Ihre Meinung zu: Porträt: Johnsons skrupelloser Berater Cummings

7. September 2019 - 7:32 Uhr

Der wichtigste Berater des britischen Premiers gilt als skrupellos, in 10 Downing Street soll er Angst und Schrecken verbreiten. Wer ist der Mann, der die Brexit-Kampagne 2016 zum Erfolg führte? Sabina Matthay stellt ihn vor.

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Kommentare

scheint ein

alleinstellungsmerkmal dieser art berater zu sein. Bannon war vom aussehen und auftreten ja auch eher der typ mann, der im auto wohnt und den man nach einer durchzechten nacht als letzten in der kneipe antrifft.

na ja, wenn die briten BJ mit schimpf und schande aus dem land verjagt haben, kann Cummings ja den caddy geben im golfresort von Trump in Florida, wo BJ unterschlupf finden wird.

Cummings ein böser Geist?

Man beachte doch die Rhetorik, die zu Mr. Cummings verfasst ist.
Das ist Dämonisierung einer Person. Mehr Sachlichkeit scheint hier geboten.
- hat sich doch die Vorgehensweise von Johnson, das Parlament zu beurlauben auch nach Ansicht des Londoner Gerichts gerade nicht als „undemokratisch“ erwiesen. Einen auf der Straße mit EU Fahnen schwenkende Menschenmenge, die „verfassungswidrig“ johlte, lag falsch.
Wir möchten natürlich nicht die Kritiker Johnsons, „als 5. Kolonne der EU bezeichnen.
- Darüber hinaus ist die Problematik hierzu aufgebauscht.
Ist doch der mögliche Austritt GB aus der EU festgesetzt worden, nach unendlichen Verhandlungen mit der Vorgängerregierung unter Mrs. May.
-Jetzt schauen wir mal wie Premier Johnson die Misstrauensanträge übersteht.

Und er hat recht, denn ...

die erfolgreichste und intelligenteste politische Führung hat zurzeit China!
Im Gegensatz z. B. zu Deutschland wurden in China die Arbeiter und Angestellten durch stark steigende Löhne am Wachstum der Produktivität beteiligt, weshalb China durch die dadurch gestiegene Kaufkraft auch seinen Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt auf ca. 25 % reduziert hat, während dieser Wert in Deutschland weiterhin viel zu hoch bei ca. 50 % liegt!

Johnsons skrupelloser Berater ...

Was wäre die aktuelle Politik ohne diese Art Einflüsterer - sobald über sie gesprochen wird, scheinen sie zu schrumpfen, solange sie im Schatten lauern scheinen sie übel und gefährlich. Leute, die eben nicht gewählt wurden und die keiner politischen Kontrolle unterliegen, zumindest nicht, solange das Parlament nicht Hand an ihre Auftraggeber legt. Die Welt ist voller Plastiktüten - schädlich für die nächsten Jahrhunderte.

Das Volk wählt seinen Henker selbst

Das Volk wählt seinen Henker selbst. Cummings wurde nicht gewählt, aber die Partei die Johnson zum Premierminister machte wurde gewählt. Und so wie die Umfragen aussehen würden die Briten genau das auch sofort wieder tun. Genau das legitimiert Cummings, die Briten wissen von ihm und sie wollen ihn. Sonst würden sie ihre Stimme einer anderen Partei geben. Denn genau so funktionieren Demokratien. Wenn man jemanden ablehnt dann wählt man halt was anderes.
Also wie so oft wählt das Volk hier seinen Henker selber. So wie die Griechen ihre Staatspleite auch selbst demokratisch wählten, und die Italiener es ihnen auch gleich tun. Aber am Ende will es immer keiner gewesen sein und keiner wusste von was. Das kennen wir Deutschen ja auch sehr gut.

Überrascht

Die Deutlichkeit und Härte dieses Artikels hat mich doch überrascht. Ist dies nur eine deutsche Betrachtungsweise oder wird Mr Cummings in Großbritannien in der Presse überwiegend genauso dargestellt?

um 08:10 von smirker

Und er hat recht, denn ...
Sollte man wirklich versuchen, Ihnen den Unterschied zwischen Deutschland und China zu erklären???

GB effektiver als DE?

Während in DE ganze Heerscharen von Beratern beschäftigt werden; die von weiss wem gesteuert sein können, genügt in GB 1 Berater um die Demokratie an die Wand zu fahren.

GB Tories stehen vor dem gleichen wie US Republikaner

Von außenstehenden anti demokratie Hatern
und skrupellosen Geschäftemachern zerlegt.

Ohne komplette Neuausrichtung mit anderen Kandidaten werden sie zerbrechen.

Intelligente politische Führung?

Am 07. September 2019 um 08:10 von smirker
Und er hat recht, denn ...
die erfolgreichste und intelligenteste politische Führung hat zurzeit China!

Die Führung eines Landes, das in weiten Teilen noch einem Entwicklungsland entspricht, das Hinrichtungen in einem Maße betreibt, das Menschenrechtsorganisationen erschreckt, das Meinungsfreiheit unterdrückt und technische Errungenschaften der westlichen Welt kopiert (um nur einige Beispiele zu nennen...), als intelligent zu bezeichnen, finde ich grotesk - um es einmal sehr vorsichtig zu formulieren.

@Am 07. September 2019 um 08:26 von lubbert

Tja von wem wird wohl so ein IT-Berater gesteuert?

Merken Sie was?
Es geht in Deutschland bei den Beratern weniger um graue Eminenzen als um Fachpersonal, dass man anders nicht bekommt, weil die Gehälter der Beamten und Angestellten da nicht hinreichen.

Ob Zahl, Dauer und Inhalt immer unbedingt nötig ist, oder ggf. bestimmte Firmen bevorzugt wurden ist eine andere Frage.

Ich bin mir sicher, das der Herr C. nicht von der Zeitarbeit kommt ;)

Pro-Kopf-Einkommen

um 08:10 von smirker…Und er hat recht, denn die erfolgreichste und intelligenteste politische Führung hat zurzeit China! Im Gegensatz z. B. zu Deutschland wurden in China die Arbeiter und Angestellten durch stark steigende Löhne am Wachstum der Produktivität beteiligt, weshalb China durch die dadurch gestiegene Kaufkraft auch seinen Exportanteil am Bruttoinlandsprodukt auf ca. 25 % reduziert hat, während dieser Wert in Deutschland weiterhin viel zu hoch bei ca. 50 % liegt!

Das Pro-Kopf-Einkommen in China lag 2016/17 bei 5060 USD im Jahr. Es gibt einen extrem hohen Anteil an Wanderarbeitern. Die Menschen verlassen für Monate oder Jahre ihre Familie, um Geld zu verdienen. Wenn Sie diese Verhältnisse, mal abgesehen von der unfreien Gesellschaftssituation haben wollen, sollten sie dorthin umziehen. Hier möchte ich chinesische Verhältnisse nicht haben.

"Politische Bürokratien

"Politische Bürokratien würden von Narzissten dominiert, vorankämen nur aalglatte Typen, die sich gern vor Publikum spreizten, behauptete Dominic Cummings 2015." Das liest sich ja wie eine vorweggenommene Beschreibung des derzeitigen Bewohners von Downing Street No. 10. Und es scheint eine Gesetzmäßigkeit zu bestätigen, die man u.a. auch bei Trump feststellen kann: Hinter jedem populistischen Narzissten stehen Typen, die das System exakt darauf ausrichten.

@smirker, 8:10; Das haben Sie falsch verstanden.

" in China die Arbeiter und Angestellten durch stark steigende Löhne am Wachstum der Produktivität beteiligt.." Darum geht es ihm ganz bestimmt nicht. Was er an China gut findet, sind klare politische Vorgaben der Politik ohne langes parlamentarisches Herumgeeiere. Wie in der katholischen Kirche, wo der Bischof sagt, was in seinem Bereich gemacht wird, fertig. Nicht wie bei den Protestanten, wo ein Presbyterium abstimmt und entscheidet.

Rechtpopulisten und ihre Nachahmer. ...

...Es scheint ja fast eine Kopie der damaligen
US Duos zu sein.

---

In den USA gab es auch ein solches Duo.
Trump und Bannon.

Muß denn der Engländer den Amies alles nachmachen?

Und was für ein "Demokrat" ist das denn, wenn der feine britische Berater des Premier
Chinas Regierungsform als vorbildlich erachtet?

Das läßt einen tief blicken.

Und so einer nimmt maßgeblichen Einfluß auf den britischen Premier?
Und die Wählerschaft wählt trotz dieses Wissens die Tories mit (derzeit noch) Johnson an deren Spitze?

Da sollten die Engländer sich doch einmal selber fragen,
ob eine chinesische Regierungsform als Vorbild für das "neue Empire" als erstrebenswert gelten soll?!

---

Es ist einfach nur noch gruselig was derzeit in Great Britain abgeht.

Man kann wohl stark davon

Man kann wohl stark davon ausgehen, dass er auch eng verstrickt ist mit dem Datenmissbrauch und die illegalen Finanzierungen der Leave-Kampagne.

Wäre es eine reguläre bindende Wahl gewesen, hätte es deswegen eine Wiederholung geben müssen, aber so... ?

Ich kapier die Briten nicht. Demokratie in Großbritannien ist handwerklich extrem schlecht gemacht.

„Cummings macht keinen Hehl aus seiner Verachtung für die meisten Politiker und Beamten, davon zeugt auch eine seiner wenigen öffentlich zugänglichen Einlassungen: Politische Bürokratien würden von Narzissten dominiert, vorankämen nur aalglatte Typen, die sich gern vor Publikum spreizten, behauptete Dominic Cummings 2015“

„Narzissten“ und „aalglatte Typen, die sich gern vor Publikum spreizen“ - damit hat er genau den Typus Politiker charakterisiert, dem er zur Macht verhelfen will. Sein einziger Antrieb dabei: blanker Hass, gepaart mit tiefster Verachtung für Menschen (und zwar ausnahmslos alle): „.Diktaturen wie China imponieren Cummings wegen der effizienten Entscheidungsfindung, für die parlamentarische Demokratie hat der Berater wenig übrig“

"Es ist nicht das erste Mal, dass wir übermächtige Berater sehen. Das ist ein bekanntes Skript. Es geht immer schlecht aus“ (John Major)

Immer. Deshalb darf es nicht länger sein, dass einzelne Menschen mehr Einfluss nehmen können als andere.

Komischer Artikel

Der "öffentlichkeitsscheue Glatzkopf"? Ich verstehe diesen Satz nicht ganz. Was hat die Frisur mit der Sache zu tun? Mich irritiert dieser Artikel sehr, die Wortwahl passt nicht zur üblichen Berichterstattung der Tagesschau. Wenn er als Kommentar gedacht ist, bitte als solchen kennzeichnen.

@08:10 von smirker - Tolle Wirtschaftsdaten auf Kosten...

...für die Gesundheit!
Ein sehr fragwürdiges politisches System, welches Sie hier so toll finden.

---

China scheint in mancher Hinsicht ja erfolgreich zu sein.
Aber in einer ganz wichtigen Sache,
nämlich der Menschenrechte,
ist China ein unterirdisches schlechtes Beispiel.

Fragen Sie doch heute mal einen Hongkonger Bürger,
der für seine versprochenen Rechte derzeit auf die Straße geht,
wie erfolgreich und intelligent er diese Regierung in Peking findet?!

Ich denke Sie können sich die Antwort denken.
Ich persönlich würde nie so einen Erfolg auf Kosten meiner Freiheit eintauschen.
Und ich wette, Sie auch nicht.

Skrupellose Machtpolotik

Hinter der extrem effektiven und aggressiven Brexit Kampagne stehen mächtige und rücksichtslose Lobby-Interessen. Klar, dass die von skrupellosen Beratern und Lobbyisten durchgedrückt werden. Wundert uns das?

Haben wir im Bundestag keine Berater,

die nicht demokratisch gewählt sind und Entscheidungen treffen, die unsere Politiker nur noch abnicken? Der Einfluß von Lobbyisten wird viel zu wenig diskutiert und beleuchtet! Insofern sollten wir nicht nach GB schauen, wenn wir hier einen riesen Balken vor dem Kopf haben...

re feo

" hat sich doch die Vorgehensweise von Johnson, das Parlament zu beurlauben auch nach Ansicht des Londoner Gerichts gerade nicht als „undemokratisch“ erwiesen."

Über demokratisch oder undemokratisch entscheidet kein Gericht. Sondern nach Gesetzen, und hier im speziellen Fall, ob die verlängerte Prorogation noch verfassungsgemäß ist oder nicht.

Mangels einer geschriebenen Verfassung ist das eine Abwägungsentscheidung und kein Urteil über demokratisches Verhalten.

@teenriot - Demokratie extrem schlecht gemacht

Das Grundproblem der angelsächsischen Demokratie ist die Kastenartige Parteienfinanzierung.

Es regiert die Oberste Kaste der Millardäre
dessen Kinder und Kindeskinder mittels Elite
finanzierung später immer aufgrund ders finanziellen Hintergrundes an die Obersten Plätze des Staates kommen.

Edscheidungsträger finden Sie auch bei der Generation Erbe bei Wirtschaftsunternehmen,
welche fachlich und menschlich keinerlei Kompetenzen aufweisen.

@ Nettie

„Deshalb darf es nicht länger sein, dass einzelne Menschen mehr Einfluss nehmen können als andere.“

Es liegt in der Natur der Sache, dass Menschen in verschiedensten Bereichen mehr Einfluss haben als der nächste Mensch. Und das ist auch gut so! Ich möchte nicht, dass die Friseurin um die Ecke genau den gleichen Einfluss beim Bundesgerichtshof hat, wie die dort arbeitenden Richter. Und ich möchte auch nicht, dass der Dachdecker um die Ecke genau so viel Einfluss auf das Flugzeug hat, in dem ich gerade sitzen, wie der Pilot.
Und ich möchte selber auch keinen Einfluss auf wichtige Dinge haben, von denen ich keine Ahnung habe. Oder möchten Sie, dass ich auch den selben Einfluss auf ihre Versicherungen und Ihre Autoinspektion habe, wie die Profis aus dem Büro und der Werkstatt?

Hatten wir doch schon mal

Cummings ist offenbar der Steve Bannon von
B. Johnson.
Diese Typen hängen sich anscheinend immer
an eher schwache Staatschefs an, die leicht zu beeinflussen sind. Die Angst und Schrecken
Methode hat auch bei Bannon nicht funktioniert. Cummings wird demnächst das
selbe Schicksal ereilen. Spätestens wenn
Johnson den Bogen überspannt und vom Hof gejagt wird.

re defender411

" Insofern sollten wir nicht nach GB schauen, wenn wir hier einen riesen Balken vor dem Kopf haben..."

Es gibt ein festes Schema in diesem Forum: Bei jedem Artikel, der was im Ausland kritisiert, egal ob: Waldbrand in Brasilien, Pressefreiheit in der Türkei, Demonstrationen in Russland, kommt garantiert einer mit: Ja, aber in Deutschland ...

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,
bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

09:32 von karwandler

Ja, vielleicht sollten wir alle mal anfangen, drüber nachzudenken, warum das so ist. Deutschland wird im Ausland oft als Oberlehrer wahrgenommen und das gilt es zu erkennen. Ich finde das Team um Boris Johnson für sehr gefährlich und nicht gut für GB, aber nur das britische Volk hat es in der Hand, in Wahlen dafür zu sorgen, dass andere Köpfe das Sagen bekommen. Sehen sie sich bitte die geschehnisse um den Dieselskandal an, da haben wir ein Beispiel wie Lobbyismus in Deutschland, ganz undemokratisch, funktioniert!

Neoliberal?

Johnson ist in meinen Augen kein Neoliberaler. So wie er versucht, das Parlament in einer entscheidenden Phase stillzulegen, hat das ja nichts mit liberal zu tun. Er ist ein klarer Rechtspopulisten mit zweifelhaften Manieren.

09:32 von karwandler

Ich finde einfach, dass wir es den Briten überlassen sollten, wer sie führt und wie dies erfolgt. Die können dann in Wahlen dafür sorgen, dies zu beeinflussen. Was dort geschieht ist gelebter Lobbyismus und da muss man, bevor man kritisiert, erst mal vor der eigenen Tür kehren, finden sie nicht?

Demokratien sind fragil - stärken wir ihr Immunsystem

Vielleicht ist dieser Artikel ein Stück weit wirklich „die Dämonisierung einer Person“ (Feo) und bedient damit genauso wie die Geschichte um Cambridge Analytica das Narrativ, dass der ganze Brexit nur die Folge geschickter Manipulation der verführten Massen ist. Gewissermaßen die Erklärung für das vermeintlich Unerklärbare: Menschen, die in einer stabilen Demokratie mit all ihren Vorzügen leben und ihrer trotzdem überdrüssig werden.

Ja, Demokratie und Gewaltenteilung sind ineffizient und manchmal scheinen sie durch selbst auferlegte Grenzen schwach. Aber sie sind das beste System, das wir bislang haben, um einen fairen Ausgleich verschiedener gesellschaftlicher Interessen zu bekommen. Demokratien sind aber fragil und es bedarf sorgsam (nach)justierter Parameter um sie zu erhalten.

Genau deswegen ist der Bericht über Cummings wichtig, weil er eine Schwäche des Systems aufzeigt, die im Interesse des demokratischen Systems behoben werden muss.

Einfluss?

Berater und Lobbyismus sollte man schon trennen.
Berater sind notwendig damit man bei Abwägung aller Faktoren eine Entscheidung fällen kann. Wenn der Ratsuchende dazu in der Lage ist. Lobbyismus ist meines Erachtens mit Bestechung gleichzusetzen. Subtil und manchmal sehr offensichtlich. Wenn der Vorteil des Bestochenen bei Postenvergabe in der Wirtschaft deutlich wird. Glaubt irgendjemand das in Germany weniger Einfluß und weniger Bestechung als in Afrika oder England ist? Nur subtiler. Unauffälliger.
Aber dummerweise immer noch die beste bestehende Regierungsform

re defender411

"09:32 von karwandler

Ja, vielleicht sollten wir alle mal anfangen, drüber nachzudenken, warum das so ist. Deutschland wird im Ausland oft als Oberlehrer wahrgenommen"

Können Sie wirklich beurteilen, wie Deutschland im Ausland wahrgenommen wird?

@ Defender411

An karwandler gerichtet:
Ich finde einfach, dass wir es den Briten überlassen sollten, wer sie führt und wie dies erfolgt.

Das ist ja unstrittig. Dennoch darf sich der User Karwandler hoffentlich auch nach Ihrer Auffassung kritisch dazu äußern.
Ihr Hinweis, dass es auch in Berlin Lobbyisten gäbe, ist jedoch meiner Ansicht nach dabei wenig aussagekräftig.

Wir haben Verwante, die in London leben und

hören von vielen Demonstrationen gegen die Politik von Boris Johnson und da sehe ich den einzigen Weg, dass sich dort die Politik ändert. Wir sind Zuschauer und können nur für uns lernen, wie wir unsrere Politiker besser beeinflussen können. Ich halte den ganzen Brexit für falsch, denn alle verlieren dabei nur, die EU muss hier dss Sprachrohr sein, nicht Deutschland, Frankreich oder ein anderes Mitglied. Bisher klappt dss noch ganz gut, denn Verhandlungen darf es nicht mehr geben! GB und EU haben viel erreicht und mehr geht nicht, dass muss Johnson erkennen.

Es überrascht auf

Es überrascht auf Tagesschau.de einen Artike lesen zu müssen in dem eine konkret benannte Person negativ herabwürdigend beschrieben wird.

Die anklingende Behauptung, das ein "böswilliger Geist" im Hintergrund über die politische Entwicklung entscheidet wird der komplexen innenpolitischen Lage, in der sich London derzeit befindet, nicht gerecht.

Eine mediale Negativfokussierung auf eine konkrete Person kann jedoch wahrlich "böse Geiser" wachrufen.

10:05 von mlz

Ein sehr guter Beitrag von ihnen! Danke. GB ist wie es ist und wir können die Menschen dort nicht ändern, aber wir können viel für unsere Demokratie lernen.

@ sms_01

Es überrascht auf Tagesschau.de einen Artike lesen zu müssen in dem eine konkret benannte Person negativ herabwürdigend beschrieben wird.

Quatsch. Die Tagesschau schreibt Klartext und das ist gut so. Das will ich lesen. Ein freies Medium muss sich nicht in Leisetreterei bescheiden.

Die Menschen sind nicht lernfähig.

Skrupellose Scharfmacher haben 2 Weltkriege provoziert. Seit 1945 ist Ruhe. Jetzt geht der ganze Tanz schon wieder los. Egal wo man hinschaut, USA, GB, Polen, Italien, Ungarn, Deutschland mit der AfD, Brasilien und die Liste könnte endlos weitergehen. Überall sitzen neue Scharfmacher an den Schalthebeln der Macht. Geht es uns Menschen zu gut? Ist uns langweilig geworden, dass alle wieder den Knüppel herausholen? Man kann es in einem Satz sagen: "Wir sind dekadent geworden". Auch das römische Reich ist wegen Dekadenz untergegangen. Die Geschichte wiederholt sich.

re defender411: Und statt Oder

>>Ja, vielleicht sollten wir alle mal anfangen, drüber nachzudenken, warum das so ist. Deutschland wird im Ausland oft als Oberlehrer wahrgenommen und das gilt es zu erkennen<<

Ich versuche, Ihre kritisierte „Wir auch...-Argumentation“ so einzuordnen, dass Ihnen die Probleme „unserer“ Demokratie wie z.B. Lobbyismus näher sind als die der „Anderen“.
Richtig daran ist, dass natürlich immer die Gefahr besteht, von eigenen Problemen abzulenken.

Falsch aus meiner Sicht ist es aber, hieraus ein „entweder-oder“ zu konstruieren. Es gilt es zu erkennen, dass politisch beides unmittelbar zusammenhängt. Wir leben nicht auf einer „Insel“ (nicht mal die Engländer!), sondern wir haben alle mit den gleichen Problemen zu kämpfen:
Lobbyismus UND (ich habe leider keine Kursivschrift) Oligarchismus UND Nationalchauvinismus UND Populismus usw. sind Phänomene, die ALLE Demokratien bedrohen und die nicht an einer Grenze halt machen.

Nein, wir sind keine Oberlehrer, wir sind gebrannte Kinder!

Wir brauchen eine Ethik und...

... Ethik Kommission. Die unabhängig ist und entscheidet, wer zur Politik überhaupt zugelassen werden kann. Es geht nicht an, dass jede noch so zweifelhafte Gestalt, es in die höchsten Regierungsebenen bringen kann, andererseits uns aber um die Einhaltung ethischer Richtlinien sorgen und kümmern.

@ kowalski

„Quatsch. Die Tagesschau schreibt Klartext und das ist gut so. Das will ich lesen. Ein freies Medium muss sich nicht in Leisetreterei bescheiden“

Öffentlichkeitsscheuer Glatzkopf.
Das ist Klartext, aber was haben Äußerlichkeiten mit der Person zu tun. Ist nicht jeder Mensch äußerlich wie er ist und kann nix dafür? Oder beschreibt die Tagesschau Frau Merkel in China so...

Die pummelige Kanzlerin mit Retrofrisur... wäre auch Klartext

Berater

Und so dreht sich die Welt weiterhin um ihre eigene Achse und wir Menschen, wir Bürger fragen uns, warum schreiten wir nicht voran, vor allem wenn es um Demokratie und um Gerechtigkeit geht.
Doch das Ganze ist nicht neu und womöglich war es schon immer so, nur dass es in den letzten Jahrzehnten und durch den Aufschwung in der westlichen Welt, viele von uns nicht mehr interessierte.
Lief ja eigentlich alles gut, das Ganze!
Kein Grund zur Sorge!
Die Anderen oder die Politik, die werden das schon richten!
Grossbritannien, Johnson, sein Berater, sind kein Einzelfall in dieser zerrissenen, gespaltenen Welt, dieser supermodernen Gesellschaft, denn in vielen Bereichen, Institutionen, treiben Politiker und ihre Berater ihr Unwesen und erschweren die Arbeit derer, die den Dialog, den Konsens, das freundschaftliche und friedliche Miteinander suchen.
Man kann nur hoffen dass dieser Fall dazu führen wird, dass Politiker endlich erwachen und wir alle auch und wir bereit sind andere Wege zu begehen.

09:16 von Peter Goge

Klar ist aber auch, dass man gegen diese skrupellosen Typen mit allen Mitteln vorgehen muss.
Sie sind die faulen Stellen im Apfel namens
Demokratie.
Mit "wundern" ist es nicht getan!

10:16 von KowaIski

Meinen sie nicht, dass wir das nicht diskutieren müssen?
Klar darf sich Karwandler kritisch äußern und das tut er ja. Er zweifelt meine Urteilsfähigkeit an:

"Können Sie wirklich beurteilen, wie Deutschland im Ausland wahrgenommen wird?"

Diese Frage kann ich mit ja beantworten, ich sage aber nur meine Meinung! Er darf gerne eine andere vertreten, sollte eine Diskussion aber nicht mit solchen Fragen versuchen zu beeinflussen ;-)

@Demokratien sind fragil - 10:05 vom mlz

"Genau deswegen ist der Bericht über Cummings wichtig,
weil er eine Schwäche des Systems aufzeigt, die im Interesse
des demokratischen Systems behoben werden muss."

Die Schwäche liegt in der mehr 'vernunftorienten' Betrachtung der Dinge,
was ja prinzipiell richtig ist.
Die 'emotional getriebene' Betrachtung der Populisten ist oft schneller,
dafür aber manchmal schrecklich falsch.

Oder um es mit den Worten von Edward Snowden zu sagen:
'Wollen Sie wirklich auf die Freiheit ihrer Meinung verzichten,
nur weil Sie nichts zu sagen haben?'

10:16 von karwandler an defender 411:

Defender hat vollkommen recht, die
Oberlehrer Attitüde der Deutschen wird
hier in Frankreich immer wieder diskutiert
und als solche wahrgenommen.
Deutsche Touristen treten hier of arrogant auf
und kritisieren alles was nicht "typisch" Deutsch ist. Andere Nationen (viele Briten)
sind da wesentlich respektvoller.

10:41 von teachers

Alles richtig was sie schreiben! Wichtig ist, dass wir in Deutschland immer an unserer Demokratie arbeiten, dann können wir auch gut in unserem Land leben. In GB wird das Volk dafür sorgen, dass ihre Demokratie nicht zerstört wird. Die EU könnte ein Faktor sein, den Nationalismus etwas abzubauen. GB ist wohl noch nicht soweit, zumindest etwas mehr als die Hälfte, die am Referendum teilgenommen haben. Schade...

09:30, B. Pfluger

>>Cummings ist offenbar der Steve Bannon von
B. Johnson.<<

Eher der Stephen Miller von Boris Johnson.

Den Namen bitte mal nachschlagen.

Keiner kennt ihn, obwohl ihn jeder kennen könnte.

Im Gegensatz zu Bannon ist Miller aber kein Lautsprecher. Das hat er mit Cummings gemeinsam.

@Stotterfritz

"Egal wo man hinschaut, USA, GB, Polen, Italien, Ungarn, Deutschland mit der AfD, Brasilien und die Liste könnte endlos weitergehen. Überall sitzen neue Scharfmacher an den Schalthebeln der Macht. Geht es uns Menschen zu gut?"

Zumindest für Deutschland lautet die Antwort eindeutig "Ja".
Dazu muss ich mir nur die Umfragen zur sächsischen Landtagswahl ansehen: 72% der Bürger dort geben an, dass ihre finanzielle Situation gut oder sehr gut sei, aber 84% der AfD-Anhänger haben Angst davor, dass sich das Leben zu sehr verändern könnte.

Mit anderen Worten: Diejenigen, die die (Ur-?)Angst der Menschen, dass es ihnen eventuell mal schlechter gehen könnte, bedienen und in diese Richtung scharfmachen, bekommen aktuell sehr viele Stimmen. Und das geht in der Tat nur, wenn es einem zu gut geht.

Politische Bürokratien

Mit seiner Anmerkung zu politischen Bürokratien, steht Herr Cummings sicherlich nicht alleine da, sind doch viele Bürger eher skeptisch was Institutionen angeht und gegenüber denen die dort wichtige Posten besetzen.
Doch Skepsis ist eine Sache und diese hat auch sicherlich ihre Berechtigung, doch die Wege die man geht oder die solche wie Cummings und in seinen Fängen solche ungehobelten wie Johnson begehen sind aber nun mal die falschen und schlechtesten und darüber hinaus gefährlichsten und heimtükischsten die man sich aussuchen kann und die Probleme mit sich ziehen, wo die Folgen und der Ausgang dieses "Amalgams" an Rücksichtslosigkeiten und Spaltungen nicht nur ein Land wie England, ein Imperium, sondern Europa und die Welt in eine Sackgasse manövrieren, Sackgasse eines Nigel Farage und Weggefährten, Gefährten die in vielen Staaten dieser Welt nach der Entscheidungsgewalt, der absoluten Macht trachten.
John Major hat hier sicherlich recht,
"Entledigen Sie sich dieser Berater"!

09:48, Defender411

>>Ich finde das Team um Boris Johnson für sehr gefährlich und nicht gut für GB, aber nur das britische Volk hat es in der Hand, in Wahlen dafür zu sorgen, dass andere Köpfe das Sagen bekommen. Sehen sie sich bitte die geschehnisse um den Dieselskandal an, da haben wir ein Beispiel wie Lobbyismus in Deutschland, ganz undemokratisch, funktioniert!<<

Was hat Dominic Cummings mit Lobbyismus zu tun?

mlz

So kurz, so knapp, so gut!
Ich sage ebenfalls Danke!

Ich glaube, nicht zuletzt hier im Komm.bereich ist eine kleine Auffrischung zum Thema Demokratie gut untergebracht.

Demokratie ist kein Fakt, sondern ein Prozess. So sehe ich das jedenfalls. Sie, mlz, haben das allerdings für hiesige Komm.bereichverhältnisse in einen denkwürdigen Text gegossen. Vielleicht kommt ja doch noch bei dem einen oder der anderen sowas wie eine Erleuchtung, was es bedeuten würde, wenn man Rechtspopulisten die Macht zum Regieren gäbe.

Ach ja, die Wortwahl ("Glatzkopf", "skrupellos", "böser Geist") empfinde auch ich als der Sache der journalistischen und neutralen Berichterstattung undienlich, auch wenn dies Zitate aus GB zu sein scheinen. Muss man nicht machen. Man muss nicht denjenigen noch die Argumente an die Hand geben, die sowieso schon dem ÖR Manipulation und sonstwas vorwerfen. Man kann sowas diplomatisch umschreiben und andeuten und dann auf die Originalquellen in GB verweisen.

D.M.

09:57, Defender411

>>Ich finde einfach, dass wir es den Briten überlassen sollten, wer sie führt und wie dies erfolgt. <<

Ja natürlich.

Oder möchte hier irgendjemand etwas anderes?

Trotzdem darf man britische Politik kritisch kommentieren.

Oder finden Sie nicht?

@sms_01

"Die anklingende Behauptung, das ein "böswilliger Geist" im Hintergrund über die politische Entwicklung entscheidet wird der komplexen innenpolitischen Lage, in der sich London derzeit befindet, nicht gerecht.

Eine mediale Negativfokussierung auf eine konkrete Person kann jedoch wahrlich "böse Geiser" wachrufen."

Sind Sie ein Anhänger von Cummings?
Anders könnte ich mir Ihre Vehemenz nicht erklären.

Bis auf den "öffentlichkeitsscheuen Glatzkopf", den man mit ein wenig Böswilligkeit tatsächlich missverstehen könnte, besteht der ganze Artikel aus der sachlichen und neutralen Beschreibung eines extrem wichtigen Beraters.
Keine Negativfokussierung, sondern Beschreibung von vor Ort gegebenen Tatsachen.

Dass Sie sich darüber aufregen, ist genau das gleiche Muster wie bei DT: Der lügt und spaltet und regt sich dann darüber auf, dass die Presse schreibt, dass er lüge und spalte.

10:48 von Jean-Baptiste

Sehr gut dargestellt. Danke.
Ich glaube nicht, dass wir die Politik in GB ändern können. Das ist Aufgabe des britischen Volkes. Wir müssen in Deutschland unsere Demokratie pflegen, denn auch hier läuft Einiges nicht rund. Die Verhandlung mit GB ist Aufgabe der gesamten EU und nur sie darf GB scharf kritisieren,was ja auch geschieht.

@ dannk

Und wer bitte entscheidet, wer in dieser Ethikkommission sitzt? Und nach welcher Moralvorstellung diese Personen entscheiden sollen?

Das klingt fast so wie eine Säkulare Version der kirchlichen Macht des Mittelalters. Ohne den Segen der Kirche gibt´s keinen Titel. Aus dieser Vorstellung kam dann ja auch die gute alte Inquisition, die wohl auch zu so einer Ethikkommission gehören würde, vielleicht mit etwas anderem Namen. Denn schließlich müssen die Meinungsmacher wie Presse, Internet etc. ja dann auch die ethisch einwandfreien Politiker entsprechend darstellen. da dürften an den wichtigen stellen halt auch nur zugelassene Personen sitzen.

Nein, auch solche zweifelhaften Berater rechtfertigen keine übergeordnete Kommission, das wäre der letzte Nagel im Sarg der Demokratie...

11:05, B. Pfluger

>>Defender hat vollkommen recht, die
Oberlehrer Attitüde der Deutschen wird
hier in Frankreich immer wieder diskutiert
und als solche wahrgenommen.
Deutsche Touristen treten hier of arrogant auf
und kritisieren alles was nicht "typisch" Deutsch ist. Andere Nationen (viele Briten)
sind da wesentlich respektvoller.<<

Deutsche Touristen in Frankreich kritisieren dort alles, was nicht typisch deutsch ist?

Wirklich?

Und sie treten als einheitliche Gruppe, als Nation, auf?

Tatsächlich?

@B. Pfluger

"Defender hat vollkommen recht, die
Oberlehrer Attitüde der Deutschen wird
hier in Frankreich immer wieder diskutiert
und als solche wahrgenommen.
Deutsche Touristen treten hier of arrogant auf
und kritisieren alles was nicht "typisch" Deutsch ist."

Da vermischen Sie meiner Meinung nach zwei Dinge, die man aber trennen sollte:

Zum einen ist es eine Tatsache, dass in Deutschland erstaunlich viele Dinge tatsächlich besser sind als in vielen anderen Ländern.

Wenn sich Touristen darüber aufregen, ist das ihr Problem, schließlich haben sie sich diese Reise ja selbst ausgesucht.
Wenn sie sich allerdings lauthals darüber aufregen, ist das der Dummheit dieser Touristen geschuldet.

Leider nimmt man die lauten Dummen immer mehr wahr als die etwas stilleren Intelligenten ...

11:05 von B. Pfluger

Danke! Ich finde Kritik an der Politik in GB nicht schlecht, wirkt aber nur, wenn es geschlossen durch die EU Organe geschieht. Zusammen sprechen und keiner kann die Kritik einzelner Staaten mehr anprangern! Das ist sicherlich nicht einfach, aber wirkungsvoller. Ich bin mir ja auch noch nicht sicher, ob die leise Kritik Merkels an China, wegen Hong Kong, so wirkungsvoll sein wird und wie Chinesen uns wahrnehmen! Man stelle sich vor, die ganze EU würde sich hinter die Bevölkerung Hong Kong's stellen.

@Stotterfritze

Danke. So simpel wie wahr Ihre Einschätzung.

Na sowas auch!

>>"Ein grober Klotz, der sich unflätig ausdrückt und nicht demokratisch legitimiert ist", so charakterisiert ihn ein Beobachter.<<

Stimmten die beschriebenen Umgangsformen, hätte ich sicher dafür nichts übrig.
Doch: Welch Skandal! - Ein Berater, der nicht demokratisch legitimiert ist.

09:57 von Defender411

<< 09:32 von karwandler

Ich finde einfach, dass wir es den Briten überlassen sollten, wer sie führt und wie dies erfolgt. <<

Es hat doch noch nie jemand das hier im Forum angezweifelt.
Jeder weiß doch, dass man ohne britischen Pass dort nicht mitwählen kann.

<< Die können dann in Wahlen dafür sorgen, dies zu beeinflussen. Was dort geschieht ist gelebter Lobbyismus und da muss man, bevor man kritisiert, erst mal vor der eigenen Tür kehren, finden sie nicht? <<

Denken, eine Meinung haben, die Meinung äußern:
das soll fürs Ausland also verboten werden?
In meinen Augen ist das Nationalismus.
Die Welt hört nämlich nicht an zufälligen Grenzen auf.

Ich traue auch niemandem, der sich wünscht, dass man bei Negativem eines anderen Landes wegguckt und sein Gehirn wegknipst.
Solche Kleingeister können dann auch im eigenen Land nicht mehr richtig urteilen.

Jeder Deutsche ist nicht nur deutscher Bürger, sondern auch Weltbürger.
Jede politische Entscheidung ist niemals nur eine nationale.

@smirker um 08:10Uhr

Aus dem Artikel der TS ersehe ich nicht, daß Cummings wirtschaftspolitische Theorien verbreitet hätte. Ich glaube eher, daß für ihn China ein Beispiel ist, wie mit diktatorischen Mitteln Machtpolitik betrieben und gestaltet werden kann.

10:25 von Defender411

"GB ist wie es ist und wir können die Menschen dort nicht ändern"

Wieso denn nicht?
Wir leben doch nicht mehr im 19. Jahrhundert!

Heute spielt es für das Internet überhaupt keine Rolle mehr, ob man in Großbritannien oder Deutschland schreibt.
Warum wohl stellen Diktaturen ihr Internet kalt?
Weil sie nicht wollen, dass die Bürger von anderen Nationen etwas lernen.

Das heißt, alles was wir hier im Netz veröffentlichen, kann weltweit gelesen werden und wird es auch.

Und gerade darum macht es doch so viel Sinn, genau darauf zu achten, welche Botschaften man reintippt.

Was Sie wollen: Menschen in Groß-Britannien und so auch in der ganzen Welt im Stich lassen.

11:26 von DrBeyer

Ich gebe zu bedenken, dass Menschen, die sich beschweren nicht pauschal Dumm sind, vielleicht sind einige einfach nur Arrogant, oder zu Recht betroffen:-). Aber wie die ARD richtig geschrieben hat, wir schweifen vom Thema ab!

Exzentriker mit "skrupellosen" Beratern

Der reichlich exzentrische blonde MP hat im Hintergrund Berater, die die konservative Agenda "skrupellos" durchziehen. Dazu zählt auch der "skrupellose" Umgang mit Abweichlern innerhalb der Tory Partei.

@10:05 von mlz

Chapeau! Besser kann man das so kurz & knapp kaum zusammenfassen, danke dafür.

von fathaland slim 11:25

Das ist aber doch jetzt merkwürdig:Sonst treten Sie doch immer gegen alle Anzeichen von Nationalismus und Überheblichkeit ein.

Und zu den Journalismus-Lehrbücher:Die Macht um acht,Pappyrossa-Verlag,sehr interessant.

Komische Kritik

Menschen in Machtpositionen holen sich Berater (keine Lobbyisten, die kommen von alleine), die sie in ihrer Idee unterstützen und möglichst viele Argumente für ihre Entscheidung zu finden.
Kein Grüner würde jemals auf die Idee kommen für die Ausländerpolitik einen AfDler zu befragen oder umgekehrt.
Das liegt in der Natur der Sache.
Hat hier jemand etwas anderes erwartet?
So, und was ist jetzt der Makel an Cummings? Hypnotisiert er Johnson? Kritik am Establishment? Oder weil er eine Glatze hat?
Er bewundert China?
Wo ist der Unterschied? In China beschließt das Zentralkomitee ohne viele Dikussionen etwas mit 99,9%, in D die Regierung nach viel Gerede gegen die Stimmen der Opposition mit der Regierungsmehrheit.
Da hat er mit "Effizienz" recht. (Mit Diktatur auch).

10:41 von Stotterfritz

"Überall sitzen neue Scharfmacher an den Schalthebeln der Macht. Geht es uns Menschen zu gut? Ist uns langweilig geworden, dass alle wieder den Knüppel herausholen? Man kann es in einem Satz sagen: "Wir sind dekadent geworden". Auch das römische Reich ist wegen Dekadenz untergegangen. Die Geschichte wiederholt sich."

Ihre Beobachtung scheint mir richtig, und die Notwendigkeit, darauf Antworten zu finden, auch.

Ihre Antwort aber ist ausgelutscht und nicht durchdacht, Entschuldigung.

Geschichte wiederholt sich niemals, das ist völlig unmöglich.
Kein Mensch der Vergangenheit wird jemals im Heute neu auferstehen.

Die Gründe, die damals zur Katastrophe führten, sind heute gänzlich andere, und sie müssen heute keineswegs ebenfalls in die Katastrophe führen.

Statt sich von der Vergangenheit hypnotisieren zu lassen, wäre es sinnvoller, das Jetzt zu analysieren und zu schauen, woran es HEUTE fehlt.

Und da sind wir ja schon dabei.

Neuer Stil?

Seit wann gehören Körperliche Handicaps zur Beschreibung von Personen?
Ich finde Glatzkopf einen abwertenden Begriff.
Auch der Rest des Artikels trieft vor Meinungsmache.

Berater werden von demokratisch gewählten Politikern beauftragt.
Das reicht in allen Demokratien üblicherweise aus.
Auch in Deutschland! Wie VdL gezeigt hat.

Die Briten haben für den Brexit gestimmt und er wird kommen.
Das gefällt der EU und ihren Anhängern nicht, denn wenn das glatt läuft und nur halbwegs positiv ausgeht kommen ev. noch andere auf die Idee das Freiheit mehr Wert ist als Geld kaufen kann.

Den am Ende ist die EU nichts anderes, eine Maschine zum Geldverdienen für Konzerne und das größte Globalisierungs Projekt der Welt.

11:41 von Sausevind

Schon schlimm, wie sie mich hier angreifen, ja versuchen, mich zu beleidigen. Ich sage nicht, dass man bei anderen Ländern wegschauen soll, finde es besser, diese gemeinschaftlich mit Hilfe der EU zu tun, quasi mit gemeinschaftlicher Stimme. Und was Nationalsozialismus angeht, da sollten sie mal nochmal nachlesen, was dies bedeutet. Sie haben wohl meine Beiträge nicht alle gelesen, es sei ihnen verziehen :-) Über die EU sprechen 27 Staaten.

10:47 von berelsbub

"Öffentlichkeitsscheuer Glatzkopf.
Das ist Klartext, aber was haben Äußerlichkeiten mit der Person zu tun."

Gar nichts.
Aber der Leser kann dann die entsprechende Person auf den Fotos schnell finden.

Um mehr geht es wohl kaum.

11:41 von Sausevind

Sorry hab mich verlesen, Nationalismus und nicht Nationalsozialismus haben sie geschrieben. Aber ich bleibe dabei, ich bin für Kritik durch die EU an GB. Das wirkt mehr, als wenn es nur wir Deutsche tun.

Sausevind 11:41

"Denken, eine Meinung haben, die Meinung äußern:
das soll fürs Ausland also verboten werden?
In meinen Augen ist das Nationalismus.
Die Welt hört nämlich nicht an zufälligen Grenzen auf."

Danke schön. Ich glaube, Ihre Bedenken müssen manchmal in drastischen Worten geäußert werden, damit einem solche Selbstverständlichkeiten nicht ausgeredet werden.

typisches Brexit Gejammere

Wir sollte hier nicht vergessen, dass es in GB einen demokratischen Volksentscheid zum Brexit gab und dass ihn eine Mehrheit wenn auch knapp befürwortet hat.
Diese Umsetzung wurde in den letzten Jahren vom britischen Establishment, aber auch von der EU massiv behindert, dies zum Thema Demokratie.
Dass nun Akteure kommen, die diesen Volkswillen endlich mal, wenn auch mit Brachialgewalt durchsetzen wollen, ist verständlich, nur zu.
Darum sollten wir nicht permanent jammern, sondern uns freuen, dass die renitenten Briten endlich au der EU raus sind.

@ 11:41 von Sausevind

"In meinen Augen ist das Nationalismus.
Die Welt hört nämlich nicht an zufälligen Grenzen auf.
Ich traue auch niemandem, der sich wünscht, dass man bei Negativem eines anderen Landes wegguckt und sein Gehirn wegknipst."
.
War ja klar, dass das wieder kommen musste....
.
Sie basteln sich hier gerade Ihren eigenen Schuh.
Die Innenpolitik eines souveränen Landes ist seine eigene Sache. Uns geht weder Mehrwertsteuer, Benzinpreis, Renteneintrittsalter oder Flüchtlingspolitik etwas an. Deutschland handhabt das übrigens genau so!
Es geht nicht um weggucken, sondern darum, dass Staaten ein legitimes Recht haben. Und da interessiert eine belehrende Meinung wenig. Und die haben wir und Frankreich. Fahren Sie mal durch Europa. Reden Sie mit Menschen. Was die von Sanktionen halten, wenn Sie nicht spuren.
Aber Sie wissen natürlich am Besten, was für das Wohl eines Landes nötig ist. Auch gegen die Mehrheit im Land.
An unserem Wesen soll die Welt genesen?

Berater und Politiker. Man fragt sich als Wähler schon mal...

...ob dieses System überhaupt so vom Wähler gewollt ist?!

---

Ich persönlich wähle in erster Linie eine Partei und deren Parteiprogramm.

Im Grunde ist es mir (fast) egal, wer diese dann umsetzt.

Natürlich ist es schön, wenn eine Person dann an der Macht ist, von der man glaubt es sei die richtige für den Job.
Aber...
Ich habe noch nie ein Kästchen auf meinen Wahlzettel gesehen wo steht:
"Hier bitte das Kreuz für den politischen Berater machen."

Soll heißen, ich kann es nicht nachvollziehen,
daß ein Spitzenpolitiker wie Trump oder Johnson und vielleicht auch welche in unserer Regierung von "Beratern" beraten werden, die ich nie wählen würde.

Das muß aufhören!

Kenne

Cummings nicht und habe für Johnson wenig übrig. Trotzdem würde ich mir mehr Sachlichkeit wünschen. Man kann kaum Populismus verurteilen und einen kultivierteren Umfang einfordern, wenn man mit Begriffen wir "Böser Geist", "öffentlichkeitsscheuer Glatzopf" usw um sich wirft. Finde mittlerweile recht viele Artikel der ÖR inhaltlich schwach und mehr auf Meinungsmache als auf Information abzielend.

11:05 von B. Pfluger 10:16 von karwandler

>>Defender hat vollkommen recht, die
Oberlehrer Attitüde der Deutschen wird
hier in Frankreich immer wieder diskutiert
und als solche wahrgenommen.
Deutsche Touristen treten hier of arrogant auf
und kritisieren alles was nicht "typisch" Deutsch ist.<<
Das mag auf einzelne Touristen zutreffen aber sicherlich nur für einen kleinen Teil.
Dumme gibt es schließlich überall.
>>Andere Nationen (viele Briten)
sind da wesentlich respektvoller.<<
Auweia! Waren Sie schon mal irgendwo im Urlaub wo auch eine größere Anzahl Engländer war?

11:57, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 11:25
Das ist aber doch jetzt merkwürdig:Sonst treten Sie doch immer gegen alle Anzeichen von Nationalismus und Überheblichkeit ein.<<

Das tue ich auch hier. Lesen Sie meinen Kommentar anders? Dann lesen Sie ihn falsch.

>>Und zu den Journalismus-Lehrbücher:Die Macht um acht,Pappyrossa-Verlag,sehr interessant.<<

Steht da drin, daß es die Aufgabe eines Journalisten sei, Empörung zu erzeugen? Denn darum ging es ja bei meiner Frage, auf die Sie sich beziehen.

11:57, NeutraleWelt

>>Er bewundert China?
Wo ist der Unterschied? In China beschließt das Zentralkomitee ohne viele Dikussionen etwas mit 99,9%, in D die Regierung nach viel Gerede gegen die Stimmen der Opposition mit der Regierungsmehrheit.
Da hat er mit "Effizienz" recht. (Mit Diktatur auch).<<

Auch Sie zählen also zu den Parlamentsverächtern?

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