natur überlegen sind? WARUM?

Warum China

Warum sehen die Zahlen in China so "gut" aus? Stimmen die Zahlen? Oder haben die Chinesen erkannt, dass Maßnahmen schlimmere Folgen (z.B. Hungern, vieler) hätten, als eine unkontrollierte mutierte Grippe (=Corona), die 2% (=verhältnismäßig wenige) tötet?

Mir gefällt das nicht, aber vielleicht ist es leider so?

Endlich wird meine Frage geklärt!

Ich bin dankbar für dieses Interview. Genau diese Frage habe ich mir immer gestellt und bin auf Ablehnung gestoßen. Es ist in der Tat aus meiner Sicht derzeit keine Lösung, um eine Ende zu erreichen. Ich bin immer dabei, die Risikogruppen mit dem höchsten Maß zu schützen, aber wir können die Verbreitung nicht unendlich ausbremsen. Ab dem 20.4. muss es mit Vernunft weiter gehen. Das bedeutet auch weiterhin Abstand und Hygiene. Gerne auch keine Massenveranstltungen und wenn nötig auch in einigen Bereichen mit Mundschutz. Aber wir müssen uns damit abfinden, dass wir ohne die angestrebten 2/3 nicht am Ende sind. Es entstnad bisher immer der Eindruck bie vielen, dass wir alle sterben. Das ist nicht der Fall.

13:25 von Minka04

"Als Laie kann ich hier für mich herauslesen, dass es sich zwar schön liest, in Wellen, aber nach wie vor die gleiche Anzahl von Menschen sterben werden. Nur über einen längeren Zeitraum verteilt."

.-.-.-.

Nein!

Das Ziel ist ja gerade, die Anzahl der Verstorbenen zu verringern.

Wenn jetzt ganz viele krank würden, würden die Beatmungsgeräte nicht ausreichen.
Es müssten also wegen des Mangels an Beatmungsgeräten einige sterben, die man mit diesen Geräten hätte retten können.

Wenn immer nur wenige gleichzeitig krank sind und Beatmung brauchen, reichen die Geräte.

.-.-.-

"Von Medikamenten hört man kaum mehr was"

Doch.
Gestern habe ich zwei Virologen erläutern hören, wie da der Stand ist.

Immer sinnvoll:
die Podcasts von Professor Christian Drosten.
Die kommen täglich und informieren stets aktuell.
Die gibt es inzwischen auch alle auf Skripts zum Nachlesen.

Orientierungskrise !

Die Überlegungen und Berechnungen von Herrn Eichner sind sicherlich richtig. Das Problem wird aber durch alle diese Diskussionen nicht gelöst. Solange kein Impfstoff da ist gleicht es ja einem Suizid, wenn man sich selbst, seine Kinder und Enkelkinder diesem Risiko schutzlos aussetzt. Da spielt es wirklich keine Rolle, ob hier die Wirtschaft drunter leidet. Über die große Finanzkrise vor ein paar Jahren wird heute nur noch müde gelächelt, und das hat wohl zig Milliarden gekostet. So gesehen haben wir kein großes Problem. Mir ist also wichtig, so viele Mitmenschen wie eben möglich zu schützen. Deshalb bin ich gerne rücksichtsvoll, zeige Mitgefühl, halte Abstand usw. Und wenn mal ein Impfstoff da ist, lasse ich mich gerne impfen. Bis dahin sollten wir über den Virus, dessen Herkunft und Verbreitung nachdenken, und daran arbeiten, daß so etwas nicht wieder passieren kann. ALLE! Weltweit!

Niemand will sterben

Und das gilt auch für 60,70 und 80jährige Mitbürger!

Ich kann auch nur wieder den WHO Director Ghebreyesus zitieren, der sagte das „die Jungen nicht immun seien“. Man kann auch als junger Mensch wochenlang auf der Intensivstation landen und manchmal sogar sterben.

Ich bin fassungslos angesichts der offensichtlichen Überforderung der Behörden angesichts dieser Krise ! Und das im Jahr 2020. Was mich zusätzlich aufregt, ist dass in westlichen Ländern zu sehr auf die Folgen für die Wirtschaft Rücksicht genommen wird. China ist ein High-Tech Land mit gewaltigen Ressourcen, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Und die haben sich trotz der erwartbaren Verluste 8 Wochen lang im Winterschlaf begeben. Warum hat Deutschland nicht die Kraft dazu, auch wenn der ein oder andere Investor mal zeitweise etwas Geld verliert ?

@Lucinda 14:02

Mir ist völlig egal, was "die Reichen" machen. Wenn ich ne Bescheinigung bekommen, nach der Infektion den aktuellen Firlefanz nicht mehr mitmachen zu müssen, melde ich mich gern freiwillig für die erst, bzw. ja eigentlich schon zweite, Welle.

Genau

Danke für deinen Kommentar, dieses sehe ich genauso.

Erschreckend allerdings wie sehr noch die Angst grassiert und damit eine Ratio unmöglich macht. Die Angst ist gefährlicher als das Virus.

Immunitaet

Der Herr Eichner hat recht, dass man bei 50%iger immunitaet nurnoch 1.5 Personen ansteckt - aber nur wenn die Personen gleichfoermig ueber Deutschland verteilt sind. Das ist gerade nicht der Fall. Daher sind solche "Modelle" irrefuehrent.
Wenn 1% an der Krankheit sterben koennten, dann sind das etwa >800,000 Personen in Deutschland, die es zu schuetzen gilt. Die "Herdenimmunitaet" kann diese Personen nur sehr bedingt schuetzen, solange die Krankheit international fortbesteht. Die einzige Hilfe fuer diese Gruppe ist eine Impfung oder sonstige Medizin. Wird jedoch der Grossteil der Bevoelkerung darauf warten wollen?

@um 13:50 von hara83

"Stoppen, nicht strecken der Corona-Infektion muss das Ziel sein. Asiatische Staaten haben vorgemacht, dass das geht. "

Kein Land hat es geschafft Corona-frei zu werden. In einigen Ländern ist durch sehr rigorose Massnahmen erreicht, dass der Anstieg fast aufgehalten wurde. Aber was bringt das? Sobald die Massnahmen wieder gelockert würden, bricht die Epedemie wieder aus. Das wurde im Interview ganz gut erklärt. Dieses Niveau an Massnahmen durchzuhalten bis ein Impfstoff gefunden wurde ist utopisch. Da würden die Sterberate durch Kollateralschäden die Sterberate von Covid-19 wahrscheinlich übersteigen. Wenn man sich anschaut, wie ungleich verteilt in der Bevölkerung die Sterberaten von Covid-19 sind drängt es sich förmlich auf bei den Massnahmen nach Risiko zu differenzieren. Mitglieder von Risikogruppen so gut wie möglich vor Ansteckung schützen, damit die bis zum Impfstoff durchhalten, in den kaum gefährdeten Gruppen aber Ansteckung zulassen, damit die Herdenimmunität zunimmt.

@ Lenyat

"Aber: Sind Infizierte nach erfolgreicher Immunabwehr auch tatsächlich immun gegen eine weitere Infektion? Und für wie lange?"

Versuche mit Primaten zeigen eine Immunität - das Ergebnis ist schon mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf den Menschen übertragbar.
Unklarer istes, was die Dauer des Immunschutzes betrifft. Wenn man bisherige Corona-Viren zum Vergleich heranzieht, so sollte die Immunität für ca 6 Monate bis 3 Jahre bestehen, wobei auch diese Zeiten keine harten Cut-Off-Linien sind, sondern Wahrscheinlichkeitsgrenzen. D.h. für die meisten der ehemals Infizierten besteht in den nächsten 6 - 36 Monaten nach einer Infektion eine sehr geringe Reinfizierungswahrscheinlichkeit, danach steigt diese über die Zeit wieder deutlich an. Das zeigt übrigens auch, dass der Herdenschutz nicht so gut funktionieren wird, die Immunitätszeit ist zu gering, das Virus kommt wieder... Die verfügbarkeit eines Impfstoffes ist alternativlos um SARS CoV-2 zu nachhaltig bändigen.

Idee

Es wird nicht angezweifelt, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung sich dem Virus aussetzen müssen, damit sich eine genügend große Immunität aufbauen kann.
Die bisherigen Daten lassen vermuten, dass besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen mit einem schwereren Verlauf rechnen müssen. Insofern liegt es auf der Hand, dass besonders diese Menschen geschützt werden müssen. Natürlich wird es auch junge Menschen geben, oder solche ohne Vorerkrankungen, die dennoch einen schweren Verlauf haben. Das ist leider so bei der Statistik. Aber es wäre doch davon auszugehen, dass hierfür dann entsprechende Intensivbetten zur Verfügung stehen könnten. Ich denke auch, dass man die Zeit der Kontaktbeschränkung nutzen könnte, dass sich Teile der Bevölkerung (vielleicht sogar bewusst) dem Virus aussetzen, damit alles etwas mehr unter Kontrolle kommt. Menschen, die wissen, dass sie wahrscheinlich die Erkrankung durchmachen, könnten besonders darauf achten, dass die andere nicht gefährden.

Mundschutzpflicht

China und Südkorea haben die Pandemie nur durch den Einsatz von Mund- und Nasenschutz unter Kontrolle gebracht. Jetzt wäre das Gebot der Stunde, alle Kräfte zu mobilisieren, um genau diesen Schutz für alle Bevölkerungsschichten zu bekommen. Schneidereien und Textilfirmen sollen ALLE mitmachen. Es ist egal, wie sicher so ein Mundschutz ist. Hauptsache, er verhindert die direkte Tröpfcheninfektion, und dafür reicht schon ein Stück dicht gewebtes Baumwolltuch. Nicht zögern, sondern handeln. JETZT. Dieser Appell geht an die Bundesregierung, die immer sehr spät handelt.

Das Ganze macht Angst.....

Wenn die Betrachtungen des Epidemiologen stimmen, ist die weltweite Pandemie erst vorbei, wenn weltweit 80-200 Millionen am Virus verstorben sind und wir können höchstens steuern, ob sie innerhalb weniger Monate oder über längere Zeit gestreckt sterben.
Ich hoffe und bete, dass uns da noch etwas anderes einfällt.

13:54, danke Wuhan

>> Außerdem, Coronaviren kommen bei Menschen und Tieren gleichermaßen vor. Das gilt für MERS, SARS-1 und 2 und die verschiedenen Influenza-Stämme.<<

Influenzaviren sind keine Coronaviren.

14:01 von morgentau19

sagte der Pathologieprofessor
.
mit was beschäftigen sich Pathologen gemeinhin ?
mit Leuten die bereits Tod sind
denke wie Viren reagieren, sollte er Virologen überlassen
zumindest ist es in Afrika ziemlich warm
was Ebola oder Tollwut in Indien nicht bei der Ausbreitung hindert

Die Aussage "Genau an dem Punkt wie zuvor" stimmt nicht!

>>Wenn wir nach ein paar Wochen zum normalen Leben zurückkehren, ohne dass wir eine nennenswerte Immunität in der Bevölkerung aufgebaut haben, stehen wir genau am gleichen Punkt, an dem wir vorher standen.<<

"Am gleichen Punkt" ist stark übertrieben und deshalb nicht richtig!
Erstens wird man wahrscheinlich bis dahin schon vorhandene Medikamente ermittelt haben, die bei schweren Verläufen helfen, diese zu lindern und somit manche Menschenleben retten.
Zweitens wird auch der langsame Aufbau der immunität in der Bevölkerung sich auswirken, wenn auch nicht so stark, dass damit alle Probleme gelöste sind!
Dass die Krve abgeflacht werden muss, um das Gesundheitssystem nicht allzusehr zu überlasten, ist wahrscheinlich auch Martin Eichner klar.
Ich verstehe nicht, warum man so eine Übertreibung ("genau an dem Punkt wie vorher") in die Welt setzen muss.

Immunität sicher?

Ich bin mit dem Interviewten fast gleicher Meinung: ein Unsicherheitsfaktor bleibt aber meiner Meinung derzeit noch. Ensteht wirklich nach durchgemachter Infektion eine stabile Immunität? Ob lebenslang kann man natürlich jetzt noch nicht sagen, aber sicher kann man feststellen ob überhaupt eine Immunität ensteht.

Wenn ja dann müsste man in der Tat in ca. 3 Wochen beginnen, stufenweise die Einrichtungen zu öffnen mit den Teilnehmern mit wahrscheinlich stummem oder höchstens mildem Verlauf: also Krippen, Kitas, dann Grundschulen, dann die weiterführenden Schulen, möglichst junge Erzieher und Lehrer einsetzen, dann Läden, Kaufhäuser, Restaurants. Die Hochrisikogruppe schützen so gut es geht durch Kontaktvermeidung, Masken etc.

Alles andere zerstört nicht nur die Wirtschaft und viele viele Existenzen sondern bringt nichts außer einer neuen Welle im Spätherbst.

Das Problem:

Es ist bisher völlig unklar laut chinesischen Untersuchungen OB und wie lange eine Immunität nach der Ausheilung besteht . Da es MINDESTENS 2 hochaktive strains (s+l) gibt ist auch unklar ob die Eine vor der Anderen schützt. Erneute Infektionen kurz nach der vermeintlichen Ausheilung sind in China bekannt. Immunität wurde teilweise nur für 2-3 Monate ausgewiesen. Das würde das 2. Modell ad absurdum führen. Ich denke der "Experte" wird von der Wirtschaft bezahlt, wie immer mehr der Sorte, die nun plötzlich auftaucht. Augen auf!

Politik minimiert Wirtschaftsschaden statt Menschenschaden

"Nach hinten verschieben", "bereit sein für die zweite Welle" - Wirtschaftsgrößen und viele Politiker meinen damit, die Krise so strecken, dass wir unter dem Beatmungsplatz-Limit meinen. Und damit meinen sie auch: es können sich, auch zukünftig, so viele Infizieren, wie unser Gesundheitssystem her gibt. Hunderte Tote werden die Folge sein. Das wird eingepreist, Hauptsache Deutschland baut wieder Autos.

Dabei sollte das Ziel doch sein, dass sich möglichst wenig infizieren, möglichst wenig sterben. Wieso hat das keiner im Blick? Sollen wir wirklich unser Leben riskieren, damit das BIP stimmt? Wozu haben wir denn den Vorsprung und den Wohlstand wenn nicht um unser Leben damit zu retten.

VW hatte 16,8 Milliarden € Gewinn im vergangenen Jahr, das kann nun auch mal in die Verlustzone rutschen. Adidas, das keine Miete mehr zahlt, hatte 2 Milliarden Gewinn.

Ich erwarte, dass sich die Politik von solchen Unternehmen ab- und den Bürgern zuwendet!

Einer mehr ohne konkrete Verantwortung

Es gibt dutzende von Epidemiologen.
Verliebt in Zahlen und Programme.
Jeder sitzt am Computer, betrachtet Zahlen und Statistiken.
Egal, welches Programm man betrachtet,
in der Regel ist keines praktikabel für die jetzigen Zustände.
Aber man treibt eine neue Sau durch das Dorf.
Man verunsichert die Bevölkerung.
Man müßte, man hätte, man sollte...
Letztendlich haben diese Leute aber nie konkrete Verantwortung für das Leben oder die Gesundheit der Bevölkerung der BRD.
Sie würden nie zur Verantwortung gezogen.
Der Mensch ist bei ihnen ein Teil des Programmes, der Simulation, eine Zahl von vielen.
Ein Plus oder Minus, eine Null oder eine Eins.
Halten wir uns an die Empfehlungen und Maßnahmen der Regierung und anderer klugen Leute.
Klüger sind wir alle am Schluß.

14:19 von Sonnenmeer

Wieso haben wir gedacht, dass wir der Natur überlegen sind? WARUM?
.
soll man von sich auf andere schließen ?
wir sind ein Teil dieser Natur

Dann doch Corona-Partys?

Es wäre doch kein schlechter Gedanke, alle Personen, die einer Risiko-Gruppe zugehörig sind, für eine weitere Zeit in Quarantäne zu lassen und den Rest wieder zu "entlassen". Die Robusteren können sich dann gegenseitig anstecken und sich mit meist normalen Krankheitsverläufen schnell immunisieren, um das Virus zukünftig nicht weiterzutragen. Für die paar wenigen Sonderfälle, die dann doch schwerer erkranken, sollten wir dann eigentlich ausreichend Notfallbetten haben.

Eigentlich ...

... ist damit doch alles gesagt, oder`?

Zitat: "Das Problem bei all den Überlegungen ist aber: Es gibt noch viel zu viele Unbekannte: Wir wissen noch immer nicht, wie viele der angesteckten Personen eigentlich erkranken, wie viele zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen. Für genauere Modellrechnungen ist die Datenlage noch viel zu diffus."

14:15, katzerich

>>wer sagt denn, das es eine immunität nach überstandener infektion gibt? und wie lange?
erstmal den beweis erbringen, dann kann man über sowas nachdenken!

solange das nicht fakt ist sollte man solche optionen mit herdenimmunität ganz tief im schrank verstecken!<<

Können Sie mir eine Virusinfektion nennen, die keine Immunität hinterlässt, nachdem man sie überstanden hat?

@Am 31. März 2020 um 13:13 von IBELIN

"Die Asiaten (China, Japan, Suedkorea und andere) haben laengst in praxi bewiesen, dass man mit Abstand und Mundschutz, Tests und disciplinierter Sozialhygiene Corona sehr wohl kontrollieren kann."
Nein, können sie nicht. Sowohl Wuhan als auch Südkorea haben z.B. Schulen und Universitäten geschlossen. In Wuhan wurde sogar die gesamte Stadt für Monate lahmgelegt.
Und in keinem der beiden Länder ist Corona gelöst. Südkorea meldet steigende Fallzahlen, China wird der Lüge bezichtigt.
Keines der Länder ist auch nur im Ansatz bei so etwas wie Normalität angekommen, und was im Alltag nicht klappt gilt doppelt und dreifach für den Tourismus. Was wollen sie denn machen? Schulen erst öffnen wenn es eine Impfung gibt? Und wenn die, wie bei HIV, nie kommt?

Also.,,

Erfreulicherweise gibt es auch Virologen und Immunologen. Und nicht nur Statistiker. So kann man mit Medikamenten dafür sorgen dass keiner mehr stirbt. Doch das braucht Zeit. Und auch dafür die Maßnahmen jetzt.

um 14:01 von morgentau19

"Warmes Klima ist schlecht für das Virus (...) Das könnte für Greta und seine Fans......"
.
Dann werden die Klimawandelleugner Ihrer heiß geliebten aFd ja sicher in Meinungsumfragen nahe 100% liegen...

Zustimmung

"Irgendwann werden wir auf dem Stand sein, das die Todesrate unter den NICHTBEHANDELTEN höher sein wird als durch Corona".

Genau das ist der Punkt der nicht nur viel zu wenig berücksichtigt wird sondern dessen Zahlen ja auch gar niemand erhebt bzw. erheben kann.
Aber es ist ja sonnenklar, dass nicht nur problemlos aufschiebbare Untersuchungen und OPs derzeit nicht getätigt werden sondern mittelfristig lebenswichtige Eingriffe. Wenn ich beim Darmkrebs 3 Monate später operiere, sind vielleicht schon die Lebermetastasen da, die vermeidbar gewesen wären.

13:36 von Magic.fire

"Was mich stört

Und ganz sicher nicht zur Beruhigung der Bevölkerung beiträgt... Immer neue Virologen mit neuen Modellen und das auf Basis von wenig know how was aktuell über das Virus bekannt ist.
Des weiteren woher kommt die absolute Sicherheit, das die Menschen eine Immunität aufbauen können? Das Topargument aller die gegen die aktuellen Massnahmen diskutieren. Warum kann man dann nicht bei bereits Geheilten entsprechende Antikörper nachweisen oder worauf beruht die Heilung? Oder auch nur die vielen bekannten Infizierten mit leichten Verlauf. Kann man nicht einfach eine zentrale ,unabhängige Pressestelle einrichten , so das nicht jeden Tag neue theoretische Modelle verkündet werden welche unterm Strich mehr verunsichern als helfen"

Sehr guter Kommentar, vielen Dank.

@MamasLiebling 14:13

Die Dunkelziffer führt dazu, dass die Todesrate, die nur auf die durch Tests belegten Erkrankungen bezogene ist, auf der sicheren Seite liegt. Sie stellt das Maximum dar. Wo ist das Problem, diese als Entscheidungsgrundlage heranzuziehen?

@ danke Wuhan - 14:13

Dann stellt sich jetzt die Frage: Wie wäre es mit einer kontrollierten, freiwilligen Ansteckung? (...) Ethisch sehe ich da ein Problem... (...)

Ethisch hin und her darf man dann auch die Frage diskutieren - ich spreche von einer Ansteckung auf freiwilliger Basis - warum ein Mensch die Entscheidung für sich nicht treffen dürfen sollte.
Wo ich ihnen natürlich zustimme ist, dass man die möglichen Folgeschäden einer Erkrankung kennen muss, um die vorgenannte freiwillige Entscheidung treffen zu können. Da brauchen wir vielleicht noch mehr wissenschaftliches Datenmaterial, und nicht nur panik-gemachtes. Mir ist noch nicht bekannt, dass eine überstandene Erkrankung nicht vollständig ausheilt.
Ich sprechen da von einem typischen Krankheitsverlauf in der Nicht-Risiko-Gruppe. Wenn die Krankheit gut ausheilt sehe ich ethisch kein Problem.

Schwarz-Weiß-Denken

Ich denke, es sollte mal klipp und klar gesagt werden, dass uns noch eine Zeit der Tränen bevorsteht. Aktuell hat Deutschland gemessen an der Einwohnerzahl noch nicht mal 1 Promille bestätigte Fälle. Ziel wird anhand der Rechnung irgendwo bei 70 Prozent sein. Wie lange sollen die Ausgangsbeschränkungen gelten? Und wie sehr wird auch der einzelne durch den immer größer werdenden wirtschaftl. Schaden durch Arbeitslosigkeit, angespannte Versorgungslage usw. selbst in Mitleidenschaft gezogen? Es gibt in dieser Situation nicht ein entweder die Wirtschaft leidet oder das Individuum. Wenn über 50 Millionen "durchseucht" werden müssen gibts keine Ideal-Lösung mehr.

Lösungsvorschlag zur Versorgung der älteren Mitmenschen

Um die älteren Menschen zu versorgen, könnte man unter den (laut RKI) bereits genesenen 13.500 Menschen Freiwillige rekrutieren, weil das die Weitergabe des Virus an die pflegebedürftigen älteren Menschen ausschlösse. Bei z.B. dreifachem Lohn im Vergleich zu den heutigen Pflegekräften fänden sich sicherlich genügend Freiwillige, und diese Lösung wäre gesamtwirtschaftlich gesehen günstiger als ein fortwährender Shutdown.
Das Risiko, an einer Infektion zu sterben, liegt nach den vom RKI veröffentlichten Daten bei ca. 0,6 Promille in der Altersgruppe von 15 -59 Jahren. Wenn 2/3 der Gesellschaft erkranken müssen, bevor die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen dauerhaft aufgehoben werden können, werden die meisten von uns sowieso infiziert werden.
Dann könnten sich auch die jüngeren Verwandten der Pflegebedürftigen auch (freiwillig und unter medizinischer Kontrolle!) gezielt infizieren lassen, um ihre Großeltern anschließend zu pflegen. Nur ein Impfstoff wäre besser ...

Es gibt wohl eine Immunität

Nach Tierexperimenten. Allerdings weiß niemand wie lange dieser Schutz (durch gebildete Antikörper) andauert. Berichte über Mehrfachinfektionen können auch auf falsch negative Testergebnisse zurückgehen.

Jedenfalls rate ich niemanden, jetzt nach überstandener C19 Erkrankung mit stolzgeschwellter Brust zu rufen „ich bin immun!“. Das könnte sich als Trugschluss erweisen.

Bei Rhinoviren (Erkältung) gibt es auch keine Immunität, was aber wohl daran liegt das es so viele Virusstämme gibt. Deshalb sind gegen Erkältung Immune eher die absolute Ausnahme !

Was hat eigentlich die Immunologie Forschung die letzten 20-30 Jahre so gemacht, frage ich mich angesichts des aktuellen Desasters? Da wird anderswo über negative Energie, Higgs Bosonen und Gravitationswellen geforscht, während die Virologie im 21. Jahrhundert wohl noch in den Kinderschuhen steckt ?

@um 13:30 von IBELIN

"Die Herdenimmunisierung als Feldversuch an einer Population Menschen mit massiven Todesfaellen und auch anderen Unwaegbarkeiten waere noch bis vor kurzem undenkbar gewesen."

Der jetzige shutdown ist auch ein Experiment. Wenn man die Erhöhung der Sterberaten durch Wegfall von Alten-Pflegepersonal, Mangel an Blutkonserven, erhöhte Selbstmordrate, interfamiliäre Gewalt, etc., etc. zusammen zählt wird die Sterberate von Covid-19 schnell relativ. Andere Kollateralschäden die nicht unmittelbar Menschenleben kosten mal weggelassen. Bei einem in der Bevölkerung derart unterschiedlich verteiltem Sterberisiko von Covid-19 drängt sich ein nach Risikogruppen differenzierter Massnahmenkatalog auf, der die Herdenimmunisierung durch Infektion bei den kaum gefährdeten Gruppen zulässt, in einem Masse, dass die Krankenhäuser gerade noch damit klar kommen. Die steigende Immunität in der Bevölkerung schützt dann auch die Hoch-Risikogruppen die dann bessere Chancen haben bis zum Impfstoff durchzuhalten.

@ fathaland slim

"Es wird eher Medikamente als einen Impfstoff geben."

Medikamente bei viralen Erkrankungen sind immer nur zweite Wahl ggü. einer Imfung.

Es gibt zwei grundsätzliche medikamentöse Ansätze:
Prophylaxe -
hilft die Ansteckung sich gar nicht manifestieren zu lassen. Davon ist aber kaum die Rede. in vitro Tests zeigen bei Chloroquin in dieser Hinsicht ein gewisses Potenzial. Aber Chloroquin, obschon meist gut verträglich, jetzt allen über Monate zu geben, naja.... (für Risikogruppen halte _ich_ es aber für einen beachtenswerten Ansatz).

Akutbegandlung -
a) Supression der Virusreproduktion
Der Körper gewinnt Zeit, um Antikörper zu produzieren und das Virus zu eliminieren. Hilfreich, aber kein 100% Schutz

b) Verminderung der Entzündlichkeitsreaktionen/Immunsuppresion. Nur Abmilderun schwerster Symptome.

Die Postinfektionsimmunität beträgt wahscheinlich nur 6-26 Monate, das Virus zirkuliet weltweit (d.h. es kommt wieder).
Mittelfristig ist eine Impfung der einzig funktionierende Schutz.

14:31 von Nullblicker

möglichst junge Erzieher und Lehrer einsetzen
.
woher nehmen - und nicht stehlen ?
//
lebenslange Immunität
warum soll sich ausgerechnet dieser Virus atypisch verhalten
- wobei ne kleine Mutation (wie bei Grippe) sprich neuer Virus
"neues Spiel - neues Glück - oder das war´s mit der Immunität

14:10 von katzerich

«… meine bekannten in asien(chn,j) kriegen die krise wenn sie hören was hier abgeht, halten uns für bescheuert.»

Meine Bekannten in JAP bekämen auch die Krise, wenn sie dazu neigen würden, Krise zu bekommen. Aber eine ganz andere Art von Krise wäre das.
In JAP ist nämlich alles andere als generell "Shutdown", und für kollektive Ausgangsbeschränkung ist gar keine gesetzliche Grundlage vorhanden.

Die Krise des Unverständnisses, mit welcher Verbissenheit sich Viele in DEU in Aussagen wie die Ihre verbeißen:

«ALLES runterfahren für 3 wochen was irgendwie geht, "winterschlaf"(zeitkonten!). reset sozusagen.»

Selbständige in Millionenzahl haben keine "Zeitkonten". Kleinunternehmen auch nicht. Und wenn 3 Wochen "complete down" nicht ausreichend lange sind? Dann 3 Monate …?

"Corona stoppen, dann geht's wieder los" wäre der gleiche Ansatz wie:
"Ich gehe erst los, wenn der Fluss ganz vorbei geflossen ist".

Ist Kombination von Maßnahmen zum "richtigen" Zeitpunkt.
Schwierig zu finden.

@Bernd39, 13:45

Selbst wenn Sie ein absoluter Fachmann auf allen in der aktuellen Situation notwendigen Gebieten wären, die Art, wie Sie hier schreiben, finde ich der Angelegenheit ziemlich unwürdig.
Wollen Sie uns sagen, dass das alles Ahnungslose sind im RKI und in der Charité - oder Verschwörer gegen die Allgemeinheit?

@ 14:04 von cari

„ Dann stellt sich jetzt die Frage: Wie wäre es mit einer kontrollierten, freiwilligen Ansteckung? Mit anderen Worten, wenn diejenigen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sich kontrolliert freiwillig anstecken dürften, dann 14 Tage in Quarantäne gehen (ist ja im Moment eh gefühlt schon so), dann, sofern sie erkranken, gut behandelt werden und dann die Immunität in der Bevölkerung verbessern, dann könnte man den Verlauf der Immunisierung der Bevölkerung beeinflussen“

Das Problem an dieser Überlegung ist, dass auch völlig gesunde, junge Menschen sehr schwere Verläufe bis hin zum Tod haben können. Es ist erst ein 12 jähriges Mädchen gestorben, eine 16 jährige Französin ohne Vorerkrankungen und leider auch in USA ein Baby. Das Risiko ist meines Erachtens durch den noch viel zu geringen Wissensstand über die Erkrankung viel zu hoch um so etwas in Erwägung zu ziehen.

13:37 @ Wusste-ich-nicht ... Diagramme ...

... Sie unterstellen, dass die Linie für die Kapazität nich datenbasiert ist.
Doch das ist sie. In der DIVI sind die Kapazitäten der Intensiv- und Beatmungsplätze weitestgehend vollständig, für jeden sichtbar erfasst. Natürlich haben wir zu wenig Personal.
Die grüne Kurve wird sich, ist nicht dargestellt, zeitlich wiederholen. Auf lange Sicht könnten die Kapazitäten steigen, wenn man das intensiv plant und ausführt. Dann würde diese Gerade leicht steigen.

Ich weiß nicht, warum sie anderen Foristen unterstellen, dass sie keine Diagramme lesen können, wenn Sie selbst falsche Behauptungen aufstellen.

Noch nicht genug "Fachleute"?

Wann wird denn einer der "Fachleute" auf die Idee kommen und z.B. das UV Licht beim beginnenden Frühlingswetter als hilfreich / nicht hilfreich in Bezug auf die Pandemie zu propagieren?
Jeder Sender, jede Zeitung scheint einen der Spezialisten meinen aufbieten zu müssen, wobei alle haarscharf aneinander vorbei artikulieren.
Für den normalen Bürger ist das längst nicht mehr hilfreich, bzw. es ist längst zu einem überflüssigen Kropf mutiert!

@14:14 von Niemals RRG - mir ist auch unwohl bei dieser ...

Art der Betrachung.

"Es keimt das Gefühl auf, daß man davon ausgeht alle Infektionen würden symptomlos bis leicht verlaufen. Erkältet,Schnupfen-fertig und dann immun. Dass dabei die schweren bis tödlichen Verläufe statistisch kleingerechnet werden, find ich aus Sicht derer, die es bei diesem Feldversuch richtig übel erwischen wird, äußerst unmoralisch."

Ich stimme Ihnen vor allem deshalb zu, weil mir Krankenschwestern von sehr harten Verläufen berichtet haben, die sie bis dahin so noch nicht erlebt haben. Wenn schon nicht schnell ein Impfstoff entwickelt werden kann, so wird gibt es doch die Chance, dass bald Medikamente gefunden werden, die helfen die schweren Verläufe zu lindern. Schon deshalb ist die Aussage "genau an dem Punkt wie zuvor" fragwürdig.

Uni Frankfurt hat Schnelltest bis zu 400.000 Tests tgl möglich

Das Aussitzen und verlangsamen der Kurve macht schon alleine deshalb Sinn.

Lediglich die Positiv getesteten müssen nich nochmals mit dem herkömmlichen Test nachtesten lassen.
aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/pool-testen-von-sars-cov-2-proben-erhoeht-die-testkapazitaet-weltweit-um-ein-vielfaches

@IBELIN

"Die Asiaten (China, Japan, Suedkorea und andere) haben laengst in praxi bewiesen, dass man mit Abstand und Mundschutz, Tests und disciplinierter Sozialhygiene Corona sehr wohl kontrollieren kann. "

Die haben wenig bewiesen was wir nicht auch wissen und genau das was in dem Artikel beschrieben wurde. Die erste Welle in China ist durch (egal in welchem Ausmass, die veröffentlichten Zahlen sind in jedem Fall manipuliert). China warnt ja schon vor Welle zwei...

Sollten die Zahlen aus China doch stimmen, wäre es das Ende für China bis es einen Impfstoff gäbe... 80.000 Infizierte in einem viertel Jahr bei 1,4 Mia Menschen = 2888 Jahre bis China 2/3 infiziert hätte...

Wir können es mit Abstand auch kontrollieren (machen wir ja gerade), momentan ist die Zahl der Neuinfektionen identisch mit der Zahl der Neugeheilten.

Mundschutz ist völliger Blödsinn bei Abstand. Es sollte einem zu denken geben, dass nach wie vor der Nachweis einer Wirkung trotz vieler Daten nicht erbracht werden kann.

@ 14:27 von planetearth

"China und Südkorea haben die Pandemie nur durch den Einsatz von Mund- und Nasenschutz unter Kontrolle gebracht." Wo haben Sie denn die Weisheit her? Schaden tut es nichts, aber diese Länder haben in erster Linie durch massives Nachverfolgen der Ansteckungswege viele Infizierte gefunden, bevor sie weitere anstecken konnten und dazu strenge Kontaktsperren aufgestellt, insbesondere das öffentliche Leben weitgehend runtergefahren. Da, außer Chirurgen, niemand bei der Arbeit dauerhaft einen Mundschutz trägt, war vor allem die Einstellung der kollektiven Berufsausübung wesentlich.

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