Gesundheitsstudie: Die Bewegungsmuffel

Kommentare

Alkohol, Smartphone und steigende Lebenserwartung

"Und immerhin 82 Prozent trinken laut Umfrage gar nicht oder nur gelegentlich Alkohol."
> Was wird unter "gelegentlich" verstanden? Ich erinnere mich dunkel an eine andere Studie, in der ein Bier pro Monat bereits als regelmäßiger Alkoholkonsum erfasst wurde.

"Auffällig dabei aber: Je mehr die Befragten verdienen, desto häufiger heben sie das Glas."
> Das ist wirklich auffällig, um nicht zu sagen: unglaubwürdig. Liegt es vielleicht daran, dass die schlechter oder gar nichts Verdienenden direkt die Flasche ansetzen?

Und was den Mangel an Sport betrifft, würden mich eventuelle Zusammenhänge mit der Nutzung von Smartphones oder dem steigenden Altersdurchschnitt der Befragten interessieren.

Zitat aus dem Artikel :

"...neun Prozent haben demnach genügend Bewegung, rauchen nicht, ernähren sich passend, trinken wenig Alkohol und haben einen gesunden Umgang mit Stress..."

Wenn jetzt die 9 %, die sich "richtig" verhalten, ALLE ( oder wenigstens ein Großteil ) mit 65 auch noch fit wären und nahezu keinerlei Probleme hätten, dann wäre das ein Grund, sein Verhalten entsprechend umzustellen.

Aber leider ist dem nicht so... ( selbst, wenn sie nicht vorher vom Bus überfahren werden ;) )

Tja, nur die sitzenden...

... Tätigkeiten werden in Deutschland gut bezahlt. Je mehr körperlicher Einsatz notwendig ist, umso weniger verdient man. Klar, dass die "aktiveren" Jobs gerne anderen überlassen werden...

Faulheit oder wirtschaftliche Konsequenz?

"Hinzu kommt, dass die Deutschen viel sitzen. Auf fast acht Stunden summieren sich im Durchschnitt die Sitzzeiten an Werktagen - bei der Arbeit, aber auch am Fernseher, am Computer oder im Auto. "

Für einen normal arbeitenden/studierenden Menschen ist das schlichtweg nicht vermeidbar. Da hilft ein "Guter Rat" wenig.

Interessanter wäre es gewesen nicht die absolute Stundenanzahl der Sportzeit zu betrachten, sondern diese im Verhältnis zur verfügbaren Freizeit. Dort liegt der Knackpunkt. Zumindest in meinem Bekanntenkreis hat sich die Berufs-/Studientechnische Belastung innerhalb des letzten Jahrzehnts massiv erhöht: bei selben Brot auf dem Teller.

Der Rückgang sportlicher Aktivität ist stark mit dem vielerorts deutlichen Sinken der mittelständischen Reallöhne und der damit verbundenen verringerten Freizeit korreliert

Ich selbst habe letztes Jahr noch für den Halbmarathon trainiert, dieses Jahr wüsste ich nicht wo ich die Zeit dafür hernehmen sollte 2 bis 3 Stunden am Stück zu joggen

Manchmal ist das schon frustrierend

Noch heute gegen Mittag, als ich ziemlich schweißnass aus dem Fenster meines Fitness Centers auf die gegenüberliegende Bushaltestelle schaute und 4 übergewichtige junge bis mittelalte Personen auf der Wartebank sitzen sah - zwei rauchend, der andere mit einer Portion Pommes beschäftigt und der vierte auf sein Smartphone starrend - dachte ich: "Da mühst du dich hier ab, um dich gesund und fit zu halten (bin 75), auf der anderen Seite tun die Leute gerade das Gegenteil und gehören in wenigen Jahren zu den Stammgästen beim Arzt."
Kann es da verwundern, wenn die Krankenkassenbeiträge nicht ausreichen?
Dicksein ist ja schon fast wie ein orientalisches Schönheitsideal, aber natürlich(!) darf man sich nicht in die Ess-, Trink, Rauch- und Bewegungsgewohnheiten anderer einmischen. Wer das versucht, hat sofort ganz schlechte Karten.

@ Nachfragerin, 13.41

Ein Bier pro Monat=regelmäßiger Alkoholkonsum?
Diese "Studie" hätte ich gern einmal gelesen.
Zitat:
"...Und was den Mangel an Sport betrifft, würden mich eventuelle Zusammenhänge mit...dem steigenden Altersdurchschnitt der Befragten interessieren."
Wie verstehe ich das?
Je älter man wird, desto weniger kann man Sport treiben? Sicher, wenn man vorher entsprechend gelebt hat, wird das zutreffen.
Ansonsten können auch ältere Menschen im Rehmen ihrer Möglichkeiten Sport treiben - ich erlebe das dreimal die Woche. (Ernsthaft Erkrankte sind hiervon natürlich ausgenommen)

Eine Generation der Bewegungsmuffel

Die Generation der "Couch potatoes" nimmt leider zu- auf Kosten eigener gesundheitlicher Risiken. Viele Unternehmen subventionieren zwar bereits den Besuch von Fitness Studios, allerdings könnten die Krankenkassen auch mehr direkte finanzielle Vergünstigungen für alle sportiven Kurse ihrer Mitglieder leisten.
Die Politik aber auch die Werbung der Sport-Industrie bewegt sich im Bereich der Prävention nach meiner Meinung eher noch im Schlafmodus. Der Breitensport rangiert immer mehr auf dem Abstellgleis.
In früheren Jahrzehnten wurde noch kräftig in allen Bundesländern für "autofreie Sonntage" und Radfahren oder Wandern geworben.Dabei gäbe es durchaus aktive Vorbilder in Politik und Kultur, die motivierend wirken könnten. Immerhin ist unser Außenminister aktiver Triathlet.

@Sdric, 13.59

Selbst wenn Zeitmangel viele Menschen davon abhalten mag, mehr oder überhaupt Sport zu treiben - bei etwas gutem Willen findet auch der meist sitzend Beschäftigte genügend Gelegenheit, seinen Body mal in Bewegung zu setzen, sei es, dass er statt mit dem Stuhl vom Compi zum Schrank zu rollen, aufsteht und hingeht, dass er statt des Lifts die Treppe benutzt, statt immer den nächstgelegegen Parkplatz für seinen SUV mal einen weiter weg gelegenen aufsucht, den Weg zum Bäcker am Sonntag selbst und dann mit dem Rad zurücklegt und, und. Alles Kleinigkeiten, die aber den meisten zu lästig sind.
Nicht zu vergessen, dass Zeitmangel kein Grund für Junkfood sein kann - dann macht derjenige garantiert was verkehrt.
Also ich bin dafür, nicht nach Gründen zu suchen, etwas nicht zu tun, sondern nach Möglichkeiten, körperlich etwas mehr zu tun.

Firmen? Schulen? Sportvereine?

Immerhin ist der Erfinder des "Joggens" beim Joggen am Herzinfarkt gestorben. Jammern nützt nix. Stress kommt nicht vom Himmel, Firmen machen immer noch zu wenig für Gesundheit. Schulen machen zu wenig Sport (eben nicht nur im Sportunterricht!), es gibt immer noch viel zu wenig Ganztagsschulen, von kostenlosen, gesunden Schulessen ganz zu schweigen. Auch 75 min joggen sind an der Hauptstraße/bei entsprechenden NOx/O3-Werten kontrproduktiv, von Gelenkschäden beim meist falschen Laufen gar nicht zu reden. Sportvereine haben Luxusbeiträge - ohne teure Geräte geht gar nix. Idiotie schadet eben.

Das ist doch kein deutsches Problem;

zu viel Sitzen ist die Lebensweise, die die Arbeitswelt und "westlicher Lifestyle" (Unwort des Jahres .....?) vorgeben. Und so lange jedes neueste Smartphone/ iPhone und die "intelligente" Vernetzung von Haushaltsgeräten einen Artikel wert sind bzw. in Medien propagiert werden, sollten dieselben keinen mahnenden Zeigefinger erheben. Wer nicht raucht, nicht trinkt, auf gesundes Essen achtet, aber sein Leben (schon als Teenager) am Smartphone etc. verdaddelt, hat nur eine andere - lähmende - Sucht gefunden.

Und die Regierung(en) sollte(n) sich lieber um eine menschenfreundliche Arbeitskultur kümmern, die Zeit zum Atmen und auch zum besseren Denken lässt, als zuzusehen, wie der Leistungsdruck weiter erhöht wird wegen des "cutting edge" und dann zu raten: Eure Freizeit verbringt Ihr ausgleichend und produktivitätssteigernd mit Joggen, Gymnastik, gesund Kochen (vorher einkaufen!), Steckerl-Walking usw., auf dass Ihr (mit immer weniger Rente) immer länger lebet auf Erden.

Is' doch wahr..

Bewegung

Ich sehe es auch als Mischung aus:

- Unterbezahlte koeperliche Jobs

- Anzahl der Smartphone Suechtigen steigt - dazu gehoeren auch die "Fernsehzeiten" durch verbesserte Streaming Angebote (wer das Glueck in D hat nicht in einem "Netzloch" zu leben..)

- Studenten; Buero - Stuten und Hengste haben zeitliche Mehrarbeit

-Landflucht?
Nach fuenf Schritten im Wald oder im Park zu sein, haben viele Menschen auch nicht (mehr) gegeben...Joggen auf dem Asphalt durch die "Stickoxidluft" stelle ich mir auch nicht gesundheitsfoerdernd vor...

Ich kann aber nur zustimmen - Es muss nicht immer das "Gym" sein...Mir helfen 2 Waldspaziergaenge die Woche den Kopf wieder etwas frei zu bekommen...und der Ruecken fuehlt sich auch wieder besser an...Ich empfinde es als (fast gratis) Luxus...

alle dumme Ausreden!

Man hört ständig, dass die Leute keine Zeit zum Sporteln haben, oder zu wenig Geld verdienen. Dummes Zeug, blöde Ausreden!

Zeit: vielleich einfach mal die Prioritäten überdenken. Wer mir erzählt, er habe keine Zeit jeden Tag eine Stunde Sport zu machen, der hat ein Zeitmanagementproblem. Ganz einfach! Wenn man nicht gerade alleinerziehend ist, dann geht das immer.

Geld: lange nicht so ein blödes Argument gehört, um seinen faulen Podex nicht vom Sessel bewegen zu müssen. Joggen, gehen .... kostet nichts.

Man muss sich einfach damit abfinden, dass das Land von lahmen Stubenhockern bevölkert wird.

Gruß aus Ö.

Selbsdisziplin

@ Gerd Hansen
das riecht ganz einfach nach fauler Ausrede nach dem Motto, wer Sport treibt, dem geht es auch nicht besser. Mit dieser Einstellung sind wir doch dort gelandet wo wir heute stehen. Ein Volk von Übergewichtigen, die bei der kleinsten Anstrengung außer Atem kommen. Der Mensch ist ein Bewegungstier, das ist aber offensichtlich vollkommen in Vergessenheit geraten.
Und Sport ist in aller erster Linie eine Frage der Selbstdisziplin. Trotz stressigem Alltag, findet man bei entsprechender Einstellung immer Zeit Sport zu treiben. Es muss kein Halbmarathon sein. Ausreden sind aber das weitaus bequemere Mittel sich davor zu drücken. Keine Zeit, schlechtes Wetter, Termine etc.

Und dabei dachte ich das

Und dabei dachte ich das -diese Deutschen- doch schon Gesundheitsbewusster leben als vor 20 Jahren. Könnte ja vielleicht sein das viele von denen nicht mehr so oft aus dem Hamsterrad rauskommen, denn sie mussen ja irgentwie die von ihnen abgepressten Steuern bezahlen können.

13:41 von Nachfragerin

""Auffällig dabei aber: Je mehr die Befragten verdienen, desto häufiger heben sie das Glas."
> Das ist wirklich auffällig, um nicht zu sagen: unglaubwürdig. Liegt es vielleicht daran, dass die schlechter oder gar nichts Verdienenden direkt die Flasche ansetzen?"
.
Ein altes deutsches Sprichwort sagt: "Intelligenz säuft, Dummheit frisst" ;-)

14:11 von harry_up

"Dicksein ist ja schon fast wie ein orientalisches Schönheitsideal" - Oder wie ein weißes, europäisches Schonheitsideal: nicht umsonst sagt man "Rubensfigur". Und Rubens kam sicher nicht aus einem orientalischen Land, sondern er ist ganz in der Nähe meiner Heimatgemeinde geboren.

Regionale Unterschiede

In unserer Gegend (Landkreis München) würde ich entgegen dem bundesweiten Trend eher von einem Fitnesswahn sprechen. Der ganz normale Münchner Freizeitstreß eben: egal ob Freibad, EMS- oder Fitneßstudio, Waldwege, Seen, Flüsse, Radwege, Tennis- oder Sportplätze, alles ist mehr als gut befüllt. Sportequipment vom Feinsten, und der Fitnesstracker ist stets am Arm! Auch tippe ich, dass es nirgendwo anders in Deutschland eine so hohe Dichte an Personal Coaches gibt.

Ich bewege mich sehr viel...

...esse gut, weil ich immer selber Frisches koche und endlich weniger Fleisch, Zucker, weisse Backwaren ... ich esse wie es sich gehört, aber rauche leider (trinke kaum noch Alkohol=Droge und die Fettleber ist weg) und frage mich bis heute warum Zigaretten und Alkohol (Drogen) nicht verboten werden und harmlosere oder heilende Drogen immer noch verboten sind, selbstverständlich für therapeutische Zwecke... zweit Halbmarathon habe ich auch schon geschafft, aber dafür sollte man schon ausgiebig Trainieren... aber gleichzeitig frage ich auch wie ein Mensch mit Familie die Zeit finden soll - bei ca 40 Stunden Arbeit - genug Sport zu treiben? Die Gesellschaft ist doch irgendwie am Ende... die meisten Menschen arbeiten zu viel und essen nur noch Müll und die Politik ändert nichts an der Lage und halten Alkohol immer noch für deutsches Kulturgut (gehört Kultur dazu dass ca. 74000 daran sterben + 110000 Tabaktote)? Schöne Kultur... lach...

@ flodian, 14:49

Liebe/r flodian,
du sprichst mir sowas von aus der Seele!

Ehrliche Einschätzungen oder Selbstauskünfte?

Ich bin kurz vor der Rente und habe (leider) einen Sitzarbeitsplatz 80% am Bildschirm.
Glücklicherweise relativ lange Wege im Betrieb und sehr viel Stockwerke ohne Aufzug. Fahre jeden Tag 1 Stunde hin 1 Stunde zurück und bin froh, wenn ich mich daheim etwas mehr bewegen kann durch Hund, Haus- und Gartenarbeit, Enkelkinder und abendliche leichte Gymnastik.

Es ist so: erst erfinden wir Maschinen, damit wir uns bei der Arbeit nicht bewegen und anstrengen müssen, und dann erfinden wir Maschinen, damit wir uns nach der Arbeit bewegen und anstrengen müssen.
Ich hasse Fitnessbuden. Ich liebe Tanzen, Singen, Radfahren, und kann das höchstens einmal in der Woche.
Und ich fühle mich gut damit, und freue mich auf den Ruhestand. Dann kann ich mehr und gesünder leben.

14:55, Goldenmichel

>>Und dabei dachte ich das -diese Deutschen- doch schon Gesundheitsbewusster leben als vor 20 Jahren. Könnte ja vielleicht sein das viele von denen nicht mehr so oft aus dem Hamsterrad rauskommen, denn sie mussen ja irgentwie die von ihnen abgepressten Steuern bezahlen können.<<

Sie wissen, daß die "abgepressten" Steuern vom Verdienst abhängig sind?

Wer wenig verdient, dem wird oft gar nichts "abgepresst".

Wer viel verdient, dem wird, zumindest in der Theorie, viel "abgepresst". Weswegen Reiche gern jammern. Dabei bräuchten sie einfach nur weniger Geld verdienen, es im Hamsterrad also etwas ruhiger angehen lassen oder einfach mal aus ihm auszusteigen, dann würde sich auch die Steuerlast verringern.

ihre Beleidigung ist angekommen

@flodian:
"Geld: lange nicht so ein blödes Argument gehört, um seinen faulen Podex nicht vom Sessel bewegen zu müssen. Joggen, gehen .... kostet nichts.
Man muss sich einfach damit abfinden, dass das Land von lahmen Stubenhockern bevölkert wird. "

Ich als Schwerbeschädigter kann nicht Joggen. So wie viele andere Menschen mit Einschränkungen.
Bei mir geht alles nur über geziehlten Muskelaufbau.
Vor meinen Umzug in diese Stadt gab es in den Gyms Sozialtariefe.
Ich war jede Woche 2-3 mal da.
Hier ist alles Teuer.
Dazu kommt, dass ich seit Ostern auf eine konkrete Diagnose warten muss, da Termine immer in weiter Ferne vergeben werden.

Natürlich gibt es viele Faulpelte,
aber alle über einen Kamm zuscheren ist in meinen Augen eine Beleidigung.

@14:17 von harry_up

>>(Ernsthaft Erkrankte sind hiervon natürlich ausgenommen)<<

Schön, dass Sie wenigstens das einräumen.

15:23, harry_up

>>“Die Zahl der Raucher geht zurück.“
Jetzt mal boshaft gefragt: Gehören zu den 21 % auch diejenigen, die kiffen, oder wurde da nicht nachgefragt?<<

Weit über 90% der mir bekannten Kiffer rauchen auch Tabak. Zumindest in Deutschland. In den USA ist das anders, aber da gibt es eine andere Cannabiskultur. Man mischt dort den Hanf nicht mit Tabak, so wie bei uns.

Keine Zeit für Sport

Als Durchnittsmensch muss ich 3 Stunden Fernsehen, über eine Stunde Social Media, Netstreaming muss ich auch noch...Google Instagramm, Twitter...
20 Minuten Sport am Tag, wo soll ich die hernehmen?

@harry_up

Jeder Kiffer raucht sein Cannabis leider mit dem Brennstoff Tabak... und der Tabak ist auch das gefährlichste am "Kiffen" bzw rauchen von Marihuana... ich kenne welche die das Cannabis aus einem Vaporizer rauchen und dazu keinen Tabak brauchen und dabei auch nichts verbrannt wird... diese Leute verbrauchen viel weniger Cannabis als die mit Tabak und können auch mal Wochenlang auf Ihren Rausch verzichten, was bei den Mischkonsumente (Tabak mit Cannabis) nicht der Fall ist... daher sind die meisten "Kiffer" eher Tabakabhängig als Cannabisabhängig... aber unsere sture Gesellschaft ist zu besoffen um differenzieren zu können....

14:35 von Kokolores2017

"Und die Regierung(en) sollte(n) sich lieber um eine menschenfreundliche Arbeitskultur kümmern, die Zeit zum Atmen und auch zum besseren Denken lässt, als zuzusehen, wie der Leistungsdruck weiter erhöht wird wegen des "cutting edge" und dann zu raten: Eure Freizeit verbringt Ihr ausgleichend und produktivitätssteigernd mit Joggen, Gymnastik, gesund Kochen (vorher einkaufen!), Steckerl-Walking usw., auf dass Ihr (mit immer weniger Rente) immer länger lebet auf Erden.

Is' doch wahr.."

Volle Zustimmung! Da wären allerdings noch die Kurse für besseres Zeit-Management... Hat mein Arbeitgeber auch angeboten.
Ansonsten: Viele der noch fitten ganz Alten (90-110) haben nie so gesund gelebt, wie hier empfohlen. Eine 108-jährige in den USA - genannt "Happy" hat jahrzehntelang viel geraucht und jeden Tag ein Gläschen Schnaps getrunken. Sie hat vor allem weitgehend stressfrei und gerne gelebt. Und - gute Gene! (Die Geschwister sind alle über 100 Jahre alt)

@kobidjek

Dann spielen die bis 21/18 mit dem Laptop oder der Konsole und dann erst mit dem Smartphone? Sport allgemein sollte vom Staat lukrativer und gängiger gemacht werden: Z.B. viele kostenlose Angebote.

Zum Glück

...habe ich einen krisensicheren Job,der gut bezahlt wird und wo ich teilweise sehr schwer körperlich arbeiten muß und der auch noch Spaß macht
Um dem gerecht zu werden treibe ich viel Sport.
Und zum Glück bin ich ohne Smartphone und PS aufgewachsen,sondern hab draußen gespielt und an Fahrrädern und Mopeds rumgebastelt.
Und genau das gebe ich an meine Kinder weiter.
Wenn man sich kümmert dann stellen sich auch Erfolge ein.

Warum sich aufregen? Das ist

Warum sich aufregen? Das ist Evolution. Einen Menschen von 1900 mit jeder menge Bewegung, weil kein Auto vorhanden, hätte ein Neandertaler wohl als Weichei bezeichnet. Und so nimmt Bewegung immer mehr ab und Probleme zu. Was will man dagegen tun? Sollen wir die Evolution aufhalten?

@14:38 von Der Couch Kritiker

"...Mir helfen 2 Waldspaziergaenge die Woche den Kopf wieder etwas frei zu bekommen...und der Ruecken fuehlt sich auch wieder besser an...Ich empfinde es als (fast gratis) Luxus..."

Ich kann Ihnen versichern, dass dies auch gesünder ist, als sich mit einer sportlichen Tätigkeit abzuplagen, die keinen Spaß macht.
Nur am Rande: Vor vielen Jahren war im SPIEGEL zu lesen:
Wer eine halbe Stunde im Central-Park von New York joggen geht, hat so viel Gift eingeatmet, wie in einer Schachtel Zigaretten enthalten ist. (Und dafür gibt es nicht einmal Steuern im Staats-Säckel.)

Joggen, gehen .... kostet nichts.

Am 30. Juli 2018 um 14:49 von flodian:
"...Joggen, gehen .... kostet nichts...."

Das kann man so auch nicht sagen.
Gute, zum Laufstil passende Laufschuhe und Funktionskleidung kosten auch Geld.
Wer in ausgelatschten Sneakers joggt, holt sich ruck zuck andere gesundheitliche Probleme.
Aber es stimmt schon, joggen ist günstiger und kein Vergleich zu hohen Tennisclub- oder Studiogebühren.
Man muss es nur regelmässig tun.

Ich selber bin 59, jogge ca. 35km und fahre ca. 100km MTB pro Woche und dürfte damit ausserhalb des Negativtrends sein.

@KönigSchmadke

Dito. Dann sind es auch meistens diese, welche sitzend gutes Geld verdienen und meinen immer rummaulen zu müssen und unzufrieden sind:
Wenn die auf dem Bau arbeiten müssten, dann würden die wohl sterben.

Sooo ungesund

So ungesund können wir garnicht leben, die Bevölkerung wird immer älter. Bald müssen wir bis 70 arbeiten.

" … und haben einen gesunden Umgang mit Stress"

Das scheint mir fast "der Knackpunkt" zu sein.

Ich beobachte zunehmend, dass viele Menschen "sich Stress machen" wegen Dingen, die man durch eine gelassene Lebenseinstellung mit einem Schmunzeln, einen Schulterzucken, oder einem: "Muss das denn sein?" an sich abperlen lassen könnte.

Ich bin relativ häufig in Portugal. Ob Portugiesen prinzipiell weniger stark an den im Artikel beschriebenen Symptomen leiden als Deutsche, weiß ich nicht. Aber sie sind deutlich gelassener, und machen sich weniger Stress.

Das mit dem Bewegungsmangel betrifft ja immer mehr auch Kinder.
Das letzte Mal in POR waren meine beiden Nichten dabei (6 & 9).
Wir haben sie zum portug. Stierkampf mitgenommen (der Stier wird nicht getötet, sondern nieder gerungen).

So was beginnt in POR um 23:00 Uhr, geht bis um ca. 02:00 Uhr.
Danach geht man noch was trinken. Kinderscharen rennen rum.
Rufen: "Toiro, Toiru!", balgen rum & und ringen sich nieder.

Niemand regt sich auf, "stresst rum".
"Tudo bem!" - alles ist gut …

@13:42 von Gerd Hansen

"Wenn jetzt die 9 %, die sich "richtig" verhalten, ALLE ( oder wenigstens ein Großteil ) mit 65 auch noch fit wären und nahezu keinerlei Probleme hätten, dann wäre das ein Grund, sein Verhalten entsprechend umzustellen."

Häufig sind Menschen aus diesem Personenkreis auch nicht die angenehmsten Zeitgenossen.

Ich habe immer noch die fassungslos klingenden Worte einer an Krebs verstorbenen Kollegin im Ohr: "Aber ich habe doch immer so gesund gelebt!"
(Die gehörte allerdings nicht zu den o.g. Menschen, die andere wegen eines anderen Lebensstils verurteilt hätte.)

Einfach mal spazieren gehen

Ich lese in vielen Kommentaren,dass man sich die Beiträge fürs Fitnessstudio nicht leisten kann und deshalb keinen Sport machen kann.In früheren Jahren ging man einfach mal spazieren,im Wald ,Park,am Fluss, über die Feldwege an Getreidefeldern vorbei...Kostet nix,macht Spaß! Bei uns in Braunschweig gibt es Badeseen,die man in ca.20 Minuten mit dem Rad erreichen kann,kostet nix,macht Spaß!Ausserdem gibt es auch viele gute,günstige Studios für 16,99 im Monat(monatliche Kündigung möglich),die vielleicht dann doch im monatlichen Budget liegen...Solche Angebote gibt es bestimmt nicht nur in unserer kleinen Stadt,sondern auch woanders!Also,ein wenig improvisieren und runter vom Sofa,es lohnt sich!

und immer schoen fit bleiben fuer das System!

Los ihr Selbstoptimierer. Ernaehrt euch gemaess fremdbestimmter Richtlinien, macht eure Bewegungen wie euch geheissen wird, lebt ein Leben des Verzichtes! Sterben, liebe Freunde, sterben werdet ihr am Ende des Lebens aber ebenso. Wie jedes andere Lebewesen auch. Nur das "ihr" dann nicht gelebt habt.

Was ist Leben? Fuer mich gehoert da Genuss (was immer *echter* Nahrungsmittel bedarf [alles (!) ohne Umschweife: Fleisch, Fisch, Gefluegel, Gemuese, Obst, ...]) ganz wichtig mit dazu. Trinken - auch Alkohol; in Form von gutem Wein und Bier.
Denn dafuer sind wir auf diesem Erdenrund - fuer eine ziemlich kurze Zeit - fuer lecker essen und trinken.

Bewegung kommt ganz natuerlich darin vor.

Wer will darf aber auch gern einen auf Industrieroboter (Handhabungsautomat, sic) machen. Ohne mich!

Ihr muesstet euch mal lesen... Die "Gesundheitsindustrie" lacht sich ins Faeustchen. Richtig gut indoktriniert...

Mein Hund

hält mich fit. Jeden morgen treibt er mich raus auf die Wiese oder in den Wald. Mittags auch und abends nochmal, wenn ich gerade mit dem Smartphone auf der Couch abhängen will.
Könnte da nicht meine Kasse die Hundesteuer übernehmen ? ;)

@Anna-Elisabeth

den ersten teil ihrer ausführung kann ich nur bestätigen, aber wer weiss wie alt die Dame geworden wäre wenn sie weder schnaps getrunken noch zigaretten geraucht hätte... die geschichte bzw. meme von der oma (immer eine Frau) die trotz rauchen und saufen hundert geworden ist wurde von der zigarettenindustrie erfunden und jeder raucher und trinker hat den spruch parat und sucht findet immer eine ausrede, weiss ich als raucher.... kennen sie den: rauchen macht schlank? auch von der zigarettenindustrie kreiert (nur für frauen, die rauchten damals "leider" kaum)... lol...

@13:42 von Gerd Hansen

"Wenn jetzt die 9 %, die sich "richtig" verhalten, ALLE mit 65 auch noch fit wären und nahezu keinerlei Probleme hätten, dann wäre das ein Grund, sein Verhalten entsprechend umzustellen" - mit anderen Worten: Sie suchen nach einem Grund nichts zu tun. Es zwingt Sie doch keiner.

Die Studie ist nichts wert,

Die Studie ist nichts wert, da sie keine Korrelation zu Krankheitsbildern erlaubt. Im übrigen werden Menschen heute so alt wie noch nie seit sie existieren.

Bewegung ist kein Allheimittel,

Wenn der Körper nicht mitmacht kann Joggen
ins Gegenteil umschlagen und den Gelenken
und insgesamt ist damit- nicht geholfen.

Die allgemeine Schulmedizin macht es sich einfach, kuriert Symptome und
schiebt letztendlich ihr Versagen auf den Patienten.
Wie: Ihnen hätte geholfen werden können,
wären sie rechtzeitig gekommen...
Wenn ich die Verantwortung für meine Gesundheit, vor Jahren nicht selbst übernommen hätte ... sozial verträglich
früh ab gelebt. So wie mein Vater und Schwiegervater schon vor ihrer Rente.
Heute mit 70 erfreue ich mich bester Gesundheit und bin auch noch mit meinem Mountainbike sportlich unterwegs.

Das wichtigste war damals nach 25zig Jahren Fehlbehandlung, meinen Körper zu entsäuern. Das einfachste ist immer noch das beste, sagte nach Jahren meine Hausärztin.
Und sagte ich könnte Heilparktiger werden.

@SL-Design

zum laufen brauchen sie tatsächlich nur turnschuhe, billige shorts und ein stinknormales tshirt, aber nicht unbedingt irgendwelche teuren funktionsbekleidungen, fragen sie doch den läufer von marathon, der hatte das alles auch nicht und laufe manchmal auch mit den billigen fake-markenschuhen aus dem urlaub... am besten sie lernen vorderfusslaufen und die teuren schuhe mit irgendwelchen polstern und puffern erübrigen sich und es funktioniert auch mit stinknormalen billigturnschuhen...

Falsche Erziehung

Ich bin mit Bewegung aufgewachsen, und betreibe als Mittfünfziger regelmäßig Sport. Seit Mai letzten Jahres bin ich rund 2000 km gejoggt, zusätzlich gewandert, geschwommen, Rad gefahren und habe Rückengymnastik praktiziert - trotz Tumors in der Wirbelsäule und ständiger Schmerzen. Positive Begleiterscheinungen umfassen geringeres Gewicht, niedrigerer Blutdruck, und bessere Konzentration. Gleichzeitig beobachte ich in meinem Umfeld, dass ich zu den Ausnahmen gehöre. Als Büroarbeiter bin ich selbst dafür verantwortlich, mir die Zeit für Sport zu nehmen, Treppen zu steigen, oder auch mal zu Fuß zu gehen. Ich muss meine Freizeit schließlich nicht dem TV oder Internet widmen. Daher habe ich angefangen, Work-Life-Balance tatsächlich zu praktizieren, und fühle mich dabei so richtig gut. Das kann ich nur jedem empfehlen. Lieber in der Zeit, in der man über zu wenig Zeit lamentiert für Bewegung nutzen. Da helfen keine Vorschriften oder Regeln. Just do it!

Wo ist den die Studie ?

Schöner PR Erfolg für die DKV, sogar die Tagesschau berichtet an prominenter Stelle. Dabei ist völlig unklar wer, was und wie genau gemessen wurde. Die Studie ist nicht öffentlich, nicht mal in einem Raubverlag. auffindbar.
Mich würde mal interessieren ob der Tagesschau Redaktion die Studie im Original vorliegt und die auch durchgearbeitet wurde oder ob die Berichterstattung nur auf Basis der Pressearbeit der DKV erfolgte ?

@14:17 von harry_up

"Ein Bier pro Monat=regelmäßiger Alkoholkonsum? Diese "Studie" hätte ich gern einmal gelesen" - dazu brauche ich keine Studie. Wenn ich stets ein Mal in einem bestimmten Zeitraum etwas tue, dann nennt man das regelmäßig, so einfach ist das.

15:33, Der Nachfrager

>>Ich als Schwerbeschädigter kann nicht Joggen. So wie viele andere Menschen mit Einschränkungen.
Bei mir geht alles nur über geziehlten Muskelaufbau.
Vor meinen Umzug in diese Stadt gab es in den Gyms Sozialtariefe.
Ich war jede Woche 2-3 mal da.
Hier ist alles Teuer.
Dazu kommt, dass ich seit Ostern auf eine konkrete Diagnose warten muss, da Termine immer in weiter Ferne vergeben werden.<<

Da kommt bei Ihnen aber einiges zusammen.

Sie sind also schwerbeschädigt, haben aber keine konkrete Diagnose. So richtig verstehe ich das nicht. Wenn Sie jedoch aufgrund Ihrer Schwerbeschädigung spezielle Übungen zum Muskelaufbau brauchen, so werden die normalerweise von der KV bezahlt. Ohne konkrete Diagnose geht das allerdings nicht.

Wie gesagt, so richtig verstehe ich Ihre Lage nicht.

Darstellung: