Kommentare - MAD: 550 rechtsextreme Verdachtsfälle in der Bundeswehr

26. Januar 2020 - 10:04 Uhr

Wie viele Bundeswehrsoldaten haben rechtsextreme Bestrebungen? Der Präsident des Militärischen Abschirmdienstes, Gramm, spricht in der "Welt am Sonntag" von aktuell 550 Verdachtsfällen. Besonders stark betroffen sei das KSK.

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Kommentare

Darf man in diesem Forum

Darf man in diesem Forum seine Meinung nicht zur Diskussion stellen, oder warum sonst, wird bis zu 90% meiner Beiträge unterdrückt, während andere Forumteilnehmer hier oft 10 und mehr Prozent der Meinungsbeiträge beitragen dürfen? Das riecht schwer nach Meinungsmache! Ist das der Qualitätsanspruch, den sich die ARD gestellt hat? Armes Deutschland, wenn wir hier wirklich so manipuliert werden durch unser kostenpflichtiges Fernsehen. Also sind wir doch längst kein mündiger Bürger. Die Mündigkeit wird uns täglich durch diese Art manipulativer Arbeit der Medien abgenommen, nein gestohlen!

@ SanVito

Den genannten EID hat auch Frau Merkel geleistet.
In den USA sieht sich Trump einem Impeachment -Verfahren gegenüber - Wegen Verletzung des Eids!!
Wie steht es denn mit der Kanzlerin???

Die hat ihren Amtseid nicht verletzt. Wenn Sie politisch anderer Meinung sind, sollten Sie es nicht auf den Amtseid schieben. Sie hat die große Mehrheit der Deutschen hinter sich.

@ nie wieder spd

Sie waren und sind überall und ... Schon allein 200 Nazis als MdB im ersten deutschen Bundestag 1949 lassen Schlimmstes vermuten.

In der DDR Volkskammer wird es wohl kaum anders gewesen sein. Ich bin in der DDR aufgewachsen.

10:59 von Duzfreund

"Wenn man aber, dieser Art Leute, der Begriff Menschen verbietet sich ja vielleicht"

.-.-.-.-.-.

Wird langsam beliebt, die Menschheit in zwei Gruppen zu sortieren:

1. Die Menschen; 2. Die Nicht-Menschen.

Genau aus diesem Gedanken heraus ist der Nationalsozialismus entstanden.

Das heißt:
dieser überhebliche Gedanke, Menschen den Begriff "Mensch" abzusprechen, wird von den Nazi-Kritikern übernommen und setzt das Grauenvolle fort.

@karwandler um 13:30Uhr

Ich sehe da schon noch einen Unterschied, ob ich durch des GG "motiviert" bin am laptop einen klugen Kommentar zu schreiben, oder bei der Ausbildung zum Fallschirmjäger oder Gebirgsjäger oder Minentaucher oder KSK-Soldat etc. an die physischen Grenzen zu kommen oder die eigene Angst zu überwinden. Ich bezweifle sehr, dass da juristiche Texte hilfreich sind, das durchzustehen!

Eine Armee

funktioniert leider nur über Autorität und Befehl und gehorsam. Mann könnte natürlich auch vor jedem Einsatz einen Arbeitskreis bilden und den Sinn oder Unsinn des Einsatzes oder die Vorgehensweise ausdiskutieren. Deswegen werden dort Leute gebraucht, die erstens Autorität ausstrahlen können und solche die mit solcher Autorität umgehen/sich unterordnen können. Also welche Gruppierung finden sie wohl zuerst in der BW? Kids die Dank einer antiautoritären Erziehung keinerlei Regeln und Gebote kennen gelernt haben? Wohl kaum.

@ Gutmenschenspee

Nicht die Abschaffung der Wehrpflicht war das Problem sondern die quasi ersatzlose Streichung.
Ich hätte mir eine Staatsdienstpflicht beider Geschlechter mit Wahlfreiheit gewünscht.
Leider wird die Wirtschaft immer dagegen torpedieren.

Das hat auch Gründe. Denn bei einem so drängenden Fachkräftemangel wie wir ihn in Deutschland haben, ist eine solche Verschwendung von Ausbildungszeit bei jungen Menschen ein absoluter Schildbürgerstreich, auf den nur Bürokraten kommen können.

@ichmeinjanur

Es sollte aber klar sein , dass man mit einem klaren Befehl , die Äußerungen schon mal auf ein geringes Maß setzen kann ! Im Verborgenen wird immer mal was auftauchen aber wenn Sie eine bessere Idee haben .... dann mal los !

re karlheinzfaltermeier

"Ich sehe da schon noch einen Unterschied, ob ich durch des GG "motiviert" bin am laptop einen klugen Kommentar zu schreiben, oder bei der Ausbildung zum Fallschirmjäger oder Gebirgsjäger oder Minentaucher oder KSK-Soldat etc. an die physischen Grenzen zu kommen oder die eigene Angst zu überwinden."

Ich sehe gar keinen Fallschirmjäger oder Minentaucher, der sich im Einsatz vom GG beflügeln lässt (Kein Wortspiel wg. Fallschirmjäger beabsichtigt ...).

Ich glaube nicht,

dass es mehr Fälle von Rechtsextremismus in der BW gibt als früher.
Da heute vieles, was vor 10 Jahren noch als konservativ durchging rechtextrem sein soll, hat sich meiner Meinung nach nur die Bewertungsgrundlage geändert.

@26. Januar 2020 um 14:13 von Theologe

Schildbürgerstreich?
Das Gegenteil ist doch eindeutig Fall: Gerade in der Pflege aber sogar Polizei, Feuerwehr und ich könnte noch lange weitermachen wurden erst Fachkräfte aus dem Wehrersatzdienst gewonnen.
Daher wiederhole ich: Eine Staatsdienstpflicht für beide Geschlechter mit echter Wahlfreiheit ist eine echte Bereicherung für die Gesellschaft.
Ihr Vorwurf, das sei ein Schildbürgerstreich ist daher 1. aus der Luft gegriffen, 2. ein schwaches Argument ohne nachvollziehbaren Beleg, 3. keine gute Idee mal etwas für die Solidargemeinschaft sprich Gesellschaft zur Diskussion und Überlegung zu stellen.
Sorry, trotzdem einen schönen Sonntag noch.

re karlheinzfaltermeier

War Wernher von Braun dann nicht auch ein "echter" Nazi oder nur der Chemiker, der Zyklon B erfunden hat?
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Abgesehen davon, dass es nicht Wernher von Braun war, der das Zyklon B erfunden hat, ist er ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Gesinnung eines Menschen für sein Karriere ist, wenn er über außergewöhnliche Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt. Die Gesinnung interessiert niemanden, wenn sich Profit und Vorteile erzielen lassen. Das war so, ist so und wird auch immer so bleiben.
Genau aus diesem Grund konnten Nazis mit wissenschaftlichem oder diplomatischem Hintergrund nach dem WK II überall auf der Welt in Ruhe weiterarbeiten.

@DerVaihinger

"
Am 26. Januar 2020 um 10:57 von DerVaihinger
Ein Rechtsdrall bei der

Bundeswehr lässt sich leicht ansagen. Linke sind dort kaum anzutreffen.
Ordnung, Disziplin und Anstrengung sind in diesen Kreisen nicht gerade das Gelbe vom Ei."

Aha, Linke sind also alle undiszipliniert und strengen sich nicht an. Wieder ein Vorurteil dazu gelernt.

Ihr Satz ist völliger Mumpitz. Ich bin seit vielen Jahren Hobbymusiker, habe mich weitergebildet bis zum Dirigenten und leitete auch Jugendorchester, das lag mir besonders am Herzen. Rechte Hetzer sind dort kaum anzutreffen. Die Kinder lernen ganz spielerisch, daß beim gemeinsamen musizieren Ordnung und Disziplin notwendig ist. Das muß ich denen nicht mal erklären, sie lernen es ganz von selbst. Und von den Kindern war naturgemäß nicht ein einziges bei der Bundeswehr. Einige von denen haben sich so angestrengt mit viel Üben, daß sie heute Profimusiker sind. Ohne Anstrengung geht das nämlich nicht. Waren das jetzt alles Rechte?

@SysLevel

"Bei einer Gesamtzahl von einigen Hunderttausenden Bundeswehrangehörigen sind die etwa 550 Verdachtsfälle im Promillebereich anzusiedeln."

Es wären etwa zwei pro Tausend, wenn Sie alle Bundeswehrangehörigen zugrunde legen, drei, wenn Sie zivile Mitarbeiter und die freiwilligen Wehrdienstleister aus der Rechnung nehmen. Das kann man als "Randgruppe" bezeichnen, was aber nicht heißt, dass man es ignorieren sollte, vor allem nicht in einer Organisation wie der Bundeswehr. Immerhin soll sie unseren Staat schützen.

@ 13:30 von karwandler

"Ohne GG wären Sie nicht motiviert, Demokratie und Menschenrechte hochzuhalten?"

Ohne GG wären Sie und ich und jeder andere User hier vermutlich dergestalt damit beschäftigt ums Überleben zu kämpfen, dass das Hochhalten von Demokratie und Menschenrechten zwangsläufig ein wenig ins Hintertreffen geriete ...

Darüber hinaus gibt es Kulturen, die diese beiden Begriffe nicht unbedingt genauso definieren wie wir.
Insofern kann der Kodex GG durchaus hilfreich sein, die Motivation zu fördern.

Oder womöglich zu wecken.

Kein Zufall, sondern ein fundamentales Problem

„MAD: 550 rechtsextreme Verdachtsfälle in der Bundeswehr“

Autoritäres Denken ist das Kernelement von Rechtsextremismus und Faschismus.

Und die Bundeswehr beruht wie jede andere militärische Institution - „staatliche“ und sonstige - auf stramm hierarchischen Strukturen. Also dem Prinzip von Befehl und Gehorsam und der Pflicht zu bedingungsloser „Treue“ (genauer gesagt: zur Unterwerfung).

Eigene Gedanken oder gar kritisches Hinterfragen haben dort keinen Platz. Wundert es da wirklich jemanden, dass auf militärischen Strukturen beruhende Institutionen gerade auf in autoritärem Denken verhaftete Menschen eine geradezu magische Anziehungskraft ausüben?

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