Hintergrund: Eckpunkte für Einwanderungsgesetz

02. Oktober 2018 - 07:23 Uhr

Deutschland soll für qualifizierte internationale Fachkräfte attraktiver werden. Die Eckpunkte des neuen Gesetzes sehen vor, dass es keine Beschränkung auf bestimmte Berufe mehr geben soll.

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Kommentare

Einwanderung ist sinnvoll

Ein klug ausgearbeitetes Einwanderungsgesetz wird rechtzeitig vor den anstehenden Wahlen den Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln nehmen und aus den aufgepusteten Umfragewerten die Luft raus lassen.

Völlig falsches Signal

Ein Hauptgrund warum in vielen Branchen "Fachkräftemangel" herrscht ist, dass die Arbeitsbedingungen und/oder die Einkommensverhältnisse unattraktiv sind.

Wie kann es sein, dass ein scheinbarer Fachkräftemangel besteht ohne dass der Markt den Preis anhebt?

- Starre Lohn/Gehaltsstrukturen, wie sie vor allem beim Staat/Krankenkassen etc. vorgegeben werden. Soldaten, Pflegekräfte etc. Da muss man diese Regelungen aufbrechen.

- Der Fachkräftemangel entsteht erst durch viel zu niedriges Lohnniveau, oft befeuert durch zu viel Konkurrenz, z.T. auch aus den europäischen Ausland. Polnische Arbeiterkolonnen sind meist jung, motiviert und günstig. Die machen das ein paar Jahre, dann rücken andere nach. In Konkurrenz dazu kann ein Deutscher nicht seinen Lebensunterhalt verdienen. Hier verschlimmert weitere Zuwanderung das Problem! Diese Zuwanderer werden von der Bevölkerung als Lohndrücker empfunden.

Diese Regelung befeuert die Entwicklung zum Niedriglohnland Deutschland mit armer Bevölkerung.

Wenn das so kommt

wie es hier dargestellt wird, wären das große Schritte in die richtige Richtung. Deutschland war und ist schon immer ein Einwanderungsland gewesen.

Hatten wir das vor 20 Jahren

Hatten wir das vor 20 Jahren nicht schon mal? Da hat iegendein Dussel die Akademiker und Fachkräfte mit dem Begriff "Computer-Inder" belegt. Und soweit ich mich erinnere, ist kaum jemand gekommen. Langfristiger denkende Zeitgenossen hatten schon damals darauf aufmerksam gemacht, dass die Frsge nicht ist, wen WIR wollen, sondern wer UNS will. Qualifizierte Fachkräfte können es sich nämlich leisten, nicht in ein Land zu gehen, in dem sie egen ihrer "Fremdheit" abgelehnt werden.

Wir sollten also lieber nehmen, wen wir kriegen können. Sonst sitzen wir irgendwann mit lauter unqualifizierten deutschen besorgten Bürgern da.

Die Vorschläge

"in allen Berufen, zu denen die erworbene Qualifikation befähigt, in Deutschland arbeiten können " hätte ich von der FDP erwartet.
Was sagen die Gewerkschaften?

Grundsätzlich gut aber...

Ja, ein Einwanderungsgesetz mit klaren Regelungen ist überfällig. Man kann nur hoffen, dass nicht nur Wischiwaschi dabei rauskommt. Andererseits darf aber auch die Wirtschaft nicht aus der Verantwortung genommen werden,. Denn der so genannte Fachkräftemangel ist auch von ihr verschuldet. Gerade Großunternehmen haben ihre Ausbildungsverhältnisse runtergefahren, haben die Kleinen und Mittleren ausbilden lassen und dann mit höheren Löhnen die Leute abgeworben. Außerdem sind die Erwartungshaltungen vieler Betriebe an ihre Ausbildungsplatzbewerber zu hoch. Schule ist mangels Unterstützung aus den Familien heute immer weniger in der Lage, bestens ausgebildete Jugendliche zu "produzieren". Gerade in Zeiten, in denen viele Jugendliche erstmal die deutsche Sprache lernen müssen. Hier sind auch die Betriebe gefordert. Es muss auch diesen klar sein, dass sie sich in Fragen der (Aus-)Bildung nicht zurückziehen dürfen und alles dem Staat überlassen. Hier sind die AG in der Verantwortung.

um 07:55 von vox moderandi

"Wir sollten also lieber nehmen, wen wir kriegen können. Sonst sitzen wir irgendwann mit lauter unqualifizierten deutschen besorgten Bürgern da."

Wenn ich so einen Satz lese, stellen sich mir die Nackenhaare.
Welch Verachtung.
Würde man, wie Sie sie nennen den "unqualifizierten deutschen besorgten Bürger", die nicht annähernd so unqualifiziert sind, wie Sie behaupten besser bezahlen und bezahlbaren Wohnraum schaffen, gäbe es mehr Zuversicht und damit auch mehr Kinder und man bräuchte eben nicht "nehmen, wen wir kriegen können".
Die Politiker deren Gehalt sich in den letzten 30 Jahren fast verdreifacht hat sprechen über Einwanderungsgesetz, weil sich die Löhne im gleichen Zeitraum real fast nicht (< 3%) erhöht haben.

Fachkräfte

Was mich immer wundert ist folgendes:

Ständig hört und liest man vom Fachkräftemangel und gleichzeitig von einer hohen Arbeitslosigkeit von gut ausgebildeten jungen Menschen in südlichen EU-Ländern. Die könnten ja jederzeit nach Deutschland kommen, tun es aber offensichtlich nicht. Statt dessen sieht man Berichte von griechischen Akademikern, die ewig bei Mutti wohnen und im Cafe jobben.

Also entweder stimmen so manche Berichte nicht oder der Drang von Fachkräften nach Deutschland zu kommen ist nicht sehr groß.

Grob gesagt muss man anscheinend sehr verzweifelt sein (Armut, Bürgerkrieg) um nach D zu kommen.

@ spetzki

Völlig falsches Signal. Ein Hauptgrund warum in vielen Branchen "Fachkräftemangel" herrscht ist, dass die Arbeitsbedingungen und/oder die Einkommensverhältnisse unattraktiv sind.

Das ist doch Kokolores. Elektriker und Installateure, Mechatroniker, usw. gibt es schlicht und ergreifend keine, Stellen können trotz attraktivem Tarifgehalt und fester Arbeitszeit nicht besetzt werden. Was wollen Sie noch attraktiver machen? Auch mit kostenlosem Bauchpinseln gibt es die fehlenden Leute nicht.

Firmen müssen in die Pflicht

genommen werden und nachweisen, dass sie alles erdenkliche unternommen haben, um Landsleuten einzustellen. Erst wenn das gescheitert ist, darf ein Facharbeiter zu uns kommen. Er MUSS den gleichen Lohn erhalten, als wenn ein Deutscher den Arbeitsplatz erhalten hätte.
Das läuft in anderen Ländern auch, warum nicht bei uns?- jetzt kann jemand bis zu 6 Monaten ohne konkretes Jobangebot einreisen! Ein völlig falsches Signal, auch an die Arbeitgeber, denn so entsteht Lohndumping!

seit 1998

höre ich, wir brauchen ein Zuwanderungsgesetz, obwohl die Regierungen immer geweigert haben, dass wir ein Einwanderungsland sind.
Hallo, ich bin hier.

@ Dr. baschir

Ständig hört und liest man vom Fachkräftemangel und gleichzeitig von einer hohen Arbeitslosigkeit von gut ausgebildeten jungen Menschen in südlichen EU-Ländern. Die könnten ja jederzeit nach Deutschland kommen, tun es aber offensichtlich nicht.

Zehntausende tun es aber schon.

Warum also noch Deutsche umschulen ...

ab auf's Abstellgleis mit den über 30jährigen. Sozialer Arbeitsmarkt ist ja schon beschlossen.

SPD Juche!

Warum jetzt erst ...

... haben die Konservativen ihre Blockadehaltung gegen qualifizierte Einwanderung aufgegeben? Genau, weil die braunen im Nacken sitzen! Übrigens: Die Branchen, die heute über Fachkräftemangel klagen, sind genau die, die noch vor zehn Jahren einen Azubi ohne Abitur selbst als Facharbeiter nicht ausgebildet haben.

@Spetzki

"Polnische Arbeiterkolonnen sind meist jung, motiviert und günstig. Die machen das ein paar Jahre, dann rücken andere nach."

Ihre "Arbeiterkolonnen" kommen heute aus Rumänien und der Ukraine.

Polen und Tschechen kommen kaum noch "neue" nach. Die verdienen hier viel zu wenig und fahren nur noch durch Deutschland Richtung Niederlande und Großbritannien durch.

Firmen mussten früher Meister Qualität liefern. Nach dem Wegfall des Meisterzwangs genügten ausgebildete Facharbeiter. Inzwischen sind wir also bei "ohne jeden Qualifikations Nachweis" angekommen.

um 07:30 von Oberstudienrat

>>"Ein klug ausgearbeitetes Einwanderungsgesetz wird rechtzeitig vor den anstehenden Wahlen den Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln nehmen und aus den aufgepusteten Umfragewerten die Luft raus lassen."<<

Aber die sogenannten "Rechtspopulisten" fordern doch schon seit langem ein Einwanderungsgesetz und sollte doch noch ein Verbleiben von Ausreisepflichtigen durch die Hintertür (Stichwort "Spurwechsel") kommen, werden diese "Rechtspopulisten" weiteren Zulauf bekommen, auch von der SPD-Wählerschaft.

um 07:55 von vox moderandi

>>"Hatten wir das vor 20 Jahren nicht schon mal? Da hat iegendein Dussel die Akademiker und Fachkräfte mit dem Begriff "Computer-Inder" belegt. Und soweit ich mich erinnere, ist kaum jemand gekommen. Langfristiger denkende Zeitgenossen hatten schon damals darauf aufmerksam gemacht, dass die Frsge nicht ist, wen WIR wollen, sondern wer UNS will. Qualifizierte Fachkräfte können es sich nämlich leisten, nicht in ein Land zu gehen, in dem sie egen ihrer "Fremdheit" abgelehnt werden. "<<

Ich glaube nicht das es an Ihrer "Fremdheit" liegt, sondern eher an dem Umstand das Germany für High Potentials ziemlich unattraktiv wegen der extrem hohen Abgabenlast (im EU-Vergleich am Höchsten) ist. Deshalb wandern bereits hochqualifizierte Fachkräfte von Deutschland ab.

um 07:55 von vox moderandi

"Qualifizierte Fachkräfte können es sich nämlich leisten, nicht in ein Land zu gehen, in dem sie egen ihrer "Fremdheit" abgelehnt werden. "

Und auch das ist falsch.
Gut qualifizierte Fachkräfte können es sich leisten in Land zu gehen in dem sie gut verdienen. Eine Fremdenfeindlichkeit , gibt es in fast jedem Land der Welt und das ist mitnichten der Grund dafür, dass wir zuwenig ausländische Fachkräfte haben.

Was uns heute auf die Füsse fällt......................

.......ist eine verfehlte Familienpolitik;
.......eine verkorkste Bildungspolitik.
Und dies bereits über ca. 3 Jahrzehnte.
Ergebnis:
Wenig Nachwuchs sowie ausbildungs- und leistungsschwache Jahrgänge.
Wie wir wissen, sind die Anforderungen der Globalisierung riesig und nur mit großer Leistungsbereitschaft und Wissen zu bewältigen. Und hier haben wir leider "etwas"den Anschluß verloren.
Einwanderung ist wirtschaftlich notwendig, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Eine Einwanderung über Armutsmigration sollte jedoch nicht zu weiterem Lohndumping benutzt werden, denn es wird die gesellschaftliche Akzeptanz untergraben.
H 4 hat D bereits zu einem Niedriglohnland werden lassen; die Auswirkungen und Nebenwirkungen werden zeitlich verzögert kommen.
Leider ist Weitblick (s.o!) eine pol. Schwäche, die leider dem Opportunismus geschuldet ist. Was wir brauchen, sind Visionäre und keine Parteikarrieristen.

Es Billiger als eigene qualkifizierte Kräfte auszubilden!

Das ist das neue Kredo der deutschen Wirtschaft. Und dieses Kredo wird von der Politik bedient. Statt einheimische Bürger auszubilden, holt man sich die Fachkräfte aus dem Ausland. Und billig eingekauft, d.h. deren Löhne oder Gehälter sind weit aus günstiger, als die der einheimischen Bevölkerung. Hauptsache die deutsche Wirtschaft hat ihren Profit. Was ist aber mit den Menschen hier im eigenen Land? Was ist wenn z.B. die ausländischen Fachkräfte es nicht mehr attraktiv finden in Deutschland zu arbeiten, z.B. wegen zunehmender Ausländerfeindlichkeiten? Beispiel-Frage: Würden Sie in den USA arbeiten wollen, wenn man Sie nicht mag und akzeptiert weil sie ein Deutscher sind? Auch wenn Sie eine hochqualifizierte Fachkraft sind und um Leib und Seele fürchten müssten? Die deutsche Wirtschaft polarisiert. Auf der einen Seite hat sie kein Interesse, dass aufgezeigt wird, dass sie die wahren Schuldigen dieser Situation sind, auf der anderen braucht sie die ausländischen Fachkräfte!

Völlig falsch

@bobby3001
"Deutschland war und ist schon immer ein Einwanderungsland gewesen."

Ich verstehe nicht, wie Menschen auf solche Aussagen kommen! Deutschland war und ist noch nie ein Einwanderungsland gewesen.
D rief zwar Richtung Italien, Griechenland und Türkei nach Gastarbeitern, welche aber gar nicht einwandern, sondern nur ein paar Jahre hier arbeiten sollten.

@vox moderandi
"Wir sollten also lieber nehmen, wen wir kriegen können. Sonst sitzen wir irgendwann mit lauter unqualifizierten deutschen besorgten Bürgern da."
Völlig falsch!
Deutschland sollte erstens die deutschen Bürger qualifizieren, zweitens den deutschen Bürgern nicht noch größere Sorgen mit immer mehr Ausländern im Land machen und drittens auf keinen Fall alles nehmen, was da kommen will.

Wozu sollen eigentlich Tausende Arbeitskräfte hierher? Wir produzieren doch schon billigen Überschuß.

Wer mich jetzt wegen dieser Aussagen als Nazi beschimpfen will... nur zu! Da steh ich drüber.

Geht doch - wenn auch mit irren Anlaufzeiten.

Offenbar brauchen Unionschristen Jahrzehnte, sich auf veränderte gesellschaftliche Realitäten einzustellen. Vielleicht führt das ja auch dazu, dass ich demnächst den Dachdecker und den Installateur wieder zeitnah bekomme und nicht ein halbes Jahr (mit rapide steigender Tendenz!) warten muss.
Die Politik hätte rechtzeitig auf die Betriebe hören müssen - die fordert konsequente Maßnahmen schon seit vielen Jahren und weil nichts geschieht, sterben derzeit Handwerksbetriebe gerade im Osten in stetig steigernder Zahl, weil kaum noch jemand bei der Meisterprüfung ankommt. Deutschland tut gut daran, endlich wieder handlungsfähig zu werden und aus der Abwehr- und Blockadehaltung heraus zu finden.

"If they want skilled worker,

"If they want skilled worker, why don´t they train them?"

Paul Collier

um 08:17 von dr.bashir

"Was mich immer wundert ist folgendes:
Ständig hört und liest man vom Fachkräftemangel und gleichzeitig von einer hohen Arbeitslosigkeit von gut ausgebildeten jungen Menschen in südlichen EU-Ländern. Die könnten ja jederzeit nach Deutschland kommen, tun es aber offensichtlich nicht. Statt dessen sieht man Berichte von griechischen Akademikern, die ewig bei Mutti wohnen und im Cafe jobben.
Also entweder stimmen so manche Berichte nicht oder der Drang von Fachkräften nach Deutschland zu kommen ist nicht sehr groß.
Grob gesagt muss man anscheinend sehr verzweifelt sein (Armut, Bürgerkrieg) um nach D zu kommen." - Die gut ausgebildeten Menschen in südlichen EU-Ländern werden wohl inzwischen brgriffen haben, wie "freundlich" man als Ausländer in Deutschland, besonders in Sachsen, empfangen wird. Ich würde mir an deren Stelle auch ein anderes Zielland aussuchen.

Einwanderung versus eigene Leute

Wenn wir doch immer noch 5-Millionen Arbeitslose haben, warum schaffen wir es dann nicht, wenigsten die hälfte, also 2,5-Millionen davon in den Arbeitsmarkt zu integrieren?
Ich halte Einwanderungspolitik für absolut das falsche Mittel, um unsere Arbeitsmarkt-Engpässe zu überbrücken. Ich bin der Meinung, Einwanderung, so wie sie im Moment diskutiert wird, führt nur dazu, dass wir viele, viele Menschen, die schon in diesem Land leben, - und zwar egal, welcher Herkunft - abhänge, also "hängen lassen".
Ein bisschen mehr "Fördern und Fordern", wäre auch gut. Ein bisschen mehr Erziehung zur Eigen-Verantwortung und nicht immer nur Geschreie nach dem Sozialstaat, ein bisschen mehr Wertschätzung für Familie und nicht nur "selbstbestimmtes Leben" (das ja hauptsächlich dazu führt, das Menschen vereinsamen, weil es Geld gibt, wenn sie sich von fremden betreuen lassen, statt von der eigenen Familie), das wäre alles viel menschenwürdiger, für alle.

Für High Professionals ist D unattraktiv

Wir müssen uns dringend mal die Frage stellen welche Fachkräfte aus anderen Ländern hier überhaupt arbeiten wollen ?
Die Menschen die wir suchen gehören in ihren Ländern zur Oberschicht.
Wer ist bitte freiwillig bereit für einen schlechteren Lebensstandard zu einem schlechteren Lohn zu arbeiten? Wer gibt freiwillig seine sozialen Netzwerke auf um in einem anderen Land als Ausländer zu leben ? Auf dem Papier ist der Bruttoverdienst theoretisch höher, allerdings fressen die zweithöchsten Sozialabgaben, Steuern bereits mehr als die Hälfte des Lohnes auf. Mangel an Wohnraum, hohe Kosten für Transport und sonstige Freizeitangebote verschlingen den Rest.
Lohnsteuer und Sozialabgaben müssen dringend gesenkt werden. Für High Professionals ist Deutschland finanziell gesehen absolut unattraktiv!

Fachkräfteausbildung einfach ins Ausland outsourcen!

Sämtliche dafür notwendige Schulungs-, Ausbildungs- und Studienunterlagen in sämtliche Sprachen dieser Welt übersetzt ins weltweite Internet stellen, dann machen diese Leute zum Beispiel eine deutsche Fachkräfteausbildung in DEREN Heimatländern und in DEREN Muttersprache, und neben der zB. 3,5 jährigen Ausbildung als Techniker erhalten diese Menschen einen Sprachkurs in Deutsch!

Dann machen die jungen Menschen zum Beispiel im hispano- amerikanischen Raum ihre gesamte deutsche Fachkräfteausbildung bzw ihr Studium bereits in ihren Heimatländer auf Spanisch, nebenbei ein Sprachkurs in Deutsch!

Und das Ganze könnten wir vom Nordpol bis zum Südpol, vom Westpol bis zum Ostpol durchführen, wir sourcen einfach hochwertige deutsche Bildung, insbesondere jedoch eine deutsche Fachkräfteausbildung schlichtweg an das Ausland aus!

Dann sind diese Leute sogar bereits schon hervorragend ausgebildete Fachkräfte, wenn diese hier in Deutschland erstmalig einreisen!

wenn qualifizierte Leute hochwertige Arbeit leisten

dann sollte es nach gesundem Menschenverstand eigentlich sowas von egal sein, wo die herkommen. Wenn ein Einwanderer einem Deutschen "den Arbeitsplatz wegnimmt", dann nicht deshalb, weil der eine Deutscher und der andere Einwanderer ist. Sondern entweder deshalb, weil er qualifizierter ist (und das wäre dann eigentlich das Problem des Deutschen), oder weil der Arbeitgeber den Lohn eines Zuwanderers besser drücken kann. Und letzteres ließe sich verhindern, indem man (wer ist man? Gewerkschaften z.B.) dafür sorgt, dass faire Löhne für alle gezahlt werden. Wie man sieht, heißt die Lösung eben grade nicht Ausgrenzung, sondern Solidarität.

um 08:35 von schutzbefohlener

"Eine Fremdenfeindlichkeit , gibt es in fast jedem Land der Welt" - Das ist schlicht Unsinn.

@ moderandi 07:55 Uhr

"Sonst sitzen wir irgendwann mit lauter unqualifizierten deutschen besorgten Bürgern da."
Sitzen wir doch bereits!
Wie das Ergebnis in der Realität bereits deutlich aufzeigt ist alles vertreten:
Von "besorgten" Bürgern bis zu den "Vertreter des Volkes" in den Parlamenten.

Ca zur Weihnachtszeit in 2015

Ca zur Weihnachtszeit in 2015 war klar, dass sich unter den bedauernswerten Flüchtlingen vom Herbst des gleichen Jahres kaum eine Fachkraft befand.
Was genau haben Wirtschaft und Arbeitsagentur seit dem getan, um zB schon vorhandene Arbeitslose, die zumindest die deutsche Sprache beherrschen, zur Fachkraft weiterzuqualifizieren?
Immerhin sind seitdem 3 Jahre vergangenen, die zB ausgereicht hätten um ganze Jahrgänge von Pflegekräften aus - und weiterzubilden. Mit guten Löhnen, die schon in der Ausbildungszeit hoch genug sind, dass auch ältere Menschen davon gut und gerne leben können, könnten wir schon tausende „Alt“arbeitslose ausgebildet und weiterqualifiziert haben!
Handwerker hätten unter gleichen guten Bedingungen ebenfalls zu Tausenden ausgebildet und weiterqualifiziert werden können.
Nach wir vor wartet ein Millionenheer von Arbeitslosen genau auf solche Möglichkeiten, die ihm seit Jahrzehnten von Wirtschaft und Arbeitsagentur verweigert werden!
Und die Politik tut gar nichts!

@ Hexer 08:38 Uhr

"Was wir brauchen, sind Visionäre und keine Parteikarrieristen."
Nun; ein Bundeskanzler a.D. wollte Visionäre zum Arzt schicken und Parteikarrieristen liegen in einem von der Gesellschaft gewärmtem Bett doch gut. Warum sollten die etwas für die Gesellschaft (und nicht für sich selber) tun?
Der Weitblick ist seit etlichen Jahren dem schielen nach eigenem Vorteil gewichen.
Das muss sich ändern.
So wie es aussieht wird sich da aber nichts ändern.

um 08:17 von dr.bashir

"Grob gesagt muss man anscheinend sehr verzweifelt sein (Armut, Bürgerkrieg) um nach D zu kommen."
Das trifft aber auf EU-Bürger nicht zu. Bürgerkrieg gibt es bei uns in der EU nicht, aber unterschiedliche Lebensverhältnisse, wie Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Und das sehe ich als Hauptgrund, warum immer mehr EU-Bürger nach Deutschland kommen wollen, wo die Arbeitsbedingungen besser sind. Das sind eigene Erfahrungen in meinem Umfeld. Für Bürger, die außerhalb der EU leben, gibt es noch andere Gründe, zum Beispiel Bürgerkrieg in Syrien usw.

Öffentlicher Dienst: Maurer mit 2347 €

An einem Fachkräftemangel glaube ich nicht. Hier bei uns in der Bundesbehörde wird ein ausgebildeter Maurer mit der Vergütungsgruppe E5 gesucht, das sind Brutto 2347 €.
Es werde sich dafür sogar noch Leute finden.

@ schutzbefohlener

Ich stimme vollkommen mit Ihnen (und einigen anderen) überein, dass gute Arbeit auch gut bezahlt werden sollte. Den demographischen Wandel kriegen Sie aber nicht weg diskutiert. Fehlender Kinderwunsch hat auch noch ein paar Gründe mehr als mangelnde Zuversicht.

Übrigens: Ihre Nackenhaare können Sie ruhig liegen lassen. Wir können über alles reden. Sie haben ja sicher auch schon festgestellt, dass unter Zeitdruck und Zeichenbegrenzung manchmal etwas prononcierter argumentiert wird als im "normalen" Gespräch.

@ dr.bashir um 08:17

wenn die Arbeitslosigkeit von gut ausgebildeten jungen Menschen in südlichen EU-Ländern (konstant) hoch ist, scheint es wenig Anreize zu geben, in andere Länder - ausser nach DE - zu gehen.
Es wurden in DE div. Projekte gestartet um junge Leute z.B. aus ESP nach DE zu locken. Die sind dann tlw. schon am Start gescheitert - weil bspw. die innerbehördliche Kommunikation nicht funktionierte, war man über die Busladung hochmotivierter Spanier sehr erstaunt und völlig unvorbereitet.

08:27 von Axtos

@Spetzki

"Polnische Arbeiterkolonnen sind meist jung, motiviert und günstig. Die machen das ein paar Jahre, dann rücken andere nach."

Ihre "Arbeiterkolonnen" kommen heute aus Rumänien und der Ukraine.

Polen und Tschechen kommen kaum noch "neue" nach. Die verdienen hier viel zu wenig und fahren nur noch durch Deutschland Richtung Niederlande und Großbritannien durch.

Firmen mussten früher Meister Qualität liefern. Nach dem Wegfall des Meisterzwangs genügten ausgebildete Facharbeiter. Inzwischen sind wir also bei "ohne jeden Qualifikations Nachweis" angekommen.
///
*
*
Der Qualifikationsnachweis eines Pisajobbers ist mir nach meinen Erfahrungen als Selbstständiger und langjähriger Prüfungsratsvorsitzender eh Suspekt.
*
Ich habe bereits bei der letzten Änderung eines Berufbildes der Berufskraftfahrer bereits im Jahr 2000 dieser Farce entsagt.

@ eine_anmerkung 08:32

Schön, dass von Ihnen auch mal ein paar moderatere Erwiderungen kommen als sonst üblich. Ich hatte schon befürchtet, ich kriege wieder die "Messereinwanderung" um die Ohren gehauen. Die brauche ich übrigens auch nicht. Ich sehe lediglich nicht, dass alle Zuwanderer "böse" sind und eine Bedrohung darstellen.

08:21 von Oberstudienrat

>… Stellen können trotz attraktivem Tarifgehalt und fester Arbeitszeit nicht besetzt werden.<

Was bitte ist am Tarifgehalt attraktiv? Die Lebenshaltungskosten in DE sind leider nicht ausreichend mit dem Tariflohn zu deckeln.

Handwerker schlecht bezahlt

Würden die Arbeitgeber ein höheres Gehalt zahlen, gebe es auch im Handwerk kein Fachkräftemangel.
Gezahlt wird ca 16 € pro Stunde und gegenüber dem Kunden werden ca. 50 € abgerechnet. Deshalb machen sich die guten Handwerker mit einen sogenannten Hausmeisterservice selbstständig und arbeiten für den halben Stundensatz. Dabei verdienen sie immer noch das doppelte wie abhängig beschäftigt.

@ NonServiam

"Deutschland sollte erstens die deutschen Bürger qualifizieren."

Es kann nicht jeder Bürger beliebig für jeden Beruf "qualifiziert" werden. Die Intelligenz z.B. hängt zwar teils von sozialen Faktoren ab, ist zu einem bestimmten Teil jedoch schlichtweg genetisch bedingt (darauf deuten entsprechende Studien in der Psychologie und Humangenetik hin). Dazu kommt, dass die Erwachsenenbildung oft nur mäßige Resultate bringt. Wer als Kind in der Schule den Anschluss verpasst hat, wird es als Erwachsener auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, ganz egal, wie viele Umschulungen er macht.

Wir stehen an der Schwelle zum Informationszeitalter. Immer mehr gering qualifizierte Jobs werden durch Maschinen ersetzt. Was übrig bleibt, sind komplexe Aufgaben, und für die ist nicht jeder geeignet. Eine der gesellschaftlichen Aufgaben im 21. Jahrhundert wird darin bestehen, einen Platz für die immer größer werdende Gruppe von Menschen zu finden, mit denen man auf dem Arbeitsmarkt nichts anfangen kann.

@NonServiam

Nein, ich beschimpfe Sie nicht als Nazi. Da muss schon noch ein bisschen mehr kommen. Aber Ihre Einteilung der Welt in "deutsch" und "ausländisch" ist etwas rückständig. Und dass D noch immer kein Einwanderungsgesetz hat, heißt eben nicht, dass hier niemand einwandert. Zu den Gastarbeitern habe ich mal den schönen Spruch gehört:"Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen."

Wenn es so einfach wäre

Ich lese hier immer ganz tolle Tipps. Qualifizierung der Deutschen z.B. und gleichzeitig jammern viele Branchen, dass sie z.B. keine Lehrlinge finden. Das liegt aber nicht daran, dass die Schulabgänger in der Masse heute zu doof wären. Ein paar "Doofe" gab es schon immer und die große Masse der anderen wählt eben andere Ausbildungen. Man studiert eben keine anstrengende Naturwissenschaft, sondern lieber "irgendwas mit Bachelor of Business". Wir werden lieber "Manager for Strategic Development and Coordination". Für sowas habe ich neulich den Begriff "Bullshit-Jobs" gelesen. Sind aber hochbezahlt.
Man lernt nicht gerne Berufe wie Bäcker o.ä. weil man sich in anderen Berufen besseres Gehalt oder angenehmere Arbeitbsbedingungen erwartet.
Warum muss man wohl Fachkräfte am Bau oder in der Pflege in Massen aus (Süd-)Osteuropa importieren. Was parken denn für Autos an deutschen Baustellen? Weil Deutsche diese Jobs für dieses Geld in Masse nicht mehr machen wollen.

08:43, NonServiam

>>@bobby3001
"Deutschland war und ist schon immer ein Einwanderungsland gewesen."

Ich verstehe nicht, wie Menschen auf solche Aussagen kommen! Deutschland war und ist noch nie ein Einwanderungsland gewesen.
D rief zwar Richtung Italien, Griechenland und Türkei nach Gastarbeitern, welche aber gar nicht einwandern, sondern nur ein paar Jahre hier arbeiten sollten.<<

Und?

Taten sie das?

Sehen Sie?

Natürlich war Deutschland immer schon ein Einwanderungsland. Auch wenn die Ideologie anderes behauptete. Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen Ideologie und Realität.

>>Wozu sollen eigentlich Tausende Arbeitskräfte hierher? Wir produzieren doch schon billigen Überschuß.<<

Was für billigen Überschuß meinen Sie denn?

>>Wer mich jetzt wegen dieser Aussagen als Nazi beschimpfen will... nur zu! Da steh ich drüber.<<

Ich habe noch nie erlebt, daß hier im Forum jemand als Nazi beschimpft worden wäre. Es behaupten aber viele, sie würden es.

@08:46 von cari

"Wenn wir doch immer noch 5-Millionen Arbeitslose haben, warum schaffen wir es dann nicht, wenigsten die hälfte, also 2,5-Millionen davon in den Arbeitsmarkt zu integrieren?"

Weil man sich auch von dem Gedanken befreien muss, dass alle arbeiten wollen - oder können.

Ich bin Arbeitgeber und habe mich trotz Mangel an Facharbeitern beim Arbeitsamt abgemeldet, weil das was in den letzen 2 Jahren sich bei mir vorgestellt hat, schlicht nicht arbeiten wollte oder anscheinend nicht konnte.
Wenn ihnen beim Vorstellungsgespräch jemand sagt, dass er sich selbst nicht in der Lage fühlt pünktlich zur Arbeit zu kommen und mehr als 6 Stunden zu arbeiten, was wollen Sie denn dann noch für "Qualifizierungsmaßnahmen" machen?

Ich habe im letzen Jahr einen 60 jährigen Langzeitarbeitslosen eingestellt - die Einarbeitung kostet immer noch Zeit und Geld, weil einfach schon Basics fehlten, jetzt sagt er, er wolle doch schon mit 63 in Rente gehen, er hat also nur Geld gekostet, das bekomme ich nie wieder.

Marktwirtschaft

@Oberstudienrat
„Das ist doch Kokolores. ...Was wollen Sie noch attraktiver machen? Auch mit kostenlosem Bauchpinseln gibt es die fehlenden Leute nicht.“

Die Volkswirtschaftslehre (Angebot-Nachfrage Theorie) bietet eine Lösung: Mehr bezahlen!

Ich wette mit Ihnen, wenn Sie statt „Bauchpinseln“ dem Installateur 150€ Stundenlohn bezahlen bekommen Sie genug qualifizierte Bewerber.

Übrigens: 150€/h entspricht in etwa den tatsächlichen Kosten eines OStR. Warum also anderen weniger gönnen?

durch

den Wegfall der Beschränkung auf "Mangelberufe" gibt es also künftig noch mehr Konkurrenz für deutsche Arbeitnehmer auch in Berufen, bei denen das Arbeitsstellenangebot eh schon knapp ist. Da die ausländischen Arbeitssuchenden vermutlich mit geringerem Gehalt zufrieden sind, wird es bei solchen Berufen für Deutsche besonders schwer. Der Hintergrund hierfür scheint mit der Wunsch der Regierung zu sein, die Arbeitskosten insgesamt zu senken. Zum Wohl der Unternehmer und somit der Exporte. Das führt zu noch höheren Handelsbilanzüberschüssen, wegen denen D. eh schon am europäischen Pranger steht. Wie passt das zum "Europe First" der Kanzlerin?
Dass grade die SPD auf solche Regelungen zu Lasten der deutschen Arbeitnehmer dringt, zeigt deutlich, warum die Wählerschaft der SPD beständig sinkt...unwählbar für Arbeiter.

08:50, frosthorn

>>....oder weil der Arbeitgeber den Lohn eines Zuwanderers besser drücken kann. Und letzteres ließe sich verhindern, indem man (wer ist man? Gewerkschaften z.B.) dafür sorgt, dass faire Löhne für alle gezahlt werden. Wie man sieht, heißt die Lösung eben grade nicht Ausgrenzung, sondern Solidarität.<<

Ja, genau so ist es.

Das kapieren die besorgten Bürger aber nicht. Denn Solidarität ist ihnen fremd, es sind Ich-Bürger. Die Partei ihrer Wahl ist ja, was die wirtschaftspolitischen Vorstellungen angeht, auch eher im Arbeitnehmerlager zu verorten. Mit solch kommunistischem Teufelszeug wie etwa dem Mindestlohn fremdelt sie doch sehr.

Einwanderungsgesetz

Herrlich die Umwertung von Immigration auf Verwertbarkeit!
Dann solltet ihr aber endlich auch euer Gequatsche von Wirtschaftsflüchtlingen sein lassen!

08:46, cari

>>Wenn wir doch immer noch 5-Millionen Arbeitslose haben, warum schaffen wir es dann nicht, wenigsten die hälfte, also 2,5-Millionen davon in den Arbeitsmarkt zu integrieren?<<

Momentan sind nicht einmal vier millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Und nicht jeder Mensch lässt sich für jeden Beruf qualifizieren. Wenn Sie mittelständische Unternehmer kennen, dann wissen Sie, daß sich für viele Arbeitsplätze einfach keine qualifizierten Bewerber finden lassen.

>>Ein bisschen mehr "Fördern und Fordern", wäre auch gut. Ein bisschen mehr Erziehung zur Eigen-Verantwortung und nicht immer nur Geschreie nach dem Sozialstaat, ein bisschen mehr Wertschätzung für Familie und nicht nur "selbstbestimmtes Leben" (das ja hauptsächlich dazu führt, das Menschen vereinsamen, weil es Geld gibt, wenn sie sich von fremden betreuen lassen, statt von der eigenen Familie), das wäre alles viel menschenwürdiger, für alle.<<

Einerseits Eigenverantwortung, andererseits kein selbstbestimmtes Leben?

Wie das?

Darstellung: