Ihre Meinung zu: Kopftuchverbot bei Juristinnen ist verfassungsgemäß

27. Februar 2020 - 10:23 Uhr

Dürfen Referendarinnen auf der Richterbank ein Kopftuch tragen? Nein, hat nun das Bundesverfassungsgericht entschieden. Eine Deutsch-Marokkanerin aus Hessen hatte gegen das Verbot gekämpft.

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Kommentare

Gut so

Wenn die Klägerin als Richter gerne ein Kopftuch tragen möchte-kein Problem.
Mit ihrem deutschen Studium hat sie in Marokko sehr gute Chancen.
Hier in DE gilt eine Trennung von Staat und Religion.
Kruzifixe mußten auch aus öffentlichen Einrichtungen entfernt werden.

Wäre es denn nicht auch tolerant

Kopftücher bei Polizei, Bundeswehr oder Feuerwehr zu tragen?

Ich bin damit einverstanden, so lange die gleichen Argumente...

... auch gegen das Tragen eines Kreuzes oder einer Kippa vorgebracht werden.

Als Atheist bin ich grundsätzlich dafür, dass Staatsdiener in religiöser Hinsicht neutral auftreten - dies darf jedoch nicht einseitig zu Moslem-Bashing führen, sondern muss alle Religionen gleichermaßen betreffen.

Wem es wichtiger ist, seine Religionsauffassung nach Außen zu vertreten, als den Staat zu vertreten, sollte halt kein Staatsdiener sein. Jedem Beamten muss klar sein, dass die Treue gegenüber dem Staat eine etwaige Treue gegenüber seiner Religion übergeordnet wird. Fälle wie in den USA, wo sich Standesbeamte aus religiösen Gründen weigern, Homosexuelle zu verheiraten, darf es in Deutschland z.B. nicht geben.

TL;DR:
Reines Kopftuchverbot = Schlecht, da diskriminierend!
Verbot aller religiösen Symbole = Gut!

Eine kluge Entscheidung

Die Entscheidung überzeugt. Damit können die Bundesländer die Sache vor Ort regeln und auf diese Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Denn am Ende braucht der Rechtsstaat die Akzeptanz seiner Bürger. Ich vermute Mal, dass die Akzeptanz eines Kopftuchs oder eines anderen religiösen Symbols innen verschiedenen Landesteilen unterschiedlich ist.

Wetten daß........

es nicht lange dauern wird,bis von bekannter Seite hysterische Kritik laut wird? Das Kopftuch wird nämlich immer dann als Argument benutzt, wenn es erfolgsversprechend ist. Geht es um die grundgesetzmäßige Religionsfreiheit, wird das Kopftuch als Zeichen der Religion gedeutet; geht es um andere Sachverhalte, verliert es plötzlich den religiösen Status und findet sich als Zeichen der Kultur wieder, wie der Seppl-Hut und die Lederhose in Bayern. Ich bin gespannt, wann die ersten Diskriminierungschöre ertönen!Für mich ist das Kopftuch, wie der Ornat einer Nonne, ein Zeichen der Religion und hat nicht nur im Gerichtssaal nichts zu suchen.

Bin ich jetzt ein Rassist,

wenn ich dieses Urteil für gut empfinde? Oder bin ich jetzt gar ein NAZI?
DE steht als einziges Land da mit so einer gutgetimten und -dargebotenen Weltoffenheit, dass es viele Menschen herein- und dafür viele Menschen forttreibt.

Richtige Entscheidung

Wie sollte eine kopftuchtragende Richterin in Deutschland ein Fall verhandeln, der sich z. B. um Kopftuchverbote in Schulen oder Behörden dreht? Da ist doch von schon zu Beginn ein Befangenheitsantrag zu befürchten. Und der wäre auch begründet!

"Endet Religionsfreiheit im

"Endet Religionsfreiheit im Job?"

Was ist Religionsfreiheit? Anderen Menschen die eigenen Religion vor die Nase zu halten. Was wir brauchen ist ein Verbot von Religion im kompletten öffentlichen Raum.

Schon mal darüber nachgedacht, daß andere sich durch das militante Beharren auf/Ausüben von Religion auch beläßtigt fühlen können?

Relgion muß REINE Privatsache sein. Wenn immer man mit anderen Menschen in Kontakt tritt, muß die Religon zurückstehen. Immer.

Klare Sache

Andere Länder, andere Sitten. In Deutschland trägt man kein religiöses Kopftuch bei Gericht. Möchte die Referendarin ein Kopftuch während der Arbeit tragen, dann muss sie sich in einem muslimisch geprägten Land umschauen, wo das möglich oder sogar zwanghaft vorgeschrieben wird. Integration heißt auch, die Gesetze und Bräuche der Gastländer zu akzeptieren. Nicht der Gastgeber muss sich integrieren, sondern der Gast - das ist weltweit so!

um 10:37 von Dennis K.

"Reines Kopftuchverbot = Schlecht, da diskriminierend!
Verbot aller religiösen Symbole = Gut"

Mit dem Vergleich muss man etwas differenzierter umgehen! Ich kann ein Kopftuch als persönliche, religiöse Bekleidung nicht mit dem Kreuz an der Wand gleichsetzen. Dieses ist nämlich nicht grundsätzlich Teil der Persönlichkeit im Raum anwesender Personen. Das Kreuz um den Hals dagegen hat natürlich auch bei einem Richter nichts zu suchen, sofern er dieses über der Robe trägt! Aber sowas habe ich selber noch nie gesehen! Und was er drunter an hat, möchte ich gar nicht wissen ;-)

Strikte Trennung

In allen hoheitlichen Ämtern haben Zeichen der Religion und Weltanschauung nichts zu suchen. Staat und Religion sind getrennt. Gleiches gilt auch für das Christen- und Judentum. Kreuz und Kippa müssen vorher abgelegt werden. Konsequent für alle Religionen.

@ 10:37 von Dennis K.

"Ich bin damit einverstanden, so lange die gleichen Argumente...
... auch gegen das Tragen eines Kreuzes oder einer Kippa vorgebracht werden."
.
Hä?
Haben Sie schon mal einen Richter mit Kippa gesehen? Nein?
Das ist ein Gericht und keine Kirche, Synagoge oder Moschee. Ob die unter der Robe ein Kreuz, Stern oder Halbmond tragen ist mir egal.
Warum pocht ausgerechnet immer eine Religionsgemeinschaft auf das Tragen und öffentliche zur Schau stellen ihrer religiösen Symbole?

Eine gute Entscheidung!

ein Gericht hat sich weltanschaulich neutral zu zeigen. Offensiv zur Schau gestellte religiöse Symbole haben da nichts zu suchen- so wenig wie in Schulen oder an Unis. Da waren Abdel Nasser in Ägypten und Kemal Atatürk schon weiter

Gleiches Recht für alle...

...dann dürfte hoheitlichen Amtsträgern auch das Umhängen eines Kreuzes verboten werden; bin mal gespannt auf den Aufschrei, wenn das mal jemand bei bayerischen Polizeibeamten versucht.
Oder wird man dann spitzfindig und erlaubt das Kreuz, weil es ja im Ggs. zum Kopftuch nicht von weitem sichtbar ist?

PS: Die Überschrift "Im Gerichtssaal nur ohne Kopftuch" ist allerdings ziemlich irreführend und wird im Artikel selber ad absurdum geführt.

Erstmal, ein Kopftuch ist

Erstmal, ein Kopftuch ist kein religiöses sondern ein traditionelles Symbol, auch wenn viele das gerne vermischen. Es steht nicht für Glauben sondern für ein antiquiertes Rollenbild der Frau. Allerdings ist es auf der Richterbank unangemessen ein Kopftuch zu tragen, wie übrigens fast jede Kopfbedeckung, ob jetzt Zylinder, Melone, Basecap oder Schiebermütze.

Interessant

Am 27. Februar 2020 um 10:52 von b_m
"Endet Religionsfreiheit im
"Endet Religionsfreiheit im Job?"

Was ist Religionsfreiheit? Anderen Menschen die eigenen Religion vor die Nase zu halten. Was wir brauchen ist ein Verbot von Religion im kompletten öffentlichen Raum.

Schon mal darüber nachgedacht, daß andere sich durch das militante Beharren auf/Ausüben von Religion auch beläßtigt fühlen können?

Relgion muß REINE Privatsache sein. Wenn immer man mit anderen Menschen in Kontakt tritt, muß die Religon zurückstehen. Immer.

----

Und wie genau stellen Sie sich das vor? Sollte man Gebetshäuser also als gewöhnliche Gebäude tarnen? Alle Kreuze, Kopftücher und Kippas verbieten? Oder diese doch nur schnell ausziehen, sobald man "Kontakt mit anderen Menschen tritt"?

Ist das Ausleben als Fußballfan z.B. nicht ebenfalls reine Privatsache? Sollte man also auch das Tragen von Trikots verbieten?

Das, was Sie schreiben, klingt unheimlich schlecht durchdacht und nicht umsetzbar.

Absolut richtig!

Auch ich bin der Meinung, das Religion zuhause ausgeübt werden darf, aber nichts im öffentlichen Leben zu suchen hat!

Hätte die Klägerin gewonnen

wäre die Spaltung in der Gesellschaft noch größer geworden. Daher..richtige Entscheidung.

Leider inkonsequent

In staatlichen Einrichtungen haben keinerlei religiöse Symbole etwas zu suchen. Da wird noch lange gekämpft werden, bis der Spruch im Namen des Volkes verurteile...ohne Kreuz im Hintergrund stattfinden wird. Schade.

@Dr.Hans

"islamische Kopftuch generell in der Öffentlichkeit verboten gehört" Woran machen Sie fest das es ein islamisches Kopftuch ist? Meine Oma trägt bei schlechten Wetter auch eine Kopftuch und die ist Sudetendeutsche....da machen Sie es sich aber einfach.

Richter und Symbolik

Symbole, die etwas anderes als die Neutralität der Rechtsprechung darstellen, gehören nicht an einen Richterstuhl. Es sind zwar nur Symbole, sie sagen nichts darüber aus, was einen Richter motiviert, das Recht auf die eine oder die andere Art zu vollziehen. Trotzdem ist es das geltende Recht, das ein Richter zu vertreten hat, nicht seine persönliche Ansicht zur Welt oder zum Glauben. Deshalb gehören Kreuze und Parteiabzeichen sowenig an eine/n amtierende/n RichterIn, wie ein Kopftuch. Neutralität eben, die von diesem Amt erwartet wird und Neutralität, die man durch offene Symbolik anzweifeln darf.

Symbolik

Ein gutes und nachvollziehbares Urteil.
.
Ein Kopftuch ist nicht das Kleidungsstück, als das es oft verharmlost wird, sondern ein für alle deutlich sichtbar zur Schau gestellter Ausdruck einer religiösen Einstellung und in Extremfällen sogar ein Symbol der Unterdrückung der Frau in anderen Kulturen, wenn ein Kopftuch per Zwang vorgeschrieben wird.
.
In Deutschland sind Staat und Religion per Definition getrennt, auch wenn es christliche Parteien gibt, und daher ist ein Festhalten am Tragen eines Kopftuches in unpassenden Situationen eher ein Zeichen, dass jemand mit unseren Grundwerten nicht einverstanden ist.
.
Wer in eine andere Kultur migriert, der sollte nicht versuchen, seine neue Heimat zu ändern, sondern sich den Umständen anzupassen. Das gilt für Deutsche im Ausland genauso wie für Menschen anderer Kulturen, die sich in Deutschland niedergelassen haben, und uns mit ihrer Kultur bereichern, aber nicht mit solcher Symbolik.

Ich sehe große Unterschiede bei Kopftüchern

Es gibt dezente, die klein gehalten werden und mehr wie Mützen aussehen.

Und dann gibt es diese riesige Lord Helmchen Version. (Siehe bitte Mel Brooks’ Spaceballs).

Da fragt man sich auch, warum das riesige Teil sein muss, wenn es einige Nummern kleiner geht. Und dann noch im Gerichtssaal in repräsentierender Funktion.
Natürlich wird dadurch auch die Neutralität angezweifelt.

*

Abgesehen davon hat der Arbeitgeber nun Mal das letzte Wort, was Kleidung und Frisur angeht.
Ich habe noch keinen Bauarbeiter in Business-Schuhen gesehen und keinen Bankangestellten in Bauarbeiter-Schuhen.

Das ist vielen nicht bewusst, aber es gibt sehr wohl Bekleidungsregeln, an die sich alle halten.
Arbeit ist Arbeit, Disco ist Disco, Strand ist Strand und Kirche ist Kirche.

Mal bei der Sache bleiben

"
Am 27. Februar 2020 um 10:37 von FritzF
Wäre es denn nicht auch tolerant

Kopftücher bei Polizei, Bundeswehr oder Feuerwehr zu tragen?

Kopftücher bei Feuerwehr oder Bundeswehr? Über oder unter dem Helm? Rettungstaucher, Hubschrauberpiloten, Fallschirmspringer? Etwas Verständnis, worum es beim Kopftuchverbot geht, sollte man schon zeigen.

@10:34 von skydiver-sr

"Hier in DE gilt eine Trennung von Staat und Religion."

Leider ist das nicht richtig, sogar trifft eher das Gegenteil zu: die Kirchen haben in Deutschland zahlreiche völlig unverständliche Privilegien. Der Staat sammelt für sie Geld ein, finanziert zahllose kirchliche Einrichtungen, gewährt in vielerlei Hinsicht den Kirchen Sonderrechte, bezahlt Unsummen für Religionslehrer und Religionsunterricht und pseudowissenschaftliche Religionswissenschaften. Selbst ein staatsfinanzierter assozialer Umgang mit Angestellten in Institutionen kirchlicher Trägerschaft wurde durch die C-Parteien in Deutschland durch Jahre geduldet, bis das Verfassungsgericht dem halbswegs einen Riegel vorgeschoben hat. Die Krichen durften auch munter jahrelang Kinder vergewaltigen, ohne dass das Rechtssystem wirklich durchgegriffen hätte. Und so weiter, und so fort. Änderungen des Status-Quo in Deutschland wären dringend nötig für eine postreligiöse zivilisierte Gesellschaft.

@10:52 von b_m

"Was ist Religionsfreiheit? Anderen Menschen die eigenen Religion vor die Nase zu halten. Was wir brauchen ist ein Verbot von Religion im kompletten öffentlichen Raum. […] Relgion muß REINE Privatsache sein. Wenn immer man mit anderen Menschen in Kontakt tritt, muß die Religon zurückstehen. Immer."

Manche besonders intolerante Glaubensrichtungen (wie zum Beispiel Ihre Form des Atheismus) sind in der Tat problematisch und manche werden sich dadurch belästigt fühlen, dass Sie sie uns vor die Nase halten.

Aber so sehr ich ihre Meinung in diesem Fall auch ablehne, bin ich doch froh, dass Deutschland ein freiheitlicher Staat ist und Sie jedes Recht haben, diese Meinung hier öffentlich und nicht nur in der eigenen Wohnung zu äußern.

Glauben nur als Privatsache, über die man nicht reden darf, wäre so unsinnig wie Politik nur als Privatsache, über die man nicht reden darf.

Religiöse Gründe...?

Als offene und freie Gesellschaft sollten wir uns auf eine Glaubensfreiheit einigen. Eine, die wie die Meinungsfreiheit Vielfalt und Offenheit erlaubt und verlangt. Dabei muss jedem, der einen Glauben als Meinung vertritt, in einer solchen Gesellschaft klar sein, das dieser die Meinungen, den Glauben und Nichtglauben anderer aktzeptieren und tolerieren muss. Für Religionen wie die abrahmatischen Religionen, die die Unterwürfigkeit zu einem Gott für nötig halten, ein harter Brocken. Für eine offene und freie Gesellschaft ein Muss. Freiheit für sich und seine Religion einfordern, verlangt die gleiche Freiheit für offene Kritik und Ablehnung.

Religion ist

Privatsache!
Die unterschiedlichen Religionen verfolgen im Grunde politische Ziele.
Angefangen von der Rolle der Geschlechter, der Fragen zur Sterbehilfe, ...........
Wir müssen zu einem säkularen Staat, gerade weil es so viele unterschiedliche Religionen und auch viele Menschen ohne Religion gibt.
Das aktuelle Urteil zur passiven Hilfe zum Suicid konnte nur von weltlichen Richtern gefällt werden, da manche Religion diese strikt ablehnt.
Wir besitzen heute eine so große Freiheit wie noch nie vor uns - im Gegenzug ist unsere eigene Verantwortung so groß wie nie zuvor.
Werden wir ihr gerecht!

@ 10:58 von McColla

"Dass Ihre Meinung jedoch gegensätzlich zum Grundgesetz steht, sollte Ihnen zumindest auffallen."
.
Kennen Sie das Grundgesetzt?
Steht da irgendwo "alle Menschen sind gleich, nur die mit Kopftuch sind besser"?
Andere Länder, andere Sitten!
Fahren Sie mal mit Ihrer Frau auf die arabische Halbinsel, legen Sie sich im Bikini an einen öffentlichen Strand um machen eine Pulle Schampus auf.
Da können Sie dann auch irgendetwas mit Ihrer "Kultur" fordern.

Springerytiefel möchte ich ja auch nicht sehen

Es verhält sich doch gleich: Die Richter MÜSSEN sich neutral verhalten, alles andere kommt einer Vorverurteilung gleich. Dass trotzdem Richter voreingenommen sind - und das ohne äußere Symbole - ist hinreichen bekannt: zB den Richter gnadenlos mit seiner "Gesinnung". Aber grundsätzlich MUSS mehr Wert auf Trennung von Religion und Staat gelegt werden! M.E. gilt das auch für etliche Ämter. Ich weiss nicht, ob ein MA einer Asylbehörde eine geschorene Glatze haben sollte - analog ist es mit einem Kopftuch. Diese Leute repräsentieren den Staat - ich bin willkürlich ausgeliefert. In der Wirtschaft such mir zB eine andere Verkäuferin oder eben gerade nicht: dort kann es sogar als Chance dienen.

Symbol eines Kulturkampfes

Die Begründung des BVerfG, in der Justiz würde der Staat gegenüber dem Bürger - anders als in der Schule - hoheitlich gegenübertreten, zeigt das Problem auf: die mangelnde Hoheit des Staates.

Wie die meisten Mitforisten hier bin ich Anhänger eines strikten Säkularismus, ähnlich wie in Frankreich. Was bedeutet, das religiöse Symbole jedweder Art in ALLEN staatlichen Einrichtungen verboten sind.

Wir befinden uns letztendlich in einem Kulturkonflikt. Ein Bundespräsident meinte, der Islam gehöre zu Deutschland. Der Verfasser sieht es anders, aber darum geht es nicht.
Es geht darum, dass wir ALLE - egal welcher Herkunft - uns als Bürger dieses Staates begreifen und danach handeln. In diesem Sinne wäre das Verbot religiöser Symbole in der Öffentlichkeit ein Anfang, wieder mehr Staatshoheit nach außen zu tragen.

Gute Entscheidung

Kein Richter hat in der BRD jemals sich ein Kreuz umgehängt oder eine Kippa aufgesetzt. Religion ist Privatsache. Etwas anderes wäre das Aufhängen eines Kreuzes in Amtsstuben. Das würde nur zu Recht bedeuten, dass unsere Rechts-, Moral- und Gesellschaftsvorstellungen auf den Lehren des Christentums fußen, nicht aber auf denen einer uns fremden und mit unserer Welt unvereinbaren durch die Scharia geprägten Werteauffassung.

@10:34 von skydiver-sr

"Hier in DE gilt eine Trennung von Staat und Religion."

Das versteht jeder Nicht-Fanatiker, so wie jeder Atheist.

Nur der Rest nicht, warum nur?

Der Artikel enthält die in

Der Artikel enthält die in sich selbst widersprüchliche Aussage "deutsch-marokkanische Referendarin". Sie kann - wie jeder andere auch - aber nur eines sein, Deutsche oder Marokkanerin. So wie die Sachlage erscheint, handelt es sich um eine Marokkanerin mit deutscher Staatsbürgerschaft.

10:53 von Icke 1

"Integration heißt auch, die Gesetze und Bräuche der Gastländer zu akzeptieren."

Richtig.

"Nicht der Gastgeber muss sich integrieren, sondern der Gast - das ist weltweit so!"

Dafür benötigt er aber auch keine gewisse Offenheit des aufnehmenden Landes (über den Grad von "gewisse" kann man streiten, er sollte m.E. aber nicht "null" sein), das auch bereit sein sollte, sich auch "berühren" zu lassen.

Ansonsten bliebe eine Integration unmöglich, nur eine "Assimilation" wäre dann möglich. Und dann könnte man den Zugewanderten auch nicht vorwerfen, sich nicht integriert zu haben, wenn das aufnehmende Land sich nicht geöffnet hat.

Ist jetzt aber allgemein auf Ihren Kommentar geantwortet, nicht speziell zur Frage, wie Religionsfreiheit und Neutralitätsgebot des Staates zueinander gewichtet sind.

muss differenziert gesehen werden

Zunächst einmal: es geht um eine Rechtsreferendarin, nicht um eine Richterin. Sie befindet sich noch in der Ausbildung und muss zwingend den Referendardienst durchlaufen, um das 2. Staatsexamen zu machen. Das wiederum ist zwingende Voraussetzung, um Rechtsanwältin werden zu können. Die Frau arbeitet also nicht "für den Staat" weil sie es will, sondern weil sie es muss, um ihre Ausbildung abzuschließen.

Vor dem Hintergrund finde ich die hessische Lösung mehr als fair: Sie darf die Ausbildung machen und auch im Normalfall ihr Kopftuch tragen. Nur wenn sie als Repräsentantin des Staats wahrgenommen werden könnte, muss das Kopftuch runter.

Nur am Rande: was fürs Kopftuch gilt, gilt schon jetzt für andere religiöse oder politsche Symbole. Weder ein Richter noch ein Staatsanwalt darf sichtbar ein Kreuz über der Robe tragen. Die Kleiderordnung ist streng: in Bayern sind schon Anwälte aus dem Gerichtssaal geflogen, weil sie keine Krawatte trugen.

um 10:54 von DB_EMD

>>
Das Kreuz um den Hals dagegen hat natürlich auch bei einem Richter nichts zu suchen, sofern er dieses über der Robe trägt! Aber sowas habe ich selber noch nie gesehen! Und was er drunter an hat, möchte ich gar nicht wissen ;-)
<<

Der Richter ist nicht das Problem, er wird schon kein Kreuz über Hemd und Krawatte tragen. Bei Richterinnen ist es anders, da sieht man oftmals den Halsschmuck und der ist nicht selten ein Kreuz.

Andere bedeckungen

Kippa verbieten gilt dann auch? Sikhturban? Sind alternativ Mützen erlaubt? Sind neutral.

Man könnte es viel einfacher haben.

Das derzeitige Verhältnis zwischen Staat und Kirche basiert auf einem Haufen Zugeständnissen, welche man der Kirche im Rahmen der Säkularisierung gemacht hat, auch um gewisse Landesfürsten nicht zu verärgern. Andere Länder, allen voran Frankreich, waren da deutlich konsequenter.
Ich bin dafür, Deutschland zum laizistischen Staat umzuwandeln und diese Trennung von Staat und Religion entsprechend ins Grundgesetz aufzunehmen. Viele Diskussionen bezüglich Kirchensteuer, Religionsunterricht, religiöser Symbole im Amt etc., die in der derzeitigen Praxis immer zur Privilegierung einzelner Religionen führen, hätten wir nicht, es würden klarere Grenzen für alle gezogen und keine Religionsgruppe müsste sich zu Unrecht benachteiligt fühlen. Gerade die Art und Weise, wie die Katholiken die Aufarbeitung des Kindesmissbrauchs in ihrer Kirche und die Entschädigung der Opfer blockieren, sollte Anlass genug sein, dem faulen Kompromiss, den wir seit (über) 100 Jahren haben, ein Ende zu bereiten.

Religion ist Privatsache…

und hat (normalerweise) in der Öffentlichkeit nix verloren, Punkt! Es ist ohnehin schon schlimm genug, dass Religionen in dieser Gesellschaft derart viel Raum eingeräumt wird. Umso mehr Raum verschiedene gleichzeitig aufeinandertreffende Religionen bekommen, umso mehr Konfliktpotential gibt es doch. Verstehen das unsere Politiker nicht? Sehen sie nicht fern, lesen sie keine Zeitungen, schauen sie keine TS? Überall auf der Welt gibt, gab und wird es immer wieder Kriege geben, nur weil widerstreitende Religionen zu viel Raum haben. Daher wäre es ein fatales Signal gewesen, mit mutmaßlich ebenso fatalen Folgen (s. Hanau), wenn das BVerfG hier anders entschieden hätte.

Kopftücher wurden und werden

....immer getragen. Egal welcher Religionszugehörigkeit oder aus sonst welchen Gründen. Problematisch ist eigentlich nur diese verflixte Vollverschleierung weil man dem MENSCH nicht ins Gesicht schauen kann und man deshalb nicht erkennen kann ob das Gegenüber einem grimmig oder freundlich gesonnen ist.

11:16 von AufgeklärteWelt

Änderungen des Status-Quo in Deutschland wären dringend nötig für eine postreligiöse zivilisierte Gesellschaft.
.
Dann dürften Sie das gefällte Urteil ja ohne Wenn und Aber begrüßen.

um 10:39 von Opho

>>"Ich vermute Mal, dass die Akzeptanz eines Kopftuchs oder eines anderen religiösen Symbols innen verschiedenen Landesteilen unterschiedlich ist."<<

Ich vermute mal das Gleiche? Während in der rot-rot-grünen Bronx von Deutschland (Berlin) das Kopftuchtragen erlaubt sein wird, sieht das das konservative Bayernländle sicherlich anders?

We sagt denn, das

We sagt denn, das muslimische Frauen überhaupt ein Kopftuch oder Gesichtsverschleierung in einem freien liberalen Europa tragen müssen. Damit setzen diese Frauen selbst ihre berufliche Perspektiven und Anerkennung in der Gesellschaft aufs Spiel. Mehr als unverschämt, halte ich deren klagen vor Gericht.

@karlheinzfaltermeier, 10:40

Wetten daß........es nicht lange dauern wird,bis von bekannter Seite hysterische Kritik laut wird?

Pustekuchen, Wette verloren. Ich bin ein in diesem Forum bekannter Linker und leidenschaftlicher Kämpfer gegen Diskriminierung. Und ich finde dieses Urteil richtig. Und nu?

Aber ich habe meinerseits gewettet, dass selbst bei dieser Entscheidung - die ja das Kopftuchverbot bestätigt hat - Kommentare (von bekannter Seite) kommen werden, wo man sich nicht gegen das Tragen des Kopftuschs, sondern gegen die islamische Religion empört.
Und ich habe meine Wette gewonnen.

Nicht gut so denn Kopftuch ist nicht gleich Kopftuch

Nicht gut so sage ich zu diesem Urteil. Denn Kopftuch ist nicht gleich Kopftuch. Warum habt ihr so ein Problem mit Kopftuechern bei denen man das Gesicht sieht?? Kann es sein, dass dieser Rechtspopulismus schon anfängt auch unsere Justiz zu beeinflussen?? Denn gestern hat das Bundesverfassungsgericht wirklich eine Sternstunde geliefert.

Und warum kann eine Frau nicht auch mit Kopftuch neutral sein??

https://www.tagesschau.de/inland/kopftuchverbot-111.html

Der Gesetzgeber darf muslimischen Rechtsreferendarinnen verbieten, bei ihrer praktischen Ausbildung im Gerichtssaal ein Kopftuch zu tragen. Die Entscheidung für eine Pflicht, sich in weltanschaulich-religiöser Hinsicht neutral zu verhalten, sei zu respektieren, entschied das Bundesverfassungsgericht in einem Fall aus Hessen. Ein Kopftuchverbot ist demnach aber nicht zwingend.

Warum sollen zum Beispiel Schöffinen nicht auch Kopftuch tragen duerfen (solange man das Gesicht sieht)?

Bravo

In den letzten Jahren habe ich in der Presse nicht gelesen/gehört, dass z.B. Sikhs oder Juden geklagt haben,um in öffentlichen Ämtern ihre Kopfbedeckung tragen wolle. Warum meinen die Muslima etwas besseres zu sein? Tolle Integration! Ich erkundige mich vorher über einen Beruf und wenn ich nicht damit leben kann, während der Arbeitszeit auf mein Kopftuch zu verzichten, dann muss ich mir was anderes suchen. Ich warte auf die erste Klage einer Polizistin, die unter der Mütze darauf besteht, ihr Kopftuch zu tragen!
Das Urteil müsste verpflichtend auf alle Bundesländer/Kommunen übertragen werden, damit diese Klageflut endgültig ein Ende hat.
Da sie doppelte Staatsbürgerschaft hat, darf sie in Marokko Recht sprechen.

um 11:10 von Grandloser

>>
"islamische Kopftuch generell in der Öffentlichkeit verboten gehört" Woran machen Sie fest das es ein islamisches Kopftuch ist? Meine Oma trägt bei schlechten Wetter auch eine Kopftuch und die ist Sudetendeutsche....da machen Sie es sich aber einfach.
<<

Die meisten Gerichtssäle sind wetterfest - keine Sorge.

We sagt denn, das

We sagt denn, das muslimische Frauen überhaupt ein Kopftuch oder Gesichtsverschleierung in einem freien liberalen Europa tragen müssen. Damit setzen diese Frauen selbst ihre berufliche Perspektiven und Anerkennung in der Gesellschaft aufs Spiel. Mehr als unverschämt, halte ich deren klagen vor Gericht.

Einfach Trauig

Noch vor paar tage sterben menschen am rechten Terror und wir diskutieren über Kopftücher wie wäre es mal wenn wir alle Kopftücher tragen so wie wir kippas getragen haben da fehlt uns wohl die nächste Liebe....immer weiter den hass Hass schüren nur weiter so. ..

Vorurteile sind doch etwas Wunderschönes... oder?

Ein Gericht sollte objektiv und unparteiisch sein. Deshalb verstehe ich das Urteil des BVG. Aber warum sollte ein Beisitzer oder Referendar, der eine Kippa, ein Kreuz oder Kopftuch trägt, dazu nicht in der Lage sein? In den Kommentaren wird unterstellt, dass religiöse Menschen ständig missionieren wollten. Was ist daran schlimm, wenn jemand zeigen will, woran er glaubt? Mich stört das nicht.
Dass sich hier die Atheisten aufregen und am liebsten Religonen ganz verbieten würden, verwundert nicht. Dabei sind es gerade die religiösen Lehren, die den Menschen dazu anhalten, friedfertig, gerecht und solidarisch zu sein. Natürlich wird Religion auch missbraucht, aber es wäre falsch, sie deshalb komplett abzulehnen. Die Zustände in der Welt verschlechtern sich auch deshalb immer mehr, gerade weil sich die Menschen von Gott abwenden und nicht mehr spirituell und moralisch sind. Sie glauben, im Materialismus und Hedonismus ihr Heil zu finden. Na, dann sucht mal schön weiter.

@FuE, 11.01h

Zeigen Sie mir mal den (bayerischen) Polizeibeamten, der ein Kreuz zur/über der Uniform trägt.
Ich habe bundesweit noch keinen gesehen.

@ um 11:25 von Kessl

Da der Eindruck entstehen kann, dass religiöse Gründe die Urteilsfindung beeinträchtigen, haben Abzeichen einer Religion nichts in Gerichtssälen zu suchen.
Deshalb wurden doch auch schon Kreuze dort entfernt, wenn ich mich richtig erinnere.
Und das zu Recht.

Warum soll das hier nicht gehen können?

Und warum soll sowas hier nicht gehen können??

https://www.tagesschau.de/inland/kopftuchverbot-111.html

In Hessen können Referendarinnen ihre Ausbildung zwar mit Kopftuch machen. Sie dürfen damit aber keine Tätigkeiten ausüben, bei denen sie als Repräsentantinnen der Justiz oder des Staates wahrgenommen werden können. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie Verhandlungen nicht wie die anderen Referendare von der Richterbank verfolgen dürfen, sondern sich in den Zuschauerraum setzen müssen. Sie dürfen auch keine Sitzungen leiten oder Beweise aufnehmen.

Wo bleibt da die Kultursensibilität? Hier geht es nicht um Religion, sondern um Respekt vor der Kultur des Heimatlandes (in diesem Fall Marokko). Warum sollen die Verhandlungen nicht von der Richterbank aus verfolgen duerfen?? Warum dueren die nicht bei der Beweisaufnahme dabei sein?? Warum sollen weibliche Schöffen nicht Kopftuch tragen duerfen?? Ich dachte, wir setzen uns hier fuer Multikulturalität ein??

Ich bin dafür

das Religion in D kein Streitthema sein darf.

Damit meine Ich Religion ist privat und hat auf keiner Arbeit ein Thema zu sein.

Auf der Arbeit trägt man was nützlich ist für Sicherheit usw. aber keine Sektenzeichen.

@der mulla, 11.04h

Wenn Sie sich da mal nicht irren.
Die Muslimas bestehen auf dem Kopftuch, weil es ein Zeichen/Ausdruck ihrer Religionsausübung ist.
Darum wird ja auch auf der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit herumgeritten.

Oh wow

Am 27. Februar 2020 um 11:23 von NeutraleWelt
@ 10:58 von McColla
"Dass Ihre Meinung jedoch gegensätzlich zum Grundgesetz steht, sollte Ihnen zumindest auffallen."
.
Kennen Sie das Grundgesetzt?
Steht da irgendwo "alle Menschen sind gleich, nur die mit Kopftuch sind besser"?
Andere Länder, andere Sitten!
Fahren Sie mal mit Ihrer Frau auf die arabische Halbinsel, legen Sie sich im Bikini an einen öffentlichen Strand um machen eine Pulle Schampus auf.
Da können Sie dann auch irgendetwas mit Ihrer "Kultur" fordern.

---

Das ist aber ein wahnsinnig stichhaltiges Argument, gegen welches ich überhaupt nicht ankomme.

Aber ich probiere es dennoch mal..

Artikel 4 des Grundgesetzes

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Ich verstehe das so, dass man sowohl eine Kippe als auch ein Kreuz als auch ein Kopftuch tragen darf in der Öffentlichkeit.

Eine Woche nach Hanau ...

hier die erwartbaren Reaktionen von Rechtsaußen. Spricht für sich und gegen deren Anstand. Ein Armutszeugnis an Glaubwürdigkeit, was dahin geheuchelte Beileidskundgebungen anbetrifft. Es gilt weiterhin Art 4 (Religionsfreiheit) ... allerdings in der Freizeit!
.
Als Bediensteter im öffentlichen Amt & Job gilt es sämtliche Religionssymbole außen vor zu halten. Ich will nicht von einer frömmelnden, kreuzbehängten Sachbearbeiterin bedient werden, die mich als Mann pikiert anschaut, weil mein Ehemann mitgekommen ist.

Kreuz wie Kopftuch darf gerne nach Arbeitsende angelegt werden.

Also, next stop: Söder darf sich nicht mehr als "Kreuzritter" in Amtsstuben betätigen und sollte gezwungen werden, das Kreuz in bayrischen Amtsstuben & Klassenräumen abzuhängen.

Deutschland ist ein säkularer Staat.

@ isor (11:05): die Spaltung kommt durch CSU + CDU + AFD + NPD

@ isor

Hätte die Klägerin gewonnen wäre die Spaltung in der Gesellschaft noch größer geworden.

Diese Spaltung wird nur durch Rechtspopulisten (CDU, CSU) und Rechtsextremisten (AfD, NPD, DVU, Dritter Weg und Co) ausgelöst. Ich persönlich habe kein Problem damit.

Deswegen: falsche Entscheidung. Wo bleibt bei ihnen der Respekt vor der Kultur aus Marokko??

OK, man muss die Regierung dort nicht mögen weil sie auch ziemlich extremistisch ist und sich auch nicht unbedingt an die Menschenrechte hält. Schon wahr. Aber gewisser Kulturrespekt sollte sein. Ich dachte, wir waren uns einig dass wir hier bei uns die Multikulturalität leben wollen??

@Grandloser, 11.10h

Ich weiß nicht, wie alt Sie sind.
In meiner Jugend trugen gerade die Frauen auf dem Land zur Feld- und Stallarbeit ein Kopftuch.
In manchen Regionen gehört(e) es auch zur Tracht.
In keinem Fall war es Ausdruck religiöser Zugehörigkeit.
Unterscheiden lässt sich das "islamische" Kopftuch von den zuvor beschriebenen ganz einfach.
Durch die Trageweise, das heißt die Art, wie es gebunden wird.
Das ist einmalig.

Sehr gutes Urteil

Vielen Dank!

Urteile wie diese können mir den Glauben an den deutschen Rechtsstaat zurück geben.

Na Gottseidank!

Ich frage mich, was eine Rechtsreferendarin reitet, das Recht auf Kopftuch in einem Gerichtssaal durchsetzen zu wollen. In meinen Augen zeigt das, dass die Frau nicht geeignet ist, in einem auf positivem Recht, also ohne religiöse Bekenntnisabhängigkeiten, fußenden Rechtssystem eine verantwortliche Rolle zu spielen.

Gutes Urteil.

Deutschland ist, jedenfalls gegenwärtig, kein islamisches Land. Es gilt also die Trennung von Staat und Religion.
Interessant finde ich, daß gerade Moslems gegen diesen Grundsatz immer wieder anlaufen, wahrscheinlich in dem Glauben oder sicheren Erkenntnis: Irgendwann klappt es... --- Und es läßt mMn einen Einblick in das Staatsverständnis der Klägerin (bzw. in Bayern der moslemischen Verbände) zu, woraus sich bei mir sofort die Frage ergibt: wenn sie mit den gegenwärtigen Verhältnissen nicht klar kommt, warum praktiziert sie nicht Marokko? Ach ja: "Fachkräftemangel" --- deshalb MUSS aber nicht Jeder genommen werden.

@ 11:25 von Kessl

"In diesem Land regiert eine Partei namens CDU, aber die Referendarin eines Gerichts darf ihre Religion als Repräsentantin des Staates nicht zeigen."
.
In CDU steht noch immer ein "C" und kein "I".
Und diese Referendarin darf ihre Glaubenssymbole genau so wenig zeigen, wie alle anderen Angehörigen des Gerichtes auch nicht.
Sind wir hier im Kasperle-Theater?
Der nächste Richter ist dann bei den "Spaghetti-Monstern" und kommt mit einem Nudelsieb auf dem Kopf?

Wenn du in Rom bist, verhalte dich wie die Römer

Und sich anzupassen, heißt nicht, seine eigene Identität zu leugnen oder abzugeben.

Nein, um harmonisch miteinander zu leben ist es eine Grundvoraussetzung.

Warum können/wollen Moslems nicht die in Deutschland staatlich vorgegebenen Gesetze, in diesem Fall das Neutralitätsgebot, nicht anerkennen?

Seit ca. 20 Jahren ziehen sie regelmäßig vor Gericht, wobei es in der Regel konservative islamische Verbände sind, die die Prozess-Kosten tragen, um das Neutralitätsgebot in ihrem Sinne aufzuheben?

Hat ein gewissen Geschmack...

PS. Das Urteil des Verfassungsgericht geht in Ordnung.

Hoffentlich ist es Richtungsweisend.

11:25 von Kessl

>>In diesem Land regiert eine Partei namens CDU, aber die Referendarin eines Gerichts darf ihre Religion als Repräsentantin des Staates nicht zeigen.
Das ist entweder absurd, oder Rassismus.<<

Weder das eine, noch das andere.

Es nennt sich schlicht gesagt: staatliche Neutralität!

Das gilt für jede Religion!

um 11:25 von Kessl

>>In diesem Land regiert eine Partei namens CDU, aber die Referendarin eines Gerichts darf ihre Religion als Repräsentantin des Staates nicht zeigen.
Das ist entweder absurd, oder Rassismus.<<
Ist Religion neuerdings auch "Rasse"?

@Paddy B.

"Manche besonders intolerante Glaubensrichtungen (wie zum Beispiel Ihre Form des Atheismus) […]"

Atheismus ist im selben Maß eine Glaubensrichtung, wie "nicht Golf spielen" eine Sportart ist. Abgesehen davon ist die einzige zwingende gemeinsame Überzeugung von Atheisten, dass es keinen Gott gibt.

@FuE

"Gleiches Recht für alle.....dann dürfte hoheitlichen Amtsträgern auch das Umhängen eines Kreuzes verboten werden" Am 27. Februar 2020 um 11:01 von FuE

Nennen Sie bitte auch nur ein Beispiel, wo das der Fall gewesen ist.

Wer hat über seiner wadenlanger* Juristenrobe ein Kreuz getragen?

* Wadenlang. Die gibt es nicht in Mini und nicht in bodenlang und die Farbe darf man sich auch nicht aussuchen.

Bundeseinheitliche Regelungen

Diese Entscheidung kann doch nicht in jedem Bundesland anders gehandhabt werden. Das wäre Länder-Egoismus.

Der Entscheidung des Gerichts stimme ich zu!

Religion allgemein ist meiner Meinung nach strikt von staatlicher Hoheit zu trennen! (Ein Kopftuchverbot allein wäre diskriminierend.) Nur auf dieser Basis kann von staatlicher Seite auch wirklich neutral und weltoffen mit allen Glaubensrichtungen der Welt umgegangen werden. Was ich in diesem Kontext aber am wenigsten nachvollziehen kann ist, dass 2 Parteien immer noch ein antiquiertes "C" im Namen tragen. Sollte nicht vielleicht erst hier begonnen werden um diesbezüglich überhaupt erst glaubwürdig zu werden?
Ist es nicht in unserer Geschichte und an vielen Orten der Welt sichtbar, wohin religiöse Einflüsse in staatlichen Strukturen führen können. Es endet meist in blutigen Auseinandersetzungen!

@Kessl

"Absurdes Urteil In diesem Land regiert eine Partei namens CDU" Am 27. Februar 2020 um 11:25 von Kessl

Nein, wir haben GroKo.

Die CDU führt hier keine Diktatur und die Abgeordneten sitzen auch nicht mit dicken Kreuzen um den Hals im Land- und Bundestag.

@ Kessl: Die CDU ist nicht der Staat

Das Urteil ist keineswegs absurd. Es geht dem Bundesverfassungsgericht um die Neutralität des STAATES, nicht darum, wer in diesem Staat regiert. Die CDU und deren Mitglieder dürfen, wie die anderer Parteien auch, ihre Weltanschauung vertreten. In dem Moment, in dem sie aber ein öffentliches Amt ausüben, müssen diese Weltanschauungen hinter der gebotenen Neutralität des Amtes zurücktreten. Deshalb darf z. B. ein Minister Seehofer bestimmte Dinge nicht über die AfD sagen, der Bürger bzw. das CSU-Mitglied Seehofer darf das aber jederzeit. Die CDU ist zum Glück nicht die Staatspartei des Landes, auch wenn mancher Funktionär sich das insgeheim wünschen würde. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Parteien.

10:39 von Dr.Hans

".... bestens sichtbares Zeichen für Nichtintegration ist."

Ein Thema bei dem wie auf Knopfdruck die ewig selben Sprechblasen, Versatzstücke von Rechtsnationalen sofort abgeliefert werden. Inhalt auf copy&paste-Niveau, intellektuell dürftig.

Ihre Meinung ist ihnen unbenommen. Sie steht jedoch dem GG feindlich gegenüber. Das bestätigt den Verdacht Ihre Lieblingspartei wird zu Recht vom Verfassungsschutz geprüft.

Das Religionssymbol Kopftuch als Sinnbild für mangelnde "Integration" zu betrachten, entspräche einer ebenso unsinnigen Unterstellung ein umgehängstes Kreuz um Ihren Hals im Alltag/Freizeit wäre Beweis Sie wären ein christlich-fundamentalistischer Eiferer, der Schwule o. emanzipierte Frauen hasst.

In der Freizeit gilt Religionfreiheit. Art 4 GG. Wann kommen Sie im demokratischen Verfassungsstaat an? Können wir Sie als integrierbar ansehen?

@Grandloser

Ich denke mal, wenn das schlechte Wetter besser wurde oder Ihre Oma ein Gebäude betreten hat, hat sie ihr Kopftuch abgenommen!
Meine hat das gemacht und aus meiner Erinnerung haben so alle älteten Damen so verfahren. Aber da ein Generationswechsel bereits stattgefunden hat, sehe ich seit vielen Jahren kein älteren Damen mehr mit Kopftuch (und Kittelschürze).
Ich glaube, da haben Sie was verwechselt.

@Kessl, 11.25h

Das ist weder absurd noch Rassismus, sondern das Neutralitätsgebot.
Darum wurden auch die Kreuze aus den Gerichtssälen entfernt.
Wie wollen Sie jemand erklären, warum im Gerichtssaal christliche Symbole entfernt werden, muslimische aber zugelassen.
Das wäre absurd.

Mützenträger

Früher hatte ich lange Haare. Heute sieht man auf meinem Haupt mehr Haut als Haar.
Auch deswegen trage ich inzwischen außer Haus meistens eine Mütze.
So weit ich weiß, muss ich sogar diese Mütze bei Gericht abnehmen. Und meine Mützen haben mit Sicherheit keinerlei religiöse Symbolik.

Vor Gericht hat JEDER seine Kopfbedeckung abzunehmen! Das gilt für beide Seiten.

um 11:23 von NeutraleWelt

"Kennen Sie das Grundgesetzt?
Steht da irgendwo "alle Menschen sind gleich, nur die mit Kopftuch sind besser"?
Andere Länder, andere Sitten!
Fahren Sie mal mit Ihrer Frau auf die arabische Halbinsel, legen Sie sich im Bikini an einen öffentlichen Strand um machen eine Pulle Schampus auf."

Hier geht es weder um die Unterschiede von "Sitten" noch um die neidschürend großen Errungenschaften deutscher Spitzenurlauber und Pubertätsverlängerer.
Der Angelpunkt heißt mal schlicht "Neutralität" und nicht NeutraleWelt. Nicht im Geringsten beschäftigt sich die Urteilsfindung mit der Qualität einer Religion noch mit ihrer Tradition.

re al ternativ

"Etwas anderes wäre das Aufhängen eines Kreuzes in Amtsstuben. Das würde nur zu Recht bedeuten, dass unsere Rechts-, Moral- und Gesellschaftsvorstellungen auf den Lehren des Christentums fußen"

Genau das tun sie aber nicht. Unsere Vorstellungen fußen auf der Aufklärung und haben sich GEGEN die Lehren des Christentums* durchgesetzt. Die Kirchen haben nur nachgezogen.

* Lehren des Christentums in abstrakter Form gibt es nicht. Sie waren und sind immer im historischen Kontext als Lehrmeinung des organisierten Christentums, i.e. der Kirchen, zu betrachten.

was für ein doch schwachsinnige Forderung

unser Leben ist nun mal ritualisiert
käme einer auf den Gedanken, Hawai TShirts zu tragen Shorts und die Robe wegzulassen
zeigt eine Diskussion darüber die Toleranz in unserem Staat

10:52 von b_m

"Was wir brauchen ist ein Verbot von Religion im kompletten öffentlichen Raum."

.-.-.

Soweit ging nicht einmal die DDR.

Ich kenne aber diese Träume seitens atheistischer Hardliner.

Falls sie durchgesetzt würden, hätten wir den grauenvollsten diktatorischen Staat, der überhaupt denkbar ist.

Allerdings möchte ich weder von Lehrern noch von Gerichtsvertretern noch von Atheisten auf der Basis ihrer Weltanschauung unterrichtet oder abgerichtet werden.

@kessl 11.25

das ist weder rassistisch, weil Religionssymbole ja keine Rasse haben noch absurd. Absurd ist höchstens Ihr Kommentar. Hier geht es um die Neutralität im Gericht, wo weder religiöse noch politische Symbole angesagt sind. Was die "ehemalige Referendarin" geritten hat, diese Neutralität nicht zu respektieren und zu klagen? Uneinsichtigkeit? Fehlendes Verständnis für die Neutralitätspflicht? Religiöser Extremismus von ihr oder den Hintermännern?

sehr gut!

... und als nächstes gehören Kruzifixe in Schulen und Behörden verbannt !

... wer privat an Götzen oder unsichtbare Wesen glaubt, der mag das tun ...

... aber damit andere zu behelligen oder seinen “Glauben” über die Belange des Grundgesetzes und der demokratischen Gesellschaft zu stellen, muss endlich aufhören!

... Konfessionsunterricht - islamisch, jüdisch, katholisch, evangelisch, hokuspokus, etc. gehört an Schulen verboten und ist klarer Gesetzesbruch!

Das staatliche

Das staatliche Neutralitätsgebot hat seine Berechtigung!

Ein Moslem oder eine Moslemin zu sein, bedeutet, sich dem Willen ihres Gottes zu unterwerfen. (Sonst wäre es kein Moslem/Moslemin)

Wer Seiten von Islamverbänden, Moschee-Gemeinden aufruft und/oder den Koran liest, stellt dies unzweifelhat fest.

Somit stellt er/sie (die Trägerin) die Theokratie über Demokratie und die FDGO!

Eine Moslemin, die Kopftuch trägt und als Beamte oder Richterin in Ausübung ihres Dienstes tätig ist, würde ich als befangen ablehnen.

Ein wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgericht!

Was ist denn militant ?

Ich bin evangelischer Christ und in meiner Gemeinde vielfältig ehrenamtlich aktiv.
Wir schaffen es, mit 6 Hauptamtlichen mehr als 60 Ehrenamtliche für Kinder- und Altenbetreuung, Tafel, Obdachlosenversorgung etc. zu aktivieren.
Wer helfen Menschen jeder Herkunft und Konfession und missionieren nicht.
Ich würde gern wissen, ob daran etwas militant ist.
Oder meinen Sie die Kirchen mit Ihren Glocken, die in meiner Stadt Hamburg im Abstand von 5-8 km zu finden sind und teileweise sind Jahrhunderten existieren ?

10:53 von Icke 1

"Nicht der Gastgeber muss sich integrieren, sondern der Gast - das ist weltweit so!"

.,.,.

Das ist nicht im Sinne einer Demokratie.
Da geht es nicht darum, wer der Gastgeber ist, sondern dass alle Menschen gleich sind.

Wenn Muslime in Deutschland wohnen, ist der Unterschied zwischen Gastgeber und Gast nicht vorhanden.

Sie sind alle gleich, haben die gleichen Rechte, haben die gleichen Pflichten.

Wer als Christ fordert, dass sich der Moslem den Christen anzupassen hat, ist ein Feind der Demokratie.

Und wer als Moslem begreift, dass wir als Bürger alle gleiche Rechte haben, ist ein Unterstützer der Demokratie.

Wer als Christ oder Moslem im Gericht offen zeigt, dass er auf der Basis seiner persönlichen Religion urteilen will, hat da nichts verloren.

@wurzelpurzel, 11.29h

Das ist falsch.
Die meisten Deutschen mit Migrationshintergrund haben zwei Staatsangehörigkeiten.
Sind deshalb auch beides.
Ob diese Frau zwei Staatsangehörigkeiten hat, geht aus dem Artikel nicht hervor.

@ 11:47 von derdickewisser

"Na Gottseidank!"

... ohne religiöse Bekenntnisabhängigkeiten ...

----

Fällt Ihnen bei diesen beiden Zitaten aus Ihrem Kommentar ein gewisser - durchaus nicht unkomischer - Widerspruch auf?

Freundliche atheistische Grüße.

12:04 von rainbowdiver

>>10:39 von Dr.Hans

".... bestens sichtbares Zeichen für Nichtintegration ist."<<

Der Nutzer Dr. Hans hat nicht unrecht!

Ich empfehle ihnen Internetpräsentationen von islamischen Verbänden näher zu betrachten.

Das Kopftuch trennt Gläubige von Ungläubigen. Und Vieles mehr.

Sie werden staunen.

Seine Aussage hat nicht mal im entferntesten weder mit Sprechblasen noch mit Rechtnationalen zu tun.

@ 11:39 von Demokratieschue...

"Wo bleibt da die Kultursensibilität? Hier geht es nicht um Religion, sondern um Respekt vor der Kultur des Heimatlandes (in diesem Fall Marokko)."
.
Was habe ich mit der Kultur von Marokko zu tun?
Lebe ich dort? Falls ich mich jemals entschließen sollte, können wir gerne nochmal über das Thema reden.
Die Dame kann doch in ihrem Heimatland ihre Kultur vollkommen ausleben?
Haben Sie schon mal über die Kultur von Papua-Neuguinea nachgedacht? Da laufen die Menschen nackt und mit Penis-Köchern rum.
Ist das jetzt der Maßstab?

13:44, DerVaihinger

>>Die meisten Deutschen mit Migrationshintergrund haben zwei Staatsangehörigkeiten.<<

Das ist komplett unrichtig.

Das Urteil

gibt mir den Glauben an den Rechtsstaat langsam wieder zurück. Man befindet sich in einem Land, in dem andere Sitten herrschen wie im Land der Vorfahren der Klägerin. Mache ich Urlaub in einem anderen Land, muss ich deren Regeln und Vorschriften auch einhalten.
Wollen wir hoffen das dieser Prozess nicht wieder vom deutschen Steuerzahler berappt werden muss.

Klargestellt

Mit diesem Urteil wird klargestellt, wie religiöse Neutralität in Gerichten zu definieren ist. Es wurde gegen die vollständige Pluralität gestimmt. Jetzt ist nicht alles erlaubt, sondern alles verboten. Sofern das für alle gilt, eine einheitliche und faire Lösung.

Ob die plurale Alternative besser oder sinnvoll gewesen wäre ist wohl Ansichtssache.

Über diese beliebte Symboldiskussion sollte man nie vergessen, dass es gerade in öffentlichen Ämtern wichtiger sein sollte, wie es IN den Köpfen der Staatsdiener aussieht und nicht so sehr wie darauf.

Im Fall des Falles hätte wohl jeder von uns lieber eine weise Richterin mit Kopftuch als einen radikalen Irren mit korrekter Frisur.

@ terra incognita

Nein das Missverständnis beruht auf der Annahme das Kopftuch tragen in "muslimischer Art" recht eindeutig die Religionszugehörigkeit anzeigt. Meiner Meinung nach ziemlicher Quatsch. Wie Sie schon feststellten tragen und trugen viele Menschen in Deutschland Kopftücher ohne damit zwangsläufig zu einer bestimmten Religion zu bekennen. Von daher ist das Kopftuch allein ein ziemlich populistischer Indikator. Siehe unsere Beispiele...

@10:53 von Icke 1

>>Nicht der Gastgeber muss sich integrieren, sondern der Gast - das ist weltweit so!<<

Die Frau wurde in Frankfurt geboren. Die ist kein Gast, sie ist eine Einheimische.
Dieser Person sind die gleichen Rechte (und Pflichten) zuzugestehen wie jedem Anderen hier auch. Wenn sie keine religiösen Symbole bei einer Amtsausübung tragen darf, dann sollte das bei Anderen genauso gelten.

Noch wichtiger ist dann jedoch, dass auch die Räumlichkeiten in denen die Amtsausübung stattfindet religiös neutral gehalten sind. (ich schiele dabei nach Bayern...)

@Demokratieschülerin 11.42

"falsche Entscheidung. Wo bleibt bei ihnen der Respekt vor der Kultur aus Marokko??"
Darum geht es überhaupt nicht, sondern um die politische und religiöse Neutralität des Gerichts. Im Übrigen gibt es in Marokko ein Burka- und Niquabverbot. Und Multikulturalität leben? Aber nicht im Gericht, da gibt es für Richter eben Roben, sogar die Farbe ist vorgeschrieben. Und für Alle, die es partout nicht verstehen wollen- es geht auch nicht um Religionsfreiheit. Die kann Jede und Jeder ausleben- zu Hause, in seiner Moschee, Kirche, Synagoge, im Tempel. Aber nicht im Gericht

nicht nur staatliche Neutralität

Jemand der die Kopftuchfrage bis vor das Bundesverfassungsgericht bringt, zeigt mir welche große Bedeutung dies für diesen Menschen hat, seine Weltanschauung/Religion nach außen durchzusetzen.
Meine große Angst wäre da, dass die Urteile entsprechend davon beeinflusst werden (der Richter hat ja einen gewissen Spielraum).

@ Lutz Jüncke 13.46

Na, immerhin einer hat's gemerkt. :-)
Gottlose Grüße zurück.

Gut, wenigstens da ist

Gut, wenigstens da ist endlich ein Aufhalten moeglich. Das haette ich mir auch schon bzgl der Lehrerinnen deutlicher gewuenscht, denn das Kopftuch ist ein Zugestaendnis einer Frauenrolle die nicht fuer eine Respektsperson gegenueber Schulkindern angemessen ist.

um 13:49 von morgentau19

"Das Kopftuch trennt Gläubige von Ungläubigen. Und Vieles mehr."
.
Ich kenne viele gläubige Musliminnen, die kein Kopftuch tragen. So einfach ist die Welt nicht, es gibt nicht nur schwarz und weiß.

@11:35 von terra incognita

>>Da sie doppelte Staatsbürgerschaft hat, darf sie in Marokko Recht sprechen.<<

Und Sie meinen, dass ein deutscher Abschluss in Jura Ihnen in Marokko etwas bringt? Angeblich gibt es bei den Gesetzen durchaus Unterschiede.

Entscheidung Kopftuchverbot für Juristinnen?

Ich finde die Begründung des Verfassungsgericht überzeugend, wonach im Kern eine geringfügige Beeinträchtigung der Religionsfreiheit bei Kollision mit anderen Rechten, hier die Neutralität im Amt hinzunehmen ist. Nimmt die Betroffene das hin, überzeugt sie damit, dass Neutralität höchste Priorität hat.
Neutralität bzw. Unparteilichkeit ist im Bereich der Justiz absolut zwingend.

um 14:03 von MR.Troc

"Mache ich Urlaub in einem anderen Land, muss ich deren Regeln und Vorschriften auch einhalten."
.
Das sieht man bei Deutschen auf Mallorca. Ironie aus.

@ Sausevind

Wieder einmal begeistern mich Ihre Kommentare.

Und zwar sämtliche hier im Thread.

Sie bringen die Sache wirklich auf den Punkt.

Danke.

Sehr gut!

Überall hat man die Vorschriften des jeweiligen Landes zu respektieren und einzuhalten.
Scheinbar hat diese Dame keine wichtigeren Probleme, als den - ohnehin schon überlasteten - Justizapparat zu blockieren!
Meinrs Erachtens sehr schlechte Voraussetzungen für eine Karriere in der Justiz!!

Warum?

In Zeiten der völlig überzogenen politischen Korrektheit ein sicherlich verständliches Urteil. Aber warum? Lasst doch den Christen ihr Kreuz um den Hals und den Musliminnen ihr Kopftuch. Der einzige Grund für dieses Urteil ist doch "Ich will aber...". Niemand sollte seine Gefühle durch ein Kopftuch verletzt sehen, und wir alle sollten mehr Toleranz aufbringen.

Blödsinn

Der Rassismus ist erschreckend. Auch in den Kommentaren.
Man faselt was von Neutralität und Kirche/Staat getrennt... kein Kopftuch, ABER Kreuze in Gerichten sind ok. Und ja, gibt es genügend.

Gut so

Dieses Urteil ist ist gut so, basta.

Was diese Frau geritten hat, ihre Forderung auch noch vor dem Verfassungsgericht auszutragen, ist mir persönlich ein Rätsel. Sie lebt in Deutschland, macht hier ihre juristische Ausbildung und möchte und soll auch liebend gern in Deutschland beruflich tätig werden.

Warum in aller Welt muss sie bei der beruflichen Tätigkeit unbedingt ein Kopftuch tragen und akzeptiert nicht einfach das bereits vor dem Urteil ausgesprochene Kopftuchverbot? In jedem Land gibt es gewisse Regeln, die jeder akzeptieren sollte.

Beispiel: In einem muslimischen Land darf eine Touristin nicht ohne Kopfbedeckung eine Moschee betreten, das ist z.B. eine Regel, welche ohne groß zu lamentieren, zu akzeptieren ist, ob Deutsche, Japanerin oder einheimische Muslima, basta.

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