Ihre Meinung zu: Debatte über Organspenden: Zustimmung oder Widerspruch?

3. September 2018 - 16:05 Uhr

CDU, SPD und Grüne begrüßen den Vorstoß von Gesundheitsminister Spahn, bei Organspenden eine Widerspruchslösung einzuführen. Kritik kommt von der katholischen Kirche und dem Deutschen Ethikrat.

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Kommentare

Die Organe gehören nicht dem Staat

Sie gehören (zumindest fest immer noch) der Person.
Daher ist Wiederspruchslösung absolut untragbar. Wir sind hier nicht in China, wo fast schon offen mit Organen gehandelt wird (zum Tode verurteilte müssen spenden).

Zumal es deutlich wurde, dass vielen Krankenhäusern nicht die Spender, sondern die Mittel zu Entnahme fehlen.

Katholische Kirche

Katholische Kirche widerspricht? Die sollen erstmal ihren eigenen Stall aufräumen. Die haben jeden Anspruch auf Moralinstanz verloren.
Mich können sie nach meinem Ableben ausschlachten. Was gebraucht wird, kann fort. Ich brauch's dann eh nicht mehr. Und nach 2 Jahren im Boden ist sowieso nichts mehr übrig.
Bieten sie den Spendern ein ordentliches Begräbnis zum Nulltarif an. Dann werden die Spenderzahlen ins Uferlose steigen.

Automatische Organbereitstellungspflicht

Die Widerspruchslösung kommt einer Enteignunng der Bürger an Leib. Leben und Sterbeprozess gleich. Jeder, der sich nicht bewusst damit auseinandersetzt, wird im Falle eines sogenannten "Hirntodes" zunächst am Sterben gehindert, apparativ am Leben gehalten, um dann seine Organe der weiteren Verwertung zur Verfügung stellen zu müssen. Ich kann nicht sehen, wie dies mit der geltenden Verfassung im Einklang stehen könnte. Das geltende Recht erlaubt eine freiwillige Organspende - die Widerspruchslösung schreibt die unfreiwillige Organ-Aneignung als Regelfall fest. Es ist zu hoffen, dass sich dagegen ein qualifizierter Widerstand aus der Zivilgesellschaft formiert!

Mal über den Tellerrand schauen

"Die Widerspruchslösung gilt in Bulgarien, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, der Türkei, Ungarn und Zypern."

Nur als Info für diejenigen, die meinen, dass jetzt speziell in Deutschland der Untergang des Abendlandes beraten wird.

Ersatzteillager

wenn nicht widersprochen wird.
Also bekommt jeder der nichts macht vom Staat Geld ohne das Er etwas einreichen oder nachweisen muss, oder gar noch beantragen.
Oder ist es im Leben nicht genau anders ?, nur mal so als Vergleich.
Vergleiche haben zwar immer ein Holzbein, aber so kommt mir das in etwa vor.

Jeder der Spenden möchte darf das durch einen Ausweis klarstellen, denn was machen denn die Menschen die keinen haben der widersprechen kann.

Und der Spenderausweis sollte als Willen völlig ausreichen, wer keinen hat will auch kein Spender sein.
So einfach ist diese klare Reglung jetzt, was Herr Spahn möchte ist die Pistole auf der Brust.

Schon im anderen Beitrag hatten einige ein paar Beispiele wer ganz schnell Organe bekommen hat, andere warten Jahre oder verstarben auf Grund der Wartezeit.

Also stimmt etwas nicht ganz im System, und das möchte ich nicht unterstützen.

Ein klares Nein von meiner Seite, Herr Spahn !.

Endlich

Ich kann nur hoffen, dass ein solcher Gesetzesentwurf so bald wie möglich in die Wege geleitet wird. Natürlich gilt es diesen nicht zu überstürzen und gewissenhaft auszuarbeiten. Die Kritik der Kirche und des Ethikrates teile ich nicht. Ihre Argumentation scheitert schon am Verständnis von "Pflicht". Ein Widerspruch ist ja im Vorschlag von Herrn Spahn nicht nur möglich, sondern sogar von Verwandten einlegbar. Demnach kann von Pflicht schon gar keine Rede mehr sein.
Auch die katholische Kirche scheint nicht zu erkennen, dass Moral über die Hilfe in direkter Not hinaus geht. Ein entsprechender Gesetzesentwurf würde den Weg für vielen dringend benötigte Organe frei machen und das unter Berücksichtigung einer passiven Freiwilligkeit.

Die direkte Freiwilligkeit hatten wir nun bereits ein paar Jahre.

Sie hat versagt.

Gar nicht gut ...

Man stelle sich vor der Ausweis wird nicht gefunden oder jemand lässt ihn absichtlich verschwinden, da das oder die Organe passend wären. Dann würde jemand automatisch zum Organspender, obwohl er sich in seinem nicht auffindbaren oder vermeintlich verschwundenen bzw. entwendeten Ausweis gegen die Organspende ausgesprochen hat.
Damit sind vielen Betrugsabsichten Tür und Tor geöffnet.

Kein staatliches Monopol über meinen Körper..

Das schlägt dem Fass den Boden aus. Kein staatliches Monopol über meinen Körper..Nein und nochmal nein. Freiwillig ja auf jeden Fall. Aber es waren schon genug Skandale um die Organspenden. Meine Forderung aufklären um freiwillige Organspenden zu erhöhen und Skandale vermeiden..

Schlicht und einfach Spender ...

auch beim Blute grundsätzlich bevorzugt versorgen, dann regelt sich das ganze von alleine.

@superschlau

War auch mein Gedanke!
Aber bitte nicht von den Krankenkassen bezahlen lassen!

Aufregung?

Ich verstehe wirklich nicht, was hier manche wieder für einen Aufriss machen. Wer ein Problem damit hat, an seine Mitmenschen zu denken, der kann ja problemlos Widerspruch einlegen.

Vorschläge

Wer wirklich nicht will, kann widersprechen. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass Menschen in den Nachbarländern nicht abgeschlachtet werden. Wer Angst davor hat, muss Angst davor haben, dass er trotz Widerspruch umgebracht wird, was Quatsch ist.

Warum nicht folgende Regelung: Wer nicht mindestens ein Jahr vor Diagnose der entsprechenden Krankheit als Spender registriert war, bekommt im Falle, dass er ein Spenderorgan braucht, gar keines?

Dass der Ethikrat a) mit der Katholischen Kirche einer Meinung ist und b) zu solch übertriebenen Formulierungen greift, ist bedenklich.

@karwandler

Falls es Ihnen entgegen ist:
Wir reden hier über Deutschland.

Und ob die medizinische Versorgung in allen von Ihnen genannten Ländern so erstrebenswert sei, wage ich sehr stark zu bezweifeln.
Fehlt echt nur noch China als Beispiel: Todesstrafe einführen und Organe Hingerichtet weltweit verkaufen.

Für die, die einen Organspendeausweis haben,

ändert sich nichts.
Alle Andern haben das Recht zum Widerspruch. Wo ist das Problem.
Der Widerspruch gehört auf die Gesundheitskarte, damit es eindeutig ist. Ein Brief an die Krankenkasse, für die, die widersprechen wollen, ist sicher nicht zu viel verlangt.

Ich stimme dem Ethikrat zu .

Ich stimme dem Ethikrat zu .

organe entnehmen

organe entnehmen! wer das nicht will, kann einen nicht-spender ausweis beantragen.
es ist so in spanien, daher stehen hier weitaus mehr organe zur lebensrettung zur verfügung.

Geben NEIN .... aber ...

… man kann durchaus davon ausgehen, dass - sagen wir mal alle - die strikt gegen eine Organspende ihrerseits sind, die ersten sein werden, die lauthals über Organmangel klagen, wenn sie irgendwann mal eines dringend benötigen.

Daher bin ich schon seit vielen Jahren gegen eine Pflicht, in welcher Form auch immer.

Es sollte freiwillig bleiben und die Bekennung zur eigenen Organspende nachvollziehbar auf der Krankenkassen-Karte gespeichert werden … und nur, wer selbst als Organspender registriert ist, kann dann im Fall der Fälle auch ein Organ erhalten.

So wird sich das "Problem" recht schnell lösen, denn ich glaube kaum, dass nur einer der auch hier lautstarken Gegner, dem Chirurgen sagen wird "Geben sie die Leber lieber einem, der auch gespendet hätte, ich bin sowieso immer dagegen gewesen ..... können sie mir einen Bestatter empfehlen?"

@Superschlau

"Mich können sie nach meinem Ableben ausschlachten." Am 03. September 2018 um 16:24 von Superschlau

Mein Respekt an Sie dafür - mich darf keiner ausschlachten, ist im Spenderausweis entsprechend angekreuzt.

Ich habe schon 3 Menschen das Leben geschenkt, meine (was für welche auch immer) Karriere geopfert, mehr Menschen muss ich nicht ein (zweites) Leben schenken.
Man macht auch keine Würstchen aus Verstorbenen, weil dauernd irgendwo Kinder verhungern.

Aber wie gesagt:
Mein Respekt allen, die sich trotz allem für das Spenden ihrer Organe entscheiden. Das wird zu wenig gewürdigt, es droht sogar selbstverständlich zu werden. Dabei ist es eine große Gabe und sollte entsprechend angesehen werden.

Na ist doch toll

Man beseitigt nicht den Grund der Skepsis gegenüber dem System Organspende - sondern man findet andere Wege.

Die Skepsis ist durchaus nachvollziehbar.
Wie wird denn entschieden, wer auf der Liste ganz weit vorne steht? Diese Punkte, die klar stellen: dieses Leben ist mehr wert als ein anderes. Damit habe ich ein Problem.

Die Tatsache, dass es sehr viel Korruption in diesem Bereich gibt (und nach Bekanntwerden passiert nicht das was sein müsste, nämlich strukturelle Analysen und Verbesserungen).

Der Spender (oder seine Verwandten) hat keine Chance festzulegen, wem er gerne spenden möchte.
Und wer möchte schon gerne denken: ich bin das Ersatzteillager für Menschen mit Geld und Einfluss.

Die aktuelle Systematik hinterlässt diesen bitteren Nachgeschmack.

Tatsache ist: mangelnde Organspenden sind Ausdruck von mangelndem Vertrauen in das System.

Und damit befinden wir uns in einem Bereich, der die ganze Gesellschaft betrifft - das Misstrauen wächst auch in anderen Bereichen.

Freie Wahl - Kann

Jeder hat weiterhin die Wahl - nur die Weise wie sie zum Ausdruck gebracht wird, ändert sich.
Ich vermute, sie würden sich dagegen entscheiden. Na gut, ist ja ihre freie Entscheidung.

Zur Info: in andere West-Europäischen Länder mit eine Organspendepflicht, zB Belgien, ist es Praxis dass der Arzt sich im Falle einer mögliche Organentnahme trotzdem mit den engsten Familienmitglieder abstimmt, obwohl es gesetzlich nicht muss. Und siehe da, vielen Angehörigen sind froh dem Tod einen Sinn geben zu können.

Persönlich finde ich, dass Widersager kein Anspruch auf Donororgane - Augenlinse, Niere, was auch immer - hätten. War ja eine freie Wahl. Auge um Auge.

Allen die zu Faul sind, bei

Allen die zu Faul sind, bei einer hoffentlich bald eingeführten Widerspruchslösung aktiv abzulehnen, möchte man Wünschen unter den Folgen dieser Einstellung einmal persönlich zu leiden. Aber man wünscht ja nemandem etwas Schlechtes.

Jede Organspende und jeder Zwang zum Organspenden ...

... sind Straftaten – Blutspenden im übrigen auch! All dies muss gesetzlich verboten werden, eine nicht-industrielle Medizin dagegen gefördert...

Aufklärungsbedarf

Bei der Organspende ist eines der Hauptprobleme die Aufklärung, was Hirntod und das Verfahren der Organentnahme bei Hirntod bedeutet. Von den Bürgern kann allenfalls verlangt werden, einem extremen Eingriff widersprechen zu müssen, wenn dieses Wissen vorausgesetzt werden kann. Dieses Wissen ist aber nicht vorhanden. Die bisherigen Werbeaktionen der Bundesregierung haben dieses Defizit - wie ich immer wieder feststelle - nicht beheben können. Daher ist derzeit eine Widerspruchslösung schon allein aus diesem Grund nicht akzeptabel.

Ein Jahrhundertgeschäft

Die Widerspruchslösung gibt es bereits in einigen Ländern. Es funktioniert nicht. Zunehmend wird es zu einem Geschäft wider den Willen der Betroffenen. Hier werden prinzipielle Wünsche nicht respektiert. Von den ´Organspenden ´ profitieren fast nur die höhere Einkommen die entsprechend versichert sind oder die sich es finanziell erlauben können und über Beziehungen und entsprechende Bezahlung zu einem Spende-Organ kommen.

Falscher Ansatz

Ich finde die Widerspruchslösung sehr bedenklich. Alleine schon der Praxis wegen. Natürlich kann ich widersprechen und ein entsprechendes Dokument bei mir führen. Aber wenn dieses bei einem Unfall z.B. einfach verloren geht. Was dann?!
Und die ständige Argumentation bezüglich niedriger Spenderanzahl ist fehlgeleitet. Die Zahlen sinken doch nur, weil niemand diesem System vertraut. Es gibt genug Fälle von Missbrauch und Bestechung.
Da sollte man erst einmal ansetzen. Aber das wäre ja arbeit...

Unlauter und Verabscheuungswürdig

Da werden jetzt bestehende Regelungen bei geplanten u. durchgeführten Transplantationen in Kliniken böswillig umgangen. In der Folgezeit sinkt, berechtigt, die Spenderbereitschaft. Und nun wird da ganz forsch eine sogenannte Widerspruchslösung ins Spiel gebracht. Das ist absolut unlauter. Wer sich als Lebender nicht bereiterklärte, zum Organspenden bereit zu sein, der ist es nicht automatisch nach seinem Tod. Das ist eine, für mich, widerwärtige Denkweise. Toten was zu entnehmen, obwohl man kein Einverständnis hat. Bisher war es so, dass Einverständnis zu herrschen hat. Diese Regel kann man nicht einfach umkehren. Für mich gilt, dass sollte eine sogenannte Widerspruchslösung installiert werden, dann werde ich deutlich und ausdrücklich widersprechen. Allein auf Grund der Tatsache, dass hier geltendes Recht "umgedreht" wurde.

Unerträgliche Diskussion

Solange wir eine Mehrklassen-Medizin haben, sind Spahn und Co überhaupt nicht in der Position zu verlangen, dass jeder verpflichtet wird, seinen Körper als Ersatzteillager zur Verfügung zu stellen. Unerträglich ist auch immer der moralische Druck, dass man ein schlechter Mensch sei, wenn man dabei nicht mitmacht oder Bedenken hat. Während es selbstverständlich ist, dass Krankenkassen schwerkranken Menschen ständig wichtige Leistungen verweigern oder versuchen, sie zu verhindern oder herauszuzögern. Spahn soll erst mal für ein menschliches Gesundheitssystem sorgen, bei dem der Patient und nicht der Gewinn im Vordergrund steht. Dann kann man mal über weiteres nachdenken.

"Die bestehende Regelung der

"Die bestehende Regelung der Entscheidungslösung gewährleiste eine freie und informierte Entscheidung und respektiere das Selbstbestimmungsrecht", sagt die Kirche.

Da kann ich nur 100% zustimmen. Wenn ich ohne in einer schwierigen Situation zu sein als Spender in aller Ruhe entscheiden kann, ob ich einer Organspende zustimme und dies mit einem Ausweis bzw. meinen Angehörigen gegenüber ausdrücklich bekunde, dann ist das völlig in Ordnung.

100% NICHT in Ordnung ist, dass stillschweigend davon ausgegangen wird, der aus dem Leben scheidende sei damit - wegen fehlenden Widerspruchs - wohl einverstanden, man sich also munter bedienen kann. Wenn Angehörige in einer solchen Extremsituation dann nach Tagen zur Besinnung kommen, um festzustellen, dass der Tote nach Strich und Faden ausgeräumt wurde.... und dann hören müssen: "Ja, tut uns leid. WIR sind davon ausgegangen.... Die Gesetzeslage...."

Hallo, was ist das denn!? Soll ich mir jetzt einen Widerspruch eintätowieren lassen?! Und wo?!

Es ist bemerkenswert

wie sich der Gesundheitsminister für die Ärzte ins Zeug legt, damit die noch mehr an der Transplantation verdienen.
Meine Meinung dazu ist, dass der Spender auch seine Organe verkaufen könnte. Auch wenn der Tod nicht umsonst, der einem das Leben nimmt, wie die Ärzte dann von den Empfängern auch dafür Geld nehmen, wie schon vor ca. 5 oder 6 Jahren der Skandal aufkam. Die Ärzte daran eine goldene Nase verdient haben.
Auch wenn eine andere Meinungen zu vertreten wäre, aber der Sozialstand endet nun einmal.
Der "Spende" der gesund gelebt hat und durch einen Unfall ums Leben kam, soll für jemanden aufkommen, der unsolide gelebt hat, wie zum Beispiel bei der Leber oder bei der Lunge, Nein Danke, soweit geht die Sozialisierung doch nicht.

re tada

"Daher ist Wiederspruchslösung absolut untragbar. Wir sind hier nicht in China"

Wir sind auch nicht in Frankreich, Holland oder Österreich.

Der Versuch, die Widerspruchsregelung sofort mit China zu assoziieren, ist unseriös.

Das hätten wir schon seit Jahren

Haben können. Wollten CDU und FDP nicht. Deren Kurzsichtigkeit ist doch immer wieder erschreckend.

Widerspruchslösung

Die Vorstellung, nach dem Tod seine Organe zu spenden, um anderen Menschen das Leben zu retten, ist an sich so sympathisch - man kann sich kaum vorstellen, was es dagegen einzuwenden gäbe. Ein Artikel, den ich einmal gelesen habe und der mir seriös erschien über die Realität der Organspende, lässt das Ganze in einem problematischeren Licht erscheinen. In dem Artikel wurde detailliert dargelegt, wie rasch die Organentnahme zu erfolgen hat, damit die Transplantation gelingen kann; faktisch wird - so der Artikel - der Mensch im Augenblick seines Sterbens ausgeschlachtet und die Ärzte müssen gleichsam schon mit gewetzten Messern um die sterbende Person herumstehen, damit die Spende Erfolg haben kann. Auch war von heftiger Gegenwehr der angeblich klinisch Toten die Rede. All dies nimmt dem Sterben in meinen Augen seine Würde und unter solchen Umständen möchte ich persönlich kein Spender sein und ich möchte dies 'Versagens'-Recht nicht einfordern oder rechtfertigen müssen.

Irreführende Kritik

Die Kritik von Peter Dabrock halte ich nicht nur für irreführend, sondern auch für verlogen.

Menschen sollen nach Spahn weiterhin wie bisher die freie Wahl haben zu spenden oder nicht zu spenden. Was geändert wird ist die "default-Lösung" von "nicht spenden" zu "spenden".

Hier von einer "Organabgabepflicht" zu sprechen ist nichts als eine Falschdarstellung und eine irreführende Bezeichnung des Prinzips. Diese Kritik kann ausschließlich dazu dienen die Widerspruchslösung in den Schmutz zu ziehen, hat jedoch keine Basis in der Wirklichkeit. Von einer Pflicht kann man sich nicht durch ein einfaches "nein" befreien.

Für den Vorsitzenden des deutschen Ethikrates würde ich mir hier mehr Objektivität und Neutralität wünschen - entweder das, oder er sollte nicht als Vorsitzender des Ethikrates auftreten, sondern als der evangelische Theologe, der er ist. Dann ließe sich seine Kritik besser einordnen.

Rechtsumkehr; das ist falsch

Die sogenannte Widerspruchslösung ist genau so falsch, wie die Argumentation "...das kann man doch offenlegen - wenn man nichts zu verbergen hat". Nein, die Würde des Menschen in Deutschland ist unantastbar. Auch die Würde des toten Menschen. Ein unvorstellbar schlimmer Gedanke, dass hier evt. einem Unfallopfer, ggf. weit weg vom nächsten Angehörigen, einfach mal etwas entnommen wird. Das ist schlimmer als Diebstahl - das ist würdelos. Ich bin damit einverstanden, dass diejenigen, die einer Organentnahme nicht zustimmen auch kein Organ bekommen. Und dennoch würde ich niemals einer Entnahme zustimmen. Aber ohne Zustimmung einfach "nehmen" - das geht absolut nicht. Wo sind wir denn? Mir ist es auch egal, wie unglaublich würdelos in China, Österreich, Irland usw. dieses Thema behandelt wird.
Für mich gilt, die Würde des Menschen ist unantastbar. Jederzeit und auch nach seinem Ableben.

Es wird völlig verkannt, das

Es wird völlig verkannt, das das neue System nur dazu dient, sich einmal Gedanken machen zu müssen. Wer nicht will, widerspricht. Wo ist das Problem? Wer denkt heute über sowas nach? Keiner. Und dss wird beseitigt.

@jautealis 1719 Uhr..

Verstehe ich Sie richtig?

Sie negieren den medizinischen Fortschritt und verzichten freiwillig auf Blutspenden und Organspenden?

Und wie soll die nicht-industrielle Medizin aussehen?
Schamanismus,Pendeln,etc.

Nein danke!
meint ein Fachkrankenpfleger

Wer spenden will....

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen. Auch sollte man endlich damit aufhören nicht Spender dauernd als egomanische und undankbare, und/oder auch ungebildete Menschen anzuprangern.

Genügend Organe im Sinne der Transplantations- Kliniken, Ärzte und Befürwortern sowie der Pharmaindustrie wird es übrigens nie geben.

Zwangsspenden werde es nicht bringen

Sie bringen es auf den Punkt!

Organspende?

Einfach aus dem Grunde weil ich mich nicht bei lebendigem Leib ausweiden lassen möchte bin ich gegen die Organspende.
Denn der sogenannte Hirntod ist ein von Ärzten erfundenen Begriff um einen Menschen der wahrscheinlich (wirklich wahrscheinlich?) nicht mehr aus dem Koma erwacht, ausschlachten und verwerten zu dürfen. Meine Organe benötige ich zu einem friedvollen Sterben. Da ändert auch der (erfundene) Hirntod gar nichts

Organe? Genug Organe wird es nie geben

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen.

In diesem Sinne, genug Organe wird es übrigens nie geben. Denn, was "geliefert" wird, wird auch verbaut.

Organspende?

Alle Foristen die sich hier pro Spende ereifern sei die Lektüre entsprechender neutraler Publikationen über Transplantationen, Abstoßung der Organe und vor allem des Begriffes "Hirntod" empfohlen.

Ich bin sicher, nicht wenige würden ihre Meinung ändern und ihren Spenderausweis ganz schnell der Vernichtung zuführen.

Das Leben ist nun mal endlich, daran ändert auch Organspende nichts, im Gegenteil.

Nichts für mich

Die Vorteile der Organspenden liegen für die beteiligten Ärzten und die Pharmaindustrie klar auf der Hand.

So ist ein Organempfänger/in keineswegs gesund, er/sie ist, wenn er/sie die OP überlebt, krank, anders als vorher, aber er/sie ist und bleibt ein chronisch schwer kranker Mensch der monatlich für ca. 1000 EUR Medikamente benötigt.

Und das Lebenslang.

@paula5eck, Vollgas

Ich hoffe mal für Sie (Vollgas), dass sie gesund leben, keinen Bluthochdruck, Top Blutwerte und so weiter haben, damit sie in den Genuss einer Spende kommen könnten. Wäre doch schade, wenn sie sterben müssten, weil ihnen bei einem Unfall die Lunge derart beschädigt wurde, dass nur eine Spende ihnen das Weiterleben ermöglicht.
Meines Wissens nach, paula5eck, muss der Hirntot eingetreten sein, bevor man Organe entnehmen kann. Daher sind sie eigentlich schon tot und nur die Apperatemedizin ermöglicht ein Erhalten der Organe.
Ich bin Organspender und würde mich freuen, wenn ich einem Menschen das Weiterleben ermöglichen kann, wenn es soweit ist.

Liegt der Rückgang lediglich

Liegt der Rückgang lediglich an dem Unwillen der Spender? Das ist im Angesicht großer Zustimmungswerte kaum zu glauben.

Hat sich unter den dafür zuständigen, politischen Akteuren überhaupt mal jemand die Kostensituation der transplantierenden Kliniken angeschaut? Bei nicht kostendeckenden Fallpauschalen, die durch Quersubvention anderer Gesundheitsleistungen alimentiert werden müssen, möchte ich es nicht ausschließen, dass ein Großteil des Rückgangs hier seine Ursache finden könnte.

Liegt der Rückgang lediglich

Liegt der Rückgang lediglich an dem Unwillen der Spender? Das ist im Angesicht großer Zustimmungswerte kaum zu glauben.

Hat sich unter den dafür zuständigen, politischen Akteuren überhaupt mal jemand die Kostensituation der transplantierenden Kliniken angeschaut? Bei nicht kostendeckenden Fallpauschalen, die durch Quersubvention anderer Gesundheitsleistungen alimentiert werden müssen, möchte ich es nicht ausschließen, dass ein Großteil des Rückgangs hier seine Ursache finden könnte.

Warum spende ich nicht?

Ärzte manipulieren bei Transplantationen. Dadurch bekommen nicht diejenigen ein Organ, die es am meisten brauchen, sondern diejenigen, deren Ärzte betrügen. Dadurch sterben Menschen. Das muss hart Bestraft werden. Solange diese Ärzte mir einem Klapps auf die Finger davon kommen, werde ich nicht spenden. Egal ob ich nicht zustimme, oder widersprechen muss.

Das ist natürlich ein subjektiver Eindruck, den ich habe. Andere werden sagen seit den Vorfällen hat sich viel geändert. Aber soweit ich weiß ist kein Arzt dafür ins Gefängnis gegangen. Das erwarte ich aber bei so einer Manipulation.

Deshalb spende ich nicht.

Wenn , wie gemeldet,

80 % für die Organspende sind, sollen sich diejenigen einfach als solche registrieren lassen, und wir brauchen über kein Gesetz mehr diskutieren.
Eine Organspende hat das zu bleiben was sie ist, eine Spende.

Organabgabepflicht ? . Das

Organabgabepflicht ?
.
Das wird wohl nichts werden. Bei 800000 Todesfällen im Jahr in Deutschland hat das Organspendethema doch eher gesamtgesellschaftlich geringe Priorität.

@ Dr. Öhnung 16:40 Uhr

"Ein entsprechender Gesetzesentwurf würde den Weg für vielen dringend benötigte Organe frei machen und das unter Berücksichtigung einer passiven Freiwilligkeit."
Sie können also garantieren, dass ein Ausweis in dem einer Organspende widersprochen wird, nicht "zufällig" unauffindbar ist (sprich vernichtet wird)?
Bei den bisher bekannten "Merkwürdigkeiten" Organspende betreffend, würde ich so etwas nicht ausschließen.

Ich glaube der Kern liegt

Ich glaube der Kern liegt darin das das Vertrauen vieler Menschen in unser kapitalistisches System einfach weg ist.
Auch beim Thema Organspenden wurde schon gelogen und betrogen das sich die Balken biegen.
(Wie eigentlich in so ziemlich jeder Sparte unseres Lebens...Auto Lebensmittel Riester etc p.p.)
Und genau hier liegt das Problem :
Jetzt kommt uns die Ärztelobby Politiker Pharmaindustrie mit gewissen Regeln welche auch logisch und gut klingen.
Jedoch sagt der gesunde Menschenverstand und die Erfahrung vieler Memschen hierzulande das doch immer wieder aufgestellte Regeln gebrochen werden.
Ich kann mir gut vorstellen das Menschen welche ihre Organe nicht abgeben wollen, vor allem Einsame, ja die gibts immer mehr in unserer Gesellschaft, Angst haben im Krankenhaus zu versterben und ihnen doch was entnommen wird.
Einen Ausweiss fälschen ist kein Hirngespinst.
Das Vertrauen in die Elite ist einfach weg.
Basta ;)

Ich bin gegen die

Ich bin gegen die Widerspruchslösung. Wer spenden will soll das ausdrücklich deutlich machen.
In meinem Patiententestament steht ausdrücklich Ich will kein Fremdorgan in meinem Körper und ich will keine Organe spenden.
Wer so wie ich ablehnt zu spenden hat auch keinen Anspruch auf ein fremdes Organ. Das wäre ein sinnvolles Gesetz.

Verordnetes Ausweiden?

Obwohl ich manchmal „Street-View“ nutze, habe ich doch der universellen Veröffentlichung widersprochen. Ich bin Organspender, aber meine persönliche Spendenbereitschaft zu einer Verpflichtenden zu machen, geht mir zu weit!! Vor das allem unter dem Hintergrund, dass Ärzte und wahrscheinlich auch Krankenhäuser jahrelang mit Organen betrogen haben, damit das Leiden Vieler vergrößert haben zugunsten von Bezahlenden. Und NEIN, ich glaube das Geschwätz von „nicht lohnen“ und „defizitär“ bei der Entnahme nicht. Hier zocken andere ab. Der Verstorbene bzw seine Hinterbliebenen bekommen nicht mal einen Blumenstrauß. Das ist billig und abstoßend.

re paula5eck

" Ein Artikel, den ich einmal gelesen habe und der mir seriös erschien über die Realität der Organspende"

Das bzweifle ich aber sehr, dass es ein seriöser Artikel war.

1. "faktisch wird - so der Artikel - der Mensch im Augenblick seines Sterbens ausgeschlachtet und die Ärzte müssen gleichsam schon mit gewetzten Messern um die sterbende Person herumstehen, damit die Spende Erfolg haben kann."

Ist definitiv Unsinn. Es gibt erstens keinen "Augenblick des Sterbens". Der hirntote Spender muss sowieso durch Maschinen biologisch am Leben erhalten werden, bis die Organentnahme abgeschlossen ist.

2. "Auch war von heftiger Gegenwehr der angeblich klinisch Toten die Rede."

Gehört zweitens zu den Horrormärchen der Organspendegegner.

3. "unter solchen Umständen möchte ich persönlich kein Spender sein"

Niemand zwingt Sie zur Organspende. Wo ist Ihr Problem?

Was genau, ...

... liebe nichtspendenden Mitforisten, machen Sie eigentlich nach Ihrem Ableben mit Herz, Niere usw. ? Wozu brauchen Sie das ganze Zeugs noch? Zum Mit-Verbrennen? Zum Verrotten lassen ?

WOZU ??

Aber bitte nicht mißverstehen-ich bin genauso wie Sie der Auffassung, daß jeder seine Meinung haben soll und darf!
Wollte nur das Denken umlenken.

Woher weiß denn...

das Krankenhaus, in das ich bei einem Notfall eingeliefert werde und versterbe, dass ich einer Organentnahme widersprochen habe?
Es ist ja nicht so, dass Angehörige immer sofort greifbar wären.
Nein, ist mir alles viel zu vage. Geldgier würde Wege finden.

re sydb

"Denn der sogenannte Hirntod ist ein von Ärzten erfundenen Begriff um einen Menschen der wahrscheinlich (wirklich wahrscheinlich?) nicht mehr aus dem Koma erwacht"

Wie viele Jahre möchten Sie denn gerne im Koma liegen, bis endlich die Verwandtschaft oder womöglich ein Gericht bestimmt, dass Ihre Lebenserhaltunsgmaschinerie abgeschaltet werden soll?

Die einzig richtige, moderne Lösung

Wieso sollten sich da die Kriminellem die Hände reiben? Unsinn. Hätte unser System ausreichend Spender, gäbe es sofort keinen Markt mehr für illegale Aktivitäten in diesem Bereich.

Die Wahrheit sieht so aus: Kaum jemand denkt intensiv genug nach, um wirklich den Schritt zu gehen, einen leicht auffindbaren Organspendeausweis mit sich zu führen. Trotz grundsätzlicher Bereitschaft. Wer sich wirklich weigern sollte (aus welchen irrationalen Gründen auch immer) widerspricht dem Ganzen; ganz einfach, wo soll da das Problem sein? Wie man da von einer Pflicht reden kann, leuchtet mir nicht ein.

Eine Widerspruchslösung ist ganz einfach ein Staat, der sagt "Hey, wir nehmen jetzt mal an dass diese moderne medizische Realität für die meisten Menschen okay ist; immerhin will ja auch jeder so ein Organ haben, wenn ers braucht - falls nicht, sagt Bescheid, dann ist das natürlich auch in Ordnung."

Eine kreative, sachgerechte, moderne Lösung, die viele Leben retten wird.

re sydb

"Das Leben ist nun mal endlich, daran ändert auch Organspende nichts, im Gegenteil."

Hat das jemand behauptet?

Aber da es nun mal endlich ist: Haben Sie auch was gegen Herzschrittmacher? Ist auch nur eine "unnatürliche" Verlängerung des Lebens, oder?

um 16:42 von Rumpelstielz

"Schlicht und einfach Spender auch beim Blute grundsätzlich bevorzugt versorgen, dann regelt sich das ganze von alleine."

Ich denke das Gegenteil wird der Fall sein.
Wenn Mr. Reich ein Organ braucht, wird die Lebenserwartung des Mr. Arm sinken.

re gassi

" Ich bin Organspender, aber meine persönliche Spendenbereitschaft zu einer Verpflichtenden zu machen, geht mir zu weit!!"

Da von einer Verpflichtung gar keine Rede ist (außer man liest die Titelseite der BILD und glaubt es auch noch), kann man sich Ihren Kommentar wegen erwiesener Unsachlichkeit schenken.

2-Klassen-Medizin

Spahn sollte sich eher für die Abschaffung der 2-Klassen-Medizin stark machen. (Privat/gesetzlich) Erst wenn hier eine einheitliche Versorgung stattfindet bin ich auch bereit zu spenden. Bis dahin werde ich widersprechen.

Vertrauen ist Voraussetzung

für eine solche Entscheidung und genau das wurde durch Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe in der Vergangenheit zerstört. Nun versucht man es mit Gewalt. Neben der Würde sollte man auch seine Organe behalten dürfen.

um 19:52 von karwandler

Es geht darum, ob Hirntod auch tatsächlich Tod ist und nicht darum wielange jemand im Koma liegen will.

Einbruch

Also sagt der Einbrecher:

Bei dem Herrn Meyer durfte ich einbrechen: es lag mir kein schriftlicher Widerspruch von Herrn Meyer vor!

Das ist im Prinzip die krude Logik der Widerspruchslösung.

Ich selber habe einen Spenderpass, allerdings mit dem Vermerk, daß ich die Organspende ablehne O.K. dann bin ich im Zweifelsfall auch kein Organempfänger. Damit kann ich leben!

Ich bin dafür...

Aber ich bin über die Transparenz der Verteilung nicht einverstanden. Ich habe kein Vertrauen in den jetzigen System der Verteilung. Hier scheint es danach zu gehen, der der Geld hat kommt zuerst dran. Die Gefahr der Bereicherung ist gegeben. Deshalb fordere ich eine umfassende Reformierung der Organverteilung. Erst dann würde ich nicht widersprechen.

Organspende

Nein danke!
Jeder Mensch sollte mit seinen Organen so gut umgehen, wie er nur kann.
Denn sterben müssen wir alle mal, ob mit Spendeorgan oder ohne!

Ich bin entsetzt,

mit der Widerspruchslösung wird dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet,ungeachtet der grundsätzlichen, ethischen Probleme.
Insbesondere jungen Menschen,die sich mit einer "Spenderfrage" weniger auseinandersetzen werden und geradezu die idealsten Spender für alles menschliche Gewebe ,Organe ,Muskeln und Knochen wären, dürfte wohlmöglich jedwede Hilfe ggfs. versagt bleiben,wenn ein lukratives Geschäft mit dem Ausweiden derselben betrieben werden könnte.
Wehret den Anfängen solcher Bestrebungen,denn wer weiß was und wozu das alles in 10 oder 20 Jahren führen wird.

19:52 von karwandler

"Wie viele Jahre möchten Sie denn gerne im Koma liegen, bis endlich die Verwandtschaft oder womöglich ein Gericht bestimmt, dass Ihre Lebenserhaltunsgmaschinerie abgeschaltet werden soll?"

Dank Patientenverfügung alles geregelt. Und vor allen Dingen, keine Entnahme meiner Organe.

Wer verzichtet freiwillig?

Wie viele, von denen, die der Organspende an sich und der Widerspruchslösung erst recht höchst kritisch entgegenstehen, wären in einem persönlichen Fall bereit auf ein Spendeorgan zu verzichten, wenn es um ihr Leben ging.
Ich habe in den Medien noch keinen Fall kennengelernt, wo jemand vor die Kamera tritt und erklärt, dass er zwar mittelfristig auf ein Spendeorgan braucht, aber darauf verzichtet, weil er das gegenwärtiges System der Organspenden ablehnt.
Interessanterweise habe ich den letzteres Jahren schon viel Kritik an dem System der Organspenden gelesen, aber noch nie hhabe ich gelesen, dass jemand nie und nimmer ein Spendeorgan annehmen würde.

19:52 von karwandler

Meine Organe sind übrigens so kaputt dass sie wohl für etwaige Transplantationen unbrauchbar sind.

Der Mann hat seinen Schachzug clever vorbereitet,

er könnte fast Merkel heißen.
Schade, dass die ganzen "Moralischen" es völlig ausschließen, dass man seine Organe verkaufen kann. Hauptsache die Pharmakonzerne können wie Dagobert Duck im Geld schwimmen, dem kleinen Mann lässt man keine Möglichkeit auch etwas vom Kuchen abzubekommen.

Gute Sache

Ich persönlich würde mich freuen, wenn ich im Bedarfsfall ein neues Organ bekäme. Ich vermute ganz stark, dass die meisten Menschen eine ähnliche Sichtweise haben.

Im Falle meines Ablebens wäre ich ebenso froh, wenn meine Organe einem anderen Menschen das Leben erleichtern oder gar retten könnten.

Absolute Zustimmung zu diesem Vorschlag.

@ karwandler

"Wie viele Jahre möchten Sie denn gerne im Koma liegen" Am 03. September 2018 um 19:52 von karwandler

Sehen Sie, auch das ist so eine Sache, die nur die davon Betroffenen etwas angeht.

Und selbst dann heißt es eben nicht, dass man automatisch zum Spender deklariet wird, so fern in Ruhe, vielleicht im Kreis der Liebsten, sterben kann.

Was ich sehr oft gehört habe war, dass Menschen in ihrer Patientenverfügung bestimmt haben, wie weit lebenserhaltenden Maßnahmen bei ihnen gehen dürfen. Da gab es schon extreme Sachen wie "ab 70. keine Behandlung mehr, nur Schmerzlinderung". Andere lassen sich noch mit 90 operieren.
Aber das ist bei allen ihr freier Wille.

@ Sch.Wuppe

"Was genau, ...... liebe nichtspendenden Mitforisten, machen Sie eigentlich nach Ihrem Ableben mit Herz, Niere usw. ? Wozu brauchen Sie das ganze Zeugs noch? Zum Mit-Verbrennen? Zum Verrotten lassen ?" Am 03. September 2018 um 19:45 von Sch.Wuppe

WerteR Sch.Wuppe, aber genau ist das nun mal der Lauf der Dinge. Früher oder später passiert das nun mal - mit oder ohne Spende.
Der Kreis des Lebens schließt sich.

Ps. Ich möchte noch Mal betonen (da nicht alle Zeit haben ausgerechnet meine Beiträge zu lesen), dass ich vor Spendern größten Respekt habe, aber ich spende nicht. Spende ist ein Akt der Selbstlosigkeit seitens des Spenders, keine Selbstbedienung im Ersatzteillager seitens aller anderen.

@karwandler

"Aber da es nun mal endlich ist: Haben Sie auch was gegen Herzschrittmacher? Ist auch nur eine "unnatürliche" Verlängerung des Lebens, oder?" Am 03. September 2018 um 19:55 von karwandler

Es gibt durchaus Menschen, die nicht nur Herzschrittmacher, sondern andere Behandlungsmethoden ablehnen.

Allerdings habe ich noch nie gehört, dass ein Herzschrittmacher einem sterbenden Patienten entnommen und einem anderen eingesetzt wurde.

Da ist also schon ein kleiner Unterschied.

Organspende besitzt einen Hauch von Kannibalismus - man lebt vom anderen Menschen.
Es gab Regionen, in denen Gehirne Verstorbener rituell verspeist wurden (um deren Wissen aufzunehmen). Das finden wir heute wiederlicht, obwohl keiner dafür getötet wurde.

Eine Organspende wird niemals etwas ganz normales werden, sondern immer ein besonderes Opfer des Spenders.

Widerspruchregel ist aber mal

Widerspruchregel ist aber mal so was von verfasdungswidrig!

Und ethisch mit absolut keinem Argument zu begründen!

@Carlos12

wieviele Menschen glauben Sie ,verzichten auf eine Chemotherapie,obwohl sie ggfs. helfen könnte ? Darüber werden Sie auch nichts lesen.
Vielleicht sollte jeder Mensch sich frundsätzlich einmal Gedanken darüber machen,worin der Sinn des menschl. Lebens grundsätzlich besteht, ggfs. wird sich darüber die Frage einer möglichen Organspende ohnehin erübrigen.

um 20:00 von karwandler

und auch hier möchte ich Ihnen widersprechen, denn natürlich ist es eine Verpflichtung, wenn man erst aktiv werden muss um es zu verhindern.

Es gibt durchaus Dinge die man Pflicht nennen kann und soll, auch wenn es Wege gibt diese zu umgehen.
Stichwort Wehrpflicht, wer sich nicht aktiv dagegen aussprach wurde eingezogen. Wie eben bei Spahns Vorschlag.
Und es geht auch nicht um die vielen Menschen, die in jeder Beziehung in der Lage sind, Widerspruch einzulegen und die ein soziales Umfeld haben, dass Notfalls deren Wille durchsetzt, sondern um die vielen Menschen, die andere Sorgen haben, als Papierkram auszufüllen und alleine da stehen. Zum Beispiel Obdachtlose.
Mit Grippe ins Krankenhaus und ohne Organe auf den Friedhof. Denken Sie weiter als bis Morgen, übermorgen schon könnte Höcke Gesundheitsminister sein.

Organspenden

Herr Spahn soll doch bitte bei Ärzten und Krankenhäusern anfangen, mit der Bitte um rechtsverbindliche Erklärung, dass gespendete Organe nicht meistbietend verhökert werden, damit einige Götter in weiss Haus und Hof abbezahlen können, während noch ein netter Urlaub und ein schickes Auto fürs Töchterlein drin sind. Die Spendenbereitschaft war da! Ich spende doch keine eigenen Organe, um Bankkonten anderer zu füllen! Wie hiess es doch gleich im Grundgesetz, von wegen unantastbarer Würde und so weiter. Kann Herr Spahn bitte woanders spielen...

Mein Recht auf körperliche

Mein Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt immer!

Und erst recht in Notsituationen.
Oder in Situationen, in denen ich mich nicht mehr erklären kann!

Spahn ! Da schützelts mich

Spahn !

Da schützelts mich direkt, wenn ich mir den Typ nur vor Augen führr mit seiner widerrechtlichen Idee.

Was für ein Graus!

Mal wieder Sympthome ...

... und nicht die Ursache wird hier angegangen.

Ich hatte einen Organspendeausweis - aber nach den Skandalen um Fälschung von Statistiken, um 'seine' Patienten (und damit die lukerative Operation & seine Karriere) bevorzugt zu behandeln (und als es dann -per Zufall- herausgekommen ist - keine harten Strafen), habe ich ihn weggeschmissen. - Zu leicht - 'Oh der passt - ist halt Hirntod.'

Keiner kann interesse daran haben, nicht zu spenden - erstens, egoistisch, um nicht zum Dauerpflegefall zu werden und zweitens um (dem richtigen) zu helfen. - Das ist aber nicht gewährleistet bei dem gottgleichen System in weiss.

Ein Negativsystem öffnet der Ärztelobby, welche die eigentlichen Verursacher der schlechten Situation sind, Tor und Tür ...

Ist doch auch logisch - eine Versorgung bei dem der Privatpatient (= $$$) klar bevorzugt wird, jedes Medikament zusätzlich alimentiert werden muss und Fachärtztversorgung 3+ Monate dauert, zielt auf Gewinnmaximierung nicht auf Lebensrettung.

Herr Spahn! Wie sollen denm

Herr Spahn!

Wie sollen denm ihrer Meinung nach Aphasiker widersprechen?

Oder haben die dann halt Pech gehabt?

Das Recht ist bindent!

Und staatl. organisiertem Unrecht aktiv widersprechem zu müssen, kann nur die Idee von einem .... sein.

Was wollt ihr mit eurem

Was wollt ihr mit eurem Kadaver wenn ihr tot seid? Was sollen eure Verwandten damit? Nur den Bakterien, Würmern, Insekten und Nagern geht es in dieser Diskussion vielleicht um Essentielles. Selbst die Gläubigen gehen doch davon aus dass die "Seele" doch nach dem Tod nicht mehr in der leeren Hülle steckt. Seid also bitte nicht so geizig mit euren persönlichen Ersatzteilen wenn sie euch doch eh nichts mehr bringen aber lebensrettend für andere sein können. Von den "enormen ethischen Problemen" scheint auch kein einleuchtendes in diesem Artikel platzgefunden zu haben. Und derjenige der glaubt seine Leber unbedingt mit ins Grab oder ins Feuer nehmen zu müssen als damit jemandem zu helfen, der soll doch dann bitte wiedersprechen.

Wie in China der 90er Jahre

Da waren alle (vorallem politische Gefangene) potentielle Organspender, ob sie wollten oder nicht.

Jemand der widerspricht wird automatisch selber keine Organspenden erhalten und die, die nicht widersprochen haben sind dem moralischen Kodex der Ärzteschaft unterworfen, die dann über Leben und Tod nach der Dringlichkeit etwaiger wichtiger Personen entscheiden, ob noch eine Behandlung durchgeführt oder gleich "notgeschlachtet" wird. Zu oft passiert es, dass Totgeglaubte doch noch leben.

Die Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe aber sicherlich keine Bürgerpflicht. Das würde den weltweiten Organhandel nur mächtig befeuern. Naja, noch eine weitere Einnahmequelle für den ach so armen Staat! Wann kommt eigentlich die Luftbesteuerung? Muss dafür erst wieder Schröder ins Amt?

Dieser Vorschlag verletzt nicht nur die körperliche Unversehrtheit sondern auch die Würde des Menschen, wenn Bürger jetzt Ersatzteillager spielen müssen!

@jautealis, 17.19h

Na, dann wünsche ich Ihnen viel Glück.

Mein Bekannter, der dringend eine Spenderniere benötigt, sieht das anders.

Auch habe ich noch kein Unfallopfer erlebt, dass die dringend erforderliche Blutkonserve abgelehnt hat.

Beten Sie also jeden Tag, dass ein Organversagen, ein Unfall oder eine "blutige" Operation an Ihnen vorüber geht.

Es gibt einfach viel zu viele

Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die Hilfsbedürfig sind, die aus welchen Gründen auch immer, die Sache nicht verstehen, überblicken können u. trotzdem keinen Betreuer brauchen.

Das ist einfach zu existenziell, als dass das jemals verfassungskonform sein könnte.

Die Würde ist unantastbar.
Und das Recht auf körperliche Unversehrtheit auch.
Auch für die, die das nicht ausdrücken können!

endlich ein vernünftiger Ansatz

Die Herrschaften, die sich in den Kommentaren so vehement gegen die vernünftigen Vorschläge von Herrn Spahn wenden, verschwenden offensichtlich keinen Gedanken auf das Leid der Kranken, denen mit einer Organspende ein besseres Leben ermöglicht werden kann. Man denke nur an die vielen Nierenkranken, die nach einer Transplantation ohne die dreimal wöchentlich erforderliche Blutwäsche auskommen würden.

Was für fadenscheinige

Was für fadenscheinige Argumente man hier lesen muss von Menschen die den Status Quo beibehalten wollen und den Teufel an die Wand reden.

Sobald nach so einer Regelung wirklich mehr Organe als benötigt zur Verfügung stehen ist dem illegalen Organhandel jede Basis genommen!

Karwandler

"Was macht Sie denn so sicher, dass die Widerspruchslösung verfassungswidrig wäre?"

Lesen Sie doch einfach mal das Grundgesetz.

Organspende

Musste gerade bei der Tagesschau um 20.00Uhr, zum Thema „Organspende“ feststellen, das unreflektierte Sachverhalte wiedergeben wurden.
Die Organspende Bereitschaft in Deutschland ist nach meinem Kenntnisstand ähnlich hoch wie in Spanien. Sodass die Problematik nicht an der Spendenbereitschaft liegt, sondern erwiesenermaßen an der medizinisch möglichen Verwertung der Organe von potenziellen Spendern.
Was wiederum ein Skandal ist.
Die momentan initiierte politische Diskussion von Hr. Spahn geht am Thema vorbei.
Siehe dazu, Sendung von Markus Lanz, 24.05.2018 min. 51.03, Prof. Dr. med. univ. Alfred Königsrainer, Tübingen.
https://www.youtube.com/watch?v=OA035DR35b4

Das geht GAR nicht!

Ein Organspender darf nur derjenige sein, der sich bei vollem Verstand und aus freien Stücken dazu entschlossen hat. Man kann nicht automatisch jeden zum Organspender machen, der nicht widersprochen hat, das geht gegen die Menschenwürde und kommt nah an die Sciencefiction - Geschichten heran, wo Menschen wegen ihrer Organe verfolgt werden.

Wenn schon Lauterbach dafür ist

...Kann es sich nur um eine gewinnorientierte Maßnahme handeln.

Eine Studie hat doch vor kurzem

klar gestellt, dass es gar nicht zu wenig Spender gibt.

Was soll also diese Aktion für mich sehr fragbar und hier werden ganz deutlich die Menschenrechte missachtet, schon bei diesen Versuch dies zu tun gehören die Verantwortlichen angeklagt und verurteilt.

Außerdem kann doch dann jeder Behaupten, dass es keinen eindeutigen Widerspruch gab, oder dieser zu spät erkannt wurde.

Also wie stellen die Unmenschen sich das hier vor ? Das sie andere Menschen einfach ausschlachten können und dies sogar rechtlich noch mit Erlaubnis, ist einfach nur krank und pervers und dies ist keine Meinung.

Am 03. September 2018 um 19:01 von Superschlau

" Es wird völlig verkannt, das

Es wird völlig verkannt, das das neue System nur dazu dient, sich einmal Gedanken machen zu müssen. Wer nicht will, widerspricht. Wo ist das Problem? Wer denkt heute über sowas nach? Keiner. Und dss wird beseitigt. "

Im Prinzip richtig, aber auch im Prinzip falsch.
Was nützt es wenn der Widerspruch nicht gefunden oder beachtet wird ?.
Weil die Person sich ja nicht wehren kann.

Bei einem generellen Verbot ohne Zustimmung durch Karte oder Angehörige ist die Sache Rechtlich wesentlich fester.

Den Satz bei der anderen Variante, das haben wir nicht gesehen oder gefunden möchte ich nicht gerne finden.

Keine Genehmigung keine Entnahme, ist sehr sicher bis auf Ausnahmen.

Mein Körper gehört mir

Der Staat hat über meine Organe nicht zu bestimmen. Kommt die Widerspruchreglung, werde ich auf jeden Fall einer Organentnahme widersprechen.

@17:15 von TomMueller123

„Allen die zu Faul sind, bei einer hoffentlich bald eingeführten Widerspruchslösung aktiv abzulehnen, möchte man Wünschen unter den Folgen dieser Einstellung einmal persönlich zu leiden.“
Und alle, die zu denkfaul sind, seien daran erinnert, dass es Menschen gibt, die unter einer beginnenden Demenz leiden und mit einem die Organspende betreffenden Anschreiben hoffnungslos überfordert wären. Hinzu kommt, dass man auch deren Ablehnung oder Zustimmung u.U. nicht ernst nehmen darf. Wenn Sie jetzt glauben, dass Menschen jenseits der 60 nicht als Organspender infrage kommen, dann irren Sie. (Demenz kann einen natürlich auch früher treffen.)
Es mag Ihre Vorstellungskraft völlig überfordern, aber es gibt tatsächlich Menschen, die selbst kein Fremdorgan haben wollen. Ich gehöre (ebenso wie mein inzwischen verstorbener Freund – selber Arzt) dazu.
„Aber man wünscht ja nemandem etwas Schlechtes.“ Warum tun Sie’s dann?

@16:29 von Trigon

Ich schließe mich ohne Einschränkung Ihrem Kommentar an.
Im Bereich der Organspende kenne ich mich (zu) gut aus.
(Berufsbedingt.)

@19:55 von karwandler

re sydb

"Aber da es nun mal endlich ist: Haben Sie auch was gegen Herzschrittmacher? Ist auch nur eine "unnatürliche" Verlängerung des Lebens, oder?"

Ein Vergleich, dem die Sachlichkeit fehlt, die Sie so gern von anderen einfordern.

re thomas wohlzufrieden

"Mein Körper gehört mir

Der Staat hat über meine Organe nicht zu bestimmen. Kommt die Widerspruchreglung, werde ich auf jeden Fall einer Organentnahme widersprechen."

Herrliches Beispiel für einen absolut banalen Kommentar.

1. Der Staat will gar nicht über Ihre Organe bestimmen.

2. Wenn es eine Widerspruchsregelung gibt können Sie natürlich widersprechen.

Wie der Name schon sagt ...

re störschall

"Karwandler

"Was macht Sie denn so sicher, dass die Widerspruchslösung verfassungswidrig wäre?"

Lesen Sie doch einfach mal das Grundgesetz."

Sich mit so einem pauschalen Vorschlag aus der Affäre zu ziehen ist denn doch ziemlich primitiv.

20:53 von Avocado

20:53 von Avocado Diaboli
"Was wollt ihr mit eurem
Was wollt ihr mit eurem Kadaver wenn ihr tot seid? Was sollen eure Verwandten damit?"

Fragen Sie nur weiter:

Was will der Transplatationschirurg mit Ihrem Kadaver?

Richtig ... Nichts.

Organe von Verstorbenen sind qualitativ minderwertig.

Der Patient muss also bestenfalls grad auf dem OP-Tisch wegsterben.

Ich glaube zwar an das Gute im Menschen.

Aber ich weiß eben auch dass er profitgierig ist.

Und da kommt der Punkt , wo die Wiederspruchslösung gaaanz easy zut Vertudchung von Verbrechen missbraucht werden kann.

Und das würde sie! Dafür hack ich meinen Fuß ab.

Pervers

Seit der DS-GVO muss jeder Verein der ein Foto von der Vereinsfeier im Internet veröffentlichen will die Einverständiserklärung der abgelichteten Personen einholen. Aber Organe können dann mal einfach so entnommen werden? Wenn das mal kein Geschäftsmodell ist!
Ich denke, alle die keinen Organspendeausweis haben zeigen damit ihre Entscheidung. Was braucht es also mehr?

In diese Frage hat sich die

In diese Frage hat sich die Politik nicht einzumischen.

Das ist freiwillig!

Und da muss auch niemand aktiv widersprechen!

Und das MUSS die Politik schützen !

re pol

"Ich hatte einen Organspendeausweis - aber nach den Skandalen um Fälschung von Statistiken, um 'seine' Patienten (und damit die lukerative Operation & seine Karriere) bevorzugt zu behandeln (und als es dann -per Zufall- herausgekommen ist - keine harten Strafen), habe ich ihn weggeschmissen."

Bei allem Verständnis für die Empörung wegen manipulierter Empfängerprioritäten - dass es um finanzielle Vorteile für Ärzte ging ist bis jetzt Spekulation, wenn nicht sogar Verleumdung.

Wir Bürger sind kein Freiwild!

Wir lassen uns nicht ausweiden! Das kommt gar nicht in Frage. Die Denkweise des Ministers Spahn spricht für sich und gegen ihn. Kasse machen, das will er. Er sollte sich schämen! Und wenn es gar keinen Organspender gäbe, dann ist das eben so.
Spende: Das beruht auf Freiwilligkeit, das wir Steuern zahlen, verstehe ich, dass der Staat auf den Körper zugreifen möchte, ist unverfroren, unverschämt.
Auf jeden Fall müßte man dann das Bundesverfassungsgericht anrufen und den Europäischen Gerichtshof.
Herr Spahn, Sie sind eine Fehlbesetzung als Gesundheitsminister!

Sympathie und Antipathie sind

Sympathie und Antipathie sind starke anziehende und abstoßende Gefühle.

Das feine Wahrnehmungs- und Unterscheidungsvermögen des Menschen empfindet, wer ihm angenehm ist und zu ihm passen könnte.
Dennoch, wie nah mag man einen Menschen an sich heranlassen?
Oder gar in sich drin wissen?

Die Abstoßung fremder Organe und die lebenslang notwendige Medikamentengabe, um die Abstoßung zu verhindern, könnten ein Hinweis darauf sein, dass der Mensch mehr ist, als die Summe seiner Organe – besonders dann, wenn es körperfremde sind.

Nicht nur die christlichen Parteien dürften sich nicht dazu verleiten lassen, den Menschen seiner Menschenwürde zu berauben und ihn zu einem Ersatzteillager degradieren.

Der Mensch als dreifältiges Lebenssystem, bestehend aus Körper, Seele und Geist, würde in seiner Einheit zerstört - und in seinem einmaligen Zusammenhang auseinandergerissen werden.

@Acocado Diaboli

Mein Kadaver ist meiner!
Sehen Sie - wir leben in Zeiten, in denen meine Zeit nicht meine ist (die gehört dem Arbeitgeber, wenn man Glück hat, viel Glück, wird man entsprechend entlohnt, aber auch das wird seltener).

Meine Daten sind nicht meine. Inzwischen geht das so weit, dass der Staat darüber nachdenkt, meine Daten, die ich durch die Gesetze verpflichtet abgebe, weiter zu verkaufen.

Meine Privatsphäre ist nicht meine. In die darf man (Inland und auch Ausland) eindringen, lesen, speichern wie man lustig ist (Tel. und Mail).
Wenn ich es so sehe, wurde ich bereits total enteignet. Und das für Geld.
Dann möge man mir bitte meinen Kadaver lassen und den nicht auch noch verscherbeln.

re anna-elisabeth

"re sydb

"Aber da es nun mal endlich ist: Haben Sie auch was gegen Herzschrittmacher? Ist auch nur eine "unnatürliche" Verlängerung des Lebens, oder?"

Ein Vergleich, dem die Sachlichkeit fehlt, die Sie so gern von anderen einfordern."

Entschuldigung, wenn mit "unnatürlichen" Mitteln der Lebensverlängerung Schwerkranker argumentiert wird ist die Frage der Abgrenzung nach "natürlichen" Mitteln durchaus sachlich.

re jaina

"Dennoch, wie nah mag man einen Menschen an sich heranlassen?
Oder gar in sich drin wissen?"

Gehe ich recht in der Annahme:

Sie würden einem an Leukämie erkrankten Kind von der Behandlung mit einer Knochenmarkspende abraten, damit es nicht einen Fremden "in sich drin wissen" muss?

re störschall

"Organe von Verstorbenen sind qualitativ minderwertig.

Der Patient muss also bestenfalls grad auf dem OP-Tisch wegsterben."

Leider auch wieder falsch.

Die Entscheidung für einen Organspender wird nicht am OP-Tisch gefällt, sondern in der Intensivstation, wo für den Hirntoten zu entscheiden ist:

Abschalten der Apparate, die die Vitalfunktionen noch aufrechterhalten, oder nicht Abschalten, damit eine Organentnahme vorgenommen werden kann.

Final gestorben wird in beiden Fällen.

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