Kommentare - Interview zu Trump: "Er zieht weiße Amerikaner an"

30. Oktober 2016 - 12:42 Uhr

Wie lässt sich das Phänomen Trump erklären? "Wir leben in Zeiten großer Veränderungen", sagt Steven Ginsberg, politischer Korrespondent der "Washington Post", im Interview. Eben diese Veränderung mache vielen Menschen Angst - und das instrumentalisiere Trump.

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Kommentare

Wie auch immer, bei uns wurde er vorverurteilt

Trump, der Pöbler, der Rassist, der Hassprediger, man könnte ihn bei uns sofort bei Pegida mitlaufen lassen. Nach Meinung der Meinungsmacher.

Warten wir also ab, was die Amerikaner selbst dazu sagen. Natürlich wäre es schon fast ein Vergnügen unsere Staatskommentatoren zu hören, die plötzlich einen Trump als Präsidenten zu präsentieren hätten.

Also meine Meinung, keiner der beiden Kandidaten könnte mich an die Wahlurne bringen.

Ich befürchte ja auch,

daß Clinton die Wahl gewinnt. Das sie die Medien,Schauspieler, Sänger u.s.w instrumentalisiert ist eine Sache, aber wie sie zur Zeit mit dem FBI umgeht, würde mir als Wähler sehr zu denken geben. Was soll das erst werden, wenn sie richtig Macht hat?

Ah ja,...

...und deswegen müssen sie für Frau Clinton sein, die wie keine andere für ein "weiter so" steht. (Ironie aus)

Wie wärs mal mit objektiver Zurückhaltung?

Das ganze ewige Getue als sei Trump der böse schwarze Mann und Clinton eine Heilige, der nur ständig schlimme Dinge unterstellt werden, ist lächerlich. Das ist keine Berichterstattung, das ist Propaganda. Eines ö-r Senders unwürdig.

@barbarossa

"Was soll das erst werden, wenn sie richtig Macht hat?"

Eben. Dann geht's nämlich genauso weiter wie mit Sanders: wer nicht zum Klüngel gehört wird abserviert. Immerhin hat Trump noch bei keinen Kriegen und Liquidierungen ohne richterlichen Beschluss mitgewirkt. Im Gegensatz zu einem Friedensnobelpreisträger und seiner ehemaligen Ministerin...

Während wir hier reden

Wächst sich die Mail-Affäre von Frau Clinton und vor allem, was sich in ihrem Hintergrund abspielt zu einer Sache aus, gegen die Watergate unbedeutend ist. Soll Frau Clinton ruhig gewinnen. Ich bin überzeugt, ihre Präsidentschaft wird eine Treibjagd werden, bis die Beweise reichen um sie endgültig politisch zu beerdigen. Es ist nur noch eine Zeitfrage, egal wie die Wahl ausgeht.

Nicht nur Trump vereinfacht

Dieses Interview zeigt in der völlig inkonsitenten Argumentation Ginsbergs die unsägliche unzulässige Vereinfachung der sogenannten liberalen Intellektuellen. Erst redet er von der "abgehängten schweigenden Mehrheit", dann weiß er nicht, warum diese das Gefühl haben, abgehängt zu sein. Es ist ein komplexerer Prozess, es handelt sich um einen zunehmenden Legitimationsverlust des Systems, das eben für viele Menschen unzumutbare Lebensverhältnisse produziert. Die Aufgabe eines Intellektuellen wäre, diesen zu analysieren und die unterliegenden Gesetzmäßigkeiten zu beschreiben. Stattdessen immer der weiße Unterklassenmann. Mike Tyson unterstützt Trump auch, Clint Eastwood auch, zwei Repräsentanten anderer Klassen: der aufgestiegenen Außenseiter einerseits, der konservativ-nationalistischen Führungsschicht andererseits. Zwei Klassen, die sich auch in der radikaleren europäischen Rechten finden lassen, in AfD, FN, UKIP, Nea Demokratia. Die gilt es alle zu stoppen, wenn wir demokratisch leben

Am 30. Oktober 2016 um 13:10 von vanrio85

Was Sie da erzählen, ist vollkommen bedeutungslos.
Er hat nicht Herrn Obama zum Eingreifen in Syrien überredet, hat nicht Regime Changes geplant, ist nicht am Syrien-Konflikt in seiner jetzigen Form mitverantwortlich und hat nicht mit einer Stiftung schmutziges politisches Geld von saudischen Potentaten und ukranischen Kleptokrat-Oligarchen eingesammelt...
um damit was eigentlich zu tun?

Ich denke, die gesamten Geschäfts-Papiere der Clinton-Stiftung gehören vom FBI beschlagnahmt und die politische Korruption der Clintons nachgewiesen und juristisch aufgearbeitet...

nunja

geldprotz oder korrupter klüngel?

ich halte clinton für 10 mal ungeeigneter.

Ich hoffe nur, dass die Amerikaner wirklich ...

... und vernünftig nachdenken, wenn sie in Kürze wählen gehen.

Etwas auszuprobieren, ist manchmal nicht verkehrt, allerdings besteht ja nach derartigen Wahlen nicht die Möglichkeit, nach 2 Monaten zu sagen "Och, das war jetzt aber doch nicht gut. Ich möchte es nicht mehr."

Sollte Trump also wirklich gewählt werden, wird man ihn für die komplette Amtszeit auch ertragen müssen. Und ob das gut geht? Ich weiß es nicht ...

Ein Staatsoberhaupt muss dazu beitragen, dass ein Land in ruhigen Bahnen gelenkt wird. Es aufzustacheln, Pfeile gegen große Bevölkerungsschichten zu schießen o.Ä., kann NIEMALS(!) der richtige Weg sein.

Und auch wenn der Vergleich zu Deutschland vielleicht hinkt, seit dem wir "Schreihälse" auf der Straße haben, ist es unruhiger geworden im Land.

Ich hoffe daher inständig, dass das den Amerikanern erspart bleibt.

Mal wieder kein Tag

für Wahrheiten heute.
Schon wieder ein Beitrag gegen Trump. Das tägliche Geschäft hier.
Es ist auch zu bemerken,daß sich viele Kommentatoren in letzter Zeit von dieser Plattform verabschiedet haben. Hat wohl nix mit nix zu tun.

Trump hat in vielem Recht

aber als Präsident ist er völlig ungeeignet !!Die Clinton wird wohl Präsidentin-ich hoffe aber , dass sie sich nicht nur für die Wall-Street einsetzt , sondern auch für die armen Amerikaner-da ist sie Kranken-Versicherung für alle wichtig !!

@ derdickewisser 13:05

"Wie wärs mal mit objektiver Zurückhaltung?" "Das ist keine Berichterstattung, das ist Propaganda. Eines ö-r Senders unwürdig."
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Was wäre denn in ihrem Sinne objektive Zurückhaltung? Ein amerikanischer Journalist wird befragt und die Antworten sind Propaganda? Merkwürdige Einstellung.

@georgeR. 12:49

"Wie auch immer, bei uns wurde er vorverurteilt
Trump, der Pöbler, der Rassist, der Hassprediger, man könnte ihn bei uns sofort bei Pegida mitlaufen lassen. Nach Meinung der Meinungsmacher.

Warten wir also ab, was die Amerikaner selbst dazu sagen. Natürlich wäre es schon fast ein Vergnügen unsere Staatskommentatoren zu hören, die plötzlich einen Trump als Präsidenten zu präsentieren hätten."
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Er pöbelt doch, äußert sich rassistisch, predigt Hass. Hat doch nichts zu tun mit Vorverurteilung. Und was sind bitte "Staatskommentatoren"?

13:05, derdickewisser

>>Das ganze ewige Getue als sei Trump der böse schwarze Mann und Clinton eine Heilige, der nur ständig schlimme Dinge unterstellt werden, ist lächerlich. Das ist keine Berichterstattung, das ist Propaganda. Eines ö-r Senders unwürdig.<<

Wo wird denn Frau Clinton als Heilige hingestellt? Das sehe ich nun wirklich weit und breit nicht, auch nicht in dem Artikel, den wir hier kommentieren.

Und die einzige Möglichkeit, über Trump nichts negatives zu berichten wäre, die Berichterstattung über ihn einzustellen, den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner also zu ignorieren.

Die Presse kann nichts dafür, daß er sagt was er sagt und tut was er tut.

Er ist übrigens kein böser schwarzer Mann, sondern ein böser weißer Mann.

13:15, derdickewisser

>>Das mit dem Geldprotz stimmt. Ist aber bei den Clintons nicht im geringsten anders, die schwimmen mindestens so im Geld wie er.<<

Eine Sache ist es, Geld zu haben. Eine andere, damit zu protzen. Man kann den Clintons viel nachsagen und vorwerfen, aber letzteres ganz gewiss nicht.

>>Deshalb wäre Sanders eine echte Alternative gewesen. Aber die haben Herr und Frau Clinton ja von seinen eigenen Parteigenossen aus dem Spiel mobben lassen.<<

Wie kann man bei basisdemokratischen Vorwahlen jemand aus dem Spiel mobben? Meinen Sie, die Parteiführung der demokratischen Partei hätte die Wähler manipuliert? Wie denn?

Ich fand es, ganz im Gegenteil, höchst überraschend, daß ein bekennender Sozialist so viele Stimmen bei den Vorwahlen auf sich vereinen konnte. Wer die USA auch nur ein ganz klein wenig kennt, versteht, wie erstaunlich das war.

Zitat aus dem Interview "Und

Zitat aus dem Interview
"Und ich denke, es gibt da auch noch Rest-Auswirkungen der Finanzkrise von 2008. Die Menschen haben zwar wieder Jobs, sie leben wieder ihr Leben - aber was die Job-Sicherheit betrifft, ist das nicht wie früher. Es gibt sehr viel Angst, dass so ein Crash wieder passieren kann oder dass sich die persönliche Situation nicht so gut entwickelt."

Jobsicherheit mit Trump??
Der Typ steht doch exemplarisch wie kaum ein anderer für die "hire&fire"-Praxis von US-Unternehmer!
Der Typ zahlt nirgendwo die Tariflöhne und beschäftigt darüber hinaus noch illegale Einwanderer.

Und warum wählt man ihn dann?
Weil man es genau so selbst machen würde hätte man die Möglichkeiten!!
Typisch für eine komplett entsolidarisierte Gesellschaft
*sarkasmus*

13:41 von Razupaltuf

Danke für Ihren Kommentar von 13:41, der wunderbar getroffen auch meine Gedanken zur Thematik widerspiegelt.

13:11,Troll-Grill

>>Wächst sich die Mail-Affäre von Frau Clinton und vor allem, was sich in ihrem Hintergrund abspielt zu einer Sache aus, gegen die Watergate unbedeutend ist.<<

Da sind Ihnen die Proportionen aber gewaltig verrutscht.

>> Soll Frau Clinton ruhig gewinnen. Ich bin überzeugt, ihre Präsidentschaft wird eine Treibjagd werden, bis die Beweise reichen um sie endgültig politisch zu beerdigen. Es ist nur noch eine Zeitfrage, egal wie die Wahl ausgeht.<<

Ja, genau das hat Trump angekündigt, und das schreibt auch das Compact-Magazin.

Die internationale Querfront lässt verbal die Muskeln spielen.

Mal sehen, wie viel da wirklich hinter ist.

Ich kann nur sagen: nach diesen Maßstäben hätte Franz Josef Strauß lebenslänglich kriegen müssen.

@12:54 von barbarossa2: Instrumentaliserung

Schauspieler, Sänger und vor allem die Medien werden nicht von Clinton oder Trump instrumentalisiert, sondern sie bilden sich anhand dessen, was die beiden Kandidaten in Reden und Interviews sagen, ihre Meinung.
Danach ergreifen sie für die Eine oder den Anderen Partei oder sie bleiben neutral. Je nach dem wie sie politisch eingestellt sind.

Dass die große Mehrheit von Prominenten für Clinton Partei ergreift, liegt meiner Meinung nach in erster Linie an Trump und nicht an Clinton. Trump ist als Präsident völlig ungeeignet und das haben viele in den USA erkannt. Sie wählen folglich das kleinere Übel.

Um 12:49 schrieb georgeR. völlig richtig:
"Trump, der Pöbler, der Rassist, der Hassprediger, man könnte ihn bei uns sofort bei Pegida mitlaufen lassen. "

Und so wie PEGIDA und AfD bei uns keine Mehrheit finden, so wird Trump wohl auch bei der US-Wahl keine Mehrheit finden. Darauf hoffen viele andere und auch ich jedenfalls.

Bei den US-Wahlen geht es auch immer um sehr, sehr viel Geld.

Er ist ein Macher. Einer vom alten Establishment. Einer der sein Geld mit Immobilien gemacht hat.

Clinton vertritt das neue US-Establishment, dass in den letzten Jahre durch Bankgeschäfte und Aktienspekulationen super reich geworden ist.

Beide sind natürlich für einen ungezügelten Kapitalismus.

Die letzten Jahrzehnte konnte die Rüstungsindustrie sagenhafte Gewinne an der Börse einfahren.
Und die Rüstungsindustrie ist zum größten Industriezweig auf gestiegen.

Trump hat mit denen nichts am Hut. Er ist vom „produzierendem“ Gewerbe.

Aktienspekulationen mit Aktien der Rüstungsindustrie haben in den letzten Jahren, vor allem in der Obama-Ära den Aktienbesitzern sagenhafte Gewinne beschert.

Für diese Aktionäre ist es in erster Linie extrem wichtig, dass das auch so bleibt.

Er gehört dem neuen US-Establishment nicht an. Dieses versucht seine Wahl zu verhindern. Das ist Augenscheinlich.

Und sie werden versuchen ihn daran zu hindern, Präsident zu werden, auch wenn er die Wahl gewinnt.

13:19, Troll-Grill

>>Er hat nicht Herrn Obama zum Eingreifen in Syrien überredet, hat nicht Regime Changes geplant, ist nicht am Syrien-Konflikt in seiner jetzigen Form mitverantwortlich <<

Interessant, wie konträr die Sichtweisen sich darstellen.

Die allermeisten Analysten sind ja der Meinung, daß die Eskalation des Syrienkonfliktes darauf zurückzuführen wäre, daß Obama sich bzw. die USA aus dem arabischen Raum zurückgezogen hat. Er hinterließ ein Machtvakuum, welches Putin die Chance gab, sich einzubringen und dieses zu besetzen.

Dies zumindest ist der Grundtenor der Kritik an seiner Präsidentschaft, nicht nur in den USA.

Und eine der wenigen Wahlkampfaussagen Trumps, die er nie verändert hat, ist, daß er den amerikanischen Rüstungsetat massiv erhöhen möchte.

Tut dies jemand, der die militärische Präsenz der USA in der Welt zurückfahren möchte?

14:04, Bankier

>>....und die Rüstungsfirmen reiben sich die Hände ob der Erhöhung der Militärhaushalte weltweit<<

Das werden sie, wenn Trump gewinnt. Denn er will den amerikanischen Militärhaushalt ja massiv erhöhen. So etwas löst natürlich eine Kettenreaktion aus.

13:54 von lenamarie

"schon das finde ich in einem demokratischen Land nicht richtig. Alle Zeitungen unterstützen Clinton. Und dieses Land will der Welt zeigen,was Demokratie ist."

Die Aussage interessiert mich näher: Wer sind denn - Ihrer Auffassung nach - "ALLE Zeitungen " der USA ?

re simeth

"Die letzten Jahrzehnte konnte die Rüstungsindustrie sagenhafte Gewinne an der Börse einfahren."

Kein Unternehmen kann "Gewinne an der Börse" einfahren. Das können nur die Aktienbesitzer und auch nur, wenn die Aktien kometenhaft im Kurs gestiegen sind.

14:15 von simeht

"Die letzten Jahrzehnte konnte die Rüstungsindustrie sagenhafte Gewinne an der Börse einfahren. Und die Rüstungsindustrie ist zum größten Industriezweig auf gestiegen.
Trump hat mit denen nichts am Hut. Er ist vom „produzierendem“ Gewerbe."

Pardon, aber vom " produzierenden Gewerbe" sind Rüstungsfirmen ( auch die in den USA ) ebenfalls. Die verkaufen "Hardware" gegen klingende Münze u.a. auch in Kriegsgebiete - und keine heiße Luft.

14:15, simeht

>>Die letzten Jahrzehnte konnte die Rüstungsindustrie sagenhafte Gewinne an der Börse einfahren.
Und die Rüstungsindustrie ist zum größten Industriezweig auf gestiegen.

Trump hat mit denen nichts am Hut. Er ist vom „produzierendem“ Gewerbe.<<

Sie schrieben das schon einmal. Ich fragte mich da schon, wie man auf die Idee kommen kann, ein Immobilienspekulant würde irgend etwas produzieren.

Die Rüstungsindustrie ist produzierendes Gewerbe. Sehr arbeitsplatzintensiv. Herr Trump will ja die Militärausgaben exorbitant erhöhen, was die Arbeiter in der Rüstungsindustrie, die vom Jobverlust bedroht sind, gewiss gern hören.

Aber was den "größten Industriezweig" angeht, da würde ich mich noch mal etwas genauer informieren.

@vanrio85

Ich bin immer wieder darüber erstaunt, dass Ihre zur Schau gestellte Abneigung Trump gegenüber zu einer Glorifizierung Clintons führt. Sind Sie wirklich der Meinung, Ihre Vorwürfe gegen Trump fallen nicht auch auf Clinton zurück?

Die Washington Post gehört Jeff Bezos, Chef von Amazon!

Zehn Prozent der Zeitung hält Warren Buffet!

Bezos hatte die Washington Post im Jahre 2013 für 250 Millionen Dollar erworben!

Wie gut, das weder Warren Buffet, Amazon oder Jeff Bezos selbst absolut NIX mit dem amerikanischen Kapitalismus zu tun haben, sondern alles Verfechter der absolut unparteiischen Pressefreiheit in Amerika sind!

Aber so was von unparteiisch!

Gell!

@13:54 von lenamarie: Alle Zeitungen unterstützen Clinton.

"schon das finde ich in einem demokratischen Land nicht richtig. Alle Zeitungen unterstützen Clinton. Und dieses Land will der Welt zeigen,was Demokratie ist."

Sollen also freie und politisch unabhängige Zeitungen dazu verpflichtet werden Trump zu unterstützen, obwohl man in den Redaktionen der Zeitungen der Meinung ist, dass Trump nicht geeignet ist, um Präsident der USA zu werden?

Außerdem was machen die Zeitungen falsch, wenn sie z.B. eine Auflistung aller Beleidingung drucken, die Trump in den letzten Monaten von sich gegeben hat?

Immerhin hat Trump 2015 den Lie-of-the-year Award gewonnen. Aufgrund dieser Quote seiner Aussagen:
"2015 waren wohl nur vier Prozent wahr und 26 überwiegend oder halbwahr. Der Rest, immerhin 71 Prozent, war geflunkert bis gelogen." (Quelle: Zeit Online 22.07.16)

Wenn es wirklich mal eine

Wenn es wirklich mal eine Revolution der abgehängten und des Prekariats gäbe, dann wäre es auch die Absicht der oberen Zehntausend dafür zu sorgen, dass diese sich gegenseitig bekämpfen und eben nicht die tatsächlich Schuldigen des kapitalistischen Systems. Und nur dafür gibt es Trump oder die AfD oder andere rechte und pseudonationale Parteien zB in Europa, aber auch überall sonst auf der Welt. Die Rechten sind doch noch nie auf der Seite der kleinen Leute gewesen. Die haben sich auch immer von den Reichen bezahlen lassen, damit die ihre schmutzigen Geschäfte verrichten können. Die Rechten dürfen dafür ein paar Minderheiten totschlagen, sich abreagieren und ihr Mütchen kühlen. Und deren "Führer" dürfen sich ein bisschen bereichern. Natürlich hat niemand der bei Verstand ist, ein Interesse an einer blutigen Revolution. Aber trotzdem wird vorgebaut. Egal ob Trump oder Clinton, die Wirtschaftsjongleure werden gewinnen. Auch in der BRD, auch in Europa. CETA und TTIP sind Belege dafür.

Es ist schon sehr auffällig,

Es ist schon sehr auffällig, dass der US-Wahlkampf in den Medien NUR mit Negativ-Artikeln geführt wird. Journalisten die pro-Clinton sind schreiben "Trump ist ein Trottel"-Artikel ... und glauben damit den Umkehrschluß beim Wähler zu erzeugen, dass Clinton deshalb besser sei als Trump.

Nirgendwo gibt es Artikel mit "Clinton ist toll, weil sie dieses und jenes machen will...", denn genau das fehlt dieser Frau: Ein Grund warum sie besser sein soll als Trump, warum sie die bessere POLITIK macht. Den gibt es nämlich NICHT.

Bei Trump wissen wir jedenfalls was er für Politik machen will: Ein kleines bisschen Chaos und Entscheidungen aus dem Bauch heraus und insbesondere "für die US-Bürger" ... und dabei will er nicht auf andere Länder Rücksicht nehmen. Das ist weitaus ehrlicher als es Frau Clinton machen würde.

In der gesamten westlichen Welt muß mit Filz aufgeräumt werden und Donald Trump gehört nicht zur "alten Verfilzung" ... wodurch zumindest eine Neuordnung angeregt würde.

14:27 von GeMe

"Was macht denn Trump da anders? OK, er hat gesagt, dass er z.B. den europäischen NATO-Partnern die Unterstützung duch die US-Truppen entziehen will, wenn die Europäer ihre Rüstungsausgaben nicht drastisch steigern sollten."

Für mich klingt das übersetzt in etwa : "Wenn ihr ( sprich die Nato Partner ) nicht mehr Waffen kauft (u.a. bei UNS), ja dann ... !"
Netter Schub für die amerikanische Waffenindustrie, den Trump da für amrikanisches Wirtschaftswachstum im Ärmel hat ? Und so wenig primär auf Kriegsführung ( weltweit egal wo/ durch wen ) bezogen?

Die im Kommentar enthaltenen Aussagen von Mitkommentator GeMe sind durchaus überlegt und ihr Inhalt weder unwahrscheinlich noch von der Hand zu weisen. GeMe hat damit m. E. n. nicht unrecht.

Wer in Trump einen politischen "Friedensstifter" sieht ( oder sehen will ), dem sei angeraten, die "rosa Brille" abzunehmen und Trumps Aussagen mal inhaltlich genauer zu "sezieren".

Machtvakuum

@ fathaland slim
Welches von Obama hinterlassene Machtvakuum hat Putin bitteschön besetzt? Assad war schon immer mit den Russen verbandelt. Die amerikanische Aussenpolitik sorgt schon seit den fünfzigern dafür, dass die Region instabil ist und bleibt. Dividere et impera ist hier die Devise und eine Präsidentschaft Clinton steht für Kontinuität diesbezüglich!

14:19 von fathaland slim

Denn er will den amerikanischen Militärhaushalt ja massiv erhöhen.

In ihrer Werbung, die sie für Trump betreiben, sollten sie sich die Äußerungen Trump's nicht immer nur scheibchenweise herausschneiden. Mich interessiert vielmehr, wie er mit Russland umzugehen gedenkt. Deutsche Soldaten an Russlands Grenzen ist für mich unakzeptabel. Ich denke, mit der Wahl Trump's hätte sich dieses Thema dann auch erledigt. Von ihnen erwarte ich eigentlich eine ähnliche Sichtweise.

@fathaland slim "Trump protzt mit Geld"

Jeder protzt mit dem was er hat. So liegt es in der Natur der Menschen. Der eine ist stolz darauf geschlechtlich anders orientiert zu sein und bekennt sich, der andere auf seine rein adlige Herkunft, der dritte auf seine fundamentalökologische Lebensführung, der vierte darauf daß er schön Geige spielen kann, wieder andere versuchen es mit besonderer Rechtschaffenheit.
... unendlich verlängerbar.
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Jeder der sich gegenüber anderen unter hervorhebung seiner vermeintlich herausragenden Eigenschaften abgrenzen und hervortun möchte, riskiert sein gegenüber zu brüskieren.
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So ist die Welt...
(Mir persönlich gehen die Moralapostel am meisten auf die Nerven)

Mal sehen!

Ich hoffe, dass Trump gewinnt.
Nicht weil er ein guter Präsident wäre - im Gegenteil.
Aber bei ihm bin ich mir sicher, dass der Fehler, ihn überhaupt aufzustellen, von den eigenen Republikanern wenige Monate nach der Wahl korrigiert wird und dann vielleicht ein vernünftiger Vice das Ruder übernimmt.
Vor Hillary Clinton dagegen habe ich Angst.
Sie ist ebenso ungeeignet für das mächtigste Amt der Welt, aber sie ist gefährlich.
Wenn sie die Strippen zieht und - was zu erwarten ist - die NATO-Staaten ihr kritiklos folgen, rückt ein Frieden in Europa und eine Aussöhnung mit Russland in ganz weite Ferne.
Und das wäre für uns alle, die aus amerikanischer Sicht jenseits des " Großen Teiches" leben, die denkbar schlechteste Lösung.

"Bei den Wahlen geht es viel

"Bei den Wahlen geht es viel um Identität, darum, was es heißt, ein Amerikaner zu sein."
Genau. Um Identität und Identitätspolitik. Und alle anderen Themen - etwa Wirtschaft, Ökologie, Aussenpolitik - werden dadurch an den Rand gedrängt. Daran sind in erster Linie die 'progressiven' Demokraten schuld, die dadurch verschleiern, dass sie sich in den wesentlichen Fragen kaum von den Republikanern unterscheiden und dass die usa eigentlich ein verkappter Einparteienstaat ist. Dies wird bei den bevorstehenden Wahlen, in denen ein Grossteil der militaristischen Republikaner die demokratische Kandidatin unterstützen, besonders deutlich.

Harte Fakten

Da niemand widerspricht herrscht also Einigkeit darüber, dass er dem alten Establishment angehört.

Und dass er sein Geld mit Immobilien gemacht hat.
Das ist schon mal eine Basis.
Und, dass die Aktionäre der Rüstungsindustrie sagenhafte Gewinne einstreichen konnten die letzten acht Jahre belegen die Zahlen an der Börse. Alles Harte Fakten.

Falls die Aktienbesitzer weiter solche Gewinne einfahren wollen, muss die Rüstungsindustrie neue Aufträge bekommen, oder zu mindestens in Aussicht haben.

Das geht nur mit ein Bedrohungspotential, oder eine Echte Bedrohung. NATO: über 800 Milliarden Militärausgaben im Jahr
Russland gerade mal 80 Milliarden Militärausgaben im Jahr. Eher weniger sogar.

NATO geht immer näher an die Russischen Grenzen ran. Also wer bedroht hier wem?

Damit es Trotzdem als eine Bedrohung wirkt, muss Russland und sein Präsident dämonisiert werden. Mit Clinton funktioniert das genau am besten.

Sie selbst posaunt bei jeder Gelegenheit, dass er Putin mag. Harte Fakten.

@firefighter 14.48h

Zum Glück sind wir Europäer von amerikanischen Rüstungsgütern im Gegensatz zum Orient in geringerem Maße abhängig.
Von Handfeuerwaffen über Panzer bis hin zu Kampfjets produzieren wir in Eigenregie. Rüstungslieferungen der USA stehen europäische Rüstungslieferungen gegenüber (z.B. kann kein Abrams-Panzer ohne die aus Deutschland gelieferte Kanone schießen).
Ihre "Übersetzung" kann daher nicht ganz richtig sein.
Ihrem letzten Satz ist hingegen voll zuzustimmen.

Er oder sie

Ich erinnere mich daran, vor etlichen Jahren mal nach Aufenthalt in Kanadas sehr europäisch wirkendem Osten in die USA geflogen zu sein.
Für mich war es ein Schock, plötzlich ärmlichste Verhältnisse von Menschen und eine gruselige Infrastruktur (baumelnde Stromleitungen wie in Indien) zu sehen.
Mag eine Momentaufnahme gewesen sein, aber seitdem frage ich mich, ob nicht zumindest die Hälfte des die Rüstungsindustrie fütternden Etats weitaus besser im Lande gebraucht würde und die Welt deutlich friedlicher machen könnte.
Da kommen eben wirklich Zweifel, ob dieser sich populistisch gebärdende Pfau oder eine Art Eiserne Lady etwas tun können und vor allem tun wollen.
Kein Wunder, dass auch das amerikanische Volk gespalten ist.

re schlagloch

"Aber bei ihm bin ich mir sicher, dass der Fehler, ihn überhaupt aufzustellen, von den eigenen Republikanern wenige Monate nach der Wahl korrigiert wird und dann vielleicht ein vernünftiger Vice das Ruder übernimmt."

Niemand kann den gewählten Präsidenten "korrigieren". Ihre Idee ist keine.

Für mich sieht es ganz danach

Für mich sieht es ganz danach aus, das auf Hillary Clinton noch eine noch viel größere Bombe zukommt und das FBI davon weiß und sich vorsichtshalber jetzt schon von ihr abwendet. Vielleicht will man Hillary schon vor dem Platzen der Bombe aus dem Rennen nehmen, um einen größeren Skandal zu vermeiden. Ich glaube ihr Stellvertreter sollte sich langsam warmlaufen.

14:46, Pflasterstein

>>In der gesamten westlichen Welt muß mit Filz aufgeräumt werden und Donald Trump gehört nicht zur "alten Verfilzung" ... wodurch zumindest eine Neuordnung angeregt würde.<<

Ich weiß ja nicht, was Sie unter "Filz" verstehen. Aber Trump ist das, was kam in anderen Weltgegenden einen Oligarchen nennen würde.

14:57, Theodortugendreich

>>Jeder protzt mit dem was er hat. So liegt es in der Natur der Menschen. Der eine ist stolz darauf geschlechtlich anders orientiert zu sein und bekennt sich, der andere auf seine rein adlige Herkunft, der dritte auf seine fundamentalökologische Lebensführung, der vierte darauf daß er schön Geige spielen kann, wieder andere versuchen es mit besonderer Rechtschaffenheit.
... unendlich verlängerbar.<<

Ja. Und wiederum andere haben so viel Lebensart und Kinderstube, daß sie es nicht nötig haben, mit irgend etwas rumzuprotzen und rumzuprahlen. Das sind mir die liebsten.

Auf etwas stolz zu sein oder damit zu prahlen sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe.

12:49 von georgeR.

"Trump, der Pöbler, der Rassist, der Hassprediger, man könnte ihn bei uns sofort bei Pegida mitlaufen lassen.
Nach Meinung der Meinungsmacher. "

Ihre Meinung ist die Meinung der Meinungsmacher .
Mir ist eigene Meinung wichtig.

Treffend von Steven Ginsberg :" Wir leben in Zeiten großer Veränderungen " - diese Veränderungen machen vielen Menschen Angst .
Mir auch, wenn ich an die Zukunft meiner Kinder und Enkel denke.
Weil es in Deutschland so schön ist , ist es Ziel vieler sich Menschen anderer Länder.
Deutschland wird sich ändern , viele dieser Menschen wollen nicht von ihren Traditionen loslassen und sie uns übertragen.
Diese Veränderungen machen auch mir Angst.
Ich wüßte wen ich wähle.

@hannesb.

Bei aufmerksamer Betrachtung werden Sie feststellen, dass hier (TS) ausschließlich und mit schöner Regelmäßigkeit Artikel veröffentlicht werden, die Trump zum verblödeten Bösen und Clinton zum harmlosen aber politikerfahrenen Opfer machen. Aber so einfach ist die Welt nicht, und die Tendenz des bereits wochenlang anhaltenden Trump-Bashings zeigt, dass hier keine Objektivität herrscht.

14:56, barbarossa2

>>Mich interessiert vielmehr, wie er mit Russland umzugehen gedenkt. Deutsche Soldaten an Russlands Grenzen ist für mich unakzeptabel. Ich denke, mit der Wahl Trump's hätte sich dieses Thema dann auch erledigt.<<

Sie projizieren Ihre Wünsche auf Herrn Trump, weil der mal irgendwann behauptet hat, er würde mit Putin auskommen. Sie vergessen den zweiten Teil des Statements. Da sagte er nämlich, daß Putin schon tun würde was er, Trump, wollte.

Bitte seien Sie nicht naiv. Der Mann ist Republikaner.

@fathaland

>>Deshalb wäre Sanders eine echte Alternative gewesen. Aber die haben Herr und Frau Clinton ja von seinen eigenen Parteigenossen aus dem Spiel mobben lassen.<<
Wie kann man bei basisdemokratischen Vorwahlen jemand aus dem Spiel mobben? Meinen Sie, die Parteiführung der demokratischen Partei hätte die Wähler manipuliert? Wie denn?

Lesen Sie doch einfach mal nach, wie die Sache mit Sanders gelaufen ist, das dürfte Ihre Frage beantworten.
Und: in den USA zu zeigen, dass man viel Geld hat, z.B. indem man sein Wohnzimmer zeigt, steht in einem anderen kulturellen Kontext als in Europa. Das hat u.a. mit den calvinistischen Wurzeln zu tun.

@15:37 von hbacc: tun können oder wollen

"Da kommen eben wirklich Zweifel, ob dieser sich populistisch gebärdende Pfau oder eine Art Eiserne Lady etwas tun können und vor allem tun wollen."

Von einem können Sie ganz sicher ausgehen. Weder Clinton und erst recht nicht Trump werden irgendetwas für "die kleinen Leute" oder deren Lebensumfeld machen.

Es gibt in den USA keine soziale Partei, die eine Chance hätte bei Wahlen zu gewinnen. Ich war einige Male auch für mehrere Wochen in den USA und hatte dabei immer die Gelegenheit die Menschen dort etwas genauer kennen zu lernen, weil ich immer längere Zeit an einem Ort war.

Die Demokraten gelten in den USA ja schon als links, sind aber besten Falles mit der CDU unter Helmut Kohl vergleichbar. Die Republikaner stehen noch etwas weiter rechts.

Eine Partei wie die SPD unter Brandt oder Schmidt wird in den USA als kommunistisch angesehen.

Bei vielen US-Bürgern gilt eben immer noch:"Jeder ist seines Glückes Schmied." und "Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht."

Nicht auf Europa übertragbar

Schuld an Trump sind also der vielbeschworene "Ugly White Man" und "die Medien" Wenn ein gutbezahlter Korrespondent der Washington Post, davon spricht :"so schlecht geht es uns doch wirtschaftlich nicht" so fällt es Trump sehr leicht, von arroganten Eliten zu sprechen.
Schuld ist auch Frau Clinton, die als Vertreterin der Eliten, wohl eine der unbeliebtesten PolitikerInnen der USA ist.
Der Absturz vom Angehörigen der Mittelschicht zum "white trash" ohne Krankenversicherung ist in der USA sehr schnell möglich. Auch in Deutschland kann ein Absturz durch die sozialen Sicherungssysteme mittlerweile zügig erfolgen.
Schuld am Ende sind auch das sinkende Bildungsniveau und die Qualität der Medien. (Geschichte wird auch in Deutschland immer mehr zum Nebenfach)
Wer glaubt, eben diesen angeblichen "ugly white man" der USA auf EU übertragen zu können, zeigt eben diese Arroganz der Eliten. Diese ist es auch z.b. in der Frage warum ärmere Staaten keine deutsche "Willkommenskultur" zeigen.

14:16 von fathaland slim

"Die allermeisten Analysten sind ja der Meinung, daß die Eskalation des Syrienkonfliktes darauf zurückzuführen wäre, daß Obama sich bzw. die USA aus dem arabischen Raum zurückgezogen hat....."

... Analystenmeinungen gibt es deren viele und die von Ihnen angeführten Meiner gehen von einer zu erhaltenden Hegemonie der USA aus, die von Clinton (Trump ?) sicherlich bestens bedient würde.

... andere Analysten sind ja der Meinung, wo der "Weltpolizist" sich nicht klar und eindeutig durchsetzen kann oder will, sind andere Kräfte bestrebt, diese Vakanz zu nutzen.

Meine Analyse: Danach gewinnt also Trump!

Wenn man derartige Behauptungen aufstellt, dann wäre es hilfreich, einmal zu erwähnen, wie hoch der Anteil der weißen Wahlberechtigten ist.
"Er zieht weiße Amerikaner an" würde also besagen, dass Trump wohl eher gewinnen wird.
Hinzu kommt, dass mehr Schwarze (als weiße) in Gefängnissen sitzen und somit kein Wahlrecht ausüben dürfen.
Und es gäbe noch mehr Fakten, doch diese sind wohl nicht so wichtig, weil sie m. E. mehr FÜR Trump sprechen würden.

Ich schließe mich einigen kleineren und nicht deutschen Printmedien an, welche es auf den (.)Punkt bringen:
Clinton steht für mehr Krieg; Trump für mehr Frieden.

"Pflasterstein"

"Es ist schon sehr auffällig, dass der US-Wahlkampf in den Medien NUR mit Negativ-Artikeln geführt wird."

Die amerikanischen Medien sind sehr vielschichtig und beileibe nicht alle Contra Trump. Sehen Sie sich nur einmal das nicht uneinflussreiche FOX Medienimperium an. (für europäische Verhältnisse nicht nur konserverativ sondern eher am rechtsradikalen Rand)

"....westlichen Welt muß mit Filz aufgeräumt werden und Donald Trump gehört nicht zur "alten Verfilzung" ... wodurch zumindest eine Neuordnung angeregt würde."

Ehrlich gesagt, auf welche "Neuordnung" durch Trump hoffen Sie ? Nur da Trump beschönigt gesagt, politisch vollkommen unbedarft ist, steht er wie Clinton für die Politische, für die monitäre Elite.
Trump könnte im Lexikon als Bild für "Filz der Elite" abgebildet werden. Es macht Trump auch nichts aus, dass er als unmoralisch enttarnt wird.
Einziges politisches Ziel & Vision Trumps ist die Präsidentschaft und wenn diese so wird wie sein Wahlkampf: Gnade uns Gott!

Trump ist kein Opfer der

Trump ist kein Opfer der Medien, weder in den USA noch hier. Allerdings wird er mit seinen eigenen Aussagen, seiner häufig an die 70% heranreichenden Falschaussage-Quote (um das Wort "Lüge" zu vermeiden), seiner politischen Konzeptlosigkeit und seinen sexistischen u.a. Ausfällen konfrontiert - sprich: er verhält sich wie ein narzisstischer Politrambo und wird als solcher auch medienmäßig entlarvt. Genau das erwarte ich von gutem Journalismus. Und genauso stellt sich die Medienwelt auch bei Clintons Problemen auf: aber da gibt es eben nicht annähernd so viel zu berichten wie bei Trump.

In den USA soll alles ...

prima sein? Toller Aussage.
Ein Staat mit einem Außenhandelsdefizit von 700 Milliarden Dollar (2013).
Ok ich kritisiere auch regelmäßig das Importdefizit von Deutschland, aber Staaten sollten versuchen den Export und den Import in der Waage zu halten.

Interessant ist ebenso die Schuldenlast der USA und wie die wohl getilgt werden soll, dazu nur ein Zitat aus Wikipedia:
"Der Anteil der Lohnsteuer stieg in den letzten 70 Jahren von 10 % auf 40 % des gesamten Steueraufkommens. Gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmenssteuern von 30 % auf 10 %."

Mich wundert es kaum das dann Leute unzufrieden werden. Anscheinend tun die große Fische eben nichts für das Land, sondern lassen die kleinen die Lasten tragen.

Auch mit Trump wird sich da nichts ändern, aber um den Vergleich mit Deutschland zu ziehen. Hier wählen auch Leute die AfD, obwohl man weiß das diese auch nichts ändern würden.
In den USA findet dieses Jahr also eine Protestwahl statt. Somit viel Erfolg den beiden Verlierern.

14:16 von fathaland slim

"Die allermeisten Analysten sind ja der Meinung, daß die Eskalation des Syrienkonfliktes darauf zurückzuführen wäre, daß Obama sich bzw. die USA aus dem arabischen Raum zurückgezogen hat. Er hinterließ ein Machtvakuum, welches Putin die Chance gab, sich einzubringen und dieses zu besetzen."

Welche Analysten sind dieser Meinung ?
Seit 1950 haben Syrien + Sowjetunion Nichtangriffspakt und diese halfen beim wirtschaftlichen Aufbau.
Mit dem 1955 abgeschlossenen Bagdad-Pakt haben sich Türkei + Irak dem westlichen Lager zugewendet, in Folge Syrien der Sowjetunion.
Seit 1971 kann SU den Hafen Tartus nutzen , 1980 Freundschafts und Kooperationsvertrag(Beistandspakt)
2006 gewährte RU Schuldenerlaß (fast 10 Milliarden Dollar) aus SU-Zeiten.
Der 2011 westlich initiierte "Arabische Frühling" mit dem Ziel der Vernichtung Assads mit seinem säkularen Staat sollte dieses den geostrategischen Interessen der USA widerstrebende Verhältnis zerstören.

16:03 von fathaland slim

Die Naivität, die sie mir anhängen, obwohl ich etliche Jahre älter bin als sie, nehme ich ihnen nicht übel. Aber alles Andere ist für mich nicht nachvollziehbar. Trump kann man nur auf seine verbalen Äußerungen hin beurteilen, wogegen Clinton schon mehrfach ihre aggressive Einstellung in die Tat umgesetzt hat. Sie verdrehen einfach die Tatsachen.

16:07, derdickewisser @fathaland

>>Lesen Sie doch einfach mal nach, wie die Sache mit Sanders gelaufen ist, das dürfte Ihre Frage beantworten.<<

Wie ist die Sache mit Sanders denn gelaufen?

Gab es da irgend welche Unregelmäßigkeiten?

Das einzige, was aus den geleakten Emails, auf die Sie wahrscheinlich anspielen, hervorgeht, ist, daß die Führung der demokratischen Partei von Sanders als Präsidentschaftskandidaten nicht begeistert war und die Vorsitzende sich despektierlich über ihn äußerte. Sie trat dann ja auch zurück.

Ich stimme Ihnen vollkommen zu!!

Am 30. Oktober 2016 um 13:08 von derdickewisser @barbarossa-
Was soll das erst werden, wenn sie richtig Macht hat?"

Eben. Dann geht's nämlich genauso weiter wie mit Sanders: wer nicht zum Klüngel gehört wird abserviert. Immerhin hat Trump noch bei keinen Kriegen und Liquidierungen ohne richterlichen Beschluss mitgewirkt. Im Gegensatz zu einem Friedensnobelpreisträger und seiner ehemaligen Ministerin...
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Danke

@ kuerbis

"Ich schließe mich einigen kleineren und nicht deutschen Printmedien an, welche es auf den (.)Punkt bringen:
Clinton steht für mehr Krieg; Trump für mehr Frieden."

Nun ja: Darüber ließe sich geopolitisch tagelang streiten.
Für was steht Trump, außer für Trump und das er von Geopolitik keinerlei Ahnung hat? (Außer vielleicht von Auslandsreisen im extra Luxus Ressort)

Zitat Trump: "Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie dann nicht ein ?" Soviel zum Frieden & zu den möglichen Folgen wenn eine solche Aussage in einer Krise öffentliche gegenüber Russland oder China als Präsident der militärischen Supermacht USA getätigt würde.
Als wäre mit Georg Bush nicht der intellektuelle Boden erreicht worden!
Nicht ohne Grund haben sich die meisten hochrangigen Militärs der USA gegen Trump positioniert.

Bei aller Abneigung gegen Clinton. Lieber eine Präsidentin die seelisch und geistig voll zurechnunsfähig ist.

verbalen Attacken Trumps auf alle Andersdenkenden

Clinton steht für mehr Krieg; Trump für mehr Frieden.

Wenn man die verbalen Attacken Trumps auf alle Andersdenkenden zum Maßstab nimmt, würde wohl Trump, im Falle eines Sieges als Kriegstreiber in die Geschichte eingehen.

@ Pflasterstein - Trump der Heilsbringer

Bei Trump wissen wir jedenfalls was er für Politik machen will

Das weiß er noch nicht einmal selbst!
Was wir wissen , ist das er ohne Mannschaft dastehen wird.
Das gleiche erleben Sie hier beim Seehofer.
Der rennt auch ohne Erstklassige Mitspieler
ständigt blindlings in des Muttis Abseitsfalle :-)

16:28, proehi

>>Analystenmeinungen gibt es deren viele und die von Ihnen angeführten Meiner gehen von einer zu erhaltenden Hegemonie der USA aus, die von Clinton (Trump ?) sicherlich bestens bedient würde.<<

Jeder Präsident der USA, auch Trump, müsste die weltweite Hegemonie des Landes, so wie sie sich jetzt darstellt, mehr oder weniger unangetastet lassen. Das hat weniger mit Herrschaftswillen und mehr mit Realpolitik zu tun. So unerfreulich das System sein mag, es ist einigermaßen austariert. Wenn die USA Machtpositionen räumen würden, würde das von einigen Aspiranten als Schwäche ausgelegt, mit unkalkulierbaren Folgen. Obama ist ja mit dem Willen angetreten, sich aus dem Nahen Osten zurückzuziehen. Mit den bekannten Folgen.

>>.. andere Analysten sind ja der Meinung, wo der "Weltpolizist" sich nicht klar und eindeutig durchsetzen kann oder will, sind andere Kräfte bestrebt, diese Vakanz zu nutzen.<<

Ja sicher. Und es handelt sich nicht um andere, sondern die gleichen Analysten.

Einfach mal nachsehen, wer Clintons Wahlkampf finanziert

Und dann vergleichen, was:
viele Demokratischen Senatoren
viele Richter am obersten Gerichtshof,
viele Berater von Obama
und dieser Reporter
gemeinsam haben.
Ihr kommt drauf....

16:49, Rolf-Dieter Win...

>>Mit dem 1955 abgeschlossenen Bagdad-Pakt haben sich Türkei + Irak dem westlichen Lager zugewendet, in Folge Syrien der Sowjetunion.<<

Der Irak Saddam Husseins wurde von der Baathpartei regiert, einer stalinistischen Organisation. Saddam Hussein hatte viel Öl, damals ein probates Erpressungsmittel, und hat sich damit beide Supermächte gefügig gemacht und gegeneinander ausgespielt. Seine Beziehungen zur UdSSR waren immer als eng zu bezeichnen.

>>Der 2011 westlich initiierte "Arabische Frühling" mit dem Ziel der Vernichtung Assads mit seinem säkularen Staat sollte dieses den geostrategischen Interessen der USA widerstrebende Verhältnis zerstören.<<

Ich weiß ja nicht, was Sie als säkularen Staat bezeichnen, aber in der syrischen Verfassung ist die Scharia als Quelle des Rechts festgeschrieben.

Der Arabische Frühling begann in Tunesien und fegte dann Mubarak in Ägypten, einen amerikanischen Verbündeten, hinweg. Das alles wurde vom Westen orchestriert, um Assad loszuwerden?

@ andererseits

"Trump ist kein Opfer der Medien, weder in den USA noch hier. "

Volle Zustimmung! Das würde bei einer besseren, tiefergehenderen Berichterstattung über Trumps politische Ziele hierzulande auch nicht besser.
Clintons "Affären" Dienstliche E-Mails von einem privaten Server? Welcher Skandal ? Es ist jedem Politiker auch zu zu gestehen das er einmal einen Fehler macht.

Der Ehemann einer engen Beraterin versendet gerne sexistische Fotos und hält nicht viel von ehelicher Treue.
Was hat das mit Frau Clinton zu tun ? Schlimm genug, dass eine qualifizierte Beraterin zurücktreten muss, weil der Ehegatte seltsame Neigungen hat. Sippenhaft. ?

Gemessen an solchen "Maßstäben", hätte Trump noch nicht einmal als Kanidat antreten dürfen.

Das „Phänomen Trump“ hat nach

Das „Phänomen Trump“ hat nach meiner Einschätzung nicht viel mit der Hautfarbe zu tun.

Es gehört vielmehr in den Kontext einer zunehmenden Skepsis gegenüber einem Mainstream, der in den letzten Jahren immer intoleranter geworden ist – in Europa genauso wie in den USA.

Diese Skepsis wächst, und wer dieses geistige Niveau erst einmal erreicht hat, der ist mit den üblichen Vernebelungs-Strategien kaum noch zu beeindrucken.

I

Ein Multimillionär

oder (vorgeblicher) Milliardär, der sein Startkapital bereits in die Wiege gelegt bekam, und sein "selbst erarbeitetes" Geld durch rücksichtslose Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten "verdient" hat, wird niemals zugunsten der Unterprivilegierten Politik machen.

Wer glaubt, dass rechte, neoliberale und ultrakapitalistische Schreihälse die jetzigen Geringverdiener zu Wohlstand führen wird, glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Die Qual zwischen Skylla und Charybdis

Clinton wird auch in diesen Thread oft verteidigt. Ich finde beide Kandidaten katastrophal.

Bei Trump gibt es wenigstens noch ein Quäntchen Hoffnung.

Bei ihr kann ich beim besten Willen nichts positives erkenne. Dass sie eine Frau ist, kann nicht darüber hinweg täuschen dass sie schlimmer ist als er.

Trump steht für Skylla.

Skylla war die Wahl von Odysseus um sein Schiff und seine Mannschaft zu retten.

17:07 von fathaland slim

"... es handelt sich nicht um andere, sondern die gleichen Analysten."

... fast, während die Ersteren die US-Hegemonie erhalten möchten, ist das bei den Zweiten nicht ausgemacht

... und darin scheinen sich auch unsere Auffassungen zu unterscheiden.

simeht, 14:15

||Und die Rüstungsindustrie ist zum größten Industriezweig auf gestiegen.
Trump hat mit denen nichts am Hut. Er ist vom „produzierendem“ Gewerbe.||

Sie meinen ernsthaft, dass die NRA (National Rifle Association) nichts mit der Waffenindustrie zu tun hat?

Das muß man 2x lesen!

"Wenn man sich die Fakten anschaut, dann geht es Amerika ökonomisch gar nicht so schlecht."
Wie kann es einem Land mit ca 20 Billionen! $ Schulden "gar nicht so schlecht" gehen.
Wenn ich eine Bank finden würde, die mir nur 1 Million geben würde, würde es mir blendend gehen. Nur daß ich die nie zurückzahlen könnte.
Hat sich der Interviewer vorher überhaupt einmal mit den ökon. Kennziffern des Landes befasst? (Vieleicht sollte man, auch bei uns, einmal das "S" vom BSP streichen)
Selbst in solchen Schaufenstern wie NY oder LA kann man doch kaum noch die Innenstädte verlassen. Strom- und Wassernetz, das an die 100 kommt. Ehem. Industriezentren ähneln Geisterstädten usw. Es wäre zu wünschen, daß viel mehr US-Korrespondenten hier in Talkschows auftreten, die haben nähmlich noch ein unverstellten Blick auf ihr Land. Umsonst haben doch nicht plötzlich Leute wie Sanders und Trump solchen Zulauf.

barbarossa2, 14:56

||Mich interessiert vielmehr, wie er mit Russland umzugehen gedenkt. Deutsche Soldaten an Russlands Grenzen ist für mich unakzeptabel. Ich denke, mit der Wahl Trump's hätte sich dieses Thema dann auch erledigt.||

Trump will doch gerade, dass die anderen NATO Staaten ihre Militärhaushalte erhöhen, und selbst für ihre "Sicherheit" durch mehr Aggression sorgen. Also mehr deutsche Soldaten an Russlands Grenzen, statt weniger.

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