Ihre Meinung zu: Ökonom Krugman: "Deutschland sollte Schulden machen"

21. Dezember 2019 - 13:42 Uhr

Nobelpreisträger Krugman geht im ARD-Interview mit Deutschland hart ins Gericht. Die Schwarze Null sei nicht gut, warnt der Ökonom - sie verhindere Investitionen in die Zukunft. Zudem plädiert er für eine Reichensteuer.

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Kommentare

die schwarze Null stranguliert uns

insbesondere, wenn sie zum Selbstzweck wird. Wir haben Investitionen, um die wir nun mal nicht herum kommen. Für die Hardcore-Fans der Sparpolitik ist das die Losung: wir hinterlassen unseren Nachfahren eine zerstörte Umwelt, in der sie nicht leben können und in der nichts mehr funktioniert, weil die Infrastruktur darnieder liegt. Aber wenigstens haben sie nicht so viele Schulden. Kann es das sein? Sie werden ein vielfaches von dem investieren müssen, was wir uns heute "ersparen". Und vermutlich werden sie dafür: Schulden machen müssen.
Vielleicht sind sie aber auch so klug wie Krugman und sehen endlich, dass das Problem nicht ist, dass kein Geld da wäre. Es ist da, wir erwirtschaften es ständig neu, nur konzentriert es sich in den Händen einiger weniger, die einen Teufel tun, es, für die Gesellschaft auszugeben.

Paul Krugman sagt:

>> Es ist absolut möglich, dass 2024 die Entrechtung von Minderheitenwählern, die Verbiegung des Wahlrechts und die Unterdrückung von unfreundlichen Medien so weit gehen wird, dass es unmöglich wird, eine normale Wahl abzuhalten.<<

Ja, das ist die Strategie der Alt-Right-Bewegung, deren Posterboy Donald Trump ist.

Diese Bewegung ist weltweit vernetzt, und das macht sie so gefährlich.

Ihr Ziel ist die Abschaffung dessen, was unter Demokratie verstanden wird. Die Aufkündigung des zivilgesellschaftlichen Konsenses.

All dies läuft nicht erst seit Trump, sondern mindestens seit Reagan und seiner "Conservative Revolution". Die Strategie ist, Fakten zu schaffen, an denen zukünftige Wahlentscheidungen nichts mehr ändern können. Die Besetzungspolitik, was den Supreme Court angeht, ist ein gutes Beispiel dafür. Oder auch das so genannte Gerrymandering.

Trump ist nur jemand, der sein Gesicht dafür hergibt. Die Strategien entwerfen ganz andere. Reagans Adminstrationen sind da aufschlussreich.

Kommunen wissen es schon längst.

In der Kommunalpolitik ist das schon längst angekommen. Bei uns in der Stadt Würselen wird die neue Schule mit 0,8 % mit "Schulden" finanziert. Letztendlich spart aber der Haushalt.
Die für Deutschland dringend notwendigen Investitionen in erneuerbare Energien, Bildung, Strasse und Bahn könnten jetzt umgesetzt werden. So spart man den Staat kaputt. Man fragt sich wirklich, warum ? Soll den Banken geholfen werden?
Ist das SPD Politik?
Warum kann ich das als normaler Bürger verstehen und bekommt es dann noch von einem Nobelpreisträger bestätigt.
Warum verliert man von Tag zu Tag mehr das Vertrauen in die Politiker, die schon lange nicht mehr "unsere Politiker" sind.

Was sind aus neuen Schulden bezahlte Investitionen?

Investitionen, die jetzt aus neuen Schulden bezahlt werden, können nur solche sein, die es der nächsten Generation, also vielleicht in 20 Jahren ermöglichen, aus den Gewinnen aus der Investitionen die höheren Steuern zu zahlen, die es ermöglichen, die Investitionen mit Zins zurückzuzahlen. Was könnte das sein? Nicht Ausgaben, die unsere Welt für uns heute komfortabler machen. Nicht Ausgaben, die heute für mehr Beschäftigung sorgen. Es müssen Ausgaben sein, die sich in 20 Jahren in Heller und Pfennig rentieren, nicht heute. Welche politische Partei hat solche Ausgaben auf ihrem Wunschzettel? Alle haben nur Ausgaben auf dem Wunschzettel, die unsere Situation heute verbessern, die der Wähler heute. Deshalb: Die schwarze Null ist richtig. Denn sonst leben wir wieder noch mehr auf Kosten der nächsten Generation. Es ist unsere Pflicht, der nächsten Generation eine gute und lebenswerte Welt zu hinterlassen, wie wir sie empfangen haben - ohne sie dafür via Schulden effektiv bezahlen zu lassen.

13:54, frosthorn

>>Vielleicht sind sie aber auch so klug wie Krugman und sehen endlich, dass das Problem nicht ist, dass kein Geld da wäre. Es ist da, wir erwirtschaften es ständig neu, nur konzentriert es sich in den Händen einiger weniger, die einen Teufel tun, es, für die Gesellschaft auszugeben.<<

Ja, das ist das Problem. Das Geld wird dem Kreislauf entzogen und liegt nutzlos herum. So entsteht öffentliche Armut und immenser privater Reichtum.

Vollerblühter Spätkapitalismus.

Wir müssen die Schulden los werden und keine neuen schaffen

Deutschland ist ein sehr hoch verschuldetes Land. Noch muss das Land dank der EZB Zinspolitik nahezu keine Zinsen für diese Schulden zahlen. Aber wenn Deutschland wieder Unmengen Schulden macht , wird auch die EZB die Zinsen wieder anheben und das Land zahlt Milliarden Euro jedes Jahr allein für die Zinsen unserer Schulden. Dann ist allein dank der Zinsen kein Geld für Investitionen da.
Die Aussage das man die Schulden gar nicht bezahlt ist unglaublich, mit dem Kurs hat es Griechenland in die Pleite geschafft und andere EU Südländer stehen kurz davor. Genau wie Sondersteuern für Reiche, solange wir keine EU weite Einheitsreglung haben wäre das ein Schuss ins eigene Knie. Das Geld verkrümelt sich jetzt schon gerne Richtung Schweiz. Das was der Mann möchte bedeutet hyperinflation des Euros. Damit verlieren wir alle alles.

@ 13:54 von frosthorn

Diese Generation hat eine vernünftige Infrastruktur von der Generation zuvor übernommen und relativ wenig Schulden. Es ist unsere Pflicht, der nächsten Generation eine ebenso vernünftige Infrastruktur zu übergeben und das ebenso mit relativ wenig Schulden. Nach Ihrer Argumentation dürfen wir die erhaltene Infrastruktur zur Erhöung unseres Wohlstandes zugrunde richten und die Kosten für deren Wiederaufbau der nächsten Generation via Schulden aufbürden. So sichern wir unseren in der Menschheitsgeschichte einmaligen Wohlstand, indem wir unser Erbe vergeuden und auch noch Schulden für unsere Erben hinterlassen. Wir müssen die Infrastruktur instand halten aus unseren eigenen Mitteln. Das ist unsere Pflicht. Damit gewinnt man natürlich keine Wähler, die nichts davon hören wollen, dass die Party der Vergeudung der natürlichen und finanziellen Ressourcen, der Glaube an das ewige Wachstum, vorbei ist.

Stimmt nicht

"Die Schwarze Null sei nicht gut, warnt der Ökonom - sie verhindere Investitionen in die Zukunft"
Es ist nicht die schwarze Null die Investitionen verhindert. Eine beispiellose und unnötige Verschwendung seitens des Staats ist das Problem.
Maut und Berateraffäre sind doch nur die Spitzen des Eisbergs. Egal wie viel Geld man diesem Staat in die Hände drückt, er wird es zum Fenster hinaus schmeißen. Wer glaubt mehr Schulden würden zu mehr Investitionen führen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Warum in Boom-Zeiten Schulden machen?

Der Staat nimmt derzeit mehr denn je ein - sei es durch Progression oder konjunkturelle Effekte. Jedenfalls läuft derzeit die warme, braune Masse buchstäblich den Berg hinauf. Es ist gänzlicher Blödsinn, dass der Staat zusätzlich noch Geld in die überhitzte Wirtschaft pumpt. Antizyklisch muss der Staat agieren!! JETZT Schulden abbauen, in schechten Zeiten welche aufnehmen - ist jedenfalls logischer. Deshalb frage ich mich, ob dieser "Ökonom" nicht zufällig auf der Payroll einer Bank steht?

Keine Schulden, sondern Steuern korrekt erheben

- Die 5% reichsten Deutschen werden jede Woche reicher - um 2 Mrd.!
- Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer werden nicht mehr erhoben, weil von CDU/CSU/FDP blockiert!
- Die Industrie trägt nur noch 11% (!) des Steueraufkommens (früher 50%)!
- Steuern zahlt noch noch der private und gewerbliche Mittelstand!
- Die seit langem dringend notwendigen Steuerreformen, Kampf gegen Steuerlücken/Steuerhinterziehung werden von CDU/CSU/FDP und deren Wählern blockiert!
Ergebnis ist einfach: Mit korrekt gezahlten Steuern bleibt die schwarze Null, es gäbe genug Geld für Bildung, Gesundheit und Struktur investiert - wenn der Wähler es endlich will!

Ökonom Krugman:"Deutschland sollte Schulden machen...

Die Schuldenbremse verhindert auch notwendige Investitionen in die Infrastruktur.Bei Gemeinden und Städten führt sie auch zu einem Privatisierungsdruck,weil man unter ihr kommunale Dienste nicht mehr finanzieren kann(Wasserwirtschaft,Planung und Projektierung von Bauprojekten,ÖPNV).Wie oft werden Fleischbetriebe kontrolliert ?

Der Ökonom spricht auch auch die hohen Handelsüberschüsse Deutschlands an.Das funktioniert durch die zurückhaltenden Tarifabschlüsse der Gewerkschaften und durch den Binnenmarkt und die Währungszone. Für andere Länder ein Problem,Verschuldung wegen der Handelsbilanzdefizite und Bremse für ihre Entwicklung.

Axh,......

ist der Herr Krugmann wieder klug! Er verkennt nur, daß seine Weisheiten nur in den USA aus verschiedenen Gründen praktizierbar sind. Mich ärgert dann immer, daß wenn Schulden bis über die Unterkante Lippe gemacht werden und die graue heorie versagt, von Herren a-la Krugmann nichts zu hören ist, ausser daß sie vermutlich wieder einmal falsch verstanden wurden. Herr Krugmann verschweigt auch, worin die Schulden investiert werden sollen! Bestimmt nicht in Bereiche, in denen man Konkurrent der USA ist, oder? Irgendwe beneide ich sogenannte Wirtschaftwissenschaftler besonder aus den USA, denen es völlig egal ist, wie hoch die Staatsverschuldung ist. Sie vergessen nur absichtlich, daß ihre Theorien eben nur in den USA machbar sind!

Auch wenn es

ein angeblich schlauer Professor oder was auch immer ist, Schulden sind nicht gut, weder für Privatpersonen noch für Staaten.
Und unser Schuldenberg ist schon höher als immer als Zahlen genannt werden, Artikel gibt es darüber ja reichlich.
Irgendwann muss das mal eine Generation bezahlen, oder das Geld wird abgewertet, sagen zumindest die Profis.
Auch jetzt die Idee, einigen Tausend Kommunen die Schulden zu erlassen, führt zu negativen Ergebnissen und bestraft die, die gut gewirtschaftet haben.
Investitionen müssen irgendwann dann einen Gewinn bringen, und den sehe ich jetzt nicht.
Wenn wir den Export zurück fahren, was wir ja sollen, dann müssen wir auch schrumpfen, und nicht wie jetzt ständig mehr werden. Export sind Arbeitsplätze, und wenn wir was für die Umwelt tun wollen, dann zuerst den Export von Millionen Tonnen Fleisch aller Arten beenden, das wäre dann zusätzlich auch noch für das Klima gut.
Ich halte von seinen Vorschlägen wenig.

Krugman plädiert für mehr Staat und mehr Staatsausgaben

Hr. Krugman ist ein Vertreter der linksgerichteten, nachfrage-orientierten, keysianistischen Fiskal- und Geldpolitik, die bisher noch nie funktioniert hat und immer zu mehr Schulden, Misswirtschaft, Korruption und Armut geführt hat.

Sie baut darauf, dass man sich dem Baron von Münchhausen gleich am Schopfe selber aus dem Morast ziehen kann, indem man nur die Staatsausgaben erhöhen oder die Notenpresse anschmeißen muss, was die EZB sowieso schon zur Genüge tut.

Deswegen redet man von einer derartig Geld- und Fiskalpolitik ein wenig verächtlich von "Voodoo-Ökonomie".

Was Hr. Krugman wie alle linken Keysianisten übersieht, dass es neben dem Staat - der gar nicht "investieren" sollte und das meist sehr schlecht kann (siehe BER-Flughafen) - es einen privaten Sektor gibt, der viel effektiver in die Zukunft investiert und konsumiert.

Und dazu muss diese endlich entlastet werden, Steuern und Abgaben heruntergefahren werden, indem man bspw. nicht die Schulden anderer Länder übernimmt.

Weil es die anderen noch toller treiben

Und wir durch die EU für die Schulden der anderen mithaften. Deshalb sollten wir auch Schulden machen. Sonst sind wir immer die Gelackmeierten die viel arbeiten und wenig davon haben.
Die Schwarze Null bedeutet ja nichts anderes als dass unsere Schulden selbst in guten Zeiten nicht weniger werden. Da belasten wir die Jungen viel mehr als mit dem Klima. Weil es die anderen noch toller treiben können wir uns da nicht auskoppeln. Außer es gibt einmal eine Schuldenkonferenz wie gerade mit dem Klima!

Ein wahrer Kommentar eines Mannes der die...

...Welt oder zumindestens die Finanzwelt versteht.

---

Die seit Jahren beschwörende "Schwarze Null" in der Zeit des Negativzinses
der im Gegenzug Investitionen in die marode Infrastruktur quasi verhindert,
wird uns noch sehr teuer zu stehen kommen.

Da braucht man noch nicht einmal ein BWLer zu sein, um das zu erkennen.
Und wenn jetzt hier die achso klugen Leute sagen, wer soll das alles
in der Zukunft bezahlen?
Unsere Kinder?
Dann sage ich ja.

Aber unsere Kinder werden nicht übermaßen geschröpt werden,
wenn wir als Staat heute Schulden machen und dieses Geld sinnvoll verteilen.
Nein, im Gegenteil die zukünftige Generation wird es uns danken,
da sie dann eben nicht mehr massenhaft selber investieren müssen.

Also Schluß mit diesem Wahnsinn
der "Schwaren Null."
Investiert endlich in unsere Zukunft, wenn nicht gar in unser Überleben.

Hirnwäsche seit Jahrzehnten

Das "christliche" Denken ist inzwischen so weit vorgedrungen, dass man weder über höhere Steuern noch Investitionen sachlich reden kann. Es folgt das schöne Lied: "Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel Pinkepinke, wer hat das bestellt?". Stattdessen hat sich das Wort "Rendite" in jedes Hirn eingebrannt, als sei das der Sauerstoff, von dem wir leben.
.
In der Wirtschaftslehre heißt es, dass Rendite a) Lohn für das auf sich genommene Wagnis und b) Vorsorge für Zukunftsinvestitionen ist. Und so hat Schröder die Steuern gesenkt und Billiglohn eingeführt. Und von dieser Denke kommt man nun nicht mehr runter!
.
Zum Nachdenken - ebenfalls aus der Wirtschaftslehre: die Staatsschulden stellen die Vermögen der Reichen dar. Ohne Staatsschulden kein Privatvermögen. Nun glaubt jeder Sparschweinbesitzer, dass er blechen muss, wenn von Steuern die Rede ist, und solidarisiert sich mit Milliardären. So sitzen wir in der Sackgasse der Schwarzen Null und verschlafen die Zukunft.

14:21, Kessl

>>Egal wie viel Geld man diesem Staat in die Hände drückt, er wird es zum Fenster hinaus schmeißen. <<

Der Staat, das sind wir alle.

Neue Schulden

Bevor neue Schulden gemacht werden, sollten die Steuer erst einmal Sinnvoll eingesetzt werden. Nicht mehr zeitgemäße Subventionen wie für Kohle etc. müssen anders eingesetzt werden. Wieso müssen die Betreiber von Kohlekraftwerken z.B. Entschädigungen erhalten.

Auch sollten endlich die Steuerlöcher für die ganzen Vermögenden geschlossen und von denen eingetrieben werden, welche versuchen jedes noch so kleine Steuerloch zu nutzen um noch mehr Vermögen zu haben. Die Vermögenden und auch die Unternehmen müssen endlich richtig besteuert werden und nicht immer beschenkt werden.

Das Geld ist m. E. da. Es ist nur falsch verteilt, was die Unzufriedenheit in der Bevölkerung immer größer werden lässt. Man muss sich nur das Klimapaket anschauen und überlegen, wen es belasten wird. Nämlich den kleinen Bürger, welcher immer wieder mehr zahlen muss und so immer weniger zur Verfügung hat.

Aktuell erinnert mich die ganze Situation an Die Zeit von vor 100 Jahren und das macht mir Angst.

@fathaland slim um 14:04Uhr

Sehen Sie es mir Unwissendem bitte nach, aber nachdem anscheinend nach Ihren Kommentaren alles und jeder "weltweit vernetzt ist", sollten es doch Linke und Sozialisten und Kommunisten auch sein, oder? Oder sind das alles Einsiedler und Eremitn, die ein Schweiggelübde abgelegt haben?

Danke @tagesschau24 :-)

Es tut so gut einen intelligenten Menschen zu hören und das im original!
Nicht alles immer sofort zu übersetzen macht so viel Sinn und entwickelt uns selbst doch auch weiter. So eine schwere Sprache haben die Beiden ja nicht gesprochen und wenn nicht alles immer ganz und gar in jeder kultureller Feinheit verstanden wird, bereichert es und gibt eine Idee für andere. – diversity is king :-)

Im Zusammenhang mit den USA

Das zu lesen hat mir gereicht!
Die Schwarze Null ist Gut für Deutschland!
Deutschland stellt Mittel bereit die nicht abgerufen werden, weil z.B. Handwerker fehlen, oder keine Kapazitäten in den Baufirmen frei sind. Jeder Hausbesitzer kann da ein Lied singen. Und dann noch mehr Schulden machen? Wozu, das noch mehr Geld auf Halde liegt. Jetzt Schulden abbauen, und es bleibt mehr Geld zum Investieren über.
Die nächsten Generationen werden sagen: DANKE

Es gibt keine Sparpolitik

Das Geld ist schon da. Was die Bundesregierung an Steuern einnimmt ist atemberaubend. Nur gibt sie das Geld für die falschen Dinge aus, obwohl sie es zukunftsorientiert ausgeben könnte.

Im Ernst. Es ist absolut möglich, dass 2024 die Entrechtung von Minderheitenwählern, die Verbiegung des Wahlrechts und die Unterdrückung von unfreundlichen Medien so weit gehen wird, dass es unmöglich wird, eine normale Wahl abzuhalten.

In den USA unmöglich, in Deutschland aber schon längst alles Alltag. Die USA haben eine gleichberechtigte Medienlandschaft, und dort werden auch keine aussichtsreichen Oppositionskandidaten von regierungstreuen Behörden von der Wahl ausgeschlossen, wie in Deutschland.

Offensichtlich kritisiert Krugman in Deutschland die falschen Sachen.

Danke Redaktion!

Ob man Krugman zustimmt oder nicht: Ein paar relevante Stimmen aus dem internationalen Bereich können nicht schaden bei unserer lokalen Diskussion. Sowas wünscht ich mir öfter.
Um solche Meinungen und Perspektiven einzufangen, muß man sein Büro verlassen. Aus der Sicht eines Gebührenzahlers eine erfreuliche Aktion.
Beste Grüße aus der Kurpfalz

«Deutschland ist ein sehr

«Deutschland ist ein sehr hoch verschuldetes Land.»

DEU ist ein vergleichsweise niedrig verschuldetes Land. Im Vergleich zu allen anderen Industrienationen auf den Rängen 1 bis 10 der Wirtschaftskraft. Bei CHN weiß ich es allerdings nicht.

Und die Schuldenrate in DEU geht seit Jahren zurück. Sind inzwischen die 60% des BIP erreicht, die einst in den Kriterien standen, die Staaten max. haben sollten, die den Euro als Währung einführen.

Ohne finanzielle Probleme??

Zitat: "Aber wenn Länder in ihrer eigene Währung Geld leihen, wie Deutschland und die USA, können sie große Schulden haben, ohne in finanzielle Probleme zu bekommen. Japan hat zum Beispiel hat Schulden, die 200 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen. Und Negativzinsen. "

Ohne finanzielle Probleme??

Dass die öffentlichen Schulden in Japan so hoch sind, bedeutet erst einmal eines: die Steuern- und Abgabenbelastung ebenfalls hoch: der private Sektor kann weniger konsumieren und investieren, was Japans Wirtschaft sehr träge gemacht hat.

Es gibt ebenso viele Ökonomen die behaupten, dass Japans niedrige Geburtenraten sehr stark damit zusammenhängen, dass die Japaner übermäßig stark durch Steuern und Abgaben belastet werden.

Wird das Ganze auch noch durch eine Nullzinspolitik / expansiver Geldpolitik begleitet, führt das zu einer massiven Inflation von Vermögenswerten wie Immos oder Aktien und letztendlich zu einer Blase, die jederzeit platzen kann.

Hr. Krugman ist ein Voodoo-Ökonom

Seine Meinung...

Meine Meinung ist, dass der Staat keine Schulden machen müsste, wenn er all das Geld hätte, welches er den Konzernen und anderen Größtverdienern nicht abgenommen oder sogar noch nachgeworfen hat und das nun unproduktiv im Steuerparadies vor sich hinschimmelt. Oder als Zweitwohnung, Dritt-Yacht, Viert-Auto...

Wie denkfaul muß man sein?

Was hat bitteschön,hat ein ausgeglichener Haushalt mit Investitionsstau zu tun? Ich verrate es: Nix, absolut nix! Deutschland sitzt nach wie vor auf einem riesigen Schuldenberg, und wir haben es trotz Niedrig-Minuszinsphase nicht vermocht einen Gutteil davon abzutragen. Das wird nicht leichter wenn wieder ein deutlich größerer Betrag vom Haushalt für Zinszahlungen draufgeht. Nein Nein. so wird das nichts. Mit einer gerechten Besteuerung, und einer weniger verschwenderischen Haushaltsführung, lassen sich alle notwendigen Investitionen auch mit bunter Null stemmen.

@Autograf, 14:15 re @frosthorn

Nach Ihrer Argumentation dürfen wir die erhaltene Infrastruktur zur Erhöung unseres Wohlstandes zugrunde richten und die Kosten für deren Wiederaufbau der nächsten Generation via Schulden aufbürden …

Es ist mir nur selten passiert, dass mir jemand in einer Replik das genaue Gegenteil von dem unterstellt, was ich geschrieben habe. Vielleicht lesen Sie meinen Kommentar noch mal.
Danke.

Geldverschwendung

Ursache ist nicht zu wenig Geld, sondern es wird falsch ausgegeben. Schuld ist auch das Haushaltsrecht. Das Dezemberfieber gibt es immer noch. Für bestimmte Bereiche werden den Behörden Mittel zugewiesen. Bleibt jetzt auf einem Titel Geld übrig und auf einem anderen ist zu wenig, darf das nicht umgewidmet werden. Damit der Titel mit dem übrigen Geld nicht das nächste Jahr gekürzt wird, muss das Geld weg. Dann werden noch schnell Dinge angeschafft, die gar nicht oder nicht in der Menge gebraucht werden, nur damit das Geld weiter ist. Ansparen und später dann das Geld sinnvoll einsetzen geht nicht.

Je mehr ein Staat Schulden macht, desto geldsüchtiger wird er und desto mehr wird über neue und höherer Steuern nachgedacht. Vorschläge für die Zukunft von Leuten, die nur noch wenig Zukunft vor sich haben, sind immer potentiell gefährlich. Großer Unsinn wurde oft durch fehlendes Geld verhindert.

Deutschland sollte Schulden machen

und wer soll die mal zurückzahlen
unsere Enkelkinder ?
mit welcher Begründung ?
dass wir - wie mit allem - über unsere Verhältnisse lebten !

Das Kapital bereitet dem Faschismus den Weg (schon wieder)

„Krugman: Ich würde die Steuern für die Reichen erhöhen, überall. Nicht wegen des Defizits, sondern entsprechend der Dinge, für die man bezahlen muss. Das ist eine wichtige Geldquelle. Aber auch, weil die wachsende Ungleichheit der Einkommen unsere Gesellschaften zerreißt - das geht weit über das Wirtschaftliche hinaus.
Es geht nicht nur darum, dass wir das Geld der Reichen gut gebrauchen können.
>>> Wir werden zu einer Gesellschaft, in der eine kleine reiche Gruppe nicht mehr im selben materiellen und finanziellen Universum lebt, wie der Rest von uns“

Präzise auf den Punkt gebracht.

„Die öffentliche Hand investiert zu wenig“:

Und in das Falsche. Der neue Rekord bei den globalen Rüstungsausgaben dürfte dafür Beweis genug sein. Und die dienen ganz sicher nicht der Sicherheit der Bürger, wie von den Politikern behauptet. Die entscheidende Frage lautet hier („Dabei kann die gesamte entwickelte Welt zu geringen Zinsen Geld leihen. Wir sollten es einfach tun“) also: WER genau ist „wir“?

Privatisierung ruiniert eben auch oft die Infrastruktur..

.. z.B. in der Wasserwirtschaft in Portugal, bei den Bahnen z.B. in UK seit Thatcher und seit die DB Gewinne abliefern soll.
Und zu @Bote...:
Der BER ist technisch nicht vom Berliner Senat oder der Brandenburger Landesregierung geplant worden, sondern von den ach so guten Privatfirmen Bosch, Siemens und Konsorten, die wegen ( da ist der Senat tatsächlich schuld) schlechter Verträge ohne Konventionalstrafen einfach für jede Verzögerung zusätzlich bezahlt werden. Stundenlohn halt ohne erbrachte Leistung.
Und das Signalleitungen und Starkstrom nicht in die selbe Betonwanne gehören, lernt schon jeder Elektriker.
Und so nebenbei hat man auch die Air Berlin zu Gunsten der Luftfahrtkreuze München und Frankfurt ruiniert. Da könnte aber wirklich mal die Politik in Form der CSU Verkehrsminister beteiligt sein.
Reicht aber nicht , um jegliches staatliches Wirtschaften zu "bashen".

An Herrn Krugman vielleicht lesen sie das!

Mit der Reichensteuer haben sie Recht, das wäre ein Schritt in die Richtige Richtung.

Die Schwarze Null ist wichtig, da es nicht gut ist sich zu verschulden.
Fragen sie mal die Leute ob sie es gut finden sich zu verschulden.

Außerdem sind die Schulden von Banken egal, während die Schulden des kleinen Mannes sehr genau abgeleistet werden müssen.

Herr Krugman das Geldsystem ist das Problem.
Des einen Gewinn ist des anderen Verlust.
Dieses System ist nunmal so das es mehr verlierer als gewinner kreiert.
-6 Millionen Arbeitslose
-hohe Schulden
-gesellschaftliche Spaltung
All dass ist das Resultat

Man könnte höchsten das Geld an alle mal rumreichen, alle sind zufrieden und gut ist.

Schon vor der schwarzen Null haben viele Länder der Erde sehr wenig in die Zukunft ihrer Kinder investiert.

Die Wissenschaft ist eher auf neue Ideen angewiesen als auf Geld.
1.Die Idee, dann überlegen wie umsetzen.

für was bekam der einen Nobelpreis

jetzt wo die Steuereinnahmen sprudeln Schulden machen
was für ne Lachnummer
man macht Schulden wenn die Mrd nicht sprudeln
Investition gerade bei einer erlahmenden Wirtschaft nötig sind

Von einem Keynesianer nichts anderes zu erwarten..

Warum ordnet die TS Herrn Krugman im Portrait nicht als das ein was er ist? Ein vehementer Verfechter des Keynesianismus. Und warum wird nirgendwo reflektiert, dass überbordender Staatsinterventionismus schon so manches Land völlig ruiniert hat? Die USA können sich ihre Schulden und Defizite auch nur "leisten", weil der Dollar nach wie vor Weltwährung Nummer 1 und das auch noch lange bleiben wird. Dass der Euro hier an seine Grenzen kommt sieht man doch an der Staatsschuldenkrise. Die übrigens noch lange nicht ausgestanden ist.

Hier wird einfach mal ein Interview mit einem Nobelpreisträger in den Raum gestellt. Einem Experten der eine klare Ausrichtung hat (die aber nirgendwo erwähnt und kritisch hinterfragt wird). Weil es momentan gerade politisch opportun ist (Linke, SPD, Grüne) sich für das Schulden machen durch den Staat einzusetzen.

um 14:35 von Biocreature

"Also Schluß mit diesem Wahnsinn
der "Schwaren Null."
Investiert endlich in unsere Zukunft, wenn nicht gar in unser Überleben."
Da muss man Krugmann völlig zustimmen. Mit der "Schwarzen Null" bringen wir Deutschland nicht voran und können wir nicht in unsere Zukunft investieren. Außerdem wollen Deutsche shoppen und nicht sparen. Wir brauchen aber viel mehr Investitionen in die Zukunft, also in die Bildung, in eine moderne Infrastruktur, in ein modernes Verkehrswesen und in die Sicherung der Umwelt und der Energieversorgung usw.

Der Mann hat sooo Recht

Nur ob das die unsere aktuelle Regierung begreift, ist die Frage.
Die getrauen sich wegen den Wählerstimmen nicht von der schwarzen Null wegzugehen. Denn gerade weniger reflektierende Menschen sind der Meinung, dass man keine Schulden macht, basta.
Wenn ich dazu noch bedenke, dass die kranken Kassen mehr als 20 Milliarden Euro ihren Mitgliedern bereits vorenthalten haben und das Geld horten, frage ich mich, ob nicht alle dafür Verantwortlichen ausgetauscht werden sollten. Denn gerade im Gesundheitssektor gibt es so viele notleidende Menschen, die von etwas mehr Geld ihrer Gesundheit viel Gutes tun könnten.

Am 21. Dezember 2019 um 14:37 von fathaland slim

" >>Egal wie viel Geld man diesem Staat in die Hände drückt, er wird es zum Fenster hinaus schmeißen. <<

Der Staat, das sind wir alle. "

Im Prinzip richtig, alle Bürger bilden den Staat.
Aber nur eine Handvoll hat zugriff bei der Verteilung, und da klemmt es gewaltig.
Vorkommnisse der Letzten Wochen zeigen das, auch Jährlich wird immer wieder die Steuerverschwendung aufgezeigt und aufgelistet.
Und da auch wir beide ja der Staat sind, nach Ihrer Definition, haben wir Beide Geld verschwendet ?, also ich nicht!.
Ich würde für einige Dinge die beschlossen sind, keinen einzigen Pfennig ausgeben, weil einfach falsch ist.
Schöne Weihnachten wünsche ich nach Bärlin.

Keynes

@Bote...

Der Mensch heißt übrigens Keynes
nicht (Keysianisten)

John Maynard Keynes (*5. Juni 1883, Cambridge (GB); †21. April 1946, Tilton (GB))

Jahrzehnte lang wurde immer

Jahrzehnte lang wurde immer wieder gepredigt wir wären hoch verschuldet, sollten die Schulden abbauen statt sie unseren Kindern zu hinterlassen. Jetzt kommen wir endlich mal ohne neue schulden aus und es ist auch wieder falsch.

Klar soll Deutschland

Schulden machen, machen doch alle und Deutschland finanziert das noch. Das Problem ist nur, dass Schulden irgendwann zurückgezahlt werden müssen und wenn Deutschland nicht mehr zahlen kann schauen alle dumm aus der Wäsche.

@fathaland slim, 14:37 - Sextanerwissen

Meinem Sohn wurde unlängst der Unterschied zwischen Staatsapparat und Staatsvolk erklärt - und zwar in der Sexta.

Und er ist eben doch vor allem Theoretiker

Faszinierend auch, wie Herr Krugman meint, eine Volkswirtschaft sei einfach mal so schnell mit etwas Staatsinterventionismus umzubauen. Typischer Theoretiker.

Man kann nicht einfach eine auf Export ausgerichtete Wirtschaft von heute auf morgen auf Binnennachfrage trimmen. Die Produkte welche von deutschen Unternehmen erfolgreich exportiert werden und die Geschäftsfelder in denen diese Unternehmen tätig sind unterscheiden sich massiv von Produkten/Geschäftsfeldern die mit Staatsinterventionismus gefördert würden/werden sollen. Wenn sie Infrastruktur im Inland aufbauen wollen brauchen sie dafür die entsprechenden Unternehmen/Fachkräfte. Und die finden sie nicht in der Autoindustrie.

Grüsse aus der Schweiz

Die USA haben eine

Die USA haben eine gleichberechtigte Medienlandschaft, und dort werden auch keine aussichtsreichen Oppositionskandidaten von regierungstreuen Behörden von der Wahl ausgeschlossen, wie in Deutschland.

Sie meinen den Fall, in dem eine Oppositionspartei zu doof war, eine Kandidatenliste gemäß den geltenden Regeln aufzustellen, obwohl sie von der Wahlleitung vorher darauf hingewiesen wurde? Und was alle anderen Parteien offenbar auf die Reihe gekriegt haben?

Herr Krugmann meint etwas ganz anderes.

PS: Was ist eigentlich eine "gleichberechtigte Medienlandschaft"?

@Am 21. Dezember 2019 um 14:37 von fathaland slim

"Der Staat, das sind wir alle."
Das ist nicht nur keine Antwort auf meine ursprüngliche Aussage, es ist noch dazu falsch.

@ schabernack

"DEU ist ein vergleichsweise niedrig verschuldetes Land"
Die Schulden der öffentlichen Haushalte liegen bei ca. 2 Billionen Euro. Bei einem normalen Zinssatz von ca. 5 % wären das 100 Milliarden Zinszahlungen jährlich !! Nur die Nullzinsen der EZB ersparen uns das, dafür wird es bei den Sparern wieder abgezwackt. Ich finde das ein gefährliches Spiel.

Schulden machen, ja aber....

Wenn es um Investitionen geht, um die Infrastruktur, um die Ausbildung für die künftige Berufsstruktur dann sind Schulden im begrenzten und regulierten Maße in Ordnung. Wenn es darum geht das die 20% Armenkinder eine vernünftige Erziehung und Ausbildung zu gewährleisten ebenso. Wenn aber das Schuldenmachen in Steuerreduzierung für die Superreichen und den Konsum geht, wie in den beiden letzten Jahren in Amerika, dann bitte nein.
Wenn das Schuldenmachen im großen gemeinschaftliche EU-Finanztopf geht, wie jetzt zum teil, wo keine Kontrolle möglich ist, dann bitte nein.
Ebenso ist es mit Steuererhöhungen. Da wo Steuererhöhungen nachweislich Investitionen bremsen da bitte nicht.
Aber es beginnt doch schon mit den billigen Geld. Da wird eine Bank in Süd Italien mit einer Milliarde Euro Steuergelder gestützt, dabei weiß jeder das ein Großteil zur Mafia geht.

Einen "echten"

Wirtschaftsnobelpreis gibt es übrigens nicht.
Dieser sogenannte Preis hat mit den Nobel-Preisen nicht viel zu tun. Er wird immerhin irreführend in "Gedenken an Nobel "zeitgleich verliehen.

13:54 von frosthorn

Das allerschlimmste daran ist dass niemand da ist der diese fatale neoliberale Politik auf Kosten der Gesellschaft und der Zukunft beenden kann, bzw. will.

Schulden für Kinder...

Wer sich an Generationen vergreift, die sich nicht wehren können, das kann man doch nicht nicht gut heißen.Was sich die neue SPD Spitze ("Gerechtigkeit") dabei gedacht hat ist mir schleierhaft. Erschreckend das so etwas wieder aufkommt. Als gäbe es nicht genug abschreckende Beispiele.

@ 14:51 von frosthorn

Ok, wenn wir einer Meinung sind, dass wir unserer Nachwelt eine intakte Infrastruktur und Umwelt hinterlassen müssen, die wir aus eigener Kraft, nicht aus Schulden bewirken, ist ja alles in Ordnung. D.h. wir dürfen jetzt gerade keine Schulden machen, sondern alle müssen den Gürtel enger schnallen, um der nächsten Generation die Welt so zu hinterlassen, wie wir sie empfangen haben. Ich hatte Ihren Kommentar so verstanden, dass Sie dafür eintreten, unsere erwirtschafteten Ressourcen für uns zu verwenden und die Reparatur des von uns angerichteten Schadens an Infrastruktur und Umwelt mittels Schulden auf Kosten der nächsten Generation vorzunehmen.

15:03 von pkeszler

Mit der "Schwarzen Null" bringen wir Deutschland nicht voran und können wir nicht in unsere Zukunft investieren.
.
und die Zukunft auf Schulden finanzieren ?
was machen sie dann wenn die Zinsen ihrer Schulden
mal die Staatseinnahmen überschreiten
Vorschläge bitte !

Immer mehr Schulden

"Aber wenn Länder in ihrer eigene Währung Geld leihen, wie Deutschland und die USA, können sie große Schulden haben, ohne in finanzielle Probleme zu bekommen. Japan hat zum Beispiel hat Schulden, die 200 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen. Und Negativzinsen. Das gehört nicht zu den 50 Dingen, die mir Sorgen machen."

Große Schulden in Billionen -Höhe sind das Normalste der Welt.
Da machen sich die Ökonomen keine Sorgen.
Zurückzahlen wird die eh keiner mehr.
Und wenn einer wirklich nicht mehr kann, husch, werden die Schulden gestrichen.
Die Logik der Nobelpreisträger.

Schulden sind auf einmal gut?

Vor wenigen Jahren hiess es noch, wir haben zu viele Schulden?

Und erst heute wird in einer Meldung aus den USA die erneut ansteigende Verschuldung kritisiert.

Wie denn nun?

Re 14:04 von fathaland slim

">> Es ist absolut möglich, dass 2024 die Entrechtung von Minderheitenwählern, die Verbiegung des Wahlrechts und die Unterdrückung von unfreundlichen Medien so weit gehen wird, dass es unmöglich wird, eine normale Wahl abzuhalten.<<
Kenne ich irgendwie. Hat Herr Maaßen bei Lantz letztens schon gesagt. Betraf aber keine Bananenrepublik sondern mein Land.

"Ihr Ziel ist die Abschaffung dessen, was unter Demokratie verstanden wird. Die Aufkündigung des zivilgesellschaftlichen Konsenses."
Welchen Konsens meinen Sie? Der,der gerade dabei ist dieses Land sehr zum Nachteil zu verändern?
Ich erkenne hier bloß einen Konsens bei Linken. Diese meinen ihr Konsenz ist der allein gültige für alle.

Was die schwarze Null betrifft. Bin nicht unbedingt ein Freund davon. Aber Schulden zu machen bloß weil die EZB die Zinsen nach unten drückt das der Euro überlebt und die Pleitestaaten der EU? Was wenn es mal wieder eine Währungspolitik gibt wo es wieder Zinsen gibt? Was machen die Pleitestaaten dann?

verstehe ich nicht!

will Krugmann damit sagen, dass eine Marktwirtschaft nur dann funktioniert, wenn sie Schulden macht - abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen mit einem gigantischen Handelsüberschuss?

Das bedeutet dann doch aber gleichzeitig, dass das System irgendwann instabil wird, nämlich dann wenn die Zinsen höher werden als die Einnahmen. Und dass das ganze Konstrukt deshalb irgendwann in sich zusammenfallen muss, weil man es nicht schaffen kann, immer schneller zu wachsen! Die Ressourcen sind begrenzt, das wissen wir heute besser als jemals zuvor!

Vor ein paar Jahren haben wir noch gejammert, wegen des hohen Schuldenbergs und der hohen Zinsen. Dann wurde am falschen Ende gespart, damit Megakonzerne weiter steuerfrei bleiben konnten. Und mittlerweile haben wir uns damit abgefunden, dass wir auf Sicht wirtschaften wollen? Wenn das System in 25 Jahren kollabiert - egal, weil dann auch die Ressourcen verbraucht, das Klima zerstört, und die Umwelt mit Plastik und Atommüll vergiftet ist. Klasse!

Andere Akzentuierung

Zunächst mal ist Krugman kein Nobelpreisträger, sondern Träger des Ökonomiepreises der zu Ehren von Nobel von der Schwedischen Reichsbank vergeben wird. Das ist ein Unterschied und vielleicht wusste Nobel warum er für die Ökonomie keinen Preis zur Verfügung stellte. So wird in einem Jahr ein Volkswirtschaftler für Aussagen geehrt und das nächste Jahr jemand der genau das Gegenteil sagt. Hier können wir auch gleich an Krugman anknüpfen: Manchmal sagt er etwas treffend richtiges und manchmal etwas katastrophal falsches. So geht das Ökonomen oft.

Politiker können mit Geld nicht umgehen. Das kann man jeden Tag sehen, dazu fehlt ihnen Vernunft, Einsicht und Verstand. Man kann daher nicht noch durch Kredite aufgenommene Gelder in ihre Hände legen, zumal dann nicht wenn:

1. Man bezüglich Zinsen vom Wohlwollen der Finanzmärkte abhängig ist, oder diese Abhängigkeit entstehen kann.

2. Sich Unternehmen, ins besonders große internationale Konzerne, fast vollständig der Besteuerung entziehen.

@ 15:08 von wiesengrund

Ich hoffe, Ihrem Sohn wurde in der 5. Klasse auch erklärt, dass in Deutschland das Staatsvolk einen wesentlichen Einfluss auf den Staatsapparat (vermutlich sind Exekutive und Legislative gemeint) hat. Und es leider in Deutschland in der Bevölkerung keine Mehrheit dafür gibt, den eigenen Lebensstandard deutlich zugunsten von Investitionen für die nächste Generation zu mindern. Man möchte vielmehr das Geld, was man so schön durch den Verbrauch (Runterwirtschaften) der von der vorigen Generation übernommenen Infrastruktur und Produktionsmitteln verdient, für sich selbst haben - nach uns die Sintflut. Wir handeln ähnlich wie die DDR vor ihrem Untergang, als man auf Verschleiß fuhr, um Stasi, Staatsgrenze West und NVA aufrecht erhalten zu können, ohne den erreichten Wohlstand der Bevölkerung mindern zu müssen - da hätte es dann Aufstände gegeben. Man hoffte aus Kredite aus dem Westen, und diesen Staatsapparat aufrecht erhalten zu können - nur wer gibt uns Kredite, wenn wir auch soweit sind?

@ 15:15 von Soldat in schwarz

Schulden streichen? Man sollte vielleicht dazu erwähnen, dass ein sehr großer Teil dieser Schulden (inkl. der impliziten in Form von Rentenansprüchen aus dem "Generationenvertrag") nichts anderes als die Altersversorgung der Bevölkerung, im wesentlichen von uns heute Berufstätigen, ist. Wenn die gestrichen werden, bedeutet das umfassende Altersarmut in 20-30 Jahren. Sollten sich heute auch alle drüber klar sein...

Warum muß so eine Anmaßung

Warum muß so eine Anmaßung ganz oben stehen?
Schulden machen bedeutet Inflation und weiteren Wertverlust des verdammten Euro.
Unfassbar, auf Pump leben, auf den Bankrott warten, mit Immobilien Gewinn machen.
Und dieser Mann hat einen Doktortitel.
Man fragt sich wofür...

Wozu sollten wir Schulden machen?

- um gezwungen von unserem "Freund" Trump mehr amerikanische Rüstungsgüter zu kaufen oder teures umweltschädlichen Frackinggas?
- über die EZB noch mehr Anleihen von überschuldeten und reformunwilligen Staaten zu kaufen?
- um noch mehr Vorreiter beim Umweltschutz zu sein, während die Trump, Bolsonaro usw. weiter gewissenlose die Natur vernichten?
- noch mehr in die Sozialsysteme zu zahlen?

Sinn würde es machen in Infrastruktur, Bildung, usw. zu investieren!!!

Niemals

Der Deutsche Staat ist hoffnungslos überschuldet.Noch mehr Schulden sind nicht zu verantworten.Diese horrenden Schulden wären nie entstanden wenn nicht ein gewisser Hr.Kohl hemmungslos die Kapitalseite steuerlich entlastet hätte.Es wird allerhöchste Zeit diesen Quatsch zu beenden.

@um 15:15 von travis2

Schulden sind auf einmal gut?

Sie sind jetzt politisch opportun. Die SPD fordert aus politischen Gründen die Abkehr von der schwarzen Null. Man muss wieder Wähler gewinnen. Die öffentlich-rechtlichen bieten nun entsprechend Unterstützung in Form eines Interviews mit einem Nobelpreisträger der. So läuft das.

Vor wenigen Jahren hiess es noch, wir haben zu viele Schulden?

Wenn man die Maastricht-Kriterien zu Rate zieht hat Deutschland immer noch leicht zu hohe Schulden. Aber für EU Regelungen scheint sich sowieso niemand wirklich zu interessieren...

@ 15:11 von Wielstadt

Sie meinen den Fall, in dem eine Oppositionspartei zu doof war, eine Kandidatenliste gemäß den geltenden Regeln aufzustellen, obwohl sie von der Wahlleitung vorher darauf hingewiesen wurde?

Sie werden merken, dass in allen nicht-freiheitlichen Demokratien Oppositionelle so bezeichnet werden und die Schuld zugeschoben bekommen wenn sowas gemacht wird.

PS: Was ist eigentlich eine "gleichberechtigte Medienlandschaft"?

Die Frage habe ich erwartet, weil man in Deutschland sowas nicht kennt.
Es ist wenn jeder Mensch für sich selbst entschieden kann welche Medienangebote er kauft und welche nicht. Dass Krugman sich ausgerechnet über eines der freiesten und staatsfernen Medienlandschaften der Welt (USA) aufregt, sagt auch vieles über ihn aus und wie linksautoritär er da und auch im Wirtschaftsbereich denkt.

@14:32 von Bote_der_

Sie singen das alte Lied der Neoliberalen, die uns und den Rest der Welt vor die Wand gefahren haben.

Der "private Sektor" ist mitnichten derjenige der effektiver investiert, er fährt "nur" die Gewinne zu Lasten der Gemeinschaft und zu Gunsten weniger effektiver ein.

Bislang hat der Steuerzahler bei ÖPP (öffentlich-private Partnerschaft) jedesmal draufgezahlt, die Liste der Negativbeispiele ist lang, bis hin zur Maut.

Fakt ist eines:

Der Staat hat auf der einen Seite ungehäure Einnahmen,die nicht zu toppen sind und auf der anderen Seite ungehäure Ausgaben die nicht zu toppen sind.
Das dumme ist nur, dass obwohl so viel Geld ausgegeben wird, nichts davon in nachhaltiges fließt.
Irgendetwas läuft falsch und ich bin einmal gespannt, was passiert, wenn die Steuereinnahmen weniger werden.

14:50 von Bote_der_Wahrheit

«Es gibt ebenso viele Ökonomen die behaupten, dass Japans niedrige Geburtenraten sehr stark damit zusammenhängen, dass die Japaner übermäßig stark durch Steuern und Abgaben belastet werden.»

Sie mögen es selbst den Steuersätzen in DEU gegenüber stellen.
Habe mal einen Ø-Single-Japaner "hergenommen".
Entspricht in DEU Steuerklasse "1":

1 Mio. Yen ≈ 8.000 Euro.

EK-Steuer "an den Gesamtstaat Tokyo":

Jahres-Brutto: > 9,00 / < 18,0 Mio. ¥
Entspricht: > 72.000 / < 144.000 €
Steuersatz: 33% + 1,45 Mio. ¥ Festbetrag

Dazu kommen am Wohnsitz:
An die Präfektur: 6% der EKSt.
An die Gemeinde: 4% der EKSt.
"Zusatzsteuer After-Fukushima": 2,1% der EKSt. (bis 12/2037)

Priv. Rentenvers. sind wie Versicherungen gegen Erdbeben + Vulkanausbrüche steuerlich begünstigt.

Hauptgrund für die geringe Geburtenrate in JAP ist die (sehr) geringe Anzahl an Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter.

Verglichen mit DEU keine deutliche Mehrbelastung an Abgaben.
Bei etwas geringerem Ø Lebensstandard.

14:32 von Bote_der_Wahrheit

"Deswegen redet man von einer derartig Geld- und Fiskalpolitik ein wenig verächtlich von "Voodoo-Ökonomie"."
Als Voodoo-Ökonomie hat man die unter Reagan praktizierte - von Friedman und Laffer kreierte Politik der Steuersenkungen für Reiche genannt - also das genaue Gegenteil - Steuersenkungen sollen danach die Staatseinnahmen erhöhen. Ist, soweit ich weiß - nie passiert.

da muß man...

keinen Nobelpreis haben...das ist doch banal das die schwarze Null eine Katastrophe ist...

@15:00 von hhgoten

"Der BER ist technisch nicht vom Berliner Senat oder der Brandenburger Landesregierung geplant worden, sondern von den ach so guten Privatfirmen Bosch, Siemens und Konsorten, die wegen ( da ist der Senat tatsächlich schuld) schlechter Verträge ohne Konventionalstrafen einfach für jede Verzögerung zusätzlich bezahlt werden. Stundenlohn halt ohne erbrachte Leistung."

Ich möchte noch ergänzen. Zu einem Drittel ist auch noch der Bund beteiligt. Es waren zwei cDU Politiker die GEGEN ALLE Empfehlungen von Fachleuten Schönefeld den Vorzug gegeben haben. Diepgen und der damalige Verkehrsminister Wissmann. Und wo der heute sitzt weiß man.

um 15:15 von Sisyphos3

"und die Zukunft auf Schulden finanzieren ?
was machen sie dann wenn die Zinsen ihrer Schulden mal die Staatseinnahmen überschreiten Vorschläge bitte !"
Natürlich darf man nur Schulden machen, wenn es die gegenwärtige Finanzsituation es erlaubt. Ein Staat hat jederzeit genügend Rücklagen und kann am gegenwärtigen Zinsniveau sogar noch verdienen.
Wenn Sie zum Beispiel eine Immobilie erwerben, haben Sie oft Schulden durch einen Kredit gemacht. Die Immobilie deckt aber die Schulden.

Die aktuelle Sparpolitik...

... war Anfang der 30er Jahre bereits verwendet worden um die damalige Wirtschaftskrise zur bewältigen.

Damals ohne Erfolg.

„https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise“

Und mit mit dem Resultat der Errichtung einer Diktatur in D.

Es erscheint fast schon bizarr, das D mit denselben Rezepten wie damals aus der immer noch schwelenden Krise herauskommen will.

Nebenher führe man sich vor Augen, wie abgeschlagen D in vielen zukunftsträchtigen Bereichen der Wirtschaft ist.

Die Initiativen in Richtung KI und Elektromobilität muten aufgrund ihrer puren Kleinheit fast schon komisch an.

Schulden zuzulassen, um Impulse geben zu können, erscheint sinnvoll.

Dafür jedoch bräuchte es Politiker, die einschätzen können, wo solche Impulse zu setzten sind.

Ich sehe solche Persönlichkeiten nicht.

Dieses Land entwickelt sich nicht gut....

@14:57 von Sisyphos3 - Genau diese Art von...

...Meinung, die User hier posten, habe ich in meinem Beitrag gemeint.

---

Sie gehören schlichtweg zu der Gruppe
von Menschen, die max. den Rand des Tellers im Blickfeld haben, aber darüber hinaus den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht oder nicht sehen will.

Ein Staat muß quasi ständig investieren um existieren zu können.
Und Deutschland hat mittlerweile einen riesengroßen Investitionsstau.
Der sich seit zig Jahren angesammelt hat und immer weiter anschwellen wird, wenn wir nicht endlich was unternehmen.

Nach Ihrer Aussage sollen also unsere Kinder und Enkel die heute schon marode Infrastruktur reparieren.
Wahrscheinlich dann in einer Zinsphase,
die deutlich höher ist als heute.
Dazu kommen dann auch noch die Preissteigerungen wie höhere Materialkosten, Löhne etc. dazu.

Und Sie meinen, daß das unsere Kinder besser finden werden, als heute zu investieren?

Sollten Sie Kinder haben, dann fragen Sie diese doch einmal, was sie davon halten?!

Schwarze Null ist alternativlos

Denn wenn wir jetzt Schulden machen, müssen wir sie in schlechten Zeiten zurück zahlen.
Aber vielleicht spielt dieser Gedanke für alterndes Volk gar keine Rolle mehr.
In 25 Jahren, wenn es soweit ist, ist ein großer Teil der heutigen Wähler schon tot.

Schulden machen erpressbar

Lieber mal die alten Schulden zurückzahlen, denn diese machen den Staat erpressbar durch die Geldgeber.

Wir leben ohnehin schon zu viel 'auf Pump'.

Leihen uns viel zu viel von unseren Kindern und nachfolgenden Generationen.

Wenn das Wirtschaftssystem dieses erforderlich macht, ist es vielleicht das falsche Wirtschaftssystem.

Das Wirtschaftssystem sollte uns unterstützen und nicht zu Sklaven machen.

Reichensteuer

Man sollte mit Steuern nicht über treiben, schließlich wurden davon bereits bestimmt auch seinerseits schon Steuern abgeführt. Wenn man es übertreibt, dann sagen viele Reiche vielleicht "Godbye Deutschland" und mit denen vielleicht auch unzählige Arbeitsplätze.

@Seacow

Kommt drauf an, ob Schulden für einen sinnvollen Zweck gemacht werden, später werden die Zinsen irgendwann wieder steigen und dann muss man mehr zurück zahlen.

15:03 von Messi

dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an,

Ich verstehe!

Da hat man den Leuten so lange Angst vor Schulden gemacht, welche in Investitionen fließen sollen, dass sie absolut vergssen haben, wie viele große Erfindungen, die später viel Geld abgeworfen haben, erst mal mit Krediten finanziert wurden. So hat man ERFOLGREICH die Hunderte von Milliarden verdrängt, die noch in Bad Banks schlummern!
.
Genial, wie man so erreichen konnte, dass die Mehrheit der Poster kritisch auf Investitionen via Kredit schauen. So viel Polemik oder Rekurs auf die Bad Banks und die Hunderte von Milliarden wie hier gegen Investitionen auf Kredit habe ich leider nicht sehen können. Auch BER und Uschis wie Scheuers Maut"entschädigungen" kommen ziemlich klaglos über die Runden.

@Andere Akzentuierung 15:21 von Säbelzahn

Besonders wenn man mich i.S. von Charly M. zu Rate zieht,
und dieses Zitat ergänzt:
'Zinsen sind der Lohn dafür, daß man weiter nichts getan hat.'
ausser sein Geld dafür hat arbeiten lassen.

Expertenschwachsinn

Alle Bau- und Handwerksbetriebe sind völlig ausgelastet.

Versucht mal, einen Handwerker zu bekommen. Die winken gleich ab.

Wenn er Ahnung von Wirtschaft hätte, wüsste Krugman, dass bei ausgelasteten Betrieben steigende Nachfrage nur die Preise steigen lässt- sonst nichts.

Und als Verbraucher ist das das letzte, was ich will!

15:47 von Biocreature

zu der Gruppe
von Menschen, die max. den Rand des Tellers im Blickfeld haben,
.
gebe ich zu !!
weil ich mir beim Schuldenmachen gelegentlich Gedanken mache
wie ich diese zurückzahlen kann
//
Wahrscheinlich dann in einer Zinsphase,
die deutlich höher ist als heute
.
verstehe ich nicht !
da sie ja die Schulden ohnehin nicht zurückzahlen wollen ist das doch egal

re suv-proll

"Schulden machen erpressbar

Lieber mal die alten Schulden zurückzahlen, denn diese machen den Staat erpressbar durch die Geldgeber."

So ein Quatsch. Bundesanleihen haben eine feste Laufzeit und eine feste Verzinsung. Sie verwechseln da was mit Ihrem örtlichen Kredithai.

Internet, Straßen, Brücken, Schulen, Schwimmbäder, ...

Internet, Straßen, Brücken, Schulen, Schwimmbäder etc. sind in Deutschland so schlecht.

Und die Politik will an einer Zombie-Idee wie der schwarzen Null festhalten.

Wie dumm!

Es ist einfach nur peinlich, was die deutsche Politik tut bzw. nicht tut.

@Dr.Hans

"Also was treibt den sicherlich hochintelligenten Krugman an, einen solchen eigentlichen Bockmist von sich zu geben?"

Er ist der Meinung, dass wir, um in Zukunft überhaupt noch etwas bezahlen zu können, dringend in unsere Zukunft investieren müssen.
Steht aber eigentlich auch im Artikel.

"Ich glaube, er will Deutschland den falschen Rat geben (give the wrong advice). Er will Deutschland schaden."

Das ist 'Bockmist', um mich Ihres Wortes zu bedienen.

Er sieht nur, dass die Infrastruktur in einem miserablen Zustand ist, dass aber die Infrastruktur für die Zukunft unabdingbar ist. Also muss in sie investiert werden, wenn man nicht in eine Schuldenspirale kommen will, nach der man in Zukunft die Schulden nicht mehr bezahlen kann, weil die Wirtschaft aufgrund der maroden Infrastruktur nicht mehr in Deutschland produzieren möchte und also auch keine Steuern hereinkommen.

@Einfach Unglaublich

"Alle Bau- und Handwerksbetriebe sind völlig ausgelastet.

Versucht mal, einen Handwerker zu bekommen. Die winken gleich ab."

Was aber u.a. auch damit zusammenhängt, dass jahrzehntelang viel zu wenig investiert wurde und jetzt alles auf einmal passieren soll.

Wenn ich mich richtig erinnere, ging es dem Handwerk nicht immer so gut.

@Am 21. Dezember 2019 um 16:10 von standarddeviation

Zitat: "Internet, Straßen, Brücken, Schulen, Schwimmbäder etc. sind in Deutschland so schlecht.

Und die Politik will an einer Zombie-Idee wie der schwarzen Null festhalten.

Wie dumm!"

Ja, und das trotz Rekordsteuereinnahmen!

Wie dumm!

Man fragt sich, wofür das ganze Steuergeld verschwendet/ausgegeben wird, wenn nicht für die notwendigen Dinge!

Wie dumm!

Wie super der Staat mit Geld umgehen kann, sieht man ja an dem Provinzflughafen in Berlin.

Jetzt können es nicht genug Schulden sein.

M.E. aber Herr Krugmann kommt doch aus den USA oder nicht? Wie kommt er dazu zu behaupten, dass in Deutschland die Infrastruktur noch schlechter sei als in den USA? Wer zuletzt dort unterwegs war, der kann sehr gut erkennen was es bedeutet, wenn man zu wenig Geld für Straßen ausgibt. Das ist ja geradezu lächerlich. Es ist auch ein Witz von einem hoch verschuldeten Land den Rat zu bekommen eben noch mehr Schulden zu machen. Nach der Finanzkrise 2008 haben alle gefordert dass man daraus seine Lehren zieht. Und das betraf nicht nur das Bankenwesen, sondern auch die Staaten. Man kann natürlich noch mehr Schulden machen und die neuen Schulden mit denen in der Zukunft finanzieren. Aber gerade in einer alternden Gesellschaft sollte man die neue Generation nicht überfordern.

14:08 von Autograf Schulden wofür???

Sehr guter Kommentar.
Das Geschrei nach Schulden in einem Land welches Überschüsse produziert ist Unsinn.
Wir wollen das Klima retten mit noch mehr Konsum??
Die jetzige Macht-Generation, und vermutlich auch nicht die nächste, wird das Klima retten. Fast alle Eigenschaften sind unumkehrbar.
b.k.

@15:31 von Gelenkte-Dem-DE

Sie werden merken, dass in allen nicht-freiheitlichen Demokratien Oppositionelle so bezeichnet werden und die Schuld zugeschoben bekommen wenn sowas gemacht wird.

Das stimmt, aber die Umkehrung gilt nicht. Wenn eine Partei sich tatsächlich zu blöd anstellt, dann folgt daraus nicht, dass die Demokratie ein Problem hat.

Es ist wenn jeder Mensch für sich selbst entschieden kann welche Medienangebote er kauft und welche nicht.

Sie dürfen auch in Deutschland "Breitbart" kaufen. Wahrscheinlich sogar kostenlos lesen, vermute ich.

Die pauschale Kritik an den Medien ("Mainstream!") kommt meistens von Leuten, denen es ein Dorn im Auge ist, dass es Medien gibt, die andere Meinungen vertreten als sie selber.

@15:52 von Seacow

Auch sie verwechseln den Staatshaushalt mit dem Sparstrumpf der braven schwäbischen Hausfrau.

Wenn wir heute nicht in die Zukunft investieren (IT und restliche Infrastruktur) werden es unsere Kinder sehr teuer bezahlen, was wir versäumt haben.

15:43 von pkeszler

Wenn Sie zum Beispiel eine Immobilie erwerben, haben Sie oft Schulden durch einen Kredit gemacht. Die Immobilie deckt aber die Schulden
.
natürlich
nur kaufen sie sich 5 Immobilien deren Zins höher ist als ihre Einkünfte

aktuell 2 Bill Schulden und ca 1 % Zins => 20 Mrd Zins
jahrzehntelang lag der Zins bei 7 % => 140 Mrd nur Zins
was machen sie dann ??
noch mehr Schulden
Staatsverschuldung in die Gegend von 3 ,,,, 4 Bill geht => 250 Mrd Zins
was haben sie dann noch für einen Spielraum zum Investieren ??

@16:15 von Bote_der_

"Wie super der Staat mit Geld umgehen kann, sieht man ja an dem Provinzflughafen in Berlin."

Auch wenn das mit ihrer Echokammer nicht kompatibel ist, es waren Privatfirmen, die für das Desaster zuständig sind!

@ 16:11 von DrBeyer

Er sieht nur, dass die Infrastruktur in einem miserablen Zustand ist, dass aber die Infrastruktur für die Zukunft unabdingbar ist.

Geld dafür ist reichlich vorhanden, die Steuereinnahmen sind gigantisch.

Ökonomen, die was von Wirtschaft verstehen, haben das Problem erkannt. Der deutschen Bundesregierung fehlt nicht das Geld. Ihr fehlt einfach die Fachkompetenz um das Geld zukunftsorientiert einzusetzen.

eigentlich ist die Sache ganz einfach

Wer Schulden machen will, muss konkret sagen, wann und wie die Schulden zurück gezahlt werden.

14:15 von Autograf @ 13:54 von frosthorn

stimmt zu 100 %

Schwarze Null

Wer nicht aus der Geschichte lernen will, ist gezwungen, sie zu wiederholen! Was haben die Schuldenmacher Griechenlands der nächsten Generation hinterlassen? Wie geht es den Menschen dort? Glaubt dieser Ökonom ernsthaft, dass man die Schulden niemals tilgen muss? Der nächste Generation hängen die Schulden wie ein Mühlstein am Hals. Woher will dieser Mensch wissen, wie sich die Zinsen zukünftig entwickeln?

um 16:18 von Sisyphos3

"nur kaufen sie sich 5 Immobilien deren Zins höher ist als ihre Einkünfte"
Dann kaufe ich sie nicht, denn ich kaufe nur Immobilien, die ich in absehbarer Zeit auch finanzieren kann und an denen man etwas verdient.

@Gelenkte-Dem-DE

"Ökonomen, die was von Wirtschaft verstehen, haben das Problem erkannt. Der deutschen Bundesregierung fehlt nicht das Geld. Ihr fehlt einfach die Fachkompetenz um das Geld zukunftsorientiert einzusetzen."

Naja, nicht nur.

Es fehlen auch Menschen, die es zu schätzen wissen, wenn das Geld zukunftsorientiert eingesetzt wird, und das an der Wahlurne zeigen.

Man kann von CD/SU und AfD ja vieles behaupten, aber ganz sicher nicht, dass sie besonders zukunftsorientiert wären.

Aber kumuliert stehen sie immer noch für 35-45%der deutschen Wählerstimmen, möglicherweise sogar noch mehr.

Die Politiker, die versuchen, zukunftsorientiert zu arbeiten, werden leider von nicht allzuvielen Menschen in Deutschland gewählt.

Insofern ist Ihre Politikerschelte, auch wenn ich ihr sachlich z.T. zustimmen würde, trotzdem ein wenig wohlfeil.

Die einen argumentieren, wir

Die einen argumentieren, wir müssen groß Schulden machen und investieren, damit wir international nicht den Anschluss verlieren.
Die anderen argumentieren, wir dürfen nicht auf dem Rücken der nächsten Generationen groß Schulden machen, um diese damit zu belasten.
Könnte es sein, dass die Lösung genau in der Mitte liegt?
Sinnvolle Investitionen für die Zukunft, damit wir weiterhin international zur Spitze gehören und wir technisch, im Bereich der Bildung u Infrastruktur und im Bereich IT u Kommunikation nicht den Anschluss verlieren, aber das ganze mit Augenmaß und Demut, um gezielt Geld auszugeben und es nicht zu verschwenden, um im Idealfall mit den Ausgaben auch wieder Einnahmen zu generieren.
Dafür braucht es schlaue Leute, die die Zusammenhänge erkennen und verstehen und das Geld gezielt einsetzen

@ SUV-Proll um 15.55 Uhr, Richtig

Schuldenmachen bringt nichts, solange öffentliche staatliche Aufgaben nicht wieder vom Staat und zugunsten der Bürger wahrgenommen werden. Sonst werden mit dem Geld immer nur noch mehr Profiteure gefüttert.
In den 90er Jahren wurde ja von Unternehmensberatungen wie Roland Berger und anderen dazu geraten, Fachabteilungen der Behörden outzusourcen, "totes Kapital“, d.h. kommunale, landeseigene und staatliche Sachwerte abzustoßen und anschließend wieder anzumieten: „sale and lease back“. Es kam richtig Geld in die Kassen, das wurde rausgehauen für „Kultur“ wie z.B. Kunst am Bau und ähnliches. „Lease back“ hieß dann zurückmieten, und zwar mit dauerhaft hohen Belastungen des Steuerzahlers, der Öffentlichen Hand. Was vergessen wurde: Wenn man etwas verkauft, gibt man auch (Entscheidungs-)kompetenzen auf und man macht sich abhängig. Das sollte zuerst in Ordnung gebracht werden und zwar durch Sparen und z.B. durch die Rekommunalisierung der (vormals aufgegebenen) Zuständigkeiten.

@IchMeinJaNur

"Wenn wir heute nicht in die Zukunft investieren (IT und restliche Infrastruktur) werden es unsere Kinder sehr teuer bezahlen, was wir versäumt haben."

Nur nebenbei: In genau diese Kategorie ("Versäumnisse von heute werden unsere Kinder sehr teuer zu stehen kommen") fallen auch alle Gelder, die wir heute nicht in die Hand nehmen, um den Klimawandel so gut es noch geht zu begrenzen.

@14:06 von profkief

>> Warum verliert man von Tag zu Tag mehr das Vertrauen in die Politiker, die schon lange nicht mehr "unsere Politiker" sind. <<
_
Dazu ein Zitat, das zum Bonmot wurde: Die das Sagen haben, sind nicht gewählt, und die Gewählten haben nichts zu sagen...

@Ökonomen, die was von Wirtschaft verstehen, 16:26 von Gelenkte-

Ja, selbst die, von denen man das zuallerletzt erwartet hätte, haben das begriffen.

Nicht jedoch die notorischen Neo's hier,
wie jene auf dem Exoplaneten Berlin.

@Wielstadt

Ich würde Ihnen hier prinzipiell zustimmen; allerdings bin ich mir unsicher, warum Sie dieses Portal hervorheben.

Lese gern quer durch die Medienlandschaft und hatte auch auf BB ein paar Artikel über Deutschland gesichtet, die allerdings von der Wahrheit so entfernt waren, dass ich es dann wieder gelassen hatte.

Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass es im anderen politischen Lager nicht genau solche Artikel gibt. Bestimmte Portale habe ich deshalb auch wieder verlassen, weil das keine journalistischen Artikel waren, sondern schlichte Tiraden gegen die Regierung ohne Substanz, i.S.v. je beleidigender, umso besser.

Man muss in den USA aufpassen, dass man Opinion-Artikel nicht mit News vermischt. Paul Krugman wurde übrigens von einem Autor des Atlantic, der auch für die NYT und den Guardian arbeitete, ein schwerer Fall von TDS attestiert: https://bit.ly/2MhVzPX

Sein Schwarz-Weiß-Denken hilft nun kaum, seine Aussagen zu untermauern; eher das Gegenteil wäre der Fall.

Bei den oberen 10tausend!

Geld gibt es genug in diesem Land. Der Staat muss nun wirklich keine neuen Schulden machen. Der Staat muss dafür nur mal die Geldelite ins Visier nehmen. Dort wird Geld gehortet, da wird Geld nur ausgegeben damit diese Leute noch viel viel reicher werden.

@ 16:16 von Wielstadt

Das stimmt, aber die Umkehrung gilt nicht. Wenn eine Partei sich tatsächlich zu blöd anstellt, dann folgt daraus nicht, dass die Demokratie ein Problem hat.

Nur war sie das nicht, und in kaum einem Land der EU ist die Demokratie so schwach ausgeprägt wie in Deutschland.

Die pauschale Kritik an den Medien ("Mainstream!") kommt meistens von Leuten, denen es ein Dorn im Auge ist, dass es Medien gibt, die andere Meinungen vertreten als sie selber.

Ein Strohmann-Argument.

Meinungsvielfalt in den Medien und offene Debatten sind was Gutes. Die Kritik gilt der mangelnden Gleichberechtigung.

16:18 von Sisyphos3

«natürlich … nur kaufen sie sich 5 Immobilien deren Zins höher ist als ihre Einkünfte»

Der Herr Krugmann empfahl DEU (oder anderen Staaten) ja nun nicht, igendwas zu kaufen. Was der Staat weder braucht, noch was er realistisch bezahlen kann.

Und auch als Privatmensch kauft sich niemand Verständiges 5 Immobilien, für die er / sie höhere Zinsen für Kredite zahlen müsste, als er / sie an Einnahmen aus den Immobilien erwirtschaften könnte …

@DrBeyer

"Die Politiker, die versuchen, zukunftsorientiert zu arbeiten,..."

Die deutsche Parteienlandschaft ist für mich von verkrusteten Strukturen geprägt, welche man deutlich mEn am Wahlverhalten der oft älteren Generation festmachen kann.

Ich bin als freiheitsliebender Mensch kein Freund von autoritären Strukturen, aber man sagt nicht umsonst, dass viele Köche den Brei verderben.

Das fängt mit der Anzahl der Parlamentarier an und hört mit den wenig verschlankten Entscheidungsprozessen in der Bürokratie auf mEn. Innovative Konzepte überdauern sich, weil die Umsetzung zu spät kommt.

Schauen Sie sich das Durchschnittsalter der Regierung an. Laut Manager Magazin war man 2018 bei einem Durschnitt von 52,7 Jahren bei der CDU/CSU und zwischen 50 und 54 bei der SPD. Was interessiert es nun die meisten davon, was 2050 ist?

Das ist nicht altersdiskriminierend; eher eine Frage, ob diese Personen überhaupt so weit denken wollen.

Im Amt sind sie bis dahin sicher nicht mehr.

Schuldenmachen nur zwecks Restrukturierung der öff. Hand

Vom Schuldenmachen zugunsten der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben werden wir BürgerInnen nur profitieren, wenn das Geld nicht in den Taschen von Profiteuren verschwindet. Das Aufgeben originär öffentl. Aufgaben, das Outsourcen öffentlicher Bereiche durch Privatisierung oder das Gründen von gemeinnützigen GmbHs (gGmbH) bewirkte, dass bewährte Fachleute, Ingenieure und Diplomierte, frühzeitig in den Ruhestand geschickt wurden und stattdessen hochbezahlte politische Beamte und Angestellte (teils fachfremd oder mit „abgebrochener Ausbildung“) die Führung der Institutionen übernahmen. Folgen: Verlust von Fachkompetenz, infolgedessen „Gutachteritis“. Wohnraumverknappung, Schwimmbadschließungen, Krankenhauspleiten, Infrastrukturmängel … all das ist darauf zurückzuführen. Inzwischen sind viele Behörden nicht mehr arbeitsfähig und geben öffentl. Aufgaben wie das Erschließen und Bebauen ganzer Stadtviertel an Baulöwen. Die Behörden können es einfach nicht mehr. Schulden nur zwecks Restrukturi

Wer soll eigentlich einmal diese Schulden zurückzahlen?

Eigentlich sollte der Staat in diesen "guten" Zeiten Geld im Überfluss haben.
Geld ausgeben für die Zukunft, aber natürlich.
Geld ausgeben für Wählergeschenke, aber natürlich nicht.

Es gibt zwei Möglichkeiten:
Erstens: das Geld zahlen unsere Enkel und Urenkel unter Entbehrungen zurück (wenn die Umwelt schon zerstört ist, wen kümmern dann schon die Schulden).
Zweitens: ein Crash und Alles ist wieder bei Null, nichts wird zurückgezahlt.

So viele Steuereinnahmen wie noch nie und es gibt nur eine Null. Wenn jemals die Einnahmen weniger werden sollten, dann geht es schon automatisch los mit dem Schulden machen, ohne neue Investitionen für Arbeitsplätze.

Ich habe es so einmal gelernt

Man kann doch nur soviel Schulden machen wie neues Geld dafür wieder reinkommt. Man möge mich belehren das ich falsch informiert war.

re gelenkte-dem-de

" und in kaum einem Land der EU ist die Demokratie so schwach ausgeprägt wie in Deutschland."

Begründen Sie doch mal, wo und warum sie stärker ausgeprägt ist.

Aber kommen Sie bloß nicht mit der Schweiz.

@berelsbub

"Die einen argumentieren, wir müssen groß Schulden machen und investieren, damit wir international nicht den Anschluss verlieren."

Nein, niemand hat von "groß Schulden machen" gesprochen. Womit Ihr scheinbarer Widerspruch in Wirklichkeit nicht existiert.

re schiebaer45

"Ich habe es so einmal gelernt

Man kann doch nur soviel Schulden machen wie neues Geld dafür wieder reinkommt. Man möge mich belehren das ich falsch informiert war."

Lassen Sie sich doch einfach von der Realität belehren. Das hat noch den Vorteil, dass Widerspruch sinnlos ist.

@ fathaland slim um 14:04

"Diese Bewegung ist weltweit vernetzt, und das macht sie so gefährlich.

Ihr Ziel ist die Abschaffung dessen, was unter Demokratie verstanden wird. Die Aufkündigung des zivilgesellschaftlichen Konsenses.

All dies läuft nicht erst seit Trump, sondern mindestens seit Reagan und seiner "Conservative Revolution". Die Strategie ist, Fakten zu schaffen, an denen zukünftige Wahlentscheidungen nichts mehr ändern können. Die Besetzungspolitik, was den Supreme Court angeht, ist ein gutes Beispiel dafür. Oder auch das so genannte Gerrymandering.

Trump ist nur jemand, der sein Gesicht dafür hergibt. Die Strategien entwerfen ganz andere. Reagans Adminstrationen sind da aufschlussreich."

Das ein Soros Anhänger, die Verschwörungstheorie der weltweite Vernetzten Weltgestalter aus dem Hintergrund an dieser Stelle von sich gibt und an anderer Stelle (wie z.B. Soros und seinem bezahlten und fabrizierten "zivilgesellschaftlichen Konsenses") verteidigt, ist m.M.n. mehr als Schizophren!

verhindere Investitionen in die Zukunft?

Das ist nicht die schwarze Null die das verhindert sondern die vielen nur durch idiologie ohne fakten begründeten Ausgaben.

Die unsozialen Ausgaben besonders für alle die noch nie oder wenig für unsere Gemeinschaft hier geleistet haben verhindern unser Zukunftsinvestitionen.

17:02 von schiebaer45

«Man kann doch nur soviel Schulden machen wie neues Geld dafür wieder reinkommt. Man möge mich belehren das ich falsch informiert war.»

Können Sie private Schulden nicht 1:1 mit Staatsschulden vergleichen.
Oder solchen im Währungsraum des Euro.

Haben Sie als Privatmensch keine Notenbank.
Können Sie "kein Geld machen", und auch keine Zinssätze beeinflussen …

Hier verrotten unsere Steuergelder

Wenn jetzt wirklich allerorten Not herrschte, könnte ich Krugmans Thesen nachvollziehen. Aber er kennt wahrscheinlich die deutschen Verhältnisse nicht.

Leben auf Pump, Geld ausgeben für staatliche Aufgaben, bringt nur etwas, wenn der Staat/die Länder/ die Kommunen ihre Aufgaben wahrnehmen, und zwar sparsam und solide.
Wer wissen möchte, wo unser Geld bleibt, bitte mal googlen: „Hier verrotten unsere Steuergelder“.
Andererseits wird die Wohnungsnot beklagt, angeblich fehlt Wohnraum für Wohnungslose und StudentInnen. Es muss doch möglich sein, innerhalb einer Stadt das sinnvolle Nutzen von Wohncontainern zu koordinieren.

Viele infrastrukturelle Notstände könnten schon dadurch aufgefangen werden, dass man die Tätigkeiten und Vorgänge innerhalb der Behörden abstimmt.

@17:02 von schiebaer45

"Man kann doch nur soviel Schulden machen wie neues Geld dafür wieder reinkommt. Man möge mich belehren das ich falsch informiert war."

Sie irren. Lesen sie mal nach wie man einen Staatshaushalt führt.

Es geht hier nicht um das Sparbuch von Oma Erna.

Wieviele tausend Milliarden Schulden schiebt D. vor sich her?

Zweitausend Milliarden? Oder sind es schon dreitausend Milliarden?

Der einzige Grund, warum uns (und anderen Ländern) das noch nicht um die Ohren fliegt, sind die Niedrigzinsen, mit denen die EZB den EU-Wirtschaftsraum langfristig zerstört und alle Deppen, die sparen, enteignet.

Schmarren Schmarrn Schamarren

Hat ihm denn keiner gesagt, dass Schulden machen nur antizyklisch Sinn macht, nämlich in einer Rezession?

Im Boom, wenn die Steuereinnahmen sprudeln werden Schulden ZURÜCKgezahlt, keine neuen aufgenommen!

Oder soll in der Rezession etwa gespart werden? Austerität verschlimmert eine Rezession nur noch.

Fazit: auch Nobelpreisträger irren

@LesenIstVonVorteil

"Schauen Sie sich das Durchschnittsalter der Regierung an. Laut Manager Magazin war man 2018 bei einem Durschnitt von 52,7 Jahren bei der CDU/CSU und zwischen 50 und 54 bei der SPD. Was interessiert es nun die meisten davon, was 2050 ist?"

Ich weiß nicht, ob das Alter der Politiker da wirklich so ausschlaggebend ist. Es gibt sicherlich genug 60- oder auch 70-Jährige, denen nur wenige 40-Jährige etwas vormachen.

Ich denke wirklich, dass das Alter und die Sozialisation der von ihnen vertretenen Wähler das Problem ist.

Aber wahrscheinlich ist es, wie so oft, nicht monokausal.
Schließlich hat man bei manchen Politikern in der Tat den Eindruck, dass sie zu sehr in der Vergangenheit leben, um sich noch den Erfordernissen der Gegenwart oder gar der Zukunft stellen zu können.

@17:03 von karwandler

" und in kaum einem Land der EU ist die Demokratie so schwach ausgeprägt wie in Deutschland."

Begründen Sie doch mal, wo und warum sie stärker ausgeprägt ist.

Aber kommen Sie bloß nicht mit der Schweiz."

Erwarten Sie allen Ernstes von einem der Verschwörungstheorien wie sie von Reichsbürgern und rechtsextremen AfD Anhängern kommen eine Antwort, die halbwegs schlüssig ist?

Vergebene Liebesmüh, wenn Sie mich fragen.

Nur ein kleines Licht...

Ein nach-(schwer-)industrielles Deutschland ohne kostengünstig zu fördernde, eigene Rohstoffe braucht zwingend moderne Zukunftstinvestitionen, wenn auch für nächste Generationen noch Wohlstand möglich sein soll. Ohne einen VWL-Vortrag zu halten, ein griffiges Einfachbeispiel: Wer einen guten Job hat, aber dafür ein Auto braucht, wird in einen Neuwagen investieren, um die Einkommensmöglichkeit für die Familie zu erhalten.
_
Dagegen steht die inzwischen nahezu weltweite Strategie des Kapitalismus, dessen Ideal zur Vermögensmehrung = Einfluß u. Macht die "kontrollierte" Sklavenhaltung ist... salopp gesagt: Wie die Möhre vor dem Maul des Esels.
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U.a. um dagegen mit meinen Mitteln zu opponieren bin ich (auch als Unternehmer) noch immer Mitglied der Linkspartei. Weil ich davon überzeugt bin, daß bald oder später bei der großen Mehrheit "der Groschen fällt", und "Soziale Marktwirtschaft" von den Bürgern erzwungen wird. Ich bin und wäre dabei nur ein kleines Licht... aber immerhin...

Politiker ...... zukunftsorientiert zu arbeiten ?

DrBeyer @
Das sid doch die Politiker die mir persönlich mein Geld weg nehmen, mich ausbeuten und Bevormunden wollen um Ihre eigenen oft idiologischen Ziele zu finazieren.

Leider nehmen Sie den leistungsfähigen Bürgern und Steuerzahlern jede Mögliche selbst eigenverantworlich, und selbstbestimmt etwas für die Zukunft unseres Landes zu tun.

Die schwarze Null kann ein bisschen gehalten werden, wenn...

... sich eine Regierung in diesem Land findet, die die Superreichen endlich vernüftig besteuert um das Geld wieder der Gesellschaft zuzuführen, die durch die jahrzehntelange Hausa-Party der selben Gesellschaft genommen wurde.

Mit diesem Schritt kann die schwarze Null noch ein wenig bleiben, die Gesellschaft bekommt wieder Vertrauen in die "Politik" und der Investitionsstau kann aufgelöst werden durch... Investitionen. Für die Gesellschaft.

@ 17:03 von karwandler

Begründen Sie doch mal, wo und warum sie stärker ausgeprägt ist.

Das habe ich in meinen Kommentaren heute schon längst gemacht. Wenn es darum geht Wettbewerbsgleichheit für Medien und Meinungen zu schaffen, dann gelingt es den USA erst recht und immerhin sogar der Mehrheit der EU-Staaten besser als der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt höchstens ein paar andere Staaten in der EU, wo die Gesetzgebung parteienrechtlich und medienrechtlich so benachteiligend gegenüber Andersdenkenden und Oppositionellen aufgebaut ist wie in der Bundesrepublik Deutschland.

Merkwürdig:

"Und wie sollen wir das bezahlen? Die Antwort lautet: gar nicht. Es ist in Ordnung, Schulden aufzunehmen, wenn es der Gesellschaft in der Zukunft große Gewinne bringt."
Ich finde diese Einstellung sehr merkwürdig. Die hohen Schulden werden unsere Nachkommen belasten. Die Delle (oder auch der nächste Crash) werden ganz sicher kommen. Ist halt nur eine Frage der Zeit. Irgendwann werden auch die Zinsen wieder steigen und die hohen Schulden werden Zinszahlungen erfordern, die nicht sinnvoll genutzt werden können. 2018 waren es 16,4 Mrd EUR. Wenn wir in einer guten wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sind, unsere Schulden zu tilgen: wann denn sonst?
Ich stimme Krugman jedoch zu, dass Steuergelder falsch verwendet wurden und noch verwendet werden. Eine Korrektur würde mehr Geld für die Infrastruktur und Bildung zur Verfügung stellen.

re pilepale

"Das ein Soros Anhänger ..."

Wenn einer seinen Kommentar gleich mit einer irrigen Unterstellung (hier zum user fatahland slim) beginnt, lässt das für den Rest nichts Gutes erahnen.

Und so kommt es denn auch.

um 17:02 von schiebaer45

"Man kann doch nur soviel Schulden machen wie neues Geld dafür wieder reinkommt"
Das ist im Prinzip richtig. Aber Schulden sind nicht immer gleich Schulden. Wenn man entsprechende Rücklagen hat, kann man diese Schulden auch je nach Bedarf tilgen. Dabei spielen natürlich auch die langfristigen Verträge immer eine besondere Rolle, denn die bestimmen ja auch den Zinssatz.

Pardon?

"Es ist in Ordnung, Schulden aufzunehmen, wenn es der Gesellschaft in der Zukunft große Gewinne bringt."

Es wird diese Gewinne aber nicht geben, sondern der Schuldenberg schlicht weiterwachsen, bis er unter der Last seines eigenen Gewichts zusammenbricht und sich solche Wirtschaftskrisen mit einer Hyperflation wie in den 30ern wiederholen. DAS ist aber in meinen Augen KEIN "Gewinn für die Zukunft".

@werner1955

"Das sid doch die Politiker die mir persönlich mein Geld weg nehmen, mich ausbeuten und Bevormunden wollen um Ihre eigenen oft idiologischen Ziele zu finazieren."

Ja, sicher. Und jetzt ist einfach die Frage, ob diese ideologischen (bitte mit e!) Ziele der Zukunft unseres Landes dienen oder nicht.
Falls ja ist doch alles in Ordnung, weil das dafür sorgt, dass auch unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswertes Land haben.

"Leider nehmen Sie den leistungsfähigen Bürgern und Steuerzahlern jede Mögliche selbst eigenverantworlich, und selbstbestimmt etwas für die Zukunft unseres Landes zu tun."

Sie übersehen dabei, dass die wirklich großen Dinge nur gesamtgesellschaftlich angegangen werden können.
Der Kampf für die Begrenzung des Klimawandels bspw. hat keinen Sinn, wenn er nur von den Bürgern kommt.
Er muss auch durch den Staat unterstützt werden, indem der Staat gezielt Gelder umlenkt.

Keiner kann dauerhaft über seine Verhältnisse leben

Weder ein Staat, noch ein Unternehmen noch eine Privatperson. Und wenn man irgendwann nicht mehr mit Geld bezahlen kann, bezahlt man mit Freiheit. Die Geschichte hat oft gezeigt, was das bedeutet.

Verwechselt.....

da Herr Krugman nicht Einiges? Nach seinen Aussagen müßten die USA nicht nur ein Staat ohne jeden Makel an Infrastruktur sein, oder? Er ignoriert auch, daß der größte Teil der deutschen Staatsschulden durch eine Sozialpolitik verursacht wurden, während die USA von jeder Form von Sozialpolitik fast befreit ist. Im Umkehrschluß zu Krugmans Ansichten müßte man doch annehmen, daß Frankreich, Italien und besonders Griechenland prosperierende Staaten sind und in der Zukunft wahre Paradiese sein werden, oder? Herr Krugman ist eben ein "typischer" amerikanischer Theoretiker, der weiß, daß die USA niemals auch nur einen Bruchteil der Staatsschulden wird zurückzahlen können, weil die gesamte Wirtschaft der USA nur mit Schulden funktioniert. Er geht davon aus, daß es den Zeitpunkt einer Tilgung nie geben wird, ebenso wie niemals jemand die USA zur Tilgung zwingen könnte, denn die gesamte Weltwirtschaft würde kollabieren. Folgen: Neue Schulden und die Höhe der Verzinsung setzt man selbst fest.

Glaubwuerdigkeit

Krugman hatte einen totalen Zusammenbruch der amerikanischen Wirtschaft unter Trump vorhergesagt. Soviel zu seinem Sachverstand.

re gelenkte-dem-de

"@ 17:03 von karwandler

Begründen Sie doch mal, wo und warum sie stärker ausgeprägt ist.

Das habe ich in meinen Kommentaren heute schon längst gemacht. Wenn es darum geht Wettbewerbsgleichheit für Medien und Meinungen zu schaffen, dann gelingt es den USA erst recht und immerhin sogar der Mehrheit der EU-Staaten besser als der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt höchstens ein paar andere Staaten in der EU, wo die Gesetzgebung parteienrechtlich und medienrechtlich so benachteiligend gegenüber Andersdenkenden und Oppositionellen aufgebaut ist wie in der Bundesrepublik Deutschland."

Das ist reines Blabla.
Erstens reduziert es die Frage nach: Wie ausgeprägt ist Demokratie? auf Wettbewerbsgleichheit für Medien und zweitens damit auf einen weder quantifizierbaren noch qualitativ messbaren Bereich, der zweitens Ihrer rein subjektiven Bewertung unterworfen wird.

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