Ihre Meinung zu: Menschenrechtslage in China - "Alarmierende Verschlechterung"

31. Januar 2020 - 18:00 Uhr

Ein Lagebericht des Auswärtigen Amtes beweist: Deutschland schätzt die Menschenrechtslage in China als katastrophal schlecht ein. Vor allem muslimische Minderheiten werden demnach brutal unterdrückt.

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Kommentare

"alarmierenden Zunahme"

Gab es keine Vorfälle, die dem vorausgingen?

Maas: Menschenrechte sind nicht verhandelbar

mutige Worte
ob das jede Gesellschaft so sieht
unsere Betrachtungsweise bzw. Auslegung der Menschenrechte
aber das anzudiskutieren bringt einen ja gleich in die Ecke diese abzulehnen

Abhängigkeit

Leider sind wir wirtschaftlich von China abhängig.. unser hemmungsloser Konsum erlaubt uns es einfach nicht Kritisch zu sein.

Die Chinesen haben scheinbar

das gute Beispiel von USA und GB angenommen. Diese Art Lager waren bei den Ureinwohnern Amerikas und Australiens auch nicht gerade beliebt.

Der Westen

töte jeden Tag mit Drohnen etc. Muslime im Zuge des Anti-Terror-Kampfs.

China greift präventiv ein wenn Muslime drohen zu radikalisieren - ohne Todesopfer.

Dass der Westen jetzt so auf China rumhackt wegen der unterdrückung der Uiguren ist genialer Propagandaschachzug - die islam. Welt gegen China aufhetzen. Aber eine alternative was China anders/besser machen könnte hat der Westen nicht zu bieten.

Kaum zeigt China seine

Kaum zeigt China seine Handlungsfähigkeit in einer Krise die von einem Teil der Kommentatoren hier und bestimmt auch der deutschen Bevölkerung anerkannt wird, muss hier gleich mal negative Berichterstattung China ins "rechte" Licht rücken

Für deutsche Firmen kein Problem

All dies war schon vor dem jetzigen Regierungschef so. Hier und da mal ein Aufschrei im stillen Wald.
Für deutsche Firmen war das nie ein Problem, solange Geld verdient wurde.
Leider ist es nicht nur ein schmerzlicher Eindruck, dass Menschenrechte eine Frage der Kosten und Verhandelbarkeit sind.

Ein Grund mehr für mich dem ÖR dafür zu danken, dass wenigstens darüber berichtet wird mit was für einem Staat unsere Firmen regen Handel pflegen.

Am 31. Januar 2020 um 18:11 von Metallerr

"Leider sind wir wirtschaftlich von China abhängig.. unser hemmungsloser Konsum erlaubt uns es einfach nicht Kritisch zu sein."

Nun, dasselbe könnten wir auch über die USA schreiben, nur besteht dabei auch noch ein militärischer Druck.

wer hätte das gedacht

wendet sich deshalb unsere kanzlerin in ihren letzten tagen so bevorzugt dem vorbildlichen afrikanischen kontinent zu?

China braucht kein Vorbild

Was Unterdrückung anbelangt, braucht die kommunistische Partei Chinas kein ausländisches Vorbild. Sie orientiert sich schon an Mao, dessen "Kulturrevolution" Opfer ohne Ende schuf.

Schlechter Zeitpunkt für Kritik

In der jetzigen Lage haben wir andere Probleme, jetzt auch noch Blitze abwerfen im Sturm, ich verstehe es nicht!

Auch Christen

In China sind in den letzten Jahren über 2000 Kirchen geschlossen worden.

Die kommunistische Regierung sieht in den Islam und Christentum eine mögliche Gefahr für das eigene System - bzw. die Bevölkerung soll EIN Gedankengut haben.

China ist Höchstmaß diktatorisch, aber wirtschaftlich sind wir auf sie angewiesen.

18:08 von Tada

"Gab es keine Vorfälle, die dem vorausgingen?"

>>Die IS oder andere islamistische Gruppierungen sind in China nicht vertreten. Möchten sie glaube ich auch gar nicht.

Da China dasselbe System wie sie verfolgt - Diktatur!

Menschenrechtslage in China ...das ist dann wohl...

ähnlich wie bei den Stoffen, die man noch unter den absoluten Nullpunkt abkühlen kann, dann wird es zwar heiß, aber macht ja nichts. Man kann also auch Menschenrechte über den absoluten Nullpunkt hinaus einengen, dann werden sie vermutlich zu größter Freiheit.

Vergleich

Der Westen hat in den letzten 15 Jahren DREI muslimische Staaten zerstört und viele Todesopfer verursacht.

Ich glaube das sollten wir auch im Hinterkopf behalten.

Menschenrechte nicht verhandelbar

...und universell gültig.<<
Das wird in der Tat schon seit Jahren in - aber nicht nur - China gepredigt. Aber unser guter Außenminister muss sich mittlerweile auch bewusst sein, dass einzelne Staaten der böse Zeigefinger und ein paar laue Worte so ziemlich egal sind. Jeder Staat malt sich sein individuelles Menschen-Recht doch inzwischen selber, so wie es ihm passt. Die USA nicht ausgenommen.

Diktaturen brauchen keinen Grund

@ Tada 18:08
Die kommunistische Partei Chinas braucht keinen Grund, um Menschen zu unterdrücken, sondern allenfalls eine Begründung. Können Sie sich daran erinnern, wie China aufschrie, als ein großer deutscher Automobilhersteller es wagte, ein Zitat des Dalai-Lama zu verwenden? Das Zitat, für das der Automobilhersteller sich öffentlich entschuldigen musste, lautet: "Schau dir eine Situation von allen Blickwinkeln aus an, und du wirst offener werden." Selbst so ein vollkommen harmloses Zitat zensiert China.

18:12 von LukeSkywalker

Der Westen

töte jeden Tag mit Drohnen etc. Muslime im Zuge des Anti-Terror-Kampfs.

China greift präventiv ein wenn Muslime drohen zu radikalisieren - ohne Todesopfer.

Dass der Westen jetzt so auf China rumhackt wegen der unterdrückung der Uiguren ist genialer Propagandaschachzug - die islam. Welt gegen China aufhetzen. Aber eine alternative was China anders/besser machen könnte hat der Westen nicht zu bieten.
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Nach Ihrer Schilderung müssen sich also der Westen und China jeden Tag berechtigt gegen den Allahu Akbar-Terror wehren?
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Es stimmt

Bin gestern aus China zurueckgekommen.

Ich kann nur bestaetigen, dass selbst innerhalb der letzten drei Jahren die Zensur zugenommen hat.
Viele Webseiten, wie eben Tagesschau oder BBC, aber auch StackOverflow sind nicht mehr erreichbar.
Das ist ein Zeichen von einem Unrechtsregime, ansonsten gibt es keinen einzigen Grund Informationsquellen zu schliessen.
China ist auch nicht so stabil wie es vielleicht aussieht. Chinesen sprechen natuerlich nicht offen, aber auch sie sehen wie die Dinge stehen. Lahmt die Wirtschaft, dann kann es ploetzlich ganz schnell ganz anders aussehen fuer die Kommunisten. China gibt es naemlich schon viel laenger als die Partei.

@Gutmenschenspee...

"Leider ist es nicht nur ein schmerzlicher Eindruck, dass Menschenrechte eine Frage der Kosten und Verhandelbarkeit sind." Am 31. Januar 2020 um 18:19 von Gutmenschenspee...

Wir leben nun Mal in einer realen Welt und Menschenrechte und Demokratie herbeizubomben war niemals die beste Idee gewesen.

Und ohne Moos ist auch bei Hilfsorganisationen nix los.

@ 18:28 von teenriot

"Sie meinen Chinas Aktivitäten zur Eindämmung einer möglichen Pandemie kompensiert die Schuld für Ethnozid und Totalitarismus?"

Nein das tue ich nicht. Nur geht mir die tendenziöse Berichterstattung auf die Nerven.

Ich habe hier lange nichts mehr über den Drohnenterror der USA gelesen. Auch das amerikanische Geheimdienste unsere Kommunikation in Frankfurt abgreifen und u.a. Industriespionage betreiben wird hier nicht berichtet.

Der aktuelle Artikel enthält keinerlei neue Informationen sondern wiederholt alte Vorwürfe.

Leider sind wir wirtschaftlich von China abhängig

muss das sein ?
koennten wir uns nicht auch loesen etwas zumindest
wir haben unsere Weltanschauung - die Chinesen haben die ihre
das scheint mir das wahre Problem zu sein
vielleicht gilt das auch etwas zu beachten
so lange ist es auch bei uns nicht her
dass Ehefrauen fragen mussten, wenn sie arbeiten gehen wollten
Homosexuelle diskriminiert und an unverheiratete
keine Zimmer vermietet werden durften

@Metallerr

"unser hemmungsloser Konsum erlaubt uns es einfach nicht Kritisch zu sein." Am 31. Januar 2020 um 18:11 von Metallerr

Ich distanziere mich von dieser Aussage.

Ich gehöre definitiv nicht zu Ihrem Kreis des überschweifenden Konsums.

Ich finde auch nicht in Ordnung von sich aus auf andere zu schließen.

Chinas präventive Methoden

@ Luke Skywalker 18:12 Uhr
Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass die Politik Chinas gegenüber Minderheiten nicht zu Todesopfern führt?
Früher hat China die Umerziehungslager für Uiguren schlicht geleugnet, heute nennt es sie Ausbildungszentren. Die kommunistische Partei Chinas hat kein Problem mit Blutvergießen. Denken Sie nur an Maos Kulturerevolution, den Platz des "Himmlischen Friedens". Australien ist mit dem Fall eines Geschäftsmannes beschäftigt, der tot aufgefunden wurde, nachdem er den australischen Geheimdienst darüber informiert hatte, dass ein chinesischer Agent an ihn herangetreten war.
Der "Westen" hetzt nicht gegen China, indem Tatsachen bekannt gemacht werden, die die chinesische Führung verschleiern möchte. Vielleicht könnte China den Uiguren grundlegende Menschenrechte einräumen, statt auf Unterdrückung zu setzen. Aber darin würde die kommunistische Partei Chinas langfristig eine Gefahr für ihre Macht sehen.

Die

schlechte Menschenrechtslage in China oder auch anderen Staaten zu kritisieren ist die eine Sache; endlich auch Konsequenzen daraus zu ziehen wäre die andere. Dies ist aber scheinbar nicht möglich, weil wir uns -m.E. ohne Not, aber aus reiner Profitgier- wirtschaftlich sehr von China abhängig gemacht haben.

Am 31. Januar 2020 um 18:29 von Freebooter

"Was Unterdrückung anbelangt, braucht die kommunistische Partei Chinas kein ausländisches Vorbild. Sie orientiert sich schon an Mao, dessen "Kulturrevolution" Opfer ohne Ende schuf."

Wenn es um Unterdrückung geht, um Umerziehungslager und dergeichen, sollte man bei der chronologischen Reihenfolge bleiben, dann findet man auch die Vorbilder.

In Asien....

…..sieht man die Dinge vermutlich etwas anders.

Viele Regierungen haben dort einen autoritaeren Touch.
Mit Focus auf
Entwicklung
Bildung
Einer stabilern Gesellschaft.

Ein intelligent agierender und ko nsequent der Entwicklung des Landes und der Gesellschaft verpflichteter Staat muss nicht demokratisch im westlichen Sinne sein.

Vielleicht sollte er es noch nicht mal.

Der Einparteienstaat China ist weiter entwickelt als die Demokratie Indien.
In jeglicher Beziehung.
Das sollte einem zu Denken geben.

Der Konfuzianismus als staatstragende Ideologie geht auch besser konform mit autoritaeren Strukturen als mit ungehemmtem Liberalismus.

Wie es anders laeuft, sieht man in den westlichen "liberalen" Demokratien.
Die nuechtern betrachtet auf dem absteigenden Ast sind.
Und zwar fast alle.

18:09 von Sisyphos3

"Maas: Menschenrechte sind nicht verhandelbar

mutige Worte
ob das jede Gesellschaft so sieht
unsere Betrachtungsweise bzw. Auslegung der Menschenrechte
aber das anzudiskutieren bringt einen ja gleich in die Ecke diese abzulehnen"

.-.-.-.

Ja, Sie lehnen - so oft wie Sie das schreiben - konsequent ab, allen Menschen ein Menschenrecht zuzugestehen.

Wenn - wie Sie schreiben - eine Gesellschaft Menschenrechte ablehnt, dann hat offenbar deren Regierung das Recht, ihre Untertanen zu foltern und zu morden, wie immer sie es für richtig hält.

Und diese Logik ist einfach nur grauenvoll, mir schaudert regelmäßig dabei, wenn Sie das verteidigen und den Schutz der Gequälten ablehnen, sich darauf berufen, dass die Regierung das ja für okay hält und damit das Recht hat, selbst Kinder physisch und psychisch zu quälen.

Sie sagen regelmäßig, dass ein Staat dieses Recht HAT und andere Außenminister dementsprechend gequälte Menschen, die sich nicht wehren können, im Stich zu lassen habe.

18:29 von Freebooter

sie orientiert sich schon an Mao, dessen "Kulturrevolution" Opfer ohne Ende schuf.
.
das Problem wird sein
Individualismus, die Rechte des Einzelnen ist ne Sache
die man in China moeglicherweise anders sieht als hierzulande

Klarnamenpflicht, Staatszugriff auf soziale Medien, Staatstrojaner, Cyber"sicherheits"zentren, einseitige obrigkeitshörige Berichterstattung, Weglassen von Fakten, Blockierung von Foren, Verteufelung des unzensierten Internets "Darknet", Klassifizierung von Menschen als "Gefährder" und Einsperren derselben im Namen der "Nationalen Sicherheit", Zensur von Meinungen, vor allem dienen diese Maßnahmen dem Schutz von Politikern, die von der Zensur natürlich ausgenommen sind, Vorratsdatenspeicherung, Schüren der allgemeinen Angst vor "Terrorismus" (trotz verschwindend kleiner Todesgefahr!), um Bürgerrechtsabbauungen zu rechtfertigen, Bestandsdatenauskunft bei den großen Providern, Vermummungsverbot wie in Hongkong, Demonstrationen nur nach Anmeldung und entsprechender "Genehmigung" der Obrigkeit, ein allgemeiner Großer Lauschangriff auf die Bürger, ...

Gut, daß es das nur in China gibt. Wir können uns glücklich schätzen, daß wir in einer freiheitlichen Demokratie leben!

Scheinheilige Debatte

Als Tibet von den Chinesen eingegliedert wurde hat Euch das doch überhaupt nicht interessiert. Tibeter, die Widerstand geleistet haben wurden unterdrückt, der Dalai Lama musste fliehen.

Und wenn die Chinesen jetzt Uiguren, die militant und gewaltsam Widerstand leisten unterdrücken, dann weil Ihr schon bei den Buddhisten nichts gesagt habt.

@Lukeskywalker

Das eine macht das andere nicht besser. Schon eine gewagte These, das jeder Uigure der in diese Lager landet radikal sein soll. Die Uiguren wollen entweder eine Anerkennungi oder wenn das China so brutal zerschlägt eine Unabhängigkeit.

18:33 von Googol

"Die kommunistische Regierung sieht in den Islam und Christentum eine mögliche Gefahr für das eigene System - bzw. die Bevölkerung soll EIN Gedankengut haben."

.-.-.-.

Das ist wohl richtig.
Manche User wollen Ähnliches aber auch in Deutschland: es soll nur noch eine Religion geben, die christliche.

Denke es soll hier Stimmung gegen China gemacht werden?
Dann sollten die Details auch stimmen ;)

@Googol

Wow hätte ja nie gedacht, das ich mal mit Ihnen gleicher Meinung sein könnte, hier Stimme ich Ihnen zu. Nur ist China von uns ebenso abhängig, den wenn wir nichts kaufen, bleiben die sitzen auf Ihrer Ware. Es gibt sicherlich Alternativen, halt wahrscheinlich teurer dann.

@18:29 Leisetreter

Genau das darf nicht geschehen: die inadäquate Hysterie um Corona darf nicht auch noch die Opfer von Menschenrechtsverletzungen ins Abseits drängen.

18:19 von Gutmenschenspee...

Wenn unsere Wirtschaft den Handel auf Staaten beschränkt, in denen die Menschenrechte eingehalten werden, leben wir in Höhlen.

18:33 von Googol

sie haben ja Recht mit der Aussage "China ist höchst diktatorisch".
Wenn ich sehe welches Elend Weltweit durch Kriege, Vertreibungen und Morde im Namen von Religionen stattfinden, habe ich Verständnis dafür das in dem 1,3 Milliarden Einwohner zählenden Land Terror im Keim erstickt wird.

@Leisetreter

Man hat immer irgendwelche Probleme, nun muss man deswegen stumm schalten? Es gibt keinen geeigneten Zeitpunkt für Kritik und ohne Kritik bestätigt man vielleicht gar falsches. Nicht Zeitpunkte abwarten, sondern offen sagen was man für richtig oder falsch hält fänd ich anständiger.

"nicht verhandelbar und universell gültig"

Wenn dem so wäre, dann müsste man sofort die Ausbeutung von Mensch und Umwelt im globalen Süden sowie Rüstungsexporte, Militäreinsätze und Unterstützung fragwürdigster Diktatoren und Diktaturen und/oder religiöser Extremisten einstellen und für die verursachten Schäden der entsprechenden über jahrzehnte, wenn nicht sogar über jahrhunderte, verfehlte Politik aufkommen. Solange das nicht mal Ansatzweise geschieht, kann man solch großen Worte nicht wirklich ernst nehmen.

Es steht also nachweislich fest: China braucht dringend Hilfe.

Und mit „China“ ist ganz bestimmt nicht seine vermeintlich allmächtige Staatsführung gemeint.

China Bashing

sind das eure Aengste vor einem Bröckeln der westlichen Dominanz? oder was bewegt euch Deutsche dazu, alles euch unbekannte, unverstaendliches zu diskreditieren?
Der Westen ist von gestern, das ist allgemein bekannt. Das wurde in den letzten 16 Jahren verschlafen.
Auch bei euren Schlagwoertern -Menschenrechtsverletzungen- solltet ihr doch besser nicht auf andere zeigen!

Was ist mit den Missbrauchsvorwuerfen eurer ach so heiligen kath.Kirche, stimmt das etwa?
oder Kinderpornografie, die in DE doch Hochkonjunktur hat, sind das keine Menschenrechtsverletzungen?
Uliguren
den Islam gegen China aufzuhetzen, wird auch nicht gelingen. Den die friedlichen Auslaender haben in China nichts zu befuerchten!
Asien ist das Model von Morgen, der Westen ist von gestern(Khanna)

Has the west lost it?

Wer das neueste Werk von Kishore Mahbubani "Has the west lost it?" gelesen hat und aus dem Westen kommt, wird vermutlich darüber nachdenken, ob Demokratie das System sein wird, das die Herausforderungen der Zukunft am besten meistern wird. Bitte nicht vorschnell urteilen - die Pros und Kontras sammeln. Das EINE ist das, was wir (Westler) uns wünschen, das ANDERE ist, was wahrscheinlich kommen wird.
Frage: Welche Land im Westen ist in der Lage, in 10 Tagen ein 1.000-Betten-Krankenhaus zu bauen?

18:22 von Karl Napf

Dort wird sie noch mit offenen Armen empfangen. So ähnlich wie damals, wenn wir Ossis ein Westpaket bekamen.

@ Heiko Maas

"Außenminister Heiko Maas sagte als Reaktion auf die "China Cables", Menschenrechte seien "nicht verhandelbar und universell gültig."

Die Menschenrechte sind verhandelbar! Sie waren es 1948, und dann 1966. Warum nicht wieder? Z.B. 2023?

Zumal: "Das wohl bekannteste Menschenrechtsdokument, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, ist kein völkerrechtlicher Vertrag, sondern eine Resolution der UN-Generalversammlung und somit nicht rechtlich bindend, sondern eine politische Verlautbarung und Willenserklärung der UN-Generalversammlung vom 10. Dezember 1948." (aus: WIKIpedia "Menschenrechtsabkommen")

Mit anderen Worten: jedes Land kann im völligen Einklang mit dieser Resolution seinem eigenen Verständnis von Menschenrechten frönen. Statt permanente Bevormundungen unsererseits, die vor diesem Hintergrund ziemlich lächerlich erscheinen (zumal wir uns 2018 zwei Verfahren am EGMR eingehandelt haben), sollte man vielleicht mit anderen tatsächlich "verhandeln"?

Hammer und Sichel

Was haben die Symbole der Sowjetunion (Hammer und Sichel) mit China zu tun?

Hinterkopf

@8:35 von Gogol
Was hat der "Hinterkopf" mit den Verletzungen der Menschenrechte in der kommunistischen Diktatur zu tun? Und welche muslimischen Staaten hat "der Westen" in den letzten 15 Jahren zerstört? Einfach solche Behauptungen "rauszuhauen", ohne dieses auch konkret zu benennen, ist argumentationslos. Und solche Behauptungen sind keine Entlastung für die Verbrechen Chinas, eher sind sie sogar die Bestätigung dafür. Warum aber stehen sie nicht zu den Unterdückungsstaten Chinas...niemand bestreitet in der freien Welt diese Tatsachen, Diktaturen natürlich ausgenommen.

@ Googol

"Der Westen hat in den letzten 15 Jahren DREI muslimische Staaten zerstört und viele Todesopfer verursacht. Ich glaube das sollten wir auch im Hinterkopf behalten."

Das Gute an China: Man kann sich gegenüber China so richtig schön als jemand profilieren, der auf der moralisch richtigen Seite steht, OHNE dafür auch nur ein Finger krumm gemacht zu haben. Denn China scheint unendlich weit weg. Das ist furchtbar praktisch, sodass "wir" uns gerade deshalb immer so gerne an China abreagieren, um uns selbst zu vergewissern, dass wir noch im richtigen Team spielen! Es geht dabei also viel mehr um "uns", denn tatsächlich um China.

Die Menschenrechtslage in China war..

..schon IMMER katastrophal schlecht!

Zumindest sind in China heutzutage Massenerschießungen von Menschen als doch eher unüblich anzusehen!

Und das war nicht immer so!

Propaganda in China

Wird wenigstens nicht versteift wie hier in Deutschland. China wird gelobt wegen des Umgangs mit dem Virus. In deutschland werden weder der Kindergarten noch die anderen Eltern informiert dass ein Vater infiziert ist. „Datenschutz“ nun es hat sich herausgestellt das Kind ist infiziert und ist munter zum Kindergarten gegangen. Der Unterschied zwischen Ideologien in Deutschland und effektiven Maßnahmen in China. Bevor da jemand mehr drauf eingeht schnell wieder gegen China hetzen. Nicht Muslime werden unterdrückt sondern uigirische extremisten. Uiguren halten sich für unabhängig, weigern sich ihren Kindern chinesische Sprache und Kultur beizubringen geschweige denn zu erzählen dass sie Chinesen sind. Das ist auch in Deutschland gegen die Verfassung. Ich musste als Kind auch in ein „Lager“ und wurde gezwungen deutsche Sprache und Kultur zu lernen. Nennt sich „Schule“. Muslime die sich als Chinesen identifizieren haben keine Probleme in China...

18:48 von Residue

die PRO ARD-Berichtertattung ueber diese Hong Kong Krawallmacher und Hong Kong Zerstoerer sind allein die Ursache, das die ARD Nachrichten gesperrt sind.
Und mit Recht. Eine reine Berichterstattung sieht anders aus.

Voraus gingen Massaker, verübt von Uiguren_

@18:08 von Tada
Ein asiatimes-Kommentator verglich die mit einer Art 9-11 für Peking.
Die Uiguren hatten vorher sogar Sonderrechte.

19:01 von Sisyphos3

"das Problem wird sein
Individualismus, die Rechte des Einzelnen ist ne Sache
die man in China moeglicherweise anders sieht als hierzuland"

.-.-.-.-.-

Ihr - hochgefährlicher - Denkfehler ist, dass Sie China für eine individuelle Person halten, die keine Rechte für ihre Person will.

Dass es mehr als eine Person in China gibt,, die unterschiedlich empfinden, ist für Sie nicht denkbar.

19:00 von Autochon

Der Einparteienstaat China ist weiter entwickelt als die Demokratie Indien.
In jeglicher Beziehung.
Das sollte einem zu Denken geben
.
in welcher Weise
und jetzt antworten sie vorsichtig und mit bedacht

koennte es sein dass totalitaere System fuer das Gemeinwohl und die Entwicklung einer Gesellschaft nicht auch gewisse Vorteile mit sich bringen kann
eine Betrachtungsweise die hierzulande natuerlich so nicht gesehen wird
wo man ueber Stromtrassen und Windraeder jahrelang diskutiert

Oberflächlich und ohne Fakten

Deutschland hat erst vor zwei Jahren Uiguren, die hier Asyl beantragt hatten, nach China zurückgeschickt. Hier greift der sehr gern benutzte (und auch missbrauchte) Begriff des „sicheren Herkunftlandes“. Wenn wir die Behandlung von Muslimen in China beklagen, müssen wir erstmal im eigenen Land anfangen.
Die Beweislage bzgl der Umerziehungslager für Uiguren ist nach wie vor dünn. Wenn man jetzt den Eindruck vermitteln will, dass man klare Fakten für die Missachtung der Menschenrechte in China hat (unser Außenministerium), warum veröffentlicht man diese Fakten nicht? Was bisher veröffentlicht wird, muß ich solange als Propaganda betrachten, wie solche Fakten der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Mit „wahrscheinlich, mutmaßlich, in großem Umfang, und ähnlichen Allgemeinplätzen, kann ich nicht viel anfangen

„So etwas darf nie wieder passieren“!

genau das sagte noch am Mittwoch die Holocaust Überlebende Anita Laska-Wallfisch vor dem Bundestag unter dem Beifall, Respekt und Demut der Abgeordneten.
Kann mir irgendjemand mal erklären, welcher Unterschied zwischen den Lagern der damaligen Nazis und den Lagern der heutigen Chinesen ist? Ist es das Gas, was das Schicksal der vielen damaligen Juden besiegelte, aber den Inhaftierten Uiguren (noch) erspart bleibt?
Lernt man denn nie aus der Geschichte? Damals haben sich etliche Unternehmen auf den Rücken der Inhaftierten Juden bereichert. Sie haben zumindest die Machenschaften der Nazis toleriert.
Und heute? Heute wird munter so weitergemacht. Etliche westliche Unternehmen haben ihre Produktionswerke dort drüben und schauen nur zu. Vielleicht profitieren sie sogar von diesen Umerziehungslagern. Wer weiss das schon?
„So etwas darf nie wieder passieren“! Was ist aber, wenn wirtschaftliche Interessen sich mit Menschenrechte kollidieren? Kja, da kann man nix machen.

Tendenziöse Berichterstattung

@ guerillero 18:50 Uhr
Der Vorwurf, tendenziös zu berichten, gehört zur Standardverteidigung von Diktaturen. Denken Sie nur an die Äußerungen, die der chinesische Botschafter in Berlin bei seiner Pressekonferenz zur Lage in Hongkong gemacht hat. Da unterstellte er deutschen Medien, zur Gewalt von Demonstranten zu schweigen. Dabei hatte z.B. die Tagesschau von der Gewalt von Demonstranten im Hongkonger Abgeordnetenhaus berichtet. Auch ist ein Bericht über die Unterdrückung von Menschenrechten durch China nicht deshalb tendenziös, weil darin nichts über die USA steht. Oder soll jetzt ein Bericht über Herrn Trump tendenziös sein, nur weil darin nichts über die kommunistische Partei Chinas steht?

Chinesische Sichtweise

@ Sisyphos3 19:01
Die Kommunistische Partei Chinas hat ihre Sicht zu den Rechten des Einzelnen. Aber niemand ist in Deutschland verpflichtet, diese Sicht zu teilen, auch wenn die Kommunistische Partei Chinas nicht zimperlich ist, wenn es darum geht auch im Ausland ihre Sicht durchzudrücken. Denken Sie nur daran, wie sich ein deutscher Automobilhersteller bei China dafür entschuldigen musste, dass er ein harmloses Zitat des Dalai-Lama verwendet hatte.
Und bei der "Kulturrevolution" ging es nicht nur darum, die Rechte des Einzelnen zu unterdrücken. Die "Kulturrevolution" kostete Millionen Menschenleben.

@dkettenhof

"Frage: Welche Land im Westen ist in der Lage, in 10 Tagen ein 1.000-Betten-Krankenhaus zu bauen?"

Daran würde ich es nicht festmachen, ob ein Land lebenswert ist.

Eher daran, ob ich dort ins Gefängnis komme, für das was ich sage oder schreibe.

Chinesische Propaganda

@ Karsten Schmidt 20:12 Uhr
Dass in China nicht Uiguren unterdrückt würden, sondern uigurische Extremisten, das ist Propaganda der Führung in Peking. Lange Zeit hat Peking geleugnet, dass es Umerziehungslager überhaupt gibt. Wieso das, wenn China doch nur gegen Extremisten vorgeht? Und wenn Sie deutsche Schulen im Zusammenhang mit einem Bericht über China "Lager" nennen, dann hat das mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun. Da hilft es auch nicht, dass Sie unterstellen, es werde "schnell gegen China gehetzt".

20:12 von KarstenSchmidt

jetzt machen sie es mal halblang mit den Vergleichen
Uiguren sind so wenig Chinesen wie Tibeter

wie werden Minderheiten wie Sorben und Daenen behandelt
da werden sogar Ortsschilder zweisprachig gehalten
das Recht auf Bewahrung ihrer nationalen Identität, Sprache, Religion
ebenso ihrer Kultur ist gewaehrleistet
selbst die sorbische Hymne und die sorbische Flagge werden gleichberechtgt
neben der deutschen akzeptiert

also da sind die Chinesen aber lichtjahre von entfernt

@ Sisyphos3

Auch aus diesem Grund hatte CN maßgeblich die "Internationalen Pakte" 1966 - sozusagen eine Ergänzung zu den Menschenrechten von 1948 - mit vorangetrieben, denn diese '48 getroffene & verabschiedete Resolution basierte ausschließlich auf dem humanistischen Leitbild der westl. Kulturnationen & ignorierte andere kulturelle Traditionen komplett.

Und ja: die chin. Kultur ist von jeher, aber spätestens seit der Qin-Dynastie (221 - 206 v.u.Z.) stark kollektivistisch geprägt, demnach sich das Individuum immer den Zwängen der Familie, später der Gesellschaft, unterzuordnen habe.

Wenn wir also immer wieder mit unserem auf das Individuum gerichteten Freiheitsgedanken bei anderen hausieren gehen & ihnen unseren Freiheitgedanken "aufdrängen" wollen, ist das kultureller Imperalismus mithin teils rassistischen Zügen, da wir dadurch andere kulturelle Traditionen entwerten.

So sehen es jedenfalls die Chinesen & ich muss anerkennen, dass diesem Standpunkt mitunter eine gewisse Logik entspringt.

20:46 von RoyalTramp

ja das akzeptieren fremder Kulturen und Handlungsweisen
war noch nie eine menschliche (vorallem europaeische) Staerke

...totalitäre Systeme

@20:18 von Sisiphos3
Totalitäre Systeme haben nie Vorteile für das Gemeinwohl, weil der Mensch nicht allein dafür lebt...erst sein „Egoismus“ schafft die Voraussetzung für die allgemeine Wohlfahrt...die chinesische Diktatur unterdrückt die Freiheitsrechte seiner Bürger...sie sind lediglich Konsumenten...wer seine Mitbestimmungsrechte reklamiert, stösst sofort auf das Machtmonopol
der Diktatur...das Ganze gleicht der Utopie von H.G.Wells „Die Zeitmaschine“, wo es die Eloi gut haben, aber dafür einen fürchterlichen Preis zahlen müssen...eben die Unterdrückung wie die chinesischen Menschen.

@ Freebooter

"Dabei hatte z.B. die Tagesschau von der Gewalt von Demonstranten im Hongkonger Abgeordnetenhaus berichtet."

Sie haben nicht verstanden, worauf sich der Vorwurf bezog. Nicht darauf, dass die Gewalt der Aktivisten auf Seiten der westlichen Medien verschwiegen worden wäre, sondern darauf, dass diese Gewalt hier in den Medien nahezu ohne Ausnahme fast nur positiv und sehr sehr wohlwollend begleitet wurde, während die selbst für unsere eigene Verhältnisse sehr moderat auftretenden Polizeikräfte HKs ausnahmslos dämonisiert wurden. Es ging bei der Kritik auch darum, dass ausschließlich Pro-HK-Aktivisten hier bei uns medial eine große Plattform geboten wurde, während etwaige Gegenreden sogar innerhalb der Bevölkerung HKs komplett ignoriert wurde.

Darauf bezog sich die Kritik, und ein Stück weit Recht hatte der chinesische Botschafter.

20:39 von Dana

Eher daran, ob ich dort ins Gefängnis komme, für das was ich sage oder schreibe.
.
koennten sie es sich vorstellen
nur vorstellen
dass es Menschen geben koennte denen ein Krankenhaus in 10 Tagen zu bauen
lieber sein koennte als irgend ne Meinung zu schreiben
oder von nem anderen zu hoeren bekommen
weil ihnen das absolut nichts bedeutet

vielleicht ist eben das hierzulande individuelle
anderenorts gar nicht gewuenscht
mal daran gedacht

China Bashing

@ Lai na 19:44 Uhr

"oder was bewegt euch Deutsche dazu, alles euch unbekannte, unverstaendliche zu diskreditieren?" Ich denke, es hat nichts mit Diskreditierung zu tun, wenn darüber berichtet wird, wie die Kommunistische Partei Chinas mit den Menschen in Xinjang umgeht. Die jüngst bekannt gewordenen Dokumente machen deutlich, dass der chinesische Staat die Menschen in Xinjang massiv unterdrückt. Da hilft es auch nicht, wenn Sie von China Bashing reden. "den die friedlichen Auslaender haben in China nichts zu befürchten!" Ich kann mich noch gut erinnern, wie ein deutscher Automobilhersteller von China dazu genötigt wurde, sich für die Verwendung eines harmlosen Zitats des Dalai-Lamas zu entschuldigen.
War der Automobilhersteller etwa nicht friedlich? Vielleicht sollten Sie sich fragen, ob nicht die Kommunistische Partei Chinas alles diskreditiert, was von ihrer Linie abweicht.

@dkettenhof

"Frage: Welche Land im Westen ist in der Lage, in 10 Tagen ein 1.000-Betten-Krankenhaus zu bauen?"

Gegenfrage: Ist Deutschland in der Lage das es in jedem Haus eine Heizung gibt? Ja, China aber nicht. Und die Lebensbedingungen, nicht nur auf dem Land, sind teilweise auch recht prekaer.

21:06 von landart

manchmal habe ich eben hierzulande noch den Eindruck in der Kolonialzeit zu leben
wir glauben immer noch anderen unseren Weg der Glueckseligkeit aufdraengen zu muessen
... und jetzt koennen sie (und andere) wieder loslegen ich wuerde die menschenrechte missachten und die waeren universell

@ 20:20 von Freebooter

Anderes Beispiel: In Kasimir herrscht seit Monaten Ausnahmezustand. Die Armee geht gegen Oppositionelle mit Militär vor. Internet und Mobilfunk ist seit Monaten gesperrt. Wann gab es dazu hier einen Beitrag? Genau vor Monaten als der Ausnahmezustand verhängt wurde.

Zur Ausgewogenheit gehört über alle Themen objektiv zu berichten. Nicht im selben Artikel wie sie versuchen es bewußt ins lächerliche zu ziehen aber schon in einer ausgewogen Themenauswahl der einzelnen Artikel.

Die HK Berichterstattung hat auch viele blinde Flecken. Haben sie hier gelesen, dass Menschen die sich für die Regierung ausgesprochen haben von Randalieren mit Säure oder brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurden. Das Autos demoliert und die Insassen angegriffen wurden die an den Absperrungen vorbeifahren wollten?

Sowas wird ausgespart weil es nicht ins Bild passt.

@ Sisyphos3

Das ist in CN aber nur unwesentlich anders. Auch in CN sind die Straßen- & Amtsschilder allerortens zweisprachig & zwar entsprechend der 5 Sprachvarietäten: In Xinjiang findet sich überall die uigurische Schrift (eine arabische Derivation) plus turkischer Umlautung auf Straßen- & Amtsschildern, in weiten Teilen der Inneren Mongolei wird mit dem Mongolischen genauso verfahren. Im Nordosten stehen chin. & kor. Schriftzeichen gleichberechtigt nebeneinander & in Tibet sowie in den östl. Regionen Sichuans & Qinghais das Tibetische. Und im Rest des Landes dann das zum Teil sehr lustige Chinesisch-Englische Kauderwelsch!

Und nun? Dahingehend ist CN also sogar um Lichtjahren weiter als wir, denn hier bei uns sehe ich solch eine Vielfalt an Sprachen im öffentlichen Raum nirgendswo. Und zwar egal, ob in München, Stuttgart, Köln oder Hamburg. Darüber hinaus ist die Erforschung der Multiethnizität in CN selbst eine enorm wichtige wissenschaftliche Disziplin nicht nur an den Universitäten.

Mancher Beitrag liest sich

Mancher Beitrag liest sich so, als hätten die Verfasser ein Problem mit demokratischen Werten, individueller Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Wer meint, sich in einem diktatorischen System wohler zu fühlen, weil dort - natürlich keine willkürliche und nur einige wenige bevorteilende - "Zucht und Ordnung" herrschen würden, hat die Freiheit, sich einen entsprechenden Ort zum Leben zu suchen. Ironischerweise wird das praktisch nicht getan. Warum nur?

@RoyalTramp
Chinas Führung oktroyiert ihre Sichtweisen selbst ganz gerne "dem Westen" auf. Aktuell ist der Fall einer banalen Karikatur in einer dänischen Zeitung. Außerdem sind da noch das Sich-Einkaufen in Medien und Verlage, um pro-chinesische Inhalte zu platzieren, Einreiseverweigerungen für Politiker, die auf menschenverachtende Missstände hinweisen, und die Vermittlung von Propaganda an ausländische Journalisten. Von Tagesspiegel über SZ bis hin zu unabhängigen Medien wird immer wieder darüber berichtet.

Türkei: Keine Verletzung der Menschenrechte bei Uiguren.

@20:19 von Theodor Storm
Danke für Ihren differenzierenden Beitrag!

Ein von der Türkei, also einem islamisch geprägten Staat, entsandtes Team konnte in der Vergangenheit keine Verletzung der Rechte der Uiguren in den Lagern erkennen.
Der chinesischen Regierung zufolge handelt es sich bei den Zentren um Fortbildungszentren, welche auch gegen islamistische Indoktrination eingerichtet wurden. (DWN vom 15.01.20).

20:18 von Sausevind

Dass es mehr als eine Person in China gibt,, die unterschiedlich empfinden, ist für Sie nicht denkbar.
.
fuer mich ist nur eines denkbar
dort leben 1.4 Mrd Menschen
was die wollen oder nicht wollen
weiss weder sie noch ich
trotzdem glauben wir denen reinreden zu muessen
also bei meiner nichteuropaeischen Frau habe ich mir einiges
was das westliche Denken ... Weltbild anbelangt, abgewoehnen muessen

...
und dann, haben sie vielleicht ueberlesen
ich schrieb >moeglicherweise<

Niemand

@21:18 von Residue
Wenn man keine Ahnung hat, wie ein Krankenhaus gebaut werden muß und was da alles dazu gehört...kann man leichtfertig der Propaganda aus China Glauben schenken...niemand auf der Welt kann ein 1000-Betten Krankenhaus in 10 Tagen bauen...Container kann man zusammenstellen auch ein Feldlazarett aber allein für die Betonierung von Boden und Decken braucht man für das Herstellen und Abbinden mehrere Wochen und die Installation der Leitungssysteme ebenso...gedankenlos so einer Propaganda zu glauben, ist schon allein grotesk. Man sollte da seinen gesunden Menschenverstand einschalten, Ingenieurwissen braucht man dazu nicht. Trotzdem wird dieses Märchen von dem Bau eines Krankenhauses immer wieder erzählt...warum wohl?

Politisch, wirtschaftlich motiviert

Soll das auswärtige Amt seine Einschätzungen geben - mit Beweisen hat das eh nichts zu tun. Es geht wie immer um Politik, Wirtschaft, Macht, Geopolitik. China ist sicher keine Vorzeigestaat in Sachen Menschenrechte - die USA aber sicher auch nicht: Wenn in China der Anteil einer Ethnie in den Knästen den der afrikanisch stämmigen Bevölkerung in amerikanischen Knästen und Todeszellen entspräche, dann hätten wir eine ordentliche Schlagzeile. Bei den USA interessiert das niemand. Politik halt.

Sisyphos3 (21:13)

Sie meinen, dass die Menschen dort und andernorts das Angebot, ihr Leben bei größtmöglicher individueller Freiheit und Selbstbestimmung und einem gleichzeitigen Mimimum an staatlichen Zwängen gestalten zu dürfen, ablehnen würden?
Doubt it.

Dass ein Staat, der es auf der einen Seite gebacken bekommt, ein Krankenhaus in zehn Tagen zu bauen, und auf der anderen Seite Meinungsfreiheit zulässt, auch für Leute in China eine erstrebenswerte politische Ordung darstellt, können Sie sich wirklich nicht vorstellen?

20:11 von Frank von Bröckel

Die Menschenrechtslage in China war..

..schon IMMER katastrophal schlecht!

Zumindest sind in China heutzutage Massenerschießungen von Menschen als doch eher unüblich anzusehen!

Und das war nicht immer so!
////
*
*
In welchem Jahrtausend sind die denn jetzt angekommen?
*
Die chinesische Mauer wurde hier ja noch bis 1989 kopiert, angeblich auch gegen Angriffe.

Berichterstattung zu Hongkong

Wenn Sie schreiben, der chinesische Botschafter habe ein Stück weit recht gehabt, dann gestehen Sie ein, dass er nicht ganz die Wahrheit gesagt hat.
Wenn Sie schreiben, die Gewalt der Demonstranten in Hongkong sei hier in den Medien nahezu ohne Ausnahme fast nur positiv und sehr wohlwollend begleitet worden, dann klingt das sehr gut. Aber auch Ihre sorgsam gewählten Worte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das nicht stimmt. Übrigens habe ich in deutschen Medien wenig dazu gefunden, wie der chinesische Staat gleichsam unter dem Radar gegen Unterstützer der Demokratiebewegung vorging. In australischen Medien stand z.B. zu lesen, dass chinesische Behördenvertreter die Eltern eines Studenten aufgesucht haben, der in Australien seine Sympathien für die Demokratiebewegung gezeigt hatte.
Im Übrigen hat der chinesische Botschafter nicht behauptet, deutsche Medien berichteten zu positiv über die Gewalt von Demonstranten, sondern, sie schwiegen. Und damit hat er gelogen.

@ 2020 um 21:31 von landart

Nächste Woche sehen wir was in Wuhan aufgebaut wurde. Bis dahin ist es müßig zu streiten.

@ Residue

"Gegenfrage: Ist Deutschland in der Lage das es in jedem Haus eine Heizung gibt? Ja, China aber nicht. Und die Lebensbedingungen, nicht nur auf dem Land, sind teilweise auch recht prekaer."

Sind Sie denn "irre?" (Anm. Das ist wirklich nur als kleiner Seitenhieb & nicht beleidigend gedacht).

Wissen Sie, was es für den Energiesektor bedeuten würde, würden jetzt z.B. auch noch die 400 Mio. Menschen südlich des Langen Flusses mit Heizungen versorgt? Bereits jetzt saugen die Klimaanlagen dermaßen heftig an der Klimabilanz CNs & das, obwohl für den Betrieb einer Klimaanlage nur ein Bruchteil der Energie notwendig ist, wie zum Betreiben nur einer einzigen Heizung! Würde man ganz CN mit Heizungen bestücken wollen, bräuchten wir wohl eine 2. Erde zur Energieversorgung dafür.

Seien wir also froh darum, dass die Regierung damals so beschieden hat, keine Heizungssystem südlich des Langen Flusses zu installieren!

Btw.: glauben Sie wirklich Dtld. könne 1,3 Mrd. Menschen mit Heizungen versorgen

Uiguren in Xinjiang - faire Berichterstattung

KarstenSchmidt um 20.12:
"Nicht Muslime werden unterdrückt sondern uigirische extremisten. Uiguren halten sich für unabhängig, weigern sich ihren Kindern chinesische Sprache und Kultur beizubringen geschweige denn zu erzählen dass sie Chinesen sind."

So könne man es kurz zusammenfassen. Fairerweise muss man schon sagen, das die chinesische Fürhung die Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen erst nach Aufkommen der Unabhängigkeitsbestrebungen und diverser Aufstände in Xinjiang eingeführt hat. Die Provinz ist nunmal sehr unruhig, da die Uiguren ihre Unabhängigkeit erreichen wollen.

Erst vor Kurzem war im TV ein Bericht (glaube auf ZDF), dass Christen in China in der Regel keine Probleme haben, solange sie sich nicht politisch betätigen und/oder den Führungsanspruch der kommunistischen Partei in Frage stellen.

Sollte der Fairness halber schon erwähnt werden. Und selbstverständlich ja, in China liegt auch Vieles im Argen.

AA über China

Ich frage mich wirklich, ob es angesichts einer sich rasant ausbreitenden Infektionswelle - bei der China dank seiner Forschungs- und Systemstrukturen sehr rational handelt - der geeignete Zeitpunkt für derartige Statements des Auswärtigen Amtes ist. Ist es ganz sicher nicht !

Vorbildliches Erbe aus DDR-Zeiten

@20:43 von Sisyphos3
Gerade, was die Sorben anbetrifft, war die DDR - ausnahmsweise? - mal wirklich "links" und hat die Minderheitenrechte, Kultur, Sprache etc. mustergültig eingehalten.

Nicht alle Minderheiten werden in Deutschland heute so freundlich behandelt.
Im Übrigen sehe ich gerade den passenden Kommentar 21:22 von RoyalTramp:
"Auch in CN sind die Straßen- & Amtsschilder allerortens zweisprachig & zwar entsprechend der 5 Sprachvarietäten: In Xinjiang findet sich überall die uigurische Schrift (eine arabische Derivation) plus turkischer Umlautung auf Straßen- & Amtsschildern, in weiten Teilen der Inneren Mongolei wird mit dem Mongolischen genauso verfahren. Im Nordosten stehen chin. & kor. Schriftzeichen gleichberechtigt nebeneinander & in Tibet sowie in den östl. Regionen Sichuans & Qinghais das Tibetische. Und im Rest des Landes dann das zum Teil sehr lustige Chinesisch-Englische Kauderwelsch!"

Eines MUSS man sogar die Chinesen ausdrücklich zugute halten!

In ihrer Politik hinsichtlich ihrer eigenen nationalen Minderheiten, sind diese nationalen Minderheiten von der ansonsten strikten Einkindpolitik der Han Chinesen ausdrücklich ausgenommen!

Und diese vielen Uiguren werden ausdrücklich nicht per se in ihrer Eigenschaft als Uiguren, sondern weil sich diese zu sehr dem Islamismus zugewandt haben, den die Chinesen selbst aber eine Bedrohung für den eigenen Staat ansehen!

21:37 von RKoch

..... und auf der anderen Seite Meinungsfreiheit zulässt, auch für Leute in China eine erstrebenswerte politische Ordung darstellt, können Sie sich wirklich nicht vorstellen?
.
was unterstellen sie mir da

ich habe nur in Frage gestellt dass der europaische Weg der chinesische sein muss
also unsere ueberhebliche Meinung
also genau das Gegenteil was sie glauben mir unterstellen zu muessen

@ RKoch

"Mancher Beitrag liest sich so, ..."

Nein, kein einziger Beitrag hier liest sich so, als hätten die Verfasser die von Ihnen genannten Probleme mit demokratischen Werten. Es sei denn, Sie könnten Gedanken lesen oder sind Hellseher von Beruf. Ansonsten ist ihr Derailing-Versuch reichlich deplaziert.

Was Sie an mich gerichtet schrieben, stimmt in Teilen, ist aber lediglich eine Folge unserer eigenen permanenten Einmischungsversuche in die chinesische Innenpolitik seit jeher. CN war bis ca. 1999 ausschließlich mit sich selbst beschäftigt, da haben wir bereits schon Jahrzehnte lang aus allen medialen Rohren gegen China geschossen (wer erinnert sich nicht an die seeligen SPIEGEL-zeiten mit Titeln wie "Die gelbe Gefahr" u.v.m.).

Wir ernten also jetzt lediglich das, was wir selbst in CN gesät haben. Sorry, aber "wie man in den Wald reinruft, so schallt es eben heraus", wie eine sehr kluge Sentenz aus dem deutschen Sprachschatz so besagt.

Überwachungsstaat

China ist ein totalitärer Überwachungsstaat. Hier wird Orwells 1984 real. Der Staat kann jederzeit nachvollziehen, ob sich der Bürger konform verhält.

Die Situation erscheint mir

Die Situation erscheint mir doch recht ähnlich der vor 80 Jahren bei uns in Deutschland wo wir uns mit den Juden doch ganz ähnlich (beschämend ähnlich) beschäftigt haben.
Ich dachte immer die Welt hätte aus diesen Tatsachen gelernt und so etwas würde sich nicht wiederholen.

Konsum und Kritik

@ Metaller:
Leider sind wir wirtschaftlich von China abhängig. unser hemmungsloser Konsum erlaubt uns es einfach nicht Kritisch zu sein.

Quatsch. Ich konsumiere und bin dennoch kritisch.

21:41 von Freebooter

Berichterstattung zu Hongkong

Wenn Sie schreiben, der chinesische Botschafter habe ein Stück weit recht gehabt, dann gestehen Sie ein, dass er nicht ganz die Wahrheit gesagt hat.
Wenn Sie schreiben, die Gewalt der Demonstranten in Hongkong sei hier in den Medien nahezu ohne Ausnahme fast nur positiv und sehr wohlwollend begleitet worden, dann klingt das sehr gut. Aber auch Ihre sorgsam gewählten Worte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das nicht stimmt.
....
Im Übrigen hat der chinesische Botschafter nicht behauptet, deutsche Medien berichteten zu positiv über die Gewalt von Demonstranten, sondern, sie schwiegen. Und damit hat er gelogen.
///
*
*
Aber das deutsche Medien zu positiv berichteten würden Sie nicht beanstanden?
*
Der Zusammenhang mit der Erkrankungswelle erschliest sich mir aber trotzdem nicht.

@Metallers

@Metallers 18:11
„Abhängigkeit
Leider sind wir wirtschaftlich von China abhängig.. unser hemmungsloser Konsum erlaubt uns es einfach nicht Kritisch zu sein“
Das kann man so einfach nicht stehenlassen.
Selbstverständlich kommen wir auch ohne China zurecht!
Es gäbe eine gewisse Übergangsfrist dann wären viele Güter einfach teurer, weil hier hergestellt, aber es würde klappen.
Solange die Lebensmittel hauptsächlich von hier kommen klappt das.

@ LukeSkywalker

Aber eine alternative was China anders/besser machen könnte hat der Westen nicht zu bieten.

Doch hat er. Der Westen bietet jedem Menschen seine Menschenrechte zu geben und keine Menschen aus ideologischen Gründen in Lager zu sperren.

@ LukeSkywalker

China greift präventiv ein wenn Muslime drohen zu radikalisieren - ohne Todesopfer.

Darf ein Staat "präventiv" Millionen von Menschen aus einer ethnischen Minderheit in Lager sperren? Was würden Sie sagen, wenn Sie selbst zu der für "radikal" erklärten Minderheit gehören würden?

Weg mit der Zensur

Wie wäre es, wenn die chin. Führung die Zensur beenden würde? Warum wird das Volk so gegängelt?

Freie Wahlen

Wenn die kommunistische Partei so gut für das Volk ist, dann könnte sie sich doch auch einer fairen Wahl stellen, bei der sie auch abgewählt werden kann.

@sisyphos

Ich bin an sich ein Freund der Freiheit.
Daher eher kaum ein Freund Chinas.

Dennoch ist es so, das ich in Ländern wie China oder dem ebenfalls autoritär regierte; Singapur eher die notwendigen Dinge durchgesetzt sehe als in der liberalen Demokratie BRD.

In einer Diktatur kann man notwendige, aber unpopuläre Entscheidungen durchsetzen.
in einer Demokratie nicht.
Da kenn jeder Trottel klagen - und Dinge im Sinne der Gesamtheit ausbremsen.

Das fängt bereits bei so lächerlichen Dingen wie simplen Freileitungen an.

Von daher erlaube ich mir zu sagen:
Diktaturen wie in China haben auch Vorteile.

Das ist wohl ich der Grund, warum sich das rigide System in China recht gut hält.

Wieso wird das "vertrauliche" Papier nicht veröffentlicht?

Enthält das "geheimnissvolle" Papier was einigen, aus(er)gewählten "zugänglich" gemacht wurde belastbare Beweise?
Es wird eine arge Verschlimmerung der Menschenrechtslage erwähnt. Gehörte nicht im Verglaich dazu wie es sich mit der wirtschaftlichen Lage verhält? Schulbildung, Universitätsabschlüsse, medizinische Versorgung, Infrastruktur, Kriminalität und Sicherheit, Anbindung an den Rest des Landes, das sind doch die Grundthemen, die das tägliche Leben der Bevölkerung bestimmen? Kein Wort hierzu. Wieso nicht?

Relativierungen zu Gunsten der Diktatur

@ Jay46:
China ist sicher keine Vorzeigestaat in Sachen Menschenrechte - die USA aber sicher auch nicht ...

Ich hasse die Aufrechnung von Unrecht. Was soll damit gerechtfertigt werden?

@ landart

Zum KH: Ich teile Ihre Skepsis bezüglich der ambitionierten Ansage der chin. Regierung, in nur 10 Tagen ein solches Unterfangen zu realisieren. Ich glaube es auch erst, wenn es steht.

Ich wollte Sie lediglich kurz darauf hinweisen, dass das Betonieren von Boden &Decken nicht notwendig ist. Eine wasserdichte plane Unterlage reicht dafür aus. Richtig ist: eine solche Konstruktion wird nie mehrere Jahre halten können & "kippen" oder absaufen, aber für den Moment reicht diese Konstruktion vollends aus, um vorübergehend Tausende von Menschen einige Monate medizinisch zu versorgen.

Insofern: möglich wäre es, aber das traue ich den Chinesen ebenfalls kaum zu, es auch wirklich zu schaffen. Aber selbst, wenn sich der Bauabschluss um 5 oder gar 10 Tage verzögern sollte. Es ist aller Achtung wert, was CN alles auf den Weg bringen kann, wenn es sich auch mal zusammenreißt & alle an einem Strang ziehen (was innerhalb CNs trotz Kollektivismus' tatsächlich seltener der Fall ist als man denkt).

Darstellung: