Kommentare - Linnemann hat kein "Grundschulverbot" gefordert

06. August 2019 - 11:18 Uhr

"Populistischer Unfug", "Stimmenfang im rechten Sumpf": Die Kritik an dem CDU-Politiker Linnemann ist massiv, weil er angeblich ein "Grundschulverbot" für Kinder ohne Deutschkenntnisse fordert. Doch das hat Linnemann gar nicht verlangt. Von P. Gensing.

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Kommentare

Sprachlernklassen sind nicht neu

Ich verstehe diese ganze Aufregung nicht.

Allerdings ist es viel wichtiger kleine Klassen mit engagierten Lehrern zu haben, als Lehrer, die ihre Zeit in überfüllten Klasse absitzen.

Ich spreche aus Erfahrung, da ich mit 13 nach Deutschland kam und da nur die Worte "einz, zwei, drei, ja, nein" konnte.

Wir hatten in 18 Monaten bei einem Lehrer so gut wie nichts gelernt. Dem war alles egal. Sitzen, Abschreiben, das war es.

Dann kam einer, der geprüft hatte, was wir konnten, was wir brauchten, und wenn einer Lustlos gewesen ist, dann hat er einem ins Gewissen geredet. (Man muss wissen, dass viele Kinder gar nicht das Land wechseln wollten und von ihren Eltern mitgeschleppt wurden. Denen hat der Lehrer gesagt, wenn sie erwachsen sind, dann können sie ja zurück. Aber wenn sie zurückgehen, dann mit Schulabschluss und Sprachkenntnissen, damit sie auch dort Arbeit finden.)

Hetze?

Wenn Herr Linnemann gar kein "Verbot" gefordert hat und einige Leute dies wahrheitswidrig behaupten, ist das dann nicht Hetze gegen Herrn Linnemann?

Spracherwerb

Es ist unbestritten, dass der Spracherwerb bei Kindern viel schneller geht als bei Heranwachsenden oder Erwachsenen. Deshalb ist es unheimlich wichtig, rechtzeitig damit zu beginnen, wenn das Kind in der Familie kein oder kaum Deutsch lernt. Leider sind die entsprechende Einrichtungen in D Mangelware und die Beschäftigten z.B. in Kindergärten oder Kitas viel zu schlecht bezahlt, als dass man hier schnell Abhilfe schaffen könnte. Probleme mit der Sprache haben übrigens nicht nur Kinder ausländischer Eltern, sondern zunehmend leider auch "deutschstämmige" Kinder, wie ich aus meiner langen Berufserfahrung weiß. Deshalb wäre eine Vorschulpflicht für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen keine schlechte Idee, wenn diese nicht als reine Verwahranstalten geführt werden.

Vorschulen zur

Vorschulen zur Sprachförderung für Kinder, die noch nicht das Regelalter für den Grundschuleintritt erreicht haben, ist ja ok.
Aber was soll mit den nicht deutsch sprechenden Kindern geschehen, die bei der Ankunft in Deutschland bereits 7, 8 oder 9 Jahre alt sind?

Nach meiner Kenntnis gibt es

Nach meiner Kenntnis gibt es eine Schulpflicht aber nichts hindert daran, Kinder die kein "Deutsch" verstehen in einer Klasse für Deutschunterricht zusammen zu fassen bis sie sprachlich den Unterricht in einer deutschen Grundschule überhaupt folgen können.

Das übliche

Man könnte auf die Idee kommen dass einige "Kritiker" des Linnemann-Vorschlages starke Defizite in der inhaltlichen Aufnahme von Texten aufweisen.
Wie hier zum Teil wieder mal ein Vorschlag so lange verdreht wird bis man auch die dümmlichsten Vorwürfe hineininterpretieren kann zeigt nur eines: Völlige politische Unfähigkeit.

Es geht den Kritikern nicht um Problemlösungen, sondern nur um "an den Pranger stellen" eines politischen "Gegners".

Schade, wieder eine Möglichkeit einer Verbesserung durch politisches Geschwafel zerredet.

Wer lesen kann,

ist klar im Vorteil.

Das ist ein guter und vernünftiger Vorschlag. Wenn man allerdings nicht mal DAS vorschlagen darf, ohne gleich als Populist dargestellt zu werden, dann hat Deutschland wirklich ein Problem.

Mir macht das Angst.

Linnemann ein ganz

Linnemann ein ganz schwacher.
In der Maybrit Illner Sendung von 26.04.2016 wurde er von Sarah Wagenknecht so auseinander genommen das ihm die Kinnlade runterfiel und er keinen Satz mehr rausbrachte.
Es ist richtig das Thema der Deutschkenntnisse anzusprechen und anzupacken.
Was mich jedoch stört das Politiker wie Linnemann nur rumquatschen und dafür noch entlohnt werden.
Quatschtruppe halt....
Oder kann mir einer seine Verdienste für unser Vaterland auf Anhieb nennen?

überfällige Diskussion

zur Zeit befinden sich nicht nur an den Grundschulen, sondern auch an anderen Schulformen Schüler mit nur geringfügigen Sprachkenntnissen. Dies betrifft vor allem ältere Kinder (>10), die aus dem europäischen Ausland mit nach Deutschland genommen wurden. Hier bedarf es eigener Klassen mit ausgebildetem Lehrpersonal. Während des Balkankrieges gab es diese in Deutschland auch. Das hat gut funktioniert (mehrere Kumpels erzählten von der Zeit Anfang der 90er). Der Linnemann wird zu unrecht (aus der grünen Ecke, die noch rein gar nichts zu dem Thema beigetragen hat was die Situation verbessert hat) beschimpft.

Fakt

Ja, die Empörungsmaschinerie läuft immer, keiner hört richtig zu und jeder Kritiker versteht was er will.

Das war schon bei Akuf Pirinci so, der nicht bedauert hat, es gäbe keine KZs mehr, sondern diesen Umstand als Grund anführte, dass seine Kritiker ihn nicht in selbige stecken könnten.

Diesmal scheint jemand doch genauer zugehört zu haben und sich daran erinnert zu haben dass bei JEDEM Kind die Schulfähigkeit vor der Einschulung geprüft wird.

Und wer glaubt, es sei die Aufgabe von Grundschullehrern im Regelunterricht, fremdsprachigen Kindern Deutsch beizubringen, der glaubt auch dass es sich bei "Zitronenfalter" um eine Stellenbeschreibung handele.

Ein Schulverbot verkauft sich

Ein Schulverbot verkauft sich halt reißerischer und besser, als die Nachricht, Kindern seien dann noch nicht so weit für die Grundschule. Ein Hoch auf alle Presseanstalten und Politiker, die die Aussage von Linnemann bewusst falsch wieder geben, um populistisch auf Stimmungsmache zu gehen.

Ich wäre gern mal Zeuge,

wenn einige der BerufspolitikerInnen, die noch nie was anderes getan haben, als in Parlamenten zu sitzen, eine Klasse zu unterrichten versuchen, in der ein signifikanter Anteil der Schüler kein oder kaum Deutsch spricht. Die Ergebnisse wären sicher sehenswert.

Gute Idee

Ich finde den Vorschlag gut. So können die deutschsprachigen Kinder gut den Schulstoff lernen und die anderen sich auf das Erlernen der Sprache konzentrieren.

Die älteren Kinder könnte man evtl. ein oder zwei Schuljahre zurückstufen und so einschulen. Ich kenne zwei Fälle von Kindern aus Kamerun, wo das sehr gut geklappt hat.

@ Peter Meffert

Nein

Das ist völlig falsch.

Kinder benötigen 6 Jahre um Grundkenntnisse ihrer Muttersprache zu erlangen.

Dann weitere 4 Jahre Unterricht in der Grundschule, um erweiterte Grundkenntnisse zu erhalten.

Dann 6 Jahre Unterricht in der Sekundarstufe I um ein muttersprachlich kompetentes Niveau zu erreichen.

Erwachsene lernen eine Fremdsprache viel schneller.

Diskriminierender Vorschlag

Die Kritik an den Äußerungen bleibt in vollem Umfang berechtigt. Der Vorschlag bedeutet Diskriminierung und Ausgrenzung der Migrantenkinder. Selbstverständlich ist es Aufgabe der Grundschule, Kinder gleich welcher Herkunft und Hautfarbe das Rüstzeug beizubringen, um später Bildung zu erlangen. Auch wenn sie die Sprache sprechen, können die meisten Kinder deutscher Eltern zu Beginn der Grundschule nicht lesen und schreiben oder höherwertige Rechenaufgabe lösen. Migrantenkinder brauchen allerdings mehr Hingabe, weil sie meist schon als Kleinkinder schlimme Schicksale und Ausgrenzung erfahren haben. Der Bund muss daher endlich seine 2015 eingegangene Verpflichtung ("Wir" schaffen das) erfüllen und die Länder und Kommunen zielgerichtet mit dem Geld ausstatten, das notwendig ist, um kleine Klassen einzurichten, bei denen die Lehrerinnen und Lehrer Zeit haben, sich um die Kinder intensiver zu kümmern.

@ Waldbeutler

Natürlich in Vorkurse stecken, in denen sie Deutsch lernen.

Was denn sonst?

Etwa in der Grundschule sitzen, wo sie kein Wort verstehen und dann aus Frust und Langeweile den Unterricht stören?

Verbalhornung

Es geht doch schon lange nicht mehr um das Thema, um die Diskusion, um Lösungen.
Hier wird nur noch verbal ausgetauscht.
Um so unsachlicher das blöken von links, um so gemeiner von rechts.
Hier geht es nur noch um rechthaberei, die Lösungen gar nicht erst aufkommen lassen sollen. Haben wir schon Wahlkampf, hat es B. Merkel nicht geschafft.

Doch!

Linnemann sagte (Quelle: Zeit) Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, dürften nicht eingeschult werden.

Linnemann

hat vollkommen recht. Erstens ist der Besuch einer Regel-Grundschule für die Kinder mit zu geringen Deutschkenntnissen selbst vermutlich nicht gerade angenehm, zweitens verursachen sie dort einen überproportionalen Betreuungs- und Lehraufwand, der stark zu Lasten der des Deutschen vollkommen mächtigen Kinder geht. Mein Kind hat genau dies in den Grundschulklassen erlebt, wo sich Unterrichtstempo und -umfang extrem an einem einzigen Kind mit zu geringen Deutschkenntnissen ausgerichtet haben. Für alle anderen Kinder ist das ein ernsthafter und u.U. nicht mehr aufzuholender Nachteil.

um 11:47 von Kommentator

>>"Die Kritik an den Äußerungen bleibt in vollem Umfang berechtigt. Der Vorschlag bedeutet Diskriminierung und Ausgrenzung der Migrantenkinder.."<<

... und schon wieder die Diskriminierungskeule. Völliger Blödsinn. Ein Kind das in der Grundschule nicht oder wenig die deutsche Sprache spricht hält der Verkehr auf und fühlt sich selbst ausgegrenzt. Ach ist es falsch erst in der Grundschule darüber nachzudenken Deutschkenntnisse zu vermitteln. Das muss vorher geschehen und hier sind die Eltern gefordert. Natürlich tun sich da Eltern aus den Parallelgesellschaften schwerer als integrierte Menschen. Deshalb sind Vorkurse sicherlich der einzig richtige Weg.

Grundschulverbot für Schüler....

.... die kein einziges Wort Deutsch verstehen? Es gibt doch Sonderschulen. Und natürlich sollten die Deutsch lernen, bevor sie in eine deutsche Grundschule gehen.

Na, gehts noch

Linke-Chefin Katja Kipping sagte der Nachrichtenagentur dpa: Mit seinen Äußerungen zu Grundschulkindern gehe Linnemann auf "Stimmenfang im rechten Sumpf"
Was wird denn heute alles von den "Linken" als "rechts" eingestuft. Auch wenn Linnemann mit Recht ein wichtiges Problem anspricht, wird es von den Linken gleich wieder kaputt geredet, ohne eine bessere Lösung im Interesse der Migrantenkinder anzubieten.

um 11:34 von waldbeutler

>>"Aber was soll mit den nicht deutsch sprechenden Kindern geschehen, die bei der Ankunft in Deutschland bereits 7, 8 oder 9 Jahre alt sind?"<<

Die sollen Deutschkurse besuchen wie es Ihre Eltern auch tun und Kinder lernen die deutsche Sprache sehr viel schneller als Ihre Eltern. Ein kleiner syrischer Junge von 7 Jahren aus der Nachbarschaft meiner Eltern hatte die deutsche Sprache schon nach so einem Jahr super drauf während sich seine Eltern damit verständlicherweise schwerer taten.

Die Kritik ist berechtigt!

Wir können gerne über Problematiken wie die Früherkennung von Sprachdefiziten bei 3-4-jährigen sprechen, aber eine spätere Einschulung zuu Gunsten einer längeren Vorschulzeit vorzuschlagen ist der absolut falsche Weg.

Sprachdefizite müssen frühzeit, daher schon zwei bis drei Jahre vor der Einschulung, erkannt und mit entsprechender Förderung behoben werden.

Wozu führt es bitte, wenn ein Kind dann weiter in die Vorschule muss? Das Kind wird später eingeschult, Kinder mit Migrationshintergrund werden dann oft 1 oder gar 2 Jahre älter als ihre Klassenkameraden sein. Dies führt zu immensen sozialen Problemen innerhalb des Klassenverbandes und zur weiteren Isolierung derjenigen, die eigentlich gerade integriert werden müssen.

Daher:
Bundesweite Früherkennung und Frühförderung statt Vorschule im Einzelfall!

Eine zweite Sprache im Elternhaus zu lernen ist grundsätzlich ein Vorteil für die Entwicklung der Kinder, aber sie brauchen halt auch früh jemanden, der ihnen Deutsch beibringt...

Sonder- Schulung

Ganz einfach: Dafür braucht es eben eine spezifische Sonderschulung die zur Eingliederung in die Regelschule befähigt!

Lasst die Pädagogen das machen, die sind vom Fach! Politiker bitte lasst die Hände davon und mischt euch nicht dort ein, wo ihr keine Ahnung habt!

um 11:52 von Patrick Riot

>>"Linnemann sagte (Quelle: Zeit) Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, dürften nicht eingeschult werden."<<

Und was ist sachlich betrachtet an dieser Aussage so schlimm? Leute bleibt mal auf dem Boden. Wenn ich nicht das Zeug fürs Gymnasium habe bin ich dort auch fehl am Platz und halte den Verkehr auf um die Diskussion mal von dem Migrantenhintergrund (Merke: Äußerst Du in Germany Kritik am Thema Migration bist Du automatisch ein Nazi) wegzuführen.

11:45 von Einfach Unglaublich

Zitat:"Kinder benötigen 6 Jahre um Grundkenntnisse ihrer Muttersprache zu erlangen."
Wo haben Sie denn das her? Ich habe Kinder unterrichtet, die in der Grundschule eine höhere Sprachkompetenz hatten als viele Erwachsene. Dagegen hatte ich Jugendliche in der Sekundarstufe, die keinen geraden deutschen Satz bilden konnten. Das hängt manchmal, nicht immer, von der Herkunft ab, aber meistens davon, wie in der Familie gesprochen wird: Dialekt, gebrochenes Deutsch, Hochsprache usw. Auch das Leseverhalten der Kinder spielt dabei eine große Rolle. Kinder lernen eine Sprache spielerisch, Erwachsene müssen "lernen".

Wer könnte endlich den Schwätzern,

die bei jedem Thema, bei dem ihnen keine Sachargumente zu Verfügung stehen, in die "Populismus"-Kiste greifen, mal Grundregeln rationalen Argumentierens beibringen? Könnte man da vielleicht auch eine Vorschule für "Politiker" oder sich politisch Äußernde einrichten?

@HaJuQu 11.56

"Was wird denn heute alles von den "Linken" als "rechts" eingestuft."

Naja, zumindest alles, was als Hinweis auf Probleme gewertet wird, die mit Zuwanderung zusammenhängen.
Allerdings ist das keine Besonderheit der "Linken" mehr. Es gilt leider für beinahe alle Parteien, die hierzulande in Parlamenten sitzen.

11:47 von Kommentator

Ich finde den Vorschlag nicht diskriminierend, wenn alle Kinder auf ihre Sprachkompetenz getestet werden und dann entsprechende Förderung erhalten. Dass es dafür viel zu wenig Einrichtungen gibt, ist eine andere Baustelle. Wir brauchen mehr LehrerInnen und kleinere Klassen, da gebe ich Ihnen völlig Recht. Aber das weiß man schon seit zig Jahren, passiert ist nur wenig, außer dass dann wieder die Fraktion der Lehrerhasser ihren eigenen Schulfrust ablädt und über die "privilegierten Beamten" herzieht. Sprachkompetenz ist lebensnotwendig, kann man hier auch immer wieder sehen...

Ich habe es falsch gelesen

Ich habe es falsch gelesen im ersten Eindruck, ich dachte man fordere grundsätzlich ein Verbot der Grundschule (für alle). Das wäre ja ein anderes Thema, aber die heutige Schule ist mittelalterlich um es kurz zu sagen.

12:03 von eine_anmerkung

Ich finde die Diskussion über das Thema wichtig und hoffe, dass endlich auch materielle und personelle Konsequenzen gezogen werden (mehr LehrerInnen, kleinere Klassen, Förderkurse für schwache Schüler in einem sinnvollen Unfang usw.). Ihr Klammersatz "(Merke: Äußerst Du in Germany Kritik am Thema Migration bist Du automatisch ein Nazi)" ist allerdings typische rechte Opferpose.

11:36 von Nordlicht64

<< Man könnte auf die Idee kommen dass einige "Kritiker" des Linnemann-Vorschlages starke Defizite in der inhaltlichen Aufnahme von Texten aufweisen. <<

Auf diese Idee bin ich auch gekommen.

Der Umgang mit dem Internet hat FLÜCHTIGES LESEN offenbar nun auch bei den Akademikern bewirkt.

Man überfliegt den Text, und zack, hat man eine feste Meinung, die man dann auch gleich in Umlauf bringt.

An ein bewusstes Verfälschen glaube ich allerdings nicht.
Da weiß jeder, dass das sofort auffliegt.

Hochblamabel für die "Intelligentia".
Und, in der Tat, besorgniserregend.

Daß

u.a. Frau Kipping so eine Steilvorlage aufnimmt, ist normal und nicht anders zu erwarten. Populistische Politik wird heute dadurch gemacht, dass man Bruchstücke aus den Aussagen anderer herauspickt und dem Autor derselben dann medienwirksam Populismus vorwirft.

@ Werte-Wärter

"... ist das dann nicht Hetze gegen Herrn Linnemann?"
Natürlich ist es das. Es ist Wahlkampfzeit, und die linken Leute (im weiteren Sinne) führen den üblichen "Kampf gegen rechts". Das geht nach dem Motto: Irgendwas wird schon hängen bleiben.

Linnemann hat doch völlig Recht

er sprach auch nicht von einem Grundschulverbot, sondern von Einschulung wenn genügend Deutschkenntnisse vorhanden sind, um dem Unterricht folgen zu können. Lehrer können das in Klassem, bei denen teilweise mehr als 50% der Schülerinnen und Schüler kein oder kaum Deutsch sprechen nicht stemmen- zu Lasten der Schüler, die folgen könnten. Das ist eine klare Benachteiligung der Deutsch sprechenden

12:10 von OrwellAG

Zitat:"aber die heutige Schule ist mittelalterlich um es kurz zu sagen."
Kurz, aber völlig falsch. Wann haben Sie das letzte Mal eine Schule von innen gesehen? Wann haben Sie das letzte Mal einer Klasse von 30 pubertierenden Jugendlichen Rechtschreibregeln beizubringen versucht? Ich bin in den 60er und 70er Jahren in die Schule gegangen, wenn ich meinen SchülerInnen Anekdoten aus dieser Zeit erzählt habe,
fanden die DAS mittelalterlich...

Sprachtest für alle

Ein guter Hinweis, wie es besser laufen könnte, liegt im letzten Ansatz: ein Sprachtest für alle flächendeckend mit 3 oder 4 Jahren, denn sehr viele Kinder- egal welcher Herkunft können mit vier nicht sprechen- warum auch immer. Auch diese Kinder haben in der Grundschule heftigste Probleme und werden aufgrund von fehlenden Lehrern nicht "mitgenommen".
Allerdings ist jeder gutgemeinte Vorschlag nur dann realisierbar, wenn genügend Gelder zur Verfügung stünden und mehr Nachwuchs in den Lehrerberuf gehen wurde.

11:33 von Peter Meffert

"Probleme mit der Sprache haben übrigens nicht nur Kinder ausländischer Eltern, sondern zunehmend leider auch "deutschstämmige" Kinder, wie ich aus meiner langen Berufserfahrung weiß."

Kann ich nur unterschreiben.
Es gibt Abiturienten - deren Eltern in Deutschland geboren sind -, die einfach den Unterschied zwischen Haupt- und Nebensatz nicht erfassen können und dadurch auch keine grammatisch richtigen Sätze formulieren können.

In der Grundschule wird Grammatik leider nicht mehr beigebracht, und so schleppt sich das bis zum Abi durch, falls vorher nicht Nachhilfeunterricht eingeschaltet wurde.

Das erklärt mir auch, warum Migrantenkinder die deutsche Sprache nicht lernen.
Denn normalerweise lernen Kinder sehr rasch von ihren deutschen Freunden zumindest das richtige Sprechen.
Für das Schreiben bedarf es dann allerdings tatsächlich Zusatzunterricht.

@ Kommentstor

Nein

Es ist nicht die Aufgabe der Grundschule, den Kindern Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen.

Diese werden beim Eintritt in die Grundschule vorausgesetzt. Bei nicht-Vorliegen ist das betreffende Kind nicht schulfähig und die Einschulung wird zurückgestellt.

In dieser Zeit soll das Kind durch geeignete Maßnahmen zur Schulreife geführt werden.

@ OrwellAG

... aber die heutige Schule ist mittelalterlich um es kurz zu sagen.

Das ist Quatsch, um es ebenfalls kurz zu sagen.

Kritik an Herrn Linnemann

Ich kann an seinen Äußerungen absolut nichts Verwerfliches finden.
Da wir nun mal in Deutschland einen gravierenden Lehrermangel haben, sollten entsprechende Deutschkenntnisse schon bei der Einschulung vorhanden sein und ich finde es schon korrekt eine Verpflichtung zur Vorschule in diesen Fällen einzufordern.
Auch sollte bei den Migranten zu Hause mehr deutsch gesprochen werden müssen.
Wenn diese Kinder dann in der Grundschule nichts verstehen können sie nichts Vernünftiges lernen und stören auch noch permanent den Unterricht, so das "unsere" Kinder den Stoff auch nicht schnell genug vermittelt bekommen können!
Aber deshalb Herrn Linnemann in die rechte Ecke zuschieben geht jawohl gar nicht!
Sicher, es ist Wahlkampf.

@ Patrick Riot

Und Recht hat er.

Diese Kinder sind ja nun einmal noch nicht schulfähig.

Also keine Einschulung.
Normal!

Kinder lernen Sprachen extrem schnell

Meine Frau kam im alter von 6 Jahren aus der Türkei nach Deutschland, kam gleich in die Grundschule. Damals hat kein Mensch an irgendwelche Förderungen für ausländische Kinder gedacht. Sie schaffte es problemlos aufs Gymnasium und hat schließlich Biologie studiert und spricht besseres und reineres Deutsch, als die meisten Deutschen.

Kinder lernen Sprachen extrem schnell. Und was Deutschkenntnisse bei der Einschulung betrifft, frage ich mich manchmal, wie die im grassen Dialekt erzogenen Kinder aus unserer Gegend eigentlich eingeschult werden können. Da kommen Sätze wie "hosch däs Giggele gsäähne?" Was anderes können die nicht und manche deutschen Kinder lernen bis zum Abitur nicht, sich in Deutsch gewählt auszudrücken.

Aus dieser Sicht finde ich den Terz um fehlende Deutschkenntnisse bei kleinen Kindern etwas aufgebauscht.

Nicht alles ist Hetze

@ Werte-Wärter:
Wenn Herr Linnemann gar kein "Verbot" gefordert hat und einige Leute dies wahrheitswidrig behaupten, ist das dann nicht Hetze gegen Herrn Linnemann?

Nein, nicht unbedingt. Nicht jede falsche Behauptung ist Hetze. Vielleicht hat man Herr Linnemann missverstanden oder nicht aufmerksam genug gelesen oder zugehört.

Da muss ich Herrn Gensing doch mal loben,

dass er hier einiges klarstellt.
Wenn man dann solche Headlines liest, kommt bei mir auch der Wortschatz "Lügenpresse" und Polemik oder Volksverdummung hoch, obwohl ich eigentlich solche Worte nicht mag. Aber Fakt ist nun mal Fakt.
Schreibt man den Presserat an, bekommt man nur vorgefertigte Pauschalantworten oder Begründungen, die an den Haaren herbeigezogen worden sind.

Die Medien sollten doch viel lieber mal darüber nachdenken, dass man mit solchen Aktionen genau das bewirkt, was man Anprangert. Wie kann man dann solchen Medien eigentlich noch glauben? Entweder wird gar nicht berichtet, oder falsch.

Beides tut der Demokratie nicht gut !

Bestmögliche Förderung

Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen und solche mit guten Deutschkenntnissen sind in der Schule gleichermaßen bestmöglich zu fördern, nur halt besser nicht gleichzeitig in derselben Klasse. Herr Linnemann und andere, die von Schulbildung ausreichend viel verstehen, haben da völlig Recht. Linkes Geseibere hilft da keinem weiter.

@ Einfach Unglaublich

Es ist nicht die Aufgabe der Grundschule, den Kindern Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen.

Mag sein, ich weiß es nicht. Bei mir hat die Grundschule das freundlicherweise aber dennoch getan und ich bin sehr dankbar dafür.
Manchmal tun Menschen auch etwas zusätzlich. Ohne das funktioniert eine liberale Gesellschaft wahrscheinlich gar nicht.

@ Peter Meffert

Sind Sie Quereinsteiger?

In der Ausbildung von Pädagogen sprachlicher Fächer sind die Unterschiede zwischen Erst- , Zweit- und Fremdsprachenerwerb Teil der Ausbildung.

Dass Sie Einzelfälle zur Grundlage der Beurteilung des Regefalls machen, sagt mir, dass Sie auch nicht aus dem naturwissenschaftlichen Bereich kommen.

Sonst wäre Ihnen die Normalverteilung geläufig.

Alltagsrealist

H.Linnemann ist einer der wenigen in der CDU und auch bei den Grünen, Linken u. SPD, der in den letzten Mon. durch kompetentes Wissen über die Lebensrealität sehr positiv aufgefallen ist.Er hat sich über die urkonservativen Ansichten hinweggesetzt und den Realitätsalltag begriffen. Er ist kein schmalspuriger Parteisoldat und hat alles richtig erkannt u. gesagt, Weiter so!. Wir gehen auch nicht in eine chinesische Schule, ohne die Sprache zu verstehen.
bin kein CDU-Mann

11:52 von Patrick Riot

"Doch!
Linnemann sagte (Quelle: Zeit) Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, dürften nicht eingeschult werden."

Das ist derselbe Sinn wie das wörtliche Zitat.
Weiter unten in der "Zeit" steht, dass die Kinder in einem solchen Fall zurückgestellt werden sollten.

@ derdickewisser

Ja, Sie haben Recht.

"Politiker" ist kein Ausbildungsberuf. Unsere Abgeordneten sind alle ungelernte oder angelernte Kräfte.

Aber dafür gar nicht schlecht entlohnt.

Für Fachkenntnisse gibt es die Mitarbeiter in den Ministerien.

Schlechte Note für uns alle

Da haben wir uns wohl alle als nicht Grundschul-reif erwiesen. Aber so ist es eben, wenn Nachrichten nicht aus erster Hand kommen, sondern vielfach weiterverarbeitet wurden. Vor dem Hintergrund: Super Aufklärung von Tagesschau

Danke an Tagesschau für diesen Beitrag

denn wir brauchen wahrheitsgemäße Berichte um dem Meinungsmanagement mit Eingrenzung des Debattenraums durch unsere Elitedemokraten zu begegnen; ist auch Ursache für linke - und rechte Radikalisierung in der EU welches letztendlich die Demokratie gefährdet, weil Krisenstimmung geschaffen wird.

Bildungsalchemie

Zitat von Kommentator (11:47 Uhr) :
"Selbstverständlich ist es Aufgabe der Grundschule, Kinder gleich welcher Herkunft und Hautfarbe das Rüstzeug beizubringen, um später Bildung zu erlangen."
Dazu müssen diese Kinder aber auch beschulbar sein. Ich finde, es ist für Lehrer eine Zumutung, die Fehler ausbaden zu müssen, die in der Politik besonders seit dem Herbst 2015 gemacht wurden. Man kann aus Stroh kein Gold machen, auch wenn die Bildungsideologie das gern so hätte. Nach Artikel 6 des Grundgesetzes ist die Erziehung von Kindern - und Bildung ist ein Teilbereich davon - primär die Verantwortung der Eltern. Staatlicherseits werden die Eltern durch Schulangebote unterstützt, aber es kann nicht sein, daß Kinder in die Schulen geschickt werden, die das Bildungsangebot gar nicht wahrnehmen können, weil ihnen schon dazu die Mindestvoraussetzungen fehlen. Da nützt alles Diskriminierungsgejammer nichts.

@ Sausevind

Sie fällen aber ein vernichtendes Urteil über das Niveau unseres Abiturs.

Damit wird immerhin die Studierfähigkeit, die allgemeine Hochschulreife bescheinigt.

Zu unrecht?

Wichtig: Die Anzahl nicht Muttersprachler in der Klasse.

@12:21 von deutlich
Sie haben einen entscheidenden Punkt benannt:
Bei über 50% Nicht-Muttersprachler leiden auch die anderen Kinder.
(berühmtes Beispiel war die erste Pisa-Studie: Bremen wurden mit solchen Klassen natürlich Schlusslicht im Pisatest).

Aber genau deshalb hat Linnemann nicht Recht: Kinder lernen als Minderheit die Sprache der Mehrheit erstaunlich schnell. Ich habe Leute kennengelernt, die dann ein hochqualifiziertes Studium absolviert haben.

Aber es kommt auch da auf's Elternhaus an. Für viele Asiaten und manche Osteuropäer hat Bildung einen hohen Wert. Und dann schaffen die Kinder auch die sprachliche Anpassung.

@ Einfach Unglaublich

"dass bei JEDEM Kind die Schulfähigkeit vor der Einschulung geprüft wird" Am 06. August 2019 um 11:40 von Einfach Unglaublich

Diese Prüfung ist ein Witz!
Vorschule müsste überall her, in welcger der Kindergarten in die Schule übergeht, und dann könnte man sehen, ob das Kind soweit ist.

Das würde uns jährlich eine Tonne Ritalin ersparen (Also etwa die Hälfte des Verbrauchs in D.)
AD(H)S-Kinder sind "Spätzünder". In einer 10-Minuten-Untersuchung findet man nicht heraus, ob das Kind bereits 45 Minuten konzentriert durchhalten kann.

Statt dessen werden Kinder immer früher eingeschult.

Nichts Neues, auch Boris Johnson...

Nichts Neues, was da mit Linnemann gemacht wurde. Gerade geht ein weiteres Beispiel durch die Medien, so behauptete der Fernsehmoderator des ZDF, Claus Kleber, im heute Journal vom 29. Juli, der neue britische Premier Boris Johnson habe vor einigen Jahren gesagt "Man kann nicht ausschließen, dass in meinem Fall hinter der Fassade eines durchgeknallten Idioten tatsächlich ein durchgeknallter Idiot steckt“. Sieht man sich die betreffende Aussage Johnsons an, so wird sofort klar, dass Johnson das keineswegs gesagt hat, sondern die Aussage allgemein gemeint hatte und nicht auf sich selbst bezogen.

Also ein verbreitetes Vorgehen, unter dem mal Johnson und hier eben mal Linnemann zu leiden haben. Da so etwas heutzutage aber sehr schnell aufgeklärt wird, diskreditieren sich die betreffenden Personen, die Unwahrheiten behaupten, in erster Linie selber.

Warum "rechter Sumpf"?

Es ist schon armselig, mit welch stupiden bzw. einfältigen Mitteln in der heutigen Zeit "argumentiert" wird. Mit sachlich nicht nachvollziehbaren Äußerungen wie "Stimmenfang im rechten Sumpf" versuchen offensichtlich überforderte Politiker die Meinungsfreiheit und Gedankenvielfalt, die unser GG auch absichert, zu unterhöhlen. Linnemann hat doch recht - unser Schulsystem ist auf vorhandenen, ausreichenden Sprachkenntnissen aufgebaut u. kann mangelhafte bis gar nicht vorhandene Sprachkenntnisse nicht kompensieren. Diese Kinder dann in dieses Schulsystem zwängen oder zwingen zu wollen, schadet am Ende allen Beteiligten. Wenn die Kinder nicht verstehen, was unterrichtet wird, dann schalten sie zwangsläufig ab u. sind sehr schnell frustriert. Der erhoffte u. notwendige Lerneffekt ist dann = 0. Das hat nichts mit Populismus oder gar Rechtsradikalismus zu tun. Die Kinder müssen schlicht u. ergreifend sprachlich "vorgeschult" werden.

@ Elite-Deutscher

"Eltern sollten dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass ihre Kinder schulfähig sind!" Am 06. August 2019 um 12:17 von Elite-Deutscher

Paperlapap!

Leichtere Formen von Autismus oder ADHS werden oft erst mit 10 Jahren festgestellt.
Es ist oft eine Odyssee, bis die Diagnose steht und die Therapie beginnen kann.

Desweiteren ist von Eltern, die selbst kein Deutsch können nicht zu erwarten, dass sie irgendjemandem Deutsch beibringen.
Wen Sie eine Sprache lernen wollen, dann gehen Sie auch zu jemanden, der sie perfekt kann.

11:32 Werte-Wärter

"Wenn Herr Lienemann gar kein Verbot gefordert hat und einige Leute dies wahrheitswidrig behauten, ist das dann nicht Hetze gegen gegen Herrn Linnemann?"

Doch es ist Hetze.
Aber diese Erfahrung haben bis jetzt alle anderen Parteien und diverse politische Vertreter/innen machen müssen. Dabei war die Partei der Herr Linnemann angehört nicht besonders zimperlich beim austeilen.

Tagesschau jetzt offizielles Presseorgan der CDU?

Zu allererst, auch mit dem Wort "noch" im Satz fordert er ein Schulverbot für Kinder, die nicht hinreichend gut deutsch sprechen. Ob er sie dann auf eine Vorschule schicken möchte oder zurück in den Kindergarten ist unerheblich. Er fordert Schüler im entsprechenden Alter aufgrund fehlender Deutschkenntnisse vom regulären Schulbetrieb auszuschließen. Witzigerweise begründet er das, mit dem Ziel der Bildung von Parallelgesellschaften vorzubeugen. Tatsächlich bewirkt jedoch die Exklusion von Kindern genau das, eine Bildung von Parallelgesellschaften. In weiteren Teilen des Interviews stellt er noch einen Zusammenhang mit Verbrechen wie dem Mord in Frankfurt und den Sprachproblemen her - blanker rechter Populismus, beschönigt von der Tagesschau.
Es ist erschreckend, dass die Tagesschau sich offenbar als Parteisprachrohr der CDU versteht. Während andere Parteien wie die SPD zu recht kritisch auseinander genommen werden, wird über die CDU fast nur positiv berichtet.

Die einen setzen sich

Die einen setzen sich verantwortlich und differenziert damit auseinander, wie das Sprachniveau im Vorschulbereich und durch Fördermaßnahmen in den ersten Grundschulklassen verbessert werden kann; die anderen betreiben schnelle Etikettierungen und nehmen dabei zumindest billigend Ausgrenzung in Kauf. In den Kommentaren hier findet man leider auch Beispiele für letzteres.

@ Peter Meffert

"Ich habe Kinder unterrichtet, die in der Grundschule eine höhere Sprachkompetenz hatten als viele Erwachsene. Dagegen hatte ich Jugendliche in der Sekundarstufe, die keinen geraden deutschen Satz bilden konnten." Am 06. August 2019 um 12:04 von Peter Meffert

Es gilt die Regel:
Wer eine Sprache bereits gut kann, der lernt eine zweite schneller.
Wer zwei Sprachen kann, der lernt die dritte noch schneller.

Wer begriffen hatte, dass Sprachen ihre Regeln haben, der erkennt neue Regeln schneller.

(Es gibt Naturtalente, die das intuitiv lernen. Das ist wie bei Mozart und Noten.)

Umgekehrt gilt:
Wenn jemand seine Muttersprache nicht richtig gelernt hat, der wird auch Probleme mit anderen Sprachen haben.

Halte den Vorschlag für

Halte den Vorschlag für Vernünftig. Es ist doch jetzt auch schon so das wenn Kinder in der Vorschule als nicht reif genug für die Schule eingestuft werden ein weiteres Jahr in der Vorschule bleiben bevor sie eingeschult werden. Warum sollte das gleiche nicht auch bei Sprachdefiziten gemacht werden?
Was bringt es ein Kind einzuschulen was dem Unterricht nicht folgen kann (ggf aus Langeweile den Unterricht stört) und am Ende des Jahres nicht versetzt wird - außer man setzt andere Maßstäbe bei der Beurteilung an, was aber eine Diskriminierung aller anderen Kinder wäre. Förderklassen und ein weiteres Jahr in der Vorschule wo Sprachdefizite aufgeholt werden macht für mich erstmal Sinn.

Organisationsprobleme

Sollen die betroffenen Kinder dann später auch in Sonderklassen gehen?
Oder werden 8 - 10 - jährige Sprachschüler dann mit anderen 6 - jährigen Kindern ins 1. Schuljahr eingeschult?
Wenn schon klar ist, dass Linnemann sich anders ausgedrückt hat, als berichtet wurde, sollte die Umsetzung seiner Vorschläge diskutiert werden.
Schon allein der katastrophale Lehrermangel läßt weitere Klassen gar nicht zu.
Vom Problem der mangelnden Räumlichkeiten ganz abgesehen.
Das Problem, dass auch deutsche Medien falsche Meldungen veröffentlichen, bzw Meldungen, die mißverständlich formuliert sind, oder Schlagzeilen benutzen, die sich aus den dazugehörigen Berichten nicht ergeben, ist natürlich ebenfalls Diskussionswürdig.

@um 11:34 von waldbeutler

ganz einfach.. diese Kinder müssen auf unsere Schulen vorbereitet werden. Die Sprache lernen, unser Land, Geschichte kennen lernen und vor allem man kann dann überlegen in welche Klassen sinnvoll "Eingeschult" wird.
Das ist doch im Interesse der Kinder und nichts böses. Es ist schöner zu wissen was man da redet als nur Bahnhof zu verstehen.

@eine anmerkung, 11.59h

Ich kenne ein ähnliches Beispiel.
Die 17jährige Schwester meiner Nachbarin kam aus Indien. Kein Wort deutsch.
Nach nur einem Jahr hatte sie Sprachkenntnisse, das mir die Kinnlade runterfiel.
Ihre Ausbildung als Krankenschwester hatte sie mit Auszeichnung abgeschlossen und ist nun Leiterin einer Schwesterschule.
Ich Kenne die nun junge Frau sehr gut und weiß, dass der absolute Wille zu Integration und Leistung das Geheimnis ihres Erfolges war.

Vollkommen aufgebauschter Mist

Bei aller Liebe. Meine Frau kam mit 5 Jahren nach Deutschland und sie hat die Sprache sehr schnell gelernt. Kinder lernen sprachen noch schneller als es Erwachsene tun. Sie hatte nie Probleme in der Schule und war Klassenbeste. Die Idee von Linnemann ist unnötig weil total aufgebauscht und nicht der Realität entsprechend.

12:31 von Michael60

"Auch sollte bei den Migranten zu Hause mehr deutsch gesprochen werden müssen."

Wie wollen Sie das erreichen? In jede Migrantenfamilie einen Polizisten schicken, der tagsüber aufpasst, dass "mehr Deutsch" gesprochen wird?

Welche Sprache man spricht, ist ein Menschenrecht.

Außerdem können in der Regel die Migrantenkinder viel besser Deutsch als ihre Eltern.

Das Problem liegt in meinen Augen viel tiefer.
Migranten haben meist Sehnsucht nach ihrer Heimat, die sie nicht immer freiwillig verlassen haben.
Darum weigern sie sich - oft unbewusst -, die neue Sprache zu erlernen.
Das überträgt sich auf die Kinder.

um 12:40 von pife38

>>"Alltagsrealist H.Linnemann ist einer der wenigen in der CDU und auch bei den Grünen, Linken u. SPD, der in den letzten Mon. durch kompetentes Wissen über die Lebensrealität sehr positiv aufgefallen ist.Er hat sich über die urkonservativen..."<<

Den Bezug Ihrer Ausführungen (Alltagsrealist) zu den Tagträumern von den Grünen und Linken müssen Sie aber bitte herleiten?

Ich bin überzeugt,......

daß sich zu diesem Themenkreis noch jede Menge Soziologen, Psychologen usw.usw.zu Wort melden werden. Nicht, daß sie Bescheid wüßten, aber es ist scheinbar immer gut im Gespräch als "Experte" zu bleiben! Beklagenswert finde ich, wenn Katja Kipping scheinbar nur daran interessiert ist, ob "im rechten Sumpf gefischt wird " oder nicht! Daraus folgere ich, daß das Thema die Linke garnicht interessiert oder sie keine praktikablen Vorschläge hat! Damit unterscheidet sie sich nicht von der AfD, die sich auch nur meldet um nicht völlig vergessen zu werden!

Übrigens, so falsch kann Herr

Übrigens, so falsch kann Herr Linnemann nicht gelegen haben wenn Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ihm zustimmt:

„Carsten Linnemann hat mit seiner Problembeschreibung absolut recht. Wir müssen uns endlich ideologiefrei dem Problem widmen, dass inzwischen ein Fünftel bis ein Viertel der Erstklässler nur schlecht oder gar kein Deutsch kann.“

Danke!

12:46 von Einfach Unglaublich

Als Kenner der Normalverteilung hätten Sie bemerken müssen, dass sausevind über Einzelfälle gesprochen hat, die ich aus meiner Erfahrung bestätigen kann. Warum Sie daraus ein allgemeingültiges Urteil über das Abitur ableiten, verstehe ich ungebildeter Deutschlehrer leider nicht. Es gibt auch SchülerInnen, die wegen solcher Schwächen das Abitur nicht bestehen...

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