Kommentare

der Fortschritt könnte was wunderbares sein

auch und gerade in der Produktion und im Handwerk. Wenn der Produktivitätszuwachs durch die Automatisierung zu Arbeitszeitreduktion und Hebung des Wohlstand aller führen wurde. Aber leider wird er nur zur Mehrung des Reichtums der Maschinenbesitzer verwendet.

Es ist fast Jahrhunderte her, da forderten Gewerkschaften eine Maschinensteuer. Die Idee ist immer noch gut. Nur die Gewerkschaften haben sich leider verändert.

Alte Diskussion neu aufgelegtß

Diese Diskussion um den zu erwartenden Verlust von Millionen Arbeitsplätzen durch Computer und Roboter hatten wir bereits in den 80er und 90er Jahren!
Auch damals hieß es dass die verstärkten Einsätze der Automatisierung den Menschen die Arbeit wegnehmen würde.
Was ist passiert?
Die Arbeitswelt wurde moderner und körperlich schwierige Arbeiten wurden durch moderne Maschinen erleichtert.
Vor allem wurden völlig neue Welten von Berufen und Produkten für Beruf und Freizeit erfunden und es wurden mehr Arbeitsplätze geschaffen!
*
Es wird auch in den kommenden Jahrzehnten so sein dass neue Techniken wieder neue Möglichkeiten von Diensten und Leistungen schaffen werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung werden zukünftig weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter hier leben (außer wir schaffen es doch die zu uns kommenden Menschen zu integrieren) und dann wird es eng werden überhaupt alle Arbeitsplätze besetzen zu können.
Jede Schwarzseherei ist hier also fehl am Platz!
Zukunft nutzen!

Industrie 4.0 ist ein Alptraum für die Beschäftigten!

Wie bei CETA geht es darum Profite von wenigen Akteuren in den jeweiligen Volkswirtschaften zu vergrößern auf Kosten des "Rests" (d.h. der Mehrheit der Firmen aber auch der Mehrheit der Angestellten). Klar werden ein paar neue Jobs geschaffen, während bei den im gnadenlosen Wettbewerb der Globalisierung unterlegenen Unternehmern viel mehr Jobs wegfallen. Und die neuen Jobs ? Gut bezahlt doch Hochspezialisiert für Akademiker mit Einser-Diplom - also nicht für jedermann, evtl muss man sich gar aus dem osteuropäischen Ausland bedienen um die neuen Stellen zu füllen. Heute fabulieren deutsche Wirtschaftslenker von Industrie 4.0. Schon vor 30 Jahren - als die Globalisierung so richtig Schwung aufnahm - sprach man in diesen Kreisen von Polen, Slowakei, Ukraine und später Indien und China als der "verlängerten Werkbank" (just-in-time delivery und Outsourcing sind hier Schlagworte). Jobs gingen verloren, Anforderungen an bestehende u. neue Jobs wurden höher geschraubt, Reallöhne sanken

Ersetzbar

Hier wird viel auf die handwerklichen Berufe eingegangen, wenn wir aber mal bedenken wie viele Millionen Büroangestellte wir haben in Vertrieb, Einkauf, Callcentern usw.

Werden wir ein gewaltiges Problem mit den Arbeitslosen bekommen.

Wenn in 10 Jahren der erste LKW auf unseren Autobahnen fährt prophezeie ich das in 5 Jahren in größeren Firmen die Büroarbeit von 100 Mitarbeitern von 2-3 Angestellen gelöst werden kann die einspringen wenn die Software ausnahmsweise mal nicht weiter weiß.

Was bleibt dann? Endlose Gewinne für Firmen... ach moment, Gewinne setzen Umsatz vorraus und für Umsatz braucht man Konsumenten und als Konsument braucht man Geld...

Wie heißt es doch so schön, und hier beißt die Schlange sich in den Schwanz.

Bin gespannt wie das funktionieren soll.

Automatisierung und soziale Verantwortung

"Die Produktion werde weitgehend an Maschinen ausgelagert sein, glaubt er. Für die Tischler selbst bliebe das Planen und Entwerfen von Modellen und Unikaten."

Wenn die Arbeitskraft der halben Bevölkerung überflüssig ist, woher nehmen die dann das Geld, um solche Unikate zu kaufen?

Oder anders gefragt: Wer bekommt die von den Maschinen erwirtschafteten Gewinne?

@frosthorn

Tja ... das ist ein Wunschtraum, denn es wird NICHT zu "Arbeitszeitreduktion" kommen, sondern zu einem Abbau an Stellen.

Das mit der Maschinensteuer ist wirklich eine gute Idee ... und die ist neben der "Menschlichkeit" (das Recht auf Arbeit) noch anders Begründbar: Maschinen brauchen ENERGIE und die sollten wir ja wegen des Klimawandels weniger verbrauchen.

Produktivitätssteigerung und ihre Folgen

Von den ersten Anfängen der Industrialisierung im 18. Jahrhundert über das Fließband, Fertigungsautomaten, Industrie 4.0, und jetzt autonome Roboter und Expertenprogramme steigt die Produktivität. Das heißt, es können mehr Waren und Dienstleistungen mit weniger Arbeitsstunden erzeugt werden. Das wird zum Teil abgefangen vom Wirtschaftswachstum, also dass auch mehr verkauft werden kann. Allerdings blieb über die Jahre immer eine Netto-Produktivitätssteigerung übrig. Bis in die 1990er wurde diese Netto-Produktivitätssteigerung halbwegs gerecht aufgeteilt in höhere Gewinne für die Unternehmer und Anteilseigner, und kürzere Arbeitszeiten für die Arbeitnehmer. Die 35-Stunden-Woche war damals in vielen Betrieben Realität.

Spätestens seit der Agenda 2010 wird die Produktivitätssteigerung einseitig in Gewinne umgesetzt. Die Wochenarbeitszeit steigt sogar wieder an. Mit dem Erfolg, dass die Reichen immer reicher werden, und die Armen und Arbeitslosen immer mehr.

Diese Produktivitätssteigerung...

... die dafür sorgt, dass die verkaufbaren Waren und Dienstleistungen mit immer weniger Arbeitsstunden erzeugt werden können, lässt sich auf zwei Arten nutzen.

1. Man behält die Wochenarbeitszeit bei, und entlässt jeweils die, die man dank der Produktivitätssteigerung nicht mehr braucht. Das steigert die Gewinne für Unternehmer und Anteilseigner. Die Arbeitslosenzahl steigt, das schwächt die Verhandlungsbasis der Arbeitnehmer und senkt dadurch langfristig die Löhne. Gleichzeitig stärkt es die Verhandlungsbasis der Unternehmen - auch gegenüber dem Staat, so dass sich auch die Steuern für Unternehmen und Reiche verringern.
Da der Staat gleichzeitig eine wachsende Massse an Arbeitslosen zu versorgen hat, muss er sich das Geld von der Mittelschicht holen - deren Einkommen ohnehin gesunken ist. Natürlich senkt er gleichzeitig die Sozialen Ausgaben. Das wäre die neoliberale Position von FDP, CDU/CSU, AfD, und leider die Realpolitik der SPD unter Schröder.

Die Produktivitätssteigerung... Möglichkeit 2

2. Wir senken - bei vollem Lohnausgleich - jedes Jahr die Wochenarbeitszeit um die Netto-Produktivitätssteigerung. Idealerweise etwas mehr, weil wir das in den letzten 20 Jahren versäumt haben, aber langfristig die so entstandene Arbeitslosigkeit abbauen müssen. Keine Panik, keine übertriebene Hoffnung: Das sind ca. 2% im Jahr, also vielleicht 48 Minuten in der Woche jedes Jahr. Das empfehlen u.a. Prof. Bontrup et al. (youtube/google)

Und für all die, die das Problem noch nicht sehen, weil die Arbeitslosigkeit in D ja "gar nicht so hoch" ist: Wir haben dieselbe Währung wie Griechenland und Spanien. Deren Kurs ist für sie viel zu hoch, für uns viel zu niedrig. Halt ein Mittelwert. Dadurch sind deren Produkte auf dem Weltmarkt überteuert, unsere zu billig. Solange wir den Euro haben, 'leihen' wir uns so deren Arbeitsplätze. Zerbricht der Euro - und das wird er früher oder später - müssen wir sie zurückgeben. Dann aber ist es zu spät für diese Art von langfristigen Lösungsansätzen.

Sinnlos

Solche Diskussionen sind sinnlos aus der Sicht des heutigen Systems. Wem kümmert es was mit Menschen passiert, das ist doch nicht die Aufgabe eines Systems, das darauf ausgerichtet ist Profit zu machen. Solange dieses Fundament von ewigen Wachstum und Profit nicht in Frage gestellt wird, sind Themen wie diese nicht relevant. Wird aber eine Zivilisation vom Typ I angestrebt, zB. in Form einer RBE, dann wäre dieses Thema sehr wichtig und auch sehr wichtig objektiv zu vermitteln. Und ja, es wird sehr viele Menschen treffen, vielleicht wird man sich dann mit Grundsetzen beschäftigen. Es ist nicht ausreichend wie die Medien versuchen über solche Themen zu berichten. Das technische Verständnis könnte helfen.

Die Vorteile der Industrie 4.0 überwiegen

Die Berechnung, dass 60.000 Stellen durch Industrie 4.0 verloren gehen, berücksichtigt nicht die Mehrung des Wohlstands durch die Steigerung der Produktivität, die mit dieser Industrie 4.0 einhergeht. Diese Mehrung des Wohlstands führt dazu, dass sich Menschen mehr für das gleiche Geld leisten können, also mehr und ganz Neues, bisher nicht Bekanntes produziert werden wird.

Leider sind es allerdings die Zentralbanken, die mit ihrer Inflationierung des Geldes, die Vorteile der Steigerung der Produktivität zunichte machen, weil sie dafür verantwortlich sind, dass die Preise nicht fallen, sondern sogar steigen, und die Interventionen in die Marktwirtschaft, die Regierungen vornehmen, die dazu führen, dass nicht genug neue Arbeitsplätze entstehen können.

Damit die Industrie 4.0 Vorteile für die Menschen bringen kann, müssen die negativen Einflüsse der Regierungsinstitutionen auf die Marktwirtschaft beseitigt werden. Die wirtschaftliche Freiheit muss deutlich gesteigert werden.

Das Arbeitsplätze wegfallen

Das Arbeitsplätze wegfallen ist nur ein Problem, wenn man an den Geld für Arbeit Dogma festhält. Das muss fallengelassen werden. Prinzipiell ist es doch schön wenn Maschinen für den Menschen arbeiten. Allerdings bitte mit Grundeinkommen und ohne Existenzängste.

@ 12:04, Bernd1 - häufig zu beobachtende Missinterpretatation

"Vor allem wurden völlig neue Welten von Berufen und Produkten für Beruf und Freizeit erfunden und es wurden mehr Arbeitsplätze geschaffen!"

Ja, das ist natürlich richtig. Aber all das lässt sich zusammenfassen als: Wirtschaftswachstum

Zieht man vom nominellen Wirtschaftswachstum die Inflation ab, bleibt das Netto-Wirtschaftswachstum, also all die neuen Produkte und Dienstleistungen.

Und dieses Netto-Wirtschaftswachstum ist, wie bereits erläutert, seit sehr langer Zeit sehr zuverlässig kleiner als die Produktivitätssteigerung.

Betrachtet man das Problem also quantitativ, erkennt man, dass bei konstant bleibender Wochenarbeitszeit die Arbeitslosigkeit stetig steigen muss. Ein Effekt, der für uns momentan durch den Euro massiv gedämpft wird, und der bei sinkendem Wirtschaftswachstum schlimmer wird.

Ein "Chancen nutzen" gilt daher nur für Reiche und Unternehmer. Arbeitnehmern muss man sagen: Risiken erkennen und gegensteuern! Z.B. indem man nicht-neoliberale Parteien wählt

Bevölkerungsrückgang kommt der Industrie nicht ins Gehege

Na dann ist es doch sehr sinnvoll, dass wir in Europa künftig immer weniger Bevölkerungszahlen vorzuweisen haben. Die verbliebenen Bürger in den nächsten Jahrzehnten müssen wir dann geschickt ausbilden und dabei nicht sparen.
Zuwachs aus dem Ausland brauchen wir dann rechnerisch wohl kaum noch.
Das entlastet die Infrastruktur, fördert die Umwelt, lockert endlich wieder die Bevölkerungsdichte in Europa.
Warum zieht hier keine eine Parallele?
Ist doch alles gut.

Der sogenannte "Fachkräftemangel"

Jetzt werden einige sagen: "Arbeitszeitverkürzung?! Wir haben doch jetzt schon einen Fachkräftemangel. Man kann doch einen arbeitslosen Hauptschulabbrecher nicht als Ingenieur einsetzen!"

Nein, kann man nicht. Aber man könnte einen arbeitslosen Ingenieur als Ingenieur einsetzen. Oder einen fachfremd beschäftigten Ingenieur. Der Fachkräftemangel bei Ingenieuren ist nachweislich nur eine Lüge des Lobbyverbandes VDI. (Siehe: Das Märchen vom Fachkräftemangel, ARD)

"Aber der Fachkräftemangel in der Altenpflege?"
..könnte daran liegen, dass die Leute miserabel bezahlt werden. Bietet den Leuten ein anständiges Gehalt für ihre harte Arbeit, dann erledigt sich der von selber.

"Ärzte?"
Mehr Studienplätze! Viele hoffnungsvolle Medizin-Anwärter bekommen keinen Studienplatz, und studieren stattdessen (Mikro)biologie. Ein (hartes) Studium, nach dem man üblicherweise Taxifahrer oder arbeitslos wird.

Einfach nur

sehr befremdlich und schrecklich...

Ich möchte nicht in einer (Arbeits)welt leben müssen, die aus Robotern bestehen soll...

In einigen Arbeitsbereichen können diese Dinger sicherlich sehr nützlich und hilfreich sein, aber ich kann mir nicht vorstellen, mich eines Tages beim Bäcker/Einkauf von "so Einem" bedienen zu lassen...:-o

@frosthorn

gewerkschaften fordern viel unsinn. aber statt der maschinensteuer haben wir die sektsteuer. das muss dich als linken doch glücklich machen. schliesslich zahlen das nur die reichen

@13:42 von bitterepille

Bitte bedenken Sie, dass auf einem freien Markt, dem Gewinn der Unternehmen durch den Wettbewerb sehr enge Grenzen gesetzt sind. Da aber der Wettbewerb durch die Interventionen der Regierung in den Markt sich nicht frei entfalten kann, kommt es zu ungerechtfertigten Gewinnen.

Bitte bedenken Sie auch, dass es gerade die neoliberale Wirtschaftspolitik von Ludwig Erhard war, die Wohlstand für alle ermöglichte.

Auch die Agenda 2010 führte dazu, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich sanken, was zu mehr Wohlstand der gesamten Gesellschaft führte, denn Wohlstand bemisst sich an der Menge von Gütern, die produziert werden. Wenn sich die Bürger nicht genug Güter leisten können, so liegt das daran, dass ihnen vom Staat von ihrem Einkommen zu wenig zur freien Verfügung gelassen wird. Gerade die konsumierende Mittelschicht, wurde in den letzten Jahren immer mehr mit Steuern und Abgaben belastet.

@13:47 von bitterepille

"Wir senken - bei vollem Lohnausgleich - jedes Jahr die Wochenarbeitszeit um die Netto-Produktivitätssteigerung."

Damit werden die Vorteile, die die Steigerung der Produktivität bringt, zunichte gemacht. Es kommt zur Stagnation und schließlich fällt die betroffene Volkswirtschaft im Vergleich zu anderen, die die Produktivitätssteigerung nutzen, zurück. Was nichts anderes als langsame Verarmung zur Folge hat.

Zur Mehrung des Wohlstands und damit der Lebensqualität kann es nur Kommen, wenn die Produktivität gesteigert wird.

Erst die enormen Produktivitätssteigerungen durch die Industrialisierung mit ihrer kapitalistischen Produktionsweise, ermöglichte es den Menschen der Armut und dem Elend früherer zu entkommen.

@Ernst-

13:54 von Ernst-:
"Die Berechnung, dass 60.000 Stellen durch Industrie 4.0 verloren gehen, berücksichtigt nicht die Mehrung des Wohlstands durch die Steigerung der Produktivität, die mit dieser Industrie 4.0 einhergeht."

> Die Mehrung des Wohlstands wird sich ausschließlich auf den Konten weniger Besitzer abspielen. Die weiteren 60.000 Arbeitslosen dagegen werden ihren Lebensstandart aufgeben müssen.

"Die wirtschaftliche Freiheit muss deutlich gesteigert werden."

> Wohin soll so ein freier Wettbewerb führen, wenn nicht zu Monopolen, Lohndumping und einer sozialen Gerechtigkeit wie im Mittelalter?

@14:01 von bitterepille

"Betrachtet man das Problem also quantitativ, erkennt man, dass bei konstant bleibender Wochenarbeitszeit die Arbeitslosigkeit stetig steigen muss."

Die Ursache für steigende Arbeitslosigkeit ist aber nicht bei der Produktivitätssteigerung zu suchen, sondern bei der Zentralbank und bei den wachsenden Belastungen durch Steuern und Abgaben, sowie staatlichen Interventionen in die Marktwirtschaft.

Jeder weiß es das durch die

Jeder weiß es das durch die Industrialisierung 4.0 viele Stellen überflüssig sind.
Jeder weiß das Roboter in naher Zukunft auch für die Pflege eingesetzt werden.
Und vieles in dieser Richtung mehr.
Aber keine Partei nimmt sich dieser Probleme real an oder wird von den anderen als so undenkbar dargestellt das die Lösung dieses Problems immer weiter verharmlost wird bis es knallt.
Wofür haben wir diese Politiker, damit sie dem Kapital hörig sind oder damit diese die anfallenden Probleme lösen?
Es wird Zeit das Politiker an ihren Taten gemessen werden und nicht an ihren Absichtserklärungen.

@ 12:11 von Nachfragerin

"Wer bekommt die von den Maschinen erwirtschafteten Gewinne?"

Sie kommen sowohl den Unternehmen wie auch den Arbeitnehmern zugute. Denn je höher die Produktivität eines Arbeitsplatzes ist, je höher kann auch die Vergütung sein.
Ein Teil kommt auch allen Konsumenten über niedrigere Preise zugute. Also eine win-win Angelegenheit, sofern nicht von außen eingegriffen wird.

Industrie 4.0

Die Einführung der Technologie wird auf jeden Fall Arbeitsplätze kosten, selbst Tagesschausprechen könnten durch Roboter ersetzt werde. Arbeitszeitverküzung, Besteuerung und sozialpflichtige Abgaben der Roboter könnten eine Lösung sein. In der Freizeitindustrie und der Altenbetreuung werden neue Arbeitsplätze enststehen. Jeder kriegt ein Grundgehalt um das Leben mit einem gewissen Niveau zu bewerkstelligen. Wenn es nach reiner Marktwirtschaft geht ohne soziale Komponente wird die Zukunft traurig werden. In den USA ist die Mittelschicht am bröckeln und es gibt Landstriche da sieht es mehr als ärmlich aus. So sollte es in Deutschland nicht werden.

Wer finanziert die Restbevölkerung?

Wenn wir von den rund 46 Mio Beschäftigten allein nur ein gutes Drittel wegrationalisieren, dann wird das eine harte Aufgabe, die sozialen Leistungen für Arbeitslose, Rentner, Kinder, Sozialbezieher und Asylanten zu erarbeiten.
Wie soll das gehen?
Nur wenn wir tatsächlich insgesamt weniger werden, kann das Modell funktionieren.
So war es wohl auch mal gedacht.
Ein Statement von Frau Nahles wäre mir lieb, um die politische Richtung beschrieben zu bekommen, wie sie sein könnte, um den schon heutigen Problemen im Sozialbereich nicht noch zu vervielfachen.

Zukunft der Arbeit: Kollege Roboter

Kollege Roboter, mach mal Pause!
„Als er vor zehn Jahren noch mitten in der Tischler-Lehre steckte, plante er die Tische, Stühle und Schrankwände für seine Kunden noch mit Papier und Stift am Reisbrett. "
Toll!
Ja, das Reisbrett wurde schon, man musste nur die Härtegrade Bleistifte richtig anwenden, lange vor Industrie 1.0 -2.0 - 3. 0 eingesetzt! Und das MMI( Mensch(lichkeit) Maschinen Interface ) ist auch durch die Halbwertzeit der Entwicklung von ( nicht mit Papier und Stift am Reisbrett Planern) HW-SW Rechner Leistung definiert.
Hatte mal als Troubleshooter in den 70 er mit 2 außerirdischen Reisbrett Anwendern zu tun. Da war ein Reisbrett von 1x2 Meter (Made in Germany) durch einen von (Made in Germany) gesteuerten Rechner.
1. VW Wolfsburg
2.Marine Ship Southampton
Aber einen Vorteil könnte man ja in Industrie 4.0 prophylaktisch durch RFDI beim Humankapital implementiert zielführend ....

@13:50 von Tara Mara

In der freien Marktwirtschaft ist Gewinns der Anreiz für ein Handeln, das zu allererst die Bedürfnisse der Verbraucher im Auge hat. Denn Profit entsteht für den Unternehmer, der die Wünsche der Verbraucher am besten erfüllen kann.

@ Ernst- "Da aber der Wettbewerb

durch die Interventionen der Regierung in den Markt sich nicht frei entfalten kann, kommt es zu ungerechtfertigten Gewinnen."

Der Markt kann ohne den Staat gar nicht funktionieren. Den benötigen sie schon alleine dafür, dass nicht Horden von Piraten ihre Schiffe überfallen. Dass ihre LKW Straßen haben, und ihre Fabriken Facharbeiter.
Was die Neoliberalen meinen, wenn sie von freien Märkten reden, sind in Wirklichkeit nur die Abschaffung *der Regulierungen*, die ihre Profite z.B. durch Ausbeutung oder die Vergesellschaftung von Verlusten verringern.

"Auch die Agenda 2010 führte dazu, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich sanken, was zu mehr Wohlstand ..."

Ja, die Arbeitslosenzahlen sanken durch die Agenda 2010. Ebenso wie die die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen, und die Gehälter. Viele, die früher von ihrer Arbeit leben konnten, sind heute Aufstocker, quersubventioniert von der Gesellschaft.

Ihre Behauptungen sind also wie üblich neoliberaler Blödsinn.

@Ernst

Der produktive Arbeitsplatz ist dann aber von einer Maschine belegt, die kostet immer gleich viel, Ergebnis der Gewinn geht direkt an das Unternehmen.

Wie schon bemerkt, das Problem wird irgendwann sein das es kaum noch Kundschaft gibt, bzw der große Teil dann H4 oder Sozialhilfe bezieht.

Das sich durch die Verstärkung der menschl. Arbeitskräfte erstmal neue Möglichkeiten und niedrige Preise ergeben im 1. Schritt ist klar.

Die Folgen des 2. Schrittes (Vollautomatisierung) wäre dann wieder interessant.

Bei Bäckern kann man das schon sehr schön beobachten, und noch gibt es ja wenigstens einen qualitativen Vorteil gegenüber den SB Bäckern, aber der wird mit jeder neuen Generation von Backmaschinen kleiner.

@14:31 von Nachfragerin

>>Die Mehrung des Wohlstands wird sich ausschließlich auf den Konten weniger Besitzer abspielen. Die weiteren 60.000 Arbeitslosen dagegen werden ihren Lebensstandart aufgeben müssen.<<

Die Mehrung des Wohlstands kommt in einer freien Marktwirtschaft allen zugute. Das kann man leicht daran erkennen, dass sich der allgemeine Wohlstand seit der Zeit der Industrialisierung deutlich erhöht hat.

In einer freiem Marktwirtschaft ohne staatliche Interventionen (vor allen ist hier auch Intervention über das staatliche Fiat Geld, der "Geldsozialismus" - Roland Baader zu nennen) würde es ja auch nicht zu den 60.000 Arbeitslosen kommen.

Es gibt nur eine

Es gibt nur eine Lösung:
BGE
Kommt dieses NICHT wird es einen sozialen Bürgerkrieg geben.
Tatsächlich sehe ich langfristig 70-90% aller Jobs als überflüssig.

Na gut, einen noch...

"Sie kommen sowohl den Unternehmen wie auch den Arbeitnehmern zugute. Denn je höher die Produktivität eines Arbeitsplatzes ist, je höher kann auch die Vergütung sein.
Ein Teil kommt auch allen Konsumenten über niedrigere Preise zugute. Also eine win-win Angelegenheit, sofern nicht von außen eingegriffen wird."

1. je, desto

2. je höher die Produktivität, desto höher *könnte* die Vergütung sein. Aber warum, wenn die Leute auch für weniger arbeiten? Und für weniger arbeiten tun sie. vor allem, wenn dank Produktivitäts- und Lebensarbeitszeitsteigerung immer mehr Arbeitslose in den Startlöchern stehen, die den Job "für die Hälfte" machen würden.

3. "sofern nicht von außen eingegriffen wird"

Wie z.B. über den Mindestlohn? Verbot der Kinderarbeit? Abschaffung der Sklaverei? Verdammte Regulierung aber auch...

Das Problem ist ein anderes:

Das Problem ist ein anderes: Egal wie sich die Industrie 4.0 auf den Arbeitsmarkt auswirkt, wir brauchen kein Wachstum wenn sich dieses ausschließlich auf die Ausbeutung der Rohstoffreserven oder der Menschen beschränkt. Da muss ganz zügig Umgedacht werden. Wir benötigen Weltweit ein Wachstum im sozialen Bereich! Existentielle Notwendigkeiten müssen Allgemeingültig definiert werden und der Menschheit kostenlos zur Verfügung stehen. Das ist die große Herausforderung der nächsten Jahre. Auf Einzelschicksale wie Aktionäre und Finanzjongleure kann da allerdings keine Rücksicht genommen werden.

@bitterepille

Nunja, in Ihren so gepriesenen 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten wir aber fast doppelt so viel Arbeitslose, wie heute. das passt dann doch wohl eher nicht mit Ihrer Aussage zusammen?

Sie sollten das alles nicht so schwarz sehen. Es gab schon immer entsprechende Innovationen, angefangen mit den Webstühlen, über die Dampfmaschine und so fort. Immer waren es auch die Mahner und Zauderer, die am Ende eben nicht recht hatten. Der Lebensstanddart ist seither in Deutschland enorm gestiegen.

@ "14:41 von Ernst-"

"Sie kommen sowohl den Unternehmen wie auch den Arbeitnehmern zugute. Denn je höher die Produktivität eines Arbeitsplatzes ist, je höher kann auch die Vergütung sein."

Sie sagen es. Und was ist mit den Nicht-Arbeitnehmern? Gehen wir doch mal 50 Jahre weiter und nehmen wir an man kann fast alles durch Roboter und KIs erledigen lassen.
Macht das Modell, seinen Unterhalt allein durch Arbeit zu "verdienen" dann noch Sinn?
Oder gibt es vielleicht dann Arbeit, die sich auf gesellschaftliche, soziale, philosophische Themen fokussiert?
Wer bezahlt die Themen wenn alles auf dem klassischen Steuermodell beruht? Kann Google, Facebook und Datenkrake XY ein Interesse an einer freien Entwicklung oder eher an Richtungsweisung bzw. punktueller Unterstützung der "freien" Entwicklung haben?
Letztlich führt diese Entwicklung ans Eingemachte:
Ist unser Finanz- und Wirtschaftssystem noch vereinbar mit einer fortschrittlichen Welt auf einem Fundament der Demokratie?

Bot-Netz 4.0; auch interessant...

Falsche Wortwahl

Der Roboter ist kein Kollege sondern ausschliesslich ein Werkzeug. Zugegeben, ein nützliches Werkzeug, aber eben auch nicht mehr als ein Hammer oder eine Zange.
Angst machen mir nicht die Roboter oder "KI-Systeme" sondern die Menschen, die solche Werkzeuge mit Eigenschaften eines Lebewesens ausstatten wollen.
Ja, wir brauchen Roboter und Systeme, die eine Entscheidungsfindung unterstützen. Nein, es handelt sich dabei niemals um mehr als Werkzeuge, die, haben sie ihren Zweck erfüllt, recycled werden.

14:05 von yolo

tja, lieber/liebe yolo. Bevölkerungsrückgang scheint eine Art Tabuthema zu sein. Sie greifen es öfter auf. Bis man da mit den Auswirkungen der Industrie 4.0 , Klimawandel oder Terrorismus Paralellen zieht, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Im Übrigen bin ich Ihrer Meinung.

Es wird immer Arbeitsplätze

Es wird immer Arbeitsplätze geben, die nicht mehr gebraucht werden. Wer würde denn heute noch mit Kutschen von Hamburg nach München fahren wollen?

Wer will heute noch beträchtliche Teile seines Einkommens für von Hand gewebte Tuche ausgeben wollen? Da sind seinerzeit auch sehr viele Arbeitsplätze von Webern weg gefallen, als mechanische Webstühle eingesetzt wurden.

Wer möchte noch nahezu sein gesamtes Einkommen für Brot ausgeben, weil Getreide von Hand gemäht und gedroschen wird? Fleisch konnte man sich seinerzeit nämlich kaum leisten.

Dadurch, dass viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft durch Technisierung und Automation weg gefallen sind, ist der Wohlstand gestiegen, da neue, vorher unbekannte Arbeitsplätze entstanden sind, die höher vergütet werden konnten, da sie produktiver waren. Diese Entwicklung ist noch nicht zu Ende, wie Industrie 4.0 deutlich macht. Auch die durch Industrie 4.0 wegfallenden Arbeitsplätze können durch neue, noch unbekannte Arbeitsplätze ersetzt werden.

@ Ernst-

Die Berechnung, dass 60.000 Stellen durch Industrie 4.0 verloren gehen, berücksichtigt nicht die Mehrung des Wohlstands durch die Steigerung der Produktivität, die mit dieser Industrie 4.0 einhergeht.
Mehrung des Wohlstandes? WESSEN Wohlstand? Den der 60.000 neuen Harz IVer gewiss nicht und der restlichen Werkstätigen auch nicht. Mal abgesehen davon woher sollen die neuen 430.000 Arbeitsplätze kommen???
430.000 Programmierer die 490.000 KIs und Roboter programmieren?

@5:07 von Calico_Jack_Rackham

"Es gibt nur eine Lösung:
BGE"

Nein!

Das ist wäre eine völlig falsche Lösung, denn das eliminiert die Motivation für seine Mitmenschen etwas herzustellen, was diese begehren. Denn genau das ist es, womit man in einer freien Marktwirtschaft Einkommen erzielen kann.

BGE führt in eine egoistische Gesellschaft in der nur jeder danach trachtet für sich etwas zu tun.

Darüber hinaus bedeutet es, dass Leute dazu gezwungen werden, für den Lebensunterhalt anderer Aufzukommen. Das ist Sklaverei!

Das kapitalistische System ist dafür ungeeignet

Und das sage ich als einer aus der Oberschicht, der davon profitiert. Ich habe nicht nur umfangreiches Vermögen, sondern bin auch "intelligent" (IQ 139), war Jahrgangbester Absolvert in Agrarwissenschaften der TU-München, habe zudem noch ein habes Dutzend weiterer, meisst handwerklicher Berufe in Abendkursen erlernt. Aber was machen all diejenigen, die vom "Fortschritt" abgehängt werden, deren Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Und das werden immer mehr. Auch sie wollen teilhaben und kein Leben im Abseits führen. Die Folgen sind, zunehmende Gewalt, religiöser Fanatismus und meiner Befürchtung nach irgendwann mal eine "proletarische Revolution" und dann werde auch ich aus meinem "Elfenbeinturm" vertrieben. Diese gesellschaftlichen Verwerfungen dieser "neuen Arbeitswelt" fürchte ich mehr als alles andere und es ist mir unverständlich, dass andere aus "meiner Schicht" diese Gefahr einfach ignorieren.

Gruss aus Brasilien

12:05 von Möbius ...."Industrie 4.0 ist ein Alptraum ..."

mal sehen, wie könnte dieser Alptraum aussehen: der Pförtner im Ortsamt sieht nicht mehr wie ein schwer Vermittelbarer Harzer aus, sondern wie der polierte Glatzkopf auf den Bild zum Beitrag .. Ein kopfloser (unsichtbarer) Kollege sortiert die Post und schickt sie per Wanderdrohne durchs bediensteten Treppenhaus ..... Der Kollege "Sachbearbeiter Roboter" bekommt Füße, damit er was zu hochlegen hat, während er die Post durch den automatischen Brieföffnerstempelautomaten gleiten sieht und die vom Scanner übertragenen Daten sortiert ... Mein Enkel liegt derweil im Stuhl und genießt das Ausfüllen des Harz4 Antrages mit allen Begleitbögen durch den Küchenroboter, bei einer leckeren Tasse Leitungswasser ... das klingt doch an sich nicht schlecht, sondern hygienisch und geruhsam.
Wichtig ist nur, das die Roboterarbeit mit einer anständigen Robotersteuer produktivitätsabhängig besteuert wird und das der Roboterbesitzer natürlich auch Sozialabgaben abführen muss...

@12:04 von Bernd1

"Jede Schwarzseherei ist hier also fehl am Platz!"
.
Wissen Sie denn noch warum es diese Diskussion seid den 80ern gibt? Weil es in den 70ern plötzlich mit der großen Arbeitslosigkeit losging. Und bis heute hat sich die Situation überhaupt nicht geändert. Man rechnet sich die Statistik schön und grad Deutschland hat auch in den letzten Jahren Arbeitslosigkeit exportiert. In unserem System ist Arbeitslosigkeit systemimmanent, darauf läuft "ewiges" Wachstum hinaus.
.
Trotzdem muss man nicht schwarzsehen, denn gleichzeitig zur Arbeitslosigkeit steigt die Produktivität. Der Staat muss nur entsprechend umverteilen. Das ist auch ganz im Sinne der Konzerne, denn auch wenn sehr viele Arbeitsplätze wegfallen, Konsumenten müssen ja bleiben.
.
Dies sollte man zukünftig mehr und mehr diskutieren. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ja schon ein erster Schritt in die Richtung.

@15:18 von Zampanor

"Gehen wir doch mal 50 Jahre weiter und nehmen wir an man kann fast alles durch Roboter und KIs erledigen lassen.
Macht das Modell, seinen Unterhalt allein durch Arbeit zu "verdienen" dann noch Sinn?
Oder gibt es vielleicht dann Arbeit, die sich auf gesellschaftliche, soziale, philosophische Themen fokussiert?"

Gesellschaftliche, soziale und philosophische Themen können sich Menschen um so besser widmen, je wohlhabender die Gesellschaft ist. Arme Menschen müssen sich schließlich vornehmlich uns Überleben kümmern.

Die Produktivitätssteigerung, die Industrie 4.0 bringt, hebt den Wohlstand aller, wenn es in der Gesellschaft wirtschaftliche Freiheit gibt. Das entbindet die Menschen aber nicht von Arbeit, denn nur über Arbeit kann es Fortschritt und eine allgemeine Verbesserung der Lebensqualität geben. Die Arbeit wird nur in unterschiedlichen und neuen Bereichen erledigt.

Falsche Wortwahl?

Ich möchte einen kleinen Ausflug in eine denkbare weit (oder nicht so weit) entfernte Zukunft machen.
Nun..:Das mag noch SciFi sein, aber Roboter und KI werden irgendwann möglicherweise empfindungsfähig.
Ob das für den kleinen Band-Roboter gelten wird lassen wir mal dahingestellt.
Und dann?
Verschrotten und recyceln wenn nicht mehr gebraucht?

@14:05 von yolo

"Warum zieht hier keine eine Parallele?"
.
Weil es Unsinn ist. Weniger Bevölkerung = weniger Konsum = weniger Investition = noch weniger Arbeitsplätze = noch weniger Konsum....

@15:39 von Melanda

"Das kapitalistische System ist dafür ungeeignet"

Gerade das kapitalistische System in einer freien Marktwirtschaft ist das einzige bisher erfolgreiche System, um die Lebensqualität der Menschen zu heben.

@ 15:13 von Hugomauser

"in den 90er Jahren ... hatten wir aber fast doppelt so viel Arbeitslose ... das passt ... eher nicht mit Ihrer Aussage zusammen?"

Na, warten Sie doch erstmal ab, was passiert, wenn es den Euro zerreisst. Und das wird passieren. Weil Spanien und Griechenland *mit* dem Euro nie wieder konkurrenzfähig werden können. Bis dahin rechnen Sie doch einfach mit der durchschnittlichen europäischen Arbeitslosigkeit.

"Es gab schon immer entsprechende Innovationen, angefangen mit den Webstühlen, ... Immer waren es auch die Mahner und Zauderer, die am Ende eben nicht recht hatten. Der Lebensstanddart ist seither in Deutschland enorm gestiegen."

Googeln Sie doch zum Thema Webstühle einfach mal "wir weben".

Und natürlich, die technische Entwicklung, die Produktivitätssteigerung steigert auch den Lebensstandard. Das bildet sich, wie bereits erläutert, im Wirtschaftswachstum ab. Die Frage ist doch nur, wie wir die über das Wirtschaftswachstum hinausgehende Produktivitätssteigerung verteilen. s.o.

@15:34 von Klabautermann 08

"Mal abgesehen davon woher sollen die neuen 430.000 Arbeitsplätze kommen???"

Die kommen aus dem Wohlstandsgewinn aller, die ja mehr konsumieren können, wenn Güter durch die Steigerung der Produktivität preiswerter werden. Diese Güter müssen schließlich zusätzlich [sic!] produziert werden. Dazu kommen noch völlig neue Arbeitsplätze, die sich heute noch kaum jemand vorstellen kann, so wie sich auch die Leute vor 20 Jahren noch keinen Arbeitsplatz bei Facebook oder in der Smartphone Fertigung vorstellen konnte.

@15:39 von Melanda

Einspruch: Im Kapitalismus hat immer jeder seine Rolle - und wenn er einfach der Konsument ist. Im Unterschied zu allen anderen bisherigen Systemen ist die große Stärke des Kapitalismus. Denn ein paar Elfenturmbewohner haben noch nie nennenswerten Umsatz geschaffen. Das kann nur die Masse der Bevölkerung. Natürlich gibt es ein Problem mit den Arbeitsplätzen, parallel wächst aber auch die Produktivität. Hier ist es die Aufgabe des Staates das Geld entsprechend zu verteilen. Übrigens ganz im Sinne der Elfenturmbewohner, denn wenn die ein Absatzproblem kriegen wars das ganz schnell mit dem Elfenbeinturm. Und das bevor es zu richtigen Unruhen kommt.
.
Also, der Staat muss regulierend eingreifen. Er hat als einziger die Möglichkeit makroökonomisch zu sehen und zu handeln und auch die Pflicht dies zutun - auch wenn einige kurzfristig denkende Lobbyisten anderer Meinung sind.

@15:49 von lamusica

>>@12:04 von Bernd1

"Jede Schwarzseherei ist hier also fehl am Platz!"
.
Wissen Sie denn noch warum es diese Diskussion seid den 80ern gibt? Weil es in den 70ern plötzlich mit der großen Arbeitslosigkeit losging. Und bis heute hat sich die Situation überhaupt nicht geändert.<<

Es war aber nicht die fortschreitende Automatisierung in den 70er Jahren, die zum Verlust von Arbeitsplätzen führte, sondern die total überhöhten Forderungen der damaligen Gewerkschaft "ÖTV", die im Jahr 1974 unter Heinz Kluncker mit einem heftigsten Streik des Öffentlichen Dienstes eine Tariferhöhung von 11 % für den öffentlichen Dienst erzwang. Danach stieg die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland erstmals über die Million.

Jede Schwarzseherei ist hier

Jede Schwarzseherei ist hier also fehl am Platz!
Zukunft nutzen!"
#
Falscher Ansatz.
Wer glaubt ein von Computer oder Roboter abgebauter Arbeitsplatz würde einen neuen Schaffen ist leichtgläubig.

Beste Beispiel Schweinezucht.Früher fütterten die Menschen die Tiere heute geht das computer gesteuert.
Arbeitsplätze wurden auf ein minimum abgebaut.Der Rest steht stark unter Druck mit Arbeitszeiten.
12 Tagen arbeiten 2 Tage frei. Einen 8 Stunden Tag gibt es nicht

@Das kapitalistische System 15:39 von Melanda

Ja das böse System würde Charly M. sagen.
Aber er kam etwas zu früh mit seinen Theorien und jetzt ist es fast zu spät dafür.

Denn das globale 'kapitalistische System'
ist fast schon keines mehr.
Es fast eher Neofeudalismus,
denn nicht nur die 10% Elite vererben
zunehmend ihren Status.
Auch die, die sich im 'Kasinokapitalismus'
an keinerlei Regeln halten, werden faktisch belohnt,
wenn sie 'clever' genug sind.

Inzwischen steht nicht mal mehr eine
'vernünftige' Reduzierung dieser
Verschwendungskultur zu Lasten
der Mehrheit der Völker auf der Agenda,
sondern schlicht das Überleben
des Homo Faber (Max Frisch)

Industrie 4.0 realisiert Marx'sche Dystopie

Es lebe der Individualismus, die Konkurrenz - selbst schon unter Grundschülern (dem deutschen selektiven Bildungssystem geschuldet), das Streben nach Gewinnmaximierung vor Chancengleichheit und die zunehmende Gängelung durch den Staat, die Einschränkung der persönlichen Freiheit durch Gesetze und ungeschriebene Normen ("political correctness"). Hinter dem Management Buzzword "Industrie 4.0" verbirgt sich nicht nur die Entmenschlichung der Arbeitswelt, Jobverlagerung, Arbeitsverdichtung und Spezialisierungszwang ("Embrace the Change!"), sondern die Realisierung der Dystopie von Marx, in der es nur noch den Anteilseignern an den Produktionsmitteln gut geht, der Rest schauen soll wie er überlebt ! Eine wirklich "schöne" neue Welt die sich Wirtschaftslenker und die durch Lobbyisten beeinflussten Politiker da für uns ausgedacht haben!

Offen diskutieren

Die Zukunft ist sehr spannend, die Technik verändert die Welt und damit auch Arbeitsplätze. Wie schon Artikel beschrieben werden definitiv schon kurzfristig Arbeitsplätze kompletter Branchen wegfallen. Wir haben die Chance jetzt schon verschiedene Szenarien gedanklich durchzuspielen und Lösungen zu finden. Denn es wird nicht vom Himmel fallen, wir sehen es ja kommen. Vielleicht muss man nicht gleich hysterisch werden, aber einfach mal abwarten was passiert, dass wäre schon dumm und unverantwortlich. Wir brauchen eine Diskussion wenn wir unsere Zukunft mitgestalten und nicht Opfer der Umstände werden wollen.

@16:04 von lamusica

"der Staat muss regulierend eingreifen."
Das sollte er tunlichst unterlassen, denn es ist "Anmaßung von Wissen" (Hayek). Marktwirtschaft ist ein natürlicher Prozess, der sich selber regelt ("unsichtbare Hand" - Schumpeter).

@16:02 von bitterepille

"Die Frage ist doch nur, wie wir die über das Wirtschaftswachstum hinausgehende Produktivitätssteigerung verteilen."

Für die Verteilung sorgt die Marktwirtschaft aus sich heraus, indem sie dem das größte Einkommen zukommen lässt, der die meisten Bedürfnisse von Mitmenschen am Besten befriedigt hat.

@ 16:02 von bitterepille

Sie schreiben:
"Na, warten Sie doch erstmal ab, was passiert, wenn es den Euro zerreisst. Und das wird passieren."
*
Schon wieder mal?
Nach der großen Krise 2008/2009 und der nachfolgenden Haushaltskrise einiger Euro-Länder wurde schon so häufig dieses Ende angekündigt. Eigentlich dürfte es den Euro danach schon lange nicht mehr geben.
Fakt:
Der Euro ist so stabil und sicher wie eh und jeh!
*
Die ganzen negativen Aussagen die Sie hier im Zusammenhang mit Industrie 4.0 getätigt haben sind vor rund 30 Jahren schon mal diskutiert worden als der große Zusammenbruch der Arbeitswelt durch Computerisierung und Automatisierung weisgesagt wurde.
Fakt:
Es wurden mit der Modernisierung völlig neue Dienste und Leistungen möglich die zu MEHR Jobs geführt haben, also genau die gegenteilige Wirkung.
Auch wenn ich inzwischen in Rente bin kann ich aus meiner langjährigen IT-Vergangenheit prognostizieren dass auch die nächste Welle der Technisierung positive Wirkung haben wird.
Ich wäre gerne dabei!

Lösung des Problems..

Vorschlag?

Sofern es eine Kompensation durch die Unternehmen für die freigesetzten AN für den verlorenen Lohn gibt (aktuell kostet das Freisetzen der AN "nichts") und die Roboter 24h arbeiten können wäre eine solche Transformation durchaus gut für alle: Unternehmen könnten mehr produzieren, Kosten einsparen, ehemalige AN könnten Ihre Zeit genießen und hätten ein "Grundeinkommen" aus den Dividenden der Kompensationen, die in die Unternehmen investiert worden sind. Insofern wäre der Wirtschaftskreislauf geschlossen..

Eine solche Diskussion habe ich bei Yahoo Clever vor einiger Zeit gefunden..

@ 14:01 von bitterepille

Sie schreiben:
"Zieht man vom nominellen Wirtschaftswachstum die Inflation ab, bleibt das Netto-Wirtschaftswachstum, also all die neuen Produkte und Dienstleistungen."
*
Diese Rechnung ist falsch, denn erstens liegt seit Jahren die Inflationsrate unter dem Wirtschftswachstum und zweistens haben die nichts miteinander zu tun!
*
Weiter schreiben Sie:
"Betrachtet man das Problem also quantitativ, erkennt man, dass bei konstant bleibender Wochenarbeitszeit die Arbeitslosigkeit stetig steigen muss."
*
Auch das ist nicht richtig.
Wenn Sie mal bei den Arbeitgebern nachfragen dann erfahren Sie übrigens dass vor allem Arbeitnehmer nach Teilzeitstellen nachfragen. Auch dadurch entstehen bei etwa gleich bleibender Zahl der gesamten Abeitsstunden in Deutschland mehr Jobs!
Immer mehr Doppelverdiener wollen dass zumindest einer von beiden nur halbtags arbeitet. Leider gibt es bei den Arbeitgebern noch zu wenig Flexibilität dafür!
Reden Sie mal mit Betriebsräten von Konzernen und Mittelständlern!

@ 15:49 von lamusica

Sie schreiben:
"Wissen Sie denn noch warum es diese Diskussion seid den 80ern gibt? Weil es in den 70ern plötzlich mit der großen Arbeitslosigkeit losging. Und bis heute hat sich die Situation überhaupt nicht geändert. Man rechnet sich die Statistik schön..."
*
Das ist so nicht richtig.
Es wurde damals vor allem von Gewerkschaften gesagt dass die Einführung von Computern in den Büros und Robotern in der Fertigung Millionen Arbeitsplätze überflüssig würden.
Das war falsch.
Heute sind die Gewerkschaften auch klüger und argumentieren positiv.
Und zur Arbeitslosigkeit:
Wer sich wirklich richtig infomiert und die Monatsberichte der Arbeitsagentur liest der weiß dass wir heute 3 Millionen Arbeitslose weniger haben als vor 10 Jahren! Da ist NICHTS schön gerechnet denn dort finden Sie JEDEN einzelnen wieder der auch nur einen Cent vom Staat als ALG I oder Hartz 4 (ALG II und Sozialsgeld) bekommt.
Man muss sich nur mal informieren!
Die Zukunft ist positiv, nicht nur in Deutschland!

@16:09 von Ernst-

Die Lohnsteigerungen waren nicht der ausschlaggebende Grund für die Arbeitslosigkeit sondern der Ölpreisschock. Wenngleich die Lohnforderungen natürlich schon zu einem denkbar ungünstigem Zeitpunkt einen Höhepunkt erreichten. Zudem hat man geldpolitisch nicht gegengesteuert.
.
Aber das war Anfang der 70er. Die Quote sollte sich nie wieder erholen - bis heute ist sie konsequent gestiegen. Der Ölpreisschock war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Er markiert den Anfang der Wende, Wachstum bedeutet eben Arbeitslosigkeit. Deshalb ist die Diskussion auch schon so alt. Nur konnte man sich damals kaum vorstellen wie groß und real die Veränderungen sein würden. Heute hat man da schon einen anderen Blick drauf. Auch wenn sicher die Forschung an einer echten KI die ein oder andere Überraschung in petto haben wird.

@lamusica 16:04

Re-Einspruch. "Also der Staat muss regulierend eingreifen". Richtig! Muss, sollte vielmehr, macht es aber nicht. Wir brauchen ein neues nachhaltiges Wirtschaftssystem, dass jede Arbeit, egal ob Hilfsarbeiter oder Akademiker anständig entlohnt und die "reale Wertschöpfung" der Arbeit entlohnt und nicht die "spekulative Wertschöpfung" die ja nur dadurch zustande kommt, dass anderen etwas "genommen" wird, denn von nichts kommt nichts, auch langfristig nicht im "Geldumlaufsystem". Ich bin u.a. brasilianischer Soja-Grossproduzent, verdiene haupsächlich aber nicht mit meiner sehr aufwendigen landwirtschaftlichen Primärproduktion, sondern mit mit einem "geschickten Händchen" an der Warenterminbörse beim Verkaufen derselbigen. Und das ist falsch.

Gruss aus Brasilien

Mein Alptraum..

ist,eines Tages als Pflegebedürftiger von einem Roboter gepflegt zu werden...

das wird hoffentlich nie geschehen,also wird es immer Arbeit für Menschen im Dienstleistungssektor geben..

@ 16:30 von Bernd1

"Diese Rechnung ist falsch, denn erstens liegt seit Jahren die Inflationsrate unter dem Wirtschftswachstum und zweistens haben die nichts miteinander zu tun!"

Die Inflationsrate liegt *immer* unter dem Wirtschaftswachstum, weil

Wirtschaftswachstum (mehr Geld als im letzten Jahr)

=

Mehr an verkauften Waren und Dienstleistungen (reelle, oder Netto-Wirtschaftswachstum)

+

Preissteigerung (Inflation)

***

"Betrachtet man das Problem also quantitativ, erkennt man, dass bei konstant bleibender Wochenarbeitszeit die Arbeitslosigkeit stetig steigen muss."

Das ist grundlegende Wirtschaftsmathematik. Sie können es leugnen, aber dadurch ändert sich halt nix. Nochmal: Wir können jedes Jahr 2% mehr verkaufen, aber bei gleichen Arbeitsstunden 4% mehr produzieren. Wir produzieren aber nicht mehr, als wir verkaufen können. Was machen wir mit den rund 2% der Arbeitsstunden, die so jedes Jahr obsolet werden?

Es gibt nur zwei Antworten: Entlassen oder Arbeitszeit kürzen

@ 16:39 von Bernd1

Im Prinzip war es nicht falsch was die Gewerkschaften prognostizierten. Und Sie wissen so gut wie ich, dass sich die Bedingungen der Statistik verändert haben. Muss ich Ihnen ein Bsp geben? Kranken Arbeitslose werden für die Zeit ihrer Krankheit rausgerechnet. Tolle Statistik. (Quelle www.hartziv.org) Ausserdem sieht es "gut" aus weil Deutschland im Moment eine Menge Arbeitslosigkeit exportiert, Stichwort Leistungsbilanzüberschuss. Eine gesamtheitliche Sicht ist aber notwendig. Eine hohe Arbeitslosigkeit in Ländern mit denen wir handeln ist wenig wünschenswert.
.
Trotzdem sehe ich die Zukunft wie Sie positiv. Natürlich kann es technologisch nur eine Richtung geben, man muss nur bedenken, was für Konsequenzen das nach sich zieht. Denn im Gegensatz zu den Spekulationen der frühen 80er Jahre ist heute echter Science Fiction greifbar.

@ 16:39 von Bernd1

"Da ist NICHTS schön gerechnet denn dort finden Sie JEDEN einzelnen wieder der auch nur einen Cent vom Staat als ALG I oder Hartz 4 (ALG II und Sozialsgeld) bekommt.
Man muss sich nur mal informieren!"

Interessant. Das hat doch schon bei Trump nicht funktioniert. warum also sollte es hier?

Man kann nicht einfach irgendetwas behaupten, was so leicht nachzuprüfen ist, und hoffen, dass es keiner tut.

Wenn man sich informiert, erkennt man sehr schnell, dass z.B. erkrankte Arbeitslose, Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen, im Urlaub, und noch einige andere aus der Statistik gestrichen werden.

Aber wie bereits erklärt: Wir haben in Deutschland seit ca. 15 Jahren einen Exportboom, den wir (neben China) vor allem dem niedrigen Euro verdanken. Auf Kosten von Spanien und Griechenland, und sicher nicht für die Ewigkeit. Das dämpft viele negative Folgen einer neoliberalen wirtschaftspolitik seit schröder ab.

"Nun..:Das mag noch SciFi

"Nun..:Das mag noch SciFi sein, aber Roboter und KI werden irgendwann möglicherweise empfindungsfähig."

Roboter sind nur die Summe ihrer Teile. Eine Steuerung dafür braucht nur eine Abfolge an Anweisungen, If-Then-Schleifen usw.

Was heute meistens als künstliche Intelligenz bezeichnet wird, das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Selbst der superstarke Go-Computer ist nicht intelligent, sondern seine Rechenleistung ist einfach so stark, dass er anhand seiner Datenbank voll gespeicherter Go-Partien und mittels von Menschen programmierten Algorithmen die Züge berechnen kann, die mit höchster Wahrscheinlichkeit zum Sieg führen.

Taktiken, die gegen Menschen Wirkung zeigen können, sind wirkungslos gegen solche Rechenknechte. Aber man kann einen Go-Computer nicht einfach gegen einen Menschen Schach spielen lassen, wenn er nicht darauf programmiert ist.

Ein menschlicher Go-Spieler kann dagegen Schach selbst lernen. Gehirne funktionieren anders als Computer und Programme.

@16:16 von Ernst-

" ("unsichtbare Hand" - Schumpeter)."
.
Das war nicht Schumpeter, das war Smith. Und es kam nur ein einziges mal in seinem Buch vor.
.
Marktwirtschaft ist erstens kein natürlicher Prozess und zweitens er regelt noch lange nichts zum Guten. Aber ich meinte an dieser Stelle keinen Eingriff des Staates in den "Markt". Der Staat muss das Geld verteilen und es natürlich dafür aus den erwirtschafteten Gewinnen nehmen.
.
Denn das einzige was die Marktwritschaft hier regeln würde ist ihr eigener Untergang. Durch Massenarbeitslosigkeit und Lohndumping würde sich der Markt seine eigene Absatzkrise schaffen. Und es wäre nicht das erste Mal.

@ 16:21 von Bernd1

"Schon wieder mal?
Nach der großen Krise 2008/2009 und der nachfolgenden Haushaltskrise einiger Euro-Länder wurde schon so häufig dieses Ende angekündigt. Eigentlich dürfte es den Euro danach schon lange nicht mehr geben.
Fakt:
Der Euro ist so stabil und sicher wie eh und jeh!"

Sie müssen grundlegender denken. Was Sie meinen waren künstliche Aufreger über das nichteinhalten irgendwelcher Verschuldungsparagraphen. Nicht weiter wichtig.

Worüber ich rede ist das Aneinanderschweißen von völlig unterschiedlich leistungsfähigen Wirtschaftsräumen, ohne ihnen durch frei handelbare Währungen die Möglichkeit zu geben, durch Ab- und Aufwertung ihre Preise dem Weltmarkt anzupassen.

Sie können natürlich den griechischen Tretroller an den deutschen Cayenne schweißen, und sagen "so stabil und sicher wie eh und jeh!" Aber gesund ist das nicht, und früher oder später muss die Schweißnaht platzen.

Und dann geht halt auch unser Exportmärchen zuende, weil eine Neu-DM unsere Exportpreise verteuerte.

@16:43 von lamusica

Das Ansinnen der Gewerkschaften, den Kaufkraftverlust durch die Ölkrise im Herbst/Winter zuvor, die zu 20 - 30 % höhere Preise für Benzin, Diesel und Heizöl führte, durch kräftige Lohnerhöhung zu kompensieren, kostete mehr als einer Million Arbeitnehmern den Arbeitsplatz. Stagflation über viele Jahre hinweg, war das Ergebnis.
Das hatte nichts mit einer Produktivitätssteigerung zu tun, die es die Industrie 4.0 ist.

es wird Zeit...

das für Roboter die Arbeitsplätze vernichten Sozialabgaben gezahlt werden...alles andere wäre ja wohl nicht gerecht...wird Zeit das das Volk eingreift...

@16:48 von Melanda

Ich denke wir sind dann so ziemlich einer Meinung, es ist vielleicht mehr eine Frage der Definition. Aus Ermangelung an Alternativen ist der Kapitalismus das erfolgreichste System unserer Zeit, er muss nur richtig verstanden und daher gelenkt werden. Die Neoliberalen hatten ihre Chance und habens vergeigt. Der Staat gehört zum System wie Wurzeln zu einem Baum. Es wird Zeit Alternativen zu herrschenden ökonomischen Schule zu hören.

@17:00 von bitterepille

"Das ist grundlegende Wirtschaftsmathematik."

Was bei solchen makroökonomischen Modellen, wie sie die klassischen, mathematisch arbeitenden Ökonomen verwenden, heraus kommt, sind nichts weiter als „großartige mathematische Kartenhäuser“. (Ludwig von Mises)

@ 17:06 von LastGunman

"Gehirne funktionieren anders als Computer und Programme."
.
Noch. Für die Zukunft würde ich mich nicht drauf verlassen. Ich empfehle "Superintelligence" von Nick Bostrom. Stephen Hakings hats gelesen und warnt seitdem vor einer zu intelligenten KI. Ist schwer zu lesen aber in Grundzügen gut nachvollziehbar. Die technologische Zukunft bietet viele Chancen aber auch Gefahren. Man sollte sich damit auseinandersetzen.

@ 17:05 von bitterepille

Sie schreiben:
"Man kann nicht einfach irgendetwas behaupten, was so leicht nachzuprüfen ist, und hoffen, dass es keiner tut.
Wenn man sich informiert, erkennt man sehr schnell, dass z.B. erkrankte Arbeitslose, Arbeitslose in Weiterbildungsmaßnahmen, im Urlaub, und noch einige andere aus der Statistik gestrichen werden."
*
An diesen Aussagen kann man sehen dass Sie sich scheinbar nicht informiert haben.
Sie meinen die offiziell in den Mendien jeden Monat verwendeten Zahlen und ich schrieb von den ECHTEN Zahlen die im Monatsbericht stehen.
Und dort sind auch ALLE Kranken oder 1-€-Jobber oder sonstwie gerade nicht vermittelbaren Arbeistlosen enthalten.
Wer soich wirklich informiert sieht dort dass vor gut 10 Jahren etwa 3 Mio Menschen mehr arbeitslos waren als heute.
Damals knapp, 7 Mio und heute knapp 4 Mio!
Quelle:
http://t1p.de/mf5k
*
Ihre Wirtschaftsmodelle sind theoretische Betrachtungen die mit der Realität nur begrenzt etwas zu tun haben!
Die sieht anders aus, einfach hinschauen

@ Ernst- Re:@15:34 von Klabautermann 08

Dazu kommen noch völlig neue Arbeitsplätze, die sich heute noch kaum jemand vorstellen kann, so wie sich auch die Leute vor 20 Jahren noch keinen Arbeitsplatz bei Facebook oder in der Smartphone Fertigung vorstellen konnte.
Ach und Sie sind der Überzeugung, dass diese Arbeitsplätze dann NICHT von Robotern und KIs besetzt werden? Was meinen Sie, wie schnell sich Smartphones von Robbys zusammenlöten und schrauben lassen.
Weiterhin ist diese Zahl reine "Vermutung und Spekulation" bzw Propaganda derer, die diese Technik vorantreiben wollen, um die arbeitende Bevölkerung zu beruhigen.
Und nochmal WOHER kommt der "Wohlstandsgewinn" und WER bekommt ihn, oder setzen Sie Wohlstandsgewinn mit der Überhäufung mit "Billigprodukten" gleich?
Glauben Sie wenn es >4Mio mehr Arbeitslose gibt und der "Warenkorb" wird billiger, das der Harz IV-Satz dann auf dem Niveau bleibt oder sogar steigt, oder wird er eher nach UNTEN korrigiert.

@ 17:12 von odindonar - Steuergerechtigkeit!

"es wird Zeit das(s) für Roboter die Arbeitsplätze vernichten Sozialabgaben gezahlt werden"

Das, oder man könnte wahlweise auch menschliche Arbeit von Sozialabgaben befreien, und diese über allgemeine Steuern refinanzieren. Wenn wir Arbeitsplätze schaffen, und leistungsloses Einkommen eindämmen wollen, müssen wir halt auch Erwerbsarbeit weniger, und leistungsloses Einkommen - Erbschaft, Kapitalertrag - stärker belasten.

Auf meine Dividenden zahle ich 25%. Auf mein Erwerbseinkommen rund das Doppelte. Wenn ich als Ingenieur 5 Stunden arbeite, um eine Stunde Automechaniker zu finanzieren, wechsle ich mein Öl doch lieber selber.

@ Ernst-

„großartige mathematische Kartenhäuser“

Mag sein, aber immer noch besser als komplett unbelegte Behauptungen aus dem Milchmädcheninstitut für neoliberale Propaganda.

Zumal meine Rechnung ja nun wirklich nicht "großartig" ist, sondern ein simples Beispiel, um Ihnen die Abwegigkeit Ihrer Behauptungen (oder war es Bernd?) darzulegen.

@ 17:12 von bitterepille

Sie schreiben:
"Sie können natürlich den griechischen Tretroller an den deutschen Cayenne schweißen, und sagen "so stabil und sicher wie eh und jeh!" Aber gesund ist das nicht, und früher oder später muss die Schweißnaht platzen.
Und dann geht halt auch unser Exportmärchen zuende, weil eine Neu-DM unsere Exportpreise verteuerte."
*
Das ist für die Stabilität des Euro nicht das entscheidende und das hat die bisherige Stabilität der Währung auch bewiesen!
Der Vergleich ist nun wirklich eher als kindisch zu bezeichnen. Jeder Mensch der schon häufiger in Griechenland war (und nicht nur im Urlaub) weiß dass die Griechen genau so gute Produkte bauen können wie wir. Im Schiffbau waren sie uns lange überlegen.
Der Unterschied liegt im guten Management der Unternehmen und in der politischen Steuerung der Rahmen für die Wirtschaft!
Vielleicht versuchen Sie mal ihre theoritischen Dogmen zu vernachlässigen und sich (wie ich seit 40 Jahren) mit tatsächlichen Wirtschaftskreisläufen zu befassen !

Roboter sind super: sobald

Roboter sind super: sobald sie wie ich für ihr wertschöpfung steuern zahlen.

Ich denke,

ich werde weiterhin zu meiner Friseurin gehen. Auch wenn es demnächst günstigere Roboter für diese Tätigkeit geben wird.

Das emotionale Miteinander - damit meine ich Menschen aus Fleisch & But - ist, und davon bin ich überzeugt, ist durch keine Maschine zu ersetzen. Niemals.

@um 15:39 von Melanda

Auch sie wollen teilhaben und kein Leben im Abseits führen. Die Folgen sind, zunehmende Gewalt, religiöser Fanatismus und meiner Befürchtung nach irgendwann mal eine "proletarische Revolution" und dann werde auch ich aus meinem "Elfenbeinturm" vertrieben.
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Nein, in den Thinktanks begegnet man auch diesem Problem und sieht es.
Einzig die Lösungsansätze sind so utopisch, wie die Entwicklungen am Weltmarkt an sich.
Ihr Szenario ist bereits entstanden. Flüchtlingsbewegungen sind bereits die ersten Vorboten. Sie fliehen anscheinend gerade dort hin, wo sie Wohlstand vermuten, aber nicht ahnen, dass man sie dort nicht brauchen wird.

Brot und Spiele war ein alter Begriff, mit denen man versuchte, die Bürger zu berauschen. Heute hieße es vllt. Bread, Drugs and Games.
Aber wenn das Brot knapp wird, haben wir alle ein Problem.
Marie Antoinette:"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."

Genau dies beschreibt unsere Zeit. Die Obrigen kennen nicht die Lage der Völker.

Die erste Lieferung durch einen autonomen LKW war letzte Woche!

Nicht in 10 Jahren.

https://www.bloomberg.com/news/articles/2016-10-25/uber-self-driving-tru...

@um 15:53 von lamusica

Weniger Bevölkerung = weniger Konsum = weniger Investition = noch weniger Arbeitsplätze = noch weniger Konsum....
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Nein, da irren Sie vermutlich.
Weniger Europäer ( das ist unvermeidlich) suchen nach einer Lösung, die ökonomische Existenz dieser Tage möglichst zu erhalten.
Mit weniger Arbeitern und mehr Technik ( Industriemodell 4.O) wäre dies naheliegend möglich. Der Trend ist im Gange.
Gleicher Export mit weniger Arbeitern.
Die Weltbevölkerung explodiert um uns herum; das setzt nicht voraus, dass es in Europa mehr Menschen geben muss.
Der Absatz befindet sich auch heute nicht vorrangig im Inland, sondern liegt seit Jahren im Export zur Versorgung der Menschenmassen außerhalb Europas.
Die Mittelschichten in Indien und China wachsen. Die Brisc-Staaten werden irgendwann aufholen und ebenfalls mit Menschenmassen versorgt sein müssen.
Mit weniger Bevölkerung gleich viel oder mehr Konsum im Export ist also das Ziel.
Roboter werden nicht krank, kosten keine Sozialabgaben, k. Urlaub.

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