Kommentare - Strategien von Populisten: Elitenkritik und Minderheitenbashing

Kommentare

@Ultimo25

"Was die rechtspopulistischen Wähler von ihrem Konzernboss Trump komischerweise nicht erkennen können/wollen ist, dass der selbst ein alter Vetreter dieser korrupten Geldelite ist."

Jein.
Er schimpft ja nur auf die Vertreter der Washingtoner politischen Elite, womit er bei seinen Anhängern gut ankommt.

Und seine Anhänger werden sicherlich wissen, dass er ein starker Vertreter der korrupten Geldelite ist. Warum seine Anhänger sich nur an der politischen Elite, nicht aber an der korrupten Geldelite (die die politische Elite ja extrem beeinflusst) stören, ist mir allerdings auch nicht klar.

In jedem Fall ist das mit der "Elite" so eine Sache ...

13:55 von Digitaler Fußabdruck + 14:49 von fathaland slim

"Ich stelle leider auch ein Populisten-"Bashing" fest, das ... eigentlich ausschließlich als Ausgrenzungsattribut für die konservativen und nationalistischen Parteien verwendet wird."

Antwort um 14:49 von fathaland slim:
"Populismus ist ja keine politische Richtung, sondern eine Machterlangungsstrategie."

Das sehe ich auch so. Und richtig ist auch:
"Politik ist in einer demokratischen Gesellschaft immer mit einem mühsamen Interessenausgleich verbunden und finden auf vielen Ebenen statt, vom Gemeinderat bis zum Europaparlament. Wer gern möchte, daß "durchregiert" wird, kann deswegen nur frustriert sein."

Aber trotzdem ist es nicht ganz falsch zu sagen, dass die Populisten eine größere Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Wähler z.B. das Gefühl haben, es kommen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge und man selber wird abgehängt (ausgeprägt v.a. in den neuen Bundesländern aber nicht nur da).

allgemeine Verrohung in unseren fortschrittlichen Gesellschaften

- darüber wollte ich mich hier längst mal äußern.
Das hat zwar nur bedingt etwas mit AfD, Populismus und wachsendem Rechtsextremismus zu tun, aber doch immerhin mehr, als mit anderen Parteien, Gesinnungen und politisch motivierten Handlungen.

Ich nehme eine stark zunehmende Kritik-Freudigkeit war, die - wenn schon nicht immer aggressiver - so doch immer deutlicher in den sozialen Medien erkennbar/lesbar zutage tritt. Im Vergleich zu zustimmenden, bejahenden, freundlich anerkennenden Kommentaren, sind diese Kontra-Kommentare weit in der Überzahl.
(Es heisst immer-) Lebendige Demokratie lebe von Kritik, doch stirbt augenscheinlich das Gegenteil von Kritik und Kontra, also Pro und Liebe (von der unmerklichen kleinen bis hin zur absoluten großen) immer mehr aus.
Nicht der wachsende Hass, Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus verursachen Wut, sondern die schwindende Solidarität, Empathie und Mitmenschlichkeit verursachen Traurigkeit.

@15:50 Einfach Unglaublich

Politiker*innen werden bei uns vom Volk, d.h. den wahlberechtigten Bürger*innen gewählt, verantworten sich vor dem demokratisch gewählten Parlament und vor der Jurisdiktion - und natürlich wieder vor den Wähler*innen bei der nächsten Wahl. Insofern richten sie sich auch immer "nach Mehrheiten", allerdings primär auch nach den Zielen, Prioritäten, Konzepten und Programmen, mit denen sie parteigestützt antreten, für die sie gewählt wurden und die sie ggf. in Konstellationen mehrerer Parteien aushandeln müssen.
Ihr Reflex auf Ihr Lieblingsthema "illegale Migration" ist in dem Zusammenhang - Sie ahnen es oder wissen es - populistisch.

Falsche Elite-Kritik

@ IBELIN
Elitenkritik sollte gestattet sein. Nur so koennen Aenderungen stattfinden. Elitenkritik ist seit Urzeiten eine Triebfeder fuer Veraenderungen.

Wenn Sie nicht so verlogen wäre, wie bei Johnson oder Trump. Das Trump-Kabinett besteht aus sehr betuchten Leuten aus allen möglichen Seilschaften und Thinktanks. Trump selbst ist Immobilienmillionär aus dem New-Yorker Establishment. Geld-Elite par excellence. Allerdings nicht intellektuell herausragend.

Die Elite wird nur als Feindbild aufgebauscht um sich selbst volksnah zu geben.

Populisten, aber keine Diktatoren

Die genannten "Populisten" (Trump, Putin, Erdogan, Orban, Bolsenaro, Kaczinsky) haben eines gemeinsam - sie sind demokratisch gewählt worden. Deshalb ist es mir völlig egal, ob das tatsächlich "Populisten" sind oder nicht. Die sind jedenfalls legal an der Macht und wenn schlecht regiert wird, werden die halt abgewählt. Ganz einfach!

Worüber man sich aber tatsächlich sorgen machen sollte, sind Diktaturen, die von skrupellosen Alleinherrschern regiert werden. Sei es der ägyptische Diktator-General Sisi (mit 100% der Wählerstimmen zum Präsidenten "gewählt") oder der saudische Diktator-Monarch und Kronprinz M. Bin Salman (Kashoggi-Mord und Jemen-Krieg).

Ergänzung zu meinem Beitrag um 15:58

Ich hatte geschrieben "wenn die Wähler z.B. das Gefühl haben, es kommen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge und man selber wird abgehängt ."

Das mit dem "mühsamen Interessenausgleich", den fathaland slim beschreibt, funktioniert eben nicht so wie im Schulbuch und das Gefühl, es kämen i.d.R. die Interessen einer Oberschicht zum Zuge, ist nicht unbegründet.

Trotzdem ist mir die bestehende Demokratie (wenn auch nur sehr unvollkommen demokratisch) lieber als "Durchregieren".

@15.34 von DrBeyer

Tja, die Geschmäcker sind verschieden.
Aber wie man eine Frau Merkel an dieser Stelle aufführen kann ist für mich nicht nachvollziehbar.
Diese Frau sitzt alles aus, ist machtbesessen, hat Deutschland und Europa gespalten, ist den verschiedensten Lobbyisten verfallen, plant nichts nachhaltig und führt Deutschland dadurch jahrelang in die falsche Richtung.
Aber wie gesagt, alles Ansichtssache.

@ Messi

Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen.

Populisten beschäftigen sich grundsätzlich nicht mit Inhalten. Trump hat von Inhalten in der Politik auch überhaupt keine Ahnung. Das braucht er ja auch nicht.

Das Wort Populismus (von

Das Wort Populismus (von lateinisch populus Volk) wird in den Medien mittlerweile negativ besetzt.

Dabei ist ein Politiker, eine Partei, der/die vom Volk gewählt wird, jemand, der/die die Interessen der Wählenden in seinem/ihrem Amt umsetzen soll!

Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt, entstand im Jahr 2013 eine Partei, die in ihren Programm beim popolus Punkte sammelte und immer mehr Zustimmung bekommt!

Die etablierten Parteien traten 2017 an, die populistische Partei mit Argumenten entkräften zu wollen!

Aber außer Beschimpfungen, Ausgrenzung und Schmähungen haben sie bisher leider nichts zu bieten.

Sie bleiben ihren Politikstil treu und handeln weiterhin nicht nach dem Willen des deutschen Volkes, sondern tun das Gegenteil. (Nur ein Bsp. Koalitionsverhandlungen in Sachsen)

Deshalb werden nicht nur in Deutschland, sondern EU-weit Populisten Zulauf erhalten.

15:34 von Treualp1

"Tolles Interview

Aber die Masse Mensch wählt Sie trotzdem weil die Aussagen dieser Kerle sehr einfach sind"

Was jetzt leider auch auf diesen Ihren Beitrag zutrifft.

re smirker

"Des Weiteren steht es jedem EU Land frei, Fördergelder der EU zu beantragen, die sogenannten Populisten sind darin offensichtlich cleverer als die anderen Regierungen!"

Ungarn und Polen haben auch schon Fördergelder erhalten, bevor Populisten an der Macht waren.

@Robert L.

Geht doch, nun fällt das wenigstens nicht so auf, ansonsten gute Idee mit gutbürgerlichen Namen wie Inge N. oder Harald J. . Im Angesicht dessen das in den neuen Bundesländern ehe Rechts schon immer die Oberhand hatte, sollte man sich nicht unbedingt über deren Wahlverhalten verwundert sein.

Einfache Antwort warum Populisten Erfolg haben:

Alles versprechen, nichts halten.
Oder Versprechungen mit Schulden finanzieren
Das "einfache Volk" glaubt dann gerne an eine goldene Zukunft

Links, rechts, Populisten etc

Alles nur Ablenckungsmanöver von den Feudalisten!

Und betreiben ferner divide et impare durch dieses emotionale Aufladen.
Das kann die gut, wie man sieht.

@ andererseits

Nein

Politiker richten sich in ihren Wahlkampfversprechen nach dem Wählerwillen - a la Merkels "mit mir wird es kein xy geben".

Das müssten Sie ja schon als populistisch kritisieren.

Nach den Wahlen zählt dies alles nichts mehr. Adenauers "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern" ist immer noch aktuell.

Nach den Wahlen verfolgen die Politiker ihre eigene Agenda - am Wählerwillen vorbei. Denn der hat seinen Einfluss längst abgegeben - seine Stimme.

@15:31 von a gutt Mensch

"Ob eine Meinung, eine Aussage oder ein Statement "populistisch" (im Sinne von populär) ist, sollte keine Rolle spielen."

Populistisch und populär sind zwei verschiedene Paar Schuhe. "Populistisch" ist überhaupt keine inhaltliche Kategorie, eine Meinung kann also gar nicht populistisch sein.

Was Populismus bezeichnet, sind gewisse Methoden zum Ausbau der eigenen Machtbasis, so wie sie der Artikel beschreibt, oder auch Ihre eigene Beschreibung dieser Methoden:

"Leugnung und Verdrehung von Fakten sowie die Verbreitung von Verschwörungstheorien und esoterische Pseudowissenschaft"

Genau das sind die typischen Merkmale von Populismus.

Wie gesagt, das ist keine inhaltliche Kategorie. Man kann auch nichtpopulistisch rechtsextreme Politik zu machen versuchen - die meisten Versuche sind damit aber nicht allzu weit gekommen, weil es ohne Blendwerk jeder ziemlich schnell merkt, dass der Ansatz nichts taugt.

Populisten oder wie man sie ...

... sonst noch so nennt, profitieren von der Schwäche der Etablierten. Das Sein der Menschen bestimmt ihr Bewusstsein. Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, die Kinderarmut zuzüglich ihrer Eltern immer mehr um sich greift, in den Schulen immer mehr Lehrer fehlen, der Frieden in der Welt immer mehr gefährdet wird, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen der Betroffenen in die etablierte Politik immer mehr zurückgeht oder ganz verschwindet.
Ein Donald Trump ist beispielsweise nicht aus einer plötzlich am Himmel erschienen schwarzen Wolke zu den Amerikanern herabgestiegen, sondern ist das Resultat von leeren Versprechungen, Enttäuschungen und Desinteressen seiner Vorgänger an den sozialen Problemen derselben.

@Paddy B. um 15:52 Uhr

"Das faszinierende und erschreckende ist, wie Trump, Johnson und auch die AfD-Spitzen mit der Behauptung durchkommen, dass sie selbst nicht Teil dieser Elite, sondern ihr Gegner wären."

Volle Zustimmung! Erstaunlich und seltsam. Obwohl der "gemeine"/normale (Mittelstands)Bürger, genau wie jeder andere Mensch auch, als leicht manipulierbar und lenkbar gilt (Gehirnwäsche ist bei Jederman sehr leicht durchführbar).

Doch Trump, Johnson und die AfD-Spitzen werden ja nicht von Bürgern, der Allgemeinheit, und schon gar nicht vom Volk, scharf kritisiert und "verteufelt", sondern von den Eliten.
Den Eliten - die nicht rassistisch, antisemitisch, völkisch, national und inhuman sind, sondern ihre Gegner.
Den Eliten, die einfach nur machthungrig, (Geld) gierig, scheinheilig und eingebildet sind.

@15:53 andererseits

Ich denke nicht, dass das Problem ist, dass ich die Definition von Populismus "verwischt" habe. Der gemeinsame Wortstamm von populär und Populismus (lat. populus ‚Volk‘ - übrigens tatsächlich etwas völlig anderes als "völkisch") ist ja kein Zufall.
Das auch sinnvolle Ziele wie soziale Gerechtigkeit oder Frieden mit dem Vorwurf "populistsch" belbegt werden können ist weder irgendwie hypothetisch noch eine Behauptung, sondern wurde (und wird bis heute) gegen die politische Linke eingesetzt.
Indes halte ich meine Argumentation entgegen der Ihnen (ebenso frei stehenden) Ansicht für durch und durch sinnvoll.

Wenn das Erstarken von Populismus und des rechtsextremem Lagers nicht aus der "bisherigen Politik" resultiert, woraus dann? Was sagen Ihre sagenhaften soziologischen Untersuchungen denn dazu? Handelt es womöglich um das Werk böser Verschwörer die immer im Hintergrund waren? Kann es sein, dass am Ende Sie hier selbst der Rechtspopulist sind?

re messi

"Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen."

Wer den Populisten Antworten gibt und Alternativen aufzeigt kriegt zurück: Das sind gar keine.

Man kann es sehr schön bei einigen notorischen Foristen beobachten, die immer um "Gegenargumente" betteln, aber tatsächlich nur Stichwortgeber suchen, an denen sich die eigene Propaganda aufhängen lässt.

@andererseits 15.53

natürlich hat das Erstarken des "Populismus" mit der bisherigen Politik zu tun, das ist doch überhaupt nicht von der Hand zu weisen! Nur ein paar Beispiele, wo die Bürger nie gefragt wurden oder Abstimmen konnten, aber mit weit reichenden Folgen und Auswirkungen leben müssen: Bankenrettung und Eurorettung, damit verbunden Entwertung der Ersparnisse und Altersversorgung, Grenzöffnung 2015, damit verbunden höhere Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten, Wohnungsnot und steigende Mieten. Nur mal so zum Nachdenken! Gäbe noch genügend Beispiele wie Bildungspolitik...

@ Einfach Unglaublich

Und die Mehrheit ist laut Medienumfragen gegen illegale Einwanderung und Angriffskriege.

Klingt wie ein wörtliches Zitat aus dem Handbuch des Populismus. Inhaltlich für meine Begriffe eine leere Aussage.

@Messi

"Den fleissigen Bürger interessiert doch das Konstrukt "Populist" nicht."

Haben Sie den Artikel gelesen? Dann wissen Sie ja, dass der Appell an das Volk als homogene Einheit eines der Merkmale populistischer Kommunikation ist.
Ich bin genauso ein "fleißiger Bürger", wie Sie es zu sein meinen. Und mich interessiert das Konstrukt "Populist" sehr wohl, weil es meine Zukunft und die meiner Nachfahren zu zerstören droht, und zwar mehr, als es Massenmigration und Militärinterventionen im Ausland je könnten.

"Man will sich partout nicht mit politischen Inhalten befassen. Weil dann müsste man ja Antworten geben, Alternativen aufzeigen."

Sie sollten sachlich bleiben. Es wurde sich ja wohl schon monatelang mit politischen Inhalten befasst. Ihre Unterstellung entbehrt wirklich jeder Grundlage.

Außerdem muss man sich nicht immer mit politischen Inhalten beschäftigen, insbesondere wenn das diejenigen, um die es geht, auch nicht tun.

re morgentau19

"Sie bleiben ihren Politikstil treu und handeln weiterhin nicht nach dem Willen des deutschen Volkes, sondern tun das Gegenteil. (Nur ein Bsp. Koalitionsverhandlungen in Sachsen)"

Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?

re crosterland

"Ein Donald Trump ist beispielsweise nicht aus einer plötzlich am Himmel erschienen schwarzen Wolke zu den Amerikanern herabgestiegen, sondern ist das Resultat von leeren Versprechungen, Enttäuschungen und Desinteressen seiner Vorgänger an den sozialen Problemen derselben."

Wenn das der kausale Konnex wäre müsste seine Wiederwahl schon erledigt sein - oder welche sozialen Probleme der enttäuschten und desillusionierten Amerikaner hat er denn gelöst?

@morgentau19 16:12

Ich verzichte jetzt einmal darauf, jede einzelne Ihrer unsäglichen Aussagen zu widerlegen (was selbstverständlich leicht wäre), sondern mache Sie einfach nur darauf aufmerksam, dass Ihr Beitrag ein populistischer Kommentar par excellence war.

Lesen Sie einfach aufmerksam den Artikel, versuchen Sie, ihn zu verstehen, und Sie werden wissen, warum.

16:14 von Old Lästervogel

aber klappt doch
warum hat Bremen 32.000 Euro Schulden pro Kopf und die Bayern nur 1.400 Euro
wer wird mehr durch den Kakao gezogen ?

Umgang mit Populisten ?

Ja, soweit die Anliegen der Populisten angemessen sind, sind die Ideen zu diskutieren und und bei der Gesetzgebung in einem demokratischen Prozess einzubinden.
Es wäre falsch, da undemokratisch Menschen mit anderen Ansichten zu isolieren und stigmatisieren. Integration verschiedener Interessen einer Gesellschaft ist der richtige Ansatz! Auch wenn bestimmte Ansichten unbequem sind.

@15:32 von Ultimo25

"Populistische Kommunikation hat immer drei Elemente: Zum einen der Appell an das Volk als homogene Einheit, das sogenannte heartland. Zweitens eine sehr starke Elitenkritik. Eliten werden immer als korrupt dargestellt, als selbstsüchtig, als egoistisch. Und drittens eine Exklusion von sozialen Gruppen, beispielsweise Migranten."
.
Wenn Populismus nur diese 3 regeln beinhaltet, kann es nur einen Rechtspopulismus geben, und keinen linken.

Der ersten Punkt ist mit "Volk" vielleicht tatsächlich ungeschickt ausgedrückt, aber es geht um den Alleinvertretungsanspruch für alle "vernünftig denkenden" Menschen. Den findet man auf der linken Seite auch, wenn man an den richtigen Stellen sucht.

Setzen wir danach als Elite "das Patriarchat" ein und als ausgeschlossene Gruppe den alten weißen heterosexuellen Mann, dann haben wir auf der linken Seite etwas gefunden, das allen drei Kriterien entspricht.

Hat halt nur nicht ganz die politische Bedeutung im Moment wie Rechtspopulismus.

@um 16:10 von Prostituierte

Populisten beschäftigen sich grundsätzlich nicht mit Inhalten. Trump hat von Inhalten in der Politik auch überhaupt keine Ahnung. Das braucht er ja auch nicht.

Sie sind etwas geblendet vom Diskurs über Trump als Person. Das ist schade. Sie können aber vermutlich wenig dafür weil die Berichterstattung hier sich primär darauf beschränkt, auf Trump als Person. Stichwort Mueller-Bericht (daraus wurde halt nichts...) und nun das völlig aussichtslose Impeachment-Verfahren.

Er hat die Steuern für Bürger und Unternehmen gesenkt. Die illegale Migration von Mexiko eingedämmt. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefststand. Es waren noch nie so viele Menschen in den USA in einem Job wie heute. Er zieht das US-Militär aus diversen teuren Konfliktherden ab, Afghanistan, Irak, Syrien. Genügend Inhalte. Nur kommen die bei den Menschen in den USA - Wählern/innen - ganz gut an.

Da ist es zugegeben auch schwer inhaltlich gegen zu halten... ;-)

15:52 von LifeGoesOn

"In Zeiten der immer weiterführenden Digitalisierung können Nachrichten auf einfachste Weise im großen Umfang verbreitet werden ... ohne dass oft deren Inhalt hinterfragt oder auch angezweifelt wird.

Ich habe kein gutes Gefühl, wo uns das noch hinführen wird. Selbst der Staat mit all seinen Einrichtungen (vielleicht auch schon unterwandert und manipuliert) scheint mehr und mehr machtlos zu sein."

Ich verstehe Ihre Angst. Mich übermannt sie auch nicht selten.

Aber ich meine beobachtet zu haben:
das Bedürfnis, brühwarm die Ansichten über Geschehnisse, die offenbar jeden Tag irgendwo im Netz vorgegeben werden, wörtlich zu übernehmen und überall zu posten:

dieses Bedürfnis scheint mir relativ neu zu sein.
Dem scheint etwas anderes zu Grunde zu liegen als wachsende Verblödung ->

Ich nenne das mal:
kollektive Urangst.
Angst vor Verlust der eigenen Identität.

Konkreter: Angst oder Panik vor Überfremdung.

Wie können wir diese Angst enthebeln?
Populismus ist das Produkt dieser Angst

@karwandler

In Polen konnten die sogenannten Populisten das Wirtschaftswachstum gegenüber den Vorgängerregierungen signifikant steigern (Quelle: statista.de)
Für Ungarn habe ich leider keine Zahlen gefunden.

re einfach unglaublich

"Und die Mehrheit ist laut Medienumfragen gegen illegale Einwanderung und Angriffskriege."

Wenn mich einer fragt, ob ich gegen Angriffskriege bin, sage ich auch ja.

Wenn dann aber einer behauptet, ich wäre grundsätzlich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, haben wir die typisch populistische Verdrehung der Wahrheit.

Und natürlich ist kaum jemand für illegale Einwanderung. Wer so fragt kriegt das gewünschte Ergebnis.

16:24 von karwandler

Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?
.
der Wille von den Parteien die 72 % der Wähler repräsentieren
die restlichen 27 % kalt zu stellen
zumindest erkenne ich nur diese Ziel

@ morgentau19

Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt ...

Hätten Sie das Interview gelesen, würden Sie sich spätestens bei "das Volk" ertappt fühlen. Das ist die typische Rhetorik des Rechtspopulismus. Das Interesse des Volkes gibt es nicht, es gibt eine Fülle von Interessen. Die Regierung ist von einer Mehrheit der Wahlbevölkerung in einem demokratischen Prozess auf Zeit mit politischer Macht ausgestattet. Alles andere ist populistisches Geschwätz.

@deutlich 16:22

Ihr Kommentar zeigt nur eines: dass Sie sich dringend mit der Funktionsweise der repräsentativen Demokratie beschäftigen sollten.

Wenn das Erstarken der Populisten jetzt sogar schon damit rechtfertigt wird, dass wir keine direkte Demokratie haben, dann sollten sich einige Leute erst einmal intellektuell und theoretisch mit unserer Demokratie auseinandersetzen, bevor sie wieder an Wahlen teilnehmen.

@16:18 Einfach Unglaublich

Es gibt Politiker*innen, die das, was sie vor der Wahl sagen, nachher nicht tun. Dafür gibt es 3 Hauptgründe:
a) Sie können in notwendig gewordenen Koalitionsverhandlungen nicht alles durchsetzen; das ist politischer Alltag.
b) Die Sachlage, Zusammenhänge bzw. Entwicklungen erfordern neue Antworten; das ist dann begründungswürdig - auch das ist politischer Alltag.
c) Es kümmert sie nicht das "Geschwätz von gestern" (wie Sie zitieren...): Das ist abzulehnen, das geschieht wie z.B. bei der Maut. Mit Populismus hat das noch nicht zwingend zu tun.
Ihr letzter Absatz ist in dieser Generalisierung allerdings Populismus in Reinform. Sie kommen selbst drauf, wenn Sie gängige Definitionen zu Grunde legen.

Erfolg

Das Erfolgsrezept ist die elite in deutschland england amerika etc etc hatten lange genug zeit aber sie arbeiten ALLE in ihre eigene tasche so das es ihnen und ihren familien gut geht und dafur sollen andere arbeiten so das sie ein schones leben fuhren konnen. Die amerikaner englander und ich hoffe auch die deustchen in der zukunft haben die schnauze voll und werden dieses system zum ende bringen. Zum gluck gibt es heute das internet und das leben ist extrem schnell geworden so das die menschen ihre eigene meinung bilden konnen

@ andererseits

Ihre Meinung zur illegalen Migration ist kennzeichnend für die Linke Ideologie.

Diese entscheidet, was gut ist - und wenn das Volk das anders sieht muss es umerzogen werden. Medial und wenn nötig in Gegängnis und Lager - s. DDR, China, UdSSR

Linke Ideologie ist per definitionem antidemokratisch. So sehr, dass diese Länder einen "anti-imperialistischen Schutzwall" bauen mussten, um alle ihre Bürger einzusperren.

@crosterland, 16:20

Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, die Kinderarmut zuzüglich ihrer Eltern immer mehr um sich greift, in den Schulen immer mehr Lehrer fehlen, der Frieden in der Welt immer mehr gefährdet wird, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen der Betroffenen in die etablierte Politik immer mehr zurückgeht oder ganz verschwindet.

Das klingt wie "wenn 2*2 nicht 5 ist, muss es logischerweise 6 sein".
Ich teile das Misstrauen aller von Ihnen genannten Gruppen, Rentnern, Eltern, Friedliebenden. Unsere Regierungen schaffen es nicht oder nur unzulänglich, sich um unser aller Bedürfnisse angemessen zu kümmern. Ich greife sie deshalb scharf an und strebe nach Kräften nach Veränderungen.
Nur, obwohl sie das für alternativlos halten, gehe ich trotzdem nicht den Populisten auf den Leim und verspreche mir von deren autoritärer, national-geprägter freiheits- und menschenfeindlicher Politik erst recht keine Lösung dieser Probleme.

@16:12 von morgentau19

Wenn man in dieser Diskussion mit `das Volk´ oder `dem Volkswillen´ kommt, zeigt das nur, dass man es noch immer nicht verstanden hat.
Denn wenn `das Volk´ das wollen würde, was die AfD `vertritt´, dann würde das Volk die wählen.
Tut es aber nicht. Ergo ist das, was die AfD will, nicht das, was `das Volk´ will. Für `das Volk´ hält sich eine intellektuell überforderte Minderheit von 12%.
Also tatsächlich nur ein kleiner Teil des Volkes.

@ Prostitu

Da Ihnen der Mehrheitswille egal ist, sind sie per Definition antidemokratisch.

@ Crosterland

Populisten oder wie man sie ... sonst noch so nennt, profitieren von der Schwäche der Etablierten. Das Sein der Menschen bestimmt ihr Bewusstsein. Wenn immer mehr Rentner nicht wissen, wie sie von ihrer Rente leben sollen, ...

... dann sind Populisten die letzten, die an einer Lösung arbeiten würden. Wer gräbt sich schon selbst das Wasser ab?

16:35 von karwandler

wer fragt führt !
und mit der richtigen Formulierung der Frage
hat man auch die passende Antwort
was will man mehr

Vorher - nachher

Boris Johnson war Journalist und wegen seiner intellektuellen Schärfe bekannt...

Donald Trump hatte sich seinen Ruf als cleverer Geschäftsmann mit immerhin 35.000 Angestellten aufgebaut...

dann wurden sie Politiker...

und ihre politischen Gegner kamen - scheinbar ohne Situationsanalyse - zu dem Ergebnis, die beste Taktik sei, diese beiden Überflieger jetzt als Trottel zu bezeichnen.

@ 14:30 von deutlich

"Beschäftigen Sie sich mal mit Johnson's Ausbildung und Werdegang!"

Das ehrfurchtsvolle Einknicken vor Oxford, oder Yale-Absolventen zeigt, dass bei bestimmten Leuten Bildung allein schon ein Ausweis von politischer Qualifikation ist. Auch hierzulande hat der Doktortitel immer noch einen hochstilisierten Nimbus, auch wenn der Betreffende Menschlich ein Versager ist.

@Sisyphos3

"16:24 von karwandler
>>Welcher Wille des deutschen Volkes wird denn in Sachsen nicht erfüllt?<<
.
der Wille von den Parteien die 72 % der Wähler repräsentieren
die restlichen 27 % kalt zu stellen
zumindest erkenne ich nur diese Ziel"

Sie haben eine recht einfältige Unterstellung zum besten gegeben, aber auf die Frage des Users nicht geantwortet: Welcher Wille des deutschen Volkes wird in Sachsen nicht erfüllt?

@falscher "Dr."Beyer

ich brauch sicher keine Nachhilfe zur repräsentativen Demokratie. Nur sagen Sie mir einfach, in welchem Wahlprogramm stand, dass man Gesetze und Verordnungen mißachtet, die man selbst verhandelt und beschlossen hat, wenn es opportun scheint. Z.B. no-bailout-Klausel, z.B. EU-Stabilitätskriterien, Schengen, Dublin?

Und wie werden die populisten

Und wie werden die populisten bloss gestellt ? Die andren hatten jahrzente zeit aber es gab NICHTS ausser schone worte steuererhohung mehr arbeit etc etc auf kosten der bevolkerung zum gluck gab es 2015 und die menschen in england amerika deutschland sind aufgewacht und sehen wie NUR ein paar eliten von diesem projekt profieteren

@ andererseits

Adenauer zu zitieren halten Sie für Populismus?

Und alles wofür die CDU vor 20 Jahren stand ist rechtsextrem?

re feo

"Integration verschiedener Interessen einer Gesellschaft ist der richtige Ansatz!"

Das ist hohles Geschwätz. Diametral gegensätzliche Interessen kann man nicht integrieren.

@16:08 von pxslo

"Die genannten "Populisten" (Tr., Pu., Er., Or., Bo., Ka.) haben eines gemeinsam - sie sind demokratisch gewählt worden" - so weit, so gut oder schlecht.
"Die sind jedenfalls legal an der Macht" - da wird die Sache schon rissig. Den Begriff der Wahlmanipulation kennen diese Herren, wetten ?
"Worüber man sich aber tatsächlich sorgen machen sollte, sind Diktaturen, die von skrupellosen Alleinherrschern regiert werden" - erwähnten Sie nicht Putin, Erdogan,... ?
Da wird schon mal ein Oppositioneller auf offener Straße erschossen oder landet als "Terrorist" im Gefängnis !
Es ist längst an der Zeit, daß Sie aufhören mit der Märchenerzählung und damit beginnen, sich Sorgen machen !

@16:12 von morgentau19

"Da in Deutschland seit vielen Jahren die Regierungen nicht mehr die Interessen des Volk umsetzt, entstand im Jahr 2013 eine Partei, die in ihren Programm beim popolus Punkte sammelte und immer mehr Zustimmung bekommt!
.
Die etablierten Parteien traten 2017 an, die populistische Partei mit Argumenten entkräften zu wollen!"

Diese populistische Partei ist längst selbst etabliert, in allen Landtagen und im Bundestag vertreten und hat auch an Skandalen nicht weniger zu bieten als andere Parteien. In anderen Worten, sie ist längst selbst eine "Altpartei", nur eine noch schlimmere als die anderen.

Aber was wären den "die Interessen des Volks" überhaupt? Und wie kommt man auf die Idee, dass das gesamte Volk dieselben politischen Vorstellungen hat? Ich bin mir sicher, dass sich Ihre Interessen sehr von den meinen unterscheiden (und von den Interessen der meisten anderen Deutschen, sichtbar an Wahlergebnissen, wo noch dazu die Hälfte Protestwähler ohne Interesse am Inhalt waren).

@ um 15:53 von karwandler

Das sind die Leute, die neben dem Verfassungsschutz dafür gesorgt haben, dass es Neonazis gibt.
Wenn man solche Verbrecher bekämpfen will, sollte man die Karten auf den Tisch legen.
Was meinen Sie wohl, warum es geschwärzte und geschredderte Akten gegeben hat?
Meiner Meinung nach gibt es da eine Menge zu verheimlichen, dass dem Ansehen derjenigen zu recht schaden könnte, die mit der Politik befasst sind.
Von Verbechen, deren Aufklärung durch diese Geheimnistuerei verhindert wird, gar nicht zu reden.

@Weltverschlimb...

"Donald Trump hatte sich seinen Ruf als cleverer Geschäftsmann mit immerhin 35.000 Angestellten aufgebaut..."

Sie sollten dringend mehr seriöse Nachrichten konsumieren. Dann würden Sie nämlich etwas derart Grundfalsches nicht behaupten.

"die beste Taktik sei, diese beiden Überflieger jetzt als Trottel zu bezeichnen."

DT ist niemals ein Überflieger gewesen. Er ist ein intellektuell im allerbesten Fall leicht unterdurchschnittliches Millionärssöhnchen mit entsprechender Ausstattung.

Einspruch, Euer Ehren!

Johnson ist kein Populist (mehr).

Er war einmal einer, als er ein Brexit-Referendum forderte.

Das Referendum ist längst vorbei und eindeutig. Nun ist Johnson Demokrat und dann passt nicht mehr in diese Reihe.

16:47 von DrBeyer

Sie haben eine recht einfältige Unterstellung zum besten gegeben,
.
einfältig ?
bei jeder Koalitionsverhandlung die letzten Jahren
> wir verhandeln mit allen Parteien nur nicht der AfD <
und warum hat die AfD noch keinen Bundestagsvizepräsidenten
was ist an dem 3. Kandidaten schlecht
sein Migrationshintergrund Tscheche ?

@ karwandler

Wäre es nur so!

Die Aktivisten von Pro Asyl sind FÜR illegale Einwanderung.

Linkspopulistische und sachlich falsche Slogans wie "kein Mensch ist illegal" findet man leider an viele Stellen.

Und die Grünen waren mehrheitlich FÜR den Kosovokrieg.

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