Boris Johnson redet auf dem Parteitag

Ihre Meinung zu Brexit-Brief an die EU: Mit neuem Plan zum Deal?

Weg mit dem "Backstop", raus aus der Zollunion - aber Nordirland soll faktisch Teil des Binnenmarkts bleiben: In Johnsons Brexit-Plan erkennt Brüssel zwar Fortschritte, ist aber nicht begeistert. Derweil will Johnson eine neue Zwangspause fürs Parlament erreichen.

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147 Kommentare

Kommentare

Peter Goge
Lame Duck

Hat der Macher der "neuen" Vorschläge zu Hause auch eine Mehrheit, um sie dort umzusetzen? Oder fantasiert der PM nur im luftleeren Raum zwischen London und Brüssel?
Kleine Erinnerung. Mays Vorschlag war wesentlich ausgewogener und bekam dreimal keine Mehrheit. Boris hat damals übrigens dreimal mit nein gestimmt.

Peter Goge
Lasst ihn auflaufen

Die EU wird nur dem zustimmen, was für die Republik Irland erträglich und gut ist. Die bleiben, Boris geht. Und ich wünsche ihm, dass er mit einer Niederlage geht.

dr.bashir

„Nach dem Willen Londons soll sich die EU gleichzeitig verpflichten, in keinem Fall Kontrollen an der Grenze durchzuführen.“

Also schließt GB das „tollste Handelsabkommen aller Zeiten“ mit Trump und importiert z.B. Genmais oder die berühmten Chlorhühnchen und die EU soll nicht kontrollieren, ob schlaue Geschäftemacher das Zeug nach Irland bringen und von da aus in den Rest der EU.

Bin mal gespannt, wie die Vorschläge ankommen.

Hustensaft
Dreist ohne Ende

Alle Rechte für das Vereinigte Königreich und keine Rechte für die EU - ein echt toller Plan.
1. Man scheidet aus, bindet sich aber - zunächst - an die Regeln.
2. Es müssen aber Handelsabkommen mit Dritten möglich sein.
3. Das nordirische Parlament darf Änderungen vornehmen.
Das heißt nichts anderes, als dass auf dem Papier alles bleibt wie es ist, man aber jederzeit nach Belieben Änderungen vornehmen kann.
Und es kommt noch besser:
4. Die EU muss sich verpflichten, keine Zollkontrollen einzurichten.
Die Briten dürfen also alles - und die EU muss zuschauen, sie darf ja keine Zollkontrollen einrichten, selbst wenn die Briten sämtliche EU-Regeln durch "Änderungen" unterlaufen. Der Aspekt, dass alle vier Jahre geprüft werden soll … ist dabei nur noch das Sahnehäubchen.

Bleibt zu hoffen, dass Brüssel sich auf diesen Unsinn nicht einlässt.

Apollo1995
Johnson‘s Träumereien

Johnson glaubt tatsächlich, dass die EU sich auf seinen Vorschlag einlassen wird. Nun, das wird sie nicht! Auch wenn Junker positive Bewegungen in der Sache gesehen hat, bedeutet es nicht das er sie befürwortet. Nein, ganz im Gegenteil! Die EU lässt sich auf keinen Fall auf diesen faulen Kompromiss ein, der wie immer, nur zum Vorteil der Briten sein wird und zugleich ein Hintertürchen darstellt, damit über diese lockere Grenze, Waren (z.B. US-Waren) ohne Zollkontrolle in die EU gelangen, woran dann die Briten bei der Weiterleitung verdienen! Das hätten sie wohl gerne. Für wie dumm hält Johnson Europa und die EU? Seine Dreistigkeit kennt kein Ende! Ich hoffe, dass ihm dieser Vorschlag um die Ohren fliegt, wie bis jetzt alles was er angegangen hat, seid dem er im Amt ist!
Erst über die EU schimpfen und Lügen verbreiten und dann an der EU verdienen wollen! Nicht zu fassen!

Null0
Kontrolle muss sein

"Nach dem Willen Londons soll sich die EU gleichzeitig verpflichten, in keinem Fall Kontrollen an der Grenze durchzuführen."
Das ist ja wohl inakzeptabel. Die EU muss alle ihre Außengrenzen kontrollieren dürfen.

hessin65

Die EU will über den Vorschlag von BJ verhandeln! Sollte der Brite damit durchkommen, macht sich die EU endgültig unglaubwürdig.

Nirwana1962
Grenzkontrollen...

"Diese Kontrollen sollen dem britischen Vorschlag zufolge dezentral ablaufen, mit einer sehr geringen Zahl physischer Kontrollen bei Händlern oder an anderen Punkten der Lieferkette. Nach dem Willen Londons soll sich die EU gleichzeitig verpflichten, in keinem Fall Kontrollen an der Grenze durchzuführen. "

... in sehr geringer Anzahl, bei Händlern oder irgendwo in der Lieferkette... aah ja.

... durch die EU keinefalls an der Grenze, und das muss verpflichtend sein... aah ja.

Das sind m. E. ziemlich forsche Vorschläge, die dem Schwarzhandel recht dienlich sein werden.

Wenn Boris Johnson nicht bessere Vorschläge hat, die die EU nicht nach Lakai
der Briten aussehen lässt, wird das nichts mit der Zustimmung seitens EU.

Knorlo
...die EU ziert sich...

...aber warum?
Die Verantwortung über Grenzkontrollen liegt bei GB. Wenn Nordirland das nicht wünscht, dann sollen sie sich von GB abkoppeln. So sehe ich die Selbstbestimmung der Völker.
Politisch und Wirtschaftlich wird die EU in naher Zukunft auseinanderbrechen.
Die Ungerechtigkeiten und die Spaltung in Nord und Süd durch den Neokapitalismus wir zweifelsfrei dazu führen.
GB ist nur der Vorreiter.

Reinhard Libuda
Pseudolösungen

passen zu Bojo wie seine wirre Frisur.
es kommen keine "Vorschläge" sondern Ultimaten, offen und unverholen, passend zu seinem Gesamtauftritt für seine Hardcore-Exiteers.
Damit bleibt er seinem klaren, offensichtlichen Plan treu, nodeal -deal, gegen den Beschluss der Unterhausmehrheit einen Brexit nur mit Deal und einer Fristverlängerungsbitte an die EU zu schaffen,selbst mit einem Rechtsverstoß zu verwirklichen und gleichzeitig für die unvermeidlichen Neuwahlen die "Schuld" am Scheitern eines geregelten Austrittsvertrages klar bei der inkonzilianten EU zu platzieren und im Wahlkampf ausgiebig auszuschlachten um Farage zu schwächen.
Klare Linie, das (w)irre Gehabe ist , wie seine bewusst gestylte, ungezügelt wirkende Haarpracht, die einem echten "Hulk" alle Ehre macht, sind ja Teil seiner Charaden.
Man kann nur auf seine Vision von "Dead in a ditch" hoffen, bzw dass es der Parlamentarischen Mehrheit gelingt, ihn zu entwaffnen.
Und wieder zu den Fakten zurück zu finden.
God save the UK!

pkeszler
Brexit-Brief an die EU

Neuer Plan, aber alte Forderungen!

faktenfrei.de
Heiße Nadel

Und diesen Vorschlag will BJ nun in rund vier Wochen mit der heißen Nadel durchkloppen...?

Warum dann nicht den "Backstop" akzeptieren und (später dann) durch eine ausgereifte Lösung ersetzen, wie vorgesehen?

Und wenn die Lösung dann so ähnlich aussieht wie der eingangs erwähnte Vorschlag... nur eben etwas durchdachter und nicht hektisch über den Ecktisch?

PeterFinger
Der zweite König von England, der sich offensichtlich

als autoritärer Herrscher sehr wohlfühlt. Falls die EG auf diesen Möchtegern Diktator eingeht, hat sie ihre Daseinsberechtigung verloren. Bei dem anderen war es Hitler, der den König von England freundschaftlich begrüßte, heute ist es Trump.

Pilepale
Unangenehm für Brüssel, den Ball im EU Feld liegen zu haben

Jetzt wird es noch deutlicher, dass Brüssel im Grunde keine Einigung möchte, die den Verbleib des gesamten Vereinigten Königreichs in der Zollunion entgegen läuft.

Ich denke der Vorschlag von Herrn Johnson, wird aus meiner Sicht, schwere innenpolitische Konsequenzen nach sich ziehen, da dadurch das Königreich Nord Irland einen Sonderstatus zugesprochen wird, der für Sprengstoff sorgen könnte. Man wird sehen wie die Nord Iren das aufnehmen.

Auf der anderen Seite wird es aber so oder so zu Verwerfungen in UK kommen, da die Probleme in der Wirtschaft durch Lösungen in gesamt UK neu strukturiert und neu definiert werden müssen.

KowaIski
Werden die Briten zustimmen?

Angenommen, die EU geht auf das Angebot (das den Iren gegnüber nicht fair ist) ein. Wieso glaubt Johnson dann, dass er dafür im britischen Parlament eine Mehrheit bekommt? Abgesehen davon, dass er selbst keine Mehheit mehr hat.

kurtimwald
EU muss glaubwürdig bleiben ...

Die EU muss glaubwürdig bleiben, nur so kann ich mich und viele andere mit der EU und als Europäer identifizieren und gut heißen.

Was der Johnson sich da ausdenkt ist nichts anderes als die Vorteile der EU als monetäre bzw. wirtschaftliche Vorteile nutzen zu wollen, aber nichts zur europäischen Gemeinsamkeit und Verantwortung beitragen zu wollen.

Im Kleinen nennt man so was Schmarotzertum.

Dieses egoistische Ansinnen gehört total abgelehnt!

KowaIski
Wozu diese Eile?

Es geht um komplizierte vertragsrechtiche Fragen, die genau beraten werden müssen. Ob Johnsons Vorschläge Substanz haben, ist derzeit völlig ungewiss. Erst in der Verhandlungskommission, dann im EU-Parlament, in allen Landesparlamenten und im britischen Unterhaus sind Beratungen nötig. Wie soll das gehen?

Die Briten haben zwei Jahre für den alten Vertrag gebraucht. Damals war Johnson übrigens zeitweise Außenminister, hat es aber anscheindne nicht für nötig gealten, seine Vorstellungen einzubringen. Jetzt will er es übers Knie abbrechen.

Niemand
Und wie darf man sich das Ganze dann

im Klartext vorstellen ?

pxslo
Richtig so!

Ich finde die Politik von Boris Johnson absolut richtig und zur Nachahmung unbedingt empfohlen. Zölle würden dem Land sehr gut tun (siehe USA), eigentlich jedem Land, das mehr importiert als exportiert.

Darüber klagen können nur einige wenige Exportsünder. Aber das sollte den anderen Ländern völlig egal sein. Auch die Engländer können PS-Starke Luxusautos bauen. Das gilt auch für andere Länder.

Old Lästervogel
Zunächst mal: die Briten wollen

raus aus der EU, weil sie selbständiger sein wollen. Bitte sehr. Das ist nicht das Problem des restlichen EU-Staaten.
Die Briten wollen wieder Rosinenpickerei betreiben: keine Vorschriften mehr durch die EU, aber gleichzeitig den gleichen Handel mit der EU treiben, als wären sie noch dabei.
Wenn die EU Staaten bei ihren Bürgern noch Unterstützung haben wollen, sollten sie den Briten sagen: So nicht. Entweder Handel nach EU-Richtlinien oder sie sollen ihr eigenes Ding machen. Dann müssen sie sich aber Partner anderswo, ausserhalb Europas, suchen. Trump hat sich ja schon angeboten, aber die Briten wissen, was sie von dem halten müssen.
Mit China geht auch nicht, weil die nur mit der EU ingesamt handeln wollen. Der Rest der Staaten hat einfach nicht die Wirtschaftskraft, um die EU für GB zu
ersetzen.
Dann bleiben da noch die Brexitgegner aus NI und SCO.
Das wird noch sehr schwer für BJ und ich denke, er wird scheitern oder klein beigeben.

Knorlo
...die EU ziert sich...

...aber warum?
Die Verantwortung über Grenzkontrollen liegt bei GB. Wenn Nordirland das nicht wünscht, dann sollen sie sich von GB abkoppeln. So sehe ich die Selbstbestimmung der Völker.
Politisch und Wirtschaftlich wird die EU in naher Zukunft auseinanderbrechen.
Die Ungerechtigkeiten und die Spaltung in Nord und Süd durch den Neokapitalismus wir zweifelsfrei dazu führen.
GB ist nur der Vorreiter.

KowaIski
Diffuse Kontrollen

In der Frage der Grenzkontrollen bleibt Johnson gewohnt diffus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die EU überhaupt auf irgendwelche Grenzkontrollen in Irland einlässt. Da müsste Johnson also noch entscheidend nachbessern.

schabernack
Magische Zauberformel …

Artikel: «Johnsons Plan sieht vor, dass GB als Ganzes, einschließlich N-IRL, die Zollunion verlässt. N-IRL befolgt aber weiterhin die Regeln des Europäischen Binnenmarktes, bleibt also faktisch Teil davon - …»

GB inkl. N-IRL verlässt die EU.
Aber N-IRL bleibt Binnenmarkt.
Inkl. Freizügigkeit von Waren ohne Kontrollen.

Muss GB seine Importe aus der EU "nur noch alle" über N-IRL abwickeln.
Schon hat GB "the best of both worlds" …?

Artikel: «Mit dem Teilverbleib im Binnenmarkt würden zwar Einfuhrkontrollen an der IRL / N-IRL Grenze überflüssig, aber durch den Austritt aus der Zollunion, der GB eigene Handelsverträge erlaubt, würden Zollkontrollen notwendig.»

Zollkontrollen ohne Einfuhrkontrollen?
Essen, ohne den Mund auf zu machen?
Infusion, Magensonde, Lichtnahrung …?

Wer soll denn wo bei was Zölle erheben, wenn Waren ohne Einfuhr-Beschränkungen und -kontrollen von IRL nach N-IRL gelangen können …?

"Der Kram" geht dann von N-IRL nach ENG & Co.?
Und wo soll da Zoll sein …?

Pilepale
@ karwandler um 15:44 - anderer Thread

"Das Vereinigte Königreich ist kein Zentralstaat, sondern England, Wales, Schottland und Nordirland sind eigenständige politische Entitäten.

Damit es für Sie verständlicher wird: Darum nämlich kann Schottland ganz verfassungsgemäß über seine Unabhängigkeit abstimmen, Katalonien aber nicht."

Das Vereinigte Königreich, steht für vier Königreiche. Das Parlament in London ist allerdings das maßgebende.

Schottland hat zwar ein eigenes Parlament, London kann aber jederzeit die Gesetze die das schottische Parlament verabschiedet streichen. Und das Referendum in Schottland ist damals nur durchgeführt worden, weil der britische PM Herr Cameron, Schottland gestattete das Referendum abzuhalten. Genauso wie er auch für das BREXIT Referendum, grünes Licht gab.

Nord Irland, wird ebenfalls ohne die Zustimmung Londons, formall zumindest gar nichts machen dürfen.

Falls das nicht Verständlich genug für Sie war, hier ein kurzes Video vom Guardian:
www.youtube.com/watch?v=zIeVmqVB9pQ

Bürokratenchinese
Langsam eine Zumutung

für den Leser und Nachrichtenempfänger. Das britische Volk wird immer mehr in Geiselhaft genommen und der Prime Minister steuert das ganze Königreich in den Abgrund.
Die britische Regierung wäre gut beraten, endlich eine neue Volksbefragung für den Brexit durchzuführen, bevor die Insel im Chaos versinkt.

Gutmenschenspeerspitze
Angebrachte Skepsis

Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass Johnson nun versucht das Brexitabkommen konstruktiv anzupassen. Leider erinnert es mich an die gute alte Rosinenpickerei. Es scheint mir so, dass zu Händlern verschobene Zollkontrollen eher dazu dienen sollen Eu-Standards zu unterlaufen und gleichzeitig reges Handelstreiben am Laufen zu halten.
Ich hoffe nicht, dass die EU sich da erweichen lässt.

proehi
So doch nicht

Ich war Letztens auf den tatsächlich tollen Kanalinseln.

Die sind einzeln und unter sich weitgehend selbstständig, sie haben eine eigene Währung, sie sind nicht dem Vereinigten Königreich angegliedert und auch nicht Mitglied der EU. Ihre Außenpolitik haben sie dem UK übertragen, ihre eigene Währung ist ans Pfund gekoppelt, sie unterstehen direkt der Krone.

Kapiert? Ich nicht.

Denen gehts aber prächtig als das bekannte Steuerschlupfloch. Die EU hält mit mir nicht bekannten Maßnahmen und mir unbekanntem Erfolg dagegen.

"Positive Vorschläge" (Juncker) in ähnliche Richtung für das UK können der EU nur schaden. Wir brauchen keine Trixereien, die Wege für die "Schlauberger" ermöglichen um ihre "Beute" in sichere Gefielde zu transferieren.

Ich hätte die besondere, freundliche und respektvolle Art des Umgangs der Briten auch untereinander, sehr gerne als Art der vielfältigen EU reklamiert. Aber wenn sie das nicht wollen, besuche ich sie gerne auch außerhalb unserer EU-Grenzen.

Severin
Abkommen sollte möglich sein

Zwar glaube ich nicht, dass ein No-Deal-Brexit zu einer Katastrophe führen würde. Aber ein Abkommen wäre wohl besser ... und auch wenn man Johnsons Auftreten nicht schätzen mag, so erscheinen seine Vorschläge jetzt konstruktiv. Das Karfreitagsabkommen sollte doch an der Stelle großzügig interpretierbar sein ...

Man kann von UK als souveränem Staat nicht verlangen, dass es auf seinem Territorium dauerhaft eine Grenze zwischen zwei verschiedenen internationalen Handelsregimes einrichtet, nur um aus einem Staatenbund austreten zu können.

Die EU sollte sich auch nicht von der Republik Irland instrumentalisieren lassen, deren Regierungen bisher nichts für die Gemeinschaft getan haben, sondern sie nach wie vor durch ihr unsägliches Steuerdumping untergraben. Es kann nicht angehen, eine Staatengemeinschaft derart ökonomisch zu sabotieren und auszunutzen, dann aber von ihr maximalen Interessenschutz zu verlangen.

karwandler
Chuzpe

Jetzt stellt Herr Johnson der EU also ein Ultimatum: Entweder mein Deal oder kein Deal. Wieder sehr publikumswirksam, aber nichts, was die EU mit strammem Kopfnicken quittieren wird.

Überhaupt scheint sich niemand mehr Gedanken zu machen, dass es um einen AustrittsVERTRAG geht. Wie der in wenigen Tagen ausformuliert, von allen Parteien begutachtet, dann durch alle beteiligten Gremien einschließlich Unterhaus und EU Parlament durchgebracht werden soll, scheint keinen zu interessieren.

Ich habe auch noch kein einziges Wort dazu gehört, ob es bei den anderen 500+ Seiten des Austrittsvertrags unverändert bleiben soll, ob die vereinbarte Übergangsfrist bis Ende 2020 weiter gilt, oder ob sie dem verspäteten Austritt angepasst wird.

Nix ist klar, aber das ganz deutlich.

suomalainen
die rosinenpickerei

geht ungeniert weiter:

"Nach dem Willen Londons soll sich die EU gleichzeitig verpflichten, in keinem Fall Kontrollen an der Grenze durchzuführen."

dagegen bietet London an, möchte, könnte sich vorstellen. aber die EU soll sich verpflichten. und das schlimme dran: Juncker sieht fortschritte. läuft dann darauf hinaus (was ich stark befürchte), dass Brüssel einknickt und Johnson seinen willen gibt. und genau das wäre das armutszeugnis für die EU schlechthin. und die neue kommissionsleiterin, in ihrer transatlantischen verbundenheit (Johnson-Trump) hat sehr wahrscheinlich auch schon freudentränen im auge.

rossundreiter
Dezentrale Kontrollen...

"Diese Kontrollen sollen dem britischen Vorschlag zufolge dezentral ablaufen (...)."

Mit anderen Worten:

Die Briten wollen aus Ulster ein Schmugglerparadies machen!

Bittesehr, mich kümmert's nicht weiter. Entscheidung, ob Brexit mit oder ohne Zollunion scheint ja zuviel verlangt.

Und vielleicht geht den Nordiren so irgendwann ein Licht auf, dass es sich republikanisch doch besser leben ließe...

Kokolores2017

Faktisch bedeutet das, J's Plan kommt nur dem UK zugute, und überdies behandelt er nur den Warenverkehr.

Was ist mit dem Personenverkehr über die Grenze Nordirland/Republik in beide Richtungen, wenn dort die Grenze offen ist?
War es nicht das UK, das "the control of our borders" haben wollte und ohne diese Kontrolle Schmuggel, Drogenkriminelle und Flüchtlinge befürchtete?

Was natürlich aus dem UK in die EU genauso gilt.

Nur Wahrheit
Nationen sind das Problem

Die Erde hat genug Ressourcen für alle, um in Frieden und Wohlstand nachhaltig zu leben. Alles was dem im Weg steht sind Nationen. Sie sind die Ursache für Ungleichheit und Krieg und den verschwenderischen Umgang mit unserem Planeten. Der Brexit führt genau in die falsche Richtung, wie jede andere nationalistische Bewegung. Schade.

karwandler
re severin

"Man kann von UK als souveränem Staat nicht verlangen, dass es auf seinem Territorium dauerhaft eine Grenze zwischen zwei verschiedenen internationalen Handelsregimes einrichtet, nur um aus einem Staatenbund austreten zu können."

???

Selbstverständlich besteht überall da eine Grenze, wo ein EU-Land an ein Drittland angrenzt. Die wird auch nicht eingerichtet, sondern ist der Normalzustand an einer solchen Stelle.

Dass das UK mit seinem Austritt ein spezielles Problem mit der Grenze zwischen EU und Drittland kreiert ist eigentlich ein rein britisches Problem. Daraus ein Problem für andere zu machen ist schon frech.

Anna-Elisabeth
@18:55 von Peter Goge

"Mays Vorschlag war wesentlich ausgewogener und bekam dreimal keine Mehrheit. Boris hat damals übrigens dreimal mit nein gestimmt."

Der will ja auch nicht "ausgewogen".

karwandler
re pilepale

"Schottland hat zwar ein eigenes Parlament, London kann aber jederzeit die Gesetze die das schottische Parlament verabschiedet streichen. Und das Referendum in Schottland ist damals nur durchgeführt worden, weil der britische PM Herr Cameron, Schottland gestattete das Referendum abzuhalten."

Sie kapieren es nicht.

In Schottland gab es schon 2014 45% für die Unabhängigkeit. Wenn die Schotten in 1-2 Jahren erneut abstimmen wollen, kann Westminster gar nichts dagegen machen. Etwa die Armee schicken, Edinburgh besetzen und die schottische Regierung verhaften?

Pilepale
@ Peter Goge um 18:55

>>Lame Duck

Hat der Macher der "neuen" Vorschläge zu Hause auch eine Mehrheit, um sie dort umzusetzen? Oder fantasiert der PM nur im luftleeren Raum zwischen London und Brüssel?
Kleine Erinnerung. Mays Vorschlag war wesentlich ausgewogener und bekam dreimal keine Mehrheit. Boris hat damals übrigens dreimal mit nein gestimmt.<<

Was an Mays Vorschlag ausgewogener war, erschließt sich wahrscheinlich nur Ihnen. Aber wie Sie aus dem TS-Text leicht entnehmen können, scheint es in der EU auch keine Einigkeit zu geben.

Pilepale
@ dr.bashir um 19:06

"Also schließt GB das „tollste Handelsabkommen aller Zeiten“ mit Trump und importiert z.B. Genmais oder die berühmten Chlorhühnchen und die EU soll nicht kontrollieren, ob schlaue Geschäftemacher das Zeug nach Irland bringen und von da aus in den Rest der EU.

Bin mal gespannt, wie die Vorschläge ankommen."

Erst einmal würde dieses Szenario bezüglich der Chlorhünchen und des Genmais in weiten Kreisen Brüssels hervorragend ankommen, da das Punkte in dem TTIP Abkommen waren, die Brüssel durchwinken wollte.

Desweiteren geht es hier, nach meinem Verständnis um den privaten Verkehr zwischen der Grenze der Republik Irland und dem Königreich Nordirland. Da ausreichend Mengen von Chlorhünchen und Genmais durch zu schleusen bedarf einer großen Logistik von Kleinwaagen die die Preise dafür extrem verteuern würden. Wahrscheinlich wäre es günstiger das Zeug mit Strafzöllen in der EU zu verkaufen.

Jayray
Mays Vorschlag war Mist

Wer den Backstop immer noch nicht verstanden hat, dem fällt es schwer ihn auch mit Boris Vorschlag zu vergleichen.

In Deutschland würde ein Backstop niemals aktiv werden. Ohne Mitsprache und Kontrolle anderer Länder Regeln befolgen müssen und das ohne Ende und dafür auch noch zahlen? Den Kommentator will ich sehen, der das hinnehmen würde...

Übrigens sind die Weichen Grenzen nichts Neues. Wissen viele Deutsche nicht, aber Deutschland hat auch Grenzkontrollen. Auch hier gilt in etwa die 30 km Kontrollgrenze nach innen. Nicht nur auf der Autobahn auch in Zügen. Das wissen natürlich nur Leute aus den Grenzgegenden. Aber das Prinzip klappt in Deutschland eigentlich ganz gut. In Nordirland sogar noch besser, weil Irland ja eine Insel ist. Das madig machen zu wollen zeugt von der Unfairness, gerade in nicht sehr akkuraten deutschen Medien. Die bekommen meist nur die Hälfte mit.

In anderen Belangen des Deals wird sich wenig ändern. Gemeinsame Zusammenarbeit in div. Agenturen usw. bleibt.

Frank von Bröckel
@rossundreiter

Über ein Schmugglerparadies Ulster sinneren Sie hier auch völlig zurecht(!!!), wäre ich persönlich der Premierminister Großbritanniens würde ich in enger Zusammenarbeit mit Nicht- EU Staaten Großbritannien SOGAR zu dem ULTIMATIVEN(!!!) Einkaufs- und Schmugglerparadies für GANZ Europa schlechthin umformen!

Vergleichbar wie Hongkong im Verhältnis zu China, nur halt hier mitten in Europa und das auch wesentlich größer!

Die Briten haben in diesen Bereich unendlich viele gute Gelegenheiten, denn sämtliche Einfuhrzölle und Mengenbeschränkungen zum Beispiel hinsichtlich der Drittweltländer oder zum Beispiel China seitens der EU, MUSS Großbritannien als zukünftiger NICHT-EU Staat dann zukünftig auch NICHT mehr beachten!

Pilepale
@ Hustensaft um 19:11

Sie scheinen ein wenig durcheinander zu sein.

Zu Punkt 1) Brüssel fordert einen Verbleib in der Zollunion, was Ihren 2. Punkt praktisch unmöglich macht.
Zu Punkt 3) Das Nordirische Parlament darf auch aktuell Entscheidungen treffen, sofern es im UK-Gesetzesrahmen verbleibt.
Zu Punk 4) Zwischen Irland und UK besteht aktuell kein Grenzverkehr. Zwischen Dänemark und Deutschland aber schon. UK und Irland sind nicht Teil des Schengen Abkommens, Deutschland und Dänemark aber schon. Der aktuelle Vorschlag sieht vor Nordirland im Binnenmarkt zu belassen wohingegen Großbritanien weder in der Zollunion noch im Binnenmarkt verbleibt, bis eine andere Regelung gefunden wird.

Werner40

Johnson sollte sich erst mal um eine Mehrheit für sich und seine Pläne im Parlament kümmern. Verhandlungen machen ja wenig Sinn, wenn das Verhandlungsergebnis, wie bei Frau May, im GB Parlament keine Mehrheit erhält. Es läuft wohl auf einen weiteren Verlängerungswunsch, Neuwahlen und einen harten Brexit hinaus, den Johnson anscheinend favorisiert.

Pilepale
@ hessin65 um 19:19

"Die EU will über den Vorschlag von BJ verhandeln! Sollte der Brite damit durchkommen, macht sich die EU endgültig unglaubwürdig."

Wieso?

Pilepale
@ Nirwana1962 um 19:22

"... in sehr geringer Anzahl, bei Händlern oder irgendwo in der Lieferkette... aah ja.

... durch die EU keinefalls an der Grenze, und das muss verpflichtend sein... aah ja.

Das sind m. E. ziemlich forsche Vorschläge, die dem Schwarzhandel recht dienlich sein werden."

Was stellen Sie sich denn bitte vor, welche Warenmengen auf diese Weise durch PKW's in die jeweiligen Staaten geschmuggelt werden könnten? Da ist doch der logistische Aufwand teurer als Zölle auf diese Waren zu verlangen.

Pilepale
@ faktenfrei.de um 19:25

"Und diesen Vorschlag will BJ nun in rund vier Wochen mit der heißen Nadel durchkloppen...?

Warum dann nicht den "Backstop" akzeptieren und (später dann) durch eine ausgereifte Lösung ersetzen, wie vorgesehen?

Und wenn die Lösung dann so ähnlich aussieht wie der eingangs erwähnte Vorschlag... nur eben etwas durchdachter und nicht hektisch über den Ecktisch?"

Gegenfrage. Warum nicht diesen Vorschlag annehmen und ihn als Grundlage nutzen um in naher Zukunft einen besseren auszuhandeln?

Pilepale
@ kurtimwald um 19:41

"Die EU muss glaubwürdig bleiben, nur so kann ich mich und viele andere mit der EU und als Europäer identifizieren und gut heißen.

Was der Johnson sich da ausdenkt ist nichts anderes als die Vorteile der EU als monetäre bzw. wirtschaftliche Vorteile nutzen zu wollen, aber nichts zur europäischen Gemeinsamkeit und Verantwortung beitragen zu wollen.

Im Kleinen nennt man so was Schmarotzertum.

Dieses egoistische Ansinnen gehört total abgelehnt!"

Bitte erklären Sie was Sie genau an dem Vorschlag von Herrn Johnson schlecht finden? Gar als Schmarotzertum bezeichnen.
Berlin und Brüssel müssen sich eingestehen, dass die Zeit der 100% Forderungen die bisher immer erfüllt wurden zuende gehen.

Palas
@karwandler 20.41 Uhr

Ich bin mir ziemlich sicher, dass London ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands zulassen müsste und das schien zuletzt eher unwahrscheinlich. Falls ein solches Referendum käme, denke ich auch, dass dieses mal die Mehrheit für den Austritt aus GB und dem Beitritt der EU stimmen würde.

Ich habe nicht den Eindruck, dass BJ grad besonders viel für die Einheit tut. Ich habe auch noch nicht verstanden, wie GB als Ganzes aus der Zollunion austreten soll, es aber auf EU Seite keinerlei Zollkontrollen geben soll und auf GB Seite nur punktuelle Kontrollen geben soll?

Jayray
Achja

Was sind eigentlich die Vorbereitungen der EU bei einem No-Deal Brexit?

Ein wenig hab ich davon im Bundestag mitbekommen. Das wird da sehr stiefmütterlich behandelt wie es scheint. Die Medien aber wie die Tagesschau haben gerade mal einen Beitrag dazu verfasst wohin gegen den Briten schon hunderte Male vorgehalten wurde, wie schwer sie es haben werden.

Seit Johnson bereiten sich die Briten richtig vor. Das wird im Endeffekt der Joker sein, den die EU nicht haben wird. Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen, weil niemand es billigen wird, dass sich zum Beispiel Frankreich als großer Verteiler von Englands, Schottlands und Wales und Nordirlands Produkten aufspielen wird.

Das wird noch witzig bis hitzig werden. Ganz zu schweigen von den Fischereirechten, die die Franzosen einbüßen werden. Wer gewinnt was? Nun, das VK gewinnt die Eigenständigkeit zurück. Und die EU? Was gewinnt die? :DDD

Boris.1945
20:41 von karwandler

re pilepale

"Schottland hat zwar ein eigenes Parlament, London kann aber jederzeit die Gesetze die das schottische Parlament verabschiedet streichen. Und das Referendum in Schottland ist damals nur durchgeführt worden, weil der britische PM Herr Cameron, Schottland gestattete das Referendum abzuhalten."

Sie kapieren es nicht.

In Schottland gab es schon 2014 45% für die Unabhängigkeit. Wenn die Schotten in 1-2 Jahren erneut abstimmen wollen, kann Westminster gar nichts dagegen machen. Etwa die Armee schicken, Edinburgh besetzen und die schottische Regierung verhaften?
///
*
*
Wie soll man kapieren, das Sie dafür sind das Schottland, wegen 2014 45% austreten darf, während 51 % Brexit nur politisch Unmündige waren?

karwandler
re pilepale

"Gegenfrage. Warum nicht diesen Vorschlag annehmen und ihn als Grundlage nutzen um in naher Zukunft einen besseren auszuhandeln?"

Weil die Annahme des vorhandenen Vertrags noch bis Ende Oktober machbar ist.

Ein neuer Vertrag aber nicht.

Leider kapieren viele nicht, dass "no extension" und "my deal" inkompatibel sind.

Selbst wenn die EU auf Johnsons fake Vorschläge einginge, müsste GB den Austritt verschieben.

Morgaln
um 19:53 von Pilepale

//
Nord Irland, wird ebenfalls ohne die Zustimmung Londons, formall zumindest gar nichts machen dürfen.
//

Falsch. Der "Northern Ireland Act 1998" gibt der Regierung von Nordirland das verbriefte Recht, ein Referendum auszurufen, wenn der Minister für Nordirland eine Mehrheit für den Anschluß an Irland für wahrscheinlich hält. Im übrigen darf die nordirische Regierung auch bestimmte Gesetze aus London ändern, soweit sie Nordirland betreffen.

Problematisch ist das ganze nur deswegen, weil die nordirische Regierung wegen eines internen Streits aktuell aufgelöst ist.

karwandler
re jayray

"Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen"

Man kriegt fast schon Mitleid, dass einer solche Kommentare schreibt.

Mehr, und schon gar nicht Witziges, ist dazu nicht zu sagen.

schabernack
19:53 von Pilepale

«Und das Referendum in Schottland ist damals nur durchgeführt worden, weil der britische PM Herr Cameron, Schottland gestattete das Referendum abzuhalten.»

Mr. Cameron "gestattete" dieses Referndum nicht in barmherziger Großzügigkeit. Er erklärte als Prime Minister von GB, dass sich die Regierung in London daran halten werde, wie die Abstimmung ausgeht.

Sollte die Regierung in Edinburgh in … Jahren nach dem Brexit eine weitere solche Abstimmung in SCO vornehmen wollen. Dann kann die Regierung in London zwar (theoretisch) eine Mauer an der Grenze zw. ENG / SCO errichten. Aber auch damit keine Abstimmung in SCO verhindern …

Vielmehr als in der EU an irgend etwas, wird im UK an der Lunte des Auseinander-Gehens der 4 Landesteile kaum verantwortlich gezündelt.
Seit es dieses "Remain / Leave" in 2016 gab.

Um Interessen + Eitelkeiten Einzelner zu bedienen.
Um Phantasien von … was auch … nach zu jagen.

Sinn für Realismus + Machbares war nie dabei.
Desolatismus aber mehr als genug …

karwandler
re boris.1945

"Wie soll man kapieren, das Sie dafür sind das Schottland, wegen 2014 45% austreten darf, während 51 % Brexit nur politisch Unmündige waren?"

Das geht so: wer nichts kapiert kann natürlich nichts kapieren.

Kapiert?

Pilepale
@ Morgaln um 21:18

Danke für Ihren Kommentar.

"//
Nord Irland, wird ebenfalls ohne die Zustimmung Londons, formall zumindest gar nichts machen dürfen.
//

Falsch. Der "Northern Ireland Act 1998" gibt der Regierung von Nordirland das verbriefte Recht, ein Referendum auszurufen, wenn der Minister für Nordirland eine Mehrheit für den Anschluß an Irland für wahrscheinlich hält. Im übrigen darf die nordirische Regierung auch bestimmte Gesetze aus London ändern, soweit sie Nordirland betreffen."

OK. Belegen Sie das bitte, das Nordirland eine so große Autonomie hat.

Libero_07
@pxslo, 19:42 Uhr: Vorsicht Falle...

mit Ihrem Argument "Zölle würden dem Land sehr gut tun (siehe USA), eigentlich jedem Land, das mehr importiert als exportiert." -
Zölle machen Importe teurer und das kann sich eine Volkswirtschaft nur dann leisten, wenn man entweder stark genug ist, auf die Importe zu verzichten oder rasch einheimische Alternativen produzieren kann.
Bei beidem muss man im UK Zweifel anmelden.

Die Reste der in GB noch vorhandenen Automobilindustrie z.B. sind so stark in europäische Lieferketten eingebunden, dass Zölle dieses Produktionsmodell sehr verteuern würden. Da ist es wahrscheinlicher, die Konzerne der Automobil(zuliefer)-Industrie ziehen ihre Produktion schnell ab, ohne dass im UK etwas neues dafür entsteht.

Generell: wenn importierte Konsumgüter für die Verbraucher durch Zölle viel teurer werden und gleichzeitig das Pfund schwächelt, werden viele Menschen rasch unzufrieden.

Und was soll eigentlich Ihr Begriff "Exportsünder"?
Muss sich ein Exportland wie DE für seinen ökonom. Erfolg schämen?

Pilepale
@ karwandler um 21:19

>>re jayray

"Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen"

Man kriegt fast schon Mitleid, dass einer solche Kommentare schreibt.

Mehr, und schon gar nicht Witziges, ist dazu nicht zu sagen.<<

Falls Sie der Meinung sind, das Berlin es schaffen wird die anderen EU-Mitgliedsländer auf längere Sicht hinzuhalten mit der bisher drittgrößten Volkswirtschaft in der (ehamligen) EU, keine separaten Verträge abschließen zu können, haben Sie den Knall noch nicht gehört.

schabernack
21:04 von Jayray

«Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen, weil niemand es billigen wird, dass sich zum Beispiel Frankreich als großer Verteiler von Englands, Schottlands und Wales und Nordirlands Produkten aufspielen wird.»

Das erst recht Witzige ist, dass die Mitgliedsländer der EU gar keine Handelsabkommen in eigenem Namen abschließen können, solange sie in der EU sind. Was ja auch hochgradig Sinn ergibt.

Sich zu einer Zollunion zu verbinden, und dann gegenseitig mit niedrigeren + niedrigeren Zollsätzen mit nicht EU-Staaten gegen einander zu konkurrieren. Das wäre allerdings Unfug zum Quadrat (hoch 27) …

Sicher wird sich nicht FIN oder GRI als "Verteiler" britischer Post-Brexit-Ära-Waren "aufspielen". Ist ja beides was weit weg vom UK. Und warum bspw. DEU post-brexital nur Produkte aus GB via FRA beziehen sollte. Das ist auch ein Mysterium aus den Welten der Verwirrung, die Brexit erschafft …

Werner40

///Am 02. Oktober 2019 um 21:04 von Jayray

Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen///
.
Sie sollten sich Sachkundiger machen, bevor Sie solche Kommentare schreiben.

schabernack
21:05 von Boris.1945

«Wie soll man kapieren, das Sie dafür sind das Schottland, wegen 2014 45% austreten darf, während 51 % Brexit nur politisch Unmündige waren?»

Selbstverständlicht ist SCO nach 2014・nicht・aus dem UK ausgetreteten.
Eben weil es ja nur 45% pro Exit waren.

Und gar niemand hat behauptet, 45% seien eine Zustimungs-Quote, die ausreiche, um eine Abstimmung mit Mehrheit bei einer JA / NEIN Frage zu gewinnen …

Boris.1945
21:19 von karwandler

re jayray

"Das witzige ist nämlich, dass bei einem No-Deal Brexit jedes EU-Mitgliedsland mit dem VK versuchen wird eigene Handelsabkommen zu schließen"

Man kriegt fast schon Mitleid, dass einer solche Kommentare schreibt.

Mehr, und schon gar nicht Witziges, ist dazu nicht zu sagen.
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Ausser, das es so sein wird, bei einem Brexit?

dr.bashir
@20:48 von Pilepale

„Des Weiteren geht es hier, nach meinem Verständnis um den privaten Verkehr zwischen der Grenze der Republik Irland und dem Königreich Nordirland“

Woraus schließen Sie das mit dem „privaten Verkehr“? Wenn die EU in Irland nicht kontrollieren darf, dann auch keine Container auf LKW oder auf Schiffen. Es fahren Fähren von Irland nach Frankreich.

Was mich wundert - das funktioniert dann auch anders herum. Ist das die „border control“, von der die Brexiteers träumen?

Pilepale
@ proehi um 19:56

"Ich war Letztens auf den tatsächlich tollen Kanalinseln.

Die sind einzeln und unter sich weitgehend selbstständig, sie haben eine eigene Währung, sie sind nicht dem Vereinigten Königreich angegliedert und auch nicht Mitglied der EU. Ihre Außenpolitik haben sie dem UK übertragen, ihre eigene Währung ist ans Pfund gekoppelt, sie unterstehen direkt der Krone.

Kapiert? Ich nicht"

Was unternimmt Brüssel denn gegen diese Steueroasen auf den Kanalinseln? Was unternimmt es denn in dem Steuerparadies Luxemburg? Sie führen hier m.M.n. Beispiele an die eigentlich aufzeigen, dass Brüssel keine Lösungen liefert sondern das Problem ist.

Pilepale
@ dr.bashir um 22:01

"Woraus schließen Sie das mit dem „privaten Verkehr“? Wenn die EU in Irland nicht kontrollieren darf, dann auch keine Container auf LKW oder auf Schiffen. Es fahren Fähren von Irland nach Frankreich."

Meine Güte. Woraus schließen Sie denn bitte, dass es keine verdachtsgetriebenen Kontrollen an der Grenze oder im eigenen Land geben darf. Sind Sie mal mit einem Waagen mit deutschen Kennzeichen von Holland nach Deutschland gefahren. Da werden auch auf verdacht kontrollen durchgeführt. Weiß nicht warum.

"Was mich wundert - das funktioniert dann auch anders herum. Ist das die „border control“, von der die Brexiteers träumen?"

Fragen Sie die Brexiteers von was die träumen. Der Traum vom allmächtigen Brüssel scheint ausgeträumt.

Boris.1945
21:48 von schabernack

21:05 von Boris.1945

«Wie soll man kapieren, das Sie dafür sind das Schottland, wegen 2014 45% austreten darf, während 51 % Brexit nur politisch Unmündige waren?»

Selbstverständlicht ist SCO nach 2014・nicht・aus dem UK ausgetreteten.
Eben weil es ja nur 45% pro Exit waren.

Und gar niemand hat behauptet, 45% seien eine Zustimungs-Quote, die ausreiche, um eine Abstimmung mit Mehrheit bei einer JA / NEIN Frage zu gewinne
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Wie immer gelingt es Ihnen eine Mißdeutung meines Textes zu erzeugen.
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Der Forist dem ich antwortete leitete aus den 45 % von 2014 für heute eine Zustimmungsquote ab.
+
Das müssen Sie natürlich für Ihre Belehrung verschweigen!

Peter Goge
@ pxslo - Erst mal informieren

Zölle würden dem Land sehr gut tun (siehe USA), eigentlich jedem Land, das mehr importiert als exportiert.
Darüber klagen können nur einige wenige Exportsünder.

Sie scheinen ja zu glauben, dass der Exporteur die Zölle zahlen muss. Dem ist aber nicht so.

faktenfrei.de
Heiße Nadel II

@21:00 von Pilepale:
Gegenfrage. Warum nicht diesen Vorschlag annehmen und ihn als Grundlage nutzen um in naher Zukunft einen besseren auszuhandeln?

In aller Kürze: Weil der aktuelle "Vorschlag" von BJ unausgegoren und nicht praktikabel ist?

Der "Backstop" ist nicht vom Himmel gefallen. Da war offenbar schon einmal Jemanden klar, daß das Thema nicht ganz unkomplex ist...

B. Pfluger
19:32 von pxslo

"Zölle wurden den Land sehr gut tun (siehe USA)".
Das meinen sie doch nicht wirklich - gerade an den USA Zöllen wird doch deutlich, dass sich dadurch die Endverbraucherpreise
verteuern - und das soll einem Land gut tun?

schabernack
21:32 von Pilepale

«Falls Sie der Meinung sind, das Berlin es schaffen wird die anderen EU-Mitgliedsländer auf längere Sicht hinzuhalten mit der bisher drittgrößten Volkswirtschaft in der (ehamligen) EU, keine separaten Verträge abschließen zu können, haben Sie den Knall noch nicht gehört.»

Mit wem sollen denn bspw. RUM, LIT, FIN, KRO, SLO in Eigenständigkeit bessere Handelsverträge mit für sie günstigeren Konditionen abschließen?

Als sie diese durch die EU bspw. mit JAP über das von der EU für den großen Wirtschaftsraum EU ausgehandelte Freihandels-Abkommen haben …?

Und DEU ("Berlin") hält gar niemanden hin. Die EU ist diejenige, die Außenhandels-Verträge im Namen der Mitgliedsstaaten aushandelt. Die Regierung keines Landes der EU (neben GB) zeigt Anzeichen, dass ihr diese Übereinkunft nicht länger mehr passt …

"Der Knall" ist der eines "Lady-Krachers" unter einer Schallschutzhaube in größerer Entfernung …

wie-
Mythos von Allmächtigkeit

Zu: 22:10 Uhr von Pilepale

Keine Ahnung, wie viele Menschen von einem "allmächtigen Brüssel", über das Sie schreiben, träumen. Fakt ist, dass die EU-Kommission eine derartige Allmacht nicht hat. Denn über allen Entscheidungen der EU-Kommission wacht nicht nur das Europaparlament sondern vielmehr noch der mächtige Europarat. Und spätestens hier laufen die partikularen nationalen Eigeninteressen zusammen, während das EU-Parlament die Vielfalt politischer Strömungen und Meinungen in der EU sehr gut abbildet.

Aber gene dürfen Frames von der Allmacht Brüssels in die Welt gebracht werden, um eben Furcht und Abwehr gegen eben dieses gemeinsame demokratische wie interkulturelle Friedensrojekt zu erzeugen - und dadurch Rückschritt beim EU-Vereinigungsprozesses zu fördern.

Merke: die EU ist noch ein ganzes Stück von einem fusionierten, einheitlichen aber auch föderalen Bundesstaatsgebilde entfernt. Was nicht heißt, dass dieser Traum dereinst Wirklichkeit werden kann.

B. Pfluger
19:50 von Schabernack

GB samt N-Irl raus aus der EU, N-Irl bleibt bei den Regeln der EU?
Das ist in sich ein Anachronismus.
Entweder N-Irl verlässt zusammen mit GB
die EU mit Zoll Grenze zur Republ. Irl oder
N-Irl bleibt in der EU mit Zollgrenze zu GB.
Der Johnson Vorschlag läuft darauf hinaus:
Austreten aber irgendwie doch drin bleiben.
Absurd.

Wielstadt
@22:10 von Pilepale

Sind Sie mal mit einem Waagen [sic!] mit deutschen Kennzeichen von Holland nach Deutschland gefahren. Da werden auch auf verdacht kontrollen durchgeführt.

Mache ich sehr oft. Bin noch nie kontrolliert worden, zumindest nicht mehr seit dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens.

Da dank EU auf beiden Seiten der Grenze dieselben Waren (Chlorhühnchen...!) erlaubt bzw. nicht erlaubt ist, braucht man auch nicht zu kontrollieren. Das ist der entscheidende Unterschied zum Johnson-Plan.

karwandler
re boris.1945

"Wie immer gelingt es Ihnen eine Mißdeutung meines Textes zu erzeugen.
*
Der Forist dem ich antwortete leitete aus den 45 % von 2014 für heute eine Zustimmungsquote ab."

Erstens leitete dieser Forist gar nichts ab, und zweitens sollte es Ihnen mal zu denken geben, wie oft Ihre "Texte" von anderen immer falsch oder gar nicht verstanden werden.

Arbeiten Sie mal an Ihren Texten.

Wielstadt
@22:37 von Boris.1945

Der Forist dem ich antwortete leitete aus den 45 % von 2014 für heute eine Zustimmungsquote ab.

Und das mit durchaus plausiblen Argumenten.

schabernack
22:37 von Boris.1945 / @schabernack

« Wie immer gelingt es Ihnen eine Mißdeutung meines Textes zu erzeugen.
Der Forist dem ich antwortete leitete aus den 45 % von 2014 für heute eine Zustimmungsquote ab.
Das müssen Sie natürlich für Ihre Belehrung verschweigen!»

Der Forist leitete lediglich ab, dass die Zustimmungsquote in SCO durch das Brexit-Gedöne sicher nicht abgenommen hat. Ist kaum anders, als zur Mittagszeit abzuleiten, dass die Sonne gegen abend auch wieder untergehen wird …

Äußerst schwierig, bei 1 bis 3-Zeilern mit 1 bis 3 Sätzen "Missdeutung zu erzeugen".

Wenn Sie sich belehrt fühlen … Muss man nicht, wenn man eine Erwiderung auf einen eigenen Beitrag erhält …