Kommentare - Große Koalition uneins bei Paketlieferanten

27. April 2019 - 16:46 Uhr

In der Bundesregierung herrscht Uneinigkeit über Verbesserungen für Paketzusteller: Wirtschaftsminister Altmaier lehnte die Pläne von Arbeitsminister Heil ab. Der SPD-Politiker treibt seine Pläne trotz des Widerstandes voran.

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Kommentare

20:49 von MSCHM1972 Die Anordnungen kommen vom DHL-Vorstand...

>>Ich wollte nur damit sagen solange der Paketpreis so niedrig ist. Kann der Kunde nicht erwarten das Paket nach Hause geliefert werden. Dann müssen wir die Bequemlichkeit aufgeben und das Paket im Postamt abholen. Ein Zuschlag von zwei bis vier Euro für die zu Haus Lieferung finde ich nicht zu viel. Mit diesem Zuschlag kann man diese Zusteller besser bezahlen.<<

Die Arbeitsbedingungen gibt der Vorstand vor, so wurden die auszuliefernde Stückzahlen und Bezirke immer größer und wer das nicht mitmacht der fliegt. es gibt anscheinend genug Bewerber...

re zwicke

" Entweder, der zuständige Minister erlässt jetzt endlich verbindliche Gesetzesregelungen für eine faire Bezahlung von Paketboten ... oder er soll sich den Hintern abwischen und gehen..!! Am besten auf Arbeit als Paketzusteller ... da verliert man ganz schnell Doppelkinn und überflüssige Politikerpfunde..."

Machen Sie jetzt auf Proll?

Natürlich wissen Sie, dass kein Minister Gesetze einfach "erlassen" kann. Aber um mal den ordinären Polterer geben zu können verleugnen Sie sich selbst.

Philologische Fingerübungen für die Rolle: Guckt mal, was die Unterschicht so denkt?

21:39 von MSCHM1972 Re Anna Elisabeth

Danke für die Antwort.
Mit dem Paketpreis haben Sie wohl recht.
Das Problem bei Dienstleistungen ist, dass der Preiskampf fast nur noch über Lohndumping und nicht mit Leistung geführt wird. Wer es aber mit guter Leistung bzw. Kundenfreundlichkeit UND angemessenen Löhnen versucht, kann im Kampf gegen die Großen und "Übergroßen"nicht überleben, weil er einen Teil des Preises an die Kunden weitergeben müsste. Bei einem Teil der Kunden herrscht immer noch die Geiz-ist-geil-Mentalität und der ärmere Teil der Bevölkerung kann dann auch notwendige Dienstleistungen nicht mehr bezahlen, weil er selbst prekär beschäftigt ist.
Deshalb muss alles dafür getan werden, dass die Mindestlöhne gezahlt und gewisse Arbeitsstandards eingehalten werden.

Jeder sollte zuerst an die eigene Nase packen....

Online bestellen ist ja so schön bequem, da muss ich den Allerwertesten nicht einmal über die Türschwelle bewegen, es ist so schön billig weil meist versandkostenfrei. Irgendjemand muss aber den Preis dafür bezahlen und insofern finde ich es ziemlich verlogen, über die Bedingungen für Zusteller zu schimpfen, oder zu meckern dass das Paket vonirgendeinem osteuropäischen Subunternehmer geliefert wird, so lange man sich dann spätestens übermorgen wieder wie Bolle freut, wenn man online 2,50 Euro gegenüber dem örtlichen Einzelhandel gespart hat.
Und bevor jemand fragt: Nein, sofern es sich nicht absolut vermeiden lässt, bestelle ich nichts online!

um 20:07 von Boris.1945

>>
Einfach Aufträge nicht an Generalunternehmer, sondern nur an Firmen im Selbsteintritt, auch bei sonstigen öffentlichen Ausschreibungen.
<<

Reden Sie noch vom Versand ? Wie beauftragt man denn da einen Generalunternehmer ?

re sebastian15

"so lange man sich dann spätestens übermorgen wieder wie Bolle freut, wenn man online 2,50 Euro gegenüber dem örtlichen Einzelhandel gespart hat"

Ich kann gar nicht wissen, wieviel ich gegenüber dem örtlichen Einzelhandel spare. Höchstens 0,01% des Warenangebots im Internet könnte ich auch vor Ort einkaufen.

Nur die Paketzusteller?

Nein, wir haben viel zu viele Prekäre, Aufstocker, Geringverdienende, Scheinselbstständige uns 1€-Jobber. Lauter Konszrukte, die die Gesellschaft nachhaltig kaputt machen, dafür aber den Profit jetzt holen lassen. Buy now, pay later. Und so wird Sprengkraft weiter a gestaut, denn die Menschwn in dieser Situation haben NULL Vorsorge - Altersarmut idt vorprogrammiert. Und die wenigen Jungen sollen's zahlen? Was glaubt ihr, wie lange die das machen werden, wenn die fetten Jahre vorbei sind? Die Profithaie werden auf und davon sein. Neoliberalismus pur - CDU und SPD halt. Ist in den letzten Jahren immer schlimmer geworden, die Schere zw arm und reich ist massiv aufgegangen. Und am übelsten: in einer yzeit größten Wachstums lässt die CDU die Menschen NULL profitieren. Drum wählen wir sie ja so gerne - und weil sie viel Spendengeld aus der Wirtschaft für teure Verblendungs-Kampagnen bekommen.

Sebastian 15

absolut richtig! Ich bin Moderator eines Aquarianerforums. Da brüsten sich Leute, dass sie Sand oder schwere Bruchsteine online bestellen und sich dann in den 5. Stock schleppen lassen.Ich finde so viel Faulheit und Rücksichtslosigkeit dreist und hab mich da auch schon mit meiner Reaktion unbeliebt gemacht

Das Problem bei den

Das Problem bei den Paketzustellerfirmen ist, dass sich der Wettbewerb im Prinzip als Wettbewerb um die niedrigsten Personalkosten darstellt. Die anderen Kostenbereiche sind ausgelutscht, Innovationen gibt es praktisch nicht mehr. Es ist eine irrsinnige Kostenverschwendung, täglich mit x Zustellerfirmen in die gleichen Straßen zu fahren. Man bräuchte kontrollierte Tarifgehälter bei den Zustellern. Wettbewerb könnte man z.B. dadurch erhalten, dass man die Zustellung in bestimmten Gebieten jährlich ausschreibt.

22:27 von Klärungsbedarf

um 20:07 von Boris.1945

>>
Einfach Aufträge nicht an Generalunternehmer, sondern nur an Firmen im Selbsteintritt, auch bei sonstigen öffentlichen Ausschreibungen.
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Reden Sie noch vom Versand ? Wie beauftragt man denn da einen Generalunternehmer ?
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Im Artikeltext geht es darum das der "beauftragte Unternehmer" fürmdie Sozialabgaben seiner beauftrageten Unternehmer verantwortlich sein soll.
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Also für legal Selbständige, speziell für die (neben hier Zustellboten) Konstruktion der öaus Bequemlichkeit öffentlichrechtlich vergebenen Aufträge an eine Adresse.
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Wie man das macht, wissen speziell früher selbst planende Ämter.
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(die werden auch immer noch für Planung bezahlt und personell versorgt)

Re: Sabastian15

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Die Innenstädte leeren sich. Immer mehr Läden leeren sich. Im Einzelhandel holt man sich die Informationen ein und im Onlinehandel kaufen wegen 1,50 Euro weniger Kosten. Ich sage es noch einmal Sie sprechen mir aus dem Herzen.

22:35 von karwandler re sebastian15

"Höchstens 0,01% des Warenangebots im Internet könnte ich auch vor Ort einkaufen."

Das ist neben meinen Mobilitätsproblemen auch ein Grund für den Einkauf im Internet. Die Klamotten-Geschäfte führen meine Konfektionsgröße (32-34 bzw. XS/XXS) nicht bzw. selten. Ich habe nicht gezählt, wir oft mir gesagt wurde: "Versuchen Sie es doch mal in der Kinderabteilung."

Zum Thema Bücher: Viele Buchhandlungen haben aufgegeben und vor allem bei wissenschaftlichen Themen haben selbst die großen Buchhandlungen oft nur noch ein vergleichsweise kleines Angebot.

um 22:51 von Boris.1945

>>
Also für legal Selbständige, speziell für die (neben hier Zustellboten) Konstruktion der öaus Bequemlichkeit öffentlichrechtlich vergebenen Aufträge an eine Adresse.
<<

Sie sind nicht leicht zu verstehen. Es geht um Paketboten. Ich glaube nicht, dass öffentlich-rechte versandte Pakete das Problem sind. Welche Pakete sollten das sein ?

@22:13 von Sebastian15

"Jeder sollte zuerst an die eigene Nase packen...."

Und Sie glauben, davon gibt es mehr Geld in den Taschen derjenigen, um die es hier geht?

"Nein, sofern es sich nicht absolut vermeiden lässt, bestelle ich nichts online!"

Freuen Sie sich, dass Sie's noch vemeiden können. Kann sich aber schneller ändern, als einem lieb ist. Ist noch nicht lange her, dass ich genauso geredet habe, wie Sie heute schreiben.

re erster realist

"Unternehmen biten mitlerweile kostenlosen Versand an...

Somit brauchen diese bei Versandprobleme nicht mehr haften"

Das ist doch völliger Quatsch. Wer für was beim Versand haftet bzw. nachweispflichtig ist liegt an der Versandart und nicht daran, wer die Versandkosten trägt.

Verantwortung

Wer ist verantwortlich für Ungerechtigkeiten im Land. Häufig lese ich, dass der Käufer dies tragen soll. Von wegen „wer billig kauft, trägt die Verantwortung für schlechte Produktionsbedingungen“.
Diese Einstellung ist für mich nicht zu ertragen! Der Staat muss sich darum kümmern, dass fair und umweltgerecht produziert wird! Als Verbraucher hat man überhaupt keine Übersicht über die oft verschlungenen Produktionsvorgängen und dem Wirtschaftlichen Geklüngel. Es müssen Gesetze her, die von oben herab die Firmen in die Pflicht nehmen! Sie sind schließlich verantwortlich für ihre Zulieferer und sollten am Besten wissen, aus was ihr Produkt bestehen. Dafür verdienen sie auch Millionen. Der freie, unkontrollierte Markt sorgt hingegen nur für absolute Ungerechtigkeiten auf allen Ebenen.
Ich plädiere für eine Stiftung Firmentest, die unabhängig Firmen auf Umweltverträglichkeit und Arbeitsbedingungen hin testet! Zulieferer eingeschlossen!

Interessant ...

Aufgemerkt ! Der - wenig kompetente - BMWi. hält also die Durchsetzung geltenden und doch wohl selbstverständl. Rechts (Mindestlohn, Sozialabgaben, -Versicherungen) für "unzumutbare Belastungen der Wirtschaft". Das lässt tief blicken und nichts Gutes hoffen. Enspricht aber d. polit. Linie d. Bundesregierung, siehe Entschädigung betrogener VW.-Kunden u. Bestrafung d. Täter. Man sieht daran, welche Massstäbe gelten u. was ehrlich Arbeitende in diesem Land noch wert sind - NICHTS ! Sollte bei den nächsten Wahlen berücksichtigt werden !
MfG. B.W.

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