Glyphosat-Prozess: Bayer muss Milliarden zahlen

14. Mai 2019 - 08:27 Uhr

Der Pharmakonzern Bayer hat in den USA den dritten Prozess um den Unkrautvernichter Roundup verloren. Bayer-Tochter Monsanto muss zwei Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen. Der Konzern will in Berufung gehen. Von Marcus Schuler.

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Kommentare

In USA ist der Kunde ein König. Bei 13.000x1.000.000.000$ würde ich gerne das Geschäftsmodell verstehen und damit auch die Übernahme.

... das habe ich schon meinen Freunden in Deutschland gesagt, bevor es zur Fusion kam. Das war für mich eine logische Schlussfolgerung, aus den vorangegangenen Klagen der USA, gegen deutsche Konzerne.
Man hat nur gewartet, bis der Laden den Deutschen gehört und nun holt man die Milliarden ab.
Hochbezahlte Manager können so Dinge wohl nicht vorhersehen, bei mir hat dafür die Volksschule gereicht.

1. Wer hat Bayer nur dazu gebracht, zu einem überhöhten Preis Monsanto aufzukaufen? Da waren doch schon Gewitterwolken am Himmel. Die Monsanto-Haie lachen sich einen Ast!
2. Wieso hat die EU die Verwendung von Glyphosat verlängert?
3. Über Glyphosat gibt es - wie übrigens 40 Jahre lang bezüglich dem Rauchen - widersprüchliche Gutachten. Gilt nicht der Satz, dass man im Zweifel auf Nummer Sicher geht? Was würde man davon halten, wenn ein Pilot mit einem Flugzeug startet, wo auf den Instrumenten widersprüchliche Anzeigen zu sehen sind?

Ganz schön clever was die Amerikaner mit dem Monsanto Deal gemacht haben. Bayer sollte niemanden leid tun, man wird nicht so groß wenn man nach den Regeln spielt. Es ist köstlich zu sehen wie einer solcher Giganten zerfleischt wird. Ich hoffe nur, dass erst wenn die Insolvenz unwiderruflich kommt, die Anklagen aufhören. Verkaufen wird man Monsanto wohl kaum mehr. Es sei denn, die Amerikaner kaufen es zurück für einen Bruchteil des Preises.

Bayer wusste, welche "Tretminen" bei der Übernahme von Monsanto im Weg liegen und worauf man sich einlässt. Um so unverständlicher, dass man sich wider besseren Wissens darauf eingelassen hat.

Glyphosat gesundheitsschädlich ist? Ferner sollte das Unternehmen Monsanto komplett schließen und alle Mitarbeiter in den USA entlassen, als Dank an die USA! America last! Auch in der EU sollte Glyphosat schnellstens vom Markt genommen werden, hier sollte die Bundesregierung ihre Blockadehaltung aufgeben! Ich vermute, dass das ganze Unternehmen kaputt gemanagt wird und das darf nicht gefördert werden! Gegen alle Monsanto Ex-Eigner, sollte Bayer, mit Unterstützung der Regierung wegen Betrug klagen.

Finde ich schon, allerdings wunderbar im Sinne von merkwürdig: "Alberta braucht jeden Monat Medikamente im Wert von 21.000 Dollar oder sie stirbt."

Da werden immer nur Geldsummen genannt, das durchzieht diese ganze Nachricht.

Wie schön, dass in Europa als Erbin der Aufklärung durchaus auch andere Argumente und Werte anstatt monetäre eine erhebliche Rolle spielen.

Offenbar ist im Kasino-Kapitalismus der USA Gerechtigkeit eben schlicht vor allem eine Geldfrage, wenn nicht sogar gleich der Wert eines Lebens. Auch über das Präsidentenamt entscheidet offenbar das Privatvermögen und selbst ein güldenes Interior der Privatgemächer des Präsidenten ist der Mehrheit gar nicht peinlich.

Amerika ist eben ...
... wunderbar.

So wenig ich ein Befürworter von Glyphosat bin (s.u.), so grotesk ist so ein Prozess. Die Kausalität des Glyphosateinsatzes zur Entstehung einer konkreten Krebserkrankung in einem solchen Fall ist nicht zu zeigen. Das unterschreibt kein seröser Toxikologe. Richtig wäre ein sofortiger Verkaufsstop von Glyphosat und die Neuanordnung einer toxikologischen Stoffprüfung.

Was mich mit am meisten wundert, ist wie Bayer so blöd sein konnte, Monsanto zu übernehmen. Monsanto war (zurecht!) eine sichere Bank im Wettlauf der Unternhmen mit dem zweifelhaftesten Ruf. Aber Bayer wusste es ja besser... Nun, wer nicht hören will, muss fühlen, das hat Bayer jetzt davon.

Aber es freut mich immerhin in so weit, als dass damit evtl. ein Ende von Glyphosat kommt - dessen Hauptproblem aber nicht eine mögliche Kanzerogenität ist, sondern die grundsätzliche die Funktionsweise eins Totalherbizides -> ökologische "Atombombe".

wirklich interessiert ist, wieso der Vorstandsvorsitzende weiterhin bei Bayer in Amt und Würden ist. Der Kauf war ein nicht kalkulierbares Risiko. Besteht ein solches mit möglichen existenzgefährdenden finanzielles Risiko, bedeutet das IMMER in einem Projekt bzw. bei einem Akquisitionsvorhaben das NO! Es ist für mich völlig unverständlich und der Verantwortliche darf weiter entscheiden.
Dann kann ich sagen, was die nahe Zukunft bringt.
Aufspaltung des Konzerns und Verkauf der finanziell "gesunden" Teile, der Rest wird in Konkurs geschickt.
Das ist so üblich. Dazu wird eine angesehene Berstungsfirma engagiert, die alles untersuchen wird und das dann vorschlägt.
Bayer hat so wie bisher keine Überlebenschance
Die Amerikaner schaffen sich damit gleichzeitig einen Konkurrenten vom Markt. That's the way it is! .

Weil da jetzt in deutscher Hand die USA als bekannt klagewütige Nation wird jetzt einen anderen Staat melken?Mal abgesehen von den Managern mit Millionengehalt die die unbeliebteste,skrupelloseste;rücksichtsloseste;agressivste Firma der Welt mit Geschäftsmodell Erpressung;Monopolisierung auf Leben unbedingt für astronomische 63Mrd.€ $ kaufen mußten. Ist die Dummheit u. Ignoranz für die Egos solcher geballter Manager-inkompetenz nur mit $-bzw. €-Zeichen in den Augen zu erklären?Oder hätte man das nicht doch ahnen wissen müssen um dafür so gute Gehälter zu beziehen. Am Ende müssen wohl wie immer die vom Fußvolk alles ausbaden bis zu Vernichtung der eigenen Existenzgrundlage von Lohn u. Brot. Sind wir wieder im alten Rom mit Brot u. Spielen gelandet wo das Folk die Krümel abbekommt aber bei den großen Spielen nur zusehen darf wo die Sklaven u. eigenen in Ungnade gefallenen von den Löwen zerrissen werden?

So langsam ist dieser Totalausfall der Geschäftsführung kriminell.
War doch klar, daß in USA oft abartig überhöhte Strafgelder kassiert werden.
Insbesondere wenn es um vermeintlichen Verbraucherschutz und wenn es in den Augen der Amerikaner reichen dt. Firma geht.
Da werden bei Bayer Milliarden verbrannt, die Aktionäre verlieren riesige Summen...
Wann reagiert die Börsenaufsicht, wann ermittelt die Staatsanwaltschaft, wann äußert sich die Bundesregierung?

Jahrlang gab es in den USA keine relevanten Gerichtsurteile zu Glyphosat. Jetzt wo Monsanto Bayer gehört werden alle paar Wochen Milliarden Strafen verhängt.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Vielleicht wäre es ja mal sinnvoll sich die Hintergründe der Fusion näher anzusehen.
Nebenbei Blackrock war sowohl ein Monsanto als auch bei Bayer einer der größten Anteilseigner ...

Es ist mit Schaudern anzusehen, wie ein Großer der dt. Industriegeschichte bei lebendigen Leib zerfleischt, in Stücke gerissen und Trumps Amerika first zum Opfer fällt.
Als Aktionär würde ich mich schleunigst vom Acker machen, die Verluste werden gigantisch sein. Die Verursacher dieses Wahnsinns sind nicht haftbar? Man sollte ihren Geisteszustand untersuchen.

Genau so sehe ich das aus!

Seinerzeit hat sich Daimler mit einer amerikanischen Autofirma die Hände verbrannt - heute ist es Bayer.

Vielleicht kann es den Konzern zu Fall bringen - dank der Manager, die Monsanto übernehmen wollten.

PS. Keine Sorge, too big to fail, der Staat, sprich wir alle, die Steuerzahler werden einspringen. Wird dann wohl Firmenkrise genannt....

"Bayer sollte niemanden leid tun, man wird nicht so groß wenn man nach den Regeln spielt. Es ist köstlich zu sehen wie einer solcher Giganten zerfleischt wird."
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Es ist schon erstaunlich, dass Sie sich amüsieren, wenn ein weiterer deutscher Konzern von US-amerikanischen Gerichten "zerfleischt" wird, wie Sie schreiben.
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Allein, Ihre Freude kann ich nicht teilen. Der Kauf von Monsanto war ganz offensichtlich relativ dumm, aber was die US-Justiz mit europäischen Konzernen macht, ist alles andere als ein Grund zum Jubeln.
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Ihren Unkrautvernichter werden Sie dann in Zukunft von einem globalen Spieler aus den USA erwerben müssen, wenn die Konkurrenz aus Europa mit Hilfe der Justiz erst einmal endgültig "zerfleischt" wurde. Ist das wirklich erstrebenswert?

Dumme Entscheidungen machen Unternehmen, aber derart riskante klare Fehlentscheidungen mit dem Kauf von Monsanto ist, gelinde gesagt, sehr ungewöhnlich.
Bayer riskiert damit seine Existenz und stellt alles in Frage was bisher vielleicht Gutes geleistet wurde.
Das kann also nicht wirklich sein.
Also stellt sich für mich die Frage, was steckt wirklich dahinter und wie sieht die, sicherlich langfristige, Strategie aus. Und - wer hat sie sich ausgedacht.
Sehr spannend.
Ich denke wir werden es noch erleben.
Qui bono ?

Der Einschub in Klammer (von rechts) ist falsch. Ich glaube kaum, daß die zweite Person von rechts ein Mann ist. Sollte wohl eher "von links" heißen ;-)

welch üble Machenschaften Monsanto seit Jahren machte.
Jetzt wird Bayer von den amerikanischen Gerichten bis zum Anschlag ausgenommen.

Die andauernden Prozesse mit astronomischen Geldzuweisungen der US-Gerichte waren wohl von Anfang an als wichtiges Hilfsmittel zur Zerstörung des Bayer-Konzerns geplant. Auch hier haben viele Foristen lange vor Beginn dieser 'Prozesse' gegen Bayer solches befürchtet, was aber ob seiner Unglaublichkeit von vielen nur als antiamerikanische Hetzerei abgetan wurde. Doch mit jedem Prozess zeigt sich, wie sich der US amerikanische Staat mit allen seiner Organe aktiv einschaltet und seinen eigenen Wirtschaftsbetrieben hilft, die EU-Konkurenten vom Hals zu schaffen. Überraschend, wie hilflos und schweigend die gesamte EU diesem Spiel bisher nur zuschaut. Das liegt wohl daran, dass es bisher nur die Deutschen getroffen hat. Aber in seiner Machtgier und Zerstörungswut wird unser großer 'Partner' USA immer mehr zur Kleptokratie und deshalb bestimmt auch andere EU-Staaten, aber nicht alle, um seinen Einfluss nicht zu verlieren, in ähnlicher Weise bald abkassieren. Richter genug haben sie ja.

wer sie versucht, mit Chemie zu vergiften
- Wildkräuter, Insekten, Vögel -,
statt mit Harke und Rechen zu arbeiten,
den straft sie mit Krankheit.
Weg mit Roundup!

" "1982 haben sich beiden ein Haus gekauft und wollten vor der Garageneinfahrt das Unkraut fernhalten. Sie haben Roundup versprüht." Niemand hätte dem Paar gesagt, dass Roundup gefährlich sei, sagte Miller. "Sie haben die TV-Werbung gesehen und gedacht, sie könnten der Firma vertrauen.""

Heftig, dass man als rechtlicher Nachfolger für Sachen verklagt werden kann, die vor fast 40 Jahren angefangen haben.

Ich frage mich auch wie Bayer da reinschlittern könnte. Wie kann man von sowas nichts gewust haben?

Ps. Ich kann nur an Leute appelieren, dass sie sich überlegen, was sie an Chemie im Hausalt wirklich brauchen und was nicht.
Das Unkraut lief vor dem Zeug nicht weg, weil es unangenem roch!
Das Gift bleibt im Boden auch noch über Jahre oder Jarzehnte lang. Das gilt auch für den Abflussreiniger und Co.
Vieles kann man per Hand erledigen, in einer Garageneinfahrt kann man Unkraut rupfen.
Da fängt der Umwelt-/ Klimaschutz an.

Mein Mittleid mit dem Paar ist daher begrenzt.

Bei der Klageflut bleibt die Frage wann Bayer die Insolvenz einreichen muss...

Durch die Berufung wird es nur verschleppt...

mal sehen wie lange Bayer das stand hält...

Na, dann werden wohl die Manager, bevor der Laden untergeht, mit Millionen Abfindungen in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Bayer ist ein Unternehmen das sich nich nie um Moral oder Ethik gekümmert hat. Die Dollarzeichen waren in den Augen der Machern immer zu sehen. nach der Krähe kommt die nächste.
Einige Firmen zeigen uns tagtäglich was die soziale Marktwirtschaft bedeutet. Nichts.
VW, Nestle, Bayer und weiße alle heißen, machen sich die Taschen voll ohne auch nur über soziale Aspekte nachzudenken.

Wer aufgrund von vorsätzlichen Falschangaben Schäden erleidet, hat Anspruch auf eine Entschädigung. Soweit ist die Sache klar.

Was jedoch sehr verwundert, ist die Tatsache, daß es schweigend hingenommen wird, daß möglicherweise Bayer/Monsanto in absehbarer Zeit pleite ist, ohne daß auch nur ein deutscher Geschädigter eine Entschädigung enthält.

Umgekehrt wäre es besser. Wenn schon von dem Konzern am Ende nichts übrig bleibt, dann sollten die Gelder zumindest vorrangig an Deutsche gehen. Die Amerikaner sollen sehen, wo sie bleiben, denn diese waren es schließlich, die alles hingenommen haben, solange Bayer nicht (freiwillig????) in diese Falle gerannt ist.

So schaut es jedenfalls aus...
Beim Autodieselskandal ist es doch auch nicht anders...

Die USA-Gerichte sind da scheinbar gnadenlos...

Fragt sich nur wer wem schädigt...

Bei uns schauen dagegen die Geschädigten eher in die Röhre und es wir der unterschied in der Gerechtigkeit deutlich...

mal ehrlich: wer hat Mitleid mit Bayer?

Gut, in Deutschland war Monsanto bis zur Übernahme recht unbekannt. In Asien und Afrika liefen die Leute aber schon lange Sturm gegen die Produkte und die Firma.

Das Zeug wurde in den USA verkauft.
Das Thema Gesundheitsschäden war immer wieder präsent.

In den klagefreudigen USA sind Prozesse dann nicht überraschend.

Die US Regierung unterstützte die Firma, sie übte zum Beispiel auf Indien massiven Druck aus, Monsanto Produkte abzunehmen.

Die US Regierung war auch offenbar so nett, die Klagen zu verzögern, bis der Verkauf unter Dach und Fach war.

Die US Seite - versteh ich. Ist nicht anständig - aber das ist das Big Business nie.

Aber was dachte sich Bayer?
Dass sich der Schutz der US Regierung auf das Unternehmen erstreckt, egal zu welchem Land es gehört?
Dass die Klagen sich auflösen?
Dass alle Gyphosat plötzlich lieben, weil es von einem deutschen Unternehmen kommt?

Wenn die Klagen durch sind, wird das Zeug verboten. Und dann?

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
.
American first
noch Fragen ?
.. VW Diesel Skandal vielleicht

Bayer ist selbst schuldig an der ganzen Misere. Mir war Monsanto bereits vor über 30 Jahren ein Begriff und zwar absolut in NEGATIVER Hinsicht und das hätte der Vorstand ebenfalls wissen müssen. Nicht umsonst hat der vorherige Vorstandsvorsitzende sich nie für eine Fusion ausgesprochen und als der NEUE kam, meinte ER, einen großen DEAL damit zu starten. Anscheinend setzt manchmal bei RAFFKES der Verstand aus. So kann man auch einen Konzern kaputt machen und Arbeitsplätze im großen Stil vernichten.

War so sicher wie das Amen in der Kirche. In den Archiven einschlägiger Wirtschafts- und Börsenforen ist nach zu lesen, was auf Bayer zukommt wird und nun eingetreten ist!

Bayer wird dies nicht überleben, und die grösste Aktiva Bayers, die Patente, wird am Ende im Rahmen der Exekution auch in den USA landen...

Über das Urteil kann ich nur den Kopf schütteln! Mich würde die Entscheidungsfindung zu dem Urteil interessieren. Wahrscheinlich hat man bei der Jury auf die Tränendrüse gedrückt.
1.) Bei den NHL ist die Ursache weitestgehend unbekannt.
2.) Gibt es einen Hinweis auf eine (mögliche) krebserzeugende Wirkung von Glyphosat auf dem Behälter von Roundup? Nein! Da steht lediglich „Avoid contact with eyes; wash hands after use“.
3.) Haben die Kläger auch wirklich alle das Produkt benutzt?
Sollte die Revision Bayer‘s abgelehnt werden, sehe ich für das Unternehmen dunkelschwarz!

was Manager bewegt so nen Deal einzugehen
und dass es ein Risiko beinhaltet, in den USA ohnehin,
dazu brauchts kein Studium

Ich hätte da ein neues, sehr wirksames Geschäftsmodell: Man lässt eine Firma im eigenen Land von einem ausländischen Bewerber aufkaufen. Im zweiten Schritt verklagt man dann den Käufer wegen gefährlichen Produkten welche der aufgekaufte herstellt, dessen Gefährlichkeit, solange dieser Eigenständig war kein Problem gewesen ist. Den Käufer verurteilt man sodann, obwohl nur Vermutungen über die Gefährlichkeit der Produkte des aufgekauften vorliege, zu Milliardenstrafen. Man treibt den Aufkäufer durch natürlich rechtsstaatliche Verfahren im schlimmsten Fall in die Insolvenz zumindest schwächt man diesen in finanzieller Hinsicht so sehr, daß es richtig weh tut. Ein phantastisches Geschäftsmodell. In China sollte man Trump nachgeben, die Märkte öffnen und dann....... siehe die vorgenannten Ausführungen.

@09:24 von asimo
Klar, das Argument ist wissenschaftlich gesehen greifbar. Niemand kann beweisen, wodurch eine Krebserkrankung ausgelöst ist. Aber mein Menschen-Verstand sagt, nach Sichtung der Fakten (nicht der Lügen-Studien des Konzerns) es ist der Auslöser. Man kann sich ja mal Dokus über Landwirtschaft in Südamerika anschauen. Das ist einfach überdeutlich!

Ich frage mich nämlich, seit wann es "roundup" etc. gibt und ob es ohne die Monsanto-Übernahme durch Bayer auch die diversen Schadenersatzklagen gegeben hätte, die zwangsläufig zum Konkurs der Fa. Monsanto geführt hatten? Die US-Justiz ist eben oft seltsam, da eine mißbräuchliche Verwendung eines Mittels keine Rolle spielt, aber der fehlende Hinweis darauf schon.Mir fällt da auf die Schnelle ein passendes Urteil ein:
eine Kfz-Firma hatte übersehen darauf hinzuweisen, daß auch ein Fahrzeug mit einem Tempomat (engl.: cruise control) nicht fahrerlos fahren kann. In dem bewußten Fall verlies der Fahrer seinen Platz am Steuer seines Wohnmobils, um sich Kaffee zu machen und logischerweise fuhr das Wohmobil auf einen anderen Wagen auf. Der Hersteller des Fahrzeugs wurde verurteilt, weil er vergessen hatte darauf hinzuweisen, daß auch bei einem "cruise control" der Fahrer seinen Platz nicht verlassen darf. Vermutlich sind jetzt schon tausende von roundup-Nutzern bei einem Arzt!

Dann müssen Gerichte oder Handelsregeln gestärkt werden. Dann bin ich bei Ihnen.
Wenn es aber ziemlich einseitig gegen deutsche Konzerne geht - Dieselgate stinkt ja auch zum Himmel - und andere Verbrecher weiter machen.
Von Managerloosern mal abgesehen, sowas zu entscheiden.

"Monsanto leugnet weiter, dass das Mittel Krebs verursacht"
[..]"1982 haben sich beiden ein Haus gekauft und wollten vor der Garageneinfahrt das Unkraut fernhalten. Sie haben Roundup versprüht."

Alles was recht ist, aber selbst wenn man Glyphosat verteufelt sollte man erkennen, dass die amerikanischen Richter nicht sauber urteilen. Spielt es wirklich keine Rolle, dass jetzt ein deutscher Konzern betroffen ist?

Man leugnet nicht, man bestreitet, das ist ein Unterschied! Die Krebserkrankung des Rentnerehepaars ist bedauernswert. Es gibt aber Menschen in den USA die an diesen Krebsarten erkrankt sind, die noch nie etwas mit Roundup zu tun hatten.

Wer ist nach Bayer dran. Kein Verständnis habe ich für diese US-Klageindustrie. Welche Interessen werden verfolgt, wer kassiert?

Die dumme Übernahme rächt sich jetzt. Bayer hat sich bereits halbiert. Mehr als sieben Mrd.€ sind schon vernichtet. Deutsche Unternehmen sollten unter diesen Bedingungen Investitionen in den USA meiden

Selbst wenn nur 10% der anhängigen Klagen Erfolg hätten und sich der bisherige Durchschnitt der Entschädigungszahlungen halbierte, überstiege die Gesamtsumme den Börsenwert von Bayer um ein Vielfaches. Well done Vorstandsetage. Im Geld verbrennen und Konzern an die Wand fahren seid Ihr einsame Spitze. Aber persönlich habt Ihr als leitende Angestellte im Gegensatz zu einem richtigen Unternehmer ja nichts zu verlieren.

Grenzen!..... Offensichtlich befanden sich die Manager in ihrer shareholder value Blase um solch ein Geschäft mit solch einem umstrittenen "Produkt" zu tätigen. Gesellschaftliche Strömung, Moral, Sitte und Anstand spielten für die Nieten in Nadelstreifen wohl keine Rolle.

Die USA haben ihr eigenes Rechtssystem, das diese Summen erklärt. Mich beunruhigt einerseits und interessiert andererseits, wie hier in Deutschland und Europa in "beeindruckender" Einigkeit manche Firmenvertreter Hand in Hand mit manchen Politikern weiter die Mär von der Glyhosat-Unbedenklichkeit verbreiten können.

– Plagiatsprüfung:
Der Bewertungsbericht des BfR und damit die wissenschaftliche Grundlage für die von der EU-Kommission vorgeschlagene Zulassungsverlängerung von Glyphosat für weitere zehn Jahre erfülle in wesentlichen Teilen die „Kriterien eines Textplagiats“.
– Monsanto kniff bei der Befragung durch EU-Parlamentarier.
– Spenden an Organisationen, auch der WHO. Sowohl der Vorsitzende als auch der stellvertretende Vorsitzende von JMPR sollen führende Positionen für das International Life Science Institute (ILSI) bekleiden. Monsanto-Spende 2012 ca. 500.000 Dollar.
– Monsanto Rattenversuch: Von Prof. Seralini wiederholt, nur etwas länger: Die mit Glyphosatnahrung behandelten Ratten starben an Krebs. Studie wurde peer-reviewed (anonyme Kontrolle von Fachkollegen) und veröffentlicht.
Dann offensichtlich Strategie "Mietmäuler": Monsanto-Wissenschaftler versuchen Prof. Seralini anzugreifen.
– Monsanto-interne Dokumente während des Prozesses zeigten, dass Monsanto von der Krebsgefahr wusste

Vielen Dank für den Hinweis - wir haben es korrigiert.

Mir freundlichen Grüßen
Die Moderation

eigentlich schon Klagen gegen Boeing, oder traut sich da doch kein Richter irgendeines Countys? Oder werden die Opfer in Indonesien oder Äthopien mit ein paar tausend Dollar abgespeist? Sind ja keine Amerikaner, oder? Was "roundup" betrifft, habe ich in US-Zeitungen nicht gelesen, daß die Anwendung immer den Hinweisen gemäß erfolgte.

Diese Urteile erst gefallen sind nachdem Bayer Monsato gekauft hat. Hätte das auch passiert wenn Monsanto Amerikanisch geblieben wäre ?

...haben wir alle ein ganz anderes Problem: In diesem Fall hat kein Unternehmen mehr Rechtssicherheit, dass von Behörden geprüfte und freigegebene Produkte auch tatsächlich verkauft werden dürfen. Die Folgen sind nicht absehbar. Dass in USA derzeit versucht wird, ein neues Standbein der Altersversorgung auf Kosten von Bayer zu etablieren, verwundert nicht...

... und in Deutschland darf Amazon den Einzelhandel kaputt machen und zahlt die Steuern noch im Ausland. Aber von einer US-hörigen Bundesregierung kann man wohl keine Gegenmaßnahmen erwarten, im Gegenteil.

Glyphosat ist natürlich Krebserregend und BASF gehört zerschlagen und vergesellschaftet.

Chemikalien braucht man nicht und sollten verboten werden.

Warum aber Bayer fuer ein Unkrautvernichtungsmittel verantwortlich sein soll, das die Anwender 1982 erstmals angewendet haben erschliesst sich mit nicht.

Wenn alle an Non-Hodgkin-Lymphom Erkrankten Bayer verklagen , welchen Sinn soll das haben. Warum wurde Monsanto nicht verklagt. Roundup und Non-Hodgkin gab es bereits vor der Bayer Uebernahme von Monsanto.

Die Amis haben das Mittel grossflaechig in Vietnam eingesetzt. Wer entschaedigt die Leute dort.

@Tara Mara- Was ist mit den Arbeitsplätzen? ? unschuldige Menschen können nichts dafür,
wenn unverantwortliche Manager einen solchen Konzern, wie Monsanto kaufen. Diese
Manager sitzen genauso im Glashaus, wie unsere Politiker.

"Bayer-Tochter Monsanto muss zwei Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen"

Ta, ta, ta. Warum nicht gleich zwei Billionen?

Bei Bayer hätte man eigentlich wissen müssen, worauf man sich einlässt, wenn man ausgerechnet diesen US-Konzern übernimmt ("Die Summe ist gewaltig, in den USA aber durchaus üblich" / "Hinzukommen nochmals 55 Millionen Dollar als Schadenersatz...").

Aber statt "enttäuscht" zu sein und sich auf juristische Spitzfindigkeiten einzulassen ("Monsanto leugnet weiter, dass das Mittel Krebs verursacht"/ "Der Konzern will in Berufung gehen") wäre es, bevor nicht nur Bayer/Monsanto, sondern die halbe Weltwirtschaft gleich mit "den Bach runtergeht" vielleicht sinnvoller, sich dafür einzusetzen, dass in der Wirtschaftswelt endlich echte Werte die falschen (v.a. Geld in seiner heutigen Funktion) ersetzen.

Denn dass es so wie jetzt nicht weitergehen kann, müsste eigentlich langsam jedem Unternehmer, der sich seiner gesamt(!)gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, dämmern.

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