Schulz will in Berlin für Europa kämpfen

24. November 2016 - 10:03 Uhr

Länger wurde spekuliert, nun ist es klar: EU-Parlamentspräsident Schulz wechselt in die Bundespolitik und zieht für die SPD in den Bundestagswahlkampf 2017. Ob er auch Außenminister oder Kanzlerkandidat werden will, ließ Schulz offen.

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Kommentare

Alleine diese Aussage ist schon idiotisch, denn der Herr hat noch NIE für "Europa" gekämpft, sondern immer nur für die EU. Da gibt es einen Unterschied und die Menschen (vor allem die Journalisten, die dies aus Bequemlichkeit auch immer gerne durcheinanderwerfen) sollten lernen auf diese wichtigen Details zu achten!

Schulz ist vor allem jemand der für die "Vereinigten Staaten von Europa" steht ... und das ist Verfassungswidrig, denn es würde die Auflösung des deutschen Staates beinhalten.

Des weiteren steht die EU nicht für "die Bürger" sondern für die Lobby-Wirtschaft, was einige Kommentare zur Offenlegung der Glyphosat-Details vor ein paar Tagen klar gemacht haben. Genau dies ist schlecht an der EU und muß korrigiert werden ... aber Kritiker der EU werden ja immer gleich als anti-europäisch diffamiert UND Politiker wie Herr Schulz verstehen diese Kritik nicht.

Martin Schulz hat sich weit über die Grenzen der Bundespolitik in Europa und darüber hinaus Ansehen erworben durch seine Mischung aus klaren Positionen und Verhandlungsgeschick; er ist ein echter Europäer mit einer Haltung, die vielen heute fehlt, die die politische Bühne durch den rechten Eingang betreten möchten. Er wird sowohl als Außenminister wie als Kanzlerkandidat eine hervorragende Wahl sein - und er hat auch das Format, eine rot-grün-rote Bundesregierung anzuführen.

Schulz will also in Berlin für Europa kämpfen? Das ist eine Verhöhnung der deutschen und europäischen Bürger. Gerade Politker wie Schulz stehen doch für diese EU in ihrem jämmerlichen aktuellen Zustand und haben einen Brexit und andere Abspaltungstendenzen doch erst möglich gemacht.

Ohne Selbstreflexion - diese sich eingerichtete Politikerkaste.
Diejenigen, die die EU dorthin geführt haben, wo sie sich derzeit befindet, nämlich im Zerfallsprozeß, wollen für Europa weiterkämpfen.

Der wurde doch vorher schon hochgelobt, da keiner mit dem Herrn arbeiten wollte und jetzt kommt er zurück. Es gibt so viele junge und kompetente Politiker hier in Deutschland, die den Job bestimmt besser machen.

Er wird im EU-Parlament fehlen, aber für die SPD ist er ein Zugewinn. Ich hoffe, dass er sich gegen Sigmar Gabriel durchsetzen kann. Da er sich kämpferischer gibt, als Merkel, Gabriel und Steinmeier wünsche ich ihm alles Gute. Vielleicht braucht es jemanden, der offensiv und mit Elan gegen die "Bauchgefühle" der Rechtspopulisten argumentieren kann und einige Deutsche wieder auf den Boden der Realität holt. Ich würde mir wünschen, dass der Fokus der Politik unter Schulz dann irgendwann wieder auf den sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft und auf der Bildungspolitik liegt.

"Ich werde nicht für eine weitere Amtszeit als Präsident des Europäischen Parlaments kandidieren", sagte der SPD-Politiker in Brüssel.

Weil vor Jahren abgesprochen war, dass ihm ein Christdemokrat folgen muss und folgen wird.

Will man uns wirklich alle - nur noch für dumm verkaufen ?

Naja, für seine Anschlußverwendung in Deutschland wird nun gesorgt...

Der Klüngel will kein Ende nehmen !

Er hätte keinen herausgehobenen Posten in der EU mehr bekommen, so dass er lieber nach Berlin geht. Als Bundesaußenminister muss Herr Schulz deutsche Interessen vertreten. Das sind nicht nur Großkonzerne und EU-Proporz.

Ich hoffe Herr Gabriel behält Augenmaß bei seinen Entscheidungen für Deutschland.

Schulz ist der einzige mit dem die SPD Angela Merkel schlagen kann. Er ist erfahren, intelligent und lässt sich nicht so leicht einwickeln. Er steht für Kontinuität und Verlässlichkeit. Nur mit ihm kann die SPD gegen Merkel gewinnen.....................

Sie widersprechen sich selbst... Einerseits kritisieren Sie Martin Schulz (fälschlicherweise, wie Sie dann später selber korrigieren) dafür, immer nur für die EU und nicht für "Europa" gekämpft zu haben, andererseits werfen Sie ihm die Vision eines vereinigten Europas vor und bezeichnen das als verfassungswidrig (was übrigens falsch ist, da es ein Vereinigten Europa sehrwohl mit souveränen Staaten geben kann). Ihr Kommentar lässt sich eindampfen auf die typische Floskel "wir hier unten - die da oben": das ist längst mottenkistenreif.

...schlecht für Deutschland.

Er sollte sich besser einen Posten in der Industrie suchen. Als Lobbyist hat er bestimmt genug Connections. Da könnte er viel mehr verdienen und keinen weiteren politischen Schaden anrichten.

Ich gehe davon aus, das Schulz der nächste Kanzlerkandidat wird. Immer noch besser als Gabriel. Und alles ist besser, als vier weitere Jahre Nachläufer der CDU in einer Groko.

Hier erkennt man wieder einen kleinen, feinen aber ganz wichtigen Unterschied zwischen SPD und Union.
Die Sozialdemokraten schicken junge unverbrauchte Kräfte nach Brüssel. Wenn die sich da bewährt haben - und das hat Martin Schulz nun wirklich - baut man die im Inland für höhere Aufgaben auf.
Bei der CDU/CSU läufts genau anders rum. Wer in Deutschland nicht mehr tragbar ist, siehe Stoiber, Oettinger usw., wird in die EU aufs Altenteil abgeschoben. Da ist die Gefahr natürlich sehr groß das die weiterhin Murks machen...

"Er wird sowohl als Außenminister wie als Kanzlerkandidat eine hervorragende Wahl sein - und er hat auch das Format, eine rot-grün-rote Bundesregierung anzuführen."

Letzteres wird nicht eintreten. Für den Bundeskanzlerjob hat Herr Schulz zu wenig Regierungserfahrung und Verhandlungsgeschick. Außerdem hat er in Deutschland einen viel zu schwachen Bekanntheitsgrad, der sich nach gefühlten 30 Jahren EU-Politiker auch nicht mehr wesentlich ändert.

Na dann wird wohl die SPD unter 20% rutschen. Denn man sollte nicht vergessen mit wem er sich in denn letzten Jahre sehr gut verstanden hat. Siehe Ungarn!

„Die Völker der demokratischen Staaten sehen sich von Oligarchien beherrscht, die ihre eigenen, höchst eigennützigen Interessen verfolgen und sich nicht mehr um die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen der Menschen scheren, die sie eigentlich vertreten sollen. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik aller entwickelten Demokratien geht in immer stärkerem Maße an den Bedürfnissen der Bevölkerungsmehrheit vorbei und richtet sich zunehmend gegen die eigene Bevölkerung.“

und weiter

"Die Krise der Demokratien sei eine Krise des politischen Willensbildungsapparats. Und diese Krise habe inzwischen eine Eigendynamik entfaltet, in der sich das System gegen die eigene Bevölkerung wende und ihr in stets wachsendem Maße Schaden zufüge".

Zitat:
Wissenschaftsjournalist Wolfgang J. Koschnick

Kann man es besser zum Ausdruck bringen, wofür heute SPD, CDU und GRÜNE stehen ?

Diesen Typ muss man bekämpfen, nicht befördern.

immer noch Foristen, die glauben, daß der Erhalt oder die Rückkehr zum Flickenteppich der Kleinstaaterei das Gelbe vom Ei wäre! Gebracht hat Europa das nur jede Menge Kriege und Elend - sonst absolut nichts!!! Es soll auch keiner Charles-de-Gaulle zitieren, denn das war eine ganz andere Zeit und natürlich träumte er von einem Europa der Vaterländer unter französischer Führung! Nur die Vereinigten Staaten von Europa sind eher ein Garant dafür, daß es eben in Europa keinen Krieg mehr gibt! Und das ist ja auch schon was, oder?

bitte belegen sie doch die Aussage, Schulz würde für die „Vereinigten Staaten von Europa stehen“ (gerne mit Quelle).

Da ich auch EU-Bürger bin, muss ich Ihnen jedoch widersprechen. Die EU steht auch für mich und ich stehe auch für die EU. Es ist schön, wenn Sie eine Stimme haben und äußern, mehr allerdings haben Sie nicht. Dahingehend müssen wohl alle Kompromisse miteinander eingehen.

Martin Schulz ist für mich nicht tragbar. Ich sehe noch sein knallrotes Gesicht am Morgen des Brexitvotums. Was er danach abgelassen hat disqualifiziert ihn für jede Führungsposition. Er steht für verfehlte EU Politik wie kaum ein Anderer. Seine Forderung nach mehr Europa legt ihn fest. Toleranz Null. Aber die SPD kann ihn gern zum Kanzlerkandidaten machen. Es ist sowieso egal wen sie aufstellt,derjenige wird kein Kanzler,sondern wird schön in einer GROKO "weiter so" betreiben.

Wenn er wirklich Europa weiter stärken will, hat er meine Stimme auch als Bundeskanzler. Wenn er mit der Losung antritt, einen europäischen Bundesstaat zu schaffen, dann wäre das mal eine echte Alternative zu Merkel. Denn als Hollande und auch Renzi Merkel immer wieder Angebote in diese Richtung gemacht haben, endlich eine wirkliche Union in der Wirtschafts-, Sozial-, Außen- und Verteidigungspolitik zu schaffen, da schien die Kanzlerin das nur so halb mitragen zu wollen. Super Krisenmanagerin, sehr "pragmatisch", aber eben null Idee von der Zukunft. Wenn also jemand Europa weiter einen will, dann finde ich das eine super Initiative. Wenn er allerdings jetzt auf "nationales Interesse" macht, wäre es ein ziemlicher Verrat an der europäischen Idee. Dann landet er auf einer ähnlichen Stufe wie Barroso, der zu Goldman Sachs ging, oder noch darunter.

Wenn jemand für etwas kämpfen will, heisst das ja, dass es einen Gegner gibt.

Wer soll das bitte sein?

Aber es passt.

So hatte ich einen sehr unerquicklichen Abend, als ich mir gestern die EU Resolution zum Thema "Propaganda" zu Gemüte führte.

Offensichtlich gilt: EU ist Europa. Und das ist eben nicht so.

Wenn man sich die Resolution durchliest, dann erkennt man den Feind (abgesehen von den üblichen Verdächtigen Russland und IS).

Nun soll nämlich jeder bekämpft werden, der gegen das Konstrukt EU ist.
Also: kritisieren, das darf man die EU.
Gegen die EU darf man nicht mehr sein.
Die Einbindung von Medien in diesen Kampf ist sehr interessant.

Schulz hätte ja auch sagen können: er wird nun in Berlin für das Wohl Europas arbeiten.

Aber: die Zeiten sind vorbei.
Es wird zum Angriff geblasen. Kampf ist angesagt.

Vielleicht sollten sich alle mal zurücklehnen und sich erinnern.

Heute werden Reden geschwungen, vor 10 Jahren wäre das blanke Entsetzen ausgebrochen.

"Schulz ist vor allem jemand der für die "Vereinigten Staaten von Europa" steht ... und das ist Verfassungswidrig (sic), denn es würde die Auflösung des deutschen Staates beinhalten.
Des weiteren steht die EU nicht für "die Bürger" sondern für die Lobby-Wirtschaft, was einige Kommentare zur Offenlegung der Glyphosat-Details vor ein paar Tagen klar gemacht haben. Genau dies ist schlecht an der EU und muß korrigiert werden ... aber Kritiker der EU werden ja immer gleich als anti-europäisch diffamiert UND Politiker wie Herr Schulz verstehen diese Kritik nicht."

Gegen die Lobbyismus muss natürlich etwas getan werden. Aber viele sehen nicht, was uns die EU für riesige Vorteile bringt. Binnenmarkt, Freizügigkeit, einheitliche Richtlinien und Regeln. Und über Lobbyismus auf EU-Ebene kann man sich sicherlich aufregen, sollte dann aber auch bitteschön auch (beispielsweise) auf unseren Verkehrsminister Dobrindt (CSU) und unseren Landwirtschaftminister Schmidt(CSU) verweisen.

Wechsels die nächste Regierungs-Koalition aus CDU/CSU, GRÜNEN und SPD bestehen wird.

Eine andere Mehrheit wird wohl nicht möglich sein, leider!

Genau so ist es Herr Apfelbach.
Die Miterzeuger der Probleme in Europa ("jämmerlicher aktueller Zustand") werden nun in Positionen "gehoben"
in denen sie noch besser wirken können.

So behebt man keine Kriesen. Aber das werden wir erst in einem Jahr um diese Zeit mitbekommen.
Neue Köpfe mit besseren und problemorientierten Ideen werden nicht gefördert. Die würden die alten Erbhöfe der etablierten Europäer gefährden.
Das Wort Eliten und Lobbiisten möchte ich hier vermeiden.

Man kann über Schulz denken was man will, aber wenn einer diese Kanzlerin ENDLICH ablösen kann dann ER.
Es kann nicht sein, das Frau Dr. Merkel dieses Land weiter in die Spaltung führt, und hierdurch die AfD als WIEDERSTANDSPARTEI nur noch größer macht, ich auf jeden Fall hätte lieber Schulz als Merkel, Die die Spaltung der Gesellschaft nur noch beschleunigen wird. !!!

"Fokus auf...sozialen Verwerfungen in der Gesellschaft und auf der Bildungspolitik liegt."

Ich stimme ihnen zu, dass in den Bereiche GEWALTIG gearbeitet werden muß!
Aber Herr Schulz und "seine" SPD haben jahrelang politisch federführend die Mängel mitgetragen, toleriert und nicht beseitigt!
Erwarten Sie jetzt, dass die Biber den Sumpf trocken legen?
Oder ist das nur so ein Bauchgefühl, das sie den anderen politischen Richtungenunterstellen?

In Europa gibt es nach wie vor Kriege.

Oder anders: Wie groß soll Ihr Europa sein? wo endet es im Osten?

Verhöhnung der Bürger

Schulz will also in Berlin für Europa kämpfen? Das ist eine Verhöhnung der deutschen und europäischen Bürger. Gerade Politker wie Schulz stehen doch für diese EU in ihrem jämmerlichen aktuellen Zustand und haben einen Brexit und andere Abspaltungstendenzen doch erst möglich gemacht.
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Sehr schön, er kann also Alles.
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Wenn die SPD meint, er kann jetzt die Deutschen für die EU disziplinieren.
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Dann könnte er aber für die 0%-Rentner zum Watschenmann werden.

Martin Schulz steht in erster Linie für die EU und nicht für "Europa". Und die EU ist in meinen Augen gescheitert, unter anderem, weil sie nicht reformfähig ist. Insofern erwarte ich von einem Martin Schulz in einer Bundesregierung ein Festhalten an der EU in ihrer jetzigen Form, und nicht ein Voranbringen Europa's. Aber im Wahlkampf wird man Martin Schulz sicher sehr gut als "großen Europäer" verkaufen können.

„Es gibt so viele junge und kompetente Politiker hier in Deutschland, die den Job bestimmt besser machen.“

Diese Aussage lässt mich hoffen, weil ich bisher keine ausmachen konnte, obwohl ich das politische Geschehen sehr interessiert verfolge.

Wer könnte das sein? Ich bin ernsthaft neugierig. An wen dachten Sie?

http://www.martin-schulz.eu/europa/vertrag-von-lissabon.html

Wichtiges Zitat: "ein großer Schritt nach vorn für eine starke und soziale Europäische Union im globalen 21. Jahrhundert"

Stärkung der EU = mehr Macht für Brüssel ... und das ist ein Schritt zu den "Vereinigten Staaten von Europa". Herr Schulz begrüßt Lissabon und die Zentralisierung in Brüssel ... und wäre deshalb auch dem weiteren Schritt nicht abgeneigt.

"globales 21. Jahrhundert" = Globalisierung = die WIRTSCHAFT bestimmt wie regiert wird. Herr Schulz ist FÜR TTIP/CETA ... und regiert deshalb für die Konzerne, denn einfache Bürger haben noch NIE von einem Freihandelsabkommen profitiert.

Der Bekanntheitsgrad von Martin Schulz übersteigt viele andere Möchtegerngrößen auf unserer politischen Bühne. Und sein Verhandlungsgeschick hat er auf europ. Bühne eindrücklich bewiesen. Ich bin gespannt auf die nächsten Monate - die Chance auf einen Politikwechsel hin zu einer offenen solidarischen europäisch orientierten Richtung steigt mit Martin Schulz. Das freut nicht nur mich.

er wird arbeitslos und sucht einen neuen Job.
Er müsste wahrscheinlich auch gar nicht mehr arbeiten ausgesorgt hat man in dieser Branche schon nach kurzer Zeit.

Herr Schulz so gerne man es auch sieht wie er sich aufregt,regt sicht leider nur einseitig auf und das ist das Problem von dem viele Politiker betroffen sind.
Wenn zwei das gleiche tun wird es unterschiedlich bewertet.

Sie sind nicht mehr frei zu sagen was sie denken sondern nur daran bedacht zu reden und nichts zu sagen,oder nur das was die Parteispitze erlaubt .

Ansonsten ist die karriere futsch,denn wer was wo wird, entscheidet die parteispitze und dorthin kommt man nur wenn man bestimmte "regeln" beachtet.

"Das ist eine Verhöhnung der deutschen und europäischen Bürger."

Das ist ja nun wirklich Unsinn. Nicht Schulz ist für den -wie Sie schreiben- "jämmerlichen Zustand" der EU verantwortlich, sondern die einzelnen Regierungen in den Nationalstaaten, die jeweils nur ihre eigenen Partikularinteressen im Blick haben und dabei vergessen, das sie nur gemeinsam wirklich stark sein können.

Die entscheidenden Gesetze in der EU werden weder von Schulz noch vom Europaparlament und auch nicht von der EU-Kommission gemacht, sondern entstammen immer einem Kompromiss der einzelnen Regierungen innerhalb der EU.

Im Übrigen sehe ich auch keinen "jämmerlichen Zustand" und "die Bürger" dürfte es so auch nicht geben, sondern nur Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Zielen und unterschiedlichen Ansichten.

"...und regiert deshalb für die Konzerne, denn einfache Bürger haben noch NIE von einem Freihandelsabkommen profitiert."

Stimmt meiner Meinung nach einfach nicht. Wenn Konzerne von den Freihandelsabkommen profitieren, profitieren schon mal die tausenden Angestellten dieser Konzerne. Es mag sein, dass die Konzernchefs mehr profitieren als die Arbeiter und Angestellten, aber diese profitieren eben auch. Insofern denke ich, dass Ihre Aussage einfach falsch ist.

Davon abgesehen sollten von einem Freihandelsabkommen auch zehntausende mittelständische Unternehmen profitieren.

"Diejenigen, die die EU dorthin geführt haben, wo sie sich derzeit befindet, nämlich im Zerfallsprozeß, wollen für Europa weiterkämpfen."

Nicht Schulz hat die EU in den "Zerfallsprozess" geführt, sondern einzelne Europäische Regierungen innerhalb der EU. Die populistischen Parteien, die mit nationalen Parolen einen Teil der Bevölkerung einfangen, um so an die Macht zu kommen sind hier eher das Problem. Die meisten Regierungen haben nur die vermeindlich eigenen Interessen im Blick, ohne zu erkennen, das auf lange Sicht Europa nur geeint auch weiterhin auf der Weltbühne eine große Rolle spielen kann.

10:54 von andererseits:
"Ihr Kommentar lässt sich eindampfen auf die typische Floskel 'wir hier unten - die da oben': das ist längst mottenkistenreif."

Und Sie glauben, dass die seit Jahren zunehmende soziale Ungleichheit, EU-Kritik oder Politikverdrossenheit in Ihrer Kiste von Motten gefressen werden, wenn man diese nicht mehr anspricht? Das wäre ziemlich naiv.

Der Kommentar von Pflasterstein benennt altbekannte Probleme, die leider auch heute noch topaktuell sind.

Martin Schulz als möglicher Nachfolger Steinmeiers? Ok! Aber für wie lange? Bis zur Bundestagswahl? Und dann?

Also irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass die SPD sich wieder auf eine GroKo einstellt! Es gibt ja nur wenige Möglichkeiten, die jetzt bleiben.

1. Martin Schulz tritt als Außenminister an und bleibt dieses bei einer erneuten GroKo oder wird Nachfolger von Gabriel, wenn die SPD die Wahl nicht zu ihren Gunsten entscheiden kann.

2. Martin Schulz wird Kanzlerkandidat. Bei den derzeitigen Umfragen stellt sich mir aber die Frage, ob er sich das wirklich antun will. Die Möglichkeit, ab Ende 2017 auf der Oppositionsbank zu landen, ist doch arg groß. Naja, vermutlich dann aber als Parteivorsitzender. Denn auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass Gabriel nach einer verlorenen Wahl noch in Amt und Würden bleiben wird.

Der Mensch/die Menschen sind vergesslich: Schulz ist ebenso ein Mann der gegenwärtigen Kanzlerein wie Juncker. Was soll also bei einem dem wirklichen Leben so fernen Politiker wie ihm Neueres oder Besseres für die Bürger in D herauskommen außer Märchenerzählerei? Ob SPD oder CDU ist doch eh so egal wie in den USA ob Republikaner oder Demokraten. Wenns um ihr Geld geht, halten sie zusammen.

Alleine seine Unterstützung von CETA, TTIP und ähnlichem disqualifiziert ihn als Sozialdemokraten. Und sein Wettern gegen Trump disqualifiziert ihn als Staatsmann.

Die SPD hat sich selbst überflüssig gemacht, und es kann eigentlich nicht schnell genug zu Ende gehen.

Ich kann da nur zustimmen. Schulz steht für Glaubwürdigkeit und genießt internationales Ansehen - zu Recht.

Er hat Europa vorangebracht und damit auch viel zur Sicherung unserer Werte in Deutschland beigetragen.

Während rechte Populisten und Nörgler immer wieder fahrlässig versuchten alles schlecht zu reden, unangemessen Panik verbreiten, die Grundfesten Europas und unserer Republik erschüttern wollen und dabei unserere Sicherheit, Arbeitsplätze, Wohlstand und Freiheit gefährden, hat er immer besonnen und klar Stellung bezogen.

Ganz klar mein Mann für die Kanzlerkandidatur, da er auch in der SPD heraussticht und die Partei der Arbeiter wieder in die richtige Richtung lenken kann, damit sie wieder glaubwürdig für die Arbeiter und Angestellten in diesem Land Politik macht.

...sondern der Bundeskanzlerposten.
Als Außenminister würden sich viele aus der bisherigen Riege gut eignen, da muss nicht auch noch ein Externer mitmischen wollen.
Frankreich hat es gut, da bewerben sich allein bei den Sozialisten drei(!) Kandidaten ums Ministerpräsidenten Amt. Bei uns ist es eigentlich nur Merkel. Auch die SPD hat ja eigentlich gar keinen Bock, werden deren Ideale doch ganz prima von Merkel mit abgedeckt!

Das ist die Krux: "Kanzlerkandidat" darf er ja werden, aber Gabriel möchte natürlich weiterhin Vizekanzler bleiben dürfen im Kabinett Merkel IV. Insofern Schulz also nach der erwarteten Wahlniederlage wieder ins Glied zurücktritt (als einfacher Abgeordneter welches er über einen sicheren Listenplatz angeboten bekommt) ist also alles in Ordnung. Ob Gabriel (als Vizekanzler) UND Schulz (als Minister) im nächsten Merkel Kabinett beide dienen können entspricht nicht den bisherigen Gepflogenheiten bundesdeutscher Politik. Alles sehr Tricky ! Ein anderer Aspekt von Schulz' Weggang aus Brüssel könnte aber auch sein das er hellsichtig dunkle Wolken für die EU aufziehen sieht falls Le Pen im April siegt. Die Franzosen sind mehrheitlich gegen die EU. Sollte der "Apparat" fallen, dann gibt es plötzlich zigtausende EU "Beamte" die plötzlich nach neuen Verwendungen suchen müssten. Gewissermaßen muss sich Schulz also entscheiden: entweder Außenminister ODER K-Kandidat, aber nicht beides !

Tritt Herr Juncker jetzt

Tritt Herr Juncker jetzt zurück,

http://www.spiegel.de/politik/ausland/jean-claude-juncker-drohte-mit-rue...

oder war es eine "Seehofer-Drohung"?
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Herr Junker tritt nicht zurück, er sträubt sich nur nicht mehr gegen seine absprachegemäße Nichtwiederwahl.
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Nach dem nichtabprachegemäßen Bundespräsidenten, musste sich nur Merkel endlich erklären.
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Bei den Gleicheren muß der Bürger noch warten, wer der Größte ist, also Kanzlerkandidat, Vize oder Aussenminister unter Merkel wird?
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Wenn uns denn die nächste Groko nicht erspart bleibt.

"er wird arbeitslos und sucht einen neuen Job."

Das ist Schmarrn. Wenn er in Brüssel bleiben würde, wäre er ja weiter Europaabgeordneter. Ist das vielleicht kein "Job"?

endlich!! hoffentlich macht er kanzler! ein hoffnungsschimmer für die totgesagte spd...

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