Kommentare - Anschlag auf Kirche bei Rouen: Terror trotz Fußfessel

26. Juli 2016 - 20:58 Uhr

Wieder ist Frankreich von einem Terroranschlag erschüttert worden: Zwei Angreifer drangen in der Normandie in eine Kirche ein und töteten den Priester. Gegen einen der beiden lief bereits ein Terrorverfahren. Er trug eine elektronische Fußfessel.

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Kommentare

Im Jemen

Wurden 4 katholische Nonnen vom IS auf dieselbe barbarische Weise getoetet wir der 85ig jaehrige Priester in Frankreich.

Kann man in britischen Zeitungen nachlesen. Warum in Deutschland diese und viele andere IS Verbrechen nicht oeffentlich gemacht werden ist mir ein Raetsel.

Durchgreifen

Der Staat sollte mit diesen Terroristen mal hart durchgreifen. Wann entschließt sich Deutschland oder Frankreich das endlich mal zu tun?

Traurige Tage für Nachrichtenredaktionen

Ich finde die hier in den Kommante von der Tagesschau-Redaktion angenahmte vermeintliche Genauigkeit bei der Tötungsmethode mittels Messer vollkommen unangebracht und pietätlos. Sie andert am Gehalt der Berichterstattung überhaupt nichts. Die verwendete Formulierung ist vollkommen "ausreichend", um die Grausamkeit der Tat zu beschreiben und ist auch faktisch korrekt.

und was lernt man?

Noch mehr von der Sorte Massnahmen, die die Welt gefährlicher gemacht haben?

Mehr "Anti-Terror-Kampf"?
Mehr Überwachung?
Mehr Drohnen?
Mehr Kontrollen?
Mehr Kriege?

Hat bislang ja wirklich fabelhaft funktioniert.

Aber wenn der Terror jetzt in den Staaten, die immer "mehr mehr mehr" rufen ankommt, vielleicht versteht man dann, dass noch "mehr" der falschen Medizin auch nix nutzt.

Bislang haben ja nur weit entfernte Länder die Rechnung für den verfehlten "Anti-Terror-Kampf" bezahlt.

Kleiner Tipp: ein Anfang wäre es, wenn endlich damit aufhören würde, sich widersprechende Ziele zu verfolgen.

Man kann nicht einerseits Terroristen bekämpfen und sie andererseits als "Rebellen" unterstützen.

Man kann nicht Terror bekämpfen und alle Augen zudrücken, wenn "Freunde" mit den Terrororganisationen Geschäfte machen.

Also gut, man kann schon.
Allerdings muss man dann in Kauf nehmen, dass der Terror Alltag wird. Nicht weit weg, sondern bei uns.

Terroristen werden immer erschossen ...

Das Erschießen der Terroristen ist pragmatisch. Inhaftierte Terroristen bieten ständige Versuchung zu Befreiungsversuchen über Geiselnahmen, deren Haft kostet den Steuerzahler Geld und den Staat Ressourcen, die besser zur Terrorvermeidung und -Bekämpfung verwendet werden können.

@21:35 von Odin-HH

Wenn diese grausamen Verbrechen eines ganz sicher beweisen, dann, dass die französische Vorratsdatenspeicherung keinen einzigen Mord, kein einziges Attentat und keinen islamistischen Terror verhindert hat.

Erstens kann man aus der Tatsache, dass weiterhin Morde passieren nicht umgekehrt schließen, dass durch VDS keine (genauer: kein einziger) verhindert werden und zweitens ist die VDS ja auch keine Maßnahme zur Verbrechensabwehr, sondern eine zur Ermöglichung der (späteren) Verbrechensaufklärung.

Wer schreibt sowas?

Tagesschau 16:11
Entweder ein Journalist hat "erstochen" frei erfunden oder er hat absichtlich gelogen. Beides ist gegen Gebühren eine schlechte Leistung. So wie jetzt mit "getötet" oder "umgebracht" wenigstens nicht gelogen. Es ist ziemlich schwach, dass nach so vielen leider manchmal gerechtfertigten Vorwürfen die Lernkurve noch immer nicht da ist wo man sie erwarten darf.

Es ist traurig, sehr traurig…

Natürlich ist der Tod des Priesters nicht mehr o. weniger furchtbar, als all die vielen Toten in Nizza, Würzburg, Kabul, etc. Alle rufen nach Besonnenheit. Auch die Medien wären gut beraten, nicht jede Miniinformation sofort in die Welt zu posaunen. Der überhand nehmende Alarmismus wird durch das ewige Wiederkäuen von „News“ nicht besser. Abwarten u. dann mit Hintergrundinformationen berichten. Eine Sicherheitsgarantie gibt es nicht. Ob es etwas an den Anschlagssituationen geändert hätte, wenn der bestehende Personalmangel der Polizei früher behoben wäre, bezweifle ich. Schon immer haben Machtsysteme sich Religionen zunutze gemacht, um ihre Gewalt zu rechtfertigen; der Islam wird hier als dritte der monotheistischen Religionen missbraucht. Schade ist nur, daß sich Religionsführer (z.B. Chamene’i) zu wenig gegen diese Gewalt aussprechen. Die Betonung der verbindenden Elemente der Religionen wird wichtiger denn jeh…
Gott, welcher immer, möge den jämmerlichen Seelen der Täter gnädig sein.

Am 26. Juli 2016 um 22:02 von ser04

Warum soll man nicht das Kind beim Namen nennen, warum muss alles verharmlost werden?
Ich denke wir haben ein Anrecht darauf zu erfahren was wirklich geschieht.
Langsam ist es vorbei, denke das Maß ist voll und jeder sollte es erfahren was wirklich auf der Welt geschieht.

@Gomeron

Das war Sarkasmus.

Wir haben die gleiche Überzeugung.

@ 21:35 von Odin-HH

Aber wer sich kategorisch weigert die eignen Grenzen in unsicheren Zeiten wie diesen zu kontrollieren und bestmöglich zu sichern, verletzt nicht nur seine Pflicht (Schutz der Bürger) und seinen Regierungsauftrag, nein er macht sich quasi zum Helfershelfer dieser feigen Attentäter. Er lässt sie ungehindert passieren und schaut weg !!!

Harte Worte, aber halten sie einem "Faktencheck" stand?

Grenzsicherung, gut und schön... Der Mann stamme aus Saint-Etienne-du-Rouvray, dem Ort, an dem sich der Angriff ereignete, so der Pariser Staatsanwalt Francois Molins am Abend.
Gleiches galt für die Anschläge von Paris am 13.11. und von Belgien und München -> Homegrown Terrorists! Nur Würzburg muss da ausgeklammert werden, jedoch hätte auch diese Tat durch verschärfte Grenzkontrollen nicht verhindert werden können.

@ 21:51 von Norddeutscher22

Ich teile Ihre Meinung nicht. Es ist weder strafrechtlich noch ethisch ein Unterschied, ob der Priester "erstochen wird", oder ob ihm "die Kehle durchgeschnitten" wird. Das genaue wie ist irrelevant, um mir eine Meinung zu bilden. Insofern freue ich mich, das die Tagesschau neutral berichtet und nicht a la Bildzeitung jedes blutige Detail inszeniert.

Ganz ehrlich

Also der Abschiebe Kommentar geht doch erheblich zu weit, wobei dieser auch keinen Sinn macht, wenn Jemand Staatsbürger ist. Grenzen schließen als Sicherheitsmaßnahme klingt oberflächlich betrachtet vielleicht sinnig, aber was ist die Konsequenz daraus??? Verrecken lassen? Hoffentlich kommen wir niemals in eine Situation in der wir auswandern müssen und auf die Hilfe Anderer angewiesen sind, die so denken.

Eine Fussfessel macht schon Sinn

So ist es möglich jederzeit den genauen Standort des Trägers festzustellen. Was aber diese Fussfessel nicht kann ist den Täter von einer möglichen Tat abzuhalten.

Was also tun?

Leider wieder so ein Tat, die aktuell niemand verhindern kann und konnte. Das Rumgehacke auf Hollande, auf der Politik usw. zeigt in Wirklichkeit nur die ganze Hilflosigkeit, mit der wir alle inklusive der sogenannten "Verantwortlichen" vor solchen Ereignissen stehen.

Was wollen, sollen, können wir als Staat gegen Täter tun, bevor sie eine Tat verüben?

- Strafen verschärfen zwecks Abschreckung? Nützt bei psychisch Gestörten nicht und bei Attentätern, die den eigenen Tod in Kauf nehmen oder gar herbeisehnen, erst recht nichts.

- Abschieben? Geht nicht. Man kann einen Franzosen nicht aus Frankreich abschieben.

- Jemanden lebenslang wegsperren, wenn er 3x versucht hat, nach Syrien zu reisen? Und dann noch einen Minderjährigen? Eine höchst absurde Vorstellung.

- Moralische "Erziehungshäuser" für auffällig Gewordene, damit nie, nie wieder Attentate passieren? - Ebenso absurd.

So schmerzhaft es ist, müssen wir uns damit abfinden, dass es 100% Sicherheit nie gab und nie geben wird.

So eine blutrünstige Tat an einem Pfarrer in der Kirche

Und trotzdem kann man es hier nicht lassen, irgendwelche "satirische" Kommentare zu Nebensächlichkeiten abzulassen, ob die Fußfessel teuer ist und dergleichen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den vielen, bei denen das echte Gedanken machen, die Trauer, das Entsetzen und eben Geist dahinter stecken. Entsetzlich ist das, so was lesen zu müssen bei so einer schrecklichen Tat. So, hoffentlich habe ich nicht wieder zu viel Böses über die Kommentatoren geschrieben, dass es wieder nicht freigegeben wird.

@ 21:51 von Norddeutscher22

...von einem halben Dutzend Nachrichtenseiten ist dies die einzige, die das offenkundig heute in der französischen Kirche erfolgte "Kehle durchschneiden" euphemistisch mit "getötet bzw. erstochen" abmildert.

Könnte vielleicht daran liegen, dass andere 'Nachrichten'- Portale eher einen "Vier- Buchstaben- Journalismus" bevorzugen um Leser anzulocken?
Und mit Euphemismen hat das auch nichts zu tun, eher im Gegenteil. Sollten Sie mal reflektieren...

22:07, Maryl

>>Welch Pech, dass kein Täter überlebt...
sonst könnte er ja erzählen durch wen er finanziert wird...
Die Frage, die doch immer wieder neue Sichtweisen eröffnet: cui bono?<<

Sie meinen, diese Psychopathen würden durch irgendwen finanziert?

Woran machen Sie das fest?

Braucht man Geld, um so etwas zu tun?

Und Ihre Frage, wem diese Wahnsinnstaten nützen, ist einfach zu beantworten:

Rechten Parteien und dem IS.

Denn das Erstarken der Rechten drängt die Moslems weiter an den gesellschaftlichen Rand, was einen Teil von ihnen für IS-Parolen empfänglich macht.

Und so verstärkt sich das gegenseitig und schaukelt sich hoch.

Wann hören wir auf, zu träumen?

Mein tiefstes Beileid gilt den Franzosen! Eine Kehrtwende ist nötig! Der neuen islamistischen Bedrohung können wir nicht mehr mit überholten Gesetzen begegnen, die vor über 20 Jahren mit besten Absichten verabschiedet worden waren - zu einer Zeit, als keiner das Ausmaß der Flüchtlingsströme nach Europa erahnen konnte und die islamistische Bedrohung noch völlig unbekannt war. Eine Gesetzesänderung und die Ausweisung von straffällig gewordenen Flüchtlingen darf auch bei Bedrohung im Herkunftsland kein Tabu sein!
Die Zeit der Beschwichtigungen, der rosaroten Brille, des Beschönigens und romantischen Multikulti-Wunschdenkens ist vorbei. Was wir brauchen, ist eine Regierung, der wir vertrauen können, ist ein Staat, der uns wirkungsvoll schützt, der handlungsfähig und schlagkräftig ist. Nur so können wir den Flüchtlingen helfen, die unsere Gesellschaftsordnung und unsere Werte respektieren. Diese müssen wir nach Kräften unterstützen, deren Kindern müssen wir gute Bildungschancen bieten.

22:08, Zundelheiner

>>In diesem Fall wären statt Fussfesseln eher Handschellen bis zum Einstieg ins Flugzeug zur Reise in ein Heimatland seiner Wahl angebracht gewesen!<<

Er trug die Fußfessel, weil er nach Syrien ausreisen wollte.

Um dies zu verhindern.

Ein Heimatland wählt man nicht, das hat man.

Im vorliegenden Fall heißt dieses Heimatland Frankreich.

Einfach nur traurig

mein Mitgefühl mit den Angehörigen der Oper dieses und der vergangenen Attentate!

Fakt ist: Durch die Attentate vergößert sich die Angst, am öffentlichem Leben teilzunehmen, auf Veranstaltungen zu gehen, sofern sie denn nicht abgesagt werden. Fakt ist auch: Niemand möchte im Zustand dieser Angst leben.

Aber: ist jeder einzelne mal in sich gegangen und hat sich gefragt: Was möchten und können wir dem entgegensetzen? Welche Optionen haben wir? Parteien, die einander um Macht ringen und entweder auf hetzende Polemik oder auf alt-eingefahrene Kurse setzen? Mitgliedschaft in fraglichen Organisationen?

Kriegsflüchtlinge haben ein (Menschen-)Recht auf Aufnahme, die Türkei ist (egal wem die momentane Politik dort passt oder nicht) einziger Puffer, der islamische Tradition und westliche Ausrichtung (wenigstens ansatzweise) vereint. Wollen wir auf den verzichten? Wollen wir Flüchtlinge pauschal wegen weniger IS-"Soldaten" verurteilen?

Vernünftige, praktikable Vorschläge! Bitte!

22:08, SüdenNordenWest...

>>Klar ist: das hat nichts mit dem Islam zu tun, wir müssen weiterhin mit freundlicher Offenheit moslemischen Einwanderern begegnen, egal wie verschlossen und kopftuchmäßig sie sein mögen.<<

Im Koran steht nichts davon, dass man 86jährigen Priestern die Kehle durchschneiden solle.

Ich begegne jedem meiner Mitmenschen mit freundlicher Offenheit, egal wie verbiestert die aus der Wäsche gucken. Das wirkt oft Wunder.

Und mache da keine Unterschiede nach Religion oder Nationalität.

Gerade Frauen mit Kopftuch sind für ein Lächeln meinerseits oft sehr empfänglich.

Märtyrer Hype

Solange diesem Märtyrer-Geschwurbel von Hasspredigern nicht ein für alle Mal die Grenzen aufgezeigt werden, so lange werden wir "Blutzeugen" solcher grausamen Morde, Hinrichtungen von unschuldigen Menschen.

Da helfen keine Fußfesseln, keine "Beobachtungen". Klipp und klar, wer das Märtyrertum verherrlicht und die Hirne von Menschen in die Irre leitet, muss aus der Gesellschaft entfernt werden.

Ursachen

Und wieder wird den Ursachen des Terorrismus nicht Rechnung getragen.
Man muß sich nur mal solche hübsche Städtchen, wie La Courneuve bei Paris mal ansehen.
Die schrecklichen Ergebnisse, sehen wir leider in den Medien.

Als erstes weil hier die

Als erstes weil hier die Frage auftauchte, ob es wirklich notwendig war die beiden zu erschießen: Im Bericht steht, dass sie Sprengstoffattrappen trugen. Also ich als Polizist würde nicht warten, um heraus zu finden ob diese echt sind, wenn sie auf mich zu stürmen. Hat also eher was mit Selbstverteidigung als mit Todesstrafe zu tun.
Zu der Tat selber: Ein Beleg das auch verschärfte Maßnahmen nicht viel bringen. Vielleicht hätte ein Hausarrest etwas gebracht der besser überwacht wird oder Gefängnis. Warum man aber einen Priester tötete, erschließt sich mir nicht. Gerade die Kirche war aufgeschlossen und hat sich für Flüchtlinge stark gemacht. Will man die Christen anstacheln, den Islam zu verteufeln? Diese Menschen tun mir leid in ihrer kranken Sichtweise.

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