Website zur Petition für ein zweites Referendum zum Brexit

Ihre Meinung zu Anti-Brexit-Petition mit zweifelhaften Zahlen

Sekündlich steigt die Zahl der Menschen, die per Online-Petition fordern, erneut über einen EU-Austritt Großbritanniens abzustimmen. Inzwischen sind es rund vier Millionen. Unterzeichnen dürfen nur britische Staatsbürger oder Menschen, die in Großbritannien leben. Eigentlich. Von Julia Kuttner.

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132 Kommentare

Kommentare

Hackonya1
Petition

Finde es schwachsinnig eine Petition zu eröffnen und ein zweites Referendum. Will mann so lange ein Referendum machen, bis die doch in der EU bleiben? Schottland und Irland etc. sollten aber doch alleine entscheiden dürfen.

Unvoreingenommen
Die Stunde der Anti-Demokraten

Wie etwa all jener, die ein zweites Referendum fordern, weil sie das Ergebnis vom ersten nicht anerkennen wollen.

Oder der Schotten. Die haben vor kurzem erst GEGEN einen Austritt aus UK gestimmt. Auf einmal zählt dieses Votum nicht mehr. Und jetzt wollen sie auch nicht respektieren, dass eben eine Mehrheit in UK für den Austritt aus dem EU-Monstrum war.

Oder die "betrogenen Jugendlichen". Die jetzt meinen demonstieren zu müssen. Weil ihre Altersgenossen eben zu bequem waren (nur ein Drittel Wahlbeteiligung), zur Abstimmung zu gehen.

Oder diverse Labour-Parlamentarier. Die jetzt mkeinem, das Parlament solle den Volkswillen korrigieren. Wie wär's wenn sie bei ihrem eigenen Parlamentsmandat beginnen - da hatte sich das Volk ja offenkundig noch viel mehr geirrt.

Oder der unsägliche Herr Geldof. Der jetzt als Nicht-Brite meint, die Briten schulmeisterlich belehren zu dürfen und zu müssen. Dem ist seine eigene Brühmtheit auch ordentlich zu Kopf gestiegen.

White Crow
Petition ist völlig überflüssig

Bei einer 52/48 Abstimmung wird das Verlierer-Lager immer Millionen Stimmen sammeln können. Völlig egal wer die Abstimmung gewinnt. Soll es nun pro Jahr 2 Abstimmungen geben, bis es mal 90/10 steht oder doch noch 3% mehr wählen gehen, damit nun die andere Seite 51% hat?

Wir müssen akzeptieren, dass die Meinungen bei bestimmten Themen sehr weit auseinander gehen. Die Kunst besteht darin, eine Politik zu betreiben, welche die 48% nicht komplett im Regen stehen lässt. Der Falsche Weg ist es, die 48% oder die 52% von dem einem richtigen Weg überzeugen zu wollen. Den gibt es nämlich nicht. Dafür sind Menschen zu verschieden. Und das ist auch gut so!

Schwarzseher

Den Brexit-Gegnern ist jedes Mittel recht....

gesunder_Menschenverstand
Schlechte Verlierer

Immerhin dufte die Bevölkerung über eine politische Weichenstellung abstimmen. Davon kann mnan hierzulande nur träumen.

Das Ergebnis war auch nicht superknapp, da lagen immerhin mehr als eine Millionen Stimmen dazwischen.
Jetzt die Wahl versuchen zu wiederholen, weil einem das Ergebnis nicht passt, wird keinen Erfolg haben, und ist zudem schlechter demokratischer Stil

Gast
Demokratie wie sie mir passt!!!

Eine Demokratische Abstimmung bedeutet,

Es werden Regeln festgelegt nach dem eine Befragung oder Wahl durchgeführt wird.

Auch wenn das Ergebnis nicht nach Wunsch ausfällt muss es akzeptiert werden.

Alles andere ist Stammtisch.

Thomas Wohlzufrieden
Das Wahlergenis ist rechtens und alternativlos

Das mag unterschreiben wer will. Das Referendum hat stattgefunden, es ging alles mit rechten Dingen zu, und dem Ergebnis muss Folge geleistet werden. So etwas nennt man Demokratie. Ich werde auch gegen meinen Willen von Frau Merkel regiert, respektiere aber das Wahlergebnis. Man kann nun einmal nicht wählen, bis einem das Ergebnis passt. Daher sollte die Debatte über ein nochmaliges Referendum beendet werden. Es ist kontraproduktiv.

rig2016
Wählen wir jetzt so lange ...

... bis uns das Ergebnis passt?

liberal
Hätten sie dieses großartige Werkzeug gleich eingesetzt,

hätten sie ein vernünftiges Ergebnis bekommen.

AlterSimpel
Recht lächerlich

erscheint mir dieses Nachkarten.

Man stelle sich nur mal vor, nach einer Parlamentswahl kämen die Unterlegenen auf die Idee, etwa die 5%-Hürde ändern zu wollen oder das Wahlalter.
Man würde dem kaum Beachtung schenken und das zu recht.

Dass den bis dato gültigen Wahlvorschriften beim Brexit jetzt auch medial so viel Aufmerksamkeit zukommt ist höchst bedenklich.
Es erinnert mich an Griechenland. Als die alten eu-genehmen Blockparteien bei jeder Wahl ihren 50-Stimmen-Bonus für den Gewinner verteilten wussten die meisten Menschen kaum etwas davon.
Erst als Syriza denselben Bonus bekam wurde das plötzlich zum "Problem" stilisiert.

Ich fürchte, das Establishment in GB sucht nach irgendeiner Hintertür, um mit einem angeblich neu erkannten Volkswillen den erklärten Volkswillen des Referendums nicht umsetzen zu müssen.
Dafür würde die aktuelle Verzögerungstaktik sprechen.

Mir scheint, die Briten werden weniger von der EU, sondern eher von ihren eigenen Eliten bevormundet.

Gast

Bitte nicht das ganze Referendum in Frage stellen nur weil lächerliche 2% sich einen Scherz erlauben. Ich würde selbst nicht ausschliessen dass einige Schlauköpfe versuchen so die ganze Petition zu diskreditieren. Man sollte aber in der Tat ur abstimmen können wenn man eine überprüfte gültige Adresse in GB besitzt.

Michael-11
Scheint, ...

... dass jetzt solang "Bürgerbegehren" gibt, bis das Ergebnis stimmt.
Gott sei Dank, gibt es soetwas hier in der BRD nicht.
Warum auch, wenn doch alle mit der Politik unserer Politiker zufrieden sind, hier zu Lande auch alle (72%) mit der Arbeit der EU zufrieden sind.

Demokratiezukunft2016
@ all: das trifft nicht nur auf GB zu sondern auch auf das hier

@ all

dieser Fakt trifft nicht nur auf diese britische Petitionsseite zu, sondern sogar auf diese hier:

https://petitions.whitehouse.gov/

Auch dort kann man sogar als europäischer Buerger unterschreiben. Habe ich schon mehrfach gemacht, um wichtigen Anliegen zu helfen. Auch dort werden die Angaben nicht geprueft. Von daher: mich wundert sowas nicht. *grins*

SydB
13:33 von Unvoreingenommen

Ihnen ist sicher entgangen dass diese Petition schon seit Mai existiert. Es geht um folgendes:

"......... dass es einen neuen Volksentscheid geben soll, wenn die Wahlbeteiligung unter 75 Prozent liegt oder weniger als 60 Prozent der Wähler für oder gegen den Brexit stimmen - beide Bedingungen treffen auf das Ergebnis des Referendums zu."
Nun erfreut sich diese Petition eines großen Zulaufs. So schwer ist dass doch nicht zu verstehen, denke ich.

deutlich
Peinlich und lächerlich

ist diese Petition und unnötig wie ein Kropf! Was soll das werden? Demokratie gilt nur, wenn mir das Ergebnis passt? Die Briten, die da unterzeichnen, stellen ihrer Bevölkerung ein zweifelhaftes Unreifezeugnis aus. Da müsste man dann für die Briten insgesamt einen Vormund bestellen, wenn sie nicht wissen, um was es bei der Abstimmung ging. Und die Stimmen aus Nordkorea oder dem Vatikan scheinen Ausdruck eines sehr schrägen Humors zu sein

Daleimoc Rorvic
England der Anfang vom Ende

Es ist wie es ist.Eine 2 Abstimmung und das wäre erst recht das Ende der EU. Mögen einige solange Abstimmen wollen bis das Ergebnis passt?
England hat seine Selbsständigkeit wieder.Sie können krumme Gurken verkaufen auch ein Staubsauger darf mehr als 800 Watt haben.
Sie brauchen keine Illegalen Migranten aufnehmen.
Merkel kann Ihnen nicht mehr Diktieren wo es lang geht.
Man wird eine gewisse Zeit brauchen bis sich alles dort eingespielt hat aber es wird gelingen.
Junker und Co haben kläglich versagt und mittelfristige das Ende der EU eingeläutet.
Es geht doch schon weiter Italien will Schulden machen und als Bürge soll die EU vornehmlich Deutschland herhalten.Ja gehts noch!

Demokratie-Jetzt

Bei dieser Petition zeigt sich ein eigenartiges und höchst befremdliches Demokratie-Verständnis:

Es muss in der Auffassung dieser Wähler offenbar immer wieder und solange abgestimmt werden, bis einem das Ergebnis passt.

Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun, mit Meinungsdruck schon eher.

I

LisaF
Online Petition...

Diese Onlinepetition ist überflüssig. Das Hauptproblem ist nicht das Ergebniss der Abstimmung. Das eigentliche Problem sind die Politiker in GB. Die Politiker wollen keinen Brexit. Auch die sogenannten Brexitbefürworter wollen in der EU bleiben. Das wurde ja nun mehr als deutlich. Der Wille des Volkes wird bei der nächsten Wahl ersichtlich. Da braucht es kein Referendum und keine Petitionen... Cameron und Co haben sich verzockt und die Brexitbefürworter haben Wahlversprechen abgegeben die sie nie halten konnten. Nun wollen alle auf Zeit spielen. Das Resultat werden die nächsten Wahlen zeigen...

Zeitungs-Ente
Wahlen

Vielleicht haben die Briten einfach vergessen, die Stimmen einer eventuellen Briefwahl auszuzählen - so schnell kann man nämlich ein Verhältnis von 48:52 in ein Verhältnis von 52:48 wandeln ...

Spass beiseite. Das Referendum hat ein Ergebnis. Dieses Ergebnis heisst BREXIT.

Wer in diesem Sinne von Lügen der BREXIT-Befürworter spricht und eine Wiederholung des Referendum einfordert, darf gleichzeitig auch zu einer Wiederholung jeder Bundestagswahl aufrufen.

Großbritannien sollte diese historische Chance nutzen - um sich selbst zu hinterfragen und seine Position in einem einheitlichen Europa (oder alternativ als 51. Bundesstaat der USA) zu bestimmen.

Und Europa sollte sich diesem Denkzettel stellen und eine Politik für die EU-Bürger und nicht ausschliesslich für das EWG-Kapital betreiben.

Und die "EU-Pöstchen" in Brüssel sind dadurch auch wieder sicherer ...

Alberich
wie lautete noch

die Parodie ueber Sultan E....
es wird die Abstimmung so lang geschuettelt, bis sie passt...
so wird es wohl auch auch seitens der EU-Sultane Juncker + Cameron +Tusk praktiziert werden....

toaskoas
Welche Plattform erfüllt diese Vorgaben?

Wenn ich eine Petition starte, dann brauche ich einen Anbieter der diese Anforderungen erfüllt. Doch auf welchen trifft dies zu?

SydB
13:33 von Unvoreingenommen

"Oder der Schotten. Die haben vor kurzem erst GEGEN einen Austritt aus UK gestimmt. Auf einmal zählt dieses Votum nicht mehr. "

Die Schotten haben auch und vor allem gegen einen Austritt aus dem UK gestimmt weil sie in diesem Fall, bei einem Austritt, kein EU Mitglied gewesen wären.
Deshalb finde ich richtig dass Schottland ein 2. Referendum abhalten und dann, gegebenenfalls aus dem UK Austritt und der EU beitritt. In Nord Irland mehren sich auch die Stimmen die das möchten.

Volki13
Petition: 300.000 Unterschriften

für iPhone-Klinkenanschluss.
Eine Online -Petition ist schnell erstellt und mit wenigen Klicks ausgefüllt. Die Schlangen vor den Wahllokalen waren da schon wesentlich anstrengender.
Einfach mal ein legal zustande gekommenes Abstimmungsergebnis akzeptieren.

Gast
Zweifelhafter Online-Aktivismus

Ich halte den Online-Aktivismus generell für schwierig. Hier bei uns ist open-petition.org eine beliebte Plattform für Petitionen aller Art.

Leider sind diese politisch komplett wirkungslos. Da ist eine Petition direkt beim Bundestag schon besser, wenn auch dort oft wirkungslos bzw. ohne Ergebnis. Siehe die Petition zu BGE von Susanne Wiest.

Die "politische Klasse" ist aber dennoch gut beraten, sich dem Votum ihres Volkes anzuschließen und ggf. ein 2. Referendum zum EU-Austritt zu initiieren. Das Ergebnis wäre dann wohl anders.

Wer währen darf, macht halt auch Fehler, die ggf. korrigiert "gehören".

demokrateur
2. Referendum

Die Briten haben selbstverständlich jederzeit das Recht ein Referendum zu fordern.

Egal, ob es das zweite, dritte oder zweihundertste ist. Das ist Demokratie in der Form wie es die britische Verfassung vorsieht.

Wir Deutschen sollten uns da aktuell mit Bewertungen zurückhalten - die Briten entscheiden über den Brexit, nicht wir.

Was mich wundert sind die Probleme bei der Prüfung, ob die Petiitionsteilnehmer tatsächlich britische Staatsbürger sind und nur einmal abstimmen.

Ist die Petitionsplattform eine staatliche Plattform oder nicht-stattlich aufgesetzt?

Falls es sich um eine offizielle, staatliche Plattform handelt, die zum offiziellen britischen Prozess der politischen Meinungsäußerung gehört, so sind diese Probleme ein echtes Armutszeugnis.

SydB
13:42 von Thomas Wohlzufrieden

"Das Referendum hat stattgefunden, es ging alles mit rechten Dingen zu, und dem Ergebnis muss ! Folge geleistet werden."

Wo steht das geschrieben?

Mitnichten, das Referendum ist NICHT bindend!

LisaF
Fischer in England...

Zu kleines Weltbild bei vielen EU-Gegnern,würde ich unterstellen. Viele denken nur in ihrer eigenen kleinen Welt. Die einen regen sich über Staubsaugerleistung und Glühbirnen auf, die anderen eben über Fische. Das große Gesamtbild wie Klima- und Umweltschutz wird da leicht vergessen. Heute freuen sich die Fischer, wenn sie mehr fangen dürfen... ihre Kinder und Enkelkinder werden sich dann bedanken, wenn sie keinen Fisch,eine verseuchte Umwelt und keine Jobs haben....

Klärungsbedarf
wann darf denn nun wiederholt werden ?

Ich kann die Argumente "abgestimmt ist abgestimmt" und "man kann doch nicht so lange wählen, bis einem das Ergebnis passt" durchaus nachvollziehen. Aber warum gilt dann nicht das Briten-Referendum vom 5. Juni 1975, bei dem sich zwei Drittel der abgegebenen Stimmen bereits für einen Verbleib ausgesprochen hatten ?

WM-Kasparov-Fan
Ich finde die nachträgliche Petition auch unsinnig.

Wer lieber Europäer als Engländer ist, kann doch beantragen, seine englische Staatsbürgerschaft abzugeben. Das wäre konsequenter und bei vielen Millionen weniger Staatsbürgern würde sich das englische Parlament schon umgucken.

MaWo
@ Klärungsbedarf, 14:49 Uhr

"Aber warum gilt dann nicht das Briten-Referendum vom 5. Juni 1975, bei dem sich zwei Drittel der abgegebenen Stimmen bereits für einen Verbleib ausgesprochen hatten?"
Aus dem gleichen Grund weshalb Deutschland heute keinen Kaiser mehr hat.

dr.bashir
Petition

Mal abgesehen von der Zweifelhaftigkeit des Mediums "Online-Petition", was soll dass.

Für den Brexit haben deutlich mehr Menschen gestimmt, als die 4 Mio. die jetzt die Petition unterschrieben haben. Also selbst wenn das ein valides System wäre, wären 4 Mio. immer noch weniger, als selbst die unterlegenen Ablehner des Brexits von letzter Woche.

Ich selbst bin gegen einen Brexit, aber Abstimmung ist Abstimmung. Eine Seite verliert immer.

Ich möchte den Shitstorm der jungen, hippen Internetcommunity nicht erleben, wenn die Volksabstimmung anders herum ausgegangen wäre und UKIP oder Boris Johnson auf schlechter Verlierer machen würden und eine neue Abstimmung fordern würden. Da wäre was los.

Also - wer nicht zu Wahl gegangen ist, sich nicht informiert hat oder auf falscher Versprechungen reingefallen ist soll leise heulen. Wer nicht mal in der Lage ist, das bisschen Eigenverantwortung wahrzunehmen, das noch möglich ist, der ist selbst schuld.

Die EU mit GB war m.M.n. besser dran.

AlterSimpel
Britische Fische für neues Referendum ??

"Im Seebad Hastings freuen sich vor allem die Fischer. Die strengen Fangquoten der EU hatten viele in den Ruin getrieben."

Und jetzt werden die Fische "in den Ruin getrieben"?

Aus unseriösen Quellen wird berichtet, daß von den 4 Millionen Stimmen für ein neues Referendum über die Hälfte von britischen Fischen stammt, die sich berechtigte Sorgen um ihre Zukunft machen ...

mahadd2
Raus mit den Briten

Sie wollen den brexit, also raus, ohne Wenn und Aber und ohne Verzögerung. Und bloß nicht bitten und betteln, dass die Briten in der EU bleiben dürfen. Denn: Wenn es dem Esel zu gut geht...

tick tack tick tack
@Schwarzseher

Auch für Sie ganz langsam zum mitschreiben.

Es war ein Brexit-Befürworter, der diese Petition startete, vor einem Monat.

Wer ist jetzt ein schlechter verlierer?
Die eigene Seite?

Googlen Sie doch mal, was Farage gefordert hat, wenn das Referendum knapp ausgehen würde.
Genau, sogar der wollte eine Neuwahl... aber auch nur wenn seine Seite verliert.

Wie hier die eigene politische Ecke entgegen jeder Tatsache schöngefärbt wird, ist symptomatisch.
Es waren nicht die Linken die diesen Quatsch anfingen, sondern die Rechtesten der Rechten.

ophorus
Wir kennen das

seit der amerikansichen Computerwahl und seit den italineischen Wahlen.
So funktioniert "Demokratie" heute.
In allen Bereichen. erst wird ein "Ergebnis" produziert, und dann kommen die Machtkämpfe, wer das Ergebnis wie interpretieren darf.
Welche Lachnummer einer zum Tode verurteilten Gesellschaftsordnung.

harry_up

Selbst wenn das Ergebnis des Referendums in der Tonne landen sollte, müsste dies gereicht haben, Brüssel und seine 27 Mitgliedsstaaten mal richtig wach zu rütteln. Wenn also die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden, wäre ja auch etwas gewonnen. Nur Mr. Johnson scheint das, was er mit angerichtet hat, immer noch nicht gecheckt zu haben - wenn das, was man jetzt von ihm liest, keine Ente ist.

harry_up

Der Rücktritt vom Rücktritt? Jetzt stelle man sich vor, ein erneutes Referendum geht wieder pro Brexit aus. Nein, lieber nicht vorstellen...

Unvoreingenommen
Die Schotten wollen die EU-Gelder nicht verlieren

So verständlich das ist - wenn DAS letztlich ausschlaggebend ist...? Den Schotten wäre ein EU-Austritt doch sowas von egal - solange sie nur weiter die Kohle bekommen. Woher auch immer.
Nicht jeder, der sich wie ein veränsgtigtes kleines kind an die EU klammert, tut dies aus "europäischer Gesinnung" heraus.

zerocool76
@4:59 von mahadd2

Wenn man überlegt, wie lange Parteien in Deutschland nach Wahlen benötigen um eine Regierung zu bilden, dann kann man wohl kaum ernsthaft erwarten, dass die Briten innerhalb einer Woche nach dem Referendum aus der EU austreten. Desweiteren kann die EU selbst nichts machen, denn ein Austritt kann nur aus eigenen Stücken erfolgen, ein Rausschmiss ist nicht möglich. Das wurde uns doch etliche Male erklärt mit Griechenland. Das zeigt auch sehr schön auf, wie wenig durchdacht ein Großteil der Verträge oder sonstigen Vereinbarungen sind. Deswegen kann ich den Briten auch nur zum Ergebnis gratulieren.

Gast
@Unvoreingenommen

Ihnen ist aber schon klar dass diese Petition von einem "Leave" Supporter gestartet wurde. Dies geschah VOR der Abstimmung und offnebar aus der Angst heraus die Briten könnten mehrheitlich "Stay" wählen.

Die "betrogenen" Jugendlichen haben hier aber tasächlich einen Punkt. Unabhängig von der Wahlbeteiligung: ein 80 Jähriger kann für etwas abstimmen dass Ihn vermutlich nicht mehr tangiert aber ein 16 Jähriger kann das nicht?

Ich halte ein Herabsetzen des Wahlalters für nicht zielführend aber über die demokratische Legitimität einer derartigen Abstimmung lässt sich trefflich diskutieren.

Noch ein letzter Punkt: Demokratie ist kein Selbstzweck und damit auch nicht als Grund anführbar. Wenn eine ausreichend große Menge eine Abstimmung am Ende nicht mittragen will, ist der demokratische Prozess an diesem Punkt gescheitert. Die Demokratie ist doch letztenendes eine Übereinkunft.
Der Verweiß auf Schottland hilft nicht. Zum Zeitpunkt der Abstimmung waren die Grundlagen andere!

GDN
@13:33 von Unvoreingenommen

„Oder der Schotten. Die haben vor kurzem erst GEGEN einen Austritt aus UK gestimmt. Auf einmal zählt dieses Votum nicht mehr. Und jetzt wollen sie auch nicht respektieren, dass eben eine Mehrheit in UK für den Austritt aus dem EU-Monstrum war.“

In Ihrem Kommentar stellen Sie implizit eine Frage und geben sich zugleich die Antwort.

Die Separationsabstimmung „vor Kurzem“ hätte anders formuliert werden müssen, um die jetzige Nach-Brexit-Situation einzubeziehen. Die Schotten hätten dann zwei Kreuzchen machen müssen:
(1) Wollen Sie die Trennung vom UK, wenn das UK in der EU verbleibt? ja/nein
---UND---
(2) Wollen Sie die Trennung vom UK, wenn das UK die EU verlässt?

Da das Schottenreferendum aber nicht so verfasst war, muss das Ergebnis auf die (damals) aktuelle Situation bezogen werden (also mit EU-Mitgliedschaft).

Die Schotten wollen deutlich überwiegend in der EU bleiben. Also ist ein neues Referendum zwingend geboten.

Unvoreingenommen
ist doch sowas von egal

WER ein zweites Referendum fordert. Ein zweites zu fordern, nachdem es gerade erst eins gab - was bitte soll denn dabei rauskommen? ein 52:48 für die andere Seite? und dann, ein drittes Referendum, mit derselben Begründung? Solange, bis irgendwer 60 % +x erreicht?
Am besten die nächsten 3 jahre pausenlos nur abstimmen lassen - um es dann doch alles zu ignorieren....

albexpress
zu erst

den Ausstrit so schnell wie möglich abwickeln. Kann nicht so schwer sein da GB keinen Euro hat. Wenn man es richtig macht geht das ganz schnell, GB zahlt nichts mehr ein und bekommt auch nichts mehr und wird dann behandelt wie alle nicht EU Staaten. Ohne irgend welche Sonderrechte. Keine Zusammenlegung der Börse usw. Genauso behandeln wie Russland oder Japan. Wenn sie dann wiederkommen wollen ,gerne aber nur ohne Extrawünsche und nur mit dem Euro. Jetzt wäre auch die Zeit für dringende EU Reformen ,wie die wieder Inkraftsetzung des Euro Stabilitätspackt und den Euro für alle EU Staaten oder den Euro abschaffen. Den Schengenraum nur für Staaten die diese Grenze nachweislich auch wirkungsvoll schützen können und das auch wollen. Das Haupt Augenmerk wieder auf die Wirtschaft richten und jedem Land seine Idendität lassen.Das EU Parlament gehört aufgelöst und die jeweiligen Wirtschaftsminister sind für die EU zuständig. Alles ganz einfach,man muss nur wollen

Ahkenaten

Als UK Resident (Schottland) koennte Ich hier auch abstimmen, aber nach 20 Jahren Erfahrung in GB stimmt das Referendum schon. Ich werde davon absehen.

Gerade im laendlichen England ist die Fremdenfeindlichkeit und EU Zweifel gross. Aber man ist Englaender da wird nicht wie in Deutschland nicht gleich alles in Brand gesetzt. Man wird dies dezent handhaben.
Brennende Fluechtlingsheime wird man nicht sehen.

Im englischen Fernsehen war zu sehen, dass eine der Fischer Markthallen von der EU teilfinanziert wurde.

Auch hat Wales viel EU Hilfen erhalten und Wales hat fuer Leave gestimmt.

Nach dem Schottland, Wales und Nordirland von der EU Hilfe erhielt, werden die in England so verschmaehten Polen bald mit Schotten, Nordiren und Walisern sich austauschen.

In GB sind somit weitere Konflikte zu erwarten. Im Endeffekt nimmt nicht nur GB die Gewalt ans sich sonder auch im Vereinten Koenigreich greift England seine Macht ueber die Substaaten an sich.

GDN
@15:07 von Unvoreingenommen

„Den Schotten wäre ein EU-Austritt doch sowas von egal - solange sie nur weiter die Kohle bekommen.“

Nomen est omen?

Ich würde mir nicht anmaßen wollen, unvoreingenommen zu sein. Wer kann das schon? Ergo – und da ich „die Schotten“ nicht kenne – würde ich jedenfalls so eine herabwürdigende Behauptung nicht in die Öffentlichkeit pusten.

willi wupper sen.
bis jetzt sind seit freitach

erst 5Bio $ an den börsen verbrannt worden.

wenn die funktionsträger so weiter dilletieren, kann sich die zahl nochmal verdoppeln.

wahnsinnig, unsere politiker!

Orfee
echt lustig was abgeht.

Falsche Petitionen, videos und Bilder über Engländer, die ihre Entscheidung bereuen :-)

Selbst wenn man die Minderheit mehr schreien läßt und auch mehr Aufmerksamkeit schenkt (jung oder alt), bleibt sie trotzdem in Unterzahl.

Wenn die Mehrheit aus der EU raus möchte, dann kann man das nächste Referendum nicht gewinnen sondern wieder verlieren.

Dazu noch Zeitverlust, daß die Briten wahrscheinlich erst in 5 Jahren aus der EU raus können :-).
Aber zweifelt das Referendum ruhig weiter an. Vielleicht wird die nächste Regierung ein Neues organisieren, um mehr Zeit für Brexit zu gewinnen.

Dann haben sie zumindest ein gutes Argument dafür. LOL.

Sabine Schlotz
So ist Demokratie

Ich sehe das eher kritisch. Man kann so deutlich das demokratieverständnis mancher politischer Gruppen, erkennen. Demokratie ist so lange gut, wie es einem passt. Und wenn doch ein paar Menschen vielleicht gegen die eigene Meinung sein sollten werden diese einfach ignoriert oder diffamiert. Oder eben mit solchen unsinnigen Petitionen die Realität verweigert.

Diese Petition ist nichts anderes als eine Kindergarten trotzreaktion. Nach dem Motto, beim Fangen spielen wurde man erwischt und sagt dann schmollend: "Ich habe aber ein Anti-Fangen-Schutzschild ich kann gar nicht gefangen werden!"
Das sind auch die verwöhnten Kinder die im Sandkasten andere mit der Schippe hauen nur weil die das schönere Sandförmchen haben.

In Deutschland, Frankreich oder Belgien usw. würde ich solche trotzreaktionen auch erwarten eher vielleicht noch viel schlimmeres. Wie z.B. auch bei uns gegen vernünftig denkende vorgegangen wird, sobald was nicht dem rosa roten Weltbild entspricht ist teilweise erbärmlich

Nutzer

"Wenn man überlegt, wie lange Parteien in Deutschland nach Wahlen benötigen um eine Regierung zu bilden, dann kann man wohl kaum ernsthaft erwarten, dass die Briten innerhalb einer Woche nach dem Referendum aus der EU austreten."
..
Ein Regierung bilden ist nicht mal eben zu machen. Aber ein Blatt Papier mit "Great Britain verläßt die EU" ist in wenigen Sekunden unterzeichnet. Ein formaler Akt.

Laskaris
Die Jungen, die nun den Brexit bereuen, sind selbst schuld

Die jungen Leute in Großbritannien, die nun den Brexit bereuen und mit Spruchbändern wie "Ihr habt uns unsere Zukunft gestohlen!" durch die Gegen rennen, sind an ihrem Schicksal leider selbst schuld. Denn laut Meinungsumfragen war zwar eine deutliche Mehrheit der Jungen für einen Verbleib in der EU, doch hilft das eben alles nichts, wenn bei der Volksabstimmung nur jeder Dritte aus dieser Altersgruppe zur Wahl geht.

Offenbar war der Mehrheit der jungen Leute diese politische Schicksalsentscheidung dann doch eher egal und sie haben ihre Zeit lieber damit verbracht, auf Facebook Bilder von ihrem letzten Abendessen zu posten. Wenn jetzt im Nachhinein das Geschrei groß ist, hält sich mein Mitleid ehrlich gesagt in Grenzen.

Da hilft auch keine Online-Petition mehr, egal wie viele Stimmen echt sind oder nicht. Das Wahlergebnis war mit 51,9 % knapp, aber eindeutig, und die Wahlbeteiligung war höher als bei jeder britischen Parlamentswahl seit 1992. Das Ergebnis ist also zu respektieren.

Gast
@AlterSimpel und @ThomasWohlzufrieden

kein Nachkarten!!!

Die Petition existiert seit Mai und kommt aus dem Leav-Lager. Einfach mal informieren würde helfen...

Gast
Petition != Referendum

Man solle nicht den Fehler machen, "online petitionen" zu viel Aufmerksamkeit zu widmen.
Petitionen sind sehr leicht zu manipulieren und haben die gleiche Aussagekraft als, "Ich kenne keine Brexit-Befürworter".

GDN
@15:11 von albexpress

„Den Schengenraum nur für Staaten die diese Grenze nachweislich auch wirkungsvoll schützen können und das auch wollen.“

Heute können Sie ohne Grenzkontrolle von Frankreich nach Irland (und zurück) schippern. Und von Irland nach Nordirland müssen Sie aufpassen, wo die (virtuelle) Grenze verläuft.

Wie stellen Sie sich die Hoppla-hopp-Grenzziehung zwischen dem Norden und der Irischen Republik vor? Mit wirksamer Grenzsicherung dazwischen? Das ist dann nämlich die EU-Außengrenze.

Für nordirische Häfen übrigens der Todesstoß. Die, die ihre Ware bisher von dort aus ins Inland geschafft haben, weren künftig woanders anlanden müssen.

-Putintroll-
Gerade

wurde eine Anti-Anti-Brexit-Petition gestartet. Nur für den Fall...

Es ist im Übrigen im Nachhinein lustig, wie die Medien die Wettquoten gegen den BREXIT hochgejubelt haben. Da konnte doch eigentlich gar nichts passieren, gelle?

Politeia
@13:46 von rig2016

Wählen wir jetzt so lange bis uns das Ergebnis passt?

Die Brexit-Befürworter haben scheinbar Angst eine zweite Abstimmung zu verlieren, wenn plötzlich die Studenten aus den Semesterferien zurück sind.

Man sollte allerdings erst dann nochmal abstimmen lassen, wenn alle Bedingungen des Austritts mit der EU ausgehandelt sind.

Dann ist wirklich klar, welche Bedingungen gelten, und dann erst kann man als mündiger Bürger entscheiden. Bis jetzt war dies alles sehr vage, was es bedeuten soll aus der EU auszutreten. Beide Lager haben ja nur Angst geschürt vor der Wahl des jeweils anderen.

-Putintroll-
@15:16 von willi wupper sen.

"5Bio $ an den börsen verbrannt worden"

Geld geht nicht verloren, es wechselt den Besitzer. Weniger als 1% der Menscheit haben mehr Geld als die Häfte der Menschheit. Da sieht man, das sich Überstunden, Flaschen sammeln und Strom sparen lohnen.

elhennig
@15:07 von Unvoreingenommen

Noch haben die Schotten das Öl und damit auch Geld. Ob das den Engländern egal ist, wenn die Ölvorkommen dann plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen?

Abgesehen davon finde ich, dass viele der Kommentare hier zeigen, dass eine Basisdemokratie auf Bundesebene für die meisten Fragen nicht taugt. Zu groß ist das Risiko, dass eine knappe Mehrheit über das Schicksal aller Bürger entscheiden kann. Die Folgen von sowas sieht man nun im UK (oder wird sie in den kommenden Monaten und Jahren sehen).

Orfee
@zerocool76

"Das zeigt auch sehr schön auf, wie wenig durchdacht ein Großteil der Verträge oder sonstigen Vereinbarungen sind. Deswegen kann ich den Briten auch nur zum Ergebnis gratulieren."

Der ganze Konstrukt ist doch eine Lachnummer ich bitte Sie :-).
Welche Verträge wurden bisher nicht gebrochen?

Mastricht Kriterien, Kopenhagen Kriterien, Nicht Beistands Klausel, Dublin Abkommen.

Ich verstehe nicht mehr, warum die Damen und Herren sich mit unseren Steuerngeldern überhaupt versammeln, wenn sofort nach dem Verlaß des Saales alle Verträge sowieso gebrochen werden.
Da kann man sich die Mühe auch sparen, wenn der Vertrag auf Papier sowieso keine Bedeutung hat.

Hinzu kommt auch noch, wenn sowieso die EZB die Zügel in die Hand nimmt und nicht die Staaten.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Eurokraten ihr EU selber ernst nehmen.

ladycat
@ Laskaris

Immer wird eine Seite gegen die andere ausgespielt, hier die Jungen gegen die Alten.
Irgendjemand muss ja an dem angeblichen Desaster Schuld sein. Nur die wahren Schuldigen ducken sich weg und schieben den schwarzen Peter anderen zu. Und die Jugend fällt darauf herein.
Also, 100% Zustimmung zu Ihrem Kommentar.

Politeia
@15:07 von Unvoreingenommen

Die Schotten wollen die EU-Gelder nicht verlieren

Eine reine Unterstellung! Nicht jeder ist so neoliberal nur auf Eigennutz programmiert wie viele der Englischen Politiker mit Maximen wie "I want my money back!".

Tatsächlich würden die Schotten im Falle eines Austritts aus GB und einem Eintritt in die EU höchstwahrscheinlich Nettozahler.

Gast
13:33 von Unvoreingenommen

Ihre antidemokratische Haltung gegenüber dem Protest aus Schottland oder anderer Brexitgegener ist typsch für EU Gegner. Sobald es gegen die eigene Meinung geht, werden dem politischen Gegner demokratische Rechte abgesprochen.

Jeder hat das Recht, seine Meinung kundzutun und für diese zu kämpfen.

Die Schotten sind unter der Vorausssetzung, dass sie in der EU sind bei GB geblieben. Diese Realität hat sich gründlich geändert. Sie haben jetzt das Recht unter den veränderten Voraussetzungen erneut abzustimmen. Ich denke, sie werden es tun und diesmal austreten. Das hätten sich die Brexitfreunde mal früher überlegen sollen. Mich überrascht die Reaktion der Schotten nicht.

Sie sollten sich nicht der rückwärtsgewandten Politik der Brexit Freunde kampflos ergeben. Das sei allen Populisten gesagt, ob Ukip oder AfD. Ihr werdet auf entschlossenen Widerstand stoßen. Wir lassen uns die europäische Vision der Vereinigten Staaten von Europa nicht nehmen und werden beharrlich darauf hinarbeiten.

karwandler
re unvoreingenommen

"Die haben vor kurzem erst GEGEN einen Austritt aus UK gestimmt. Auf einmal zählt dieses Votum nicht mehr."

Es haben sich ja auch die Umstände grundlegend geändert. Vor zwei Jahren wären sie mit der Unabhängigkeit aus der EU ausgetreten, was sie nicht wollten. Jetzt werden sie per UK aus der EU ausgetreten, was sie natürlich immer noch nicht wollen.

"Und jetzt wollen sie auch nicht respektieren, dass eben eine Mehrheit in UK für den Austritt aus dem EU-Monstrum war."

Das müssen sie nur solange respektieren, wie sie Teil des UK sind.

karwandler
re zerocool76

"Wenn man überlegt, wie lange Parteien in Deutschland nach Wahlen benötigen um eine Regierung zu bilden, dann kann man wohl kaum ernsthaft erwarten, dass die Briten innerhalb einer Woche nach dem Referendum aus der EU austreten."

Kein Vergleich. Die britische Regierung muss ja nur einen Zweizeiler in Brüssel abliefern:

Wir wollen austreten und darüber die Verhandlungen beginnen.

Dann läuft die Frist.

"Desweiteren kann die EU selbst nichts machen, denn ein Austritt kann nur aus eigenen Stücken erfolgen"

Das ist seit Wochen bereits bekannt.

Zundelheiner
@14:01 von LisaF

...und sie glauben ernsthaft, dass die EU den Klimawandel und überhaupt alle Um"welt"probleme in den Griff bekommt? oder sich wirklich ernsthaft für die Lösung dieser Probleme einsetzt?...dann wäre sie ja für Menschen geschaffen.....

Zundelheiner
15:29 von elhennig

gemach....eine knappe Mehrheit kann auch in D alle 4 Jahre mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel über das Schicksal aller Bürger entscheiden....

Justin

"Oder der Schotten. Die haben vor kurzem erst GEGEN einen Austritt aus UK gestimmt. Auf einmal zählt dieses Votum nicht mehr. Und jetzt wollen sie auch nicht respektieren, dass eben eine Mehrheit in UK für den Austritt aus dem EU-Monstrum war."

Die Abstimmung der Schotten zählt natürlich, Schottland ist weiterhin in GB, aber nirgendwo steht geschrieben, ob man nicht ein weiteres Votum machen kann, wenn sich genug Leute dafür finden, können die es auch machen, das zeigt dass der Interesse groß wäre..

Justin

"Finde es schwachsinnig eine Petition zu eröffnen und ein zweites Referendum. Will mann so lange ein Referendum machen, bis die doch in der EU bleiben?"

So laufen Volksentscheide, auch wenn sie sich gegenseitig blockieren, aber das ist Demokratie

Justin

"Das Ergebnis war auch nicht superknapp, da lagen immerhin mehr als eine Millionen Stimmen dazwischen.
Jetzt die Wahl versuchen zu wiederholen, weil einem das Ergebnis nicht passt, wird keinen Erfolg haben, und ist zudem schlechter demokratischer Stil"

Weiß nicht warum, wenn die Menschen interessiert sind, ein neues Referendum zu organisieren. Vielleicht macht es in unseren Augen wenig Sinn, aber in den Augen der Betroffenen schon viel mehr...

Zeitungs-Ente
@um 15:08 von zerocool76

"Wenn man überlegt, wie lange Parteien in Deutschland nach Wahlen benötigen um eine Regierung zu bilden, ..."

Sie haben Recht - für Deutschland. Da hat es bei der letzten Wahl nämlich mehrere Monate gedauert. Tsipras hatte es in Griechenland nach nur 9 Tagen geschafft, eine funktionsfähige Regierung zu bilden. Und sofort ging von konservativer Seite das Gemecker los, warum er Griechenland noch nicht aus den Schulden geführt und damit gerettet hat - weil er ein "Linker" ist.

dermulla
um 14:53 von WM-Kasparov-Fan

"Ich finde die nachträgliche Petition auch unsinnig."

Ihnen ist schon bekannt, daß diese Petition bereits im Mai von Brexit Befürwortern gestartet wurde? Und zwar für den Fall, daß man knapp unterliegt und in der EU verbleiben soll. Daß jetzt Brexit Gegner das von Brexit Anhängern initiierte Medium gebrauchen entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie.

kommentator_02
Sabine Schlotz, 15:17

||Diese Petition ist nichts anderes als eine Kindergarten trotzreaktion.||
Die Petition gab es bereits vor der Abstimmung, und ins Leben gerufen wurde sie von den Brexit Befürwortern

Gast
uncool

"Offenbar war der Mehrheit der jungen Leute diese politische Schicksalsentscheidung dann doch eher egal "

Also wenn man seine Stimme mit einem Wisch auf dem Smartphone hätte abgeben können, hätten sich garantiert mehr von den Jungen beteiligt. Aber extra in die Polling Station laufen, altmodisch Kreuzchen auf Papier setzen, nee, also das nicht. Das ist eine Zumutung und mega uncool!

Gast
15:04 von harry_up

Dass es sich bei der Petition zum Referendum gegen den Brexit um einen Fake handelte, sollte eigentlich früh jedem klar gewesen sein: Nicht so Medien, die wollen, dass die Petition real ist. Die Fakten haben den Wünschen zu folgen.

davidw.
@White Crow 13:39

Das Referendum in GB zum EU Verbleib
oder EU Austritt, ist nicht mehr und nicht weniger als eine Empfehlung an die verantwortliche Regierung in GB.
Das Referendum war von Anfang an keine verbindliche Wahl.
Zeigt aber den tiefen Zwiespalt in der teilgenommenen Wählerschaft, nur um wenige Prozente um die 50% Marke, Ergebnis 52 zu 48%.
.
Es gibt zwar eine Mehrheit für die Brexit Befürworter aber hierbei keine Besiegten und auch keine Verlierer.
Allenfalls den Erkenntnisgewinn, politisch brisante, emotional hochkochende Volksstimmungen,
nicht akut durch ein Referendum entscheiden zu lassen, sondern zeitlich davon zu trennen, es zeitnah zu verschieben,
bis sich die emotionale Übererregung dazu gelegt hat.
.
Bei nationalen sehr wichtigen Themen,
sei es die Verfassung, Eintritt in einen Staatenverbund, zu einem Verteidigungsbündnis, usw.
wäre ein verbindliches Referendum mit einem 3/4 Quorum, einer 75% Mehrheit durchaus sinnvoll.

tendenziel

Bei einem 52% ergebniss normal. Mir ist schleierhaft wie man mit einer einfachen Mehrheit sowas durchdrücken kann.
Im schlimmsten Fall sind nämlich 48% dagegen.