Ihre Meinung zu: Agrar-Subventionen: EU-Millionen für Ausbeuter

9. Juli 2018 - 9:25 Uhr

Die EU unterstützt Obst- und Gemüseproduzenten in Spanien und Italien mit Millionen-Subventionen. Doch die Arbeitsbedingungen erinnern Kritiker an "moderne Sklaverei". Von V. Lünenschloß und J. Zimmermann.

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Kommentare

"Deutsche Supermärkte lehnen Verantwortung ab"

Wie sollen sie denn auch Verantwortung übernehmen?

Das ist doch dasselbe Problem, wie bei mir als Endverbraucher. Ich kann mir überhaupt kein Bild davon machen, wie die Ware hergestellt worden ist. Es ist überhaupt nicht anders, als bei den Waren aus Fernost. Da werden Zertifikate vergeben, manchmal / oft ist Korruption im Spiel, und ich kann gar nicht mitbestimmen, welche Bedingungen ich unterstütze. Am Preis kann ich das nicht festmachen, weil der immer gleich ist, bei den einen ist der Gewinn halt größer.

Ja, ich weiß, man kann vor Ort kaufen, hier gibt es sogar eine Art Abo für Obst und Gemüse aus der Region. Problem sind die 2 Jahre, die man auf der Warteliste warten muss, weil das Interesse so groß ist, und das obwohl man nehmen muss, was gerade kommt.
Den Rest muss man trotzdem hinzu kaufen.

Anderes Problem

Das andere Problem ist, dass Menschen, die weder Lesen noch Schreiben können, geschweige denn die Sprache beherrschen, sich auch ausbeuten lassen. Insbesondere, wenn sie illegal im Land sind, sind sie erpressbar.

Das untergräbt auch die Moral der ehrlichen Arbeitgeber, denn diese müssen mit den Ausbeutern konkurrieren können, damit sie von denen nicht übernommen werden. Wie soll man aber beweisen, dass man ehrlich ist, und der andere nicht, wenn es keine Zeugen gibt, weil die Arbeitnehmer dabei mitmachen?

Da nutzt auch kein Gejammer und kein moralischer Zeigefinger.

Eigentlich wäre es die Aufgabe des Staates sich durchzusetzen. Für sowas ist er ja da. Ansonsten könnten wir gleich auf "der Stärkere hat immer Recht" umschalten.

Genau dafür gibt es doch die

Genau dafür gibt es doch die EU. Um Geld so umzuverteilen, wo es am wenigsten gebraucht wird.
Alle Welt jammert bei Uns über zu billiges Fleisch oder zu billiges Gemüse, man könne aber nichts teureres kaufen, weil man kein Geld hat. Diese absurde Unterstützungsmanie muß einfach aufhören. Dann wird man merken, wieviel Geld man braucht, um ordentlich essen zu können. Das bedingt ordentliche Löhne. Und das führt zu reellen Preisen bei allen anderen Produkten. Dann sind wir zwar nicht mehr Exportweltmeister, aber das ist völlig egal. Denn dann müssen wir nicht alle Welt subventionieren, weil wir ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.

Das die Bio Label

der EU nichts wert sind " Der regionalen Gewerkschaft liegen zahlreiche Beschwerden gegen den Produzenten von Bio-Tomaten vor. Die spanische Firma beliefert auch deutsche Supermärkte und Discounter. " ist ja so gut wie jedem bewusst.
Die ganzen Subventionen nicht nur bei Agrar Artikeln ist so oder so Unsinn, das Geld fließt in die Taschen der Firmenbesitzer.
Denn die Preise für bestimmte Artikel sind jetzt im Sommer höher als zu anderen Jahreszeiten, ist mir zumindest letzten Freitag beim Einkauf aufgefallen.
Das Saison oder Leiharbeiter in allen Ländern mehr ausgebeutet werden ist auch jedem bekannt.

Wo soll den der Supermarkt oder Aldi seine Waren hernehmen die die Menschen täglich zur Ernährung brauchen ?.
Regional kann sich Deutschland nicht ernähren, dazu sind wir zu Viele und die Flächen würden gar nicht reichen.

Agrar-Subventionen:EU-Millionen für Ausbeuter....

EU-Subventionen für Großgrundbesitzer,die ausbeuterische Arbeitsbedingungen praktizieren,daß ist ein Skandal.
Und weiter:Die so subventionierten Produkte verdrängen im Export heimische Produzenten in Afrika.Mit Zöllen dürfen die afrikanischen Länder die nicht belegen,weil daß in den Handelsabkommen mit der EU meist ausgeschlossen wird.Wie war das mit Fluchtgründen ?

Ein neuer Beweis

dafür warum die EU unglaubwürdig ist.
Sie ist ein tolles Projekt, wird aber von einer Unzahl an überbezahlten Politikern, kaputt bürokratisiert.

Subventionen wo es keine geben sollte und umgekehrt.

Mal von der anderen Seite:

Bienen sind für die Landwirtschaft eklatant wichtig, da sie die wichtigsten Bestäuber sind.
Die die sich um die Bienen kümmern, leben davon ihren Honig zu verkaufen, die Imker.
Jetzt raten sie mal welches das einzige Agrarprodukt in der EU ist, das nicht subventioniert wird?
Genau, der Honig.

Die EU benötigt dringend eine radikale Rosskur, sonst wird sie von den Dave Davises, den Seehofers, den Orbans und wie die nationalistischen Populisten nicht alle heißen für immer zerstört werden.

Die sind alt, die wird der durch den Nationalismus zwangsläufig ausgelöste Zwist (vielleicht sogar Krieg, wer weis) nicht mehr betreffen, aber wir jungen, wir werden in den Hintern gekniffen sein.

Dann geht doch in die Slam's.

Mein Bauer nebenan hat kein Bio-Siegel. Kann er sich nicht leisten!! Na und! Ich sehe das Futter seiner Kühe, sehe die Hühner wo sie rum laufen. Seine Mitarbeiter kenne ich auch. Man redet miteinander.
Nein ich geh nicht dahin wo mein Essen am günstigsten ist. Schließlich ist es ja mein Essen.
Wir subventionieren Industrien die uns aus Profitgier töten.
Aber was soll's. Menschen, Regierungen die Seenotrecht
und Menschenrecht anderer ignorieren, die ignorieren auch die Rechte ihrer Mitmenschen, ihrer Bevölkerung. Außer natürlich den solventen Teil davon.
Die Linie zieht sich durch.
Jeder betrachte seinen Kontostand. Ist er hoch genug um Beachtung zu finden. Wenn nicht, dann geht doch zu.... Entscheide selbst!

Boykott ist die einzige Lösung!

Die EU-Subventionen werden weiter sprudeln. Hier darf man keine Abhilfe erwarten. Das einzige was diese Ausbeuter verstehen werden, ist ein Boykott ihrer Waren. Ich hoffe gleichzeitig, dass die Erntehelfer bei uns anständig bezahlt werden. Ehrlich gesagt, ich habe da meine Zweifel.

@ 09:54 wenigfahrer

Die Behauptung, "regional kann sich Deutschland nicht ernähren", ist in dieser Pauschalität falsch: Deutschland hat bei Getreide, Kartoffeln, versch. Gemüsen und Käse einen sog. Selbstversorgungsgrad über 100%. Würde man die Ernähurngsgwohnheiten verändern, ist es für das Agrarland Deutschland ein leichtes, einen Selbstversorgungsgrad von durchgehene 100% zu erreichen. Aber - wie so oft - ohne kritisches Verbraucherverhalten und ohne Veränderungen geht es nicht.

Das sind die wahren Werte der

Das sind die wahren Werte der EU und letztlich ihr Untergang.

Es ist ja noch viel schlimmer, als hier berichtet

Niemand spricht, neben der Ausbeutung von Menschen, über die
verheerenden Umweltsünden, die hier
entstehen. Es dürfte hier ja kein Gemüse, Obst angebaut werden, gibt
keine Bewässerung. Natürliche Seen
werden ausgebeutet und verdreckt,
dies bedroht das Grundwasser und
Versorgung der Menschen. Scheint die
EU nicht zu interessieren. Kauft kein spanisches Gemüse, vor allem keine
spanischen Paprikaschoten. Steht alles auf der Verpackung, wo das Zeug herkommt. Kauft doch regional

Das Problem ist seit Jahren

Das Problem ist seit Jahren bekannt und nur hin und wieder erscheint mal ein kurzer Artikel (wie hier) bei den großen Medien. Allerdings versinkt es dann sehr schnell wieder in der Versenkung. Zu "wichtig" sind Pseudoprobleme wie die "Flüchtlingskrise" etc.
Wenn ich schon die Kombination von "Bio Tomaten" und Spritzmitteln höre, die ja anscheinend gesundheitsschädigend sind (weshalb sonst gesetzlich vorgeschriebene Schutzanzüge?), kommt mir die Galle hoch.
Und ja, auch der deutsche Handel hat seinen Anteil wenn er sich auf ein bekanntermassen unseriöses Label verlässt. Nichts hindert ihn auf existierende streng kontrollierte Label zurückzugreifen. Macht alles halt ein wenig preisintensiver.
Die Hauptverantwortung liegt allerdings beim Agrarkomissar, der seine schützende Hand über einen Korruptionssumpf hält und keine Notwendigkeit einer Änderung der herkömmlichen Subventionspraxis sieht.

@ Nächster 10:18

"Dann geht doch in die Slam's."

Sie sprechen mir aus der Seele - volle Zustimmung!

Am Rande bemerkt:
Diese Subventionen werden offensichtlich nur über industrielle Großbetriebe ausgeschüttet, während der von Ihnen beschriebene kleinbäuerliche Betrieb leer ausgeht.

Man könnte daraus den Schluß ziehen, daß diese kleinbäuerlichen Betriebe politisch nicht gewollt sind.

Staat muss Recht und Gesetz durchsetzen

Auch hier mal wieder das schwarze Peter Spiel. Wo liegt die Verantwortung? Beim Supermarkt der nicht ständig vor Ort beim Bauern kontrolliert ob alle Arbeitsbedingungen auch rechtskonform sind und die Preise drückt? Beim Verbraucher der billige Preise will? Oder direkt beim Betrieb?

Auch wenn das Kilo Tomaten 10€ kosten würde, würde niemand die Mafia davon abhalten die Arbeiter auszubeuten.
Meiner Meinung nach muss hier streng kontrolliert werden. Verstöße müssen in einer Art und Weise geahndet werden, dass sie ökonomisch sinnlos sind.

Unabhängig davon ist selbst der vorgeschriebene Mindestlohn ein Witz. Wenn der angegebene Lohn von 47€ auf einem 8-Stunden-Job basiert, liegt der Stundenlohn bei unter 6€.

Fluchtursache

Hier sehen wir mal wieder wie Europa an dem Flüchtlingsproblem mitschuldig ist.
Es lohnt sich für die Menschen in Afrika oft nicht eigene landwirtschaftliche Produkte anzubauen, da diese aufgrund EU-Subventionen nicht konkurrenzfähig sind.
Daher müssen viele Afrikaner in Südeuropa für Hungerlöhne schuften.
Gleichzeitig drückt die EU Afrika ein Frei(?)Handelsabkommen auf, dass man mit den USA niemals akzeptiert hätte. So wird Afrika arm gehalten! Und dann wundert man sich dass die Menschen zu uns flüchten?
PS: Die EU-Subventionen werden mit unseren Steuergeldern bezahlt - die Kosten für die Migration werden ebenfalls mit unseren Steuergeldern bezahlt. Die Bürger in EU bezahlen doppelt und vielfach nur damit sich einige Reiche noch mehr bereichern können. Was für ein kaputtes System!! Es wird keinen Frieden auf der Welt geben so lange diese Bereicherungen andauern!

Warum wird denn beschissen?

Na weil es sich lohnt und auszahlt. Der eigentliche Skandal ist das Bauern überhaupt Geld bekommen. Grundbesitzer, Unternehmer und dann die Hand aufhalten? Frechheit. Unzählige Kleinbauern behalten ihren Acker in der Hoffnung das der zu Bauland wird oder eine Straße darauf gebaut wird. Da wird gestritten und gedroht bis die Kohle in rauhen Mengen fließt. Wir lassen uns seit Jahrzehnten von den Bauern verarschen. Jahr für Jahr.

EU

Die EU ist nun mal als EWG geboren und hat sich bisher nicht weiterentwickelt. Nur der Bürokratenapparat wurde vergrößert.

Spätestens seit im östlichen Teil der EU ungehindert Demokratie und Rechtsstaat abgeschafft werden, seit EU-weit die Rechtspopulisten auf dem Vormarsch sind, sind die schönen "Werte" der EU nur noch Makulatur.

Benennt den Verein wieder auf EWG um, das ist wenigstens ehrlicher, als ständig von Zielen zu reden, die Niemand mehr anstrebt. Besser wird davon nichts, aber glaubwürdiger.

@9:47 von Einerer

„…. Dann wird man merken, wieviel Geld man braucht, um ordentlich essen zu können. Das bedingt ordentliche Löhne…“

… die dann wiederum zum Anstieg der Preise führen (denn irgendwie müssen die höheren Löhne ja bezahlt werden), wodurch wieder nicht genug Geld für das von Ihnen geforderte „ordentlich[e]“ Essen da ist, weshalb dann die Löhne nochmals erhöht werden müssen, was dann wiederum …

Ein Toter in Kalabrien

Mitte Juni gab es einen Toten Erntehelfer in Kalabrien.
Mein Post von damals:
Der Plantagenbesitzer lebt eher von den Subventionen, als von den Gütern, die auf seinem Land wachsen. Die Löhne die er zahlt haben eh nur symbolischen Wert, wenn er überhaupt zahlt.
Gewinne machen die Lebensmittelkonzerne. Immer und reichlich.
Das ganze ist ein lang durchdachtes und lang durchgezogenes Umverteilungssystem von Normalbürger hin zu den Konzernen.
Die Not der Bürger oder Einwanderer oder Flüchtlinge auszunutzen zeigt den Charakter unserer Zeit. Widerlich. Der Schuss hat den Falschen getroffen.
Ende des alten Posts.

Die Subventionen praktisch nur denen zu geben, die Riesenareale haben, statt Kleinbauern und Landwirte mit weniger Grund und Boden zu fördern: das MUSS aufhören.

Agrar-Subventionen für Ausbeuter

"Die Europäische Union unterstützt Betriebe im Obst- und Gemüseanbau in Spanien und Italien mit millionenschweren Subventionen, obwohl sie gegen Lohn- und Arbeitsschutzvorschriften verstoßen."
Und die deutschen Konsumenten unterstützen diese Ausbeutermethoden noch, weil sie immer nur preiswertes Obst und Gemüse einkaufen wollen. Wann werden innerhalb der EU endlich mal die Erzeugung von Produkten und die Einkommen durch ein einheitliches Steuersystem weitgehend angeglichen, so dass hohe Subventionen für die Landwirtschaft wegfallen können?

Diese EU kümmert sich schon

Diese EU kümmert sich schon lange nur noch um die Ausbeuter.
Eine EU der Europäer kann es nicht geben, das würde der Wirtschaft und den Banken schaden!!

Deutsche Supermärkte lehnen Verantwortung ab,

wenn es um Menschenrechte geht. Kann man aber werbewirksam z.B. auf ein nicht vorhandenes Bienensterben hinweisen, dann werden Regale leergeräumt und Blumenmischungen verteilt. Die Gesellschaft interessiert sich eben in unserer Welt des Überflusses viel eher für Tieren als für Menschen, um ihr schlechtes Konsumgewissen und ihren dekadenten Lifestyle irgendwie wieder auszugleichen, am besten auf Kosten anderer.

Ich würde mir mal überlegen,

Ich würde mir mal überlegen, warum ich im Dezember frische Paprika, Tomaten, Gurken, etc. kaufen will.
Dazu noch beim Discounter, aber es darf ja höchstens 99 Cent kosten.
Die Subventionen sind nicht für Erntehelfer gedacht, sondern für Infrastruktur, Gewächshäuser, Wasser, Straßen, Unterhalt der Anlagen.
.
Der Preis wird bestimmt durch Angebot, Nachfrage und dem Preis, den die Discount-Riesen dafür bezahlen wollen. Bei einer Produktion von mehreren Tonnen Tomaten ist ein Bauer froh, wenn er die irgenwie absetzen kann. Und bei einem Überangebot an Erntehelfern macht sich das auch beim Lohn bemerkbar. So wie in Deutschland getrickst wird bei den 500€-Jobs mit Überstunden, Zeitkonto,....
.
Wie sieht denn hier die 1x1-Lösung der TS aus? Weniger produzieren, weniger Helfer, höherer Preis, weniger Absatz?
.
Anscheinend ist ja auch Spargestechen oder Erdbeeren pflücken in D lukrativer als ein Job in der Heimat.

58 Milliarden zuviel

Warum wird mein Betrieb nicht von der EU subventioniert? Oder ich persönlich? Warum darf Steinkohle nicht subventioniert werden, Tomaten aber schon? Ich verstehe das nicht.

Die 58 Milliarden wären woanders besser angelegt. Wenn ich dadurch etwas teurere Tomaten, womöglich noch aus Afrika, kaufen müsste, fände ich das sogar gut.

Und noch was. Wenn in Spanien der Mindestlohn nicht eingehalten wird und in Italien die Mafia Flüchtlinge ausbeutet, sind nicht die deutschen Discounter oder sogar die Kunden schuld, sondern primär die Spanischen und italienischen Bauern und die Mafia. Sekundär die spanische und Italienische Exekutive.

Subventionen

Es sollte eine der wichtigsten Aufgaben für die EU sein, Subventionen, speziell in der Landwirtschaft, abzubauen.

Was tun?

Seenotrettungsorganisationen werden kriminalisiert, Verbrecherorganisationen werden subventioniert. So darf es nicht weitergehen. Was kann man tun?

DIe EU-Vergabepraxis für Subventionen muss geändert werden, bei Verstößen dagegen sollte nicht gekürzt, sondern gestrichen werden.

EU-Kommissare, wie der Ire Phil Hogan, die sich dagegen stellen, gehören entlassen.

Im Supermarkt keine Produkte mehr aus Italien oder Spanien kaufen, es gibt genügend Alternativen aus Deutschland.

Vielleicht ändert das etwas, wenn genügend Menschen mitmachen.

Das Gemauschel geht also weiter:

"EU-Agrarkommissar Phil Hogan sieht auf Nachfrage keinen Handlungsbedarf". Ja, nee, is klar: Solange die eigenen Täschchen gut gefüllt sind, ist diesen Halunken doch alles egal. Ich willl aus diesem Mauschelhaufen raus und werde deshalb solange AfD wählen, bis die EU und - vor allem - dieses EU-Gesoxe Geschichte sind. Von allen anderen Parteien erwarte ich nämlich nichts mehr.

Beispiel La Palma

Ich wohne auf La Palma (Kanarische Inseln, Spanien). Die Insel lebt überwiegend vom Anbau von Bananen. Etwa 48% der Verkaufserlöse der Bananen sind EU-Subventionen. Die Arbeitsbedingungen der Erntearbeiter sind sehr schlecht, gerne werden illegale Migranten (meist aus Südamerika) angeheuert, da die sich noch leichter ausbeuten lassen.

Ein Gros der Banenenproduktion wird nur gewogen um die Subventionen zu kassieren und dann als Ziegenfutter verwendet (aus der Ziegenmilch wird dann hervorragender Käse gewonnen). Das erinnert an die DDR, wo Schweine statt teurem Getreide subventioniertes Brot fraßen.

Das gesamte Denken der Bevölkerung und der lokalen Politiker hier ist darauf ausgerichtet EU-Subventionen einzuwerben. Es geht nicht mehr um nachhaltiges Wirtschaften.

Jahrelange Subventionen haben auf den Kanarischen Inseln zu einer Lethargie geführt, zur Ausbeutung von Arbeitern, ineffizienter Produktionsweise und einer totalen Abhängigkeit von der öffentlichen Verwaltung.

09:35 von Tada ""Deutsche

09:35 von Tada
""Deutsche Supermärkte lehnen Verantwortung ab"
Wie sollen sie denn auch Verantwortung übernehmen?

....

Ich kann mir überhaupt kein Bild davon machen, wie die Ware hergestellt worden ist."

Ich kann mir davon ein Bild machen.
Nicht durch "Sehen" sondern durch "Denken".

Denn dass "dumping"

ind der Hackordnung bei den Schwächsten das schlimmste Leid verursacht, liegt in der Natur der Sache.

Wie gesagt:

Nachdenken ersetzt das Augenlicht

Selbstversorgung

Pachtet euch nen Garten. Stehen genug Parzellen leer. Und baut das Zeug selbst an. Ist jetzt echt nicht so schwer.

11:00 von Harnisch Finde ich

11:00 von Harnisch

Finde ich ja auch schlimm ...
Allerdings steht Missbrauch und Ausbeutung von Menschen an der Spitze der Bösartigkeit.

Es ist immer wieder

Es ist immer wieder ertstaunlich, wie unsere martktgläubige Kanzlerin sich zu den wettbewerbsverzerrenden EU-Subventionen in Schwrigen hüllt, wo sie doch sonst stets predigt, dass die heiligen, unantastbaren Märkte alles zu regeln hätten.

Grauenhaft, wie man Menschen

Grauenhaft, wie man Menschen nur so umgehen kann. Und das vermutlich ohne auch nur einen Funken schlechten Gewissens...

Diese Ausbeuter machem sich strafbar. Das ist denen hoffentlich klar.

09:47, Einerer

>>Alle Welt jammert bei Uns über zu billiges Fleisch oder zu billiges Gemüse, man könne aber nichts teureres kaufen, weil man kein Geld hat. Diese absurde Unterstützungsmanie muß einfach aufhören. Dann wird man merken, wieviel Geld man braucht, um ordentlich essen zu können. Das bedingt ordentliche Löhne. Und das führt zu reellen Preisen bei allen anderen Produkten. Dann sind wir zwar nicht mehr Exportweltmeister, aber das ist völlig egal. Denn dann müssen wir nicht alle Welt subventionieren, weil wir ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.<<

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann meinen Sie, daß man die Preise ordentlich erhöhen muss, so daß man von den Löhnen nicht mehr leben kann, und dann werden die steigen?

Das nenne ich mal einen originellen tarifpolitischen Ansatz.

Und Sie schreiben, daß wir alle Welt subventionieren müssen, weil wir ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.

Das ist eine Erkenntnis, die man durchaus als linksradikal bezeichnen kann.

Wirklich überraschend.

@Joe_66 um 11:42

"... wenn genügend Menschen mitmachen."

Das ist der springende Punkt. Das werden sie nicht tun. Deshalb ist das Aufgabe der Politik.

Wir hätten viele Probleme nicht, wenn jeweils genügend Menschen mitmachen würden. Weil sie das nicht freiwillig tun, haben wir eine Regierung, die genau dann tätig werden soll.

Eine europäische Regierung könnte noch mehr, aber von der sind wir aktuell weiter entfernt als jemals zuvor. Die europäische Idee wird gerade von Rechtspopulisten umgebracht.

Joe_66, 11:42

||Im Supermarkt keine Produkte mehr aus Italien oder Spanien kaufen, es gibt genügend Alternativen aus Deutschland.||

Wer glaubt, dass es in Deutschland keine Agrarmafia gibt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Selbstüberschätzung

Die hohen Werte, welche die EU vor sich herträgt und dabei mit moralisierendem Zeigefinger auf Andere deutet, sind nicht viel Wert. Profit ist halt Profit und Moral ist schöner Schein.

Keine Subventionen mehr!

Keine Subventionen mehr für ALLE!

Über die Zahlung von Subventionen macht sich der Empfänger erpressbar.
siehe Polen,Griechenland.
Die Veröffentlichung dieses Beitrages hat einen unangenehmen Beigeschmack.
Er kommt ausgerechnet jetzt, wo Italien und Spanien ihre Grenzen dicht machen wollen.

Geld

Es ist immer das Gleiche. Man kann es nicht mehr hören/lesen/sehen.

Solange sich am derzeitigen, rein geldgesteuerten Politiksystem nichts ändert, wird sich auch an den Zuständen, die es hervorbringt nichts ändern.

Zu "Man kann es nicht mehr hören/lesen/sehen":

Es trotzdem zu tun, ist aber für jeden, der von sich behaupten können will, über ein Mindestmaß an Anstand und persönlichem Verantwortungsbewusstsein zu verfügen Pflicht.

Erstens, weil sich sonst auch in Zukunft nichts ändern wird (wie denn?), und, last, not least:

Weil Wegschauen oder Gleichgültigkeit nichts anderes als das Im-Stich-lassen der Menschen, die Opfer solcher Ausbeuter sind bzw. werden (also unterlassene Hilfe) bedeuten würde. Und Verrat an unseren gemeinsamen Werten obendrein.

Was ist da

Was ist da linksradikal?
Warum kaufen die Leute Billigramsch im Supermarkt? Weil die Löhne zu gering sind. Und da man in erster Linie mal was zu essen braucht, muß man dort anfangen. Ordentliches Essen bedingt erstmal mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Das Verhältnis von Löhnen, Preisen und Gewinnen ist völlig aus dem Gleichgewicht.
Da ist nix linksradikal.

Höchst fragwürdig,

dass der EU-Agrarminister keinen Handlungsbedarf sieht.

Manchmal wird es auch für überzeugte Europäer unmöglich, die Handlungen (oder nicht-Handlungen) der EU nachzuvollziehen, geschweige denn zu verteidigen...

@ wenigfahrer - 09:45 h: Nein, das würde sehr wohl ...

genügen, wie in entsprechenden Sendungen mehrfach belegt wurde. Aber da wir in Zeiten unmittelbarer Bedürfnis-Befriedigung leben, wollen viele von uns die Erdbeeren und diverse andere Sachen außerhalb der Saison haben, nebst dem täglichen Fransen Fleisch, und dann wird's etwas eng.
Leider ist die freiwillige (!) Umgewöhnung ein langwieriger Prozess, und - zu meiner Schande - auch bei mir noch längst nicht abgeschlossen, obwohl man damit erheblich gesünder leben würde. MfG

EU verdrossen

Deshalb haben mittlerweile soviel mit der EU abgeschlossen!

Stimme voll zu, aber ...

... eine Kollegin, der ich von diesen Zuständen erzählt habe, fand es zwar auch alles "ganz schlimm". Als ich allerings eine Änderung Ihres Einkaufsverhaltens vorschlug, hörte ich: "Andererseits muss 'man' ja auch sehen, wo 'man' bleibt." - Da haben wir's. Bei billigem Paprika hört die Moral auf. "Homo homini lupus - der Mensch ist dem Menschen ein Wolf", heißt es. Das scheint wohl zu stimmen. Ist nur den Wölfen gegenüber etwas ungerecht. Die können schließlich nicht auswählen, wie sie sich verhalten möchten. Wir schon. Und unsere Wahl scheint klar zu sein. Billig essen auf Kosten anderer? Gern. Unser Essen mit ihnen teilen, wenn sie zu uns kommen? Nein. Homo homini lupus.

@ NeutraleWelt - 11:34 h: Ihre Kritik ist berechtigt, nur

die Frage an die TS geht daneben, denn es ist die Aufgabe der Politiker (auch gegen Lobby-Interessen) Versorgung und Gerechtigkeit zu regeln. Das dortige deutlich erkennbare Defizit müssen nicht die Reporter lösen, auch wenn vielleicht manch einer gute Ideen hätte, sondern die Mängel aufzeigen, und eine Art Gewissen darstellen. MfG

11:37 von DerKuchen

Warum darf Steinkohle nicht subventioniert werden
.
wo haben sie die Info her
die darf bis 2018 subventioniert werden
und zur Erinnerung 1998 mit 4 Mrd Tendenz fallend mit aktuell 1 Mrd Euro
… und finden sie es gut Tomaten aus Afrika anzukarren im Gegensatz zu Ananas und Bananen wächst so Zeug auch näher und ohne Transport/Umweltkosten

Der Faktor Mensch...

in der Produktion ist darum so billig weil es einfach zuviel Menschen gibt. Dass die für Hungerlöhne arbeiten wollen liegt daran dass es viel zu viele gibt die bereit sind sich ausbeuten zu lassen (nach westeuropäischen Massstäben dann), ob sie nun aus Polen, aus Afrika oder aus Südamerika kommen.
Die EU-Subventionen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Gäbe es einen Mangel an Arbeitern würden die Löhne sofort steigen - das ist ganz einfach ein ökonomisches Gesetz, und das galt schon lange bevor man die EU erfunden hat.
Etwas anderes ist natürlich Zwangsarbeit, die es in den meisten kommunistischen Diktaturen gegeben hat: da hatten die Menschen keine Wahl.
Die in der EU ausgebeuteten Landarbeiter haben die Wahl: wenn keiner mehr kommt um Tomaten oder Erdbeeren zu pflücken steigen die Löhne von selbst und die Verbraucherpreise auch. So einfach ist das.
Aber was würden dann die armen Europäer dazu sagen, wenn sie für ein Pfund Tomaten drei Euro bezahlen müssten??

11:24, sprachloser

>>Warum wird denn beschissen?
Na weil es sich lohnt und auszahlt. Der eigentliche Skandal ist das Bauern überhaupt Geld bekommen. Grundbesitzer, Unternehmer und dann die Hand aufhalten? Frechheit. Unzählige Kleinbauern behalten ihren Acker in der Hoffnung das der zu Bauland wird oder eine Straße darauf gebaut wird. Da wird gestritten und gedroht bis die Kohle in rauhen Mengen fließt. Wir lassen uns seit Jahrzehnten von den Bauern verarschen. Jahr für Jahr.<<

Ihr Klarname lautet nicht zufällig Bauernfeind?

Die Bauern werden gern gehasst. Man ist ja von ihnen abhängig.

Jeder einzelne von uns.

Wohl aus dem gleichen Grunde hasst man ebenso gern Politiker, Beamte, Anwälte.

Immer schon. Zumindest ich kenne solche Tiraden seit meiner Kindheit.

Und?

Bringt es uns weiter?

Bisher nicht.

Aber man kann weiter schimpfen, es scheint ja die Seele zu befreien.

Keine Ahnung.

DerKuchen - 11:37 h: Und so wird die Verantwortung

großzügig reihum geschoben.
Selbstverständlich hat auch der Verbraucher, der sich die höheren Preise leisten kann, eine Verantwortung. Wenn ich meine "Bio-Ware" beim Discounter für fast denselben Preis kaufen kann, wie die üblichen Produkte, oder überall fast nur noch "Bio" prangt, sollten Warnlampen angehen.
Um zumindest halbwegs sicher tatsächliche Bio-Produkte zu bekommen, muss man eben in die entsprechenden Läden gehen. Da kostet dann das vergleichbare Päckchen nicht -,99, sondern 2,50 - 2,99 €, aber die Chance ist erheblich besser. Generell tun natürlich die gesetzlich vorgeschriebenen Herkunftsbezeichnungen das Ihre zur Information der Verbraucher, - so man denn will. (Leider gibt es zu viele Leute, welche diese Wahlmöglichkeit angesichts der Preise nicht regelmäßig haben.) MfG

Dass hier ist in der Tat nicht in Ordnung

Dass hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/agrarsubventionen-103.html

Die Europäische Union unterstützt Betriebe im Obst- und Gemüseanbau in Spanien und Italien mit millionenschweren Subventionen, obwohl sie gegen Lohn- und Arbeitsschutzvorschriften verstoßen.

ist in der Tat nicht in Ordnung. Solche Subventionen muessen an die Bedingung geknuepft werden, dass die Arbeitsrechtsbedingungen aus der EU-Grundrechte-Charta und der UN-Menschenrechts-Charta eingehalten werden. Solche Ausbeutung muss gestoppt werden und diese Betriebe muessen dazu gezwungen werden, die Arbeitsvorschriften einzuhalten:

https://www.tagesschau.de/ausland/agrarsubventionen-103.html

Erntehelfer klagen über zu niedrige Löhne und den Einsatz von giftigen Spritzmitteln ohne Schutzkleidung. Dabei sind Ganzkörperschutzanzüge und eine spezielle Ausbildung fürs Spritzen gesetzlich vorgeschrieben.

Außerdem: bei Bio darf kein Spritzmittel dran sein!

Wie immer

verdienen sich einige wenige dumm und dämlich, während andere fast leer ausgehen. Und das ist beileibe nicht nur in der Landwirtschaft so. Solange man dagegen nicht EU-weit etwas unternimmt, wird sich auch nichts ändern, auch nicht durch höhere Preise.
Pauschal über Bauern zu schimpfen ist auch Quatsch, denn der normale verhältnismäßig kleine Landwirt wird davon nicht reich, bestes Beispiel ist die Milch.
Bei uns nebenan werden Milchkühe gehalten, die stehen gerade bei uns hinterm Haus auf der Weide, bekommen im Winter Silage, der Stall ist offen und luftig, es gibt viel Platz...aber kann ich da direkt meine Milch einkaufen? Natürlich nicht! Früher ging das problemlos, heute gibt's zu viele Vorschriften. Und ist der Landwirt reich? Nein! Nebenbei führt er noch die Dorfkneipe, die halbe Familie arbeitet woanders und man kommt so über die Runden. Also vorsicht mit Pauschalverurteilungen.

Sowas ist ein klarer Verstoß gegen das Bio-Siegel!

Und diees Spritzmittel bei Bio-Tomaten ist ein klarer Verstoß gegen das Bio-Siegel:

https://www.tagesschau.de/ausland/agrarsubventionen-103.html

Erntehelfer klagen über zu niedrige Löhne und den Einsatz von giftigen Spritzmitteln ohne Schutzkleidung. Dabei sind Ganzkörperschutzanzüge und eine spezielle Ausbildung fürs Spritzen gesetzlich vorgeschrieben. Der regionalen Gewerkschaft liegen zahlreiche Beschwerden gegen den Produzenten von Bio-Tomaten vor.

Dass hieße, dass man sich auf dieses Biosiegel nicht verlassen kann! Sowas ist Betrug, werte EU! Und warum werden diese Gewerkschaften nicht unterstuetzt, wenn die von solchen Verstößen wissen und solche Verstöße melden?? Warum passiert da nichts?? Warum gibt es keine Konsequenzen?? Etwa wegen Monsanto?? Wenn ja, dann ist dass ein Armutszeugnis fuer die EU!!

Verstöße werden wohl stillschweigend geduldet und Monsanto ist denen wohl wichtiger als die Interessen der Gewerkschaften und die Interessen von uns Kunden!! PFUI!!

@Harnisch 11:00..."Umweltsünden in Spanien"

...das mit den Umweltsünden in Spanien kann ich nur bestätigen. Ich arbeite in einem Unternehmen, welches auch für den selben Produktionsprozess einen Standort in Spanien hat. Als mitverantwortlicher für Umwelt ist es für mich schwer zu ertragen, dass in Spanien, obwohl Mitgliedsstaat der EU, die dortigen nationalen bis kommunalen Rechtsvorgaben einen Zustand erlauben, bei welchem ein Standort in Deutschland von den Behörden stillgelegt würde. Hinzu kommt jährlich die Aussage, dass ein Standort in Spanien bessere Ergebnisse erwirtschaftet - ich kann es nicht mehr hören.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan

EU-Agrarkommissar Phil Hogan sieht auf Nachfrage keinen Handlungsbedarf, auch nicht im Subventionsprogramm für die kommenden Jahre, das derzeit ausgearbeitet wird.
##
Mit Hogen wurde der Bock zum Gärtner gemacht.
Kann man nur hoffen,
dass das EU Parlament sich nicht von diesem Agrar-Industrie-Lobbyisten beeindrucken lässt und seine
Demission fordert.

neu

lang lebe die eu. bei der nächsten wahl sollten sich alle wähler an die macher der eu erinnern.

Urbane Gärten

In Deutschland investieren wir zu viel in Autohersteller, Technik usw. Wir müssen uns als Deutsche auch nicht überfressen.
Was spricht denn dagegen urbane Gärten auch in Städten anzulegen? Ist doch eine einfache angenehme Beschäftigung. Gartenzuweisung an Privathaushalte sollte Pflicht werden, auch in Spanien. Gemüse und Obst, dass bei Sonnenschein wachsen kann, könnte jeder selbst anbauen und sich daran erfreuen. Wer essen möchte sollte das auch dürfen unter Achtung von Umwelt und Natur. Industrieanlagen haben noch niemandem Spass gemacht.

Obst und Gemüsepflanzen sollten bei uns übrigens auch unversehrt wachsen dürfen. Die Zerstörer solcher Pflanzen sind völlig daneben!
Wer essen ablehnt, kann seinen grünen Garten ja einfach grün gestalten. Und bitte auch die Grünpflanzen wachsen lassen statt alles ratz fatz abzusäbeln.

Entweder oder

Entweder man hat eine Marktwirtschaft oder einen Fünfjahresplan!
Nämlich das sind Subventionen.
Vom Staat geforderte Arbeit die Otto-Normal bezahlt.

Der Nachfrager - 12:21 h: Diese Thematik ist seit Jahren,

um nicht zu sagen Jahrzehnten in diversen Wissenschafts- und Wirtschaftssendungen regelmäßig auf der Agenda, so man sich dafür interessiert.
Dass die TS ist nicht mit gleicher Regelmäßigkeit bringt, hat wohl auch damit zu tun, weil dann postwendend Beiträge kommen, die monieren, ob man nichts Wichtigeres zu berichten hätte, dass man sich dauernd wiederhole.
Die "Erpressbarkeit" von Polen, Ungarn usw. kann man gerade bestens erleben. (nicht!)
Griechenland passt letztlich auch nicht, weil hier eine neuerliche Bankenrettung, auch deutscher Geldhäuser, die sich verzockt haben, als Rettung des Landes verkauft wird. Griechenland erfüllt übrigens, nebenbei bemerkt, seine Selbstverpflichtung ggü. der NATO, nicht zuletzt, weil sie trotz "Rettung" die dt. U-Boote abnehmen mussten. MfG

11:32, Emil66

>>Diese EU kümmert sich schon lange nur noch um die Ausbeuter.
Eine EU der Europäer kann es nicht geben, das würde der Wirtschaft und den Banken schaden!!<<

"Die Wirtschaft" ist das, wovon wir alle leben.

Und "die Banken" sind für's Geld zuständig. Ohne Banken hätten wir keins.

Das System, in dem wir leben, nennt sich "Kapitalismus". Und das funktioniert genau so.

Solange man nicht die Systemfrage stellt, ist es völlig müßig, auf Wirtschaft und Banken zu schimpfen.

Und man muss nicht mal das System als solches in Frage stellen, man kann auch, gut sozialdemokratisch, versuchen, es gesetzlich zu zähmen.

Dann sollte man allerdings nicht ständig konservative Mehrheiten zusammenwählen und dann, wenn die erstaunlicherweise keine arbeitnehmerfreundliche Politik machen, die Rechtsradikalen stärken. Deren Bekenntnis zu den Interessen des "kleinen Mannes" sich doch nun wirklich oft genug als Lippenbekenntnis herausgestellt hat.

Mit der Schwarmintelligenz ist es wohl nicht weit her...

Es geht nicht darum was man in der EU unterstützt oder was nicht, es geht darum, dass subventionierte Agrarprodukte in 3te Welt Staaten exportiert werden und dortige Betriebe zerstören. Ein afrikanischer Bauer kann sich gegen die staatlich subventionierte Konkurrenz aus Europa nicht halten!

Agrarsubventionen treiben daher viele tausend Menschen in den Hungertod.

50.000 Kontrolleure einstellen

Eine einfache und gute Lösung sei folgende: Der Lissabonner Vertrag wird geändert. Die EZB erschafft Geld aus dem Nichts. Die EU stellt 50.000 Lebensmittelkontrolleure in Vollzeit und gutem Gehalt ein. Das Kontroll-System ist kontrollierend und aufklärend unterstützend. Maximalbefugnis der Kontrolleure: Konzessionsverbot.

Unerlaubte Ware bei Discounters gefunden? Sanktion und Veräußerungsverbot für dieselbe Sparte. Bei wiederholtem Verstoß: Entzug der Handelslizenz.

100%ige Funktionsgarantie. Umsetzungsdauer: 12 Monate.

12:25, Einerer, @12:06, fathaland slim

>>Was ist da linksradikal?
Warum kaufen die Leute Billigramsch im Supermarkt? Weil die Löhne zu gering sind. Und da man in erster Linie mal was zu essen braucht, muß man dort anfangen. Ordentliches Essen bedingt erstmal mehr Geld zur Verfügung zu haben.

Das Verhältnis von Löhnen, Preisen und Gewinnen ist völlig aus dem Gleichgewicht.
Da ist nix linksradikal.<<

Lesen Sie doch bitte meinen Kommentar noch einmal. Dann verstehen Sie eventuell vielleicht möglicherweise, was ich mit "linksradikal" meinte.

Kleiner Tip: Ihre Ausführungen zu Löhnen und Preisen meinte ich nicht. Die fand ich aus anderem Grunde erstaunlich, wie ich auch schrieb.

@Ganzbaf - höchst fragwürdig

Ganz richtig. Höchst fragwürdig, dass der EU-Agrarminister keinen Handlungsbedarf sieht.

Jeder der Gelder zur Bankenrettung oder aufgrund eines heillos überschuldeten Staatshaushalts haben will, muss einen ganzen Haufen Bedingungen erfüllen. Und wenn er dran erstickt.
Aber EU-Fördergelder für Lebensmittel und Landwirtschaftsindustrie werden ohne Bedingungen rausgehauen? Stattdessen dürfen diese Empfänger sich selbst regulieren und kontrollieren...

Empörend, schamlos, dreist und leistet einem geradezu kriminellem Missbrauch Vorschub.

Konkurrenzfähigkeit

Warum muss das Gemüse in Afrika denn konkurrenzfähig zu EU Produkten sein? Warum muss Spanien denn für uns anbauen? Am besten ist doch, wenn jedes Land selbst anbaut, urbane Gärten für Städter gestaltet und diese auch genutzt werden können. Am besten diese Flächen werden an jeden Bürger Zwangszugewiesen, für den persönlichen Beitrag zu einer gesunden Landwirtschaft bzw. zum Grünflächenerhalt. Und schon gehen viele der Arbeitslosen bzw. der "Bürohengste" einer relaxten Tätigkeit im Freien nach statt vor dem Fernseher zu hocken, aggressive Filme zu schauen oder dem Ruin der Natur tatenlos zuzusehen.

@ Einerer

„ Warum kaufen die Leute Billigramsch im Supermarkt? Weil die Löhne zu gering sind. Und da man in erster Linie mal was zu essen braucht, muß man dort anfangen. Ordentliches Essen bedingt erstmal mehr Geld zur Verfügung zu haben.“

Das ist Unsinn. In südlichen Ländern mit deutlich geringerem Lohnniveau gibt man verhältnismäßig mehr Geld für Nahrungsmittel aus. Das Nahrungsmittelpreisdumping ist ein deutsches Problem- eine Folge der Discounter. In anderen Ländern kauft man Gemüse und Obst auf dem Markt - hier bei Aldi und Lidl. Die Deutschen geben ihr Geld lieber für andere Sachen aus - gutes Essen steht da hinten an.

Stabile EU dank der EU Bürger

Es gehört dann auch etwas Eigenverantwortung von Bürgern dazu, sich gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Betonwüsten zu wehren und gerade bei dem Anbau von Grünpflanzen, Obst und Gemüse regional Verantwortung zu übernehmen. EU weit.

11:32, Belinea

>>Deutsche Supermärkte lehnen Verantwortung ab,
wenn es um Menschenrechte geht. Kann man aber werbewirksam z.B. auf ein nicht vorhandenes Bienensterben hinweisen, dann werden Regale leergeräumt und Blumenmischungen verteilt. Die Gesellschaft interessiert sich eben in unserer Welt des Überflusses viel eher für Tieren als für Menschen, um ihr schlechtes Konsumgewissen und ihren dekadenten Lifestyle irgendwie wieder auszugleichen, am besten auf Kosten anderer.<<

Nicht vorhandenes Bienensterben?

Sie haben, mit Verlaub, nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung.

Unterhalten Sie sich doch bitte einmal mit einem Imker oder einem Obstbauern.

Ohne Bienen gibt es kein Obst.

Aber Sie haben schon Recht, Blumenwiesensamenmischungen sind gegen das Bienensterben komplett wirkungslos.

Und es sind nicht nur

die fragwürdigen Arbeitsbedingungen. Man schaue sich nun auch noch die Bewässerung z.B. der (Ganzjahres) Erdbeerplantagen an. Grundwasser wird, zum Teil ohne Bezahlung, abgezapft. Der Spiegel sinkt drastisch. Einheimische Kleinbauern kommen an das Wasser das sie brauchen nicht mehr ran. Alles für billigwn Erdbeer-Ganzjahres-Export. Und auch hier schauen EU-Politiker weg.
Bei meiner letzten Andalusienreise sah ich kilometerlang nur noch weissen Zelte - Erdbeeren, Tomaten, Bananen soweit das Auge reicht.

Es ist doch ...

... der eigentliche Sinn und Zweck des Elitenprojektes EU reiche Minderheiten sowie deren Helfer und Helfershelfern auf Kosten der Allgemeinheit immer reicher zu machen. Die Agrarpolitik ist dafür nur ein Beispiel von vielen. Nur nimmt dies allmählich beängstigende Züge an, weil sich dieser politisch gewollte und aktiv geförderte Umverteilungsprozess immer weiter und tiefer in die frühere Mittelschicht hinein frisst.

Rechtsstaat

Der Rechtsstaat muss vor Ausbeutung, Enteignung schützen. Sprechende und schreibende Bürger, genau so wie Stumme und Fremdsprachler haben ein Recht auf Privatsphäre, Eigentum, gegen Leibeigenschaft und gegen Vertreibung. Dieses Gesetz und diese Verantwortung steht im Grundgesetz und in den Menschenrechten. Eine Destabilisierung ist nicht zu empfehlen.

Am 09. Juli 2018 um 10:38 von andererseits

Das ist nicht ganz richtig oder besser komplett, denn außer diesen 4 Dingen benötigen wir noch große Mengen an Futtermittel und wir haben mehr Lebensmittel.
Und es gab eine Erklärung in einer Doku was wir alleine an Fläche für Schwein und Rind benötigen, das waren 2-3 Bundesländer die nur dafür zur Verfügung stehen müssten.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

" Wie viel Fläche benötigt unsere Ernährungsweise in Deutschland?

Mit unserem Ernährungsstil mit viel Fleisch benötigen wir Deutschen mehr Fläche, als wir zur Verfügung haben. 20,1 Mio. Hektar Fläche wird für unsere Ernährung genutzt, in Deutschland stehen aber nur 16,8 Mio. Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung, von der derzeit ca. 10 % zur Erzeugung von Energiepflanzen genutzt wird. Insgesamt belegen wir für unsere Ernährung 5,5 Mio. Hektar Fläche zusätzlich im Ausland, vor 10 Jahren waren es noch 3,8 Mio. Hektar.

Würde sich aber sofort ändern, wenn wir nichts mehr exportieren.

Das ist ein Auszug.

Am 09. Juli 2018 um 10:38 von andererseits

Das ist nicht ganz richtig oder besser komplett, denn außer diesen 4 Dingen benötigen wir noch große Mengen an Futtermittel und wir haben mehr Lebensmittel.
Und es gab eine Erklärung in einer Doku was wir alleine an Fläche für Schwein und Rind benötigen, das waren 2-3 Bundesländer die nur dafür zur Verfügung stehen müssten.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

" Wie viel Fläche benötigt unsere Ernährungsweise in Deutschland?

Mit unserem Ernährungsstil mit viel Fleisch benötigen wir Deutschen mehr Fläche, als wir zur Verfügung haben. 20,1 Mio. Hektar Fläche wird für unsere Ernährung genutzt, in Deutschland stehen aber nur 16,8 Mio. Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung, von der derzeit ca. 10 % zur Erzeugung von Energiepflanzen genutzt wird. Insgesamt belegen wir für unsere Ernährung 5,5 Mio. Hektar Fläche zusätzlich im Ausland, vor 10 Jahren waren es noch 3,8 Mio. Hektar.

Würde sich aber sofort ändern, wenn wir nichts mehr exportieren.

Das ist ein Auszug.

EU-Millionen für Ausbeuter

Wenn ein Betrieb nur mit Subventionen läuft ist zunächst mal zu klären,wer dem Betrieb die Subventionen beschafft hat denn das sind meist Klüngelleien die viel mit dem Handaufhalten auf beiden Seiten zu tun haben. Wenn aber nun die Handaufhalter die anderen Handaufhalter überprüfen sollen was soll aus der Überprüfung werden ?

Grüne Landschaften und Städte

Wenn Arbeitsbedingungen eingehalten werden, ist gegen den Anbau von Obst und Gemüse nichts einzuwenden. Ist die Frage wie groß der Anbau sein sollte, und welche Region daraus bedient wird. Gegen regionale Versorgung ist nichts einzuwenden. Urbane Gärten, Mischung aus Grünfläche und Obst Gemüseanbau halte ich immer noch für sinnvoll. Wir haben im Winter leider ein Klima, dass ganzjährige Versorgung nicht ermöglicht.

@ 11:44 von Heribert

wo ist denn der Sinn deshalb AfD zu wählen? Damit wir in Deutschland die gleichen Verhältnisse haben, oder warum?
Sie wählen eine Partei, die die größten Einschnitte in den Sozialleistungen und die Abschaffung des Mindestlohnes will, wissen Sie das überhaupt? Und dann noch den Austritt aus der EU, dann können wir uns doch gleich alle selbst versorgen - ich hoffe Sie haben einen großen Garten.

Erdbeerhof, Apfelhof, Gemüsehof

Solche Höfe wären eine gesunde unterhaltsame Abwechslung zu städtischen Autohäusern und Bürogebäuden mit viel Spass für Kinder und Erwachsene.

Es schmeckt

Ich bin nicht der Meinung das "Beschissen" wird, ich bin der Meinung, dass es Menschen gibt, die einfach gerne Essen und den Geschmack geniessen können.

subventionen?

300 olivenbäume, 70 mandelbäume, 40 johannisbrotbäume .. allein und 100% biologisch bewirtschaftet ..

subventionen= 0,-

stundenlohn= ~ 1,20 €

Ohne den Vertrieb selbst zu organisieren und ohne andere Einnahmequellen ein anstrengendes Hobby ohne Überlebenschance ..

großbetriebe erhalten hier bis zu 3,50€ pro baum, welche in pesti,-herbi,-funghizide, benzin und chemische düngemittel zu billigstpreisen investiert werden ..

Vielen Dank liebe EU

EU-Subventionen für Ausbeuter

Wenn die EU schon Subventionen zahlen will, kann sie das doch auch für den Verbraucher machen.
Wir haben preiswertes Obst und Gemüse, die Erntehelfer gerechten Lohn, und die Bauern vernünftige Preise.
Und für den Supermarkt fällt auch noch was ab.
Und alles wäre ein wenig gerechter!

Und die Avokado ist auch lecker

und billig. Angebaut in riesigen Farmen in Südamerika. Blöd nur das die Bewohner in Peru nun kein Trinkwasser mehr haben... Dafür werden die Großgrundbesitzer immer reicher und der kleine Mann muss sich das Wasser liefern lassen. Krank? Ja aber höchst lukrativ

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