Kommentare

Auch wenn es auf beiden Seiten hart wird

Alle Möglichkeiten konnen fiskutiert werden, aber bitte keine weitere Verlängerung des Austrittstermins.

BoJo will überhaupt nicht ernsthaft verhandeln und die EU hat x* mitgeteilt, dass sie den Wünschen der Briten nicht folgen willl/wird.

Als 7. Szenario kann die EU

Als 7. Szenario kann die EU auch einfach alle EU - Abkommen mit Großbritannien zum 31.10. kündigen und mit Großbritannien Handel treiben, wie mit jedem anderen Nicht - EU - Mitglied.
Dann muß eigentlich nur noch für die Zollformalitäten gesorgt werden, die auf beiden Seiten für krisensichere Arbeitsplätze sorgen wird.
Und dazu hat die EU doch sicherlich schon einen Plan gemacht, oder?
Immerhin ist die Brexit - Volksabstimmung schon über 3 Jahre alt.

Lasst sie endlich gehen

Lasst die Briten doch endlich gehen und geht ihnen meinetwegen ein kleines Stückchen entgegen.
Natürlich sind sie mir ans Herz gewachsen, sorgen sie doch fast täglich für Abwechslung in den Nachrichten. Zwar nichts Neues, aber es ist schon interessant, welche Varianten des Austritts bzw. Nicht-Austritts es doch gibt.
Aber es muß doch auch mal Schluss sein mit dem Kasperletheater. Oder will man von anderen wichtigeren Problemen ablenken ? Ich denke die gibt es zuhauf um uns herum.
Aber egal wie angeblich schlimm es für die EU oder GB sein wird, es gibt doch auch immer ein "danach". Es regelt sich alles, garantiert.
Man soll wirklich "Reisende" nicht aufhalten.

Einschätzung

Geht man mit meiner Einschätzung davon aus, dass keine Vereinbarung mit Brüssel zu Stande kommt, würde Johnson den Antrag zur Verlängerung des Austrittstermins pflichtgemäß nach Brüssel senden. Die EU würde mangels Verhandlungsmasse diesen Antrag abweisen.
Großbritannien scheidet zum 31.10.aus der EU aus. Dafür spricht, dass President Macron, mitgeteilt hatte, dass es ohne Verhandlungsmasse keine Verlängerung des Austrittstermin geben wird.

Völlig unbelegte Behauptungen

Bei einem No-Deal Brexit käme es zu ".... weitreichende Folgen für die Bürger und unabsehbare Konsequenzen für die Wirtschaft.".
Das sind doch völlig unbelegte Behauptungen, die bislang stets nur in den Raum als Nebelkerze gestellt wurden.

Tatsächlich wäre es erst noch abzwarten, welche Auswirkungen ein soches Vorgehen tatsächlich hätte, da es derartige Situationen bislang noch nicht gab.

Da aber offensichtlich die Inhaber der EU-Pfründe im Falle einer positiven Entwicklung für die Briten Angst vor einem DOMINO-Effekt haben, werden die Bürger seit Monaten von den Medien mit haltlosen Horror-Meldungen und Szenarien verunsichert und weichgeklopft.

Schade eigentlich. Mit Demokratie hat das wenig zu tun.

Kann man nur mit dem Kopf schütteln

Wieso macht man erst nen Volkentscheid wenn man auf biegen und brechen versucht die Entscheidung unwirksam zu machen.

Zweites Referendum wäre das einzig Richtige!

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein zweites Referendum das einzig Richtige wäre. Denn immerhin hat es seit dem ersten Referendum einige Veränderungen gegeben:
1)Es wird immer klarer, daß der Brexit massive wirtschaftliche Schäden verursacht. Immerhin gehen etwa 80% der britischen Exporte in die EU. Freihandelsabkommen mit anderen Staaten können diesen Verlust nicht ausgleichen.
2)Es droht die Abspaltung Schottlands, aber auch Wales und Nordirland könnten sich abspalten.
3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden.
Der mögliche Zerfall des Landes und die anderen Gründe Wären eigentlich Anlass genug, diesen Prozess erst einmal zu stoppen und sich eine Pause zum Nachdenken zu geben. Danach sollte das Volk erneut darüber abstimmen, ob es unter diesen Umständen den Brexit weiterhin möchte Das was Boris Johnson jetzt macht, ist nicht der Wille des Volkes! Wer von den 52% Brexit-Befürwortern hat damals für einen Brexit gestimmt, der die Einheit des Landes gefährdet?

Wie lange soll das noch so weitergehen?

Bitte lasst es zu Ende sein.

Wenn die Briten nicht austreten können, dann müssen sie eben hinausgeworfen werden. Alles besser als dieser würdelose Prozess. Dann wird man sich endlich wieder mit mehr Kraft anderen drängeneden Problemen zuwenden kann.

Für eine weitere Fristverschiebung

Für eine weitere Fristverschiebung muss es triftige Gründe geben. Das wären z. B. Neuwahlen des Unterhauses mit gleichzeitigem neuen Referendum über die verbleibenden zwei Optionen. "Wir können uns nicht einigen" hingegen ist kein triftiger Grund.

Die Nerven liegen blank

Manch Einer will einfach nicht mehr. Es ist egal, ob das britische Parlament sich doch noch zu einem Vorschlag durchringt, oder auch nicht, man will allmählich das Thema los sein. Es bindet Ressourcen.

@ Demokratisch...

Lasst die Briten doch endlich gehen und geht ihnen meinetwegen ein kleines Stückchen entgegen.

Aber bitte nicht beim Backstop.
Die Iren bleiben in der EU, ihre Interessen dürfen wir nicht preisgeben, nur um den Briten etwas hinterher zu werfen, die eh gehen.

@Demokritisch (13:28)

Lasst die Briten doch endlich gehen und geht ihnen meinetwegen ein kleines Stückchen entgegen.
___

Niemand außer ihnen selbst hält sie auf...

Die Ausgestaltung des Brexit fehlt bisher

Bevor die EU tätig werden kann, müssen die Briten sich über die Ausgestaltung des Brexit einigen. Es muss also einen Parlamentsbeschluss oder eine zweite Volksabstimmung über das wie des Brexit geben.

/// Am 07. Oktober 2019 um

///
Am 07. Oktober 2019 um 13:34 von Meddl-Kaschper 67
Kann man nur mit dem Kopf schütteln

Wieso macht man erst nen Volkentscheid wenn man auf biegen und brechen versucht die Entscheidung unwirksam zu machen.///
.
Es zeigt sich, dass es ein großer Fehler von Cameron war, dieses Referendum durchzuführen. Komplexe Fragen kann man nicht mit nein/ja-Entscheidungen lösen. Deswegen hat sich ja die repräsentative Demokratie als überlegen herausgestellt. " Man versucht auch nicht auf biegen und brechen die Entscheidung unwirksam zu machen ": das britische Parlament kann sich lediglich nicht auf eines der möglichen Austrittszenarios mehrheitlich einigen.

@DeBundeskanzler (13:33)

Völlig unbelegte Behauptungen
Bei einem No-Deal Brexit käme es zu ".... weitreichende Folgen für die Bürger und unabsehbare Konsequenzen für die Wirtschaft.".
Das sind doch völlig unbelegte Behauptungen, die bislang stets nur in den Raum als Nebelkerze gestellt wurden.

____

Im Falle eines No-Deals wird UK zum 1.11. ein ganz normales Drittland wie Aserbaidschan oder Afghanistan. Bedeutet:
- kein freier Warenverkehr und damit verbundene lange Zollkontrollen an der Grenze
- kein freier Personenverkehr, aufgrund eines fehlenden Abkommens mit Pass- und Visumspflicht.
- kein freier Geldverkehr: die Mitnahme von Devisen ist auf Kleinstmengen beschränkt. Abhebne im Ausland kostet ordentlich Gebühren

Ich würde das schon als "weitreichende Folgen" bezeichnen, wenn ich mir plötzlich einen Reisepass besorgen und Monate im Voraus in der britischen Botschaft ein Visum beantragen muss, wenn ich nach UK reisen will.

@Thomas Scherr

"Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein zweites Referendum das einzig Richtige wäre" und weiter .... "1)Es wird immer klarer, daß der Brexit massive wirtschaftliche Schäden verursacht. " und so weiter 2) und 3).
Fast immer würde man nach einiger Zeit gerne anders entscheiden, weil dann Nachteile zu Tage treten, an die man nicht gedacht hatte.
Ja wenn das immer so einfach wäre, würde man sehr oft auch eigene Entscheidungen revidieren um später besser dazustehen.
Aber Entscheidungen werden eben auch den augenblicklichen Verhältnissen getroffen und das ist richtig. Sonst gäbe es keine Entscheidungen mehr, also praktisch Stillstand.
Entscheidungen, auch falsche, zeigen aber immer neue interessante Wege auf, finde ich.

@Wohlstandsbäuchlein

Ja sicher. Völlig einer Meinung.

@Thomas Scherr (13:41)

4) Der Souverän ist das Parlament und nicht das Volk. Die Meinung der Untertanen hat entspechend keinerlei Relevanz
5) Beim ersten Referendum ging es niemals um um einen Austritt ohne Abkommen, sondern um den Auftrag, ein Abkommen auszuhandeln
6) Da keiner absehen konnte, wie ein solches Abkommen aussehen würde und unter welchen konkreten Bedingungen UK nun wirklich raus kann, hätte über den Austrittsvertrag noch mal abgestimmt werden müssen.
7) Bei einer Entscheidung von solcher Tragweite sind klare Mehrheiten notwendig und keine, bei denen das Ergebnis von der Tagesform abhängt.

Das alles scheint in Westminster kaum jemanden zu interessieren. Genau wie die Tatsache, dass ein No-Deal das Karfreitagsabkommen bricht. Aber was interessiert man sich angesichts von 60 Millionen Briten um 2 Millionen Nordiren? Dass die EU ein Friedensbringer ist und maßgeblich für die Beendigung des IRA- und ETA-Terrors gesorgt hat, wird von BoJo und anderen Nationalisten ja geflissentlich ignoriert.

@ Meddl-Kaschper 67

Wieso macht man erst nen Volkentscheid wenn man auf biegen und brechen versucht die Entscheidung unwirksam zu machen.

Vielleicht haben Sie vergessen, dass auch der jetztige Premier im britischen Parlament gegen den Austrittsvertrag gestimmt hat, sogar dreimal. So wurde eben eine Verlängerung notwendig. Jetzt steht eine weitere Verlängerung an, weil der Premier kein Konzept hat, aber das Parlament lahmlegen möchte.

Lasst sie ziehen

GB ist tief gespalten und zerstritten. Der Riß geht durch Parteien, Unternehmen und Familien. Die EU hat genug andere Herausforderungen wie Klima, Sicherheit, Migration, Nato, usw. zu meistern. Sicherlich schade, aber ein gespaltenes Land, dass sich selbst nicht grün ist bringt nur noch mehr Unruhe in die EU. Also lassen wir sie ziehen und sich erst mal zu sich selbst kommen. Wir werden sehen, was mit Schottland und Irland nach dem Brexit passiert und ob wir in ein paar Jahren noch von GB oder "little england" sprechen.
Einmischen können und sollten wir uns eh nicht.

Eins ist klar

Der Handel mit Kontinentaleuropa muss nach dem Brexit deutliche Nachteile für GB haben. Und jeder Brite muss das auch täglich spüren.

/// Am 07. Oktober 2019 um

///
Am 07. Oktober 2019 um 13:41 von perchta
Wie lange soll das noch so weitergehen?

Bitte lasst es zu Ende sein.

Wenn die Briten nicht austreten können, dann müssen sie eben hinausgeworfen werden. Alles besser als dieser würdelose Prozess. Dann wird man sich endlich wieder mit mehr Kraft anderen drängeneden Problemen zuwenden kann.///

Gegen den Willen eines Vertragsmitglieds ist ein Ausschluss aus der Europäischen Union im Rahmen eines Vertragsänderungsverfahrens nicht möglich. Das britische Parlament muss sich schon " die Suppe, die es sich eingebrockt hat auch selbst auslöffeln " , i.e. eine Entscheidung treffen.

/// Am 07. Oktober 2019 um

///
Am 07. Oktober 2019 um 14:07 von hochtief
Lasst sie ziehen///
.
Niemand, außer dem britischen Parlament selbst, hält GB davon ab.

Es reicht jetzt

Brech it - ich kann's nicht mehr hören, es kommt mir zum Hals raus. Ichlinge regieren die Welt. - Irgendwie überall Bombenstimmung.

@ Wohlstandsbäuchlein

Eins ist klar.
Der Handel mit Kontinentaleuropa muss nach dem Brexit deutliche Nachteile für GB haben. Und jeder Brite muss das auch täglich spüren.

Es war ja auch so gedacht, dass sich die Konservativen in GB mit Nicht-EU-Staaten bessere Handelsverträge erhoffen.

14:13 von Wohlstandsbäuchlein

gelle
den Briten zeigen wir es jetzt !
warum so ein Hass ?
Leben und leben lassen
wäre doch auch ne Option

13:41 von Thomas Scherr

3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden.
.
ist das so oder nur ihre ganz persönliche Meinung also Mutmaßung ?

re nie wieder spd

"Als 7. Szenario kann die EU

Als 7. Szenario kann die EU auch einfach alle EU - Abkommen mit Großbritannien zum 31.10. kündigen und mit Großbritannien Handel treiben, wie mit jedem anderen Nicht - EU - Mitglied."

Ihr 7. Szenario steht schon als Nr. 3 im Artikel.

Abkommen kündigen ist dummes Zeug. Die EU hat keine speziellen Abkommen mit einem EU Staat.

@ 13:25 von nie wieder spd

>>Als 7. Szenario kann die EU auch einfach alle EU - Abkommen mit Großbritannien zum 31.10. kündigen und mit Großbritannien Handel treiben, wie mit jedem anderen Nicht - EU - Mitglied....<<

Nein, die EU kann nichts kündigen. Was auch? Die EU-Gesetze und Richtlinien, die für EU-Mitglieder gelten?
Nur ein Mitgliedsland kann den Austritt aus der EU beantragen.
Dann sollte sich aber das Austrittsland auch im Klaren darüber sein, wie es sich die zukünftigen Beziehungen zur EU vorstellt.
Und dazu hatte GB nun über 3 Jahre Zeit.

re sisyphos3

"13:41 von Thomas Scherr

3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden.
.
ist das so oder nur ihre ganz persönliche Meinung also Mutmaßung ?"

Das ist nun schon so oft besprochen und belegt worden, dass Ihre Frage nur noch als Trollerei gelten kann.

@13:28 von Demokritisch

Was tut denn die EU, um GB nicht "gehen" zu lassen?
Womit hält die EU denn Ihrer Meinung nach GB auf?
Ich kann da wirklich nichts erkenne, was die Eu tut, um die Briten nicht aus der EU zu lassen.

/// Am 07. Oktober 2019 um

///
Am 07. Oktober 2019 um 14:32 von Sisyphos3
13:41 von Thomas Scherr

3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden.
.
ist das so oder nur ihre ganz persönliche Meinung also Mutmaßung ?///
.
Am Bekanntesten ist wohl die 350 Millionen Pfund pro Woche Lüge, die Ihnen auch geläufig sein dürfte.

Es ist wie bei einem

Ehebruch. Schlägt der Eine zurück, folgt postwendend die Retourkutsche.
Es sollen die Formalitäten geregelt werden, die zu Regeln sind, wie das Problem mit Irland und Nordirland. Wenn sich die Protestanten mit den Katholiken weder bekämpfen, wird sich ein Mr. Johnson wohl brüsten, seht her, ich habe es geschafft "Frieden" auf der Insel zu stiften.

Schluss jetzt!

Das kann doch keiner mehr aushalten. Sonst kann die EU sich gleich abschreiben. Ein Schmusekurs mit neuen Zugeständnissen ist das Falscheste. Die ganzen Nationalisten in anderen Ländern jubeln ja schon: "So machen wir es dann auch!"

Das Gefühl "Well done!" darf sich bei keinem einstellen. Die Engländer waren jederzeit die größten Bremser und Verhinderer und haben sich immer eine Extrawurst bestellt.

Happy Riddance! Wir sind froh, wenn jetzt alles ein Ende hat. Eines Tages können sie ja wieder beitreten. Wenn die EU ein ganzes Stück weiter ist.

Die Arbeit der EU zum Brexit...

...wirkt zunehmend ebenso
erbärmlich, wie das erpresserische,
unerträglich Gehabe Großbritaniens!
Es muß zukünftig eine maximale
zeitliche Grenze von höchstens
zwei Jahren geben, falls noch
andere Länder meinen, ohne "EU"
würde es ihnen besser gehen!
Ich will lieber gar nicht erst wissen,
was dieser ganze Circus jetzt schon
gekostet hat!! Hoffentlich zahlen
dafür in erster Linie die Briten
und hoffentlich hat man in der
EU genug Möglichkeiten unsere
"Abschlußrechnung" auch gegen
Typen wie Boris Johnson ohne wenn
und aber durchzusetzen...!!

Verlängerung nur mit Bedingungen.

Die EU ist bislang sehr höflich und zuvorkommend mit den Briten. Ich denke wir
Sollten jetzt so langsam Nägel mit Köpfen machen.

Eine Verlängerung geht noch, aber wenn die es dann immer noch nicht hin bekommen, dann muss Artikel 50 zurück gezogen werden.

Wenn’s nicht geht, dann geht’s halt nicht. Und dann soll sich GB erst mal intern klar darüber werden, was man will.

Wenn das geklärt ist, dann das Volk nochmal befragen oder gleich Artikel 50 ziehen.

Aber so kann es nicht weiter gehen....

Sonderstatus und Rosinen der Briten

Sie könnten schon längst draußen sein, wenn sie nicht drei Mal -incl.Mr.BJ- die Vorschläge von Fr.May abgelehnt hätten. War doch der Backstop der hauptsächliche "casus cnactus" in diesem Abkommen. Eigentlich von Anfang an. Alles, was jetzt auf die Schnelle vorgeschlagen wird, läuft doch darauf hinaus: "Wenn die EU Entgegenkommen zeigt" Zitat Ende. Da hat auch die Republik Irland und somit auch die EU ein Wörtchen mitzureden. Wenn ich mir die Entwicklungen seit Wochen durch den Kopf gehen lasse, werde ich den Verdacht nicht los, dass das ganze Procedere von Mr.BJ darauf hinaus läuft, den Schwarzen Peter der EU anzulasten (wie ich schon einmal an anderer Stelle erwähnte).
Begann Vieles nicht schon unter Mrs.Thatcher, als der üppige Britenrabatt ausgehandelt wurde. Und es ging dann um Etliches weiter. Ich würde jetzt sagen -genug ist genug-. Aber es ist ja auch schon Etliches im Forum schon geschrieben worden und ich habe das Gefühl, dass sich alles im Kreise dreht. Circulus vitiosus.

Die EU kann im Moment leider nix tun

@ 1.Senator:
Die Arbeit der EU zum Brexit wirkt zunehmend ebenso erbärmlich, wie ...

Das erscheint Ihnen nur so und liegt daran, dass die EU nur abwarten kann, bis GB ein mehrheitsfähiges Konzept im Parlament beschlossen hat.

Vorschlag

Die EU soll GB bezüglich der EU-Freizügigkeitsrichtlinie entgegen kommen und dafür ein neues Referendum verlangen.

Ja was heißt hier Extrawurst? Was ist denn der EU lieber, ein Beharren auf eine in der Praxis untaugliche Regelung oder England in der EU zu halten?

@13.33-unbelegte Behauptungen - wie beim Klimawandel?!

Wer den Klimawandel leugnet, der dürfte auch zur selben Spezies gehören, die einschneidende Folgen im Falle eines Brexit leugnet.

Bei beiden Themen weiß man hinreichend genug was es für Konsequenzen haben wird.

Langfristig wird das sicherlich sich wieder irgendwo einpendeln. Aber ersten wird das einige harte Jahre geben für die Briten. Und wer weiß was die Schotten machen..?

Und zweitens ist es recht wahrscheinlich, dass der Brexit unterm Strich für GB deutlich mehr Nachteile mit sich bringt. Vor allem für das einfache Volk.

GB dürfte auf das Niveau eines Billiglohnlandes abstürzen.

Auch das Klima wird sich irgendwann einpendeln. Spätestens wenn alle Eismassen aufgetaut sind und das Meer hinter Düsseldorf anfängt.

@ leider geil

Es war ja auch so gedacht, dass sich die Konservativen in GB mit Nicht-EU-Staaten bessere Handelsverträge erhoffen.

Ja, schon klar, so war der Slogan der Brexiteers.
Aber mal ehrlich: Warum sollte ein Handelspartner den Briten etwas schenken wollen, was die deutlich größere EU nicht bekommt?

Wenn Sie meinen .....

Natürlich ist es richtig, dass man mit so einem Austritt keinerlei Erfahrung hat. Damit erschöpft sich aber der Informationsgehalt ihres Beitrags. Natürlich ist es KLAR, dass der ungeregelte Austritt eine katastrophale Wirkung auf die UK-Wirkschaft hat. UK muss 700+ Verträge, alles Themen, die über die EU heute abgedeckt sind, nachbehandeln. Großbritannien ist in allen diesen Verhandlungen in der schwächeren Position! Der heutige Handel von UK mit der EU beträgt ca. 45% und dieser verteuert sich auf WTO-Regel-beruhend um 10 bis 15%. Aufgrund der unsicheren Lage wandern immer mehr Firmen in das EU-Gebiet ab. Wer dann noch behauptet, dies habe alles keine Folgen, glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist.

Man wird müde...

Eigentlich ist zum Brexit alles gesagt. Zu Mays Zeiten hat das Unterhaus über eine ganze Reihe von Varianten abgestimmt und keine einziger hat eine Mehrheit bekommen. Wer sagt eigentlich, dass der Vorschlag von BJ, selbst wenn die EU dem zustimmen würde, eine Mehrheit im Unterhaus fände? Und das alles vor dem 31.10?

Meine Vermutung ist, dass wenn man jetzt tatsächlich in wenigen Tagen eine Lösung für ein vorher unlösbares Problem findet, dann ist das ein Formelkompromiss, der beide Seiten das Gesicht wahren lässt. Das Wort "Backstop" verschwindet, die Lösung ist möglichst kompliziert und die EU kann sagen, dass ihre Interessen und vor allem die von Irland auch gewahrt sind.

Ansonsten nervt der Prozess unsäglich.

@Demokritisch (13:59)

@Thomas Scherr

"Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ein zweites Referendum das einzig Richtige wäre" und weiter .... "1)Es wird immer klarer, daß der Brexit massive wirtschaftliche Schäden verursacht. " und so weiter 2) und 3).
Fast immer würde man nach einiger Zeit gerne anders entscheiden, weil dann Nachteile zu Tage treten, an die man nicht gedacht hatte.
Ja wenn das immer so einfach wäre, würde man sehr oft auch eigene Entscheidungen revidieren um später besser dazustehen.
Aber Entscheidungen werden eben auch den augenblicklichen Verhältnissen getroffen und das ist richtig. Sonst gäbe es keine Entscheidungen mehr, also praktisch Stillstand.
Entscheidungen, auch falsche, zeigen aber immer neue interessante Wege auf, finde ich.
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Sie vergessen einen kleinen, aber wesentlichen Punkt: es gab keine Entscheidung. Das Volk ist in UK nicht der Souverän und kann daher nicht entscheiden. Und das Parlament drückt sich gerade um eine Entscheidung herum.

Arbeitnehmerrechte zur Disposition?

@ Säbelzahn:
Vorschlag: Die EU soll GB bezüglich der EU-Freizügigkeitsrichtlinie entgegen kommen und dafür ein neues Referendum verlangen.

Arbeitnehmerrechte kappen, damit die Konservativen ihr Ding kriegen? Da kann ich als alter Gewerkschafter ja nur drüber lachen. Das macht die EU nie im Leben. So ein Blödsinn geht nie und nimmer durch's Europaparlament.

Daraus lässt sich ein Fahrplan fuer die Brexit-Verhinderung baue

Also aus dem Ganzen lässt sich ein Fahrplan zur Brexit-Verhinderung bauen und zwar so:

Schritt1: Szenario 4: Rücknahme des Austrittsantrags

Für London besteht bis zum Austrittsdatum jederzeit die Möglichkeit, den Brexit-Antrag ohne Zustimmung der EU einseitig zurückzunehmen. Die oppositionelle Labour-Partei hat im Falle eines Sieges bei einer möglichen Neuwahl ein zweites Referendum mit einer Option zum Verbleib in der EU versprochen.

Schritt 2:

Falls Johnson sein Amt niederlegt, käme zunächst Königin Elizabeth II. ins Spiel. Sie könnte den Auftrag für eine neue Regierungsbildung vergeben. Die Frage ist, an wen. Johnsons Konservative haben zwar keine Mehrheit mehr im Unterhaus, trotzdem sind sie weiter stärkste Fraktion. Sollte sich die Opposition jedoch mit vereinten Kräften auf Labour-Chef Corbyn oder einen anderen Kandidaten einigen, könnte es einen Regierungswechsel geben.

@ DerBundeskanzler: Unbelegte Behauptungen?

Kommentare, wie Sie und andere sie schreiben, können nur von Menschen geschrieben werden, die den Brexit aus rein politisch-ideologischer Warte betrachten und bewerten.
Ein sprechender Beleg für die weitreichenden Folgen des Brexit stellt das von der UK Regierung verfasste Dokument 'Operation Yellowhammer' dar, in dem lediglich auf konkrete, praktische Probleme in den ersten 6-12 Monaten nach einem no deal eingegangen wird. Unter folgendem Wikipedia link ist das Originaldokument abrufbar: https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Yellowhammer
Jeder, der auch noch beruflich mit den Details eines Ausscheidens ohne Vertrag befasst ist, kann über Ihren Kommentar nur den Kopf schütteln. UK kopiert zwar vielfach EU Gesetzgebung, aber eben unter vollkommen anderen Gegebenheiten und Voraussetzungen, so dass vieles in UK nicht in der Praxis umsetzbar ist. Nur eines von vielen Beispielen: Chemikaliengesetz-gebung. Um hier die Details und Probleme zu beschreiben, gibt es leider nicht genug Zeichen

von Clemens Jakobs 14.40

Na,wunderbar:Dann wird die EU ja der Verlängerung über den 31.Oktober nicht zustimmen,oder doch ?

@14.50-Abschlussrechnung durchsetzen

Keine Sorge - ob mit oder ohne Vertrag - GB wird die Schlussrechnung zahlen. Schon aus Eigeninteresse.

Die großen Rating Agenturen würden im Falle der Nichtbezahlung das Rating auf default setzen. Was selbst für ein Land wie GB zu ähnlichen Problemen führen wird wie seinerzeit bei Italien, Spanien, Portugal und Griechenland.

Die Staatsverschuldung in GB ist sehr hoch. Das würde GB vermutlich das Genick brechen. Und dann wäre der Status auf dem Niveau von Argentinien, ohne rettende EU.

Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass GB sich weiter zu zahlen.

Obwohl. BoJo würde ich zutrauen das Land noch tiefer abstürzen zu lassen - wenn die Briten so blöd waren das zuzulassen!

@1.Senator (14:50)

Die Arbeit der EU zum Brexit...
...wirkt zunehmend ebenso erbärmlich, wie das erpresserische, unerträglich Gehabe Großbritaniens!
Es muß zukünftig eine maximale zeitliche Grenze von höchstens zwei Jahren geben, falls noch andere Länder meinen, ohne "EU" würde es ihnen besser gehen!

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Was soll denn daran erbärmlich sein? Weder ist die EU am Drücker, Vorschläge vorzulegen noch knickt sie bei den "Erpressungsversuchen" seitens UK ein. Die EU kann nur abwarten, bis die Briten sich endlich mal entscheiden können, was sie eigentlich wollen. Und genau das macht sie.

Szenario 4 oder der Brexit

Szenario 4 oder der Brexit von GB kann durch die EU erzwungen werden und würde diesem unwürdigen Spiel ein Ende bereiten.
Nur ein Land der EU muss sich jetzt aus der Deckung trauen und offen ankündigen, einer mögliche Fristverlängerung nicht zuzustimmen und schon hat GB die Pistole auf der Brust. Dann heißt es entweder den Austrittswunsch zurückziehen und GB bleibt unglückliches EU-Mitglied oder aber es heißt am 31.10 Brexit-Time, egal was GB veranstaltet. Da GB sich zu nix einigen kann, muss die EU jetzt nachhelfen

Referendum

Ein Referendum setzt eine Vorlage, von wem auch immer, voraus. Es hat aber keine Vorlage gegeben. Es war lediglich eine, rechtlich nicht bindende, Volksbefragung. Außerdem waren Briten, die im EU-Ausland leben, im Gegensatz zu Unterhaus-Wahlen nicht stimmberechtigt! (So was aber auch)
Jetzt hat man klare Optionen. Jetzt wäre es an der Zeit ein echtes Referendum durchzuführen.

@ Sisyphos3

gelle den Briten zeigen wir es jetzt !
warum so ein Hass ?

Weil ich will, dass die Briten den Brexit als Nachteil empfindlich spüren?
Ich hasse die Breiten doch nicht, im Gegenteil.
Ein Beispiel, wir hatten einen strengen Englischlehrer, bei dem konnte man sich nix leisten, das wäre einfach keine gute Idee gewesen. Der hat uns aber nicht gehasst. Er hat uns nur gezeigt, wo's lang geht.

"Bei einem No-Deal Brexit käme es zu ".... weitreichende Folgen für die Bürger und unabsehbare Konsequenzen für die Wirtschaft.".
Das sind doch völlig unbelegte Behauptungen, die bislang stets nur in den Raum als Nebelkerze gestellt wurden. "

Um nur mal das Beispiel Medikamente zu nehmen:

Bei einem No-Deal Brexit verlieren 2/3 bis 3/4 aller in GB zugelassenen Medikamente ihr Zulassung, weil diese Zulassungen über die EU-Mitgliedschaft sichergestellt waren.

Ich denke, dass das schon einige Auswirkungen auf die Bürger GB haben wird.

Ob der Salat, den GB aus der EU importiert, demnächst drei Tage an der Grenze vor sich hinwelkt bevor in GB auf den Teller kommt. Was soll's? Hauptsache "man ist aus der Knechtschaft der EU befreit".

@ Säbelzahn

... oder England in der EU zu halten?

Ich sehe nicht, dass die EU England halten will.

@Meddl-Kaschpar 67

Kann man nur mit dem Kopf schütteln
Wieso macht man erst nen Volkentscheid wenn man auf biegen und brechen versucht die Entscheidung unwirksam zu machen.

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Ganz einfach: man hat überhaupt keinen Volksentscheid gemacht! Kann man auch gar nicht, weil das Volk in UK nicht Souverän, sondern Untertan ist und entsprechend nichts zu sagen hat. Deshalb kann von Biegen und Brechen in dieser Sache auch nciht die Rede sein.
Anders verhält es sich im Parlament: man ist sich einig, dass man nicht ohne Vertrag raus will, aber nicht, wie dieser Vertrag aussehen kann.
Und nun zur EU: die kann einen bedingungslosen Austritt nicht verhindern. Da UK aber nicht bedingungslos austreten will, sondern mit einem Vertrag, der gewisse Privilegien sichert, ist dieses in der Bringschuld und die EU kann nur abwarten, bis ein für sie akzeptabler Vorschlag kommt. Naturlich könnte sie UK auch die Pistole auf die Brust setzen und sagen: tretet bis 31.10. bedingungslos aus oder lasst es ganz bleiben.

Außerdem fliegt er durch die Neuwahl eh raus

Und durch die vorgezogene Parlamentwahl wäre er sowieso raus aus der Downingstreet und weil er die Königin vorsätzlich getäuscht hat wie ja das Gericht gesagt hat und damit wartet eh schon der Haftbefehl auf Johnson:

https://www.tagesschau.de/ausland/optionen-johnson-brexit-107.html

Einen Rücktritt schließt Johnson bislang aus. Sofern nicht die Polizei mit einem Haftbefehl vor der Tür stehe, werde er die Downing Street nicht verlassen, zitierte die "Sunday Times" Kabinettsmitglieder.

Hier zu dem Urteil vom Obersten Gericht in England:

https://tinyurl.com/y4j28mmo
tagesanzeiger.ch: Urteil bringt Boris Johnson in Bedrängnis (11.09.2019)

Und tschueß Boris Johnson... Bye bye...

@Clemens Jacobs

"Was tut denn die EU, um GB nicht "gehen" zu lassen?
Womit hält die EU denn Ihrer Meinung nach GB auf?
Ich kann da wirklich nichts erkenne, was die Eu tut, um die Briten nicht aus der EU zu lassen."

Ja z.B. keine Verlängerung akzeptieren. Das wärs doch dann gewesen, oder sehe ich das falsch.
Im Interesse der EU liegt es natürlich nicht, die Briten gehen zu lassen. Die Nachteile, sagt man, wären hier größer.

@Vollgas (14:46)

Es ist wie bei einem
Ehebruch. Schlägt der Eine zurück, folgt postwendend die Retourkutsche.
Es sollen die Formalitäten geregelt werden, die zu Regeln sind, wie das Problem mit Irland und Nordirland. Wenn sich die Protestanten mit den Katholiken weder bekämpfen, wird sich ein Mr. Johnson wohl brüsten, seht her, ich habe es geschafft "Frieden" auf der Insel zu stiften.

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Glauben Sie das? Bei der Teilung der irischen Insle 1921 lebten in Nordirland 90% Anglikaner und 10% Katholiken. Heute, fast 100 Jahre später, ist es ungefähr Halbe-Halbe. Eine gefährliche Mischung. Und in absehbarer Zukunft werden die Katholiken in der Mehrheit sein. Wenn Sie wissen wollen, warum das so ist, dann schauen Sie sich Monty Pythons Sinn des Lebens an.

14:32 von Sisyphos3

<< 13:41 von Thomas Scherr

"3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden."
.
ist das so oder nur ihre ganz persönliche Meinung also Mutmaßung ?<<

Das ist hier im Forum und in seriösen Medien x-mal belegt worden.

Ihre Scheinfragen tragen nicht zum Diskurs bei.

Sisyphos 3

Natürlich haben die Brexit-Befürworter ihre Kampagne mit falschen Behauptungen geführt. Das ist Konsens unter allen, die sich an Tatsachen orientieren.
Aber es gibt ja auch Menschen, die glauben, die Welt sei 6000 Jahre alt.

re bernd kevesligeti

"Dann wird die EU ja der Verlängerung über den 31.Oktober nicht zustimmen"

Und wie kommen Sie jetzt darauf?

Backstopp

Zollkontrollen an der Grenze von Irland zu Nordirland? Das funktioniert doch niemals.

Die Kontrollen gehören an die Grenze von Nordirland zu GB! Dann funktioniert auch eine Zollunion mit der EU.

Das kann man doch bis zum 31. Oktober 2019 beschließen.

von karwandler 15:33

Das sollte nur eine Frage an den Foristen sein.Der schrieb,daß die EU das Land nicht halten,nicht am Austritt möglichst hindern wolle.Das stimmt natürlich nicht.

Man schielt natürlich auf die Beitragszahlungen und die Handelsbilanz.

@GeMe

Was Sie über Medikamente schreiben, trifft ebenso auf Chemikalien zu. Im Dokument 'Operation Yellowhammer' warnt die Regierung sogar vor Problemen bei der Trinkwasserversorgung, weil Lieferprobleme bei den Chemikalien für die Wasserbehandlung erwartet werden.
In diesem Forum sollten wirklich mal mehr die konkreten Probleme von no deal beschrieben werden - Fakten gegen verschwurbelte Verschwörungstheorien oder erträumten nationalstaatlichen Glanz.

@15:09 von Bernd Kevesligeti

>>Na,wunderbar:Dann wird die EU ja der Verlängerung über den 31.Oktober nicht zustimmen,oder doch ?<<

Keine Ahnung, ob sie das tut oder nicht, aber sie kann lediglich zustimmen oder ablehnen, wenn GB eine Verängerung beantragt.

@15:11 von berelsbub

"Szenario 4 oder der Brexit von GB kann durch die EU erzwungen werden und würde diesem unwürdigen Spiel ein Ende bereiten."

Ja, die EU kann die Briten dazu zwingen sich zwischen Szenario 4 oder Brexit zu entscheiden - durch Verweigerung des Verlängerungsantrags. Allerdings hätte die EU damit nicht das erreicht was sie will - sondern erreicht was Johnson will.

Der kann sich dann als armes Opfer hinstellen - und würde wohl seinen harten Brexit kriegen. Die Schuld könnte man dann besonders einfach auf die EU schieben - das wird ja selbst dann gemacht, wenn die EU selbst bei größter Fantasie keine Schuld trifft.

Die EU macht es aktuell genau richtig. Sie benennt das Problem das zu lösen ist und hat dafür einen Lösungsvorschlag. Die Briten wollen nicht und so wartet die EU auf einen Gegenvorschlag der Briten, der das Problem ebenfalls löst.
Leider kommt da nicht viel. Wahrscheinlich weil sich die Alternativen in Grenzen halten.

@nikioko(15:23)

Dann braucht man doch kein Vertrag für die geteilte Insel. Wenn sich dann nur noch Christen sich auf der Insel aufhalten (leben) kommt die Spaltung von GB von ganz allein und auch die Zugehörigkeit könnte dann so ausfallen, wie mit Schottland. Schottland will, wenn der No-Deal-Brexit eintritt, sich von England "lösen" ??
Es ist doch verzwickt, wenn sich Alpha-"Tiere" begegnen.

15:23 von Sausevind

14:32 von Sisyphos3

<< 13:41 von Thomas Scherr

"3)Die Bürger sind beim ersten Referendum belogen worden."
.
ist das so oder nur ihre ganz persönliche Meinung also Mutmaßung ?<<

Das ist hier im Forum und in seriösen Medien x-mal belegt worden.

Ihre Scheinfragen tragen nicht zum Diskurs bei.
///
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*
Richtig über 50 % der Bürger haben nichts begriffen.
*
Nicht das die EU keinen Austritt vorsieht, hier wird einem Nettozahler die Frist verlängert, bis die Bürger lieber drin bleiben, bei den ganzen Nachteilen, die bisher allein für die Briten erfunden wurden.
*
Schon jetzt mehr als 10% deutscher Rückgang bei Exporten und der Ruin der deutschen Fischwirtschaft, beim hiesigen Mainstream vernachlässigbar?

re bernd kevesligeti

"Das sollte nur eine Frage an den Foristen sein.Der schrieb,daß die EU das Land nicht halten,nicht am Austritt möglichst hindern wolle.Das stimmt natürlich nicht.

Man schielt natürlich auf die Beitragszahlungen und die Handelsbilanz."

Das stimmt natürlich doch. Insofern dass die EU nichts aktiv gegen den Austritt unternehmen kann.

Dass der nicht am 29.März vollzogen wurde liegt allein an den Briten. Und wenn nicht am 31. Oktober dann auch.

um 13:33 von DerBundeskanzler

"...unabsehbare Konsequenzen für die Wirtschaft.".
Das sind doch völlig unbelegte Behauptungen, die bislang stets nur in den Raum als Nebelkerze gestellt wurden."

Ist das tatsächlich so? Erklären Sie mir dann bitte einmal, was mit den ganzen Lieferungen in und von der Insel passiert, die an der Grenze stehen und keine Grundlage für ein zollfreies Überschreiten dieser haben? Was passiert dann mit den Lieferungsabkommen der Unternehmen, die ja nicht ohne Preisbindung zugesagt haben?

Wie gehen Sie dann mit Bürgern aus der EU oder GB um, die im Reiseverkehr stecken? Was passiert mit den Banken in London, deren Dienstleistungen nicht mehr so ohne weiteres den Kunden in der EU angeboten werden können, obwohl davon einige seit Jahren Kunden sind? Was ist mit den polizeilichen Zusammenarbeiten z. B. im Bereich von Fahndungen? Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten ausgetauscht?

Ich könnte ewig weiterfragen! Und dann wäre da noch die Schottlandfrage! Das wäre wohl GBs größtes Problem!

@15:21 von Demokritisch &Clemens Jacobs

Clemens Jacobs >>Was tut denn die EU, um GB nicht "gehen" zu lassen?
Womit hält die EU denn Ihrer Meinung nach GB auf?
Ich kann da wirklich nichts erkenne, was die Eu tut, um die Briten nicht aus der EU zu lassen.<<

Demokritisch >>Ja z.B. keine Verlängerung akzeptieren. Das wärs doch dann gewesen, oder sehe ich das falsch.<<

Eine Person die nicht gehen will kann nicht am Gehen gehindert werden.
Wenn die Briten einen Verlängerungsantrag stellen wollen sie zu den aktuellen Konditionen offenkundig nicht gehen.

Den Verlängerungsantrag abzulehnen wäre quasi ein Rauswurf.

@15:36 von Parzivaldeponto

>>...Die Kontrollen gehören an die Grenze von Nordirland zu GB! Dann funktioniert auch eine Zollunion mit der EU.

Das kann man doch bis zum 31. Oktober 2019 beschließen.<<

Ja, das kann man, aber das will ja GB auch nicht.

Die Bürger und auch eingige Staatslenker....

haben inzwischen die Geduld verloren. Der Austritt sollte in JEDEM Fall zu 31.10.2019 passieren.

1. Ein verhandelter Vertragsentwurf liegt vor. Also einfach unterschreiben und dem Gesetz des britischen Parlaments ist Genüge getan.

2. Das Parlament genehmigt den Entwurf nicht, einen neuen gibt es auch nicht, dann zum 31.10.2019 raus aus der EU. Ohnen Vertrag. Die Handelsbeziehungen können dann einfach nach den Vorgaben der WTO laufen. Und im Anschluss können die parteien alles Weitere regeln.

Ein großes Problem ist aber auch, dass die EU sich von den Iren hat verantwortlich machen lassen für deren Grenzprobleme mit Nordirland. Ohne Backkstop wäre vieles einfacher gewesen.

Aber der Ball liegt auf Seiten von UK, die müssen handeln, so oder so. Und egal ob sie es hinkriegen oder nicht, der 31.10.2019 ist Ende dieses Spiels.

16:18 von karwandler

re bernd kevesligeti

"Das sollte nur eine Frage an den Foristen sein.Der schrieb,daß die EU das Land nicht halten,nicht am Austritt möglichst hindern wolle.Das stimmt natürlich nicht.

Man schielt natürlich auf die Beitragszahlungen und die Handelsbilanz."

Das stimmt natürlich doch. Insofern dass die EU nichts aktiv gegen den Austritt unternehmen kann.

Dass der nicht am 29.März vollzogen wurde liegt allein an den Briten. Und wenn nicht am 31. Oktober dann auch.
///
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Richtig ist aber, es liegt an Parlamentariern.
*
An abtrünnigen Torys und den ursprünglich mehrheitlich brexitbegeisterten Laboursozis.
*
Zahlungen können die EU nicht pro- oder antibritisch beeinflussen, da will doch Deutschland einspringen.
*
Da würden sich doch sogar die Anzahl der Überweisungen und Buchungen halbieren.

Brexitszenario

Seit dem Beitritt Großbritanniens zur damaligen EWG am 1. Jan. 1973 wurden bei nahezu allen Verträgen und Vereinbarungen für Großbritannien stets "Extrawürste" gebraten. Man hatte nie den Eindruck, daß sich Großbritannien zur Gemeinschaft bis hin zur EU zugehörig fühlte. Es gab stets "Sondervereinbarungen"; ich nenne das: ROSINENPICKEREI!
Alles, was sich jetzt bei den Brexitverhandlungen abspielt, ist letztlich die Krönung all dieser vielen Ereignisse!
Ich Wünsche mir jetzt lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
"GB geh mit Gott, aber geh!!"

von karwandler 16:18

Aber das ist doch ganz einfach:Die EU stimmt einer Verlängerung nicht zu.Oder muss sie das ?

Aber sie wird verlängern.

@16:27 von dummschwaetzer

>>
Die Bürger und auch eingige Staatslenker....
haben inzwischen die Geduld verloren. Der Austritt sollte in JEDEM Fall zu 31.10.2019 passieren...<<

Na ja, auch die EU wird den Austritt GB ohne Abkommen spüren. Also weshalb sollte sie GB auf "jeden Fall" aus der EU lassen, wenn es vielleicht doch noch eine Möglichkeit zu einem Deal gibt?
Das wäre dann doch eigentlich fahrlässig und bestimmt nicht im Sinne der EU Bürger.

Backstopp

Da müsste man mal die Einstellung der Iren und der Nordiren ermitteln. Ob dann GE so einfach mauern kann?

@15:51 von Lucinda

"In diesem Forum sollten wirklich mal mehr die konkreten Probleme von no deal beschrieben werden - Fakten gegen verschwurbelte Verschwörungstheorien oder erträumten nationalstaatlichen Glanz."

Damit sprengen Sie allerdings die 1.000-Zeichen-Grenze und überfordern ein Forum dieser Art. Das Problem beim No-Deal-Brexit ist ja nicht nur das große Ganze, sondern auch die vielen Detailfragen die sich in ihrer Masse kaum erfassen lassen und unheimlich weitreichende Folgen haben.

Aber wer sich von nationalstaatlichem Glanz blenden lässt oder von Verschwörungstheorien überzeugt ist (die ja meistens sehr monokausal argumentieren), der interessiert sich nicht für Details.
Das wird alles als "Angstmache" weggewischt.

Wäre die EU noch das , als das sie in Form der EWG gegründet

wurde , hätte es niemals einen Brexit gegeben. Gegen vernünftige verlässliche Wirtschaftsbeziehungen innerhalb Europas hätte sich wohl kein Widerstand aufgebaut, wohl aber gegen die illusionären Allmachtsbestrebungen einen politischen europäischen Staat zu realisieren, der den jetzigen Nationalstaaten wesentliche Rechte beschneidet und die Bürger einem europäischen Bürokratiemoloch ausliefert.

Bitte: Ende mit Schrecken

Und täglich grüßt das Murmeltier ...
---
Wie lange noch lässt sich die EU vorführen? Die Briten lähmen jetzt schon 3 Jahre lang jegliche vernünftige EU-Politik - es ist an der Zeit, klare Kante zu zeigen. Sicherlich kann die EU noch etliche Male den Louis mit sich machen lassen - aber sie werden jegliche Achtung verlieren und vor allem jeglichen Handlungs-Spielraum. 31.10. - "und denn isch ouver" , wie einst eine "Konnifere" sagte.

Wir waren einfach mal ab

@ Gassi:
Wie lange noch lässt sich die EU vorführen?

Gar nicht. Die EU muss auf Vorschläge warten, die in GB mehrheitsfähig sind. Dass der PM nicht zu wissen scheint, was er wirklich will, dass er Zu Hause keine Mehrheit hat und dafür lieber das Parlament lahm legen möchte, macht es leider nicht einfacher.

Aber dafür kann die EU natürlich nix. Abwarten. Tee trinken.

@ WiPoEthik

„Die EU macht es aktuell genau richtig. Sie benennt das Problem das zu lösen ist und hat dafür einen Lösungsvorschlag. Die Briten wollen nicht und so wartet die EU auf einen Gegenvorschlag der Briten, der das Problem ebenfalls löst.“

Wann wäre bei Ihnen die Schmerzgrenze erreicht? Denn dieses Spiel von GB könnte ja Jahrzehnte dauern, wenn die EU das Kasperletheater ihrerseits nicht beendet, indem man die Briten zu einer Entscheidung zwingt, in dem man dem Wunsch auf Verlängerung nicht stattgibt.
Würden sie immer noch denken, die EU macht alles richtig, wenn wir 10 Jahre weiter sind und die Situation sich nicht verändert hat?

@ Elefant

... hätte es niemals einen Brexit gegeben. Gegen vernünftige verlässliche Wirtschaftsbeziehungen innerhalb Europas hätte sich wohl kein Widerstand aufgebaut,

Der Brexit richtet sich exakt gegen verlässliche Wirtschaftsbeziehungen innerhalb Europas. Da haben Sie die eigentliche Diskussion um den Brexit ja vermutlich verpasst.

@ Bernd Kevesligeti

Aber sie wird verlängern.

Hoffentlich. Und fairerweise so lange, bis der Meinungsbildungsprozess in GB mit einem Brexit-Gesetz abgeschlossen ist.

@Vollgas (16:12)

@nikioko(15:23)
Dann braucht man doch kein Vertrag für die geteilte Insel. Wenn sich dann nur noch Christen sich auf der Insel aufhalten (leben) kommt die Spaltung von GB von ganz allein und auch die Zugehörigkeit könnte dann so ausfallen, wie mit Schottland. Schottland will, wenn der No-Deal-Brexit eintritt, sich von England "lösen" ??
Es ist doch verzwickt, wenn sich Alpha-"Tiere" begegnen.

____

Das Problem ist, dass es eben nicht "nur Christen" sind. Die Unionisten sind der Kirche von England und damit England verbunden, während die Republikaner sich der ursprünglichen Christianisierung der keltischen Insel durch den heiligen Patrick zugehörig fühlen. Es ist also nicht nur eine Glaubensfrage, sondern eine der nationalen Identität. Katholischer als die Iren sind höchstens noch die Polen. Warum? Weil sie sich über den Glauben von den Fremdherrschern unterschieden.

Vorbild Ulbricht?

@ Parzivaldeponto:
Ob dann GE so einfach mauern kann?

Mauern? Versteh' ich nich.

Let my people go

@ Demokritisch:
Lasst die Briten doch endlich gehen und geht ihnen meinetwegen ein kleines Stückchen entgegen.

Wozu? Die gehen auch so. Wenn sie sich nur mal selbst einig wären. Wir halten sie ja nicht.

Dieses Szenario wird in

Dieses Szenario wird in meinen Augen immer wahrscheinlicher:
Auch etlichen Hardliner-Brexit-Befürworter*innen sind die fatalen ökonomischen und gesellschaftlichen Konsequenzen eines Brexit - letztlich in beiden Varianten: mit oder ohne Abkommen - immer deutlicher; sie suchen nach einem Weg, mit möglichst wenig Gesichtsverlust die Kurve zum "remain" zu bekommen. Das wird mit Johnson schwierig - obwohl er ja auch vor dem Referendum über Nacht aus einer Fehde mit Cameron heraus das Lager schon einmal gewechselt hat von "remain" zu "leave"; aber sollte er jetzt noch einmal eine Kehrtwende um 180 Grad proklamieren, glauben auch diejenigen ihm nicht mehr, die seine bisherigen Hakenschläge noch mitgemacht haben. Es wird also das Anti-Johnson-Lager bei den Tories stärker werden, Labour braucht endlich einen klaren Kurs für die ökonomisch und sozial Schwächeren, die für den Brexit weiter bluten würden. Die Grünen und die Liberalen tun sich am leichtesten mit der Rücknahme des Austrittsgesuchs

Es wird keinen ungeregelten Brexit geben

@ dummschwaetzer:
Die Bürger und auch eingige Staatslenker haben inzwischen die Geduld verloren. Der Austritt sollte in JEDEM Fall zu 31.10.2019 passieren.

Ihre Ungeduld in Ehren. Aber hier geht es um Wichtigeres. Das britische Parlament hat im letzten Moment vor der letztlich rechtswidrigen Zwangspause ein Gesetz beschlossen, das sich ausdrücklich gegen den ungeregelten Brexit richtet. Das Gesetz ist in Kraft und es bindet nicht nur den britischen Premierminister, sondern auch die EU. Denn das ist der Wille des Volkes, vertreten durch ein frei gewähltes Parlament.

@ Elefant

... der den jetzigen Nationalstaaten wesentliche Rechte beschneidet und die Bürger einem europäischen Bürokratiemoloch ausliefert.

Ja, da bedienen Sie zwar gängige Vorurteile, aber dem Verständnis des Brexit kommen Sie keinen Schritt näher.

re bernd kevesligeti

"Aber das ist doch ganz einfach:Die EU stimmt einer Verlängerung nicht zu.Oder muss sie das ?

Aber sie wird verlängern."

Natürlich. Im eigenen Interesse.

Was daran so merkwürdig, dass die EU ihre Interessen vertritt?

Nichtsdestotrotz kann sie nur, wenn GB die Verlängerung will. Nichts aus eigener Initiative.

Der Regierung Johnson eine

Der Regierung Johnson eine weitere Verlängerung zuzugestehen, würde doch nur Sinn machen, wenn er diese Woche verbindlich und schriftlich einen funktionierenden Plan oder neues Referendum innerhalb einer definierten Frist zusagen würde.

Wenn dies nicht geschieht, wird er so weitermachen und die EU "zum Springen" auffordern, d. h. die EU soll zwischen Nordirland und der Irischen Republik ein Loch in ihrem Territorium, dem Binnenmarkt und der Zollunion akzeptieren, ohne dass das UK eine verbindliche Kontrolllösung (Backstop/Auffanglösung) zusichert.
Er steht unter Druck, denn er hat vor und nach dem Referendum und sogar als Premier großmäulige Slogans verkündet und kann nicht liefern - da bleibt für ihn nur: dead in a ditch, oder eben einsehen, dass ein Verbund von 27 Ländern nicht ihre ganze Organisation auf den Kopf stellen kann, damit er sich nicht blamiert.

Leute...

...das spekulieren könnt ihr euch sparen. Es wird geschoben. Dann wird geschoben. Dann wird geschoben. Und wenn genug geschoben wurde einigt man sich auf einen Verbleib. Ich hätte gedacht, dass ihr die europäische Politik langsam kennt, ist doch nicht so schwer.

@Parzivaldeponto

Ich glaube, die Einstellung der Iren und Nordiren ist ziemlich eindeutig, der Konflikt ist schließlich noch nicht sooo lange her. Zudem kann man sich die Ergebnisse des Referendums anschauen, da ist die Meinung der Nordiren ganz klar.
Bei allem anderen kann man sagen, wir machen es und schauen dann zu, dass es auch klappt, aber genau bei dem Thema geht es eben nicht, daher ja auch der Backstop, für den irgendwie keine andere Lösung zu geben scheint...

@16:52 von Elefant

"Wäre die EU noch das , als das sie in Form der EWG gegründet
wurde , hätte es niemals einen Brexit gegeben."

Und wer genau hatte die Briten dazu gezwungen bei den Reformen mitzuziehen?

"Gegen vernünftige verlässliche Wirtschaftsbeziehungen innerhalb Europas hätte sich wohl kein Widerstand aufgebaut, wohl aber gegen die illusionären Allmachtsbestrebungen (...) der den jetzigen Nationalstaaten wesentliche Rechte beschneidet und die Bürger einem europäischen Bürokratiemoloch ausliefert."

Wirtschaft und Politik kann man nicht einfach trennen. Oft genanntes Beispiel: Medikamente.
Wenn Sie wirtschaftlich besonders eng zusammenarbeiten wollen müssen Sie Regeln angleichen - anders geht es nicht. Damit haben enge wirtschaftliche Kooperationen auch Auswirkungen auf politische Regularien.

Das wahre Bürokratiemonster hätten Sie, wenn alle Länder nach eigenen Regeln spielen würden. In so einem Umfeld international zu wirtschaften ist ein absoluter Albtraum.

@ Wohlstandsbäuchlein

@ Gassi:
Wie lange noch lässt sich die EU vorführen?

„Gar nicht. Die EU muss auf Vorschläge warten, die in GB mehrheitsfähig sind. Dass der PM nicht zu wissen scheint, was er wirklich will, dass er Zu Hause keine Mehrheit hat und dafür lieber das Parlament lahm legen möchte, macht es leider nicht einfacher.

Aber dafür kann die EU natürlich nix. Abwarten. Tee trinken.“

Die Annahme, dass die EU nix machen kann und nur Tee trinken kann, ist einerseits weit verbreitet und andererseits komplett falsch.
Wenn nur ein EU-Land einer Verlängerung der Verhandlungen nicht zustimmt, hat GB die Pistole auf der Brust und hat bis zum 31.10 nur drei Alternativen

1. GB nimmt ihren Austrittsantrag zurück und alles ist wie vorher. GB ist vollwertiges Mitglied der EU

2. GB nimmt den ausgehandelten Deal mit der EU an und tritt zum 31.10 mit Deal aus der EU aus

3. passiert weder Möglichkeit 1 oder 2, fliegt GB automatisch ohne Deal aus der EU raus.

Es bedarf nur das Veto eines EU-Landes...

von Wohlstandsbäuchlein 17:16

Na also,da ist die Katze ja aus dem Sack.
Aber nichts von "fair" schreiben.Es geht um handfeste ökonomische Interessen(Beitragszahlungen und die Handelsbilanz).

@WiPoEthik

"...Wann wäre bei Ihnen die Schmerzgrenze erreicht? Denn dieses Spiel von GB könnte ja Jahrzehnte dauern, wenn die EU das Kasperletheater ihrerseits nicht beendet, indem man die Briten zu einer Entscheidung zwingt, in dem man dem Wunsch auf Verlängerung nicht stattgibt.
Würden sie immer noch denken, die EU macht alles richtig, wenn wir 10 Jahre weiter sind und die Situation sich nicht verändert hat?..."

Jetzt mal ganz im Ernst: was ist denn nun so schlimm am Verhandeln? Haben sie persönlich, ausser dass sie sich darüber ärgern (warum eigentlich?), irgendeinen Nachteil dadurch, dass über den Brexit länger als gehofft verhandelt wird? Ich merkwürdigerweise nicht. Klar finde ich das Ganze auch absurd und von GB-Seite als Kaspertheater aufgeführt, weil man sich dort nicht einigen kann - aber direkt und persönlich sind doch die meisten von uns Bundesdeutschen nicht im geringsten direkt betroffen. Weshalb also dieses ständige Gequengel?

@ Herr Gesangsverein

„Leute...
...das spekulieren könnt ihr euch sparen. Es wird geschoben. Dann wird geschoben. Dann wird geschoben. Und wenn genug geschoben wurde einigt man sich auf einen Verbleib. Ich hätte gedacht, dass ihr die europäische Politik langsam kennt, ist doch nicht so schwer.“

Damit ist die Gemengelage sehr gut beschrieben. Habe bei einem britischen Wettanbieter Geld auf dieses Szenario gesetzt. Quote lag bei 1,03

von karwandler 17:35

Genau,im Interesse der dann weiter laufenden britischen Beitragszahlungen und der Handelsbilanzüberschüsse.

@16:52 von Elefant: europäischen Bürokratiemoloch

"...wohl aber gegen die illusionären Allmachtsbestrebungen einen politischen europäischen Staat zu realisieren, der den jetzigen Nationalstaaten wesentliche Rechte beschneidet und die Bürger einem europäischen Bürokratiemoloch ausliefert."

Vielleicht sollten Sie sich mit den grundsätzlichen Entscheidungsprozessen innerhalb der EU beschäftigen, bevor Sie solche Kommentare schreiben.

@ berelsbub

Die Annahme, dass die EU nix machen kann und nur Tee trinken kann, ist einerseits weit verbreitet und andererseits komplett falsch.
Wenn nur ein EU-Land einer Verlängerung der Verhandlungen nicht zustimmt, ...

Soweit ist es ja noch nicht. Es liegt noch kein Antrag auf Verlängerung vor. Daher kann die EU im Moment wirklich nur abwarten.

In welchen Szenarien kann Parlament No Deal Brexit verhindern?

Ich stelle mit Bedauern fest, dass die Tagesschau nach wie vor keine Antwort darauf gibt, unter welchen Umständen die Mehrheit des UK-Parlaments vor dem 31. Oktober einen alternativen Prime Minister stellen kann, der dann rechtzeitig die Verlängerung der Brexit - Verhandlungen beantragen kann.

Ich wäre wirklich froh, wenn die Tagesschau solche Szenarien (Plural!) klipp und klar beschreibt.

Oder ist das UK-Parlament derart unwichtig bzw. machtlos in diesem Zusammenhang??

re berelsbub

"Es bedarf nur das Veto eines EU-Landes..."

Es gibt ja schon wilde Spekulationen über konspirative Absprachen von Boris mit Ungarn.

Mir fehlen an den Spekulationen die Aussagen, was denn die Gegenleistung für ein ungarisches Veto sein könnte.

Nur zum Spaß machens die Ungarn auch nicht.

Lasst die Würfel entscheiden

6 Möglichkeiten und ein hektisches gespaltenes Parlament. Ob Parlament oder Würfel entscheiden ist am ende gleich.

No deal Logik

wird das Handeln von Don Johnson steuern: erst wird , wie schon berichtet, ein Verschiebungsantrag gestellt, der mit nachfolgender Depesche sofort wieder zurückgenommen werden wird. Damit versucht der Don, den Vorgaben des Unterhausgesetzes zu folgen, um sodann den No-deal durchzusetzen, gegen den Willen der Parlamentarier.
Ob das wirklich justizfest funktioniert, wäre bei einem wirksamen Austritt ohne Deal zur Zeit nicht wirklich absehbar. Aber die Hardcore Austreter werden nichts unversucht lassen, den Briten Ihren elitären Minderheits- Willen aufzuzwingen, mit Tricksereien aller Art.
"Dafür steht Herr Johnson mit seinem Namen"
Amen!

Neues Referendum!

@13:41 Thomas Scherr
So ist es. Das ganze Dilemma ist sonst nicht aus der Welt zu schaffen.
Nur unter dieser Bedingung sollte die EU einer Verschiebung zustimmen! Europa sollte sich wirklich nicht zum Opfer von Parteiengezänk eines einzigen Landes machen lassen.
Lassen wir BJ und Parlament selbst zu dieser Erkenntnis kommen. Eine Kehrtwende ohne Austritt ist ja auch immer noch möglich. Brüssel kann aber auch nicht nur zuschauen!!

Nur das britische Parlament könnte etwas ändern.

Es könnte einen neuen PM wählen.
Dann könnte es Neuwahlen geben.
Das neue Parlament könnte ein neues Referendum beschließen.
Könnte könnte könnte.
So wird das Nichts.
Nach einem herten Brexit könnten die Briten eine Wiederaufnahme in die EU beantragen.
Sie könnten.
Sie könnten auch beantragen der 51. Bundesstaat der USA zu weren.
Sie könnten.

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