Kommentare

die großen Vermögen...

liegen doch alle in Stiftungen...was ein Blödsinn...

Kontinuität in der

Unterstützung der Konzentration des Kapitals. Auftrag bestens erfüllt. Die Spenden werden wieder fließen.

Und die Multis...

... sind wieder fein raus.
Sie zahlen perse keine Erbschaftssteuer, da sie in der Regel ja AGs sind, außerdem wäre das den armen Firmen ja nicht zumutbar bei der Rotation die sie immer im Managment haben.
Dann zahlen sie so wie Amzon letztes Jahr duch steuerverschiebung nicht mal 1% Steuer.

Vielleicht sollten unsere geliebeten Anführer mal über ein Allgemeines Europäisches Steuersystem und eine Vorstandswechselsteuer nachdenken.
Zumindest letzteres würde vielliehct mal wieder etwas mehr Langfristiges denken in die Unternehmenskultur bringen anstatt immer nur Boni anhand des kurzfristigen Shareholder values zu berechnen.

Und ja ich weiß, da wird dann gleich wieder mit abwandern in drittstaaten gedroht... die Leiher kennen wir zu genüge.

Luftnummer mit Ansage

In Deutschland sind Politik und Wirtschaft eng verwoben. Dass die Erben millionenschwerer Betriebe zur Kasse gebeten werden, halte ich daher für höchst unwahrscheinlich.

Vermutlich fördert das Gesetz lediglich die Kreativität bei der Steuervermeidung.

Merkwürdige Regelung

Wenn ich von meinem fiktiven Erbonkel morgen 50 Mio € in bar erbe und davon ein mittelständiges Unternehmen kaufe, das mir als Geschäftsführer ein nicht unerhebliches Einkommen sichern wird, bleibe ich dann auch von der Erbschaftssteuer verschont?

Verwerflich ist, das die Menschen die Ihr Vermögen

vor dem Zugriff des Fiskus in Stiftungen verstecken, sich mit dem Feigenblatt der Wohltätigkeit schmücken. Diese Möglichkeit der Maskierung von Reichtum sollte auf den politischen Prüfstand...

re deeskalator

"außerdem wäre das den armen Firmen ja nicht zumutbar bei der Rotation die sie immer im Managment haben."

Wenn Sie uns jetzt noch aufklären würden, was Rotation im Management mit Vererben zu tun hat ???

Aus Raider wird jetzt Twix

sonst ändert sich nix.

So könnte das Motto der Erbschaftssteuerrreform lauten. Von Gleichbehandlung kann noch keine Rede sein. Wieso werden Firmen besser gestellt als Privatleute? Na ja, weil sie die bessere Lobby haben.

Die ersatzlose Abschaffung der Erbschaftssteuer

wäre - Thomas Straubhaar folgend - eine ökonomisch kluge Reaktion auf das Verfassungsgerichtsurteil gewesen, denn:

1. Die Erbschaftssteuer ist eine Substanzsteuer. Besteuert werden Bestände, nicht tatsächliche Einkommen oder wertschöpfende Transaktionen.

2. Mit der Erbschaftssteuer werden Einkommen und Erträge früherer Perioden erneut und damit mehrfach besteuert, was, in aller Kürze zusammengefasst, die Anreize mindert, Einkommen und Erträge zu generieren.

3. Es gibt erheblich Schwierigkeiten, denn Vermögen können auch durch Bewertungsänderungen z.B. von Immobilien entstehen oder verloren gehen.

„Wenn der Erbe einen Betrieb, ein Haus der ein unbebautes Grundstück erbt, hängen an diesen Wirtschaftsgütern keine Preisschilder, denen wir ihren Wert entnehmen könnten. Vielmehr müssen wir einen Verkauf des jeweiligen Vermögens unterstellen, um den dadurch erzielbaren Preis als Grundlage für die Bemessung der Erbschaftssteuer zu ermitteln“ (Paul Kirchhof, 2007).

Hahahaha......

Selten so gelacht. Reine Zeitverschwendung. Ich kriege schon einen heillosen Zorn , wenn ich sehe wie in meinem Bekanntenkreis absolute Looser zu steinreichen Ar...loechern aufsteigen ohne je einen Finger gekruemmt zu haben.. Jeder Form der Erbschaft muesste auf maximal 1 Mio. Euro begrenzt werden. Wer damit kein Leben aufbauen kann hat es eh nicht verdient. Mein Vorschlag: Bis 400 000 Wert oder Cash 10%. Darueber 20% und ueber 1 Mio. 90%. DAS waere fair und wuerde Niemanden in Armut stuerzen.

Verfassungsgericht

Sieht ganz danach aus, dass dieses Gesetz wieder vom Verfassungsgericht gekippt werden wir. Nur: es wird dauern, bis ein Fall vor dem Verfassungsgericht landet. Das Gericht wird dann wieder Übergangsfristen gewähren. So wird sich also über die Jahre nichts Wesentliches ändern. Die Ungleichheit bleibt und die Politiker können auf die Übergangsfristen bauen. Da können sie sich alle feierlich auf die Schulter klopfen.

@um 11:11 von Humanist3

mehrfach falsch:
1. 10 -15 % Steuern auf 10 Jahre vernichtet
keine gesunden Unternehmen,
2. es gibt Schichtarbeit und Pausen,
3. aus den Fingern gesaugte Behauptungen
sind keine Argumente
4. sich gesellschaftlichen Aufgaben zu
entziehen, ist asozial.

Hinweis: Anmerkungen der drei Richter des BGH zum Urteil lesen, das hilft.

Das schreibt jemand mit 12 -14 Stunden-Arbeitstag.

@11:00 von Deeskalator

"Vielleicht sollten unsere geliebeten Anführer mal über ein Allgemeines Europäisches Steuersystem und eine Vorstandswechselsteuer nachdenken."

Den Wettbewerb auszuschalten, führt immer zu Nachteilen für die Bürger, denn die Wirtschaftswissenschaft hat gezeigt, dass ein Monopolist immer dazu neigt seine Dienste schlecht und ineffizient zu verrichten. Das gilt auch für Staaten und den Steuerwettbewerb.

Wenn

Ich durch Ausfall meiner Heizung (Heizkessel)und dem der anschließenden Reparatur die Preistreiberei durch den Quatscht des Erneuerbaren- Energie -Gesetztes als Rentner die Kosten für eine Solaranlage nicht aufbringen kann bleibt mir nur die Möglichkeit entweder ohne Heizung weiters machen oder das Haus zu verkaufen. Eine einfache Reparatur die mit dem auswechseln des Heizkessels vielleicht 2-3000€ kosten würde geht dann nicht sondern eine Komplett-Sanierung für mindestens 40000 € muss sein und da interessiert es niemand ob ich das Zahlen kann oder nicht. Aber falls ein Erbe etwas mehr belastet wird macht sich eine ganze Lobby auf den Weg dass so etwas nicht passieren kann. Und unsere Politiker fallen wie immer darauf rein.

Wer sagt eigentlich, das man heute durch ......

das Zufallsprinzip einer Geburt voellig erwerbslos steinreich werden kann? Wer hat dieses Prinzip erfunden und warum wird es heute nicht umfangreich reformiert? Das soll ja nicht bedeuten , das der Staat ALLES einzieht. Aber grotesk grosse Vermoegen, damit meine ich ueber 10 Mio. Eus. Sollten doch stark besteuert werden. Ist die Firma schuldenfrei auch auf leicht bezahlbaren Kredit.

Gesetzesänderung

Lobbyismus und Spenden an Parteien und deren Organisationen sollten strafbar sein.
So soll dem Wort "Unabhängigkeit" Sinn verschafft werden.

@11:59 von Agent lemon

"Jeder Form der Erbschaft muesste auf maximal 1 Mio. Euro begrenzt werden."

Sie wollen also Erben weitgehend enteignen. Eigentum soll nach ihren Vorstellungen also in Staatseigentum überführt werden.

Wohin Enteignung führt, können Sie gerade in Venezuela sehen.

Sie ignorieren auch, dass es ja gerade die Möglichkeit ist, den Kindeskindern über das zeitlich begrenzte eigene Leben hinaus etwas vererben zu können, womit die Marktwirtschaft mit ihrer kapitalistischen Produktionsweise es schafft, Wohlstand für alle zu ermöglichen. Denn es war ja gerade diese Produktionsweise, die die Menschen vom Joch der Feudalherren befreit hat und die heutige Lebensqualität ermöglicht hat. Der Staat ist da erstaunlich unfähig.

Vererbung war und ist ein wichtiger Grund für Familien, Vermögen zu bilden und nicht alles selber zu verprassen, sondern Apfelbäumchen für kommende Generationen zu pflanzen.

@12:00 von Odi.14

"4. sich gesellschaftlichen Aufgaben zu
entziehen, ist asozial."

Jemanden zu zwingen, für andere zu zahlen, verletzt ein Menschenrecht. Zwang heiligt nicht die Mittel!

Diffuses Selbstverständnis

Es herrscht allgemein ein diffuses Selbstverständnis derer, die die "Arbeitsplatzkeule" schwingen. Für sie ist es selbstverständlich, keinerlei Steuern zahlen zu müssen. Diese Kultur hat sich in den langen Jahren eines schwarz-regierten Deutschlands völlig etabliert. Betriebe bis 26 Mio sind demnach völlig befreit von der Erbschaftssteuer. Das Argument, der Betrieb müsse andernfalls Leute entlassen, bzw. sogar schließen, ist in den meisten Fällen Augenwischerei, den die in Frage kommenden Erben verfügen in den meisten Fällen über ein zusätzliches Privatvermögen. Das wird in diesen Fällen völlig außen vor gelassen.
Und warum diese hohe Grenze? Ja, die CSU freut sich, auch die CDU. Warum die SPD nun aber so tut, als sei dies ein Kompromiss, ist sehr seltsam. Und so müssen selbst arme Menschen (die sicher zum großen Teil arbeiten, auch wenn das in mancher Weltbild nicht passt), ein Erbe von ein paar tsd. Euro hoch versteuern, reiche Firmenerben aber werden wie rohe Eier behandelt. Ungere

@12:10 von Agent lemon

"Wer sagt eigentlich, das man heute durch ......
das Zufallsprinzip einer Geburt voellig erwerbslos steinreich werden kann? Wer hat dieses Prinzip erfunden"

Das hat niemand erfunden, das haben Menschen herausgefunden als etwas, dass ihnen nützt. Denn erst dadurch, dass unserer Vorfahren uns etwas hinterlassen haben, konnten wir uns in dem Maße Weiterentwickeln, wie es geschehen ist. Entscheidend dabei ist die Motivation es den eigenen Nachkommen und nicht irgendwem anders zu hinterlassen, weil Familienbindungen Essenziell für eine Gesellschaft sind, sie sind die Grundlage jeder Gesellschaft. Ausnahmen kann es geben, es ist immer die freie Entscheidung des Erblassers. Ausnahmen sollten aber nicht unter Zwang verallgemeinert werden.

Merke: Wenn alte Leute aufhören Apfelbäume für ihre Nachkommen zu pflanzen, ist eine Gesellschaft dem Untergang geweiht.

wenn die SPD die Hand im Spiel hat

bedeutet dies, dass die Erbschaftsteuer nicht die Reichsten der Nation treffen wird, sondern den Mittelstand. Defacto ist dann davon auszugehen, dass, sollte man des Elternhaus, oder vergleichbares. "erben", dieses "Vermögen" dem Fiskus gehören wird. Seit Schröder kann man auf diese Partei getrost verzichten.

re quereinwerfer

"Und so müssen selbst arme Menschen (die sicher zum großen Teil arbeiten, auch wenn das in mancher Weltbild nicht passt), ein Erbe von ein paar tsd. Euro hoch versteuern"

Man sollte sich wenigstens über die Freibeträge bei der Erbschaftssteuer informieren. Dann würde nicht so ein Unsinn geschrieben.

@Ernst-

12:01 von Ernst-:
"Den Wettbewerb auszuschalten, führt immer zu Nachteilen für die Bürger [...]"

> Besonders dann, wenn die hier im Land erzielten Einnahmen im Ausland versteuert werden.

"denn [...] ein Monopolist [ist] immer dazu neigt seine Dienste schlecht und ineffizient zu verrichten. Das gilt auch für Staaten und den Steuerwettbewerb."

> Soweit ich weiß, hat der Staat das absolute Steuermonopol.

Problematische Steuer

"Der Neid sieht nur die Rosen und nicht des Gärtners Spaten" so heißt es wohl. Wenn ich ein Unternehmen mit sagen wir mal 300 Mitarbeitern im Wert von 100 Mio. € Erbe und "nur" 20% Erbschaftsteuer zahlen müsste, bedeutet das ökonomisch: Da sich der Wert der 100 Mio. in Gestalt von Immobilien, Maschienen und Vorräten befindet, ich diese entweder beleihen oder verkaufen muss. Wie sonst soll ich JETZT an 20 Mio. € kommen?
Wenn ich sodann die 20 Mio. € abstottere, entfaltet die Tilgung ebensowenig eine Ertragsteuerwirkung, wie die Darlehnsaufnahme. Jedenfalls ist der mit der Tilgung der Steuerschulden verbundene Liquiditätsabfluss für den lebenden Betrieb dieses Unternehmens - welches ja unverändert ertragsteuerpflichtig bleibt - ein aktueller Nachteil für dieses Unternehmen und gewiß eine Beinträchtigung für seine Zukunfstchancen. / In der Konsequenz bleibt es dabei: Mein Bierbauch, der auch sehr viel Geld gekostet hat, wird mir nicht geneidet und somit prämiert. "Lenkungswirkung" ;-))

Wenn ich mal in Rente gehe

Wenn ich mal in Rente gehe und ich es so rechne als wenn ich Immobilien gekauft hätte anstelle in die Rentenkasse einzuzahlen so hätte ich Immobilien (zu meinem klein Häuschen)im Wert von mindestens 750.000€ von denen ich dann meinen restlichen Lebensunterhalt bestreiten müsste.
Wenn ich dann abtreten würde von dieser Welt hätte ich meinen Nachkommen einen Wert zu hinterlassen von 1 Mio. €.
Da ich aber Rentenversicherungspflichtig bin sind es nur 250.000€.
Solange nicht alle in die Gleiche Kasse zahlen für die Altersversorgung, so lange müsste auch das volle Erbe aller gleichwertig versteuert werden.
Das was z.Z. von der Regierung betrieben wird ist gezielte Kastenschaffung.

War ja eigentlich klar, dass,

War ja eigentlich klar, dass, wenn's darum geht den Leuten noch mehr von ihrem Geld abzunehmen, die sich schnell noch einigen werden. Damit sind wieder einige Milliarden frei geworden, um sie in der Willkommensstruktur zu versenken. Kranken- und Sozialsysteme kann man ja weiter ohne Finanzausgleich belasten. Wenn die Systeme durch die andauerte 'Flüchtlingsaufnahme' zusammenbrechen, trifft es ja eh nur die Dummen, die mit ihrem Arbeitsleben diese Systeme mit aufgebaut und am Laufen gehalten haben, ist also völlig belanglos für die Herrschaften. Im Übrigen kann man dann ja immer wieder irgendwie weitere Steuern neu oder dazu abkassieren.

@12:37 von Quereinwerfer

Zu: "Arbeitsplatzkeule"

Der Staat ist bekanntlich ein schlechter Unternehmer, denn das ist nicht seine Profession. Steuern, die Unternehmen belasten, führen immer dazu, dass erfolgreichen Unternehmen weniger Mittel zur Verfügung stehen und diese Mittel an weniger tüchtige Wirte gegeben werden. Ganz logisch gedacht - ohne jede Ideologie - führt diese Verlagerung von Mitteln zu geringerer Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft und damit zu weniger Arbeitsplätzen und/oder schlechter bezahlten Arbeitsplätzen, als ohne die Steuer auf Unternehmen.

Versteuertes Geld nochmals versteuern

Leider habe ich den Eindruck, dass bei
der Diskussion vieles durcheinander
gebracht wird.
1. der Erbe nicht der Vererber muss zahlen.
Und der hat das Geld gewiss nicht versteuert.
2. Wenn sich jemand von seinem bereits versteuertem Geld (Lohnsteuer!) ein
Brötchen kauft muss er ebenfalls die MWST
zahlen.
Oder nicht?

... wieder mal ein durchlöchtertes Gesetz ...

... und wenn sich die CSU sehr zufrieden äussert, heisst es: die Besitzenden können sich wieder einmal freuen, der ehrlich arbeitende Steuerzahler wird es natürlich - wie immer - schon richten. Umverteilung von unten noach oben. Weiterhin. Da darf man sich - einmal mehr - dann nicht wundern, wenn die Steuerzahler/Wähler - sich total betrogen fühlend, verzweiflelt und politikmüde sich dann irgendwelchen Politrattenfängern anvertrauen (wie derzeit sichtbar).

... vors BVG

Nachdem das "neue" Erbschaftsteuergesetz ja doch wieder so gerecht ist, hoffe ich, dass bald jemand vor das Verfassungsgericht geht. Und dort hat er womöglich gute Chancen und der Zirkus geht von vorne los !

@Ernst

12:19 von Ernst-:
"Sie wollen also Erben weitgehend enteignen."
> Ja, definitiv. Ich möchte behaupten, dass man ab einem Vermögen von über 10 Mio Euro seinen Lebensstandard nicht weiter steigern kann.

"Eigentum soll nach ihren Vorstellungen also in Staatseigentum überführt werden."
> ... damit dieser davon Schulen, Infrastruktur und andere öffentliche Güter finanzieren kann. Das ist das Prinzip der Steuern.

"Sie ignorieren auch, dass es ja gerade die Möglichkeit ist, den Kindeskindern über das zeitlich begrenzte eigene Leben hinaus etwas vererben zu können [...]"
> Und Sie ignorieren, dass sich ca. 70% des Privatvermögens auf nur 10% der Bevölkerung verteilen. Der größte Teil der Bevölkerung (Stichwort: Demokratie) wäre also überhaupt nicht betroffen.

Als firmenerbe kann ich

Als firmenerbe kann ich sagen: wer die Steuer nicht verkraftet kann den laden eh zusperren. Da ist die Steuer nur der Katalysator, der den unweigerlichen bankrott etwas beschleunigt.

re nachfragerin

"Der größte Teil der Bevölkerung (Stichwort: Demokratie) wäre also überhaupt nicht betroffen."

Demokratie hat mit Steuergerechtigkeit überhaupt nichts zu tun.

Was wird anders bei der Erbschaftsteuer?

Nachdem ich gelesen habe, was hier http://www.tagesschau.de/inland/erbschaftsteuer-111.html

dazu geschrieben wurde, stelle ich fest, es ist ein weiteres bürokratischen Monster, was ungezählte Steuerberater beschäftigen wird und zusätzlich zur Steuer auch noch Kosten bei den Unternehmen verursacht.

Das wird den Wirtschaftsstandort in Zukunft schädigen. Die Politik befindet sich offensichtlich im "Siebten Himmel der Glückseligkeit" nachdem z.Z. die Steuereinnahmen fließen, wie nie zuvor. Das ist aber hauptsächlich die Folge der Geldpolitik der EZB, die z. Z. jeden Monat 80 Mrd. € Geld aus dem Nichts schafft. Das führt jedoch zu Fehlinvestitionen, wie sie z.B. bei Immobilien - aber nicht nur dort - in Deutschland sich schon abzeichnen. Wie so etwas endet, konnte man 2008 in den USA sehen und später dann in Irland, Spanien und Portugal. Und Griechenland ist ein beredtes Beispiel dafür, wie durch niedrige Zinsen ermöglichte aufgeblähte Staatsausgaben die Bürger in die Armut treiben.

@Deeskalator

"Und die Multis...... sind wieder fein raus.
Sie zahlen perse keine Erbschaftssteuer, da sie in der Regel ja AGs sind"

Verquere Denke. Weder die "Multis" noch andere Firmen zahlen Erbschaftssteuer. Erbschaftssteuer fällt dann an, wenn jemand Anteile an einer Firma oder die ganze Firma erbt.

Im Fall der "Multis" bedeutet das, dass ein Aktionär dieser "Multis", der Millionen von Anteilen an so einer AG hält und dann verstirbt eben Millionen vererbt. Der Erbe hat dann Erbschaftssteuer zu zahlen. Da in dem Fall in der Regel der Fortbestand der AG nicht gefährdet ist, muss der Erbe, wenn er sonst nicht genügend Geld hat, eben einen Teil seiner Aktien verkaufen, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen.

Was die Manager anbelangt: Die Erben ja in der Regel nicht die AG. Die werden mit Einkommenssteuer belegt. Was soll das also?

re nachfragerin

" Ich möchte behaupten, dass man ab einem Vermögen von über 10 Mio Euro seinen Lebensstandard nicht weiter steigern kann."

Oh doch, man kann. Ist aber auch nicht die Frage. Denn eine Deckelung von Eigentum an der Summe X würde das Verfassungsgericht stante pede kassieren.

Alle radikalsozialistischen Ideen möchten sich bitte erstmal am Rahmen der Verfassung orientieren.

12:23 von Ernst-

"...Jemanden zu zwingen, für andere zu zahlen, verletzt ein Menschenrecht. Zwang heiligt nicht die Mittel!"

Welches Menschenrecht? Ein Menschenrecht auf Reichtum gibt es nicht.
Im Gegenteil sagt unser Grundgesetz, dass Eigentum dazu verpflichtet, es auch sozial zu nutzen. Andernfalls kann es nach Gesetzeslage durchaus enteignet werden.

Weil's ja immer wieder kommt:

Es wurde in Deutschland noch NIE ein Unternehmen durch die Erbschaftssteuer in den Ruin getrieben ! CDU und FDP (letztere besonders) haben bei der letzten Erbschaftssteuerreform verzweifelt und mit Hilfe der Industrie- und Handels- bzw Handwerkskammern nach Beispielen gesucht, wurden jedoch nicht fündig.

nochein@argument

".... welches ja unverändert ertragsteuerpflichtig bleibt - ein aktueller Nachteil für dieses Unternehmen und gewiß eine Beinträchtigung für seine Zukunfstchancen. "
Wenn ich als Privatperson Umsatzsteuer oder Einkommensteuer bezahle, ist das für mich ebenso ein aktueller Nachteil und beeinträchtigt meine Zukunft. Aber das interessiert niemanden.

12:39 von Ernst-

"...'Wer sagt eigentlich, das man heute durch ...das Zufallsprinzip einer Geburt voellig erwerbslos steinreich werden kann? Wer hat dieses Prinzip erfunden'
Das hat niemand erfunden, das haben Menschen herausgefunden als etwas, dass ihnen nützt. ..."

Und mittlerweile haben andere Menschen herausgefunden, dass es eben nur einigen Wenigen nützt, der Mehrheit aber nicht. Wat nu?

Erbschaftssteuer 100%

Das müsste der Logik nach die Idealvorstellung der "Leistung muss sich lohnen"-Fraktion sein. Denn wenn jeder bei Null anfängt, sieht man ja ganz schnell, wer es durch eigene Leistung zu etwas bringt und wer nicht. Davor dürften doch die "Leistungsträger" keine Angst haben, oder?

@Ernst-

Ihre Argumente greifen nicht:

Es handelt sich NICHT um eine "Substanzsteuer", sondern es wird der VermögensZUWACHS des Erben besteuert.

Das Geld ist natürlich vorher schonmal besteuert worden, das trifft aber letztlich für alles Geld zu: Wenn ich mir ein neues Auto bei einem Autohaus kaufe, kaufe ich das aus meinem versteuerten Einkommen. Dennoch muss aber der Autohändler den Gewinn (der ja aus schon versteuertem Einkommen stammt) nun wieder versteuern.

Der Erbe hat das Geld noch nicht versteuert. Ihm fällt leistungsloses Einkommen zu. Bei dem Erben handelt es sich um VermögensZUWACHS, wie oben schon beschrieben. Warum sollte das nun nicht besteuert werden?

Wer heute in Deutschland geboren wird,

findet sich in einem Land wieder, in dem jeder Grashalm irgendjemandem gehört. Um ein Teil von dem schon verteilten Kuchen zu ergattern bleibt nur ein Weg. Er muß durch Bildung,Arbeit, Ehrgeiz und Fleiß im Laufe seines Lebens Eigentum erwerben! Oder eben ererben! Ist doch fast kein Unterschied, das kleine w...

Ich verstehe nicht was auf

Ich verstehe nicht was auf der einen Seite als gerecht verkauft wird auf der anderen Seite als Neid und oder Ungerecht dargestellt wird.
Ich oder besser meine Hinterbliebenen verlieren auf einen Schlag die gesamte Leistung die ich in der Rentenkasse erbracht habe und die Privilegierten verlieren maximal ein paar Prozent und die sind denen noch zu viel.
So lange nicht alle Einkommensarten für die Altersversorgung in eine Kasse zahlen ist diese Erbschaftssteuer ein schlechter Witz für Normalbürger.
Denn die Rentenzahlungen dieser sind dann eine Arbeitslebenslange Zwangssteuer die diese Reichen und Super-Reichen nicht zahlen müssen.
Ja ich bin neidisch das diese von den meisten Sozialleistungen befreit sind und so Vermögen anhäufen können die ein Normalbürger wegen seiner Sozialleistungen nicht erwirtschaften kann.

@13:12 von Nachfragerin

"Und Sie ignorieren, dass sich ca. 70% des Privatvermögens auf nur 10% der Bevölkerung verteilen. Der größte Teil der Bevölkerung (Stichwort: Demokratie) wäre also überhaupt nicht betroffen."

Diese großen Vermögen sind ganz wesentlich auf staatliche Interventionen zurück zu führen. Stichwort "too big to fail". Andernfalls würden auch große Vermögen sich in Nichts auflösen. Dazu kommt noch die Politik des "leichten Geldes", die die EZB und andere große Zentralbanken betreiben, diese Politik bewirkt, dass Mittel von der arbeitenden Bevölkerung zum Großkapital verlagert werden, da die Gelder, die die Zentralbanken aus dem Nichts schöpfen die Preise für Sachvermögen sehr viel stärker steigen lassen als die Einkommensentwicklung der arbeitenden Bevölkerung.
Hier gilt es die Ursache zu beheben. Mit Besteuerung wird lediglich an Symptomen herumgedoktert.

@Ernst-

12:23 von Ernst-:
"Jemanden zu zwingen, für andere zu zahlen, verletzt ein Menschenrecht."

> Es gibt kein Menschenrecht auf Asozialität.
Wer weder steuer- noch abgabenbefreit ist und an der Kasse den vollen Preis zahlt, unterstützt damit immer andere. Die meisten können gut damit leben.

"Steuern, die Unternehmen belasten, führen immer dazu, dass erfolgreichen Unternehmen weniger Mittel zur Verfügung stehen und diese Mittel an weniger tüchtige Wirte gegeben werden."

> Die Steuersätze und Subventionen werden nicht an der "Tüchtigkeit" eines Unternehmers bemessen. Unabhängig davon belebt die von Ihnen angeprangerte - angebliche - Umverteilung doch den Wettbewerb, den Sie in Ihrem Beitrag von 12:01 Uhr noch als extrem wichtig einstuften.

Problem Erbschaftssteuer

Will der Staat im Erbfall mitkassieren, kann das Unternehmen sehr wohl in den Ruin treiben oder in arge Bedrängnis führen. Geriet der Gerling vor einigen Jahrzehnten deshalb nicht mal ins Schlingern?

Es macht absolut Sinn diese Steuer nicht koste es was es wolle durchzusetzen, sondern solche Überlegungen mit zu berücksichtigen. Aber für die "Klassenbewussten" hier wäre eine Enteignung ohnehin das besste (warum eigentlich bis zum Erbfall warten?).

Ein gutes Beispiel übrigens, wie mal wieder die Lobbyismus-Keule geschwungen wird. Eine Entscheidung wird nicht so getroffen, wie man es gerne hätte. Eigentlich ja ein demokratischer Normalfall - zumindest sofern man seine eigene Meinung halt auch als das betrachtet: halt (nur) als eigene Meinung. Für viele stellt sie aber die absolute Wahrheit dar. Kommt sie nicht zu Zuge, zeigt sich daran, wie "undemokratisch" doch eigentlich alles ist. Einzige Erklärung: Lobbyismus! Prinzip: "Es gibt zwei Meinungen, meine und die Falsche!"

13:12 von Nachfragerin

"... Ich möchte behaupten, dass man ab einem Vermögen von über 10 Mio Euro seinen Lebensstandard nicht weiter steigern kann. ..."

Das sehe ich ganz genauso. Und würde weit über eine Erbschaftssteuer hinausgehend eine Beschränkung von Vermögen oder Besitz auf eben diese 10 Millionen Euro gesetzlich festschreiben. Wird auf absehbare Zukunft nicht kommen, weiß ich. Aber auf lange Sicht ist eine wirkliche Demokratie nur zu erhalten, wenn ausgeschlossen ist, dass über große Geldmittel Einfluss auf Politik und Gesellschaft genommen werden kann.
10 Millionen sind mehr als genug für ein Luxusleben ohne Arbeit.

@13:12 von Nachfragerin

>>12:19 von Ernst-:
"Sie wollen also Erben weitgehend enteignen."
> Ja, definitiv. Ich möchte behaupten, dass man ab einem Vermögen von über 10 Mio Euro seinen Lebensstandard nicht weiter steigern kann.<<

Es geht aber hier nicht darum, den eigenen Lebensstandard zu steigern, sondern den Wohlstand anderer zu erhöhen, denn Unternehmen und deren Erben können ihr Vermögen auf einem freien Markt (den wir nicht haben) nur erhalten, indem sie die Bedürfnisse der Menschen besser erfüllen als der Wettbewerb. Ist das nicht mehr der Fall, kaufen die Kunden bei Anbietern, die das besser können und die Vermögen der schlechten Anbieter lösen sich in Nichts auf.

Auffällig ist hier der

Auffällig ist hier der allgemeine Trend, Reichtum als etwas Böses darzustellen.
Und das Vererben von Reichtum ist natürlich noch böser.
Wenn ich mit Fleiß, Geschick, usw. Vermögen "gemacht" habe, möchte ich auch daß meine Kinder etwas davon haben. Schließlich mache ich ja Geld nicht nur für mich alleine, sondern auch für meine Familie.
Daher finde ich es als moralisch verwerflich, wenn der Staat denen etwas wegnimmt, weil sie ja auch direkt oder indirekt mitbeteiligt sind.
In diesem Falle versucht der Staat mit diesem Gesetz sein eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen, weil er auch Dritte mit der Erbschaftssteuer schädigt.
Auch so muß man das Gesetz sehen.
Geldgier des Staates gegen Arbeitsplatzvernichtung.

fauler Kompromiss

Die Einigung ist mal wieder ein fauler Kompromiss, bei dem jede Partei sich als Sieger erklärt. Viele Punkte sind nicht im Detail geklärt. So zum Beispiel: Verschonungsbedarfsprüfung: Wie wird das Privatvermögen bei der Wahl Verschonungsbedarfsprüfung oberhalb der Freigrenze einbezogen? Welche Teile des Privatvermögens werden berücksichtigt? S. a. https://www.mehrwertsteuerrechner.de/erbschaftssteuer
Was genau ist „nahezu vollständig« Gewinnentnahmen oder Ausschüttungen“. Wieviel Prozent sind hier die Benchmark?

Was passiert wenn plötzlich

Was passiert wenn plötzlich keiner mehr richtiges Vermögen Über 10 Mill. hat, wer kann dann noch Dinge von 1,5 Milliarden kaufen?
Oder einen mittleren Betrieb mit 120 Mill.?
Der Ausverkauf der DDR hatte genau diesen Grund, keiner dort hatte Vermögen und konnte ostdeutsche Betriebe kaufen.
Wollen wir das?
Die Scheichs warten auf Schnäppchen, sie haben genügend Geld, was keiner versucht Ihnen wegzunehmen.

11:59 von Agent lemon

Jeder Form der Erbschaft muesste auf maximal 1 Mio. Euro begrenzt werden
.
dann muß man das Lottospielen auch verbieten
wie kann es sein dass einer nur weil er Glück hat ein paar Millionen kriegt ?
wo wir schon beim Glück sind
wenn einer Glück bei Frauen hat ... Glück Gesund zu sein, ein langes glückliches Leben
wie ist das zu werten, wo kann man dann "Gleichheit" fordern beim Allmächtigen ?

@ Ernst-

Sie stellen also die steile These auf, das unser Grundgesetz gegen Menschenrechte verstößt?

Ich sehe nirgens ein Menschenrecht auf Reichtum, sehr wohl aber ein Menschenrecht auf genügend Nahrung und angemessenes Wohnen, welches zu hunderten Milionen verletzt wird, da eben das Vermögen der Erde so ungleich verteilt ist, das - bei immer stärkerer Konzentration- in der Konsequenz am Ende nur noch eine Hand voll Superreiche übrigbleiben, während der Rest der Menschheit diesen Reichen willfähig fast zu jedem Preis ihre Arbeitskraft anbieten, um überhaupt überleben zu können und damit die Superreichen noch reicher machen.

Schon mal was vom Grundgesetz Artikel 14II gehört? Eigentum verpflichtet.

Staatlich Interventionen

Große Vermögen bauen sich nur dank staatliche Interventionen auf und würden sich ansonsten in Nichts auflösen ... Interessanter Gedankengang, deren uns Begründung der Autor (aus gutem Grunde) schuldigt bleibt (bleiben muss). Das ist schlicht quatsch!

Und wie kann man bitte begründen, dass die Liquiditätsüberflutung der EZB mit den daraus resultierenden niedrigen Zinsen Mittel der arbeitenden Bevölkerung zum Großkapital verlagert? Keine Ahnung!

An Preissteigerungsraten wird es kaum liegen können. Diese sind nämlich äußerst niedrig. Zinsen auf angelegtes Geld-Kapital der Superreichen dürften aktuell auch kaum Spaß machen, tendieren sie doch gegen Null. Investments in Unternehmen werfen natürlich Renditen ab. Aber von Gipfelstürmereien an der Aktienbörse sind wir doch auch weit entfernt.

Einzig: Für Sparer ist es derzeit böse. Auf der Gegenseite ist es für private Häuslebauer super. Und von den stetig steigenden Immo-Preisen profitiert auch so mancher kleine Mann!

@13:42 von Nachfragerin

"Es gibt kein Menschenrecht auf Asozialität."

Sozial kann nur etwas sein, das freiwillig erbracht wird.

"Die Steuersätze und Subventionen werden nicht an der 'Tüchtigkeit' eines Unternehmers bemessen."

Doch! Denn je tüchtiger ein Unternehmen ist, um so mehr Vermögen kann es erwirtschaften und um so höher sind die Zahlungen für das Unternehmen, in Form von Steuern.

@ Izmi

#Aber auf lange Sicht ist eine wirkliche Demokratie nur zu erhalten, wenn ausgeschlossen ist, dass über große Geldmittel Einfluss auf Politik und Gesellschaft genommen werden kann.
10 Millionen sind mehr als genug für ein Luxusleben ohne Arbeit.#

Sie sprechen mir aus der Seele. Besonders wenn ich mein kambodschanisches Klientel so ansehe. Wie kann ein Mensch auch nur Hoffnung haben, wenn er um die 100$ im Monat oder weniger verdient. Da ist man gefangen auf Lebenszeit ohne jede Hoffnung. Ich bin wahrlich nicht arm, kann aber diese grenzenlose Habgier nicht nachvollziehen. Was ich derzeit bemerke : Die kaum durch Arbeit Lebensfaehigen, das sind MILLIARDEN , werden das wohl nicht mehr lange hinnehmen. Die Spannungen nehmen zu.

@13:26 von karwandler

Alle radikalsozialistischen Ideen möchten sich bitte erstmal am Rahmen der Verfassung orientieren.

Der Artikel 14 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland steht wohl nicht im Verdacht als radikalsozialistische Idee zu gelten:

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

@Ernst-

13:39 von Ernst-:
"Diese großen Vermögen sind ganz wesentlich auf staatliche Interventionen zurück zu führen."

Nein, ich schrieb von Privatvermögen und nicht dem Vermögen irgendwelcher Konzerne. Man rechnet mit zwei bis vier Billionen(!!!) Euro, die in den kommenden 10 Jahren vererbt werden (1). Durch steuerliche Umverteilung könnte ein Teil dieser Summen einem Großteil der Bevölkerung zu Gute kommen, ohne das irgendjemandem geschadet wird.

1) www.zeit.de: "Eine Klasse für sich" (18. März 2015)

re izmi

"10 Millionen sind mehr als genug für ein Luxusleben ohne Arbeit."

Und wer die 10 Millionen voll hat wird vom Staat gezwungen, nicht mehr zu arbeiten - jedenfalls nicht gegen Entgelt.

Im Ernst?

Oder wenn er sich von den 10 Millionen einen Rolls Royce kauft - dann hat er ja keine 10 Mio. mehr. Kriegt er dann eine Arbeitserlaubnis, um wieder ans Limit zu kommen?

@ Druide

#Der Ausverkauf der DDR hatte genau diesen Grund, keiner dort hatte Vermögen und konnte ostdeutsche Betriebe kaufen.#
Das ist mehr als grotesk und lachhaft. Ich war auch mal kurz fuer die Gauck Behoerde taetig. Einen korrupteren Verein habe ich niemals gesehen. Da wurden massig GESUNDE Firmen aus der DDR Masse fuer 1!!!!! DM verkauft , nur um dann noch Subventionen abzusahnen UND anschliessend ein eventuelles Konkurrenzunternehmen platt zu machen . Wohlgemerkt NACH der Subvention. Was da ablief , spottet jeder Beschreibung. Den damaligen DDR Betriebsleitern wurden die Betriebe nicht mal angeboten. Ne Mark haetten die auch gehabt. Gehen Sie mir blos weg .

@ karwandler

#Und wer die 10 Millionen voll hat wird vom Staat gezwungen, nicht mehr zu arbeiten - jedenfalls nicht gegen Entgelt.#
Was soll der Zynismus. Ab 10 Mio. greifen dann halt exorbitante Steuern. Man kann ja weiterabeiten und vielleicht seine Mitarbeiter wesentlich besser bezahlen, statt immer reicher zu werden. Vielleicht hat man dann auch mal echte Freunde? WAS ein,Paradies, wenn man sich das vorstellt. Aber die Gierschlunde kriegen ja den Hals nicht voll.

bitte was?

Laut der akutellen DIW Studie werden in Deutschland jährlich 200-300 Milliarden Euro vererbt. Wenn man die ganzen Freibeträge weglässt, wären es bei den 200 Milliarden und den erhofften Mehreinnahmen von 235 Millionen, eine Erhöhung von weniger als 0,1175% - da freuen sich die reichen Familien in Deutschland.

Denn laut DIW: Vorsichtigen Schätzungen zufolge besitzen die reichsten zehn Prozent knapp zwei Drittel der Nettovermögen, das reichste Prozent rund ein Drittel und die obersten 0,1 Prozent immer noch 16 Prozent. Das bedeutet umgekehrt: 90 Prozent der Bürger besitzen nur ein Drittel der Nettovermögen in Deutschland.

Dabei wäre es ganz einfach. Man nimmt einen Freibetrag von z.B. 250.000 Euro, damit Omas Haus und kleine Betriebe nicht betroffen sind und alles was darüber hinaus geht, wird mit 25% - wie die Abgeltungsteuer - besteuert. dann wären es rechnerisch ohne Freibeträge 50 Milliarden Euro jährlich. 2015 wurden aus Erbschaften nur 6,29 Milliarden Euro eingenommen...

Dynamik

Das Problem besteht doch nicht nur darin, dass Deutschland die größte Vermögensungleichheit in der Eurozone besitzt, sondern dass sich diese Ungleichverteilung die letzten 20 Jahre immer noch verstärkt, die Ungleichverteilung ist nicht stabil sie wird jedes Jahr stärker und stärker als Auswirkung einer neoliberalen Politik.

Wenn wir nicht aufpassen kann so etwas zu oligarchischen Missständen führen, zu einer gesetzlosen Herrschaft der Reichen, die nur noch an ihrem Eigennutz interessiert sind.

Und ich schreibe es noch einmal!

Jeder redliche Arbeiter / Angestellte und rinnen MUSS über die Rentenversicherung Beiträge leisten die diese nicht leisten müssen und wenn diejenigen vorzeitig Versterben oder nur 2, 3, oder 4 Jahre Rente bekommen so ist die geleistete Sozialleistung futsch für andere.
Und keiner sagt buuuuuu mein Vater, meine Mutter hat so viel einbezahlt ich will davon mein Erbe……
Gewisse Bevölkerungsgruppen kriegen den Hals nicht vollgenug und werden auch noch von Obrigkeitshörigen unterstützt und hofiert.

14:07 von karwandler

"...Und wer die 10 Millionen voll hat wird vom Staat gezwungen, nicht mehr zu arbeiten - jedenfalls nicht gegen Entgelt.
Im Ernst?
Oder wenn er sich von den 10 Millionen einen Rolls Royce kauft - dann hat er ja keine 10 Mio. mehr. Kriegt er dann eine Arbeitserlaubnis, um wieder ans Limit zu kommen?"

Schönes Beispiel: Ein Rolls Royce kostet neu etwa 350.000 Euro. Schon ein schöner Preis für eine Luxuskarosse. Blieben dem Käufer noch 9,5 Millionen. Ziehen wir 4-5 Millionen für eine schöne Villa nebst Grundstück ab, bleiben weiter knapp 5 Millionen. Jährliche Luxusreisen schlagen wohl mit 30.000 zu Buche, in 30 Jahren also eine knappe Million, bleiben 4 ... damit ist ein vorzügliches, sorgenfreies Leben doch drin oder?
Und einen eigenen Flugzeugträger braucht nun wirklich keiner... achja, bliebe noch der selbstbezahlte Flug zum Mars. Der fiele allerdings ebenfalls aus.
By the way: Den Rest meines Vorschlags regelt wie üblich ein Bundesgesetz.

14:11 von

14:11 von schgrueblerxyz
Technisch nicht ganz richtig, weil es gibt Märkte, wo es Nettopreise gibt, wo gewerblich tätige Leute für ihren Haushalt einkaufen können, und wo es um den Nettopreis geht (zB bekannt: METRO, also nicht die üblichen Grosshändler, wo Nettopreise gelten). Das heisst, die MWST wird dem Normalverbraucher angerechnet, und die MWST zahlen im Endeffekt wir!

Zur Gerechtigkeit gebe es viel zu sagen, aber das wäre nicht das Thema hier.

Clientelpolitik der CDU/CSU

Das Ergebnis ist eindeutig:

Die Reichen behalten ihr Geld, die arbeitende Bevölkerung darf weiterhin im Alleingang alles finanzieren.

Die Begründungen abstrus:

Bei einer Firmenübernahme zahlt der Käufer 100% des Firmenwertes, und erarbeitet diese Kosten mit der Firma über die nächsten 5, 10, vielleicht 20 Jahre wieder.
Der Erbe müsste nur 30% des Firmenwertes an Steuern zahlen. Nichtmal ein Drittel von dem, was ein Firmenkäufer hinlegen muss. Und selbst die erlässt man ihm, weil "das sonst Arbeitsplätze gefährdete".
Was für ein Quatsch. Aber so wollen es die superreichen Familien. Und denen gehören die privaten Medien, und die Firmen, die "unternehmensfreundliche" Politiker nach deren Politlaufbahn auf gut dotierte Pöstchen setzen. Mit denen legt man sich nicht an. Oder höchstens wenn man zur Linkspartei gehört. Weshalb es die auch nie weit bringt.

Erbschaftssteuer abschaffen, Einkommenssteuer für Alle

Alle Menschen sollten vor dem Gesetz gleich sein.
Wer Firmen oder Immobilien veräußert, auch Mobiles geerbtes(Gold, Geld,Van Gogh) sollte dafür Einkommenssteuer bezahlen.
Ansonsten sollten Grundstückssteuern, Gewerbesteuer sowieso dem Umsatz (Steuern) angepast werden.
Auch sollte der Arbeitnehmer anstatt Lohnsteuern(abschaffen), Einkommenssteuern abgeben, und dem Arbeitnehmer Fahrtkosten bzw. Auto + Arbeitskleidung (Werbekosten) genauso kreativ erstattet werden wie bei Arbeitgebern.

re politeia

"Der Artikel 14 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland steht wohl nicht im Verdacht als radikalsozialistische Idee zu gelten:"

Es steht ja auch nichts radikalsozialistisches drin.

Z.B. jegliche Enteignungsphantasien wie auch hier wieder vorgetragen scheitern daran.

Der Vorschlag ist so schlecht nicht

Die Steuervermeidungsmöglichkeiten werden weiter eingeschränkt, gleichzeitig werden Familienunternehmen nicht zugrunde gerichtet bzw. unzumutbar stark geschwächt.

Wer die Erbschaftssteuer generell in Frage stellt, sollte sich dann aber auch mal fragen, warum wir eine Rentenbesteuerung brauchen?
Je nach Sichtweise wird es immer Gruppen geben, die sich benachteiligt fühlen.

re agent lemon

"Ab 10 Mio. greifen dann halt exorbitante Steuern."

Es ist wurscht ob Sie das Enteignung oder exorbitante Steuern nennen.

Keiner wird freiwillig in einem Land bleiben, in dem er nicht mehr als ein gedeckeltes Vermögen haben darf.

re izmi

Mal abgesehen von der Frage, wie luxuriös ein Leben ausfällt, wenn man 30 oder mehr Jahre nur vom Startkapital zehren muss ...

.. fehlt in Ihrem Gemälde noch die Mauer um Deutschland, mit der Sie verhindern müssen, dass derjenige mit den 10 Mio. und seinen Qualifikationen dorthin zieht, wo er ungehindert seinen Beruf ausüben kann, ohne dass man ihm alles wegnimmt, was das Limit übersteigt, und wo das Erreichte am Ende seiner Tage auch mehrheitlich in der Familie bleibt.

235 Millionen Mehreinnahmen

235 Millionen Mehreinnahmen soll diese Gesetzesänderung bringen. In anderen Worten; es handelt sich um Kosmetik. An der Umverteilungsorgie von unten nach oben ändert sich - wenig überraschend - rein gar nichts.

Mittelwege

Schon lustig was hier alles an Alternativvorschlaegen kommt. Von Totalenteignung ueber Entgeltverbot fuer Arbeit von Reichen und Kritik an "Wohltaetigkeit als Feigenblatt" bis hin zur Abschaffung der Erbschaftssteuer. Wie es ja mancherorts laengst geschehen ist. Ich denke, wie so oft ist ein Mittelweg gefragt.

@13:54 von Hugomauser

„Ich sehe nirgens ein Menschenrecht auf Reichtum, sehr wohl aber ein Menschenrecht auf genügend Nahrung und angemessenes Wohnen,“

Solch „positive Freiheitsrechte“, wie Recht auf Nahrung usw. haben nichts mit echten Freiheitsrechten zu tun, denn was für den einen das Recht auf Nahrung usw. bedeutet, heißt für irgendjemand anderes die Pflicht ihm Nahrung usw. zu beschaffen. Jemandem also ein Recht auf irgendwas, auf Kosten eines anderen einzuräumen, ist gleichbedeutend mit der Entrechtung dieses anderen. Damit wird Recht sinnlos: es greift bloß, wenn es gebrochen wird. Hilfe kann daher nur freiwillig gegeben werden.
Es kann also nur „negative Freiheitsrechte“ geben, nämlich in Ruhe gelassen zu werden, frei von der initiierenden Gewalt anderer. Diese leiten sich aus dem Selbsteigentum eines jeden Menschen ab und damit auch am Eigentumsrecht an allen von ihm erzeugten Güter.

@14:05 von Nachfragerin

>>"Diese großen Vermögen sind ganz wesentlich auf staatliche Interventionen zurück zu führen."

Nein, ich schrieb von Privatvermögen und nicht dem Vermögen irgendwelcher Konzerne.<<

Große Privatvermögen sind aber nun mal in Sachwerten investiert und die steigen nun mal im Preis durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken schneller als die Einkünfte der arbeitenden Bevölkerung.

13:55 von gtsml

"Große Vermögen bauen sich nur dank staatliche Interventionen auf und würden sich ansonsten in Nichts auflösen ... Interessanter Gedankengang, deren uns Begründung der Autor (aus gutem Grunde) schuldigt bleibt (bleiben muss). Das ist schlicht quatsch!"

Die Begründung habe ich doch geliefert.
Bitte nicht übersehen, dass auch die EZB eine Institution des Staates ist und sie z.B. den Preis für Geld (Zins) festsetzt. Was eben auch eine Intervention ist, weil sich der Preis nicht auf dem Markt frei bilden kann.

Ich vermute mal, Sie haben sich noch nie mit unserem staatlichen Geld und Geldsystem beschäftigt, denn dann hätten Sie meine Begründung auch verstanden.

Eigentum verpflichtet

Eigentum hat seine Pflicht und Schuldigkeit bereits getan, man muss es nicht noch besteuern, denn wer ein hohes Eigentum in einer freien Marktwirtschaft (die wir nicht haben) erwirtschaftet, hat die Bedürfnisse der Menschen besonders gut erfüllt. Denn die Eigentumsbildung ist ja aus Gewinnen möglich geworden. Wobei der Gewinn ein quantitativer Ausdruck des Umfangs des Beitrags zum Wohl der Mitmenschen ist, denn: „Der Gewinn des Kapitalisten zeigt an, dass er gesellschaftlich weniger hoch bewertete Güter erfolgreich in gesellschaftlich höher bewertete und beurteilte Güter umgewandelt hat und somit die gesellschaftliche Wohlfahrt erhöht und verbessert hat... Je höher der Gewinn eines Kapitalisten, desto größer sein Beitrag zur gesellschaftlichen Wohlfahrt.“ (Hans-Herrmann Hoppe)

Es ist also nichts Verwerfliches daran, wenn Vermögen nur in der Hand weniger ist. Es steht jedem frei auch ein Unternehmer zu werden, selbst wenn man keine Mittel hat, bekommt man schließlich Kredit.

@16:21 von karwandler

Es geht nicht um gedeckelte Vermögen, sondern um Gegenmaßnahmen zu immer größer werdendem Ungleichgewicht.

Das System ist nicht stabil, sondern die Vermögensverteilung wird die letzten Jahre permanent Jahr für Jahr immer noch ungleicher.

In einer sozialen Marktwirtschaft muss diesem Trend entgegengewirkt werden. Es geht nicht darum, große Vermögen zu verhindern, sondern um die Stabilisierung des Gesamtsystems.

@ 13:43 von Izmi/ 13:12 von Nachfragerin

"... Ich möchte behaupten, dass man ab einem Vermögen von über 10 Mio Euro seinen Lebensstandard nicht weiter steigern kann. ..."

Aktuelle Untersuchungen legen nahe, dass ab einem Familienjahresnetto von 80.000$ das Lebensglück kaum mehr mit dem Vermögen ansteigt. Natürlich. Was braucht man neben dem großen Haus, den zwei PKW, und den drei Fernreisen im Jahr sonst noch so richtig dringend zum Leben? Wer damit nicht glücklich ist, dem hilft die 40m-Yacht auch nicht weiter.

@ 13:43 von gtsml

"Ein gutes Beispiel übrigens, wie mal wieder die Lobbyismus-Keule geschwungen wird. Eine Entscheidung wird nicht so getroffen, wie man es gerne hätte. Eigentlich ja ein demokratischer Normalfall..."

Leider falsch. Wenn eine Entscheidung belegbar gegen das Interesse von über 90% der Bevölkerung getroffen wird, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

- Politik entscheidet gegen Volk (Lobbyarbeit/Korruption)
- Volk wählt falsche Politiker (Meinungsmanipulation)

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