ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit sieht Grundrente positiv

14. Februar 2019 - 18:00 Uhr

Die Mehrheit der Deutschen ist laut ARD-DeutschlandTrend für die SPD-Vorschläge zu Mindestlohn und Grundrente. Die Abschaffung von Hartz-IV-Sanktionen lehnen die meisten aber ab. Von Ellen Ehni.

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Kommentare

Warum wird die Grafik eigentlich nicht absteigend nach der Größe der Parteien sortiert?

Vermutlich wurden mehrheitlich Menschen befragt, die keine Sozialleistungen empfangen. Da kommt die Hetzerei einiger Politiker zum Tragen, die die Gesellschaft mit Sprüchen spaltet...
"Das müssen die tragen, die jeden Tag arbeiten gehen." usw...
Stimmt natürlich nur bedingt, da auch Hartz4 Empfänger Steuern bezahlen.

Wenn man nicht betroffen ist, kann man natürlich immer für Sanktionen stimmen.

Die Sicherung der Rente wird mir grossem Abstand vor den anderen Parteien am Ehesten CDU und SPD zugetraut. Da scheinen die Bürger ja sehr realistisch zu sein. Ebenso, dass CDU und SPD zusammen auf 46% kommen. Das würde ja noch mal knapp für eine weitere GroKo reichen. Aber natürlich auch für Jamaika.

Wie, die Mehrheit sieht die Grundrente positiv? Na dann machen wir das doch, dann werden wir auch wiedergewählt, wenn's auch schwerfällt dem Steuervieh hier einen Kleinstteil seiner Fronzahlungen wieder zurückzugeben und nicht auch noch in der Welt verschenken zu können. Traurig, traurig.

Die gemäß den Koalitionsvereinbarungen einzuführende Grundrente erlaubt, den Betroffenen 10% mehr an Rente zu zahlen, als die Grundsicherung für Rentner bzw Harz4 ergibt.
Ein winziges Bisschen mehr, aber doch wohl kaum der Rede und den aktuellen Aufwand wert!
Wenn das eine Anerkennung der Lebensleistung sein soll, ist es eine Rente der Unverschämtheit, der Arroganz und der Respektlosigkeit.
Bezüglich der geradezu lächerlichen Mehraufwendungen für diese Lächerlichkeitsrente muss man dann auch noch berücksichtigen, dass es sich eben nur um lächerliche 10% handelt. Also ca 90€ und nicht wie behauptet bis zu 450€. Wie da 5 Milliarden Euro zusammenkommen ist mir noch nicht klar.
Denn die normale Grundsicherung müsste sowieso gezahlt werden. Möglicherweise aus einem anderen Topf.
Eine Rente, die Respekt ausdrücken soll mindestens 1500€ pro Monat betragen. So hoch ist ca die geringste Rente, die sich ein MdB verschaffen kann.
Soviel sollte uns der Respekt vor jedem Bürger wert sein!

Man muss auch die andere Seite sehen: Was ist mit den Einzahlern, die ihr Leben lang ordentlich eingezahlt haben, aber aufgrund eines geringen Lohns gerade so Rente oberhalb einer Grundrente erhalten? Wenn es sich nicht mehr lohnt, Monat für Monat ca. 20% seines Lohns abzuführen, geht der Vorsorgegedanke verloren.

Wer für Sanktionen bei Hartz lV ist weiß nicht wovon er redet, das gehört komplett abgeschafft.

dass wir weiter CDU und SPD wählen sollen, dass alles gut ist und wir im Grunde doch sehr zufrieden sein können, so eine tolle Regierung zu haben?
Der Haken ist nur, dass bald Wahlen sind und deshalb keiner der Regierungsparteien die Karten offen auf den Tisch legen wird.
Sind die Wahlen zu Europa und der drei Bundesländer erst Geschichte, wird die CDU schon klar sagen, was sie von einer Erhöhung vom Mindestlohn hält, wie sie zur "Grundrente" steht.
Worum geht es bei dieser "Grundrente" denn? Doch wohl auch darum, dass die mitarbeitende Gattin des Handwerkers oder kleinen Unternehmers und die halbtags tätige Gattin von Beamten oder höheren Angestellten, die nur arbeiten, um sich nicht zu langweilen, auch ein gutes Stück vom Kuchen abbekommt.
Die wirklich Bedürftigen - die Menschen im Osten oder Westen, die zig Jahre lang Umschulungen, Weiterbildungen, Ein-Euro-Jobs, ABM-Maßnahmen gemacht haben und Arbeitslos waren - kommen nämlich oft nicht auf 35 Beitragsjahre.

Ein tolles Thema, das die SPD nun für die Underdogs in unserem Lande entdeckt hat.

Ob "hart" gearbeitet oder gar nicht, die Rente ist sicher. Fragt sich nur, was sich der eine denken wird, der nach 45 Jahren Arbeit und zigtausenden Zwangsbeiträgen mit 1200 Euros in Rente geht, wenn er hört, dass sein Nachbar, der immer mal dies und das gemacht und grundsätzlich nichts, aber der soll dann einen Tausender bekommen.

Es lebe die Gerechtigkeit. Dafür sind wir alle.

Liebe User,

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Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

scheint sich die Umfrage dieses mal auch mit dem Umfeld zu decken, ist sonst eher selten im Deutschlandtrend.
Gibt zwar viele Ungerechtigkeiten, wer bei 45 Jahren 1000 Brutto hat macht die Geige, dann haben die mit 35 Jahren und dem Ausgleich mehr. Muss also ein Modus gefunden werden das es einen Ausgleich auch dafür gibt.
Der wäre ziemlich einfach zu machen.
Und ausgerechnet wurde gerade das der Mindestlohn 12,80 sein muss. Ändert sich ja jedes Jahr.

Aber auch wenn die Bevölkerung es gut findet, es wird nicht kommen, das Geld wird für andere Dinge benötigt.

Sanktionen für arbeitsunwillige Hartz-Vier-Empfänger sind grundsätzlich in Ordnung und angebracht.

Aber doch bitteschön nicht unterhalb der Existenzgrundlage, das ist doch wohl selbstverständlich!

Wird das Bundesverfassungsgericht auch bald so feststellen.

Wenn Sanktionen Teil des Systems sein sollen, muss der normale Regelsatz eben höher liegen als die Existenzgrundlage!

sind sich die Befürworter der "Grundrente ohne Bedürftigkeitspüfung" Im Klaren darüber, was das für Ihre künftige Angabenlast (auch diejenige auf Renten !) bedeuten wird.
Die SPD sagt ja, "eine Finanzierung wird sich schon finden". Da bin ich mir sicher...irgendwer wird zahlen müssen, und ich weiß auch schon, wer.

Sortierung. Warum wird die Grafik eigentlich nicht absteigend nach der Größe der Parteien sortiert?

Was hätten wir von dieser Sortierung?

Eine nicht geringe Mehrheit profitiert davon, oder könnte es mal selber betreffen. Eine Bedürftigkeitsprüfung dient einfach der Sicherheit, nur das mit den 35 Arbeitsjahren (als Grundvoraussetzung) finde ich etwas hoch gegriffen, da werden viele durchs Raster fallen. Zudem wovon reden wir, wenn jetzt schon die Grundsicherung ca. 800€ beträgt...
Verstehe daher die ganze Diskussion nicht so recht, werden doch am Ende nur ein paar Almosen verteilt...
Wobei die wirklichen Ergebnisse noch ausstehen.
Nebenbei bemerkt könnte die Rentenbeiträge bei Harz4-Empfänger wieder eingeführt werden, der wurde seit 2011 ersatzlos gestrichen und kommt laut "aktueller Rentenbescheid" einer Kürzung von 25% gleich...
Ansonsten wäre es über Grundsicherung...
Das große Erwachen kommt meist aber erst bei Rentenbeginn, wen die ganzen Abzüge es zusätzlich schmälern...
Der Mindestlohn ist eigentlich selbstredend, um nicht auf Grundsicherung später angewiesen zu sein...

Stimmt natürlich nur bedingt, da auch Hartz4 Empfänger Steuern bezahlen.

Aber keine Einkommensteuer. Wohingegen Menschen wie ich etwa 15.000 Euro Einkommensteuer im Jahr zahlen.

an die Umfrageteilnehmer genau gelautet hat?
Ich bin auch für eine Grundrente, aber mit Prüfung der Bedürftigkeit. Ich denke allerdings dass nicht so Eindeutig gefragt wurde?

Grundrente und höherer Mindestlohn klingen ja zunächst mal schön, da äußert man sich gerne positiv.

Allerdings frage ich mich, wie viele von den Befragten bedacht haben, dass bei einem Mindestlohn von 12 Euro viele Geringqualifizierte statt eines schlecht bezahlten Jobs wohl schlichtweg gar keinen Job mehr hätten. Oder dass jegliche Rentenerhöhungen problematisch sind angesichts der Tatsache, dass in den nächsten Jahren die Babyboomer in Rente gehen und die junge Generation dadurch ohnehin schon sehr stark belastet werden wird.

Positiv: Die Mehrheit erkennt, dass eine Abschaffung der Hart-IV-Sanktionen der falsche Weg wäre, weil damit wichtige Anreize wegfallen würden. Das sagt einem ja eigentlich schon der gesunde Menschenverstand, dafür braucht man nicht VWL studiert zu haben.

Wenn das eine Anerkennung der Lebensleistung sein soll, ist es eine Rente der Unverschämtheit, der Arroganz und der Respektlosigkeit.

Ich habe gar kein Interesse daran, dass der Staat jedem möglicherweise nicht arbeitswilligen Hartz IV Empfänger mit Respekt begegnet.

>>Wieso werde ich bei solchen Umfragen nie befragt?<<

Mich hat auch noch nie jemand gefragt.

Aber schauen Sie sich doch mal die Größe der Stichprobe an. Die finden Sie unten auf der Seite. Dann verstehen Sie vielleicht, warum wir beiden noch nie gefragt wurden.

Wenn sich hier einige Fragen, warum sie nicht gefragt werden, oder Vermutungen anstellen über eine nicht repräsentative Zusammensetzung der Gruppe der Befragten: alles nachlesbar in den Erklärungen, Hintergründen und statistischen Methoden der Befragung.
Inhaltlich uns strategisch geht das SPD-Konzept auf: endlich eine substantielle Kurskorrektur weg von den Hartz-Verirrungen und hin zu neuen Mehrheiten jenseits der großen Koalition.

Die Rückher zu einer sozialdemokratischen Grundausrichtung wird vom Wähler belohnt. Die SPD kann ihren Stimmenanteil deutlich steigern.

Ich finde es selbstverständlich, dass der Staat Sanktionsmöglichkeiten bei Hartz IV haben muss. Sonst ist er doch nur ein Papiertiger.

>>Und was will man uns damit sagen?
dass wir weiter CDU und SPD wählen sollen, dass alles gut ist und wir im Grunde doch sehr zufrieden sein können, so eine tolle Regierung zu haben.<<

Wer sagt uns das denn?

Die Befragten?

blutet mir fast das herz, weil die Linke anscheinend immer dann an zuspruch verliert, wenn die machtbesessene SPD-chefin mal wieder, um stimmen bei den wahlen zu sichern, einen auf besonders sozial macht und die menschen ihr auch noch jedes der gelogenen worte glauben. dabei ist die Linke anscheinend die einzig wahre oppositionspartei, die auch noch etwas zu sagen hat. die Grünen und die FDP haben sich ja schon lange selbst abgeschafft und bedienen ihre (phantasie)ökoverliebte oder neoliberale klientel, von der AfD wollen wir mal ganz schweigen, die hatten nie, haben nicht und werden auch nie im leben eine soziale kompetenz haben.

Die Krux bei solchen Umfragen ist, dass es auf die genaue Formulierung ankommt. Ändert man die ein wenig, erhält man gleich ein anderes Resultat. Formuliert man in die Frage nur eine Wohltat (mehr Rente) hinein, sind die meisten dafür. Auf die Finanzierung wurde ja nicht eingegangen. Mehr SV-Beitrag würden die meisten aber nicht dafür bezahlen.

"Wieso werde ich bei solchen Umfragen nie befragt?"
Das habe ich mich vor Jahren auch schon gefragt. Ich führe es einfach mal darauf zurück, dass ich nicht im Telefonbuch stehe. Das hat aber auch den Vorteil, dass man weitgehend von telefonischer Werbung verschont bleibt.

Wie hat die Tagesschau das denn herausgefunden was die Deutschen wollen oder nicht?

Hat die Tagesschau da jeden einzelnen Deutschen befragt, oder haben die Experten da eine Tabelle erstellt?

Ich wüsste gerne wie solche Meinungen entstehen?

Punkt 1:
Die Rente muss so hoch sein das die Rentner sich ein normales Bürgerliches Leben leisten können, ohne arm Zusein oder jeden Pfennig dreimal umzudrehen.

Punkt 2:
Hartz IV Sanktionen bringen überhaupt nix außer das der Streß zwischen Amt und Kunde größer wird.
Was es bringt ist den Leuten Arbeit zugeben.

Und wenn der Staat die Unternehmen unter Druck setzt um die Leute die in Deutschland leben einzustellen.
Was bringt es Ärzte aus Polen zu holen?
Da hat man in Deutschland Ärzte aus Polen die keiner versteht und in Polen fehlen Ärzte.

Die Lücke auf dem Arbeitsmarkt kann nicht mit ausländischen Fachkräften gefüllt werden.
Man muss mit denen arbeiten die in Deutschland leben.

Sonst riskiert man Unzufriedenheit und streß.
Wer will das???

Die Krux bei solchen Umfragen ist, dass es auf die genaue Formulierung ankommt. Ändert man die ein wenig, erhält man gleich ein anderes Resultat. Formuliert man in die Frage nur eine Wohltat (mehr Rente) hinein, sind die meisten dafür. Auf die Finanzierung wurde ja nicht eingegangen. Mehr SV-Beitrag würden die meisten aber nicht dafür bezahlen.

Ich bin kein Leser der "Bild"-Zeitung. Aber diesmal scheint sie Recht zu haben:
Von einer möglichen Grundrente nach dem SPD-Modell würden Rentner in Ostdeutschland offenbar besonders profitieren. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, fielen im Osten 90 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen unter die neue Regelung. Im Westen seien es deutlich weniger. Vor allem die Renten vieler westdeutscher Frauen würden nicht aufgestockt, da sie nicht lange genug eingezahlt hätten.
Ist das der Grund, warum die Union gegen das SPD-Modell ist?

bis das Geld der anderen verbraucht ist.
Grundrente, Grundeinkommen, Kindergrundsicherung u.ä. funktioniert prima, bis jeder kapiert hat, dass Arbeiten sich nicht mehr lohnt.

die Bürger haben nun ein klares Bild über die Rollenverteilung in punkto Sozialpolitik.
Die SPD hat Vorschläge gemacht, welche von der Mehrzahl der Menschen im Land unterstützt werden.
Es beruhigt, dass das soziale Gewissen der Bürger nach wie vor intakt ist.
Allerdings wird auch klar, wer ein mehr an Sozialpolitik ablehnt - die Union, die FDP und nicht verwunderlich, auch die AfD.

da auch Hartz4 Empfänger Steuern bezahlen.
.
von was denn ?
die Allgemeinheit gibt dem Hartz4ler das Geld für seinen Lebensunterhalt
und ebenso die Steuern die er zahlt

Mehrheit sieht Grundrente positiv

Ich bin kein Leser der "Bild"-Zeitung. Aber diesmal scheint sie Recht zu haben:
Von einer möglichen Grundrente nach dem SPD-Modell würden Rentner in Ostdeutschland offenbar besonders profitieren. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, fielen im Osten 90 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen unter die neue Regelung. Im Westen seien es deutlich weniger. Vor allem die Renten vieler westdeutscher Frauen würden nicht aufgestockt, da sie nicht lange genug eingezahlt hätten.
Ist das der Grund, warum die Union gegen das SPD-Modell ist?
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*
Nach der bisherigen 663-Gesundenversorgung wird die SPD doch auch diesmal sicher nicht an die gekürzten Erwerbsunfähigkeitsrentner gedacht haben.
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Und ganz klassenbewusst werden sicher nur Pflichtbeiträge berücksichtigt.
*
Denn Unternehmer mit 42 Jahren Einzahlung, das geht ja gar nicht.

Soviel sollte uns der Respekt vor jedem Bürger wert sein!
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Respekt wem Respekt gebührt

und ich möchte keine Almosen oder Geschenke haben,
sondern das was ich mir erarbeitete

"
Am 14. Februar 2019 um 20:15 von Initiative Neue...
Abkehr von Hartz lV wird belohnt

Die Rückher zu einer sozialdemokratischen Grundausrichtung wird vom Wähler belohnt. Die SPD kann ihren Stimmenanteil deutlich steigern."

Sie haben Recht.
Besonders auf die Stimmen der 1/2 Tags Erwerbstätigen,
denn 35 Jahre gilt auch hier.

Ob das die Ganztags Arbeiter gerecht finden werden?

Sortierung

Warum wird die Grafik eigentlich nicht absteigend nach der Größe der Parteien sortiert?
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*
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Augenscheinlich ist demokratisch keine Sortiergröße.

Wird das Bundesverfassungsgericht auch bald so feststellen.
.
zu befürchten
"Existenzgrundlage" was kriegt ein "normaler" Arbeitender ?
soviel wie ein Hartz4ler mit 15 Kinder ?
wie das rechtfertigen ?

Punkt 1:
Die Rente muss so hoch sein das die Rentner sich ein normales Bürgerliches Leben leisten können,
.
wie rechtfertigt sich denn eine Rente ?
durch seine Arbeitsleistung die er selber erbrachte
oder durch die Arbeitsleistung die andere für ihn erbrachten

Warum wird die Grafik eigentlich nicht absteigend nach der Größe der Parteien sortiert?

Weil die Reeihenfolge von Links nach rechts sich nach der Plazierung bei der letzten Wahl richtet. So können sie zusätzlich sehen, dass beispielsweise die Grünen (Platz 6 in 2017) sich aktuell deutlich verbessert hätten (Platz 2, wenn Sonntag gewählt würde). Die AfD steigt um einen Platz ab, weil sie von den Grünen überholt wird, gleiches gilt für die SPD.

Wenn die Rente nicht reicht, zahlt die Arge doch die Differenz die man zum Leben braucht. Damit ist man etwa bei dem Betrag, den man jetzt pauschal auszahlen will als "Rente". Klingt toll, denn es sorgt für die heiß begehrten Stimmen und die Leute fallen wieder drauf herein.

Wenn man mir erzählt: Sanktionen müssen sein - zum Beispiel, wenn Arbeitslose keine Bewerbungen (oder nicht genügend) schreiben.

Klingt theoretisch ja richtig. Ist aber faktisch falsch.

Wenn jemand nicht arbeiten möchte, dann wird er alles tun, um nicht in Arbeit zu kommen. Muss aber seine Bewerbungen losschicken. Muss zu den Firmen, die ihm vom Arbeitsamt vermittelt werden etc.

Das kostet die Unternehmen Unmengen Zeit (und damit eben Geld). Abgesehen davon, dass es total nervig ist und dazu führt, dass Arbeitgeber immer weniger Lust haben, mit dem Arbeitsamt zusammen zu arbeiten.

Dazu kommen dann noch sehr viele Bewerber, die einen Job wollen, aber aus Angst vor Sanktionen, dann eben auch Bewerbungen (es muss ja ein Soll erfüllt werden) verschicken, die keine Aussicht auf Erfolg haben.

Auch: Arbeitgeber sind genervt, wie oft sich ungeeignete Bewerber melden, weil sie die Stelle vom Amt vorgeschlagen bekamen.

Schafft Sanktionen ab und fördert besser die, die Hilfe brauchen!

würden Rentner in Ostdeutschland offenbar besonders profitieren.
.
und das ist ausschlaggebend ?

Es ist sehr traurig zu sehen, wie niedrig das Vertrauen der Bürger in die einzelnen Parteien ist bzgl. Altersvorsorge. Da sollte jeder Politiker merken, dass seine Partei hier etwas ganz wichtiges verschlafen hat. Nur SPD und mit Abstrichen CDU und Linke erreichen Werte in der Nähe ihrer Wählerstimmen. Ganz düster sieht es bei den Grünen und der AfD aus, denen nur in etwa jeder Fünfte bzw. Siebte Wähler vertraut...

"Wenn Sanktionen Teil des Systems sein sollen, muss der normale Regelsatz eben höher liegen als die Existenzgrundlage!"

Das sehe ich auch so. Ein Problem ist aus meiner Sicht, wenn es ausschließlich Sachbearbeiter sind, die über Sanktionen entscheiden. Hinter einer Arbeitsverweigerung können auch massive, u.U. behandlungsbedürftige Probleme stecken, die ein Sachbearter nicht beurteilen kann.
Damit, dass es tatsächlich immer einen kleinen(!) Teil unter den Empfängern von Sozialleistungen geben wird, die das System mit fast schon krimineller Energie ausnutzen, mussten und müssen Sozialstaaten leben. Die echten Sozialschmarotzer sitzen viel weiter oben und kosten die Gesellschaft ein Vielfaches mehr.

>>
Zu kurz gedacht?

Grundrente und höherer Mindestlohn klingen ja zunächst mal schön, da äußert man sich gerne positiv.

Allerdings frage ich mich, wie viele von den Befragten bedacht haben, dass bei einem Mindestlohn von 12 Euro viele Geringqualifizierte statt eines schlecht bezahlten Jobs wohl schlichtweg gar keinen Job mehr hätten.
<<

Da liegt bei Ihnen wohl ein schwerer Irrtum vor. Die meisten, die vom Mindestlohn profitieren, dürften nämlich sehr gut qualifiziert sein oder ohnehin gebraucht werden. Friseure (-innen9, Verkäufer (innen) etc etc haben Ausbildungen und ich lass mir auch nicht erzählen, dass bei höheren Mindestlohn keine Betten in Hotels mehr gemacht werden. Den Job zeigen Sie mir mal, der bei 1, oder 2, höherem Mindestlohn wegfallen würde.

"Die Abschaffung von Hartz-IV-Sanktionen lehnen die meisten aber ab."

Das glaube ich nicht.
Die meisten finden die Art der Maßnahmen sinnfrei und nicht Zielführend, d.h. sie tragen nicht zu Qualifizierung bei. Einander Bälle zuzuwenden, damit man einen regelmäßigen Tagesrhythmus hat wäre solche Geschichte. Da gibt es noch Trommelkurse usw.
Aber wenn man einen Sprachkurs will, dann geht das nicht, ist nicht vorgesehen, wird nicht finanziert. Dabei ist Englisch heutzutage fast überall ein Muss.

Vor diesem Hintergrund glaube ich nicht daran, dass die Meisten die Sanktionen unterstützen.
Es wäre wirklich wichtig die Kunden des Jobcenters (so heißt es heutzutage) bei der Auswahl der Maßnahmen mitentscheiden zu lassen. Weil sie von ihren eigenen Fähigkeiten die beste Ahnung haben.

Heute geht es nach dem Motto: Maßnahme ausgedacht, da ist Platz frei, da stecke ich Leute rein.

Das habe ich nicht gewusst, lese auch selten Bild. Erstaunlich ist dann, dass eine CDU-Ministerin, aus Sachsen glaube ich, neulich im TV behauptete, die Idee benachteilige ostdeutsche Rentner. Abgesehen davon, dass ich mich in der Sekunde gefragt habe, was um alles in der Welt die CDU darin hindert, für die ostdeutschen Rentner eine bessere Lösung zu finden, war das dann wohl die glatte Unwahrheit. Es ist ein Unding in dieser Zeit, wie alles zu Nutzen von Benachteiligten oder Schwächeren oder Schutzbedürftigen mit lauter Scheinargumenten zerredet wird.

Es ist das gute Recht der SPD, mit einer populären Sozialpolitik um Stimmen zu werben.

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