Ihre Meinung zu: Sächsische Polizisten wählen NSU-Decknamen

28. September 2018 - 12:17 Uhr

Bei der Vergabe von Tarnnamen vor dem Einsatz beim Erdogan-Besuch haben zwei Beamte des sächsischen Landeskriminalamtes den Namen des NSU-Terroristen Böhnhardt verwendet. Ein Disziplinarverfahren läuft.

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Kommentare

...

Da man schon einen gewissen IQ braucht um SEK Beamter zu werden, kann ich mir das nur so erklären das diese Beamte einfach keine Lust mehr auf ihren Beruf aber nicht dem Mut zum kündigen hatten... Auf diesem Weg um eine Entlassung aus dem Dienst zu bitten lässt aber am IQ wiederum zweifeln....

Dummheit ?

Wohl eher eine gezielte Provokation.

Ein Austesten, wie weit man mittlerweile gehen kann.

Gruß, zopf.

Eklat

Und stelle man sich vor das Ausmaß wäre noch größer, das sich solche Typen in die Staatsapparate eingeschleust hätten. Dann käme was in Frage? Richtig, eine Massenentlassung, wie in der Türkei. Jetzt heißt es überall genauestens prüfen, würde nicht warten, bis es zu einem Putschversuch kommt.

bei Beamten des LKA Sachsen

könnte ich mir sogar vorstellen, dass die den Namen Uwe Böhnhardt noch gar nie gehört haben und bei NSU nur an einen Kleinwagen denken. Dann wäre das alles ein bedauerliches Versehen.

Dummheit

Damit trift Herr Kleine den Nagel auf den Kopf.

Ohne Bezüge raus...

Was muß sich unserer Rechtstaat (und damit wir als Bürger) eigentlich noch alles bieten lassen? Hart durchgreifen, raus aus dem Dienst ohne Bezüge, ALG Sperre beim Arbeitsamt.

Voll im Trend

Aus dem Artikel:
Von ihrem Einsatz in Berlin seien sie daraufhin "unverzüglich abgezogen" worden, hieß es. Im Rahmen des eingeleiteten Disziplinarverfahrens werde "die Entfernung der Beamten aus dem Dienst angestrebt".

Die Beamten sollten sich mal an Horst Seehofer wenden - vielleicht springt da noch 'ne Beförderung raus.
Der Heimatminister unterhält da so ein kurioses Fürsorgeprogramm.

Decknamen

Ich kannte bisher Decknamen eher von mafiösen Strukturen. Was hat denn die Polizei illegales vor, dass sie Decknamen brauchen?

Was der Beamte...

...da gemacht hat, geht gar nicht. Ein Disziplinarverfahren ist erforderlich. Eine Kürzung der Bezüge für x Monate um x Prozent oder eine Versetzung in ein anderes Amt mit geringem Endgrundgehalt ist auch sicher angebracht. Eine Entfernung aus dem Dienst hingegen ist überzogen und völlig unverhältnismäßig.

eine geschmacklose Sache

eine ziemlich dümmliche ohnehin
eine Staatsaffäre daraus zu machen
gibt es nichts wichtigeres

wie genau lautet der (Straf)Tatbestand, ob dessen...

...die Beamten entfernt wurden und die Empörung so groß ist?

@bei Beamten des LKA Sachsen 13:41 von frosthorn

"wäre das alles ein bedauerliches Versehen."

Aber was denn sonst, lieber Mitkommentator.
Sie werden doch etwa nicht glauben, dass dortige Beamte
den Rechtsstaat untergraben wollen.

Welcome To ... Sachsen?

Rechtsradikale ob nun mit Hütchen oder in Uniform finden sowas einfach 'humorvoll'.

Danach kommt im Einsatzwagen gleich 'ne Serie schwulen- oder frauenfeindlicher Witze bevor man(n) mal zur Zerstreuung beim Zeit totschlagen zur 'Compact' greift von der Ablage hinter der Windschutzscheibe.

"Welcome To ... Sachsen!"

(NSU-Decknamen, Menschen verachtende Witzchen, rechtsextremes Schriftgut im Polizeiwagen ... leider alles vorgekommen).

Sachsen

Tja... warum hat Sachsen einen so schlechten Ruf? Weil das Bundesland hart daran arbeitet...

um 13:52 von Wanderfalke

"Die Beamten sollten sich mal an Horst Seehofer wenden - vielleicht springt da noch 'ne Beförderung raus.
Der Heimatminister unterhält da so ein kurioses Fürsorgeprogramm." - Das haben Sie wunderschön geschrieben :-)

Vor solchen habe ich Angst

sie machen so schnell so unbedachte Sachen.

@ Werte-Wärter: Bezüge-Kürzung?

Bezüge-Kürzung als Reaktion auf einen solchen Fehlgriff? Dem kann ich nur in vollem Umfang widersprechen.
Ich bin es einfach satt, mich von solchen Typen bei Polizei und Geheimdiensten auf Steuerzahler-Kosten "beschützen" zu lassen. In Chemnitz gibt es seit einigen Wochen endlich ein konsequentes Null-Toleranz-Konzept der Justiz beim Umgang mit rechtsradikalen Umtrieben - hoffen wir, dass das in Sachsen endlich Schule macht. Dann ist der ganze Spuk innerhalb kurzer Zeit vorbei.

Mit Verlaub:

Mir als Akademiker war der Name "Uwe Böhnhardt" auch nicht ad hoc ein Begriff.

Unabhängig davon gehe ich jede Wette ein, dass auch viele Leser nur durch den Inhalt dieses Artikels in den Genuß kamen, den vermeintlichen Eklat überhaupt zu erkennen.
Alternativ wird heutzuage natürlich auch gern mit ergoogeltem Pseudo-Wissen um sich gehauen, da es bei den Meisten - wie auch bei mir - schon allein am Merken des Namens eines Nachbarn scheitert...aber das nur am Rande.

Nach dieser Logik wäre übrigens irgendwann der Zeitpunkt erreicht, ab dem kein einziger Name mehr "unbelastet" wäre, da irgendwann mal jeder Müller, Meyer, Schulze in irgendeiner Weise irgendwo etwas gemacht hat.

Das Ganze geht für mich in die bereits seit ein paar Jahren forcierte Sparte:
"Aufregen um des Aufregens Willen".

@rainbowdriver

In der Tat, Sachsen scheint ein deutl. Problem hinsichtlich der Verfassungsstreue ihrer Staatsdiener zu haben. Aber eigtl wenig verwunderlich bei der bisherigen Landesregierung.
Zeit, dass dieser braune Sumpf, der dieses Bundesland von ganz unten bis ganz oben durchzieht, mal ausgetrocknet wird ... man darf ja wohl mal träumen ...

Das übliche Sachsen-Bashing

Ist nicht gut, wenn die Beamte das gemacht haben. Bin mir aber sicher, dass Erdogans beamte genau das gleiche machen. Aber darüber würde man ja nie berichten.

Kein wunder, dass so viele Menschen in Sachsen nur noch so wenig Vertrauen zum Staat und seinen Medien haben.

Der ganze Wirbel nur wegen

Der ganze Wirbel nur wegen dieser 2 lächerlichen NSU Namen. Ich fasse es nicht.
Liebe ARD , WIESO ist diese Kommentarmöglichkeit noch nicht beendet .
Achso .... ich vergaß es geht ja wiedermal um die achso ungeliebten Beamten.

Decknamen an sich sind schon

Decknamen an sich sind schon logisch. Das SEK hat normalerweise die gefährlichsten Einsätze, heißt sie gehen gegen organisiertes Verbrechen, Terroristen oder akut gefährliche Täter vor. Da will man nicht, das irgendwo der eigene echte Name auftaucht, da man sich für Rachetaten öffnet.

Was die Leute selbst betrifft, naja, das wundert ja fast schon nicht mehr.

@14:07 von Sisyphos3: eine Staatsaffäre daraus zu machen?

Dass Rechtsextremisten die Sicherheitsbehörden und den Verfassungsschutz unterwandern ist dümmlich und keine Staatsaffäre?

Kann man so sehen. Aber eigentlich nur dann, wenn man selbst Anhäger der Rechtsextremen ist.

14:35 von Wolfes74

Aber eigtl wenig verwunderlich bei der bisherigen Landesregierung.
.
wer hat die in einer demokratischen Wahl gewählt ?
oder alle Macht geht vom Volke aus

wer sucht solche .... aus ?

sorry, aber da bekommt man doch Angst vor solchen "Beamten" die uns beschützen sollen?!
Aber, wenn es die Politik vormacht, wenn der oberste Beamter im Staat, der für das Innere im Staat zuständig ist, wie es geht, dass man noch befördert wird, selbst wenn man sehr fragwürdig agiert.
Ist denn Dummheit, Verschlagenheit oder .... Voraussetzung für solche Posten?
Ich kann nur hoffen, das die Beamten, die für diese Geschmacklosigkeit verantwortlich sind, nur noch eine Beförderung erfahren - die nach draußen!

Warum überrascht mich das nicht

Diese gezielte Provokation überrascht mich in keinster Weise. Das ist Deutschland im Jahre 2018.

@ claudio_im_osten

Nein! Die Verhältnismäßigkeit muss schon gewahrt bleiben. Wie soll man sonst einen Beamten bestrafen, der vorsätzlich ("Wissen und Wollen") eine Straftat begeht?Oder jemandes Leib und Leben fahrlässig in Gefahr bringt? Was er gemacht hat ist geschmacklos, keine Frage. Aber die Kirche muss schon im Dorf bleiben. Man wirft ja auch aus gutem Grund jemanden, der eine Tafel Schokolade klaut, nicht 10 Jahre ins Gefängnis. Verhältnismäßig eben!

Entfernung aus dem Dienst?

Das Ziel des Disziplinarverfahrens ist die Entfernung aus dem Dienst? Ja, sag mal, spinnen die jetzt komplett? Da machen sich zwei Polizisten, die jeden Tag den Kopf für uns und unsere Herrn Politiker (und im vorliegenden Fall sogar für den türkischen Präsidenten, der die Regierenden der BRD als Nazis bezeichnet hat) hinhalten, einen geschmacklosen Spaß und sollen allen Ernstes aus dem Dienst entfernt werden??? Für einen dummen Scherz, der niemandem weh tut? Das kippt doch jedes Verwaltungsgericht!
Und an alle Berufsempörten: wie wäre Ihre Reaktion ausgefallen, wenn sich die Beamten "Erich Honecker" oder "Andreas Bader" genannt hätten?

Dummheit? mMn nicht...

geschmaklos? ja
Staatsaffäre? nein
Wichtig? ja.

@14:40 von Geht's noch 03

Der ganze Wirbel nur wegen dieser 2 lächerlichen NSU Namen. Ich fasse es nicht.

Natürlich sind 2 Namen nicht so wichtig. Allerdings fügt es sich in eine traurige Tradition der sächsischen Behörden.

Und andererseits bin ich mir sicher, dass das Netz sich wunderbar echauffiert hätte, wenn sich Hamburger Polizisten zum G20-Gipfel "Baader" und "Meinhoff" genannt hätten. Da ahne ich, er sich aufgeregt hätte.

@ sisyphos 3

Nach dem motto: millionen fliegen können sich nicht irren...
So einfach, wie Sie es darstellen ist es nicht. Z.b. Hitler wurde auch demokratisch gewählt. Sind seine und seines Schergen Taten deswegen als Volkes Wille und damit rechtmässig anzusehen?
Wohl kaum, oder?

14:56 von dr.bashir

.Da ahne ich, er sich aufgeregt hätte.
.
also ich bestimmt nicht
hätte wie hier vielleicht bemerkt etwas "geschmacklos" oder unpassend
aber mehr nicht !

@Sisyphos3, 14:42 re @wolfes74

wer hat die in einer demokratischen Wahl gewählt ?
oder alle Macht geht vom Volke aus

Na na na, das von Ihnen, der sich unentwegt darüber empört, dass die vom Volk gewählte Bundesregierung gegen den Willen des Volkes regiert?

Viele Fragen

Die beiden tun nichts. Das waren nur die Fahrer von dem sächsischen Polizeipanzer mit den dekorativen Mustern auf den Sitzbezügen. Im Ernst: in wieweit ist der Rechtsstaat bei den Ordnungshütern dieses Bundeslands tatsächlich verinnerlicht? Bildet die soziale Zusammensetzung der Polizei wirklich die Zusammensetzung der Gesellschaft ab? Sind das alles Kollateralschäden, wenn nun in kurzer Zeit viele neue Polizeieinheiten personell aufgerüstet werden und die Bewerberlage dünn ist? Oder ist die nur ein Zeichen von jungmännischer Dummheit und Unreife der Persönlichkeit, weil wieder einmal ein Wochenende unbezahlter Überstunden für Wartestellung zum Schutz eines großmännischen Staatsführers droht?

@Sisyphos

Die übliche Verharmlosung oder bekannte Frage nach " ...welche Straftat wurde hier begangen" weist auf klare Sympathie für neofaschistische Provokationen hin. Das gleiche Ziel verfolgten auch wohl auch die Beamten. Da ich nicht von einer intellektuellen Schwäche bei SEK Beamten in diesen Ausmass ausgehen möchte - gilt : Provokationen dieser Art sind in klarer Sprache durch den Arbeitgeber zu beantworten. Eine Kündigung benötigt keine Straftat - auch nicht im öffentlichen Dienst.

Intention aufklären

Welcher Sinn steckt hinter dem gewählten Tarnnamen? Sollten die Vorgesetzten provoziert werden oder doch wohl eher das Umfeld von Erdogan? Das Ziel kann z.B. eine ironische Antwort auf Erdogans unverschämte Faschismus Vorwürfe sein und dazu dienen besonders radikale Islamisten aus dem Umfeld Erdogans aufzudecken.

Eine pauschale Verurteilung ohne umfassende Hintergrundinformationen ist voreilig.

@13:54 von Lin

"ch kannte bisher Decknamen eher von mafiösen Strukturen. Was hat denn die Polizei illegales vor, dass sie Decknamen brauchen?"
Auch Agenten haben Decknamen. Und: Die Decknamen der LKA-Beamten dienen dazu, das im Falle des Abhörens des Funkverkehr durch eine fremde Macht nicht sofort auf die Klarnamen zu schließen ist.

@ Werte-Wärter: Verhältnismäßigkeit

Sie haben Recht - Verhältnismäßigkeit ist stets das richtige Prinzip. Allerdings kommt hier niemand ins Gefängnis, weder 10 Jahre noch 10 Tage.
Wer allerdings nicht kapiert hat, dass er als Beamter in diesem Staat spezifische Pflichten und besonders beim LKA hoheitliche und höchst sensible Aufgaben wahrnimmt, hat in einer solchen Funktion nichts verloren. Mir jedenfalls ist die Lust auf solche Staatsdiener inzwischen nachhaltig vergangen, zumal diese Fälle sich wieder einmal in Sachsen häufen und für uns im Osten einen irren Schaden anrichten.

Telefonbuch

Hier geht es wohl um den Namen, nicht um den Vornamen.
Einfach mal den Namen im Telefonbuch googeln.
Sippenhaft für alle Böhnhardts?

an die Kritiker: Bitte mal nachdenken!

Bevor man wusste, dass der NSU dahinter steckt, sprach man wegen der Herkunft der Opfern auch von den "Dönermorden" (auch nicht gerade geschmackvoll).

Wenn nun 2 Polizisten beim Einsatz rund um den türk. Staatspräsident Decknamen des NSU annehmen, muss man sich sowohl die Frage nach der Aussenwirkung als auch der Gesinnung der Beamten stellen.

Nach Außen ist das an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Man muss fast von bewusster Provokation ausgehen.

Ausserdem muss man sich fragen, ob die Beamte die Namen gewählt haben, weil sie die Mörder als Helden des deutschen Widerstands gegen Einwanderung sehen und die Morde prinzipiell gutheißen. Bis das geklärt ist, gehören die Beamten m. E. suspendiert, da sie das Vertrauen der nicht rechtsradikalen Bevölkerung in die Polizei untergraben.

Jeder der diesen Zusammenhang nicht verstehen will... naja, kan man sich dann denken

Sachsen gehört unter UN-Verwaltung

Ein weiters Zeichen das Sachsen ein failed state ist.

Die offen bekundete Sympathie mit einem Rechtsterroristen der an der Ermordung von 8 türkischstämmigen Menschen beteiligt war, und das zu einem Besuch des türkischen Präsidenten ist kein Spaß, Dummjungensttreich oder Versehen. Wer sowas hier in den Kommentaren behauptet scheint ähnliche Sympathien wie die beiden Polizisten zu hegen, klammheimlich natürlich.

@72er_Jahrgang - von 14:34

Ebenfalls mit Verlaub:
Akademiker ist nicht ein Synonym für schlau, informiert oder unantastbar zu sein.
Alleine die Tatsache, dass man den Akademiker hervorhebt als Begründung, dass etwas nicht ersichtlich ist, ist Begründung genug, dass akademische Ausbildung nicht vor Dummheit, Fehleinschätzung oder Gleichgültigkeit schützt. Selbstverständlich muss von einem Polizeibeamten erwartet werden, dass er aus seinem Wissensgebiet genügend weiß - eben auch, was sich hinter diesem Namen verbirgt.
Ansonsten ist er schnellstens aus seinem Tätigkeitsbereich zu entfernen!

Entfernung aus dem Dienst

Die beiden Beamten müssen aus dem Dienst und aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden. Die Verfehlung ist ja kein lapidarer Streich, sondern ein Vergehen, das absolut nicht tolerierbar ist und disziplinarisch hart bestraft werden muss.
Sie sind noch jung und werden am Arbeitsmarkt vermutlich noch etwas anderes finden.

Herr/ Frau/... Initiative Neue...

"Eine pauschale Verurteilung ohne umfassende Hintergrundinformationen ist voreilig."

Darum geht es hier auch nicht. Einer bestimmten, ideologisch geprägten Bevölkerungsschicht, ist die Exekutive grundsätzlich ein Dorn im Auge. Daher auch die Vorverurteilung, noch bevor man Genaueres weiß.

@ 72er_Jahrgang

"Mir als Akademiker war der Name ... ad hoc auch kein Begriff."

Was haben Sie denn so studiert? Wahrscheinlich Altphilologie - "ad hoc" kennen Sie ja. Ein bisschen Interesse am Tagesgeschehen ist aber schon auch nicht verkehrt. Der Name war oft und lange genug in den Medien. Und um "Aufregen" geht es nicht. Der Typ hat ganz offensichtlich bewusst provoziert. Im besten Fall ist ihm ein bisschen Doofheit zu bescheinigen.

@72er_Jahrgang am 28. September 2018 um 14:34

Mir fallen dazu zwei Dinge mal so ganz spontan ein:

1.) Unter "Akademiker" fällt auch der dauerbekiffte Sozialpädagoge (nicht schimpfen, ich bin selber einer und kenne durchaus solche Kollegen). Ihre Anmerkung, dass Sie eine Hochschule besucht haben, ist kein Beleg dafür, "belesen" oder gar "intelligent" zu sein.

2.) Mit Verlaub: Hinter welchem Mond haben Sie in den letzten Jahren gelebt? Die Namen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt sowie Beate Zschäpe haben in Zusammenhang mit dem NSU traurige Berühmtheit erlangt (Stellen Sie sich vor, die Namen musste ich nicht einmal "ergooglen"!) durch ihren verübten Rechtsterror und damit verbundenen Mord an zahllosen unschuldigen Menschen.

Oh, und noch so ein spontaner Gedanke:

3.) Wollen Sie mit Ihrem Kommentar etwa solche menschenfeindlichen Umtriebe verharmlosen? Dass antidemokratische Kräfte den deutschen Rechtsstaat unterwandern? Doch nicht etwa aus Sympathie zu solchem Gedankengut, oder? Nein, nein, "Akademiker" tun sowas nicht. Oder?

Oder?

@ 72er_Jahrgang

Mit Verlaub: Mir als Akademiker war der Name "Uwe Böhnhardt" auch nicht ad hoc ein Begriff.

Auch nicht? Den Beamten war der Name allerdings offenbar ein Begriff. Oder glauben Sie, der Name war eine Zufallskreation?

Das scheint in Sachsen System zu haben

Das scheinen innerhalb der sächsischen Polizei längst keine Einzelfälle mehr zu sein. die Festsetzung eines Fernsehteams auf Betreiben eines bei Pegida mitlaufenden Beamten passt gut dazu. Bei den Hetzjagden in Chemnitz war diese Polizei angeblich gar nicht in der Lage einzuschreiten, während sie bei jeder Demo gegen Nazis in Sachsen ein martialisches angebot auffährt.
Der Freistaat Sachsen muss endlich mal konsequent gegen Rechts einreten. So lange das nicht passiert, fühlen sich rechtsradikale in Sachsen und in den Institutionen des Freistaats ausgesprochen wohl.

Keine Verurteilung dieser Tat ist voreilig

Eine umgehende Verurteilung ist abolut angebracht und ebenso eine sofortige Entlassung aus dem Polizeidienst. Was sollte daran auch pauschal oder voreilig sein? Wer sich den Namen von nazistischen Mördern gibt, kann damit überhaupt gegen nichts legitim protestieren. Oder sollten wir akzeptieren, wenn sich demnächst bei einem israelischen Besuch die Polizisten "Adolf Eichmann" nennen, um gegen die israelische Politik gegenüber den Palästinensern zu protestieren?

@ Wolfes74

So einfach, wie Sie es darstellen ist es nicht. Z.b. Hitler wurde auch demokratisch gewählt.

Aber niemals von einer Mehrheit.

14:34 von 72er_Jahrgang

"Mir als Akademiker war der Name "Uwe Böhnhardt" auch nicht ad hoc ein Begriff."
erstaunlich, wo sie doch nicht nur hin und wieder tagesschau.de lesen sondern auch kommentieren.....

Die entscheidende Frage ist doch vielmehr:

Woher kennen die SEK-Beamten den Namen?

;o)

15:07, Buenaventura

Uhr >>@Sisyphos
Die übliche Verharmlosung oder bekannte Frage nach " ...welche Straftat wurde hier begangen" weist auf klare Sympathie für neofaschistische Provokationen hin.<<

Ja.

Besonders nach der gestrigen Diskussion um die Ewigkeitsgarantie bestimmter Artikel des Grundgesetzes kann ich diese Ihre Einschätzung nur unterstreichen.

Manche hier warten ungeduldig auf die Machtergreifung.

@ Spirit of 1492

Da machen sich zwei Polizisten, die jeden Tag den Kopf für uns und unsere Herrn Politiker (und im vorliegenden Fall sogar für den türkischen Präsidenten, der die Regierenden der BRD als Nazis bezeichnet hat) hinhalten, einen geschmacklosen Spaß und sollen allen Ernstes aus dem Dienst entfernt werden???

Ja, selbstverständlich. Und darüber diskutiere ich auch nicht.

@ Buenaventura

klare Sympathie für neofaschistische Provokationen.....

Sicher.... , auf diesen Satz habe ich nur gewartet .

ALS ob alle Andersdenkenden Neofaschisten wären.

Es muss hier die Verhältnismäßigkeit gewährt werden .

Sie hätten sich ja auch Bugs Bunny oder Donald Duck nennen können.

@Safe Space am 28. September 2018 um 14:40

Billiges Türkei-Bashing gepaart mit billigem Versuch, zu verharmlosen, dass antidemokratische Kräfte anscheinend langsam aber sicher unseren Rechtsstaat zu unterwandern suchen. Oh, und gepaart mit dem billigen Versuch, deutsche Medien als nicht glaubwürdig darstellen zu wollen.

Warum?

1. Alleine hier in der TS wird ausgiebig darüber berichtet, wie in der Türkei kritische Berichterstattung über dortige Korruption - vor allem bei Nähe zu Erdogan - durch Inhaftierung von Journalisten unterbunden wird.

2. Wo genau liegt Ihrer Meinung nach der kausale Zusammenhang zwischen dem Inhalt dieses Artikels und türkischen Beamten?

3. Ist Korruption in der Türkei tatsächlich Ihre Rechtfertigung dafür, dass deutsche LKA-Beamte glauben, es sei witzig, als Decknamen die Namen vor Terroristen zu benutzen?

Baut die Mauer wieder

Baut die Mauer wieder auf.

Ich will für Deutschland wieder die zwei Staaten Lösung, ging doch 40 jahre gut.

72er_Jahrgang " Mir als

72er_Jahrgang
" Mir als Akademiker war der Name "Uwe Böhnhardt" auch nicht ad hoc ein Begriff"

Bei jemandem, der offensichtlich Nachrichten liest finde ich diese Wissenslücke sehr merkwürdig. Bei einem Polizist aus Sachsen sollte dieses Grundwissen jedoch definitiv vorhanden sein, immerhin betrifft es sie viel direkter. Eine rein zufällige Namenswahl ist völlig abwegig, es war nicht "Maier". Und dann in dem Kontext? Klar. So realistisch wie "Hitler" versehentlich zu wählen. Man muss schon sehr naiv sein um das in dem Fall zu vermuten.

Aha...

...mal wieder Sachsen. Bei der nächsten Landtagswahl hat die AfD eine Potenzial von 25%, Beamten des sächsischen SEK wählen als Decknamen einen NSU-Terroristen, usw. aber es gibt kein Problem mit Rechtsradikalen in Sachsen? Wann wird hier mal Klartext geredet? Wenn wir uns jetzt nicht entschieden gegen diese braune Soße stellen, wird es böse ausgehen. Jetzt mit aller Härte handeln!

verfassungschutz?

vieleicht sollten bestimmte bereiche der polizei und gewerkschaft vom verfassungschutz beobachten lassen,macht aber angesichts deren problemen mit rechtsradikalen keinen sinn.hier muss eine unabhängige behörde zur kontrolle der staatsdiener auf loyalität her.so eine art verfassungschutzschutz.böhmermann,wie fühlt sich das an wenn deine fitionssatiere plötzlich realität wird?

Ich hielt ja den Erich Honecker ...

... für einen fiesen Diktator. Aber wenn so regelmäßig die Meldungen über die Sachsen eintrudeln, macht sich bei mir ein leises Mitgefühl breit.

mehr als..

eine geschmacklosigkeit kann ich in der tat nicht erkennen. ob dies disziplinarrechtlich oder gar strafrechtlich bewertet werden muss, vermag ich nicht zu entscheiden, tendiere jedoch dagegen.

Immer dieses Umhergemache

An alle Foristen die bei dieser und ähnlichen Meldungen nicht verstehen wo "das Problem liegt", das "alles nur von Merkel-Linksgrün aufgebauscht wird", das "die wahre Gefahr bei Ausländern und Linksextremen liegt und durch solche Meldungen eh nur abgelenkt werden soll": warum immer diese Unaufrichtigkeit, dieses Verkriechen hinter Relativierungen und Floskeln, dieses Geleugne!
Bekennen Sie sich doch endlich einmal auch ausserhalb des Hobbykellers oder des Stammtisches oder der Fankurve zu Ihren Ansichten! Angeblich "denken doch alle so"!
Da hab ich bald mehr Achtung (nein, hab ich nicht) vor den militanten Neonazi-Schlägern in ihren freien Kameradschaften, DIE stehen wenigstens offen zu ihrem Mist.

15:30 von Laber_Rababer

«Sachsen gehört unter UN-Verwaltung
Ein weiters Zeichen das Sachsen ein failed state ist.»

Da werden sich die Sachsen aber dann ganz besonders freuen, wenn UN-Blauhelm-Soldaten aus Uganda, Kambodscha und Bolivien für Recht und Ordnung im Land sorgen …

Aber mal in Ernst: Immer fest druff "auf die dummen Sachsen, die Zurückgebliebenen aus dem Tal der Ahnungslosen" ist auch kaum besser, als sich den Aliasnahmen "Böhnhardt" zu geben …

14:10 von peter04

«wie genau lautet der (Straf)Tatbestand, ob dessen die Beamten entfernt wurden und die Empörung so groß ist?»

Es bedarf keines Straftatbestandes, um Arbeitnehmer (auch Beamte) zu entlassen. Da reicht "grobe Pflichtverletzung", wozu auch die Wahl eines Aliasnamens eines deutschen Terroristen gehört.

Pol Pot, Kim Jong Un oder Pinochet hätte man als "pure Geschmacklosigkeit" bewerten können. Böhnhardt definitiv nicht …

lieber Akademiker von 14:32

ganz bestimmt kennen Sie als Studierter den römischen Spruch "si tacuisses, philosophus mansisses".

Das ging ja wohl nach hinten los …

Ach und übrigens: ich finde, die Geschichte muss die härtesten dienstrechtlichen Konsequenzen haben, die möglich sind. Und auf mich sollte man hören. Ich bin nämlich auch Akademiker.

@spirit of... um 14:51

Wenn ich Ihrer These folge, dass es sich bei der Namenswahl um keine gezielte Provokation oder gar den Versuch der Ausweitung des Machbaren handelte, sondern nur um einen "geschmacklosen Spaß" und "dummen Scherz", ergibt sich für mich folgendes Bild:
Hier scheinen Menschen im Dienst gewesen zu sein, die in keiner Weise über die notwendige Ernsthaftigkeit und Reife für den Job verfügen. Für diesen muss man nämlich in der Lage sein, über den eigenen Tellerrand und die eigene momentane Gemütslage hinaus zu schauen und zu erfassen, wie etwas nach außen wirkt. Und zu realisieren, dass man in diesem Moment nicht als "spaßiger" Privatmensch auftritt, sondern als Vollzugsorgan des Staates. Herumalbernd in einen SEK-Einsatz zu stolpern: Das wird der Aufgabe derer, die Tag für Tag damit beauftragt sind, uns und unsere Republik zu schützen, nicht gerecht. Hier handelt es sich schließlich nicht um irgendeinen Ferienjob.
Folglich scheint dieser Dienst nicht der Richtige für die beiden zu sein.

vielleicht Tarnung

Vielleicht sollte man die SEK-Beamten erst einmal anhören. Ich könnte mir vorstellen, dass die Beamten den Namen des NSU-Attentäters zwecks Tarnung gewählt haben. Wäre zwar ziemlich geschmacklos, aber als Tarnung evtl hilfreich.

15:56, Geht's noch 03

>>@ Buenaventura
klare Sympathie für neofaschistische Provokationen.....

Sicher.... , auf diesen Satz habe ich nur gewartet .

ALS ob alle Andersdenkenden Neofaschisten wären.

Es muss hier die Verhältnismäßigkeit gewährt werden .

Sie hätten sich ja auch Bugs Bunny oder Donald Duck nennen können.<<

Nicht alle Andersdenkenden.

Bei weitem nicht.

Aber jemand, der es nicht der Rede wert findet, wenn ein Kriminalbeamter sich den Tarnnamen "Böhnhardt" gibt, muss sich schon gefallen lassen, der Sympathie für neofaschistische Provokationen verdächtigt zu werden.

Und wer bei einer solchen Tarnnamenwahl keinen Unterschied zu Bugs Bunny oder Donald Duck sieht, der muss sich ebenfalls nicht wundern.

12:23, zopf

>>Dummheit ?
Wohl eher eine gezielte Provokation.

Ein Austesten, wie weit man mittlerweile gehen kann.

Gruß, zopf.<<

Sehe ich auch so.

Es passt auf jeden Fall gut in die Strategie der Rechten bzw. der AfD, durch ständige kalkulierte Grenzüberschreitungen die Öffentlichkeit zu desensibilisieren und so die Grenze des Akzeptablen immer weiter zu verschieben.

Das ist nicht nur in Deutschland so.

@ fathaland slim

Manche hier warten ungeduldig auf die Machtergreifung.

Meinetwegen. Hauptsache sie warten nicht mit einer Beamtenbesoldung.

@ zopf

Ein Austesten, wie weit man mittlerweile gehen kann.

Um so wichtiger, dass die beiden schneller aus dem Dienst raus sind, wie sie gucken können.

14:07 von Sisyphos3

>>eine geschmacklose Sache
eine ziemlich dümmliche ohnehin
eine Staatsaffäre daraus zu machen
gibt es nichts wichtigeres<<

War ja klar, dass Sie wieder versuchen klein zu reden.
Über etwas nicht berichten sollen die Medien immer dann, wenn es aus Ihrer Sicht unangenehm ist.
Ansonsten kann man gern auch die Beschwerde hören, hier würde irgendwas vertuscht.
'Geschmacklos' ja, 'dümmlich' finde ich eine starke Verharmlosung. Hier zeigt sich zum wiederholten mal, wie stark vernetzt die Sicherheitsbehörden in Sachsen (aber nicht nur dort) mit dem rechten Rand sind. Ab und zu dringt etwas nach außen. Das ist aber sicher nicht alles.
Eine Generalüberprüfung wäre dringend erforderlich.

Wozu Stroh dreschen?

@ uwtra:
Aha mal wieder Sachsen. Bei der nächsten Landtagswahl hat die AfD eine Potenzial von 25% ...

Die Drohung lässt mich kalt.

@ 16:18 von schabernack

Wo sehen Sie bei mir Sachsen-Bashing? Ich rede vom Staat Sachsen, das mit den Menschen unterstellen Sie mir.

Wollen Sie abstreiten dass dieser Staatsapparat zutiefst von rechtsextremen Kräften unterwandert ist?
Und glauben Sie ernsthaft das dieser Staat noch aus sich selbst und ohne Unterstützung von außen reformierbar ist?

16:16 von Friedrich Spee

>>mehr als eine geschmacklosigkeit kann ich in der tat nicht erkennen. ob dies ...<<

Was aber NICHT bedeutet, dass nicht mehr dran wäre, sondern - wieder einmal - offenbart, dass Sie rechts etwas schlecht sehen...

@ um 16:32 von frosthorn

Lieber Frosthorn, wie immer, sprechen Sie mir aus dem Herzen. Akademische Grüße.

13:49 von Joe_66

>>Dummheit
Damit trift Herr Kleine den Nagel auf den Kopf.<<

'Dummheit' wohl deswegen, weil sie damit ihre Gesinnung offenbart haben.
Hätten die beiden einen intellegenteren Namen gewählt, dann wäre sie trotzdem Nazis - nur wir wüssten es jetzt nicht.
Und sie würden, wie viele andere in den Sicherheitsbehörden, weiter ihren Dienst tun.

@Aha... ...mal wieder Sachsen. 16:07 von uwtra

Nein, es geht nicht in erster Linie um Sachsen.
Nur um das klarzustellen.

Es geht um die dahinterliegende 'Mentalität',
die uns Deutschen schon mal nicht sehr gut bekommen ist.
So in etwa vor tausend Jahren ;)

Sonst heisst es später wieder mal danach mit derselben 'Mentalität':
'Wenn das der Führer gewusst hätte...'
(das mit den Juden...)

Irgendwie wird heutzutage zuviel gesimst,
statt gebimst (z.B: Geschichte)

Und ist der Ruf von ...

... Sachsen dann erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert ;-)

Und nahezu täglich bestätigt sich: Dümmer geht immer!

@Geht's noch 03

Für welche Formen und Inhalte steht denn bei Ihnen das "Andersdenken" bei der Verwendung des Namens eines bekannten Neonazis und Mördes als Deckname durch einen Staatsbeamten ?

15:56 von Geht's noch 03 / @Buenaventura, 15:17

«klare Sympathie für neofaschistische Provokationen.....»

«Sicher.... , auf diesen Satz habe ich nur gewartet .
ALS ob alle Andersdenkenden Neofaschisten wären.
Es muss hier die Verhältnismäßigkeit gewährt werden .»

Sehr richtig. Und weil die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden muss, ist es "ein grobes Unding" und eine neofaschistische Provokation, den Aliasnamen "Böhnhardt" zu wählen. LKA-Beamter hin oder her, in anderen beruflichen Tätigkeiten wäre es nicht anders.

«Sie hätten sich ja auch Bugs Bunny oder Donald Duck nennen können.»

Oder Roadrunner, Coyote Carl, Schweinchen Dick, Helferlein, Tom & Jerry.
Merken Sie eigentlich gar nicht, wie albern Ihre Argumentation ist …?

@ 15:56 von Geht's noch 03

Nochmal zum klarstellen: für sie sind die Terroristen der Nazimörderbande NSU "Andersdenkende"?

Wirklich?

Das waren SEK Beamte....

Und keine Inspektoren der Kriminal Polizei.
Ohne jetzt jemanden zu nahe zu treten, das sind Junge Leute, Hauptaugenmerk bei der Einstellung ist Körperlich Topfit und gute Schießergebnisse. Die Jungs treten Türen ein und halten ihren Kopf hin wo es dem normalen Polizisten zu Gefährlich wird. Das müssen keine Kreuzworträtsel Könige oder Buchtstabierwettbewerb Gewinner sein.

Ich könnte mir durchaus vorstellen das dies ein blöder Scherz war. Was ich mir aber auch vorstellen kann ist das der Name irgentwie im Gedächniss war, gerade weil er so lange in den Medien war, er ihn aber zu dem Zeitpunkt nicht zuordnen konnte und eben auf die schnelle einen Namen auf das Blatt schreiben musste.

Wieso die Decknamen nicht einfach vom Computer Ausgewürfelt werden ist mir da auch ein Rätsel.

Geschmacklosigkeit?

Mir blieb wegen unglaeubigem Staunen der Mund offen stehen als ich hier lesen musste, wie viele Kommentatoren es nur als eine Geschmacklosigkeit ansehen, wenn zwei saechsische SEK-Beamte den Namen eines rechtsterroristischen Moerders als Decknamen verwenden bei einem Einsatz zum Schutz eines auslaendischen Praesidenten. Wow, ist die Toleranzschwelle fuer sowas wirklich schon wieder so niedrig in Deutschland? Es ist dabei voellig egal, ob es diesen Namen 10000 mal im Telefonbuch gibt oder ob Akademiker ad hoc damit etwas anfangen koennen. Uwe Boehnhardt war ein Neonazi, der aus auslaenderfeindlichen Motiven heraus Menschen ermordet hat und nichts anderes, Punkt, aus. Die beiden SEK Beamten gehoeren suspendiert, ueberprueft und ggf. aus dem Beamtenstatus und Job entlassen, wenn sich herausstellt, das ihre Gesinnung nicht den Anforderungen an ihren Arbeitsplatz uebereinstimmen.

Versiffte Rechte

Um den Sprachgebrauch von Meuthen zu verwenden, einfach nur versifft aber ganz ganz rechts. Wehret endlich den Anfängen, sonst geht es Deutschland bald ganz schlecht!

17:03 von Laber_Rababer / @schabernack, 16:18

«Wo sehen Sie bei mir Sachsen-Bashing? Ich rede vom Staat Sachsen, das mit den Menschen unterstellen Sie mir.»

Ich unterstelle gar nix.

Wenn Sie der Ansicht sind, Sachsen gehöre unter UN-Verwaltung gestellt, dann implizieren Sie damit auch, dass es dort keine Kräfte mehr gäbe, die bereit wären, gegen diese unsägliche Kombination aus AfD-Scharfmacherei, Identitären, intellektuellen Burschenschaftern, Neo-Faschisten aus allen Bundesländern, etc. anzugehen.

Die dem entsprechenden Tendenzen und Probleme sind groß. Mit abstrusen Forderungen wie der UN-Verwaltung Sachsens stellen Sie in gewisser Weise alle Sachsen bloß, und erweisen Ihrem berechtigten Anliegen einen Bärendienst.

«Wollen Sie abstreiten dass dieser Staatsapparat zutiefst von rechtsextremen Kräften unterwandert ist?»

Nein, ganz sicher nicht.

«Und glauben Sie ernsthaft das dieser Staat noch aus sich selbst und ohne Unterstützung von außen reformierbar ist?»

Ja, ohne dass die UN dabei eingreifen müsste.

@16:57 von fathaland slim

Dem stimme ich uneingeschraenkt zu. Wie es scheint, haben die Rechten/AfD damit leider (viel zuviel) Erfolg. Besonders erschreckend ist, wie schnell diese Desensibilisierung in den neuen Bundeslaendern voran schreitet.

@ 17:33 von Axtos

Sehe dies genauso.

Die stehen kurz vor einem Einsatz und riskieren ihr Leben und da sollen sie sich noch Namen einfallen lassen die sich jeder merken kann und die geschichtlich nicht vorbelastet sein dürfen, finde die Forderung etwas überzogen.
Aber wir bürokratieren uns eh zu tode, dann schaffen wir halt eine "Decknamensvergabestelle für korrekte Decknamen".

Ansonsten einfach mal abwarten, was die Betroffenen dazu zu sagen haben.

Geschmacklos, gefährlich oder dämlich?

Dämlich und geschmacklos. Sicherlich.

Nur muss man tatsächlich nun alle Namen (ausser die von Comicfiguren u.ä.) durch den Scanner laufen lassen, um auszuschließen, dass dieser irgendwo und irgendwann mal negativ belastet wurde.

Dann ist das SEK solange damit beschäftigt und kann sich gleich die Kosten für die blitzschnellen Sondereinsätzez sparen, weil man sowieso nicht mehr rechtzeitig an Ort und Stelle sein kann.

Also sollte jeder Polizist in Zukunft seinen Tarnnamen gut vorausplanen. es könnte sonst sein letzter Einsatz sein.

@ Giselbert um 18.51 Uhr: Klärendes Gespräch hätte gereicht

"Ansonsten einfach mal abwarten, was die Betroffenen zu sagen haben" - richtig. Wenn sich da ein untergründiges Sympathisantentum zeigen sollte, wäre das fatal, aber das kann ich mir nicht vorstellen.

Ich gehe erst einmal davon aus, dass die Beamten sich einen szenetypischen Tarnnamen gegeben haben, um nicht gleich aufzufliegen. Das kann man unterschiedlich bewerten, ich selbst finde das ungeschickt, aber nicht skandalös. So etwas muss man nicht an die große Glocke hängen, ein Gespräch der Betroffenen mit dem Vorgesetzten hätte es auch getan.

Der Wurm ist drin.

Der Wurm ist drin in Sachsen. Bei Behörden und Polizei. Und dies seit vielen Jahren. Und jeder der mit Sachsen zu tun hat weiß von der freien Interpretation mancher Gesetze. Politik, Behörden auch Privatpersonen, auch wenn man dort nur Urlaub macht oder kurzfristig ist. Sachsen sollte alles dran setzen dies zu ändern um Erfolg zu haben.

Das war jetzt tatsächlich

Das war jetzt tatsächlich nicht sehr pfiffig. Dafür muss man nicht studiert haben, um zu erkennen, dass die Geschichte nach hinten losgeht.
Jetzt haben zwei Wachdienste in Sachsen zwei "gut" ausgebildete Mitarbeiter mehr.

17:33 von Axtos

«Ohne jetzt jemanden zu nahe zu treten, das sind Junge Leute, Hauptaugenmerk bei der Einstellung ist Körperlich Topfit und gute Schießergebnisse. Die Jungs treten Türen ein und halten ihren Kopf hin wo es dem normalen Polizisten zu Gefährlich wird. Das müssen keine Kreuzworträtsel Könige oder Buchtstabierwettbewerb Gewinner sein.»

Gerade für SEK-Einsatzkräfte (und die GSG 9) sind weit stärker psychische Faktoren Ausschlag gebend als "Türen eintreten & gut schießen können".
Das sind "die Elite-Einheiten" der Polizei.

Beim Erdoǧan-Besuch sind ihre Aufgaben auch eher die von unauffälligen Personenschützern, als die von Türen eintretenden Rambos.

«Was ich mir aber auch vorstellen kann ist das der Name irgentwie im Gedächniss war, gerade weil er so lange in den Medien war, er ihn aber zu dem Zeitpunkt nicht zuordnen konnte und eben auf die schnelle einen Namen auf das Blatt schreiben musste.»

Weit mehr als unwahrscheinlich.
Für SEKler sträflich fahrlässige Desinformiertheit …

Ne ne ne

Das nennt man nicht "Fehler".
Das heisst: Freud'sche Fehlleistung.

@ 18:51 von Giselbert

Zitat: "Die stehen kurz vor einem Einsatz und riskieren ihr Leben und da sollen sie sich noch Namen einfallen lassen die sich jeder merken kann und die geschichtlich nicht vorbelastet sein dürfen, finde die Forderung etwas überzogen."

Und in so einer, wie sie sagen psychisch angespannten Situation fällt einem als erstes der Allerweltsname Böhnhardt ein ?

Was ist mit Einstein, Goethe oder Schiller ?

Gruß, zopf.

@ 19:11 von draufguckerin

Zitat: "Ich gehe erst einmal davon aus, dass die Beamten sich einen szenetypischen Tarnnamen gegeben haben, um nicht gleich aufzufliegen."

Da gehen Sie aber von vollkommen falschen Voraussetzungen aus.

Das waren Decknamen, die in Polizeiinterne Ausweise und Zugangsberechtigungen eingetragen werden sollten, keine Decknamen mit denen die Beamten sich bei verdeckten Ermittlungen in der "Szene" tarnen sollten.

Gruß, zopf.

@Giselbert

"Decknamensvergabestelle für korrekte Decknamen" Am 28. September 2018 um 18:51 von Giselbert

Bringen Sie keinen auf Ideen...

Ich halte die Auswahl zwar auch für keinen Skandal, vermutlich ging es wirklich nur darum einen Namen zu finden, der leicht zu merken ist (nicht den ersten und nicht den letzten), allerdings ist es in dem Fall richtig da einzugreifen. Wenn man bedenkt, wer die Schutzperson ist, kann diese Auswahl zu Beleidigungen, Anschuldigungen und politischem Nachspiel führen. Das muss man nicht provozieren.

19:00 von Die Ukraine ist...

«Nur muss man tatsächlich nun alle Namen (ausser die von Comicfiguren u.ä.) durch den Scanner laufen lassen, um auszuschließen, dass dieser irgendwo und irgendwann mal negativ belastet wurde.

Dann ist das SEK solange damit beschäftigt und kann sich gleich die Kosten für die blitzschnellen Sondereinsätzez sparen, weil man sowieso nicht mehr rechtzeitig an Ort und Stelle sein kann.»

"Für blitzschnelle Sondereinsätze" benötigen SEK-Polizisten keine Aliasnamen, die durch Scanner laufen müssten. Dass sie evtl. "wegen Aliasnamen-Zeitverzug" nicht rechtzeitig vor Ort sein könnten, ist völlig abwegig.

Die Namen wurden für Ausweise benötigt, die den Beamten in Zivil den Zugang zu den Bereichen ermöglichen sollen, die wegen des Erdoǧan-Besuchs für den Publikumsverkehr gesperrt sind.

Die Namenswahl hat die Beamten nicht plötzlich überrascht, so dass sie sich auf die Schnelle irgendeinen einfallen lassen mussten. Und selbst dann muss man erst mal auf die Namenswahl "Böhnhardt" kommen.

die fast täglichen

Skandälchen und Skandale, die die sächsischen - und auch andere - Behörden ausdünsten, und die ja auch nur ein Teil dessen sein dürften, was alles passiert, also sie zeigen eins: die Rechten sind erfolgreich in die wichtigsten Sicherheitsorgane unseres Staats eingesickert und haben inzwischen weit mehr als einen Fuß in der Tür.
Und die unverblümten Relativierungen und Verharmlosungen in diesem Forum zeigen auch etwas: Nazi ist man längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand. Da kann man heute wieder ganz offen dazu stehen.
Wenn ich dran denke, dass einer oder wohl eher mehrere der Kommentatoren hier Kollegen oder Nachbarn von mir sein könnten, jagt es mir Schauer über den Rücken. Das werden, wenn es soweit ist, die ersten freiwilligen Blockwarte sein. Und das bei den hier geäußerten Einstellungen zu unserem Grundgesetz. Mann, Mann ...

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