Kommentare - Die EU fordert, Johnson schmettert ab

03. Februar 2020 - 16:21 Uhr

Unterschiedlicher könnten die Standpunkte von EU und Großbritannien vor den anstehenden Verhandlungen um mögliche Abkommen nicht sein: Die EU stellt Bedingungen, Johnson will davon nichts hören.

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Kommentare

@SanVito, 17:54

"Einer der Gründe war übrigens die Flutwelle der Migranten-aber das wissen Sie ja." -
Nein, war es nicht. Die Arbeitnehmer aus der EU (z.B. aus Polen) waren einer der Gründe. Diese haben aber mit der 'Flutwelle', die sie meinen, auch wirklich überhaupt nichts zu tun. Aber das wissen sie ja. Nur passt das nicht so gut in ihre Argumentationskette.

Mehrere Kommentare @karwandler

Sehr gut.

Also, quälen Sie sich nicht mit der Frage, ob aus dieser Beziehung die Spannung raus ist. (011119)

„Für die britische Exklave Gibraltar im Süden Spaniens ist die Frage der Grenzregelung bei den Verhandlungen von entscheidender Bedeutung.“

„Der Schengen-Raum umfasst 26 Länder, 22 EU-Mitgliedsstaaten und vier weitere europäische Länder. An ihren Grenzen entfallen Pass- und Grenzkontrollen. Sechs EU-Länder, darunter Großbritannien, sind nicht Teil des Schengen-Raums.“

Oft werden hier Irland, Schottland, Wales als mögliche Probleme angeführt.

Ich bin auch unsicher,
aber meine Glaskugel hat sich bis jetzt noch nie geirrt.

Ein Beitritt Gibraltars zum Schengen-Raum, wäre der 1. positive Schritt.

Bis jetzt ist der Brexit medium rare,
bis well done, haben wir noch eine

kleine Übergangsphase.

@ 17:29 von Knorlo

Wenn Johnson im UK den Bürokratismus eindämmen möchte, hat er viel zu tun. Denn der EU-Bürokratismus hat eher britischen Ursprung als umgekehrt. Beweis: NHS hat gar nichts mit der EU zu tun, ist aber schon immer ein Musterbeispiel an sich selbst genügender Bürokratie, schon lange vor dem Beitritt des UK zur EG. Im Gegenteil, Johnson wird den Bürokratismus fröhliche Urständ feiern lassen. Denn Ziel ist die Behinderung jeglicher ausländischer Konkurrenz - die inländische ist die Bürokratie gewöhnt.

re von fathaland slim 17:50

Natürlich,da haben Sie recht,Johnson ist kein Arbeiterführer.
Diesen Titel verdienen nur Guy Verhofstadt und andere EU-Politiker.

Und im übrigen lenken Sie immer auf Johnson ab,wenn es um EuGH-Urteile und EU-Freihandel und seine Modalitäten geht.

@ Bernd

Ist es nicht ein wenig naiv zu glauben, dass sich die Brexiteers für Arbeitnehmerrechte einsetzen werden?

Der Brexit ist doch recht durchsichtig eine bis ins Mark eindeutig neoliberale Inszenierung.

Priviligierte Partnerschaft nur mit EU-Mitgliedern ...

Besonders vorteilhafte Handelsbedingungen wie mit Kanada kann es nur geben, wenn das befreundete Land, wie hier Kanada, einfach keine Möglichkeit hat, der EU-Gemeinschaft beizutreten.

Eine privilegierte Partnerschaft kann es nur mit EU-Mitgliedern geben!!! Das ist wichtig auch wegen der Glaubwürdigkeit des EU-Gedankens.

Kein Mensch / Wähler würde in der EU bleiben wollen, wenn GB aus den Pflichten der Solidargemeinschft austritt und dennoch alle "Goodies" behalten darf.

re von karwandler 17:56

Aber warum regen Sie sich denn so auf ?
Klar,Sie haben keine Probleme mit "EU-Interessen".
Nur dann,wenn andere "abschmettern".

17:56 von karwandler re bernd kevesligeti

Zum diskutieren gehören immer mindestens 2. Wenn sie andere Meinungen nicht akzeptieren wollen stehen sie für Diktatur. Persönlich halte ich es mit einem Kommentator der TS der sagte: Die EU sollte den Bogen nicht Überspannen und muss langsam liefern. Das schlimmste was passieren könnte wäre wenn BJ Erfolg hat. Das wäre das Ende der EU weil dann andere Nettozahler folgen würden. Können sie gerne Nachlesen.

18:00 von r0lt0 ....In Wirklichkeit ...

muss Garnichts verhandelt werden, alle Normen und Deklarationen für Güter die in die EU importiert werden sollen bleiben beim alten, Für Geschäfte (auch mit dem Endverbraucher sollte gelten, Erfüllungsort = Gerichtsstand) und in allem anderen muss sich GB mit seinen neuen Geschäftspartnern einigen.
Was den Rest angeht, z. B. Arbeitnehmerrechte sollte man großzügig sein, wenn GB sich da allzu restriktiv zeigt, können die Menschen ja in die EU auswandern.
Alles nicht so dramatisch, wie die Politik und die Juristerei tun, man muss nur guten Willens sein.

@ Knorlo

Johnsen wird bekommen was er will und die EU wird einknicken.

Boris hat bisher nichts bekommen und das wird sich auch nicht ändern. Warum auch?

@ Kapt. Ahrens AFNI

Und dabei ist das doch ganz einfach: Wenn Sie auf Ihren Fahrten gelegentlich in Island oder Norwegen vorbei gekommen sind, so halten diese Länder, obwohl nicht EU-Mitglieder, doch alle EU-Standards ein. Sie sind EWR-Mitglieder, ohne Stimmrecht, dürfen aber uneingeschränkt mit der EU Handel betreiben. Das war die Bedingung, die beide Länder akzeptiert haben. Jetzt will UK eine Extrawurst, freien Zugang wie Island und Norwegen, nur ohne sich an die Regeln, die für alle Handelspartner gelten, da müssen sich Island und Norwegen doch für dumm verkauft vorkommen. Das bedeutet, dass UK tricksen kann. Das hat UK sogar schon innerhalb der EU gemacht: UK hat bestimmte Vorgaben der EU im Versicherungsbereich nicht umgesetzt, um der eigenen Versicherungswirtschaft Vorteile zu verschaffen. Als das nach einem schweren Zwischenfall rauskam, hat man Brüssel mitgeteilt, man würde sich jetzt an die Vorgaben halten. Aber bitte, ein Nachprüfen sei völlig überflüssig, man könne UK schließlich vertrauen ..

@17:51 von Kapt. Ahrens AFNI

>>UK soll weiterhin alle Regel der EU befolgen ohne weiter Mitglied in dem Verbund zu sein. Versteh wer will.<<

Ganz einfach: Wenn Sie Teil des Marktes sein wollen brauchen Sie Waffengleichheit. Das bedeutet vergleichbare Standards, Subventionsregelungen, Wettbewerbsregeln, etc.
Keine Waffengleichheit, keine Competition.

>>Glaubt tatsächlich jemand (außer Traumtänzer), dass sich nicht nur Herr Johnson sondern auch seine Regierung und das britische Parlament darauf einlassen?<<

Keine Ahnung. Spielt aber auch keine Rolle. Die EU sagt was GB machen muss um Teil des Marktes zu werden. Wenn GB das nicht will wird es halt nicht Teil des Marktes.

>>Dann hätte UK ja nicht austreten müssen.<<

Völlig richtig. Das wurde GB jedoch auch von Anfang an so gesagt, in GB wollte man es jedoch nicht glauben.

@17:51 von Kapt. Ahrens AFNI

Herr Barnier fordert im Namen der EU, hat die Unterstützung von Frau v.d.L., UK soll weiterhin alle Regel der EU befolgen ohne weiter Mitglied in dem Verbund zu sein. Versteh wer will. Ich nicht!

Ja, in der Tat, einen Punkt haben sie übersehen. UK kann machen, was es will. Nur fordert Herr Johnson ein Freihandelsabkommen mit der EU. Und die EU sagt Freihandelsabkommen gibt es nur zu diesen Bedingungen.

Würden sie einen neuen Matrosen anheuern lassen, der doppelte Heuer verlangt, Dienst nur, wenn er Lust hat, also von 12 Uhr bis Mittag und auf keinen Fall die Hundewache und die Regeln an Bord gelten für ihn nur, sofern sie für ihn vorteilhaft sind?!

Boris Johnson ist ein Spieler

Es ist nur fair, zu sagen, dass der Brexit an zwei Seiten gelegen hat. Die EU sollte nicht so tun, als wäre sie das Nonplusultra aller staatlichen Zusammenschlüsse. Dafür liegt zu vieles im Argen und die Mitgliedstaaten sollten ernsthaft darüber nachdenken, WELCHE EU sie haben wollen und WIEVIEL Brüssel es denn sein darf.

Dennoch sollte sich die EU von Johnson nicht wie die Sau durchs Dorf treiben lassen. Wer die ARTE-Berichterstattung gesehen hat, weiß spätestens jetzt, dass Johnson ein Spieler ohne konkreten Plan ist. Gut, die britischen Wähler haben entschieden, so sei es. Dann sollten sie jetzt auch zur Kenntnis nehmen, dass Großbritannien ein Drittstaat ist, der nicht länger mit Maximalforderungen aufzukreuzen hat.

Ein wenig mehr Kompromisslosigkeit. Johnson wird zurückrudern. Nach seinem fulminanten Wahlerfolg steht er jetzt nämlich in der Beweispflicht. Cameron ist einst an seinem eigenen Erfolg gescheitert.

Die eigentliche Nachricht

Was viele Foristen wohl nicht verstanden haben: Es geht gar nicht mehr ums Rosinen-Picken. Die eigentliche Nachricht Johnsons lautet "Wir würden schon ganz gerne mit Euch, aber wir müssen nicht. Und wenn Ihr die Hürden zu hoch schraubt, dann sehen wir uns eben woanders um. Das dürfen wir nämlich jetzt." Die EU wird sich dran gewöhnen müssen, dass sie für das Ex-Mitglied nicht mehr der Nabel der Welt ist, auch wenn ein Scheitern der Vehandlungen beiden Seiten schaden würde.

@17:27 von Der freundliche...

Ich befürchte je länger diese Verhandlungen dauern um so milder werden die Bedingungen eines Abkommen mit der EU. Die Briten hatten ja auch schon in der Vergangenheit in der EU die eine oder andere Extrawurst durchgesetzt...
Ja, in dem Frau Tatcher demonstrativ ihre Handtasche auf den Tisch gestellt hatte und mit Austritt aus der EU gedroht hat. Die Drohung zieht im Moment nicht mehr sonderlich, wobei die Vorstellung BoJo mit Handtasche... Mist, für einen Karnevalswagen kommt die Idee wohl zu spät.

Großbritannien sollte sich ...

eng an die USA binden, denn die wirtschaftlich bessere Zukunft haben Nordamerika und Ostasien zu erwarten!
Die EU ist auf dem absteigenden Ast und wird nach einem erfolgreichen Brexit schneller zerfallen als sich manche heute vorstellen können!

@ Gieselbert

Im Grunde wird es für GB so weitergehen wie bisher, ohne die vielen Nachteile der EU.

Welche Nachteile?

Kann bitte jemand...

...den Brit. Brexiteers vermitteln, dass das Brit. Empire Geschichte und "Die Brücke am Kwai" nur ein Film ist?
Dieses hochnäsige, eingebildete Gehabe und dieser dumpfe Populismus ist zunehmend unerträglich.
Wenn jemand geht, soll er bitteschön auch die Tür zu machen!

@ 17:54 von SanVito

Flutwelle von Migranten? Die Briten hatten Probleme mit der EU-Freizügigkeit für EU-Bürger: Die Polen sollten britische Produkte kaufen, aber nicht im UK arbeiten dürfen. Leider wird Herr und Frau Brite nächstes Jahr im Frühling feststellen, dass sich britischer Salat nicht mit ein paar Bonds and Guilts ernten lässt - und dass der Salat aus Spanien an der Grenze zu lange braucht, um noch unverfault im Geschäft anzukommen. Man wird verzweifelt Briten suchen, die noch Salat ernten wollen. Z.B. die ganzen Arbeitslosen der Automobilindustrie ... Was andere Ausländer anbetrifft: Aus dem ehemals britischen Weltreich sind soviele Menschen nach UK gekommen, verglichen damit sind wir in Deutschland noch richtig unter uns. Gibt es in London eigentlich einen Convenience Shop, der nicht von Indern oder Pakistani betrieben wird? Nicht, dass ich da irgendwas gegen habe, im Gegenteil. Nur: mit Menschen aus etwas exotischeren Gegenden haben die Briten keine Probleme im Unterschied zu uns Provinzlern.

Genau der Punkt war 2017 schon glasklar!

Also dass die EU nur dann auf deftige Zölle und Visa für Briten verzichtet, wenn GB NICHT bei Umwelt- und Wettbewerbs-Standards ins finstere Mittelalter zurückfällt.

Verhandlungen...

Am 03. Februar 2020 um 16:39 von andererseits
Weil Johnson davon nichts hören will, werden viele Britinnen und Nordiren dann wohl fühlen müssen, wohin dieser Isolationskurs führt.
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So ist es, und viele Briten, Nordiren und Schotten ahnen es schon. Es führt zu nichts guten. Wirtschaftlich könnte es ein Eigentor werden. Das war schon vorher klar, denn viele internationale Konzerne werden und haben ihre Produktionsstätten bereits ins Europäische Ausland verlegt. Und wenn es viele Arbeitsplätze kostet, wird die Euphorie besonders bei den jüngeren Menschen in GB nicht mehr so toll sein wie sie vor drei Tagen noch war...

17:06 von morgentau19

In Ihrer Abneigung gegenüber der EU haben Sie eine Kleinigkeit übersehen: Solange GB nur für den Binnenmarkt produziert, können sie machen, was sie wollen (siehe brit. Maße und Gewichte, Steckdosen usw.) Wollen sie aber in die EU exportieren, müssen sie die Regeln der EU einhalten, sonst ist das Wettbewerbsverzerrung. Wenn Sie und BJ das Bevormundung nennen wollen, bitteschön. Und Ihr Ratschlag an BJ ist schlicht Unsinn: Die einzelnen Wirtschaftsminister der EU haben gar keine Lust, sich mit BJ zusammenzusetzen, denn sie halten sich an die selbstgesetzten Regeln. Dafür tritt man nämlich einer Gemeinschaft bei!

16:31 von Bernd Kevesligeti

«Die EU fordert. Und sie fordert-natürlich Wohlverhalten.»

Gar nicht fordert die EU "Wohlverhalten", wenn es um potentielle oder reale Verhandlungen zu Handelabkommen geht.

Jede der an den Vertragsverhandlungen beteiligten Verhandlungs-Parteien sähe gerne möglichst viele der eigenen Vorstellungen vertraglich umgesetzt. Bei einigen mag es "kinderleicht" sein, da sie "deckungsgleich" sind.

Bei anderen ist es schwieriger, einen für alle Seiten als Kompromiss "erträglichen" Wortlaut im Vertragstext zu fixieren.

Und es sind u.U. "sehr strittige Aspekte", zu denen sich gar keine Kompromisse finden lassen. Kann man "ausklammern", evtl. zu einem späteren Zeitpunkt "nach verhandeln".

Oder aber es sind Aspekte, die für eine Seite (für alle Seiten) derart grundlegend-unverhandelbar sind, dass ein Vertragsabschluss am Nicht-Kompromiss scheitert.

War bei allen Verträgen der EU gar nicht anders. Mit CAN, mit JAP, mit …

"3x Gähn" für Schwarzen Peter bei der EU vor Verhandlungsbeginn …!

17:20 von Boris.1945

Zitat:"Barnier fordert Zugang zu britischen Fischereigründen"
Das kann er ja tun, darüber muss verhandelt werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie vor einigen Jahren britische Fischtrawler in isländische Hoheitsgewässer eingedrungen sind und den Isländern die Fischgründe leerfischen wollten. Suchen Sie mal "Fischereikrieg" in der Suchmaschine Ihrer Wahl. Im Übrigen wollen die Briten auch in den EU-Gewässern der Nord- und Ostsee fischen, da muss man eben einen Kompromiss finden. Ich befürchte nur, dass BJ das gar nicht will, sondern am 31.12.2020 aufgrund seiner Obstruktionspolitik endlich seinen No-deal-Brexit bekommt, den er schon immer anstrebte.

Auf Kommentar antworten...

Am 03. Februar 2020 um 17:54 von SanVito
andererseits
Isolationskurs?? Sie sind vermutlich Hellseher. Einer der Gründe war übrigens die Flutwelle der Migranten-aber das wissen Sie ja. - Daher kann man erst recht die BREXIT - Entscheidung begrüßen.
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Blödsinn... GB war schon immer ein Einwanderungsland für Menschen aus seinen ehemaligen Kolonien.Wenn das der Grund sein soll, dann muß man ja fürchten das noch mehr Staaten die EU verlassen...

@16:44 von wenigfahrer

"Natürlich will BJ was anderes als sich den zusätzlichen Regeln unterwerfen..."

Welche zusätzlichen Relgeln denn?

"...dann hätte GB ja auch in der EU bleiben können"

Richtig. Die Briten wollen alle Vorteile behalten und sich nur der Regeln entledigen.

BJ würde sich wahrscheinlich auch in einem Chor anmelden und sagen: "Ich kann aber nur bei den Konzerten mitsingen, für die Proben habe ich keine Zeit und außerdem kann ich ja schon singen."

Der Inselnachteil

Boris wird sich wundern. England ist ne Insel. Da gibts zwar einiges, aber eben nicht alles. Das Pfund hat nachgegeben. So werden Importe teurer. Und wenn die Schotten ein neues Referendum machen wirds nochmal enger. Aber sie haben dann ja noch die Windsors als Royale Marke....

@ 17:54 von SanVito

Wofür die Migranten so alles herhalten müssen, wissen wir schon. Abstrus, das bei einem immer schon von Einwanderung geprägten Land als Brexit-Grund aus dem Hut zu zaubern: da ist wohl der eigene (Abschottungs-) Wunsch Vater des Gedankens.

Wo auf dem Weltmarkt

sind denn die Handelspartner, mit denen GB den Handel ausbauen könnte? Mit welchen Produkten will denn GB auf dem Weltmarkt konkurrieren, mit denen es wegen der EU (???) bisher nicht auf dem Weltmarkt reüssieren konnte? Wer auf dem Weltmarkt konnte denn bisher nicht aus GB importieren, was er/sie gerne in GB gekauft hätte?

"ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen" - Johnson imitiert Wilhelm II.

18:16, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 17:50
Natürlich,da haben Sie recht,Johnson ist kein Arbeiterführer.
Diesen Titel verdienen nur Guy Verhofstadt und andere EU-Politiker.<<

Herr Verhofstadt schon mal nicht. Aber welche anderen EU-Politiker fallen Ihnen denn da ein? Le Pen? Orban?

>>Und im übrigen lenken Sie immer auf Johnson ab,wenn es um EuGH-Urteile und EU-Freihandel und seine Modalitäten geht.<<

Na ja, Herr Johnson spielt ja nun mal eine Hauptrolle in dieser Tragikomödie, in der Sie aus mir nicht offensichtlichen Gründen einen großen Schritt auf dem Weg der Befreiung der britischen Arbeiterklasse erkennen.

22:54, karwandler

>>"ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen" - Johnson imitiert Wilhelm II.<<

Darauf bin ich noch gar nicht gekommen.

Aber Sie haben Recht.

re von fathaland slim 23:08

Haben Sie denn mal in den Artikel von Christian Bunke geguckt ? Da stand was von der EU als neoliberalem Hemmnis für Gewerkschafts-und Arbeiterbewegung.

Und merkwürdig ist aber auch (als Linker) immer negativ berührt zu sein,von einer Tragikkomödie zu schreiben,wenn ein Bedeutungsverlust der EU möglich ist.

@duzfreund ...... In Wahrheit muss.....

jetzt alles verhandelt werden. Da ja europäisches Verbraucherrecht, betrifft Lebensmittel, Verbrauchgüter, Fahrzeugemissionen, mit Sicherheit auch Wettbewerbsrelevate Themen. All dies hat sich in GB auf einen Schlag geändert.
Es gilt nun das einjährige status quo.... und dann...
Johnson hat von Anfang an auf einen harten Brexit hingearbeitet. Und den bekommen jetzt die britischen Bürger scheibchenweise als Währungsverfall zu spüren.
Nationalstolz hat seinen Preis.

@um 21:39 von andererseits

Wofür die Migranten so alles herhalten müssen, wissen wir schon. Abstrus, das bei einem immer schon von Einwanderung geprägten Land als Brexit-Grund aus dem Hut zu zaubern: da ist wohl der eigene (Abschottungs-) Wunsch Vater des Gedankens.

Es gibt sie aber zu Hauf, diese Brexit-Befürworter die das deshalb wurden, weil sie die Schnauze voll von der ungebremsten Migrationszunahme haben. Und es werden immer mehr. Sie können diese Menschen noch so braun anmalen, deren Meinung wird sich garantiert nicht ändern. Denn die erleben das Tag zu Tag: Lohndumping, Wohnungsnot "dank" Zuwanderung, Terroranschläge, Kriminalität und abkassieren im Sozialsystem in das sie nicht einzahlen. Manchmal sogar verschiedene Faktoren kombiniert.

Sprechen Sie eigentlich auch mal gelegentlich mit solchen Menschen? Also denjenigen die unter der Migration zu leiden haben.

Rule Britannia

@ karwandler:
Wo auf dem Weltmarkt sind denn die Handelspartner, mit denen GB den Handel ausbauen könnte?

Gute Frage. Johnson ist heute die Antwort auch schuldig geblieben. Aber eine schöne Portion Pathos und die glorreiche Erinnerung an das British Empire hat er heraufbeschworen. Ganz goldig.

Saubere Sache

@ wenigfahrer:
Natürlich will BJ was anderes als sich den zusätzlichen Regeln unterwerfen ... dann hätte GB ja auch in der EU bleiben können

Genau. Johnson will sich zwar waschen, aber nicht nass werden.

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