Kommentare

Gerade in den radio Nachrichten war zu hören, daß...

...unabhängige Wahlbeobachter von der Polizei mehrere Stunden in Gewahrsam genommen wurden.

Was passierte in den 2-3 Stunden in den Wahllokalen wo dann nur noch AKP Anhänger die Stimmzettel auszählten?
W A S ?

Und was ist mit den über 2 Mill. Stimmzetteln ohne Amtsstempel?
Die waren plötzlich noch während der Wahl gültig!?!

W E R hier noch glaubt, daß diese Wahl eine freie Wahl war ohne jegliche Manipulation seitens der AKP Regierung, mit dem stimmt was nicht.

Integration gescheitert ...

... zu den hierer verlinkten Artikeln zur Wahl der Deutschland-Türken.
.
Deutschland und die EU müssen nun konsequent und hart handeln. Anderes versteht der Machthaber in der Türkei nicht. Die EU-Beitrittsverhandlungen müssen nun, wie es das EU-Parlament längst fordert tatsächlich beendet werden. Und in Deutschland muss man sich ernsthaft und ehrlich Gedanken darüber machen welche negativen Auswirkungen der Doppelpass auf eine tatsächliche Integration der Türken in Deutschland hatte.

Klare Ansage

"Erdogan will nicht versöhnen"

Genau wie die über 60 Prozent der Türkischen Bürger in unserem Land die unsere Art zu Leben eben nicht so toll findet.

Auf die Antworten unserer Politiker bin ich echt gespannt, das die Türkische Gemeinde jetzt die schwache Gegenseite hervor hebt kann ich ja noch verstehen.
Versagen muss ja irgendwie in Deutschland immer kaschiert werden.

In Deutschland gibt es auch einen großen Teil die keinem Glauben folgen, da wird mir langsam Angst als Gruppen zugehöriger.

Gruß

Integrieren?

Die Türken, die gerade aus ihrer gemütlichen Demokratie hier in Deutschland für die Abschaffung derselben in der Türkei gestimmt haben, kann man wohl mit gutem Gewissen als "nicht in Deutschland integriert" beschreiben.
Interessanter aber: Wären diese Türken noch vor wenigen Jahren überhaupt in der Türkei integrierbar gewesen? Bis Erdogan an die Macht kam war ja auch die Türkei eine relativ moderne und laizistische Demokratie.

Gut, *jetzt* stellt sich diese Frage leider nicht mehr, in ein von einem patriachalisch-machtbesessenen Fanatiker und Egomanen regiertes Sultanat ließen sich sich wohl gut integrieren.

Aber fragen müssen wir uns trotzdem: Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?
Und das, obwohl den Deutschtürken freie, vielfältige Medien zur Verfügung stehen, und sich auch Oppositionspolitiker in Deutschland frei äußern können, anders als in der Türkei selber.

Erdogans Vorbilder wollten auch nicht versöhnen...

sondern Kriege führen.

Mir tun die Türken leid, die unter einem derartigen Führer leben müssen ohne für die Diktatur zu sein. Wenn man die Stimmen besonders der Auslandstürken anschaut, sollte die EU aber schon ein klares Signal setzen und die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen. Dann werden die ganzen Dikataturfans gezwungen sich zu entscheiden.

Es wird enden wie es immer endet, im Krieg

Den Türken wird ihr System um die Ohren fliegen. Man kann nicht gegen ein freiheitliebendes Volk regieren, und einer Jugend, die überall Freiheit auf der Welt sieht, Unterdrückung und Religion aufs Auge drücken.

Wenn Erdogan überleben will, muss er das Internet abschalten und wie die DDR eine Mauer bauen, ansonsten wird die Jugend flüchten.

Wer sich gegen die Freiheit stemmt, der wird den Ärger der freien Welt ernten, so wie es schon Hitler bitter erfahren musste. Man kann den Religionen und Diktatoren nur zurufen: "Wenn es selbst Hitler mit seiner riesigen Armee und seinem gewaltigen Waffenarsenal nicht gelungen ist die Welt zu unterdrücken, dann wird es niemand schaffen die Menschen ihrer Freiheit zu berauben. Es wird enden wie es immer endet, am Ende verlieren die Diktatoren und die Religion. Sie müssen verlieren, weil sie auf falschem Denken beruhen. Da kann man so viele Anschläge durchführen wie man möchte. Man schaufelt sich nur sein eigenes Grab."

TUR Referendum

Ich finde es richtig über das Referendum in der TUR zu berichten, ebenfalls über SYR. Aber meine Meinung nach wird damit in den deutschen Medien übertrieben. Ich habe das Gefühl, dass die Wertigkeit dieser Meldungen damit eher abnimmt. Wenn man sich die letzten Tage und Wochen der Berichterstattung so ansieht, könnte man denken, dass es in Deutschland keine Bundestagswahlen anstehen. Die Artikel, "TUR, SYR, USA, N-KOR". Wann wollte man mit der Berichterstattung, der für den Bürger wichtigen Wahlthemen beginnen?, z.B. "Renten-, Sozial-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Wirtschaftspolitik". Bitte nicht erst sechs Wochen vor den Wahlen.

Knappes Ergebnis

Wie knapp das Ergebnis auch ausgefallen ist, spielt keine Rolle. Offenbar hat Erdogan die meisten Stimmen für seine Verfassungsänderung erzielen können. Jetzt kann er mehr oder weniger nach seinem Gutdünken schalten und walten. Solange an so einer Abstimmung nur eigene Landsleute beteiligt sind, muß man das wohl hinnehmen, auch wenn es einem nicht gefällt. Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen. Und wenn es stimmt, dann haben ca. 63 % derjenigen, die ihr Wahlrecht ausgeübt haben, für die Verfassungsänderung gestimmt. Somit haben viele Deutsche mit Schuld am jetzigen Dilemma. Und das beste kommt ja noch: Im September dürfen diese ca. 1, Mio. Menschen auch an der Bundestagswahl teilnehmen....

Populisten

Man kann doch nicht immer auf die "Rechtspopulisten" in Westeuropa schimpfen und gleichzeitig Erdogan verschonen. Er ist genauso ein "Rechtspopulist", vielleicht sogar autoritärer und gefährlicher, allein schon durch seine Sprache, die angeblich die des Volkes ist (so die Ansicht von Baumgarten). Und die Sprache von Le Pen und Wilders ist nicht die Sprache des Volkes? Das eine gut, das andere schlecht?
Ich schlage vor, mal systematisch Reden der drei Genannten zu untersuchen auf sprachliche Klischees, Verachtung von Andersdenkenden, Feindschaft gegenüber ganzen Volksgruppen, beginnenden Größenwahn etc.

Der EU Beitritt wird gelingen.

Auch nach den jüngsten Entwicklungen bin ich mir sicher, die Türkei wird in die EU eintreten. Man ist in Europa einfach nicht auf Konflikt aus und wird sich schon irgendwie einigen. Erdogan weiß das, und kann also machen was er will.

"Erdogan will nicht versöhnen" ... Es kann auch ohne!

solange Polizei und Militär seine sichere Bank sind, kann der den Sohn des Propheten (oder eben den Sultan) geben - alles ok, er soll machen wie er will und Tante Merkel sollte sich unpassender Kommentare enthalten. Es geht die kommenden Jahre eben nicht mehr um Konsens (innerhalb der Nato) oder die quasi auch zu einem 100sttel europäischen Türkei, sondern um eine wehret den Anfängen einer weiteren (völlig absurden) Islamisierung Europas (dessen Unterwanderung durch z. B. evangelikale Gruppen oder andere "Nichtregierungsorganisationen" aber ebenfalls streng auszuschließen ist).

Fest steht: Ein Partner sähe anders aus.

Und ganz ehrlich: ich mag die weichgespülten CDU-SPD Sprüchlein über einer gewollten Partnerschaft mit dieser Türkei nicht mehr hören. Diese (!) Türkei will ich nicht als Partner. Deutschland sollte sich bessere Partner suchen, als Erdogan. Putin ist schließlich auch nicht Merkels "Partner" aber exakt das gleiche Gelichter, wie Erdogan.

Muntere Zahlenspiele der CDU?

"3,5 Millionen Türkeistämmige, 1,5 Millionen davon mit türkischem Pass und wahlberechtigt. Davon 50 Prozent Wahlbeteiligung, also 750.000 und davon 60 Prozent für Erdogan. Also von 3,5 Millionen Menschen sind 450.000 für Erdogan, knapp 13%. Deshalb von gescheiterter Integration der Türken zu sprechen, wird der Realität nicht gerecht", schreibt Polenz auf Facebook.

Was ist das denn für eine Rechnung? Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten? Man kann sich auch beim Beschönigen und Relativieren wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben.
Wenigstens ein kleines bisschen.

Respekt..

Man sollte (endlich) das Ergebnis der demokratischen Wahl in der Türkei respektieren. Die Wahlbeteiligung mit 85% ist ein Traum jeder Demokratie, die es in Europa noch nie gegeben hat (denke ich).

Und mal ganz ehrlich: Wünschen wir uns in Deutschland nicht auch mal "klare Kante" anstatt immer nur "Geblabbel" von Politikern!?

Einige Korrespondenten sollten echt mal "neutraler" berichten, und nicht immer den Teufel an die Wand malen, nach nicht einmal 24h nach der Wahl.

Besonnenheit macht mehr als Sinn.

51% ist aber wirklich sehr knapp

Bei einer Zustimmung von 51% würde jeder kluge Herrscher sehr wohl den Konsens suchen. Das ist nicht gerade eine komfortable Mehrheit, bei der man plus minus 5% riskieren kann. Es hätten ebenso gut 51% für das Nein-Lager sein können.
.
"Nicht vorpreschen und damit Erdogan die Steilvorlage bieten für weitere verbale Ausfälle gegen die EU. "
.
Erdogan braucht keine Vorlage für verbale Ausfälle gegen die EU. Sicherlich waren die ersten sehr wüsten Beleidigungen quasi Antworten auf kritische Äußerungen von EU-Politikern, aber spätestens ab der zweiten oder dritten Iteration waren die Beschimpfungen grundlos und automatisiert.
Die EU ist darüber hinaus in Sachen Bevölkerung und Wirtschaft ein Schwergewicht. Ich plädiere für etwa mehr Selbstbewusstsein gegenüber Erdogan und Co. Man sollte eine Entschuldigung für die Beleidigungen verlangen, ehe man sich aus Pragmatismus auf irgendwelche Verhandlungen einlässt.

@ 15:06 von bitterepille

Zitat: "Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?"

Da ziehen Sie einen nicht zulässugen Schluß aus den Zahlen, da Sie die Wahlbeteiligung außer acht lassen.

In DE haben weniger als 50 % der Wahlberechtigten am Referendum teilgenommen, in der Türkei wohl an die 86 %.

Daraus ergibt sich, daß in der Türkei, 44,12 % der Wahlberechtigten mit "Ja" stimmten, in DE aber nur 31,6 %.

Gruß, zopf.

Natürlich...

bestimmt die wahlberechtigte Bevölkerung in der Türkei selbst, ob sie für oder gegen ein mißbrauchsgefährdetes System ist oder nicht! Der Teil, der mit "Ja" gestimmt hat soll auch die Folgen in Kauf nehmen. Einen seltsamen Geruch verbreiten nur die Auslandstürken, die keinerlei Risiko eingehen, aber sich das Recht herausnehmen ihren Landsleuten in der Türkei das System vorzuschreiben und gleichzeitig lauthals beklagen, daß sie nicht akzeptiert werden! Das Ausland hat aber auch das Recht Kritik zu üben und zu warnen, besonders wenn man in der eigenen Geschichte etwas ähnliches vorweisen muß! Bedenklich ist also nicht das Abstimmungsverhalten IN der Türkei, sondern von denen im Ausland, die abgestimmt haben! Auch wenn es wieder einmal keiner hören will: einen besseren Beweis für das Scheitern von Integration und doppelter Staatsbürgerschaft gibt es nicht! Das gilt übrigens auch für z.B. Deutsch-Polen, die zwar in Deutschland sind, aber brav die PiS wählen!

Besser konnte es doch nicht kommen.

"Wir", die Kurden, die Opposition und Revoluzzer stürzen nun diesen selbsternannten Kalifen und sehen danach weiter....
Ich freue mich darauf!

Wem die Stunde schlägt...

Der Ruf nach dem "starken Mann" der alles wieder ins Lot bringt, ertönt immer dann, wenn die so genannten "etteblierten" versagt haben. Von daher kann eine solche Situation in jedem Land eintreten, auch bei uns, wo die Regierung versucht den Kopf in den Sand zu stecken, und die Probleme schön redet.

@ zyklop - Populisten

Die jubeln hier genauso, denn alles was der
EU Schadet beklatschen diese.

Schlimmer wird es jetzt in der Türkei werden.
In der kurdische Region & Großstädte hatte er nie eine große Anhängerschaft.
Nun bricht ihm auch noch die komplette Küstenregion
aufgrund der Massenarbeitslosigkeit in der Tourismusbranche weg.
Welcher Urlauber will denn da noch hin fahren, wenn demnächst
auch noch die Todesstrafe kommen soll ?

re karl35

"Was ist das denn für eine Rechnung? Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten? Man kann sich auch beim Beschönigen und Relativieren wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben."

Nein, Herr Polenz geht nicht davon aus. Weil er gar nicht das Wahlergebnis beschönigt, sondern nur die Ansicht korrigiert, es wäre ein Beweis für gescheiterte Integration.

Weil diejenigen, die so argumentieren, ihrerseits die 63% auf die gesamte türkischstämmige Bevölkerung projizieren.

@ 15:25 von Karl35

Zitat: "Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten?"

Ja, der Herr Polenz schießt da ein wenig übers Ziel hinaus.

Er ist jedoch vermutlich näher an der Wahrheit dran, als all die Journalisten und Kommentatoren hier, die behaupten 63 % aller "Deutsch-Türken" hätten mit "Ja" gestimmt, obwohl dies nur 450.000 Wähler getan haben.

450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.

Wie die restlichen 2.791.000 Menschen denn abgestimmt hätten, wenn sie gedurft oder Lust dazu gehabt hätten, ist blanke Spekulation.

Ich kenne sogar einen Doppel-Päßler, der bewußt nicht zur Abstimmung gegangen ist, damit seine "Nein"-Stimme nicht hinterher in der Türkei falsch ausgezählt wird. So wenig Vertrauen hatte er in die ganze Sache.

Gruß, zopf.

@Thomas Wohlzufrieden 18:03

Auch wenn es einige in diesem Forum erschreckenderweise gerne sehen würden wenn ein großer Führer die bösen "Etablierten" ablöst, sowas wird es in Deutschland nie wieder geben. Wir hatten dies alles schon einmal mit katastrophalen Folgen die niemand in Deutschland noch mal erleben will und eigentlich sollten Sie dies auch wissen, solange sie im Geschichtsunterricht anwesend waren.

keine ersöhnung....

Wie heißt es doch so schön: wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Wenn Erdogan seine großmäuligen Versprechungen nicht einhält und nur an sich einfach umsetzbare Versprechungen, wie die Einführung der Todesstrafe durchsetzt, den wirtschaftlichen Abschwung fördert, wird selbst die antidemokratisch eingestellten Deutschtürken zum Nachdenken bringen.
Wir sollten erst mal, die Auftritte der islamistischen von Erdogan geschickten Imame strikt unterbinden, die Unterstützungszahlungen an das Kalifat Erdogans sofort einstellen und unsere Soldaten und ihr Gerät abziehen.

Förderung

Wir fördern seit Jahrzehnten Diktaturen wirtschaftlich und militärisch in der Hoffnung auf diese Weise Einfluss nehmen zu können. Dabei hat uns diese Förderung die einfach nur der Gier der Unternehmen geschuldet ist immer mehr von Dritten abhängig und beeinflussbar gemacht genau umgedreht mit dem Nachteil das ausländische Investoren und Politiker in Deutschland Einfluss gewannen, siehe China. So wird es auch mit der Türkei werden. Es geht einzig um den Profit.

@OffenGerecht 15:25

Nein Danke! Wir Deutschen brauchen sicher alles aber keinen großen Führer ala Erdogan.Wenn Sie gerne solche Führer mögen, dann ziehen sie doch in eines solcher Länder. Sie haben dank Trump sogar mit der USA noch ein Land mehr zur Auswahl. Es gibt genügend Länder auf diesem Erdball wo Fans von großen Führer auf ihre Gelüste kommen. In Deutschland und der EU hat sowas jedoch keinen Platz und dies ist auch gut so!

re KU

"Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen."

Falsch. Abstimmen durften türkische Staatsangehörige. Nur ein Teil davon hat auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Wieviele von beiden Gruppen abgestimmt haben weiß keiner. Auch nicht, wieviel Prozent je Gruppe mit JA gestimmt haben.

Scheint wirklich schwierig zu sein, das auseinanderzuhalten.

Heimreise

Nachdem Erdogan so gerne polarisiert und daher ein Bürgerkrieg nicht auszuschließen ist, sollten wir unsere Bundeswehrangehörigen schnellstens aus diesem Land nach Hause holen. Ich wüsste keinen Grund, warum deutsche Soldaten dieses autokratische System schützen sollten.

Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.

Mein Gott, ein Präsidialsystem

ist keine Diktatur, sondern eine demokratische Varianten , also sollten die hysterischen Kritiker mal die Füsse still halten.
Die türkischen Probleme ( IS als Nachbarn, Kurdenterror, Putschversuche, Flüchtlingsdrama, etc) verlangen möglichweise andere politische Beweglichkeit als sich das die Theoretiker unserer etablierten Parteien vorstellen können.
Die Türkei ist bisher das einzige islamisch geprägte Land, das überhaupt eine dauerhafte Demokratie zustande gebracht hat. Ein bischen mehr Respekt wäre vieleicht angebracht.

Am 17. April 2017 um 18:03

Am 17. April 2017 um 18:03 von Thomas Wohlzufrieden

Wem die Stunde schlägt...auch bei uns, wo die Regierung versucht den Kopf in den Sand zu stecken, und die Probleme schön redet.

Die Probleme von denen Sie reden, muessen nicht unbedingt die Probleme der Mehrheit sein,schon mal darueber nachgedacht?
Und was haelt Sie eigentlich zurueck nicht selbst ein "ettablierter" zu werden,und alles besser machen?

Angesichts der Antitürkischen

Angesichts der Antitürkischen und teils rassistischen Haltung der deutschen gegenüber der Türkei (wie jetzt auch hier in vielen Kommentaren), wundert es mich doch sehr, dass nur 63% sich für die Türkei entschieden haben. Scheinbar sind die Einschüchterungsversuche auf den Rest von den selbsternannten und aufgeklärten Demokraten gefruchtet. Nichts desto trotz wird viel Druck auf Deutschland zukommen. Einerseits von der Türkei und Russland im Osten und von Trump im Westen

Erdogan lebt von der Konfrontation ...

... mit dem demokratisch verfassten und marktwirtschaftlich eingestellten Westen.

Ich würde sagen, die Rezeptur stammt von Putin. Und wir in Deutschland müssen geduldig sein. Die Ära Erdogan wird so enden wie die Ära Putin, nämlich durch Zeitablauf. Die beiden älteren Herren gehören wahrlich nicht mehr zur Jugend, eher zur Rente.

15:12 gigo01

Syrien und die Türkei sind sehr wichtige Themen. Dieses Referendum in der Türkei wird AfD und andere rechte Parteien mehrere Stimmen bringen. Flüchtlingspolitik spaltet die Gesellschaft, Kriegsangst stärkt den Wünsch nach starke Führer und macht empfindlich für Fake-News und Propaganda. Dieses entgegentreten ist genau so wichtig wie alle andere Themen.

Wie wärs mit Nachdenken?

@ rig2016:
Deutschland und die EU müssen nun konsequent und hart handeln.

Unsinn. Deutschland und die EU müssen zuerst einmal gründlich nachdenken. Scharfmacher sind das letzte, was wir jetzt brauchen.

@OffenGerecht

Bravo,meinen Respekt haben sie für diesen Kommentar.So muss es sein und nicht anders.

Putin

Ich dachte der Name Putin fällt heute gar nicht mehr. Danke! Ich zum Beispiel will Trump nicht als Partner. Alles das gleiche Gelichtet. Oder?

Zuviel des Guten

Die Türkei hat gewählt und für das Präsidialsystem gestimmt.Da werden unangenehme Erinnerungen an unsere eigene Geschichte wach.Der Weg weg von der Demokratie ist nun bereitet.Nun sollte die EU auch konsequent sein und klare Grenzen setzen.Und ganz nebenbei bemerkt,wo leben wir? Die Berichterstattung über die Wahl in der Türkei ist viel zu aufgeblasen und nimmt hier unangemessen viel Raum ein.Gibt es bei uns keine Probleme die einen Bericht wert wären???
Ich würde mir mehr Berichte über die bevorstehende Bundestagswahl wünschen.Es geht um unser Land.Und das ist mir wichtiger als die Probleme in der Türkei und den Hype den Erdogan Anhänger hier veranstalten.

Für Verfassungsänderungen

Für Verfassungsänderungen sollte eine 2/3 Mehrheit nötig sein, um die Gesellschaft nicht stark zu spalten. Sollte es mit der Wirtschaft in der Türkei weiter bergab gehen sind riesige Konflikte zu erwarten. Keine gute Entscheidung/Entwicklung für die Türkei, insbesondere da Erdogan kein Interesse an Versöhnung zu haben scheint.

Integration immer abgelehnt

Jetzt ist wieder die Stunde derer (Polenz, zopf &Co), die die Nichtwähler so rechnen, als hätten auch sie gewählt, namlich so, wie man selbst es gerne hätte. Welch jammerliche Verdrehung von Wahlergebnissen.

Fakt ist: Gut die Hälfte aller Wahlteilnehmer in der Türkei stimmten für eine Präsidialherrschaft mit diktatorischer Machtfülle, knapp 2/3 der wahlbeteiligten Deutschtürken, 3/4 in Österreich. Integration haben diese Personen nie gewollt, weder Deutschland noch Österreich muss sich hier Vorwürfe machen.

Respekt?

15:25 von OffenGerecht
...Respekt..
Man sollte (endlich) das Ergebnis der demokratischen Wahl in der Türkei respektieren. Die Wahlbeteiligung mit 85% ist ein Traum jeder Demokratie, die es in Europa noch nie gegeben hat (denke ich)...

Wenn der Herr Erdogan und sein Volk die Wahl um das Referendum nicht mit der Beschimpfung Deutschlands und anderer Länder als Nazis verquickt hätten, dann könnte man das Votum als innertürkische Angelegenheit noch bedauernd respektieren.

So bestätigt die hohe Zustimmung auch die Hass-Aussagen gegen uns alle hier in DE. Und dass, diese mit der Referendum verquickten Beschimpfungen, eine so hohe Zustimmung erfahren haben kann ich nicht respektieren. Warum verachten uns so viele Türken so sehr, dass sie diese Nazi-Reden hier nun unterschreiben?

Todesstrafe

Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist? Das interessiert doch keinen. Urlauber reisen dorthin wo sie halbwegs sicher sind. Nur Terror hält sie ab.

Und wieder einmal...

...waren es vor allem die in Deutschland lebenden Türken, die Ihrem "Führer" den nächsten Sieg beschert haben, wie schon bei den Parlamentswahlen.

Das darf man nicht kleinreden, wie es jetzt viele Politiker tun, indem sie die Zahlen runterrechnen und relativieren. Es bleiben erwiesenermaßen 450.000 türkisch-stämmige Bürger, die einer Wertevorstellung anhängen, die mit unseren Grundwerten im Konflikt steht. Wenn man bedenkt, welch hysterischen Reaktionen eine vergleichsweise Kleinstgruppe von Ewiggestrigen (AFD) öffentlich erregt, müsste jetzt angesichts einer solch großen Zahl von ewiggestrigen Türken ein Aufschrei durch die gesamte Republik gehen. Aber bis auf Cem Özdemir, der sich hier noch am Klarsten positioniert und ausdrückt, kuschen alle unsere Politiker, denn die Schere im Kopf ist schon zu tief verankert! Gerade jetzt wäre aber eine klare Botschaft an die Unterstützer Erdogans in Deutschland wichtig!

Was hält sie in Deutschland?

"Rund zwei Drittel der Wähler in Deutschland haben für das Präsidialsystem gestimmt" schreibt die Tagesschau.

Da muss dann doch tatsächlich die Frage erlaubt sein, was diese zwei Drittel in Deutschland hält. Warum möchten sie hier leben (und nicht in der Türkei), wenn sie doch ganz offenbar den hier geltenden Wertekanon ablehnen?

Und wenn zwei Drittel der hier lebenden Türken unsere Grundwerte ablehnen (und das tun sie ja, sonst hätten sie nicht für das Referendum stimmen können), dann müssen alle Bestrebungen, das Wahlrecht von türkischen Mitbürgern hier über das kommunale Wahlrecht auszudehnen, sehr sehr intensiv auf den Prüfstand gestellt werden.

Türkei

Man muß festhalten ,dass Erdogan nicht die Türkei ist.Der größere Teil ist Anatolien.
Ein sehr schönes Land ,mit sehr viel Kultur.
Mit liebeswerten Menschen.
Man sollte sich eher Fragen,was die EU eventuell falsch gemacht hat.
Bei den Briten ,stellt sich ebenfalls die Frage,was ist hier nicht richtig gelaufen.
Die EU hat viele Fehler,und keiner schaut hin.

15:06, bitterepille

>>Aber fragen müssen wir uns trotzdem: Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?<<

Um es mal hart zu formulieren: weil der Anteil an anatolischen Hinterwäldlern unter den Türken in Deutschland sehr hoch ist.

Man wollte ja damals, als Türken hier als Gastarbeiter angeworben wurden, keine Intellektuellen, sondern Menschen für schwere, schmutzige Arbeit. Da ist allzu viel Bildung hinderlich.

Die Türken in den USA, die dorthin aus anderen Gründen ausgewandert sind, haben sich zu ca. 90% gegen das System Erdogan ausgesprochen.

@erstaunter bürger

"(...)Unterstützungszahlungen an das Kalifat Erdogans sofort einstellen und unsere Soldaten und ihr Gerät abziehen."

-Unterstützungszahlungen an das Kalifat? Ich muss doch sehr bitten! So viel Polemik entbehrt jeder Grundlage. Die Türkei ist ein funktionierende, rechtsstaatliche Demokratie und kein Kalifat! Gerne können Sie sich bei Wikipedia davon überzeugen. Wie demokratisch Deutschland ist, hat man ja gesehen wie Auftritte türkischer Politiker untersagt wurden und die Nein-Sager jede Unterstützung bekommen haben. Früher hat man sich durch die hellere Haut, Augen-und Haarfarbe wertiger gefühlt. Heute fühlen sich einige deutsche wertiger, indem sie glauben das man demokratisch sei. Ein trugschluss.

-Abzug der Soldaten? Da stimme ich Ihnen zu 100% zu! Die Türkei braucht sicherlich keine zweifelhaften und unzuverlässigen Partner, wie Deutschland, im Kampf gegen den Terror. Es wäre für beide Seiten sehr begüßenswert wenn die deutsche Bundeswehr endgültig aus der Türkei abzieht

Am 17. April 2017 um 18:25

Am 17. April 2017 um 18:25 von friedrich peter...
Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.

Mit gesundem Menschenverstand sollte man das meinen, aber man siehe in die USA, man siehe Großbritannien: Knappste demokratische Entscheidungen führten zu einem Ergebnis, dem die unterlegene Hälfte der Bevölkerung im übertragenen Sinne zum Opfer fiel, weil die, die anschließend zu entscheiden haben, sich um die zweite Hälfte nicht scheren. Trump macht das in aller Deutlichkeit vor.

Ich befürchte, Erdogan ist da nicht anders und an Aussöhnung des eigenen Volkes nicht interessiert.

Erdogan hat alle "Westler"

Erdogan hat alle "Westler" offen bedroht und in letzter Zeit mehr als deutlich gezeigt, was er von europäischen Werten hält. Das habe ich noch längst nicht vergessen.
Mit seinem Referendum und der geplanten Wiedereinführung der Todesstrafe sind weitere EU Beitrittsverhandlungen obsolet.
Wie viel Fingerspitzengefühl sollen wir denn noch zeigen? Wenn Erdogan wenigstens darauf eingegangen wäre, aber nein, er hat drauf gespuckt indem er uns Nazi Methoden unterstellt und unsere Sicherheit bedroht, die Politik muss irgendwann einsehen, dass man bei RTE mit Fingerspitzengefühl gar nichts erreicht.

doppelte Staatsbürgerschaft ....

gehört abgeschafft, genauso wie das Flagge zeigen, das können sie in Ihren Heimatland machen, wenn sie sollen, hier sollte es untersagt werden meiner Meinung nach. Denn machen das andere in anderen Ländern, dann heißt es gleich Nationalsozialisten oä.

Wer hier leben möchte, der sollte auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben, dem Land, was er seine Heimat nennt.

Bis zur Bundestagswahl passiert nichts

Bis zur Wahl wird sich die deutsche Regierung sehr hüten Erdogan direkt anzugreifen. Das überlässt man den Medien. Die Angst, dieser Mann könnte den Flüchtlingsdeal doch noch platzen lassen und damit für ein Negativerlebnis der Regierenden zur anstehenden BT-Wahl sorgen, ist viel zu groß.
Danach wird man die Samthandschuhe ausziehen und "konkreter" werden.

Volksbefragungen sind aber schon eine interessante und sehr demokratische Idee.

Von wegen retten, was zu retten ist

Die Einschätzung in dem Kommentar "retten, was zu retten ist" teile ich nicht.

Da heißt es
„Mit diesem Muskelprotz der türkischen Politik muss die EU nun umzugehen lernen“
und
„dass der Westen die Türkei mindestens genauso braucht wie umgekehrt, steht außer Frage: Zur Beendigung des Syrienkriegs, zum Kampf gegen den Terror, zur Eindämmung des Flüchtlingselends…“

Die türkische Regierung hat durch Unterstützung islamistischer Banden den Krieg in Syrien maßgeblich mit angeheizt und ist mitverantwortlich für die Flüchtlingsströme.

Wenn sich Erdogan auch wie ein Muskelprotz aufführt, ist er in Wirklichkeit schwach.
Trotz Einsatz aller staatlichen Mittel, trotz Einschüchterung vor und bei den Wahlen konnte er nicht einmal das Wählerpotential der AKP und der MHP für ein Ja mobilisieren. Große Teile der Bevölkerung lehnen ihn mehr ab als zuvor.
Wirtschaftlich steht er vor einem Scherbenhaufen und mit seinen Zielen in Syrien gegen die Kurden ist er bisher gescheitert.

Willkomen in Erdoganistan

Diese Wahlen waren teilweise so manipuliert (sogar Wahlbeobachter wurden von der Polizei festgenommen!) dass, wenn es nicht so traurig wäre, eine Lachnummer war. Ich jedenfalls finde damit haben die Türken sich selber die Tür zur EU geschlossen, die die gewählt haben und noch schlimmer die die nicht gewählt haben. Das Kurdenproblem wird uns alle noch sehr viel Kraft, Geld und Tränen kosten. Erdogan ist ein Faschist oder Rechtsradikal und ist fraglich wieviel von was er gesagt hat an Beleidigungen usw zurücknehmen wird, deswegen denke ich es wird sehr sehr schwierig und würde mich nicht wundern wenn dort weiterhin mit Attentaten zu rechnen sein wird. Sehr schade!

Nicht mehr als die "Häfte der Türken" in Deutschland

haben für die Verfassungsänderung gestimmt! Von den wahlberechtigten Türken haben nur 50% gewählt und nur davon haben 63 % mit ja gestimmt.
Das nur zur Unterstützung der Meinung von Zopf 18:14 und anderen.
Leider wird in anderen Foren heute fast durchgängig von der "Hälfte der Türken"
gesprochen mit entsprechend negativen Kommentaren dazu.
Auch wenn man die Nichtwähler nicht pauschal zu den NEIN-Stimmen zählen kann, so war die Angst vor negativen Folgen und die Bedrohungen gegen NEIN - Wähler allgemein sehr groß.
Von "freier Wahl" kann weder hier im Land noch in der Türkei gesprochen werden.
Die Reaktion unserer Regierungsspitze - mit dem Aufruf zu einer "respektvollen Behandlung" der politischen Gegner ist jämmerlich und ein Hohn für die jetzt schon Inhaftierten, sicher aber NATO -Getreu.-

15:13, KU

>>Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen.<<

Es gibt ca. 530.000 Menschen mit türkischer und deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland.

Es gibt mehr Russen oder Polen mit doppelter Staatsbürgerschaft in Deutschland als Türken.

Der Großteil der Türken in Deutschland, 1,5 Millionen, hat ausschließlich die türkische Staatsbürgerschaft. Ca. 800.000 türkischstämmige Menschen in Deutschland haben ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit.

@ 18:30 von zack123

Zitat: "Mein Gott, ein Präsidialsystem

ist keine Diktatur, sondern eine demokratische Varianten , also sollten die hysterischen Kritiker mal die Füsse still halten."

Das kommt immer auf die genaue Verteilung der Machtverhältnisse an (checks and ballances).

Vielleicht haben sich die Kritiker nur etwas genauer mit eben diesen Ausprägungen des Erdogan'schen Präsidialsystems beschäftigt.

Es gab auch mal einen dt. Staat, der nannte sich Deutsche Demokratische Republik.
Nur die Demokratie kam dort ein wenig zu kurz.

Gruß, zopf.

18:17 von Halle An Der Saale

Ich gebe ihnen völlig recht, doch sind wir mal ehrlich, es wird sich nichts ändern zwischen unserer jetzigen Regierung und Erdowahn. Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.

endlich

Kann Erdogan die demokratischen Hosen ausziehen und sein wahres Gesicht zeigen, ich bin gespannt wie es aussehen wird und wie die restliche Welt darauf reagiert.
Ich will mal hoffen, dass er keinen Religionskrieg anzettelt so ala "Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Unfassbar wenn man bedenkt, dass Erdowahn eigentlich lebenslanges Politikverbot hat.

18:14, zopf

>>450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.<<

Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte.

Am 17. April 2017 um 18:30 von zack123

"Mein Gott, ein Präsidialsystem
ist keine Diktatur, sondern eine demokratische Varianten , also sollten die hysterischen Kritiker mal die Füsse still halten.Die türkischen Probleme ( IS als Nachbarn, Kurdenterror, Putschversuche, Flüchtlingsdrama, etc) verlangen möglichweise andere politische Beweglichkeit als sich das die Theoretiker unserer etablierten Parteien vorstellen können.
Die Türkei ist bisher das einzige islamisch geprägte Land, das überhaupt eine dauerhafte Demokratie zustande gebracht hat. Ein bischen mehr Respekt wäre vieleicht angebracht."
Nun,Erdogan hat völkerrechtswidrig Staatsterror betrieben,wie sollten sich die Kurden wehren?Erdo hat in eine Friedensphase einfach die Verhandlungen abgebrochen und Terror weiter gemacht.Putsch?sieht ziemlich lanciert aus.Einzige Demokratie in islamischer Welt?Eine der wenigen,bis Erdo kam.Respekt für seine Verbalentgleisungen?Wo leben Sie! IS?Bis vor kurzem Geschäftspartner von Erdo,Ihre Ansichten sind ziemlich krude

jetzt kann er endlich den

jetzt kann er endlich den sieg gegen assad befehlen...

19:36 von fathaland slim

18:14, zopf

>>450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.<<

Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte.
////
*
*
Dann können Sie sicher beisteuern, wieviel von den Wahlverweigerern, wahlunmündige Kinder sind?

@Oberstudienrat

sie können es einfach nicht lassen und müssen ihren erklärten lieblingsfeind Putin in jeden zusammenhang bringen. selbst wenn der nun wirklich aber auch rein gar nichts mit vorliegendem bericht/ Erdogan zu tun hat.

18:38 von 123Ki

"Angesichts der Antitürkischen und teils rassistischen Haltung der(!) deutschen gegenüber der Türkei... "

Solche Verallgemeinerungen (indem man von DEN Deutschen spricht) sind eigentlich ein Anzeichen für vorhandenem Rassismus im eigenen Denken.
Rassisten gibt es leider auch in Deutschland, aber nicht nur da.
Kritik an Erdogans Kurs sollte man nicht mit "antitürkisch" gleichsetzen. Dann wären ja 49% der türkischen Wähler und meine türkischen Freunde antitürkisch.

@ 19:07 von Stefanqwer

Zitat; "Jetzt ist wieder die Stunde derer (Polenz, zopf &Co), die die Nichtwähler so rechnen, als hätten auch sie gewählt, namlich so, wie man selbst es gerne hätte. Welch jammerliche Verdrehung von Wahlergebnissen."

Das ist eine haltlose Falschbehauptung bezüglich meiner Aussagen.

Ich schreibe in meinem Beitrag von 18:14 Uhr ja ausdrücklich (Zitat):

"Wie die restlichen 2.791.000 Menschen denn abgestimmt hätten, wenn sie gedurft oder Lust dazu gehabt hätten, ist blanke Spekulation."

Bitte verzichten Sie in Zukunft auf solch unwahre Behauptungen.

Gruß, zopf.

19:08 von rainer4528

"Todesstrafe

Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist? Das interessiert doch keinen. Urlauber reisen dorthin wo sie halbwegs sicher sind. Nur Terror hält sie ab."

Der Vergleich hinkt gewaltig.
In den USA gibt es unabhängige Gerichte, so dass man sehr gute Chancen auf ein faires Gerichtsverfahren hat.
In der Türkei entscheidet Herr Erdogan ob und wie lange jemand sitzt (solange ich an der Macht bin, wird Herr Yücel in Haft bleiben)

@ 19:13 von BotschafterSarek

Zitat: "Und wenn zwei Drittel der hier lebenden Türken unsere Grundwerte ablehnen (und das tun sie ja, sonst hätten sie nicht für das Referendum stimmen können),..."

Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt.

Gruß, zopf.

@Ei Furz 7 19:40

Ich kann es mir schon bildlich vorstellen. Morgen um 8 Uhr verkündet er dann in einer Versammlung im Parlament Live übertragen auf TRT und CNN Türk: " Seit 5.45 wird zurückgeschossen". Mal im Ernst dafür bräuchte er kein Präsidialsystem, dies kann er auch so machen. Er war auch vor dem Referendum der mächtigste Mann der Türkei

19:32, Bernhardt 0815

>>Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.<<

Es handelt sich um 530.000 Menschen, von denen Sie noch die unter 18jährigen abziehen müssen.

Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier...

@ rainer4528

"Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist?"
Nana, in USA steht die Todesstrafe nur auf Mord, und sie wird in letzter Zeit sparsam angewandt. Überhaupt existiert sie nicht in allen Bundesstaaten. In der islamischen Welt dagegen ist man Weltmeister im Hinrichten, gerade auch wegen kleinerer Vergehen and Mord. Schauen Sie mal, wofür man im Iran hingerichtet werden kann. Und eine Wiedereinführung ist ja wohl das Hinterletzte, nachdem man so vernünftig war, sie abzuschaffen. Und dann tönt Erdogan noch, das eine oder andere in Deutschland sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Damit meint er wohl, wenn türkische Zuwanderer hier Bier trinken und sich nicht um den Jungfräulichkeitswahn scheren.

@ fathaland slim

"Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte."

Und wo sind in Ihrer Statistik die Doppelstaatler?
Und wo sind in Ihrer Statistik die türkischstämmigen Mitbürger, die nur die deutsche Nationalität besitzen, aber trotzdem mit Erdogan sympathisieren? Insbesondere unter den Jungmännern?

Sie und andere können die Zahlen gerne so klein rechnen, wie sie wollen. Jedenfalls ergibt sich in jeder Variante eine erschreckend hohe Zahl an in Deutschland lebenden Bürgern türkischer Herkunft, die offensichtlich eine pluralistische und liberale Gesellschaftsordnung ablehnen.

DAS permanent zu relativieren, wird uns der Lösung dieser problematischen Situation gewiss nicht helfen.

reduzierte Sicht

In der Abstimmung ging es nicht nur um das Präsidialsystem. Erdogan hat diese Frage mit dem Vorwurf wir seien Nazis verknüpft. Und das wiegt viel schwerer. Viele Türken hier im Land scheinen ihm hier zuzustimmen. Sie rufen damit nach Befreiung aus der Nazi-Unterdrückung. Wie wird die Türkei auf den Schrei nach Befreiung aus der Nazi-Diktatur reagieren? Es ist seine Pflicht seine Landsleute zu befreien.

Da Erdogan und seine Wähler auch andere Länder der EU als Nazi-Länder betrachten ist die Frage ob wir die Türkei in der EU haben wollen doch Geschichte. Die Türkei kann bei diesem ihrem EU-Bild doch gar nicht mehr in die EU wollen. Wer will mit Nazis zusammenarbeiten? Die Türkei doch sicher nicht.

63% der "deutsch-Türken" für Erdogan

Das ist schon ein starkes Stück. Man darf natürlich nicht verallgemeinern, aber wer sich eine Autokratie für die Türkei wünscht, mitsamt Todesstrafe und Allem, der sollte auch die Vorzüge dieses Systems genießen dürfen!

@ bitterepille

"Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?"
Erstens sind die Deutschtürken nicht repräsentativ für die türkischen Türken (konservativer, religiöser, mehr Kopftücher, mehr Koranschulen), und zweitens betrifft sie das ja nicht. Sie konnten unbeschwert der nationalistischen Propaganda folgen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Denn in Deutschland gilt das türkische Präsidialsystem ja zum Glück nicht. Und drittens haben viele der Deutschtürken das ja einfach ignoriert und haben gar nicht gewählt. Warten wir mal ab, wieviele jetzt Reisen in die Türkei vermeiden werden.

@ fathaland slim

"Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier..."

Das bestimmt nicht, aber ohne diese wäre die SPD bei den letzten Wahlen komplett unter 20% abgestürzt. Eine Runderneuerung der SPD wäre dann unausweislich gewesen, aber so... Schade, Chance vertan!

P.S.: Nicht falsch verstehen! Dass sich die SPD nicht zu einer Abkehr von ihrer bisherigen antisozialen Politik genötigt fühlt, ist selbstverständlich nicht alleine den türkischstämmigen Befürwortern der SPD anzulasten.

18:25 von friedrich peter...

Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.
////
*
*
Versöhnung wie in Österreich??
*
Nun hat Van der Bellen unerwartet deutlich gewonnen, dem vorläufigen Endergebnis zufolge mit 51,7 Prozent gegen 48,3 Prozent.
*
???????????

20:17 von fathaland slim

19:32, Bernhardt 0815

>>Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.<<

Es handelt sich um 530.000 Menschen, von denen Sie noch die unter 18jährigen abziehen müssen.

Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier...
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Zumal diese ca. 300.000 es mit dem Christlich sowieso nicht am Hut haben?

20:19, zyklop

>> In der islamischen Welt dagegen ist man Weltmeister im Hinrichten, gerade auch wegen kleinerer Vergehen and Mord.<<

Ich wusste gar nicht, daß China zur islamischen Welt gehört.

Märchenstunde

Sind wir hier schon auf das Facebook-Niveau heruntergekommen?
Alle Neinsager, Kurden, Christen, Armenien und Journalisten und Kritiker müssten jetzt um ihr Leben fürchten. Schmerzen, Sorgen oder Frust können auch anders behandelt werden.

@ 20:24 von achtmalklug

Zitat: "63% der "deutsch-Türken" für Erdogan"

Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt.

Gruß, zopf.

@Deutschtürke 18:51

Das hätten sich Erdogan und seine Unterstützer vorher überlegen sollen. Was wir jetzt brauchen bestimmen immer noch wir selbst in Europa und Deutschland und nicht ihr! Deutschland und die EU müssen nicht groß nachdenken. Die Lösungen sind sehr klar:
1. Beitrittsverhandlungen definitiv beenden
2. Visaeinschränkungen für die Türkei ab sofort
3. Doppelte Staatsbürgerschaft in Frage stellen
4. Wahlkampf türkischer Politiker in Deutschland verbieten
5. Mahnung wegen dem unmöglichen Verhalten gegenüber Deutschland und Erdogans Dreistigkeit alle Deutschen zu beleidigen. Bei weiteren verbalen Ausbrüchen Erdogans Rauswurf der Türkei aus der Zollunion mit der EU.

@zopf

"Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt."

Anzunehmen, das alle die, die nicht zur Wahl gegangen sind oder nicht walhberechtigt waren, mit "Nein" gestimmt hätten, wenn sie denn gewählt hätten, ist aber genauso falsch.

@Oberstudienrat 18:40

Tja da Herr Erdogan aber auch Söhne hat die um einiges Jünger sind kann man bezüglich der Türkei diese Hoffnung schon mal begraben. Wenn er zu alt ist wird er sicher einen seiner Söhne oder seine Tochter an der Spitze installieren.

Was wollen sie hier?

Wenn es stimmt dass der Grossteil der Türken in Deutschland mit Ja gestimmt hat, dann fragt man sich warum sie hier und nicht in der Türkei sind.

@ 20:21 von RoyalTramp

Zitat: "Sie und andere können die Zahlen gerne so klein rechnen, wie sie wollen."

Weder der werte user @ fathaland slim, noch ich oder ein anderer user hier im thread rechnet irgendwelche Zahlen klein.

Wir bleiben lediglich bei den Tatsachen.

Es sind andere, die unbedingt die Mehrheitsverhältnisse der am Referendum Teilnehmenden, auf alle in DE lebenden türkischstämmigen Menschen zu übertragen versuchen.

Das ist statistisch aber nicht zulässig.

Gruß, zopf.

Zahlenspiele

>Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt.<

Sg zopf,

ich zucke immer zusammen, wenn Politiker ein ihnen nicht genehmes Wahlergebnis damit zu relativieren versuchen, dass ja nur soundsoviel Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Für mich ist das unredlich. Die in einem anderen Artikel wiedergegebene Äußerung von Hrn. Polenz wollte ich schon mit dem Begriff "Milchmädchenrechnung" kommentieren, nahm dann aber Abstand davon, da ich die Zunft der Milchmädchen nicht beleidigen wollte.

Ich war daher erstaunt, dass Sie in dasselbe Horn stoßen, weil ich Ihre Kommentare auch wegen ihrer Originalität gemeinhin schätze, wenngleich ich oft anderer Meinung bin. Diesen halte ich jedoch für einen Ihrer schwächeren.

Und das Wahlergebnis gefällt mir ganz und gar nicht.

MfG A.

Erdogan

Guten Abend, Erdogan hat doch bisher auch schon gemacht was er wollte. Kennt jemand hier in Deutschland den Regierungschef der Türkei? Es bleibt alles beim Alten. Wenn Herr Erdogan befiehlt wird demgemäß entschieden. Wenn Herr Erdogan sagt das die "terroristischen" Jounalisten niemals freikommen, dann wird das so entschieden. Was soll eigentlich noch schlimmer werden? Fußballstadien voller verhafteter Regimegegner? Dazu ist er zu clever, obwohl- FJS fand das ja ganz gut . Wegen frischer Luft usw.

20:21, RoyalTramp

>>Und wo sind in Ihrer Statistik die Doppelstaatler?<<

Lesen Sie bitte meinen Post von 19:30.

>>Und wo sind in Ihrer Statistik die türkischstämmigen Mitbürger, die nur die deutsche Nationalität besitzen, aber trotzdem mit Erdogan sympathisieren? Insbesondere unter den Jungmännern?<<

Sie hätten gern eine Statistik, die Ihre Spekukation stützt?

Dann sollten Sie einfach mal im Netz suchen. Da habe ich meine Zahlen ja auch her.

Wobei es bei den 800.000 Türkischstämmigen mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit erstens unwahrscheinlich ist, daß Sie da viele Erdogansympathisanten finden, und zweitens ist es ohne Belang. Die können nämlich bei türkischen Wahlen nicht wählen.

@ 20:40 von Vault-Dweller

Zitat: "Anzunehmen, das alle die, die nicht zur Wahl gegangen sind oder nicht walhberechtigt waren, mit "Nein" gestimmt hätten, wenn sie denn gewählt hätten, ist aber genauso falsch."

Das habe ich auch an keiner Stelle getan.

Gruß, zopf.

20:49, tagesard09

>>Wenn es stimmt dass der Grossteil der Türken in Deutschland mit Ja gestimmt hat, dann fragt man sich warum sie hier und nicht in der Türkei sind<<

290.000 oder 63% von 50% der Wahlberechtigten sind nicht der Großteil der hier lebenden Türken.

@ 123Kid

ich glaube sie sind hier im falschen forum. ja die abstimmung wird kritisiert, aus gutem grund wenn die vorwürfe stimmen. ja herr erdogan wird kritisiert auch aus gutem grund und da bin ich mir ziemlich sicher das die vorwürfe stimmen .
aber zeigen sie mir bitte einen kommentar hier in diesem strang der rassismus beinhaltet. in diesem land ist es ausdrücklich erlaubt sich gedanken um seine mitmenschen und nachbarn zu machen.

mfg. joho

Man muss das Wahlverhalten differenziert betrachten

Die Aussage, die Deutschtürken seien schlecht integriert, weil sie für irgendwas in einem anderen Land stimmen, ist erst mal eine Unterstellung.

Bei näherer Betrachtung fällt nämlich die geringe Wahlbeteiligung der Deutschtürken auf. Hier nehme ich frech an, dass die Mehrheit der hier lebenden Türken sich eher als Deutsche verstehen und somit keinen Anlass sahen, über die Politik in einem ihnen fremd gewordenen Land zu entscheiden. Unter Hinzuziehung der Wahlbeteiligung haben nämlich etwa 30% der hier lebenden Türken eine Stimme für Erdo abgegeben.

Außerdem würde ich gerne mal wissen, wie die Deutschen über eine solche Präsidialverfassung abstimmen würden. Ich wette, dass mindestens ein Drittel hier sehr gerne einen starken Macker am Ruder sähen. Halt ohne Oberlippenbart.

Mein Fazit: Wir sollten die Spaltung der Welt nicht noch vorantreiben, indem wir den hier lebenden Türken zum Vorwurf machen, was in der Türkei passiert.

18.25@demokrat71 - Versoehnung

Es stimmt demokrat71, auch in den USA und Grossbritannien hat eine denkbar kleine Mehrheit die Wahl gewonnen. Aber diese Mehrheit hat sich Parlament und Justiz zu beugen. Auch Trump wie wir gesehen haben.
Dazu kommt das wohl einen erheblichen Wahlbetrug stattgefunden hat in der Tuerkei.

Verfassungsänderung

Das gleiche Problem sehe ich beim Brexit. Der kommt zwar einer Verfassungsänderung nicht gleich (korrigieren bitte, falls falsch), wiegt aber ebenso schwer. Andere Länder, andere Sitten. Wenn in der Bundesrepublik der Plebiszit eingeführt wird (würde), wäre es doch eine nette Variante, das in die Regeln zu schreiben.

@ tagesard09

weil man hier mal gutes geld verdienen konnte mit arbeit die keiner sonst machen wollte und weil das von unseren Verbündeten so gewünscht wurde um druck aus der turkei zu nehmen. der anwerbe deal war halt auch ein mittel um die TR an die nato zu binden.

mfg. joho

Nichtwähler-Orakeln

en vogue. Man nehme einfach an, was man will, projeziere das auf die, die es nicht zur Wahl geschafft haben und deute mit genau jenen den Wahlausgang.

20:28, RoyalTramp

>>@ fathaland slim
"Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier..."

Das bestimmt nicht, aber ohne diese wäre die SPD bei den letzten Wahlen komplett unter 20% abgestürzt.<<

Die türkischen Doppelstaatler im wahlberechtigten Alter, um die ging es in meinem Kommentar, machen etwas mehr als 0,5% der Wahlberechtigten in Deutschland aus.

Zahlenspiel

Zuerst möchte ich Ihre aufgeführten hier
lebenden Türken in Frage stellen. Von wel-
chen Umfrageinstituden haben Sie die
Zahlen. Geht's vieleicht etwas konkreter.
1,5 Millionen mit türkischen Paß und in
Deutschland geduldet und alle Annehmlich-
keiten genießen ist schon absurd, Andere
Türken integriert oder nicht mit doppelter
Staatsangehörigkeit ist schon absurd.
Wahlen können wahrgenommen werden mit
Abstimmungen pro und kontra wie es ge-
fällt. Frage: Darf und kann dies die deutsche Bevölkerung zulassen ohne zu
reagieren ?.

Hat da noch jemand Zweifel .....?

Erdogan hat doch vor und während des Wahlkampfes mehr als deutlich gezeigt, dass er alles andere als versöhnliche Politik betreibt. Polarisieren, historisch nur als beschämend zu bezeichnende Nazi-Vergleiche anstellen und das ohne jegliches Nachdenken über die diplomatischen Konsequenzen. Wie kann die Mehrheit eines Volkes - mal unterstellt, die bisherigen Wahlergebnisse seien zutreffend, woran ebenfalls erhebliche Zweifel bestehen - sich selbst dem Untergang feilbieten ...(?)! Das Erschreckende daran ist, dass die überwiegende Mehrheit der in westlichen EU-Ländern lebenden Türken dem Demagogen Erdogan gefolgt sind. Ein Totalversagen westlicher Bildungs- und Integrationspolitik. Wer mit ein bisschen Verstand und Aufmerksamkeit dem Geschichtsunterricht gefolgt ist, sollte wissen, was er da getan hat. Leider wiederholen sich die Dramen wieder und wieder auf´s Neue! Statt Mathe sollte Geschichte verpflichtend für Abi und mittlere Reife werden!

@ zopf

"Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt."

Absolut richtig. Manche Kommentatoren haben offensichtlich ein absurdes Verständnis von Algebra.

Aber trotzdem bleibt immer noch eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an hier lebenden Mitbürgern mit einer türkischstämmigen Sozialisation, die unsere Werteordnung an sich ablehnen müssten, wenn sie denn Erdogan unterstützt haben sollten. Mindestens 450.000 bekennen sich offen, die Dunkelziffer dürfte in einem ähnlichen Umfang liegen.

Das ist eine Zahl, die man durch kleinrechnen nicht beschönigen oder verharmlosen sollte.

Der schnöde Mammon

Es gibt sehr viele deutsche und europäissche Firmen, die in der Türkei produzieren und so Milliarden verdienen.
Glaubt denn wirklich irgendjemand, dass sich diese Firmen einfach die Butter vom Brot nehmen lassen?
Sie werden weiterhin in der Türkei produzieren und in die Türkei investieren.

Die Wirtschaft wird schon ihren Beitrag dazu leisten, dass die Politik nicht zu sehr aufmuckt und sich gut mit der Türkei versteht.

Den unentbehrlichen Stellenwert der Türkei innerhalb der Nato kennt auch jeder.

So oder so sitzt Erdogan am längeren Hebel und wird schön ein Thema nach dem anderen auf seiner to-do-Liste abhaken.

Da brauch man hier in D und Europa garnicht den Blutdruck unnötig in die Höhe zu treiben.

um 20:49 von tagesard09

Also mM ist ebenso, man sollte diesen EVET-Sagern einfach nahe legen, sich in ihrem Heimatland mit Erdogan zu verbünden. Es ist letztlich ihr freier Entschluß zum Aufbau einer Diktatur. Mit der Freiheit in Deutschland haben sie offenbar extreme Probleme. Es wäre nichts weiter als konsequent, wenn sie in die Türkei zurück gingen.
Schönes Restostern noch.

Polenz Aussage auf Facebook

"3,5 Millionen Türkeistämmige, 1,5 Millionen davon mit türkischem Pass und wahlberechtigt. Davon 50 Prozent Wahlbeteiligung, also 750.000 und davon 60 Prozent für Erdogan. Also von 3,5 Millionen Menschen sind 450.000 für Erdogan, knapp 13%. Deshalb von gescheiterter Integration der Türken zu sprechen, wird der Realität nicht gerecht"

Genau. Und wenn bei einer Forsa Umfrage 1000 Leute befragt werden und davon 50 Leute die FDP wählen, dann haben die zur Wahl auch keine Chance, weil sind ja nur 50. Also manche Leute haben es echt nicht mit Zahlen.

Wenn 1.5 Millionen einen türkischem Pass besitzen, dann weil sie eine Art "Backup" für das alte Zuhause in der Tasche haben wollen und spätestens wenn man davon die Nachfahren zählt, kann man sehr wohl von gescheiterter Integration sprechen. Völlig egal wer nun was gewählt hat. Es sind einfach nicht genug "angekommen".

Alles gut

Die Türkei hat darüber abgestimmt, daß sie ein Regierungssystem haben möchte, das weniger mit den europäischen Demokratien kompatibel ist. Damit entfernt sich die Türkei von Europa. Das ist schade, denn damit entfernt sich auch ein möglicher Absatzmarkt von Europa. Aber so schade ist es auch wieder nicht, da Europa (sogar ohne England und Wales), wenn es gut und schön zusammenhält, auch in sich ein gewaltiges Absatzpotential beinhaltet. Da Europäer aber recht verschieden sind, so z.B. zwischen West und Ost, z.B. Portugal und Ungarn, ist es schon eine nette Aufgabe, hier alles zusammenzuhalten und zu festigen. Man sollte also die Sache mit der Türkei schnell ad acta legen und sich erst einmal auf die Gestaltung der Europäischen Union (z.B. als föderaler Staat) konzentrieren, bevor man daran denkt, Länder mit noch verschiedeneren Kulturen zu integrieren als in der EU sowieso schon vorhanden sind.

@ Deutschtürke

Ja da haben sie recht nachdenken ist in dieser lage das einzige was man machen kann. was man aber auch sagen muss. das wenn die wahl mit rechten dingen zugangen ist, was ich bezweifele, dann hat man diese wahl zu akzeptieren. nur sollte man ein wachsames auge auf diesen präsidenten haben.

mfg joho

Mal zum Nachdenken - Warum 63% für Erdogan in DE

Die Wahlurnen standen auf türkischen Hoheitsgebiet (Botschaft - Vertretungen)
Viele, gerade Doppelpässler sind erst gar nicht aus Sicherheitsgründen zur Wahl gegangen.

Typisch Populisten
Alle in einen Topf werfen & umrühren.

@Am 17. April 2017 um 20:40 von Magfrad

Sie glauben doch nicht etwa das nur ein Punkt in Ihrem Lastenheftes jemals Gehör bekommt durch gesetzt wird oder?
Stimmt, Wünsche darf man ja noch äußern dürfen.
Achja, bevor ich es vergesse, warum regt man sich hier so auf, ist es die Solidarität zum türkischen Volk oder hat die EU etwas zu verlieren durch das Präsidialsystem in der Türkei?

TUR Referendum

@Strubbi, 18:47 Uhr: Deshalb wäre es mit einer Meldung über den Ausgang des Referendums gut gewesen. Weshalb also diesem Präsidenten noch mehr Aufmerksam geben, als er verdient hat?

Für das Abstimmverhalten der in der EU lebenden Türken könnte ich mir folgendes Szenario vorstellen:
1. Diejenigen in der EU lebenden Türken die mit "JA" gestimmt haben, können ihre Landsleute in der Türkei überhaupt nicht leiden und rächen sich jetzt.
2. Diejenigen in der EU lebenden Türken die mit "JA" gestimmt haben, zeigen wenigstens so viel Charakter und gehen zurück in ihre Heimat. Dann könnten zumindest diejenigen in der Türkei lebenden Türken die mit "NEIN" gestimmt haben, mit diesen tauschen und in die EU kommen.

21:07, RoyalTramp

>>Aber trotzdem bleibt immer noch eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an hier lebenden Mitbürgern mit einer türkischstämmigen Sozialisation, die unsere Werteordnung an sich ablehnen müssten, wenn sie denn Erdogan unterstützt haben sollten. Mindestens 450.000 bekennen sich offen, die Dunkelziffer dürfte in einem ähnlichen Umfang liegen.<<

Wo bekennen die sich offen gegen "unsere Werteordnung"?

@ 20:50 von Asparagus

Ich schätze dieses Wahlergebnis auch nicht.

Es verwundert mich aber auch nicht sonderlich, da ich sehr viele Kontakte zu türkischstämmigen Mitbürgern habe, das geht bis in die Familie hinein.

Ich weise hier lediglich darauf hin, daß der Herr Polenz wohl übers Ziel hinausschießt, die Journalisten und Mitforisten, die mal eben die Mehrheitsverhältnisse des Referendums, einfach auf alle türkischstämmigen Menschen in DE übertragen.

Die Gruppe der türkischstämmigen Menschen in DE ist vermutlich viel heterogener, als sich manch einer vorstellen kann.

Lesen Sie meinen Ursprungs-Kommentar von 18:14 Uhr.

Gruß, zopf.

Wer tatsächlich geglaubt hat,

Wer tatsächlich geglaubt hat, die Türkei hatte je Interesse in die EU aufgenommen zu werden, der hat sich geirrt. Auch anders herum war es nie der Fall. Doch die Türkei jat glauben lassen, dass sie es möchte, jedoch die EU nicht. Nun, jetzt versuchen EU-Pokitiker der Türkei damit zu drohen; die Beitrittsverhandlugen komplett abzubrechen. Ernsthaft? Das kann sie machen.
Zu sagen, die Todesstrafe könne nicht eingeführt werden, wenn die Türkei dies tue, verliere sie die endgültige Chance in die EU aufgenommen zu werden; wie war es nochmal in einer Demokratie? Was die Mehrheit verlangt, ist auch zu machen. Ich denke mal, dass die Mehrheit der türkischen Bevölkerung die Todesstrafe eingeführt haben möchte. Dann ist das doch demokratisch!?

21:04 von Dr.Merkwuerdigliebe

Nichtwähler-Orakeln

en vogue. Man nehme einfach an, was man will, projeziere das auf die, die es nicht zur Wahl geschafft haben und deute mit genau jenen den Wahlausgang.
////
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Ich freue mich schon auf die Abstimmung zur Wiedereinführung der Todesstrafe.
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Wenn wieder Leute die den Grexit, die Trumpwahl und Gestern nicht verstanden haben, immer noch nicht begreifen, das unser Kultursystem für Muslime keine Gültigkeit hat?
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Kann man das eigentlich bei unseren Erfolgen bezüglich rechtsstaatlichem Schutz für Einheimische verdenken?

21:07, Realist_2016

>>Zuerst möchte ich Ihre aufgeführten hier
lebenden Türken in Frage stellen. Von wel-
chen Umfrageinstituden haben Sie die
Zahlen. Geht's vieleicht etwas konkreter.<<

Demographische Daten werden nicht von Umfrageinstituten erstellt. Dafür gibt es amtliche Statistiken.

>>1,5 Millionen mit türkischen Paß und in
Deutschland geduldet und alle Annehmlich-
keiten genießen ist schon absurd,<<

Die sind nicht geduldet, sondern die haben eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis.

Das ist etwas ganz anderes.

@ tagesard09

"Wenn es stimmt dass der Grossteil der Türken in Deutschland mit Ja gestimmt hat, dann fragt man sich warum sie hier und nicht in der Türkei sind."

Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Auch für Sie noch einmal. Von den 1,5 Mio. wahlberechtigten türkischen Mitbürgern sind ca. 50% zur Wahl gegangen, d.i. 750.000. Von diesen haben 63% mit "Ja" gestimmt, also ca. 470.000. Bei einer Gesamtzahl von etwa 3,5 Mio. türkischstämmigen Mitbürgern in D macht das 13%. Wieso Sie daraus jetzt "der Grossteil" machen, erschließt sich wohl nur Ihnen & Ihren tollkühnen Mathematikkenntnissen.

Angesichts solcher Kommentare, wie dem Ihrigen, muss ich mich selbst korrigieren, denn bisher hatte ich darauf hingewiesen, dass man die Zahl der Erdogan-Unterstützer in D nicht kleinrechnen sollte, aber wenn man dann solche falschen Behauptungen, wie die Ihrigen sieht, muss ich mich doch an der Kleinrechnerei beteiligen, um die Perspektiven wieder zurechtzurücken, die Ihnen offenkundig völlig abhold sind.

Die Türkei hat sich mit dem

Die Türkei hat sich mit dem Referendum klar zur Türkei und sich gegen die europäisch/deutsche Einflussnahme entschieden. Natürlich passt diese Tatsache vielen nicht, da man an Einfluss und Macht eingebüßt hat. Und das friedlich durch die Wahl des Türkischen Volkes. Ich kann der Türkei zur errungenen Unabhängigkeit und dem Stopp der Bevormundung seitens Westeuropas/Deutschlands nur beglückwünschen. Dies kann/wird für viele andere Länder auf der Welt, die unter der selben Einflussnahme leiden, ein Lichtblick sein. Die Türkei und die hierlebenden Türken sollten sich von den teils vulgären und abfälligen Beleidigungen (auch hier im Forum) nicht provozieren oder gar einschüchtren lassen und einfach dankbar sein, dass man fortan bei der Gestaltung der Türkei auf die europäischen/deutschen Befindlichkeiten nicht mehr achten muss.

@ 21:07 von RoyalTramp

Zitat: "Das ist eine Zahl, die man durch kleinrechnen nicht beschönigen oder verharmlosen sollte."

Ich will nichts kleinreden oder beschönigen.
Der Ausgang der Abstimmung in DE bereitet mir selbst Bauchschmerzen.

Aber einen Anlaß, zu vermuten wir wären von Millionen Demokratie-Feinden umgeben, sehe ich auch nicht und das geben die Zahlen auch nicht her.

Vielleicht kenne ich auch einfach zuviele Türken um "den Türken" noch sehen oder gar fürchten zu können.

Gruß, zopf.

21:17 von Karl Klammer

Mal zum Nachdenken - Warum 63% für Erdogan in DE

Die Wahlurnen standen auf türkischen Hoheitsgebiet (Botschaft - Vertretungen)
Viele, gerade Doppelpässler sind erst gar nicht aus Sicherheitsgründen zur Wahl gegangen.

Typisch Populisten
Alle in einen Topf werfen & umrühren.
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Aber ich irre nicht, der Islan gehört immer noch zu Deutschland?
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Das wissen Die, welche bei Grexit, Trump und gestern irrten, ganz genau?

@ fathaland slim

"Wobei es bei den 800.000 Türkischstämmigen mit ausschließlich deutscher Staatsangehörigkeit erstens unwahrscheinlich ist, daß Sie da viele Erdogansympathisanten finden, und zweitens ist es ohne Belang. Die können nämlich bei türkischen Wahlen nicht wählen."

Unter diesen 800.000 sind bestimmt nicht 63% pro Erdogan, aber - Stochastik lässt grüßen - an die 37%, die mit Erdogan sympathisieren und ihm ihre Stimmen geben würden, wenn sie wählen dürften.

Wie auch immer: Man sollte es sich nicht zu einfach machen und annehmen, dass "nur" 450.000 türkischstämmige Mitbürger Erdoganfans sind. Die Dunkelziffer ist noch einiges höher. Und wenn man sich die Stimmung unter deutschen Jungtürken im noch nicht wahlfähigen Alter anhört, kann einem um die Zukunft unseres Zusammenlebens nur Angst und Bange werden.

15:25 von Karl35

Muntere Zahlenspiele der CDU?

"3,5 Millionen Türkeistämmige, 1,5 Millionen davon mit türkischem Pass und wahlberechtigt. Davon 50 Prozent Wahlbeteiligung, also 750.000 und davon 60 Prozent für Erdogan. Also von 3,5 Millionen Menschen sind 450.000 für Erdogan, knapp 13%. Deshalb von gescheiterter Integration der Türken zu sprechen, wird der Realität nicht gerecht", schreibt Polenz auf Facebook.

Was ist das denn für eine Rechnung? Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten? Man kann sich auch beim Beschönigen und Relativieren wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben.
Wenigstens ein kleines bisschen.
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Und ohne Martin Zutun soll hier glauben gemacht werden, das islamische Mitbürger deshalb die christlichen Parteien wählen?
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Komik aus.

21:01, Bastelbub

>>Außerdem würde ich gerne mal wissen, wie die Deutschen über eine solche Präsidialverfassung abstimmen würden. Ich wette, dass mindestens ein Drittel hier sehr gerne einen starken Macker am Ruder sähen. Halt ohne Oberlippenbart.<<

Vielleicht nicht ganz so viele, aber 15, 20% gewiss.

Es gibt entsprechende Umfragen.

@ Bastelbub

ja ich denke das mit dem drittel kommt hin, aber nur wenn er keinen oberlippenbärtchen hat und das r nicht so furchtbar rollt.
traurig aber wahr.
mfg. joho

Nicht nur auf diesen Präsidenten

21:16 von joho

.... nur sollte man ein wachsames auge auf diesen präsidenten haben...

Die Gesinnung die für das Referendum und die damit verquickten Nazi-Hass-Reden eine Mehrheit zu haben scheint hat ja nicht nur dieser eine Mann. Selbst wenn Erdogan weg wäre, wäre die Haltung seiner Wähler, die uns als Nazis beschimpfen, erschreckend gleich.

Wir müssen sie alle im Auge behalten, denn was aus der Überzeugung, wir alle seien gefährliche Nazis erwachsen kann ist extrem gefährlich. Noch erschreckender wäre es, wenn die türkischen Mitbürger uns für Nazis hielten und nicht massive Schritte gegen uns einleiten würden.

Scheinheiligkeit

Wenn die Wahl mit knapp 51% für das Referendum Erdogans ausgegangen ist und im Ausland die wahlberechtigten Menschen bis zu 80% dafür gestimmt haben, könnte es ja rein rechnerisch sein, dass die Wahl für Erdogans Diktatur in Westeuropa entschieden wurde.

Vielleicht hätte Erdogan die Wahl sogar knapp verloren, wenn nur die Türken in der Türkei gewählt hätten, denn schließlich geht es allein um ihr weiteres Leben und nicht um das z.B. der Türken in Deutschland.

Absolut scheinheilig ist es, wenn die Türken, die hier leben, ihre Landsleute in der Türkei in die Diktatur sckicken und selbst dann hier ihr Leben mit all den Freiheiten in der Demokratie weiter leben.

Wenn die JA-Wähler, die hier leben, Erdogans Diktatur möchten, warum sind sie dann nicht konsequent und gehen dorthin zurück. Umgekehrt könnte doch dann die gleiche Anzahl von NEIN-Wählern hierher kommen und jeder lebt, wie er es möchte.

Aber ach nein, hier ist es wohl doch nicht so schlecht. Unglaublich!!!

"Tagesguck"

Ich Frage mich langsam ob ich wirklich noch bei Tagesschau.de bin. Langsam wird es albern nur noch Berichte über die Türkei und Erdogan und dann wundert ihr euch darüber das über 60 % mit ja abstimmen. Und diejenigen die damit kommen EU Beitrittsgespräche abzubrechen,glaubt ihr wirklich das man die Türkei aufnimmt? Wir können demokratischer als ganz Europa sein aber nicht mal das würde uns da reinbringen.

21:14, mgutt

>>Wenn 1.5 Millionen einen türkischem Pass besitzen, dann weil sie eine Art "Backup" für das alte Zuhause in der Tasche haben wollen<<

Diese 1,5 Millionen Menschen haben ausschließlich den türkischen Pass und keinen anderen.

Türkisch-deutsche Doppelstaatler gibt es 530.000.

Türkei war wenig demokratisch

seit Erdogan dran ist !Jetzt wird es eine Diktatur !Der IS wurde jahrelang von Erdogan unterstützt-ist kein Geheimnis !Viele Kurden hat er töten lassen-in letzten Jahren-nicht nur Aufständige -weiss auch fast jeder !Wo soll mein Respekt herkommen ??

@um 21:24 von fathaland slim

Sorgen um die Türkei und den Türken machen, aber ja nicht um die Reichbürger,NPD,AfD,Pegida,NSU und andere Konsorten.

21:29, Mücahid

>>wie war es nochmal in einer Demokratie? Was die Mehrheit verlangt, ist auch zu machen.<<

Nein, genau so geht Demokratie nicht.

Dieses Mißverständnis ist aber weit verbreitet. Nicht nur unter Türken oder Deutschen, sondern generell bei Leuten, die im Sozialkundeunterricht nicht aufgepasst haben oder keinen genießen durften.

Warum dürfen Türken in Deutschland für Erdogan abstimmen?

Ganz einfach: die Bundesregierung hat es erlaubt. Die Frage ist doch, wie sich die BR nun positioniert. Ich wage schon mal eine Prognose; Deutschland, welches massive wirtschaftliche Interessen (Globalisierung !) in der Türkei hat, wird garnichts tun. Es Werden nicht einmal die 250 Millionen Euro jährliche Zuwendung durch die EU an die Türkei zur "Entwicklung der Demokratie" eingestellt! Warum ? Politisches Kalkül - und wirtschaftliche Räson, allen Demokratieappellen zum Trotz! Noch interessanter wird es, sollte die Türkei die Todesstrafe wiedereinführen. Nur unverbesserliche Träumer können annehmen, das sich an der deutschen Türkei Politik irgendetwas ändern würde. Oder hat Deutschland etwa vor die Beziehungen zu den USA oder China in Frage zu stellen - zwei Länder in denen die Todesstrafe gilt?

@um 15:02 von Biocreature

Das war doch schon von Anfang an klar, das solche Vorwürfe kommen werden oder? Das man die Wahlzettel ohne Amtsstempel gelten lassen wird, das wurde gemeinsam entschieden und auch gemeinsam akzeptiert, das war vor der Auszählung festgelegt worden und nicht währenddessen.
Die AKP wurde auch schon damals per Mehrheit gewählt und nun ist es sehr knapp ausgefallen, wenn man bedenkt das die MHP voll zur AKP stand, daher empfinde ich das Ergebnis doch als sehr real, vor allem wenn man da auch noch bedenkt das auch die die AKP gewählt hatten, eventuell aber trotzdem mit Nein diesmal gestimmt haben. 50 zu 50 grob ist wirklich sehr real.

@um 15:03 von rig2016

Was soll den ein Doppelpass generell für eine Wirkung an der Integration haben? Ich kenne keine einzige Person, die einen Doppelpass hat. Woran das eher liegt, das es viele nicht integrierte gibt: Das Ganze mit Integeration etc. ist zu spät angefangen, früher hörte man nie was von sowas. Was viele unter Integration verstehen, das ist wahrlich noch eine weitere Frage, die geklärt werden müsste. Sind die AfD, NPD, NSU, Pegida, Reichsbürger und andere Konsorten den wirklich integriert?

Realitätssinn

>Die Wahlurnen standen auf türkischen Hoheitsgebiet (Botschaft - Vertretungen)
Viele, gerade Doppelpässler sind erst gar nicht aus Sicherheitsgründen zur Wahl gegangen.<

Sg Hr. Klammer,

vor wenigen Tagen erst habe ich hier im Forum gelernt, dass Botschaften usw. "integraler Bestandteil des Staatsgebietes, auf dem sie liegen" (Wikipedia) sind. Also kein türkisches Hoheitsgebiet. Gut, wird nicht jeder wissen.

Aber ein wenig Nachdenken sollte doch ausreichen, um einem Wahlberechtigten klarzumachen, dass kein großes Risiko beim Betreten einer Botschaft besteht - was soll denn passieren? Dass man in die geheimen Verliese im Keller gesperrt wird??

Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass mancher aus Angst nicht zur Wahl gegangen ist. Aber "viele"?

Mir scheint, dass hier die Vorstellung manches Foristen von der erfolgreichen Integration so vieler türkischstämmiger Mitbürger ins Wanken gerät. Ich hätte mir auch ein anderes Wahlergebnis gewünscht! War aber nicht so.

MfG A

Am 17. April 2017 um 20:40

Am 17. April 2017 um 20:40 von Magfrad
1. Beitrittsverhandlungen definitiv beenden
2. Visaeinschränkungen für die Türkei ab sofort
3. Doppelte Staatsbürgerschaft in Frage stellen
4. Wahlkampf türkischer Politiker in Deutschland verbieten
5. Mahnung wegen dem unmöglichen Verhalten gegenüber Deutschland und Erdogans Dreistigkeit alle Deutschen zu beleidigen. Bei weiteren verbalen Ausbrüchen Erdogans Rauswurf der Türkei aus der Zollunion mit der EU.
Unterschreibe ich voll!

Was ist an Saudiarabien besser, oder den

GKR-Staaten, Eritrea, China, USA...
Es ist heuchlerisch zu vergessen, mit was für finsteren Diktaturen und mit Menschenrechten auf Kriegsfuß stehenden Staaten die Bundesrepublik alles gemeinsame Interessen hat und deshalb die Töne der Kritik sehr sehr leise sind...
Noch ist die Türkei NATO-Partner, das sollte man nicht vergessen und geostrategisch sieht es so aus, das die Südflanke der NATO in Bezug auf Russland bedeutungslos wird wenn die Dardanellen von jemandem kontrolliert werden, mit dem die NATO ein Problem hat. Der Vertrag von Montreux ist wichtig genug, um darüber nachzudenken, was Egon Bahr mal über Außenpolitik sagte... Zitat:
"In der Außenpolitik geht es nicht um Demokratie und Menschenrechte, sondern die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt." Zitat Ende.
Egon Bahr vor Gymnasiasten in Heidelberg, Dezember 2013

@um 15:04 von wenigfahrer

Was hat den die Politikwahl und die Lebensart in Deutschland mit der Politik der Türkei zu tun bzw. wo gibt es da einen Zusammenhang? Wem das hier nicht gefällt, der kann ja einfach auswandern, gehindert wird er wohl von kaum jemand oder?
Wieso Versagen in Deutschland? Das waren Wahlen für die Türkei, gewählt für Deutschland bald aber eigenständig?
Niemand muss auch einem Glauben folgen und Angst deswegen braucht man in D bestimmt nicht haben, ich glaube Sie haben da ein persönliches Wahrnehmungsproblem.

21:24 von fathaland slim

21:07, RoyalTramp

>>Aber trotzdem bleibt immer noch eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an hier lebenden Mitbürgern mit einer türkischstämmigen Sozialisation, die unsere Werteordnung an sich ablehnen müssten, wenn sie denn Erdogan unterstützt haben sollten. Mindestens 450.000 bekennen sich offen, die Dunkelziffer dürfte in einem ähnlichen Umfang liegen.<<

Wo bekennen die sich offen gegen "unsere Werteordnung"?
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Sollten Sie wirklich nicht erkannt haben welchen "Wahlausgang" sich unser 35 % Mainstrem erwünscht hätte?

re mücahid

" Ich denke mal, dass die Mehrheit der türkischen Bevölkerung die Todesstrafe eingeführt haben möchte. Dann ist das doch demokratisch!?"

Dann ist das eine Mehrheitsentscheidung.

Was über die politische oder moralische Qualität nichts aussagt. Und schon gar nicht einen Anspruch begründet, dass andere das akzeptieren müssen.

Auch Hitler hat sich den Anschluss Österreichs mit überwältigender Mehrheitsentscheidung bestätigen lassen.

@mücahid, 21:29

Zu sagen, die Todesstrafe könne nicht eingeführt werden, wenn die Türkei dies tue, verliere sie die endgültige Chance in die EU aufgenommen zu werden; wie war es nochmal in einer Demokratie? Was die Mehrheit verlangt, ist auch zu machen.

Tut mir leid, aber die Menschenrechte sind nun mal so gestrickt, dass sie auch von Mehrheiten nicht außer Kraft gesetzt werden können. Wer sich daran nicht hält, kann sich auch nicht auf die Demokratie berufen.

@ Zopf

"Die Gruppe der türkischstämmigen Menschen in DE ist vermutlich viel heterogener, als sich manch einer vorstellen kann"

25% der Türken in Deutschland sind Kurden und Aleviten.
Diese haben fast alle mit Nein gestimmt.
Bei 36% Nein Stimmen verbleiben somit noch ca 11% Nein Stimmen bei den Türken die keine kurdischen oder alevitischen Wurzeln haben.
Ja homogen sind diese Türken nur innerhalb ihrer Gruppe, ca. 90% dieser Türken haben also mit JA gestimmt. Das ist ein schrecklich eindeutiges Ergebnis.
Freunde/Bekannte habe ich nur innerhalb der kurdischen und alevitischen Gruppe, die andere Gruppe ist eher verschlossen und will sich häufig nicht integrieren.

@um 15:06 von bitterepille

Die Türken, die in D gewählt haben, die haben meistens auch noch Familienangehörige oder Verwandte dort und Sie meinen doch nicht ernsthaft, das diese denen nur schelchtes gönnen? Die Politik der Türkei ist nicht die von Deutschland und umgekehrt auch nicht, das sollte man nicht miteinander vermischen.
Sowenig wie manche hier zu Lande meinen Reichbürger zu sein, genauso wenig gibt es in der Türkei ein Sultanat, wer schon mit solchen Vorurteilen kommt, dem kann man schwierig was erklären.
Die letzte Frage ist eine sehr gute Frage: Meine Vermutung: Die in letzter Zeit zugenommene unberechtigt und falsch gehandhabte Handlung und der Umgang mit den Türken, den es wurde lange Zeit Bashing ausgeübt und genau das hat wahrscheinlich das Gegenteil ausgelöst, das ist aber wirklich nur meine Vermutung. Das aber die meisten Türken nun abgesehen von dem Referendum mit dem Herrn Erdogan zufrieden sind, das ist kein Geheimnis. Das liegt daran das er eben die Türkei hat mit allem verbessert.

@ fathaland slim

450.000 haben Erdogan trotz Aussetzung der Meinungsfreiheit in der Türkei, Aussetzung rechtstaatlicher Verfahren ihre Stimme gegeben. Haben ihn unterstützt, obwohl er die Gewaltenteilung, die in unserem Wertekanon indisputabel ist, aushebeln will, indem er alle Macht in seiner Person konzentrieren wird. Darüber hinaus möchte Erdogan die Todesstrafe wieder einführen (ob er es können wird, wird das neuerliche Referendum zeigen), mit anderen Worten, ihm ist die Menschenwürde hinreichend egal, die in unserer Vorstellung unantastbar ist. Die Liste wäre noch weit umfangreicher...

So einem haben nun mind. (!) 450.000 türkischstämmige Mitbürger in D ihre Stimmen gegeben. Mit anderen Worten: Denen sind unsere Werte scheinbar ein Graus. Oder warum wählt man sonst so einen, der offen faschistoide Tendenzen aufweist? Diesen 450.000 ist Rechtsstaatlichkeit offensichtlich nebensächlich, Menschenwürde? Schwamm drüber... Oder was machen Sie aus dem Wahlergebnis in D?

re holzkopp

"Es gibt sehr viele deutsche und europäissche Firmen, die in der Türkei produzieren und so Milliarden verdienen.
Glaubt denn wirklich irgendjemand, dass sich diese Firmen einfach die Butter vom Brot nehmen lassen?"

Kennen Sie nicht das Sprichwort: das Kapital ist ein scheues Reh?

@um 15:10 von und-nachts-da-ruft

Wer bitte wollte wann Kriege führen? Wer hatte den 2.Weltkrieg ausgelöst und wer die tolle Kolonialzeit? Wenn wir über die Zeit des osmanischen Reiches reden würden: Diese Zeit war eine Zeit, in dem jeder den anderen hat Krieg erklärt, meistens auch deswegen, weil diese genau wussten: Tue ich es nicht, dann wird er es tun. Hat sich den jemand mit dem osmansichen Reich damals versöhnt? Wenn ja warum schrumpfte die Größe des Landes aber dann doch vom großen Imperium in das was heute die Türkei ist? Wenn es um Versöhnung und Krieg geht, dann sollten Sie sich eher Sorgen um die Atommächte machen.

@ 21:31 von RoyalTramp

;)

Sie erkennen jetzt mein Anliegen, denke ich.

Wir sollten alle bei den vorliegenden Fakten bleiben.

Auch wenn die schöner sein könnten !

Gruß, zopf.

@ 123Kid

Dass die Türkei nach eigener Facón seelig werden soll, sei ihr unbenommen. Ich gestehe, ein wenig neide ich ihnen diese Möglichkeit zur Selbstbestimmung.

Aber dass ich mit mindestens 450.000 Mitbürgern in diesem Land Tür an Tür leben soll, denen unser Wertekompass ein Greuel zu sein scheint (das "evet" zu Erdogans Präsidialsystem ist auch ein "evet" zu seiner Aussetzung der Rechtsstaatlichkeit, seiner Aussetzung der Meinungsfreiheit, seiner Verlängerung des Ausnahmezustandes und sogar ein potentielles "evet" zur eventuellen Einführung der Todesstrafe), bereitet mir indes in der Tat gewaltiges Unbehagen. Insbesondere dann, wenn ich mir die prozentualen Anteile an der hiesigen Jungbevölkerung anschaue, die mich für die Zukunft leider Schlimmes erahnen lässt...

>>Unter diesen 800.000 sind

>>Unter diesen 800.000 sind bestimmt nicht 63% pro Erdogan, aber - Stochastik lässt grüßen - an die 37%, die mit Erdogan sympathisieren und ihm ihre Stimmen geben würden, wenn sie wählen dürften.<<

Diese Menschen haben sich entschieden, Deutsche zu sein und haben dafür große Mühen auf sich genommen. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird nämlich niemandem geschenkt.

Wie kommen Sie, Stochastik hin oder her, auf die Idee, daß 37% von denen mit Erdogan sympathisieren?

Menschen, und Politiker sind auch Menschen, lernen aus der Geschichte. Von wegen: Als die Wehrmacht 1936 entgegen den Beschlüssen des Völkerbundes das entmilitarisierte Rheinland besetzte, haben die Westmächte nichts unternommen. Dann forderte das Deutsche Reich das Sudetenland "Heim ins Reich". Die damaligen Westmächte haben nochmals nachgegeben und das Münchner Abkommen unterzeichnet. Den Rest der Geschichte kennen wir mit all seinen katastrophalen Folgen. Fazit: Wenn man einem Diktator oder im Fall Erdogan angehenden Möchtegern Diktator den kleinen Finger gibt, dann nimmt er sich gleich beide Hände und wird immer größenwahnsinniger und dreister. M. E. sollte spätestens bei der Einführung der Todesstrafe in der Türkei, die Erdogan jetzt als nächstes anstrebt, die EU endlich klare Kante zeigen und sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Inzwischen sackt die Türkische Lira ab und Kapital wird abgezogen. Die Türken werden einen hohen ökonomischen Preis für die Machtgier Erdogans bezahlen.

@um 15:13 von KU

1,4 Millionen mit deutschem und türkischem Pass? Das glaube ich nicht und ich kenne auch keine eizige Person, die einen Doppelpass hat. Der Yücel soll wohl einen Doppelpass haben? Der dachte dann aber auch wohl damit darf ich mir alles erlauben?
Stellen Sie sich vor das Sie ein Elternteil türkisch haben und den anderen deutsch, warum sollte man dann keine doppelte Bürgerschaft haben dürfen? Oder stellen Sie sich vor Sie leben schon in der 3. Generation in D und bekommen immer noch keine Bürgerschaft, ist das toll die ganze Zeit wie Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden? Wovor haben Sie Angst? Das die Demokratie in der Türkei flöten geht, aber eine AfD oder NPD nicht gewinnt oder wo sehen Sie sich damit benachteiligt?

@ um 15:16 von zyklop

Herr Erdogan und die AKP stehen nicht für Rechts in der Türkei, zu mal der Herr Erdogan von seiner Ethnie her selber zu einer Minderheit in der Türkei gehört (Lasen). In der Türkei steht für Rechts die MHP mit dem Herrn Bahceli, die haben aber Gott sei dank auch nur geringe Stimmen schon immer bekommen. Will man nun unbedingt den Herrn Erdogan mit einem Politiker von Deutschland vergleichen, dann würde ich so an den Herrn Seehofer denken, obwohl selbst da auch alles nicht passt: Der Herr Seehofer will keine Flüchtlinge sehen, aber der Herr Erdogan, seine AKP und die meisten Türken der Türkei haben damit kein Problem.

@um 15:16 von Matthias Sander

So lange die Türkei nicht so teuer wird, wie Griechenland, Bulgarien, Ungarn, Rumänien etc. sollte das auch nicht super schlimm sein?

@Boris.1945 - Der gewaltige Unterschied

Zunächst gehört jede Religion zu DE

Der gewaltige Unterschied zum Brexit Referendum ist ja wohl , dass
wenn Sie zur Wahl gehen Sie auf einmal
ein Terrorist sind , obwohl Sie nichts davon wußten .
Weil Sie auf irgendeiner angeblichen Liste stehen
und dann als Botschaftsgepäck in der Türkei enden.

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