Kommentare - Empörung nach Attacke auf Männer mit Kippa in Berlin

18. April 2018 - 18:01 Uhr

Zwei Männer werden in Berlin angegriffen - offenbar nur, weil sie Kippa tragen. Die jüdische Kopfbedeckung trugen sie als Test, sagt einer der Männer später. Quer durch alle Parteien löste der Angriff Empörung aus. Nach den Tätern wird gefahndet.

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Kommentare

nicht vom Thema ablenken:

in den Medien liest man über andere Vorfälle an Berliner Schulen, insbesondere ein Fall, ein 18jähriger jüdischer Schüler wird innerhalb der Schule attackiert. Aber anstatt das die angreifenden Mitschüler sofort von der Schule fliegen, "darf" der besagte jüdische Mitschüler in den Pausen im Gebäude bleiben. Da hört es doch auf! Ich finde hier gehört die Schule angeklagt.

Tabus haben Tabus zu sein!

Im Übrigen Inszenierung oder Provokation, egal, sie ist richtig, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Religion/en - Nein danke!

Religionen haben noch nie zum Frieden beigetragen! Leider kann man sie nicht verbieten oder überflüssig machen
Man soll wissen, nicht glauben!

um 21:35 von ein syrer

>>"...In arabischen Facebook-Gruppen, wird erzählt, dass der angebliche Jude der Islam geschimpft hat, deshalb hat der Angreifer überrascht gesagt“ du bist auch Jude!!“ und wusste der Angreifer nicht von Anfang an, das die Person gegenüber Jude ist...."<<

Wird also erzählt? Auf einmal war es ja ganz anders oder? Das sein Gegenüber Jude war konnte er nicht an der Kopfbedeckung erkennen oder was? Und wenn er über den Islam geschimpft hätte, rechtfertigt dann das natürlich solch einen Angriff? Merken Sie eigentlich was Sie da von sich geben?

Großartige Aktion

Gehen wir mal davon aus, alles hat sich so zugetragen, wie es im Artikel steht, dann handelt es sich natürlich um eine gewollte Provokation. In der Regel halte ich so etwas für unnötig und sogar schädlich, aber es gibt Ausnahmen, so wie hier.

Ein arabischer und ein jüdischer Israeli reißen mal eben mutig Grenzen ein.

Ich bewundere diese Zivilcourage.

Zumindest einer der Angreifer wurde ja gefilmt, Tonaufnahmen gibt es wohl auch. Es müsste also nicht schwer sein, ihn zu finden.

Das wird dann auch durch die Presse gehen, hoffentlich. Auch der Prozess sollte dann öffentlich gemacht werden, um der einschlägigen Klientel deutlich zu demonstrieren, daß antisemitische Übergriffe in Deutschland nicht gehen.

Ich erinnere mich noch, wie überrascht ich war, als ich zum ersten Mal in Antwerpen war und als Juden erkennbare Juden selbstverständlich die Straßen belebten. Dies fängt in Deutschland gerade erst wieder an und muss weiter erkämpft werden.

Die heutige Aktion setzt da ein Zeichen.

@21:41 von Rimpimpim

Nachdem ich gelesen habe, daß der "Spaziergang" inszeniert war, kam mir auch solch Gedanke. Solche Filmchen werden ja desöfteren von div. Aktionsgruppen gedreht, um Aufmerksamkeit für eher vernachlässigte Themen zu erhöhen.
Da die Täter ja abgelichtet sind, sollte posit. Ermittlungsergebnisssen ja nichts im Wege stehen. Dann wissen wir vielleicht mehr.

@MorgenthauPLAN wenn Juden

@MorgenthauPLAN
wenn Juden nach Israel auswandern ist das für sie heimreise? warum sollte dann für sie Israels Politik veränderungswürdig sein.konnten sie ihren Antisemitismus nicht besser verstecken?.

@ 21:33 von tobeorwhat

"Das Undenkbare denken"

Ein fantastischer Kommentar - nüchtern und auf dem Boden nachprüfbarer Tatsachen.
Ebenso wie die beiden vorangegangenen Kommentare um 21:23 und 21:24 Uhr.

Worüber also wundert man sich?
Die Entwicklungen sind vorhersehbar gewesen und selbst jetzt, nachdem viele vorhergesehenen Situationen eingetreten sind, wird verharmlost und relativiert.
Bedauerlicherweise wurde und wird der, der vorhergesehen hat, der aufgezeigt und kritisiert hat, als fremdenfeindlich, asozial und als rechtsaußen tituliert.

20:02, Misses Figg

>>Das es immer noch zu verhältnismäßig wenigen Übergriffen dieser Art kommt liegt definitiv daran, dass kaum ein Jude die Kippa überhaupt noch in der Öffentlichkeit trägt. Mich wundert das nicht.<<

Richtig.

Das hat vor achtzig Jahren aufgehört.

Die Kippa, die man freiwillig trug, wurde damals durch einen Stern ersetzt, den man zwangsweise trug.

Ich habe in der Zeit, in der ich in Deutschland aufwuchs, nie eine Kippa gesehen. In den Niederlanden, England, Belgien oder Frankreich war das anders. Für mich als jungen Mann, in den 70ern, definitiv ein Hingucker.

Das ist wohl für jemanden, der selten aus Deutschland rauskommt, immer noch so.

Das kann man mit Fug und Recht als die Last unserer Geschichte bezeichnen, die sich im Straßenbild manifestiert.

In Antwerpen habe ich in den 90ern zum ersten Mal viele Juden mit Schläfenlocken gesehen. In Deutschland noch nie.

Wahrscheinlich wussten nicht

Wahrscheinlich wussten nicht mal die Täter ob sie die jüdische Religion verachten oder ob sie jeden Juden für die Politik Israels zur Rechenschaft zu ziehen versuchen. Deswegen machen Mutmaßungen, an dieser Stelle, wenig Sinn. Gewalt gegen andersgläubige ist gleichwertig mit Gewalt gegen Menschen mit anderen optischen Attributen oder gegenüber Menschen vom anderen U-Bahnsteig. Deswegen sollte jede Gewalttat auch für gleiches Aufsehen sorgen...

20:03, MorgenthauPLAN

>>@supramedial
Gute Heimreise.
Vielleicht können Sie an der illegalen Besatzungspolitik Israels was ändern.<<

Es werden Menschen angegriffen, die wie Juden aussehen, und Sie heben auf Israel ab.

Aber Antisemit sind Sie ganz gewiss nicht.

Bitte richtige Debatte führen ...

Ja! ... Diese Attacke in unserem Land auf Menschen Jüdischen Glaubens ist im Sinne unseres Grundgesetzes als nicht zu akzeptieren zu verurteile! Da braucht es keine Diskussion! ... Aber:

Die Teilnehmer der laufenden Debatte täte gut daran die Gründungsgeschichte Israels, den anstehenden Jahrestag und die aktuellen Ereignisse an den Grenzzeunen rund um Gasa zu berücksichtigen. ... Dies soll die Geschehnisse in Berlin nicht legitimieren, sondern lediglich daran appelieren nun vermeindliche Wahrheiten in der Stigmatisierung von Muslimen als Menschenhasser zu suchen. ... Ja, Muslime und insbesondere Palestinenser haben ein Problem mit Israel! Mit Blick auf deren Geschichte ist dieser Hass auf Juden jedoch nachvollzeibarer als der auch von Deutschen gelebte Antisemitismus. ... Das Eingreifen der jungen Frau hat klar gezeigt, daß Antisemitismus in D. nicht akzeptiert ist. ... Diese Debatte, und nicht die über das Verhältnis mancher Moslime zu Israel, sollten wir stärken!

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