Kommentare

Brexit-Machtkampf-Das Drama geht weiter....

Und wie geht es weiter ? Irgendwann gibt es Wahlen.Und danach Schnappatmung bei Labour,den Liberaldemokraten,den Remainern.Und natürlich auch bei einigen auf dem Kontinent....

Tritt Johnson wieder einmal zurück ?

Die Opposition stimmt keiner Neuwahl zu
before das Anti Hard-Brexit Gesetz nicht in trocknen Tüchern ist.

Werden die Tories beim politischen Selbstmord mitmachen ?

10:04, Bernd Kevesligeti

>>Machtkampf-Das Drama geht weiter....
Und wie geht es weiter ? Irgendwann gibt es Wahlen.Und danach Schnappatmung bei Labour,den Liberaldemokraten,den Remainern.Und natürlich auch bei einigen auf dem Kontinent....<<

Schnappatmung.

Ein hier oft gelesenes Wort.

Sie drücken natürlich Boris Johnson die Daumen, diesem aufrechten Kämpfer gegen das Kapital und Helden der Arbeiterklasse. Dem Robin Hood des 21. Jahrhunderts.

Die EU muß neue Verhandlungen

Die EU muß neue Verhandlungen kategorisch ablehnen. Die Briten müssen erstmal erklären, wie sie sich ihren neuen Sonderweg denn vorstellen. Kein Vertrag, aber auch keine Grenze geht nicht, Das wäre wie baden ohne Nass zu werden. Es bleibt nur mitmachen oder Isolation.

Brexit

Ich finde die EU sollte dieses Theater ein- für allemal beenden und keiner Fristverlängerung mehr zustimmen. Genug ist genug.
Kein Wunder dass die Abneigung und Politikverdrossenheit immer mehr wächst.
Einfach nur noch peinlich und lächerlich das Ganze.

Aus dem Artikel:

"Und die Briten sind offenbar alles andere als wahlverdrossen: Allein in dieser Woche haben sich täglich mehr als 66.000 als Wähler registrieren lassen, dreimal mehr als üblich."

Interessant ist, daß ein großer Teil dieser 66.000 Wähler junge Leute sind.

Die Karre die Wand gefahren

Ob Neuwahlen oder nicht, die Karre ist verfahren ohne Ende. Zuerst sah es nach einem Schrecken mit Ende aus, Johnson macht Ernst. Die EU und die Wirtschaft wären die Lähmung endlich los. Dann bringt dieser Dümmling mit seiner Prorogation die Opposition und Teile seiner eigenen Partei gegen sich auf - die verbünden sich gegen ihn und basteln blitzartig ein Gesetz gegen den Ausstieg. Wie bitte? 3mal gegen den May-Deal gestimmt und jetzt ist man dafür? Und immer noch keine Antwort, WIE der Deal aussehen soll. Aufschub? Wie oft denn noch? Es wäre jetzt an der Zeit, nicht über Neuwahlen und unwichtige Gesetze zu diskutieren, sondern endlich mal über die Brexit-Lösungen, denn bei aller Abstimmeritis, KEINE einzige liegt auf dem Tisch. Und was immer die Briten diskutieren - offenbar meinen sie, die EU brauch man gar nicht zu fragen? Die EU ist zwischenzeitlich mit einem No-Deal-Brexit schweren Herzens einverstanden. Wie oft glauben die Briten, die EU noch düpieren zu können?

Die Unendliche Brexschichte

Drama, Stand Up Comedy, Chaos...
Das alles in einem hinbekommen zu können weckt langsam Respekt. Wer kann das denn schon und das mit dieser Ausdauer und ohne dass es ihm das peinlich wird?

@Kevesligeti

Schnappatmung..... meinen sie das Verhalten bei den letzten Wahlen ?

Die Regierung in UK hat es nicht geschafft innerhalb von drei Jahren (der Eu ein tragfähiges Konzept vorzulegen) die Bevölkerung und das Parlament mit überzeugenden Vorschlägen zu einen.
Die versammelte Hardlinerclique hat sich destruktiv gestellt bzw wie schon im Wahlkampf weiter gelogen.

Das Schöne am Ende ist: Leute wie BJ, Cummings Rees Moog usw können nicht ihr Synonym / Nickname wechseln.
Wenn Sie die Macht nach der Wahl ergreifen sollten, und ihr Plan nicht aufgeht, können Sie beim Donald Asyl beantragen.

von fathaland slim 10:15

Nee,Boris Johnson kämpft nicht gegen das Kapital und ist kein Held der Arbeiterklasse.

Aber sagen Sie mal,warum daß Kapital hierzulande gegen ihn ist.
Und wem drücken Sie die Daumen ? Brüssel,den Liberaldemokraten ? Oder Labour ? Markenzeichen links blinken und dann anders abbiegen.

@fathaland slim - Boris Johnson, Robin Hood des 21. Jahrhunderts

Einfach köstlich :-)
Er verhindert das die armen Bauern ihre Waren in die EU verkaufen dürfen
und nimmt ihnen auch noch die Subventionen ,
damit diese überhaupt wettbewerbsfähig sind.

Endlich was begreifen

Ganz verstehe ich die Schlußfolgerung nicht. Jetzt müssten doch eine Menge Briten begriffen haben, daß sie 2 Schaumschlägern auf den Leim gegangen sind. Mit dem Brexit sind zum Einen die Rosinen futsch und zum Anderen ergeben sich eine Menge dicker Probleme. Außerdem spurt der wesensverwandte Amerikaner gar nicht sehr zuverläßig.
Ich denke, daß einige Prozent Briten das doch inzwischen merken müssten.

Die EU sollte nun endlich

Die EU sollte nun endlich einmal für klare Verhältnisse sorgen und die Briten an den Austrittstermin erinnern, welcher m.M.n. auf den 31.Oktober festgelegt i s t ! Oder gilt dies nicht mehr ? Es kann doch nicht sein, daß die Komödie nördlich des Ärmelkanals noch weitere Monate verlängert wird. Gern können die Briten sich danach wieder um eine Mitgliedschaft in der EU bewerben - dann aber bitte ohne Rosinenpickerei.

Einige hätten sich

mal gestern Phönix die Runde zum Thema ansehen sollen, dann wären sie sicher etwas informierter. Und wüssten auch das GB mit dem jetzigen Deal nicht weiter kommen kann. Weil erst was neues verhandeln werden kann mit der Wirtschaft anderer Länder, wenn man aus der EU raus ist.
Jede Verlängerung schadet der Wirtschaft, aber vielleicht begreift das GB ja noch mal.

10:30, Bernd Kevesligeti @fathaland slim 10:15

>>von fathaland slim 10:15
Nee,Boris Johnson kämpft nicht gegen das Kapital und ist kein Held der Arbeiterklasse.

Aber sagen Sie mal,warum daß Kapital hierzulande gegen ihn ist.
Und wem drücken Sie die Daumen ? Brüssel,den Liberaldemokraten ? Oder Labour ? Markenzeichen links blinken und dann anders abbiegen.<<

Dann sagen Sie doch mal, warum die ganz überwiegende Mehrheit der Linken, hierzulande, in Großbritannien und anderswo, gegen den Brexit ist.

Blinken die alle links und biegen dann anders ab?

Ich drücke dem britischen Parlament die Daumen.

10:30, Bernd Kevesligeti @fathaland slim 10:15

>>Nee,Boris Johnson kämpft nicht gegen das Kapital und ist kein Held der Arbeiterklasse.

Aber sagen Sie mal,warum daß Kapital hierzulande gegen ihn ist.<<

Weil das Kapital kein einheitlicher, monolithischer Block ist. Kriege finden oft zwischen unterschiedlichen Kapitalvertretern statt.

Die natürlich nicht selbst kämpfen.

Ich denke, der Wunsch nach einer starken Persönlichkeit

ist ein Urwunsch.
Das ist ein Problem der SPD, die ihre Köpfe immer abschlägt und die CDU steht so gut da, weil sie ihren Kopf schon seit ca. 14 Jahren hat.
Putin...
Lindner war oben aber mit seinem besser ...

Zurück zu B. Johnson, auch die Briten suchen eine starke Persönlichkeit. Ich denke, BJ hat mit seiner kantigen Art viele Briten für sich gewonnen.

Die Briten werden lieber mit einem starken Führer aus der EU austreten als mit einem schwachen Führer in der EU verbleiben.

um 10:30 von Bernd Kevesligeti

Die "neoliberale" EU geht vor allem auf das Betreiben Großbritanniens zurück. Insofern wäre mit einem Brexit die Chance größer einen stärkeren Fokus auf ein "sozialeres" Europa zu legen.

Allerdings dürfte es mit dem Brachialkurs Johnsons, selbst wenn er sich durchsetzt, schwierig werden die territoriale Einheit zu bewahren. Schottland wünscht bereits ein neues Unabhängigkeitsreferendum. Nordirland wird folgen. Selbst das treue Wales ist mittlerweile unzufrieden.

Interessant ist auch, daß es seit dem Brexit Stimmungstest 2016 politisch kaum noch Stimmen gibt, die Brüssel für eigene Fehlentwicklungen verantwortlich machen. Da war man in der Vergangenheit vor allem aus Bayern anderes gewohnt.

@ wenigfahrer

Ich glaube das haben eigentlich alle verstanden, die sich damit befasst haben. Was Sie mir nicht verstanden zu haben scheinen: der Brexit ist nicht alternativlos...

BoJo nur eine böse Marionette?

Der Mann spielt für wohl für eine sehr starke Interessengruppe den Verrückten.
Wer das ist und wer vom Brexit brutalstmöglich profitiert, wird sich nach dem Vollzug des Austrittes schnell zeigen.
Das Jammern über den totalen "Zusammenbruch" von Industrie und Versorgung ist m.E. reines Theater. Die kleine Delle wird in Kauf genommen, weil Kapital und Wirtschaft immer(!) einen lukrativen Weg finden. Wer post-Brexit in GB ein deutsches Auto kaufen will, wird es auch bekommen; vielleicht 3 Tage später.

von fathaland slim 10:40

Sie drücken dem britischen Parlament die Daumen.Aber nur so lange es keine anderen Mehrheitsverhältnisse gibt.

Und die "überwiegende Mehrheit" der Linken:Da haben Sie recht,mit Rico Gebhardt,Gabi Zimmer,Kipping und Co.
Sie stimmen in dieser Frage mit den Interessen des Kapitals hierzulande überein.
Und sie träumen ja auch von Regierungsbeteiligung.

Unfassbar.....

Das Volk hat den Brexit in einer Volksbefragung beschlossen. Und die Politiker hatten sich verpflichtet, das Ergebnis anzuerkennen und umzusetzten.

Nachdem man fast ein Jahr wartete um den Antrag für den Brexit zu stellen, dann bei den Verhandlungen monatelang trödelte, das erzielte Ergebnis dann 4 Mal im Parlament ablehnte (trotz Ansage, die ist das Maximale was die EU zusagen wird), eine Verlängerung bekam, heulen nun alle auf weil BoJo den Hintern in der Hose hat um das Thema umzusetzen. Zur Not auch ohne Deal.

Nein, der eigentliche Demokrat ist Boris Johnson, die anderen dieses Parlaments wollen mit Taschenspielertricks seit 3 Jahren den Austritt verhindern und den Willen des Volkes konterkarieren.

Das Parlament könnte doch den ausgehandelten Vertrag anerkennen, dann haben sie einen Deal. Ansonsten....no Deal.
Eine Verlängerung um weitere 3 Monate wird in dieser Schmierenkommödie keine Besserung bringen.

Ein schönes Beispiel wie ein Land

ganz ohne Regierung und Parlament seit Jahren auskommt und sich ausschließlich mit sich selbst beschäftigt. Hoffentlich merkt das keiner.

Geht es.....

hier wirklich um komplexe Ideen des Boris Johnson, oder wird nur absichtlich hier wieder die ideologische Karte gespielt, weil man darüber trefflich streiten und unangenehme Wahrheiten außen vor lassen kann? Warum wohl ist der größte Teil der älteren Bürger für den Brexit? Man sollte endlich aufhören mit dem Unterstellen von komplizierten Wirtschaftstheorien und noch komplizierteren Ideologien! Auch die Abgeordneten im Unterhaus führen nur Spiegelfechtereien! Der ältere Teil der Bürger glaubt eben an die Illusionen, die Johnson, Farage oder Rees-Mogg von sich geben und klammheimlich wünschen sie sich das Empire mit allen echten oder eingebildeten Folgen zurück! Natürlich sagt das keiner ehrlich, sondern fantasiert von der Bevormundung durch die EU. Die EU muß eben als Sündenbock herhalten, solange nicht dem Kasperltheater im Unterhaus gefolgt wird!

das Hickhack macht keinen Sinn

Das ganze Hickhack macht keinen Sinn. Den Politikern ist es gelungen GB zu spalten, sowohl die Menschen als auch die Politik. Z.Z. weiß man wirklich nicht, was denn gewollt ist. In Beschlüssen wird demnach auch nur das erklärt, was man in GB nicht will; jedoch nicht das, was man will.

Soll GB doch erstmal raus aus der EU. Käme später die Erkenntnis, dass es besser wäre, sich wieder der EU anzuschließen, so sollte die EU dies auch machen. Allerdings diesmal ohne Rosinen, also konkret ohne Sonderregelungen beim Beitrag.

Und zur Zeit sehe ich bei Neuwahlen keine Chance für Labor...nicht Fisch, nicht Fleisch! May hatte recht, als sie bei ihrem Abgang Corbyn darauf ansprach, ob er nicht besser auch abtrete. Hätte er seinen Platz einem neuen Gesicht überlassen, stände Labor nach meiner Meinung besser da.

@ 10:21 fathaland slim

Es ist nicht nur interessant, dass ein Großteil der registrierten Wähler*innen junge Leute sind, es ist auch hoffnungsvoll: Noch einmal werden sich die jungen Engländer*innen, Schott*innen, Waliser*innen und Ir*innen hoffentlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen durch eine überproportional große Beteiligung älterer Menschen, die auf Fake-Szenarien gemischt mit alten Ressentiments hereinfielen.

Der "wackere" Boris

Der "wackere" Boris müht sich redlich, in die Fußstapfen Theresa Mays zu treten: Neuwahl mit Stimmenverlusten.
.
Weil unsere Medien hier eine Riesenchance wittern, mehr Clicks und Kommentare etc. zu erhalten, ist verständlich, dass sie den schlaffen Ballon immer wieder zur vollen Größe aufblasen, bis er "pang" macht, und selbst darüber gibt´s wieder ne Menge zu berichten. Horrido!
.
Und all jene, die vor lauter EU-Hass alles auf die Karte Johnson setzen, jubelnd und frohlockend: kauft euch schon mal Beruhigungspillen, damit der seelische Absturz nicht zu heftig ausfällt. Immerhin hat Johnsons Bruder schon die RICHTIGEN Konsequenzen gezogen. Einfach mal drüber nachdenken, wenn die Schnappatmung ausgesetzt hat.

Referendum

1. Das britische Volk hat sich in einem sehr knappen Referendum für den Brexit entschieden, ohne die Folgen vernünftig erklärt bekommen zu haben.
2.Die britische Regierung hat mit der EU einen Austrittsvertrag ausgehandelt.
3. Das britische Parlament, das ja wohl die Regierung zu kontrollieren hat, verweigert die Zustimmung zu diesem Vertrag.
4. Jeder vernünftige Mensch sollte nun erkennen, dass diese Regierung nach dem endlosen Palaver augenscheinlich unfähig ist, das Problem zu lösen und dass diese Regierung zurückzutreten hat.
5 Dem britischen Volk sollte nun anstelle der Regierung in einem neuen Referendum die endgültige Entscheidung überlassen werden:
a) Brexit mit dem vorliegenden Vertrag
b) Brexit ohne Vertrag
c) kein Brexit
6) Und bei einer anschließenden Neuwahl können die Wähler dann ihrer Politikerkaste mal anständig den Kopf waschen.

@dummschwaetzer - der eigentliche Demokrat ist Boris Johnson

die anderen dieses Parlaments wollen mit Taschenspielertricks seit 3 Jahren den Austritt verhindern

Und dieses auch zum Wohle des Volkes.

Wenn ihnen Johnson erzählt packen sie auf eine heiße Herdplatte , dann tuen sie es,
obwohl alle anderen sie davor warnen :-)

re fathaland slim @ bernd kevesligeti

"Sie drücken natürlich Boris Johnson die Daumen, diesem aufrechten Kämpfer gegen das Kapital und Helden der Arbeiterklasse. Dem Robin Hood des 21. Jahrhunderts."

Der werte user sieht die Skepsis der britischen und deutschen Industrieverbände und schließt daraus: Dann muss der Brexit was Gutes sein.

> Die EU und die Wirtschaft

> Die EU und die Wirtschaft wären die Lähmung endlich los.

Ein harter Brexit ist kein Schlußpunkt. Dann muß man ja jede Einzelheit erst einmal wieder aushandeln. Dabei ist das ja schon über Jahre geschehen, unter der gemeinsam gefaßten Prämisse, daß eine Lösung für die Gestaltung der Zollgrenze noch nicht vorliegt und eine solche Gestaltung gewisse Bedingungen erfüllen muß, um die Vertragsgrundlage zu erhalten.

Wenn Boris tatsächlich einen Plan haben sollte, kann das nur der ursprüngliche von der DUP verworfene einer Zollgrenze in der Irischen See sein. Sprich: den kann er erst auspacken, wenn auch das Platzen der Koalition ihn nicht mehr stoppen kann. Bis dahin müßte er die DUP im Dunkeln lassen.

Seine einem Populisten wohlfeile "lieber verrecke ich" Rhetorik funktioniert auch für dieses Szenario.

re bernd kevesligeti

"Nee,Boris Johnson kämpft nicht gegen das Kapital und ist kein Held der Arbeiterklasse.

Aber sagen Sie mal,warum daß Kapital hierzulande gegen ihn ist."

Weil es Probleme im internationalen Warenverkehr sieht?

Warum finden Sie es gut, wenn es solche Probleme gibt?

Hoffentlich lässt die EU die Engländer zum 31. Oktober raus

ohne eine erneute Verängerung.

Seit drei Jahren ist das Top Thema aller EU Gipfel : Brexit, Brexit, Brexit

Es gibt dringendere Probleme als die Befindlichkeit einiger Inselbewohner, z.B.
Klimawandel,
Nato - Russland Verhältnis,
IRAN Abkommen,
USA - China,
Trump,,,,

König Boris

Boris könnte ja auch mit England aus Gross-Britannien austreten und ein neues Klein-Britannien gründen. Dort könnte er dann König werden.

40 % für Johnson ...

18 % für Corbyn

Selbst die Tagesschau schreibt, dass es nicht schlecht für Johnson aussieht und seine Brexit-Politik bei den Wählern ankommt.

Nur im Forum träumen Karwandler, andererseits und Freunde von einer Mehrheit für Remain.

11:09, karlheinzfaltermeier

>>Der ältere Teil der Bürger glaubt eben an die Illusionen, die Johnson, Farage oder Rees-Mogg von sich geben und klammheimlich wünschen sie sich das Empire mit allen echten oder eingebildeten Folgen zurück! Natürlich sagt das keiner ehrlich, sondern fantasiert von der Bevormundung durch die EU.<<

Ein Teil der älteren Bürger, nicht alle.

Ansonsten gebe ich Ihnen Recht.

Mein alter (76) Freund David Williams (britischer kann man kaum noch heißen) ist eigentlich Labour-Anhänger und ein sehr internationaler Mensch. Er war viel im Commonwealth unterwegs, als er noch aktiv im Berufsleben stand und war aus den von Ihnen beschriebenen Gründen für den Brexit, obwohl es ihm peinlich wäre, sich so beschrieben zu sehen.

Mittlerweile hat er seine Meinung auch geändert.

Ach ja, noch ein Kommentar

Sturm im Wasserglas. Differenzen werden aufgebauscht. GB wird, ob drinnen oder draußen, zu Europa auf absehbare Zeit Abstand wahren. Die Katastrophe wird weder in der einen, noch in der anderen Version eintreten. Nicht nur Medien und Politiker betreiben ein Geschäft mit dem Übertreiben (diese Mücke ist ein Elefant, wer es nicht glaubt, lese mein Blatt), auch in Foren wird sehr gerne auf den Putz gehauen. Ohne Sorry, ich kann hier wirklich inzwischen nicht mal schmunzeln, ob der herbeigezogenen Argumente, was für ein dünner Schleier. Auch ich mach mir jetzt Luft, nur nebenbei, weil so ein Quatsch, nur ein bißchen Kritik meinerseits. Schärfer darf es nicht sein.

Genug ist genug

sollte die EU doch noch wieder nachgeben, bei dem Austrittsvertrag, machen sie sich endgültig lächerlich und verliert das letzte bischen Vertrauen in der Bevölkerung. Erst recht nach den Drohungen von Johnson.

11:21, karwandler

>>
re bernd kevesligeti
"Nee,Boris Johnson kämpft nicht gegen das Kapital und ist kein Held der Arbeiterklasse.

Aber sagen Sie mal,warum daß Kapital hierzulande gegen ihn ist."

Weil es Probleme im internationalen Warenverkehr sieht?

Warum finden Sie es gut, wenn es solche Probleme gibt?<<

Es gibt Sozialisten, die glauben, es brächte uns dem Sozialismus näher, wenn das kapitalistische Wirtschaftssystem mit seiner Industrie und seinem Handel den Bach runter ginge. Mich erinnert das immer an Franz Josef Strauß, der ja auch behauptete, daß das Land erst vor die Wand gefahren müsse, bevor die Menschen reif für die Rettung aus den bayrischen Bergen wären.

@ superschlauch

Was alles geht, zeigt das Beispiel Kosovo, in dem der Euro Zahlungsmittel ist, obwohl es gar nix mit der EU zu tun hat. Es ist noch nicht mal von allen EU Mitgliedern anerkannt! (Nein Karwandler - es geht nicht um die Einführung des Euro in Nordirland - wieder mal falscher Dampfer).

Keine Grenze zwischen EU Mitglied Republik Irland und UK Mitglied Nordirland geht natürlich sehr wohl - wenn einem das Karfreitagsabkommen etwas bedeutet. Auch ganz ohne Backstop!

Das Zauberwort heißt nachgelagerte, stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren.

von karwandler 11:21

Es sollte lediglich offen die Interessenlage dargestellt werden.Und in diesem Zusammenhang ist es doch klar wie sich DIHT,BDI und BDA positionieren.

11:26, Einfach Unglaublich

>>40 % für Johnson ...
18 % für Corbyn

Selbst die Tagesschau schreibt, dass es nicht schlecht für Johnson aussieht und seine Brexit-Politik bei den Wählern ankommt.

Nur im Forum träumen Karwandler, andererseits und Freunde von einer Mehrheit für Remain.<<

Im Gegensatz zu Ihnen personalisieren Karwandler, andererseits und Freunde das Problem nicht und verorten Corbyn auch nicht unbedingt im Remain-Lager.

@ Hertha

Sie verstehen's wirklich nicht. Die Briten wollen endlich RAUS aus der EU!

Und die EU Weigerung mit Johnson zu verhandeln bestärkt dies noch.

Den Brexit als Willen des Britischen Volkes zu bezeichnen

ist ebenso unredlich, wie die Lügen und Manipulationen, die das Wahlergebnis 2016 maßgeblich beeinflusst haben.
Das Argument, mit dem Brexit den Willen des Volkes umzusetzen, ist infam.

Dieser innerbritische

Dieser innerbritische Machtkampf wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Jedem vernünftigen und am Wohlstand der Bevölkerung interessierten Bürger ist inzwischen längst klar, dass ein Exit vom Brexit die beste Lösung wäre. Aber darum geht es den Politikern anscheinend gar nicht. Es geht Johnson und Corbyn wohl hauptsächlich darum, Macht ausüben zu können.

um 11:05 von dummschwaetzer

"Das Volk hat den Brexit in einer Volksbefragung beschlossen. Und die Politiker hatten sich verpflichtet, das Ergebnis anzuerkennen und umzusetzten."

Die Brexiteers haben einen Ausstieg aus der EU mit einem Vertrag versprochen.
Falls man sich erinnert....."Norwegen +++".

Es gibt sogar Videos, in dem Nigel Farage VOR dem Referendum eine Lösung favorisiert hat.

Auch der Backstop wäre kein Thema gewesen, weil UK dann im Binnenmarkt geblieben wäre.

Erst NACH dem Referendum wurde der Backstop ein Thema. Und jetzt tun die Hardliner so, als wenn das immer schon ein Thema gewesen wäre.

Es gibt die Theorie, dass die Hardliner unbedingt mit einem No-Deal aus der EU wollen. Oder sogar müssen, weil UK sich dann nicht mehr an künftige Steuer- und Transparenzregelungen für die Finanzwelt halten muss.

Denn Zu UK gehören auch Guernsy, Isle of Man, Bahamas (mehr oder weniger).....

Nicht nur Johnson ist das Problem

Aus gutem Grund hat das Grundgesetz Volksentscheide erschwert - sie eignen sich nicht um differenzierte Politik zu machen. Als Great Britain abstimmte hieß es eben nur - Austritt oder Verbleiben. Die wenigsten haben sich gefragt, was der Austritt für Folgen hat. Es wurde mit den Mythen Freiheit und Selbstbestimmung gespielt - aber jeder der Handel treibt, gibt Freiheit auf, weil er sich an Verträge und Kontrollsystemen in Form von unabhängigen Gerichten unterwerfen muss.
Johnson versucht es radikal zu lösen und unterscheidet sich dabei nicht von Corbyn. Beide sollten abtreten!

Demokratie bedeutet...

....das Volk darf wählen.
Es hat sich für den Austritt entschieden.
Punkt.

Wenn in Deutschland jedes Mal Neuwahlen wären sobald die verführerischen, verlogenen Versprechungen der Politik nicht eingehalten werden, wie ja nun in GB bejammert wird , wären wir jeden Sonntag an der Wahlurne...
Get real. Exit and done with the drama.

@Mittlerweile hat er seine Meinung 11:26 fathaland slim

"auch geändert".

Aber andere auch.
Ich tendiere inzwischen auch, wie Marcel Fratzscher,
zum 'Ein Ende mit Schrecken', wie er hier in der TS schreibt.

Nicht weil der Brexit prinzipiell richtig wäre, sondern weil inzwischen soviel Chaos
von Johnson & Co. angerichtet wurde, dass man nun mit
den bereits eingetretenen Folgen leben muss.

Brexit

Mir wäre es immer noch lieber, die Briten würden den Brexit ganz absagen. Aber das ist wohl nicht realistisch.
BJ will den Brexit durchziehen. Egal wie. Das werden wir und die EU nicht verhindern können. Das kann nur die britische Opposition verhindern zusammen mit den "Rebellen" der Tories.
Den Sinn einer weiteren Verlängerung bis Januar sehe ich allerdings auch noch nicht wirklich, so lange sich keine neuen Vorschläge abzeichnen.
Das Problem ist die fehlende Zeit. Wahlen am 15.10.? Egal wie die ausgehen, eine neue Regierung muss sich erst bilden und der 31. ist dann bald. Wenn Boris gewinnt kann er allerdings die Uhr ablaufen lassen und kann sich sogar auf einen "Wählerwillen" berufen, da er ja kein Hehl aus seiner Ignoranz des Parlament und dessen Gesetzen macht. Jeder der ihn wählt hat ja nun seine Haltung zur Demokratie erlebt.
In der SZ ist heute ein guter Artikel darüber, wie man verfassungsgemäß die Verfassung abschaffen könnte (in D).

11:36, Bernd Kevesligeti

>>von karwandler 11:21
Es sollte lediglich offen die Interessenlage dargestellt werden.Und in diesem Zusammenhang ist es doch klar wie sich DIHT,BDI und BDA positionieren.<<

Die haben natürlich kein Interesse daran, daß die Volkswirtschaft in Turbulenzen gerät.

Während Sie das natürlich gutheißen, weil es den Interessen der Arbeiterklasse dient.

Arbeitslosigkeit und Kaufkraftverlust ist ja auch genau das, was die Arbeiterklasse braucht.

Boris Johnson geht es zuallerletzt um Demokratie....

... und Großbritannien und zuvorderst um Boris Johnson. Das zieht sich durch seinen politischen Lebenslauf. Wäre David Cameron Brexiteer gewesen, wäre BoJos Platz bei Remain geblieben.

Die Aufgabe eines Premierministers wäre es, sein Land durch einen Kompromiss zu einen. Aber die Mantra des Populismus ist die "Herrschaft durch Spaltung", auch wenn dadurch Schaden entsteht.

Das "first-past-the-post" Wahlsystem begünstigt in UK jene Kräfte, die eine relative Mehrheit erreichen, selbst wenn sie in Summe gegen die Mehrheit der Wähler stehen. Darauf gründet das Kalkül der Tories: die summarische Mehrheit in der Remain-Kräfte in der Bevölkerung aus Labour, Liberaldemokraten, Schottische National-Partei, Grüne und Plaid durch viele relative Mehrheiten in den Wahlkreisen auszuschalten.

Das kann funktionieren, aber die Gesellschaft des Landes wird danach in bittere Spaltung zerfallen.

Lange hält sich eine so errungene Macht in der Regel nicht. Aber BoJo steht in den History Books.

11:33, Einfach Unglaublich

>>Keine Grenze zwischen EU Mitglied Republik Irland und UK Mitglied Nordirland geht natürlich sehr wohl - wenn einem das Karfreitagsabkommen etwas bedeutet. Auch ganz ohne Backstop!

Das Zauberwort heißt nachgelagerte, stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren.<<

Es geht nicht um den Personen-, sondern um den Warenverkehr.

Da nützen stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren überhaupt nichts.

@fathaland slim um 11:26Uhr

Ich lese fast täglich fünf britische Zeitungen on-line und verfolge BBC und möchte nur betonen, daß dies mein Eindruck aus den Artikeln oder den Reportagen incl. Umfragen ist. Wobei ich sogar in einem gewissen Umfang Verständnis aufbringe für die Denkweise! Wer verabschiedet sich denn schon gerne von einer Rolle, die Großbritannien mindestens seit Heinrich VIII innegehabt hat? Und besonders die Teile der Bevölkerung, die in irgendeiner Weise vom Commonwealth oder Empire profitiert haben wünschen sich diese Situation zurück, sind aber zu feige dies zu gestehen! Eine ähnliche Denkweise, aber nicht ganz so ausgeprägt, findet man übrigens auf der anderen Kanalseite!

um 11:33 von Einfach Unglaublich

"Das Zauberwort heißt nachgelagerte, stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren"

Das ist leider wieder falsch. Kontrollen haben kaum etwas mit einer harten Grenze zu tun.

Wesentlich ist der sog. "Customs Clearance". Also die Anmeldung, dass man Ware in ein Land einführen/ausführen möchte.

Wenn sie in der Schweiz sagen wir mal, ein Auto-Ersatzteil bestellen, dass sie in ihrer deutschen Werkstatt verwenden wollen.....
Dann müssen sie zuerst zu einem Zoll-Agenten, der dann die Zollfreigabe macht. Vorher brauchen sie gar nicht zur Grenze zu fahren. Das dauert dann seine "Behördenzeit".

An der Grenze steigen sie dann aus und zeigen dem Zöllner ihre Ausfuhrpapiere. Als Bestätigung, dass die Ware über die Grenze geht.

Wenn sie Zeit haben, einfach mal eine halbe Stunde an der schweizer Grenze stehen und zugucken, wie LKW-Fahrer ihre Zollpapiere zeigen.
Was im übrigen ein hoheitlicher Akt ist.

@ Yogi

3 Möglichkeiten bei einem Referendum wären ja der Super Gau.

Wenn 33 % für den Austrittsvertrag, weitere 33 % gegen den Brexit an sich und 34 % für einen Brexit ohne Deal abstimmen - was dann?

Bei einem Referendum kann es immer NUR 2 Möglichkeiten geben, damit es eine absolute Mehrheit gibt. Und egal wie knapp diese ist, wird sie umgesetzt. (VdL sagte zu ihrem knappen Ergebnis, in einer Demokratie wären auch knappe Mehrheiten Mehrheiten. Also!

@ 11:26 Einfach Unglaublich

Wovon ich träume, entzieht sich Ihrer Kenntnis gott sei dank... Was Sie aus den Umfrageergebnissen (Johnson 40% Corbyn 18%) herauslesen, ist allerdings "traumhaft". Die Brit*innen, die für Brexit stimmten (der, wie hinlänglich bekannt, aus taktischen Gründen von Cameron eingestilt, miserabelst vorbereitet, durch hanebüchene Fake-Stories von Johnson, Farage &c o verfremdet in einem rechtlich nicht bindenden Referendum eine hauchdünne Mehrheit bekam, ohne dass die brisante Irland-Frage, geschweige denn die Katastrophe eines No-Deal-Brexits auch nur ansatzhaft bedacht wurden) stimmten mitnichten für einen No-Deal-Brexit. Johnson, der vor dem Brexit-Referendum innerhalb von 24 Stunden seine Meinung komplett wechselte wie andere die Unterhose, versucht derzeit gegen die dokumentierte Mehrheit des Parlamentes, einen No-Deal-Brexit undemokratisch durchzudrücken und instrumentalisiert dafür sogar die für ganz andere Situationen gedachte Prorogation... Alptraumhaft.

@ 11:39 Einfach Unglaublich

Sie verstehen's wirklich nicht: Das Parlament als demokratisch gewählte Institution will KEINEN No-Deal-Brexit. Und die Weigerung Johnsons, das zu respektieren, hat rein gar nichts mit der EU zu tun. Aber manche brauchen halt einen unbeteiligten Sündenbock, wenn Bockmist anders nicht zu rechtfertigen ist.

was auf dem Spiel steht

Die EU und die Europaeische Nachkriegsordnung sind weitesgehend nach dem Prinzip des Konsenses, Kompromisses und der maximalen Integration gestaltet. Dieses Prinzip wird in der juengeren Geschichte mehr und mehr durch ein "the winner takes it all" und die Politik des "Tribal Warfare" ersetzt. Hier werden irrationale Befindlichkeiten und Aengste zur Maxime der Politik erhoben und auf deren Ruecken die Verteilung der zur Verfuegung stehenden Ressourcen genau so irrational betrieben. Letztlich muessen dann natuerlich alle Instanzen die rational Entscheidungen treffen ausgeschaltet werden, damit nicht immer wieder der Ruf, "der Kaiser ist ja nackt", erscheint. Und Boris Johnson ist mit seinem Team dabei, sowohl das Parlament als auch die Konservativen zu "erneuern". Der Brexit ist da nur Mittel zum Zweck.

Es ist ja schön und gut...

...wenn die Briten einen Aufschub wollen. Die EU sollte sich aber gründlich überlegen, ob wir das auch wollen. Die Leute sind überdrüssig und wollen, dass das Brexit Thema abgeschlossen wird. Weitere Verzögerungen spielen wieder den EU Gegner in die Hand. Gleichzeitig hätte ein harter Brexit ungewollte wirtschaftliche Folgen. Jetzt gilt es abzuwägen was schlimmer ist. Weiter den Populisten in die Hand spielen oder wirtschaftliche Einbußen in kauf nehmen. Drei weitere Monate bringen bezüglich dem Backstop auch keinen Fortschritt. Beendet das Drama hier und jetzt. Dann wird England ein abschreckendes Beispiel werden, was passiert wenn Populisten sich durchsetzen.

@11:36 von Bernd Kevesligeti

"Es sollte lediglich offen die Interessenlage dargestellt werden.Und in diesem Zusammenhang ist es doch klar wie sich DIHT,BDI und BDA positionieren."

Der Chef des DIW sagt heute, dass ein harter Brexit für die Wirtschaft besser wäre als eine ewige Hängepartie mit endlosen Verlängerungen. Dann wüsste man, woran man wäre.

Vermutlich wäre "kein Brexit" noch besser.

Aber egal was jeder von uns will oder irgendwelche Experten prognostizieren - das Problem lösen können nur die Briten selbst. Eine Mehrheit wollte den Brexit (bei allen Schwächen der Abstimmung) aber keiner hat gesagt welchen Brexit er meint. Und daran scheitern sie jetzt seit Jahren. Man stellt fest, dass ohne die EU nicht automatisch das Paradies ausbricht. Wenn das so wäre hätte man nie verhandeln müssen, sondern hätte gleich ohne Deal austreten können.

Die Vorteile behalten ohne die empfundenen Nachteile in Kauf zu nehmen funktioniert nur selten.

@Bernd Kevesligeti 10:04

Labour, die Liberaldemokraten werden es überleben. Die Tories hingegen wird es am Ende nicht mehr geben weil Johnson immer weiter nach rechts drängt und zwischen den Tories und Farages Brexit Party kein Unterschied mehr besteht. Die Leute werden das Original wählen und dies sind nicht die Tories. Johnson ist der Totengräber der Tories.

Es lebe die Demokratie

Natürlich ist das, was in London nun seit einiger Zeit abläuft, ein Possenspiel. Aber damit müssen die Briten letztendlich klarkommen, die wollten ja unbedingt aus der EU. Und wenn Neuwahlen, dann sollte man die Wähler auch vor die Frage stellen, ob sie überhaupt noch einen Brexit wollen. Ich denke, da wird sich dann eine klare Mehrheit gegen den Brexit stellen. Etwas positives hat das ganze aber, das Verhalten der Abgeordneten im Unterhaus. Da stellen sich Parteikollegen von Boris Johnson gegen seine „diktatorischen Alleingänge“ , das ist für mich aufrichtige Demokratie. Daran sollten sich die Republikaner in Washington mal ein Beispiel nehmen und nicht den „diktatorischen Alleingängen“ von Trump immer zustimmen. Dadurch würde auch endlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen diesen dummen, senilen alten Mann in Gange kommen. Der Vorteil: die Welt hätte endlich zwei Populisten weniger, welch fabelhafte Vorstellung.

re lubbert

" Wer post-Brexit in GB ein deutsches Auto kaufen will, wird es auch bekommen; vielleicht 3 Tage später."

3 Tage später stört nicht. 10% teurer aber schon.

@Karl Klammer 10:13

Politischer Selbstmord ist es wenn man nicht mehr unterscheidbar ist von einer anderen Partei. Die SPD zeigt es. Die Tories sind jetzt schon nicht mehr unterscheidbar von Nigel Farages Brexit Partei. Die Tories wird es nicht mehr lange geben. Die begehen schon politischen Selbstmord. Das Anti Hard Brexit Gesetz ist im Sinne einer Mehrheit der britischen Bevölkerung. Die Mehrheit der britischen Bevölkerung will einen Austritt mit Abkommen und eben nicht ohne. Johnson hat 2016 versprochen, dass es einen Brexit mit Abkommen gibt. Er hält sich nicht an seine Versprechen von 2016, denn er will einen No Deal Brexit.

@um 11:13 von andererseits

"Noch einmal werden sich die jungen Engländer*innen, Schott*innen, Waliser*innen und Ir*innen hoffentlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen durch eine überproportional große Beteiligung älterer Menschen, die auf Fake-Szenarien gemischt mit alten Ressentiments hereinfielen."

Eine solche Einstellung gegen ältere Mensch*innen nennt man übrigens Altersdiskriminierung.

@weil UK sich dann nicht mehr an 11:41 witch of endor

"künftige Steuer- und Transparenzregelungen für die Finanzwelt halten muss."

In diesem Punkt. Volltreffer.
Wie man mit Englands Hilfe Millionen stehlen kann, ohne belangt zu werden.
www.theguardian.com/news/audio/2019/aug/05/how-britain-get-away-with-ste...
kurz: https://is.gd/tcjQkc

@ fathaland

Woher wollen Sie das wissen?

Schon mal.davon gehört, dass Zollanmeldumgen auch im Landesinneren vorgenommen werden?

Warenkontrollen fallen nach Wegfall der EU Binnengrenzen eben nicht mehr an der Grenze sondern im Binnenland an!

Wenn Sie's nicht wissen fragen Sie mal.das Hauptzollamt Berlin.

@wenigfahrer 10:40

Der britischen Wirtschaft schadet vor allem wenn man ohne irgend einen Deal aus der EU austritt, aber dies wollen Brexit Fans wie Sie nicht hören. Eine Mehrheit der Briten will einen Brexit aber mit Vertrag und nicht ohne. Dies mag Boris Johnson nicht schmecken aber er sollte mal in seinem Land nachhören und zuhören was die Menschen dort sagen, übrigens auch Leave Anhänger.

re bernd kevesligeti

"von karwandler 11:21

Es sollte lediglich offen die Interessenlage dargestellt werden.Und in diesem Zusammenhang ist es doch klar wie sich DIHT,BDI und BDA positionieren."

Warum stellen Sie nicht auch dar, wie sich in GB die Unternehmerverbände und die Gewerkschaften positionieren?

Ist das so, weil weil Sie die Interessenlage nur einseitig interessiert?

An ihrem Wesen soll die Welt genesen?

"Demokratie bedeutet.......das Volk darf wählen.
Es hat sich für den Austritt entschieden.
Punkt." @my comment
.
Na, wenn das so ist, müsste es ja bei uns gedeckelte Mieten geben, Dobrindt und Scheuer würden fristlos entlassen, die prekären Arbeitsverhältnisse würden abgeschafft, alle müssten in die Rentenkasse einzahlen. Aber entweder ist das Volk zu blöde, oder seine Meinung zählt nicht wirklich.
.
Ich glaube kaum, dass das britische Volk sich so einen dämlichen Salat gewünscht hat, oder etwa Sie?

Einfach Unglaubli

"Keine Grenze zwischen EU Mitglied ...
Das Zauberwort heißt nachgelagerte, stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren."

Warum sollte man sowas machen? Was hat die EU von diesem enomen Aufwand? Lieber nehme ich es in Kauf, daß es wieder Krawalle gibt. Es wird aber keine Krawalle geben. Die Menschen sind auch dort weiter gekommen. Nun wissen Sie, daß sie völlig verblödet, sich selbst abgemurkst haben. Das kommt nicht zurück. Wenn boris keine grenze will, muß er einen deal unterschreiben. So einfach ist das.

Aber unterm Strich sieht es so aus, daß GB auch ohne Deal keinen unterschied zu jetzt merken wird. Die EU auch nicht.
Also wird eine Drohkulisse aufgebaut, so daß nicht andere Länder GB folgen werden. Dann stünde D ganz alleine mit den hungenden Süd und Südosteuropäern da.
Wir könnten niemanden mehr ausproduzieren und klein halten.
Btw, das "ch" habe ich mal weggelassen, vorher war eines zu Viel. Raumzeitkontinuum, sie verstehen?

11:49, Einfach Unglaublich

>>@ Yogi
3 Möglichkeiten bei einem Referendum wären ja der Super Gau.

Wenn 33 % für den Austrittsvertrag, weitere 33 % gegen den Brexit an sich und 34 % für einen Brexit ohne Deal abstimmen - was dann?

Bei einem Referendum kann es immer NUR 2 Möglichkeiten geben, damit es eine absolute Mehrheit gibt. Und egal wie knapp diese ist, wird sie umgesetzt. (VdL sagte zu ihrem knappen Ergebnis, in einer Demokratie wären auch knappe Mehrheiten Mehrheiten. Also!<<

Also muss ein Referendum eine komplizierte Situation auf zwei Alternativen reduzieren?

Daran können Sie erkennen, wie untauglich ein solches Instrument sein kann.

Aber warum nicht eine Stichwahl abhalten, wenn es keine absolute Mehrheit für eine der drei Alternativen gibt?

Frau von der Leyen ist für Sie eine Autorität, wenn es um Plebiszite geht?

re einfach unglaublich

"Und die EU Weigerung mit Johnson zu verhandeln bestärkt dies noch."

Mindestens einmal am Tag die Unwahrheit?

Die EU weigert sich nicht. Sie wartet auf die Vorschläge, was verhandelt werden soll.

Die natürlich nicht kommen, weil BJ keine hat.

Der Kompromiss wäre ein 2. Referendum mit Gesetzeskraft ...

... gewesen. Nicht als Siegeszug der einen über die andere Seite, sondern als Basis der Versöhnung, auf die sich das Land, seine Bürger, die Gesellschaft und die Politik als faire Verständigung mit anschließender Akzeptanz des (offenen) Ergebnisses einlassen.

In UK gibt es zwei Typen von Referenden

(1) konsultativ als Meinungsbarometer
(2) oder mit Gesetzeskraft

Das Referendum von 2016 war vom Typ (1).

Wer sich also - aus welchen Gründen auch immer - darauf verlassen hatte, dass das Parlament die finale Entscheidung trifft und auf die Beteiligung am Referendum verzichtete, darf sich mit Recht darauf berufen, dass eine 1:1 Umsetzung eine Fehlinterpretation des Referendums wäre.

Ein neues Referendum vom Typ (2), das dann für eine längere Karenzzeit auch nicht einfach wieder durch ein weiteres Referendum konterkariert werden könnte, wäre die sauberste Lösung.

Wer aus prinzipiellen und nicht nur aus taktischen Gründen für die "direkte Demokratie" eintritt, ist hier im Boot.

@11:18 von Keine Politikerin

"Ein harter Brexit ist kein Schlußpunkt" - natürlich nicht, aber es wäre der Beginn eines ganz neuen Kapitels, und dafür wird es Zeit.

11:36 von Bernd Kevesligeti

«Es sollte lediglich offen die Interessenlage dargestellt werden.Und in diesem Zusammenhang ist es doch klar wie sich DIHT,BDI und BDA positionieren.»

Ist 1. offen dargestellt, die Interessenslage von DIHT, BDI & BDA, dass diese keinen No-Deal-Brexit wollen.

Und 2. ist sie so, weil niemand (!) ernsthaft Interesse an Gebrassel, Gedöne, Gelumpe mit Zollschranken, Zollsätzen, Wartezeiten, Handels-Erschwernissen, … haben kann.

Zu wessen Vorteil sollte das denn tatsächlich sein?
Wenn nicht zu dem einiger weniger Profiteure, die ganz gezielt ihren Nutzen aus dieser (potentiellen) Situation ziehen werden.

Weder die angestellt arbeitende Bevölkerung "in der Rest-EU",
noch in GB wird vom Hard-Brexit profitieren.

Nicht die Konsumenten in der EU, nicht Arbeiter im UK.
Schon gar nicht die bei (bspw.) Toyota angestellten im UK, die fürchten müssen, dass Toyota die Produktion in die EU verlegt, damit das Unternehmen vom Gebrassel, Gedöne, Gelumpe verschont bleibe.

Ein Beispiel von vielen …

wer wie Johnson vor dem

"hohen hause" lügt (er behauptete, er wäre in verhandlungen mit der EU, was die offiziellen stellen der EU klar verneint haben), wer abgeordnete aus seiner partei ausschliesst, nur weil sie es wagen, anderer meinung als er zu sein (hat mit demokratie NICHTS MEHR zu tun), wer öffentliche auftritte vor polizisten dazu nutzt, wahlkampf zu machen (die veranstaltung war dazu nicht gedacht), wer auf besagter veranstaltung beweist, dass er völlig empathielos ist (eine kadettin, die genau hinter ihm einen schwächeanfall hat, nötigt ihm einen kurzen blick und die frage "alles klar?" ab, dann geht's weiter mit seinem lügentext), wer von gerade mal 0,1% der gesamten wählerschaft ins amt gehievt wurde, aber der auffassung ist, über wohl und wehe einer ganzen nation alleine entscheiden zu dürfen, der beweist letztendlich nur, dass die demokratie an sich in GB tot ist.

11:52, dr.bashir

>>Eine Mehrheit wollte den Brexit (bei allen Schwächen der Abstimmung) aber keiner hat gesagt welchen Brexit er meint.<<

Wie auch?

Danach wurde ja niemand gefragt.

Soviel zum tollen Instrument der Volksbefragung.

@dummschwaetzer 11:05

Ja die Mehrheit hat per Votum den Brexit beschlossen. Es wurde aber versprochen mit Vertrag auszutreten, auch immer wieder von Johnson. Von einem Austritt ohne Vertrag war nie eine Rede. Also hören Sie bitte auf diesen undemokratischen Blödsinn den Boris Johnson verzapft positiv zu reden. Johnson will absichtlich das Parlament kalt stellen, damit dieses den No Deal nicht verhindert. Johnson will ohne Deal aus der EU austreten und dabei pfeift er auf die Demokratie. Getoppt wird es noch indem er glaubt Parteikollegen aus seiner Partei zu entfernen die über 45 Jahre in seiner Partei tätig sind.

von fathaland slim 11:45

In Turbulenzen gerät der Export,daß deutsche Geschäftsmodell.Es führt übrigens anders wo zu Arbeitslosigkeit und Kaufkraftverlust.

Aber was haben Sie mit den Interessen der "Arbeiterklasse" ?
Ihre Kommentare beweisen doch nur,daß Sie offenbar einen Bedeutungsverlust für die Bundesrepublik,die EU und so weiter fürchten.

Neuwahlen und neues Referendum:

die Tories würden die Wahl gewinnen, die Remainer das Referendum.
GB schlittert von einem Chaos in das Nächste.
Tut mir leid für die Bürger.
Diejenigen Wähler, die für den Brexit waren, werden wohl die Hauptverlierer werden, denn der Staat hat nur begrenzte Mittel, die marode Industrie in GB wettbewerbsmässig voran zu bringen, weil alles modernisiert werden müsste.
Und wenn die Automobilwerke die Insel verlassen würde, dann gute Nacht.

Ego hinten anstellen

Der Labourvorsitzende könnte sein Ego angesichts der schlechten Aussichten hinten anstellen und den Weg für eine/en bessere/n Kandidaten/in freimachen . Labour könnte dann bei Neuwahlen einen EU-Verbleibskurs als Alternative zu den Torys anbieten. Gemeinsam mit den Liberalen dürften sie eine Chance auf eine Mehrheit haben. Man kann dann immer noch für EU-Verbesserungen eintreten. Vielleicht nach diesem quälenden Prozess sogar mehr als manche, die nur des Geldes wegen Mitglied in der EU sind. Die Selbstzerstörung GB durch Boris Johnson und die Brexiteers kann die Opposition anders nicht aufhalten.

@06. September 2019 um 11:13 von andererseits

*** Es ist nicht nur interessant, dass ein Großteil der registrierten Wähler*innen junge Leute sind, es ist auch hoffnungsvoll: Noch einmal werden sich die jungen Engländer*innen, Schott*innen, Waliser*innen und Ir*innen hoffentlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen durch eine überproportional große Beteiligung älterer Menschen, die auf Fake-Szenarien gemischt mit alten Ressentiments hereinfielen ***

Glauben Sie wirklich daran, dass die jungen von Twitter und Facebook geprägten Wähler der wohlstandsverwarlosten Y- und Z-Generation ihr "chillen" unterbrechen und sich auf den Weg ins Wahllokal machen. Hat man ja beim Referendum gesehen.
Nein, die werden wieder alle bei Twitter schreiben und den einen oder anderen Tweet liken. Das reicht ihnen für die Ausübung ihrer Demokratie.

Zur Wahl gehen ist "uncool". Die geringe Zahl junger Leute habe in in den letzten Jahren bei jeder Wahl gesehen. Warum soll es auf der Insel anders sein?

es hat schon

einen mehr als komischen beigeschmack, dass Johnson seinen bruder in die regierungsmannschaft holte. hat sich keiner drüber aufgeregt, was mich wunderte. der hat aber immerhin noch die kurve bekommen und von sich aus hingeschmissen. aber: den enkel Churchills (mehr als 37 jahre im parlament) hat Johnson vor aller öffentlichkeit wie einen kleinen schulbuben abgewatscht, weil er ein abweichler ist. seinen bruder hingegen, ebenfalls abweichler, der wird mit samthandschuhen und warmen worten ("kommt in einer familie halt mal vor, dass man geteilter meinung ist") geradezu mit allen ehren verabschiedet. und wieder regt sich keiner auf. und ich wundere mich noch mehr...

Nein, das nennt man eine

Nein, das nennt man eine statistisch bessere Verteilung bei den nächsten anstehenden Wahlen. Es war beim letzten Referendum nicht nur deutlich, dass die Mehrheit in Schottland und Nordirland gegen den Brexit stimme, sondern auch die Mehrheit der unter 40jährigen, die die katastrophalen Folgen eines möglichen Brexit ausbaden müssen.

Bin...

gespannt wie das House of Lords (Oberhaus ) heute abstimmen wird. Herr Premierminister Boris Johnson bekommt solange seine Neuwahlen zum House of Commons (Unterhaus) nicht bis er dem Parlament zusichert keinen ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreich aus der EU vollziehen möchte. Es wäre ratsam beim nächsten EU Gipfel nicht den Premierminister sondern das Staatsoberhaupt die Queen Elisabeth II. einzuladen. Es wäre ja eine Idee.

@Einfach Unglaublich 11:26

Ich träume ganz sicher nicht von einer Mehrheit von Remain. Sie und andere glauben allerdings, dass es bei den Briten eine Mehrheit für einen No Deal gibt und dies stimmt nicht! Im Übrigen bin ich mir bei Johnson in einem Punkt sicher, er wird seine Torie Partei zerstören indem er sich mit Farage zusammentut. Am Ende sind die Tories von der Brexit Partei nicht mehr unterscheidbar und die Leute wählen lieber das Original und dies ist Farage und nicht Johnson.
Da der Brexit ohnehin ein totales Desaster für die Briten wird, wird auch diese Brexit Partei in der Zukunft keine Rolle spielen. Die Zukunft spricht ganz sicher für Diejenigen die nicht diesen Hardline-Brexit Kurs fahren.
Mag sein, dass Labour, die Liberaldemokraten und andere die gegen einen No Deal sind bei einer Neuwahl nicht gut abschneiden, auf lange Zeit gesehen wird es anders aussehen.

11:58, Zeitungs-Ente

>>@um 11:13 von andererseits
"Noch einmal werden sich die jungen Engländer*innen, Schott*innen, Waliser*innen und Ir*innen hoffentlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen durch eine überproportional große Beteiligung älterer Menschen, die auf Fake-Szenarien gemischt mit alten Ressentiments hereinfielen."

Eine solche Einstellung gegen ältere Mensch*innen nennt man übrigens Altersdiskriminierung.<<

Ich (63) fühle mich aber gar nicht diskriminiert.

Was nun?

"Mensch" hat übrigens keine weibliche Form. Ein weiblicher Mensch ist ein Mensch.

Stöbert man auf der Homepage der Labour Party,

so bezeichnen sie sich als Mitglied der "Party of European Socialists (PES)". Es ist mir ein Rätsel warum sie sich nicht so verhalten und keine eindeutige Stellung beziehen. Mir ist klar, dass in einigen Wahlkreisen von Labourabgeordneten mehrheitlich für den BREXIT votiert wurde. Aber das heißt doch nicht, dass man seine eigene politisch Identität aufgibt und sich nicht mit den Argumenten der Leave-Bewegung auseinander setzt. Mit dieser indiffenten Haltung können sie weder die eine noch die andere Seite überzeugen.

@ my comment (11:43)

"Wenn in Deutschland jedes Mal Neuwahlen wären sobald die verführerischen, verlogenen Versprechungen der Politik nicht eingehalten werden, ..."

Das Wetter und was es falsch macht, wird uns doch auch unterstündlich in den Medien gezeigt, eines der wichtigsten Themen am Tag, und wir richten uns danach aus, halten auch ein Schwätzchen drüber. Warum nicht zeitnäher am politischen Geschehen, besonders mit Diskussionen, aber auch mit Ausübung von Volkes Wille just-in-time - Hightech macht es möglich. Vier Jahre warten, das ist heute eine halbe Ewigkeit. Was im Bundestag, im Unterhaus oder Parlamento alle paar Tage möglich ist, geht auch allemal von zu Hause aus.

11:47 von Cosmopolitan_Citizen

«Das "first-past-the-post" Wahlsystem begünstigt in UK jene Kräfte, die eine relative Mehrheit erreichen, selbst wenn sie in Summe gegen die Mehrheit der Wähler stehen. Darauf gründet das Kalkül der Tories: die summarische Mehrheit in der Remain-Kräfte in der Bevölkerung aus Labour, Liberaldemokraten, Schottische National-Partei, Grüne und Plaid durch viele relative Mehrheiten in den Wahlkreisen auszuschalten.»

Ja, das ist wohl das Kalkül des Boris J.

Sogar nachvollziehbar, wenn man das brit. Wahlsystem zugrunde legt.
Gilt ja prinzipiell für alle anderen Parteien auch.

Dem kann man aber auf eine kluge Art und Weise entgegen wirken.
Nicht jede der Nicht-Tories-Parteien ist gezwungen, in jedem Wahlkreis einen eigenen Kandidaten aufzustellen. "Kräfte bündeln", um dann Stimmen auf einen "Lager-Kandidaten" vereinen.

Wird nicht in allen Wahlkreisen möglich sein.
Und bedarf kluger Kommunikation.

Bei den Hard-Brexiteers buhlen dann Boris J. + Nigel F.
Buhlen um die gleichen Wähler …

@WB0815 12:12

Dafür müssten bei Labour eben eine Mehrheit ihn stürzen und dies ist schwieriger als man es glaubt, er hat sehr viele Unterstützer in der Partei. Der Brexit ist sowieso nicht verhinderbar und ich finde man soll jetzt auch wirklich austreten. Die Zukunft spricht sowieso für Labour denn es wird einen Brexit ohne Deal am Ende geben und dieser wird in einem absoluten wirtschaftlichen Desaster für Großbritannien enden. Labour, Liberaldemokraten und andere No Deal Gegner werden mit dem Finger auf die Brexit Partei und Johnson und die Tories zeigen können und die werden dann letztlich untergehen, weil deutlich wird wie sehr Johnson und Farage die eigene Bevölkerung belogen haben.

12:09, Bernd Kevesligeti

>>von fathaland slim 11:45
In Turbulenzen gerät der Export,daß deutsche Geschäftsmodell.Es führt übrigens anders wo zu Arbeitslosigkeit und Kaufkraftverlust.<<

Wenn Deutschland den Bach runter geht, geht es dem Rest der Welt besser?

>>Aber was haben Sie mit den Interessen der "Arbeiterklasse" ?
Ihre Kommentare beweisen doch nur,daß Sie offenbar einen Bedeutungsverlust für die Bundesrepublik,die EU und so weiter fürchten.<<

Sie schätzen mich als deutschnationalen EU-Befürworter ein?

Interessant.

Die EU kann garnicht verlängern...

....ohne endgültig als Papiertieger dazustehen.
Johnson hat keine akzeptable Lösung für den Backstop, über was soll die EU mit ihm denn verhandeln? Am 31.10. muss Schluss sein, auch aus Sicht der EU.

Wird die EU gar nicht mehr gefragt?

Sie zoffen und zanken, basteln Gesetze, die niemand braucht und diskutieren den Nebenkriegsschauplatz Neuwahlen. Und bei allen Beschlüssen: geht der Verhandlungspartner, die EU bei der Kakkophonie überhaupt mit? Die wird doch gar nicht gefragt, die Briten beschäftigen sich nur mit sich selbst. DAS WICHTIGE lösen sie aber nicht: den Brexit. Hoffentlich ist mit dem Datum 31.10. der automatische Austritt besiegelt - es sei denn, das Parlament nimmt den ausgehandelten Vertrag noch an. ES REICHT.

Volk

Alleine das Wort „Volk“ ist nichtssagend.
Eine Kopfgeburt wie der Begriff „Gott“, auf den sich die Monarchisten beziehen, wenn sie die Legitimität ihrer Macht ableiten wollen.
Wie es keinen Gott gibt, gibt es kein Volk. Und wie es kein „Volk“ gibt, so gibt es keine „ Volksabstimmung“. Gäbe es sie, müßte sie immer eindeutig zu 100 % ausgehen, denn „ das Volk“ kann sich nur eindeutig verhalten. Deshalb waren auch Wahlen in der DDR demokratischer als in der BRD - demokratischer, aber sinnlos. Gesellschaft ist aber eine Ansammlung von Individuen, Gruppen und Klassen und eben kein „Volk“. Die Brexitgeschichte macht dies allzu deutlich: ein Ringen verschiedener bürgerlich - kapitalister Cliquen um den rechten Weg. Nichts, für fas sich ein Arbeiter interessieren muß!

@fathaland slim 12.09

Soviel zum tollen Instrument der Volksbefragung"
Ja, natürlich wenn man das "Volk" für unmündig hält und es mit Lebensmittelampeln u.ä, zu unmündigen Betreuungsbedürftigen macht... Bei S21 gab es eine, die sogar von der Grünroten Regierung akzeptiert wurde. Und in der Schweiz gibt es ständig welche, die der Demokratie sicher nicht schaden- im Gegenteil

andererseitz

Haben Sie diese Infos aus der Tagesschau? Wahrscheinlich. Dann kennen Sie ja auch sicherlich die "Atlantiker".

@Ist Wahr - 11:26

"Nicht nur Medien und Politiker betreiben ein Geschäft mit dem Übertreiben (diese Mücke ist ein Elefant, wer es nicht glaubt, lese mein Blatt), auch in Foren wird sehr gerne auf den Putz gehauen."

Für welches "Blatt" wollen Sie hier denn Schleichwerbung machen?
Doch nicht etwa die 4-Buchstaben-Postille.

es ist doch ganz klar, liebe*r DeHahn

Die Briten sind genauso auf Versprechen reingefallen, wie wir das alle Jahre immer wieder tun.
Und wir leben dann mit den Konsequenzen schlechter Politik und verschleuderter Milliarden. Gewählt ist gewählt.
Sorry GB.
Die Wahrsagekugel hat keiner parat, aber schön wird`s nicht.

Ganz simpel

Es wird Neuwahlen geben und alle Pro Brexit Parteien werden dadurch stärker, dass sie demnächst den harten Brexit durchsetzen können.

Der harte Brexit ist nicht mehr aufzuhalten. Johnson bereitet das auch so vor.
Das Drama geht nicht weiter sondern geht endlich dem Ende zu.

Ist ganz einfach und leicht zu verstehen.

@12:01 von Einfach Unglaublich

Schon mal.davon gehört, dass Zollanmeldumgen auch im Landesinneren vorgenommen werden?

Klar geht das. Wenn man ein Sperrlager für Zollgut und einen entsprechend zugelassenen Sachverständigen hat.

Hat aber nicht jeder, und lohnt sich auch nur, wenn man häufig viel solche Ware hat. Ansonsten muß man für jede einzelne Lieferung einen einzelnen Antrag beim Zoll stellen und die Lieferung persönlich abholen. Bei uns zB am Frankfurter Flughafen.

Ich kenne beides aus eigener Erfahrung.

@Bigbirl

"Volk
Alleine das Wort „Volk“ ist nichtssagend."

Wenn es nichts bedeuten würde, dann gäbe es dieses Wort auch nicht. Es gibt sogar eine Definition im Wörterbuch dafür.

um 12:01 von Einfach Unglaublich

"Schon mal.davon gehört, dass Zollanmeldumgen auch im Landesinneren vorgenommen werden?"

Geschäftliche Zollanmeldungen werden IMMER im Landesinneren vorgenommen.

Was aber dazu gehört ist die "Bestätigung" dass das Gut auch die Grenze überquert hat, sonst kann der Staat keine Zölle einziehen oder Quoten verteilen.

Und das ist die Vorlage der Zollfreigabe bei dem Grenzer.

Und das muss jeder Warentransport machen. Hier gibt es keine Stichproben.
Die sind für eine physische Kontrolle, wenn Zollbeamte wirklich in den Laderaum gehen.

@deutlich 12:30

In der Schweiz wird man aber bei den jeweiligen Volksbefragungen klipp und klar und vernünftig informiert. Ich kann es Ihnen garantieren, weil ich doppelter Staatsbürger sind und auch in der Schweiz wähle. In Grobritannien sind die Wähler fehlinformiert worden über die Nachteile des Brexits. Zu einer Volksbefragung gehört eine korrekte und ehrliche Information für Diejenigen die befragt werden. Dies hat bei Referendum 2016 nie stattgefunden.

Brexit und die Folgen

Was macht die EU eigentlich wenn nach einem harten Brexit viele tausend Briten als Wirtschaftsflüchtlinge auf den Kontinent kommen ?
Durch den Ärmelkanal kann man notfalls auch selber Schwimmen, da braucht man noch nicht mal einen bezahlten Schleuser mit Boot.

Die „üblichen Rituale“ haben ausgedient

„Bereits am Montag könnte Johnson den nächsten Anlauf auf Neuwahlen nehmen“

Könnte mal wieder eng für ihn werden:

„Zweidrittel des Unterhauses müssten dem Antrag zustimmen. Labour-Chef Jeremy Corbyn will erst mitziehen, wenn das Ausstiegsgesetz in Kraft ist. Andere wollen gar abwarten, bis der Premier den Aufschub beantragt“

Aber wie auch immer, ob es nun zu Neuwahlen kommt oder nicht („Und die Briten sind offenbar alles andere als wahlverdrossen: Allein in dieser Woche haben sich täglich mehr als 66.000 als Wähler registrieren lassen“), falls es zu Neuwahlen und Wahlkampf kommen sollte wird das alles Entscheidende sein, dass nicht nur die Liberaldemokraten klar und deutlich sagen, was sie wollen. Sondern alle, denen am Wohl aller Bürger statt an Macht gelegen ist.

Vor allem aber, dass dann diesmal die Bürger von allen, die ihre politische Verantwortung ernst nehmen aufgerüttelt statt „eingewickelt“ werden: Indem man ihnen die knallharten Fakten zum Brexit nur so um die Ohren haut.

von fathaland slim 12:24

Als "deutschnational" nicht.
Aber warum verknüpfen Sie Deutschland mit "dem Rest der Welt".Warum befürworten Sie so händeringend die EU ?

06. September 2019 um 12:27 von Grayhawk

"....ohne endgültig als Papiertieger dazustehen."

In behaupte, die EU muss sogar verlängern, wenn UK um eine Verlängerung bittet.

Natürlich kenne ich die Rechtslage nicht, aber für mich als absoluter Laie bedeutet eine Ablehung der Verlängerung einen Bruch des Karfreitagsabkommens.

Zumindest würde ich es so Auslegen.

Ich behaupte, will die EU dieses internationale Friedensabkommen nicht brechen, dann muss die EU zustimmen.

Was im Beitrag fehlt...

und zumindest nicht ganz korrekt dargestellt wird ist die Tatsache, dass selbst engste Corbyn und Labour-Berater inzwischen November als Wahlmonat vorschlagen. Da sähe Johnson nicht mehr so gut aus - entweder durch ein Versagen, weil er es nicht geschafft hat, oder durch einen harten Brexit, der ins Chaos geführt hat.

Außerdem hat Johnson zwar 40 Prozent im Vergleich zu Corbyn, aber "nur" 35 % Tories gegen 25% Labour. Die nächsten Wochen haben alle 21 Tory-Rebellen, die ausgeschlossen worden sind und die Oppositionsparteien Zeit, einen geeigneten Premierminister vorzuschlagen; mit Corbyn wird das natürlich nichts. Dann aber wären sie geeint und könnten gemeinsam das Schlimmste verhindern. Das fehlte m.E. im Beitrag, der nur fatale Argumente vorbrachte.

12:15 von dummschwaetzer

«Glauben Sie wirklich daran, dass die jungen von Twitter und Facebook geprägten Wähler der wohlstandsverwarlosten Y- und Z-Generation ihr "chillen" unterbrechen und sich auf den Weg ins Wahllokal machen. Hat man ja beim Referendum gesehen.
Nein, die werden wieder alle bei Twitter schreiben und den einen oder anderen Tweet liken. Das reicht ihnen für die Ausübung ihrer Demokratie.»

Ja, ja - "die Wohlstands-Verwahrlosten" der heutigen Jugend.

Eines der vielen Schlagworte, mit denen gewisse Kreise auch vor 100 Jahren schon "die Jugend" bezeichneten. Sollte man besser "beschimpften" sagen …?

Schon Kinder im Grundschulalter können sich u.a. bei den Kinder-Nachrichten bei "Tivi" darüber informieren, was Wahlen sind, und warum man wählen gehen sollte.

Machen "meine" Kinder gerne, gut Bescheid wissen sie darüber auch.
Auch steigt die Wahlbeteiligung in allen Altersstufen der Bevölkerung seit Jahren.

Erst recht "unter den Verwahrlosten" wird das bei der nächsten Wahl im UK so sein …

@Schabernack 12:22 - Wahlkoalition - das trifft exakt den Punkt

Eine Vereinbarung der politisch - zumindest in einem Thema - "verwandten" Kräfte, gemeinsam den jeweils aussichtsreichsten Kandidaten in einem Wahlkreis zu unterstützen, wäre die richtige und dazu demokratisch legitimierte Konter-Strategie gegen die Methode "Mache- aus-einer-Minderheit-der-Wählerstimmen- eine-Mehrheit-der-Sitze" von BoJo. Vergleichbar mit dem, was Farage als Vorschlag an Johnson gerichtet hat.

Dazu müssten aber Labour und Liberaldemokraten über ihre Schatten springen und vergangene Rivalitäten vergessen.

Als die LibDems unter Nick Clegg ihr Herzensanliegen eines "Alternative Vote" Systems (Mehrfach-Auswahl von Kandidaten in EINEM Wahlgang wie in Australien) 2011 in einem Referendum zur Wahl stellten, stimmte Labour seine Wähler auf "No" ein, nur um der Tory/LibDem Regierungskoalition eine Niederlage zu bescheren. Das sitzt noch tief.

Anyway: Wahlabsprachen, wie sie z.B. in F üblich sind, wäre der Weg, Johnsons Crash-Kurs zu stoppen.

re deutlich

"@fathaland slim 12.09

Soviel zum tollen Instrument der Volksbefragung"
Ja, natürlich wenn man das "Volk" für unmündig hält und es mit Lebensmittelampeln u.ä, zu unmündigen Betreuungsbedürftigen macht... Bei S21 gab es eine, die sogar von der Grünroten Regierung akzeptiert wurde. Und in der Schweiz gibt es ständig welche, die der Demokratie sicher nicht schaden- im Gegenteil"

Der user hat sich gar nicht gegen Volksbefragung grundsätzlich ausgesprochen, sondern gegen Volksbefragung, bei der komplizierte Sachverhalte auf Ja/Nein reduziert werden.

Dass ich mich durch eine Lebensmittelampel entmündigt fühlen muss verstehe ich nicht. Es liegt immer noch an mir, die zur Kenntnis zu nehmen oder nicht.

Brexit

UK: Wir wollen ein Einhorn!
EU: Einhörner existieren nicht, aber ihr könnt ein Pony haben.
UK: Wir wollen ein Einhorn!
EU: Wir haben doch bereits darüber gesprochen - ein Pony oder Nichts!
UK: Wir wollen das Pony nicht!
EU: Gut, dann eben Nichts.
UK: Wir wollen kein Nichts!
EU: Ihr versteht das nicht, oder?
UK: Wir brauchen mehr Zeit darüber nachzudenken!
EU: Über das Pony oder über das Nichts?
UK: Wir wollen ein Einhorn!

@12:15 Dummschwätzer

Bei Ihrer Wortwahl laufen Sie Gefahr, von manchem User das Etikett "jugenddiskriminierend" verpasst zu bekommen...
Und anscheinend kennen Sie andere junge Leute als ich: in meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis engagieren sich viele junge Leute...

@Bigbirl

Selbstverständlich gibt es DAS Volk, das althochdeutsche folc, also Volk bezeichnet einfach nur eine x-beliebige bewaffnete Kriegsschaar, die folgt!

Und JEDE Person, die ungeachtet(!!) ihrer ursprünglichen Herkunft diesen Kriegshaufen folgt, gehört zu diesen Volk dazu!

Ein Volk ist somit lediglich einfach nur die größtmögliche bewaffnete Herde des in Herden lebenden Homiden der Gattung Homo sapiens sapiens!

Aber weil wir Primaten der Gattung Homo sapiens uns aber selbstherrlich für etwas besseres als die anderen Tierarten halten, nennen wie unsere "Menschenherde" halt eben Volk!

So einfach ist das!

> 4. Jeder vernünftige Mensch

> 4. Jeder vernünftige Mensch sollte nun erkennen, dass diese Regierung nach dem endlosen Palaver augenscheinlich unfähig ist, das Problem zu lösen und dass diese Regierung zurückzutreten hat.

Neuwahlen hat ja auch schon May versucht. Die Mehrheitsverhältnisse danach waren auch nicht weiterführender.

Re 12:24 von Magfrad

"Die Zukunft spricht sowieso für Labour denn es wird einen Brexit ohne Deal am Ende geben und dieser wird in einem absoluten wirtschaftlichen Desaster für Großbritannien enden."
Aus welcher Kristallkugel haben Sie das? Überall in Europa geht es mit den Sozialisten steil bergab außer in Dänemark.
Außerdem geht es beim Brexit zuerst um Migration. Davon haben die Briten, die abgestimmt haben, die Nase voll.
Da sind vorübergehende wirtschaftliche Einschränkungen vollkommen egal. Da wir eh in Richtung Rezession marschieren kommt dann alles zusammen. Die Briten können dann zeigen das sie es besser als die EU können was angesichts der katastrophalen Geldpolitik der EZB keine Kunst ist.

Wenn man den Bock zum Gärtner macht...

Wenn eine kleine Minderheit den Bock zum Gärtner macht, sammelt der weitere Böcke um sich:
Ist der Kugelkopf Javid, Ex- Deutsche Bank Manager (" wer sich von uns faule Anleihen aufschwatzen ließ, ist selber schuld") wirklich der geeignete Finanzminister, wenn seine Mitstreiter laut dem dt. Magazin mit dem "S" bereits neue Fake- Cum Geschäfte aushecken?
Wird eine Priti Patel wirklich etwas gegen die schlechte Sicherheitslage in den Mittel/Nordenglischen Städten unternehmen, die einer der Hauptgründe der dortigen Bevölkerung waren, für den Brexit zu stimmen, oder wird sie sich auf den Ausschluss ach so bösen (weil fleißigen) Osteuropäer konzentrieren?

@Einfach Unglaublich - 11:33

"Keine Grenze zwischen EU Mitglied Republik Irland und UK Mitglied Nordirland geht natürlich sehr wohl - wenn einem das Karfreitagsabkommen etwas bedeutet. Auch ganz ohne Backstop!
Das Zauberwort heißt nachgelagerte, stichpunktartige Kontrollen im Landesinneren."

Nur regelt das Karfreitagsabkommen nichts über Grenzbestimmungen zwischen Nordirland und der Republik Irland. Sehr wohl aber das gemeinsame Schengen-Abkommen der EU, was zumindest für die EU-Mitgliedstaaten bindend ist.

Wenn Sie so auf Zauberworte setzen, dann könnte sich Ihr Wunsch erfüllen, wenn Irland aus Sympathie zu Boris und seinen Brexit-Strategen gleich mit aus der EU austreten würde.

Nur bin ich davon überzeugt, dass die Regierung in Dublin europäisch denkt und diese Empire-Romanze ebenfalls mit großer Skepsis sieht.

@um 12:19 von fathaland slim

"Ich (63) fühle mich aber gar nicht diskriminiert. Was nun?"

Nichts. Vielleicht essen Sie keine Butter auf ihren Broten?

"'Mensch' hat übrigens keine weibliche Form. Ein weiblicher Mensch ist ein Mensch."

Ein weiblicher Mensch ist eine Frau. Zumindest, wenn Sie älter ist.

@12:30 deutlich

Wissen Sie, es gibt Fragestellungen, die eignen sich für ein Referendum, und Fragestellungen, die kann man dadurch nicht voranbringen. Das Brexit-Referendum ist für letzteres ein eindrucksvolles Beispiel: Es beginnt damit, dass Cameron das Referendum ansetzte, um politisch den eigenen Kopf zu retten, nicht weil er wirklich einen vernünftigen Prozess über GBs EU-Zugehörigkeit intendierte; es geht weiter damit, dass die Materie viel zu komplex für eine einfache 2-Varianten-Befragung ist, weshalb der manipulativen Verfälschung durch Johnson(!), Farage u.a. Tür und Tor geöffnet wurde. Und zu guter letzt haben Parlament und Regierung in drei Jahren (!) keine Umsetzung hinbekommen - Zeit, der Bevölkerung zu sagen: "Sorry, das Referendum war nicht in sinnvolle Politik umzusetzen; wir brauchen differenzierte Voten." Dafür gibt es mehrere Elemente: Neuwahlen, in denen sich die Parteien eindeutig positionieren können; eine Reihe von Referenden - eines reicht nicht, wie man sah.

11:05, dummschwaetzer

>>Nein, der eigentliche Demokrat ist Boris Johnson, die anderen dieses Parlaments wollen mit Taschenspielertricks seit 3 Jahren den Austritt verhindern und den Willen des Volkes konterkarieren.

Das Parlament könnte doch den ausgehandelten Vertrag anerkennen, dann haben sie einen Deal. Ansonsten....no Deal.<<

Ihnen ist aber nicht verborgen geblieben, daß der eigentliche Demokrat, wie Sie ihn titulieren, im Parlament immer gegen den ausgehandelten Deal, und damit gegen die Regierung, die ja von seiner Partei gestellt wird, gestimmt hat?

Mit solchen eigentlichen Demokraten braucht man keine Opposition.

12:30 von deutlich

@fathaland slim: «Soviel zum tollen Instrument der Volksbefragung.»

«Ja, natürlich wenn man das "Volk" für unmündig hält und es mit Lebensmittelampeln u.ä, zu unmündigen Betreuungsbedürftigen macht...»

Da quäle man das Volk doch besser mit Zutatenlisten + Nährwerttabellen in Schriftgröße "4", auf dass es weiterhin möglichst mündig bleibe. Und möglichst viele der mündig Lesenden in möglichst jungen Jahren möglichst viele Lesebrillen kaufen (müssen) …

«Und in der Schweiz gibt es ständig welche, die der Demokratie sicher nicht schaden- im Gegenteil.»

Die Schweiz, die CH, die CH.

Die Schweiz ist "ein Sonderfall" hinsichtich der Direkten Demokratie. "Historisch gewachsen", nicht so ohne weiteres auf beliebige andere Länder zu übertragen.

Dazu kommt, dass ein soches Käpt'n Blaubär + Hein Blöd "Referendum" wie das zum Brexit im UK 2016 in der CH allenfalls als Sketch auf einer Comedy-Bühne tauglich wäre.

Frage war: "Gehen wir noch woanders hin?"
Frage war nicht: "Wohin ?" …

@12:01 von Einfach Unglaublich: Warenkontrollen

Die Ausfuhren können im Inland bearbeitet werden, aber nicht die LKWs, die Waren ins Land bringen.

Daher braucht der Hafen in Dover zur Abfertigung der LKWs nach einem No-Deal-Brexit 8000 zusätzliche Zollbeamte.

Am Hafen Dover sind bisher 200 Beamte im Einsatz, die pro EU-LKW etwa 2 Minuten benötigen. Nur die 4% der LKWs werden gründlich kontrolliert, die aus Nicht-EU-Staaten kommen.

In Zukunft wird die Abfertigung jedes LKWs in Dover ca. 20 Minuten brauchen und es müssen alle 10000 LKWs kontrolliert werden, die pro Tag ankommen.

12:22 schabernack - taktisches Wählen

"Nicht jede der Nicht-Tories-Parteien ist gezwungen, in jedem Wahlkreis einen eigenen Kandidaten aufzustellen. "Kräfte bündeln", um dann Stimmen auf einen "Lager-Kandidaten" vereinen."

Eine Lösung. Sicher, aber die egoistischen Motive, Eitelkeiten von Kandidaten bei einem Personen-Mehrheitswahlrecht stehen dem praktisch entgegen.

Mitdenkende, aufgeklärte Demokraten würden sich vorab o. zumindest in der Wahlkabine informieren, wer da auf dem Wahlschein steht und dann für den erfahrungsgemäß aussichtsreichsten Non-Brexit-Kandidaten stimmen, damit der die beiden rechten Brexiteers (Tory&Farage-Partei) aussticht.

Wie die Sachsen-Wahl wieder mal gezeigt hat, ist das leider ein Wunschtraum. Dort haben sich trotz Zurückhaltung der demokrat. Erststimmenkandidaten (die nicht zur Wahl des "Favoriten" aufgerufen hatten) die demokrat. gesonnenen Wähler nicht den aussichtsreichsten, sondern den der eig. polit. Überzeugung gewählt.

Resultat: AfD gewann leider 8 Direktmandate zusätzlich.

12:30, deutlich

>>@fathaland slim 12.09
Soviel zum tollen Instrument der Volksbefragung"
Ja, natürlich wenn man das "Volk" für unmündig hält und es mit Lebensmittelampeln u.ä, zu unmündigen Betreuungsbedürftigen macht... Bei S21 gab es eine, die sogar von der Grünroten Regierung akzeptiert wurde. Und in der Schweiz gibt es ständig welche, die der Demokratie sicher nicht schaden- im Gegenteil<<

Sie haben die Problematik, die ich beschrieb und deren Beschreibung ich mit dem von Ihnen zitierten Satz abschloss, offensichtlich nicht ansatzweise verstanden. Oder Sie wollen sie nicht verstehen, was ich aufgrund Ihrer Wortwahl für wahrscheinlicher halte.

S21 ist übrigens ein ganz, ganz schlechtes Beispiel für die Vorteile einer Volksabstimmung. Da ist der Schaden angerichtet und nicht mehr rückgängig zu machen. Gäbe es eine erneute Abstimmung, dann sähe das Ergebnis im Lichte dessen, was man heute weiß, mit Sicherheit ganz anders aus.

Tatsächlich gibt es aber

Tatsächlich gibt es aber genau diese drei möglichen Szenarien. Also gibt es zwei Abstimmungen:
1. ja/nein
2. mit/ohne Vertrag

Die Briten denken

vielleicht, dass Boris Johnson eine gewisse Ähnlichkeit mit Winston Churchill hat, und seiner Sturheit die Briten vor seinen Gegnern mit Hilfe der USA rettet.

Leider gibt es dann doch ein paar kleine Unterschiede, der wichtigste ist wohl, dass Mr. Churchill sehr klar gesagt hat das sein Weg sehr hart für die Bevölkerung wird. Und nachdem er selbst von den Vereinigten Staaten von Europa nach dem Krieg geträumt hat, dürfte gerade diesem Staatsmann von einem Boris Johnson in dem Straßengraben als willkommene alternative zu einem Brexit erschienen sein.

Unter diesem Umständen würde Churchill der EU wohl raten, auf eine Verlängerung zu pfeifen und es auf die folgen ankommen zu lassen...

@Bernd Kevesligeti um 12:09Uhr

Wenn ich Ihre Kommentare zusammenfassen darf, dann ist also letztlich der deutsche Export die Quelle allen Weltübels, oder? Haben Sie sich schonmal die Frage getellt, WARUM manche deutsche Waren im Ausland begehrter sind? Glauben Sie wirklich, daß das nur am Preis liegt? Wenn man dn deutschen Export verbieten würde, wie glauben Sie, daß das Lohnniveau gehalten wird und die gestiegene Zahl an Arbeitslosen finanziert wird? Durch Enteignung oder "real existierenden Sozialismus"? Nennen Sie dann auch einen Grund, warum ein ausländisches Erzeugnis gekauft werden sollte! Ich frage mich, ob Sie die Hintergründe des labels "made-in germany" kennen und wie wenig wirksam sie waren?

> Die EU weigert sich nicht.

> Die EU weigert sich nicht. Sie wartet auf die Vorschläge, was verhandelt werden soll.

> Die natürlich nicht kommen, weil BJ keine hat.

Die einzige realistische Alternative zum Backstop, die von der EU im jetzigen Zustand der Verträge angenommen werden könnte, ist die ursprünglich anvisierte Zollgrenze in der Irischen See, mit Nordirland als separater Zollzone.

Die kann aber Johnson erst auf den Tisch legen, wenn das Platzen der Regierungskoalition mit der nordirischen DUP, die strikt dagegen ist, ihn nicht mehr stoppen könnte.

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