Kommentare - Umfrage: Mehrheit befürwortet ärztliche Sterbehilfe

25. Februar 2020 - 08:17 Uhr

Die Mehrheit der Deutschen findet, dass Ärzte straffrei bleiben sollen, wenn sie Schwerstkranke beim Suizid unterstützen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag von Report Mainz hervor.

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Kommentare

@ Interzoni (09:05): dem hier kann ich nur zustimmen

hi Interzoni

Dem hier:

Die Euthanasie-Vergangenheit ist nur eine faule Ausrede

kann ich nur absolut zustimmen. Das mit der NAZI-Euthanasie hat nichts mit ärztlich assistierter Sterbehilfe zu tun. Nochdazu hat der BGH zwei Ärzte freigesprochen in so einem Fall.

Und die Kirchen sollten bei sows in der Tat keine Rolle spielen, genauso wie die Kirchen beim Schwangerschaftsabbruch keine Rolle spielen sollten.

Ich möchte in Würde gehen dürfen

Ich fürchte mich nicht vor dem Tod.
Aber vor einem langsamen sterben, vor einem langen Dahinsiechen, unfähig, es selbst zu beenden, nur noch da sein, damit Kliniken an mir verdienen und damit ich meine Angehörigen in den Wahnsinn treibe.
Mit 2 Pflegefällen daheim weiß ich bestimmt, wovon ich rede.
Mutter wünscht sich seit Jahren täglich den Tod....

ein Vogelschiss in der Geschichte ....

so sagte kuerzlich ein Politiker hierzulande ....

waren diese 13 Jahre ne kurze Episode in einer 1.100 jaehrigen Geschichte
oder doch mehr ?
wenn es mehr war, sollte man sich vielleicht
einen besonders sensiblen umgang beim Thema Sterbehilfe Euthanasie leisten ,
als es unsere europaeischen Nachbarn sich erlauben koennen

@ Brisant (08:36): sehe ich ebenfalls so

hi Brisant

Es ist ein Akt menschlicher Gnade dem Mitmenschen einen würdevollen Tot zu ermöglichen.

sehe ich ebenfalls so. Wenn bei solchen Schwerstkranken es wirklich keine Aussicht mehr auf Heilung gibt (die Krankheit also irreversibel ist) und ein Weiterleben nur noch Quälerei an Maschinen ist, dann ist so eine Erlösung Gnade. Besonders bei Menschen die ueber 70 Jahre alt sind (also 70 Jahre und älter).

Und auch mit dem hier:

Wird es das, so werden viele alte und kranke Menschen sich töten, solange sie noch dazu in der Lage sind.

haben Sie recht. Aber: Freitod ist KEINE Lösung, weil das nur alle belastet. Deswegen gibt es aus gutem Grund die Palliativstationen die ausgebaut werden sollten in allen Bundesländern. Solche Sterbehilfe kann auch in Palliativstationen durchaus möglich sein neben Krankenhäusern (z.B. Krebsstationen). Aber besser fände ich, wenn es fuer solche Sterbefälle in Krankenhäusern eigene Stationen mit entsprechenden Ärzten gäbe.

11:28 von Kölner1

"Was für eine scheinheilige Diskussion. Die aktive Sterbehilfe wird in Deutschland kommen und das mit absoluter Sicherheit. Spätestens dann, wenn keiner mehr weiss wie die geburtenstarken Jahrgänge schwerstgebrechlich im Alter versorgt werden können und müssen."

.-.-.

Und da haben wir den Salat.

Hier wird ganz ehrlich argumentiert, dass man die Sterbenden aus Mangel an Pflegekräften umbringen müsse, und dass man das nicht verhindern dürfe.

Das wäre dann bereits legitimierter Mord, für den hier plädiert wird.

@ harry_up

Ziehen Sie sich hier jetzt an Begrifflichkeiten hoch? Bitte , wenn sie wollen ersetzen sie es durch eine Überdosis an Betäubungsmitteln in Spritzen- Tabletten- oder Getränkeform (Die Menge macht das GIFT) auf jeden Fall dürfte es einer gewinnbringenden Transplantation von Organen abträglich sein.

Kathrin_1

@ von karwandler
das stimmt nicht, daß Organe Schwerstkranker nicht mehr verwertbar sind.
Die allermeisten denken dabei nur an Organe, wie Herz, Lunge usw.
Nein, auch Augen, Knochen u. a. werden von Verstorbenen entnommen. Denn, etwas wie Knochenmark muß und Augen können nicht von Lebenden genommen werden.
Und deshalb sollte jeder auch diese Entnahmen im Organspendeausweis wie auch Patientenverfügung deutlich ablehnen, wenn er eine Entnahme nicht möchte.

wie soll diese Sterbehilfe ausschauen

ich meine jetzt mal wirklich mit unserer deutschen Gruendlichkeit
alles in Gesetze und Paragraphen packen zu wollen
menschlicher macht es die Sache dadurch definitiv nicht

klar werde ich jetzt in der Luft zerrissen ...

aber ist es wirklich notwendig zu hinterfragen
ob die Oma die seit Jahren ans Bett gefesselt
und nur vom Sterben traumt
wirklich an dem Herzinfarkt starb wie es auf dem Totenschein des Arztes steht

@ Klabautermann (13:11): auch fuer Sie absolute Zustimmung

hi Klabautermann

Auch Ihnen kann ich bei dem hier:

Wahrscheinlich ist es auch für Angehörige angenehmer einen sterbenden am Bett zu begleiten und ihm vielleicht die Hand zu halten, als ihm beim Knüpfen des Stricks zu helfe/cite>

nur absolut zustimmen. Deswegen bin ich FUER ärztlich assistierte Sterbehilfe. Wenn derjenige/diejenige dann in Frieden einschlafen kann, wenn es nicht mehr geht dann ist das gut so.

Denn ich habe solche Erfahrungen selbst hinter mir: einmal bei meinem Opa 2013 der an Krebs gestorben ist in einem Krankenhaus. Es war zweiwöchige wuerdelose Quälerei, in denen er mehrfach nach aktiver Sterbehilfe verlangt hat. Dann das zweite Mal fuenf Jahre später 2018 bei meiner Oma die nach einem zweiten Rezidiv eines Nierenkrebs (dieses zweite Rezidiv war dann Bauchspeicheldruesenkrebs) hier bei uns in einer Palliativstation verstorben ist. Bei ihr war alles anders als vorher. Und sie durfte in Frieden einschlafen.

13:21 von Kathrin_1

Einer meiner Großvätern ist durch die Gabe unseres Hausarztes gestorben
.
nicht jeder hat so einen Hausarzt ....
der dazu den Mut und auch die menschliche Groesse dazu besitzt

re klabautermann 08

"@ karwandler

Wer spricht denn, davon, dass sich das nur auf ALTE Menschen bezieht und wie definieren Sie SCHWERKRANK? Ich habe in den 80ern zB einen Film gesehen, da wurde ein in den besten Jahren stehender durch einen Unfall ab den Hals abwärts gelähmt (alles andere funktionierte). Auch in diesem Fall ging es darum, dass er auf sein Recht bestand seinem Leben ein würdiges Ende zu bereiten. Wahrscheinlich wäre er also ein Ideales Objekt zum Ausschlachten gewesen."

Ich ignoriere mal Ihr geschmackloses "Ausschlachten" als Primitivpolemik gegen die Organspende und kommentiere ihr Beispiel als unpassend. Das Thema Sterbehilfe betrifft den unheilbaren und und zu einem qualvollen Ende verurteilten Kranken. Nicht der Erfüllung eines Wunsches auf Sterben ad libitum.

Eigentlich geht es nicht ums

Eigentlich geht es nicht ums "dürfen", sondern ums "belegen" (des Dürfens).
Vollmachten gibt es heute auch schon zuhauf; trotzdem wird immer wieder angezweifelt, dass sie rechtens zustande kamen mit Urteils-/Zurechnungsfähigkeit usw.
Solange das bei "Kleinigkeiten" noch Probleme macht (= nichts vernünftig geregelt ist), sollte man nicht über Beihilfe zum Suizid reden.
Danach gerne.

re leipzigerin

"@karwandler, doch...

...mit ein wenig Blick über den Tellerand und nicht immer polemischen Reingrätschen, wenn es Ihnen nicht passt."

Wenn Sie sich mit meinen Kommentaren auseinandersetzen wollen, gern. Geht aber nicht mit unkonkreten Vorwürfen.

@ Klabautermann 08 (13:11): der letzte Fall war Anfang des Jahre

@ Klabautermann 08

Außerdem habe ich erst Anfang diesen Jahres erneut eine enge Angehörige verloren die meine Taufpatin war (eine Tante von mir in Norddeutschland). Auch sie ist in einem Pflegeheim gestorben. Aber auch sie musste wenigstens nicht leiden.

Und was mich traurig macht:
Ihr Mann - also mein Onkel - lebt noch, ist aber dermaßen dement, dass er mich bei meinen Besuchen und auch meine Altvorderen nicht mehr erkennt. Wir sind Fremde fuer ihn. Außerdem hört er ziemlich schlecht. Wir rechnen damit, dass es auch bei ihm nicht mehr lange gehen wird.

@ Icke1 (13:05): ganz genau - jeder sollte frei entscheiden könn

hi Icke1

Ich denke, nur ich selber allein kann und darf entscheiden, wann ich mein Leben beendigen möchte. Da hat sich der Staat und der Gesetzgeber nicht einzumischen, denn ich bin kein Staatseigentum, obwohl Politiker das oft meinen!

ganz genau. Jeder/jede sollte - wenn es um irreversible Sachen wie Krebs oder MS, Gehirntumor oder andere solche schweren Sachen geht - selbst entscheiden duerfen. Im Gegensatz dazu sind natuerlich Depressionen KEIN Fall fuer sowas. Depressionen kann man behandeln in entsprechenden Kliniken.

Und nein, kein Mensch ist das Eigentum von irgendwem. Kein Mensch gehört irgendwem.

@ Klabautermann 08, um 13:11

Ich kann und ehrlich gesagt: möchte nicht einmal den Versuch machen, Ihren abstrusen Äußerungen überhaupt nicht folgen.

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