EU-Kommissionspräsident Juncker spricht mit schwungvollen Gesten im EU-Parlament.

Ihre Meinung zu Junckers Wutausbruch: "Das EU-Parlament ist lächerlich"

Es war ein unerwarteter, aber dafür umso deutlicherer Wutausbruch Junckers am Morgen im EU-Parlament. Das Parlament sei lächerlich und er könne dort so keine Reden mehr halten, schimpfte der EU-Kommissionspräsident. Der Grund dafür lag direkt vor seinen Augen. Von Ralph Sina.

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96 Kommentare

Kommentare

Bernd1
@ 17:53 von mami

Was hat Ihre Aussage zu Malta mit den heitigen Abläufen im Eu-Parlament zu tun?
Wohl eher sehr wenig denn hier geht es darum dass der scheidende Ratspräsident des Europarates und der Komissionspräsident zu entscheidenden Themen wie dem Flüchtlingsthema und der wichtigen Debatte über mehr Steuertransparenz für multinationale Konzerne reden sollten.
Wenn dann 96% der Abgeordneten nicht anwesend sind ist das ein Eklat!
Es ging bei den Debatten heute nicht um Malta!

cornelius.k.
Wasser auf die Mühlen der EU Kritiker...

"16:55 von tisiphone
Und jetzt die Frage:
wieso werde ich beschimpft, wenn ich sage: mich interessiert die EU nicht... wo doch die, die "für die EU kämpfen" sich offensichtlich nicht für sie interessieren?"

Das ist genau nämlich der Punkt: Jedem EU Kritiker, zumindest denen, die nicht über den Tellerrand hinausschauen geht solch ein Verhalten wie Öl runter...

Aber, liebe EU Kritiker - das Fehl-verhalten der Parlamentarier hat nichts mit der EU als solche zu tun. Es ist persönlicher Machtmißbrauch, persönliche Raffgier, persönlicher Nichtsnutz! Da kann die Grundidee Europas nichts dafür, aber dagegen können wir alle eine Menge machen! Jeder einzelne von uns kann sich an seinen EU Parlamentarier wenden und fragen... Herr/Frau... wo waren Sie heute morgen, gestern, vorgestern. Was glauben sie, wie schnell die alle sich zurück auf ihre Bänke machen, wenn sie merken, das das Wahlvolk sie stärker kontrolliert! Aber, wir lassen uns das - noch- gefallen. Zeit, das zu ändern ! EU weit!

adagiobarber
da hat sich wohl so mancher gedacht, daß der nachbar

schon da sein wird. und der kann einem dann berichten.

juncker hätte auch von faulheit oder arbeitsverweigerung sprechen können.

und das käme dem wohl auch recht nahe.

ex_Bayerndödel
Ich verstehe nicht, dass die

anderen Parlamentarier nicht anwesend waren. Wenn schon die größten Spezialisten in Bezug auf Steuervermeidung sprechen wollten, so hätten sie bestimmt auch etwas für ihre Länder dabei lernen können. Malta und Luxemburg haben doch ideale Voraussetzungen für globale Steuerbetrüger geschaffen.

Rolando
Das EU-Parlament dringend abschaffen, die EU reformieren

Das EU-Parlament hat keinerlei Machtbefugnisse, außer sich selbst zu kontrollieren (EU-Kommission). Die mehr als 700 Parlamentarier verdienen aber fast doppelt soviel wie BT-Abgeordnete. Zwei Parlaments-Standorte sind ebenfalls völlig überflüssig. Im EU Parlament sitzen zum großen Teil abgehalfterte oder abgeschobene Abgeordnete aus den nationalen Parlamenten. Man muss es gesehen haben: in den Übersetzer-Kabinen sitzen fast 400 hochbezahlte Simultan-Dolmetscher und häufig unten im Plenum keine 100 Abgeordnete, heute sogar nur 30 !!!

Bei den EU-Kommissionen das gleiche Bild: 28 Kommissare mit zig Referenten verursachen ebenfalls immense Kosten. Beispiel: ein Hotelier aus Malta ist Kommissar für Fischereiwesen (!) Auch hier handelt es sich im wesentlichen um äußerst gut dotierte Versorgungsposten.

Wenn sich die EU in Zukunft nicht wieder auf die eigentlichen politischen Ziele besinnt, wird dieses Europa scheitern. Hier hat die AfD vollkommen Recht

flodian
er hat recht. Nur anders als er glaubt!

Denn gerade er ist es doch mit seiner Kommission, der das Parlament zu einer Horde Grüßauguste verkommen lässt. Das Parlament ist doch vollkommen machtlos. Die Kommision - und ich bilde mir ein, dass ich nicht üder ihre Zusammensetzung abstimmen konnte - ist alles andere als demokratisch legitimiert. ER, und sonst keiner, macht das Parlament lächerlich.
.
Er sollte sehen, dass sich die Kommission abschafft und in der EU demokratische Strukturen entstehen. So wie es jetzt ist, ist das nichts weiter als ein Selbstbedienungsladen der Interessenverbände und nicht die großartige Idee (die es eigentlich ist!).

Pharaoseb...
Die gähnende Leere ...

... lässt sich jeder nicht anwesende Parlamentarier auch noch viel zu gut bezahlen. Aufschreiben wer fehlt und dann rausschmeißen, besser noch Geld zurück.

tirilei

Recht hat er. Und das gilt fuer alle gewaehlten Volksvertreter die allzu haeufig nicht auf ihrem Stuhl sitzen.

Parteibuchgesteuert

Auf eine andere Weise hat er Recht. Der Bürger darf dieses Parlament wählen, nur darf dieses Parlament nur das beschließen, was die Kommission zulässt. Brüsseler Demokratie die keiner braucht.

Bernd1
@ 18:24 von Rolando + @ 18:28 von flodian

Sie schreiben:
"Das EU-Parlament hat keinerlei Machtbefugnisse, außer sich selbst zu kontrollieren"
*
Vielleicht sollten Sie sich einmal informieren über die Machtverteilung innerhalb der EU-Institutionen.
Das EU-Parlament hat gerade im letzten Jahrzehnt deutlich mehr Macht bekommen. Die Kommisiion kann heutzutage beinahe nichts mehr beschließen ohne Zustimmung des Parlamentes!
Richtig ist dass die Zahl der Parlamentarier mit rund 750 Abgeordneten zu hoch ist. Aber das gilt auch für den Bundestag mit über 600 Abgeordneten!
Weniger wre hier vielleicht auch mehr, nämlich mehr Qualität!

Bernd1
@ 18:41 von Parteibuchgesteuert

Kann es sein dass Sie noch auf dem Informationsstand der 90er Jahre sind?
Das EU-Parlament hat inzwischen deutlich mehr Macht und kann praktisch jede Entscheidung der Kommission verhindern.

Gast
das erste, ...

wirklich gute von herrn junckers !

Bernd1
Nur 30 von 751 EU-Volksvertretern? Juncker hat Recht!

Wie schon von anderen usern angesprochen sollte man tatsächlich mal kontrollieren wie viele Abgeordnete denn an solchen Tagen Sitzungsgelder kassieren ohne tatsächlich anwesend zu sein!
Ich bin eigentlich ein großer Freund des EU-Parlamentes und denke auch dass die Kompetenzen dieses Parlamentes noch erweitert werden sollten. Aber wenn ich solche Meldungen sehe dann muss ich auch mal wieder dafür werben die Zahl dieser Abgeordneten deutlich zu senken.
Dieses aufgeblähte EU-Parlament mit vielen Mitgliedern die sich teilweise leider nur den Hintern wundsitzen und Gelder kassieren ohne sich wirklich einzubringen ist für das was es leistet zu teuer!

Verehrter Herr Juncker,
auch wenn die Worte vielleicht etwas zu drastisch waren:
Sie haben Recht!

Robert Wypchlo
Junckers Wutausbruch - das EU-Parlament ist lächerlich

Ich habe zwar Junckers Wutausbruch nicht in den News verfolgen können, doch wenn er das EU-Parlament wirklich als lächerlich bezeichnet hat, dann hat er irgendwo und irgendwie auch richtig gelegen.
Zum einen wird die EU spätestens seit dem Brexit 2016, wenn nicht schon seit des Dritten Golfkriegs im Mai 2003 nicht ernst genommen von den USA wegen seiner Zerstrittenheit nicht ernst genommen. Hinzu kommt die Zerstrittenheit wegen unterschiedlicher Haltungen in der Flüchtlingskrise mit den Visegrad-Staaten.
Dann wird der Präsident des EU-Parlament zum Kanzlerkandidaten gemacht, obwohl gerade er immer wieder in erster Linie Europapolitik mitbekam und keine Bundespolitik. Es hagelt Hohn und Spott.
Dann ist das EU-Parlament sehr mit sich selbst beschäftigt, wozu auch das Verfahren gegen Frau Le Pen gehört.
Was aber überhaupt nicht sein darf, ist, dass man als Steigbügelhalter bzw. Knecht Ruprecht für Maike Kohl-Richter dient, die Kinder und Enkel aussperrt und sich zur neuen Nr. 1 macht.

Jean-Baptiste
Coolness hat seine Grenzen

Na da kam wohl das luxemburgische Temperament des sonst besonnenen Ex-Premiers zum Vorschein.
Die Luxemburger haben Geduld, sehr viel Geduld und andererseits Wissen sie hinsichtlich ihrer Geschichte, ihrer Vergangenheit, wie wichtig es ist Gespräche zu führen, Freundschaften zu schätzen und aufrechtzuerhalten, Kontakte zu pflegen, um nicht nur ihr eigenes sondern das Wohl aller weiterhin zu erhalten.
Arrogant? Nein, durchaus nicht, denn wenn allein anhand seiner Grösse, dies die alleinigen Möglichkeiten sind um fortwährend Frieden und Stabilität zu garantieren dann sollte man diese voll ausschöpfen.
Arrogant und unverzeihlich ist es solchen Versammlungen fernzubleiben und durch Abwesenheit zu glänzen.
In diesem Fall eine Frechheit gegenüber Malta.
Juncker nimmt jeden Termin ernst und steht für ein vereintes Europa.
Vielleicht scheitert Europa gerade deswegen, am Desinteresse solcher Abgeordneter die immer wieder durch Abwesenheit glänzen.
Man sollte wie beim Fussball, das Team erneuern

Tagesscheu
Ist doch egal, was er sagt

Juncker ist einer der Gründe, warum man dieser Organisation skeptisch gegenüberstehen sollte. Zumindest nach meinem - leider völlig unerheblichen- Rechtsverständnis müsste dieser Mann für seine "eigenartigen" Steuerdeals mit Luxemburg etc. eigentlich hinter schwedischen Gardinen sitzen. Auch wenn er sonst oft den Gerechten markiert. Der Schaden, den er verursacht hat, ist nicht akzeptabel.

purzel87
Junckers Wutausbruch

Da hat er recht.
Minimale Anwesenheit bei maximalen Bezügen der Abgeordneten.
Für jede Sitzung gibt es ja auch noch ein Sitzungsgeld extra.
Mich würde mal interessieren, wieviel Abgeordnete sich für die Sitzung als anwesend eingetragen haben.
Da gab es ja in der Vergangenheit ja auch schon den einen oder anderen Bericht....

rossundreiter
"Wutausbruch?"

Der gute Herr Juncker hat halt gesagt, was ihn stört. Völlig in Ordnung. Aber wenn das ein "Wutausbruch" ist, ist jede Generaldebatte im Bundestag ein Atomtest.

Ralph Sina übertreibt und verdreht mal wieder maßlos. In der Sache hat Juncker natürlich völlig recht.

Tralafit
Warum wohl

Nach dem, was sich Malta erlaubt hat, ist es auch richtig so, dass die Eu Parlamentarier ihn boykottieren. Juncker schafft scheinheilig Aufmerksamkeit dafür.

Wanderfalke
Nach dem Brexit ist wie vor dem Brexit

Aus dem Artikel:
"Gähnende Leere heute Morgen im EU-Parlament. Und das trotz der sich zuspitzenden Flüchtlingskrise und drohender Brenner-Sperrung durch Österreich, trotz der wichtigen Debatte über mehr Steuertransparenz für multinationale Konzerne. Gerade einmal 30 von 751 EU-Volksvertretern sind erschienen, um einem Premier und einem Präsidenten zu lauschen"

Nach der geringen Wahlbeteiligung zur letzten Wahl des Europa-Parlaments (42,61%) und dem allgemein recht überraschenden Brexit lautete der politische Tenor noch: "Wir müssen den Bürgern erklären, wie wichtig Europa ist".

Wie wäre es, wenn die Abgeordneten mal selbst diese Bedeutung durch Anwesenheit und demokratisches Engagement vermitteln. Oder hat das Fernbleiben etwa mit der aufgerufenen Thematik (Flüchtlinge, Steuertransparenz) zu tun?

Im Holiday-Modus löst man keine Probleme, Freunde...

hellmutant
Wieviel verdient ein EU-Parlamentarier?

Wird er nicht von Steuergeldern bezahlt, um für seine Wähler in genau diesen Sitzungen Platz zu nehmen?

Junker ist zwar ein Finanzkapitalist, aber heute hat er mal Recht gehabt und Menschsein gezeigt.

Die schwänzenden steuergeldverschwendenden Parlamentsabgeordneten sollten abgewählt werden.