US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 treten in Kraft

21. Dezember 2019 - 08:21 Uhr

US-Präsident Trump hat ein Gesetz unterzeichnet, das Sanktionen gegen Nord Stream 2 beinhaltet. Ein Unternehmen stoppte daraufhin die Arbeit. Die Bundesregierung spricht von einer "Einmischung in innere Angelegenheiten".

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Kommentare

US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 treten in Kraft

Vor Kurzem las ich einen Artikel von Maxim Kireev in der Zeit, wonach im Hafen von Sassnitz ein Schiff von Gazprom bereitsteht, falls sich das Unternehmen Allseas aus dem Projekt zurückziehen sollte.
Wenn auch mit Verzögerung wird Nord Stream 2 vollendet werden.

Gruß Hador

Es ist traurig

das wir uns alles von denn USA gefallenlassen. Wir müssten uns entlich mal dagegen wehren. Aber das wird wohl mal wieder nicht passieren.

Bitte auch noch die andere Wange hinhalten...

"Deshalb wird Deutschland keine Gegenmaßnahmen einleiten. Wenn, müsste dies sowieso auf europäischer Ebene geschehen, aber auch das wird nicht passieren."

Zahnlos, kraftlos - Bundesregierung und die EU.
Das ist eine direkte Einladung für die USA, China und dem Rest der Welt, die EU in Streitfragen mit offenem Wirtschaftskrieg zu überziehen, denn die Schwächlinge verteidigen sich ja nicht!

"US-Sanktionen ...treten in Kraft"

Man muss sich das vorstellen, so weit ist es schon, das Putins Arm die "westliche Wertegemeinschaft" mal eben so nebenher aufweicht. Dabei gibt es nun wirklich genug dramatischere zerebrale und politische Aufweichungserscheinungen in den Zentren genau dieses "illustren Zirkels".
Die Pipeline ist nur ein weiterer Nagel im Sarg des "westlichen Vertrauenszirkels", der vornehmlich von Ängsten geschüttelt, über deren Rationalität man nur Vermutungen anstellen kann, gerade sich selbst erweicht.
Zu was "soziale Medien" und genügend Propaganda nicht alles gut sind - man sollte aber glauben, das unsere eigenen Festungen des waren Glaubens (Medien, Parteien und gesunder Menschenverstand etc.) ausreichen um den Okkupanten zu trotzen - inzwischen darf man aber Zweifel haben und Angst bekommen.

Bananenrepublik Deutschland? Oder doch Bundesrepublik?

Dies Sanktionen der USA sind ein Affront gegenüber einer eng befreundeten und eng verbündeten Nation. Deutschland hat sich bislang stets als loyaler Bündnispartner erwiesen. Nun wird unser Land wie eine Bananenrepublik in der Karibik behandelt, nicht nur von Mr. Trump sondern auch von der großen Mehrheit des Kongresses.

Die Begründung dafür ist fadenscheinig. Deutschland wird durch diese Gasleitung nicht von Russland abhängig und die Transitländer werden auch nicht auf ihre Geschäfte verzichten müssen. Die Sicherheit Europas wird durch wirtschaftliche Beziehungen zu Moskau eher gefördert als geschwächt. Tatsächlich geht es um amerikanisches Flüssiggas für Europa und um den amerikanischen Einfluss im postdemokratischen Osteuropa, in Polen.

Wenn die Bundesregierung auf Gegenmaßnahmen verzichtet, dann zeigt sie, dass sie unser Land eher als Bananenrepublik im amerikanischen Hinterhof versteht denn als europäische Führungsmacht.

Ich bin übrigens überzeugter Transatlantiker.

Wahre Freunde

Nun, dass wir nicht so gerne mit Energieaufwand verflüssigtes und über den Atlantik geschippertes Gas, das zudem teurer ist (Huhu USA: frei Marktwirtschaft!) nehmen halte ich nicht für grundsätzlich unfair.
Bedenklich finde ich den Wirtschafts-Egoismus der USA. Sie finden es unfair, wenn man wo kauft, wo es besser und billiger ist. Sie haben aber keine Bedenken, die Steuern, die in Europa verdient werden, abzuschöpfen. Damit nutzen Sie hier die Infrastruktur, beteiligen sich aber nicht an den Kosten. Ist das fair? Wenn Sie was nicht können, nehmen sie Gewalt. Ist das Fair?
Ich ziehe zunehmend meine persönlichen Schlüsse:
Es gibt auch gute europäische Versandhändler, Auktionsplattformen und Messenger-Dienste. Und auch Erdgas.
Mein Motto: Europe first! Das finde ich fair, es korrespondiert doch nur mit Trumps eigener Ideologie.

US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

Die Reaktionen der Verbündeten dieser Tage, vor allem aus dem Kreise der EU spricht Bände.

Kein Mucks zu hören oder lesen !

Vielleicht sehen unsere Partner diese Sanktionen mit einer gewissen Genugtuung, da die Regierung Merkel die Sorgen, vor allem der osteuropäischen Staaten, vollkommen ignoriert haben.
Mit einer recht überheblichen Art und Weise hat die deutsche Bundesregierung dieses Projekt trotzdem durchgedrückt, und als nun Ärger von Seiten der USA drohte, schnell noch versucht Nord Stream 2 mit EU-Etikett zu versehen.
Und nun tun die deutschen Politiker empört.

Es darf sicherlich auch mal grundsätzlich die Frage gestellt werden, warum eine deutsche Bundesregierung, trotz der Sanktionen gegen Russland, ein solchen Projekt wie Nord Stram 2 durchsetzen will.
Die Politik unserer Bundesregierung erscheint mir in diesem Punkt wenig glaubhaft !

Gruß Hador

Abhängigkeiten sind Risiko und Chance

Ich bezweifle allerdings, dass die USA mit einem Präsident Trump und eigenen wirtschaftlichen Interessen in der Gas-Frage das sehen wollen.
Eher wirkt das, als wollten sie die unterschiedlichen Positionen innerhalb der EU für sich nutzen (Teile und herrsche - durch Schwächung der anderen).

Der deutsche Ansatz, vielleicht auch z.T. der europäische, ist ein anderer. Dort gibt es Kritik und Auseinandersetzung, aber auch Kontakte und Kooperation. „Wandel durch Annäherung“ oder „Wandel durch Handel“ sind Konzepte, mit denen friedliche Veränderungen unterstützt werden können. Reine Sanktionspolitik und der Abbau von Kooperationen (Abrüstungsverträge, auch wenn es dabei auch um China geht) erhöhen doch das Risiko von Eskalation.
Dass die Interessen der USA und Deutschlands bzw. der EU da unterschiedliche sind, liegt auf der Hand. Russland liegt uns geographisch näher. Ein Konflikt könnte hier schnell sehr gravierende Folgen haben. Nordamerika hat mehr Abstand.

RE: alu355 um 08:35

Warum sollte die EU-Kommission auch nur einen Finger rühren, wenn es sich doch um ein deutsch-russisches Projekt handelt, und die EU nicht wirklich eingebunden wurde ?

Gruß Hador

@alu355

Kommt drauf an. Wenn die Sanktionen das Projekt nicht stoppen können, weil es auch auf anderen Wegen fertiggestellt werden kann, kann es auch machtvoll sein, den USA ihre Grenzen durch die friedliche Vollendung aufzuzeigen und den Rest auf diplomatischen Wegen zu besprechen, ohne gleich in Eskalationsspiralen einzusteigen.

Hat Trump je ein anderes

Hat Trump je ein anderes Politikverständnis gezeigt als bei dieser „Maßnahme“? Drohen, Erpressen, Manipulieren, Fakenews verbreiten; und Twittern nicht zu vergessen. Dass er versucht, das ganze als „Schutz Deutschlands vor Abhängigkeit von Russland“ zu etikettieren, gehört zur Kategorie 4 und vernebelt das eigentliche Interesse, Deutschland in US-amerikanischer Abhängigkeit zu halten, nur sehr schwach.

RE: Christian1966 um 08:28

***Es ist traurig das wir uns alles von denn USA gefallenlassen. Wir müssten uns entlich mal dagegen wehren. ***

Schön, und was schlagen Sie vor ?

Gruß Hador

Es wird Zeit für klare Kante

Die US-Regierung will ihr Flüssiggas verkaufen, es gibt keinen anderen Grund für diese Maßnahmen. Wenn die EU, und die muß hier eine Antwort geben, das so hinnimmt, was soll dann dieses ganze Theater? Wir sind auf dem Wege uns mehr und mehr von demokratischen Grundwerten zu entfernen. Hier müssen wir von unseren Politikern, in D und in der EU, erwarten und verlangen, dass sie klare Kante zeigen. In D ducken sich die Verantwortlichen Politiker weg. Aber sie sind in der Verantwortung etwas zu tun, dafür sind sie gewählt. Wer sich also jetzt wegduckt, hat keinen Anspruch mehr auf Führung, dann brauchen wir neue Köpfe!

der schöne Name

Interessant ist der Name des Gesetzes - die Amis sind um uns besorgt! Ein schöner Name um die eigenen Interessen zu verdecken! Es hat sich nichts geändert: Als in den 1960er Jahren der Mannesmannkonzern einen Großauftrag für Röhren aus der damailigen Sowjetunion erhielt, konnte dieser unter dem Druck von USA/GB nicht ausgeführt werden. Die Röhren wurden dann in GB produziert, wahrscheinlich von einem US-Unternehmen. Die Merkel-Regierung will keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wie sollte sie auch, fühlt sie sich doch offensichtlich wohl, wenn die USA für Europa entscheidet. Erstaunlich ist nur, dass die Merkel-Regierung nicht schon im vorauseilenden Gehorsam die amerikanischen Befehle erfüllt hat - das ist allerdings neu.

US Sanktion

Das nennt man Freundschaft. Man merke sich, auch mit den Stimmen der Demokraten! Wird es nicht Zeit selbstständig zu werden? Die Beziehungen mit Russland und Kina zu überdenken ?
Wenn unsere Schwäche Regierung nicht reagiert müssen wir reagieren und amerikanische Firmen boykottieren z. B. Mc D. dessen Fraß unsere Gesundheit ruiniert.
Von Öl und Gas unabhängig werden und vor allem niemals amerikanisches Frackinggas kaufen.

@alu355

Sie haben in ihrer Kritik einen wichtigen Satz weggelassen: Die Sanktion richtet sich nämlich gegen ein privatwirtschaftliches Unternehmen, die schweizerische Firma Allseas. Da kann man nicht pauschal z.B. mit Strafzöllen reagieren. Zu Verantwortungsbewusstsein gehört, dass dieses Unternehmen jetzt vor dem Ruin geschützt wird. Natürlich wird auf diese Einmischung reagiert werden.

Ob es damit schletcher wird.

Ob damit schletcher wird, ist die Frage. Lt. Zeit (was oben erwähnt wurde), sind die Arbeiten fast fertig.

Und dadurch, dass ein GaslieferungVertrag mit der Ukraine für 5 Jahre unterzeichnet wurde, hat man noch die Zeit...
P.s
Und Zeit.Zitat
"Derzeit befinden sich zwei Verlegeschiffe der Schweizer Reederei Allseas auf der Baustelle gut 100 Kilometer vor der deutschen Küste. Der Baufortschritt beträgt pro Tag etwa fünf Kilometer. "Die beiden Schiffe brauchen noch etwa 20 Tage....Für den Fall der Fälle habe Gazprom jedoch noch im Hafen von Sassnitz auf Rügen bereits das russische Schiff Fortuna in Stellung gebracht. Dieses könne zumindest das letzte Stück durchaus bewältigen. "Selbst wenn die Sanktionen schnell umgesetzt werden, ist die Fertigstellung also derzeit garantiert"

US-Flüssiggas: LNG Terminals?

Statt den Bau von LNG Terminals in Deutschland zu fördern, sollte man im Gegenzug den Bau stoppen, notfalls durch Sanktionen für Firmen, die am Bau dieser Terminals mitwirken.
Und es sollte eine Sonder-Umweltsteuer auf importiertes LNG geben.

USA fürchten sich vor Einigkeit

Die USA haben Angst davor, dass sich die EU und Russland wieder besser vertragen könnten. Wenn das auf allen Ebenen passierte, wer bräuchte dann noch die USA? Da muss man gegensteuern, z.B. mit solchen Sanktionen oder auch mit dem größten Militärmanöver seit den 80ern. Nächstes Jahr bei uns!
Noch ein Wort zu Menschenrechten und Demokratie: Die haben die Amerikaner bisher auch nicht interessiert, wenn es um ihre Interessen ging.

Armselig

Nun lässt sich die EU von diesem Möchtegern Allmächtigen erpressen. Die USA will Europa sein eigenes teures Gas aufs Auge drücken, oder eben Sanktionen. Das Geld aus den Sanktionen sind ja schon verplant, für die Rüstung. Hoffe sehr das die EU sich dies nicht bieten lässt, sonst wäre diese ein Armutshaufen.

Terroristenmethoden

So sind die USA heute.

Europäische Sicherheit? Das ich nicht lache. Solange es über die Pipeline über die Ukraine ging war die Sicherheit nicht gefährdet?

Die alte Pipeline ist doch noch da und kann von der Ukraine und Polen benutzt werden.
Aber Transitgebühren gibt es nicht mehr.
Das muss wirklich ätzend gewesen sein, wenn es einfacher gewesen ist eine Pipeline unter dem Meer zu bauen, als sich dauernd von Transitländern erpressen zu lassen.

(Was sagt die neutrale Schweiz dazu?)

Aussitzen ?

Angela Merkel hatte die geplanten Sanktionen am Mittwoch im Bundestag kritisiert und den USA Gespräche angeboten. "Ich sehe keine andere Möglichkeit, als Gespräch zu führen,

Re
Aussitzen ? Bringt halt nichts ,genauso wie Gespräche wo das Ergebnis klar ist ,Ihr kauft unser überteuertes ,umwelschädliches Gas ,langsam sollte unsere Beziehung zu den USA auf den Prüfstand und vor allem Unabhängigkeit her ,also einen Friedensvertrag .Es ist nicht Trump von ihm erwarte ich so Aktionen und das ist sogar richtig aus seiner Sicht sondern das entäuschende sind die Demokraten ,Merkels Freunde ? Welche nicht mitziehen sondern treibende Kraft sind .

...das hätte man wissen müssen

Wer sein Verteidigungsbudget so schwach aufstellt und sich von den USA schützen läßt, muss sich nicht wundern, dass er gemaßregelt wird, wenn er mit Rußland strategisch gesehen Geschäfte machen will. Die US-Kritiker mit ihren Peace-Schallmeien bei uns müssen sich nicht wundern, wenn Onkel Sam sich wehrt. Das hätte man wissen müssen, daß der, der sich nicht militärisch gegen den russischen Bären verteidigen will und dafür auch nichts ausgeben will, tributpflichtig wird...im alten Rom war auch so.

Sofortige Aufhebung der

Sofortige Aufhebung der Sanktionen gegen Rußland und Iran. Den USA 14 Tage Zeit geben und bei nicht Aufhebung der Sanktionen NATO Mitgliedschaft suspendieren...ach so und den unsäglichen Grenell endlich vor die Tür seiten

Alles gut

Die Sanktionen gehen, dank sorgfältiger Planung der Betreiber - das Wort "Sorgfalt" kennt man im Oval Office derzeit nicht mehr - ins Leere.
Es wird, wieder einmal, nur etwas Unruhe und Unfrieden gestiftet.
Noch ein, oder noch fünf Jahre, und dann ist der Störenfried weg und wir können den Schutt bzw. Staub wegfegen.

Daß die Bundesregierung nichts macht, ist in dem Fall einfach nur klug.
Ich hatte mal ein energisches, willensstarkes Schaf, das nannten wir entsprechend seinem Vorbesitzer respektvoll "Frau Kiep". Beim Klauenschneiden strampelte es immer wie wild mit den Beinen. Die Beine festhalten, das war sinnlos, das gab nur noch mehr Theater.
Dem "Verbündeten" keine Angriffsfläche bieten, das ist in dem Fall die richtige Taktik - endlich einmal alles richtig gemacht von deutscher Seite, alles gut.

@alu335

Zitat: "Zahnlos, kraftlos - Bundesregierung und die EU.
Das ist eine direkte Einladung für die USA, China und dem Rest der Welt, die EU in Streitfragen mit offenem Wirtschaftskrieg zu überziehen, denn die Schwächlinge verteidigen sich ja nicht!.."
Stimmt. Die EU ist in allen Fällen nach außen ein zahnloser, weinerlicher Papiertiger, nach innen im allgegenwärtigen Regulierungswahn.
Hier handelt es sich ausschließlich um eine wirtschaftliche Sanktion weil die USA ihr Frackinggas nicht in den Massen loswerden, wie sie es sich vorgestellt haben ... Europa nicht in eine Abhängigkeit von IHNEN drücken konnten.
Dieses Verhalten sagt eigentlich immer nur eines aus: Die Zeit der Freund- und Partnerschaft ist endgültig vorbei.
Europa sollte seine Außenpolitik schleunigst auf tragfähige Beine stellen. Wirtschaftlich hätten rd. 500 Mio. schon die Möglichkeit.

Natürlich

Wer hätte anderes erwartet?
Weil wir eben doch nur höhrige Vasallen der USA sind.
Oder uns zumindest so benehmen.
Erst die große Trommel und dann nichts.
Hauptsache mal was dagegen gesagt.

"Dennoch wird die Bundesregierung laut Beyer nicht mit Gegenmaßnahmen auf die US-Sanktionen reagieren. Die Strafmaßnahmen würden sich nicht gegen Deutschland, sondern gegen privatwirtschaftliche Unternehmen richten, sagte der CDU-Politiker. "Deshalb wird Deutschland keine Gegenmaßnahmen einleiten."

Exsitenz des Unternehmens

Europa hätte den Unternehmen eine Alternative für die drohenden Sanktionen bieten müssen. Allerdings auch die Drohung, bei Nichterfüllung der Verträge, nie wieder einen Vertrag bei den involvierten Ländern zu bekommen. So steht Europa wieder einmal als zahnloser Tiger da. Amerikanische Unternehmen sollte man von der Energieversorgung Europas so lange ausschließen, bis die amerikanische Regierung Druck von diesen Unternehmen bekommt und sie noch einmal nachdenken müssen. Diese Reaktion wäre angemessen und würde in der Zukunft solche wirtschaftlichen Agressionen seltener machen.

Kein Schneid

Wann wird die EU endlich erwachsen und fängt an die eigene Verteidigung aufzubauen und die uniformierten Herren aus Übersee nach Hause zu schicken, denn nur dann ist es möglich, auf derartige Auswüchse, angemessen zu reagieren.
Die Kleinstaaterei in der EU erinnert an Deutschland im Mittelalter und ist nicht gerade wirkungsvoll gegen ein Staatenbund aus 52 Ländern, welche mit einer Stimme sprechen, auch wenn diese Stimme gerade von einer sehr fragwürdigen Person stammt.

Doch, wir sind Vasallen von Amerika...

...Frau Merkel hat es klar gesagt. Weder DE noch die EU werden sich gegen Trump wehren, weil sie es schlicht und ergreifend nicht können.

Amerika ist der widerliche, bösartige Schläger, der auf dem Schulhof alle mit Gewalt unterdrückt.

Die EU muss stärker werden und Trump bekämpfen. Er ist kein Partner und schon gar kein Freund Europas.

Vielleicht wird damit mal denjenigen die Augen geöffnet, die immer noch glauben alleine in dieser Welt bestehen zu können. Grüße an alle Brexiter und EU Gegner.

wie wäre es anders herum?

Man stelle sich die Empörung auf amerikanischer Seite vor, wenn Europa sich in innenpolitische Entscheidungen über die Energieversorgung mittels Sanktionen einmischen würde. Das würde man als unerhört empfinden.
Andersherum findet man das okay.

Warum begibt man sich in Abhängigkeit, wenn man ein e zusätzliche Versorgunsmöglichkeit schafft? Das soll mir mal jemand schlüssig erklären.

Die deutsche Regierung sollte hier ganz klare Kante zeigen, und sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen.
Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Das hat auch Russland grad bemerkt.

um 08:40 von Sterntaucher

"Ich bin übrigens überzeugter Transatlantiker."
Also ein Überzeugungstäter, die USA haben keine befreundeten Nationen und wenn gehört das besetzte Deutschland sicher nicht dazu, jedenfalls aus deren Sicht.
Sie brauchen uns ja auch nicht zu überfallen, weil sie schon da sind. Lesen sie mal die Moskauer Verträge (1990), vor allem den zwischen D und USA. Das sollten vor allem die lesen, die glauben, die USA wäre unser Freund.
Unsere Regierung hält zum Thema die Klappe, weil sie nichts, gar nichts, zu melden hat

@Hador Goldscheitel

"Die Reaktionen der Verbündeten dieser Tage, vor allem aus dem Kreise der EU spricht Bände. Kein Mucks zu hören oder lesen !" Am 21. Dezember 2019 um 08:43 von Hador Goldscheitel

Muss ja nicht gleich jeder lospoltern, wie der Trump.

Die Frage ist jetzt, ob Firmen, die sich zurückziehen auch deshalb auf Schadensersatz verklagt werden können.

(Aber da werden unsere Steuerhinterzieher sicher ein gutes Wort für die Schweizer einlegen.)

Jedenfalls bin ich mir sicher, dass hinter verschlossenen Türen durchaus was passiert.

Wirtschaftskrieg

Auch ich finde es einfach unglaublich, was sich die Amerikaner erlauben. Sie bedrohen jeden, der sich nicht den amerikanischen Interessen beugt. Sie fühlen sich als Herrscher der Welt. Ihre militärische Kraft ist zehnmal größer, als von jedem anderen Land. Sie haben in der Vergangenheit willkürlich, mit erfundenen Gründen, andere Länder überfallen. Mit mehreren hunderttausend Toten und kaputte Länder hinterlassend. Ich fühle mich von den USA mehr bedroht als von Russland. Wir sollten mit allen Ländern freundschaftliche Beziehungen pflegen, aber besonders mit unseren Nachbarn. Ich bin für ein neutrales Deutschland und Abzug aller fremden Soldaten.

Richtig!

Am 21. Dezember 2019 um 08:47 von YinYangFish

"Kommt drauf an. Wenn die Sanktionen das Projekt nicht stoppen können, weil es auch auf anderen Wegen fertiggestellt werden kann, kann es auch machtvoll sein, den USA ihre Grenzen durch die friedliche Vollendung aufzuzeigen und den Rest auf diplomatischen Wegen zu besprechen, ohne gleich in Eskalationsspiralen einzusteigen."

Sehr gut zusammengefaßt!

Trump?

Allen Foristen , die hier reflexartig Trump-Bashing betreiben, sei das erneute Lesen dieses Artikels empfohlen! Das US-Repräsentantenhaus hat die Sanktionen beschlossen.... Richtig, das ist die Kammer, wo Nancy Pelosi das Sagen hat. Anscheinend ist die Partei von Altpräsident Obama auch für die Sanktionen!

Und wie versucht die Kanzlerin deutsche Interessen zu schützen?

“Angela Merkel hatte angekündigt, eine harte Haltung im Streit einnehmen zu wollen, Gegensanktionen jedoch abgelehnt.” Welch lächerliche Reaktion!!!

Die USA können ihre erpresserische Sanktion-Politik nur umsetzen, weil sie davon ausgehen, dass keine gravierende Konsequenzen seitens der buckelnden EU folgen. Dafür wird schon die 5. Kolonne der Trump-USA, die PiS in Polen, sorgen.

Sicher wäre eine entschiedene Reaktion auf die amerikanische Anmaßung angebracht.
Ein generelles Importverbot von Fraking-Gas oder zumindest eine Umweltsteuer auf Fracking-Produkte wäre eine angemessene Antwort.

Für souveräne Staaten wären die Sanktionen durch „unsere Amerikanischen Freunde“ ein Affront.
Aber, wie gesagt, nur für souveräne Staaten.

8:46 von Hador Goldscheitel

Von seiten der EU wurden gestern zusätzliche Zahlungen von ca 6 Milliarden Euro von Deutschland eingefordert. Wenn die EU nicht zusammensteht und ein derartiger feindlicher Akt gegen ein EU Mitglied Gleichgültig hingenommen oder gar begrüßt wird sollte man solche Zahlungen mal in Frage stellen. Eine solche EU Politik ist unter anderem auch ein Grund für den Brexit. Gegenüber den Vereinigten Staaten sind sofortige Gegenmassnahmen einzuleiten.

Eine Schande!

Für unsere Politik kann man sich nur noch schämen.
Immer wieder Verlängerung der Sanktionen gegen Russland wegen einer Ukraine, die uns eigentlich gar nichts angeht - es sei denn, man unterstützt dort auch nur wieder amerikanische Interessen - und hier nur Bla,Bla und hohle Protest-Worte!
Und natürlich keine Sanktionen!
Früher haben wir Ossis uns über die DDR-Abhängigkeit von der Sowjetunion aufgeregt - aber ist das denn heute anders?
Die Amerikaner zündeln an so vielen Krisenherden dieser Welt - und wir sind "höchstens besorgt"!
Unfassbar.

"Befürchtet wird vor allem

"Befürchtet wird vor allem eine Schwächung alternativer Pipelines und traditioneller Transitländer, etwa der Ukraine."

So what?
Die Ukraine ist nicht in der EU und verlangt Durchleitungsgebühren.
Auch erschließt sich mir keine steigende Abhängigkeit von Russland, da ja bisher schon Gas aus Russland bezogen wird und nicht zu erwarten ist, daß sich an der Menge groß was ändert. Lediglich der Preis wird etwas günstiger für die Energiekonzerne, da Transitkosten entfallen (für den Verbraucher wird sich aufgrund der Ölpreiskopplung nichts ändern).

'Du kannst mich mal

sanktionieren oder gleich liken', das neue Spiel für alle Staatslenker. Ende absehbar.

um 08:47 von YinYangFish

Offensichtlich ist es leider so, dass die US-amerikanischen Eliten, den Trump hat nicht damit angefangen, sondern der Kongress, an der Zuspitzung solcher Eskalationsspiralen interessiert sind. Wenn sich die Regierungen aller von den USA mit Sanktionen bedrohten Länder einig gegen dieses Land wären, hätten wir innerhalb kurzer Zeit Ruhe mit dem Thema.

RE: Ente gut - Alles gut um 09:05

***Statt den Bau von LNG Terminals in Deutschland zu fördern, ...***

Allein schon aus dem Grunde, den möglichen Einfluss russischen Erdgases auf die deutsche Politik durch "Zudrehen des Gashahns" zu minimieren, sollten die LNG-Terminals am Jade-Weser-Port gebaut werden.

Gruß Hador

@ Hador Goldscheitel 08:43 Uhr

"Es darf sicherlich auch mal grundsätzlich die Frage gestellt werden, warum eine deutsche Bundesregierung, trotz der Sanktionen gegen Russland, ein solchen Projekt wie Nord Stram 2 durchsetzen will."
Das ist ein Verhalten mit Widerspruch in Reinkultur - also typisch für deutsche Politik.
Ähnlich der früheren Erziehungsmentalität; "wer sein Kind liebt spart nicht mit Schlägen".
Widersinniger bz. Dämlicher geht es wirklich nicht.

Trump ist kein Politiker

sondern ein Geschäftsmann.Dem geht es nur um seine Interessen .Er will sein fraking Gas an uns verkaufen. Zum Glück ist die Pipeline schon fast fertig ,so das diese Sanktionen seiten der USA keine Wirkung haben werden.

Kein deutscher Egoismus

Hador Goldscheitel, Sie stellen die deutsche Politik gegenüber Osteuropa als egoistisch dar. Ich möchte Sie da einmal auf ein paar Aspekte hinweisen, die das widerlegen.

1) Deutschland unterstützt die osteuropäischen Staaten seit Jahrzehnten mit Milliarden, egal, ob diese sich etwa an demokratische Standards halten, denen sie mit ihrem Beitritt zur EU verpflichtet sind.
2) Deutschland hat in den osteuropäischen NATO-Ländern Truppen stationiert, die einen russischen Angriff abzuschrecken helfen sollen.
3) Wir unterhalten enge und freundschaftliche Beziehungen zu allen diesen Staaten.
4) Die Pipeline über das Festland sind durch North Stream 2 nicht obsolet. Sie werden weiter benötigt werden. Das durch sie in die westlichen EU-Länder gelieferte Gas wird weiter Transiteinnahmen in die Kassen der Ost-Länder spülen, die wir bezahlen.
5) Deutschland ist eine treibende Kraft hinter den Sanktionen gegenüber Russland und unterstützt die Ukraine massiv.

Die US-Argumente sind schlicht falsch.

@08:43 von Hador Goldscheitel

Sie könnten sich als Nato-Sprecher bewerben.
Nur ein paar Fakten.
Die osteuropäischen Länder, vor allem die Ukraine und Polen, machen sich keine Sorgen um uns oder um den russischen Einfluss. Sie machen sich Sorgen um ihren Geldbeutel. Den russischen Einfluss gibt es schon lange über Nord-Stream 1. Jedoch wurde er noch nie politisch eingesetzt. Warum soll der der deutsche Steuerzahler die Staatskassen der Ukraine und Polen füllen? Würden sie für uns dasselbe tun? 2. Warum sagen sie, das es schnell mit einem EU Etikett versehen wurde? Es war von Anfang an ein Projekt mehrerer europäischer Staaten! 3. Warum das Projekt trotz Sanktionen durchgeführt wird ist doch klar. Weil wir in Deutschland günstiger an Energie kommen und das ist wichtig für unsere Wirtschaft. Nichts anderes tut Trump auch! Amerika first!

Traurig!

Nicht weil Trump die Sanktionen erläßt, für solche Eskapaden ist er ja schon bekannt,sondern weil die Bundesregierung und auch die EU sich das bieten lassen. Hier will ein fremdes Land uns Vorschriften machen, wie die EU die Energieversorgung sicherstellen soll. Unsere Bundeskanzlerin sollte sich von der "Dudu"-Politik verabschieden. Hier muß mehr passieren wie entschiedene Gespräche. Die Haltung der EU enttäuscht mich maßlos. Als eigentlicher Pro-Europäer gehen mir langsam die Argumente aus. Von Union nach außen hin kann nicht mehr die Rede sein. Traurig !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

@ Hador Goldscheitel 08:46 Uhr

"Warum sollte die EU-Kommission auch nur einen Finger rühren, wenn es sich doch um ein deutsch-russisches Projekt handelt, und die EU nicht wirklich eingebunden wurde ?"
Glauben sie wirklich, dass Polen und die Ukraine ohne eine Durchleitung KEINE Durchleitungsentschädigung bekommt?
Im übrigen kann ich mich erinnern, dass Gas auch in weitere EU Länder verteilt wird.
Tja warum sollte die EU Kommission nun einen Finger rühren?! Ironie AUS!

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