Kommentare

Lobbyopfer

Ich gönne das den betroffenen Urlaubern. Schließlich können die nichts für das deutsche Gesetz.

allerdings wurde die Haftungsobergrenze hierzulande gesetzlich auf 110 Millionen Euro begrenzt

Hier zeigt sich mal wieder ein Beispiel, wie die Regierung zum Opfer von Lobbyarbeit wird. Die Begrenzung, die für große Reiseveranstalter viel zu niedrig ist, hatte den Sinn, dass die Versicherungsbeiträge der Touristikunternehmen niedriger blieben. Gäbe es diese Begrenzung nicht, müsste jetzt nicht mit Steuergeld entschädigt werden, sondern die Versicherung würde bezahlen.

Danke liebe Bundesregierung.

rer Truman Welt

Was mir jetzt unklar dabei ist, ist der Hintergrund zu der Frage, weshalb jetzt der Staat die Versicherungsleistung übernehmen muss und das weil ->
1. Wenn die Gesetzeslage dazu führen könnte, dass der Staat dazu verdonnert werden könnte, diese Versicherungsleistung zu übernehmen, weil die EU Richtlinie nicht angemessen in deutsche Gesetze übertragen wurde, bleibt doch der Fakt, dass das Gesetz bestand und bei den jetzt zu ersetzenden Buchungen bekannt war, also das Risiko darum, dass bei einer Pleite vermutlich nicht alles abgedeckt werden kann. Das Risiko war damit potentiell bekannt und es wurde bisher nicht gegen diese Obergrenze von 110 Mio. € geklagt.

2. Wenn die EU Richtlinie nicht ausreichend umgesetzt wurde, wer trägt dafür politisch die Verantwortung.

Mein Fazit: es kann ja schon sein, dass die EU Richtlinie nicht angemessen umgesetzt wurde und nun nachgebessert werden muss. Jedoch kann ich nicht erkennen, dass deshalb nun Schadensersatz vom Staat zu leisten sein soll.

Unmöglich!

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass der Steuerzahler dafür mitaufkommt. Als mein Stromanbieter in die Insolvenz ging, war mein Bonus von 1000 Euro auch weg.
Der Staat sollte besser die Spielregeln anpassen anstatt einzuspringen. Was ist denn den Kunden passiert? Der Urlaub und die Kohle ist weg, na und? Gestrandeten zu helfen ist etwas völlig anderes!

Freibier fuer alle!

Und was ist mit all den anderen Geschaedigten, die durch Betrueger und Bankrotteure geschaedigt wurden? Es wird voellig willkuerlich das Geld der Steuerzahler verteilt!
Frueher hiess das Kommunismus....

einerseits

freut es mich für die Geschädigten, dass ihnen geholfen wird, andererseits muss man sich schon fragen, warum wieder einmal der deutsche Steuerzahler haften soll für die Management-Fehler und Unterversicherung eines international agierenden Großkonzerns, der zu seinen "Lebzeiten" sicherlich Steuern gespart hat wo es nur ging.

Der Staat/Steuerzahler zahlt

klaglos wenn der Urlaub ausfällt? Aber bei gleichen Beträgen wie der Grundrente wird jahrzehntelang ein Tanz aufgeführt.

krieg ich auch was ?

Wenn ich also demnächst wegen Missmanagment, Raffgier und ohne jegliche Moral mein Unternehmen an die Wand fahre, erwarte ich natürlich auch Steuergelder um gerettet zu werden oder meinen selbst gebauten Mist zu bezahlen.

Unfassbar.
Sorry, habe kein Verständniss dafür obwohl ich sogar selbst davon betroffen bin mit einer abgesagten Reise.

Lebensrisiko

Wer sich so einen Spaß leisten kann, der kann auch den Verlust verschmerzen. Warum sollen alle dafür aufkommen? Wenn mein Auto auf dem Weg zum Urlaub streikt, kommt der Steuerzahler auch nicht dafür auf. Der Niedriglohnsektor finanziert mal wieder den Luxusurlaub der Wohlhabenden.

Wer Billigstanbieter bucht

macht das auf sein eigenes Risiko. Warum sollte das wieder auf alle umverteilt werden. Wir haben andere Probleme die dringend eine Lösung und Finanzierung erfordern

Grundsatz der Gleichbehandlung

Ich bin total fassungslos.
Vor zwei Jahren ging die Fluglinie Air Berlin pleite.
Die Regierung half kurzfristig mit einem Überbrückungskredit. Diesen hat sie vorrangig vor allen Geschädigten aus der Insolvenzmasse zurück erhalten. Ebenso der Insolvenzverwalter selbst.
Die Reisenden gingen leer aus.
Und nun? Wieso werden die Steuergelder nun mit der Gieskanne verteilt?

Bedürftigkeitsprüfung

Werden die zu entschädigenden Kunden auch einer Bedürftigkeitsprüfung unterzogen? Denn es wird ja die Solidargemeinschaft mit den negativen Ergebnissen individueller privatwirtschaftlicher Verträge belastet, handelt es sich doch immerhin um Steuergelder, die hierfür ausgezahlt werden.

Persönliche Haftung

Schön, wer entschädigt die Gläubiger in anderen Insolvenzverfahren? Auch der Steuerzahler?

Ist das die gleiche Bundesregierung, welche einen Vorstoß von Bündnis 90/Die Grünen zur Erhöhung der Haftungssumme ablehnte?

Nun ja, ich wäre für eine persönliche Haftung aller handelnden Politiker - bis runter auf die Grundversorgung von ALG2 - für alle von ihnen verursachten Schäden. Aber sie werden sich ins Fäustchen lachen und weiter gewählt werden. Also keine Aufregung, jeder Bürger bekommt die Regierung, welche er verdient.

Thomas Cook

Es ist doch das Privatvergnügen jedes Einzelnen, potentiell klimaschädliche Pauschalreisen zu buchen. Genau so ist das Ausfall-Risiko seine Privatsache. Das hat nichts mit unseren Steuerzahlungen zu tun!

Verschwendung meiner Steuergelder

Ich finde das unmöglich und bin stinksauer !
Ich habe vor kurzem durch die Insolvenz eines Konzertveranstalters fast 600 € verloren und nichts zurückbekommen.
Urlaubsreise und Konzertkarten, wo ist da der Unterschied ?
Warum sind wieder mal einige gleicher als andere ?
10.000e Urlauber sind halt mehr potentielle Wählerstimmen als nur 100e Konzertbesucher.
Das Leben ist voller Risiken. Der Staat ist keine Versicherungsinstitution für einige Wenige.

Das ist leider richtig so

Bereits der erste Beitrag von 8.32 Uhr hat alles kurz auf den Punkt gebracht: Höher stehendes EU-Recht wurde aufgrund von Lobbyarbeit vom Bundestag aufgeweicht, damit deutsche Anbeiter mit günstigeren Versicherungsprämien kalkulieren konnten und somit günstigere Preise anbieten konnten als ausländische Anbieter.

Der Bundestag muss jetzt dafür haften. Nicht mehr und nicht weniger ist festzustellen. Und genau so wie bei seit mehr als 60 Jahren fehlenden Krankenversicherungen für Bundesbeamte oder fehlenden Kfz-Versicherungen für Bundes-Dienst-Kfz zahlt hier der Staat.

Das ist nun einmal so und hat mit den Verlusten anderer Betroffener durch Betrug oder Insolvenz eines Stromunternehmens nichts zu tun.

Ich sage nur: "Schlecker-Frauen"

Wo, bitte, war damals Hilfe vom Staat, als ein Unternehmer seinen Konzern an die Wand gefahren und tausende Frauen auf die Straße gesetzt hatte. Oder geht es hier doch nur darum, Klagen zuvorzukommen? Auch gut; nur dann müssen die Gönner die Zeche auch aus eigener Tasche zahlen!

Wieder CSU-Verkehrsministerium

Wieder mal wurde im CSU-Verkehrsministerium getrickst, was die Steuerzahler 500 Millionen kosten wird.
Man sollte die verantwortlichen Personen und Parteien in Regress nehmen, die geltendes EU-Recht nicht vollständig umgesetzt haben.

Ignoranz gegenüber BdSt

Der Bund der Steuerzahler hat im Vorfeld gewarnt keine Entschädigung zu bezahlen. Nun hat die Regierung Angst ,daß die Geschädigten eine Klage führen will und zählt.
Wie immer: Sobald es Problem gibt wird es mit Geld zugeschüttet. Für versäumte Fehler!
Den Billigreisenden fen Urlaub erstatten. Egal ob Teil oder ganz- das ist echt der Hammer!!

Grundsatz der Gleichbehandlung

Den insolvenzgeschädigten Reisenden soll also vom Bund geholfen werden. Wer aber hilft den anderen Geschädigten der Insolvenz? Wer zahlt den Arbeitslosen ihren vollen Lohn weiter (siehe z.B. Schlecker)? Wer bezahlt den geschädigten Unternehmen ihre Verluste?

Dass man die Reiseunternehmen zwingt, solche Versicherungen abzuschließen, finde ich richtig. Aber es ist ja auch nicht unüblich, dass Haftungsgrenzen vereinbart werden. Warum sollen ausgerechnet hier die geschädigten Kunden alles bekommen, während die Kunden anderer insolventer Unternehmen in die Röhre schauen?

Eine unbegrenzte Haftung der Versicherungen würde auch die Prämien in die Höhe treiben. Ob das den Kunden immer so recht wäre, die oft genug nach dem Prinzip "Geiz ist geil" buchen?

Für keine Gruppe von insolvenzgeschädigten Kunden tun EU und deutscher Staat so viel wie für gestrandete Urlauber und solche, die gar nicht erst ab in den Urlaub können. In vernünftigen Grenzen ist das richtig, aber jetzt wird übertrieben.

Bund hilft Thomas-Cook-Pauschalurlaubern

Das mag für die Betroffenen schön sein, aber es fragt sich, warum nicht die in die Verantwortung gezogen werden, die das versemmelt haben, sondern der Steuerzahler wieder einmal zur Kasse gebeten wird … … das wird bei den vorzeitig abgeschlossenen Maut-Verträgen nicht anders werden, anstatt den Zuständigen zur Verantwortung zu ziehen und die Tür zu zeigen.

Kaum nachvollziehbar

Dieses ist ein Schlag ins Gesicht derer, die durch Pleiten anderer Unternehmen teils existenzielle Schäden erlitten haben.
Einzig eine vage Rechtslage durch individuelle Auslegung europäischer Vorgaben scheint hier das Füllhorn aufzustoßen.
Man kann sich sicher für die siztengebliebenen Urlauber ein bisschen freuen, im Hinblick auf vergleichbare Vorgänge jedoch bleibt ein mehr als nur fader Beigeschmack.

Ich gönne es allen

Ich gönne es allen Geschädigten das sie jezt Hilfe bekommen. Allerdings sollte die nicht vom Steuerzahler kommen sondern von den Verantwortlichen aus der Politik und den Herren und Damen von Thomas Cook. Vermögen und Gehälter pfänden bis zum Existenzminimum. Warum soll was für Harz4 Empfänger gilt nicht auch mal für diese Herren gelten. Wäre sicher ganz lehrreich.

Kaum nachvollziehbar

Alles um sich auf Kosten der Steuerzahler beim Wähler beliebt zu machen

Lobbyopfer

Das sehe ich ein wenig anders. Die Opfer der Insolvenzen von Unternehmen dieser Art sind ohnehin schon deutlich besser gestellt als die fast aller anderen. Insolvenzschutz für Urlauber und solche die es werden wollten muss privat und selbst abgesichert werden. Haftungsgrenzen sind nicht unüblich. Höhere Haftungsgrenzen der Versicherer würden auch höhere Kosten für die Urlauber bedeuten, die meist nur nach dem Malheur der Meinung sind, dass der Staat da mehr hätte tun müssen.

In diesem Land gibt es laufend Insolvenzen, bei denen es dann viele Geschädigte gibt: Kunden, Lieferanten, Banken und - last but not least - die Arbeitnehmer. Ich habe so auch einmal 4000 Euro verloren. Da ist kein Staat eingesprungen. Dazu sind etliche Arbeitsplätze verloren gegangen. Das Insolvenzgeld basiert dabei auf einer Versicherungsleistung, gleicht aber nicht alle Verluste aus.

Jeder trägt bei Geschäften ein Risiko. Warum soll das für Reisende nicht gelten? Und warum soll ich dafür jetzt mit aufkommen?

Haftung der Verantwortlichen

Es gehört eine Mithaftung der Verantwortlichen her. In dem Fall der Politiker, die diese Haftungsobergrenze festgelegt haben. Pleiten passieren, die Folgen allerdings kann man absehen. Wenn Haftungsobergrenzen festgelegt werden, sollten auch Auftragsobergrenzen daran anzupassen sein. Politiker sollten endlich mit ihrem Privatvermögen in die Haftung einbezogen werden.

Staatspleite

Bei der Umsetzung von EU Richtlinien hat der Staat wieder einmal komplett versagt und das kostet den Steuerzahler wie 1993 bei MP Travel Line Millionen.
Wenigstens ist der Staat einsichtig das er Fehler begangen hat und kommt den ersten eingereichten Staatshaftungsklagen zuvor.
Trotz allem bleibt der Beigeschmack, dass wir nur noch von drittklassigen Dilletanten regiert werden.

Ihre Brynhildur Eiriksdottir

um 08:50 von steuerverschwender

"Und was ist mit all den anderen Geschaedigten, die durch Betrueger und Bankrotteure geschaedigt wurden? Es wird voellig willkuerlich das Geld der Steuerzahler verteilt!
Frueher hiess das Kommunismus...."
.
Falsch. Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren, das nannte sich schon immer "Marktwirtschaft". Siehe HypoRealEstate.

@ 09:26 von Batzi999

".............aber es fragt sich, warum nicht die in die Verantwortung gezogen werden, die das versemmelt haben, ........."
.
Die werden zur Verantwortung gezogen.
Versemmelt hat´s nämlich die Regierung.
Hätte man die Haftungsgrenze nicht willkürlich und eigenmächtig auf 110 Mio. festgelegt (das war absehbar, das dieser Betrag niemals reichen wird), um einem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen, wäre das nie passiert.
Und wer darf jetzt für dieses Fehlverhalten zahlen?
Richtig! Der Steuerzahler.

Geht doch!

Als Leidtragender bin ich natürlich superglücklich, dass meine Anzahlung i.H.v. mehreren 100 € nicht „down the drain“ ist. Wer konnte ahnen, dass mit der Pleite von Thomas Cook auch Neckermann in den Abgrund gerissen werden würde? Wenn die EU plausible Vorgaben macht wie der Reiseverkehr abzusichern ist und die Regierung sich nicht dran hält, bekommt der geprellte Kunde zumindest sein Geld zurück. Voila! Wichtig ist, dass der Tourismus weitergeht, für unsere Jobs und die in den Urlaubsländern. Da hängt jede Menge noch hinten dran.

Undurchschaubar

Für die Urlauber war dieses Fiasko nicht durchschaubar. Für die Bundesregierung schon! Wichtig ist für die Regierung, dass ein kleiner Verein seine Umsatzsteuer von 500€ im Voraus und höchst pünktlich entrichtet - sonst gleich Zwangsgeld. Und bei einer Airline hält man es nicht mal für nötig, auf die adäquate Absicherung zu schauen? Ein Schaden von 500Mio einfach so weggeschlampert? Erinnert mich irgendwie an die Dreckwurst, die ein halbes Jahr produziert wurde, ehe dann der Hersteller pleite ging. Kontrolle? Aber doch bei einem so "großen" Hersteller nicht: Da kann man doch vertrauen? Nein, das kann und soll man eben NICHT. Wir waren fast froh darüber, als dieses Jahr am Weihnachtsmarkt seit Jahren wieder mal ein Kontrolleur vorbeigekommen ist. Das ist mehr Werbung als Ärgernis.
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Schade, dass durch diese Hilfe sich an diesem unverantwortlichen Treiben nichts ändern wird. Mit Geiz-ist-geil hat das wenig zu tun, denn selbst Reisebüros sind davon betroffen.

Verstoß gegen Artikel 3 des Grundgesetztes

Zitat:
Artikel 3 GG lautet seit seiner letzten Veränderung vom 15. November 1994 wie folgt:[1]

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Würde im Klartext bedeuten das alle in der Wirtschaft oder im Privatleben die durch eine Insolvenz zu Schaden gekommen sind eine Entschädigung durch den Staat respektive Steuerzahler zusteht. Das Gesetz der Insolvenz berechtigt den Staat nicht unterschiede zu machen, was heißen soll, der Staat hält sich an seine eigenen Gesetzte NICHT!.

Das ist Steuerverschwendung in seiner reinsten Form. Jedem Bürger kann das täglich passieren, das er ein Unternehmen mit einer Leistung beauftragt die er bezahlt aber durch eine Insolvenz nicht erhält. Es wird Zeit das die Kultur - Groß, Größer am Größten , Größenwahn endlich wieder auf ein gesundes Maß zusammengestupft wird.

rer Truman Welt

Sie stellen da treffsicher Ihre Fragen. Man könnte auch fragen, warum ausgerechnet in diesem Fall eine solche totale Absicherung gelten soll, die doch in anderen nicht besteht. Außerdem haftet in diesem Fall der Staat nur juristisch, de facto haben wir alle. Und wenn es da um bis zu 400 Millionen Euro gehen sollte, dann wäre das schon erheblich. Mit diesem Geld könnte man auch den geschädigten Mitarbeitern des Konzerns oder seinen Lieferanten helfen, die jetzt vielleicht selbst um ihre Existenz kämpfen müssen.

Geht ein Handelsunternehmen in die Insolvenz, dann bekommen die Kunden oft überhaupt nichts. Das Geld für ihren Fernseher ist weg. Danach kräht kein Hahn. Dafür zahlen weder Versicherungen noch der Bund.

Leider steht in dem Artikel nicht, ob die Richtlinie der EU explizit vorschreibt, dass tatsächlich alle Risiken abgedeckt werden müssen. Wäre dies der Fall, wäre nicht nur der Bund in der Pflicht. Die Kommission hätte dann ihrer Kontrollpflicht nicht genügt.

Nochmal

Natürlich kann man sich, wie einige hier fragen, warum in diesem Fall Entschädigungen aus Steuermitteln bezahlt werden. Das nur den einzigen Grund, dass die Bundesregierung die EU-Richtlinie nicht richtig umgesetzt hat. Der Reisende erhält einen Sicherungsschein, der ihm zusichert, dass er im Insolvenzfall geschützt ist. Ob 110 Mio € für seinen Veranstalter ausreichen, falls er die Obergrenze überhaupt kennt, kann er nicht beurteilen. Schon gar nicht, wenn er z.B. bei Öger Tours bucht und dann unter die Grenze von Thomas Cook fällt.

Es mussten schon einmal Entschädigungen gezahlt werden, weil die Regierung die Richtlinie damals auch zu spät umgesetzt hat und jetzt eben, weil sie sie nicht richtig umgesetzt hat.

Nicht auf den Reisenden rumhacken, richtet Eure Wut auf die Unfähigkeit des zuständigen Ministeriums. Wobei Unfähigkeit glaube ich das falsche Wort ist. Lobbyhörigkeit wäre richtiger.

Ich bin kein Betroffener.

die Merkel-Regierung hat ihren Job nicht getan

sonst würden die Steuergelder der Bürger nicht in Sippenhaft genommen werden müssen.

TUI & Co sind noch mehr unterversichert

Man sollte auch berichten, dass die Veranstalter TUI, Ameropa und DER/Rewe wohl unterversichert sind.
Hier hält die BAFIN die Insolvenzansicherung für völlig unzureichend. In dem Verein auf Gegenseitigkeit sind wohl nur wenige Millionen statt der geforderten 110 Mio hinterlegt.
.... und das fällt erst jetzt auf?!

Der Staat sichert die Profite ab

Wozu gibt es denn dann eigentlich Versicherer?
Dann muß der Versicherer halt genügend Geld vorhalten.
Die Versicherungslogik wird mal wieder auf den Kopf gestellt.
Funktioniert der freie Kapitalismus nicht hilft der Staat.
Zum Erhalt der Profite.
Wenn das Schule macht melden sich bald auch Allianz oder Münchner Rück.

Schuld sind nur die Reisebüros

Warum wird die Branche, die doch verpflichtet gewesen wäre, die Kunden zu beraten, nicht in die Haftung genommen? Haftpflichtversicherungen existieren.
Die katastrophale Finanzlage von Thomas Cook und allen ihren Untergesellschaften war seit Jahren bekannt, konnte u.a. im Bundesanzeiger von jedermann eingesehen werden und selbstverständlich wusste jeder Reisebürokaufmann von dem Risiko.
Es ist besser als nichts, die Verluste nicht einer einzelnen, begrenzten Kundengruppe willkürlich aufzuerlegen, z.B. wenn eine Familie sich jahrelang einen Urlaub mit den Kids von Hartz IV zusammengespart hat. Gut ist es nicht. Die Reisewilligen über den möglichen oder fast unvermeidlichen Zusammenbruch aufzuklären, wäre ein wichtiges Regulativ gewesen. So war die Marktwirtschaft ausser Kraft gesetzt.

Der Steuerzahler... Für

Der Steuerzahler... Für manche ist allein die Nennung des Begriffs schon ein Argument. Dabei besteht die Schieflage ganz woanders; den Thomas-Cook-Reisenden gönne ich das bisschen Entschädigung, dass auf weniger als zehn Euro pro "Steuerzahler" hinauslaufen dürfte. Die eigentlichen Themen liegen woanders: Die Besteuerung von Konzernen und internationalen Unternehmen gehört grundlegend neu geregelt - durch entgangene Steuereinnahmen entsteht ein ungleich höherer Schaden für jeden "Steuerzahler" als für diese Geste an Reisende, die in der Regel eh zu den weniger Verdienenden gehören. Aber wer schon gestern bei der Transaktionssteuer nicht kapiert, dass das ein erster Schritt (ein erster!) in die Richtung ist, politischen Einfluss auf den entfesselten Finanzmarkt zurückzugewinnen, der wird auch hier beim "klagen" bleiben und übersehen, welche Parteien das Problem anpacken wollen und welche Parteien eine Art "Nichtangriffspakt" mit den GlobalPlayern der Finanzindustrie geschlossen haben.

Wer könnte also noch entschädigt werden?

Natürlich jeder in Deutschland, der irgendetwas bei irgendeinem Hersteller oder einer Firma gekauft hat, die dann leider pleite ging.

Ich habe kürzlich Aktien gekauft, aber die Firma ging pleite. Bitte, liebe Bundesregierung, entschädige mich.

Aber offensichtlich zieht der Bund solche absurden Aktionen nur durch, wenn es im großen Stil Wählerstimmen zu kaufen/zu manipulieren gibt.

Die dargestellte Rechtslage

scheint mir logisch für die Entschädigungen .. aber als Steuerzahler halte ich es für skandalös dafür zur Kasse gebeten zu werden. Wenn diese Regierung nicht mehr in der Lage oder willens ist nationales Recht an EU Recht anzupassen, dann ist das eigentlich nur ein sehr gravierender Unfähigkeitsbeweis, der dem Steuerzahler ähnlich wie bei der Dobrindschen Mautschlappe teuer zu stehen kommt.

@MaWit - CDU/CSU Bedürftigkeitsprüfung

Da haben Sie absolut Recht

Es ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Hartz4 ,
oder Arbeitnehmer bezüglich des zu stellenden Grundrentenantrages

@ 11. Dezember 2019 um 09:05 von Golfelino

Weil da drei/ vier super reiche ihre Reise verloren haben und nun wütend sind...
Darum springen wir ein.... etwas anderes ergibt für mich keinen Sinn

Bin hin und her gerissen

Manche mögen es Neid nennen: Ich könnte mir solchen Urlaub nicht leisten, deshalb ist solcher Ausfall bei mir nicht zu erwarten.

Ich frage mich schon, warum das vom Steuerzahler bezahlt wird.

Es gehen immer wieder etliche Pakete verloren und der Steuerzahler übernimmt die Zahlungen auch nicht, obwohl die Pakete auch versichert sind.

Und was ist mit Hebammen? Da heißt es auch, dass sie sich hoch versichern müssten, damit die Versicherungen die Kosten möglicher Komplikationen bei Geburten (inklusive Mehrkosten bei Betreuung behinderter Kinder) tragen müssen. Warum wird da kein Maximalbetrag angesetzt, und den Rest trägt der Steuerzahler? Da geht es immerhin um ernste Lebenssituationen, und nicht um ein Platz an der Sonne.

Was ist mit den Verlusten der Reisebüros?

Mein Bruder, der seit 33 Jahren selbständig ein Reisebüro führt, sagte, dass die Insolvenz von Thomas Cook die schlimmste Zeit in seiner bisherigen Selbstständigkeit war. Nicht nur, dass er durch diese Insolvenz fast selbst an den Rand selbiger gebracht wurde, da ihm ja alle bereits einkalkulierten Provisionen ( in hoher fünfstelliger Summe ) über Nacht flöten gingen, nein, er und seine Mitarbeiter haben somit auch mindestens ein halbes Jahr umsonst gearbeitet. Und zu all dem musste er sich dann auch noch von den "armen", betroffenen Urlaubern anschreien, beleidigen, am Kragen packen und als an der Thomas Cook Insolvenz mitschuldig betiteln lassen. Mein Bruder und seine Mitarbeiter sind dadurch mittlerweile völlig mit den Nerven am Ende.
Wer entschädigt ihn? Für seine materiellen Verluste und seine gesundheitlichen Einbußen??
Die Reisebüros können am allerwenigsten für das Versagen des Konzerns, müssen aber wie immer, wenn etwas in Welt schief geht, am allermeisten dafür büßen.

@andererseits

" den Thomas-Cook-Reisenden gönne ich das bisschen Entschädigung, dass auf weniger als zehn Euro pro "Steuerzahler" hinauslaufen dürfte." Am 11. Dezember 2019 um 09:58 von andererseits

Es ist einfach eine Frechheit, so zu argumentieren.

So ein Urlaub ist Luxus und wer das bezahlt hatte, der hatte das Geld übrig, auch wenn er es sich erstmal erspart hatte. Er hatte es übrig.

Viele Steuerzahler haben keine "weniger als zehn Euro" über.

Das ist, als ob die Kosten für eine verlorene Rolex auf Steuerzahler verteilt werden würden, die sich eine Uhr für 3€ leisten können.

Die anderen Schieflagen haben damit nichts zu tun.

Entschädigung !

Klar, es freut mich für all die, die durch diese Pleite Geld verloren haben.
Nur darf nicht vergessen werden, dass daran auch die Bundesregierung mit Schuld ist.
Die hat die Deckungssumme zu niedrig an gesetzt und kontrolliert auch zu wenig das Gebaren von vielen Firmen, die tricksen, betrügen und lügen, nur um Steuern zu sparen. Es müsste ganz klar und unmissverständlich gesetzlich geregelt sein, dass so wenig wie nur irgendwie möglich Menschen durch Misswirtschaft von Firmen geschädigt werden und dann die Steuerzahler die Rechnung zahlen.
Die Leidtragenden sind wieder die Steuerzahler.
Dann gibt es ja immer mehr Geschädigte durch Betrüger, die immer mehr Menschen schädigen und abzocken. Da zahlt der Staat so gut wie gar nichts und er tut auch zu wenig dagegen. Es ist die Pflicht von den Behörden, jede Form von Betrügereien öffentlich auf zu zeigen und die Bürger davor warnen.

@ 09:58 von Dana

„ Ich habe kürzlich Aktien gekauft, aber die Firma ging pleite. Bitte, liebe Bundesregierung, entschädige mich.“

Der Unterschied ist, dass Sie beim Kauf der Aktien keinen Sicherungsschein erhalten haben, der Ihnen eine Entschädigung zusichert.

Außerdem haben Sie mit dem Kaufpreis der Aktien keine Versicherungsprämie bezahlt.

Wieder typisch...

Wieder typisch für unsere Größte Kanzlerin aller Zeiten und ihren Super- Wirtschaftsminister: Nötige Maßnahmen zunächst ignorieren und dann hektisch reagieren- natürlich auf Kosten des Steuerzahlers.
Dieses laissez-faire erinnert einen doch irgendwie an vergangene Zeiten...

Sehr gute Entscheidung

Wir haben tausende Euro mit Neckermann verloren. American Express lehnt das Chargeback-Verfahren ab und hat sich aus der Affäre gezogen, die Zurich wird max. 10% erstatten. Da die Bundesregierung die Pauschalreise-Richtlinie der EU nicht umgesetzt hat, haftet sie. Es laufen schon Klageverfahren gegen die Bundesregierung. Wir hätten auch geklagt, umso besser, dass es für die Betroffenen nun eine prozessfreie Lösung gibt, das ist im Interesse aller.

Danke, liebe Bundesregierung!

Was hier manche zynisch über "Billigbucher" und "selber Schuld" schreiben, ist eine sozialneidische Gemeinheit. Wir haben 8.000 € hart erspart, um uns einen Lebenstraum zu erfüllen. Manche nehmen dafür Kredite auf. Die Rechtslage sichert Pauschalreiseurlauber ab.

So verständlich........

der emotionale Ärger und Entrüstung auch sein mag, beweist sie eindeutig den Mangel an Wissen über die Grundlagen - und diese liegen, wenn überhaupt, nur über Umwegen in der Politik, sondern im Wirtschaftsrecht. Warum wohl haben wir eine "Thomas Cook GmbH" und eine "Thomas Cook Touristik GmbH"? Die britischen Betreiber der "Thomas Cook Group" wußten genau, warum die Tochtergesellschaften immer "Gesellschaften mit beschränkter Haftung" waren. Oft wird nur das Mindestkapital für die Haftung eingezahlt! Wer soll eine Überschuldung verhindern, so lange kein kriminelles Vergehen vorliegt? Jeder Urlauber sollte nicht nur die bunten Bilder im Reisekatalog ansehen, sondern auch einen Blick auf das Impressum werfen, ob dort das Wort "GmbH" auftaucht. Gut, daß die Bevölkerung nicht weiß, wieviele Einzelhändler schon länger eine "GmbH" sind, denn da gibt es keine Beschränkung, dafür sogar "1-Mann-GmbH"! Natürlich gibt es auch seriöse "GmbH", aber die haben meist viel mehr hinterlegt!

Thomas Cook !

Wenn ich mir eine Reise in weit entfernte Länder leiste und dadurch auch noch das Klima mit schädige, ist dies meine private Entscheidung. Sollte diese Reise nun ins Wasser fallen, weil der Reiseveranstalter pleite geht und die Versicherung zu gering ist, dann ist dies auch mein privater Verlust.
Ich frage mich echt, warum müssen so viele Menschen immer so weit weg reisen, wo es in D auch sehr schöne Orte gibt und ich durch die Reise mit dem Zug oder Bus weniger das Klima schädige ????
Ich kann diesen Reisewahn schon lange nicht mehr verstehen !!

Diskriminierung

Für mich ist das Diskriminierung von anderen Verbrauchern. Autokäufern ist es passiert, dass das Autohaus nach einer Anzahlung insolvent wurde. Geld weg. Gleiches ist schon Bauherren passiert, die Anzahlungen oder Vorauszahlungen an Handwerker oder Bauunternehmen gezahlt haben, die dann auch insolvent wurden. Die haben vom Staat nichts bekommen. Beides tut wohl mehr weh als ein vermasselter Urlaub und beides ist wohl wichtiger als ein Urlaub. Es tut mir leid für die Betroffenen, aber warum soll der Staat (letztendlich ich mit meinen Steuern) für die Urlauber einspringen?

10:14, Tada

>>@andererseits
" den Thomas-Cook-Reisenden gönne ich das bisschen Entschädigung, dass auf weniger als zehn Euro pro "Steuerzahler" hinauslaufen dürfte." Am 11. Dezember 2019 um 09:58 von andererseits

Es ist einfach eine Frechheit, so zu argumentieren.

So ein Urlaub ist Luxus und wer das bezahlt hatte, der hatte das Geld übrig, auch wenn er es sich erstmal erspart hatte. Er hatte es übrig.

Viele Steuerzahler haben keine "weniger als zehn Euro" über.<<

Sie sollten vielleicht verbal ein wenig abrüsten.

Wer so wenig verdient, daß er keine zehn Euro übrig hat, geschweige denn sich einen Urlaub leisten kann, zahlt keine Einkommenssteuer. Er liegt unterhalb der Veranlagungsgrenze.

Normalerweise müssten unsere Regierungsvertreter, .......

die für das Murksgesetz verantwortlich sind, dafür haften.

Wenn die Regierung eine Vorgabe der EU nicht umsetzt, weil die Reiselobby da pro Reise vielleicht 1-2 € einsparen und den Gewinn maximieren kann, dann dürfen auf keinen Fall die Reisenden unter deren Unfähigkeit leiden.

Wenn ich eine KFZ-Versicherung abschließe, so beinhaltet diese eine Haftpflicht Schadenshöhe von 100 Mio. €. Das dann für eine ganze Branche nur 110 Mio. € als Absicherung beschlossen wird ist eine Frechheit und zeigt den negativen Einfluss an Lobbyvertretern (ich will das jetzt nicht Korruption nennen) auf die Politiker.

Ich hätte die Bundesrepublik mit Hilfe von "myRights.de", denen ich mich angeschlossen habe, bis zum EuGH verklagt.

populistisch

Der Staat (sprich: alle Steuerzahlerinnen) sollte dann aber auch einspringen, wenn Oma Enne, die sich keine Privathaftpflicht leisten will oder kann, eine chinesische Vase umwirft und nun 1.000 Euro berappen soll. Die sie nicht hat. Ach, das ist dann ihr Ding?

Ich denke, wir erleben hier rein populistisches Handeln der Bundesregierung: Es gibt viele Geschädigte, wir spendierens ihnen aus dem Steuersäckel.
Einzelschicksale hingegen interessieren nicht.

@Vernünftiger, 09.17h

Ich sehe auch nicht ein, dass der Steuerzahler für Urlaubsausfälle bezahlt.
Aber wie Sie den Bogen zu Bundesbeamten spannen, ist mir rätselhaft.
Diejenigen, die ich kenne, sind alle krankenversichert und zwar bei Bund, Ländern und gemeinden.
Richtig ist, dass die Öffentliche Hand eine Kfz-Eigenversicherung für Dienstkfz hat, was schon im Endeffekt darauf hinausläuft, dass jeder Schaden selbst bezahlt wird.

Thomas Cook !

Ja das CSU Verkehrsministerium ist mal wieder negativ in den Schlagzeilen, mal wieder haben sie getrickst und wieder darf der Steuerzahler bluten.
Warum werden all die, sie solchen Mist bauen, nicht in Regress genommen, und zwar bis zum bitteren Ende.
Dann würden diese Damen und Herren von der CSU vielleicht mal besser und intensiver nachdenken, bevor sie wieder etwas beschließen, siehe Maut, siehe Thomas Cook, siehe Nordanbindung der Bahn an den Alpen.
Irgendwie bekommt man den Eindruck, da weiß keiner was zu tun ist. Anscheinend sind da alle ziemlich unfähig !

Also unsere Regierung versagt

Also unsere Regierung versagt mal wieder bei der Umsetzung und ist der Meinung für Deutschland eine extra Wurst zu braten und deckelt die Versicherungssumme... Und jetzt darf es der Steuerzahler ausbaden? Ich habe schon kaum Erwartungen an unsere Politiker mehr aber sie schaffen es immer wieder diese zu unterbieten. Soll die Versicherung die Summe die sie zur Verfügung hat halt aufteilen, bekommen alle was aber keiner den gesamten Preis der Reise erstattet...

@Traumfahrer, schon mal dran gedacht das viele ihre Familie besuchen? Sie können ja gerne in Dt Urlaub machen und ich werd auch in Zukunft weiterhin nach Japan und Thailand fliegen um meine Verwandten zu besuchen. 1-2 Reisen im Jahr hat auch nix mit Reisewahn zu tun, und Reisen erweitert den Horizont ungemein, einfach mal versuchen, raus aus der Kompfortzone und ab in die Welt...

@Fam. Schmidt, 10.06h

Superreiche werden kaum Pauschalreisen bei einem Billiganbieter buchen.
Packen Sie Ihre Neidkeule also wieder ein.

Grundsätzliches Problem

Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich möchte den Industriestandort Deutschland erhalten wissen und deutschen Unternehmen keinen Stein in den Weg legen. Aber wie das derzeit permanent und konsequent abgeht, ist ein bisschen zu viel.

Der Bürger muss den Eindruck erhalten, unsere Regierung kümmere sich nur um Kapitalinteressen und er ist zunehmend mehr oder weniger egal.

So kann das nicht weitergehen und die diesbezüglichen Vorgänge in der letzten Zeit würden eine lange Liste ergeben.

Thomas Cook !

Sicher hängt viel mehr daran, als nur die Firma Thomas Cook.
Es hat auch viele Arbeitsplätze gekostet und in den Urlaubsländern fehlen dann die Kunden. Auch da geht etlichen Unternehmen Geld verloren und natürlich den Angestellten.
Was aber mit bedacht werden sollte, sind die oft sehr niedrigen Preise für die Reisen. Das mag für die Urlauber gut sein, aber nicht für die Unternehmer vor Ort und erst recht nicht für die Angestellten, die sehr oft für einen Hungerlohn etliche Stunden arbeiten müssen.
Dieser Slogan " Geiz ist Geil" ist einfach nur schlecht, weil durch all die niedrigen Preise, die kleinen Leute und Angestellten auf der Strecke bleiben.
Das sollten alle Urlauber, die so günstige Angebote buchen, auch mal dabei bedenken.

GmbH's - Finanzen nachschauen

10:26 von karlheinzfaltermeier : ""Thomas Cook GmbH" und eine "Thomas Cook Touristik GmbH"? Die britischen Betreiber der "Thomas Cook Group" wußten genau, warum die Tochtergesellschaften immer "Gesellschaften mit beschränkter Haftung" waren. Oft wird nur das Mindestkapital für die Haftung eingezahlt! Wer soll eine Überschuldung verhindern"

Ergänzend: der Ausgleich für "GmbH's", also Unternehmen, deren ihre Schulden nicht bezahlt werden, wenn das Betriebskapital zu Ende ist, ist, daß jedermann das Recht hat, ihre veröffentlichten Bilanzen samt Gewinn- oder Verlustvorträgen über die Jahre nachzusehen!

Einfach online beim Bundesanzeiger nachgucken: https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet

10:47, DerVaihinger

>>Superreiche werden kaum Pauschalreisen bei einem Billiganbieter buchen.<<

Ein wichtiger Satz im vorliegenden Zusammenhang. Es nervt ungeheuer, wie Menschen ihren Mitmenschen, denen es nicht besser geht als ihnen selbst, die Butter auf dem Brot nicht gönnen. So massiv wie hier im Forum kenne ich das allerdings aus dem "richtigen" Leben nicht.

@Soldat in schwarz

Wozu gibt es denn dann eigentlich Versicherer?
Dann muß der Versicherer halt genügend Geld vorhalten.
Die Versicherungslogik wird mal wieder auf den Kopf gestellt.

Hier wird gar nichts auf den Kopf gestellt. Thomas Cook war gegen Insolvenz mit 110 Mio € versichert und genau dieses Geld wird jetzt vom Versicherer erstattet. Damit liefert der Versicherer genau die Leistung, für die Thomas Cook ihn bezahlt hat. Das Thomas Cook unterversichert war, ist nicht dasProblem der Versicherungsgesellschaft.

Wenn Sie eine Hausratsversicherung über 20.000 Euro abschließen, bekommen sie auch nicht 2 Millionen für ihren Rembrandt erstattet, falls ihnen die Bude abbrennt.

@ 10:29 von Werte-Wärter

„ Autokäufern ist es passiert, dass das Autohaus nach einer Anzahlung insolvent wurde.“

Um solche Vergleiche anzustellen müsste es eine Pflicht geben, beim Kauf eines Autos eine Insolvenzausfallversicherung abzuschließen.

Dann bekommt der Autokäufer auch Geld zurück.

Thomas Cook

Tatsache ist die Bundesregierung hat die EU-Richtlinie nur unvollständig umgesetzt.
Sich jetzt als grosser Retter darzustellen, dient nur dazu vom eigenen Versagen abzulenken und möglichen Klagen zu vor zukommen.

@ 10:14 von Tada

Sie kaufen bei einer Reisebuchung auch einen Sicherungsschein. Ja, den bezahlen Sie, damit Sie im Falle der Insolvenz nicht irgendwo in Timbuktu rumhängen, sondern Ihnen die Kosten erstattet werden! Das ist eine Versicherung, die Sie abschließen!
Entgegen den EU-Richtlinien hat die Bundesregierung diese Haftung eigenmächtig beschränkt. Dadurch konnte Thomas Cook Reisen nicht vollständig absichern. Dem Versicherer wäre es egal gewesen, TC (im Endeffekt der Reisende) hätte einfach höhere Prämien bezahlen müssen. Konnte/durfte es aber nicht.
Es liegt auf der Hand, bei wem das Fehlverhalten liegt. Das ist weder TC noch der Versicherer.
Wenn Ihnen die Bude abfackelt und Sie haben sich nicht versichert, ist das Ihr privates Problem. In diesem Fall nicht!
Nein, ich bin nicht betroffen. Ich kam aus meinem Neckermann-Urlaub noch rechtzeitig vor der Insolvenz zurück.

Herrschen nach Gutdünken

Es ist alles nachvollziehbar. Steuergeld kostet die Politiker persönlich keinen Cent. Es macht sich immer gut auf Kosten anderer als Wohltäter dazustehen. Objektiv betrachtet aber deutet es eher auf Feudalstaat hin, wenn der Herrscher nach Gutdünken Geld verteilt. Jedes Jahr werden viele Bauunternehmen insolvent. Die kleinen Handwerker, die dafür gearbeitet haben, kämpfen dann um die bittere Existenz ihrer Familien und nicht mit der Frage, ob der Urlaub in die Karibik geplatzt ist. Zwar ist Bedürftigkeit aus Sicht der Bundesregierung kein wesentliches Kriterium mehr. Aber es wäre sinnvoller diesen Kleinstunternehmen die Existenz zu sichern, als Geld zu ersetzen, das der Bürger längst ausgegeben hatte und für das er jetzt nur das geplante Vergnügen nicht bekommt, so ärgerlich das auch sein mag.

Warum ....

...tut keiner etwas gegen diese Art der Geldverbrennung.
Es gibt so viele andere Baustellen in Deutschland, wo dieses Geld nötiger gebraucht werden würde.
Wieso muss ich mit von meinen Steuern für irgendein Unternehmen einstehen, dass scheinbar Jahre lang Misswirtschaft betrieben hat.

Wieso kann das einfach so entschieden werden ?

Wenn solche Etscheidungen getroffen werden,dann müssen sich die GROKO-Parteien nicht wundern, wenn sie nicht mehr gewählt werden.

Jeder der Betroffenen hatte

die Möglichkeit sich zusätzlich zu versichern. Was er nicht getan hat. Dann hat er seine Fehlentscheidung auch selbst zu tragen.

Re John !

Meine Einstellung hat nichts mit einer Komfortzone zu tun, sondern damit, dass ich es nicht für notwendig erachte, extrem viel gesehen zu haben. Es spart mir Nerven, Geld und Zeit.
Fliegen sie ruhig zu ihren Verwandten, wo auch immer diese leben, das habe ich auch nicht gemeint mit dem Reisewahn, sonder das immer mehr ausufernde Urlaub machen bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit und dann am Besten weit weg.
Dies alles kostet immer viel Geld, dass dann irgend wann später fehlt, weil nichts gespart wurde. Ich kann es nicht verstehen, dass etliche Menschen nur für eine solche Reise sparen, oder sogar einen Kredit aufnehmen, um nachher stolz zu berichten, ich war weit weg.
Das ist mir zu hoch und zu kurz gedacht, aber jeder soll nach seiner Version glücklich werden, wenn er so will.

@ 10:47 von DerVaihinger

"Superreiche werden kaum Pauschalreisen bei einem Billiganbieter buchen."
.
TC war kein Billig-Anbieter. Klar gab es das Segment auch, aber ebenso hat TC eigene Wellness-Hotels und Clubs betrieben. Da kommen Sie nicht mal eben für 500€ hin.
TC hat sich schlicht und ergreifend übernommen. Die Flugsparte hat bis zuletzt schwarze Zahlen geschrieben. Aber man musste ja Pleitevereine wie Öger-Tours kaufen (boomt ja richtig mit Türkei.....) und im Hotel-Gewerbe tätig werden.
Aber den Schuldigen hat man ja schnell gefunden: Der Brexit ist schuld! Und das fallende Pfund (was seit mehr als drei Jahren auf einem konstanten Niveau ist.....).
Die Haftungsgrenze war der Witz! Rechnen Sie mal nach, was 100.000 Reisende von 110 Mio. bekommen.

@ Schluff (11:02): die EU-Richtlinie war falsch umgesetzt

hi Schluffi

Zu Ihrem Punkt:

Tatsache ist die Bundesregierung hat die EU-Richtlinie nur unvollständig umgesetzt.

die Bundesregierung hat diese Eu-Richtlinie nicht nur unvollständig umgesetzt sondern falsch umgesetzt. Die EU-Richtlinie lässt solche Haftungsbegrenzungen wie sie die Bundesregierung gemacht hat, nicht zu. Das kann man beim Stern nachlesen.

Und mit dieser Uebernahme der Differenzsumme erledigen sich insgesamt vier anhängige Klagen gegen die Bundesregierung die anhängig sind. Der Focus, die Frankurter Rundschau, Reisereporter und weitere Quellen hatten darueber berichtet.

@11:02 von NeutraleWelt

Dem Versicherer wäre es egal gewesen, TC (im Endeffekt der Reisende) hätte einfach höhere Prämien bezahlen müssen. Konnte/durfte es aber nicht.
Es liegt auf der Hand, bei wem das Fehlverhalten liegt. Das ist weder TC noch der Versicherer.

Ich wüsste nicht, dass die Bundesregierung es TC verboten hat, eine höhere Insolvenzversicherung abzuschließen. Deshalb sollten sie statt "Konnte/durfte" ein dickes wollte schreiben und nicht die Verantwortung völlig einseitig auf die Regierung schieben. Zu einem großen Teil liegt auch ein fehlverhalten von Thomas Cook vor, die hätten sich besser absichern können.

@ Schluffi (11:02): Hier dazu vom Stern

@ Schluffi

Dazu hier beim Stern:

https://tinyurl.com/y5f78e6u
Stern: Kriegen Kunden nach der Thomas Cook-Pleite Geld vom Staat? Das sagen zwei Rechtsexperten dazu ( 17. Oktober 2019 09:19 Uhr)

Obwohl Art. 7 der ersten RL über Pauschalreisen (90/314/EWG) –PR-RL I- ohne Ausnahme keine Höchstbeträge zuließ, normierte der deutsche Gesetzgeber damals dennoch die bis heute geltende Obergrenze von 110 Millionen. Politiker, Verbraucherverbände und Reiserechtler machten seither wiederholt darauf aufmerksam, dass der Höchstbetrag (jetzt in § 651 r Abs. 3 BGB) von 110 Millionen Euro pro Geschäftsjahr (vom 1.11. bis 31.10.) deutlich angehoben werden muss und zwar auf mindestens 250 Millionen Euro. Hochrechnungen des Verbandes unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR) zufolge wären vermutlich sogar 300 bis 400 Millionen Euro nötig.

Nochdazu gab es die letzten Tage eine BAFIN-Pruefung der Airliner und da sind etliche durchgefallen.

@ tagesard99 (11:13): dass hier von Ihnen ist falsch

@ tagesard99

Dass hier ist falsch:

Jeder der Betroffenen hatte

die Möglichkeit sich zusätzlich zu versichern. Was er nicht getan hat. Dann hat er seine Fehlentscheidung auch selbst zu tragen.

Dass hier ist ueber den Reisesicherungsschein abgedeckt der fuer jeden Reiseveranstalter PFLICHT ist! Und laut EU-Richtlinie ist sowas vollständig abzudecken fuer alle betroffenen Pauschalurlauber. In diesem Fall geht es um Pauschalurlauber. Nochdazu gibt es dazu eindeutige Rechtsprechung vom EUGH aus den letzten Jahren.

@ 11:13 von tagesard09

„ die Möglichkeit sich zusätzlich zu versichern. Was er nicht getan hat. Dann hat er seine Fehlentscheidung auch selbst zu tragen“

Würden Sie eine zusätzliche Versicherung abschließen, wenn Ihnen bei der Buchung ein Sicherungsschein übergeben wird der den Eindruck erweckt, sie wären versichert.

Übrigens hilft eine zusätzliche Reiserücktrittversicherung in dem Fall nichts, weil ja nicht Sie zurücktreten.

Mit Speck

fängt man Mäuse.
Mal sehen was der Rechnungshof dazu anmerken wird.

@DerVaihinger um 10.36 Uhr

Lieber Vaihinger,
ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass - von vielen unbemerkt - der Bund auch in anderen Bereichen unkalkulierbare Ausgaben hat.
Als Beispiel habe ich die Bundesbeamten angeführt (gilt aber für alle Beamten), für die der Bund schon immer keine Krankenversicherung hat, um sich die Arbeitgeberanteile zu sparen. Statt dessen gibt es die Beihilfe, die nach viel Bürokratismus - also selten immer - einen bestimmten Prozentsatz der Kosten abdeckt und die vollständig aus Steuermitteln getragen wird. Für die nicht erstatteten Kosten muss sich der Beamte (neu: kann er) mit einer Restkostenversicherung privat versichern.

Die Ihnen bekannten Beamten sind also NICHT "bei Bund, Ländern und gemeinden" krankenversichert, schon gar nicht mit einem mtl. Beitrag.

Unabhängig von diesem intellektuellen Dissens habe ich darauf aufmerksam machen wollen, dass der Bund z.B. auch in den Bereichen Kranken- und Kfz-Versicherung unkalkulierbare Kosten zu Lasten des Steuerzahlers trägt.

11:08, Kommentator

>>Es ist alles nachvollziehbar. Steuergeld kostet die Politiker persönlich keinen Cent. Es macht sich immer gut auf Kosten anderer als Wohltäter dazustehen. Objektiv betrachtet aber deutet es eher auf Feudalstaat hin, wenn der Herrscher nach Gutdünken Geld verteilt.<<

Politiker werden gewählt, um mit den Steuereinnahmen zu wirtschaften und nicht um ihr Privatvermögen einzusetzen, so wie es Feudalherren tun, bei denen Steuereinnahmen und Privatvermögen identisch sind. Es sind keine "Herrschenden", sondern gewählte Volksvertreter, und sie verteilen kein Geld nach Gutdünken.

@Wiederstand Jezt um 09:34

"Vermögen und Gehälter pfänden bis zum Existenzminimum."

Danke für ihren Kommentar, ich hatte den gleichen Gedanken.

Wenn die Regierung ein schlechtes Gewissen hat, weil sie kein ordentliches Gesetz gemacht hat, sollen sie den Schaden aus der eigenen Tasche zahlen. Die Gehälter der Abgeordneten und Minister pfänden und damit die Menschen entschädigen.

11:08, Kommentator

>> Jedes Jahr werden viele Bauunternehmen insolvent. Die kleinen Handwerker, die dafür gearbeitet haben, kämpfen dann um die bittere Existenz ihrer Familien und nicht mit der Frage, ob der Urlaub in die Karibik geplatzt ist. Zwar ist Bedürftigkeit aus Sicht der Bundesregierung kein wesentliches Kriterium mehr. Aber es wäre sinnvoller diesen Kleinstunternehmen die Existenz zu sichern, als Geld zu ersetzen, das der Bürger längst ausgegeben hatte und für das er jetzt nur das geplante Vergnügen nicht bekommt, so ärgerlich das auch sein mag.<<

Sie wollen das unternehmerische Risiko auf den Staat übertragen? Als Sozialist hüpft mir natürlich das Herz, denn das bedeutet Sozialisierung. Ich dachte allerdings bisher immer, daß dies eher für Großunternehmen gelten sollte.

Aber warum gönnen Sie denn den Arbeitnehmern ihren hart erarbeiteten Urlaub nicht? Darf man als Nichtoberschichtsmitglied nicht in die Karibik fliegen? Und darf man geprellt werden, weil es sich ja nur um Vergnügen handelt?

Kein Geld für Bedürftige, aber für Konsumenten von Entspannung?

Aha, für Personen, welche freiwillig ein finanzielles Risiko eingegangen sind, um aus ihrem Luxusbedürfnis mit der höchstmöglichen CO²-bilanz durch die Luft zu fräsen, - für diese spannen wir einen staatlichen Rettungsschirm auf.

Da wissen doch unsere wundliegenden Sozialfälle aus Mangel an Pflegepersonal, unsere Brennpunktschulen und unsere Rentner unterhalb der Bemessungsgrenze von 35 Jahren, weshalb sie so aufopfernd auf staatliche Zuwendung verzichten.

Warum hat die Versicherung nicht den Vertrag gekündigt?

Wie ich aus anderen Kommentaren heraus gelesen habe war die Schieflage von T. Cook schon seit Jahren bekannt.
War die Risikozulage derart immens, dass der Versicherer (Rückversicherer) bereit war das Risiko einzugehen?
Es erscheint mir kaum vorstellbar.
Oder unterlagen die zuständigen Prüfer auch einer "Lobbyarbeit"?

@ 11:25 von MKir13

"Ich wüsste nicht, dass die Bundesregierung es TC verboten hat, eine höhere Insolvenzversicherung abzuschließen. Deshalb sollten sie statt "Konnte/durfte" ein dickes wollte schreiben und nicht die Verantwortung völlig einseitig auf die Regierung schieben. Zu einem großen Teil liegt auch ein fehlverhalten von Thomas Cook vor, die hätten sich besser absichern können."
.
Könnte, könnte, Fahrradkette......
Kennen Sie die Bedeutung der Worte "Haftungsobergrenze" und "begrenzt" und "Gesetz"?
Sie dürfen auch nicht in Ihre gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wie viel Sie wollen!
Ab einer Summe ist Schluß!

Der "Niedriglohnsektor" zahlt

Der "Niedriglohnsektor" zahlt wohl eher keine oder wenig Steuern. Es sind doch die Leistungsträger unserer Gesellschaft die 40 und mehr % Steuer zahlen.

zur Klarstellung

Die Bundesrepublik Deutschland hat die EU Richtlinie zur Sicherung der Pauschalreisenden gegen die Insolvenz des Anbieters nicht ausreichend umgesetzt, sondern den Reiseanbietern zuliebe die Versicherungssumme lediglich auf 110 Mio. EUR festgesetzt.
Am 20. März 2019 hat die Bundestagsfraktion der GRÜNEN eine deutliche Anhebung der Versicherungssumme gefordert - Búndestagsdrucksache 19/8565. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen von CDU/CSU, SPP und AfD abgelehnt. Nunmehr befürchtet die Bundesrepublik Schadensersatzklagen der Betroffenen und zahlt daher freiwillig.

Kein Verständnis.

So leid mir's tut:
Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass vollkommen unbeteiligte Menschen für diejenigen aufkommen sollen, die offensichtlich genügend Geld für einen Urlaub hatten.
Diese Vollkasko-Mentalität trifft zudem viele Menschen, die sich einen Urlaub finanziell nie leisten könnten.

Aber es geht wohl hauptsächlich darum, die Gerichte vor einer Klageflut zu schützen; da müssen schon mal Opfer gebracht werden :-(.

@10:14 Tada

Schon interessant, dass "gönnen" jetzt schon eine Frechheit ist... Ihr "Rolex"-Beispiel ist absurd. Mit Thomas Cook sind Menschen in Urlaub gefahren, die sich garantiert keine Rolex leisten; Rolex-Leute machen ganz andere Arten von Urlaub. Ich bleibe bei meiner Argumentation, dass die eigentlichen Probleme ganz woanders liegen... Und ich füge hinzu: das Schlagwort "Steuerzahler" steht mehr und mehr synonym für eine Entsolidarisierung unserer Gesellschaft.
Ohne mich.

12:00, YVH

>>@Wiederstand Jezt um 09:34
"Vermögen und Gehälter pfänden bis zum Existenzminimum."

Danke für ihren Kommentar, ich hatte den gleichen Gedanken.

Wenn die Regierung ein schlechtes Gewissen hat, weil sie kein ordentliches Gesetz gemacht hat, sollen sie den Schaden aus der eigenen Tasche zahlen. Die Gehälter der Abgeordneten und Minister pfänden und damit die Menschen entschädigen.<<

Brachialpopulismus in Reinkultur.

Erstens wäre das nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Oder sind Sie der Ansicht, die Abgeordneten wären Milliardäre?

Und zweitens würde sich dann niemand mehr zur Wahl aufstellen lassen. Oder würden Sie dem Gemeinwesen dienen wollen, wenn Sie dann der möglichen Enteignung ins Auge blicken würden?

Außerdem schmeißen Sie Legislative (Abgeordnete) und Exekutive (Regierung) durcheinander. Letztere macht keine Gesetze.

@Zuschauer 49 um 10:54Uhr

Und was soll das bringen, wenn ich den Bundesanzeiger nachgucke? Soll der Bundesanzeiger ein Beweis dafür sein, daß die Bilanz nicht "geschönt" wurde? Wie erklären Sie dann die Überschuldungen, die zwangsläufig zu Insolvenzen d.h. Konkurs führten?

Sicherungsschein

wurde der nicht für solche Eventualitäten geschaffen ?

Wieder eine verstaatlichung

Wieder eine verstaatlichung von persönlichen kosten
Warum muss ich jetzt mit meinen steuermillionen hier einspringen? Kan niemand mehr selber sein Risiko übernehmen?
Wer schützt due Steuerzahler endlich vor solch unseriösen Geschäftemachern?

/// Am 11. Dezember 2019 um

///
Am 11. Dezember 2019 um 12:00 von Abaton23
Kein Geld für Bedürftige, aber für Konsumenten von Entspannung?

Aha, für Personen, welche freiwillig ein finanzielles Risiko eingegangen sind, um aus ihrem Luxusbedürfnis mit der höchstmöglichen CO²-bilanz durch die Luft zu fräsen, - für diese spannen wir einen staatlichen Rettungsschirm auf.

Da wissen doch unsere wundliegenden Sozialfälle aus Mangel an Pflegepersonal, unsere Brennpunktschulen und unsere Rentner unterhalb der Bemessungsgrenze von 35 Jahren, weshalb sie so aufopfernd auf staatliche Zuwendung verzichten.///
.
Das ist Quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wenn Sie sich den Haushalt für Arbeit und Soziales ansehen, werden Sie feststellen, dass es hier um ganz andere Größenordnungen geht.

@ 11:08 Kommentator

Was für eine Art Argumentation ist das denn: "Steuergeld kostet die Politiker persönlich keinen Cent." Steuerpolitik ist ein wichtiges Feld der Politikgestaltung, und da passiert seit Jahren eher Schonung der Großen - das "soziale" in unserer Marktwirtschaft schrumpft zusehend, und damit meine ich nicht den Sozialetat: Der wird ja gerade deshalb zwangsläufig wachsen, weil es insgesamt keine soziale Politik gibt: kein Mindestlohn, von dem man leben könnte, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, Mietwucher, dem man nicht an der Wurzel beikommen will und... und... und...

Nicht nachvollziehbar

Sind jetzt die Steuergelder eine umfassende Rundum-Sorglos-Versicherung?
Habe ich es richtig verstanden, dass die Regierung eine geltende EU-Richtlinie nicht umgesetzt hat, weil dadurch die Versicherungskosten für die Reiseveranstalter gestiegen wären und letztlich damit Pauschalreisen teurer geworden wären? Um des Deutschen liebstes Spielzeug - neben dem Auto - die Pauschalreise, nicht zu verteuern müssen jetzt alle Steuerzahler gerade stehen? Darunter wird es so manchen geben, der sich nicht einmal eine billige Pauschalreise leisten kann.
Welcher Politiker ist dafür verantwortlich?

Manchmal ist es mir peinlich

Manchmal ist es mir peinlich Deutscher zu sein, wenn ich so manchen Kommentar hier lese.
Der Staat springt ein, weil er eine EU Richtlinie nicht ordnungsgemäß umgesertzt hat. Das ist ein einklagbares Recht der Geschädigten. Punkt!

Hier stellt sich nicht die Schuldfreage, weil unsere Regierung mit der Deckelung absichtlich die Tourismusbranche angeheizt hat. Alle Reisenden haben weniger Versicherung zahlen müssen. Wir alle, die Verbraucher, haben davon profitiert! Billigere Angebote, mehr Arbeitsplätze!

Im eingetretenen Schaden muss der Staat aus seinen Steuereinnahmen regulieren. Das ist seine Pflicht und das Recht der Verbraucher.

Man stelle sich mal vor, dass auch Familien, die nur wenig Geld zur Verfügung hätten sonst auf dem Schaden sitzen bleiben und sich keine Ersatz-Auszeit mit den Kindern leisten können.

Aus welchen Steuern die Gelder kommen ist egal! Denn in Deutschland gilt das Gesetz der Solidarität! Einer für alle und alle für einen.

Fehler der Bundesregierung auf Kosten der Steuerzahler

Alle deutschen Pauschalreise-Veranstalter sind gesetzlich verpflichtet, die erhaltenen Kundengelder zu versichern (§ 651k BGB). Beleg dafür ist der so genannte Sicherungsschein, der mit der Buchungsbestätigung an die Kunden ausgegeben werden muss. Er schützt den Reisenden bei einer Insolvenz des Reiseveranstalters. Im Fall Thomas Cook ... wäre das anders, weil die zurück gelegte Summe von der Zurich-Versicherung nicht ausreicht. Die Zurich-Versicherung hat sich dabei an den Vorgaben der Bundesregierung gehalten. Da die Bundesregierung sich bezüglich der Vorgaben nicht an das EU-Recht gehalten hat, muss sie für den entstandenen Schaden haften.

Risiko war nicht abschätzbar

Man könnte ja durchaus argumentieren, dass der Staat hier weder das unternehmerische noch das private Risiko übernehmen sollte, da es nunmal ein Vertrag zwischen zwei privaten Parteien ist und beide sich selbst um die Absicherung ihres Risikos zu kümmern hätten.

Das Risiko für die Privatpersonen ist allerdings in diesem Fall nicht abschätzbar gewesen.

Aus meiner Sicht ist es ein Skandal, dass ein Reiseunternehmen offenkundig so viele Verträge völlig ohne Gegenfinanzierung abschließt und dann nicht einmal ausreichend versichert ist wenn es zum Ausfall kommt.

Die aktuelle gesetzliche Regelung zur Haftungsobergrenze begünstigt zudem große Unternehmen. Während kleine Unternehmen voll haften (da sie 110 Mio. Schadenssumme ohnehin nicht erreichen) ist die Haftung bei Großunternehmen gedeckelt. Ich sehe dafür keinen Sachgrund.
Man muss bedenken: Am Ende haftet immer irgendwer. Idealerweise ist es der Verursacher des Schadens.

Viele merkwürdige Kommentare

Es ist schon erschreckend, wie viele anscheinend nicht in der Lage sind einen Bericht in Ruhe zu ende zu lesen und auch zu verstehen. Unsere Regierung hat de Fehler gemacht, eine EU Verordnung nicht richtig umzusetzen. Daher ist es nach allgemeiner Rechtsauffassung möglich, dass ein Pauschalreisen geschädigter den Bund auf Schadensersatz verklagen könnte. Das käme den Bund im Endeffekt sehr viel teurer.
Die ganzen vergleiche mit Verlusten mit Aktien oder ähnlichen zeigen nur, dass die Schreiber nichts verstanden haben.
Natürlich wäre auch ich dafür, dass Politiker für gemachte Fehler privat haften würden. Ist aber nicht vorgesehen. Also haftet der Steuerzahler für alles: Pkw Maut, Flughafen Berlin und vieles mehr. Da ist die Entschädigung für Pauschalreisende noch relativ billig.....

Da befürchtet unsere

Da befürchtet unsere Regierung eine Klagewelle, der Grund liegt auf der Hand, es wurden nicht alle Richtlinien der EU Vorgabe umgesetzt. Jetzt ist letztendlich der Steuerzahler der Dumme.
Wann bekommen wir anstatt populistische Politiker, fähige Leute in unserer Regierung.

12:16 von Superschlau

"Warum muss ich jetzt mit meinen steuermillionen hier einspringen? Kan niemand mehr selber sein Risiko übernehmen?

Wer schützt due Steuerzahler endlich vor solch unseriösen Geschäftemachern?"

Eigentlich sollte die Politik hier schützen - die hat es aber verbockt. Deshalb zahlt der Staat - also wir alle.
Ich habe allerdings zuvor auch nie Bürgerproteste oder Petitionen gesehen, die sich über die unzureichende Abischerung von Pauschalurlaubern beschwert hätten.

Von daher haben wir es wohl als Gesellschaft irgendwie gemeinsam verbockt und sind jetzt gemeinsam die Dummen die es zahlen. Bleibt nur für die Zukunft daraus zu lernen.

Wer zahlt?

Wahnsinn, diese Fahrlässigkeit der Bundesrepublik Deutschland bei der Umsetzung der EU-Richtlinien! Oder war es Vorsatz?

Schon seit dem Dillenkofer-Urteil des EuGH vom 08.10.1996 (!) ist doch bekannt, dass hier bei Schlechtumsetzung der Richtlinien ein Staatshaftungsanspruch besteht.

Es wäre ein leichtes gewesen, die zu versichernde Haftung des Reiseveranstalters nicht zu begrenzen.

Wer hat bei der Begrenzung auf 110 Mill. hier Lobbyarbeit geleistet und warum? Jetzt zahlt der Steuerzahler dafür.

2019 um 12:14 von Sisyphos3

«Sicherungsschein … wurde der nicht für solche Eventualitäten geschaffen ?»

Ja - wurde er.

Aber mit einer Haftungs-Obergrenze pro Schadensereignis. Wobei im Fall Thomas Cook nicht der jeweilige Schaden des einzelnen Reisenden die Maßgabe ist. Aber der aufsummierte Schaden, der aus der Insolvenz des Reiseveranstalters aus der Summe aller Einzelschäden herrührt. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ca. 500 Mio. Euro in diesem Fall.

Wusste ich "vor Thomas Cook" auch nicht …

@WiPoEthik; 12:33

"Die aktuelle gesetzliche Regelung zur Haftungsobergrenze begünstigt zudem große Unternehmen. Während kleine Unternehmen voll haften (da sie 110 Mio. Schadenssumme ohnehin nicht erreichen) ist die Haftung bei Großunternehmen gedeckelt. Ich sehe dafür keinen Sachgrund"

Wahrscheinlich, weil es ihn nicht gibt.

"Am Ende haftet immer irgendwer. Idealerweise ist es der Verursacher des Schadens"

Schön wär's. Schon weil sich dann jeder VORHER ein paar Gedanken über die möglichen Konsequenzen seines Handelns machen und so allgemein mehr Verantwortungsbewusstsein einkehren würde.

Haben doch so viele Leute Probleme die Ursache zu verstehen...

Wenn ich alle die Kommentare lese, dass die Steuerzahler jetzt zahlen müssen, weil eine Firma insolvent ist und früher sind andere insolvent gegangen und keiner was bekommen hat, frage ich mich, ob die Leute das Problem nicht verstanden, oder auch nur die ersten 2 Sätze gelesen haben.
Das Problem ist nicht, dass Thomas Cook pleite ist, sondern, dass die Regierung die Gesätze an die EU-Richtlinie nicht angepasst hat und die Steuerzahler deswegen Geld verloren haben!
Die Bundesregierung hat lange mein Geld, u.a. dafür bekommen, dass die Gesätze an die EU Richtlinien angepasst werden. Jetzt hat sie aber die bezahlte Leistung nicht gebracht und soll Entschädigung zahlen, punkt.
Geld von dem Steuerzahler weg zu schmeißen ist was anders. Z.B. mein Steuergeld als Premie für Elektroautos zu verschenken, dass nervt mich. Wir haben eine "freie" Wirtschaft. Die Technologie und Qualität eines Produktes soll einen Überzeugen, sich für ein Produkt A, anstatt für ein Produkt B zu entscheiden.

@ Werner40, um 12:17

re 12:00 von Abaton23

“...Das ist Quatsch...Wenn Sie sich den Haushalt für Arbeit und Soziales ansehen, werden Sie feststellen, dass es hier um ganz andere Größenordnungen geht.“

Ihre Gegenargumentation überzeugt aber auch nicht. Es geht hier um's Prinzip, nicht einen Größenordnungsvergleich.

12:27 von Medienbeobachter

Da die Bundesregierung sich bezüglich der Vorgaben nicht an das EU-Recht gehalten hat, muss sie für den entstandenen Schaden haften.
.
vermute mal darin liegt der Grund der aktuelle "Großzügigkeit" unserer Regierung

wundert mich ohnehin wo das Problem liegt
denn ich müsste die Kaution die ich bei ner Vermietung erhalte
auch separat unabhängig von meinem Geld anlegen

Sind Pauschalreisen, quasi Kettenbriefe?

Sind Pauschalreisen, quasi Kettenbriefe?
Wie Kettenbriefe funktionieren sollte eigentlich jeder wissen, Du gibst mir 1€ und suchst Dir zwei, die Dir einen 1€ Zahlen....sowas ist aber doch verboten!

Ich behaupte nun als Geschädigter, dass das bei Pauschalreisen nicht grundsätzlich anders läuft. Das ist mir natürlich erst klar geworden, als ich meine Reise nicht antreten konnte und das Hotel zurückschrieb, das im Hotel kein Geld zu meiner Reise bezahlt wurde.

Wie Funktionieren Pauschalreisen eigentlich, wenn mit dem Geld nicht gleich das bezahlt wird, was man bestellt hat? Vermutlich so ähnlich wie bei Kettenbriefen. Irgendwann sind dann die Ausstände zu groß, dass die Zahlungsunfähigkeit des Reiseveranstalters eintritt.

Aber wie kann das eigentlich sein, gibt es da nicht eine Bilanzprüfung wie bei jedem anderen Unternehmen? Warum fällt es eigentlich nicht auf, dass Gelder einkassiert werden, für die keine Gegenleistung erbracht wurde. Wie sieht denn eine Finanzprüfung eigentlich aus.

@ 10:54 fathaland slim

Wohl war: aggressive Neidgefühle gibt's ungefiltert hier im Netz, im "wahren Leben" gibt's da eine andere Hemmschwelle. Was mich dabei beunruhigt, ist die Tatsache, dass so viele darauf reinfallen, den Neid zwischen Gruppen auf den unteren Stufen der sozialen Leiter zu entfachen - die wirklich reichen lässt man außen vor und lobt sie als Stützen der Gesellschaft über den grünen Klee und ist dankbar für das, was aus ihrem Reichtum noch nach unten tröpfelt... ("Trickle-down-Theorie"). Da tröpfelt allerdings so gut wie nichts, wenn der Staat keine Kanäle anlegt und für Ausgleich sorgt, indem er die Eigentümer des Wohlstands in die Pflicht nimmt. (SZ: Heribert Prantl vor 3-Tagen)

09:35 von Sterntaucher

Jeder trägt bei Geschäften ein Risiko. Warum soll das für Reisende nicht gelten? Und warum soll ich dafür jetzt mit aufkommen?
.
ist das die "richtige" Betrachtungsweise ?
wenn ich nicht kriege - braucht der Andere auch nichts
kann man nicht in der Weise argumentieren, bei Bankeinlagen
oder Pauschalreisen wurde ein Anfang gemacht
Schadenersatzes in Teilen zu ermöglichen

@ WiPoEthik (12:33): korrekt - es gab vor Monaten Warnungen!

hi WiPoEthik

Aus meiner Sicht ist es ein Skandal, dass ein Reiseunternehmen offenkundig so viele Verträge völlig ohne Gegenfinanzierung abschließt und dann nicht einmal ausreichend versichert ist wenn es zum Ausfall kommt.

korrekt!! Und das Schlimmste ist: es gab schon vor Monaten bei der FAZ Warnungen wegen der Staatshaftung:

https://tinyurl.com/y6ozh3wy
FAZ: Warnung vor Staatshaftung bei Thomas-Cook-Insolvenz (Aktualisiert am 29.09.2019-07:30)

In deren Heimat wird indes ein gerichtliches Nachspiel der Insolvenz wahrscheinlicher. Schlimmstenfalls könnte dieses vor dem Europäischen Gerichtshof mit einer Entscheidung enden, die für den Steuerzahler teuer wird. Hintergrund ist die deutsche Begrenzung der durch EU-Recht vorgeschriebenen Insolvenzabsicherung für Pauschalreisende auf 110 Millionen Euro je Versicherer und Jahr. Die EU-Pauschalreiserichtlinie enthält diese Deckelung nicht.

@ schaberknack (12:46): genau diese Begrenzung war illegal

@ schabernack

Und genau diese Begrenzung war illegal:

Aber mit einer Haftungs-Obergrenze pro Schadensereignis. Wobei im Fall Thomas Cook nicht der jeweilige Schaden des einzelnen Reisenden die Maßgabe ist. Aber der aufsummierte Schaden, der aus der Insolvenz des Reiseveranstalters aus der Summe aller Einzelschäden herrührt. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ca. 500 Mio. Euro in diesem Fall.

Diese EU-Richtlinie schließt solche Begrenzungen aus!! Damit sollte jeder froh sein, dass die Bundesregierung jetzt freiwillig hilft und in Zukunft muss sowas komplett abgesichert sein und diese Begrenzung ist zu streichen (siehe EU-Richtlinie).

Diese ganzen betroffenen Passagiere wurden vorsätzlich getäuscht vom britischen Mutterkonzern Thomas Cook. Die haben sich auf die Deckung mit dem Reisesicherungsschein verlassen.

12:08, harry_up

>>Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass vollkommen unbeteiligte Menschen für diejenigen aufkommen sollen, die offensichtlich genügend Geld für einen Urlaub hatten.
Diese Vollkasko-Mentalität trifft zudem viele Menschen, die sich einen Urlaub finanziell nie leisten könnten.<<

Wer sich einen Billigurlaub nie leisten könnte, zahlt mit Sicherheit keine Steuern.

Außer den Verbrauchssteuern natürlich.

Rechtsbasis?

Eine Zahlung ohne rechtliche Verpflichtung ist - auch und gerade für den Bund - unzulässig.

Punkt.

Der Hintergrund dieser Zahlung sollte daher m.E. dringend geklärt werden.
Und die Haftungsfrage geprüft.

"Unbürokratische Auszahlung"

.. zu Lasten Dritter ist das "leichte" Politik.

..und der Chef des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, begrüßte die Entscheidung!

Verbraucher sind auch Steuerzahler, die jetzt zur Kasse gebeten werden.
So geht das nicht!
Die Pauschalreisenden haben in der Vergangenheit von der deutschen Regelung profitiert. Die Unternehmen mussten weniger Versicherungsprämie bezahlen und konnten so bessere Preise bieten wie ihre ausländische Konkurrenz. Die Bedingungen waren bekannt und konnten nachvollzogen werden!

Warum ist das bei der sonst so aufmerksamen EU keiner Kommission aufgefallen?! Sonst ist man doch immer sehr schnell mit Vorwürfen und moniert unzulässige Diskriminierung oder Subventionierung. Siehe Maut!

Es gibt genügend Beispiele für Staatsversagen, Gesetz-, und Rechtsbrüche mit deutscher Staatsbeteiligung in dieser EU, ohne dass Schadensersatz geleister worden wäre.

500 Mio.€ sind im Spiel wie man hört. Ein Unding, bei dieser Sachlage damit den Steuerzahler zu belasten!

Richtig so

Ich gönne es den Geschädigten von Thomas Cook. Dafür gibt es nun mal ein EU Gesetz. Wir zahlen über 60 Milliarden Euro für Leute, die keine Steuern zahlen und auch nie werden im Gegensatz zum jetzigen Fall... Wo bleibt da der Aufschrei von den Kritikern hier im Kommentarbereich... wo wart ihr wegen der über 3 Milliarden Maut wo ein Jahr vorher sogar klar war das es rechtlich gesehen gar nicht möglich ist, mal von den aktuellen Knebelverträgen abgesehen ;-) daher bravo liebe Regierung, nach 8 Jahren habe ich das erste mal wieder das Gefühl, das ihr für die Leute hier da seid.

Ottonormalverbraucher springt

Ottonormalverbraucher springt jetzt für die ein die sich Urlaub gönnen wollten aber zu geizig für eine Reiseversicherung waren.
Schöner Luxus.
Die Leute sollten auf Ihren Kosten bleiben.
Und bei Verklagung sollten die Beamten oder Politiker persönlich haften sollte Ihnen Nichtstun nachgewiesen werden.

@dr.bashir

Wieso soll die Regierung das Opfer von Lobbyarbeit sein?
Diese Nasen wissen ganz genau was sie da mit Ihrer Stimme für ein Gesetz aus der Taufe heben. Und nicht wenige erhalten dann dafür einen Posten nach der Amtszeit.
Bei uns wird nicht mit Geld korrumpiert, hier in D gibt es Posten nach der Regierungszeit.
Die einen nennen es Lobbyismus, andere wieder meinen es ist einfach nur Korruption.
Lobbyismus klingt aber besser und schöner.

Der Brüller

"Das Bundesjustizministerium hält dagegen, die Summe von 110 Millionen betrage fast das Vierfache der größten vor der Thomas-Cook-Pleite bekannten Haftungssumme - nämlich 30 Millionen Euro. Im aktuellen Fall hat sie sich dennoch als niedrig angesetzt erwiesen."
.
Wenn das ganze nicht so traurig wäre, wäre ich bei dieser Feststellung des Bundesjustizministeriums fast vor Lachen vom Stuhl gefallen. Ist das Unfähigkeit oder Vorsatz, was das Bundesjustizministerium hier abgeliefert hat?

Wir bezahlen immer alles!

Mal wieder wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Ich finde das ungerecht. Wenn andere Firmen insolvent werden, kommt auch niemand für die Schäden auf. Dann heißt es nur: "Pech gehabt."
Ich gönne jedem seinen Urlaub, bin aber nicht bereit, dafür zu zahlen.
Deutschland hat wichtigere Baustellen!!

Nur konsequent

dass die Regierung hier hilft, hat sie doch selbst die Unterdeckung zu verantworten. Im Grunde gleicht sie nur eigene Fehler aus. Die Urlauber mussten ja glauben, mit ihrem Sicherungsschein sicher bei Konkurs zu sein

@karlheinzfaltermeier - Bundesanzeiger

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Am 11. Dezember 2019 um 12:12 von karlheinzfaltermeier
@Zuschauer 49 um 10:54Uhr

Und was soll das bringen, wenn ich den Bundesanzeiger nachgucke? Soll der Bundesanzeiger ein Beweis dafür sein, daß die Bilanz nicht "geschönt" wurde? Wie erklären Sie dann die Überschuldungen, die zwangsläufig zu Insolvenzen d.h. Konkurs führten?"

In den letzten Jahresbilanzen stand und steht klar drin, daß in zwei der letzten Jahren das Kapital durch riesige Verluste vernichtet worden ist, in den dazwischenliegenden Jahren nur minimalste, meiner Meinung nach geschönte Gewinne gemacht wurden, die das Kapital längst nicht wieder auffüllten.

Ein Weltspezialist im Bio-Labor eines Medizinherstellers muss das vielleicht nicht interpretieren können, ein Reisebürokaufmann schon.

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