Ihre Meinung zu: Finanzkrise in der Türkei: Europa schaut zu und schweigt

14. August 2018 - 10:56 Uhr

Der Umgang mit der Finanzkrise zeigt das fragile Verhältnis der Türkei mit Europa. Ohne Flüchtlingsabkommen wäre es noch schlimmer. Was sollte die EU nun tun? Von Holger Beckmann.

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Kommentare

€pa schaut zu

In der Tat - statt sich endlich an die Seite der USA zu begeben und dafür zu sorgen, dass der in Geiselhaft genommene Andrew Branson frei kommt.

Shame on Brussels!

Text gelesen?

"Man werde sehen, ob Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer Rettungsleine um die Ecke kommt oder Trump [*** wie wärs mit Erdogan?***] zum IWF gezwungen werde. Zum Internationalen Währungsfonds also, um dort um Geld zu fragen. "

schaut hilflos zu

Also ehrlich... man unseren Politikern viel vorwerfen, aber das sie sich jetzt kein Bein ausreißen um Erdogan aus dem Grab zu helfen, das er sich selbst gegraben finde ich mehr als verständlich.

Zu viele diplomatische Brücken hat Erdogan verbrannt, zu oft hat er unter die Gürtellinie geschlagen... Alleine die schiere Anzahl seiner Merkel-Hitler-Vergleiche spricht Bände über seinen doch eher höchst fragwürdigen Stil.

Dann kommt noch seine gnadenlose Selbstbereicherung (er ist mittlerweile Milliardär) und Vetternwirtschaft dazu (es wäre schon ein immenser Zufall, wenn sein Schwiegersohn wirklich der bestgeeignete Mann als Finanzminister ist)

Sprich selbst wenn die EU ihn dieses mal rettet, wird er den Karren früher oder später wieder an die Wand setzen.

Tippfehler? ...oder Trump zum IWF gezwungen werde...

Sollte es nicht viel mehr heißen, "...Erdogan zum IWF gezwungen werde"?

Denke,

im zweitletzten Satz ist Erdogan gemeint?

Schweigen oder nicht schweigen - ist hier nicht die Frage

Viel wichtiger für mich, als EU-Steuerzahler, ist es dass nmein sauer verdientes Geld nicht in das Land des Alten Mann mit der, religiös bedingten, wirtschaftlichen Kurzsichtigkeit geschaufelt wird.

Davor warne ich mal alle, die sich wiederwählen lassen wollen.

Außerdem ist das, um bei Erdo zu bleiben, gar nicht nötig. Denn der meint ja, dass Gott mit ihm sei. Und braucht Gott mein Steuergeld? Ich glaube, eher nicht. Problematisch würde es allerhöchstens werden, wenn Erdo an den falschen Gott glauben sollte und deshalb keine Hilfe erfährt. Aber auch das sollte nicht des EU-Steuerzahlers Problem werden.

Wenn es nun tönt, wir müssen EU-Banken helfen, die sich in der Türkei verspekuliert haben, so frage ich: wieso schon wieder wen retten? Gewinne an Aktionäre, Manager und besser verdienenende Mitarbeiter als Boni und die Verluste für die "einfachen" Steuerzahler?

Nicht mehr mit mir.

Kann nur hoffen, unsere Politiker haben das verstanden. Denn deren nächsten Wahlen kommen bestimmt...

Der Türkei zu helfen

wäre das absolut falsche Zeichen. Die Türkei hat dem IS illegal Öl abgekauft und ihn so mit finanziert, Teile von Syrien besetzt, den Nato Partnern bei den Stützpunkten immer mal wieder eine lange Nase gedreht, Menschenrechte mit Füßen getreten, Deutschland schnell mal als Nazis hingestellt und viele Punkte mehr.

Im Gegenteil, ich würde mal die doppelte Staatsbürgerschaft, die Übernahme von Krankheitskosten in der Türkei und noch ein paar Punkte überdenken.

Schadenfreude

Ich könnte mir auch vorstellen, dass abseits aller Professionalität, die ich unseren Politikern unterstelle auch ein bisschen Schadenfreude eine Rolle spielt.

Herr Erdogan ist ja ein

ausgewiesener Fan der türkischen Lira. Die EU sollte die 6Mrd. Euro doch einfach in Lira bezahlen...
Und sein Boykottaufruf bzgl. US-Elektronik ist geradezu lächerlich. Er kann ja Computer und Handys bei Putin kaufen...

An die Redaktion

Nicht Mr. Trump wird zum IWF gezwungen, sonder Herr Erdogan !

Gruß Hador

kleine Korrektur

"[...]ob Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer Rettungsleine um die Ecke kommt oder Trump zum IWF gezwungen werde. "

Ich denke, Sie meinen Erdogan, der zum IWF gezwungen wird.

Weshalb sollte die EU die autokratische..

türkische Regierung stützen?

Potus versus vielstimmiger Chor

Die zentrale Struktur der US-Regierung und des US-Militärs hat schon bei der Eroberung Nordamerikas DIE entscheidende Rolle gespielt, denn ihr gegenüber stand eine lockere Struktur von Indianerstämmen, die teils sogar als Scouts für die Amerikaner arbeiteten, was ihnen aber letztendlich auch nichts half.
.
Wir haben nun diesen vielstimmigen EU-Chor, in dem wiederum Polen (Raketenschild) und andere Länder die Scouts machen. Und so kann auch die EU Amerika nicht vereint und entschieden entgegentreten. Die EU mit ihrem zähen Wackelkurs hat auch wesentlich zur Entwicklung der Türkei in die "Osmanisches-Reich"-Richtung beigetragen.
.
Da die EU nach der Lehmann-Pleite selbst fast pleite gegangen wäre, hält sie nun die Luft an und hofft, dass diesmal der Kelch an Europa vorrüber gehen möge. Wird er aber nicht, denn dafür hätte man die Weichen schon anders stellen müssen, als Obama verkündete, dass man sich nun dem asiatisch-pazifischen Raum zuwenden werde.

@Redaktion - Fehler

Sie haben da Trump mit Erdogan verwechselt

"Man werde sehen, ob Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer Rettungsleine um die Ecke kommt oder Trump zum IWF gezwungen werde. Zum Internationalen Währungsfonds also, um dort um Geld zu fragen. Oder die EU denkt sich doch noch eine diplomatische Lösung aus."

Gut!

Es wird Zeit das die türkische Bevölkerung Erdogan als den Diktator ohne Sinn und Verstand zu sehen bekommt, der er ist. Nicht das seine fanatischen Anhänger dazu im Stande wären, aber ich denke die Mehrheit in der Türkei ist noch immer nicht hirnlos genug nicht sehen zu können.

Täusche ich mich oder wird hier Mitleid geprädigt?

Auf Grund der jüngsten Geschichte durch Erdogan, und dem nicht gewünschten Islam hier in Deutschland (zu sehen im Rechtsruck), halte ich es für absolut fehl am Platz, jetzt Mitleid zu äußern und zu erwarten, dass die EU ein rettungspacket eröffnet. Die Türken haben ihn gewählt und sind selbst hier in Deutschland auf die Straße gegangen. Da gibts von mir kein Mitleid! Vor allem nicht, wenn ich bedenke, dass meine Steuergelder da her halten sollen...tz!

Ließe Erdogan auch nur den Ansatz erkennen,...

...dass er sich mit der Finanzierung der diversen Megaprojekte in der Vergangenheit verhoben hat, er also so etwas wie ein minimales Eigenverschulden einräumte, statt den Fall der Lira dunklen Mächten in die Schuhe zu schieben, fiele es der EU sicher leichter, der türk. Lira aufzuhelfen.
Aber Erdogan wäre nicht Erdogan, würde er jetzt nicht noch eins draufsatteln.
Und Trump wäre nicht Trump, den das dann vollkommen unberührt lässt.
Ein Kindergarten - wenn es nicht so ernst wäre.

Was tun? Zäune bauen.

Wenn Erdogan die Türkei auch noch wirtschaftlich an die Wand fährt, kommen auch Millionen Türken auf die Idee, in die EU zu "fliehen". Da helfen nur noch Zäune.

Sollen sie doch Kuchen essen

Erdogan hat so ziemlich jeden Europäer übelst beleidigt, besonders uns Deutsche. Nun steht er vor seinem politisch/wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Irgendwann sollte es der türkischen Wählerschaft die Augen öffnen.

Wenn nicht, müssen die Menschen mit dem selbst gewählten Elend leben. Oder wie Marie Antoinette einst sagte: Wenn sie kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen.

Ursache und Wirkung

Aus meiner Sicht hat sich Erdogan ein System geschaffen über das er bis in den Tod an der Macht bleiben kann.
Die türkische Bevölkerung findet dieses System mehrheitlich gut.
Erdogan ist, wie er ist.
Die europäischen und insbesondere die deutschen Politiker kuschen vor ihm aber Trump tut das nicht.
Aus meiner Sicht gefällt es vielen, wenn sie nicht gerade Erdokaner sind, dass da ein Trumb dem Mann vom Bosporus trotzt.
Ich gehöre dazu.
Es wird höchste Zeit, dass Erdogan mal die Grenzen aufgezeigt werden und wenn Trump das machen muss, liegt es wohl daran, das sich sonst keiner traut.

Kleiner Verdeher

Da ist Ihnen wohl ein kleiner Fehler unterlaufen, oder soll tatsächlich Herr Trump zum IWF gezwungen werden und nicht etwa Erdogan?

Man würde ja hoffen, dass die Rundfunkgebühr ausreicht, um einen Praktikanten unterzubezahlen, der einmal über Texte drüber ließt, bevor sie veröffentlicht werden.

Das Europa schweigt, wundert mich nicht

Man hat Angst, durch öffentliche Kritik an Erdogan die Situation zu verschärfen. Kritik an den USA verbietet sich aber ebenso, da die Amerikaner das Recht auf ihrer Seite haben. Es gibt keinen Grund, Gülen auszuliefern und keinen Grund Brunson festzuhalten. Wäre die Türkei nicht Teil der Globalisierungsstrategie vieler deutscher Firmen die dort zu niedrigen Lohnkosten fertigen lassen, müsste sich Ankara harsche Worte gefallen lassen. So aber wird befürchtet das selbst gutgemeinte Ratschläge dazu führen könnten, das Tischtuch zum Westen ganz zu zerreißen, Milliardeninvestitionen in den Wind geschrieben werden müssten vom geostrategischen GAU eines türkischen NATO Austritts und einer möglichen Anlehnung an Russland ganz zu schweigen! Man hofft in Berlin und Brüssel wohl, dass sich das Ganze irgendwie von selbst wieder einrenkt. Doch das ist unwahrscheinlich. Die unerbittliche Logik des „freien Marktes“ lässt der Türkei auf Dauer nur wenig Handlungsoptionen.

...."Trump zum IWF gezwungen werde." ??????

Das ist sicher ein Fehler im Text.

@ Holger Beckmann

>…. bislang kein offizielles Statement hochrangiger Brüsseler Kommissionsvertreter gibt zu dem, was da im Moment passiert.<

Da ist bereits alles von seitens der EU gesagt worden, wie Sie auch in Ihrem Bericht erwähnt haben.
Oder wünschen Sie das EU-Politiker jetzt wie Herr Trump alle paar Minuten einen Twitter-Kommentar ´raushauen.
Es gibt ein Angebot seitens des IWF, bedeutet aber das sich einige Abläufe in der Türkei ändern müssen. Das verweigert Herr Erdogan. Was soll da jetzt noch gesagt werden?
Ach ja, da war doch was warum die EU den Beitritt der Türkei auf Eis gelegt haben, oder?

Resultate der Politik des Präsidenten Erdogan

Erdogan hat alle Macht in der Türkei an sich gezogen und wurde dabei von der Mehrheit der Wähler bestätigt. Was sich jetzt in der türkischen Wirtschaft und der Währung abspielt, ist das Resultat seiner Wirtschaftspolitik, die auf ausländische Kredite aufgebaut ist, einer völligen Überschuldung des Staates und eines großen Teils der Bevölkerung. Die feindselige, aggressive Außenpolitik Erdogans gegenüber der EU, Deutschland im besonderen, trägt jetzt auch ihre Früchte. Wer andere ständig beschimpft und beleidigt muss sich nicht wundern wenn diese in einer selbstverschuldeten Notsituation nicht sofort gerannt kommen, um zu helfen. Statt sich jetzt zu besinnen und den eigenen politischen Kurs neu zu justieren, setzt Erdogan täglich neue Hasstiraden gegen die "anderen" in die Welt. Bei Trump ist er an seinesgleichen geraten. Zwei selbstverliebte und selbstherrliche Präsidenten. Wenn es nicht auf Kosten der Bevölkerung ginge, so könnte man nur noch lachen über das Schauspiel.

Erdogan`s Alternativen

Die Türkei unterPräsident Erdogan ist isoliert. Der Westen hat die Nase voll und wird nicht helfen. Erdogan wird aber kaum das "Schoßhündchen" für Putin spielen wollen, und die Chinesen werden sich Hilfe sehr teuer bezahlen lassen. Also bleibt nur noch der Kotau beim IWF, wenn die Türkei nicht ganz untergehen soll.

Gruß Hador

Fehler

Am Ende des Artikels wird geschrieben, dass "Trump" evtl. zum IWF gezwungen wird.
Gemeint ist hier wohl Erdogan und nicht Trump.
Bitte den Fehler verbessern.

Die wichtigste Forderung wird

Die wichtigste Forderung wird Erdo nicht hören wollen. Dann ist es unnötig, ihm die zweite zu unterbreiten.
Er wird nie zum wohle des landes abdanken.

Wundert mich nicht das die

Wundert mich nicht das die europäischen Banken den Verfall der türkischen Wirtschaft eher locker sehen, bürgen für die Wirtschaftskredite müssen die jeweiligen Staatsregierungen, also der Steuerzahler. Putin wird Erdogan mit offenem Armen aufnehmen, so kommt er endlich an einen Zugang zum Mittelmeer.

Trump zum IWF?

"Man werde sehen, ob Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer Rettungsleine um die Ecke kommt oder Trump zum IWF gezwungen werde."
Das scheint mir ein Fehler zu sein... doch eher Erdogan, oder? ;)
Ansonsten kann ich die EU verstehen, dass sie sich zurückhält. Nach den Schimpftiraden und überheblichen Angriffen dieses Möchtgern-Sultans Erdogan dürfte sich die Hilfsbereitschaft sehr in Grenzen halten. Schade nur, dass es in erster Linie die einfache Bevölkerung in der Türkei trifft. Aber genau die haben ihn ja gewählt.
Interessant ist auch, dass Erdogan (so in einer anderen Meldung zum Thema berichtet) die USA auf die gemeinsame NATO-Partnerschaft hinweist. Wenn es um seine eigenen Belange ging, war ihm die NATO bisher reichlich egal.

Vorgeschmack

Hier sieht man, wenn Nationalisten Politik betreiben. Erdogan hat nur sich im Blick. Und ist ständig in der Opferrolle. Für alles sind andere Schuld. Er baut Feinbilder fast inflationär auf. Die Türken, die an diesen starken Mann glauben, werden teuer dafür bezahlen. Denn für Freiheit und Wohlstand ist Erdogan eine Luftnummer. Hoffen wir mal das Erdogans osmanische Reich nicht als neuer Kriegstreiber ostwärts zieht. Und da ist er Putin viel näher als die westliche Welt. Syriens Machthaber regiert allein wegen wegen Putin.
Ich hoffe, das das Volk der Türkei da nich glimpflich heraus kommt.

Fehlerhinweise

Liebe User,

vielen Dank für Ihre Hinweise!
Wir haben den Fehler korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Tja wer solche NATO-Partner

Tja wer solche NATO-Partner hat, braucht keine Feinde mehr. Ich vermute mal das Russland's Putin es nicht wirklich eilig hat Erdogan zu helfen, Putin hat sicher nicht vergessen das dieser Erdogan eins seiner Kampfflugzeuge an der syrischen Grenze abgeschossen hat. Wer hätte es gedacht das ausser Griechenland, Frankreich und Italien das Wunderwerk des Euros durch die Türkei in's wanken gebracht würde.

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