Ihre Meinung zu: EU verklagt Deutschland wegen hoher Nitrat-Belastung

7. November 2016 - 6:02 Uhr

Die EU hat Deutschland wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit bei dessen Schutz verklagt. Die Klageschrift hat es in sich. Nicht nur Bauern müssen massive Folgen fürchten. Von Jürgen Döschner.

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Kommentare

das wurde auch zeit! alle

das wurde auch zeit! alle haben das hier verschleppt.

versteckte Subventionen

Mich würde interessieren, ob Herr Scheuble die 3 Milliarden Euro für kommendes Jahr schon in den Bundeshaushalt mit eingerechnet hat, oder sind das Beträge die wir aus der Portokasse zahlen...?

Für mich ist die jahrelange Untätigkeit eine versteckte Subvention an die Bauern nach dem Motto - ihr Bauern macht einfach so weiter und wenn es ernst wird zahlen wir die Strafe.

Grüße

alles normal

Ja wir Menschen sind mitunter sonderbar, wollen wir doch unseren Mitmenschen aufzeigen wie etwas besser gemacht werden kann, was er an sich verbessern soll, vernachlässigen aber einmal auf uns selbst zu schauen, was meiner einer verbessern oder besser machen sollte.
Und Politik soll anders sein? Da geht es um weit mehr, geht es doch um das Wohl des Volkes und um das Wohl von Industrie, Konzerne und Banken. Was ist da wohl letztendlich wichtiger?

"Gülle und Mist"

Das Problem liegt wahrscheinlich viel tiefer, nämlich in einer fehlgeleiteten Produktion von Fleisch, welches ja von Tieren kommt, die eben "Gülle und Mist", also Nitrate hervorbringen.

Deutsche Schlachthöfe stoßen im Jahr über acht Millionen Tonnen Fleisch aus! Weit mehr als Deutsche essen, nämlich mehr als das Doppelte - Exportweltmeister halt...

Dass dies nicht nur mit fragwürdigen Tierhaltungsmethoden einhergeht, sondern nun auch das Trinkwasser verseucht - kein Wunder und kein Zufall!

ENDLICH !!!

ich wohne auf dem land und die geruchsbelastung mit gülle ist unerträglich geworden. den ganzen sommer über glyphosatwolken und im winter dann dieser irre ammoniakgestank !!! vor ein paar tagen war es so schlimm, daß ich fast umfiel. tränende augen und heftiges schwindelgefühl !
das muß endlich ein ende haben. und ich wohne in einem kurort ...
wo kann ich die zuständige kommission erreichen? wenn diese herrschaften eine nase mal nehmen würden, hätten sie sie aber sowas von voll ...

Nicht so genau

Obwohl sich deutsche Politiker (siehe zB Schäuble) immer als die EU Herren aufspielen, so scheinen es die Politiker nicht so genau mit den Regeln zu nehmen. Nicht nur bei Autoabgasen auch bei Nitrat (und Schweinehaltung?) wird geschummelt und wer weiß noch, was kommt. Es wird Zeit, daß die deutsche Protektions-Politik endlich mal was auf den Deckel bekommt.

1989 schon...

1989 machte ich im Rahmen des Studiums ein längeres Praktikum bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Vechta.
Schon damals war der Kampf gegen die Landwirtschaftslobby ein Kampf gegen Windmühlen.
Zu der Zeit war zwar das Güllekataster schon eingerichtet, doch es fehlte der Abgleich, wieviel der gemeldeten Gülleauftragsflächen überhaupt benutzt werden durften, da ja Förderungen für stillgelegte Flächen kassiert wurden und der Verdacht bestand, dass diese illegal mitgemeldet wurden.
Gleichzeitig scheiterte so manche Gerichtsverhandlung gegen Agrarunternehmen durch Hinhaltetaktik der Anwälte und daraus folgender Verjährung. Darunter u.a. Verklappung von Gülle in der Wasserschutzzone II.
In einem Fall einer Umweltstraftat ließ der damalige Oberkreisdirektor sich die Akten bringen, die dann mit Erledigt-Vermerk zurückkamen, weshalb die Mitarbeiter außerordentlich frustriert waren, inkl. massiver gesundheiticher Probleme.
Nun, 27 Jahre später, scheint sich nichts verändert zu haben.

Es wurde nur die 162 schlimmsten Messstellen ausgewählt

Wie man überall nachlesen kann, wurden für die Statistiken für Deutschland nur die 162 Messstellen ausgewählt, die die höchsten Nitratwerte aufweisen. Damit wurden für Deutschland extrem wenige Messstellen verwendet. Wenn man für Deutschland wie bei allen anderen Ländern entsprechend viele Messstellen verwendet hätte, wäre Deutschland im Mittelfeld gelandet. Soweit ich lesen konnte zwischen Österreich und Italien. Mit damit wäre ja auch kein Skandal zu inszenieren gewesen...

ein grundsätzliches Problem der EU

Es wird gerne alles auf die lange Bank geschoben. Und wenn dann der Hammer kommt, wird es von der Bank auf die EU geschoben.

Die Trinkwasserbelastung ist nur ein Beispiel.

Die EU soll gemeinschaftliche Aufgaben lösen. Und dazu gehört auch der Schutz des Trinkwassers.

Das sich Deutschland so lange gegen notwendige Änderungen gewehrt hat, ist beschämend.

Aber letzten Endes ist dann wieder die EU schuld, weil keiner mehr daran denkt, was eigentlich der Ursprung war.

Ich will sauberes Wasser. Darauf habe ich Anspruch.

Retter EU ?

Da sage noch einer, wir bräuchten die EU nicht, wenn doch genau diejenigen, die eigentlich Schaden vom deutschen Volke abwenden sollen, jahrelang so kläglich versagen.
Auch beim Thema Luftreinhaltung wünschte man sich fast, daß die EU uns verklagen möge.

Natürlich schränkt ein zu erwartendes Urteil den "Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers" massiv ein, aber das ist die Kritik und die Begrifflichkeit eines ertappten Übeltäters.
Man stelle sich vor, ein Raser in der Innenstadt, der seine Fahrerlaubnis verliert, würde mit seinem "Gestaltungsspielraum" argumentieren.

Interessant wäre noch zu erfahren, wen die Politik da genau schützt, indem sie beide Augen zudrückt.
Sind es eher die Kleinbauern oder die großen Fleischerzeuger?
Letztlich egal, denn es ist mehr als idiotisch, den eigenen Grund und Boden zu schädigen, nur um immer mehr der erzeugten Produkte in alle Welt zu exportieren.
Nebenbei geht es ja dabei auch um die Antibiotika, die ebenfalls im Grundwasser landen.

Der Deutsche Michel ist zu träge.

Zitiere:
Aber eine Geldstrafe wäre noch das geringste Problem,
meint SPD-Agrarexperte Priesmeier.
"In dem Urteilsspruch wären letztendlich Dinge enthalten,
die wir dann unmittelbar und sofort in Gesetzesform umzusetzen hätten.
.
Das würde natürlich auch den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers erheblich einschränken", sagt er.
.
Konkret könne das im Extremfall bedeuten, dass Gerichte
"in besonders nitratbelasteten Gebieten
die Landwirtschaft völlig verbieten."
#
#
Über die angedachte Bestrafung von
3 Milliarden Euro wird sich
der verantwortliche Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
- Christian Schmidt CSU -
nicht sonderlich aufregen.
Schließlich muss er ja die Strafe nicht zahlen,
oder ersatzweise Haft dafür antreten.
sondern der Deutsche Michel darf die Strafe
blechen.
.
Es wird endlich Zeit insbesondere der CSU und ihren Bundesministern
für ihre Umwelt-feindliche Lobbypolitik
die Rote Karten zu zeigen.
Ach wäre doch am Sonntag schon BTW17

ach soooooo!

Da ist die GroKo unfähig unsere wertvollsten Ressourcen zu schützen.
Wir werden dafür verklagt.
Weil wir diese gewählt haben, also die die unsere Ressourcen nicht schützen und wir werden dann dafür zur Kasse gebeten.
Ist schon seltsam diese EU.

Zum ersten mal seit Langem

bin ich mal wieder mit einer Massnahme der EU einverstanden.
Es war ja schon hahnebüchen wie unsere Politiker sich immer darum gedrückt haben, die Landwitschaft ausreichnd zu regulieren. Denn die Belastung des Grundwasser mit Nitraten und anderen Schadstoffen durch Überdüngung und Pflanzenschutz ist ja hier schon hinreichend bekannt. Was da in absehbarer Zukunft an Milliardenbeträgen für Wasserfilterung der Trinkwasserversorgung auf den Steuerzahler zukommt ist enorm.
Vieleicht wachen jetzt mal unsere Politiker auf und ignorieren endlich mal die Einflüsterungen der Agrarlobby!

Brunnenvergifter

Auf Brunnenvergiftung stand im Mittelalter die Todesstrafe. Heute werden Brunnenvergifter = Agrarkonzerne von den Volksvertretern mit Subventionen belohnt. -- Der Bundestag subventioniert zunächst massenhafte Tierfolter und in der Folge Brunnenvergiftung. -- Beides lehnt die Bevölkerung ab. -- Für wen betreibt dieser Bundestag Politik? -- 3 Mrd. EUR Strafe? Das wäre unser geringstes Problem. -- Ich möchte meinen Kindern sauberes Wasser hinterlassen.

Nitratbelastung in Böden und im Trinkwasser

Es ist nicht verwunderlich, dass es bei unserer intensiven landwirtschaftlichen Produktion zu derartigen Auswüchsen bei der Nitratbelastung gekommen ist. Wir sägen weiter beharrlich an dem Ast, auf dem wir sitzen. Es liegt mir fern, unseren Landwirten die wirtschaftliche Existenz-Grundlage abzusprechen, aber ist es wirklich nötig, immer größere Produktionseinheiten mit immer größerer Schadstoffbelastung zu schaffen? Möglicherweise werden wir bald gezwungen sein, wie bei allen Überproduktionen, auch im Bereich der Fleischprodukion und dem Anbau von Energiepflanzen regulierend einzugreifen. Die Auswirkungen der erhöhten Nitratbelastung in der Natur sind ja längst erforscht und bekannt. Gerade Säuglinge bis 6 Monate sind davon mit am stärksten betroffen. (Säuglings-Blausucht, verursacht durch Blockierung der Sauerstoffaufnahme im Körper).
Nun führt uns wieder einmal die viel geschmähte EU unsere Versäumnisse vor Augen. Wir sollten hier eigentlich schon längst selbst aktiv geworden sein.

ach

Also es gibt seit 1991 eine Richtlinie was die Nitratbelastungen angeht und wenn ich den Artikel richtig verstehe, verstößt Deutschland im Grunde seit 1991 fortwährend dagegen. Wir schreiben nun das Jahr 2016...
Die brauchen also bei der EU 25 Jahre um eine Klage auf den Weg zu bringen?

Volksabstimmung

Bei der Bankenrettung wird und wurde alles gemacht-wirklich alles!!!
GROKO im Schweinsgalopp!

Geht es um Gesundheits - und Umweltschutz, Bildung für die Wähler passiert nichts - gar nichts!!!
GROKO in Schockstarre!

Leute - wann steht Ihr auf???
Frankreich brennt-Deutschland sitzt auf der Couch!

Kann das jemanden überraschen?

Einfach nur mit offenen Augen und Ohren unterwegs sein genügt schon. Gerade jetzt Anfang November sieht man, dass es bei der "Düngung" der Felder und der Wiesen einfach ausschließlich um Entsorgung der Jauche geht. Die Bauern hauen einfach raus, was geht. Da interessiert die Jungs auf den Riesentraktoren mit den Monsteranhängern keine Vegetationsperiode und keine selbstgefällig geäußerten Nachhaltigkeitsphrase ihres Verbands. Wichtig ist nur, dass das Güllebecken Anfang Dezember möglichst leer ist.

Ich würde mir wünschen, dass von der EU massive Fördergeldkürzungen beschlossen werden. Das einzige Mittel, das unsere Agrarier wirklich verstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Politik und Theologie

In der Politik werden auch wissenschaftliche Beweise ignoriert!

Vielen Dank

Vielen Dank an die EU!
Es wurde langsam Zeit.

Das..

Trinkwasser wird dadurch beeinflusst, Nitrat muss dringend reduziert werden, es kann auch nicht sein, dad Bauern aus dem Ausland noch zusätzlich Gülle abladen.

"Man müsste ja wirklich was tun!!!"

Ja müsste man. Und anstatt es wieder so zu drehen das diese "unbequeme, nerfige" Natur und das ach wieder einmal so "unbequeme und nerfige" Brüssel das Problem ist das Kind einfach mal beim Namen nennen. Wir haben das zu verantworten. Wir haben geschlafen und uns von unseren Bauern Honig um den Bart schmieren lassen. Man hätte das alles viel früher haben können. Geordnet, mit Ankündigung und flexiblen Fristen. Da wär dann auch kein Betrieb zu Schaden gekommen. Aber wenns Profit gegen Umwelt geht dann verliert die Umwelt. Auch bei uns.

Keine Schutzglocke für die Landwirtschaft

Die Schutzglocke über der deutschen Landwirtschaft muss endlich beseitigt werden. Die Bevorzugung der deutschen Landwirtschaft muss schnellst möglich beendet werden. Die Sonderrechte müssen beseitigt werden. Es hat in der Vergangenheit bis in die Gegenwart eine unerträgliche Vermögensverlagerung zugunsten eines "Standes" stattgefunden, die sich durch nichts rechtfertigen lässt. Die Bevorzugung knüpft an Mythen um den sogenannten "Bauernstand" an, die der - auch "braunen" Vergangenheit angehören.

Die Landwirtschaft ist tatsächlich ein Wirtschaftszweig wie jeder andere und muss als solcher behandelt werden, dies gilt auch für die Angehörigen dieses "Standes".

Also weg insbesondere mit den Steuervergünstigungen, den Subventionen und Grundstücksprivilegien.

Strafen längst überfällig

Bei uns fahren die Landwirte mehrmals im Jahr auf das selbige Feld, um ihren Gülleüberschuss aus der hochgezüchteten Rinderhaltung auszubringen.
Die Landwirte kümmert es kaum.
Die Flüsse und Seen in Schleswig-Holstein haben dramatisch an Schadstoffen aus der Landwirtschaft zugenommen.
Messbar ist es, wissen tun sie es alle.
Die drei Affen waren bisher das Gebot.
Zeit, dass sich das endlich ändert.
Strafen sind längst überfällig.

D a mault noch mal einer über die EU?

Eine Schande das das über Jahre geschehen kann u. wir noch Gülle aus NL usw. importieren u. eigene Gülle-Handel-Tourismus betreiben u. das Zeug durch die Gegend kutschieren. Was kümmert die Gesundheit;Grundwasser usw. den Deutschen Bauer oder Agrar-Lobbyisten? Notfalls kann Tante Menkel oder Fachminister wie beim PKW über die EU oder wahlweise zu Hause auf das Ablenken u. Erläße tätigen damit die "Anderen" .die mit den krummen Gurken schuld sind an der Misere wenn es dann mal auffliegt. Hauptsache Geschäfte ;Wirtschaft;Eliten machen sich die Taschen voll auf Notfalls Volksgesundheit und wenn der Brunnen vergiftet schon ist hat man genug Gewinn maximiert u. zieht weg mit Sack u. Pack aber der Müll oder das Gift bleibt bitte da wo es dann noch schön oder ujnverbraucht ist für den Investor? Investor ist ja auch so schön anonym oder jeder,gelle gern?Was will man da schon außer Verschwörung gegen sein u. dann wählen wir wieder wie sonst auch u. der anonyme Reiche ;Wirtschaft;Unternehmer....

Klärung

Es gibt mehr Abwässer und Exkremente der Viehwirtschaft als vom Menschen produziert werden. Und alle gelangen ungeklärt in die Natur.
Dafür gibt es eine vernünftige Lösung: ALLE Abwässer müssen von Kläranlagen gereinigt werden.

Nitrat Belastung

Jetzt weiß ich auch, warum die Holländer sogern und so viel Gülle in die Eifel bringen!
Dabei darf man dies sicherlich aufgrund von EU-Richtlinien noch nicht einmal verbieten.

Immer auf die Bauern

Es gibt auch Vieharme Regionen in Deutschland in denen keine 'Übergüllung' stattfinden kann, weil es halt an Vieh und somit an Gülle mangelt. Gülle durch Wasserentzug über weite Strecken transportfähig zu machen ist da ein Lösungsansatz. Warum fordert das Landwirtschaftsministerium nicht die Förderung solcher Maßnahmen? Zumindest sollte die Öffentlichkeit mal über solche Möglichkeiten informiert werden. Stattdessen wird die Schuld an allem Übel immer den Landwirten zugeschoben und die können es dann alleine ausbaden wenn es wirklich soweit kommen sollte,dass in manchen Regionen die Landwirtschaft verboten wird.

Kanalprüfungen von und für die Lobbyisten Arbeitsbeschaffung

Kanalprüfungen in NRW ROT-Grün regiert von den Lobbyisten für Arbeitsbeschaffung. Aber es ist erlaubt Millionen Liter Gülle aus der Niederlanden auf unseren Äckern in Wasserschutzgebieten ausschütten.

http://www.landwirtschaftskammer.de
/landwirtschaft/ackerbau/duengung/guelle
/verordnung/index.htm

Aber aber ... wo sollen wir

Aber aber ... wo sollen wir denn sonst den ganzen Mist aus unseren Massentierhaltungsställen loswerden?

Die Gülle ist doch nur das Symptom. Die Krankheit ist die MASSENTIERHALTUNG! Es gibt VIEL zu viele Fleischproduzenten in Deutschland die sowieso schon auf falschem Weg dieses Fleisch produzieren. Da kann vieles getan werden für das Wohl der Tiere ABER AUCH FÜR UNSER WOHL! Die vorsorgliche Behandlung der Tiere mit Antibiotika muß einfach verboten werden und die Größe der Betriebe wird auf ein "natürliches Maß" schrumpfen.

@boecklin

Ahh ja ... ein Beitrag aus der Rubrik "Wie rechne ich mir meine Statistik klein?"

Es ist egal ob der Durchschnitt "im Mittelfeld" liegt. Der Punkt ist ob Grenzwerte auch nur irgendwo überschritten werden, denn unser Trinkwasser ist KEIN MITTELWERT sondern LOKALER EXTREMWERT! Deshalb ist eine Mittelwertstatistik FÜR DIE TONNE!

und was kommt dabei raus?

die EU wird mit Ihrer Klage Erfolg haben, die Bundesregierung wird mehrere Milliarden Strafen zahlen müssen. Milliarden die von uns, den dummen Arbeitnehmern und Verbrauchern die als Einzige noch Steuern zahlen, kommen.
Die großen Tierfabriken dürfen nichtsdestotrotz weiter die Gülle ihrer Megaställe auf den Äckern verklappen und unser Grundwasser verseuchen.
Der Lobby sei dank, es läuft wie immer in diesem Staat. Gewinne privatisieren, Verluste (d.h. Strafen) sozialisieren

Danke

An dieser Stelle ein Danke an die EU. Nachdem unsere Politiker sich immer wieder von den Lobbyisten der Landwirtschaft haben einlullen lassen, hat die EU hier ein Zeichen für die Gesundheit der EU-Bürger gesetzt.
Inzwischen wird sogar die Gülle der Niederländer auf den deutschen Feldern aufgebracht und keiner unserer Politiker hat etwas unternommen.
Sicher ist es etwas spät. Aber besser spät als nie.
Und an dieser Stelle: man sollte sich nicht immer über die ach so böse EU beschweren. Es gibt viele Dinge die aus der EU entstanden sind, die wir heute sicher nicht mehr missen mögen.

Danke EU!

Deswegen mag ich die EU: Weil sie den nationalen Klüngel umgeht.

Strafanzeige

Bei diesem schleichenden vorsätzlichen Mord an die Verbraucher / Wassertrinker sollten wir die Verantwortlichen stumpf Strafrechtlich verfolgen .
Hey Ihr Staatsanwälte in Europa wacht auf!

Unvollständige Meldung

solange weder Grenzwerte noch noch deren Überschreitung angegeben ist.

Kurzes Googeln sagt, dass ca. 85% der Messstellen in Deutschland die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Werte unterschreiten.

Super!

Das wurde auch Zeit, dass die Massen-Tiermast-Betreiber sich eine andere Entsorgung einfallen lassen müssen für die Antibiotika-verseuchte Gülle.

3 Mrd. Strafe? a, ich hoffe doch mal, dass genau die ...

... die Strafe aufzubringen haben, welche an der Überdüngung und damit an der Nitratbelastung der Böden verdient haben - oder sind deren Rechtsverstöße mal wieder verjährt?

Das sind Kriminelle! Deren Vermögen sollte eingezogen werden!

Sehr schön

Vielleicht ist das auch mal ein erfolgreicher Weg gegen Massentierhaltung. Wenn man die Gülle nicht mehr so einfach los wird, wird die Gülleproduktion unrentabler.

Lassen wir doch die anderen EU-Länder als Massstab gelten

Alle anderen EU-Länder haben, viel mehr Messstellen verwendet und kommen dabei auf eine Gesamtbeurteilung. Nur wir in Deutschland nehmen nur wenige Messstellen als Maßstab. Und nur wir bekommen jetzt für dieses Vorgehen von der EU die Rechnung präsentiert. Die Frage lautet doch, wieso wurden bei uns nur so wenige Messstellen verwendet? Doch weil ansonsten Deutschland gar nicht so schlecht (im Vergleich zu den anderen Ländern) da stände.

Das ist ein altes Problem

und wenn wir eine richtige Regierung hätten, bräuchten wir die EU für solche Sachen nicht.
Als Flächenmäßig kleines Land wo die Äcker immer weniger werden und die Menschen mehr sollte man keine Gülle Importieren.

Das hätte lange verboten werden müssen, das der Steuerzahler die Strafe zahlt stört den Landwirtschaftsminister natürlich sehr wenig.

Der Fleischkonsum ist in Deutschland rückläufig, obwohl wir von ca. 80 auf ca.82 Millionen Menschen gestiegen sind.
Sagt zumindest die Statistik, also hängt das Ganze mit dem Export zusammen.

Gruß

@2otto2

was wurde zeit?
mit Strafzahlungen wird doch das verklappen von Gülle nicht gestoppt!

Trinkwasser ist ein Lebensmittel !

Wir Zahlen mit unserer Gesundheit.

Schuß damit!

Massentierhaltung ist das Problem

Die Gülle stinkt zum Himmel, das stimmt. Massentierhaltung in diesem Ausmaß sollte verboten werden, denn solange sie erlaubt ist, wird zwangsläufig so viel Gülle anfallen. Gülle- und auch Müllimporte sind an der Tagesordnung, seitdem die Grünen die Land- und Umweltministerien kontrollieren. Aus den Niederlanden kommt die Gülle, aus Irland der Müll, sogar auf dem Seeweg! Nichts hat sich verbessert, es wurde und wird nur verwaltet. Was hilft es, wenn die Strafzahlungen zu Lasten der deutschen Steuerzahler verhängt werden? Gar nichts! Die Strafen sind nur ein weiterer Versuch, uns Steuerzahlern das Geld aus der Tasche zu ziehen - sogenannte Umverteilung. Der Boden wird davon nicht sauberer!

Hatt die Lobby schon bei diesem Artikel Zugang verschafft?

Der Artikel bezieht sich lediglich auf die Kunstdünger, die in Massen auf den Feldern verstreut werden. Wo ist das Thema Massentierhaltung? Als weltweiter Exporteur von Fleisch hat sich Deutschland einen traurigen Ruf erarbeitet und ich gehe mit @pflasterstein konform, dass es ständig an der Bekämpfung der Ursachen hapert. Die Angst um eine kränkelnde Wirtschaft ist offensichtlich bedrohlicher als das Volk, das unter dem Einfluss der Umweltverschmutzung leidet. Mit Symtombehandlung lässt sich mehr verdienen.

Vierfelderwirtschaft, ethische Grundmerkmale für Leben und echte globale Nachhaltigkeit - das Paradies?

Aber erst mal vielen Dank für die Bestätigung

, dass ich mit der Bemerkung, dass in Deutschland weniger und nur die schlechtesten Messwerte verwendet wurden recht hatte.

Massentierhaltung

abschaffen. und jeden Bauer der sich nicht daran hält knallhart bestrafen. Wenn nötig auch mit Gefängnis.
Wer andere Menschen bewusst vergiftet,sei es mit Gülle oder mit Spritzmittel, ist ein Verbrecher und gehört weggesperrt.

Ignorieren, die EU

Ignorieren, die EU Kommissare.

Oh je.....

immer auf die Bauern ....Ländlicher 87 ...was ist das denn für ein Vorschlag ...Man kann sollte das '' Gift'' einfach aufs ganze Land verteilen...so wird es besser...Wenn jeder Bürger 1 Litter in seinen Keller stellt ..ist doch auch eine Idee oder ??....
Es ist schlimm das es bei vielen Menschen wenn es um's liebe Geld geht der verstand aussetzt....

Vor 30 Jahren konnte ein Landwirt

mit 40 Ha eine Familie ernähren und davon Leben.
Heute braucht er 400 Ha.
An was liegt dies?
Bestimmt nicht an dem Landwirt!

Solange wir nicht bereit sind ...

... für den Sonntagsbraten einen angemessenen Preis zu zahlen, solange dürfen wir uns über die Gülle-Schwemme kaum aufregen: Massentierhaltung macht nun mal mehr Mist! Ach, ja: Und unser Landwirtschaftsminister (CSU) ist natürlich unabhängig von der Bauern-Lobby ...

Dann sollten auch die

Dann sollten auch die verantwortlichen im Ministerium und die Bauern zur Kasse gebeten werden und nicht die Allgemeinheit .

Ansage an die Agrarindustrie

Endlich eine scharfe Ansage an die Agrarindustrie!
Wer wie ich seit Jahren zusehen muss, wie aus immer größer werdenden Tankfässern zu jeder Jahreszeit (!) die Wiesen direkt am Rand des Natur- und Wasserschutzgebietes so unter Gülle gesetzt werden, dass man in der stinkenden Brühe tagelang waten könnte - wenn man es denn darin aushielte - kann nur sagen: ein guter Tag für Deutschland.
Danke EU!

na endlich!

Dieser Schritt ist überfällig. Ich wohne in einer landwirtschaftlichen Region und erlebe Jahr für Jahr wie die stinkende Brühe immer häufiger ausgefahren wird. Offenbar ist das Landwirtschaftsministerium von Lobbyisten der landwirtschaftlichen Industrie eingenommen worden, und nicht nur das: die Bauern handeln schlicht umweltfeindlich, damit ihre persönliche Bilanz stimmt. Ich hoffe, die Klage hat bald nachhaltigen Erfolg.

Subventionen

Da bietet sich doch eine schöne Möglichkeit die Landwirtschaftssubventionen anzugehen.
analog der KFZ-Steuerkopplung an den CO2-Ausstoß eine Abgabe/Subventionsvorbehalt auf Überdüngung einführen und das Problem strebt einer Lösung entgegen. Neue positive Anreize (Zahlungen für ein Unterlassen von Grundwasserverschmutzung) halte ich für einen schlechten Scherz nach dem Motto "Wir bezahlen Einbrecher dafür Türen und Fenster nicht mehr zu beschädigen." vormals als Brandschatzen bekannt.

den Landwirten alleine die Schuld geben ist nicht korrekt

Den Landwirten alleine die Schuld für ihre Art zu produzieren zu geben ist nicht korrekt.

Leute, kauft doch immer nur das Bio Fleisch, dann gibt es das Gülleproblem in kurzer Zeit nicht mehr!

Achtet aber bitte darauf das das Fleisch und die Milch AUSSCHLIEßLICH in Deutschland produziert wurde, das heißt dann konkret z.B. das Fleischsonderangebot was aus Ländern mit hoher Nitratbelastung kommt, das lasst doch bitte dann konsequent an der Fleischtheke liegen. Oder noch besser wäre es wenn ihr nur selten Fleisch und Wurst eßt, Vegetarische und Vegane Tage helfen auch eurer Gesundheit.

Wenn ALLE das konsequent machen, dann wird KEIN Deutscher Bauer diese Ramschware mehr herstellen wollen, der Landwirt kann finanziell existieren, der Natur geht es gut, und die Nitratwerte gehen runter. Nachteil: Ihr habt nicht mehr so viel Geld in eurer Tasche für Autos, Urlaub, die neusten Klamotten.....

Sehr gut

Dann kann hier endlich mal etwas passieren, nachdem unsere Politiker jahrelang das Problem ignoriert haben.

Das liegt an der Industrialisierung

Wie in allen anderen Wirtschaftbereichen auch: Früher hat ein Arbeiter in der Autofabrik im Schnitt x Stunden benötigt und jetzt viel weniger Stunden. => Die Autos pro Arbeiter wurden durch Technisierung erhöht. Bei der Landwirtschaft auch: mehr Pflugscharen pro Trecker, Mehr Mähbreite pro Mähdrescher. Ein Bauer konnte mehr Fläche pro Jahr bewirtschaften. => Pro kg Korn, weniger Arbeitslohn. => Mehr Korn um noch auf den gleichen Lohn zu kommen. Ganz einfach. Keine Verschwörung dahinter.

Bauernpräsident verkennt das Problem offensichtlich

Wo ist unser Umweltminister Habeck von den Grünen im Lande S-H?
Die Agrar-Lobby ist hier so stark, dass man von Habeck kaum sinnhafte Zielsetzungen hört.
Die Grünen in S-H halten offensichtlich die Füße still. Ein paar Anmerkungen...das war´s.
Danke EU!
Jetzt müssen sich nur noch die richtigen angesprochen fühlen.
Ob Herr Habeck sich nun aufgerufen fühlt?
Herr Habeck wartet auf Gesetze der anderen.
Druckaufbau sieht anders aus!
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Bei 40 Messstationen im Land überschreitet der Nitratwert im Grundwasser die zulässige Höchstmenge von 50 mg/l. Der Kieler Professor Friedhelm Taube, Sachverständiger der Bundesregierung, fordert dringend strengere Dünge-Gesetze.
Quelle:http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Schleswig-Holstein/
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Schleswig-Holsteins Bauernpräsident Werner Schwarz mahnt dabei nicht allzu starre Regeln an, „die für die Landwirte auch umsetzbar sind“. Oft genug sei es gar nicht böse Absicht der Landwirte, zu viel zu düngen.
Quelle:http://www.ln-online.de/Nachrich

zum Landwirt

Woran das liegt ist sicherlich ein vielschichtiges Thema ..
Wobei sich der Verbraucher und der Landwirt nichts schenken.... Aber mal ganz abgesehen das es scheinbar auch einen '' Gülletourissmus'' aus dem Ausland gibt was wohl mehr als bedenklich ist....Rechtfertig doch eine schwierige Wirtschaftslage nicht das durch übermässige Dünnung das Grundwasser vergiftet wird..Es lässt auch niemand sein Altöl aus dem Auto einfach ab weil es billiger ist ... hoffe ich ...
Komische Welt....

Nur Tierhaltung das Problem?

Nein! Unsere so hoch gelobten "Bio"kraftwerke tragen inzwischen in manchen Gegenden schon bis zu einem Drittel an den Gülleproblemen bei. Aber Bayern hat ja durchfesetzt, dass eben in Bayern mangels Wind weiter ordentlich von diesen "Bio"kraftwerken gebaut werden darf.

Ein "Bio"kraftwerk funktioniert ähnlich wie ein Kuhmagen: Die Pflanzen werden vergährt, es entstehen Gase. Zurück bleibt jede Menge Gülle. Und die kommt dann zusätzlich auf die Felder.

Nicht nur Bauern müssen massive Folgen fürchten.

Stimmt. Wer mich und meine Familie vergiftet, wer das politisch sanktioniert hat von mir Folgen zu befürchten. Wir leben in einem Rechtsstaat.

@Klaus V.

Tja ... das ist genau die Antwort für all diejenigen die glauben dass die EU doch nicht so schlecht ist ...

Globalisierung, Öffnung zu billigeren Produzenten in einer EU-Freihandelszone, die Wiedervereinigung mit den riesigen ex-LPG-Höfen und der auf Geiz getrimmte deutsche Verbraucher sind eben nicht ohne Folgen geblieben. Naja und jetzt sollen noch kanadische Bauern hier ihre Produkte billiger anbieten können?

Ebenso wie die Belastung ...

der Ökosphäre durch Menschen, muss auch die durch Tiere und eben die von Böden und Grundwässern durch Hinterlassenschaften (Düngemittel, Unkraut- und Insektenvernichter, radioaktive Abfälle, Plastik etc.) strenger reglementiert werden. Das gilt keineswegs für die unbewältigten Massen und das sich ungehemmt gebärdende Kapital in der "3.Welt", das gilt für die "1. Welt" ebenso. Der sog. ökologische Fußabdruck, von dem gern gesprochen wird, muss dringend an Zehen und Fersen beschnitten werden.

@Scarabus1964

Wer gibt den Landwirten die Schuld? Die "formen" doch nicht den Markt. Das tun die Politiker, indem sie ihre SCHUTZAUFGABE vernachlässigen und im "kapitalistischen Gedanken" (dass der Markt sich selber regelt) immer mehr und mehr alles den Geschäftemachern überlassen. Die Zustimmung zu CETA ist dafür symbolisch, dass unsere Regierung ihre Verantwortung an Privatunternehmen abgeben will ... weil es ihnen "Experten" so eingeredet haben.

Nicht alles auf die Bauern schieben

Ein wesentlicher Faktor ist die Massentierhaltung. Unser Bedarf nach Billigfleisch muss sich einfach ändern und da ist es angebracht, die Folgekosten für diese Tierhaltung über den Verbraucherpreis einzubeziehen. Es geht nicht darum Fleisch zu verbieten, aber wer Müll verursacht muss auch in diesen Teil der Wertschöpfungskette einbezogen werden.

Tja, man konnte sich doch

Tja,
man konnte sich doch nicht mit solchen unwichtigen Sachen beschäftigen wo doch so wichtige Sachen wie die Maut, die Entlastung der Firmen von Netzentgelten, Entlastung der Energieriesen von den Atom-Folgekosten, der Absenkung der Renten, der Abschaffung der Vollzeit-Arbeitsplätzen usw die Politiker so mit Arbeit belastet haben.
Da zählt die Geldvermehrung der Reichen, die Unterstützung der Autoindustrie beim Bescheissen usw usw mehr als das Wohl und die Gesundheit der Bevölkerung.

Aber bis zum Wahltag wird man die gleiche Bevölkerung wieder eingelullt haben und die Mär vom ach so schrecklichen Rot-Rot-Grün hochgespielt haben..

Soziale Marktwirtschaft? Konzernregierung nenn ich das..

Ein Grundprinzip einer Strafe

Ein Grundprinzip einer Strafe ist, dass der Täter die Strafe zahlt.
Hier zahlt hingegen der deutsche Steuerzahler.
Und das ist Politikern und Landwirten egal.

So funktioniert unser aktuelles System. Bei Banken, die sich verzocken,zahlt ebenfalls der Steuerzahler.

Klasse Urteil der EU, weiter so!!

Das deutsche Landwirtschaftsministerium unterstützt massiv die industrielle Landwirtschaft und vernichtet die Kleinbauern in Deutschland und anderswo. Das muss unterbunden werden! Und da Deutschland dazu nicht willens ist, muss es halt die EU machen. Gut so!
Ich wünsche mir eine Landwirtschaft, die nicht die Natur belastet, den Bauern und den Menschen dient. Der Wirtschaft und den Konzernen darf dieser Bereich nicht länger überlassen werden, hier haben diese nämlich total versagt!!

@boecklin

Jaja ... ein Bauer "schafft" heute mehr, dafür sind aber auch die Kosten gestiegen, denn ein Trecker und das ganze andere Zeugs sind nicht billig. Das Problem dabei ist, dass manche Bauern nicht hochtechnisiert produzieren KÖNNEN, weil das Gelände es nicht zulässt.

Die deutschen Mittelgebirge fangen auf Höhe Goslar an und das geht so bis zu den Alpen weiter. Im Gegensatz dazu gibt es im Norden und Nordosten kaum solche UND dort sind die Flächen LPG-Zwangsvereinigt worden. Diesen Unterschied MUß man immer noch betrachten, denn er kann einfach nicht wegdiskutiert bleiben.

Oh und "kleine Felder" gehören zur Kulturlandschaft Mitteldeutschlands, weshalb man nicht einfach Bauernhöfe zusammenfassen sollte. Das ist Teil des Naturschutzes der im LPG-Osten eher problematisch ist.

Genau deshalb ist die kanadische Konkurrenz ohne Zölle ja so zu "verdammen", denn diese haben noch viel größere Flächen als die LPGs und sind damit noch einmal billiger.

Gesetze ohne Wirkung

Bezeichnend finde ich es, dass es in Deutschland zwar Gesetze zum Wasserschutz gibt, diese jedoch nicht wirklich eingehalten und auch nicht überwacht werden. Beispiel? Abstandsvorschriften zu Fließgewässern bei der Gülleausbringung. Die werden nach dem was ich sehe nirgendwo eingehalten. Folgen für die Landwirte? Keine. Folge für den Bach? Biologisch tot, lediglich noch eine Abwasserrinne.

Wenn der Gesetzgeber nicht in der Lage oder Willens ist, dafür zu sorgen, dass Gesetze (und seien sie noch so kümmerlich) eingehalten werden, sollte am besten gleich ganz darauf verzichten.

Die EU Strafen können nicht hoch genug sein!

Diese sind den Einzelhandel- und Molkereikonzernen aufzubrummen und NICHT den Bauern. Diese wollten nur überleben. Der Landwirtschaftsminister sollte zurücktreten, da er nicht der Landwirtschaft dient, sondern den Lobbyisten eben dieser Konzerne!

Lobbyisten gefährden unsere Gesundheit

Es ist wie bei der Schadstoffbelastung durch die Autoabgase. Lobbyisten haben dafür gesorgt, dass die Gefahr verharmlost wurde, und die Prüfverfahren so lax gehandhabt wurden, dass den PKW-Herstellern Tür und Tor für Schummeleien bis Betrug ermöglicht wurden.
Dasselbe sehen wir jetzt in der Landwirtschaft. Die zunehmende Belastung der Böden mit Überdüngung und die damit verbundene Nitratanreicherung ist seit Jahren bekannt, nimmt aber dennoch ständig zu.
Zitat SZ vom 16.9.16: "Danach lag der Anteil der Messstellen, an denen ein Nitratgehalt über dem gesetzlichen Grenzwert von 50 mg/l gemessen wurde, im vergangenen Jahr bei 18,1 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 war dies erst an 15,4 Prozent der Messstellen der Fall gewesen.
Inzwischen sind den Angaben zufolge fast ein Drittel aller Flächen in Deutschland betroffen. In Nordrhein-Westfalen (40 Prozent), Schleswig Holstein (50 Prozent) und Niedersachsen (60 Prozent) ist der Anteil sogar noch deutlich höher."

08:52 von Pflasterstein

lesen sie doch bitte diverse Kommentare hier in diesem Forum. Hier läuft gerade eine massive Hetze auf die Landwirte, als seien sie der eigentliche Verursacher des Problems.

Das Problem sind die Menschen die billige Lebensmittel kaufen müssen/wollen. Wenn jetzt die Landwirtschaft in D zum Teil wege der Nitratbelastung stillgelegt werden soll, dann werden eben diese billigen Lebensmittel aus anderen Ländern, in denen die Umweltstandards egal sind importiert. Dann haben wird überhaupt keinen Einfluss mehr auf das, was auf unseren Tisch kommt. Wollen Sie das wirklich?

Nitrat

In den achtziger Jahren hörte ich davon aus Verwandtschaft in bäuerlicher Umgebung am Niederrhein. In der NRZ vom letzten Wochenende erzählte eine Sprecherin eines Bauernverbandes, wie gut die freiwillige (!) Selbstverpflichtung im Bereich des Grundwasserschutzes funktioniere. Soll man Lachen oder Weinen?

um 08:07 von LittleJoe

Ihr Vorschlag alle Landwirte knallhart zu bestrafen, auch mit Gefängnisstrafen, das ist noch nicht konsequent genug.

Alle Menschen die solch umweltfeindlich produzierten Lebensmittel kaufen egal ob in Deutschland hergestellt, oder aus dem Ausland importiert gehören mit Gefängnis bestraft. Mit diesen "Geiz ist Geil" einkäufen muss schluss sein. Ich bin dafür die Löhne und die Harz 4 Sätze so zu erhöhen, das jeder Mensch ausschließlich Biolebensmittel bezahlen kann.

Zynismus Ende.

JA ENDLICH Ich wohne auf dem

JA ENDLICH
Ich wohne auf dem Land, ich habe das Gefühl, bei uns machen die Bauer überhaupt was sie wollen, ab März bis ende September wird die Luft regelmässig mit zu kurzen Zeitabständen vergiftet und die Wiesen in der Umgebung Planlos mit der Brühe gegossen,egal wann, wo und wie. Ich hoffe dass sich was verändert....

Seit Jahren verhindert die Bauernlobby

schärfere Gesetze. Dabei werden die Äcker als Entsorgungsfläche für eine überbordende Viehhaltung missbraucht. Und Jahr für Jahr wird es mehr.

Die Einbringungen der letzten Jahre werden erst in 10-20 Jahren im Grundwasser ihre volle Wirkung entfalten. Dabei müssen schon jetzt Trinkwasserbrunnen (Niederbayern, Niedersachsen usw.) schließen, aufgrund hoher Nitratbelastung.

Wenn man sich ansieht, dass z.B. in Niederbayern der ort Hohenthann eine Einwohnerzahl von 1.800 Menschen hat, dort aber 65.000 Schweine in den Ställen stehen, dann weiß man was dort passiert. Nahezu täglich fahren dort riesige Tankzüge mit Überbreite auf die Felder und kippen die Gülle ab. Und zwischenzeitlich arbeitet man sogar die Gülle über Düsen ca. 10cm in den Boden ein, damit die Unmengen nicht mehr oberflächlich sichtbar sind.

Hier wird Raubbau an der Natur betrieben um Kasse zu machen. Und die ehemals bäuerlichen Strukturen mit nachhaltiger Landwirtschaft gehen den Bach runter.

Mehr als überfällig

Das war mehr als überfällig.
In Nordniedersachsen benötigt man keine Karte - man riecht zu jeder Tages- und Nachtzeit daß man da ist.

Und die Gebiete mit permanenter Gülleverklappung dehnen sich immer mehr aus und die Mengen werden immer mehr.
Obergrenzen pro Flächeneinheit / Zeit?
Bei Grünland Fehlanzeige!
Die Warnung des regionalen Wasserversorgers?
Von der Landwirtelobby werden die Fakten bezweifelt!

Endlich etwas, wozu Brüssel gut ist!
Ich hoffe, die Strafe wird riesig!

Priesmeier warnt

"...das Gerichte in besonders nitratbelasteten Gebieten die Landwirtschaft völlig verbieten."
Blödsinn!
Das massenhafte Ausbringen von Gülle wird dann dort lediglich begrenzt!
Die Fleischwirtschaft sollte sich aber mal überlegen, ob sie nicht die EU verklagen sollte, denn ihre Vorgaben zur Massentierhaltung und allem was zu dessen Umfeld zählt um "Billigstfleisch" zu erzeugen, führt ja erst dazu, dass Milliarden Kubikmeter Gülle entstehen, die entsorgt werden müssen.
Was hier nottut, ist ein Umsteuern auf der ganzen Linie - die erwarteten 3 Milliarden "Strafe" sollte man dazu nutzen die Fleischwirtschaft auf eine neue Umwelt- und Tierschutzverträgliche Basis zu stellen und sie nicht im Brüssel "versickern" lassen.

@ 9:13 scarabus1964

Ein billiges Argument, das hier vorgebracht wird. Doch Achtung nicht Italien, Portugal oder Belgien wurden von der EU wegen Verstoß gegen Wasserschutzverordnungen gemaßregelt. Nein es ist schon Deutschland, dessen Landwirtschaft jegliches Maß verloren hat. Es könnte also durchaus sein, dass das "böse" Schnitzel aus dem EU-Ausland dann doch das ökologisch bessere ist.

Für mich ist es nicht wirklich ein Schrecken, auf nichtdeutsche EU-Waren auszuweichen. Vielleicht braucht die Welt dann doch nicht die deutschen Turbo-Agrar-Produkte.

Gülle aus Holland

Millionen Tonnen Gülle wird aus Holland importiert um sie auf unseren Feldern zu verklappen.

Solange so etwas nicht verboten wird, ist doch wohl klar das auch dadurch die Nitratwerte steigen.

Danke EU

Massentierhaltung gehört abgeschafft und wenn durch neue Gesetze zumindest die Gülleentsorgung anders geregelt werden muss und damit teurer wird, könnte dies ein Schritt in die richtige Richtung bedeuten.

Gleichzeitig mal wieder ein Armutszeugnis für das zuständige Ministerium, welches offensichtlich nicht im Interesse des Volks (Gesundheit und Nachhaltigkeit sind auch finanziell relevant) handelt.

@Alter Simpel, 06:39 - Marktwirtschaftliche Idiotie?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die agrarische Idiotie, "den eigenen Grund und Boden zu schädigen, nur (?) um immer mehr der erzeugten Produkte in alle Welt zu exportieren", ihren Grund in der Zwecksetzung des herrschenden Marktwirtschaftssystems hat, in dem es stets um die Vermehrung des investierten Unternehmergeldes geht, sodass Mensch und Natur ruiniert werden?

Interessant ist, dass sie in dem ganzen Bericht...

... nicht einmal den Landwirtschaftsminister nennen. Und aus welcher Partei er kommt.
So sieht es aus, als wäre die SPD an dem Ganzen Schuld, wo doch dieses Ministerium seit 2005 in fester Hand der CSU ist.
Angefangen mit Seehofer.

Die Perversität des Systems

ist für jeden ersichtlich, der auch nur in der Nähe lanwirtschaftlicher Betriebe wohnt.

Die ehemaligen "Güllefässer" sind heute zu Tanklastern mutiert, die bis zu 20.000 Liter Gülle fassen. Sie fahren mit einer Breite von 2,50 über enge Kreisstraßen und lassen keinerlei Überholen mehr zu. Dazu wird das ganze Jahr die Gülle auf die Felder verbracht.
Ähnliches ist bei Mähdreschern zu erkennen. Und zu den Ernten fahren inzwischen Pseudo-Lastwagen auf die Felder, die von Zugmaschinen bewegt werden, die m.E. nur noch mit einem LKW-Führerschein bewegt werden dürften.

Jahr für Jahr steigt die Anzahl der Unfälle mit diesen überdimensionierten Industrieschleppern, die mit einem normalen Trecker nichts mehr zu tun haben.

Die Landwirtschaftsindustrie verdrängt zudem die kleinen Bauern indem sie die Vorteile der Subventionen im großen Stil abgreifen während die kleineren Höfe, die auch ökologischer wirtschaften, sterben. Es zählt nur noch Masse und Preis.

09:33 von villamityacht

Anderen Europäische Länder verstoßen auch gegen diese Richtlinie, es betrifft auch Frankreich. Aber welche Länder in der EU sind es sonst noch die betroffen sind? Auch Länder außerhalb der EU, wie wird dort vorgegangen? Das wissen wir alle nicht. Was ist mit dem Agrarland Niederland? Sie exportieren ihre Gülle nach D, das hat Gründe.

Ich kann nur sagen, das ich in Indien erlebt habe wie leichtfertig mit Düngermitteln und Insektiziden umgegangen wird. Entwicklungshilfe sah jahrelang so aus, das dort der Einsatz vonDüngermittel und sog. Pflanzenschutzmittel protegiert wurde. Zum Teil mit Präperaten die in D schon lange verboten waren.

Ich persönlich bevorzuge deshalb die heimisch produzierende Landwirtschaft. ....

Die Schizophrenie der Deutschen

Da haben wir es wieder ein Thema was alle vereint, die böse Landwirtschaft!! Den jetzt geht die böse Landwirtschaft zu zweit, es geht um das kostbarste gut, was die Deutschen besitzen, das Wasser. Ach ja und Hauptsache meckern, jetzt kann man wieder mit dem Finger auf den Sündenbock Landwirt zeigen. Aber morgen wieder in den Supermarkt gehen und billig Produkt aus der Landwirtschaft kaufen, da das Smartphone, der Fernseher oder das Auto schon zu teuer waren und wie konnte ich es nur vergessen, der Landwirt bekommt ja schon genug Subventionen. Auch wenn hier mit einem "Natur" Dünger gedüngt wird und dadurch auf künstliche Dünger verzichtet wird, wird es formal schlecht geredet. Den Gülle und Mist stinkt und ist dreckig es stört den Deutschen im Einklang mit der Natur zu leben, die er ja so sehr schützt!

Missstände gibt es im jedem Bereich! Es gibt teile in Deutschland, wo die Nitrat Belastung zu hoch ist. Aber einfach mit dem Finger auf den Landwirt zu zeigen ist zu billig!!

Üblicherweise wird das Wasser

Üblicherweise wird das Wasser so gemischt, dass Grenzwerte eingehalten werden können. Ansonsten Grenzwerte erhöhen. Für Babies dann Mineralwasser verwenden.

wer jetzt noch billig fleisch kauft

ist mitverantwortlich an einem zukünftigen wassernotstand in d.
besser fleischlose kost und wenn wirklichmal fleisch, dann nur 2mal die woche und nur bio!
.
bitte sag jetzt keiner biofleisch kann man sich nicht leisten .... wer z.b. täglich 300 gr konventionelles fleisch zum kg preis von ca. 10,-€ pro kg verzehrt ( macht in summe 21,10 €) kann sich bei 2mal 300 gr die woche fleischverzehr und aktuellen ca. kg-preisen für biofleisch (schwein 17,- / rind 21,- geflügel 39,-) recht gut und ausgewogen mit fleisch versorgen.
.
klar am besten wäre fleischlos.

@wiesengrund

Das durch die Nitrate geschädigte Gut ist das WASSER (welches überall hinfliesst und jeden betrifft) und nicht "der eigene Grund". Wasser gehört "niemandem" und genau deshalb macht das Verschmutzen ja nicht so viel aus, insbesondere wenn man es nicht an Fischsterben oder Schaumkronen erkennen kann.

In jedem Fall bleibt die Frage: Wohin mit der Gülle? Da dort eine Reduktion der Dosis auf unseren Äckern angesagt ist, wird wohl nichts anderes als eine Beschränkung der Tierhaltung NOTWENDIG sein.

Gülleverwertung in Biogasanlagen

Hier zeigt sich auch, dass der Gesetzgeber bei der Verwertung von Gülle nicht ganzheitlich denkt. Gülle kann in Biogasanlagen verstromt werden. Hierbei entsteht auch zusammen mit anderen Substraten mineralischer Dünger. Warum wird dieses Verfahren vom Gesetzgeber nicht besonders gefördert?
Richtig: Haben gewisse Kreise etwas dagegen, nämlich die Elektrizitäts- und Düngemittelwirtschaft? Wie weit reicht hier der Lobbyismus?

Ursachen erkennen

Solange man die übermäßig vielen riesigen Tierproduktionen und Biogasanlagen zulässt, wobei andere EU Länder es nicht mehr tun, so hat man auch ein Problem mit der Gülle und die wird auf den Äckern verkippt.
Die Landwirtschaftspolitik in Deutschland ist in keinem guten geordneten Verhältnis zu dem was man für die Versorgung der Bürger braucht.
Ich kann mich noch gut daran erinner, wie früher der Westen auf den Osten mit der Verkippung der Gülle geschimpft hatte und heute ist es deutschlandweit und kaum einen schert es noch.

Gefühlte Wahrheit und die Realität

Es ist traurig für mich, dass unser Land, welches der gefühlte Umwelt-Champion ist, tatsächlich mit seiner Flora und Fauna, seinem Grundwasser, seinen Böden umgeht. Die Klage war längst überfällig, wie auch der Bericht zeigt. Ein Problem bei der Sache ist die große Selbstgefälligkeit der Deutschen beim Umweltthema: Wir halten uns für vorbildlich im Naturschutz und schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn wir Berichte über Umweltvergehen anderer Länder lesen. Doch so vorbildlich sind wir gar nicht. Es ist nicht nur das Nitrat, es sind auch Coffee-to-go-Becher, Kohlekraftwerke, fette SUVs etc.
Es wäre schön, wenn die Realität in den Köpfen der Selbstgefälligen durchdringt, damit sich etwas bessern kann!!! Für die Erde und alle folgenden Genrationen!!!

Nur soviel Tiere wie eigenes Land verträgt

Im eigenen Interesse sollte Deutschland darauf achten, dass weniger Nitrat auf die Felder und Wiesen ausgebracht wird. Denn Nitrat wird bei den Menschen im Körper in Nitrit umgebaut, das ist sehr stoffwechselschädlich. Es kann ja nicht das Gelbe vom Ei sein, wenn erst zu viel dieser schädlichen Stoffe aufgenommen werden und dann die Menschen vermehrt die Ärzte bemühen, um die schädlichen Stoffe wieder aus dem Körper zu bekommen und nicht krank zu werden.

Dringendst ist die Politik der Großbetriebe von Riesenzuchtbetrieben mit mehreren Tausend Tieren einzuschränken und so gestaltet sein, dass die Betriebe nur so viele Tiere züchten, wie sie anteilmäßig eigenes Land zur Verfügung haben und die Tierhinterlassenschaften da aufbringen können.

Ein Weiterverkaufen von Gülle und sonstigen Tierexkrementen ins benachbarte Ausland wie zum Beispiel nach den Niederlanden sollte dringendst unterbunden werden, denn so wird das eigentliche Problem nur verlagert, aber die Ursache nicht angegangen.

@dummschwaetzer

"Die Landwirtschaftsindustrie verdrängt zudem die kleinen Bauern indem sie die Vorteile der Subventionen im großen Stil abgreifen während die kleineren Höfe, die auch ökologischer wirtschaften, sterben. Es zählt nur noch Masse und Preis."

Danke für diesen Kommentar. Besser hätte man es nicht schreiben können.
Wenn die kleinen Höfe verschwinden, dann wird damit auch unsere Umwelt zerstört.

Je weniger die Kaufkraft der Menschen werden, umso mehr ist man auch auf die niedrigen Preise und Massenproduktionen angewiesen. Wenn sich die Menschen, die Bioprodukte nicht mehr leisten können, dann sind die Bioprodukte für die Leute auch nicht mehr relevant.

Man sollte bedenken nicht nur der CO2 Ausstoß ist das Problem sondern die ganze Umweltverschmutzung und Umweltvernichtung. Es tut mir für die nächsten Generation sehr leid. In deren Stelle möchte ich nicht sein und in so einer Welt möchte ich auch nicht leben.

Ich bin heifroh, dass hier

Ich bin heifroh, dass hier etwas unternommen wird! Danke, EU!

Problem erkannt?

Danke an die CSU. Diese stellt seit 2005 den Landwirtschaftsminister. Anstatt die Gülle für Bio Gasanlagen zu nutzen lieber versprühen lassen, solange die Massentierhaltung (leider) noch nicht abgeschafft wurde. Denn das würde das Problem auch langfristig lösen, wäre aber zu einfach. Aber solange es weiter geht mit: " Mehr Gülle versprühen, bekommt doch eh keiner mit, solange ich im Amt bin..." ändert sich nichts. Konsequenz: Schwarz abwählen, jetzt!!!

Massentierhaltung

Massentierhaltung, Gülleimporte, und immer schön dem Verbraucher die Schuld in die Schuhe schieben. Die Fleischproduktion hat hier in Deutschland eine Höhe erreicht, die nicht mehr mit dem Verbrauch, der hierzulande zurückgeht, zu rechtfertigen ist.
Außerdem lässt die Kennzeichnung von Haltung und Herkunft des Fleisches in Supermärkten immer noch zu wünschen übrig. Deshalb kann ich nur hoffen, dass es in zukunft Richtlinien für die Landwirte gibt die nicht nur FREIWILLIG eingehalten werden müssen.

06:53, Emil66

>>ach soooooo!
Da ist die GroKo unfähig unsere wertvollsten Ressourcen zu schützen.
Wir werden dafür verklagt.
Weil wir diese gewählt haben, also die die unsere Ressourcen nicht schützen und wir werden dann dafür zur Kasse gebeten.
Ist schon seltsam diese EU.<<

Ich weiß nicht, was daran seltsam sein soll.

Jeder, der auch nur ein rudimentäres Interesse an Umweltpolitik hat, kennt das Problem, um das es hier geht.

Die Parteien, die zur Wahl stehen, positionieren sich dazu. "Der Bürger" hat also eine Wahl.

Das Landwirtschaftsministerium war eigentlich bei jeder Bundesregierung, an der die Union beteiligt war, in CSU-Hand.

Die Landwirte wählen fast durch die Bank die Union.

Und die Verbraucher freuen sich über niedrige Preise.

Der Schaden wurde also sozusagen durch eine gesamtgesellschaftliche Kooperation angerichtet. Dann ist es nur billig, wenn die gesamte Gesellschaft auch die Konsequenzen trägt.

Verbraucherschutz?

Zu was haben wir eigentlich einen Verbraucherminister? Außer vollmundigen Reden kann man wohl aus Berlin nichts mehr erwarten!

Sogar Gülle klappt nicht

Nicht nur dann, wenn Nederlander mit ihren Güllewagen stinkend über die Rheinwiesen fahren, werden die Menschen stinkig: Warum Gülle, warum Gülle hier, warum Gülle überhaupt in dieser Menge. Jeder Vogel zwitschert es inzwischen von den Bäumen, es wird zu viel Gülle über Felder und Wiesen gegossen.
DE ist Exportmeister, worauf die Regierung besonders Herr Schäuble besonders stolz ist, untermauert es doch seine Schwarze NULL.
Fleischexport von zig-tausend toten Tieren, die in Lebenszeiten so viel Gülle fabriziert haben, dass die Grundwasserverunreinigung einen besorgniserregenden Auftrieb erlebt hat und der weiter steigt.
Die Minister arbeiten aneinander vorbei, einer für Tiere, einer für Naturschutz, der andere für das Klima, einer für die Großbauer-Industrie, der andere für Einwanderer usw.
Es fehlt der Boss, das Bindeglied. Unser "Boss" ist eine "Mutti" mit einer großen Wegfliegerleidenschaft.
Nun endlich hat die EU reagiert, spät aber hoffentlich nicht zu spät.

Dieser Satz sagt alles aus ...

...Aber eine Geldstrafe wäre noch das geringste Problem, meint SPD-Agrarexperte Priesmeier. "In dem Urteilsspruch wären letztendlich Dinge enthalten, die wir dann unmittelbar und sofort in Gesetzesform umzusetzen hätten.
.
Nach dem Motto: "Mist! Freikaufen ist nicht. Wir müssen tatsächlich was tun!"

Vielleicht sollte sich die grüne Ministerin

für Umwelt und Landwirtschaft mal in ihrem Land Sachsen-Anhalt umschauen, genauer gesagt, da, wo bedenkenlos immer größere Rinderherden (nein, nicht in Gottes freier Natur) amtlich genehmigt in den industriellen Milchviehanlagen gehalten werden dürfen, wo die dafür eigentlich dringend nötige Umweltverträglichkeitsprüfung (wie auch sonst immer mal wieder) kurzerhand unter den Tisch fällt. Es herrscht eben traute Gemeinsamkeit im Ländchen, wo man die Wahl zwischen Großviehanlage oder Windfarm hat (so ähnlich, nur mit anderen Begriffen, sah es schon vor längerer Zeit der hellwache Rainald Grebe). Es wäre schon mal interessant, wie gerade in den ländlichen Industriemast- und Maisanbaugebieten nicht nur das Trinkwasser, sondern überhaupt die Böden und Wasserflächen belastet sind. Aber wer traut sich schon, die Bevölkerung darüber zu informieren...

Berlin

Die Schuld an der Nitratverseuchung liegt eindeutig in Berlin und bei den Länderregierungen. Nur wer z.b. in der ländlichen Region lebt, sieht, was hier an der Natur verbrochen wird. Urbane Räume jedoch verschleiern den Blick auf diese Umweltsünden. Und Berlin ist hier ein Beispiel für die totale Blindheit in Bezug auf Umweltzerstörung im Bereich Landwirtschaft. Es ist geradezu unerträglich, wie die Politik das Problem Nitrat- und Nitrit-Verseuchung verdrängt hat. Ich lebe sehr ländlich und sehe, wie täglich Tonnen von Gülle entlang von Gewässern ausgebracht werden. Der Mensch ist eine tragische Figur auf diesem Planeten, besonders wenn er nur noch 'URBAN' lebt und nicht mehr sieht, wie seine Umwelt zerstört wird. Berlin-Blindheit könnte man auch dazu sagen.

Die EG/EU hat immer die

industrielle Landwirtschaft in Form immer größerer Unternehmen gefördert. Dazu kommen "Energiepflanzen", die in der Regel besonders viel Dünger brauchen. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb, der seine Flächen mit dem Dünger düngt, den er selbst erzeugt, hat heute keine Überlebenschance mehr.
.
Dazu kommen die Forderungen des Verbrauchers nach immer billigeren Lebensmittln.
.
Jetzt hat man mit den Folgen zu kämpfen, die man selbst verursacht hat.

der Verbraucher ist nicht schuld!

Großindustrielle Massentierhaltung wird mit dem Produzieren von billigem Fleisch für den Verbraucher und mit dem Schaffen für Arbeitsplätze für die Fleisch-Exportwirtschaft gerechtfertigt.
Die Verbraucher im In-und Ausland für die Tierquälerei und Grundwasserverschmutzung verantwortlich zu machen, ist kein praktikabler Ansatz. Jemandem, der wenig Geld verfügbar hat, zu sagen, er sollte aus ethischen Gründen die teureren Produkte kaufen, ist zynisch und unsinnig.
Es ist die Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, die eine ökologische Balance und Nachhaltigkeit sowie ethische Grundwerte (z.B. Tierwohl) gewährleisten und Aufgabe der Exekutive, die Einhaltung der entsprechenden Gesetze zu gewährleisten.
Der Einfluß der Lobby der Agrar-Großindustrie muß hinterfragt werden.
Politiker, die ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, müssen ausgetauscht und eventuell bestraft werden.

Gewaltige Ausmaße

nehmen die Aktionen der Großindustrie zu. Sie agieren IT-ausgerichtet und GPS gesteuert ihre Produktivitäten zu immer höheren Rekorden. Mächtige Konzerne erraffen sich mit finanzieller Überredungskunst große Ländereien und produzieren. Selbst vor den kommunalen BürgermeisterInnen schrecken sie mit Kapitalgeschenke nicht zurück.
Auch hier fehlt wieder ein Boss, aber der ist wahrscheinlich gerade mit den Managern einer dieser Groß-Industrien auf Sause.
Sonst hätte diesem Treiben des massiven Fleisch-Gewerbes bzw. -Produktion schon lange ein Stopp angesagt sein müssen.
Fakt ist jedoch: Tönnies kann sich keinen Leerlauf leisten, seine Schlachtbänder sind auf Volllast eingestellt. Außerdem könnten ja wieder ein paar Arbeitsplätze verloren gehen!?!?!

@mitten im Ruhrgebiet

Gülle ist und bleibt nun mal ein Düngemittel. Und den Stickstoff über den wir hier im weitesten Sinne reden, benötigen Pflanzen nun mal zum wachsen und der landet als Eiweiß am Ende wieder auf ihrem Teller. Also kein Gift von dem wir hier reden. Was ich kritisiere ist nur die Tatsache,dass es die Politik nicht fördert den Dünger bedarfsgerechter zu verteilen.

Werner G., 10:37

||Zu was haben wir eigentlich einen Verbraucherminister?||

Solange die politische Linie in Deutschland von Lichtgestalten wie der Raute, der schwarzen Null, Flinten-Uschi und der Misere verkündet wird, hat Herr Schmidt nichts zu melden.

Fleischkonsum

Der viel zu hohe Fleischkonsum und die damit verbundene Massentierhaltung führen auf Dauer in die Katastrophe. Aber selbst Frau Merkel ist nicht bereit, für 'WENIGER FLEISCHKONSUM' zu werben. Die Hautschuld trägt eindeitig die Bundesregierung und deren Politiker, die nicht bereit sind, gegen Massentierhaltung vorzugehen. Wir vergiften uns durch die Fleischgier unseren wichtigsten Lebensspender, das Trinkwasser. Ich bin seit 15 Jahren Vegetarier und sehe diese Entwicklung mit Grauen.

der Wirtschaft geht es gut!

....warum soll es dann dem Bürger gut gehen?!
Wir zahlen mit unserer Gesundheit und die Klagesumme der EU ist ja aus Steuergelder finanzierbar.
Wir haben einen Haushaltsüberschuss und der Fianzminister prahlt mit der schwarzen null!
Prima Ihr Christdemokraten !
Bestraft das schlafende Wählervolk !
Ich Liebe euch auch!

Wirtschaftliche Interessen und Verbraucherschutz...

passen nun mal nicht zusammen. Schon immer kroch die Politik vor den Lobbyisten der Wirtschaft zu Kreuze, doch noch nie war es schlimm wie aktuell. Um alle Fälle aufzuzeigen reicht der Platz hier leider nicht. Erwähnt seinen daher nur der Diesel-Abgas- und Feinstaubskandal, die Verstromung von Braunkohle mit der Folge, dass die Abgase tonnenweise Quecksilber bis in den hintersten Winkel des Landes verbreiten, der tonnenweise Verbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung, Glyphosat und unkontrollierte Verklappung von Gülle in der Landwirtschaft, Gen veränderte Lebensmittel, Schutz der Zuckerindustrie, und, und und....
Anstatt Verbraucherschutz sollte sich das Ministerium umbenennen in Lobbyistenschutzministerium. Wir Verbraucher sind denen doch so egal wie sonstwas...

Wenn ich mir die

Wenn ich mir die kilometerlangen Supermarktregale mit Wurst- und Fleischware anschaue wundert mich weder Massentierhaltung noch Trinkwasserkontermination.

Wie wäre es mit einer gesetzlich geregelten Begrenzung von Wurst- und Fleischangebot?

Den Verbraucher hat dann ein minimiertes Angebot nicht zu ärgern, weil es dann von Gesetz her so verlangt wird.

Gülle in Biogasanlagen

In Biogasanlagen werden Kohlenstoffverbindungen zu Methan, Stickstoffverbindungen zu Ammoniak bzw. zu Ammoniumverbindungen
umgewandelt. Methan wird als Energieträger verwendet, der Rest als Stickstoff-Dünger zurück auf die Felder gebracht.
Die Nitratbelastung des Grundwassers nimmt also nur einen kleinen Umweg.
Biogas ist ganz und gar nicht die glückseligmachende Methode, unsere Gewässer zu schützen.

Schnelle und einfache Lösung

Am Ende wird uns dann erklärt, wie schädlich und unanständig Schweinefleisch ist und deshalb die Schweinemast in Deutschland verboten werden muss. Dann haben wir genügend Spielraum für weitere Belastung der Umwelt und des Grundwassers für Maisanbau für Biogasanlagen. Ist doch alles ganz einfach;-)

@KonservativeMeinung - 09:50

"Ach ja und Hauptsache meckern, jetzt kann man wieder mit dem Finger auf den Sündenbock Landwirt zeigen."

Kann man, aber wenn man sich näher mit der Gesamtsituation befasst, sind hier gleich mehrere Sündenböcke im Spiel.

Da wäre zum Beispiel die Politik der Bauernverbände, die maßgeblichen Einfluss auf das von der CSU geführte Ministerium ausüben.
Der "Markt" macht dann die Vorgaben im konkurrierenden Unterbietungswettbewerb in Gestalt eines völlig überzogenen Billigkeitswahns ("Der Kunde will das so"), was der Massentierhaltung und Überproduktion Tür und Tor öffnet. Da auch die Discounter-Szene im Gefüge des steten Wachstums steht, sind Hemmnisse in Form von wirksamen Regulierungsmaßnahmen unerwünscht. Dafür muss der politische Servicebetrieb schon sorgen, wenn er Wachstum will.

Und wer da mit "Umwelt" kommt, stört diese heilige Systematik. Gerade schön zu sehen, welche Ministerien der Umweltministerin Schwierigkeiten machen, die nun ohne Konzept nach Marrakesch reisen darf.

@Dieter S

Sie erwähnen, es sei zynisch, jemandem mit wenig Geld zu sagen, er solle mehr Geld für die Produkte kaufen. Finde ich auch.

Aber das Argument "der Verbraucher entscheidet" hat noch einen anderen Haken.

Genau das hatten wir nämlich schon mal, in der Textilbranche.

Es gab eine Zeit, da wurden die teuren Sachen eher in Europa gefertigt und die billigen in Asien.

Dann wurden die Arbeits- und Umweltbedingungen in Asien bekannt und man sagte: der Verbrauchter hat es in der Hand.

Und heute? Heute werden die 15 Euro-Jeans in der gleichen Fabrik, von den gleichen Leuten und unter den gleichen Bedingungen gefertigt wie die 200 Euro-Jeans.

Es ist doch total naiv, anzunehmen, wenn die Nachfrage steigt, sich irgendwas an den Bedingungen der Massentierhaltung wesentlich ändert.

Wie viele greifen zum teuren Bio und glauben, das sind glückliche, freilaufende Hühner, wie zu Omas Zeiten auf dem Bauernhof?

Und die Betrüger kommen oft davon. Denn die Gesetze laden zum Betrügen ein!

Frage: wie hoch ist die EU-Strafe?? Abwälzen verhindern

Da bliebe abschließend nur noch die Frage:

wie hoch ist die EU-Strafe??
Wie können wir dafuer sorgen, dass unsere Bundesregierung diese Strafe NICHT auf uns Buerger abwälzt, weil wir NICHT die Schuldigen sind??

Denn ich sage auch:

1. es geht mit deutlich weniger Fleisch
2. Diese Ueberduengung muss reduziert werden
3. GEN-Pflanzen von Monsanto haben auf unseren Äckern nichts zu suchen.

Das hat aber lange gedauert

Wird auch Zeit, dass gegen diese - freundlich ausgedrückt - Unsitten mal vorgegangen sind. Bei uns in der Gegen karren die Holländer die Gülle Lastwagenweise an. So oft wie dieses Jahr hat es auch noch nie nach "oh frischer Naturdünger" gerochen. Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage nach dem Verursacher - sprich dem Tier. Vielleicht muss man auch mal grundsätzlich überlegen, ob bei der ganzen Globalisierung Fleischprodukte nicht doch stark eingeschränkt werden sollten. Dazu noch die Produktion für die Mülltonne, die ja in Deutschland auch in nicht vernachlässigbaren Mengen von Statten geht. Jedenfalls gibt es bei Einschränkung von Tiermast eigentlich nur Gewinner, die Tiere sowieso. Auch die "...ich kann mir aber sonst nicht jeden Tag Fleisch leisten...." -Fraktion hat am Ende nichts davon, wenn die Felder keine Erträge mehr hergeben und das Wasser nitratverseucht ist.

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