Ihre Meinung zu: Regierungsbericht: Fachkräfte fehlen schon jetzt

30. August 2017 - 11:05 Uhr

Stellen bleiben länger unbesetzt, auf eine offene Stelle kommen im Schnitt weniger Arbeitslose - laut der Bundesregierung hat der Fachkräftemangel in manchen Branchen und Regionen schon begonnen. Sie will jetzt gegensteuern.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.5
Durchschnitt: 3.5 (14 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Eine Sache der guten Bezahlung

Ärzte mit speziellem Fachwissen gehen ins Ausland, immer noch und häufig.
Das führt zu einem Fachkräftemangel.
Die Gesundheitspolitik nervt hier und die Bezahlung ist oft sehr viel schlechter als im Ausland.
In ganz Deutschland fehlen Ärzte für spezielle Stoffwechselerkrankungen. Stellenausschreibungen des UKE bleiben daher leider schon seit 5 Jahren unbesetzt.
Einen einzigen Bewerber gibt es....der aber ist anscheinend zu teuer...er wechselte nun in eine Privatklinik.
MFA´s wechseln zur MTA, weil es besser bezahlt wird. Mit Kind kommt man als MFA kaum noch über die Runden.
Ärzte schieben ewig lange Schichten und kennen kaum noch ihre Familien, wenn sie an Kliniken arbeiten. Dort verbleiben die erfahrenen Ärzte kaum noch. Sie sehen zu, dass sie anderswo unter kommen.
Unser Kinderarzt hat sich selbstständig gemacht. Er war zuvor Oberarzt einer Klinik.
Heute verdient er mit weniger Stress mehr Geld, sagt er.

Es geht in diesem Land um Lohndumping.
Landärzte verdienen kaum noch.

ohne bessere Bildung wird das nix

Die Voraussetzung dafür ist eine bessere Schulbildung. 1,9 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene haben laut Tepe (GEW) bundesweit keine Ausbildung. Laut Caritas verlassen in Bremen 7,4 % der Jugendlichen die Schule ohne Schulabschluss, d.h., diese besitzen größtenteils nicht einmal die Mindestanforderungen, was das Lesen, Schreiben und Rechnen betrifft. Demzufolge können sie, wenn überhaupt, nur unqualifizierte Tätigkeiten in Helferberufen ausführen. Helferberufe, die es früher einmal gab, werden aber immer mehr abgebaut. Es ist ein Skandal, wie unverantwortlich mit den Menschen umgegangen wird. Inzwischen ist hier (in Bremen) sogar das Sitzenbleiben behördlicherseits unerwünscht und nicht mehr üblich. D.h., wer einmal nicht mitkommt, aus welchen Gründen auch immer, wird seine Lücken nie wieder aufholen können. Das wird getarnt als "Inklusion" und differenzierender Unterricht. In Wahrheit ist es billig, billig, billig.

würde gar nicht existieren

- wenn man Fachkräfte angemessen bezahlen würde ...
- wenn man Fachkräfte ausbilden UND übernehmen würde ...

Dass wir zukünftig einen Mangel an Managern haben werden, vermag ich kaum zu glauben, bei Forschern und Ingenieuren schon.

Ob wir einen Ärztemangel haben, ist immer Auslegungssache - Eigentlich sind die Ärzte nach wie vor immer noch falsch verteilt und die Attraktivität des Berufes ist durch einige Umstände nicht mehr so wie früher gegeben. Ende der 1980er Jahre hatten wir eine "Ärzteschwemme", 20 Jahre später hatten wir 20.000 Ärzte mehr und seitdem haben wir durchweg einen "Ärztemangel". Wir haben einen Mangel durch mehr!

Die Ärzte sind falsch verteilt, weil durch das Abrechnungsmodell mit Krankenkassen kein Arzt auf dem Land arbeiten möchte. Abhilfe schafft die Bezahlung nach Zeit und nicht nach Anzahl der Patienten und Art der Leistung.

Dass Pfleger/-innen knapp werden, ist auch Fehlern im System geschuldet, denn auch die verdienen nicht das, was sie verdienen!

Kleine Korrektur: Billige "Working Poor" fehlen - sonst niemand

Die Industrie jammert der Politik die Ohren voll, es fehlen "Fachkräfte". Ist schon nicht ganz falsch - es fehlen Fachkräfte, die freiwillig zu den gebotenen Konditionen schuften wollen.
Die Arbeitnehmer bestehen auf Ihrem Status Quo (unbefristet, anständige Entlohnung) und Industrie / Handel sehen durch die globale Konkurrenz ihre Margen in Gefahr.
Dafür können die Arbeitnehmer aber nix - die Unternehmen sollten wieder auf Innovation setzen und überzeugendere Produkte / Services anbieten.
DAS wiederrum klappt nur mit Mitarbeitern, die motiviert sind, und nicht in Angst leben müssen.

Ich hätte da schon mal Massnahmen

um den Mangel abzufedern.
Runter mit der Wochenarbeitszeit auf 30 h und runter mit der Arbeitsbelastung. Dann können Fachkräfte auch bis 67 arbeiten.
War natürlich schon immer schwierig, das Entscheidern zu vermitteln, die ihre Legimitation ausschliesslich aus der Anwesenheitszeit im Büro ziehen.

Zusätzlich wäre es nicht schlecht Fachkräfte vernünftig zu bezahlen. 1500 € für einen Koch der abends/nachts und jedes Wochenende arbeitet ist ein Witz. Bedienungen geht es genauso.

Warum soll Jemand Bäckereifachverkäuferin lernen wenn absolut klar ist, dass man dann sein Leben lang Aufstocker ist, weil Ausgelernte so schlecht bezahlt werden.

Die Ausbildung zur Lebensmittelfachverkäuferin wird ja gut bezahlt (ca. 900€ im ersten Lehrjahr). Aber dann gibt es nur Teilzeitjobs mit maximal 24h pro Woche, jederzeit abrufbar. Wie soll man da noch genug dazuverdienen das es wenigstens zum Mindestlohn reicht?

Da gibt es einige Möglichkeiten zum Gegensteuern.

nun ,dann fragen Sie Leute, die über 50 sind

gut ausgebildet usw. Zu teuer. Man will Fachkräfte, am Liebsten spottbillig usw.DAs wird nichts.Junge Leute gehen, wenn sie fertig sind. Hier verdienen sie zu wenig

das ende der erwerbsarbeit

vielmehr läutet die technische entwicklung das ende der erwerbsarbeit ein. darauf sollte die politik sich konzentrieren und nicht hirngespenste vom fachkräftemangel an die wand malen. wir haben jetzt eine schwelle überschritten wo es einne unglaubliche beschleunigung dieser entwicklung gibt und in schon in 10 jahren wird die welt eine ziemlich andere sein als heute. nur das es anscheinen die vorstellungskraft der meisten mitbürger überfordert.gerede das es an fachkräften mangel wird ist da einfach nur kontraproduktiv.

Um mal auf das Foto mit den Ärzten einzugehen:

In Deutschland haben wir einen hammerschweren Nummerus Klausus. Ohne Abi mit mindestens 1,0 besteht keine Change auf einen Studienplatz.

Viele, die Medizin studieren wollen warten jahrelang, arbeiten zwischendurch als Rettungssanitäter oder klagen sich einen Studienplatz ein, wenn sie genug Geld haben ect..

In der Zwischenzeit werden Ärzte aus Osteuropa angeworben, weil die Krankenhäser nicht genügend Bewerber bekommen.

re 12:25 von yolo

>>Die Gesundheitspolitik nervt hier und die Bezahlung ist oft sehr viel schlechter als im Ausland.<<

Im Gesundheitssektor ist die Bezahlung wahrscheinlich nicht einmal das ausschlaggebende Argument, sondern eher die Arbeitszeit. In unseren Krankenhäusern müssen die Assis (Assistenzärzte) oft 30-Stunden- Schichten machen, unterbrochen nur durch ein paar Stunden Bereitschaft. Ist die Unfallambulanz voll, gibt es gar keine Ruhephase. Im Ausland gibt es feste Arbeitszeiten.

@Gnom..

Pflegekräfte fehlen,aber dies liegt meines Erachtens nicht nur am Geld..

..wenn Menschen aus dem BWL-Bereichen Kliniken wie Unternehmen führen und alles auf Effizienz trimmen bleibt immer weniger Zeit für die Patienten und immer weniger Kräfte pro Schicht..

..wenn immer mehr patientenferne Arbeiten wie Dokumentationen und Telefondienst für andere Berufsgruppen miterledigt werden müssen..

..wenn Todesfälle in Kliniken wie die in Oldenburg und Delmenhorst immer wieder aufgekocht und breitgetreten werden,

wenden sich junge Menschen ab..

Ich bin seit 30 Jahren Fachkrankenpfleger in der Geschlossenen und würde diesen Beruf jetzt nicht mehr ergreifen!

Den letzten Lehrling...

haben wir bei uns im Betrieb vor 15 Jahren ausgebildet. Und ich verstand meinen Chef da voll und ganz... Warum sich mit "Faulen und undankbaren" Teenagern rumärgern wenn er offene Stellen so leicht mit bereits ausgebildeten Leuten besetzen konnte. Seit etwa 5 Jahren ist das nicht mehr so. Der Chef jammert das er eine Stelle seit 3 Jahren nicht besetzen kann. Auf meinen Einwand das wenn vor 3 Jahren einen Lehrling genommen hätte er nun einen "Jung Gesellen" hätte gab's nur ein Schulterzucken. Der Rest machte halt Überstunden und nun haben wir Ungarn im Betrieb. Natürlich ausgebildete.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Offiziell gibt es immmer noch

Offiziell gibt es immmer noch ca 2,5 Millionen Arbeitslose. Seit Beginn der Massenarbeitslosigkeit vor über 40 Jahren, haben es weder die Arbeitgeber noch die Jobagenturen geschafft, diese Arbeitslosen auch nur Ansatzweise weiterzuqualifizieren. Und wenn die bis heute nicht gebraucht werden, weil trotz "Forderungen " die "Förderung" ausbleibt, könnte man sie auch in eine auskömmliche Rente schicken. Bis 2030 oder 2040 ist aber noch ein bisschen Zeit, da könnte es mit der Förderung ja noch klappen. Oder man holt sich noch ein paar billigere ausländische Fachkräfte, um die eigenen Arbeitslosen noch mehr unter Druck zu setzen und sie "klein" zu halten. Egal wer Kanzler wird, das Letztere wird eintreffen, doch die noch unentschlossenen Wähler lassen hoffen.

Kopf->Tisch

Die selbe Meldung wird alle 3 Monate präsentiert. Die Bundesregierung wollte und will immer gegensteuern.

Sagen wir doch schlicht wir haben keinen Fachkräftemangel.
Deutschland ist Letzter im Bereich der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätiger innerhalb der OECD.
Im Vergleich leisten ein arbeitender Grieche 50% mehr Stunden als ein Deutscher.

Würde man sagen wir bräuchten gebildete Fachkräfte dann würde schlicht so argumentieren, das Bildung eine Sache der Finanzen ist.
Und zwar der Finanzen der Eltern. Da gerade Wohlverdienende einen gewissen Kindermangel vorweisen können und insbesonder schlechtverdienende Familien sehr kinderreich sind ist das Problem hausgemacht.
Hätte man die Löhne entsprechend der Produktivität angepasst würde es auch mehr und besser gebildete Fachkräfte geben.

Regierungsbericht

Ich dachte, vor zwei Jahren kamen nur Fachkräfte, die alle Probleme beheben. Wohl doch nicht...

Es gibt ein fehl an Managern? In der Zeit, in der ein Hausmeister "Facility Manager" genannt wird bestimmt. Viele BWLer sind doch jetzt schon arbeitslos oder arbeiten unterbezahlt, wohin will man denn mit noch mehr?

Und zum Schluss: Solange es mehr als zwei Arbeitslose pro Stelle gibt, gibt es keinen Fachkräftemangel. Da muss die Industrie eben mal etwas tun und in Menschen investieren, anstatt sich die Gehälter der Vorstände zu erhöhen.

Es darf gelacht werden...

Es wird also einen Mangel an "Managern, Forschern, Ingenieuren, Ärzten, Pflegern und medizinischen Assistenten" geben.
Daraus sollte man doch schließen, dass alle anderen Berufe, angefangen beim neudeutschen "Mechatroniker" über Metallarbeiter generell bis hin zu gemeinen Facharbeitern in der Chemie- und sonstigen Industrie übersetzt sind und in den nächsten zwanzig Jahren Auslaufmodelle sein werden.
Hey, Kiddies, habt Ihr gehört? Werdet lieber Manager, Forscher, Ingenieure und Ärzte - aber lernt keine IHK-Berufe mehr... und alles wird gut.

Und wo bleibt die richtige Reaktion?

"Stellen bleiben länger unbesetzt, auf eine offene Stelle kommen im Schnitt weniger Arbeitslose - laut der Bundesregierung hat der Fachkräftemangel in manchen Branchen und Regionen schon begonnen"

Wie jetzt?
Es gibt immer noch genug Arbeitslose, aber pro Stelle weniger, als früher?

Ja dann sollte man diese dämlichen Gesetzte überarbeiten und Arbeitslosen erlauben sich zu qualifizieren oder neue Ausbildung unter Anrechnung der alten zu beginnen, Zweitstudium unter Anrechnung des Abschlusses usw.
Bislang sind die Maßnahmen meist nicht das Papier wert, auf dem die Teilnahme bescheinigt wird.
Und die meisten Arbeitslosen können das schon wegen der Krankenversicherung nicht ohne Hilfe leisten.

Voraussetzung ist eine gute Schulbildung

Ohne vernünftige Bildung mit qualifizierten Abschlüssen, auch wenn es anständiger Hauptschulabschluss ist, wird es nicht mehr Fachkräfte geben. Sollen Arbeitgeber ihren Azubis alles vermitteln, was im Elternhaus und in der Schule versäumt wurde? Erst einmal muss mehr Bildung her. Deshalb brauchen wir in den Behörden qualifizierte Bildungsexperten und keine abgehalfterten LehrerInnen, die aufgrund von Burn-Out keinen Schuldienst mehr machen können, ausgemustert wurden und jetzt ihre letzten Dienstjahre als „Fachkraft für Behördenbriefeschreiben und Anweisungenformulieren“ verbringen. Wir brauchen motivierte, engagierte LehrerInnen vor Ort, die von Politik und Gesellschaft wertgeschätzt und unterstützt werden. So einfach ist das.
Wenn es in der Bildung klappt, dann klappt's auch mit der Ausbildung zum Facharbeiter.

Fachkräfte fehlen schon jetzt

Jahrzehntelang wurde das Thema Bildung und Ausbildung vernachlässigt und jetzt kommt das große Erstaunen. Ich nenne das Ziel.- und Planlos.

Das Märchen vom Fachkräftemangel

Das Märchen vom Fachkräftemangel wird uns von der Regierung schon die letzten 10 Jahre erzählt.
Dabei suchen auch gut ausgebildete Fachkräfte nach wie vor einen anständigen Arbeitsplatz in Dauerstellung.
Mit Hilfe von Harts IV werden sie jedoch von den Arbeitsagenturen regelmäßig zur Arbeit in Zeitarbeitsfirmen gezwungen und so geht ihr Potenzial für den Arbeitsmarkt verloren.
Nun bietet die Arbeitsministerin (SPD) zum wiederholten Male sinnlose Lösungen an.
Und was haben die Arbeitslosen Fachkräfte davon?
Natürlich!
Wieder Billigjobs befristet.

Fachkräftemangel oder Lohndrückerei?

Wir haben 2,5 Mio offizielle (schöngerechnete) Arbeitslose, und 4 bis 5 Mio "richtige" Arbeitslose, wenn man z.B. die in Fortbildungen, 1-Euro Jobes oder die Ende 50jährigen mit einbezieht. Wieso können diese Leute nicht seit Jahrzehnten in Arbeit gebracht werden?

Es kommen ohnehin nicht genügend ausgebildete Fachkräfte nach Deutschland. Einen großen Teil der Fachkräftelücke muss also durch Ausbildung in Deutschland geschlossen werden.

Probleme gibt es in nicht angemessen bezahlten oder unbeliebten Berufen. Um das Lohnniveau auch für diese Berufe unten zu halten oder zu drücken, schreien die Branchen den Fachkräftemangel herbei, damit sich Nachfrage und Angebot zu Gunsten der Arbeitgeberseite entwickelt.

re eisgebärter knut

"Und zum Schluss: Solange es mehr als zwei Arbeitslose pro Stelle gibt, gibt es keinen Fachkräftemangel."

Sie rechnen auch: 2 arbeitslose Maurer ersetzen einen gesuchten IT-Spezialisten. Passt.

Selber Schuld

Wer nicht ausbildet, darf sich über Fachkräftemangel nicht wundern. Aber die deutsche Industrie hätte ja gerne, das ihr die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Und die Flüchtlinge können aufgrund mangelnder Kenntnisse diese Lücke auch nicht schließen. Also müssen sich die Arbeitgeber wohl selber bemühen und wieder ausbilden.

Regierungsbericht:Fachkräfte fehlen schon jetzt

In dem Artikel wird zu wenig darauf eingegangen,was denn unter Fachkräften zu verstehen ist.Manche subsumieren unter den Begriff auch Erntehelfer oder Paketzusteller.Wenn es bei der Besetzung solcher Stellen schon Probleme gibt,dann wirft daß ein Schlaglicht auf Arbeits-und Sozialbedingungen.
Darüber hinaus sollte ein wirklicher Mangel an Fachkräften nicht dadurch gelöst werden,daß man gegenüber dritten Ländern ein "Brain drain",einen Abzug von Gehirnen betreibt.

Wer Fachkräfte will, muss sie ausbilden, von Anfang an

Fangen wir bei den Kleinsten an. Kindertagesstätten, in denen Spielen erlaubt ist und motorische Fähigkeiten gefördert werden, damit die Kleinen nicht vor der Daddelkiste oder dem Fernseher verkümmern. In der Schule müssen wenigstens die Grundfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens und Sozialkompetenz erworben werden. Wir brauchen mehr Wertschätzung für engagierte, motivierte LehrerInnen, wir brauchen eigene Arbeitsplätze/Büros für Lehrerinnen und die Rückendeckung der Politik. Wir brauchen kleinere Klassen und mehr Hilfspersonal, um den Kindern Grundfertigkeiten wie Schleife binden, anständig essen und 'Guten Tag' sagen beizubringen, weil diese Grundkompetenzen in vielen Elternhäusern nicht mehr vermittelt werden können. Vielleicht werden dann aus den Kindern gute Fachkräfte.

15:24 von c.schroeder

"...Erst einmal muss mehr Bildung her. Deshalb brauchen wir in den Behörden qualifizierte Bildungsexperten und keine abgehalfterten LehrerInnen, die aufgrund von Burn-Out keinen Schuldienst mehr machen können..."

Deshalb müssen viel mehr abgehalfterte Juristen mit und ohne Staatsexamen, Politprofis und gescheiterte Selbständige das Bildungsruder in die Hand nehmen. Ungefähr so, wie der Bundestag auch besetzt ist. Diese "Fachkräfte" lösen dann alle Probleme mit der Bildung... so einfach kann die Welt sein!

xxxxx

//Als Hauptgrund für den drohenden Mangel führt Prognos die zunehmende Überalterung der deutschen Gesellschaft an: // Vielleicht sollte man mal auf was neues kommen.

Kurz vor der Wahl erzählt man

Kurz vor der Wahl erzählt man uns natürlich wieder mal das alte Märchen vom "Fachkräftemangel".

Man braucht es als "Argument" für die Masseneinwanderung, obwohl uns sogar die BAMF mitgeteilt hat, dass maximal 12% der Neuankömmlinge mittelfristig in den Arbeitsmarkt integrierbar sein werden.

I

Vielleicht sind ja ..

... hier "http://www.n-tv.de/politik/390-000-Syrer-duerfen-Familien-nachholen-article20006398.html" welche dabei?

".. laut der Bundesregierung

".. laut der Bundesregierung hat der Fachkräftemangel in manchen Branchen und Regionen schon begonnen."
..
Und ich dachte, wir haben schon seit Jahren Fachkräftemangel !?!

um 15:30 von karwandler

"Sie rechnen auch: 2 arbeitslose Maurer ersetzen einen gesuchten IT-Spezialisten. Passt."

Nein, tue ich nicht. Aber zwei Maurer ergeben eine Pflegefachkraft, nach entsprechender Ausbildung. Z.B. Oder Ein Techniker einen Ingenieur.

Man muss die Menschen nur ausbilden. Die Menschen müssen sich natürlich auch ausbilden lassen. Aber wenn bspw. Eine Pflegefachkraft 2000€ netto erhält, Hartz4 inkl. Wohnung 900€ beträgt, sollte ein Anreiz da sein, bei den meisten.

Und woran liegt es?

Die Betriebe suchen die eierlegende Wollmilchsau.

Der Traummitarbeiter: 25 Jahre alt, Ausbildung mit Fachhochschule, 10 Jahre Berufserfahrung, total flexibel (also keine Schulkinder) und vor allem bereit 16 Stunden am Tag zu arbeiten, in einem befristeten Vertrag für 9 Euro die Stunde.

Vielleicht sollten die Unternehmer Arbeit endlich wieder wertschätzen lernen.

In Deutschland ist man ja inzwischen der Meinung, dass ein Leben lang zum Mindestlohn arbeiten, ohne eine Rente erwirtschaften zu können, von der man ohne staatliche Aufstockung leben kann, total ok ist.

Ist es nicht.
Der Mensch leistet, der Mensch verwendet seine Lebenszeit. Der Mensch bringt sich ein.

Der Mensch verdient es, von seinem Gehalt leben zu können.
Der Mensch verdient es, von seiner Rente leben zu können.

Leben - nicht einfach überleben!

Die Gewinnsteigerungen der Unternehmen ergeben sich in erster Linie daraus, dass die Mitarbeiter immer weniger am Erfolg des Unternehmens partizipieren.

tja die Mähr

von den Willkommensfachkräften. Es hat doch geheissen, unsere Migranten wären alle so gut ausgebildet. Doktoren, Ingenieur, Satiker etc. kommen in Scharen nach D. Die anderen die kommen, sind sehr sprachbegabt und handwerklich gut ausgebildet. Warum haben wir dann jetzt angeblich Fachkäftemangel ?! Würde man die ca. 4 bis 5 Millionen tatsächlich Arbeitslosen ausbilden und schulen wäre es bestimmt kein Problem die offenen Stellen zu besetzen. Aber nein, das Geld wird ja benötigt um den zugezogenen angeblichen Fachkräften etwas bei zu bringen. Nun rächt sich halt die Blindheit der Politeliten.

Stimmt...

"In Deutschland haben wir einen hammerschweren Nummerus Klausus. Ohne Abi mit mindestens 1,0 besteht keine Chance auf einen Studienplatz."
Einen hammerschweren Nummerus Klausus bedeutet, dass zu viele Menschen dies studieren und es kaum Studienplätze gibt in dem Fachbereich. Ein Nummerus Klausus sagt nur aus, dass es zu wenige Studienplätze gibt und nicht etwas anderes, viele Menschen bilden sich ja ein, dass der Nummerus Klausus etwas über das Fach aussagen würde und wie scher dies zu erlernen wäre, was natürlich falsch ist.
Das es zu wenige Fachkräfte in Krankenhäuser gibt, liegt daran das Krankenhäuser zu wenig Gelder haben und erwirtschaften.
Es fehlen 3000 Spezialkräfte für in der Intensivpflege, was ganz klar sagt, dass unsere Bevölkerung zu schnell gewachsen ist, die alten Menschen die dort nun alle sind können gar nicht mehr behandelt werden.
Krankenhäuser sparen aber an Personal wo es geht um keine roten Zahlen zu schreiben auch an Ausbildungen.

re 16:05 von Eisgebärter Knut

>>Nein, tue ich nicht. Aber zwei Maurer ergeben eine Pflegefachkraft, nach entsprechender Ausbildung.<<

Welche Vorstellungen haben Sie eigentlich über Pflegefachkräfte? Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, sind bis jetzt noch geteilt in Kinder, Kranken- und Altenpflege und Spezialisierung erfordert zusätzliche Zeit.

Außerdem werden Maurer momentan gebraucht.

Noch nie hatten wir so viele Ärzte und..

Fachärzte wie heutzutage!

Aber die wollen halt möglichst immer alle in den begehrten und einträglichen Großstädten leben und arbeiten, und nicht in den ländlichen Regionen in Deutschland!

Es ist ein reines Verteilungsproblem, einen echten Mangel an Ärzten und Fachärzten haben wir in Wahrheit gar nicht!

Auf dem Lande ist einfach das Einkommen geringer und die Lebensqualität niedriger.

Und das schätzen unsere Ärzte nun einmal nicht!

re eisgebärter knut

""Sie rechnen auch: 2 arbeitslose Maurer ersetzen einen gesuchten IT-Spezialisten. Passt."

Nein, tue ich nicht. Aber zwei Maurer ergeben eine Pflegefachkraft, nach entsprechender Ausbildung. Z.B. Oder Ein Techniker einen Ingenieur.

Man muss die Menschen nur ausbilden."

Sie huldigen der Illusion: Jeder kann alles machen, wenn man es ihm nur beibringt. Die Faktoren Talent, Neigung, Engagement sind vorrangig. Erst dann lohnt es, über Ausbilden nachzudenken.

Es fehlen keine Fachkräfte

Das ist Arbeitgeber-Propaganda.

Da muss man nur mal Mitarbeiter des Arbeitsamtes fragen, wie viele Akademiker extrem schwer zu "vermitteln" sind. Oder man schaue sich an, wie viele bestens ausgebildete Akademiker in Maßnahmen gesteckt werden - dazu sollte es Zahlen geben.

Wer das nicht glaubt lese sich mal offene Stellen durch. Die gestellten Anforderungen sind oft eine halbe Seite lang. Und das ist kein Wunschdenken - wer diese nicht zu großen Teilen abdeckt hat keine Chance. Jemanden einarbeiten hat man nicht mehr nötig.

Wer es immer noch nicht glaubt entnehme einmal dem Stellenmarkt, wie viele Hochqualifizierte (bis hin zum promovierten Naturwissenschaftler) über Leiharbeitsfirmen eingestellt würden. Warum macht das ein Unternehmen?
1. weil man offenbar nicht befürchten muss, dass der so schnell sonst wo ne Festanstellung findet.
2. weil mehr als genug andere (Doktoren) vor der Tür stehen, die sich nach einer Leiharbeitsstelle die Finger lecken!

@ um 16:17 von Gnom

Ja, das braucht Zeit. Aber die haben wir dich noch bis 2030 oder 2040. Bis dahin werden noch rapide Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Industrie 4.0 sei Dank. Und nun sollten die Arbeitszeiten verkürzt werden, damit wir uns dran gewöhnen und auch genug Arbeitsplätze vorhanden sind für die Opfer der Industrie 4.0.

@silverbeard

Und viele gehen nach dem Studium und den Assistenzjahren ins Ausland, wo Ärzte besser bezahlt werden, als in Deutschland. (einfach mal Ärzte gehen ins Ausland mal googlen).

Die Ärzte, die aus dem Ausland geholt werden, verdienen hier dann eben ein wenig besser als in ihrer Heimat.

Und deshalb sind sie auch bereit, die miserablen Arbeitsbedingungen an Kliniken zu ertragen.
(Thema massive Einsparungen nach der Privatisierungswelle).

Und was den NC betrifft: ich hab mein Abi in BaWü gemacht. Wer ein Abi mit 1.0 braucht und es nicht hinkriegt, wie will der das Medizinstudium packen? (Im Notfall macht man das Abi eben in Hessen).

Der Fachkräftemangel hat ganz sicher nichts mit dem NC zu tun.
Sondern eher damit, dass man Fachkräfte will, aber nur Helfer bezahlen will.

@ 16:14 von Pucca

Einen hammerschweren Nummerus Klausus bedeutet, dass zu viele Menschen dies studieren und es kaum Studienplätze gibt in dem Fachbereich. Ein Nummerus Klausus sagt nur aus, dass es zu wenige Studienplätze gibt und nicht etwas anderes,[...]

Es gibt weniger Studienplätze als Studierwillige, richtig. Aber wieso heisst das, dass es zuviele Studenten sind? Krankenhäuser suchen Ärzte im Ausland, weil sie in Deutschland keine finden. Für mich bedeutet das, es studieren zuwenige weil es nicht genügend Plätze gibt.
Sollten es wirklich mal zu viele sein wäre das auch nicht schlimm. War doch im Baugewerbe jahrelang auch so. Niemand hat nach dem Studium eine Garantie auf eine Arbeitsstelle.

Das Pflegekräften total unterbezahlt sind ist sehe ich genauso wie Sie. 10,55€ pro Stunde Mindestlohn ist ein Hohn für diese Verantwortung und Leistung.

Wieviel alte Menschen heute in Deutschland leben hat sich etwa 70 Jahre angekündigt. Also ein Blitz aus heiterem Himmel war das nicht.

Die einzigen Fachkräfte die wirklich fehlen...

... sind jene, die man nicht ausreichend bezahlt.

Angestellte in der Pflege oder im Handwerk zum Beispiel.
Die verdienen oft heute schon nicht viel und wissen ziemlich sicher, dass sie diese körperliche Arbeit wahrscheinlich nicht bis ins hohe Alter ausüben werden können. Mit anderen Worten:
Sich heute für den Beruf als Krankenpfleger (und viele andere) zu entscheiden bedeutet, sich für Altersarmut zu entscheiden.

die Arbeitgeber-Forderungen, man müsse noch mehr Arbeitskraft nach Deutschland verlagern verschärft diese Ursache noch mehr.

Arbeitnehmer-Freizügigkeit, Leiharbeit, Lohndumping etc sind nicht die Lösung des Problems, sondern die Ursache.

"Mehr vermitteln" hilft auch nicht.

Was wir brauchen ist ein substantieller Anstieg des unteren Lohn- und Gehaltsniveaus.

Das macht viele Berufe wieder attraktiv, schafft soziale Gerechtigkeit, reduziert das Außenhandelsüberschuss und stärkt die Binnennachfrage.

Der einzige Nachteil: Es reduziert die Margen der ganz Reichen...

Fachkräftemangel

herscht nur auf Regierungsebene! Anstatt ausgebidete Fachleute auf den jeweiligen Arbeitsgebieten einzusetzen, wird nur allzugern, auf das Parteibuch und wer kent wen gesetzt.

@ 16:24 von Frank von Bröckel

Es ist ein reines Verteilungsproblem, einen echten Mangel an Ärzten und Fachärzten haben wir in Wahrheit gar nicht!
Auf dem Lande ist einfach das Einkommen geringer und die Lebensqualität niedriger.
Und das schätzen unsere Ärzte nun einmal nicht!

Vielleicht liegt das aber auch an der Auswahl der Studenten. Wenn Jemand ein Abi mit 1,0 besteht erwartet er eben auch einen entsprechenden Job nach Abschluss der Ausbildung. Hätte ein Abiturient mit 2,5 oder 3,0 auch eine Chance Medizin zu studieren würde der vielleicht gerne aufs Land gehen weil im am Ansehen seines Krankenhauses nicht so viel liegt. Oder weil er gerne viel Verantwortung hätte.

Aber mal abwarten wie sich der Brexit entwickelt. Vielleicht kehren ja viele deutsche Ärzte mehr oder weniger freiwillig aus England zurück.

Das Problem mit Managern ist auch hausgemacht.

Verantwortung übernehmen. Gruppen führen. Empathie besitzen.
Das will alles gelernt und trainiert werden.
Wird aber nicht mehr, weil eine Turboausbildung wichtiger ist. Wer mit 24 ohne Lebenserfahrung (z.B. Bundeswehr) das erste Mal Mutti verlässt kann nicht als Führungskraft arbeiten.
Tut er aber. Wenn's schiefgeht wird eben das Team ausgetauscht.

Das zieht sich doch bis in die höchsten Positionen. Minister Dobrindt z.B. ist ein Schmusibärli der überhaupt nicht in der Lage ist sich mal durchzusetzen.

15:22 von Izmi

"Es darf gelacht werden..."

Das ist ja noch viel lustiger, den Handwerksbereich - in dem immerhin 1/8 aller Erwerbstätigen richtig was schaffen und der über 1/4 der Ausbildungsplätze stellt - wurde offenbar schlicht vergessen. Vielleicht haben sich die Schweizer ja einfach verforscht, kommt vor und ist trotzdem ein zukunftsträchtiges Berufsfeld.

Da ist es nicht so wichtig, wer große Teile der Räumlichkeiten, des Equipments und der Ausstattung ihres Institutes geschaffen hat, das kann man schon einmal übersehen.

Es gibt ihn doch

Ich bin Bauingenieur und Mitte 30. Durch Ausbildung und (selbst bezahlte) Weiterbildung habe ich einige spezielle Kenntnisse erworben. Wenn ich umziehe finde ich innerhalb weniger Stunden einen neuen Job, deshalb bekomme ich von meinem Arbeitgeber einen homeoffice- Platz bezahlt. In Gehaltsverhandlungen gehe ich mit meinen Netto- Vorstellungen. Und ich habe erst ein Jahr Vollzeit arbeiten müssen.

Fassen wir zusammen: ich arbeite Teilzeit, habe flexible Arbeitszeiten von zu Hause aus mit ordentlichem Gehalt. Warum kann ich das machen? Weil es keine Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt gibt. Gut ausgebildete Ingenieure sind Mangelware.

Der Grund: Viele haben einfach keine Lust, ein anspruchsvolles technisches Studium abzuschließen, sondern machen das, was alle können. Sie sind dann zwar Fachkräfte, aber auf dem falschen Gebiet.

Ich glaube, dies ist in der Berichterstattung mit Fachkräftemangel gemeint.

Der Markt wird's Regeln!

Sonst steht die Wirtschaft doch auch immer auf Marktmechanismen, wenn also ein Gut, Fachkräfte, rar ist, dann wird lediglich deren Preis, die Löhne, steigen, woraufhin der Markt mit einem steigenden Angebot reagieren wird, und alles ist gut.

Bildung, Bildung und nochmals Bildung

muss eigentlich das Ziel der Regierungsparteien sein, aber wie einzelne Kommentare zeigen, sind nicht immer die besonders gut ausgebildeten Leute von den Firmen gefragt. Auch das Alter spielt eine sehr sehr wichtige Rolle. Und glücklich kann der Arbeitnehmer sein, der seinen Arbeitsplatz bis zur verdienten Rente halten konnte. Ein Teil der Firmen, die nicht selbst ausbilden, suchen junge Leute mit großer Erfahrung in der Praxis, aber für wenig Geld.
Die Zeit, wo man als Lehrling bis zur Rente in einer Firma war, ist längst vorbei. Vielleicht kommt sie noch mal bei Forschungsingenieuren, bei Ärzten und Pflegekräften usw. aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung.

@c.schroeder

"Sollen Arbeitgeber ihren Azubis alles vermitteln, was im Elternhaus und in der Schule versäumt wurde?" Am 30. August 2017 um 15:24 von c.schroeder

Was ist das für eine Einstellung???
Natürlich ist es die Aufgabe der Arbeitgeber die Fachkräfte auszubilden, denn Fachkraft ist etwas ganz spezielles, etwas, was in dem Betrieb speziell gebraucht wird. Wie soll das in den Schulen erledigt werden?

Schulen bilden allgemein, damit es später nicht nur Fachidioten gibt, die nicht miteinander kommunizieren können.

Oder anders gefragt: Zu welcher Fachkraft bilden Sie denn Ihre Kinder aus?
Ich bitte dringend um Antwort und bin sehr auf diese gespannt.

Alle halben Jahre

die selbe Leier und das seit mindestens 10 Jahren. Was jeweils folgt ist eine unproduktive Geschäftigkeit und viel "intelligentes" Gerede bis es wieder etwas ruhiger wird ums Thema. Deutsche Politik eben! Der Vogel wurde Ende 2015 mit der Behauptung abgeschossen das Problem mit gut ausgebildeten Schutzsuchenden beheben zu können. Irgendwie hat sich das schon aus der Logik heraus angeboten, das derzeitige Lohnniveau in den Bereichen möglichst lange halten oder besser noch etwas absenken zu können. Das mit der vielfach guten Ausbildung hat sich aber leider nicht bestätigt und so ist die Problematik gleich wie vorher. Sie wird sich auch nicht grundlegend bessern, solange Änderungen und Anpassungen kostenneutral sein müssen - koste es was es wolle!!

17:02 von proehi

"...Da ist es nicht so wichtig, wer große Teile der Räumlichkeiten, des Equipments und der Ausstattung ihres Institutes geschaffen hat, das kann man schon einmal übersehen."

Wohl wahr. Verdoppelte Betriebsblindheit!

selbstgemacht Probleme

Es beginnt schon mit der völlig unzureichenden Anforderungen in den Schulen. Seit Jahren wird jeder der einigermaßen bis 3 zählen kann, zum ABI geführt und möchte dann selbstverständlich auch studieren. Dadurch haben wir ein viel zu großen Andrang auf die Hochschulen. Absolventen finden dann keine Arbeit. Es ist scheinbar ein großer Makel, für junge Leute in handwerkliche Berufe zu gehen. Hier müsste angesetzt werden. Die Hochschulen werden entlastet und so mancher Handwerker hätte keine Nachwuchssorgen.

Der Fachkräftemangel ist in

Der Fachkräftemangel ist in Wahrheit ein Kapitalmangel: Besonders kleinere Unternehmen haben nicht mehr die finanziellen Mittel um die benötigten Fachkräfte zu bezahlen.

Überraschung, Fachkräfte wollen auch Geld für ihre Arbeit und lassen sich nicht mit Mindestlohn, Leiharbeit oder Werksverträgen abspeisen.

Kein dringendes Problem...

... denn sonst würden die Firmen mehr ausbilden, tun sie aber nicht. Nur ca. 22,5% der Unternehmen bilden noch aus, so eine letztliche Studie der IHK. Anscheinend wartet man, das gut ausgebildete Fachkräfte vom Himmel fallen, natürlich zum Dumpinglohn und genau auf das Firmenprofil abgestimmt.
Auch die Bundesagentur für Arbeit, hat die Mittel für Aus/Fortbildungen schon mehrmals gekürzt, die nächste Welle kommt Anfang nächsten Jahres, so war hier auf dieser Seite vor einigen Tagen zu lesen.

Fazit: Es kann keinen Fachkäftemangel geben. Die Show wird trotzdem regelmäßig veranstaltet, schließlich muss man den Import von neuen Dumpinglöhnern rechtfertigen.

@miru123

"Es ist scheinbar ein großer Makel, für junge Leute in handwerkliche Berufe zu gehen."

Natürlich ist es das. Man hat den jungen Leuten jahrelang eingetrichtert: "Du musst Anwalt, Banker oder Doktor werden, sonst wird aus dir nichts"
Diese Einstellung findet sich auch in der Entlohnung wieder.
Gerade hier im Osten, ist der handwerklich/gewerbliche Bereich komplett in der Hand von Zeitarbeitsfirmen.
Ich selbst komme ursprünglich aus solch einem Bereich und musste mir schon oft anhören, das ich kein Recht hätte ordentlich zu verdienen, schließlich hätte ich nichts Vernünftiges gelernt. Hat man einen "Blaumann" an, wird man von oben herab behandelt, so mein Fazit.
Letztendlich hat die Gesundheit dafür gesorgt, das ich heute keinen Blaumann mehr trage.
Einen handwerklich/gewerblichen Beruf würde ich meinen Kindern heute nicht mehr empfehlen.

Kann mir mal einer erklären,

ob unsere mindestens 4 Millionen Menschen ohne regulären Vollzeitjob entweder zu faul oder zu dumm für die vielen Fachstellen sind ?

Fachkräftemangel und Bildung gehören zusammen

"Es beginnt schon mit der völlig unzureichenden Anforderungen in den Schulen." und setzt sich in den unterschiedlichen Bildungssystemen der Bundesländer fort. Dabei spielt auch die Motivation in den Elternhäusern eine wichtige Rolle. Nicht das Geld im zukünftigen Beruf sollte die entscheidende Rolle spielen, sondern die Fähigkeiten und Interessen der Kinder. Dabei hat natürlich auch die Schule eine wichtige Funktion zu erfüllen. Ganztagsschulen, in denen man mehrere Abschlüsse machen kann, können die Aufgaben besser erfüllen, als reine Gymnasien oder Realschulen bzw. Oberschulen.

Fachkräftemangel?

Fachkräftemangel? Und ich habe gedacht, die "Fachkräfte" sind jetzt hier, und können in Gold aufgewogen werden.

17:06 von capánomá

"...Fassen wir zusammen: ich arbeite Teilzeit, habe flexible Arbeitszeiten von zu Hause aus mit ordentlichem Gehalt. Warum kann ich das machen? Weil es keine Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt gibt. Gut ausgebildete Ingenieure sind Mangelware. ..."

Da wären Sie ja nun genau der Richtige den jungen Menschen zu erklären, auf was es ankommt, um konkurrenzlos auf dem Arbeitsmarkt zu sein.
Leider teilen Sie den Interessenten nicht mit, was Ihren Job denn nun so einzigartig macht, also was Sie wo arbeiten zu welchen Konditionen...
Ist vielleicht ein bisschen viel Auskunft verlangt, aber das ist es, was die Jugend wissen will! Also mal los.

um 16:17 von Gnom

"Welche Vorstellungen haben Sie eigentlich über Pflegefachkräfte? Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, sind bis jetzt noch geteilt in Kinder, Kranken- und Altenpflege und Spezialisierung erfordert zusätzliche Zeit.
Außerdem werden Maurer momentan gebraucht."

Ich weiß, ich habe Freunde die Krankenpfleger(-helfer) sind.
Deshalb schrieb ich auch "nach entsprechender Ausbildung". ;-)
Von jetzt auf gleich funktioniert das natürlich nicht.
Zu den Maurern: Dies war die Antwort auf karwandler. Setzen Sie einen Beruf ein, der ihnen genehm ist, und sie finden auch einen entsprechend verwandten der gesucht wird.

Bin ich froh, dass es

Bin ich froh, dass es hierzulande für hundertausende zugewanderte vermeintliche "Fachkräfte" ohnehin keine legale Bleibeperspektive gibt, andernfalls würde man uns dieses als Lösung verkaufen....

um 16:34 von karwandler

"Sie huldigen der Illusion: Jeder kann alles machen, wenn man es ihm nur beibringt. Die Faktoren Talent, Neigung, Engagement sind vorrangig. Erst dann lohnt es, über Ausbilden nachzudenken."

A) in anderen Ländern funktioniert es auch. Man sollte Deutschland nicht in allem über den Klee loben.

B) Für jeden findet sich etwas. Wenn der Maurer kein Talent zum Pfleger hat, eben zum Technischen Zeichner. Oder meinen Sie, der Maurer kann nur maurern?

Mit meiner ersten Ausbildung war ich weder glücklich, noch hatte ich Talent oder gar Interesse für sämtliches was dort gelehrt wurde. Trotzdem Schloss ich meinen Facharbeiterbrief nicht schlecht ab. Zwar auch nicht gut, aber auch nicht schlecht. Ich musste mich halt auf den Hosenboden setzen und lernen. Mehr als die Kollegen, für weniger Erfolg, aber doch nicht so schlecht, dass ich hinterher keinen unbefristeten Vertrag bekommen hätte. Es geht alles.

17:35 von Rambay

"ob unsere mindestens 4 Millionen Menschen ohne regulären Vollzeitjob entweder zu faul oder zu dumm für die vielen Fachstellen sind ?"
Das kann Ihnen hier wahrscheinlich niemand erklären. Das können nur die Firmeninhaber bzw. die AG, die eben unterschiedliche Vorstellungen von ihren Bewerbern haben. Den einen geht es mehr um das Geld und den anderen wahrscheinlich um mehr Berufserfahrung und Kenntnisse in der ausgeschriebenen Stelle. Und manche Bewerber haben auch unrealistische Vorstellungen von den Anforderungen. Dazu kommen noch persönliche Gründe, wie Arbeitszeit, Kindergartenplatz usw.

Super! Angebot und Nachfrage regeln den Preis!

Das ist ja spitze - dann steigt der Lohn für die verbleibenden Fachkräfte!

Solange man von einem Fachkräftemangel redet, nur weil sich 3 Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle melden bin ich beruhigt. Der Arbeitgeber will ein Überangebot an qualifizierten Fachkräften, damit er denen nicht soviel Lohn zahlen muss.

Zuviele Akademiker: Nicht wundern wenn man dann später beispielsweise als Diplom-Wirtschaftsingenieuer nur Bestellungen machen darf und Wareneingangsbuchungen - und das für das gleiche Geld wie ein Industriekaufmann... die Ingenieure bauen später mehr Mist weil sie frustriert über ihre Tätigkeit sind - hausgemacht.

Gleiches gilt für Handwerksberufe: Metzger, Friseuse, Maurer, Maler - wer immer nur billig einkauft macht diese Berufe kaputt - Kunden anderer Länder haben das verstanden. Nur bei uns ist Geiz geil!

Wir haben keinen Fachkräftemangel,

wir haben uneinsichtige Unternehmen, die nicht kapieren, dass es gute Arbeit nur gegen guten Lohn gibt. Das ist das Problem, das wir in Deutschland haben. Hinzu kommt die fehlende Einsicht der Politik, dass Bildung vor allem anderen zu fördern ist. Wir haben Milliarden für die Bankenrettung übrig gehabt, gleiche Bildungchancen, unabhängig von der sozialen Herkunft, sind immer noch nicht umgesetzt! Der Geldbeutel entscheidet, wer Erfolg hat, nicht die Intelligenz. Wundert mich nicht, dass in Deutschland alle Großprojekte im Chaos enden! Mich regt dieser Artikel auf. Das Angebot regelt den Preis (Lohn), Lohngeiz ist das eigentliche Problem! Kein Wunder dass alle studieren möchten!

@Rambay

Genau den Eindruck will man generieren.
Arbeitssuchende als Feindbild. So lange man den Gegner unten sucht, haben die oben ihre Ruhe.

Tja liebe Unternehmer, sowas

Tja liebe Unternehmer, sowas kommt nicht ohne Grund.
Solange sich die Arbeitgeber nicht von der Billig will ich Menthalitaet verabschieden, wird der Fachkraeftemangel bleiben.
Jahresvertraege und Unterbezahlung zeigen ihre Wirkung.
Wer etwas planen will fuer sich und eine eventuelle Familie sucht sich eine Beschaeftigung im Ausland. Angebote gibt es da genug. Ein Beispiel. Ich kenne einen deutschen Elektriker, aus Goerlitz, der fuer eine polnische Firma arbeitet, weil die 200 Euro mehr zahlen, als Firmen in Goerlitz.
Ich arbeite im oestlichen Europa und verdiene das doppelte von dem, was ich in Deutschland geboten bekam. Und ich habe einen unbegrenzten Vertrag. Warum also in Deutschland arbeiten, mit Jahresvertraegen und fuer die Haelfte. Eventuell noch als Angestellter wo man Ueberstunden knicken kann, weil sie im Vertrag gleich mit drin sind.

@Rambay

"... ob unsere mindestens 4 Millionen Menschen ohne regulären Vollzeitjob entweder zu faul oder zu dumm für die vielen Fachstellen sind ?"

Zu faul denke ich nicht, zu dumm ebenso nicht.
Die Leute die solche Jobs nicht annehmen sind sogar oft schlauer als man denkt. Wenn man weiß das man sich als Pflegekraft krumm und kaputt arbeitet, und dies für einen Lohn der unter aller Würde ist, dann würde ich eine Dummstellung und Faulheitserkennung doch als sehr schlau bezeichnen.

Die Aussage das es an Fachkräften fehle ist häufig auch schlicht eine Halbwahrheit.
Man sollte hier spezifizieren, d.h. welche Fachkräfte fehlen? Was bezeichnet man als Fachkraft? Ist denn der Facharbeiter eine Fachkraft, oder muss man dafür studiert haben?

Zum Schluss will ich schlicht sagen das Bildung beeinflusst vom Einkommen ist. Und nun darf man sich fragen welche Bevölkerungsschicht die meisten Kinder hat pro Familie.

Volksabstimmung ermöglichen

und das Geklüngel zwischen Politik und Wirtschaft hätte ein Ende! Dann würde auch dieses Problem gelöst. Nein, selbst im Wahl-O-Mat gibt es die Frage nicht, Zufall? Nein, die Politik scheut diese Möglichkeit der Mitverantwortung der Bürger. Alle 4Jahre kommen Versprechen, die Bildung mehr zu fördern, nach der Wahl folgt die Amnesie. Fachkräftemangel? Selbst Schuld!

Ich behaupte, es gibt keinen

Ich behaupte, es gibt keinen Mangel.
Es ist nur niemand bereit, als so genannte Fachkraft, kaum etwas zu verdienen.
Ein Meister ist keineswegs dümmer als ein Ingenieur.
Also wird man eben ingi und nicht Meister.
Ich wurde als Fachkraft jedenfalls noch von niemandem abgeworben.

Wenn ich die Wahl habe, studieren,

oder in einem Pflegeberuf, für völlig unterbezahlten Lohn zu arbeiten, für was wird sich der durchschnittliche EU Bürger wohl entscheiden? Wenn ich als Polizist, Mechatroniker oder Hotelfachangestellter viel zu wenig Lohn bekomme, soll ich da motiviert sein, genau diese Berufe zu ergreifen? Aufwachen, liebe Unternehmer und Politiker, nicht jammern! Erst die Menschen anständig bezahlen, dann erledigt sich das Problem von allein! Kein Geld? Wenn ich mir Vorstandsgehälter anschaue, kann ich nur lachen!

Immer wieder die selben (falschen) Argumente

Ja, es GIBT einen Fachkräftemangel im Sinne dieses Artikels! Und das hat sich in den letzten Jahren verschärft. Mein Arbeitgeber (Chem. Industrie) hat weltweit über 1000 MA, davon knapp 600 in D. Wir bilden ca. 30 Lehrlinge in fast 10 Lehrberufen aus, übernehmen alle, würden gerne mehr ausbilden- finden keine Kandidaten.

Der wahre Fachkräftemangel zeigt sich aber bei Berufen, die keine Ausbildungsberufe sind. Es ist auch kein Gehaltsproblem, wenn eine Stelle mit 100K brutto nicht besetzt werden kann... Bei unserer Konzerntochter in der Zentralschweiz ist es übrigens noch extremer, bei ziemlich guter Bezahlung!
Wir sind übrigens ein ziemlich Arbeitnehmerfreundlicher Familienbetrieb mit vergleichsweise geringer Fluktuation.

Es SIND oftmals ungeeignete Bewerber (teils unsympatisch, oft unstrukturiert und unfähig sinnvoll in Teams zu arbeiten). Wir bieten Masterarbeiten/ Bachelorarbeiten im Unternehmen an, nehmen an dualen Studienprogrammen teil, bieten Möglichkeiten in USA oder Asien...

19:35 von Skywalker

"...Der wahre Fachkräftemangel zeigt sich aber bei Berufen, die keine Ausbildungsberufe sind. ..."

Was soll das denn heißen? Sie meinen Arbeiten, die ohne Ausbildung bewerkstelligt werden können? Also Hilfsarbeiter? Wenn Sie oder die von Ihnen gemeinte Firma in diesem Bereich keine Leute finden, kann (muss!) es nur an der Bezahlung liegen. Und die ist dann wohl so mies, dass selbst zu allem bereite Arbeitnehmer passen.

18:08 von Mischa007

"Ich arbeite im oestlichen Europa und verdiene das doppelte von dem, was ich in Deutschland geboten bekam. Und ich habe einen unbegrenzten Vertrag"
Dann werden Sie doch mal konkreter. Vielleicht kann man sich da mal einen Tipp abholen. In Russland werden Sie bestimmt nicht so einen günstigen Vertrag bekommen haben, denn dann müssten Sie außer Englisch auch die russische Sprache beherrschen.

Fachkräfte

Dann würde ich mal vorschlagen, das man Schüler und alle anderen gezielt in diese Fachrichtungen leitet bzw. lenkt und mal alle darauf hinweist:
Da und hier haben wir genau die Mängel und ihr eine sehr gute Chance, da in der Zukunft einen sicheren Job zu haben? Ist das so schwer zu informieren? Oder sollen die meisten sich auf was konzentrieren, wo es aber keinen Bedarf gibt?

Es gibt keinen Fachkräftemangel

Würde es ihn geben, hätte ich in meinem erlernten Beruf im Alter jenseits der 50 auch einen Job.

Die Arbeitgeber sollen gefälligst mit dem Jammern aufhören, die Leute angemessen bezahlen und Menschen jenseits der 50 nicht diskriminieren; in manchen Branchen wie der IT sogar schon jenseits der 40.

@Einerer

"Ich behaupte, es gibt keinen Mangel.
Es ist nur niemand bereit, als so genannte Fachkraft, kaum etwas zu verdienen.
.... Ich wurde als Fachkraft jedenfalls noch von niemandem abgeworben."

Schön dass Sie aus persönlicher Erfahrung das Problem negieren, aber persönliche Erfahrungen anderer nicht akzeptieren?

(Ich habe übrigens oft einen Headhunter monatl. der mich abwerben möchte...)

Fakt ist: mein Arbeitgeber bietet tolle Arbeitsbedingungen, Bezahlung stimmt objektiv absolut. Die Fachkräfte werden meist AT bezahlt, Tarifangestellte laufen über die IG Metall (freiwillig werden Abschlüsse übernommen) und Gehälter und Tarifabschlüsse sind nicht schlecht. Wir können zwar immer noch irgendwann fast alle Plätze besetzen, aber suchen heute erheblich länger! In meinem Bereich hat noch nie einleitender Angestellter gekündigt, wir hatten in den letzten 6 Jahren 4 Altersnachfolgen- bisher immer mit 1-2 jähriger Einarbeitung mit dem Vorgänger. Das klappt heute nicht mehr.

Wo sind denn

die viel gelobten Fachkräfte die als hunderttausende Asylsuchenden von Politik und Wirtschaft immer gebetsmühlenartig wilkommen geheißen wurden und die die deutsche Wirtschaft doch so dringend braucht? Doch nur ein Märchen gewesen?

Darstellung: