Kommentare - Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt

25. November 2019 - 08:03 Uhr

Die Zahl der angezeigten Gewalttaten gegen Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner ist leicht gestiegen. Das zeigt eine BKA-Auswertung. Familienministerin Giffey nannte die Zahlen "alarmierend".

Artikel auf tagesschau.de
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Kommentare

Frauen

werden häufiger gegenüber Kindern und Partner handgreiflich als Männer. Nur aufgrund der fehlenden körperlichen Kraft hat das seltener schwere Folgen als wenn ein Mann zuschlägt. Daher sollten sowohl Männer als auch Frauen Gewaltpräventionskurse besuchen.

Und nun?

Gibt es eine Analyse zu den gemeldeten Fällen? Gibt es Schwerpunkte bei bestimmten Personengruppen? Kann man gezielt vorgehen? Werden Stalker und Gewalttätige nun endlich schwerer und zeitnah bestraft? Wird konsequenter bei Bedrohung vorgegangen oder muss weiter „erstmal etwas passieren“, damit die Polizei einschreiten kann. Das Problem sind fehlende Konsequenzen.

dieses Thema ist...

...wirklich mies und muss Diskutiert werden. Aber!... wieso kann ich bei dem Thema Assagne nichts kommentieren?! wo es doch quasi auch um Misshandlung geht, nur von Seiten der Amerikaner?!

Dunkelziffer - Verharmlosung

Anfang diesen Jahres wurde eine junge schwangere Frau erst als Nutte, Hure und Schlampe bezeichnet. Dann schmiss einer der Drei eine halbvolle Bierflasche nach ihr.

Polizei: Da wir keine Namen haben würde eine Anzeige nichts bringen.

Da diese 3 Männer schon stadtbekannt sind, hätte ich mir etwas mehr Unterstützung durch die Polizei erhofft.
Seit einigen Wochen sind diese Männer hier nicht mehr gesehen worden.
Warum weis keiner. Auch nicht die Polizei.

Veröffentlichungen

Es wäre wünschenswert, wenn die Tagesschau auch mal Zahlen veröffentlichen würde ob und wie weit die Täter verurteilt wurden.

Ruf nach Sanktionen von WB0815

Abgesehen von der Analyse gehen ihre Ausführungen am eigentlichen Problem vorbei. Die Taten geschehen doch meist hinter verschlossener Tür, wenn Täter und Opfer allein sind, im schlimmsten Fall die Kinder dabei sind. Entscheidend ist, dass das Opfer sich konsequent aus der Beziehung löst, zur Polizei geht, ins Frauenhaus und vor allem nicht mehr zum Täter zurück und das ist ein sehr schwerer Weg. Eine konsequente Sanktion ist dann schon gut, aber nicht das Hauptproblem.

Sicher differenziert die Studie

weiter als im Bericht dargestellt. Gibt es Aussagen, ob das in bestimmten sozialen Umfeldern mehr vorkommt? Das es überall vorkommt ist klar, braucht nicht extra erwähnt zu werden.

Ich denke diese Info ist wichtig, wenn man wirksam dagegen vorgehen will.

Nicht nur "häusliche Gewalt" thematisieren

Zitat: "Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 122 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet worden. Insgesamt wurden mehr als 114.000 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt, Bedrohungen oder Nötigungen durch ihre Ehemänner, Partner oder Ex-Partner." Aber warum wird nur "häusliche Gewalt" thematisiert? Gewalt gegen Frauen üben auch wildfremde Männer aus - in Bussen, Straßenbahnen, beim Einkaufen, beim Spazierengehen, beim Joggen, in der Disko oder auf dem Heimweg vom Kino. Die Zahl der Übergriffe außerhalb "häuslicher Gewalt" wäre von Interesse.

Komische Überschrift

Warum einen "Tag gegen Gewalt an Frauen" ? Wenn man immer erzählt, Frauen wären genau so gut, stark, skrupellos,.. wie Männer, dann müsste da "Tag gegen Gewalt' stehen. Im Grunde istxes clllig egal, wer da wen schlägt, vergewaltigt ider tötet. Das ist NIE GUT.

Deutsches recht lässt Täter

Deutsches recht lässt Täter davonkommen, die das nein einer Frau einfach ignorieren. Die ungestraft bleiben, bloss weil ihre opfer sich gefügt haben und sie keinen zwang ausüben mussten!

Ein rechtsstaat der eher von schüchternen körperlich unterlegenen frauen verlangt zu lämpfen als von rabiaten männern ein nein zu akzeptiernen ist skandalös!
Der ehemalige Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge sagte in einer talkshow, er würde seiner Tochter nicht empfehlen nach einem sexuellem übergriff zur Polizei zu gehen! Das ist die Realität in Deutschland, wo Gewalt/Sexualstraftäter, gut und gerne leben.

08:16, guggi

>>Frauen
werden häufiger gegenüber Kindern und Partner handgreiflich als Männer. Nur aufgrund der fehlenden körperlichen Kraft hat das seltener schwere Folgen als wenn ein Mann zuschlägt. Daher sollten sowohl Männer als auch Frauen Gewaltpräventionskurse besuchen.<<

Ja klar, die Frauen aber auch, und sogar noch viel schlimmer.

Zwischen sieben und neun Prozent der einsitzenden Straftäter sind Frauen. Liegt gewiss auch an der geringeren körperlichen Kraft.

ich hatte mich ja schon

ich hatte mich ja schon gestern mit meinen "wissenschaftlichen Erkenntnissen" zu Wort gemeldet, weshalb ich es gut finde, das das hier nochmal ausführlich recherchiert wurde. Eine weitere Behauptung will ich noch hinzufügen: Anhand der skandinavischen Länder sieht man, dass eine gesetzliche Angleichung der Geschlechterrollen zu einer Verstärkung des Sexismus/Feminismus in der Gesellschaft führt. Und bei so einem Geschlechterkampf kriegen es halt immer die Schwachen ab -> Kinder (z.B. durch Scheidung der Eltern) -> behinderte Kinder (als Opfer von unglücklichen Scheidungskindern). Schlussendlich wird der Geschlechterkampf als zu einer Herausforderung für die Inklusion aller?! Genial

@guggi..

Von Frauen geht mehr psychische Gewalt aus, oft durch ständiges Dagegenreden und -arbeiten..

09:04, Louis2013

>>Nicht nur "häusliche Gewalt" thematisieren
Zitat: "Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 122 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet worden. Insgesamt wurden mehr als 114.000 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt, Bedrohungen oder Nötigungen durch ihre Ehemänner, Partner oder Ex-Partner." Aber warum wird nur "häusliche Gewalt" thematisiert? Gewalt gegen Frauen üben auch wildfremde Männer aus - in Bussen, Straßenbahnen, beim Einkaufen, beim Spazierengehen, beim Joggen, in der Disko oder auf dem Heimweg vom Kino. Die Zahl der Übergriffe außerhalb "häuslicher Gewalt" wäre von Interesse.<<

Es mag Ihnen vielleicht nicht passen, aber der Löwenanteil der Gewalt gegen Frauen findet im engsten persönlichen Umfeld statt.

Das ist nichts Neues, sondern eine altbekannte, gut belegte Tatsache.

09:21, 91541matthias

>>@guggi..
Von Frauen geht mehr psychische Gewalt aus, oft durch ständiges Dagegenreden und -arbeiten..<<

Daß die sich aber auch nicht fügen, sondern ständig dagegenreden und -arbeiten...

@Louis2013

„ Aber warum wird nur "häusliche Gewalt" thematisiert? Gewalt gegen Frauen üben auch wildfremde Männer aus - in Bussen, Straßenbahnen, beim Einkaufen, beim Spazierengehen, beim Joggen, in der Disko oder auf dem Heimweg vom Kino. Die Zahl der Übergriffe außerhalb "häuslicher Gewalt" wäre von Interesse.“

Berechtigte Frage, deren Beantwortung mit Pressekodex Absatz 12.1 verhindert wird.

@09:05 privat123

Der ehemalige Staatsanwalt Karge, der seit 2006 pensioniert ist, tätigte seine unglaubliche Aussage 2010 bei Anne Will und bekam dafür von zahlreichen Fachleuten wie Betroffenen berechtigt heftige Kritik. Die Anzeigenaufnahme und Untersuchungsprozedur hat sich stark verändert, gerade im Hinblick auf für Sensibilität der Gewaltopfer. Wer also so einen Unsinn auch fast 10 Jahre nach dieser Talkshow wiederholt, trägt allenfalls zu einem bei: Dass Täter ungestraft davonkommen, ja, sogar weitermachen könnten.

09:18, Rückkehrer

>>Eine weitere Behauptung will ich noch hinzufügen: Anhand der skandinavischen Länder sieht man, dass eine gesetzliche Angleichung der Geschlechterrollen zu einer Verstärkung des Sexismus/Feminismus in der Gesellschaft führt. Und bei so einem Geschlechterkampf kriegen es halt immer die Schwachen ab -> Kinder (z.B. durch Scheidung der Eltern) -> behinderte Kinder (als Opfer von unglücklichen Scheidungskindern). Schlussendlich wird der Geschlechterkampf als zu einer Herausforderung für die Inklusion aller?! Genial<<

Die gesetzliche Angleichung der Geschlechterrollen, wahrscheinlich meinen Sie die Gleichberechtigung, führt also zu mehr Feminismus (wohl was Schlimmes) und Sexismus. Und Scheidungskinder, die dies zur Folge hat, misshandeln dann behinderte Kinder.
Atemberaubend.

@fathaland slim

Übergriffe durch, im wahrsten Sinne des Wortes“ Fremde“ sind leider gestiegen. Eine Wahrheit die Sie und Ihresgleichen nur zu gern ausblenden.

Statistik ist immer schwierig

Die Frage nach dem sozialen Umfeld ist naheliegend, lässt sich aber grundsätzlich nicht beantworten. Bei 140.000 Fällen sind die unterschiedlichsten Taten zusammengefasst - von Stalking (das wiederum Fälle von "nervig" bis hin zu "mörderisch" umfasst) bis brutaler Gewalt. Natürlich gibt es Zwangsprostitution nur in einem bestimmten Milieu, während "Nötigung" überall vorkommt. Die Anzahl der Fälle läßt einen nicht, so dass man fragt: 140.000 sind etwa 400 Fälle pro Tag, bezogen auf alle Großstädte in Deutschland etwa 5 angezeigte Fälle pro Großstadt (während das alles natürlich nicht nur in den Städten passiert). So überraschend viel ist das nicht. Und das Phantom der Dunkelziffer ist reine Phantasie. Niemand kann das seriös abschätzen.

@09:21 91541matthias

Psychische Gewalt "durch ständiges Dagegenreden und -arbeiten" von Frauen? Wovon bitte reden Sie da, wenn nicht vom längst überwunden geglaubten Bild der Frau, die sittsam und still an Heim und Herd zu sitzen hat, wo der Mann entscheidet, ob sie einer eigenen Berufstätigkeit nachgehen und ein eigenes Konto eröffnen darf... Mag sein, dass dieses brutale antiquierte Bild rechtsaußen und in der Täterweltsicht noch anzutreffen ist. Das zu erforschen wäre spannend und aufschlussreich.

Opfer von Partnerschaftsgewalt

Das man dagegen vorgeht, finde ich zunächst mal richtig gut ! Aber wer hat schon grob eine Ahnung vor der möglichen Dunkelziffer ! Denn die Politik sitzt , wie so oft , vor dem dunklen Teich und schaut hinein ohne was zu wissen und ohne Übersicht.

Randaspekt

Inzwischenraten Jurist-inn-en schon ihren Mandantinnen häusliche Gewalt zu provozieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wie z.B. eine alleinige Wohnungszuweisung. Monatelanger psychicher Terror, auch unter Instrumentalisierung der Kinder und sobald sich eine Gelegenheit bietet behaupten man werde angegriffen.
Ich möchte damit keineswegs die offen ausgeübte Gewalt von körperlich Überlegenen...i.d.R. Männer, gegenüber Frauen rechtfertigen oder relativieren, diese gibt es ... leider !!! ... aber es gibt auch die psychische Gewalt die oft zu wenig beleuchtet wird.

08:37, Fam.Schmidt

>>dieses Thema ist...
...wirklich mies und muss Diskutiert werden. Aber!... wieso kann ich bei dem Thema Assagne nichts kommentieren?! wo es doch quasi auch um Misshandlung geht, nur von Seiten der Amerikaner?!<<

Nun sind Sie es ja doch losgeworden.

Assange sitzt allerdings in einem Gefängnis in der Nähe von London, das vom britischen Staat betrieben wird.

09:34, privat23

>>@fathaland slim
Übergriffe durch, im wahrsten Sinne des Wortes“ Fremde“ sind leider gestiegen. Eine Wahrheit die Sie und Ihresgleichen nur zu gern ausblenden.<<

Und Sie und Ihresgleichen kennen kein anderes Thema als die bösen Fremden und arbeiten auch gern mit abenteuerlichen Behauptungen, gefühlten Wahrheiten und platten Falschaussagen. Dies gern in ohrenbetäubender Lautstärke.

Am 25. November 2019 um 09:34 von privat23

Übergriffe durch, im wahrsten Sinne des Wortes“ Fremde“ sind leider gestiegen. Eine Wahrheit die Sie und Ihresgleichen nur zu gern ausblenden.
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kleiner Bonbon am Morgen in der Wüste von Ignoranz und Verharmlosung

@09:18 von fathaland slim Aus

@09:18 von fathaland slim

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die psychische Gewalt durch Frauen mir deutlich mehr geschadet hat als die physische von Männern. Und zeigen sie mal psychische Gewalt an. Als Mann. Das ist aussichtslos. Genaugenommen ist auch der Titel des Artikels falsch, denn es geht nicht um Gewalt allgemein, sondern um physische Gewalt, wo Männer naturgemäß vorne liegen.

Und die Insassen im Gefängnis sagen nichts über Gewalt in Beziehungen aus, da man auch aus anderen Gründen in den Knast kommt.

Hier mal eine andere Studie:

https://edoc.rki.de/handle/176904/1504

Frauen waren tendenziell häufiger Opfer, jedoch waren sie signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich (Partnerschaft, Familie).

09:42, Peter Kock

>>Opfer von Partnerschaftsgewalt
Das man dagegen vorgeht, finde ich zunächst mal richtig gut ! Aber wer hat schon grob eine Ahnung vor der möglichen Dunkelziffer ! Denn die Politik sitzt , wie so oft , vor dem dunklen Teich und schaut hinein ohne was zu wissen und ohne Übersicht.<<

Die Politik?

Meinten Sie nicht vielleicht eher die Polizei?

Denn die ist ja eigentlich zuständig.

"Für die Auswertung wurden

"Für die Auswertung wurden alle zur Anzeige gebrachten Fälle von versuchter und vollendeter Gewalt zwischen Partnern und Ex-Partnern berücksichtigt: Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution."
#
#
Warum wird alles in einen Topf geworfen, einmal umgerührt und das gesamte Gewicht aufgeschrieben?
Wie hoch ist z. B. die Zahl der Zuhälterei und Zwangsprostitution?
Es ist soviel Platz auf der Seite der ts, da könnte man doch mal näher Zahlen auflisten. Für jeden Tweet von Trump hat man ja auch Zeit und Platz.

@9:31 privat23

Hier wird gar nichts verhindert, erst recht nicht durch den Pressekodex 12.1, der vorschreibt, "darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt."
Was hier verhindert wird ist, dass einige bei jedem Bericht - wie hier über häusliche Gewalt - genau das versuchen, was 12.1 mit Recht als diskriminierend bezeichnet.

Warum

lassen sich Frauen mit solchen Typen ein?

Warum bleiben diese häufig bei solchen?

Das ist die eine Seite.

Die andere kenne ich auch das Frauen selber aggressiv werden, drohen "wenn du dann...." versuchen zu schlagen usw.

Es handelt sich aus meiner Sicht um Gesellschaftsprobleme.

die Fortsetzungsgeschichte

die Tage 116 in Frankreich
bei uns jetzt 122
immerhin 15 % weniger als bei unserem Nachbarn wenn man es in Relations setzt
was ja nicht unbedingt zum Aufatmen bringt
also was tun ?
mehr Polizei
die Ängste der Frauen ernster nehmen
bei Stalking
die Frauen sich überlegen ob es nicht sinnvoller ist
auf eine Anzeige zu bestehen
statt sich naiv zu geben, er wird das nächste mal schon nicht wieder zuschlagen
in jedem Fall ein Trauerzeugnis für eine Gesellschaft, wenn sie zuschlägt
wenngleich die Gründe auch etwas differenzierter gesehen werden müssen
in Richtung eigene Schwäche

Ich glaube

es ist müßig hier von Frauen gegen Männer oder umgekehrt zu sprechen.

Der zentrale Knackpunkt der uns Sorgen machen sollte, ist die Ursache für die zunehmende Gewalt (Zitat Nahles: ...dann gibt es in die Fresse!).

Eine zunehmende Enthemmung der Gesellschaft und zunehmendes verwischen der Grenzen für ein gutes miteinander.

Vergleichen wir doch einmal die etablierte Rhetorik vor 20 Jahren und die von heute.
Tabus werden in einem Fort gebrochen, Worte wie Umvolkung oder Reden die propagieren: "Unser Volk braucht Raum zum leben", sind absolut Salonfähig geworden.
Dies auch nicht zu Letzt wegen Mangelnder Gegenwehr durch unsere Politiker, sie hätten sich auf diese Rhetorik nicht einlassen sollen.

Wenn dann die allgemeine Kommunikation miteinander erst mal aufs übelste verroht ist, ist es nur ein kleiner Schritt bis zur physischen Eskalation.

Täter gibt es dann auch überall, aber die Leidtrageden und besonders Verletzten sind meisten Frauen und Kinder.

Am 25. November 2019 um 09:40 von andererseits

"...vom längst überwunden geglaubten Bild der Frau, die sittsam und still an Heim und Herd zu sitzen hat, wo der Mann entscheidet, ob sie einer eigenen Berufstätigkeit nachgehen und ein eigenes Konto eröffnen darf... Mag sein, dass dieses brutale antiquierte Bild Rechtsaußen..."
#
#
Ihr geschlossenes Weltbild Ihrer Mitbürger gegenüber ist schon beachtenswert. Jeder der eine abweichende Meinung hat wie andererseits ist Rechts.
Ganz einfach.

...

die Frage sollte doch eher sein: Warum lassen sich frauen eher Gewalt antun?
Medien und wissenschaft scheinen sich einig zu sein, das Frauen und Männer gleich stark sind und zu behaupten das es unterschiede zwischen den geschlechtern gibt, wird als toxische patriarchalische Verschwörungstheorie angetan. Deswegen hat auch niemand ein Problem mit gebürtigen Männern, die sich zu Frauen umwandeln lassen, und am frauen Sport teilnehmen...

In meinen Augen ein völlig deplatziert es Thema.

Gewalt ist doch gesellschaftsfähig geworden. Sie wird vom Krabbelalter an vermittelt. Bugs Bunny und Co hauen ihren Kontrahenten aufs Ma*l. Und ab dann begleitet den Menschen selbige durch Kindergarten, Schule (Kind wehr dich..) , Uni und eben Beruf und Familie. Warum soll dann mit Schalter umlegen Schluss sein?
Gewaltberieselung allerorten, vom PC- Spiel über das abendliche TV Programm, die härtesten Pornos kommen für alle (!) zugänglich aus dem WWW. Die Verarbeitung findet später in Reality statt. Die Hemmschwellen liegen niedrig wie nie ... wie kommt das bloß? Viele haben schon ein laues Gefühl wenn sie auf dem Bahnsteig oder im Zug sind .. mit Recht.
Bevor wir uns also einzelnen Gruppen widmen, muss das Problem angegangen werden auf dem das ganze fußt.
Leider hab ich noch KEINEN getroffen, der eine gesellschaftlich tragfähige oder durchsetzbare Lösung präsentieren konnte; der Friedensnobelpreis aller Klassen wäre ihm sicher.
Gewalt war und ist dem Menschen eigen, seit je her.

@Louis2013

"Aber warum wird nur "häusliche Gewalt" thematisiert?"

Ganz einfach: Weil sie erstens bekanntermaßen die mit Abstand häufigste Form von Gewaltanwendung gegenüber Frauen ist und weil sie zusätzlich die mit Abstand höchste Dunkelziffer von allen Gewaltverbrechen gegenüber Frauen hat.

Was "draußen" passiert von "wildfremden" Menschen, gleich welchen Geschlechts, Hautfarbe oder Herkunft, ist nun mal vergleichsweise wenig. Darüber gibt es seit Jahrzehnten aussagekräftige Datenbanken.

@H. Hummel

"Gewalt war und ist dem Menschen eigen, seit je her."

Und das soll ein Grund, ein Argument womöglich sein, um über das Thema nicht weiter zu reden? Deshalb sei das Thema "deplatziert"?

Teuerster, ohne Ihnen damit zu nahe treten zu wollen: Ihnen ist mit derartigen Äußerungen jedenfalls auch ganz bestimmt kein Friedensnobelpreis in Aussicht zu stellen.

09:48, mispel

>>Hier mal eine andere Studie:

https://edoc.rki.de/handle/176904/1504

Frauen waren tendenziell häufiger Opfer, jedoch waren sie signifikant häufiger Täterinnen von körperlicher und psychischer Gewalt im häuslichen Bereich (Partnerschaft, Familie).<<

Eingeleitet wird die Studie mit den Worten "Gewalterfahrungen sind von erheblicher Public-Health-Relevanz."

Da fange ich mich schon an zu wundern. Können die kein deutsch?

Des weiteren handelt es sich wohl um eine Umfrage. Wenn ich mich daran erinnere, wie unsere völlig überforderte Mutter früher herumgebrüllt hat, dann bin ich gewiss auch ein Gewaltopfer.

Ich habe den Eindruck, daß meine Geschlechtsgenossen oft große Probleme mit der Problematik männlicher Gewalttätigkeit haben und deswegen versuchen, die Opferrolle für sich zu reklamieren.

@fathaland slim

„arbeiten auch gern mit abenteuerlichen Behauptungen, gefühlten Wahrheiten und platten Falschaussagen. “

Sie arbeiten mit abenteuerlichen Relativierungen, gefühlten Beschönigungen und platten Wuschaussagen um ihrer Agenda Raum zu verschaffen. Das auf dem Rücken von Gewaltopfern. Nicht nett...

@andererseits 09.40

Sie sollten mal die unsägliche Gewohnheit überdenken, sofort mit "Rechtsaußen" zu kommen und andere Foristen abzustempeln.Der Forist hat evtl. als Fachkrankenpfleger beruflich andere Einsichten.
Zur Sache- schwierig, weil Hilfsangebote zwar existieren, aber manchmal nicht angenommen werden. Meine Freundin hat mal eine junge Mitarbeiterin zum Schutz vor dem gewalttätigen Freund aufgenommen. Die ging zurück zu ihrem Schläger und wir konnten es nicht verhindern

@Emil66

>>Warum lassen sich Frauen mit solchen Typen ein?
Warum bleiben diese häufig bei solchen?<<

Diese Frage habe ich auch einmal einer bekannten Psychologin gestellt; Sie sagte diese Frage zu beantworten dauert Tage und man hat sie höchstens unzureichend beantwortet.

Eine der häufigsten Gründe für das Bleiben sei eine besonders pervertierte Form des Minderwertigkeitskomplexes, die Frau glaubt tatsächlich es verdient zu haben.
Oftmals ist das auch der für Außenstehende am schwersten zu begreifende Teil.

Oder es ist Abhängigkeit; wie soll ich mir das Leben leisten ohne den Partner?

In den Allermeisten Fällen ist die Frage: Warum gehst du nicht "einfach" weg?
Viel zu kurz gegriffen.

Darum benötigen wir so unbedingt Frauenhäuser, die Körperlichen Verletzungen heilen meist recht schnell; Zur Überwindung der Seelischen Schäden braucht es die professionelle Hilfe der Mitarbeiter der Frauenhäuser oder ähnlicher Einrichtungen.

09:57, tagesschlau2012

>>Am 25. November 2019 um 09:40 von andererseits
"...vom längst überwunden geglaubten Bild der Frau, die sittsam und still an Heim und Herd zu sitzen hat, wo der Mann entscheidet, ob sie einer eigenen Berufstätigkeit nachgehen und ein eigenes Konto eröffnen darf... Mag sein, dass dieses brutale antiquierte Bild Rechtsaußen..."
#
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Ihr geschlossenes Weltbild Ihrer Mitbürger gegenüber ist schon beachtenswert. Jeder der eine abweichende Meinung hat wie andererseits ist Rechts.
Ganz einfach.<<

Eine sinnfreie Unterstellung.

Jemand, der meint, eine Frau habe den Mund zu halten und keine Widerworte zu geben, vertritt einen per definitionem rechts angesiedelten Standpunkt.

Auch wenn Ihnen die Benennung dieser Tatsache nicht passt.

09:57 von tagesschlau2012

so isses doch. weiter links kann man sich nicht positionieren. dann ist halt alles andere rechts

10:04, JolietJake

>>Was "draußen" passiert von "wildfremden" Menschen, gleich welchen Geschlechts, Hautfarbe oder Herkunft, ist nun mal vergleichsweise wenig. Darüber gibt es seit Jahrzehnten aussagekräftige Datenbanken.<<

Mit Tatsachen kommen Sie gegen gefühlte Wahrheiten nicht an.

@H. Hummel

Das viele Angst vor draußen ahben hat eher mit mangelnder Medienkompetenz zu tun als mit tatsächlicher Gewalt. Deutschland ist verglichen mit der restlichen Welt ein Friedenshort, allein die USA haben einen inoffiziellen Schusswaffen-Bürgerkrieg, oder Südafrika, oder Sao Paulo....Viele Bürger verallgemeinern die in den Nachrichten genannten Fälle. Formate wie Brisant und Co die ja nur aus Sensationsmeldungen bestehen verstärken das Bild. Besonders im privaten Umfeld wenn es nur zwei entgegengesetzte Zeugen gibt, ist die Beweisführung für eine Verurteilung schwierig. Besonders dann wenn das opfer sich nicht traut die Tat öffentlich zu machen.Wie der Artikel beschreibt, brauchen wir mehr "Anreize" um die stillen Opfer zu hören, dann können auch die Strafen und Polizei wirken.

10:07, privat23

>>@fathaland slim
„arbeiten auch gern mit abenteuerlichen Behauptungen, gefühlten Wahrheiten und platten Falschaussagen. “

Sie arbeiten mit abenteuerlichen Relativierungen, gefühlten Beschönigungen und platten Wuschaussagen um ihrer Agenda Raum zu verschaffen. Das auf dem Rücken von Gewaltopfern. Nicht nett...<<

Was habe ich mir unter einer platten Wuschaussage oder einer gefühlten Beschönigung vorzustellen? Gefühlt von ihnen?

Daß ich meiner Agenda auf dem Rücken von Gewaltopfern Raum verschaffen wolle, ist eine ungeheuerliche Unterstellung. Wenn sie nicht von jemandem kommen würde, der für alles und jedes die bösen Fremden und den laschen Staat verantwortlich macht, also eine eindeutig definierte Agenda fährt, dann würde ich sogar darüber nachdenken. So fasse ich es aber lediglich als argumentfreie persönliche Beleidigung auf.

@ 09:57 tagesschlau2012

Nein. Rechts ist nur, wer ein "geschlossenes Weltbild" hat, in dem Widerspruch von Frauen als "psychische Gewalt" deklariert wird.
Ganz einfach.

@10:08 deutlich

Aha. Und wenn ein Forist evtl Fachkrankenpfleger ist, dann hat er Einblicke, dass "ständiges Dagegenreden psychische Gewalt von Frauen" darstellt? Da muss ich allerdings sämtliche Krankenpfleger, die ich kenne (sind nicht wenige), in Schutz nehmen vor solch kruden Gedanken.
Über die Tatsache, dass erschreckend viele Gewaltopfer zu den Tätern zurückkehren, gibt es wichtige Forschungsergebnisse über psychische und ökonomische Abhängigkeiten. Kann man googeln.

09:59 von H. Hummel

Sehr zum Nachdenken geschrieben. Da ist viel Wahres drin enthalten,ich schließe mich an.

@10:07 privat23

Auf dem Rücken von Gewaltopfern tragen diejenigen ihre Diskussion aus, die hier versuchen, über 80% der von Männern verübten massiven häuslichen Gewalt gegen Frauen zu relativieren durch das Gerede über "von Frauen verübte psychische Gewalt durch Dagegenreden".

Gewalt umfassend vorbeugen

Arbeit mit Gewaltopfern und Tätern ist wichtig und kostspielig. Vorbeugung darf nicht vernachlässigt werden. Unser Wissen über familiale und Beziehungsgewalt ist ausreichend, um sie zu verstehen und langfristig einzudämmen.
Gewalt ist das Ergebnis eines langen Lernprozesses, Gewaltfreie Kommunikation ebenfalls.
Um Gewalt vorzubeugen, brauchen wir eine nachhaltige Prävention, die konsequent sein muss und umfassend ist - im Endeffekt aber um ein vielfaches günster als die gesamte Beratung, Intervention, Therapie und Gerichtsbarkeit zur Gewalt. Fachleute sagen 1€ Prävention erspart ca. 7€ Intervention.

Wir brauchen dazu lebenslaufbegleitende, öffentliche Massnahmen und mediale Gesamtkonzepte, die z. B. Bildungsangebote über „Gewaltfreie Kommunikation“ (M. Rosenberg) beinhalten für schwangere Paare, Ersteltern, Eltern in Kindertageseinrichtung, an Grund- und weiterführenden Schulen.
Auch Paarseminare vor Eheschliessungen sind sinnvoll.
Hierzu müssen die Bundes- und Landes-Mittel für

@10:08 von Deeskalator

"Psychologin, Psychologe"

Ich bin ein selbstständig denkende Mensch und komme mit solchen dadurch überhaupt nicht klar.

Fakt ist wer die Gewallt nicht will, der muss dieser ausweichen.

Oder sich wehren, um in der Zukunft nicht mehr das Opfer zu sein.

Psychologen sind etwas für Menschen die alles glauben was man denen erzählt.

Aus meiner Vergangenheit, ich spreche zwei Sätze mit einem Psychologen und dieser geht mir in Zukunft aus dem Weg.

@10:12 Karl Napf

Wo positionierst du dich denn, Genosse Karl? Wenn es nicht rechtsaußen ist, die Frau widerspruchslos an Heim und Herd zu binden und "Dagegenreden psychische Gewalt durch Frauen" darstellt, was ist es dann? Die Mitte der Gesellschaft? Nicht wirklich, oder?

@10:57 Emil66

Aufschlussreicher Kommentar - aber vielleicht anders als Sie das auf der bewussten Ebene wollten: Sie sagten "Fakt ist, wer Gewalt nicht will, der muss dieser ausweichen" und etwas später "ich spreche zwei Sätze mit einem Psychologen und dieser geht mir in Zukunft aus dem Weg". Aufschlussreich - Ihre pauschale sinnfreie Abwertung aller Psycholog*innen kommentiere ich erst gar nicht.

@ andererseits

>>> ... Wenn es nicht rechtsaußen ist, die Frau widerspruchslos an Heim und Herd zu binden ... <<<
.
Es mag Sie erschüttern, aber die Bevölkerung ist nunmal nicht ausschließlich in Rechts und Links geteilt. Auch wenn sie das gerne so hätten. Es gibt tatsächlich Themen bzw. Taten die nichts mit der politischen Einstellung zu tun haben. Jemand der seine Frau schlägt ist schlicht und einfach ein *** der seine Frau schlägt.
Und jemand der seine Frau an "Heim und Herd bindet" könnte wegen Freiheitsberaubung angeklagt werden.

10:57, Emil66

>>Fakt ist wer die Gewallt nicht will, der muss dieser ausweichen.

Oder sich wehren, um in der Zukunft nicht mehr das Opfer zu sein.<<

Da wundert man sich dann wirklich, warum es immer noch Gewalt gibt, wenn das so einfach ist.

@ 11:17 Mischpoke West

Da stimme ich Ihnen völlig zu: die Bevölkerung ist nicht ausschließlich in links und rechts einzuordnen, übrigens auch Gewalt nicht.
Die Tatsache, dass Sie die Formulierung "an Heim und Herd binden" durch Wortwörtlichnehmen verballhornen, kann allerdings meine Zuordnung nicht entkräften: Wer ein Frauenbild - und damit auch ein Gesellschaftsbild - hat, das Frauen die Rolle an Heim und Herd zuschreibt, den nenne ich "rechtsaußen". Sie nicht?

11:17, Mischpoke West @ andererseits

>>Es mag Sie erschüttern, aber die Bevölkerung ist nunmal nicht ausschließlich in Rechts und Links geteilt. Auch wenn sie das gerne so hätten. Es gibt tatsächlich Themen bzw. Taten die nichts mit der politischen Einstellung zu tun haben. Jemand der seine Frau schlägt ist schlicht und einfach ein *** der seine Frau schlägt.
Und jemand der seine Frau an "Heim und Herd bindet" könnte wegen Freiheitsberaubung angeklagt werden.<<

Es ist ein Kennzeichen dessen, was als Rechts definiert wird, daß man alten, überkommenen Rollenbildern der Geschlechter anhängt. Warum, meinen Sie, reagieren Rechte auf das Schlagwort "Gender" so allergisch?

Was mich dann immer wieder erstaunt, ist, daß Rechte, auch hier im Forum, sich als Frauenrechtler gerieren, wenn es um das Frauenbild erzkonservativer Zuwanderer geht, bei einem Thema wie dem, das hier diskutiert wird, dann aber relativieren was das Zeug hält und durchaus Sympathien für ein patriarchalisches Weltbild erkennen lassen.

@Emil66

Ihre Ansichten in allen Ehren, aber es sind nun mal Psychologinnen und Psychologen, die Fachleute für diese Problematik sind. Auch dann, wenn Sie erklärtermaßen nichts davon halten.

@ andererseits

>>> ... , den nenne ich "rechtsaußen". Sie nicht? <<<
.
Nein. Ich nenne es Vorsintflutlich, oder allenfalls dämlich.

10:57, Emil66

>>Psychologen sind etwas für Menschen die alles glauben was man denen erzählt.<<

Nein.

Psychologische Psychotherapeuten, so lautet die korrekte Berufsbezeichnung, sind Ärzte. Fachärzte. Wenn Sie die Psyche im Gegensatz zur Physis als ärztlich nicht behandelbar betrachten, dann ist das allein Ihre Meinung, die durch keinerlei Tatsachen gedeckt ist. Ebenso könnten Sie behaupten, Infektionen würden sich der ärztlichen Behandlung entziehen.

Tendenziöse Zusammenfassung schadet journalistischem Ruf

Titel der Meldung bei der Tagesschau: "Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt".

Das kann so aber nicht aus dem Bericht gefolgert werden (die einseitige Geschlechtsperspektive sollte im Zeitalter der Gleichstellung zudem überwunden sein).

Das BKA stellt in dem betreffenden Bericht fest:

"Gegenüber 2017 ist die Anzahl der Opfer partnerschaftlicher Gewaltdelikte angestiegen (2017: 138.893; +1,3%)"

"Die Anzahl weiblicher Opfer von Partnerschaftsgewalt ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2017: 113.965 Personen; +0,4%), während ihr prozentualer Anteil an der Gesamtzahl der Opfer partnerschaftlicher Gewalt leicht gefallen ist (2018: 81,3% weibliche Opfer, 2017: 82,1%), d.h. der Anteil der männlichen Opfer ist leicht angestiegen"

Zu beachten auch der Erfassungsmodus: "Es werden [...] die Opferwerdungen von Personen erfasst, was einschließt, dass eine Person, die während eines Berichtszeitraums mehrmals Opfer wird, auch mehrmals gezählt wird."

Die Gewaltvorfälle dürften eher gesunken sein

Ich bezweifle, dass die Zahl der Gewaltvorfälle tatsächlich angestiegen ist. Vermutlich wird sie sogar gesunken sein, da körperliche Gewalt als Strafmittel (insbesondere gegenüber Kindern) heute keine gesellschaftliche Akzeptanz erfahren.

Die Lösung kann nur darin bestehen, gewalttätige Partner zu verlassen. Die staatliche Hilfe muss an diesem Punkt ansetzen - durch individuelle Beratung und entsprechende Einrichtungen.

@guggi - Quelle?

08:16 von guggi:
"Frauen werden häufiger gegenüber Kindern und Partner handgreiflich als Männer."

Diese Aussage würde ich gern von einer Studie oder ähnlichem belegt sehen.

Bei der Gewalt gegenüber Kindern ist es aber durchaus glaubhaft, da der durchschnittliche Vater deutlich weniger Zeit mit seinen Kindern verbringt.

"Daher sollten sowohl Männer als auch Frauen Gewaltpräventionskurse besuchen."
> Das stimmt. Es wäre sinnlos, bei einer gestörten Beziehung nur einen Partner therapieren bzw. unterstützen zu wollen.

Experten sind das eine - der gesunde Menschenverstand das andere

Fachleute und Experten heißt aber nicht, dass man alles bedingungslos akzeptieren muss was von dort kommt und man seinen gesunden Menschenverstand nicht gebrauchen darf. Die Meinungsfreiheit muss auch insoweit schon zulässig sein. Und vielleicht so einiges relativieren.

@11:31 Mischpoke West

Da haben Sie sogesehen recht: manches von "rechtsaußen" vertretenes könnte man mit Fug und Recht synonym für "vorsintflutlich" oder "allenfalls dämlich", wie Sie es nennen, halten; ich bin dennoch dafür, es auch politisch zuzuordnen und da eine klare Sprache zu wählen.

re discotand

"Tendenziöse Zusammenfassung schadet journalistischem Ruf

Titel der Meldung bei der Tagesschau: "Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt"."

Nichts von dem, was Sie dann weiter ausführen, stützt Ihre Eingangsbehauptung.

Die Zahlen sind erschreckend

da hat Frau Giffey völlig Recht. Nur was tun? Hilfsangebote gibt es, nur werden die nicht immer angenommen. Beispiel Stalking- da werden durchaus mal Annäherungsverbote verhängt, aber vom Täter nicht beachtet. Wie will man das ausschließen? Was, wenn Frauen trotz Warnungen von Freunden und Familie zum gewalttätigen Partner zurückkehren?

@10:07 von fathaland slim

>>Eingeleitet wird die Studie mit den Worten "Gewalterfahrungen sind von erheblicher Public-Health-Relevanz."

Da fange ich mich schon an zu wundern. Können die kein deutsch?<<

Ihr erster Kritikpunkt ist die Verwendung von Fachtermini in einer wissenschaftlichen Studie?

>>Des weiteren handelt es sich wohl um eine Umfrage. Wenn ich mich daran erinnere, wie unsere völlig überforderte Mutter früher herumgebrüllt hat, dann bin ich gewiss auch ein Gewaltopfer.<<

Das wären Sie nach einigen Befragungsmethoden und Begriffsdefinitionen definitiv! Was glauben Sie, wie man auf 1/3 Frauen mit Gewalterfahrungen kommt? Dazu gehört nicht nur schwere Körperverletzung oder massivste Gewalt in der Partnerschaft. Dazu gehören auch Prügeleien in der Schule, eine Ohrfeige der Eltern (vor 50 Jahren) oder ggf. Situationen die als bedrohlich wahrgenommen worden sind.
Das macht die Aussage dann natürlich völlig wertlos - Studien die solche Definitionen verwenden gibt es aber.

@Nachfragerin: "Die Lösung

@Nachfragerin: "Die Lösung kann nur darin bestehen, gewalttätige Partner zu verlassen. Die staatliche Hilfe muss an diesem Punkt ansetzen - durch individuelle Beratung und entsprechende Einrichtungen."

Unter Punkt 1.6 erwähnt das BKA, daß nur etwa die Hälfte (50,4 %) der in dem Bericht erfaßten Opfer mit der tatverdächtigen Person im selben Haushalt lebten. Die Partnerschaft zu beenden hilft da nicht viel. Es kann sogar die Eskalation eines Konflikts noch fördern.

Man sollte auch bedenken, daß manchmal die Täter ihre Tat auch bereuen und die Partner zu einem liebevollen Miteinander zurückfinden wollen. Es ist schwierig, alles über einen Kamm zu scheren. Es gibt die verrohten Routineschlägertypen, es gibt aber auch normalerweise Sanftmütige, die aus ihrem gewöhnlichen Verhalten ausrasten, weil sie z. B. etwa selbst besonders empfindlich verletzt wurden. Pauschales Schubladendenken wäre der Komplexität des Phänomens nicht angemessen.

@11:42 fathaland slim @Emil66

Es gibt psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen und auch Sozialpädagog*innen, die mit Zusatzqualifikationen in dem Feld arbeiten: Sie alle tragen viel dazu bei,
dass Opfer von Gewalt die Folgen so gut es geht verarbeiten können,
dass Täter und Täterinnen ihre Aggressionen anders verstehen und steuern lernen,
dass Männer wie Frauen präventiv von Gewalttaten Abstand nehmen können,
dass Frauen wie Männer Gewaltbeziehungen verlassen und sich distanzieren können
und dass in Partnerschafts- und Familiensystemen Gewaltmuster erkannt, verändert bzw. vermieden werden.
Ich habe großen Respekt vor dieser gesellschaftlich notwendigen wie sinnvollen Arbeit, vor allem auch vor der meist ungeliebten und nicht selten angefeindeten therapeutischen Arbeit mit Tätern.

re sinnprüfer

"Experten sind das eine - der gesunde Menschenverstand das andere

Fachleute und Experten heißt aber nicht, dass man alles bedingungslos akzeptieren muss was von dort kommt und man seinen gesunden Menschenverstand nicht gebrauchen darf. Die Meinungsfreiheit muss auch insoweit schon zulässig sein. Und vielleicht so einiges relativieren."

Erstens behauptet niemand, die Meinungsfreiheit wäre unzulässig.

Zweitens müssten Sie schon, wenn Sie den Aussagen von Fachleuten und Experten widersprechen wollen, das mit Argumenten unterlegen, und nicht per Generalverdacht.

Noch genauer ausgeführt

@karwandler "Nichts von dem, was Sie dann weiter ausführen, stützt Ihre Eingangsbehauptung."

Also der Titel der Meldung ist "Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt".

Zum einen wurden in der Statistik nicht die Opfer, sondern die registrierten Vorfälle gezählt. Korrekter als "Mehr Frauen" im Titel wäre also "Häufiger Frauen".

Zum anderen ist dem BKA-Bericht zu entnehmen, daß der prozentuale Anteil der Frauen an den Opfern partnerschaftlicher Gewalt sogar leicht gesunken ist. Wird in der Meldung überhaupt nicht erwähnt. Die Einseitigkeit des Titels ist entsprechend besonders unpassend.

"Frauen nach wie vor mehrheitlich Opfer von Beziehungsgewalt" wäre inhaltlich korrekt gewesen. Allerdings ist Verteilung der Geschlechter überhaupt nicht das Problem, egal wie herum, sondern die Gewalt an sich. Das gerät hier generell zu sehr aus dem Blick.

Darstellung: