Ihre Meinung zu: Harter Brexit: Wie die EU das Schlimmste verhindern will

19. Dezember 2018 - 9:52 Uhr

Wenn Großbritannien ungeregelt die EU verlässt, hat das auch für Europa drastische Folgen. Die EU bereitet sich auf den Notfall vor - und wappnet sich für eine mögliche Finanzkrise. Von Andreas Meyer-Feist.

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Kommentare

Wieviel weiß der Normalbürger von der Komplexität unserer Welt?

Man liest immer wieder Kommentare, machen wir einfach einen harten Brexit, na und? Was zur Zeit Napoleons ohne weiteres möglich war (Kontinentalsperre), ist in unserer vernetzten Welt schlichtweg nicht mehr möglich. Das fängt beim EU-Tarif für Handys an (wer am 29.3. im UK zu Besuch ist, sollte tunlichst nach einem harten Brexit sein Handy nicht anschalten, es ist im freien Ermessen des britischen Anbieters, was er verlangt) und endet beim Flugverkehr, wo praktisch alle Regelungen durch die EU getroffen wurden. Ohne einen neuen Vertrag fliegt nichts von Heathrow nach Frankfurt. Sie haben, möglicherweise versteckt in ihrer Kreditkarte, eine Versicherung bei einem britischen Versicherer? Der Vertrag gilt möglicherweise von heute auf morgen nicht mehr, weil die EU-Rechtsgrundlage entfallen ist. Sie wollen im UK Auto fahren - Ihr Führerschein gilt nicht mehr dort. Um all das zu vermeiden, bedarf es bilateraler Verträge zwischen EU und UK, die durch die Parlamente müssen. Das dauert Monate.

Ja, ja, immer schön Panik

Ja, ja, immer schön Panik verbreiten. Die EU ist das Allheilmittel und leuchtende Schild gegen alle Krisen und ohne EU gibt’s nur Chaos und Niedergang. Bla, bla, bla.

Auch die Medien haben eine Verantwortung, so dumme Panikmache nicht noch mehr zu steigern, indem sie sie weiterverbreitet.

Das Schlimme ist die EU selbst

Eine engere Bindung in Europa als die EWG der 70er Jahre hätte es niemals geben dürfen. Das schafft nur Unheil, weil die Nationen zu verschieden sind. Dies zu ignorieren, und die massiven Versuche, die Nationen abzuändern oder auszulöschen: das schafft noch größeres Unheil, ebenso wie die viele angeordnete Fremdherrschaft, z.B. Italien über Südtirol und Spanien über Katalonien.

Man hat den Eindruck ...

... die EU will nicht das Schlimmste verhindern, sondern durch Ihre starrköpfig Haltung koste es was es wolle herbeiführen.

Allen ist klar, dass der Ausstiegsvertrag in dieser Form nicht vom britischen Parlament akzeptiert eerden kann.

Daher ist es töricht, trotzig daran fest zu halten, kein Wort des Vertrages ändern zu wollen.

Die Briten lassen sich nicht erpressen. Es ist falsch von der EU, anzunehmen man sei in einer überlegenen Position. Denn es ist klar, dass die EU selbst die Hauptkosten eines harten Brexits tragen wird.

Jetzt geht es wieder los...

...wie auch gestern zum Brexit Artikel.

Wenn ich so manche Postings und auch die Stimmungsmache der TS so lese, warum muss ich dann immer an den Song "Eve of Destruction" von Barry McGuire denken. Wer es nicht kennt, einfach mal googlen, es lohnt sich, aktuell wie damals.

Und wo wir dabei sind, die EU ist das Beste was Europa passieren konnte. Gestern kam auf ZDF Info eine Sendung über den 30 jährigen Krieg. Man hat das Gefühl manche Zeitgenossen wünschen sich solche Zeiten zurück.

Träumen darf man ja, vernünftig wäre, für ALLE Beteiligten, es den Brexit abzusagen.

Was für eine Panikmache hier

Was für eine Panikmache hier geboten wird!! Irre Bankenpleite Börsencrash nicht anerkannte Abschlüsse und Prüfungen usw! Nicht Nachvollziehbar aber mal raushauen heißt die Devise!!Milliarden € verliert der EU Steuerzahler, wenn ja , zeigt es einmal mehr das diese EU doch nur der Wirtschaft dient,nicht dem Bürger!!

Querulanten

GB war während seiner bisherigen EU-Mitgliedschaft ein ewiger Querulant und hatte stets Sonderrechte erhalten. Ein Grund dafür ist, dass sie nicht mehr die Nummer 1 und neidisch auf Deutschland sind. Die Engländer haben einfach ihre einstige Rolle als Groß macht nicht überwunden. Sie waren auch gegen die Wiedervereinigung Deutschlands. So gesehen sollten wir froh sein diese Querulanten los zuwerden. Leider spielen ökonomische Fragen hier eine große Rolle. GB will dabei möglichst keine Federn verlieren. Dem gegenüber steht aber die restliche EU und das ist gut so.

Ein Teil der Wahrheit

@Kommerz
So ganz kann ich Ihren Schilderungen nicht folgen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass UK sehr lange nach den EU-Rechtsprinzipien lebt. Gründung EU war im Jahr 1993 - das ist 25 Jahre her!!
Ich wünsche mir für die Menschen in UK, dass sie nicht "unter die Räder" kommen werden.
Allerdings kann ich mir das nach so langer Zeit nicht vorstellen und auch nicht schönreden.
Bis neue Handelsbeziehungen, neue rechtsschaffende Räume geschaffen werden, gehen Jahre ins Land. Ich möchte gar nicht auf die sich schnell wandelnde technokratische Zeit im Zuge der Digitalisierung verweisen, nur glaube ich, dass die, die am meisten leiden werden, mittelständische Unternehmen, Universtitäten und all die Menschen sein werden, denen Zugänge nicht mehr so leicht ermöglicht werden können.
Ich kenne einige Menschen aus der UK - sie haben a l l e Sorgen und es schert sie nicht, wer Recht behält, sondern wie sie ihr ganz normales Leben weiterführen können.
Das ist auch ein Teil der Wahrheit.

09:13 von Einfach Unglaublich

Gestern schrieben Sie schon solche hähnebüchernen Ansichten.

Stellen Sie sich vor ich bin Mitglied hier im hiesigen Golfclub, Bezahle meinen Obolus, spiele regelmäßig Golf und nehme am Clubleben teil.

Nun habe ich, warum auch immer, keinen Bock mehr auf eine weitere Mitgliedschaft und kündige daher zum nächstmöglichen Termin.
Diese Kündigung wird akzeptiert und ich bin ab dem Tage X kein Clubmitglied Mitglied mehr.
Also bezahle ich ab dann auch keinen Clubbeitrag mehr. Ist soweit klar und schlüssig.
Aber nun kommt der Hammer. Ich möchte auch weiterhin den Golfplatz wie die Mitglieder nutzen dürfen, auch erwarte ich verschiedene Annehmlichkeiten und Vorteile, die mir die Clubmitgliedschaft bot, weiterhin wie selbstverständlich nutzen genießen zu können. Natürlich will ich auch bei diversen Clubfeiern genau wie die Clubmitglieder mit feiern dürfen.
Kurz und bündig, ich will alle Verpflichtungen los sein aber alle Vorteile weiterhin nutzen.

Merken Sie etwas?

Da passiert gar nichts.

Da passiert gar nichts. Verträge haben Bestandschutz. Auch ohne GB in der EU. Diese Milenniumspanik muß man doch nicht wiederholen. Da wurde auch der Weltuntergang vorhergesagt. Und es ist auch absolut nichts passiert.
Die Engländer werden sich hüten, Verträge für ungültig zu erklären, denn das geht andersrum genau so.
England raus aus der EU, Schottland, Wales und Nordirland raus aus GB, dann funktioniert auch der härteste Brexit.
Die Briten müssen einfach mal lernen, daß das Empire Geschichte ist. Die sind ein winziges Land. Und die EU braucht einzelne winzige Länder nicht. Winzige Länder brauchen die EU. Der Brexit wird zum fatalen Eigentor, denn in zwei Jahren wird EU-Beitritt beantragt. Und diesmal ohne besondere Rosinen. Heißt mehr zahlen, bei gleichen Leistungen. Well done, Mr. Johnson.

re einfach unglaublich

"Die Briten lassen sich nicht erpressen. Es ist falsch von der EU, anzunehmen man sei in einer überlegenen Position. Denn es ist klar, dass die EU selbst die Hauptkosten eines harten Brexits tragen wird."

Angesichts der Größenverhältnisse (EU Volkswirtschaft vs. UK Volkswirtschaft) eine geradezu verwegene Ansicht.

Oder Wunschdenken.

@SydB

"Und wo wir dabei sind, die EU ist das Beste was Europa passieren konnte. Gestern kam auf ZDF Info eine Sendung über den 30 jährigen Krieg."

Die Aussage, dass wir in Europa aufgrund der EU Frieden haben, halte ich für reine Propaganda. Die Menschen haben in Europa nach zwei Weltkriegen und destruktivem Nationalismus von Kriegshandlungen einfach genug und bevorzugen eine pazifistischere Politik als anno dazumal. Oder verspüren Sie etwa nach der Entscheidung der Briten zum Brexit plötzlich das unstillbare Bedürfnis, Großbritannien einzunehmen? Das kann ich mir kaum vorstellen! Die EU wurde allerdings im Interesse der Eliten gestaltet, nicht im Interesse der Völker Europas. Aus diesem Grund trägt sie meiner Ansicht nach eher zur Entzweiung der Bevölkerung Europas bei, als zu deren friedlichen Einigung. Das formelhaft wiederholte "entweder EU oder Krieg" ist unsinnig.

@dirk_kf (09:12):

>>[...]ebenso wie die viele angeordnete Fremdherrschaft, z.B. Italien über Südtirol und Spanien über Katalonien.<<

Katalonien ist quasi ein Kernland in der Entstehung des heutigen Spaniens gewesen. Von "Fremdherrschaft" kann in diesem Zusammenhang absolut keine Rede sein.

Harter Brexit:Wie die EU das Schlimmste verhindern will...

Das ist aber was neues,die EU will daß Schlimmste verhindern.Bisher hieß es doch ein harter Brexit trifft im wesentlichen nur Grossbritannien.
Aber vor einigen Tagen wies DIHK-Präsident Schweitzer darauf hin,daß in Deutschland 750.000 Arbeitsstellen vom Export nach Grossbritannien abhängen(Ksta).Umgekehrt wohl erheblich weniger.
Das Kölner Institut der Wirtschaft rechnet,bei einem harten Brexit, mit einem Rückgang der Exporte um bis zu 43 Prozent.

Wenn jemand der Auffassung sei,

dass eine Scheidung zwischen zwei "Ehepartnern" reibungslos vonstatten gehe,
hat sich wahrlich verrannt.
Warum soll es zwischen EU und GB nicht anders werden. Es wird noch Jahre DAUERN, bis alle Grabenkämpfe ausgefochten sind.
Es wird für beide Seiten viele Einschnitte geben, welche der Steuerzahler aufgebürdet bekommt.
Es sind die komplexen aufgebauten Verträge, welche der Grund sein wird, welche zwischen den einzelnen Vertragspartnern geschlossen worden sind. Grundlagen verschiedener Rechtssystem und dann kommen noch die EU-Richtlinien hinzu. Wahrlich ein Holz, dass gebrochen werden muss.
Ich denke, da reicht oder reichen die Gutachten, welche von den Juristen entworfen worden sind, nicht aus. Ob bei den Banken, Autoindustrie, Versicherungen, Personaldienstleistungen, Flugsicherung etc.
Da werden noch einige Hürden auf uns zukommen.

Kann man mit diesem Theater

Kann man mit diesem Theater endlich mal aufhören - kein Mensch braucht Großbritannien!
Die wollen raus - also bitte gehen lassen und aufhören mit der Jammerei.

@09:04 von Autograf

"Wieviel weiß der Normalbürger von der Komplexität unserer Welt" - sich sehr wenig. Doch glauben Sie, daß es Politikern dabei viel besser geht ?
Warum aber muß mein Führerschein da auf einmal nicht mehr gelten ? Mit meinem Führerschein bin ich schon 1964 in England gefahren, als noch niemand an eine EU dachte.

gemeinsam und sozial in die Zukunft

Der britische Totalausfall zeigt, wie notwendig die EU als politisches Projekt ist. Deshalb tut die EU auch gut daran, bei der wankenden und irrlichternden britischen Regierung auf alles vorbereitet zu sein. Gemeinsam und sozial in die Zukunft - und die Briten bleiben eingeladen, nach der Lösung ihrer Staatskrise mit der EU am europäischen Haus weiterzubauen.

09:52 von karwandler

re einfach unglaublich

"Die Briten lassen sich nicht erpressen. Es ist falsch von der EU, anzunehmen man sei in einer überlegenen Position. Denn es ist klar, dass die EU selbst die Hauptkosten eines harten Brexits tragen wird."

Angesichts der Größenverhältnisse (EU Volkswirtschaft vs. UK Volkswirtschaft) eine geradezu verwegene Ansicht.

Oder Wunschdenken.
///
*
*
Aber den Briten andere Austrittsbedingungen anzubieten als anderen Freihandelsabkommenländern, das ist Fairplay?
*
Die gesammelte deutsche Resthochseefischerei fühlt sich übrigens absolut nicht überlegen, beim harten Brexit.

Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht?

Es gibt unzählige Dinge, die innerhalb der EU für EU-Mitglieder automatisch geregelt sind. Wenn ein Land austritt, dann gelten die nicht mehr. Das kann man natürlich regeln, man muss es aber tun, sonst steht man von einem Tag auf den anderen vor Fragen wie die des Users autograph am Anfang dieses Threads. Zum Beispiel (Quelle: AA)

"Angehörige der EU-Staaten benötigen zur Einreise in die Bundesrepublik Deutschland kein Visum."
und
"Alle übrigen Ausländer sind für Aufenthalte in Deutschland grundsätzlich visumpflichtig. Für Besuchsaufenthalte bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen benötigen Angehörige der Staaten kein Visum, für die die Europäische Gemeinschaft die Visumpflicht aufgehoben hat."

Die EU kann also für Nicht-EU-Bürger die Visumspflicht aufheben. Ist das im Falle von GB bereits passiert? Und wie ist das umgekehrt für EU-Bürger, die nach einem harten Brexit mal eben nach London wollen?
Das kann alles ganz einfach sein, aber jemand muss es regeln, anstatt streiten.

Bis jetzt habe ich

immer gelesen wie schlecht es GB gehen wird.

" Wenn Großbritannien ungeregelt die EU verlässt, hat das auch für Europa drastische Folgen. Die EU bereitet sich auf den Notfall vor - und wappnet sich für eine mögliche Finanzkrise. "

Und jetzt solche Sätze, könnte man doch eine vernünftigen Deal machen für einen Austritt, wie ich schon geschrieben haben.
Harter Brexit und GB wird zum Verhandlungspartner auf Augenhöhe, jetzt ist Bittsteller und wird entsprechend behandelt.

Ich hatte die Briten wirklich für schlauer gehalten, Sie hätten von Anfang sagen sollen das Sie einen harten Schnitt machen.
Dann hätte die EU sich bewegen müssen, wenn Ihnen das nicht passt, schon allein in Polen wäre das große Geschrei losgegangen wenn die Devisen nicht mehr so ins Land fließen, Kindergeld ist die nächste Einnahmequelle.
Das alles weis jeder, selbst Österreich und Deutschland haben versucht was zu ändern.

Jetzt reift die Erkenntnis das es nicht gut für die EU ist, besonders Deutschland.

Einige Kommentare

die ich hier so lese,erwecken in mir den Eindruck,dass sich der ein oder andere in totaler Unkenntnis über das Konstrukt EU und deren Verbereinbarungen der Länder der EU befinden.
Leute informiert Euch mal ein bischen.
Niemand lebt schlechter seit der Gründung der EG,EU oder der Einführung
des Euro.
Die Mieten wäre auch ohne dem Euro gestiegen.Island wäre auch ohne die Eu,US Investmentbankern zum Opfer gefallen.Griechenland wäre auch die Eu pleite gegangen.

Wagenburg-Mentalität

Diese Wagenburg- Mentalität ist doch typisch für die Engländer!
Laut. Mikes (How to be an Alien) hieß es bei Nebel : Continent cut off.
Wenn man sich in der Finanzwelt so ausbreitet wie die Engländer, muss man natürlich auch für die Krise vorsorgen ( zB Aviva durch Verlegung nach Dublin oder IAG durch Beteiligung an Europäischen Gesellschaften).
Ob das der Commodities - Händler Farage mit seinem Investmentbankerin- Mehrchen auch begriffen hat? Beim Journalisten Johnson-Kemal ist sowieso nichts zu erwarten!
Und so könnte es wirklich so kommen, wie in der Halloween-Ausgabe von Callan's Kicks ( rte.ie/podcasts).

Interessant, dass es bis

Interessant, dass es bis heute Brexit-Hardliner gibt, die auch einen harten Brexit in Kauf nehmen wollen. Ich dachte immer, die Briten könnten jeden Moment den Exit vom Brexit verkünden und dann halt so weitermachen wie bisher, also viel Gemecker und Extrawürste.

Aha, die Politiker (m/w/v) wollen jetzt

doch vor den Forderungen von PM May mit fadenscheinigen Begründungen einknicken!

Als wäre es nicht zu erwarten gewesen!

Norwegen und die Schweiz schauen auch genau nach Brüssel

Wie es aussieht weiß zur Zeit Niemand was im nächsten Jahr entschieden wird.
Prokrastination ist auch als Krankheit anerkannt.

Am 19. Dezember 2018 um 09:04 von Autograf

" Wieviel weiß der Normalbürger von der Komplexität unserer Welt? "

Der Normalbürger hat meist ein gutes Bauchgefühle und weis was er an solchen Tagen nicht tun muss, Er muss ich zum Beispiel nicht gerade in GB aufhalten.

Also sind die Problem die Sie hier aufzeigen vielleicht möglich, für ein Handvoll Menschen die unbedingt an dem Tag dort sein müssen.
Und Autofahren wollen oder solche Kreditkarten haben, die Fahrerlaubnis war auch vor der EU gültig.
Und Auslandsversicherungen auch, Sie machen die Welt komplizierter als Sie vorher war.
Wenn das jetzt komplizierter ist als vor der EU, dann stimmt mit der EU etwas nicht.
Schwarzmaler haben Konjunktur, wird alles viel einfacher und nicht so heiß gegessen als jetzt dargestellt.

um 09:46 von Superschlau

"Da passiert gar nichts. Verträge haben Bestandschutz."

Nun, dann sollten Sie sich man Artikel 50, Absatz 3 des EU-Vertrages durchlesen. Findet man ganz einfach im Internet.

Ich zitiere mal aus Wikipedia:
"Die Verträge finden auf den betroffenen Staat ab dem Tag des Inkrafttretens des Austrittsabkommens oder andernfalls zwei Jahre nach der in Absatz 2 genannten Mitteilung keine Anwendung mehr..."

Alle Verträge, die mit der EU zu tun haben, verlieren ihre Gültigkeit mit dem Austritt aus der EU.

Ich denke, vieles kann man auch Übergangsweise regeln. Überflugrechte oder eher unbekannte aber auch sehr wichtige Dinge wie "Country of Origin" und Regularien, was man denn überhaupt in die UK einführen darf.

Wenn wir als Privatpersonen mal was "Zweifelhaftes" aus dem Urlaub mitbringen passiert meist wenig. Aber Firmen brauchen Rechtssicherheit.

von Autograf, 9:04

„… sollte tunlichst nach einem harten Brexit sein Handy nicht anschalten … Ohne einen neuen Vertrag fliegt nichts von Heathrow nach Frankfurt. … Sie wollen im UK Auto fahren - Ihr Führerschein gilt nicht mehr dort.“

Was verbreiten Sie denn da für unwahre Horrorvisionen: Ich bin regelmäßig in den USA (und in unterschiedlichsten anderen Ländern außerhalb der EU): überall kann ich problemlos hinfliegen, mit meinem deutschen Führerschein Auto fahren und - zumindest im Hotel oder an sonstigen Plätzen, wo es WLAN gibt - kostenlos mit meinem Handy telefonieren (roaming schalte ich im Ausland grundsätzlich aus). Warum um Himmels Willen soll das nach dem Brexit in GB nicht funktionieren?

Exit vom Brexit?

Ständig wird diese Möhre dem Esel vor die Nase gehalten.
Die EU hat mit voller Absicht derart komplizierte Hürden und Regeln aufgestellt, damit alle anderen EU-Staaten bloß nicht auf die gleiche Idee kommen.
Vielleicht wäre der harte Brexit sogar von Vorteil. Die EU und Großbritannien wären dann gezwungen, im jeweils eigenen Interesse schnelle und für beide Seiten gute Lösungen zu finden. Doch wahrscheinlich würde dann jeder merken, daß die EU eben nichts weiter ist als ein mit komplizierten Regeln - einschließlich eines gewaltigen Wasserkopfs - ausgestatteter Wirtschaftsraum...

um 09:13 von Einfach Unglaublich

Nun, auch die EU sollte sich nicht erpressen lassen.

Und nach meiner Meinung wird hier niemand erpresst.

Die einzige Möglichkeit, nach der ein Brexit funktionieren könnte, ohne dass gewaltiger Schaden entsteht oder bei der auch die Nordirlandfrage gelöst würde ist der Austritt von GB aus der EU und Verbleib im gemeinsamen Markt.

Das wäre aber mittelfristig das Ende der EU. Denn gemeinsamer Markt kann nicht funktionieren, ohne in der Zollunion zu sein.

Fakt ist, Brexit ist so, wie er damals versprochen worden ist, nicht durchführbar. Ausser mit Auflösung der EU.

Nicht gewusst wie es geht....

Ein EU-Politiker hat vor kurzem gesagt, die Briten wollen den Brexit, wissen aber nicht, wie das geht.
Ich denke, dass die britischen Wähler, die für einen Austritt aus der EU gestimmt haben, sich absolut nicht bewusst waren über die Folgen für GB und die EU.
Aber das ist ja wohl das grundsätzliche Prinzip ALLER Wahlen, bei denen die allermeisten Wähler nur nach dem Bauchgefühl ihre Stimme abgeben. Trotzdem schützt Unwissenheit nicht vor Strafe.

@09:13 von Einfach Unglaublich

"Die Briten lassen sich nicht erpressen."

Das ist ihr gutes Recht, die EU aber auch nicht.

"Denn es ist klar, dass die EU selbst die Hauptkosten eines harten Brexits tragen wird."

Kühne Vorhersage, ich würde mich angesichts der mannigfaltigen Verwerfungen, die zu erwarten sind, nicht zu so einer Prognose hinreißen lassen.

Mein Problem ist, dass ich keine britische Verhandlungsposition erkennen kann. Die, die den Vertrag ablehnen, tun das ja nicht alle aus den selben Gründen. Welche Zugeständnisse soll man da machen?Die Tories haben ja nicht mal eine eigene Mehrheit im Unterhaus und brauchen die DUP. Da werden selbst einzelne Abweichler zum Problem und ich habe den Eindruck, es gibt sogar explizite Anhänger eines harten Brexits. Was soll man da verhandeln?

um 09:13 von Einfach Unglaublich

"Die Briten lassen sich nicht erpressen. Es ist falsch von der EU, anzunehmen man sei in einer überlegenen Position. Denn es ist klar, dass die EU selbst die Hauptkosten eines harten Brexits tragen wird."
Es ist doch genau umgekehrt. Die Briten wollen die EU erpressen, obwohl ein Vertragsentwurf längst besteht. Und die Briten haben mit ihren Sonderregelungen immer schon auf Extrawürste bestanden. Aber die EU ist doch kein "Wünsch dir Was" Verein. Und das sollte auch jeder wissen und verteidigen, der in der EU lebt.

@ sydb

Ich merke etwas - dass Sie das Problem nicht verstanden haben.

Der Ausstiegsvertrag hieße für Ihre Golf Club Analogie, dass das aus dem Club ausgetretene Mitglied weiterhin die Beiträge zählt, aber kein Stimmrecht hat und das EINSEITIG auch nicht ändern kann - Backstop!

Und das ist, wie Sie es ausdrücken , wirklich hanebüchen!

Wie sagte John Oliver so schön...

In der Show "LastWeek Tonight" brachte es John Oliver wunderbar auf den Punkt: Die Brexiteers hätten den Wählern ein Einhorn versprochen und jetzt stellen die Parlamentarier fest, dass Theresa May ihnen stattdessen nur einen lahmen Ackergaul mit auf die Stirn geklebter Eistüte andrehen will. Das Problem ist aber, dass weder die EU noch May ein echtes Einhorn in der Hinterhand haben, dass sie stattdessen noch rausholen könnten.

Das ist also wie beim Christkind: Würden alle Erwachsenen mitspielen, dann könnte man vielleicht noch ein paar leuchtende Kinder (Wähleraugen) bekommen. So kommt es dann leider schon sehr bald zu einer ganz harten Bruchlandung in der Realität. Wie im Artikel schön aufgelistet auch an ganz unerwarteter Stelle und auch auf Seiten der EU.

Mein Wunsch daher: Liebe Briten, bitte nehmt einseitig Artikel 50 zurück und bleibt EU-Mitglied zu beiderseitigem Nutzen. Timothy Garton Ash hat vor wenigen Tagen im Guardian einen lesenswerten Artikel geschrieben!

um 09:58 von Hr. Paschulke

"Die EU wurde allerdings im Interesse der Eliten gestaltet, nicht im Interesse der Völker Europas."
Die EU wurde im Interesse der Wirtschaft, aber auch im Interesse seiner Völker gegründet. Und die Mehrheit der Bevölkerung ist dafür, dass das so bleibt. Und Sie können bestimmt nicht behaupten, dass das nicht im Interesse des Friedens in Europa ist, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo es noch keine EU gab. Und deshalb wollen noch mehr Länder der EU angehören.

Es ist......

immer wieder interessant, mit welcher Vehemenz und Begeisterung von "den Eliten" der EU gepoltert wird und daß nie "die Völker" gefragt wurden oder in Brüssel nur Bürokraten am Werk wären. Wann wird erkannt, daß die Bürokraten in Brüssel nur ein Produkt der permanenten Kompromisse sind, die gesucht werden, weil hast jedes nationale Parlament eigene Wünsche hat? Wann wird erkannt, daß es auch in Großbritannien "die Eliten" gibt, die einem Großteil der Bevölkerung viel eingeredet, aber nicht die ganze Wahrheit gesagt haben? "Die Bürokraten" in Brüssel machen nur ihren Job! Politik wird in den nationalen Parlamenten gemacht!

@10:32 von Egleichhmalf

"Warum um Himmels Willen soll das nach dem Brexit in GB nicht funktionieren?"

Das weiß keiner. Wenn es Verträge zu all diesen Themen gibt, wird es weiter funktionieren. Natürlich haben die USA und die EU Abkommen über Flüge und die Handyprovider haben Verträge mit lokalen Providern.

Problematisch sind alle Regelungen, die bisher lauten "für Länder der EU gilt...", weil GB nach einem harten Brexit von einem auf den anderen Tag nicht mehr unter diese Kategorie fällt. Und wenn es dann keine andere Regelung gibt...

@ Froschkönig 09:41 Uhr

"...und hatte stets Sonderrechte erhalten."
Richtig - und schlecht, aber...
um Sonderrechte zu erhalten muss der Gegenüber dem zustimmen.
Damit haben beide Seiten keine weißen Westen.

@ karwandler

Und wieder liegen Sie falsch.

Der Studie von Wyman und Clifgord zufolge würden Unternehmen der verbliebenen 27 EU Staaten bei einem harten Brexit 35 Milliarden Euro zusätzliche Kosten entstehen - britischen Exporteuren 30 Milliarden.

re dirk-kf

"ebenso wie die viele angeordnete Fremdherrschaft, z.B. Italien über Südtirol und Spanien über Katalonien."

Wann wurde denn von der EU diese "Fremdherrschaft" Italien über Südtirol und Spanien über Katalonien angeordnet?

Da sind Ihnen die Jahrhunderte durcheinandergeraten.

Frau May spielt ein

Frau May spielt ein verächtliches Spiel mit ihrem Volk.
Ihre Strategie (wenn man das so nennen darf) ist es die uhr herunterzuspielen sodass ein weiteres Referendum verhindert wird und die Parlamentarier dann nur zwischen schlimm und schlimmer wählen zu müssen.
Letztlich entzieht sie damit dem Parlament die Entscheidung...

re bernd kevesligeti

"Das ist aber was neues,die EU will daß Schlimmste verhindern.Bisher hieß es doch ein harter Brexit trifft im wesentlichen nur Grossbritannien."

Das hieß es nie, oder nur bei bewußt eingeschränkter Wahrnehmung.

Fakt: der harte Brexit trifft alle, allerdings die Briten härter als den Rest.

um 10:14 von wenigfahrer

"immer gelesen wie schlecht es GB gehen wird."

In der Tat konzentrieren sich viel zu viele Menschen auf die Auswirkungen des Brexits auf GB.

Ich erwarte, dass der absolute Schaden (in Euro oder Pfund) mehr oder weniger auf beiden Seiten identisch sein wird.
Aber der relative Schaden ist für GB ungleich grösser.

Denn während für die EU nur ein (zugegeben recht grosser) Teil des Handels betroffen ist, gilt das für GB für den gesamten Handel. Mit EU und auch dem Rest der Welt, weil GB mit dem Austritt aus der EU auch alle anderen Handelsverträge aufgibt.

Es ist, als ob man mit einem Gewehr einmal auf einen Hirsch (Großbritannien) und einmal auf einen Elefanten schiesst.

Egal ob es nun Luftgewehr, Kleinkaliber oder Jagdgewehr ist, beide Tiere sind verletzt, aber der Hirsch ungleich stärker als der Elefant.

Brexit = pures Chaos

Vor 2 Jahren haben Lügner den Menschen mit dem Brexit das Paradies auf Erden versprochen. Was ist seit dem Antrag passiert?
Nichts. Welche neuen Verträge mit der EU existieren? Gar keine. Wie stellt sich die britische Regierung die Zukunft nach dem Brexit vor? Sie begeht ein Wirtschaftsverbrechen an den eigenen Bürgern, das negativen Einfluss auch auf die Kinder und Enkel haben wird. Ein neues Referendum ist nicht nur überfällig, sondern absolut notwendig. Und die für ihre verantwortungslose Untätigkeit viel zu hoch bezahlte Regierung gehört komplett ausgetauscht gegen seriöse Politiker. Ich verstehe auch nicht, dass die Queen mitsamt ihrem Anhang nicht dazu Stellung nimmt. Nur immer mit neuer modischer Kleidung im Blitzlichtgewitter der Regenbogenpresse zu stehen, das reicht nicht für ein Königshaus. Es wundert mich, dass die Briten immer noch diesen Pomp finanzieren.

Am 19. Dezember 2018 um 09:41 von XXX99

Dann erzählen Sie doch mal, wie die Zukunft Ihrer Ansicht nach aussehen wird. Welche Vorteile und Nachteile wird der Brexit bringen? Was wurde in den letzten 2 Jahren bisher erreicht?

re boris.1945

"Aber den Briten andere Austrittsbedingungen anzubieten als anderen Freihandelsabkommenländern, das ist Fairplay?"

Das Austrittsabkommen regelt den Übergang. Hat mit später abzuschließenden Handelsabkommen rein gar nichts zu tun.

Äppel und Birnen, mal wieder.

re dr.bashir

"Die EU kann also für Nicht-EU-Bürger die Visumspflicht aufheben. Ist das im Falle von GB bereits passiert? Und wie ist das umgekehrt für EU-Bürger, die nach einem harten Brexit mal eben nach London wollen?
Das kann alles ganz einfach sein, aber jemand muss es regeln, anstatt streiten."

Sehr richtig.

Selbstverständlich ist gar nichts. Erst muss es rechtsverbindlich vereinbart sein.

um 10:32 von tvc

"daß die EU eben nichts weiter ist als ein mit komplizierten Regeln"

Viele Brexiteers sind der Meinung, dass es ein Segen für GB sein wird, wenn endlich die ganzen unsinnigen Regelmentierungen abgeschafft werden.

Man stellt sich dann immer gerne Gesetze über den Krümmungsgrad der Bananen, Länge von Salatgurken und Bestimmungen zu Skiliften in Berlin vor.

Was aber kaum einer erwähnt:

Regulierungen zu Arbeitsschutzgesetzen
Regulierungen zu Lebensmitteln (erinnert sich noch wer an die US-Chlorhühnchen)
Regulierungen für internationale Banken (wer hat die Finanzkrise 2008 ausgelöst)
Regulierungen zur Produktsicherheit (Weichmacher in Babyspielzeug)

Massnahmen gegen Steuerflucht, Besteuerung von internationalen Konzernen, usw.

Oh ja, da freuen sich die Briten bestimmt, wenn sie ihre Weetabix aus genmanipulierter Soja bekommen, weil der Mist aus USA viel billiger ist.

@ cleverly2

Was Sie sagen stimmt wohl für alle Wahlen und auch oft für die Heirat. Denn niemand kann in die Zukunft blicken, wie sich die Dinge entwickeln werden

Oder hätten Sie gedacht, dass Frau Merkel einmal die Ehe für alle einführt? Soweit mir bekannt, war dies kein Herzensanliegen der CDU.

Und ein Drittel aller Ehen wird geschieden. Da haben sich die Dinge wohl auch anders entwickelt als gedacht.

re rainer niemann

"Aha, die Politiker (m/w/v) wollen jetzt

doch vor den Forderungen von PM May mit fadenscheinigen Begründungen einknicken!"

Ich bin jetzt nicht sicher, welchen Artikel Sie kommentieren wollten.

Diesen doch nicht.

@ dr bashir

Daher ist es umso weniger nachvollziehbar, dass die EU May nicht entgegenkommt.

Wenn das britische Parlament trotz eines Entgegenkommens nicht zustimmen würde, könnten wir uns die Hände in Unschuld waschen.

@SydB 0934 Uhr

Zu "ALLE" gehöre auch ich, und für mich ist nicht vernünftig den sogenannten Brexit abzusagen. Schließlich möchte ich britischer Staatsbürger werden, um diesen EU-Loserverein endlich verlassen zu können. Niemand, auch Sie nicht, wird mir klar machen können, warum ich eine (mittlerweile offensichtliche) Totgeburt mit meinem hart erarbeiteten Geld weiter unterstützen muß. EWG, wie Benutzer dirk_kf um 0912 Uhr, Benutzer Kommerz um 0911 Uhr meinten, hätte vollkommen ausgereicht, da damals die Staaten noch Handlungsspielraum hatten, der dank EU vollkommen abhanden gekommen ist; dafür wurde Alternativlosigkeit eingetauscht - mMn erbärmliche Politik. Meinen Euro, den ich in Norwegen mit 6,7 Kr auf einem Konto anlegte, hätte ich in Italien in 2700 Lire umtauschen können, der jeweiligen Wirtschaftskraft eines Landes angemessen. Dagegen heute? Finanzkrise, Finanzkrise, Finanzkrise - danke EU!!! Ach ja, die 10 - 15 Min Grenzkontrolle sind weggefallen. DANKE, EU.

Warum soll das nach dem Brexit in GB nicht funktionieren?

@Egleichhmalf

Mit den Ländern die sie genannt haben gibt es bestehende Vereinbarungen und Verträge und diese lösten vorherige Verinbarungen und Verträge ab.

Beim harten Brexit gibt es von heute auf morgen keine bestehende Verträge und Vereinbarungen mehr; man hat einen schlagartigen Übergang von "alles geregelt" zu "nichts ist geregelt".

Im Gegensatz z.B. zur US, ist ihr Führerschein nach dem harten Brexit also nicht mehr anerkannt, weil es dafür dann schlagartig gar keine Verträge mehr gibt die diese Sachverhalte zwischen der EU und GB regeln.

Jetzt stellen sie sich mal vor sie studieren momentan in GB und von heute auf morgen fallen sämtliche Verträge raus die folgendes regeln:
Banktransfer, Visum, Anrechung von Prüfungen, alle Arten von Versicherungen (z.B. Auslands-KKV), Anerkennen von öffentlichen Dokumenten, Mobiltelefonie, etc.

Praktisch sämtliche Handlungen im täglichen Leben sind betroffen, und alles was jetzt problemlos funktioniert geht genau dann nicht mehr.

re egleichhmalf

" Ich bin regelmäßig in den USA (und in unterschiedlichsten anderen Ländern außerhalb der EU): überall kann ich problemlos hinfliegen"

Und warum geht das? Weil es entsprechende Luftverkehrsabkommen gibt.

Ist das so schwer zu begreifen, dass alles geregelt nur funktioniert, wenn es geregelt wurde?

um 10:38 von cleverly2

"Ich denke, dass die britischen Wähler, die für einen Austritt aus der EU gestimmt haben, sich absolut nicht bewusst waren über die Folgen für GB und die EU."
Das ist vollkommen richtig und das wird bei allen Wahlen in den meisten Ländern so sein. Bei Wahlentscheidungen muss man sich selbst mehr Gedanken machen und nicht den Populisten, wie in GB, auf den Leim gehen.

Am 19. Dezember 2018 um 10:11 von dr.bashir

Es ist einfach nichts geregelt und das britische Volk wird daran gehindert, ihre vor 2 Jahren gefasste Entscheidung noch einmal zu überdenken. Das ist in meinen Augen nicht nur verantwortungslos, sondern kriminell. Jede seriöse Firma prüft in Zeitabständen den Erfolg seiner Entscheidungen, was war gut und was war schlecht. Dann legt sie die Ziele neu fest. Aber UK hat das nicht nötig. Es geht dort nur um Macht einzelner Personen, Posten und Pöstchen, aber nicht um das Wohl des Volkes. Die britischen Bürger werden um ihre Zukunft betrogen.

@ pkeszler

Die Mehrheit der britischen Bevölkerung war gegen die Mitgliedschaft in der EU. Und jetzt bitte nicht die Nichtwähler als glühende EU Anhänger darstellen!

Die EU ist für viele Länder interessant, da Aufnahmekandidaten von Milliarden Euro Förderung durch die EU profitieren.

Polen, Ungarn und Rumänien sehen die EU sicher nicht nur positiv, da sie ihre nationale Souveränität als eingeschränkt empfinden.

re einfach unglaublich

"Der Studie von Wyman und Clifgord zufolge würden Unternehmen der verbliebenen 27 EU Staaten bei einem harten Brexit 35 Milliarden Euro zusätzliche Kosten entstehen - britischen Exporteuren 30 Milliarden."

Wenn dem Bürger A zusätzliche Kosten von 100 Euro entstehen und dem Bürger B 200 Euro, wen trift es härter?

Den Bürger A, weil der 1000 Euro verdient und Bürger B 5000 Euro.

Soviel zum Thema: Argumentieren mit absoluten Zahlen.

@11:03 von Einfach Unglaublich

"Der Studie von Wyman und Clifgord zufolge würden Unternehmen der verbliebenen 27 EU Staaten bei einem harten Brexit 35 Milliarden Euro zusätzliche Kosten entstehen - britischen Exporteuren 30 Milliarden."

OK - also in einem Fall etwa 1,3 Mrd. pro Land und im anderen Fall 30 Mrd.
Wen trifft das wohl härter?

@Und wieder liegen Sie falsch. 11:03 von Einfach unglaublich

zu @@karwandler
Einfach unglaublich ihre versuchte 'Umdefinition von mathematischen Essentials'

Selbst wenn man den Zahlen ihrer erwähnten Studie glauben schenken sollte,
was ja immerhin auch noch offen ist, dann sieht jeder Erstklässler:
die vermuteten 35 Mrd. verteilen sich auf 27 und die 30 Mrd. auf Einen.

Wer trägt nun die grössere Last?
Das sind jetzt natürlich 'physikalische Essentials'..

35Mrd.€ geteilt durch 450Mio.

35Mrd.€ geteilt durch 450Mio. Einwohner ist kleiner als 30Mrd.€ geteilt durch 60Mio. Einwohner. Vielleicht verwenden sie ja eine andere Mathematik? Ich persönlich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen Populisten ihren Glauben zu lassen.

09:13 von Einfach Unglaublich

>>Die Briten lassen sich nicht erpressen. Es ist falsch von der EU, anzunehmen man sei in einer überlegenen Position.<<

Nach zwei Jahren Verhandlung haben die Briten noch nicht einmal gesagt wie sie sich den Ausstieg vorstellen können, mit der Einschränkung "Sofort und es darf nichts Kosten", alles geht zu Lasten der EU.
Natürlich ist das ein Riesenproblem wenn es zum harten Brexit kommt nur, wer erpresst wen? Die EU muss sich bei den Entscheidungen um alle Mitgliedsländer kümmern und die Briten haben sich m.M. nach von moralischen und sozialen Gedanken vollkommen frei gemacht.

10:55 von pkeszler

Und die Mehrheit der Bevölkerung ist dafür, dass das so bleibt.

Woher nehmen sie immer ihr Wissen für solche Behauptungen? Ich kenne z.B. keinen, der für die Abschaffung der D-Mark war. Das war den Politikern auch klar und deshalb hat man das Volk gar nicht erst gefragt.

Einfachunglaublich/ unbelehrbar

Wenn man den Ausführungen einiger EU Gegner nunmehr seit zwei Jahren hier folgt, war es immer so das die EU mal der Leidtragende eines Brexits sein würde. Oder in den Verhandlungen mit dem „wirtschaftlich starken GB“ einknicken würde. Dann hat die EU GB erpresst und tut es noch ect ect ect.
Das wirtschaftlich „starke UK„ kann ungeordnet austreten und mit der ganzen Welt tolle Handelsabkommen abschließen .
Keiner zwingt UK zu irgendwas.n

11:03 von Einfach Unglaublich

"Der Studie von Wyman und Clifgord zufolge würden Unternehmen der verbliebenen 27 EU Staaten bei einem harten Brexit 35 Milliarden Euro zusätzliche Kosten entstehen - britischen Exporteuren 30 Milliarden."

Und GB hat ca. 60 mio Einwohner, macht also 500 Euro pro Einwohner Schaden.

EU27 hat 420 mio Einwohner (nicht sicher), dass sind dann 83 Euro pro Einwohner.

Leave means leave!

Gruß von der Inseln. Wir - die MEHRHEIT(!!!) haben für den Brexit gewählt. Leave means leave und weder ein Verbleib im Binnenmarkt noch in der Zollunion.
Wir wollen GANZ raus. Handeln könnten wir dann z.B. Nach den Regeln die Korea seit 2011 genießt.....oder Kanada....oder Japan.....
Die EU ist ein Fehlkonstrukt des 20 JHs und hat ausgedient.

10:00 von Bernd Kevesligeti

>>Das Kölner Institut der Wirtschaft rechnet,bei einem harten Brexit, mit einem Rückgang der Exporte um bis zu 43 Prozent.<<

Da haben aber die Spezialisten in Köln voll daneben gehauen. Das würde bedeuten das die Briten nichts mehr importieren (es gibt auch andere EU Länder, nicht nur Deutschland) und ein guter Teil der britischen Industrie ist von diesen Importen abhängig. Zudem, wo sollen die Briten jetzt "auf die schnelle" neue Partner herbekommen? Ganz einfach, neue Lieferverträge (leider mit höheren Kosten verbunden) beim "alten" Lieferanten.

nicht schlecht. !!!

Die EU hat wenig erreicht.: Die Währungsunion ist für die "Südlichen Länder" tödlich. Der Wettbewerb wird meist unter den starken Staaten ausgetragen. Der EU-Wasserkopf kostet zuviel. GB kann froh sein, wenn Sie hier mit einem blauen Auge rauskommen, aber hier sind ja auch Zweifel angesagt. !!!

re von karwandler

"Der harte Brexit trifft alle,die Briten härter als den Rest".
Das ist Ihr Mantra.Dabei verweigern Sie sich konsequent ökonomischen Daten und Fakten wie der Handelsbilanz,der Orientierung auf Export hüben und drüben.
Wenn Sie recht hätten,dann würden ja deutsche Politiker,Medien,der DIHK und diverse Wirtschaftsinstitute dem Brexit mit Gelassenheit entgegenblicken.

11:46 von 123Scears

Bin ihrer Meinung und wünsche euch viel Erfolg.

@Einfach unglaublich

Sie beziehen sich vermutlich auf die Abschlusszahlung der Briten. Dann ist Ihre Golfclub Analogie aber falsch.

Dann müsste man sagen, wenn Sie im Mai austreten und sich im März schon für die Weihnachtsfeier angemeldet haben, müssen Sie die Eintrittskarte trotzdem bezahlen, auch wenn Sie im Dezember kein Mitglied mehr des Golfclubs sind. Selbst wenn die Rechnungstellung erst im Dezember nach der Feier ist.

Die Mitgliedsbeiträge fallen natürlich nicht mehr an.

um 11:27 von Einfach Unglaublich

"Polen, Ungarn und Rumänien sehen die EU sicher nicht nur positiv, da sie ihre nationale Souveränität als eingeschränkt empfinden."
Aber sie würden trotzdem nicht wie GB aus der EU austreten, weil sie die Vorteile der EU kennen und davon profitieren. Dort herrschen doch ganz andere historische Bedingungen, als in GB.

@ mcwade

So wird es kommen.

@Am 19. Dezember 2018 um 11:46 von 123Scears

Zitat: "Die EU ist ein Fehlkonstrukt des 20 JHs und hat ausgedient."

Zumindest die EU in der aktuellen Form.

EU - das sage ich als AfD-Wähler - in ihrer Anlage war und ist eine noble und intelligente Idee!

Die bizarren Auftritte des an "Ischias" leidenden EU-Kommissionspräsidenten zeichnen ein symbolisch verstörendes Bild für die EU.

@ kay 523

Sie können von mir aus die Belastung auch auf die Fläche des Landes, Anzahl der Fernsehapparate oder Tage mit schlechtem Wetter umrechnen.

Bei Letzterem wären die Briten wieder im Vorteil.

@Einfach Unglaublich 09:13

Die EU war nicht starrköpfig. Die EU lässt sich nicht erpressen. Die EU ist in der Tat in einer überlegenen Position. Man ist ein Bund aus 27 Nationen, Großbritannien muss die Kosten alleine stämmen. Alleine deswegen ist Ihre Aussage die Hauptkosten trage die EU schlicht unwahr! Die Hauptkosten zahlt UK. Es ist nicht töricht und erst recht nicht trotzig am Vertrag festzuhalten. Törig und trotzig ist es, dass Frau May und Sie und andere EU Kritiker ernsthaft der Meinung sind die EU solle den Briten entgegenkommen. Nein, die EU muss gar nichts! Die EU ist UK sehr entgegengekommen mit dem Vertrag. Dieser Vertrag ist sehr fair und er den hohen Ansprüchen der Rosinenpicker im britischen Parlament nicht passt, ist dies nicht das Problem der EU!

Kritiker am EU-€-System, egal ob Rechts- oder Linkshänder, werden gerne als EU-, Europa-Skeptiker oder gar als Europafeinde abgestempelt.

Das Gegenteil ist richtig und die Kritik berechtigt! So hat die €-EU-Gemeinschaft keine Zukunft. Was ist die EU, die €-Gemeinschaft bisher? Eine undemokratische bürokratische Union, die sich von Beginn an nicht an die Regeln gehalten hat, Rechts-, Vertrags-, und Kriterienbrüche am laufenden Band.

Heute sind in dieser EU die Schuldenmacher die Helden, wer vorsorgt der Dumme.
Wer das kritisiert wird schnell in die rechte Ecke gestellt.
Bürger, die sich an Recht und Gesetz halten, arbeiten und zum Allgemeinwohl beitragen, werden in dieser EU getäuscht und abkassiert. Deren Risiken vermehrt und diese verschwiegen. Wenn man das nicht grundlegend ändert, führt das unweigerlich zum Crash= €-EU-Exit.

Besser wäre es im deutschen Interesse, die Briten bleiben. Dazu müsste sich die EU aber nicht weiter "zum Schlimmsten" entwickeln was sie aktuell tut.

Exit vom Brexit

Ich glaube, je länger es dauert, wird ein Brexit immer unwahrscheinlicher.
Die Briten werden bleiben und weiterhin wie ein Fremdkörper in der EU sein mit Zoll, inch, Meilen und allen anderen Besonderheiten. Ich kann die Engländer verstehen, daß man sich schwer tun, das alles aufzugeben.

Was die Verhandlungen bisher gekostet haben, was an Zeit, Energie und Geld verpulvert wurde.

Aber vielleicht hat man nun eine Art "Richtlinie" erarbeitet, wenn wieder mal ein anderes EU-Mitglied austreten will. Das wird vielleicht dann einfacher.

Die Halsstarrigkeit der EU zerstört den gemeinsamen Binnenmarkt

Zitat: "Dabei geht es darum, dass Großbritannien wegen der ungeklärten Nordirland-Problematik nach 2021 nicht automatisch eine Zollunion mit der EU haben wird. Kritiker des Brexit-Abkommens befürchten, dass diese sogenannte Backstop-Lösung auch verhindern würde, dass Großbritannien nach dem EU-Austritt eigene Freihandelsverträge abschließen kann."

Gegen eine Zollunion und gemeinsamen Markt spricht gar nichts! Dagegen hat kein vernünftiger Mensch etwas!

Warum wird hier immer suggeriert, dass man eine EU dazu bräuchte, um den gemeinsamen europäischen Markt aufrechtzuhalten und Handeln mit unseren europäischen Freunden zu treiben?

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: die EU ist die einzige Freihandelszone der Welt, die mit einer gemeinsamen Regierung, politischen Integration und gemeinsamen Währung einhergeht!

Den sozialistischen EU-Zentralismus braucht kein Mensch, außer vielleicht den Bürokraten in Brüssel, den es um Macht und Posten geht!

Über die Ursachen des Brexit redet keiner (mehr)!

Eine eine vollständige EU ist nur mit Großbritannien möglich ist. Ich bin daher der Überzeugung, dass der Brexit nur mit einem neuen Angebot der EU an Großbritannien, einem „New Deal for Britain“, verhindert werden kann.

Ohne die fundamentalen Fehler, die im EU-Zentralismus und in der Tatsache, dass zu häufig die im Vertrag von Lissabon festgelegten Prinzipien wie Subsidiarität und Eigenverantwortung außer Acht gelassen wurden, zu verorten sind, wäre es nie zum Brexit gekommen.

Eine EU hat ohne GB sowieso keinen Bestand. GB ist eines der wenigen EU-Länder mit gesumden, pragmatischen Menschenverstand.

Den Prinzipien Subsidiarität, Eigenverantwortung, Freiheit und Wettbewerb, die man seit Jahren verletzt, müssen endlich wieder Rechnung getragen werden. Dieser Geist - der Geist eines Europas der Vaterländer - muss sich in einem "New Deal for Britain" wiederfinden.

Dann klappt es auch mit einem Exit vom Brexit!

Eine Handvoll britische Geisterfahrer

Ich begreife nicht, dass eine Handvoll britische Geisterfahrer um Johnsen & Co zu das eigenen Land aber auch die ganze EU ungestraft in derartige Schwierigkeiten bringen kann. Ich habe von Demokratie eine andere Vorstellung.
Gestern Abend sah ich in ARTE besorgniserregende Berichte über die aufstrebende Macht China. Aufstrebend in wirtschaftlicher wie auch in politischer Hinsicht. Durch den Brexit wird GB ein leichtes Opfer für den chinesischen Drachen werden. Die Auswirkungen auf die EU wären da noch gar nicht abzusehen.

Irrtum

Könnte es sein, dass Sie Ursache und Wirkung verwechseln? oder ist das nur eine Frage der Perspektive?
Fakt ist und bleibt:
Das Chaos ist perfekt angerichtet, und nicht durch die Rest EU!!

@ 11:46 von 123Scears

Zitat: ... Nach den Regeln die Korea seit 2011 genießt.....oder Kanada....oder Japan..... Zitat Ende
Sie haben vergessen China zu erwähnen. Die werden Ihnen ihre Bedingungen, wirtschaftlich und politisch, schon noch diktieren. Ich wette, sie sehnen sich noch in die EU zurück.

@Am 19. Dezember 2018 um 09:41 von Froschkönig

Zitat: "GB war während seiner bisherigen EU-Mitgliedschaft ein ewiger Querulant und hatte stets Sonderrechte erhalten"

Stimmt!

Die Briten waren eben nie so dumm wie die Deutschen, die kritiklos immer alles aus Brüssel abgenickt haben.

Zitat: "Ein Grund dafür ist, dass sie nicht mehr die Nummer 1 und neidisch auf Deutschland sind. Die "

Nee ... der Grund ist, dass die Briten sich ein gesundes Rückgrat und Freiheitswillen aufrechterhalten haben und sich nicht von nicht-gewählten Bürokraten aus Brüssel bevormunden lassen wollen.

um 11:46 von 123Scears

"Wir wollen GANZ raus. Handeln könnten wir dann z.B. Nach den Regeln die Korea seit 2011 genießt.....oder Kanada....oder Japan....."

Ihr Briten werdet zunächst einmal nach WTO handeln. Also dem aktuell schlecht möglichstem System.

Autoimporte z.B. sind mit 10% zu verzollen, so weit ich weiß.

Und ab März, sofern ihr Briten ausreichend Spezialisten für internationale Handelsverträge und Regulierungen eingestellt habt, könnt ihr dann Handelsverträge verhandeln.

Die Verhandlungen dauern so ein paar Jahre pro Vertrag.

Wobei nicht klar ist, ab die dann ausgehandelten Verträge "besser" sind, als die die GB zur Zeit hat.

Das wird zwar von den Brexiteers versprochen, die haben aber auch gesagt, das die EU GB mehr braucht als umgekehrt. Oder Handelsverträge innerhalb eines Nachmittages aushandeln. Und so Zeug.

Im Falle eine harten Brexits würde ich sagen, wollen wir nicht so zwei Jahre warten bis sich zeigt, wer am Ende wirklich recht hat?

re bernd kevesligeti

""Der harte Brexit trifft alle,die Briten härter als den Rest".
Das ist Ihr Mantra.Dabei verweigern Sie sich konsequent ökonomischen Daten und Fakten wie der Handelsbilanz,der Orientierung auf Export hüben und drüben."

SIE wollen ökonomische Daten? Dass 44% der britischen Exporte in die EU gehen und 53% der britischen Importe aus der EU kommen.

Jetzt warte ich auf Ihre Daten: Prozent der gesamten EU Exporte nach GB und Prozent der gesamten EU Importe aus GB.

"Wenn Sie recht hätten,dann würden ja deutsche Politiker,Medien,der DIHK und diverse Wirtschaftsinstitute dem Brexit mit Gelassenheit entgegenblicken."

Habe ich geschrieben, dass der harte Brexit alle treffen würde? Habe ich oder habe ich nicht?

@ Bote der Wahrheit

Leider scheint Subsidiarität für die Brüsselaner ein Fremdwort zu sein.

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