Ihre Meinung zu: Maas: EU wird US-Strafzölle mit Gegenzöllen beantworten

4. Oktober 2019 - 12:00 Uhr

Zwei Tage nach der Ankündigung von US-Strafzöllen gegen die EU läuft die Debatte über die richtige Reaktion. Bundesaußenminister Maas rechnet mit Gegenzöllen. Vizekanzler Scholz mahnt zur Besonnenheit.

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Kommentare

War ja klar

anstatt das Gerichtsurteil zu akzeptieren und die europäischen Zuschüsse und Einfuhrbeschränkungen für amerikanische Produkte zu reduzieren werden neue Zölle aufgebaut. Die EU ist ja so super!

Kontraproduktiv

Gleiches mit Gleichem vergelten ist zwar einfach und derzeit populär, aber aus meiner Sicht nicht zielführend. Wie wäre es, wenn die EU stattdessen intensiver mit Russland und dem Iran redet. Beide Länder haben das, was wir brauchen und auch schon geliefert bekommen. Erdöl und Erdgas. Und wie wäre es, wenn die Preis dafür in Euro und nicht mehr in US-Dollar angegeben würde. Das wäre ein Super-GAU für die US-amerikanischen Wirtschaftsinteressen. Wäre ja nur eine Idee.

Was soll das?

Kaffee und Butter aus Europa? Braucht es diesen Warenverkehr wenn man die Klimadebatten verfolgt? Ich brauche auch keine Waren aus den USA oder China, ist eh alles mit Chemie belastet! Wir sollten einfach unseren Konsum generell mal eindampfen, das wäre der richtige Weg, statt immer mehr Ramsch durch alle Welt zu karren.

weis AM Maas mehr?

will er mit seinen ansichten deutschland noch weiter in der welt isolieren, kurz bevor die groko auseinanderfliegt? weis er, das stegner oder der gesundheitsexperten den vorsitz und damit das vizekanzleramt (unter wem auch immer) anstreben

rer Truman Welt

Das ist die richtige Einstellung von Maas und der EU - die richtige Antwort.
Wie geht das Spiel?
Nun, Trump nutzt die aktuelle Stärke der USA für Strafzollpolitik mit der halben Welt. Was passiert wirtschaftlich im Zusammenhang?
Nun, zunächst markiert er den starken Mann;
die USA erhöhen die Preise betroffener importierter Ware; dadurch wird die Substituierung sofern möglich durch inländische Produktion gefördert, was die inländische Wirtschaft befeuert; das allerdings zu steigenden Preisen der inländischen Produktion; dadurch werden Exportprodukte der USA verteuert und im Laufe der Zeit unattraktiver, was zu einem Rückgang der Konjunktur führt und damit nach Rückgang der Dollarnachfrage. Die Inflation steigt und die Konjunktur sinkt. Die steigende Inflationsrate bedingt Zinserhöhungen, was die Konjunktur weiter negativ beeinträchtigt. Arbeitslosenrate steigt. Diese Spirale läuft weiter in die tiefe Rezession. Trump verspielt deshalb augenblicklich das US Tafelsilber! Ein hoher Preis!

Strafzoelle

Gestern schreibt die ARD Frankreich will mit Gegenzoellen reagieren - Deutschland ist zurueckhaltend. Wie nun?
Deutschland war auch zurueckhaltend nachdem Frankreich Facebook und Co zu mehr Steuerzahlungen gezwungen hat. Was ist mit Deutschland ?
Wie wurde Airbus mit Steuergeldern gefoerdert? Welche Summe? Schoen das Urteil der WTO erklaert zu bekommen.
Mit der Einigkeit innerhalb Europas ist es nicht weit her, nicht einmal die zwei groessten Laender schaffen das. Wenn ein Land innerhalb der EU von den USA erpresst wird sollte ganz Europa das Land unterstuetzen oder nicht?

US-Produkte

In meinem bisherigen
Leben habe ich nie darauf geachtet, ob ich Waren kaufe, die aus den USA importiert wurden. Solange Trump Präsident bleibt, werde ich bewusst auf US-Produkte verzichten!

Aber sicher

" In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter."

Die Strafzölle so austarieren, dass sie für einige EU Länder unangenehmer als für andere sind, und damit die EU spalten.

Wir werden sehen, dass für Waren, die z.B. für den polnischen Export wichtig sind, milde Konditionen gelten.

Die USA sind kein Partner, sondern ein Gegner. Das müsste auch mal in der deutschen Politik ankommen.

Eindruck

Das Wort Besonnenheit kann ich in diesem Zusammenhang nicht mehr lesen. Die in allen Bereichen agressive Politik der USA bedarf deutlicher Zeichen. Es sei denn, Europa gibt sich auf. Diesen Eindruck vermittelt allerdings die deutsche Politik - Frankreich ist da schon auf einem entschiedeneren Weg.

Maas erwartet Gegenzölle der EU

"Maas erwartet Gegenzölle der EU". Alle Achtung vor dieser pragmatischen Lageeinschätzung unseres Herrn Maas. Bei dem Umgang mit dieser Situation durch unseren Herrn Maas zeigt sich mal wieder sein mangelhaftes Fingerspitzengefühl und seine nichtvorhandene Diplomatie die gerade einem Außenminister zu eigen sein sollte? Was nicht vergessen werden sollte ist nämlich der Umstand das Herr Trump in erster Linie wie ein Kaufmann denkt und nicht wie ein Politiker. Will sagen das Herr Trump "seine" Zölle aufgrund einer empfundenen Ungerechtigkeit erhebt (und diese in einigen Sparten z.B. Automobil Import/Export aus seiner Sicht zu recht). Es geht also hier in erster Linie nicht darum, wie Herr Maas es gerne möchte, eine Gegenantwort die einen Handelskrieg heraufbeschwören würde, vom Zaun zu brechen. Sondern vielmehr die USA/EU- spezifischen Zollmodalitäten sachlich abzugleichen und eine gerechte Lösung für beide Parteien (Summe Zölle untereinander gleich) zu erarbeiten. Dann haben beide was da

Die trauen sich mal wieder was ...

So wie beim letzten Mal. Zölle auf amerikanische Autos und andere Unsinnigkeiten, die sowieso kein vernünftiger Mensch in Europa kauft.
„Nur nicht Trump verärgern“, ist die deutsche Devise.

Vielleicht.....

sollte die EU die USA kopieren? Soviel ich weiß wurde die Firma Boeing über Jahrzehnte subventioniert, indem einfach Entwicklungskosten für zivile Modelle in den Preisen für militärische Entwicklungen versteckt wurden. Gutes Beispiel ist auch die E-3 sentry, total veraltete Maschinen der Boeing 707 mit Dreckschleudertriebwerken, obwohl es inzwischen schon seit Jahrzehnten bessere Maschinen gibt und letztlich das Radar und die software entscheidend ist.Der Begriff "Subvention" wird offensichtlich unterschiedlich interpretiert!

Kaufentscheidungen als Endverbraucher: USA last?

USA zuletzt - Sollte man als Endverbraucher Produkte aus den USA nur noch als letzte Option in Erwägung ziehen, wenn es keine passende Alternative gibt und solang Herr Trump Präsident ist?

Das so langsam aber sicher

Das so langsam aber sicher die EU das Gesicht verliert, wenn nicht sogar schon gänzlich{, ist eine Schande. Wie lange wollen die Amis uns noch auf dem Kopf rum tanzen. Nur wegen unserer Exportwirtschaft und zum Schutz der Multikonzerne, oder im den Arbeitsmarkt zu schützen. Ein Volk muss auch zu Opfern bereit sein, und sich dieser Gängelei von Seiten der USA widersetzen. Ansonsten verspielen unsere Politiker ihre Glaubwürdigkeit.

Warum Subventionen?

Die Auftragsbücher von Boeing und Airbus sind pickepackevoll. Wenn die keinen Max-Mist oder ähnliches anstellen, verdienen die richtig viel Geld. Warum müssen die noch staatliche Subventionen bekommen?

Mehr Hintergrundinformationen könnten mir vielleicht erklären, warum diese Subventionen unbedingt gezahlt werden mussten und warum deshalb auf andere Produkte Strafzölle erhoben werden sollen. Im Moment verstehe ich nur: Streit der Bösen gegen die Bösen oder so.

Diese Art des Wirtschaften und Leben ist nicht gut

Wir sollten den Export in die USA erheblich reduzieren. Und auf die meisten Importe aus den USA können wir auch verzichten.
Schonen wir unsere Ressourcen, unsere Landschaft und Umwelt. Reduzieren wir Arbeit und Ökonomie auf das sinnvolle menschliche Maß. Nehmen wir uns mehr freie Zeit und Mußestunden.
Nutzen wir die (Un-)Gunst der Zeit. Bauen wir unsere Existenz- und Lebensgrundlagen endlich um. Stellen wir Natur, Gesundheit, Frieden, Freundschaften und Gegenseitigkeit wieder in den Mittelpunkt. Beenden wir die Abhängigkeit von Konsum, Gewalt und Vernichtung - uns und unserer Umwelt zu Liebe.

Produktpalette

Es ist mir ein Rätsel, warum aus Europa Butter und Kaffee in die USA exportiert werden. Butter kann dort ebensogut hergestellt werden wie in Europa und muß daher nicht erst noch über den Atlantik transportiert werden. Und in Europa wird meines Wissens nach überhaupt kein Kaffee angebaut, es ist also völlig bizarr, ein Produkt aus Europa in die USA zu exportieren, das man hier zu diesem Zweck überhaupt erst einmal importiert hat.

So weit ich informiert bin,

So weit ich informiert bin, sind die EU-Zölle für Amerika höher als US- Einfuhrzölle.

Was soll jetzt das Sandkastenspiel von Herrn Maas?

Schlussendlich sind wir Bürger doch

wieder die Geschröpften. Die Wirtschaft gibt die Steuern 1:1 an uns weiter.
Das trifft genau so die US-Bürger, aber das sieht der Herr Trump wohl nicht ein.
Glaubt der Mann wirklich, dass es den USA besser gehen wird, wenn er versucht die anderen Staaten der Erde mit Steuern klein zu bekommen? Wer soll dann noch US-Waren kaufen?
Ich weiss nicht: sein ganzes Verhalten und sein Auftreten im TV zeugen m.E. von irgendeiner psychischen Störung, das belegt allein schon seine Gesichtsmimik und seine Körperhaltung. Aber in den USA sieht man das wohl anders, weil man ja so gerne die Nr. 1 der Welt sein möchte.
Wollte ein anderes Land auch schon mal.

Keine konstruktive und kreative Außenpolitik.

Ein kindisches Überbietungsspiel von Zoll und Gegenzoll wird beiden Seiten schaden. Profitieren werden Russland und China als lachende Dritte.
Eine konstruktive und kreative Außenpolitik sähe anders aus - und dafür sind offenbar nicht nur die Amerikaner verantwortlich. Wie mir mehrere deutsche Diplomaten hinter vorgehaltener Hand sagten, werden die Fähigkeiten von Minister Maas im Auswärtigen Amt als sehr überschaubar eingeschätzt. Deutschland habe schon viele sehr unterschiedliche Außenminister gehabt - aber noch nie einen so schlechten wie den jetzigen Amtsinhaber.

Gespräche

Wenn Außenminister Pompeo mit der EU reden will, weshalb muss unser Außenminister gleich die Muskeln spielen lassen? Wir wissen, dass Maas recht streitbar ist, aber in seiner jetzigen Funktion wäre Diplomatie besser. Vielleicht erkundigt er sich erst einmal bei seinen Kollegen im Wirtschaftsministerium bevor er losschlägt.

Diese "Strafen" zahlen immer (und ausschließlich!) die Bürger

"Es habe sich aber "definitiv um ein unfaires Handelsverhältnis gehandelt""

Darüber, was "fair" ist und was nicht, gehen die Meinungen schon immer auseinander.

Fest steht nur: Wenn das Geld nicht wäre, gäbe es weder Subventionen noch Zölle. Dafür aber - da schließlich von nichts nichts kommt und jeder von irgendetwas leben muss - eine freie Wirtschaft und einen blühenden Handel.

"In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter"

Das soll im Klartext wohl heißen: "... versuchen, alle Mitglieder der (europäischen) Gemeinschaft gegeneinander auszuspielen". Und so die EU zu spalten bzw. "außer Gefecht" zu setzen.

Wie Kleinkinder

Nimmst du mir was weg, nehm ich dir was weg.

In dieser Situation wäre es doch wirklich mal angebracht über den Export-Wahnsinn nachzudenken.
Deutschland täte gut daran, seinen Binnenmarkt zu stärken.

Weil sie merken, dass sie

Weil sie merken, dass sie sich auf einem absteigenden Ast befinden erpressen die USA die halbe Welt mit Strafzöllen und viele geben nach. Es ist nur gut, wenn damit Schluss ist und sie sich an einem mächtigeren Gegner die Zähne ausbeißen.
Davon abgesehen ist das auch für die USA mittelfristig kontraproduktiv, da viele Länder sich bereits neue Partner suchen und ihre Abhängigkeit in Frage stellen. Und natürlich ist der Effekt auch für die USA fraglich. Klar, wenn z.B. Airbus teurer wird, dann wird Boeing eventuell interessanter. Aber nicht billiger. Die Kunden zahlen immer mehr als zuvor und das wird an die Bürger des eigenen Landes weiter gegeben. Solange die patriotisch mitspielen ist es aber wohl eine gute Methode die Staatskassen zu füllen ;)

Konkurrenten und Partner

Auch wenn Boeing und Airbus Konkurrenten sind, die USA und die EU sind es nicht. Sie sind Partner mit einer Unzahl an gemeinsamen Interessen. Käme Trump statt aus einer Immobiliendynastie aus einer Handelsdynastie - er wüsste es.

Im (freien und geregelten und beaufsichtigten) Handel gewinnen immer beide Seiten und keine Seite verliert. Das klingt vielleicht idealisiert - ist es aber nicht. Kein Käufer ist zum Zeitpunkt eines Kaufes unglücklich und jeder Händler weiß, dass er nur deshalb etwas verkaufen kann.

Trump denkt aber wie ein Immobilienmogul. Und diese versuchen immer nur eines: So viel wie möglich aus einem einzigen Geschäft herauszuholen. Koste es was es wolle. Den „Partner“sieht man danach ja nie wieder.

Und so versteht sich die trumpsche US-Politik: Immer aus einer Sache das maximale herausholen - koste es was es wolle.

Nur hat man danach keine Partner mehr. Aber so weit hat dieser famose Geschäftsmann noch nicht gedacht.

Und wir haben einen Partner weniger!

Die EU will auf Zölle mit Gegenzöllen reagieren ?

Das stimmt mich traurig.
Sollte man doch zum Selbstschutz nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.

Die US Strafzölle sind ein Ersatz wegen entgangenem Gewinn, wegen zu Unrecht geschaffener Wettbewerbsvorteile durch EU Subventionen.
Das richtige Verhalten ist, zur Besinnung kommen und künftig angemessen Handel zu treiben.
Ob die WTO einen unangemessen Wettbewerb bei den USA feststellen werden, ist zur Zeit nicht absehbar.
Die Entscheidung sollte unbedingt zur Vermeidung eines Handelskrieges vermieden werden.
Besser wäre es mit den USA zu verhandeln. Ich bin davon überzeugt,dass der US President einen guten Deal nicht ausschlagen wird.

13:37 von Diabolo2704

Europa importiert Rohkaffee, dieser wird hier verarbeitet, geröstet, gemischt, gemahlen und verpackt und auch in andere Länder exportiert. Das ist weder bizarr noch rätselhaft.

13:23 von karwandler

"Die Strafzölle so austarieren, dass sie für einige EU Länder unangenehmer als für andere sind, und damit die EU spalten.

Wir werden sehen, dass für Waren, die z.B. für den polnischen Export wichtig sind, milde Konditionen gelten.

Die USA sind kein Partner, sondern ein Gegner. Das müsste auch mal in der deutschen Politik ankommen."

Das klingt mir sehr plausibel, mit der Einschränkung: dieser Partner ist zugleich Gegner...

Zu meiner Anmerkung

Selbstverständlich muss es heißen:

...Die Entscheidung der WTO sollte unbedingt abgewartet werden...

13:49 von HSchmidt

Zitat:"In dieser Situation wäre es doch wirklich mal angebracht über den Export-Wahnsinn nachzudenken.
Deutschland täte gut daran, seinen Binnenmarkt zu stärken."

Wieviele Airbusse soll ich denn noch kaufen? Der ganze Keller ist schon voll damit...

re karl napf

"weis AM Maas mehr?

will er mit seinen ansichten deutschland noch weiter in der welt isolieren"

So ein Blödsinn. Gibt es etwa EU-Länder, die amerikanische Strafzölle begrüßen?

14:32 von karwandler

einfach schön, auch wieder deine meinung zu hören. auch wenn es wieder nur eine unangemessene zurechtweisung ist

re eine-anmerkung

" Es geht also hier in erster Linie nicht darum, wie Herr Maas es gerne möchte, eine Gegenantwort die einen Handelskrieg heraufbeschwören würde, vom Zaun zu brechen."

Eine Umkehrung der Tatsachen. Den Handelskrieg fängt Trump an mit seinen Strafzöllen.

"Sondern vielmehr die USA/EU- spezifischen Zollmodalitäten sachlich abzugleichen und eine gerechte Lösung für beide Parteien (Summe Zölle untereinander gleich) zu erarbeiten."

Das setzt eine rational denkende und handelnde Regierung in den USA voraus.

re peter meffert

"13:49 von HSchmidt

Zitat:"In dieser Situation wäre es doch wirklich mal angebracht über den Export-Wahnsinn nachzudenken.
Deutschland täte gut daran, seinen Binnenmarkt zu stärken."

Wieviele Airbusse soll ich denn noch kaufen? Der ganze Keller ist schon voll damit..."

Sehr gute Antwort.

13:27, karlheinzfaltermeier

>>Vielleicht sollte die EU die USA kopieren? Soviel ich weiß wurde die Firma Boeing über Jahrzehnte subventioniert, indem einfach Entwicklungskosten für zivile Modelle in den Preisen für militärische Entwicklungen versteckt wurden.<<

Die Welthandelsorganisation hat sowohl bei Airbus als auch beim US-Rivalen Boeing milliardenschwere unrechtmäßige staatliche Subventionen beanstandet. Das Verfahren gegen Boeing hinkt allerdings um einige Monate hinterher. Trump spekuliert wohl darauf, daß das WTO-Schiedsgericht im neuen Jahr handlungsunfähig wird, da die USA die notwendige Ernennung neuer Richter blockieren. Sollte der Schiedsspruch in der Causa Boeing allerdings vorher erfolgen, so wird er wohl ähnlich ausfallen wie der hier diskutierte.

Es stünde dann also eins zu eins.

Schöne neue Welt der Handelskriege.

Zölle sind ein Lenkungsinstrument

und es steht jedem Staat frei dieses Lenkungsinstrument einzusetzen. Da wir noch meilenweit von einem "Fairen Handel" (nicht zu verwechseln mit freiem Handel) sind finde ich es gut wenn Staaten zugunsten ihrer Interessen mit Zöllen agieren und reagieren können. Ganz falsch ist es unter dem Gesichtspunkt "Strafaktionen" zu diskutieren. Der richtige Weg ist, sich mit den Staaten die Zöllen erheben zusammenzusetzen und zu ermitteln wie man zusammen kommen kann.

Die Mystik...

... des Kapitalismus ... oder ... die Globalisierung frisst ihre Kinder...
_
Vielleicht weil es draußen grau ist oder warum auch immer, kommen mir bei der Meldung über wechselseitige Strafzölle USA/EU zwei antike Mythen in den Sinn... Zum einen "Kronos frisst seine Kinder"... zum anderen "Laokoon und seine Söhne"...
_
Beide Mythen kennzeichnen m.E. deutlich den Habitus des reinen Kapitalismus mit seiner unbedingten Wachstumsideologie. Dabei lehrt alle Erfahrung und Vernunft, daß es immerwährendes Wachstum nicht geben kann, sondern daß vielmehr jedes (wirtschaftliche) Wachstum zu Lasten anderer (Ressourcen und Mitmenschen = Konkurrenten) geht. Bis zu einem gewissen Grad (Kulminationspunkt) kann das sozial abgefedert werden... darüberhinaus ist der "Hunger" des Kapitalismus unbedingt selbstzerstörerisch.
_
Es gibt erprobte Mittelwege, mit oder ohne Zölle. Ich meine, es lohnt, darüber nachzudenken...

14:32 von karwandler

So ein Blödsinn. Gibt es etwa EU-Länder, die amerikanische Strafzölle begrüßen?

Nein, aber es gibt EU- Länder, die die USA abgöttisch verehren. Und genau das weiß auch D.T.

Re 13:13 von Meinung zu unse... rer Truman Welt

"Das ist die richtige Einstellung von Maas und der EU - die richtige Antwort."
Leider haben Sie vergessen,daß die WTO diese Zölle ausdrücklich genehmigt hat wegen der Subventionierung von Airbus.
Der Zollabgreifer Nummer 1 ist doch wohl die EU.
Lebensmittel,Getränke Tabak = 18,3% die USA nur 8,3%
Autos = 10% die USA 2,5%
Nur mal so als Beispiel.
Die Amerikaner müssen Exporte in die EU zu 74%verzollen,die EU umgekehrt nur zu 52%
Wenn ich mir die Zahlen ansehe hat Trump recht und nicht Maas und die EU.
Die EU ist der Treiber des Zolls und nicht die USA. Die USA ziehen aber unter Trump nach um den Handelsbilanzüberschuß in den Griff zu bekommen. Ich kann da überhaupt nicht verkehrtes sehen.
Das ein Gegenurteil zu Boing auch kommen wird ist klar. Das ändert aber nichts an den Tatsachen,daß die EU der Zolltreiber ist und nicht die USA.

re morgentau19

"So weit ich informiert bin, sind die EU-Zölle für Amerika höher als US- Einfuhrzölle."

Sie sind überhaupt nicht informiert, weil es keinen generellen Einfuhrzoll gibt, sondern unzählige je nach Warengruppen.

Bleibt nur zu hoffen, dass

Bleibt nur zu hoffen, dass irgendwie wieder gemeinsame Werte eine Rolle spielen werden, um auch wirtschaftlich zusammen zuarbeiten. Die Gefahr ist groß, dass durch die Schwächung der EU (Rechtspopulismus, brexit) und die Schwächung der USA (Trump) erst die wirtschaftlich Stärke und dann die kulturelle und humanitäre Stärke des Westens verspielt wird. Die stärke des Westens lag immer in der Solidarität und Spaltung schwächt den Westen. Es hat schon einen Grund, dass Mitbewerber außerhalb des „Westens“ auf den globalen Märkten händerreibend zuschauen, wie der „Westen“ sich ins Spaltungsdiskursen verliert. Ich finde das tragisch, aber Solidarität ist vielleicht gerade nicht angesagt. Mit Spaltung kann man inzwischen Wahlen gewinnen aber Kraft und Stärke verlieren. In den USA ist nichts Great again. Lediglich die Preise für Nahrungsmittel und Wohnungen sind great, wie nie zuvor.

13:49, HSchmidt

>>In dieser Situation wäre es doch wirklich mal angebracht über den Export-Wahnsinn nachzudenken.
Deutschland täte gut daran, seinen Binnenmarkt zu stärken.<<

Also noch mehr konsumieren?

Ich will aber gar nicht mehr kaufen, als ich es ohnehin schon tue. Ich brauche den ganzen Blödsinn gar nicht. Wenn alle so wären wie ich, dann wäre es um den Binnenmarkt noch schlechter bestellt als ohnehin schon. Ich habe nicht mal einen Fernseher, und das Auto, das ich gelegentlich fahre, ist fünfundzwanzig Jahre alt.

@Ist Wahr

Kluge Worte, leider werden Ihre Worte nur von Wenigen gehört und auch verstanden werden.
Aber vielleicht kommt bei dem einen oder anderen die Erkenntnis am wärmenden Feuer in der rauchigen Höhle.

Strafzölle gegen die EU lt. US-Ankündigung

was ist mit den Verfehlungen der USA? Sollen nur die EU-Mitgliedsländer bestraft werden, die USA aber nicht? Wieder einmal zeigt sich das "wahre" Gesicht unseres "Verbündeten".
Wann endlich werden Merkel, Scholz, AKK & Konsorten wach, anstatt jedesmal vor den Amis zu kuschen? Raus aus der Nato, Weg mit den US-Soldaten aus Ramstein und Büchel.

@ 13:11 von nemesis77

>> Gleiches mit Gleichem vergelten ist zwar einfach und derzeit populär, aber aus meiner Sicht nicht zielführend. Wie wäre es, wenn die EU stattdessen intensiver mit Russland und dem Iran redet. Beide Länder haben das, was wir brauchen und auch schon geliefert bekommen. Erdöl und Erdgas. Und wie wäre es, wenn die Preis dafür in Euro und nicht mehr in US-Dollar angegeben würde. Das wäre ein Super-GAU für die US-amerikanischen Wirtschaftsinteressen. Wäre ja nur eine Idee. <<
_
Leider keine gute Idee... Und zwar nicht nur, weil immer noch wirksame US-amerikanische Armeeverbände in DE stehen, sondern viel wichtiger, weil inzwischen die wichtigsten deutschen Konzerne qua Globalisierung - auch - in den USA produzieren und vom dortigen Markt und Kapital abhängig sind. Und ... Energieimporte aus Nahost nicht mehr in "Petrodollar" sondern in Euro abzuwickeln, käme einer de-facto-Kriegserklärung an die USA gleich...

re barbarossa 2

" 14:32 von karwandler

So ein Blödsinn. Gibt es etwa EU-Länder, die amerikanische Strafzölle begrüßen?

Nein, aber es gibt EU- Länder, die die USA abgöttisch verehren. Und genau das weiß auch D.T."

Selbst wenn davon einige gibt, dann isolieren die sich in der EU und nicht umgekehrt.

@Karl Napf

"14:32 von karwandler

einfach schön, auch wieder deine meinung zu hören. auch wenn es wieder nur eine unangemessene zurechtweisung ist"

Nein, das ist keineswegs eine unangemessene Zurechtweisung, sondern ein mehr als angemessener Hinweis.

13:38 von morgentau19

"So weit ich informiert bin, sind die EU-Zölle für Amerika höher als US- Einfuhrzölle."

So weit ich informiert bin, sind die Zölle nicht einheitlich und für einzelne Warengruppen unterschiedlich gehalten, womit Ihre vereinfachte Aussage genau neben den Kopf des Nagels treffen würde.

um 14:45 von karwandler

und wenn Sie dann die Waren vergleichen, werden Sie feststellen, dass morgentau größtenteils Recht hat. Aber auf diesem Auge des "Handelskrieges" sind Sie ja blind.

@K. Pieck

"was ist mit den Verfehlungen der USA? Sollen nur die EU-Mitgliedsländer bestraft werden, die USA aber nicht? Wieder einmal zeigt sich das "wahre" Gesicht unseres "Verbündeten"."

Inwiefern? Weil unser Verbündeter Strafzölle einführen möchte, die ein auch von uns akzeptiertes Schiedsgericht ausdrücklich genehmigt hat?

Und die USA werden Anfang des nächsten Jahres doch auch bestraft. Es geht nur noch darum, dass die Höhe festgelegt werden muss.

15:03, DrBeyer

>>@Karl Napf
"14:32 von karwandler

einfach schön, auch wieder deine meinung zu hören. auch wenn es wieder nur eine unangemessene zurechtweisung ist"

Nein, das ist keineswegs eine unangemessene Zurechtweisung, sondern ein mehr als angemessener Hinweis.<<

Mehr als das. Nämlich die Richtigstellung einer Falschbehauptung. Solche Richtigstellungen werden von Falschbehauptern allerdings verständlicherweise selten gern gesehen.

OT: Bezieht sich Ihr Nick eigentlich auf den historischen Dr. Beyer aus der Weimarer Zeit?

Aufgabe der WHO

Ich dachte immer, Aufgabe der WHo wäre es Handelshemmnisse abzubauen...

Ein Gericht (?) fällt ein

Ein Gericht (?) fällt ein Urteil und wir halten uns nicht daran?

@13:23 von karwandler

>> Die USA sind kein Partner, sondern ein Gegner. Das müsste auch mal in der deutschen Politik ankommen. <<
_
Daß - anders als zB. Polen - die USA von DE als Freund und Partner betrachtet wurden (werden..?), hat sicher historische Gründe. In Wirtschaftskreisen allerdings waren und sind die USA seit jeher ein zwar wichtiger Absatzmarkt, aber immer auch ein Konkurrent mit Partnerschaften nur auf rein ökonomischer Basis. Nicht selten waren und sind auch vermeintliche Freundschaften nach dem abendlichen Barbeque am nächsten Morgen vergessen... Business eben... Hingegen sollte man als Bürger das politisch-öffentliche Freundschafts- u. Partnerschaftsgerede nicht gleich für bare Münze nehmen...

Die Argumentation von Heiko

Die Argumentation von Heiko Maas ist, auch wenn ich grds. nicht zu seiner Fan-Gemeinde zähle, absolut zutreffend. Sobald die WTO ihr Urteil in Sachen Boing fällt, werden Strafzölle fällig, mit denen dann wiederum die USA belastet werden. Trump hat mit seiner Rosinenpickerei den freien Welthandel destabilisiert und damit massiv auch der eigenen Wirtschaft geschadet. Ihm ist dabei vor allem der hohe deutsche Exportüberschuss ein Dorn im Auge. Dabei ließe sich das Problem leicht lösen. Würdem die USA mehr in die eigene Wirtschaft, in innovative Güter und Dienstleistungen investieren, dann wären diese auch wettbewebsfähig. Dies gilt insbesondere für die Automobilindustrie. Diese Einsicht und vieles mehr scheint dem US-Präsidenten leider noch immer zu fehlen.

14:43 Barbarossa2

"Es gibt EU Länder, die die USA abgöttisch verehren........"

Nun dieses Bild vom uneigennützigen, weltweit nur Demokratie und Wohlstand bringenden und sei es auch mit Gewalt, Weltpolizisten hat die EU und ihre Regenten/innen doch sehr gepflegt und unterstützt. Allerdings hat dieses Bild nach der letztenUS Wahl doch erhebliche Risse bekommen und jetzt ist man halt sehr entäuscht, dass das Bild mit der Realität so unbarmherzig konfrontiert wird.

@13:30 von Thomas Disputat

>> Kaufentscheidungen als Endverbraucher: USA last? > USA zuletzt - Sollte man als Endverbraucher Produkte aus den USA nur noch als letzte Option in Erwägung ziehen, wenn es keine passende Alternative gibt und solang Herr Trump Präsident ist? <<
_
Wo wollen Sie beginnen..? Bei "American Icecream"" von Langnese..? Oder beim nächsten deutschen BMW-X-Modell aus Alabama..?

Was soll's

Das eigentlich Unproduktive sind doch all die Arbeiter und Angestellten, die mit dem Eintreiben und Kontrollieren der Zölle beschäftigt sind. Das ist eine vollständig unproduktive Arbeit, die aber Aufwand erfordert.

Die Zölle selbst sind ja nicht verloren, sie wandern von einer Tasche in die Andere. Das mag schon kurzzeitig Ungerechtigkeiten hervorrufen, langfristig gleicht sich das aus.

Nur die für das Verwalten der Zölle aufgewendete Arbeit ist für immer verloren.

@Napf, 13.12 Uhr

Lieber Herr Napf,
jetzt reiten Sie doch nicht immer ideologisch auf Heiko Maas herum. Auch der sagt manchmal ganz vernünfige Dinge, so z.B. als er gegen Hass und Hetze im Internet vorging (in seiner Zeit als Justizminister) oder aktuell in Sachen Strafzölle. Sie sollten doch - als Patriot - dankbar sein, dass Deutschland nicht einfach kuscht, sondern der völlig verqueren und dreisten Handelskrieg von Donald Trump Parolie bietet. Isolation hieße doch, sich in sein Schicksal ergeben, finden Sie nicht auch...?

Meinung

Herr Maas hat Recht und zumindest eine klare Meinung. Unsere anderen Verantwortlichen in der Politik äußern sich schwammig zurückhaltend und das erweckt schon den Eindruck das alles auf die EU abgeschoben werden soll.
Wie schon Herr Pompeo angekündigt hat, stellt er sich unterschiedliche Regelungen für die betroffenen Länder vor. Das würde die EU spalten. Irgendwie ist uns Herr Macron weit voraus.

15:06 von Kermit70 ./. karwandler

"... und wenn Sie dann die Waren vergleichen, werden Sie feststellen, dass morgentau größtenteils Recht hat. Aber auf diesem Auge des "Handelskrieges" sind Sie ja blind."

Glauben kann Berge versetzen und so gesehen dürften Sie größtenteils recht haben. Seriös ist Ihre Aussage ohne die notwendigen Glaubensanteile allerdings nicht sein.

Wir könnten..

doch einfach sagen wir kaufen nicht mehr das überteuerte und umweltschädliche Fracking-Gas das der EU aufgedrückt wird! sollen die USA doch schauen wer ihnen das abkauft..

@fathaland slim

"Mehr als das. Nämlich die Richtigstellung einer Falschbehauptung. Solche Richtigstellungen werden von Falschbehauptern allerdings verständlicherweise selten gern gesehen."

Da haben Sie natürlich vollkommen recht. Vielen Dank für die Ergänzung!

Was meinen Nick angeht, so habe ich einfach nach einem Nicknamen gesucht, der nichts mit mir zu tun hat und "irgendwie gut klingt". Und da tauchte irgendwie dieser Name in meinem Kopf auf.

Möglicherweise bin ich ja die Reinkarnation dieses Dr. Beyer oder eines Menschen, der ihn kannte ...

Um wen handelt es sich dabei eigentlich?

15:19, traurigerdemokrat

>>Ein Gericht (?) fällt ein Urteil und wir halten uns nicht daran?<<

Ein Handelsschiedsgericht.

Und inwiefern halten wir uns nicht daran?

Oder, besser gefragt, inwiefern könnten wir uns an ein Schiedsgerichtsurteil, welches den USA das Erheben von Strafzöllen erlaubt, halten oder nicht halten?

Es verbietet uns ja nicht, unsererseits Zölle zu erheben.

Zur Erklärung:

Mit "wir" und "uns" meine ich im vorliegenden Zusammenhang die EU und nicht Sie und mich persönlich.

@karwandler 13:23

Dass die USA versuchen werden, die EU zu spalten, ist aufgrund von Pompeos Aussage klar.
Allerdings eröffnet ja die Tatsache, dass die USA sich nicht auf Verhandlungen einlassen, sondern lieber Zölle und Gegenzölle in Kauf nehmen wollen, für die EU die Möglichkeit, nochmals verstärkt Waren aus Swing States mit Zöllen zu belegen.
Ob das dann unbedingt Trumps Intention war ...?

15:32, Adeo60

>>Lieber Herr Napf,
jetzt reiten Sie doch nicht immer ideologisch auf Heiko Maas herum. Auch der sagt manchmal ganz vernünfige Dinge, so z.B. als er gegen Hass und Hetze im Internet vorging<<

Genau deswegen hassen die Hasser und Hetzer Herrn Maas doch so. Sie fühlen sich durch ihn in dem, was sie für ihre Meinungsfreiheit halten, nämlich die Freiheit, nach Herzenslust hassen und hetzen zu dürfen, beschnitten.

re traurigerdemokrat

"Ein Gericht (?) fällt ein Urteil und wir halten uns nicht daran?"

Es gibt nichts "daran zu halten".

Die WTO hat eine unerlaubte Subventionierung festgestellt und der geschädigten Seite als Ausgleich erlaubt (nota bene: nicht angeordnet), Strafzölle in bestimmter Höhe zu erheben.

@fathaland slim

"Oder, besser gefragt, inwiefern könnten wir uns an ein Schiedsgerichtsurteil, welches den USA das Erheben von Strafzöllen erlaubt, halten oder nicht halten?

Es verbietet uns ja nicht, unsererseits Zölle zu erheben."

Ich dachte bisher, dass allein schon die Mitgliedschaft in der WTO das Erheben von Zöllen ohne triftigen Grund reguliert.
Liege ich da falsch?

Von der WTO genehmigte Strafzölle für ein vorheriges Vergehen der EU stellen ja keinen triftigen Grund für das Erheben von Zöllen seitens der EU dar.

13:40 von Martinus

>>Eine konstruktive und kreative Außenpolitik sähe anders aus - und dafür sind offenbar nicht nur die Amerikaner verantwortlich. Wie mir mehrere deutsche Diplomaten hinter vorgehaltener Hand sagten...<<

Es geht aber nicht nur um die Meinung von Herrn Maas sondern wie die EU gesamt reagiert. Herr Trump droht, erhöht Zölle und das alles mit dem Hintergrund die EU zu spalten. Die Außenminister sollten einheitlich verdeutlichen dass sie einer Meinung sind. Sonst kommt es, wie von Herrn Pompeo prognostiziert, zu individuellen Einigungen und die EU-Politik ist dann tot. Dieses ´rumlavieren der EU-Nationalen lädt doch Herrn Trump geradezu ein uns gegen die Wand zu fahren.

@ karwandler um 13:23

>>" In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter."

Die Strafzölle so austarieren, dass sie für einige EU Länder unangenehmer als für andere sind, und damit die EU spalten.

Wir werden sehen, dass für Waren, die z.B. für den polnischen Export wichtig sind, milde Konditionen gelten.

Die USA sind kein Partner, sondern ein Gegner. Das müsste auch mal in der deutschen Politik ankommen.<<

Warum spalten denn bitte I.M.n. die USA Ihre EU? Das Ding EU hatte sich doch schon vor einigen Jahren selbst gespalten und die Einigkeit verloren. Auch beim BREXIT tut Brüssel alles dafür, dass diese EU Geschichte sein wird.

Mir fallen sehr viele Gründe ein, weshalb die USA als Gegner angesehen werden sollten. Aber wenn die USA mit anderen souveränen Staaten separat etwas aushandeln möchte, ist es kein Gegner sondern ein klassischer Handelspartner.

15:38, DrBeyer @fathaland slim

>>Möglicherweise bin ich ja die Reinkarnation dieses Dr. Beyer oder eines Menschen, der ihn kannte ...

Um wen handelt es sich dabei eigentlich?<<

Schlagen Sie "Bernhard Beyer" nach. Ihre Kommentare atmen durchaus einen Geist, der auch ihn beseelte:=}

Ich hoffe, Sie verstehen mich nicht falsch. Das Thema ist für Manche heikel.

Nachvollziehbares Vorgehen der USA gegenüber EU-Mitgliedern

"US-Außenminister Mike Pompeo signalisierte unterdessen Gesprächsbereitschaft. Er verteidigte die geplanten Abgaben aber. Bevor die angekündigten Zölle in Kraft gesetzt würden, solle es Gespräche mit der EU geben, sagte Pompeo der italienischen Zeitung "La Stampa". "Wir werden auf jeden Fall mit der EU reden." Es habe sich aber "definitiv um ein unfaires Handelsverhältnis gehandelt". In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter."

Wenn innerhalb der EU einige Handelspartner auch irgendwelche Privilegien für sich einfordern bzw. durchsetzen, warum sollten dann andere Mitglieder der EU schauen, ob sie nicht außerhalb der EU bessere Konditionen erhalten? Berlin hat doch mit dem Spiel angefangen.

@13:40 von Martinus

>> Keine konstruktive und kreative Außenpolitik. [...] > Ein kindisches Überbietungsspiel von Zoll und Gegenzoll wird beiden Seiten schaden. Profitieren werden Russland und China als lachende Dritte. > Eine konstruktive und kreative Außenpolitik sähe anders aus - und dafür sind offenbar nicht nur die Amerikaner verantwortlich. <<
_
Gut und richtig beobachtet..! Denn immer deutlicher zeigt sich das Kernmanko der EU = ihre Modernisierungs- u. Reformunfähigkeit. Statt zB. TTIP abzulehnen, hätte man den Gegenseitigkeitseffekt nutzen sollen = stärkere und gesicherte Exporte nach USA, Kanada sowie in die Mercosur-Staaten... übrigens explizit mit Hilfen für Venezuela zwecks Beendigung der dortigen Versorgungskrise und ... gedeihliche Einflußnahme. Ich bin mir sicher, das wäre mit den USA - zumal mit D.Trump - verhandelbar gewesen. Stattdessen macht die EU (und speziell DE-Medien) sich Trump zum Feind und verspielt damit eigene Bewegungsmöglichkeiten...

EU sollte konsequent reagieren

Die EU sollte sofort Zölle gegen amerikanische Firmen in gleicher Höhe einführen und mit dem eingenommenen Geld die eigenen Firmen, die in die USA exportieren, entschädigen.
Eine derart harte und sofortige Reaktion aus Europa würde Trump vor aller Welt eine Niederlage beibringen.

15:19 von traurigerdemokrat

>>Ein Gericht (?) fällt ein Urteil und wir halten uns nicht daran?<<

Das tut Herr Trump, unabhängig von der Richtigkeit des Urteils, auch nicht. Nur ein Urteil das ihm in die Karten spielt wird akzeptiert. In der Vergangenheit hat er die WTO mal als Schmarotzer abqualifiziert (Hörensagen).

Gespräche?

Ehrlich gesagt, ich würde keine Gespräche anplanen.
Warum auch?
Hatten wir doch das gleiche erst kürzlich, und das ging so aus, daß sich Europa verpflichtet hat mehr Flüssiggas zu kaufen von den USA sowie die weitere Öffnung des EU Marktes für US Fleisch und andere qualitativ nicht vergleichbare Produkte.
Sprich: die EU gab nach, USA bekam was sie wollte und dann kamen als Dankeschön die neuen Zölle.
Das wird vermutlich jetzt wieder genau so gehen (man nennt das übrigens Erpressung).
Merke: wer einem Erpresser nachgibt, wird immer wieder erpresst und zahlen.
Mit Herrn Pompeo verhandeln und Einigung irgendwie erzielen wird in Kürze neue Tarife nach sich ziehen = Fortsetzung folgt.
Vorschlag: andere Partner suchen, verlässliche Partner, deren Wort noch zählt und die vielleicht sogar in einer ähnlichen Situation sind....
Dringend nötig dabei: Unabhängigkeit! Solange die Welt über das Finanzsystem der USA erpressbar ist, bleibt alles beim Alten.

Mit gleicher Münze

"Straf"-Zölle? Die EU ist friedlich. Warum will uns jemand strafen?

Einem rechtsnationalen Politiker wie Trump kann man nur mit gleicher Münze antworten. Durch massive eigene Zölle und Subventionen an die eigene Industrie kann die EU seine "Straf"-Zölle ins Leere laufen lassen.

15:48, DrBeyer

>>@fathaland slim
"Oder, besser gefragt, inwiefern könnten wir uns an ein Schiedsgerichtsurteil, welches den USA das Erheben von Strafzöllen erlaubt, halten oder nicht halten?

Es verbietet uns ja nicht, unsererseits Zölle zu erheben."

Ich dachte bisher, dass allein schon die Mitgliedschaft in der WTO das Erheben von Zöllen ohne triftigen Grund reguliert.
Liege ich da falsch?

Von der WTO genehmigte Strafzölle für ein vorheriges Vergehen der EU stellen ja keinen triftigen Grund für das Erheben von Zöllen seitens der EU dar.<<

Wenn diese Zölle trotzdem WTO-konform sind, so kann niemand der EU verbieten, sie zu erheben. Und WTO-konforme Gründe lassen sich leicht finden.

Wir sind auch gesprächsbereit

@ Pilepale

Nachvollziehbares Vorgehen der USA gegenüber EU-Mitgliedern

Lieber USA-Fan, ich kann unser hartes Vorgehen gegen die USA auch gut nachvollziehen. Danke.


"US-Außenminister Mike Pompeo signalisierte unterdessen Gesprächsbereitschaft. Er verteidigte die geplanten Abgaben aber.

Wir sind auch gesprächsbereit und verteidigen unsere Abgaben ebenfalls.


Bevor die angekündigten Zölle in Kraft gesetzt würden, solle es Gespräche mit der EU geben, sagte Pompeo

Wir führen auch gerne Gespräche mit Pompeo, bevor wir unsere Gegenzölle in Krafr setzen.

Subventionen für Airbus?

Wenn die USA das behauptet, naja. Aber die WTO - dann kann was dran sein. Aber WAS? In allen Medien wird empört getan und aufgehetzt - eine Recherche bringt aber KEINER. Airbus geht es wirtsch sehr gut, eine Subvention ist Missbrauch und Veruntreuung. Also ihr Medien, werdet eurem Auftrag gerecht und bringt Licht hinter die Anschuldigungen. Auch wenn die USA den Boeing hätscheln bedeutet das im Umkehrschluss nicht die Rechtfertigung für Subventionen und schon gar keine Empörung.

Gleiches Recht

@ DrBeyer:
Von der WTO genehmigte Strafzölle für ein vorheriges Vergehen der EU stellen ja keinen triftigen Grund für das Erheben von Zöllen seitens der EU dar.

Die amerikanischen Strafzölle sind dafür aber Grund genug für unsere Strafzölle. Mit gleicher Münze. Wer sollte da etwas dagegen haben?
Trump hat übrigens bisher keine WTO-Entscheidung anerkannt.

16:19, Gassi

>>Auch wenn die USA den Boeing hätscheln bedeutet das im Umkehrschluss nicht die Rechtfertigung für Subventionen und schon gar keine Empörung.<<

Sie meinen, die USA dürften Boeing subventionieren, die EU Airbus aber nicht?

Warten Sie mal den Schiedsspruch der WTO zu Boeing ab. Der wird bald kommen.

15:54 von fathaland slim

>>Am 04. Oktober 2019 um 15:54 von fathaland slim
15:38, DrBeyer @fathaland slim<<

>>Schlagen Sie "Bernhard Beyer" nach. Ihre Kommentare atmen durchaus einen Geist, der auch ihn beseelte:=}<<

Danke, ich habe schon befürchtet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Wolfgang_Beyer. Meine Entschuldigung an Dr.Beyer und fathaland slim.

16:26, Walter2929

Um Himmels Willen!

Nein!

@ karwandler

"So ein Blödsinn. Gibt es etwa EU-Länder, die amerikanische Strafzölle begrüßen?"

Es "begrüßt" wohl niemand amerikanische Strafzölle. Aber die Bereitschaft, sich auf einen Handelskrieg einzulassen, ist in den verschiedenen EU-Staaten sicherlich unterschiedlich stark ausgeprägt.

Die deutsche Wirtschaft ist exportabhängig, wir sind daher am Freihandel interessiert. In Frankreich dagegen denkt man seit jeher protektionistischer. So nahm es auch nicht Wunder, dass der französische Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag als Reaktion auf Trumps Entscheidung umgehend mit Gegenzöllen der EU gedroht hat, wohingegen man sich im politischen Berlin zunächst auffällig bedeckt hielt.

Es steht zu befürchten, dass sich innerhalb der EU die französosche Linie durchsetzt. Dann würde der Handelsstreit weiter eskalieren, und Deutschland würde zu den größten Verlierern gehören.

16:48, Laskaris

>>Es steht zu befürchten, dass sich innerhalb der EU die französosche Linie durchsetzt. Dann würde der Handelsstreit weiter eskalieren, und Deutschland würde zu den größten Verlierern gehören.<<

Nichts wäre falscher, aus Angst vor Exporteinbrüchen vor der US-Regierung zu kuschen.

Das wäre für die Trumpblase ein deutliches Zeichen der Erpressbarkeit. Und dann ginge es erst richtig los.

@ fathaland slim um 17:12

"Nichts wäre falscher, aus Angst vor Exporteinbrüchen vor der US-Regierung zu kuschen.

Das wäre für die Trumpblase ein deutliches Zeichen der Erpressbarkeit. Und dann ginge es erst richtig los."

Wo liegt denn die EU-Bürgerische Schmerzgrenze bei diesem Zollkrieg? Genauer was meinen Sie, wann ist der Punkt erreicht, an dem es in Deutschland zu massenhaften Unruhen kommt? Wie wird das dann erst vom "Ausland" aufgenommen und wie wird es dann erst richtig los gehen, da Berlin dem Ausland ja bisher den mahnenden Zeigefinger hinhielt? Die Deutschen Bürger werden es sicher nicht gut aufnehmen, wenn jetzt der Mittelfinger zurück gereicht wird.

@ fathaland slim

"Nichts wäre falscher, aus Angst vor Exporteinbrüchen vor der US-Regierung zu kuschen. Das wäre für die Trumpblase ein deutliches Zeichen der Erpressbarkeit. Und dann ginge es erst richtig los."

Es geht doch auch nicht ums Kuschen oder Einknicken. Sondern darum, dass es eine Stimme der Vernunft braucht, wenn die Macho-Politiker beiderseits des Atlantiks aufeinander losgehen.

Auch im politischen Washington gibt es heute noch zahlreiche Leute, die an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind - und zwar sowohl bei den Republikanern, die ja traditionell sowieso freihandelsorientiert sind, als auch bei den oppositionellen Demokraten. Man sollte sich also bemühen, nicht gleich das gesamte Porzellan zu zerschlagen, denn es wird auch eine Zeit nach Trump geben.

Aber ich finde es jedenfalls amüsant, dass ausgerechnet Sie bei diesem Thema der Logik des Aufschaukelns und der Eskalation folgen. Hätte ich nicht unbedingt erwartet.

Gelesen? Und auch verstanden?

" In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter."
Da die EU nach außen nur als Gemeinschaft auftritt, sagt diese Herangehensweise der USA ganz viel aus. Nur haben es viele an den Schalthebeln der Macht immer noch nicht verstanden.

@ Laskaris um 17:24

"Es geht doch auch nicht ums Kuschen oder Einknicken. Sondern darum, dass es eine Stimme der Vernunft braucht, wenn die Macho-Politiker beiderseits des Atlantiks aufeinander losgehen.

Auch im politischen Washington gibt es heute noch zahlreiche Leute, die an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind - und zwar sowohl bei den Republikanern, die ja traditionell sowieso freihandelsorientiert sind, als auch bei den oppositionellen Demokraten. Man sollte sich also bemühen, nicht gleich das gesamte Porzellan zu zerschlagen, denn es wird auch eine Zeit nach Trump geben."

Wer soll denn bitte I.M.n. die Stimme der Vernunft sein? Herr Trump kommt ja nich t von irgendwoher her, sondern ist das Resultat falscher Politik und vor allem m.M.n. fehlender kritischer Berichterstattung.

Ich will Ihnen, Ihren Glauben nicht nehmen, dass nach Herrn Trump sicher alles anders und besser sein wird. Ich habe da eine ganz andere Meinung. Nach Trump bleibt Trump nur mit anderem Namen.

17:24, Laskaris

>>Auch im politischen Washington gibt es heute noch zahlreiche Leute, die an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind <<

Natürlich gibt es die. Innerhalb der momentanen Administration sind die aber komplett marginalisiert.

>>Aber ich finde es jedenfalls amüsant, dass ausgerechnet Sie bei diesem Thema der Logik des Aufschaukelns und der Eskalation folgen. Hätte ich nicht unbedingt erwartet.<<

Zwischen Abwiegelei und Eskalation ist viel Platz.

17:30, Bernd39

>>Gelesen? Und auch verstanden?
" In Gesprächen mit der Gemeinschaft würden sich die USA für jedes Land um eine passende Herangehensweise bemühen, sagte Pompeo weiter."
Da die EU nach außen nur als Gemeinschaft auftritt, sagt diese Herangehensweise der USA ganz viel aus. Nur haben es viele an den Schalthebeln der Macht immer noch nicht verstanden.<<

Es gibt Produkte, von deren Export manche EU-Länder abhängiger sind als andere.

Strafzölle auf französischen Käse beispielsweise beträfen wohl vorwiegend Frankreich.

@ Laskaris & @ fathaland slim

Von Laskaris:
"Auch im politischen Washington gibt es heute noch zahlreiche Leute, die an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind"

von fathaland slim:
"Natürlich gibt es die. Innerhalb der momentanen Administration sind die aber komplett marginalisiert."

Seien Sie beide doch bitte so freundlich und nennen Sie uns diese Personen in Waschington die "an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind". Ich denke das Forum würde gerne Namen lesen wollen um dies auszudiskutieren. Bitte.

@ fathaland slim

"Zwischen Abwiegelei und Eskalation ist viel Platz."

Wer auf Zölle mit Gegenzöllen reagiert, eskaliert jedenfalls. Und das ist keine gute Voraussetzung für eine Lösung des Konflikts.

Man sollte bei dem Thema übrigens nicht vergessen, dass die EU insgesamt betrachtet (und wiederum als Resultat vor allem des französischen Einflusses) seit jeher protektionistischer agiert, als es die USA tun. Vor allem bei Nahrungsmitteln schützen die Europäer heimische Erzeuger mit massiven Zöllen. Deshalb liegen ja auch die hiesigen Agrarpreise im Schnitt 20 Prozent über den Weltmarkt- und über den US-Preisen.

Trumps Kritik an der EU-Handelspolitik ist also nicht völlig unberechtigt, und wenn sich europäische Poltiker jetzt über Zölle beschweren, ist da auch ein gerüttelt Maß an Heuchelei dabei.

Anstatt sich gegenseitig immer höhere Zölle abzuverlangen, wäre es sinnvoll, über den Abbau von Handelshemmnissen zu reden.

KEINE Idee mehr!

Der Handel zwischen Ruland und China wir schon in der Landeswährung abgewickelt. Die Türkei bezahlt die S-400 auch nicht mehr in Dollar.
Der Handel mit der EU wird auch nur noch in Euro angestrebt. Ist also keine neue Idee, Deshalb verlegt sich die USA ja mehr auf die dingliche, nicht mehr die monetäre Seite bei Sanktionen. Mit dem Ausschluß vom Zahlungverkehr auf Dollarbasis kann man nämlich bald niemanden mehr erschrecken.

Wo steht Deutschland in der EU?

Deutschland ist der Totengräber der EU. Die weichen Lippenbekenntnisse Merkels reichen nicht mehr. Und die von Scholz proklamierte Zurückhaltung ist wohl eher seiner Loyalität zur Atlantikbrücke als zu einem starken Europa geschuldet.
Was will die deutsche Regierung? Klar, deutsche Autos verkaufen, deutsche Wirtschaft ankurbeln, deutschen Wohlstand (der Reichen) mehren, leider alles auf Kosten von Europa.
Wie mich das anwidert.
Dieses hinterherkriechen hinter US-Interessen, was sogar zum Vertragsbruch mit den Iran geführt hat, ist so schlimm!
Merkel soll endlich aufs wohlverdiente Altenteil gehen, denn sie schadet mitterweile mehr, als dass sie uns gut tut.

16:48 von Laskaris

ihre letzte aussage ist ja auch gewollt. sowohl von unseren nachbarn als auch von unseren hiesigen

re fatahland slim

"Es gibt Produkte, von deren Export manche EU-Länder abhängiger sind als andere.

Strafzölle auf französischen Käse beispielsweise beträfen wohl vorwiegend Frankreich."

Allerdings.

Und die EU kann sich schön aussuchen welche Zölle diejenigen treffen, die Trump wählen.

@17:24 von Laskaris

„Auch im politischen Washington gibt es heute noch zahlreiche Leute, die an guten Beziehungen zu den europäischen Verbündeten interessiert sind - und zwar sowohl bei den Republikanern, die ja traditionell sowieso freihandelsorientiert sind, als auch bei den oppositionellen Demokraten.“
Bei den Demokraten gewiss.
Bei den Republikanern vielleicht auch, nur wissen sie es offenbar noch nicht, da sie den Wirtschaftskiller ungebremst machen lassen. Ja, die Angst vor Trump und dem eigenen Machtverlust ist einfach zu groß.

In der Sache sind beide gleichermaßen Schuld

In der Sache sage ich ganz klar, dass die EU und die USA gleichermaßen Schuld sind und die EU sich von den USA mit diesen Zöllen nicht erpressen lassen darf. Denn die USA haben Boeing genauso illegale Subventionen gewährt. Da sollten die USA mal den Ball ganz flach halten.

Außerdem halte ich es fuer völlig verfehlt von den USA, dass die nicht gezielt gegen Airbus gehen sondern sich an Weinbauern, Käsereien und anderen Sachen auslassen die ueberhaupt nichts mit der Sache Airbus-Boeing zu tun haben.

Aber ich habe von der EU inzwischen erfahren, dass wohl auch Playstations aus den USA auf die Zoll-Liste der EU kommen. Dabei jedoch macht die EU einen entscheidenden Fehler der die EVP Stimmen kosten wird. Denn damit bringt sie nur die Gamer weltweit und die Gamer in der EU und in Deutschland gegen sich auf. Denn die Gamer haben mit der Sache NICHTS zu tun!!

Die Welt ist groß

Wir treiben einfach mehr Handel mit Russland, China und auch dem Iran. Wenn Trump sanktioniert, dann antworten alle anderen auch mit Sanktionen. Schnell wird dem größten Fan von Trump klar, dass sich die Regierung an den Zöllen auf Kosten der US-Bürger bereichert, wenn das Geld am Monatsende weniger wird.
Problem: Unsere Regierung will von den USA abhängig sein.
Und sie sieht nicht die Folgen, dass am Ende alle verlieren werden, sollte Trump noch mehr macht bekommen.

Einigung

Wenn Pompeo kommt, wird man sich sicher einigen. Deutschland ist ja ein mutiges Land, Malmström ist der Inbegriff von Kampfbereitschaft....
Vermutlich gibt´s einen Deal: Wir importieren für diverse Milliarden irgend einen Mist, den wir nicht brauchen und wollen, dafür verschonen die USA uns von Strafzöllen.
Wie wäre es mit noch mehr gefrackten Gas ? Kann man immer brauchen. Oder Rindfleisch, ist auch sehr nützlich und haben wir selbst ja kaum.

13:07 von guggi

War ja klar

anstatt das Gerichtsurteil zu akzeptieren und die europäischen Zuschüsse und Einfuhrbeschränkungen für amerikanische Produkte zu reduzieren werden neue Zölle aufgebaut. Die EU ist ja so super!
///
*
*
Trump sprach von Handelsbilanzdefizit und EU-Besteuerung amerikanischer Produkte.
*
(Beides jetzt zuegegeben)
*
Wer jetzt wegen eines Gerichtsurteil Steuern fordert, ohne Boingverfahren und Urteil abzuwarten, ist das jetzt auch ein Hassprediger?

@ christerix um 18:20

Danke für Ihren, wie ich finde sehr klaren und direkten Kommentar. So direkt kenne ich Sie gar nicht.

Zu dem Teil möchte ich nur meinen Senf dazugeben:
"Merkel soll endlich aufs wohlverdiente Altenteil gehen, denn sie schadet mitterweile mehr, als dass sie uns gut tut."

Sie schreiben richtig, dass Frau merkels zurückhaltende Art in dieser Situation eher schadet. Dies kann nicht ausgesessen sondern muss angegangen werden. Nur sehe ich aktuell niemanden in der Bundesdeutschen politischen Landschaft, der das passende Format besitzt, zum einen deutsche Interessen (nicht die Interessen der Eliten sonder der Mehrheit der Bürger) auszuformulieren und zum anderen mit den anderen 27 EU-Mitgliedsstaaten + Beitrottskandidaten partnerschaftlich eine auf ein Jahrzehnt tragbare Lösung zu finden.

Fällt Ihnen da jemand ein?

@ karwandler (18:31): da hätte ich so einige Ideen

hi karwandler

Und die EU kann sich schön aussuchen welche Zölle diejenigen treffen, die Trump wählen.

korrekt. Zum Beispiel beim
-> LNG-Gas! Oder bei
-> Erdöl... Oder bei
-> Ruestungsguetern...

Hätte was. Denn damit wuerden wir den Regierungen ihre Kriegstreiberei versalzen. Wäre doch gut...

-> Bauteile fuer Boeing-Flugzeuge weil die technisch mangelhaft sind
-> Boeing- Flugzeuge

Und wie wäre es mit Zöllen auf:

-> Rindfleisch aus den USA (verbotene Antibiotika in der Tiermast)
-> Getreide aus den USA (glyphosatverseucht)
-> Laptops + Smartphones + Tablets aus den USA (wegen verbotener Hardware-Backdoors)
-> Spionagesoftware aus den USA (Staatstrojaner, staatliche Ransomware, sonstige staatliche Malware; damit wuerden wir den Schlapphueten die Totalueberwachung endlich kaputtmachen)
-> Prozessoren, Chipsätze und Halbleiter aus den USA (wegen unzulässiger Hardware-Backdoors)

@ Pilepale (18:54): ja da wuerde mir jemand einfallen

hi Pilepale

Fällt Ihnen da jemand ein?

Da wuerde mir eine Person einfallen, die aber derzeit medizinisch verhindert ist (eine Frau). Tja und da wuerden eben nicht nationalistische Interessen eine Rolle spielen sondern die Interessen der gesamten EU.

Denn die USA haben Boeing ebenso unzulässige Subventionen gewährt laut WTO. Von daher sollten die USA den Ball mal ganz flach halten.

https://www.airliners.de/wto-subventionen-boeing/49478

Es ist amtlich: Die USA haben Boeing genauso wie die EU Airbus illegal subventioniert. Alle Seiten reklamieren einen Sieg. Jetzt beginnt der Poker um milliardenschwere Vergeltungsmaßnahmen.

Im Streit um illegale Boeing-Subventionen sind die USA in letzter Instanz vor der Welthandelsorganisation (WTO) unterlegen. Die US-Regierung habe nicht alle schon 2011 und 2012 als illegal eingestuften Begünstigungen für den US-Flugzeugbauer wie verlangt zurückgenommen, urteilte das WTO-Berufungsgremium am Donnerstag.

@ Demokratieschue... um 19:05

"Da wuerde mir eine Person einfallen, die aber derzeit medizinisch verhindert ist (eine Frau). Tja und da wuerden eben nicht nationalistische Interessen eine Rolle spielen sondern die Interessen der gesamten EU."

Wer wäre das denn?

17:56, Laskaris

>>Anstatt sich gegenseitig immer höhere Zölle abzuverlangen, wäre es sinnvoll, über den Abbau von Handelshemmnissen zu reden.<<

Wenn Trump nicht mehr Präsident ist, sollte man das tun.

Mit ihm ist es nicht möglich. Da könnte man nur den unteren Weg gehen. Sie wissen ja, der Klügere gibt nach, bis er der Dümmere ist.

@Am 04. Oktober 2019 um 14:23 von Bernburger49

Aber totale Verschwendung von reellen Ressourcen. Genauso wie das Krabbenpulen in Ägypten oder noch weiter: gefangen in der Nord/Ostsee, verschifft nach sonstewo, von dort wieder zurück in den Rewe/Aldi am Hafen von Kiel und Rostock.

Geld ist keine konsistente Größe zur Bemessung von Werten. Geld ist ein rein ideeller Wert. Tatsächliche Arbeit (physikalisch) wird durch Geld überhaupt nicht gemessen. Daher fällt es wirtschaftlich auch nicht auf, wenn man viel Müll produziert. Es tut ja nicht im Geldbeutel weh...

@ Pilepale (19:18): Ich meinte Frau Manuela Schwesig

hi Pilepale

Ich hatte doch schon geschrieben wen ich meine: Frau Manuela Schwesig (SPD).

Die wäre was. Alle anderen kann man mehr oder weniger vergessen, auch einen Scholz.

19:20 von fathaland slim

17:56, Laskaris

>>Anstatt sich gegenseitig immer höhere Zölle abzuverlangen, wäre es sinnvoll, über den Abbau von Handelshemmnissen zu reden.<<

Wenn Trump nicht mehr Präsident ist, sollte man das tun.

Mit ihm ist es nicht möglich. Da könnte man nur den unteren Weg gehen. Sie wissen ja, der Klügere gibt nach, bis er der Dümmere ist.
///
*
*
Meinen Sie jetzt die Klügeren, die erst nicht erkannten was ein Handelsbilanzdefizit ist, nicht wussen das Autozölle der EU höher als die amerikanischen waren?
*
Oder welche Klügeren meinen Sie?

@fathaland slim, 15.44 Uhr

Völlig richtig. Deshalb auch mein Kommentar.

@Pilepale, 18.54 Uhr

Sie haben völlig recht. Ich sehe (leider) auch niemanden, der das Format von Kanzlerin Merkel hat. Gegen die fast schon krankhaften Handelskriege eines Donald Trump kann ein Land allein nichts ausrichten. Es müssen Allianzen gebildet werden, vielleicht auch mit China. Und besonders wichtig ist ein geschlossenes Auftreten der EU. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass es - insbesondere in der AFD - noch immer Personen gibt, die Trump huldigen, obgleich dieser nur die Spaltung Europas und die Destabilisierung der europäischen und deutschen Wirtschaft im Sinne hat.

@ fathaland slim (19:20): nochmal absolute Zustimmung

hi fathaland slim

nochmal absolute Zustimmung. Denn Ueberbach hat schon gesagt was so alles auf der EU -Liste sein wird:

https://www.tagesschau.de/kommentar/usa-eu-strafzoelle-101.html

Ein elf Seiten langer Kontra-Plan

Die Produktliste für mögliche Gegenzölle liegt in Brüssel schon längst in der Schublade: elf Seiten lang, eng bedruckt. Darauf: Flugzeuge, Zitrusfrüchte, Ketchup, Fisch. Wie du mir so ich dir.

Nach Lage der Dinge wird die EU schon in ein paar Monaten die Erlaubnis bekommen, ihrerseits Strafmaßnahmen gegen Washington zu verhängen, weil Boeing in den USA genauso gepäppelt worden ist wie Airbus in Europa. Auch das hat die Welthandelsorganisation entschieden, was Trump bei seinem Triumphgeheul aber einfach ausblendet.

Ok, beim Ketchup und bei Zitrusfruechten ist es mir egal. Denn Zitrusfruechte kriegen wir aus Griechenland, Spanien, Italien..
Beim Ketchup gibt es andere Marken (z.B. Thomy)....

Wenn die USA die EU als Handelspartner nicht akzeptieren und

lieber auf Länderebene verhandeln möchten, sollte die EU vielleicht auch mit den 50 Bundesstaaten verhandeln...

@christerix, 18.20 Uhr

Sie haben wohl noch nicht die Rede von Frau Merkel vor der Harward University gehört oder auch ihre mit viel Beifall bedachte Rede anlässlich der Münchener Sicherheitskonferenz. Beides empfehle ich Ihnen. Wohl kaum ein anderer europäischer Staatschef hat derart deutliche Worte gegen Trump und seine "America First" Politik gefunden. In der Weltpresse wurde die Kanzlerin daraufhin schon als Führerin der freien Welt bejubelt. So übertrieben diese Schlagzeilen auch waren, so unberechtigt sind nun Ihre Vorwürfe. Natürlich profitiert Deutschland in besonderer Weise von der EU und natürlich geht es uns Deutschen vergleichsweise gut. Dies liegt aber auch daran, dass die deutsche Wirtschaft jahrzehntelang durch innovative Kraft, Qualität und Vielfalt geglänzt hat. Und natürlich hat auch der Fleiss und die gute Qualifikation der deutschen Arbeitnehmer ordentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Ich finde, darauf darf man durchaus stolz sein, finden Sie nicht auch...?

Anmoderation zu den Verhandlungen zwischen USA und EU

Als Hintergrundbild zur Anmoderation zum Beitrag ist eine US und eine EU Flagge zu sehen. Die US Flagge ist jedoch am oberen Rand arg zerzaust. Eine Botschaft oder schlicht ein Versehen?
In jedem Fall scheint es mir unpassend.

@ Pilepale (19:18): wir wissen doch dass Frau Schwesig krank ist

@ Pilepale

Wir alle wissen doch, dass Frau Manuela Schwesig (SPD) aktuell wegen Brustkrebs in Behandlung ist:

https://www.tagesschau.de/inland/schwesig-brustkrebs-103.html

Anteilnahme aus allen politischen Richtungen: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig zieht sich wegen einer Brustkrebs-Erkrankung aus der SPD-Spitze zurück. Sie gibt sich zuversichtlich: "Ich habe schon viele Kämpfe geführt."

oder hier:

https://tinyurl.com/y3cksgmx
welt.de: Manuela Schwesig an Brustkrebs erkrankt (am 10.09.2019)

Sie wäre jemand gewesen, die hätte helfen können. Sie wäre eine sehr gut geeignete Kandidatin als Kanzlerin.

@ Adeo60 um 19:51

Wir stehen auf völlig verschiedenen Seiten! Da haben Sie den ich als offensichtlicher Merkel Verehrer erkenne, meinen Kommentar nicht ganz zu Ende gelesen. Frau Merkel ist in der Situation eine Fehlbesetzung! Hier geht es nicht darum, passiv die wirtschaftliche Welle zu reiten die durch den Grünen/SPD vermittelten sozialen Kahlschlag ermöglicht wurde und der Öffnung für die Heuschrecken Tür und Tor öffnende Ausverkauf der gesellschaftlichen Erbmasse. Und mir fallen da schon einige Leute ein die durch nichts tun einen genauso dürftigen Job erledigen würden. Merz, Weigel, Habeck, Scholz, ja selbst Lindern und die Weigel bekommen das hin!

Mir geht es darum die deutsche Gesellschaft wieder zu einen durch soziale Gerechtigkeit, fairen und ohne Schlupflöcher formulierte Steuergesetze in dem die Starken am meisten schultern da sie auch am meisten von der Gesellschaft profitieren. Und nicht um auf irgendwelchen internationalen Panelen den großen fake Weltverbesserer raushängen zu lassen.

@ checkerbun (19:55): das gäbe totales Durcheinander

hi checkerbun

Wenn die USA die EU als Handelspartner nicht akzeptieren und
lieber auf Länderebene verhandeln möchten, sollte die EU vielleicht auch mit den 50 Bundesstaaten verhandeln...

Das wäre ein totales Durcheinander weil jeder was anderes will. Und das gäbe auch bei Standards ein totales Durcheinander weshalb ich das als ueberhaupt nicht praktikabel ansehe.

Daher muessen die USA endlich lernen, die EU zu akzeptieren und der Einfluss der USA auf England muss massiv zurueckgedrängt werden. Denn Trump hat massiven Einfluss auf Boris Johnson und auf Selensky.

@ Adeo60 um 20:03

"Sie haben wohl noch nicht die Rede von Frau Merkel vor der Harward University gehört oder auch ihre mit viel Beifall bedachte Rede anlässlich der Münchener Sicherheitskonferenz."

Na dann erzählen Sie mal, was Ihre Frau Merkel da gesagt hat, was sie danach getan hat und vor allem wer da so geklatscht hat. Die Masse der deutschen Bevölkerung sicher nicht, sondern die üblichen Logen Mitglieder.

"In der Weltpresse wurde die Kanzlerin daraufhin schon als Führerin der freien Welt bejubelt."

Ihr neuer Führer, die aktuelle Kanzlerin, ist klar!

"Natürlich profitiert Deutschland in besonderer Weise von der EU und natürlich geht es uns Deutschen vergleichsweise gut. Dies liegt aber auch daran, dass die deutsche Wirtschaft jahrzehntelang durch innovative Kraft, Qualität und Vielfalt geglänzt hat."

Dies liegt vor allem daran, dass der Euro schwach ist und Deutschland unter Ihrer Kanzlerin in Billiglohnland ist, mit dem kaum einer wetteifern kann. Ich finde das muss man unbedingt ändern!

@ Erich-Hubertus Fuchß (20:13): das ist auch doppeldeutig

hi Erich-Hubertus Fuchß

Als Hintergrundbild zur Anmoderation zum Beitrag ist eine US und eine EU Flagge zu sehen. Die US Flagge ist jedoch am oberen Rand arg zerzaust. Eine Botschaft oder schlicht ein Versehen?

habe ich gar nicht gesehen. Sowas könnte man doppeldeutig sehen:
a) einerseits diese Fetzerei wegen dem Handelskrieg
b) einfach weil die Flagge schon älter war (dann wäre es unpassend gewesen)

Darstellung: