Kommentare - NASA-Tourismus: 31.000 Euro für den Astronautentraum

08. Juni 2019 - 02:38 Uhr

Schon in wenigen Monaten sollen die ersten bemannten Testflüge zur internationalen Weltraumstation ISS den Weg für neuen Tourismus im All ebnen. Der Grund dafür ist simpel: Die NASA braucht das Geld. Von Kai Clement.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

ISS - Erd-Orbit?

Ich bin sehr enttäuscht von all den internationalen Raumfahrtbehörden. Seit vielen Jahren trainieren Menschen für den Flug zum Mars, aber nix passiert weiter...
Seit 1...2 Generationen hätte die Menschheit längst zu Exoplaneten (also bewohnbaren erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) Kurs nehmen können, verschiedenste Varianten von modernen Antriebstechnologien wurden durchgespielt, nahe an Lichtgeschwindigkeit könnten wir längst verreisen.
Nix passiert statt dessen.

Wer nur Geschäfte will, wird auch nur Geschäfte bekommen

Mal im Ernst. Um Geld zu bekommen muss man einfach nur ganz viele Ressourcen unseres Heimatplaneten verbrauchen. Hier noch einmal ganz besonders viele.

Es scheint mir, als ob unsere Erde einfach verbraucht werden soll.

Nur damit noch mehr Geld da ist.

Essen kann man das nicht.

Ich wünsche mir mehr Gretas und Rezos.

Bei angemessener CO² Steuer OK

Für derartigen Luxus-Tourismus finde ich eine erhöhte CO²-Steuer auf den Raketenstart für angemessen.

Sehr schön.

Hat hier irgendwer ~55000000€ für mich? Ich würde sehr gerne zwei Wochen auf der ISS verbringen, der Ausblick aus der Cupola muss atemberaubend sein...

Quatsch

Touristenflüge in das Weltall sind das Dämlichste und Überflüssigste, was die Menschheit machen kann, um gegen den Klimawandel vorzugehen.

Gegen die wissenschaftlichen Flüge zur ISS spricht dagegen nichts, die brauchen wir, um unsere Erde zu verstehen und wichtige Erkenntnisse für unsere Existenz und unsere Zukunft zu gewinnen. Und Leute wie A. Gerst, die uns zeigen, wie fahrlässig wir mit unserem Planeten umgehen.

Aber jeder überflüssige Flug ins All und genauso jeder überflüssige Flug mit Flugzeugen (und zukünftig möglichen Flugtaxis) erzeugt überflüssiges CO2 und weitere Schadstoffe. Lasst den Quatsch sein!

Ja schön

Es sei jedem gegönnt, sich einen Flug zur ISS zu gönnen.

Aber irgendetwas scheint mit den Einkommensteuer- und Erbschaftsgesetzgebungen nicht zu stimmen, wenn Personen 50 Millionen für einecReise übrig haben.

Weltraumtourismus

... finde ich eigentlich eine gute Idee. Aus Gründen des Klimaschutzes lehne ich ihn aber ab, genauso wie Urlaubsflüge.

Ich find's toll!

Das hilft ja vielleicht auch dabei, die ISS zu erhalten und zu erneuern.

Weltraumtourismus versus Klimaschutz

Irgendwie habe ich den Eindruck dass der Klimawandel noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen ist. Denn sonst wäre der Weltraumtourismus kein Thema. Ein Raketenstart verbrennt ein Vielfaches an Treibstoff als ein Flugzeug bei einer Atlantiküberquerung!
Wir Menschen dürfen nicht mehr alles was wir können wenn es zu Lasten der Umwelt und somit der Mitmenschen geht!

Die Überschrift signalisiert

Die Überschrift signalisiert fälschlicherweise ein Schnäppchen: 31.000 Euro soll lediglich eine Übernachtung auf der ISS kosten; der Flug dahin mindestens 50 Millionen. Da kann einem schon übel werden, wenn man diese Pervertierung kapitalistischer Gesellschaftsspaltung liest: 50 Millionen, die fehlen in Entwicklungs-, Bildungs- und Sozialarbeit, in Infrastruktur und Kampf gegen weltweiten Hunger; stattdessen werden 50 Millionen ausgegeben für einen individualistischen Kick, einen Nervenkitzelquickie für Superreiche.

@ andererseits

„Da kann einem schon übel werden, wenn man diese Pervertierung kapitalistischer Gesellschaftsspaltung liest: 50 Millionen, die fehlen in Entwicklungs-, Bildungs- und Sozialarbeit, in Infrastruktur und Kampf gegen weltweiten Hunger; stattdessen werden 50 Millionen ausgegeben für einen individualistischen Kick, einen Nervenkitzelquickie für Superreiche.“

Der Flug ins All für superreiche Privatpersonen ist zu 110% überflüssig. Volle Zustimmung.
Aber wenn die Privatperson die 50 Millionen dafür nicht ausgibt, landen die 50 Millionen ja nicht automatisch im Bereich Entwicklung, Bildung, soziales, Ernährung etc.
Der Superreiche wird sich dann alternativ eine Yacht, eine Luxusvilla oder einen privaten Freizeitpark kaufen oder lässt sich auf den Mount Everest tragen.

Zum Spucken find ich das

Für Menschen ist kein Geld da.
Wird vom Staat Geld für Flüchtlinge ausgegeben: Aufschrei. Wir haben kein Geld!
Sollen die Renten erhöht werden: wer soll denn das bezahlen - NEIN.

Aber wenn die Bundesregierung für die Raumfahrt Geld ausgibt (ESA), dann jault keiner.

Die Menschheit hat im All nichts zu suchen. Die Menschheit sollte erst mal lernen, auf den eigenen Planeten aufzupassen und verantwortungsvoll umzugehen.

Nehmt den Menschen den Glauben auf eine Alternative (Besiedelung anderer Planeten), dann werden sie vielleicht klüger.

Dieser "NASA - Tourismus" demonstriert nämlich genau das:
rausholen was geht - aus der Erde und den Menschen, damit einige wenige reich werden.
Und da muss man sich keine Sorgen machen. Denn für die Reichen - da wird gesorgt. Erde kaputt? Kein Thema. Ich kauf mir ein Plätzchen im All.

Was soll dieser Alleingang?

Die NASA will dafür die Internationale Raumfahrtstation ISS für Touristen öffnen.

Die ISS gehört nicht der NASA oder den USA. Sie ist eine von vielen Staaten, darunter auch Deutschland, finanzierte Forschungsstation. Die Ressourcen sind sehr begrenzt, im Notfall muß jeder mit anpacken können. Urlaub dort wäre quasi wie Urlaub im Universitätslabor mit schöner Aussicht.

Dorthin sollte es keine touristischen Touren geben, und schon gar nicht als Alleingang eines einzelnen Landes. Sollen sie doch für Touristen eine eigene Station bauen.

Nur so zum Vergleich

@leider geil

Die Falcon Heavy verbraucht 400t RP1 ( Kerosinähnlicher Treibstoff) und LOX (flüssiger Sauerstoff).

Ein A380 hat eine Tankapazität von 250t Kerosin, der Sauerstoff kommt aus der Luft.

Jetzt mal kurz überlegen wie oft Flugzeuge starten und wie oft Raketen...
Da merkt man schnell das Flugzeuge die wahren Umweltsünder sind.

08:32 von andererseits

«… stattdessen werden 50 Millionen ausgegeben für einen individualistischen Kick, einen Nervenkitzelquickie für Superreiche.»

Gäbe es diese Art von Nervenkitzelquickie nicht, landete das Geld derer, die sich so etwas leisten können, ja nicht stattdessen dort, wo es Infrastruktur, sozialer Entwicklung, und Bedürftigen zu gute käme.

@einfach unglaublich, 7:21

Aber irgendetwas scheint mit den Einkommensteuer- und Erbschaftsgesetzgebungen nicht zu stimmen, wenn Personen 50 Millionen für eine Reise übrig haben.

Für einen Augenblick hat mir Ihr Beitrag die Sprache verschlagen. Hätte ich niemals erwartet.
Meine vollste Zustimmung.

Neiddebatte

Was für eine herrliche Neiddebatte hier. Es steht jedem frei selbst so reich zu werden, dass er 50 Millionen € übrig hat. Er kann dann diese 50 Millionen in die Verbesserung der Welt stecken. Selbst wenn jemand das Geld geerbt hat, hat es zuvor jemand erwirtschaftet.
Anscheinend ist nicht schöner, als anderen vorzuschreiben, wie sie ihr Geld auszugeben haben.

@schabernack, 9:08

Gäbe es diese Art von Nervenkitzelquickie nicht, landete das Geld derer, die sich so etwas leisten können, ja nicht stattdessen dort, wo es Infrastruktur, sozialer Entwicklung, und Bedürftigen zu gute käme.

Ich empfehle Ihnen den Post von @einfach unglaublich, 7:21. Der denkt nämlich schon einen Schritt "zurück", was vielen hier gar nicht in den Sinn kommt.

09:19 von frosthorn @einfach

09:19 von frosthorn
@einfach unglaublich, 7:21
Aber irgendetwas scheint mit den Einkommensteuer- und Erbschaftsgesetzgebungen nicht zu stimmen, wenn Personen 50 Millionen für eine Reise übrig haben.

Für einen Augenblick hat mir Ihr Beitrag die Sprache verschlagen. Hätte ich niemals erwartet.
Meine vollste Zustimmung.

---

Wenn die Person ihren angemessenen Steuerteil abgedrückt hat, ist doch alles in Ordnung.

Ihre beiden Beiträge vermitteln, es dürfte keine Einkommensunterschiede geben.

Gibt es aber.

Ist auch in Odrnung.

Wenn Reiche ihre Steuer zahlen.

Dann kommt das selbst den Mitmenschen zugute.

Und was ein Mensch übrig hat, hängt davon ab, was er vorher verdient hat.

Warum sollte es keine reichen

Warum sollte es keine reichen Menschen geben?

Es wird immer Einkommensunterschiede geben auch gravierende.

Das ist ein Teil der Freiheit, in der wir leben.

Gleichmacherei, in der Menschen niemals reich werden können, wenn sie nicht zum Clan gehören, gibt es nur in totalitären Regimen.

Wenn jemand sehr reich ist, dann profitieren in unserem System auch andere Menschen davon. Und das finde ich gut.

Nur Steuerhinterziehung geht nicht. Das ist ein Kapitalverbrechen und schadet dem System, durch das diese Verbrecher reich geworden sind. Das ist aber ein ganz anderes Thema.
Nur ein Teil der Reichen sind Verbrecher, oder sind durch Verbrechen reich geworden.

Umweltverschmutzung hoch drei...

Der Ressourcenverbrauch mal ganz abgesehen und was soll es am Ende bringen?...

09:08 von schabernack 08:32

09:08 von schabernack
08:32 von andererseits
«… stattdessen werden 50 Millionen ausgegeben für einen individualistischen Kick, einen Nervenkitzelquickie für Superreiche.»

Gäbe es diese Art von Nervenkitzelquickie nicht, landete das Geld derer, die sich so etwas leisten können, ja nicht stattdessen dort, wo es Infrastruktur, sozialer Entwicklung, und Bedürftigen zu gute käme.

---

Woher wollen Sie das wissen?

Vielleicht würde das Geld auch in menschenverachtende Bereiche investiert ...

was für unsere männlichen Artgenossen gar nichts Unübliches ist.

Sozialneid nennet man das,

Sozialneid nennet man das, was man hier im Thread erleben kann.

@ Ritchi

Was hat das mit Neid zu tun?

Es ist die Verpflichtung des Staates, dafür zu sorgen, dass der Gier Grenzen gesetzt werden - deshalb haben wir Gesetze.

Bedauerlicherweise haben wir inzwischen eher Gesetze, um die Reichen und deren Besitz zu schützen. Denn der Ausbeutung der "restlichen" Menschen werden kaum mehr Zügel angelegt.

Ich könnte sagen: wer reich wird mit Anstand, der soll reich sein - mir egal. Allerdings mache ich mir keine Illusionen - ich glaube nicht, dass man mit Anstand so reich werden kann.

Es geht darum, dass die Basis für dieses "Späßchen" eben nicht von den Reichen finanziert wurde.
Unsummen an Steuergeldern sind da verpulvert worden und werden weiter verpulvert.

Während immer wieder dafür gesorgt wird, dass die Armen gegeneinander in Stellung gebracht werden.
So halten sich die Reichen.

Wo bleibt der Hintergrund zu diesen Touristenfahrten?

Es ist doch so, dass die Russen sich 2020 aus dem ISS-Projekt verabschieden und entsprechend Milliarden nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dass jetzt Touristen hinauf dürfen ist doch nur diesem Umstand geschuldet. Und die NASA kann selbstverständlich diese Idee begraben, weil selbst bei 40000 pro Tag, wird die NASA die ISS nicht lange betreiben. Daher meine Empfehlung an die möglichen Kandidaten. Sichert euch so schnell und vor allem mit Absicherung die Flüge. Weil 31000 bzw. 35000 ist ein Preis, der nicht gehalten werden kann. Und somit nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen wird.

Chinesen könnten, werden aber nicht für Russen einspringen, weil die Chinesen sich selbst im Orbit verwirklichen wollen.

Die NASA brauch übrigens

Die NASA brauch übrigens Entwicklungsgelder.

Irgendwoher muss das Geld für Forschung ja kommen.

Trump dreht ja alle Hähne, die Forschung und Entwicklung bedienen zu.

In was Trump hingegen investiert und fördert, weiß auch jeder.

Das ist der Nachteil von

Das ist der Nachteil von Privatisierung von Staatseigentum.

Institutionen müssen sich was einfallen lassen, um sich selbst erhalten zu können.

Glücklicherweise gibt es Menschen, die sich es leisten können, andere wie die NASA auf die Art zu erhalten.

09:32 von frosthorn

«Ich empfehle Ihnen den Post von @einfach unglaublich, 7:21. Der denkt nämlich schon einen Schritt "zurück", was vielen hier gar nicht in den Sinn kommt.»

"Ich denke zurück", und bin dabei in den USA (weil es ja um die NASA geht).
Bin bei eher jüngeren Menschen, die auch eher die physischen Voraussetzungen für einen solchen "Nervenkitzelquickie" mitbrächten.

Nehme dabei an, man besteuerte hohe Einkünfte und Erbschaften mit 75% (80-90%). Denke dann beispielsweise an die "Family Kardeshian".

Sagen wir mal, die Kim würde unbedingt auf die ISS wollen, und brächte auch die Fitness in physischer und psychischer Sicht dafür mit.

Sie hätte auch bei der von mir angenommenen Besteuerung genügend finanzielle Mittel, um sich den erwünschten Nervenkitzelquickie leisten zu können.

Schweifen meine Gedanken nach DEU, könnten sie u.a. bei Götz Werner landen (dem von "DM"). Auch der könnte, auch bei viel höheren Steuern.

"Nicht zu verhindern", dass es "welche" gibt, die können.
Sollte man …?

Wie soll das funktionieren?

Die Besatzung der ISS ist nicht nur für das Durchführen von wissenschaftlichen Experimenten verantwortlich, sondern auch für die Pflege und Instandhaltung der Station. Von Touristen kann man kaum erwarten, dass sie sich daran beteiligen. Insbesonder Außeneinsätze dürften sowieso ausgeschlossen sein, aber auch profanes wie das Staubtuch schwingen ist wohl nicht im Interesse von reichen Touristen. Wie will die NASA in dem Bezug ihren Verpflichtungen nachkommen, wenn einer der Astronauten ein Totalausfall oder vielleicht schlimmer noch ein Problemfall ist?

Bei den Flügen mit dem Space Shuttle war das einfacher, weil dort immerhin 7 Personen mitflogen, so dass die 6 anderen die Arbeit mit übernehmen konnten, zudem waren entsprechende Pflegearbeiten nicht erforderlich. Auf der ISS finden sich zwar auch 5 weitere Personen, aber Russen, Europäer, Kanadier, Japaner und so weiter werden kaum die zusätzliche Arbeit übernehmen wollen, die durch einen US Touristen entsteht.

2% sind leider nicht wirklich

richtig

@weiß mehr als sie

Die Lufthansa ist in Deutschland auf Platz 4 der CO2 Sünder...
siehe link unten
Ryanair gehört zu den Top 10 Klimasündern in der EU...

Dazu kommt das die Rußpartikel der Flugzeugabgase Wolken bilden und z.b. eine Abkühlung der Erde Nachts verhindern.
Nur mal so zur Info:
An einem guten Tag sind bis zu 200.000 Flugzeuge gleichzeitig unterwegs...
Fliegen ist und bleibt die klimaschädlichste Fortbewegungsart für Privatpersonen

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Kohlenstoff…

09:44 von StöRschall / @schabernack

Ich: «Gäbe es diese Art von Nervenkitzelquickie nicht, landete das Geld derer, die sich so etwas leisten können, ja nicht stattdessen dort, wo es Infrastruktur, sozialer Entwicklung, und Bedürftigen zu gute käme.»

Sie: «Woher wollen Sie das wissen?
Vielleicht würde das Geld auch in menschenverachtende Bereiche investiert ... was für unsere männlichen Artgenossen gar nichts Unübliches ist.»

Ich sage damit ja nichts anderes, als dass es keinen Automatismus gäbe.
Der das nicht für exklusive Privatvergnügen sehr wohlhabender Menschen ausgegebene Geld dorthin fließen ließe, wo es der Allgemeinheit zu gute käme.

Ja - die so begüterten Menschen könnten die 50 Millionen Dollar, die ein solcher Flug kostet, "auch noch viel schädlicher investieren", als in Aussichten von + Übernachtungen in der ISS. U.a. in Spekulation mit Wasser und Getreide.

Astronauten berichten ja alle, man bekomme einen anderen Blick für die Erde, wenn man ihre Schönheit und Verletzlichkeit vom All aus sieht …

10:07 von schabernack "Nicht

10:07 von schabernack

"Nicht zu verhindern", dass es "welche" gibt, die können.
Sollte man …?"

Mal ein anderes fragwürdiges Beispiel:

Unikliniken sind mittlerweile teilprivatisiert.
Oder sogar ganz in Hände der Oberprofs., Vorstände etc.

Unikliniken werden mittlerweile geführt wie Privatunternehmen.

Das hat Vorteile aber auch ganz klar Nachteile.

Damit sich kleine Spaten an den Unikliniken tragen können, müssen die sich was einfallen lassen, sonst können sie schließen.

Schließen wäre eine Katastrophe. Also machen sie teildemokratische Kompromisse. Sie verkaufen sich quasi ins Ausland.

Der Nachteil ist, Bettenmangel.
Der Vorteil ist, Überleben einer Spate.

So. Was ist denn jetzt besser.

Das Schlamassel ist auf die finanzielle Selbstbestimmtheit und Selbstgestelltheit zurückzuführen, auf den Umstand, dass diese Kliniken zum großen Teil privatisiert sind.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Es ist jedenfalls notwendig, dass sie das tun, um sich selbst zu erhalten.

Ob nun zum Mond oder auf die

Ob nun zum Mond oder auf die malediven. Ich will da gernicht hin. Wozu auch? Ich bin selber interessant genug, ich muß nicht posen und angeben.
BTW, dieser ganze Weltraumpopanz ist völlig rausgeschmissenes Geld. Die menschheit wird mit der Erde untergehen. Flucht völlig unmöglich. Wir sind hier nicht bei Starwars oder Raumschiff Enterprise, wo man mal eben in eine andere Galaxie zischt.

Die Menschen sind verrückt geblieben.

Was die dann an Ressourcen verfeuern interessiert wohl niemanden. CO2 wird dabei ja wohl gar nicht emittiert, oder?

@schabernack

Dass Trump Forschungsgelder streicht, darf man jetzt nicht der NASA oder einzelnen Egomanen ankreiden.

03:20 von WM-Kasparov-Fan

nahe an Lichtgeschwindigkeit könnten wir längst verreisen.
.
sie hätten in ihrer Jugend mehr in Physik aufpassen sollen
weniger Perry Rhodan Hefte lesen oder Enterprise Filme anschauen sollen
denn wüßten sie um die Probleme bei hohen Geschwindigkeiten

10:23 von StöRschall

«Mal ein anderes fragwürdiges Beispiel:
Unikliniken sind mittlerweile teilprivatisiert … Ist das jetzt gut oder schlecht?»

"A small step for woman, a large step for mankind".

Ist Ihr Beispiel mit der Privatisierung von medizinischen Leistungen in Krankenhäusern und Uni-Kliniken.

Prinzipiell funktioniert es in skadinavischen Ländern am besten.
Wo Absichten der Gewinn-Maximierung wenig (oder gar nicht) vorhanden sind. Kliniken mehr vom Staat aus Steuermitteln finanziert werden, als es hierzulande der Fall ist.

Nicht in direkter Linie mit Raumfahrt zu vergleichen.
Medizin ist Muss, Raumfahrt eher Kann.
Bei der ist privates Unternehmertum mit der Absicht der Gewinnerzielung eher hilfreich denn kontra-produktiv.

03:20 von WM-Kasparov-Fan ...kann man so...

übertreiben - wir sollte uns an die Annahme gewöhnen, das wir hier mit sehr begrenztem Nutzen ein wenig im Sonnensystem herum gondeln - mit zunehmender Sicherheit und später mal, bevor es zu eng wird, unser Genom, sei es als implantierbares Gut, oder in Form von "coolen" Zellen in Hochscherheitsbehältern, zu fremden Welten Schippern, von denen wir dann wahrscheinlich en paar tausend abklappern müssen um was passendes zu finden …
Bis dahin fegen wir vermutlich vor der Haustür und tragen unsere kleinen Zwistigkeiten dabei mit uns herum - die Frage dürfte also lauten, wann gibt es den ersten echten Krieg im All.

Also wenn die Nasa

50 Millionen für den Flug nimmt
dann sollte die Übernachtung dabei sein
so aus Kulanz
das gehört sich - denke ich - ganz einfach
Bei meinem Auto für 82.000 Euro waren die Fußmatten auch dabei
und ebenso das Mittagessen bei der Abholung
und in der Relation kommt es ja hin :-)

08:53 von tisiphone .... Zum Spucken find ich das...

Zum Spucken - aber dabei nicht vergessen, es gibt eben nicht nur Arme, sondern auch noch Menschen, die sich ihr Geld mit Arbeit verdienen - Menschen die Raketen Bauen, Weltraumnahrung Blistern oder eben personal Trainer … und wenn die NASA schon so arm ist, das sie sich prostituieren muss um Kohle rein zu kriegen, dann lösen sich auch 50 Mill. schnell in Rauch und Einkommen auf, die das funktionieren des Marktes sichern und damit an sich ein "gutes Werk" darstellen, weil eben "Sozialleistungen" auch nicht von Himmel fallen...

10:49 von StöRschall

«Dass Trump Forschungsgelder streicht, darf man jetzt nicht der NASA oder einzelnen Egomanen ankreiden.»

Das mache ich ja auch nicht.

Die NASA ist (wie auch die ESA, Rosneft, und JAXA in Japan) eine Institution, die neben ihrer eigenen Arbeit + Entwicklungen auch immer internationale Zusammenarbeit betreibt.

Funktioniert ja bei der ISS im All besser als irgendwo auf der Erde.

"Die NASA braucht das Geld"

Die Menschheit braucht auch Geld, aber diese "Raumfahrt" sicher nicht.

Gegen was wird nicht alles protestiert, demonstiert, gestreikt und verboten.

Hier passiert nichts, kein grünes Thema?!

Wenn überhaupt ins All, dann nur mit E-Antrieb und von mir aus mit Batterien von Elon Musk. So nicht! Mit Batterien ist das wie mit Peterchens Mondfahrt, ein Märchen.

Unfug³; es wurde ja schon ein Tesla Roadster mit einer Puppe an Bord ins All geschossen. Von mir aus alle!:

https://www.faz.net/aktuell/wissen/weltraum/
elon-musk-schiesst-erfolgreich-einen-tesla-ins-all-15436398.html

Ach man

Wenn ich nicht so feige wäre - und mich nicht mal mehr auf dem Jahrmarkt auf schwindelerregende Fahrzeuge traue - und wenn nicht sonst alles Mögliche dagegen spräche:
ich würde liebend gern diese Reise zur ISS machen. Es wäre für mich ein atemberaubender Traum.

Dass Miesepeter und grundsätzliche Pöbeler alles und jedes bepöbeln, ist zwar offensichtlich. Ob Greta voller Hass bepöbelt wird - sie wolle umweltschädlich reisen - oder nun diese Reise zur Raumstation -, es sind für mich freudlose Menschen, die mir irgendwo auch in der Seele leid tun.
Am besten, ein Mensch wird gar nicht geboren, dann kann er auch nicht "umweltschädlich" sein. Das ist doch die Botschaft der Freudlosen.
In mir selber jauchzt es auf, dass man theoretisch als Privatmensch in den Weltraum fliegen kann.

Alles ist möglich ...

Am 08. Juni 2019 um 10:29 von Superschlau:
"Wir sind hier nicht bei Starwars oder Raumschiff Enterprise, wo man mal eben in eine andere Galaxie zischt."

Woher wollen Sie wissen, daß die, die sich solch eine 50 millionen Reise leisten können, nicht von dort sind?

10:57 von schabernack 10:23

10:57 von schabernack
10:23 von StöRschall

Nicht in direkter Linie mit Raumfahrt zu vergleichen.
Medizin ist Muss, Raumfahrt eher Kann.
Bei der ist privates Unternehmertum mit der Absicht der Gewinnerzielung eher hilfreich denn kontra-produktiv.

----

Privates Unternehmertum ist immer hilfreich.

Und Konkurrenzkampf war und ist ein Innovationsmotor.

Und das ist ein Mittel zur Verbesserung der Lebensbedingungen.

Komplette Verstaatlichung ist eine Entwicklungsbremse.

Auf die Balance zwischen Staat und Wirtschaft kommt es an.

DAS ist die Kunst an einer gelingenden, entwicklungs- und menschenorientierten Politik zur Verbesserung der Lebensbedingungen.

PS: Raumfahrt ist Forschung, also auch ein Muss

Leider wieder falsch...

@Weiß-mehr-als Sie

Die Greta fliegt ja eben nicht mit dem Flugzeug sondern fährt Bahn und Schiff.
Die dauernde Verniedlichung von Klimasündern und Vergleich mit anderen die ja noch viel schlimmer sind bringt keinen weiter.
Jeder Fluggast ist Teil des Problems und keine Lösung.

11:28 von Sausevind

«… ich würde liebend gern diese Reise zur ISS machen. Es wäre für mich ein atemberaubender Traum.

Dass Miesepeter und grundsätzliche Pöbeler alles und jedes bepöbeln, ist zwar offensichtlich … Am besten, ein Mensch wird gar nicht geboren, dann kann er auch nicht "umweltschädlich" sein. Das ist doch die Botschaft der Freudlosen.»

Für mich ist es immer wieder eine unbeschreiblich große Freude, bei meinen beiden 9 und 11-jährigen Nichten zu sehen, wie ansteckend Lebensfreude ist.

Beide große Fans von Alexander Gerst. Begeistert wissbegierige Verfolgerinnen dessen, was er von seiner kürzlich zu Ende gegangenen 2. Mission auf der ISS über elektronische Medien, und in Interviews nach seiner Rückkehr zu berichten hatte.

Unter Kindern und jüngeren Menschen sind der ewigen Miesepeter nur wenige. Mögen wir Älteren nach besten Kräften dazu beitragen, dass dies möglichst lange so bleibt. Auch wenn aus den Kleinen die Großen werden, "die über die Zukunft bestimmen". In diesem Sinn …

@ um 11:20 von gman

""Die NASA braucht das Geld"
Die Menschheit braucht auch Geld, aber diese "Raumfahrt" sicher nicht.

Gegen was wird nicht alles protestiert, demonstiert, gestreikt und verboten.

Hier passiert nichts, kein grünes Thema?!

Wenn überhaupt ins All, dann nur mit E-Antrieb und von mir aus mit Batterien von Elon Musk. So nicht! Mit Batterien ist das wie mit Peterchens Mondfahrt, ein Märchen.

Unfug³; es wurde ja schon ein Tesla Roadster mit einer Puppe an Bord ins All geschossen. Von mir aus alle!:

https://www.faz.net/aktuell/wissen/weltraum/
elon-musk-schiesst-erfolgreich-einen-tesla-ins-all-15436398.html"
.
Danke für den Link. Haben die heutigen Protagonisten dem guten Musk damals auch diese unsinnige CO2-Erzeugung für einen Tesla im All vorgeworfen?
Musk sagte noch dazu: „Es ist ein kindischer Spaß, aber kindische Späße sind wichtig“.

@schabernack

noch ein Aspekt:

Forschung ist Etwas, was Nationen verbindet.

Es ist international und steht über Ideologien.

Um so mehr hat Forschung es verdient die Unterstützung zu finden, die sie braucht, um sich gegen Verschwörungstheoretiker, Spalter, Populisten und Nationalisten durchzusetzen.

Ein Grund für diese, Forschung und Entwicklung zu beschneiden.

Zum Leidwesen der Allgmeinheit.

Die wird die Auswirkungen früher oder später zu spüren bekommen.

@schabernack

Nicht jeder Privatunternehmer ist ein Ausbeuter.

Es gibt tatsächlich auch Privatunternehmer mit sehr sozial veranlagten Intensionen.

Ich kenne selbst solche Leute. Und nicht wenige.

11:32 von YoungMans

"Woher wollen Sie wissen, daß die, die sich solch eine 50 millionen Reise leisten können, nicht von dort sind?"

Zumindest ist unserer Globus entstanden durch die Zusammensetzung von Partikeln aller möglichen Weltraum-Planeten.
Selbst unsere Erdschätze stammen aus dem Weltraum.
Letztlich also auch unser Leben. Jenseits aller Phantastereien.

Pfeiffe aufs Klima

Sollen sie doch im All Urlaub machen (auch wenn ich neidisch werde), den Dreck, den jeder Krieg verursacht rechnet nie einer irgendwo ein.

Komisch.

Anscheinend verlaufen Kriege völlig emissionsfrei. Der Wiederaufbau auch.

Solange nicht jedem Staat vorgerechnet wird, was er bei solchen "Demokratieexporten" verpulvert, können Touristen für Taschengeld in der Weltraumforschung sorgen.

11:41 von StöRschall

«PS: Raumfahrt ist Forschung, also auch ein Muss»

Kommerzieller "Reiche-Menschen-Fliegen-Ins-All-Zur-ISS-Tourismus" ist keine Forschung, die ein Muss wäre.

Aber auch nichts, was ich verdamme.
Wie es auch aus meinen Beiträgen hier zu entnehmen ist …

12:03 von StöRschall

«Nicht jeder Privatunternehmer ist ein Ausbeuter.
Es gibt tatsächlich auch Privatunternehmer mit sehr sozial veranlagten Intensionen. Ich kenne selbst solche Leute. Und nicht wenige.»

Ich sagte nicht, Privatunternehmer seien in der Mehrzahl Ausbeuter.
In der Mehrzahl sind sie das nicht.
Schon gar nicht in kleineren, und in mittel-großen Unternehmen …

@ 08:50 berelsbutze

Volle Zustimmung zu Ihren Folgerungen. Genau deshalb braucht es nicht nur bei uns eine Politik, die die alten Grundsätze beherzigt, dass starke Schultern mehr tragen sollen als schwächere und dass Eigentum soziale Verpflichtung enthält. Da braucht es eine andere Steuerpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Wohnungsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik. Das wäre zigmal sinnvoller als in 50Millionen-Privatflüge zur ISS zu investieren.

12:00 von StöRschall

«Forschung ist Etwas, was Nationen verbindet.
Es ist international und steht über Ideologien.»

Ein ganz großes "JA" ohne jede Einschränkung.

@ tisiphone, um 08:53

Was hat denn nun unsere Bundesregierung damit zu tun? Die Touristen starten nicht von Berlin ins All, das macht, wie Sie selbst erwähnen, die NASA, der das Geld fehlt.

Wer gönnt sich hier was

Wenn es nicht die Hass, Gier, Neid und Machtbestrebungen einzelner Individuen Clans und ganzer Staaten gäbe, wären die Probleme, wie Hunger, Krankheit, Krieg und viel Unwissenheit eine Episode des Geschichtsbuches. Das meiste von der Menschheit erwirtschaftete Kapital fließt in Waffen Rüstung und Krieg. Gefolgt von Drogen, Alkohol, Pornografie und Sex. Abgeschlagen an dritter Stelle folgt die Nahrrung das Brot und Wasser.
Nur die zusammenarbeit der Menschen, Wissentschaftler(siehe Fusionstechnologie ITER) bringt die Menschheit entscheident weiter.
Übrigens soll die Teleportation in der Quantentechn. schon einmal bei einer Millionen Versuche geklappt haben.
(Übrigens wächst der Neid proportional zu dem Reichtum)
Grüsse an die Menschheit.

Überschrift ist wohl falsch

Wenn der Flug alleine 50 Millionen Euro kosten soll sind die 31000 Euro wohl relativ unwichtig. Wer wählt denn eine so falsche Überschrift zu dem Thema, oder soll hier suggeriert werden, man könnte demnächst für 31000 Euro ins all fliegen?

@10:54 Sisyphos3

Der Gegensatz, den Sie aufbauen zwischen "Perry Rhodan Hefte lesen" und "in Physik aufpassen", stimmt so definitiv nicht: wie viele andere hab ich in Physik aufgepasst UND Perry Rhodan gelesen, wobei letzteres wahrscheinlich für die Förderung von Phantasie und Kreativität mindestens so hilfreich war...
Im Ernst geht es hier nicht um Physik, sondern vor allem um die Frage, was wir denn für eine solidarische Gesellschaft brauchen und was nicht. ISS-Superreichentourismus gehört nicht dazu - und: nein, das ist keine Neiddebatte.

12:03 von StöRschall

Muss jeder seine soziale Aufgabe nur in sozialistischer Umverteilung sehen, oder darf man auch größere Ziele zum Wohle der Menschheit als Ganzes haben?

12:24 von andererseits

«… dass starke Schultern mehr tragen sollen als schwächere und dass Eigentum soziale Verpflichtung enthält. Da braucht es eine andere Steuerpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Wohnungsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik. Das wäre zigmal sinnvoller als in 50Millionen-Privatflüge zur ISS zu investieren.»

Das sind doch zwei Dinge, die nicht direkt miteinander verbunden sind.

Es sind doch nicht die reichen Touristen mit dem gesuchten "Nervenkitzelquickie", die bessere Politik in dem Sinn torpedieren, wie Sie sie zu Recht gerne sähen. Dem schließe ich mich an.

Wie viele Privatleute mögen denn einerseits das nötige Geld haben?
Und andererseits physische und psychische Voraussetzungen mitbringen?
Um in Raketen ins Weltall zu fliegen?

Das ist doch "kein Massenphänomen", das Anlass zu ernsthaften Bedenken gäbe. Und aus Sicht der Umweltbelastung ist es verwerflicher, 25 Jahre lang mit einer 25 Millionen Yacht Benzin vergeudend übers Wasser zu schippern.
Als einmal im Leben zur ISS zu reisen …

13:04 von andererseits

Im Ernst geht es hier nicht um Physik, sondern vor allem um die Frage, was wir denn für eine solidarische Gesellschaft brauchen und was nicht. ISS-Superreichentourismus gehört nicht dazu

Die Geschichte hat gezeigt, dass die Meinungen jener, die meinten zu wissen, was eine Gesellschaft braucht, gerade nicht zu einer besseren (nennen Sie es ruhig "solidarischeren") Gesellschaft geführt haben ...

Ihr Ansatz ist daher in meinen Augen grundlegend verdorben. Sie sagen: nicht vom Neid.

Wenns der Finanzierung der Weltraumforschung dient

Wenn der Weltraumtourismus einen Teil der Grundlagenforschung im Weltraum und den Erhalt der ISS finanziert, ist das doch in Ordnung. Wenn von den 50 Millionen USD noch 10 Millionen USD Gewinn überbleiben - umso besser!

Es geht ja nicht darum, reguläre Astronauten gegen Touristen zu ersetzen. Space X Crew Dragon hat beispielsweise eine Kapazität von 7 Personen ... da können neben den 3 regulären Astronauten (die sonst mit der Soyuz geflogen wären) auch noch 4 Touristen mitfliegen, ohne dass es signifikante Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch hat.

Vermutlich wären diejenigen, die heute gegen die Weltraumforschung und die Reise zu anderen Planeten sind, auch gegen die Reisen/Auswanderung zu anderen Kontinenten gewesen. Gegen die Erfoschung der Arktis und Antarktis, der großen Wüsten und Regenwälder. Die Menschheit muss sich ausbreiten ... freilich ist die Erde die Wiege der Menschheit. Aber irgendwann muss man die Wiege auch mal verlassen.

Dauer eines Raumfluges

Hallo zusammen,

ich möchte das mal vorrechnen. Der nächste Stern ist ca 4,2 Lichtjahre entfernt, das ist die Entfernung die Licht in 4,2 Jahren zurücklegt. Lt. Wikipedia sin das ca 40mal 10hoch12 km. Ich habs nachgerechnet, die haben ein bisschen aufgerundet, es sind ca 39,7 mal 10 hoch 12 km.

So viel ich weiß kann man heutzutage davon ausgehen, dass man Raumschiffe mit ca 25-30km pro Sekunde durch den Raum fliegen lassen kann, schneller schafft man mit der bekannten und nutzbaren Technologie nicht!

Ich nehme an wir würden es auf 100km pro Sekunde schaffen. Und ich nehme fälschlicherweise an, wir würden diese Geschwinigkeit sehr schnell erreichen und am Zielort schnell wieder auf 0 runterkriegen.

Dann würde die Reise zu nächsten Stern ca 39,7 mal 10 hoch 12 durch 100 Sekunden dauern, das sind ca. 39,7 mal 10 hoch 10 Sekunden. Das sind ca. 12588 Jahre.

Ich glaube einfach nicht, dass es sinnvoll wäre ein Raumschiff loszuschicken.

Mit freundlichen Grüßen

Thema verfehlt

oder eben auch, wie beim Deutsch-Aufsatz, vor dem Scheiben nicht nachgedacht.
Wenn Foristen hier anläßlich der Tatsache, dass Milliardärssöhnchen mal eben einen kurzen Weltall-Trip von ihrem Taschengeld bezahlen können, einmal mehr über Verteilungsgerechtigkeit nachdenken: dann ist es platt, billig und einfach irrelevant, sie als fortschrittsfeindlich zu diskreditieren. Die beiden Dinge haben herzlich wenig miteinander zu tun.
Ich als Ingenieur muss mir gewiss keine Technik-Phobie unterstellen lassen. Ich bin für einen konsequenten Ausbau unseres Vordringens ins All. Es ist aber wohl lächerlich, es als wissenschaftlichen Fortschritt zu bezeichnen, wenn jetzt die Beautiful People ihren Hintern auf der ISS in die Kamera halten.
Und das hat auch nix mit "Neid" zu tun.

Unseriöse Berichterstattung zum Thema Raumfahrt auf Tagesschau

Ich habe den Eindruck, dass eine wachsende Zahl der Meldungen, die auf tagesschau. de zur Raumfahrt veröffentlicht werden, sich mit Themen wie "Weltraumtourismus - 50 Millionen Dollar pro Ticket" oder "Goldrausch im Weltall" (Meldung am 31.5.) befassen. Also mit Themen, die entweder nur für Milliardäre interessant sind oder deren praktische Umsetzung ohnehin noch Jahrzehnte in der Zukunft liegt.

Über seriöse wiss. Projekte wie Weltraumteleskope oder die Erforschung des Sonnensystems mit Raumsonden liest man vergleichsweise wenig - obwohl es viele interessante Projekte gibt, die in Planung sind oder bereits durchgeführt werden.

Hat man es sich bei der Tagesschau zum Ziel gesetzt, das Thema Raumfahrt bewusst lächerlich zu machen?

Klar, es ist einfach, eine Schlagzheile wie "Goldrausch im All" rauszuhauen. Ein wiss. Forschungsprojekt interessant und anschaulich zu beschreiben, ist schwieriger. Für letzteres braucht man Wissenschaftsjournalisten, die sich ein bisschen auskennen.

Unnötig, umweltfeindlich, schwachsinnig...

Eine Idee von Schwachsinnigen mit Schwachsinnigen für Schwachsinnige.

Weil gutbetuchten Hedonisten eine Urlaubsreise um die halbe Welt nicht mehr ausreicht, um vor den ebenso gutbetuchten Nachbarn anzugeben, muss es jetzt eben der Orbit sein. Dass dabei Rohstoffe völlig unnötig verschleudert werden - egal. Dafür klebt auf dem SUV dann der "blue"-Aufkleber, das muss als umweltschützende Maßnahme reichen.

Arme, reiche Menschheit.

14:01 von Mitleser_MA

«… ich möchte das mal vorrechnen. Der nächste Stern ist ca 4,2 Lichtjahre entfernt … So viel ich weiß kann man heutzutage davon ausgehen, dass man Raumschiffe mit ca 25-30km pro Sekunde durch den Raum fliegen lassen kann … Ich nehme an wir würden es auf 100km pro Sekunde schaffen.»

Mit den schon in einem weiter oben stehenden Beitrag erwähnten "Ionen-Triebwerken" (13:26) erhofft man sich, die heutigen Fortbewegungs-Geschwindigkeiten um das in etwa 10-fache steigern zu können. Also auf dann in etwa 300 km/sec. Wäre um den Faktor 3 höher als in Ihrer Rechnung.

"Music for the future". Noch ohne ausreichende Erprobung in der Praxis.
Schon gar nicht in dem Rahmen, den es bräuchte, um größere Raumschiffe damit anzutreiben. Die dann … wie viele ? … Menschen transportieren sollen.

Inter-stellare Raumfahrt ist noch sehr weit entfernt. Aber das ist ja auch nicht der Ansatz all der Anstrengungen, die man von mehreren Seiten momentan mit der ISS, hin zu Mond und Mars, unternimmt …

@ Mitleser_MA

"Dann würde die Reise zu nächsten Stern ca 39,7 mal 10 hoch 12 durch 100 Sekunden dauern, das sind ca. 39,7 mal 10 hoch 10 Sekunden. Das sind ca. 12588 Jahre. Ich glaube einfach nicht, dass es sinnvoll wäre ein Raumschiff loszuschicken."

Mit Ionentriebwerken, Sonnensegeln und anderen Antriebsmethoden, die bereits erforscht und praktisch getestet werden, wird man auf weitaus höhere Geschwindigkeiten kommen als die von Ihnen veranschlagten 100 km pro Sekunde. 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit (also rund 30.000 km pro Sekunde) liegen durchaus im Bereich des Möglichen. Die Reise zum nächsten Stern würde somit rund 44 Jahre dauern - immer noch eine lange Zeit, aber schon eine ganz andere Kategorie als die von Ihnen errechneten 12.588 Jahre.

re hagen robaar

"Vermutlich wären diejenigen, die heute gegen die Weltraumforschung und die Reise zu anderen Planeten sind, auch gegen die Reisen/Auswanderung zu anderen Kontinenten gewesen."

Der kleine Unterscheid ist nur, dass auch auf anderen Kontinenten Menschen atembare Luft und erträgliche Temperaturen vorfinden.

Deshalb ein schwer hinkender Vergleich.

@ Ritchi

"Gegen was wird nicht alles protestiert, demonstiert, gestreikt und verboten. Hier passiert nichts, kein grünes Thema?!"

Rechnen Sie sich mal aus, wie viel CO2 bei Raketenstarts freigesetzt wird (Anzahl der Starts rund 100 pro Jahr) und wie viel CO2 von den Millionen Autos und Tausenden von Flugzeugen freigesetzt wird, die jeden Tag unterwegs sind.

Sie werden sehen, dass die Raumfahrt nur einen minimalen Bruchteil der weltweiten CO2-Emissionen ausmacht. Selbst dann noch, wenn Sie sämtliche Fertigungs- und Transportkosten für Bauteile usw. mit einberechnen.

Raketentriebwerke, die kein Kerosin, sondern Flüssigwasserstoff als Brennstoff nutzen, setzen übrigens gar kein CO2 frei.

Darstellung: