Kommentare

Gewonnen?

Nun
gewonnen hat er erstmal den internen Kandidatenwettbewerb der Konservativen
das hat Merkel diesen Sonntag geschafft ohne auch nur in eine Wahlkabine pilgern oder ein Program vorzustellen
Ob er straff-rechts die Wahlen gewinnen kann mit einer Le-Pen im Nacken wird sich zeigen
Wenn die Linke hälfte der Gesellschaft geschlossen der Wahl fernbleibt wie man es ihr fortgesetzt nahelegt kann das klappen.
So hat es in Amerika ja auch geklappt
Aber ob das für Merkel Vorbild weil übertragbar ist?
Es gibt hier weder Wahlmänner noch "the Winner takes it all"Stichwahlen.
Es gibt nur die Niederungen des Kompromisses und der Koalition.

"Leistung muss sich lohnen"

Ersttmal sind wohl die meisten froh, dass dieser unsäglich selbstgerechte und durchaus dubiose Sarkozy endlich verschwindet, nachdem es kurz danach aussah, als könne er punkten mit seinen Parolen. Doch auch Fillon wird, sollte er es ins Amt schaffen, vielen Franzosen das Leben schwer machen. Dennoch: Er scheint ehrlich zu sein. Allerdings vertritt er, wie die meisten Konservativen in EU, ein Menschenbild, dass die Stärksten und Reichen noch reicher macht, was auf Kosten der Mitte und Armen geht. Alleine schon der Spruch:"Leistung muss sich lohnen.", der 1:1 auch von unserern meisten CDU-Politikern incl. Merkel vertreten wird, zeigt dieses verquere Bild. Denn "Leistung" bezieht sich hier auf die oberen Etagen, hart Arbeitende "unten" sind damit nicht gemeint. Und so wird wohl auch in F die Schere immer weiter auseinandergehen, denn nach Hollande haben die Sozis keine Chance mehr...

Noch hat Fillon gar nichts gewonnen...

...außer die erste Runde einer Vorwahl. Daher sehe ich nicht, was sich Angela Merkel bei ihm abschauen sollte. Merkel zeigt ja gerade durch ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik, dass sie bei ihren Prinzipien bleibt und sich nicht von CSU, AfD usw. treiben lässt. Insofern hinkt der Vergleich, ich sehe nicht, was es Merkel bringen sollte, durch ein stärker konservatives Profil weiter nach rechts zu rücken, wie es der Vergleich in dem Artikel impliziert.

Generisches Maskulinum

Die Autorin des Artikels sollte sich schonmal entscheiden, ob sie das (grammatisch korrekte) generische Maskulinum verwendet oder die („politisch korrekte“) Doppelerwähnung von Menschen weiblichen Geschlechts bevorzugt, und dann bei einer Linie bleiben. Aber einerseits mehrfach von „Wählerinnen und Wählern“ und andererseits von „konservativen Republikanern“ zu reden (und „Republikanerinnen“ auszulassen), ist unglaubwürdig und wirkt nur wie eine auswendig gelernte Phrase, weil Politiker es gerne so sagen.

Also, als Franzose würde ich

Sarkozy auch nicht mehr vertrauen.

Was reizt den gemeinen Bürger ...

so am "konservativen" Experiment? Das wäre doch mal eine Frage an die Massen.
Menschen führen mit Gewalt, das hatten wir alles schon und das können die wirklichen rechten im Zweifel noch besser. Gesellschaftliche Veränderungen begleiten und mit immer selben konservativen Interpretationen das Verständnis dafür verhängen, das hat noch nie geholfen, das hilft nur unzeitgemäße Weltbilder zu konservieren. Wozu also?

"superschlanken Staat"

was soll denn bitte ein "superschlanker Staat" sein?
So konservativ ein Französischer Politiker auch sein mag, dass er für einen "superschlanken", also extrem schlanken Staat einspringt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Beamte

Die 39-Stunden-Woche für Beamte - davon träumen deutsche Beamte auch.

Lehren? Woraus?

Der Mann ist noch nicht einmal in ein öffentliches Amt gewählt worden und dennoch soll Merkel schon was von ihm lernen? Was?

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