Kommentare - Interview: "Erdogan will nicht versöhnen"

17. April 2017 - 14:41 Uhr

Wir gewinnen Wahlen und wir bestimmen - so lautet Erdogans Demokratieverständnis. Das gespaltene Land versöhnen? "Erdogan hat kein Interesse an einer Konsensgesellschaft", sagt ARD-Korrespondent Baumgarten im Interview und erklärt die Sehnsucht der Türkei nach einem starken Führer.

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Kommentare

Gerade in den radio Nachrichten war zu hören, daß...

...unabhängige Wahlbeobachter von der Polizei mehrere Stunden in Gewahrsam genommen wurden.

Was passierte in den 2-3 Stunden in den Wahllokalen wo dann nur noch AKP Anhänger die Stimmzettel auszählten?
W A S ?

Und was ist mit den über 2 Mill. Stimmzetteln ohne Amtsstempel?
Die waren plötzlich noch während der Wahl gültig!?!

W E R hier noch glaubt, daß diese Wahl eine freie Wahl war ohne jegliche Manipulation seitens der AKP Regierung, mit dem stimmt was nicht.

Integration gescheitert ...

... zu den hierer verlinkten Artikeln zur Wahl der Deutschland-Türken.
.
Deutschland und die EU müssen nun konsequent und hart handeln. Anderes versteht der Machthaber in der Türkei nicht. Die EU-Beitrittsverhandlungen müssen nun, wie es das EU-Parlament längst fordert tatsächlich beendet werden. Und in Deutschland muss man sich ernsthaft und ehrlich Gedanken darüber machen welche negativen Auswirkungen der Doppelpass auf eine tatsächliche Integration der Türken in Deutschland hatte.

Klare Ansage

"Erdogan will nicht versöhnen"

Genau wie die über 60 Prozent der Türkischen Bürger in unserem Land die unsere Art zu Leben eben nicht so toll findet.

Auf die Antworten unserer Politiker bin ich echt gespannt, das die Türkische Gemeinde jetzt die schwache Gegenseite hervor hebt kann ich ja noch verstehen.
Versagen muss ja irgendwie in Deutschland immer kaschiert werden.

In Deutschland gibt es auch einen großen Teil die keinem Glauben folgen, da wird mir langsam Angst als Gruppen zugehöriger.

Gruß

Integrieren?

Die Türken, die gerade aus ihrer gemütlichen Demokratie hier in Deutschland für die Abschaffung derselben in der Türkei gestimmt haben, kann man wohl mit gutem Gewissen als "nicht in Deutschland integriert" beschreiben.
Interessanter aber: Wären diese Türken noch vor wenigen Jahren überhaupt in der Türkei integrierbar gewesen? Bis Erdogan an die Macht kam war ja auch die Türkei eine relativ moderne und laizistische Demokratie.

Gut, *jetzt* stellt sich diese Frage leider nicht mehr, in ein von einem patriachalisch-machtbesessenen Fanatiker und Egomanen regiertes Sultanat ließen sich sich wohl gut integrieren.

Aber fragen müssen wir uns trotzdem: Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?
Und das, obwohl den Deutschtürken freie, vielfältige Medien zur Verfügung stehen, und sich auch Oppositionspolitiker in Deutschland frei äußern können, anders als in der Türkei selber.

Erdogans Vorbilder wollten auch nicht versöhnen...

sondern Kriege führen.

Mir tun die Türken leid, die unter einem derartigen Führer leben müssen ohne für die Diktatur zu sein. Wenn man die Stimmen besonders der Auslandstürken anschaut, sollte die EU aber schon ein klares Signal setzen und die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen. Dann werden die ganzen Dikataturfans gezwungen sich zu entscheiden.

TUR Referendum

Ich finde es richtig über das Referendum in der TUR zu berichten, ebenfalls über SYR. Aber meine Meinung nach wird damit in den deutschen Medien übertrieben. Ich habe das Gefühl, dass die Wertigkeit dieser Meldungen damit eher abnimmt. Wenn man sich die letzten Tage und Wochen der Berichterstattung so ansieht, könnte man denken, dass es in Deutschland keine Bundestagswahlen anstehen. Die Artikel, "TUR, SYR, USA, N-KOR". Wann wollte man mit der Berichterstattung, der für den Bürger wichtigen Wahlthemen beginnen?, z.B. "Renten-, Sozial-, Gesundheits-, Arbeitsmarkt-, Wirtschaftspolitik". Bitte nicht erst sechs Wochen vor den Wahlen.

Knappes Ergebnis

Wie knapp das Ergebnis auch ausgefallen ist, spielt keine Rolle. Offenbar hat Erdogan die meisten Stimmen für seine Verfassungsänderung erzielen können. Jetzt kann er mehr oder weniger nach seinem Gutdünken schalten und walten. Solange an so einer Abstimmung nur eigene Landsleute beteiligt sind, muß man das wohl hinnehmen, auch wenn es einem nicht gefällt. Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen. Und wenn es stimmt, dann haben ca. 63 % derjenigen, die ihr Wahlrecht ausgeübt haben, für die Verfassungsänderung gestimmt. Somit haben viele Deutsche mit Schuld am jetzigen Dilemma. Und das beste kommt ja noch: Im September dürfen diese ca. 1, Mio. Menschen auch an der Bundestagswahl teilnehmen....

Populisten

Man kann doch nicht immer auf die "Rechtspopulisten" in Westeuropa schimpfen und gleichzeitig Erdogan verschonen. Er ist genauso ein "Rechtspopulist", vielleicht sogar autoritärer und gefährlicher, allein schon durch seine Sprache, die angeblich die des Volkes ist (so die Ansicht von Baumgarten). Und die Sprache von Le Pen und Wilders ist nicht die Sprache des Volkes? Das eine gut, das andere schlecht?
Ich schlage vor, mal systematisch Reden der drei Genannten zu untersuchen auf sprachliche Klischees, Verachtung von Andersdenkenden, Feindschaft gegenüber ganzen Volksgruppen, beginnenden Größenwahn etc.

Der EU Beitritt wird gelingen.

Auch nach den jüngsten Entwicklungen bin ich mir sicher, die Türkei wird in die EU eintreten. Man ist in Europa einfach nicht auf Konflikt aus und wird sich schon irgendwie einigen. Erdogan weiß das, und kann also machen was er will.

"Erdogan will nicht versöhnen" ... Es kann auch ohne!

solange Polizei und Militär seine sichere Bank sind, kann der den Sohn des Propheten (oder eben den Sultan) geben - alles ok, er soll machen wie er will und Tante Merkel sollte sich unpassender Kommentare enthalten. Es geht die kommenden Jahre eben nicht mehr um Konsens (innerhalb der Nato) oder die quasi auch zu einem 100sttel europäischen Türkei, sondern um eine wehret den Anfängen einer weiteren (völlig absurden) Islamisierung Europas (dessen Unterwanderung durch z. B. evangelikale Gruppen oder andere "Nichtregierungsorganisationen" aber ebenfalls streng auszuschließen ist).

Fest steht: Ein Partner sähe anders aus.

Und ganz ehrlich: ich mag die weichgespülten CDU-SPD Sprüchlein über einer gewollten Partnerschaft mit dieser Türkei nicht mehr hören. Diese (!) Türkei will ich nicht als Partner. Deutschland sollte sich bessere Partner suchen, als Erdogan. Putin ist schließlich auch nicht Merkels "Partner" aber exakt das gleiche Gelichter, wie Erdogan.

Muntere Zahlenspiele der CDU?

"3,5 Millionen Türkeistämmige, 1,5 Millionen davon mit türkischem Pass und wahlberechtigt. Davon 50 Prozent Wahlbeteiligung, also 750.000 und davon 60 Prozent für Erdogan. Also von 3,5 Millionen Menschen sind 450.000 für Erdogan, knapp 13%. Deshalb von gescheiterter Integration der Türken zu sprechen, wird der Realität nicht gerecht", schreibt Polenz auf Facebook.

Was ist das denn für eine Rechnung? Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten? Man kann sich auch beim Beschönigen und Relativieren wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben.
Wenigstens ein kleines bisschen.

Respekt..

Man sollte (endlich) das Ergebnis der demokratischen Wahl in der Türkei respektieren. Die Wahlbeteiligung mit 85% ist ein Traum jeder Demokratie, die es in Europa noch nie gegeben hat (denke ich).

Und mal ganz ehrlich: Wünschen wir uns in Deutschland nicht auch mal "klare Kante" anstatt immer nur "Geblabbel" von Politikern!?

Einige Korrespondenten sollten echt mal "neutraler" berichten, und nicht immer den Teufel an die Wand malen, nach nicht einmal 24h nach der Wahl.

Besonnenheit macht mehr als Sinn.

@ 15:06 von bitterepille

Zitat: "Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?"

Da ziehen Sie einen nicht zulässugen Schluß aus den Zahlen, da Sie die Wahlbeteiligung außer acht lassen.

In DE haben weniger als 50 % der Wahlberechtigten am Referendum teilgenommen, in der Türkei wohl an die 86 %.

Daraus ergibt sich, daß in der Türkei, 44,12 % der Wahlberechtigten mit "Ja" stimmten, in DE aber nur 31,6 %.

Gruß, zopf.

Natürlich...

bestimmt die wahlberechtigte Bevölkerung in der Türkei selbst, ob sie für oder gegen ein mißbrauchsgefährdetes System ist oder nicht! Der Teil, der mit "Ja" gestimmt hat soll auch die Folgen in Kauf nehmen. Einen seltsamen Geruch verbreiten nur die Auslandstürken, die keinerlei Risiko eingehen, aber sich das Recht herausnehmen ihren Landsleuten in der Türkei das System vorzuschreiben und gleichzeitig lauthals beklagen, daß sie nicht akzeptiert werden! Das Ausland hat aber auch das Recht Kritik zu üben und zu warnen, besonders wenn man in der eigenen Geschichte etwas ähnliches vorweisen muß! Bedenklich ist also nicht das Abstimmungsverhalten IN der Türkei, sondern von denen im Ausland, die abgestimmt haben! Auch wenn es wieder einmal keiner hören will: einen besseren Beweis für das Scheitern von Integration und doppelter Staatsbürgerschaft gibt es nicht! Das gilt übrigens auch für z.B. Deutsch-Polen, die zwar in Deutschland sind, aber brav die PiS wählen!

Besser konnte es doch nicht kommen.

"Wir", die Kurden, die Opposition und Revoluzzer stürzen nun diesen selbsternannten Kalifen und sehen danach weiter....
Ich freue mich darauf!

Wem die Stunde schlägt...

Der Ruf nach dem "starken Mann" der alles wieder ins Lot bringt, ertönt immer dann, wenn die so genannten "etteblierten" versagt haben. Von daher kann eine solche Situation in jedem Land eintreten, auch bei uns, wo die Regierung versucht den Kopf in den Sand zu stecken, und die Probleme schön redet.

@ zyklop - Populisten

Die jubeln hier genauso, denn alles was der
EU Schadet beklatschen diese.

Schlimmer wird es jetzt in der Türkei werden.
In der kurdische Region & Großstädte hatte er nie eine große Anhängerschaft.
Nun bricht ihm auch noch die komplette Küstenregion
aufgrund der Massenarbeitslosigkeit in der Tourismusbranche weg.
Welcher Urlauber will denn da noch hin fahren, wenn demnächst
auch noch die Todesstrafe kommen soll ?

re karl35

"Was ist das denn für eine Rechnung? Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten? Man kann sich auch beim Beschönigen und Relativieren wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben."

Nein, Herr Polenz geht nicht davon aus. Weil er gar nicht das Wahlergebnis beschönigt, sondern nur die Ansicht korrigiert, es wäre ein Beweis für gescheiterte Integration.

Weil diejenigen, die so argumentieren, ihrerseits die 63% auf die gesamte türkischstämmige Bevölkerung projizieren.

@ 15:25 von Karl35

Zitat: "Hr. Polenz geht also davon aus, dass jeder, der mangels Wahlberechtigung nicht wählen durfte und jeder, der nicht gewählt hat, automatisch für "Nein" gestimmt hätten?"

Ja, der Herr Polenz schießt da ein wenig übers Ziel hinaus.

Er ist jedoch vermutlich näher an der Wahrheit dran, als all die Journalisten und Kommentatoren hier, die behaupten 63 % aller "Deutsch-Türken" hätten mit "Ja" gestimmt, obwohl dies nur 450.000 Wähler getan haben.

450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.

Wie die restlichen 2.791.000 Menschen denn abgestimmt hätten, wenn sie gedurft oder Lust dazu gehabt hätten, ist blanke Spekulation.

Ich kenne sogar einen Doppel-Päßler, der bewußt nicht zur Abstimmung gegangen ist, damit seine "Nein"-Stimme nicht hinterher in der Türkei falsch ausgezählt wird. So wenig Vertrauen hatte er in die ganze Sache.

Gruß, zopf.

@Thomas Wohlzufrieden 18:03

Auch wenn es einige in diesem Forum erschreckenderweise gerne sehen würden wenn ein großer Führer die bösen "Etablierten" ablöst, sowas wird es in Deutschland nie wieder geben. Wir hatten dies alles schon einmal mit katastrophalen Folgen die niemand in Deutschland noch mal erleben will und eigentlich sollten Sie dies auch wissen, solange sie im Geschichtsunterricht anwesend waren.

keine ersöhnung....

Wie heißt es doch so schön: wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Wenn Erdogan seine großmäuligen Versprechungen nicht einhält und nur an sich einfach umsetzbare Versprechungen, wie die Einführung der Todesstrafe durchsetzt, den wirtschaftlichen Abschwung fördert, wird selbst die antidemokratisch eingestellten Deutschtürken zum Nachdenken bringen.
Wir sollten erst mal, die Auftritte der islamistischen von Erdogan geschickten Imame strikt unterbinden, die Unterstützungszahlungen an das Kalifat Erdogans sofort einstellen und unsere Soldaten und ihr Gerät abziehen.

Förderung

Wir fördern seit Jahrzehnten Diktaturen wirtschaftlich und militärisch in der Hoffnung auf diese Weise Einfluss nehmen zu können. Dabei hat uns diese Förderung die einfach nur der Gier der Unternehmen geschuldet ist immer mehr von Dritten abhängig und beeinflussbar gemacht genau umgedreht mit dem Nachteil das ausländische Investoren und Politiker in Deutschland Einfluss gewannen, siehe China. So wird es auch mit der Türkei werden. Es geht einzig um den Profit.

@OffenGerecht 15:25

Nein Danke! Wir Deutschen brauchen sicher alles aber keinen großen Führer ala Erdogan.Wenn Sie gerne solche Führer mögen, dann ziehen sie doch in eines solcher Länder. Sie haben dank Trump sogar mit der USA noch ein Land mehr zur Auswahl. Es gibt genügend Länder auf diesem Erdball wo Fans von großen Führer auf ihre Gelüste kommen. In Deutschland und der EU hat sowas jedoch keinen Platz und dies ist auch gut so!

re KU

"Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen."

Falsch. Abstimmen durften türkische Staatsangehörige. Nur ein Teil davon hat auch die deutsche Staatsangehörigkeit.

Wieviele von beiden Gruppen abgestimmt haben weiß keiner. Auch nicht, wieviel Prozent je Gruppe mit JA gestimmt haben.

Scheint wirklich schwierig zu sein, das auseinanderzuhalten.

Heimreise

Nachdem Erdogan so gerne polarisiert und daher ein Bürgerkrieg nicht auszuschließen ist, sollten wir unsere Bundeswehrangehörigen schnellstens aus diesem Land nach Hause holen. Ich wüsste keinen Grund, warum deutsche Soldaten dieses autokratische System schützen sollten.

Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.

Am 17. April 2017 um 18:03

Am 17. April 2017 um 18:03 von Thomas Wohlzufrieden

Wem die Stunde schlägt...auch bei uns, wo die Regierung versucht den Kopf in den Sand zu stecken, und die Probleme schön redet.

Die Probleme von denen Sie reden, muessen nicht unbedingt die Probleme der Mehrheit sein,schon mal darueber nachgedacht?
Und was haelt Sie eigentlich zurueck nicht selbst ein "ettablierter" zu werden,und alles besser machen?

Angesichts der Antitürkischen

Angesichts der Antitürkischen und teils rassistischen Haltung der deutschen gegenüber der Türkei (wie jetzt auch hier in vielen Kommentaren), wundert es mich doch sehr, dass nur 63% sich für die Türkei entschieden haben. Scheinbar sind die Einschüchterungsversuche auf den Rest von den selbsternannten und aufgeklärten Demokraten gefruchtet. Nichts desto trotz wird viel Druck auf Deutschland zukommen. Einerseits von der Türkei und Russland im Osten und von Trump im Westen

Erdogan lebt von der Konfrontation ...

... mit dem demokratisch verfassten und marktwirtschaftlich eingestellten Westen.

Ich würde sagen, die Rezeptur stammt von Putin. Und wir in Deutschland müssen geduldig sein. Die Ära Erdogan wird so enden wie die Ära Putin, nämlich durch Zeitablauf. Die beiden älteren Herren gehören wahrlich nicht mehr zur Jugend, eher zur Rente.

15:12 gigo01

Syrien und die Türkei sind sehr wichtige Themen. Dieses Referendum in der Türkei wird AfD und andere rechte Parteien mehrere Stimmen bringen. Flüchtlingspolitik spaltet die Gesellschaft, Kriegsangst stärkt den Wünsch nach starke Führer und macht empfindlich für Fake-News und Propaganda. Dieses entgegentreten ist genau so wichtig wie alle andere Themen.

Wie wärs mit Nachdenken?

@ rig2016:
Deutschland und die EU müssen nun konsequent und hart handeln.

Unsinn. Deutschland und die EU müssen zuerst einmal gründlich nachdenken. Scharfmacher sind das letzte, was wir jetzt brauchen.

@OffenGerecht

Bravo,meinen Respekt haben sie für diesen Kommentar.So muss es sein und nicht anders.

Putin

Ich dachte der Name Putin fällt heute gar nicht mehr. Danke! Ich zum Beispiel will Trump nicht als Partner. Alles das gleiche Gelichtet. Oder?

Zuviel des Guten

Die Türkei hat gewählt und für das Präsidialsystem gestimmt.Da werden unangenehme Erinnerungen an unsere eigene Geschichte wach.Der Weg weg von der Demokratie ist nun bereitet.Nun sollte die EU auch konsequent sein und klare Grenzen setzen.Und ganz nebenbei bemerkt,wo leben wir? Die Berichterstattung über die Wahl in der Türkei ist viel zu aufgeblasen und nimmt hier unangemessen viel Raum ein.Gibt es bei uns keine Probleme die einen Bericht wert wären???
Ich würde mir mehr Berichte über die bevorstehende Bundestagswahl wünschen.Es geht um unser Land.Und das ist mir wichtiger als die Probleme in der Türkei und den Hype den Erdogan Anhänger hier veranstalten.

Für Verfassungsänderungen

Für Verfassungsänderungen sollte eine 2/3 Mehrheit nötig sein, um die Gesellschaft nicht stark zu spalten. Sollte es mit der Wirtschaft in der Türkei weiter bergab gehen sind riesige Konflikte zu erwarten. Keine gute Entscheidung/Entwicklung für die Türkei, insbesondere da Erdogan kein Interesse an Versöhnung zu haben scheint.

Integration immer abgelehnt

Jetzt ist wieder die Stunde derer (Polenz, zopf &Co), die die Nichtwähler so rechnen, als hätten auch sie gewählt, namlich so, wie man selbst es gerne hätte. Welch jammerliche Verdrehung von Wahlergebnissen.

Fakt ist: Gut die Hälfte aller Wahlteilnehmer in der Türkei stimmten für eine Präsidialherrschaft mit diktatorischer Machtfülle, knapp 2/3 der wahlbeteiligten Deutschtürken, 3/4 in Österreich. Integration haben diese Personen nie gewollt, weder Deutschland noch Österreich muss sich hier Vorwürfe machen.

Respekt?

15:25 von OffenGerecht
...Respekt..
Man sollte (endlich) das Ergebnis der demokratischen Wahl in der Türkei respektieren. Die Wahlbeteiligung mit 85% ist ein Traum jeder Demokratie, die es in Europa noch nie gegeben hat (denke ich)...

Wenn der Herr Erdogan und sein Volk die Wahl um das Referendum nicht mit der Beschimpfung Deutschlands und anderer Länder als Nazis verquickt hätten, dann könnte man das Votum als innertürkische Angelegenheit noch bedauernd respektieren.

So bestätigt die hohe Zustimmung auch die Hass-Aussagen gegen uns alle hier in DE. Und dass, diese mit der Referendum verquickten Beschimpfungen, eine so hohe Zustimmung erfahren haben kann ich nicht respektieren. Warum verachten uns so viele Türken so sehr, dass sie diese Nazi-Reden hier nun unterschreiben?

Todesstrafe

Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist? Das interessiert doch keinen. Urlauber reisen dorthin wo sie halbwegs sicher sind. Nur Terror hält sie ab.

Und wieder einmal...

...waren es vor allem die in Deutschland lebenden Türken, die Ihrem "Führer" den nächsten Sieg beschert haben, wie schon bei den Parlamentswahlen.

Das darf man nicht kleinreden, wie es jetzt viele Politiker tun, indem sie die Zahlen runterrechnen und relativieren. Es bleiben erwiesenermaßen 450.000 türkisch-stämmige Bürger, die einer Wertevorstellung anhängen, die mit unseren Grundwerten im Konflikt steht. Wenn man bedenkt, welch hysterischen Reaktionen eine vergleichsweise Kleinstgruppe von Ewiggestrigen (AFD) öffentlich erregt, müsste jetzt angesichts einer solch großen Zahl von ewiggestrigen Türken ein Aufschrei durch die gesamte Republik gehen. Aber bis auf Cem Özdemir, der sich hier noch am Klarsten positioniert und ausdrückt, kuschen alle unsere Politiker, denn die Schere im Kopf ist schon zu tief verankert! Gerade jetzt wäre aber eine klare Botschaft an die Unterstützer Erdogans in Deutschland wichtig!

Was hält sie in Deutschland?

"Rund zwei Drittel der Wähler in Deutschland haben für das Präsidialsystem gestimmt" schreibt die Tagesschau.

Da muss dann doch tatsächlich die Frage erlaubt sein, was diese zwei Drittel in Deutschland hält. Warum möchten sie hier leben (und nicht in der Türkei), wenn sie doch ganz offenbar den hier geltenden Wertekanon ablehnen?

Und wenn zwei Drittel der hier lebenden Türken unsere Grundwerte ablehnen (und das tun sie ja, sonst hätten sie nicht für das Referendum stimmen können), dann müssen alle Bestrebungen, das Wahlrecht von türkischen Mitbürgern hier über das kommunale Wahlrecht auszudehnen, sehr sehr intensiv auf den Prüfstand gestellt werden.

Türkei

Man muß festhalten ,dass Erdogan nicht die Türkei ist.Der größere Teil ist Anatolien.
Ein sehr schönes Land ,mit sehr viel Kultur.
Mit liebeswerten Menschen.
Man sollte sich eher Fragen,was die EU eventuell falsch gemacht hat.
Bei den Briten ,stellt sich ebenfalls die Frage,was ist hier nicht richtig gelaufen.
Die EU hat viele Fehler,und keiner schaut hin.

15:06, bitterepille

>>Aber fragen müssen wir uns trotzdem: Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?<<

Um es mal hart zu formulieren: weil der Anteil an anatolischen Hinterwäldlern unter den Türken in Deutschland sehr hoch ist.

Man wollte ja damals, als Türken hier als Gastarbeiter angeworben wurden, keine Intellektuellen, sondern Menschen für schwere, schmutzige Arbeit. Da ist allzu viel Bildung hinderlich.

Die Türken in den USA, die dorthin aus anderen Gründen ausgewandert sind, haben sich zu ca. 90% gegen das System Erdogan ausgesprochen.

@erstaunter bürger

"(...)Unterstützungszahlungen an das Kalifat Erdogans sofort einstellen und unsere Soldaten und ihr Gerät abziehen."

-Unterstützungszahlungen an das Kalifat? Ich muss doch sehr bitten! So viel Polemik entbehrt jeder Grundlage. Die Türkei ist ein funktionierende, rechtsstaatliche Demokratie und kein Kalifat! Gerne können Sie sich bei Wikipedia davon überzeugen. Wie demokratisch Deutschland ist, hat man ja gesehen wie Auftritte türkischer Politiker untersagt wurden und die Nein-Sager jede Unterstützung bekommen haben. Früher hat man sich durch die hellere Haut, Augen-und Haarfarbe wertiger gefühlt. Heute fühlen sich einige deutsche wertiger, indem sie glauben das man demokratisch sei. Ein trugschluss.

-Abzug der Soldaten? Da stimme ich Ihnen zu 100% zu! Die Türkei braucht sicherlich keine zweifelhaften und unzuverlässigen Partner, wie Deutschland, im Kampf gegen den Terror. Es wäre für beide Seiten sehr begüßenswert wenn die deutsche Bundeswehr endgültig aus der Türkei abzieht

Am 17. April 2017 um 18:25

Am 17. April 2017 um 18:25 von friedrich peter...
Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.

Mit gesundem Menschenverstand sollte man das meinen, aber man siehe in die USA, man siehe Großbritannien: Knappste demokratische Entscheidungen führten zu einem Ergebnis, dem die unterlegene Hälfte der Bevölkerung im übertragenen Sinne zum Opfer fiel, weil die, die anschließend zu entscheiden haben, sich um die zweite Hälfte nicht scheren. Trump macht das in aller Deutlichkeit vor.

Ich befürchte, Erdogan ist da nicht anders und an Aussöhnung des eigenen Volkes nicht interessiert.

Erdogan hat alle "Westler"

Erdogan hat alle "Westler" offen bedroht und in letzter Zeit mehr als deutlich gezeigt, was er von europäischen Werten hält. Das habe ich noch längst nicht vergessen.
Mit seinem Referendum und der geplanten Wiedereinführung der Todesstrafe sind weitere EU Beitrittsverhandlungen obsolet.
Wie viel Fingerspitzengefühl sollen wir denn noch zeigen? Wenn Erdogan wenigstens darauf eingegangen wäre, aber nein, er hat drauf gespuckt indem er uns Nazi Methoden unterstellt und unsere Sicherheit bedroht, die Politik muss irgendwann einsehen, dass man bei RTE mit Fingerspitzengefühl gar nichts erreicht.

doppelte Staatsbürgerschaft ....

gehört abgeschafft, genauso wie das Flagge zeigen, das können sie in Ihren Heimatland machen, wenn sie sollen, hier sollte es untersagt werden meiner Meinung nach. Denn machen das andere in anderen Ländern, dann heißt es gleich Nationalsozialisten oä.

Wer hier leben möchte, der sollte auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben, dem Land, was er seine Heimat nennt.

Von wegen retten, was zu retten ist

Die Einschätzung in dem Kommentar "retten, was zu retten ist" teile ich nicht.

Da heißt es
„Mit diesem Muskelprotz der türkischen Politik muss die EU nun umzugehen lernen“
und
„dass der Westen die Türkei mindestens genauso braucht wie umgekehrt, steht außer Frage: Zur Beendigung des Syrienkriegs, zum Kampf gegen den Terror, zur Eindämmung des Flüchtlingselends…“

Die türkische Regierung hat durch Unterstützung islamistischer Banden den Krieg in Syrien maßgeblich mit angeheizt und ist mitverantwortlich für die Flüchtlingsströme.

Wenn sich Erdogan auch wie ein Muskelprotz aufführt, ist er in Wirklichkeit schwach.
Trotz Einsatz aller staatlichen Mittel, trotz Einschüchterung vor und bei den Wahlen konnte er nicht einmal das Wählerpotential der AKP und der MHP für ein Ja mobilisieren. Große Teile der Bevölkerung lehnen ihn mehr ab als zuvor.
Wirtschaftlich steht er vor einem Scherbenhaufen und mit seinen Zielen in Syrien gegen die Kurden ist er bisher gescheitert.

Willkomen in Erdoganistan

Diese Wahlen waren teilweise so manipuliert (sogar Wahlbeobachter wurden von der Polizei festgenommen!) dass, wenn es nicht so traurig wäre, eine Lachnummer war. Ich jedenfalls finde damit haben die Türken sich selber die Tür zur EU geschlossen, die die gewählt haben und noch schlimmer die die nicht gewählt haben. Das Kurdenproblem wird uns alle noch sehr viel Kraft, Geld und Tränen kosten. Erdogan ist ein Faschist oder Rechtsradikal und ist fraglich wieviel von was er gesagt hat an Beleidigungen usw zurücknehmen wird, deswegen denke ich es wird sehr sehr schwierig und würde mich nicht wundern wenn dort weiterhin mit Attentaten zu rechnen sein wird. Sehr schade!

Nicht mehr als die "Häfte der Türken" in Deutschland

haben für die Verfassungsänderung gestimmt! Von den wahlberechtigten Türken haben nur 50% gewählt und nur davon haben 63 % mit ja gestimmt.
Das nur zur Unterstützung der Meinung von Zopf 18:14 und anderen.
Leider wird in anderen Foren heute fast durchgängig von der "Hälfte der Türken"
gesprochen mit entsprechend negativen Kommentaren dazu.
Auch wenn man die Nichtwähler nicht pauschal zu den NEIN-Stimmen zählen kann, so war die Angst vor negativen Folgen und die Bedrohungen gegen NEIN - Wähler allgemein sehr groß.
Von "freier Wahl" kann weder hier im Land noch in der Türkei gesprochen werden.
Die Reaktion unserer Regierungsspitze - mit dem Aufruf zu einer "respektvollen Behandlung" der politischen Gegner ist jämmerlich und ein Hohn für die jetzt schon Inhaftierten, sicher aber NATO -Getreu.-

15:13, KU

>>Hier haben aber ca. 1,4 Mio. Menschen, die die türkische und deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die Gelegenheit gehabt, mit abzustimmen.<<

Es gibt ca. 530.000 Menschen mit türkischer und deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland.

Es gibt mehr Russen oder Polen mit doppelter Staatsbürgerschaft in Deutschland als Türken.

Der Großteil der Türken in Deutschland, 1,5 Millionen, hat ausschließlich die türkische Staatsbürgerschaft. Ca. 800.000 türkischstämmige Menschen in Deutschland haben ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit.

@ 18:30 von zack123

Zitat: "Mein Gott, ein Präsidialsystem

ist keine Diktatur, sondern eine demokratische Varianten , also sollten die hysterischen Kritiker mal die Füsse still halten."

Das kommt immer auf die genaue Verteilung der Machtverhältnisse an (checks and ballances).

Vielleicht haben sich die Kritiker nur etwas genauer mit eben diesen Ausprägungen des Erdogan'schen Präsidialsystems beschäftigt.

Es gab auch mal einen dt. Staat, der nannte sich Deutsche Demokratische Republik.
Nur die Demokratie kam dort ein wenig zu kurz.

Gruß, zopf.

18:17 von Halle An Der Saale

Ich gebe ihnen völlig recht, doch sind wir mal ehrlich, es wird sich nichts ändern zwischen unserer jetzigen Regierung und Erdowahn. Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.

endlich

Kann Erdogan die demokratischen Hosen ausziehen und sein wahres Gesicht zeigen, ich bin gespannt wie es aussehen wird und wie die restliche Welt darauf reagiert.
Ich will mal hoffen, dass er keinen Religionskrieg anzettelt so ala "Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Unfassbar wenn man bedenkt, dass Erdowahn eigentlich lebenslanges Politikverbot hat.

18:14, zopf

>>450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.<<

Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte.

Am 17. April 2017 um 18:30 von zack123

"Mein Gott, ein Präsidialsystem
ist keine Diktatur, sondern eine demokratische Varianten , also sollten die hysterischen Kritiker mal die Füsse still halten.Die türkischen Probleme ( IS als Nachbarn, Kurdenterror, Putschversuche, Flüchtlingsdrama, etc) verlangen möglichweise andere politische Beweglichkeit als sich das die Theoretiker unserer etablierten Parteien vorstellen können.
Die Türkei ist bisher das einzige islamisch geprägte Land, das überhaupt eine dauerhafte Demokratie zustande gebracht hat. Ein bischen mehr Respekt wäre vieleicht angebracht."
Nun,Erdogan hat völkerrechtswidrig Staatsterror betrieben,wie sollten sich die Kurden wehren?Erdo hat in eine Friedensphase einfach die Verhandlungen abgebrochen und Terror weiter gemacht.Putsch?sieht ziemlich lanciert aus.Einzige Demokratie in islamischer Welt?Eine der wenigen,bis Erdo kam.Respekt für seine Verbalentgleisungen?Wo leben Sie! IS?Bis vor kurzem Geschäftspartner von Erdo,Ihre Ansichten sind ziemlich krude

19:36 von fathaland slim

18:14, zopf

>>450.000 von 3,5 Mio in DE lebenden türkischstämmiger Menschen.
259.000 haben demnach mit "Nein" gestimmt.<<

Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte.
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Dann können Sie sicher beisteuern, wieviel von den Wahlverweigerern, wahlunmündige Kinder sind?

@Oberstudienrat

sie können es einfach nicht lassen und müssen ihren erklärten lieblingsfeind Putin in jeden zusammenhang bringen. selbst wenn der nun wirklich aber auch rein gar nichts mit vorliegendem bericht/ Erdogan zu tun hat.

18:38 von 123Ki

"Angesichts der Antitürkischen und teils rassistischen Haltung der(!) deutschen gegenüber der Türkei... "

Solche Verallgemeinerungen (indem man von DEN Deutschen spricht) sind eigentlich ein Anzeichen für vorhandenem Rassismus im eigenen Denken.
Rassisten gibt es leider auch in Deutschland, aber nicht nur da.
Kritik an Erdogans Kurs sollte man nicht mit "antitürkisch" gleichsetzen. Dann wären ja 49% der türkischen Wähler und meine türkischen Freunde antitürkisch.

@ 19:07 von Stefanqwer

Zitat; "Jetzt ist wieder die Stunde derer (Polenz, zopf &Co), die die Nichtwähler so rechnen, als hätten auch sie gewählt, namlich so, wie man selbst es gerne hätte. Welch jammerliche Verdrehung von Wahlergebnissen."

Das ist eine haltlose Falschbehauptung bezüglich meiner Aussagen.

Ich schreibe in meinem Beitrag von 18:14 Uhr ja ausdrücklich (Zitat):

"Wie die restlichen 2.791.000 Menschen denn abgestimmt hätten, wenn sie gedurft oder Lust dazu gehabt hätten, ist blanke Spekulation."

Bitte verzichten Sie in Zukunft auf solch unwahre Behauptungen.

Gruß, zopf.

19:08 von rainer4528

"Todesstrafe

Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist? Das interessiert doch keinen. Urlauber reisen dorthin wo sie halbwegs sicher sind. Nur Terror hält sie ab."

Der Vergleich hinkt gewaltig.
In den USA gibt es unabhängige Gerichte, so dass man sehr gute Chancen auf ein faires Gerichtsverfahren hat.
In der Türkei entscheidet Herr Erdogan ob und wie lange jemand sitzt (solange ich an der Macht bin, wird Herr Yücel in Haft bleiben)

@ 19:13 von BotschafterSarek

Zitat: "Und wenn zwei Drittel der hier lebenden Türken unsere Grundwerte ablehnen (und das tun sie ja, sonst hätten sie nicht für das Referendum stimmen können),..."

Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt.

Gruß, zopf.

19:32, Bernhardt 0815

>>Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.<<

Es handelt sich um 530.000 Menschen, von denen Sie noch die unter 18jährigen abziehen müssen.

Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier...

@ rainer4528

"Gibt es einen Urlauber der wegen der Todesstrafe nicht in die USA reist?"
Nana, in USA steht die Todesstrafe nur auf Mord, und sie wird in letzter Zeit sparsam angewandt. Überhaupt existiert sie nicht in allen Bundesstaaten. In der islamischen Welt dagegen ist man Weltmeister im Hinrichten, gerade auch wegen kleinerer Vergehen and Mord. Schauen Sie mal, wofür man im Iran hingerichtet werden kann. Und eine Wiedereinführung ist ja wohl das Hinterletzte, nachdem man so vernünftig war, sie abzuschaffen. Und dann tönt Erdogan noch, das eine oder andere in Deutschland sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Damit meint er wohl, wenn türkische Zuwanderer hier Bier trinken und sich nicht um den Jungfräulichkeitswahn scheren.

@ fathaland slim

"Bei ca. 1,5 Millionen Menschen, die in Deutschland leben und ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit haben, wie ich hinzufügen möchte."

Und wo sind in Ihrer Statistik die Doppelstaatler?
Und wo sind in Ihrer Statistik die türkischstämmigen Mitbürger, die nur die deutsche Nationalität besitzen, aber trotzdem mit Erdogan sympathisieren? Insbesondere unter den Jungmännern?

Sie und andere können die Zahlen gerne so klein rechnen, wie sie wollen. Jedenfalls ergibt sich in jeder Variante eine erschreckend hohe Zahl an in Deutschland lebenden Bürgern türkischer Herkunft, die offensichtlich eine pluralistische und liberale Gesellschaftsordnung ablehnen.

DAS permanent zu relativieren, wird uns der Lösung dieser problematischen Situation gewiss nicht helfen.

reduzierte Sicht

In der Abstimmung ging es nicht nur um das Präsidialsystem. Erdogan hat diese Frage mit dem Vorwurf wir seien Nazis verknüpft. Und das wiegt viel schwerer. Viele Türken hier im Land scheinen ihm hier zuzustimmen. Sie rufen damit nach Befreiung aus der Nazi-Unterdrückung. Wie wird die Türkei auf den Schrei nach Befreiung aus der Nazi-Diktatur reagieren? Es ist seine Pflicht seine Landsleute zu befreien.

Da Erdogan und seine Wähler auch andere Länder der EU als Nazi-Länder betrachten ist die Frage ob wir die Türkei in der EU haben wollen doch Geschichte. Die Türkei kann bei diesem ihrem EU-Bild doch gar nicht mehr in die EU wollen. Wer will mit Nazis zusammenarbeiten? Die Türkei doch sicher nicht.

63% der "deutsch-Türken" für Erdogan

Das ist schon ein starkes Stück. Man darf natürlich nicht verallgemeinern, aber wer sich eine Autokratie für die Türkei wünscht, mitsamt Todesstrafe und Allem, der sollte auch die Vorzüge dieses Systems genießen dürfen!

@ bitterepille

"Warum war die Absage an die Demokratie unter den Deutschtürken so viel deutlicher als unter den türkischen Türken?"
Erstens sind die Deutschtürken nicht repräsentativ für die türkischen Türken (konservativer, religiöser, mehr Kopftücher, mehr Koranschulen), und zweitens betrifft sie das ja nicht. Sie konnten unbeschwert der nationalistischen Propaganda folgen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Denn in Deutschland gilt das türkische Präsidialsystem ja zum Glück nicht. Und drittens haben viele der Deutschtürken das ja einfach ignoriert und haben gar nicht gewählt. Warten wir mal ab, wieviele jetzt Reisen in die Türkei vermeiden werden.

@ fathaland slim

"Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier..."

Das bestimmt nicht, aber ohne diese wäre die SPD bei den letzten Wahlen komplett unter 20% abgestürzt. Eine Runderneuerung der SPD wäre dann unausweislich gewesen, aber so... Schade, Chance vertan!

P.S.: Nicht falsch verstehen! Dass sich die SPD nicht zu einer Abkehr von ihrer bisherigen antisozialen Politik genötigt fühlt, ist selbstverständlich nicht alleine den türkischstämmigen Befürwortern der SPD anzulasten.

18:25 von friedrich peter...

Ohne Versoehnung geht es nicht.

Bei lediglich 51% Zustimmung muss Erdogan die Versoehnung mit den anderen 49% der Waehlern suchen. Wie soll sonst das Land regiert werden. Wie kann der innere Frieden gewahrt bleiben. Wie koennen sonst offene Konflikte groessten Ausmasses vermieden werden. Auch ein nicht demokratisches Regime ist dazu nur fuer eine begrenzte Zeit in der Lage.
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Versöhnung wie in Österreich??
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Nun hat Van der Bellen unerwartet deutlich gewonnen, dem vorläufigen Endergebnis zufolge mit 51,7 Prozent gegen 48,3 Prozent.
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???????????

20:17 von fathaland slim

19:32, Bernhardt 0815

>>Wenn man klare Position gegen den Sultan beziehen würde, dann bringt man die Wähler mit den 2 Pässen gegen sich auf, und dann könnte es bei unserer Wahl sehr eng werden für unsere Regierenden.<<

Es handelt sich um 530.000 Menschen, von denen Sie noch die unter 18jährigen abziehen müssen.

Diese potentiellen Wähler werden bei der nächsten Bundestagswahl gewiss wahlentscheidend sein. Bei insgesamt 63 Millionen Wahlberechtigten hier...
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Zumal diese ca. 300.000 es mit dem Christlich sowieso nicht am Hut haben?

20:19, zyklop

>> In der islamischen Welt dagegen ist man Weltmeister im Hinrichten, gerade auch wegen kleinerer Vergehen and Mord.<<

Ich wusste gar nicht, daß China zur islamischen Welt gehört.

@ 20:24 von achtmalklug

Zitat: "63% der "deutsch-Türken" für Erdogan"

Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt.

Gruß, zopf.

@Deutschtürke 18:51

Das hätten sich Erdogan und seine Unterstützer vorher überlegen sollen. Was wir jetzt brauchen bestimmen immer noch wir selbst in Europa und Deutschland und nicht ihr! Deutschland und die EU müssen nicht groß nachdenken. Die Lösungen sind sehr klar:
1. Beitrittsverhandlungen definitiv beenden
2. Visaeinschränkungen für die Türkei ab sofort
3. Doppelte Staatsbürgerschaft in Frage stellen
4. Wahlkampf türkischer Politiker in Deutschland verbieten
5. Mahnung wegen dem unmöglichen Verhalten gegenüber Deutschland und Erdogans Dreistigkeit alle Deutschen zu beleidigen. Bei weiteren verbalen Ausbrüchen Erdogans Rauswurf der Türkei aus der Zollunion mit der EU.

@zopf

"Diese Aussage ist falsch.

Von den in DE lebenden ca. 3,5 Mio. türkischstämmiger Menschen, haben lediglich 450.000, also knapp 13 % mit "Ja" gestimmt, 259.000 haben mit "Nein" gestimmt, 700.000 sind nicht zur Wahl gegangen und 2,1 Mio. waren gar nicht wahlberechtigt."

Anzunehmen, das alle die, die nicht zur Wahl gegangen sind oder nicht walhberechtigt waren, mit "Nein" gestimmt hätten, wenn sie denn gewählt hätten, ist aber genauso falsch.

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