Ihre Meinung zu: Johnson trifft Tusk: Ohne Brexit-Ideen, aber mit Drohungen

26. August 2019 - 7:02 Uhr

Am Rande des G7-Gipfels haben sich der britische Premier Johnson und EU-Ratspräsident Tusk getroffen. Einziges Thema: der Brexit. Johnson will bei einem No-Deal-Szenario offenbar Zahlungen an die EU kürzen.

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Kommentare

Ohne Brexit-Ideen, aber mit Drohungen

... nicht nur zwischen der EU und dem britischen Premier Johnson.
Die ganze sogenannte Wertegemeinschaft ist keine Gemeinschaft und erst Recht nicht steht sie für gemeinsame Werte.
Dafür muß man nicht tagein und tagaus Herrn Trump bemühen. Es reicht allein schon das Gehacke der EU-Länder
untereinander.
Erpressen, Drohen und Sanktionieren und das auch untereinander prägt inzwischen das tägliche Bild des Wertewestens.

rer Truman Welt

Ich befürchte, diese Meldung ohne Neuigkeit werden wir in den ca. nächsten 6 Wochen noch häufiger lesen müssen. Ich schätze, in der 2. Oktoberhälfte wird zumindest der Johnson Spuk vorbei sein.
Bei aller Trockenübung zum No-Deal-Brexit (ich bleibe dabei -> der nicht kommen wird!), sollte die sich EU jetzt endgültig auf 2 Fragen konzentrieren und beantworten:
1. Für welche Zeit ist die EU - ich hoffe dann definitiv ein letztes Mal, weil ein Zustand wie jetzt der Wirtschaft einfach nicht mehr länger zumutbar ist ( -> lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!) - bereit, einen Austritt zu verschieben und unter welchen konkreten Bedingungen?

2. Aussperrfrist -> wenn ein Mitglied die EU verlassen hat, wann ist frühestens ein erneuter Beitritt - wenn überhaupt - wieder möglich.
Beides halte ich für sehr wichtig und wichtiger als weitere unnütze Treffen mit Johnson. Die EU sollte nicht darüber anfangen nachzudenken, wenn bereits eine Antwort erforderlich ist.

" Johnson wiederholte in

" Johnson wiederholte in einem Interview mit dem britischen Fernsehen zudem Drohungen, im Fall eines ungeregelten Brexit noch ausstehende Zahlungen an die EU kürzen. "
Da die BRD schon den Nettozahleranteil Grossbritanniens übernimmt, sollte ins Auge gefasst werden die ausstehenden 30 Milliarden ebenfalls zu übernehmen. Die BRD ist ein reiches Land und die Steuerquellen werden in naher Zukunft sprudeln (durch CO2- & Fleischsteuer).

Back-Stop

Es ist völlig richtig das der Back-Stop das größte Streitthema zwischen EU und GB ist. Immerhin hat die EU hier gezeigt, dass es die Bedürfnisse seiner Mitglieder höher wertet als die Interessen eines bald nichtmehr Mitgliedstaates, egal was man dafür bietet. Es ist in Irlands Interesse, das zusammen mit Schottland wohl am wenigsten vom Bexit hält. Ich hoffe die britischen Politiker in London öffnen die Augen und blasen diesen ganzen Murks ab.

Wer sitzt am längeren Hebel?

Wenn GB nicht zahlt, gibt es sicher 1001 Möglichkeiten für die EU, das Geld auf indirekte Weise einzufordern bzw. einzusparen oder den Briten das Leben auf die eine oder andere Weise schwer zu machen.
Herr Johnson, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Die Backstop-Regelung wurde

Die Backstop-Regelung wurde von der Vorgänger-Regierung unter May und der EU verhandelt.
Offensichtlich zeichnet sich dafür keine Mehrheit im britischen Parlament ab.
Johnson ist der gewählte Premier. Und Nordirland noch immer ein Teil von GB.
Ob richtig oder falsch, die EU hat sich aus den Entscheidungen eines souveränen Staates rauszuhalten. Wenn dieser keinen Teil seines Landes unter EU-Kontrolle haben möchte, dann hat die EU dieses zu akzeptieren.
Wie stellt man sich das vor? Nur damit es keine Grenze zu Irland gibt, zieht man eine zwischen Nordirland und GB?
Wenn man die nicht will, bleibt nur der harte Brexit.

Nein, das will ich aber nicht. ..

Wenn ich etwas Besseres haben will, dann muss ich auch sagen, was ich überhaupt haben will.
So ist das im Leben! Aber Johnson sagt dauernd, was er nicht will, weiß aber selbst nicht, was er will. Wie ein Kind in der Trotzphase. ..

Wie kann man nur so stur sein wie

Einmal abgestimmt und jetzt mit dem Kopf durch die Wand. Typisch britisch. So viele Briten möchten noch einmal abstimmen über den Brexit und dem Horror ein Ende machen.
Also bitte.
Frau May musste gehen und hat am Ende noch geweint.
Backstopp hin oder her, am besten ist eine neue Abstimmung beim Volk.

re neutralewelt

"Wie stellt man sich das vor? Nur damit es keine Grenze zu Irland gibt, zieht man eine zwischen Nordirland und GB?
Wenn man die nicht will, bleibt nur der harte Brexit."

Ein Äppel und Birnen Vergleich.

Eine ZOLLgrenze in der Irischen See wäre eine rein administrative Grenze ohne die geringste Auswirkung auf die Menschen in Irland und Nordirland und auf ihr alltägliches Leben.

Dass es diese Lösung nicht gibt hängt doch nur daran, dass die komplette britische Regierung von 10 DUP Abgeordneten gegängelt wird.

Johnson und der Brexit

Es gab eine Zeit im Leben des Boris Johnson, da hat er für! den Backstop gestimmt!!!!!
Aber wie so oft und wie bei vielen Entscheidungen, er hat es doch einfach vergessen!
Er ist eine Luftnummer, das sollte man nicht vergessen. Er spielt einfach nur das blame game, ganz wie Trump.

Top Plan

Johnson könnte sich viel Ärger sparen, indem er einfach Schottland und Nordirland die Wahl ermöglicht der Republik Irland beizutreten.

Da selbst den Nationalisten das Verhalten von London zu doof ist, hat sich danach das Backstop Problem ganz von alleine gelöst haben.

Das einzige was er damit getan hätte, wäre das Unausweichliche zu beschleunigen, denn weder die Schotten noch die Nordiren werden nach dem Brexit lange die Füsse still halten; denn beide sind sehr gerne in der EU und wollend das auch bleiben.

@Bürokratenchinese

Ich sehe es auch so, dass
eine aktuelle Abstimmung
durch das britische Volk
die richtige Lösung wäre.Aber Johnson wird ganz sicher nichts veranlassen, was seine derzeitige Machtposition schwächen könnte. Die Mehrheit der Briten nimmt es offensicht-
lich ohne Proteste so hin.

Hallo Neutrale Welt,

Stimme ihnen voll zu.
Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleiben soll, bis eine andere Lösung gefunden ist, die Kontrollen überflüssig macht. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten. Durch den Backstop soll GB dauerhaft an die EU gebunden bleiben, denn eine Lösung ist nicht abzusehen. Eine eigenständige Handelspolitik wäre so unmöglich.
Und mit der Zollunion ist gleichzeitig auch die Personenfreizügigkeit verbunden, eines der Hauptpunkte warum so viele Briten für einen Austritt sind.

Backstop

Der Backstop wurde entwickelt, um Nordirland entgegen zukommen. Es könnte zu Unruhen kommen und alte Rivalitäten heraufbeschwören. Das würde ausgiebig in der Presse beschrieben. Wir erinnern uns ja hoffentlich noch an die IRA. Das ist ein dringendes Problem, das Johnson wohl nicht bewegt. Ihm bewegt nur sein eigenes Machtgehabe, oder besser Machtgelabber...

Irland

Am besten wäre es, wenn GB die Kolonialherrschaft in Nordirland beenden würde. Inzwischen sehen nicht nur die katholischen Nordiren die Wiedervereinigung als eine gute Lösung an.

Brexit und backstop

Ich hätte mal folgende Fragen, die ich noch nicht gehört habe:
a. Wenn Schottland unabhängig würde, gäbe es eine weitere Grenze mitten durch England. Da wäre es schon wichtig, sich mit dem Thema Grenze auseinanderzusetzen.
b. Jeder in Mensch, der in Nordirland geboren wurde, kann die irische Staatsbürgerschaft beantragen. Das wären dann EU Bürger. Weiter - was schon im Gange ist - kann jeder Engländer mit irischen Vorfahren die irische Staatsbürgerschaft beantragen. Wie groß ist dann jener Teil der englischen Bevölkerung, die EU Bürger sind? In Schottland sollen es recht viele sein wie mir ein schottischer Bekannter gesagt hat.

So ist das eben mit den Populisten

Sie haben keine Pläne und schon gar keine Lösungen, aber dafür Sprüche und Drohungen die an den Stammtischen ihrer Wähler gut ankommen. Und nach ihnen die Sintflut. BJ ist ein kleiner Trump nur dass er keine Wirtschaft in der Größenordnung der USA im Rücken hat.

Die EU sollte in den sauren Apfel beißen, und

das UK ohne weitere Verhandlungen ziehen lassen. Denn die Sache läuft ja immer gleich ab: May und Johnson verkünden nur, was sie auf keinen Fall akzeptieren (Red Lines von PM May), dann eiern die Verhandlungen darum herum, es wird ein Backstop vereinbart und unterschrieben, das Parlament ratifiziert das nicht.

PM Johnson, der Hauptinitiator des ganzen Brexit-Rummels, stellt den Backstop als EU-Finte dar, ohne die geringste Andeutung, wie er das Grenzproblem NI/RoI lösen will, das auch noch durch das Karfreitagsabkommen zwischen UK und RoI kompliziert wird.
Er hat auf dem G7 verkündet, dass er ja keinen No Deal wolle!, aber wenn die "Halsstarrigkeit der europäischen Freunde" dies erfordere, wäre der No Deal auch kein Problem für das UK.

Das heißt, die Schuldzuweisung an die EU wird die EU auch durch immer weitere Verhandlungen und Austrittsverlängerungen nicht vermeiden können; jedes weitere Entgegenkommen verlängert nur die Periode der Unsicherheiten und ist Ressourcenverschwendung.

@"Neutrale"Welt

1. GB ist immer noch Mitglied der EU und sie haben in den Beitrittsverträgen gewisser Einflussnahme zugestimmt

2. selbst wenn sie den Postaustritt als Istzustand annehmen für ihre Aussage, ist sie immer noch falsch; denn ob es GB gefällt oder nicht, die Republik Irland bleibt in der EU. Sollte es aufgrund eines NO-Deal oder einer Aufweichung des Backstop zu geschlossen Grenzen und in Folge dessen zu Grenzkonflikten an der inneririschen Grenze kommen, ist ein EU-Mitglied direkt betroffen und somit geht es die EU sehr wohl etwas an.

3. Warum sollte die EU noch mehr vor Johnson kuschen? Wen sie noch mehr entgegen kommt als ohnehin schon, ist der Verlust der Glaubwürdigkeit viel schlimmer als eine NO-Deal.

Johnson hat seine Politkarriere zwar auf Clownerie aufgebaut und ist damit immer durchgekommen, dass hat aber nur geklappt weil er sich nie um echte Probleme kümmern muss.

Dieses mal wird er kräftig auf die Schnauze fallen.

@ KarlderKühne

Sie haben es leider genau so wie die Britten nicht verstanden.
Die Zollunion würde eben KEINE Personenfreizügigkeit beinhalten.
Das wäre die Wirtschaftsunion, die man z.B. mit Norwegen und der Schweiz hat.

Brexit

Wie lange soll dieses kindische Verhalten der Engländer und der EU eigentlich noch weitergehen.
Die EU verliert doch mit diesem Kinderkram noch ihr letztes Ansehen bei den Bürgern.
Das was da veranstaltet wird gleicht einem
Kindergarten zu 100 %
Fakt ist doch: England möchte raus.
Ein Austrittabkommen ist ausgehandelt.
Schlimm ist England bringt keine Angebote
zum "Backstop"
Wir möchten immer wieder Vorschläge bekommen, die aber nicht kommen.
Und dann wird seitens der Engländer noch gedroht.
Arme , Arme EU
Einfach Datum benennen bis wann Vorschlag zum Backstop bei der EU vorliegen muss ansonsten ist am nächsten Tag England frei und aus der EU raus.
Ende der Debatte.

Mr. Brexit, glauben Sie wirklich, daß...

...die EU sich von Ihren lächerlichen Drohungen einschüchtern lasse?

---

Es ist schon mehr als dreißt was Mr. Brexit so alles fordert.
Mit seiner Drohung Zahlungen einfach nicht nachzukommen wird ihm aber auch nicht sein Ziel näher bringen.
Seinen Backstop wird er sich nicht mit dieser lächerlichen Summe erkaufen können.

Ich habe mittlerweile kaum noch Hoffnung, daß die Briten in der EU bleiben werden.
Dafür ist der ganze Prozess schon zu weit vorangeschritten u. zudem verfahren.
Und bis zum 31.10. sind es noch etwas mehr als 2 Mon.
Was die Briten nicht in den letzten 2 J. geschafft haben, werden sie bestimmt nicht in 2 Mon. schaffen.

Mr. Brexit, verlassen sie ruhig die EU u. machen sich dann von Mr. USA abhängig.

Ich weiß nur nicht, ob diese Abhängikeit so viel besser ist, als die Mitgliedschaft mit Ihren direkten Nachbarn.

P.S.:
Sie wissen schon, daß Mr. USA max. nur 2 Wahlperioden im Amt sein wird?
Wer weiß wie freundlich der nächste Präsident sein wird?!

@08:29 von Tarek94

Da die BRD schon den Nettozahleranteil Großbritanniens übernimmt ????

Können sie das irgend wie belegen/beweisen ?

Die BRD ist ein reiches Land und die Steuerquellen werden in naher Zukunft sprudeln (durch CO2- & Fleischsteuer)

Auch hierzu bitte Belege beibringen und keine , leeren, Behauptungen aufstellen.

Warum

Hier verstehe ich das "demokratische" verhalten von Premierminister nicht.
Will er alleine, ohne Zustimmung, ein Land in ein mögliches Chaos bringen.
Brexit OK, aber so?
Diese Entscheidung, mit gerademal 52% Beführworter?
Das zerreißt das Land, den ich glaube nicht an die Geduld der Menschen in GB.
Das ist ja wie eine Kriegserklärung ans eigene Volk.

@ 08:40 von imalipusram

100% richtig
GB wird es schon merken das dass ,sollte es so kommen, ein Fehler ist.

um 08:29 von Tarek94

"Da die BRD schon den Nettozahleranteil Grossbritanniens übernimmt..."

Das belegen Sie doch erst einmal, bevor Sie sowas behaupten! Das ist nämlich totaler Blödsinn!

Johnson soll ruhig seine Schulden nicht bezahlen! Großbritannien benötigt nach einem No-Deal-Austritt nur dummerweise unbedingt einen neuen Handelsvertrag mit der EU, welche immerhin GBs wichtigster Absatzmarkt ist. Wie er den dann begründen will, wird mit Sicherheit spannend.

@um 09:13 von Crossbow

"So ist das eben mit den Populisten … Sie haben keine Pläne und schon gar keine Lösungen, aber dafür Sprüche und Drohungen die an den Stammtischen ihrer Wähler gut ankommen."

Die Verwendung des Wortes "Populisten" für alle unsympathischen Strömungen ist mittlerweile inflationär abgenutzt.

Nach Ihrer Definition sind CDU/CSU ebenfalls Populisten: Deren Wahlkampf wird seit Jahren über das Schüren von Ängsten über die Initiierung von "Rote/Braune/Blaue-Socken-Kampagnen" durchgeführt. Und gerade bei Stammtisch-Parolen sitzt die CSU wohl mit in der ersten Reihe.

re karlderkühne

"Und mit der Zollunion ist gleichzeitig auch die Personenfreizügigkeit verbunden"

Leider völlig falsch. Wo soll denn da das Junktim sein?

um 08:51 von Jacko08

"Aber Johnson sagt dauernd, was er nicht will, weiß aber selbst nicht, was er will."
Genau! Und er muss endlich noch mal die Briten befragen, was sie jetzt wollen. Die Zeit der letzten Abstimmung war schon vor über 2 Jahren und da hat sich in der Politik viel verändert.

Beate123, 09:11

Wenn Schottland unabhängig würde, gäbe es eine weitere Grenze mitten durch England.

Seit wann liegt Schottland in England?

Auflaufen lassen

Mr. Johnson sollte man nun nach seinen angekündigten alternativen Vorschläge für die Backstop Lösung fragen und - wenn er da leider keine hat, was zu erwarten war- ihn auflaufen lassen. Der britischen Öffentlichkeit muss das transparent gemacht werden, dass sein „Verhandlungsangebot“ ein Bluff ist. Das Parlament in GB hat bereits klargemacht, dass es seinen Kamikaze Kurs nicht mittragen wird. Was bleiben wird, sind Neuwahlen und damit verbunden eine neue Abstimmung über den Brexit an sich. Und die kürzeste Amtszeit eines Premiers in GB. Hoffentlich.

Herrn Johnson steht das Wasser zwar bis zum Hals,...

...was ihn nicht davon abhält, kräftig Wellen zu schlagen. Sein Erpressungsversuch, die im Raum stehenden 39 Mrd. Pfund nicht in voller Höhe zahlen zu wollen, wirkt reichlich hilflos, zumal die EU-Länder diese Summe letztlich, ohne nachher finanziell am Stock zu gehen, verkraften würden.
Auch ich wiederhole meine mehrfach geäußerte Überzeugung:
In absehbarer Zeit wird es keinen Brexit geben; und damit wäre auch das avisierte Handelsabkommen “zwischen Johnson und Trump“ ohnedies vom Tisch.

@um 09:25 von mac tire

"Können sie das irgend wie belegen/beweisen ?"

"Auch hierzu bitte Belege beibringen und keine , leeren, Behauptungen aufstellen."

Bitte unterlegen Sie in Zukunft ebenfalls jede Ihre Behauptungen mit Beweisen oder Quellenangaben. Schließlich wollen wir doch alle auf der Promotionsebene diskutieren.

Übrigens ist die Aussage "Die BRD ist ein reiches Land und die Steuerquellen werden in naher Zukunft sprudeln (durch CO2- & Fleischsteuer)" als eine ironische oder sogar eher schon sarkastische Aussage anzusehen. Versuchen Sie einfach mal zwischen den Zeilen zu lesen.

...in einem Gespräch zwischen Tusk und Johnson, in dem unentwegt konträre Meinungen von doch sehr schwerwiegender Bedeutung ausgetauscht werden?
Wenn man damit meint, die beiden Herren seien sich nicht gegenseitig an die Kehle gesprungen, kann man das freilich positiv bewerten...

@Tarek94

Soll man ihren Beitrag als Satire sehen...oder wollen sie Deutschland verunglimphen, indem sie das Land als deppert darstellen...über den Beitrag von GB - wenn er denn ausfallen würde - gibt es lediglich Diskussionen...u.a. auch ob man das Defizit durch Einsparungen im EU-Haushalt ausgleichen kann...Deutschland als Melkkuh zu denunzieren, finde ich frech...insbesondere deshalb, weil sie ihren Beitrag wohl selbst ja nicht ernst nehmen. Aber was soll das dann?

09:11 von Beate123

«Wenn Schottland unabhängig würde, gäbe es eine weitere Grenze mitten durch England. Da wäre es schon wichtig, sich mit dem Thema Grenze auseinanderzusetzen.»

Sei allen Brexiteers täglich vor der Orangen-Marmelade aufs Frühstücks-Brötchen geschmiert …

Im UK hat es keine schriftlich nieder gelegt Verfassung. Dennoch denke ich nicht, dass SCHO ein Referendum über die eigene Unabhängigkeit gegen den Willen von ENG (der 2 anderen Landesteile) erzwingen könnte.
Eine Frage, die momentan eher theoretischer Natur ist.

«Jeder Mensch, der in Nordirland geboren wurde, kann die irische Staatsbürgerschaft beantragen. Das wären dann EU Bürger … [und] kann jeder Engländer mit irischen Vorfahren die irische Staatsbürgerschaft beantragen.»

Zu dieser Frage müsste man die Details des Staatsbürgerschaftsrechts im UK kennen (ich kenne sie nicht).

Erlaubt GB doppelte Staatsbürgerschaft in diesen Fällen?
Sonst hapert es nach dem Brexit u.U. an der Niederlassung im UK.
Für die, die Iren werden …

re zeitungs-ente

"Übrigens ist die Aussage "Die BRD ist ein reiches Land und die Steuerquellen werden in naher Zukunft sprudeln (durch CO2- & Fleischsteuer)" als eine ironische oder sogar eher schon sarkastische Aussage anzusehen."

Der Sarkasmus endet da, wo Sie die Stammtisch-Parole bedienen, Deutschland würde sinn-und ziellos Milliarden für die EU verschleudern.

@ DB_EMD, um 09:29

re 08:29 von Tarek94

Nun lassen Sie Tarek94 doch mal einen etwas derberen Scherz durchgehen :-).

Herr Johnson scheint die EU zu unterschätzen.

Sollte er Gelder kürzen, könnte die EU ihm Probleme bereiten. Dass Trump ihm Offerten macht zeigt, dass er aktiv an der Schwächung der EU arbeitet. Gibt es, unter diesen Vorzeichen, die transatlantische Freundschaft überhaupt noch, oder hat Trump mittlerweile alles zerdeppert? Ich bin froh, wenn seine Amtszeit vorbei ist! Die Briten haben sich selbst sehr geschadet und die Hälfte der Bürger von GB sind schlau genug, dies jetzt schon zu begreifen!

Sollte Johnson seine Drohung wahr machen,

sollte die EU GB mit Sanktionen belegen, denn das ist eine bodenlose Frechheit!

@ landart, um 09:45

re Tarek94

Montagmorgen - und es darf trotzdem geschmunzelt werden...
“...Deutschland als Melkkuh denunzieren...“ ist ja als Antwort auch sehr salopp formuliert.

UK wird früher oder später

UK wird früher oder später ein Handelsabkommen wollen und gar nicht um die Zahlungen herum kommen, wenn die EU mitspielen soll. Und selbst bei den WTO-Schedules könnte sich die EU quer stellen. Und Strafzölle oder Druck auf andere Länder, bei Abkommen nichts zu überstürzen gäbe es im Extremfall auch. Aber was hat UK in der Hand? Verpflichtungen nicht nachzukommen würde nicht gerade für ihre Seriosität werben. Wollen sie wirklich damit ein Spiel spielen, das nicht zu gewinnen ist? Und ihren Ruf noch mehr ruinieren? Als nicht vertrauenswürdig das neue Leben ohne EU anzufangen ist sicherlich nicht die klügste Idee.
Klar, es geht bei so Aussagen wohl mehr um die eigenen Wähler. Aber irgendwann könnte es ernst werden. Und dann, Johnson?

@ 08:59 von karwandler

"Eine ZOLLgrenze in der Irischen See wäre eine rein administrative Grenze ohne die geringste Auswirkung auf die Menschen in Irland und Nordirland und auf ihr alltägliches Leben."
.
Aha.
Toller Vorschlag. Und wie stellen Sie sich den konkret vor?
Ein souveränes Land, die eine Hälfte zahlt Zölle, die andere nicht? Zahlt Nordirland dann auch Zölle, wenn es Waren nach GB liefert? Oder kauft dann Nordirland zollfrei für GB ein?
Wer kontrolliert das? EU-Patrouillenboote? Oder wer?
Eine Grenze zwischen zwei unabhängigen Staaten ist das natürlichste der Welt. Wie man damit umgeht sollte man den direkt Beteiligten überlassen.

Was will Boris?

Wir wissen, dass Johnson den Backstop nicht will. Wir wissen auch, dass ein Argument für den Brexit immer die "Rückgewinnung der Kontrolle über die eigenen Grenzen" war. Andererseits möchte man keine Grenzkontrollen in Irland. Wie man diesen Widerspruch, nämlich Kontrolle in Dover aber keine Kontrolle in Irland lösen will, darüber schweigt sich GB konsequent aus. Wer einfach den Backstop streicht, hat eben keine Kontrolle, sondern ein Schmugglerparadies. Oder warum soll jemand z.B. in Dover bzw. Calais Zoll bezahlen, wenn man in Irland einfach ex- und importieren kann?
Im Unterhaus gab es eine große Zahl von Abstimmungen, die uns gezeigt haben, was GB alles nicht will. Darunter war jeder Vorschlag, den ich mir vorstellen kann.
Jetzt müsste Johnson mit einer neuen Idee um die Ecke kommen, die dann auch noch durch das Unterhaus geht.
Mir fehlt schlicht die Vorstellungskraft, was die Brexit-Freunde eigentlich wollen.

Ausgehandelten Vertrag bis

Ausgehandelten Vertrag bis Oktober unterschreiben (wie er ist) oder raus (mit allen Konsequenzen). Feierabend!!!

@von harry_up

re Tarek94
Scherze in dieser Form sind doch Methode...wenn sie aber so derb sind, wie dieser Beitrag sind sie auch nicht mehr witzig. Selbst ihre "bystander" Aktion kann das nicht mehr mildern...ist vielleicht selbst Methode?

Ohne Brexit Ideen,aber mit Drohungen?

Wenn Drohungen Ideen ersetzen, ist zum Brexit bereits alles gesagt. Verhandlungen sind zu beenden. Eine Einigung gelingt damit auch nicht mehr.

Der ungeordnete Brexit wird von beiden Parteien hingenommen.

Das ist das Ergebnis langjähriger Verhandlungen. Nichts ist dabei herausgekommen.
Aber, dennoch haben sich die Verhandlungen gelohnt:

„Man hat wenigstens über den Austritt aus der EU gesprochen“.

09:11 von Beate123

"Ich hätte mal folgende Fragen, die ich noch nicht gehört habe:
...Wie groß ist dann jener Teil der englischen Bevölkerung, die EU Bürger sind? In Schottland sollen es recht viele sein wie mir ein schottischer Bekannter gesagt hat."

Ich hätte da mal einen Vorschlag, den ich auch noch nicht gehört habe: Irland aus der EU ausschließen und der Backstop wäre vom Tisch. Könnte BoJo gefallen. Vielleicht sollte er den Iren mal ein Angebot machen.

Wenn das nicht geschieht, werden die Iren EU-Bürger bleiben wie die Schotten. Da hat Ihr schottischer Bekannter ziemlich recht, die Schotten sind EU-Bürger, so lange GB in der EU ist. Wenn GB den Brexit macht, waren die Schotten EU-Bürger gewesen.

Wer behauptet dass D ein reiches Land sei

sollte sich mal den Schuldenstand dieses "reichen" Landes ansehen:
Es sind 2000000 Millionen.

Versteht einer die EU?

Die EU will den Backstop, der gar nicht von ihr vorgeschlagen wurde, nicht streichen, weil sie eine harte innerirische Grenze verhindern will, auf der sie selbst jedoch besteht, wenn es zu einem harten Brexit kommt.

Versteh einer die EU.

Der liebe brexit mal wieder

Wenn der pm nicht zahlen will, ok. Das sehen Rating Agenturen sehr gerne, das macht das bewerten sehr einfach. Welchem Schuldner gibt man nicht gern Geld wenn man nie weiß ob er es zurück zahlt? Herr Johnson sollte sich lieber überlegen was er erzählt.
Das der backstop GB dauerhaft an die EU bindet, finde ich lachhaft. Es soll eine übergangslösung sein, damit der Austritt ohne Probleme vonstatten gehen kann. Nur so lange bis eine richtige Lösung gefunden wurde. Das wurde 2 Jahre versäumt und keiner hat eine Lösung. Nur Herr Johnson hat die Idee von irgendeiner technischen Möglichkeit. Das er den backstop ablehnt, zeigt nur das er selbst nicht daran glaubt. Was den Handel mit den USA betrifft: selbst wenn die USA und GB ein Abkommen hätten, was nach dem Austritt in Kraft tritt und nicht zu Ungunsten Englands wäre, würde es nicht lange bestehen. Der potus ist ja nicht gerade für vertragstreue bekannt.

Start Aufnahmeprozedur Schottland, Wales,Nordirland

Die EU sollte aktiv jetzt mit der Aufnahme-Prozedur von Schottland, Wales und Nord Irland beginnen. Diese Länder können nicht im Unklaren gelassen werden, verursacht durch die dreiste Vorgangsweise eines Boris Johnson. Also gilt es zu einer verkürzte Aufnahme Prozedur zu kommen, Klarheit über die Aufnahmekonditionen, die Kosten und das künftige Verhältnis zu dem Drittstaat England.
Zu England und seine Nichtzahlungsbereitschaft gilt es alle Möglichkeiten der Geldeintreibung zu prüfen.

09:56 von NeutraleWelt

«Eine Grenze zwischen zwei unabhängigen Staaten ist das natürlichste der Welt. Wie man damit umgeht sollte man den direkt Beteiligten überlassen.»

Das kann man in diesem Fall selbstverständlich・nicht・alleine den Beteiligten überlassen, deren Grenzen direkt aneinander grenzen.

Sonst könnte man bspw. auch UNG + SERB alleine überlassen, wie sie mit ihrer gemeinsamen Grenzlinie [mit Personen- und Waren (!) - Kontrollen] umgehen. Oder POL +RUS in Hinsicht auf die RUS territoriale Exklave Kaliningrad.

Tritt man einem Staatenverbund wie der EU bei.
Folgen daraus Rechte + auch Pflichten.
In diesem speziellen Aspekt Regularien zur Definition: "EU-Außengrenze".
Hier bei GB eine um so wichtigere Frage.
Als dass es das sog. "Karfreitags-Abkommen" gibt.

Nicht ein anderes Land der EU, das austräte.
Sähe sich in der ähnlichen Frage:

«Ups - was machen wir denn mit N-IRL? Ei der Daus.
Kommt jetzt aber plötzlich. Wie Schnee im UK im Juli. Verdammt …!»

Much better think before acting …

10:04 von Einfach Unglaublich

"Die EU will den Backstop, der gar nicht von ihr vorgeschlagen wurde, nicht streichen, weil sie eine harte innerirische Grenze verhindern will, auf der sie selbst jedoch besteht, wenn es zu einem harten Brexit kommt.
Versteh einer die EU."

Könnten Sie sich vielleicht mit dem Vorschlag, die Iren aus der EU rauszuwerfen, um eine harte innerirische Grenze zu vermeiden, anfreunden? Oder haben Sie gar einen besseren Vorschlag wie man die harte innerirische Grenze vermeiden kann und wunschgemäß GB draußen und Irland trotzdem drinnen ist? Bojo jedenfalls hält sich da noch bedeckt.

Versteh einer die Brexiteers.

@10:02 von proehi

Ich hätte da mal einen Vorschlag, den ich auch noch nicht gehört habe: Irland aus der EU ausschließen und der Backstop wäre vom Tisch. Könnte BoJo gefallen. Vielleicht sollte er den Iren mal ein Angebot machen.

"Boris Johnson wants Ireland to leave EU trade rules and form a new union with the UK instead after Brexit" meldete businessinsider.com (Aug. 21, 2019, 3:19 AM ). Das fanden die Iren allerdings gar nicht toll.

Populismus

Zeitungsente
Richtig - bei allen Parteien gibt es Dumpfbacken und was an Stammtischen so geredet wird, ist oft jenseits von gut und böse.
Der Unterschied zu den Trump, Johnson, Salvini usw besteht darin, dass die daraus ihre politische Orientierung machen.
Demokratische Politik bindet solche Strömungen ein, aber lässt dich nicht davon treiben.
PS - ich habe keinen Grund die CDU zu verteidigen, habe die nie gewählt - aber trotzdem sehe ich sie nicht in der gleichen Ecke wie diese geistigen Brandstifter.
War das hilfreich?

10:04 von Einfach Unglaublich

«Versteht einer die EU?

Die EU will den Backstop, der gar nicht von ihr vorgeschlagen wurde, nicht streichen, weil sie eine harte innerirische Grenze verhindern will, auf der sie selbst jedoch besteht, wenn es zu einem harten Brexit kommt.

Versteh einer die EU.»

Äußerst simpel zu verstehen.

Boris J. mache einen praktikablen Vorschlag, wie man die Grenzfrage auf der irischen Insel löst. Ohne dass dabei die Definition: "EU-Außengrenze" im Tralala der Beliebigkeit zerfaselt werde.

Er könnte N-IRL an IRL verschenken.
Oder er könnte es mit ESP gegen Gibraltar tauschen.

Und schon ertrinkt der Backstop in den Tiefen der Irischen See.
Und kein Seenotretter wird kommen wollen, im ihn wieder raus zu fischen …

So ist das zu verstehen. Das und die EU.

10:26 von MKir13

""Boris Johnson wants Ireland to leave EU trade rules and form a new union with the UK instead after Brexit" meldete businessinsider.com (Aug. 21, 2019, 3:19 AM ). Das fanden die Iren allerdings gar nicht toll."

Ach herje, wäre ich nicht drauf gekommen, daß Verantwortliche tatsächlich solchen Gedanken nachgehen.

re neutralewelt

"@ 08:59 von karwandler

"Eine ZOLLgrenze in der Irischen See wäre eine rein administrative Grenze ohne die geringste Auswirkung auf die Menschen in Irland und Nordirland und auf ihr alltägliches Leben."
.
Aha.
Toller Vorschlag. Und wie stellen Sie sich den konkret vor?"

Wenn Sie mal auf eine Karte schauen würden Sie sehen, dass es jede Menge EU Außengrenzen (zugleich EU Zollgrenzen) gibt, wo zwischen dem EU Staat und dem Drittstaat Wasser ist.

So konkret wie auch künftig im Ärmelkanal.

09:29 von Zeitungs-Ente

>>@um 09:13 von Crossbow

"So ist das eben mit den Populisten … Sie haben keine Pläne und schon gar keine Lösungen, aber dafür Sprüche und Drohungen die an den Stammtischen ihrer Wähler gut ankommen."

Die Verwendung des Wortes "Populisten" für alle unsympathischen Strömungen ist mittlerweile inflationär abgenutzt.

Nach Ihrer Definition sind CDU/CSU ebenfalls Populisten: Deren Wahlkampf wird seit Jahren über das Schüren von Ängsten über die Initiierung von "Rote/Braune/Blaue-Socken-Kampagnen" durchgeführt. Und gerade bei Stammtisch-Parolen sitzt die CSU wohl mit in der ersten Reihe.<<

Nun, die CDU/CSU hat immerhin schon wiederholt bewiesen, dass sie in der Lage ist, Probleme auch zu lösen.
Wohingegen die 'Populisten' (ich weiß, Sie möchten das gerne relativieren) angefangen von Trump über Bolsenaro und Johnson bis hin zur den AfD-lern immer nur behaupten, ALLES besser machen zu wollen/können, aber keinen einzigen Vorschlag dazu liefern (siehe Johnson in der causa backstop).

die EU verstehe ich schon

Im gemeinsamen Binnenmarkt der EU gelten eine Reihe von Regelungen zum Schutz der Verbraucher, Umweltstandarts, Arbeitnehmerrechte (Mindestlohn). Deswegen schätzen EU Bürger die EU. Gleiche Standarts, großer Markt, einfaches Reisen, die meisten EU Länder haben sich sogar auf eine gemeinsame Währung geeinigt.
Den Engländern wurde 2016 eine "Konsultation" zur Abstimmung vorgelegt. Das diese "Konsultation" nun zum finalen Fallstrick für diverse Wirtschaftsbereiche der Engländer werden soll, wurde seinerzeit nicht gesagt. So haben viele ihren Tag genossen und sich an der "Konsultation" nicht beteiligt. BJ, der so viel gelogen hat, dass es nicht mehr aufzulisten geht, verspricht mit Trump, der ebenfalls des Lügens mächtig ist, den Engländern ein "großartiges Handelsabkommen". / Mal so davon abgesehen, das wie bereits weiter oben von einem Foristen schon erwähnt wurde: Der "Backstop" fällt in die Zuständigkeit des damaligen Außenministers BJ der als "Fachminister" daran nichts aussetzte

Schlauberger

Für die Beziehung zwischen UK und EU ist manchmal ein Blick in die Geschichte ganz nützlich.
Weitgehend vergessen ist Tatsache, dass es drei Anläufen bedurfte, bis die Briten der EWG beitreten konnten, 1961, 1967 und 1972 hat es dann endlich geklappt. Sie haben quasi drum gebettelt, weil sie sich wirtschaftliche Vorteile versprachen
Ein Grund für den BREXIT ist die Überfremdung mit EU Ausländern. Auch hier ein Blick in die Geschichte. Bei der EU Osterweiterung 2004 gab es eine Klausel in den Verträgen, die die Freizügigkeit auf 7 Jahre einschränken konnte. UK hat davon keinen Gebrauch gemacht, sondern die Freizügigkeit vom ersten Tag ermöglicht.
Und dann die Grenze zwischen Irland und Nordirland. Der Verzicht auf Grenzkontrollen ist Teil des Karfreitagsabkommens, wie stellt Herr Johnson sich das vor, das Abkommen in die Tonne und dann erneut bürgerkriegsähnlich Zustände? Oder Schmugglern und Betrügern die Grenze zwischen zwei getrennten Wirtschaftsräumen öffnen?

Weniger zahlen?

Tja dann gibt es halt dicke Zölle auf Waren von und nach UK. So lange, bis die Schulden beglichen sind. Das wird UK heftiger treffen als die EU. Dann allerding sehe ich tatsächlich einige Zeit Engpässe in der Versorgung. Hungern werden sie nicht, aber der Speisezettel sieht anders aus und viele Autos werden mangels Ersatzteile nicht mehr fahren. Auch die Industrie wird den Engpass maximal spüren: Selbst produzieren die Briten nicht mehr all zu viel, autark sind sie längst nicht mehr. Die Engländer rücken in Notzeiten zwar hervorragend zusammen, aber ohne Not dieses Risiko eingehen? Auch die Engländer leben nicht mehr im WW2, die Annehmlichkeiten nimmt man auch dort gerne wahr.

....wenn das GB-Volk die Wahl gehabt hätte...............

wäre es die schlechteste seit langer Zeit gewesen. Offensichtlich sind viele Menschen immun für Fakten. Sie lassen sich gern durch Lügen bezaubern oder besser aufhetzen. Diese EU-ist-schuld-Masche funktioniert anscheinend überall prächtig: hier gibt es schnelle Antworten und schnelle (X-Exit) Lösungen. Es gibt berechtigte Kritik an der EU, doch die ist das Gegenteil dieser "Rechts-gestrickten" Mache, nämlich mehr EU. Und nun der "Boris":er ist Teil der Upperclass, die den "Unteren" schon immer das Blaue vom Himmel gelogen haben und sich mit oder ohne Brexit schamlos die Taschen füllen. Ihre Flagschiffe sind die Meinungsmacher die den Briten schon immer die unmöglichsten Lügen über EU-Europa auftischten.

09:25 von mac tire

>>@08:29 von Tarek94
Da die BRD schon den Nettozahleranteil Großbritanniens übernimmt ????
Können sie das irgend wie belegen/beweisen ?
Die BRD ist ein reiches Land und die Steuerquellen werden in naher Zukunft sprudeln (durch CO2- & Fleischsteuer)
Auch hierzu bitte Belege beibringen und keine , leeren, Behauptungen aufstellen.<<

Ich habe das als Satire verstanden, was es auch sicher ist.

Tja, die U.S.A. als ehemalige

Tja, die U.S.A. als ehemalige Kolonie Englands lacht sich ins Fäustchen: da UK droht, sich aus dem Handel der EU mit großem Krach und unter Nichtbegleichung seiner finanziellen Verbindlichkeiten zu verabschieden, werden sie bei ihrer Ex-Kolonie zu Kreuze kriechen, um dort dringend nötige Handelskonditionen herauszuhandeln, die natürlich langfristig für eine erheblich kleinere und damit schwächere Partei als der vorherigen Gesamt-EU ungünstiger enden werden.

Anfangs sieht das natürlich noch anders aus, weil Trump damit hofft, weiter an der Einigkeit der EU herumstochern zu können. Und in Trumps leeren Versprechungen sieht das natürlich ohnehin vollkommen großartig aus.

> Am besten wäre es, wenn GB

> Am besten wäre es, wenn GB die Kolonialherrschaft in Nordirland beenden würde. Inzwischen sehen nicht nur die katholischen Nordiren die Wiedervereinigung als eine gute Lösung an.

Wir reden über Irland, ein Land, in dem Kondome bis 1978 verboten waren und erst ab 1985 "sogar" rezeptfrei in dafür genehmigten Institutionen an Volljährige verkauft werden dürfen.

Daß das für Protestanten keine attraktive Option darstellt, bedarf keinen umfangreichen Erläuterungen. Interessanterweise ist es gerade die starke Obrigkeitshörigkeit der katholischen Kirche, die diese Option aktuell erträglicher gestaltet, weil der gegenwärtige Papst nicht irgendwo im letzten Jahrtausend steckengeblieben ist.

Aber verlassen kann man sich halt auch nicht darauf, daß die starke Abhängigkeit sich nicht auch wieder schlechter gestaltet.

Johnson ist also überzeugt,

Johnson ist also überzeugt, zum 31.10. einen neu verhandelten geregelten Brexit hinzubekommen, kommt aber ohne eigene Vorschläge zum Treffen mit Tusk? Das zeigt einerseits, dass in der - bei Politikern ja beliebten - Fussballsprache gesprochen, Johnson glaubt einen Sieg einzufahren ohne aktive Strategie, und bedeutet andererseits, dass es für einen geregelten Brexit nur das derzeit verhandelte Modell gibt - incl. Backstop. Johnson wird am geregelten wie ungeregelten Brexit... scheitern.

Boris Johnson

Es gibt hier nichts nachzuverhandeln. Der UK-Austritt schafft in Irland nun mal eine EU-Außengrenze. Der Backstop ist schon ein erhebliches Entgegenkommen der EU, ohne kann die irische Binnengrenze nicht offen bleiben. Auch eine Zollunion nur zwischen EU und Nordirland wäre keine Lösung, dann müsste die EU ja den Handel zwischen Nordirland und GB kontrollieren - das wollen die Brexiteers sicher auch nicht.

@ um 10:38 von Weltbürger2015

"Nun, die CDU/CSU hat immerhin schon wiederholt bewiesen, dass sie in der Lage ist, Probleme auch zu lösen."

Natürlich hat Sie Probleme für ihr Klientel lösen können - aber für andere dadurch neue Probleme geschaffen. Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal von CDU/CSU, es gibt ebenso Problemlösungen von Seiten anderer Parteien, z.B. der Linken in Thüringen. (Hier wurde deren Wahl ausgerechnet von der schwarzen CDU/CSU ironischerweise als "schwarzer Tag" für Deutschland bezeichnet.)

Auch die sogenannten Populisten bieten Lösungen für auftretende Probleme an. Aber es sind "ihre" Lösungen, die von den sogenannten Nicht-Populisten weniger oder nicht akzeptiert werden.

....wenn die EU Mut hätte

Immerhin zahlt die EU Übergangsgelder für ausgeschiedene EP-Politiker und Pensionen für Mitarbeiter aus GB. Schuss damit, bis die 30 Mrd. € wieder drin sind. Mehr Mut Leute!

Die EU sollte bloß nicht nachgeben

Vogel friß oder stirb. Die Engländer wollten den Brexit. Dann sollen sie ihn auch bekommen, auch gerne auf die harte Tour.
Fast drei Jahre sind ja wohl genug des hin und
her.
Johnson hat mit seiner Lügerei ja letztendlich
den Brexit heraufbeschworen, dann soll er die Suppe auch auslöffeln. Vielleicht jagt man ihn aber bis zum 31.10. auch noch zum Teufel.

11:36 von Zeitungs-Ente

>>Auch die sogenannten Populisten bieten Lösungen für auftretende Probleme an. Aber es sind "ihre" Lösungen, die von den sogenannten Nicht-Populisten weniger oder nicht akzeptiert werden.<<

Könnten Sie da mal ein oder zwei Beispiele bringen?

Hallo aus Nordirland

Ich lebe in Nordirland, und es erschliesst sich mir nicht, warum die "einfache" Zollunion wohlgemerkt von der EU nicht gewollt wird. Es geht in UK den Leuten zu 99% darum sich nicht weiter von einer Lobby getriebenen EU gängeln und vorschreiben zu lassen, inklusive Null-Zins Politik der EU, wie man sein Leben zu leben hat und weiter zusieht wie alle freiheitlichen Rechte weiter beschnitten werden. Die Pro-EU Medien reden natuerlich davon, das UK fremdenfeindlich sei, und wirft genau der Generation die gegen das dritte Reich gekämpft hat vor rassistisch zu sein.. Die EU hat weder Frieden gebracht (das ist die NATO gewesen), noch Wohlstand (die Reallöhne sind in den letzten 20 Jahren gefallen. Einfach mal nachdenken und nicht blindlinks jeder Pro EU Bemerkung Folgen.. aber Deutsche sind im "Befolgen" ja Weltmeister..

@11:51 John Madison

Neben der Aufzählung längst überwunden geglaubter Klischees und Vorurteilen, die eben leider auch als Nebeneffekt des Brexit-Gewürges erschreckende und keineswegs fröhliche Urstände feiern, zeigt Ihr Kommentar andererseits auch: Die Tatsache, dass man in Nordirland lebt, bedeutet nicht automatisch verstanden zu haben, worum es beim Backstop geht.

@ 10:35 von karwandler

"Wenn Sie mal auf eine Karte schauen würden Sie sehen, dass es jede Menge EU Außengrenzen (zugleich EU Zollgrenzen) gibt, wo zwischen dem EU Staat und dem Drittstaat Wasser ist."
.
Es gibt kein Land, welches nach "Bundesländern" gleichzeitig Mitglied der EU-Zollunion und gleichzeitig Drittstaat ist!
Egal ob dazwischen Wasser oder eine klassische Grenze ist. Die Schweiz oder Norwegen haben es gebacken bekommen, dann aber für das ganze Land und nicht nur für irgendwelche Provinzen.
Vermutlich hat GB ja trotz Ausstiegs noch ein Interesse mit der EU Handel zu betreiben. Und ich sehe GB hier in der Bringschuld.
Was ist in den letzten drei Jahren zu diesem Thema gelaufen? Richtig, Nichts!
Wenn jetzt ständig prophezeit wird, dass sich irgendwelche katholischen und protestantischen Hornochsen in einem Konflikt, der 400 Jahre zurück liegt und der vor 100 Jahren zu einem Bürgerkrieg gefüht hat, wieder die Köpfe einschlagen, ist das ein Problem der beteiligten Staaten.
Bei der ETA hat´s geklappt.

Zustimmung

Volle Zustimmung. Vielleicht sollte man sich auch die Handelsbilanzen anschauen, bevor man von Zöllen redet.

Populismus

zu. Weltbürger 2015

Richtig - bei allen Parteien gibt es Dumpfbacken und was an Stammtischen so geredet wird, ist oft jenseits von gut und böse.
Der Unterschied zu den Trump, Johnson, Salvini usw besteht darin, dass die daraus ihre politische Orientierung machen.
Demokratische Politik bindet solche Strömungen ein, aber lässt dich nicht davon treiben.
PS - ich habe keinen Grund die CDU zu verteidigen, habe die nie gewählt - aber trotzdem sehe ich sie nicht in der gleichen Ecke wie diese geistigen Brandstifter.
War das hilfreich?

@ neutrale welt

Wenn sich die Leute umbringen weil sie streiten wie man das ein aufschlägt, es eine Lösung gab die aber aufgegeben worden ist, sollten die Staaten schon an einer Lösung arbeiten. Auch vermeintlich dritte wenn es hilft. Und alte Konflikte haben den "Vorteil " einer Tradition nach dem Motto: vergesst nicht Was sie damals in ..... * gemacht haben.
* als Vergeltung für....

Die Generation die gegen Deutschland

@ John Madison
kämpfte lebt nicht mehr und kann also von uns nicht als rassistisch verunglimpft werden. Ich kenne auch keine Aussage von D die diese Beschuldigung rechtfertigen könnte.
Und 99% waren es nicht ganz... es waren 51 %.

@JohnMadison

"es erschliesst sich mir nicht, warum die "einfache" Zollunion wohlgemerkt von der EU nicht gewollt wird."

Das ist eine Frage, mit der sich nach dem erfolgten Austritt beschäftigt werden wird. Aktuell geht es um andere Probleme.

"inklusive Null-Zins Politik der EU"

Es gibt keine Nullzinspolitik der EU. Es handelt sich um eine Nullzinspolitik der EZB, die mit der EU erst einmal nur sehr bedingt etwas zu tun hat.

12:05 von Bernardo87

>>Populismus

zu. Weltbürger 2015

Richtig - bei allen Parteien gibt es Dumpfbacken und was an Stammtischen so geredet wird, ist oft jenseits von gut und böse.
Der Unterschied zu den Trump, Johnson, Salvini usw besteht darin, dass die daraus ihre politische Orientierung machen.
Demokratische Politik bindet solche Strömungen ein, aber lässt dich nicht davon treiben.
PS - ich habe keinen Grund die CDU zu verteidigen, habe die nie gewählt - aber trotzdem sehe ich sie nicht in der gleichen Ecke wie diese geistigen Brandstifter.
War das hilfreich?<<

Ja, kann ich weitgehend zustimmen.

@um 12:05 von Bernardo87

"War das hilfreich?"

Ich stehe in ihrem Statement voll auf Ihrer Seite. Ich möchte aber genauso daran appellieren, in diesem Forum nicht nur Schwarz-Weiß zu argumentieren.

um 10:02 von proehi

"Ich hätte da mal einen Vorschlag, den ich auch noch nicht gehört habe: Irland aus der EU ausschließen und der Backstop wäre vom Tisch. Könnte BoJo gefallen."
Irland würde nie aus der EU austreten, nur um GB bzw. Johnson einen Gefallen zu tun. Und Irland weiß genau, was sie von der EU hat. Diese Idee kann auch nur jemand haben, der sich wenig mit Politik beschäftigt. Sie verwechseln wohl die Nordiren mit Irland?

11:51 von JohnMadison

«Es geht in UK den Leuten zu 99% darum sich nicht weiter von einer Lobby getriebenen EU gängeln und vorschreiben zu lassen, inklusive Null-Zins Politik der EU …»

Die Leute im UK haben aber gar nicht den Euro als eigene Währung, die von der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank betroffen wäre. Bezahlen Sie in N-IRL mit einer anderen Währung als dem Britischen Pfund …?

«Die EU hat weder Frieden gebracht (das ist die NATO gewesen) …»

Nicht die NATO, aber die EU war Vermittler + "Schlichter" im Nordirland-Konflikt, der im "Karfreitags-Abkommen" mündete. "Irgendwie sehr befremdlich", dass gerade Sie als in N-IRL Ansässiger das gar nicht in Ihre Überlegungen einfließen lassen …

"Gängeln + vorschreiben".
"Knebeln + malträtieren".
Kann man aus anderen Schubladen des undifferenzierten Rundumschlags auch noch hervor kramen.

Kein Mensch in der EU hat GB "gegängelt".
Personenfreizügigkeit nach der "Ost-Erweiterung" sofort einzuführen.

Aber dann nun Wehklagen über zu viele Polen …

@um 11:51 von Weltbürger2015

"Könnten Sie da mal ein oder zwei Beispiele bringen?"

Gern. Weil wir gerade im Johnson Strang diskutieren:

"Johnson will das das EU-Austrittsabkommen noch einmal aufschnüren, um die sogenannte Backstop-Klausel zu streichen. Die EU lehnt das kategorisch ab und verweist darauf, dass die Klausel verhindern soll, dass zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen."

"Johnson hatte wiederholt betont, er sei überzeugt, dass ein geregelter EU-Austritt zum Brexit-Stichtag am 31. Oktober machbar sei. Notfalls will er sein Land ohne ein Abkommen aus der EU führen."

Beide Streit-Parteien haben "ihre" Lösungen für das Problem, das von der Gegenseite nicht akzeptiert wird.

Die eine Seite als "Lösungsmittelfrei" zu bezeichnen, nur weil man auf der anderen Seite als "Lösungsmittelhersteller" auftritt, ist also ebenso populistisch.

@Madson,11:51

Ich lebe in der REPUBLIK Irland und nicht in den von DUPe planters besetzten Six Counties.
Es erschließt sich mir nicht, warum sich die Mehrheit der dortigen Bevölkerung , die sich gegen den Brexit entschieden hat,von den DUPes, besonders dem Kürbisgesicht Arselene gängeln lassen soll.
Die angesprochene Fremdenfeindlichkeit bezieht sich in GB doch vor allem auf die fleißigen, hochkompetenten Polen ( hatte letzte Woche wieder ein gutes Beispiel davon) , die dem Sozialneid der fauleren,unpünktlichen. und weniger kompetenten britischen Murkser ausgesetzt sind, und nicht auf andere Gruppen, die, wie der cheating Deutschbanker oder Piri Patel bereits in den höchsten Ämtern sitzen..

11:51 von JohnMadison

"Hallo aus Nordirland
Ich lebe in Nordirland, und es erschliesst sich mir nicht, warum die "einfache" Zollunion wohlgemerkt von der EU nicht gewollt wird."

Aber Hallo nach Nordirland

Die einfache Zollunion eliminiert die Zölle der Unionisten untereinander, was ein abgestimmtes, gemeinsames Zollverhalten zu Drittstaaten - also Nichtunionisten - voraussetzt. Sonst gäbe es ein Einfallstor um Zölle zum Nachteil der anderen Unionisten zu umgehen. Das wird aber offenbar in GB als Gängelung durch die EU empfunden. Dort scheint man eher nur Teilunionist zum ausschließlich alleinigen Vorteil sein zu wollen. Das lehnt die EU ab.

Wohlgemerkt, GB will keine Zollunion mit alle gleich treffenden Verpflichtungen. Die Vorteile hingegen würden sie schon gerne mitnehmen.

12:14 von Zeitungs-Ente

>>@um 12:05 von Bernardo87

"War das hilfreich?"

Ich stehe in ihrem Statement voll auf Ihrer Seite. Ich möchte aber genauso daran appellieren, in diesem Forum nicht nur Schwarz-Weiß zu argumentieren.<<

Es ist nicht 'schwarz-weiß-argumentieren', wenn man Populisten als solche bezeichnet.
Aber ist 'relativieren', wenn man versucht, die Bezeichung von Populisten als solche als 'Schwarz-weiß-Argumentation' abzutun.

@ 11:58 von andererseits

"Die Tatsache, dass man in Nordirland lebt, bedeutet nicht automatisch verstanden zu haben, worum es beim Backstop geht."
.
Um so schöner, wenn man solche Durchblicker wie Sie hat.
Nehmen wir mal an, die neue Hochburg des Bösen und aller Populisten, Italien, steigt aus der EU aus. Und die EU sagt gut, aber wir erklären jetzt Südtirol zum Teil der Zollunion. Und ziehen da so eine Zollgrenze durch die Alpen. Und in den kommenden Jahren bis zum St. Nimmerleinstag verhandeln wir dann darüber, wie das weiter laufen soll.
Die EU sollte sich aus Dingen, die einen souveränen Ex-Mitgliedsstaat betreffen, lieber heraus halten. Und nicht eine weitere Spaltung befeuern mit dem Versprechen einer Extrawurst.
GB liegt da richtig! Brexit means Brexit!
Und der gilt für ganz GB.

Einigungsvorschlag

Da wir "Rest-Europäer" in Deutschland also besser als die Briten wissen, was ihnen gut zu tun hat, schlage ich vor, wir stimmen in einer Europawahl - ohne Großbritannien - über den BREXIT ab.

(Die Briten wählen sowieso immer falsch.)

Boris Johnson weiß, was er tut.

Ihm ist klar, dass erst eine Flaute kommt, die er der EU anlasten wird, um dann die Fahrt, die irgendwann wieder aufkommen wird, für sich beanspruchen zu können.

Er ist durch und durch Politiker, er spielt sein Spiel und er wird für sich persönlich erfolgreich sein.

Die EU machte es ihm aber durch die Gängelung der Mitgliedstaaten aber auch zu einfach.

Ich denke nicht, dass die EU bestimmen darf, wer und wie viele in einem Mitgliedsland leben dürfen.
Empfehlungen ja aber nicht mehr.

Die EU hat mehr Potential zu scheitern, als Erfolgsstory zu sein, da die Linken (sind auf 100% gesehen nicht so viele) alles tun, um die EU noch mehr zu spalten.
Das ist zumindest meine Wahrnehmung.

@JohnMadison

Also bitte, von der Rassismuskeule gegenüber Briten reden wollen und dann im letzten Satz alle jetzt lebenden Deutschen als willfährige Vollstrecker darstellen... nicht schlecht. Genau dafür ist die EU gut, dass wir eben diese uralten Vorurteile überwinden.

Drohung? Die müssten von der...

...EU kommen. Johnson hat zu lernen, dass England nur noch eine kleine Insel ist. Kein Empire, keine Weltmacht, keine Wirtschaftsmacht...einfach nur klein. Und was macht man mit einem "Kleinen" der einem droht? Richtig, man lacht ihn aus oder zeigt ihm seine Grenzen auf. Einzige Chance für England, ein weiterer Stern auf der Flagge von Amerika zu werden. Vielleicht will Trump England kaufen, weil es mit Grönland nicht geklappt hat.

@JohnMadison - 11:51

Ihr anhaltender Weltschmerz mit der EU hätte ja schon zum 29.03. diesen Jahres erledigt sein können.
Aber die Befreiung aus der EU-Knechtschaft wird doch von Ihrer Regierung regelmäßig vertrödelt.

12:16 von pkeszler

Irland zum Wohlgefallen Großbritanniens aus der EU auszuschließen, kann ja wohl so ernst nicht gewesen sein, da es dafür selbstredend keine Möglichkeit gibt.

Ich wollte damit nur die Absurdität von Johnsons Forderung, den Backstop zu streichen, ohne einen gangbaren Weg dafür aufzuzeigen, zum Ausdruck bringen.

Gegängelt wurde und wird die EU

von GB.
Thatcher: I wont my money back. Sonderbeiträge etc.
GB soll sich vom Hocker machen nach 3 Jahren Verhandlungen reicht es mir. Die EU wird dann beobachten wie es GB dann wirtschaftlich besser geht. Pro Woche 300 Millionen sagte der Premierminister... wir werden sehen...

12:21 von Zeitungs-Ente

>>@um 11:51 von Weltbürger
"Könnten Sie da mal ein oder zwei Beispiele bringen?"
Gern. Weil wir gerade im Johnson Strang diskutieren:
"Johnson will das das EU-Austrittsabkommen noch einmal aufschnüren, um die sogenannte Backstop-Klausel zu streichen. Die EU lehnt das kategorisch ab und verweist darauf, dass die Klausel verhindern soll, dass zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen."
"Johnson hatte wiederholt betont, er sei überzeugt, dass ein geregelter EU-Austritt zum Brexit-Stichtag am 31. Oktober machbar sei. Notfalls will er sein Land ohne ein Abkommen aus der EU führen."
Beide Streit-Parteien haben "ihre" Lösungen für das Problem, das von der Gegenseite nicht akzeptiert wird.
Die eine Seite als "Lösungsmittelfrei" zu bezeichnen, nur weil man auf der anderen Seite als "Lösungsmittelhersteller" auftritt, ist also ebenso populistisch.<<

Was Johnson 'will' (backstop weg, harter brexit) IST Populismus, keine Lösungen

....aber mit Drohungen

Schön wie das so geht und die EU antwortet lediglich mit Höflichkeit. Wenn man nicht klar sagt was los ist versteht der auf der anderen Seite ja auch nicht was los ist. Weg mit der überzogenen Höflichkeit und hin zum ganz nüchternen Verhandeln mit klarer Sprache ohnen dieses Verwaschen von Geprächen wo am Ende keiner mehr weiß wo er dran ist !

@ 12:28 von NeutraleWelt

Sie wollen mit Ihrem Vergleich "Südtirol" tatsächlich ernst genommen werden? Spricht in der Tat nicht dafür, dass Sie die Situation zwischen Nordirland als Teil GB und Irland als eigenständigem Land auch nur annähernd durchblicken.
Im übrigen ist der Backstop eine "Erfindung" der Briten und nicht der EU. Und es geht letztlich auch darum, das Karfreitagsabkommen zu bewahren, mit dem einer der letzten bewaffneten Konflikte in Westeuropa beigelegt wurde. Da helfe ich gern den Durchblick nochmal nach, das sind nämlich keine Peanuts.

RE @ 12:11 von Penpen

"Wenn sich die Leute umbringen weil sie streiten wie man das ein aufschlägt, es eine Lösung gab die aber aufgegeben worden ist, sollten die Staaten schon an einer Lösung arbeiten."
.
1. Welche "Lösung" ist das denn gewesen?
Die der EU oder die "So-Nicht"-Variante von GB?
2. Staaten sollten sicherlich an einer Lösung arbeiten. Konkret betrifft dies Irland und GB.
Oder wer soll da Ihrer Meinung nach aus der EU noch mitmischen?
Bulgarien? Unsere geliebten Luxemburger? Belgien? Ungarn? Oder wer wird da mögliche Konflikte lösen?
Oder machen wir das wie Trump? So liebes GB, ihr wollt Handel mit uns betreiben, also wird das jetzt so gemacht, wie wir sagen?
.
Ich sehe da keine sofortige "Lösung".
Außer dem Damokles-Schwert der Weiter-Rumeierei.
Daher harter Brexit und sehen, was man alles besser machen kann.
Frau vdL wird das schon schaffen!

12:28 von NeutraleWelt

«Nehmen wir mal an, die neue Hochburg des Bösen und aller Populisten, Italien, steigt aus der EU aus. Und die EU sagt gut, aber wir erklären jetzt Südtirol zum Teil der Zollunion. Und ziehen da so eine Zollgrenze durch die Alpen. Und in den kommenden Jahren bis zum St. Nimmerleinstag verhandeln wir dann darüber, wie das weiter laufen soll.»

Und wenn FRA "aussteigen" sollte.
Dann trennt die EU eben das Elsass von FRA ab.

Sollte POR gehen, dann die nördlichste Region "Tras Os Montes".
Heißt übertragen ja auch "Hinter den Bergen".
Merkt eh kein Mensch. Außer in der angrenzenden spanischen Provinz "Galicia".

Diese Region wird dann von ESP abgetrennt, sollte ESP brexitieren.
Tras Os Montes + Galicia werden dann 10 Jahre von der EU "gegängelt + geknebelt" in der Zollunion gehalten.

Und wenn sich POR + ESP bis dahin nicht am der EU genehmen Riemen reißen.

Werden N-IRL + Süd-Tirol + Tras Os Montes + Galicia ganz einfach zu einem neuen Staat unter der Knute der EU zwangsvereinigt …

12:21 von Zeitungs-Ente

"Johnson hatte wiederholt betont, er sei überzeugt, dass ein geregelter EU-Austritt zum Brexit-Stichtag am 31. Oktober machbar sei. Notfalls will er sein Land ohne ein Abkommen aus der EU führen."
Beide Streit-Parteien haben "ihre" Lösungen für das Problem, das von der Gegenseite nicht akzeptiert wird.
Die eine Seite als "Lösungsmittelfrei" zu bezeichnen, nur weil man auf der anderen Seite als "Lösungsmittelhersteller" auftritt, ist also ebenso populistisch."

Dass Johnson überzeugt ist, wissen wir. Nur hat er und haben Sie versäumt, uns mitzuteilen, was seine Überzeugung nährt. Einfach zu sagen ich will oder ich will nicht, kann doch nicht als Lösungsvorschlag durchgehen. Ist also populistischer Schnickschnack. Gefährlicher Schnickschnack.

Das ausgehandelte Abkommen ist der Lösungsvorschlag. Wo sind Johnsons Alternativen als einfach nur nicht zu wollen?

Wie wir sehen, stören sich seine Gefolgsleute aber nicht an so viel Armseligkeit.

Einfach mal nachdenken

@JohnMadison:

"die Generation die gegen das dritte Reich gekämpft hat"
Die natürlich alle Brexiteers sind und ausschließlich aus Groß-Britanien kommen.

Eigentlich um so schlimmer wenn "die Generation die gegen das dritte Reich gekämpft hat" heutezutage ausgerechnet auf die "Argumente" von rechts-aussen reinfällt und diesen längst wiederlegten Käse weiter runterbetet und "befolgt".

Einfach mal nachdenken und nicht blindlinks jeder Anti EU Bemerkung folgen.

"aber Deutsche sind im "Befolgen" ja Weltmeister"
Sie beschweren sich über Rassismus vorwürfe?

@um 12:39 von Weltbürger2015

"Was Johnson 'will' (backstop weg, harter brexit) IST Populismus, keine Lösungen"

Sehen Sie, nicht die Bezeichnung macht einen zum Populisten, sondern der Bezeichnende. (Sie definieren einen harten BREXIT als "keine Lösung" sondern als Populismus.) Das gilt übrigens ebenso für alle anderen gängigen "Totschlagargumente".

Welche Werte?

@ wolf 666:

Die ganze sogenannte Wertegemeinschaft ist keine Gemeinschaft und erst Recht nicht steht sie für gemeinsame Werte.

Dachten Sie, dass es bei internationalen Beziehungen um Werte geht? Das war wohl ein Fehlschluss. Um Werte geht es weder bei Trump, noch bei Putin, noch bei Xi. Warum also bei uns Europäern?

re johnmadison

". Die Pro-EU Medien reden natuerlich davon, das UK fremdenfeindlich sei, und wirft genau der Generation die gegen das dritte Reich gekämpft hat vor rassistisch zu sein."

Von denen, die gegen das drite Reich gekämpft haben, dürfte nur noch eine ziemlich überschaubare Anzahl am Leben sein.

Und natürlich war die Freizügigkeit der EU-Bürger ein Hauptpunkt in der Brexit Kampagne. Das abzustreiten ist ja wohl lächerlich.

"einfache " Zollgrenze

Erklären Sie mal "einfache" Zollgrenze

10:03 von Felina2

Da wird klar, warum die deutsche Bundesregierung die Niedrigzinspolitik, zum Schaden vieler Bundesbürger, unterstützt. Jeder der solide spart, wird betrogen. Deutschland darf keinen Euro mehr an EU Beiträgen zahlen, nur weil GB austritt. Die Industrie muss EU weit dazu angehalten werden nur noch in EU Ländern zu produzieren. Nicht EU Länder, sollen nicht mit Produktionsstätten belohnt werden, demnächst dann auch GB! EU first!!

@ wolf 666

Die ganze sogenannte Wertegemeinschaft ist keine Gemeinschaft und erst Recht nicht steht sie für gemeinsame Werte.

Welche Werte? Ich brauche keine Werte. Hauptsache, unsere Politiker setzen unsere Interessen durch. Und dazu gehört es, keine Zugeständnisse an die Briten zu machen. Die gehen so oder so.

@JohnMadison um 11:51Uhr

Mit Ihrem von Uninformiertheit strotzenden Kommentar bestätigen Sie die Vorurteile, die manche Festlandseuropäer gegenüber den Briten haben! Was geht Sie die Null-Zins-Poli tik der EZB an? Oder ist Ihnen das Monopoly-Geld namens "Pfund" unbekannt? Recht haben Sie wenigstens damit, daß die Briten wirklich nicht rassistisch sind! Wenn ich mir die engliche Fussball-Nationalmannschaft ansehe oder halbwegs erfolgreiche Leichtathleten etc., dann fallen mir schlagartig fast alle früheren Kolonien ein!

re neutralewelt

"@ 10:35 von karwandler

"Wenn Sie mal auf eine Karte schauen würden Sie sehen, dass es jede Menge EU Außengrenzen (zugleich EU Zollgrenzen) gibt, wo zwischen dem EU Staat und dem Drittstaat Wasser ist."
.
Es gibt kein Land, welches nach "Bundesländern" gleichzeitig Mitglied der EU-Zollunion und gleichzeitig Drittstaat ist!"

Erstens geben Sie Ihre Behauptung auf, eine Zollgrenze in der Irischen See ginge ja gar nicht.

Zweitens wird Nordirland sofort Teil vom Drittland GB, wenn GB einen Handelsvertrag mit der EU abschließt.

Dass es hier um eine Übergangslösung geht blenden Sie konsequent aus.

Völlige Gewißheit

(09:11 von Beate123:)

"Wenn Schottland unabhängig würde, gäbe es eine weitere Grenze mitten durch England."

Die Grenze zwischen Schottland und England verläuft – ungeachtet irgendwelcher EU-Ein- oder Austritte – immer zwischen Schottland und England. Wenigstens eine unveränderliche Größe in der Melange.

@ wolf 666

Erpressen, Drohen und Sanktionieren und das auch untereinander prägt inzwischen das tägliche Bild des Wertewestens.

Es gibt keinen Wertewesten, Schluss aus.
Ohne Druck hätten wir früher keine Vokabeln gelernt und ohne Druck ändern Länder wie Syrien oder der Iran ihre verkehrte Politik nicht. Sanktionen sind ein wichtiges und friedliches Mittel in internationalen Beziehungen.

@08:59 von karwandler

Eine ZOLLgrenze in der Irischen See wäre eine rein administrative Grenze ohne die geringste Auswirkung auf die Menschen in Irland und Nordirland und auf ihr alltägliches Leben.

Also, das glaube ich nicht. Eine solche Grenze hätte eine starke Anbindung Nordirlands an die Republik Irland zur Folge, und daraus wird dann erst eine Wirtschafts- und dann eine politische Union. Das ist der Weg zur irischen Wiedervereinigung.

Nicht dass ich das schlecht finde - aber mir ist klar, warum die britische Politik und vor allem die DUP-Abgeordneten diese Lösung fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

re neutralewelt

"Die EU sollte sich aus Dingen, die einen souveränen Ex-Mitgliedsstaat betreffen, lieber heraus halten."

Völlig daneben.

Einen souveränen EU Mitgliedstaat betreffen sie wohl nicht?

Haben Sie das momentan übersehen oder wollen Sie es krass abstreiten?

@ 12:45 von andererseits

Ja, Danke!
Vielleicht beschäftigen Sie sich nochmal mit dem Karfreitagsabkommen und worum es dabei geht?
Von Zollunion und offenen Grenzen war da nicht die Rede.......Und ist vollkommen unabhängig von einem Verbleib GB´s in der EU.
.
"Im übrigen ist der Backstop eine "Erfindung" der Briten und nicht der EU."
.
Das ist sachlich falsch. "Backstop" war höchstens eine Erfindung der letzten Premier-Ministerin, Frau May, in Zusammenarbeit mit der EU.
Die Akzeptanz durften Sie ja in den ganzen Abstimmungen mitverfolgen. Ebenso die Unfähigkeit.
.
Ist aber immer wieder schön Ihre Forderung nach neuen Referenden und Neuwahlen zu lesen, wird nämlich nicht passieren!
Und die Tiraden über Johnson, Trump & Co.
Daher: Weiter so!
Erhellen Sie uns!

12:29 von Duisburg

"Boris Johnson weiß, was er tut.
....Die EU machte es ihm aber durch die Gängelung der Mitgliedstaaten aber auch zu einfach.
... Die EU hat mehr Potential zu scheitern, als Erfolgsstory zu sein, da die Linken (sind auf 100% gesehen nicht so viele) alles tun, um die EU noch mehr zu spalten.
Das ist zumindest meine Wahrnehmung."

Eine Union, hier die EU, gibt sich zum Vorteil aller Mitglieder, verpflichtende Regeln, damit diese Vorteile auch gewährleistet sind. Böswillig kann man das als Gängelung diffamieren.

Arbeiten Putin, Trump und Johnson nicht auf eine Spaltung der EU hin und sehen Sie die Genannten in Ihrer Wahrnehmung als Linke?

@Duisburg

"Die EU machte es ihm aber durch die Gängelung der Mitgliedstaaten aber auch zu einfach."

Das ist eine recht billige und leider unzutreffende Diffamierung der EU.

"Ich denke nicht, dass die EU bestimmen darf, wer und wie viele in einem Mitgliedsland leben dürfen."

Sie wollen aber schon, dass sich der Autohändler an seinen Vertrag hält und Ihnen das bezahlte Auto auch ausliefert, oder?
Wer in der EU ist, hat Verträge bzgl. Arbeitnehmerfreizügigkeit etc. unterschrieben.
Das hat nicht das geringste mit Gängelung zu tun, sondern nur mit Vertragstreue. Niemand wird gezwungen, diese Verträge zu unterschreiben. GB wollte sie aber unterschreiben.

"Die EU hat mehr Potential zu scheitern, als Erfolgsstory zu sein, da die Linken (sind auf 100% gesehen nicht so viele) alles tun, um die EU noch mehr zu spalten.
Das ist zumindest meine Wahrnehmung."

Gut, dass Sie es als etwas so Subjektives beschreiben. Mehr ist es tatsächlich auch nicht.

@NeutraleWelt

"2. Staaten sollten sicherlich an einer Lösung arbeiten. Konkret betrifft dies Irland und GB.
Oder wer soll da Ihrer Meinung nach aus der EU noch mitmischen?"

Naja, da es sich um eine EU-Außengrenze handelt, kein konkretes Land (auch Irland nur begrenzt), sondern die EU und GB.

Also genau die, die seit Jahren miteinander zu diesem Thema verhandeln.

Ich vermute, dass es einen Grund hat, dass Michel Barnier mit Theresa May verhandelt hat, obwohl er einen Namen trägt, der irgendwie so gar nicht irisch klingt ...

re duisburg

"Ich denke nicht, dass die EU bestimmen darf, wer und wie viele in einem Mitgliedsland leben dürfen.
Empfehlungen ja aber nicht mehr."

Die Freizügigkeit der EU Bürger ist keinem aufgezwungen worden. Jeder hat oder wird die EU Verträge aus eigenem Willen unterschreiben.

Abschluss-Abstimmung

Wenn Johnson fertig mit Verhandeln ist, soll er dem Volk seine Version von Brexit offenlegen und das Volk muss dann das Recht haben, über die beiden Alternativen leave (Johnson-Weg) oder stay (in der EU) abzustimmen.

@12:28 von NeutraleWelt

Nehmen wir mal an, Italien steigt aus der EU aus. Und die EU sagt gut, aber wir erklären jetzt Südtirol zum Teil der Zollunion. Und ziehen da so eine Zollgrenze durch die Alpen.

Den Vergleich hatten Sie vor Wochen schon mal gebracht, und damals schon haben Ihnen mehrere Kommentatoren erklärt, warum das Quatsch ist.

Sollte Italien die EU verlassen wollen, dann kann es das tun, ohne dass es irgendjemand verhindern kann, und ohne dass irgendjemand Grenzen innerhalb Italiens vorschreiben kann.

Wenn dann die italienische Regierung aber gleichzeitig verlangen wollte, dass es einen freien Warenfluss zwischen Südtirol und Österreich geben soll, dann hat man nur die Wahl: Entweder zieht man eine Zollgrenze zwischen Alto Adige und dem Rest Italiens, oder ganz Italien bleibt in der Zollunion.

Mehr Möglichkeiten gibt es nicht, und übertragen auf UK will London halt keine davon.

EIn bekanntes US-/Trump-Modell

Ein alter Spruch lautet: Je mehr Schulden man anhäuft, desto größer ist die Angst des Gläubigers, alles zu verlieren. Mit anderen Worten: Man kann die Gläubiger mit seinen Schulden erpressen.
.
Das machen die USA mit den UN schon seit vielen Jahren so, indem sie Beiträge zurückhalten und damit drohen, gar nichts mehr zu zahlen. Dieses Modell hat Trump u.a. für seinen Trump-Tower benutzt (Fernsehdokumentation), wo er Handwerkern einen Bruchteil der Rechnung anbot bzw. mit Insolvenz drohte. Und nun hat Johnson dieses "edle" Prinzip auch für den Brexit entdeckt.
.
Wie schön, dass wir für die weitere gesellschaftliche Entwicklung so hehre Vorbilder haben! Das lässt "hoffen"!

RE @ 12:45 von andererseits

"Sie wollen mit Ihrem Vergleich "Südtirol" tatsächlich ernst genommen werden?"
.
Na ja........
Fiktive Beispiele dienen dazu komplexere Zusammenhänge deutlicher werden zu lassen.
Aber selbst dann sind einige nicht in der Lage dazu sie zu verstehen.........
Die Gründe sind vielschichtig. Ideologische Verbohrtheit, mangelnde Diskussionsbereitschaft, oder man hat´s halt nicht verstanden........

re wielstadt

"@08:59 von karwandler

Eine ZOLLgrenze in der Irischen See wäre eine rein administrative Grenze ohne die geringste Auswirkung auf die Menschen in Irland und Nordirland und auf ihr alltägliches Leben.

Also, das glaube ich nicht. Eine solche Grenze hätte eine starke Anbindung Nordirlands an die Republik Irland zur Folge, und daraus wird dann erst eine Wirtschafts- und dann eine politische Union. Das ist der Weg zur irischen Wiedervereinigung."

Die Anbindung wäre um kein Jota stärker als die jetzige - freier Personen- und Warenverkehr.

Alle juristischen, administrativen und politischen Gesichtspunkte bleiben unverändert.

Nur vorgeschoben

Der Backstop ist nur ein vorgeschobener Grund für Johnson den No-Deal-Brexit zu machen und trotzdem den Europäern den schwarzen Peter unterzuschieben.

Der Backstop ist nur die Versicherung gegen eine Zollgrenze quer durch Irland. An dieser Grenze hat ja auch GB kein wirkliches Interesse. Es gibt keinen Grund den Backstop abzulehnen.

um 12:29 von Zeitungs-Ente

"Da wir "Rest-Europäer" in Deutschland also besser als die Briten wissen, was ihnen gut zu tun hat,"
Wir sind keine Rest-Europäer, denn wir haben ca. doppelt soviel Einwohner, als die USA. Also haben wir mit unserer Wirtschaftskraft auch zu bestimmen, was der EU gut tut und was nicht. Der Welthandel ist auch für viele andere Länder der Welt sehr wichtig und unersetzlich.

@13:17 Neutrale Welt

Sie bestätigen im wesentlichen meinen Kommentar: von britischer Seite wurde "Backstop" in die Verhandlungen eingebracht (in Ihrem abstrusen "Südtirol"-Szenario schustern Sie das noch der EU zu); dass das Karfeitagsabkommen durch eine neue (ohne Backstop de facto entstehende) Grenze gefährdet wird, bestätigen Ihnen kommentierende unterschiedlichster Couleur bzw. politischer Heimat.
Dass es im Karfeitagsabkommen nicht um Zollunion und offene Grenzen geht, weiß fast jedes Kind - das habe ich in meinem Kommentar so wenig geschrieben die Forderung nach Neuwahlen oder einem neuen Referendum. Aber gut, dass Sie sich an frühere Kommentare erinnern; könnte sein, dass auch da die Wirklichkeit zur Jahreswende schon weiter ist als manchem nationalistischen Brexit-Fan, dem an GB eigentlich herzlich wenig liegt, recht sein könnte.

@AfD mit glied - Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett?

Die rechtspopulisten Boris Johnson und Nigel Farage wollten von Anfang mit rechtspopulistischen Lügen einen harten Brexit.
Das Britische Volk hatte es auch so gewollt

Den vernünftigeren weichen Brexit hatte Frau May ins Spiel gebracht :-)

Da trifft ein Unwichtiger ein

Da trifft ein Unwichtiger ein noch unwichtigeren.
England wird bald allein sein. Gb wird es nicht nehr lange geben. Brexit machts möglich.
Dann ist auch das alberne irlandproblem gelöst. Und tusk wird auch durchgereicht werden.

Neutrale Welt, 13:33

Fiktive Beispiele dienen dazu komplexere Zusammenhänge deutlicher werden zu lassen.
Aber selbst dann sind einige nicht in der Lage dazu sie zu verstehen

Sie z.B. verstehen ja nicht einmal Ihr eigenes Beispiel, denn sonst hätten Sie es nicht gebracht - Ihr Vergleich hinkt nicht nur, sondern hat beide Beine bis unmittelbar unter dem Haaransatz verloren.

Ein passendes Beispiel lieferte @Wielstadt um 13:29:

"Sollte Italien die EU verlassen wollen, dann kann es das tun, ohne dass es irgendjemand verhindern kann, und ohne dass irgendjemand Grenzen innerhalb Italiens vorschreiben kann.
Wenn dann die italienische Regierung aber gleichzeitig verlangen wollte, dass es einen freien Warenfluss zwischen Südtirol und Österreich geben soll, dann hat man nur die Wahl: Entweder zieht man eine Zollgrenze zwischen Alto Adige und dem Rest Italiens, oder ganz Italien bleibt in der Zollunion."

@ 13:11 von karwandler

"Erstens geben Sie Ihre Behauptung auf, eine Zollgrenze in der Irischen See ginge ja gar nicht."
.
Erstens gebe ich keine Behauptung auf, weil diese Forderung nämlich Schwachsinn ist!
Sie können nicht in einem souveränen Staat nach Ihrem Gusto irgendwelche "Zollgrenzen" ernennen!
Es tut mir leid, wenn das fiktive Beispiel mit Südtirol schon bei einigen an der intelektuellen Grenze gekratzt hat.....
Zweitens geht es bei dem hier viel beschworenen Karfreitagsabkommen nicht um unkontrollierte Grenzen und Zollunion, sondern um die Entwaffnung der IRA.
Und das nennt man immer noch Landespolitik und betrifft andere EU-Staaten genau so viel wie die ETA, NSU oder wen auch immer.
Ich kann da nur User Wielstadt von 13:15 beipflichten, warum es für diese Zoll-Lösung keinen Grund für GB gibt!
.
Daher hoffe ich auf ein endgültiges Aus in gut 5 Wochen.

@proehi 10:02

Wie bitte? Warum sollen jetzt die Iren unter der Unfähigkeit Großbritanniens leiden? Warum soll man die bestrafen. Die Iren wollen nicht aus der EU. Soll Johnson mal vorschlagen, dann werden die Iren ihn auslachen!
Ich bin mir sicher, wenn UK den Brexit macht (und davon gehe ich zu 99% aus) werden die Schotten Großbritannien verlassen und möglicherweise geht Nordirland auch und vereinigt sich mit Irland.

re neutralewelt

"RE @ 12:45 von andererseits

"Sie wollen mit Ihrem Vergleich "Südtirol" tatsächlich ernst genommen werden?"
.
Na ja........
Fiktive Beispiele dienen dazu komplexere Zusammenhänge deutlicher werden zu lassen.
Aber selbst dann sind einige nicht in der Lage dazu sie zu verstehen........."

Und einige sind nicht in der Lage, welche zu formulieren.

Ein fiktives Beispiel müsste zwei Volksgruppen enthalten, die jeweils ihr Territorium zwei verschiedenen Staaten zurechnen bzw. eine Volksgruppe den territorialen Status quo erhalten, die andere ihn ändern würde.

Südtirol ist dafür nicht fiktiv, sondern ungeeignet.

@13:33 NeuttaleWelt

"ideologische Verbortheit, mangelnde Diskussionsbereitschaft - oder man hat's halt nicht verstanden"; all das scheint hinter ihrem völlig unzureichendem "Südtirol"-Szenario zu stehen. "Fiktive Beispiele dienen dazu, komplexere Zusammenhänge deutlich werden zu lassen" - in ihrem Fall verfälschen Sie die Kernpunkte des Problems; dass der Vergleich zur irisch-nordirischen Grenze nicht nur hinkt sondern gar nicht laufen kann, haben Ihnen heute und an früheren Tagen auch andere Kommentierende schon aufgezeigt. Irland ist ein unabhängiges Land, Teil der EU; Nordirland liegt auf der irischen Insel, gehört aber zu Groß-Britannien (aus geschichtlichen Gründen; ein ganz eigenes Kapitel). Mit dem Brexit entsteht genau dort eine neue EU-Außengrenze, wo bis weit ins letzte Jahrhundert hinein Menschen ihr Leben verloren, weil diese Grenze Grund für blutige Auseinandersetzungen war. Deshalb geht es hinter den Fragen von Zoll und Handel um nichts anderes als: Frieden

14:03 von Magfrad

"@proehi 10:02
Wie bitte? Warum sollen jetzt die Iren unter der Unfähigkeit Großbritanniens leiden? Warum soll man die bestrafen. Die Iren wollen nicht aus der EU. Soll Johnson mal vorschlagen, dann werden die Iren ihn auslachen!"

Danke für Ihre zutreffende Übersetzung.

Nur, dass Sie die Möglichkeit eines Rauswurfs Irlands aus der EU in Betracht gezogen haben, irritiert mich etwas.

@ neutrale welt

Mir ging es um das Karfreitagsabkommen und wie es durch den brexit gefährdet ist. Die EU ist natürlich involviert, durch Irland direkt als auch als Vermittler indirekt.
Soll jetzt Irland klein bei geben damit das Abkommen nicht zerbricht? Komischerweise , zumindest habe ich das Gefühl, das Herr Johnson ein kleiner Bürgerkrieg völlig egal ist. Daher meine Ausführung das sich ruhig andere Staaten vermitteln können um tote zu verhindern. Ja selbst ein Trump, obwohl ich nicht glauben kann das er vermitteln könnte oder es auch wollen würde.

RE @ 13:55 von kommentator_02

Der gemeinsame Konsens, sofern es den gibt, ist doch aber, dass ein Zollgrenze innerhalb eines Staates nicht funktionieren wird und von dem, der diesen Staat regiert, auch nicht gewünscht ist.
So, was machen wir jetzt?
Die EU will einem "Bundesland" finanzielle Vorteile zukommen lassen, den der Rest nicht bekommt? Wie wollen Sie das regeln? Über eine fiktive Grenze, egal ob jetzt Berge oder Meer? Wie kontrollieren Sie das? Oder ist das eine "Good Will"-Vereinbarung? Oder geht es darum den Nordiren zu zeigen, wie toll die EU doch ist? Wiedervereinigung?
Dieser Vorschlag war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Daher geht es nur mit einem kompletten Brexit.

re neutralewelt

"Zweitens geht es bei dem hier viel beschworenen Karfreitagsabkommen nicht um unkontrollierte Grenzen und Zollunion, sondern um die Entwaffnung der IRA."

Völlig falsch.

Allein Wikipedia zählt neun Hauptpunkte des Abkommens auf, und die Entwaffnung der IRA ist die Hälfte von einem dieser Punkte.

"Und das nennt man immer noch Landespolitik und betrifft andere EU-Staaten genau so viel wie die ETA, NSU oder wen auch immer."

Auch völlig falsch, weil die Republik Irland Vertragspartner ist. Nix mit britischer Landespolitik.

Jetzt haben Sie sich aber voll in die Ecke manövriert.

@14:03 Magfrad

Dass die irisch-nordirische Grenze, die es seit den frühen 20er Jahren des letzten Jahrhunderts als politische Realität gibt, keinen Ewigkeitswert haben wird, ist den meisten klar. Ich glaube aber, dass die Zeit für einen friedlichen Prozess der irischen Wiedervereinigung noch nicht da ist, weniger aus den früher bedeutsamen (freilich instrumentalisierten) religiösen Begründungen heraus als aus den gegenseitigen Verletzungen und auch den starken sozialen Unterschieden zwischen Loyalisten und Republikanern heraus; der Brexit wird die friedlichen Kräfte kaum stärken können, daher verschleppt dieser britische Separationsprozess wohl eher friedliche Wiedervereinigungsbemühungen. Leider.

Die Atmosphäre sei "sehr positiv" gewesen

Kaffee und Kuchen haben also gemundet...

Hat irgendwer etwa geglaubt, daß dabei was Tragfähiges heraus kommt? Ich jedenfalls nicht...

@proehi 14:15

Absolut richtig. Ich habe es auch nicht wirklich in Betracht gezogen. Einen Rauswurf kann es ja auch gar nicht geben wie Sie schon richtig sagen, sowas verbieten die Statuten.

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