Ihre Meinung zu: EuGH-Generalanwältin: Ein Kopftuchverbot ist generell möglich

31. Mai 2016 - 11:19 Uhr

Ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz könnte eine Diskriminierung sein, aber: Ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz ist generell zulässig. Diese Auffassung vertritt die Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs. Geklagt hatte eine Frau aus Belgien.

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Kommentare

Verbot

...völlig richtig

Kopftuchverbot am öffentlichen Arbeitsplatz

richtig so. Bin voll dafür.

Als Ausnahme betrachte ich die Frauen, die auf dem Feld arbeiten; die Damen benötigen das Kopftuch als Sonnenschutz und nicht als religiöses Symbol.

Kopftuch: NEIN !

Im Koran steht nirgends geschrieben, daß das Tragen eines Kopftuchs eine Verpflichtung ist! Ebenfalls gibt es keine allgemein gültige Kleidervorschrift hinsichtlich z.B. der Qualität oder Farbe. Für mich ist das Tragen eines Kopftuchs eine politisch-religiöse Demonstration, die nicht geduldet werden muß - aber kann.

Kopftuchverbut

ich bin dagegen, dass Frauen Kopftuch tragen müssen, weil es die Religion vorschreibt.
Das Kopftuch darf nicht Religion sein, es kann und soll nur Mode sein.

Richtige Abwägung der einzelnen Rechtsinstitute…...

"Während ein Arbeitnehmer sein Geschlecht, seine Hautfarbe, seine ethnische Herkunft, seine sexuelle Ausrichtung, sein Alter oder seine Behinderung nicht an der Garderobe abgeben könne, sobald er die Räumlichkeiten seines Arbeitgebers betritt", heißt es wörtlich in der Zusammenfassung von Generalanwältin Kokott, "so könne ihm bezüglich seiner Religionsausübung am Arbeitsplatz eine gewisse Zurückhaltung zugemutet werden."

Für bestechend klar und deutlich halte ich die hier dargestellte Zusammenfassung der Generalanwältin Kokott, die hier m.E. richtige Abwägung der einzelnen Rechtsinstitute vornimmt.
Wie schon der Alte Fritz treffend konstatierte- jeder soll nach seiner Facon selig werden- was nicht bedeutet, dass andere dies zwangsläufig ertragen müssen.
Religion soll von mir aus die schönste Nebensache der Welt sein, für diejenigen, die dies so sehen, aber bitte schön nicht zum Mittelpunkt religiös geprägter Anschauungen und Dogmen des täglichen Lebens avancieren.

Gute Entscheidung vom EuGH...

...damit kann sich jeder für sich entscheiden, ob er sich den Kleidervorschriften eines Arbeitgebers unterordnet oder sich bei einen anderen Job sucht in dem man herumlaufen kann wie man möchte.

Es gibt schon Urteil

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte neulich das gleiche abschließend entschieden. Dieses Europäische Gericht in Straßburg steht ein wenig in Konkurrenz zum EU-Gerichtshof, weil die EU-Menschenrechtscharta eine Kopie der Europäischen Menschenrechtskonvention ist, und im allgemeinen legt man auf Konsistenz bei den Urteilen Wert.

Der Empfehlung einer Generalanwältin bei Europäischen Gerichtshof wird im allgemeinen von der Kammer gefolgt. Es wäre fatal, wenn der EUGH was anderes als der ECHR entscheiden würde.

ECHR: Ebrahimian contra France, 26.2.2016
http://hudoc.echr.coe.int/fre?i=001-158878#{%22itemid%22:[%22001-158878%22]}

Dienstmütze

Firmen könnten eine Kopfbedeckung als Dienstbekleidungsteil stellen, z.B. Dienstmütze, -barett, -schiffchen, -cap, -hut, ...; selbstverständlich dann für alle MitarbeiterInnen.
Oder eben das Tragen von Kopfbedeckungen aller Art während der Arbeitszeit untersagen.

Nun ,ich denke mal wenn

Nun ,ich denke mal wenn Christen mit einem kleinen Kreuz an einer Halskette auskommen warum sollten nicht auch andere Glaubensrichtungen/Religionen mit einem kleinen Zeichen auskommen. Ich denke hier so z.B. ein kleines, vielleicht Briefmarken großes, Tuch mit einer Nadel/Spange am Revier der Jake oder was auch immer sonst für die ausgeübte Religion als Zeichen dienen kann.
Alles wäre gut der Gläubige kann seine Glaubensrichtung anzeigen und niemand würde sich daran stören .

ich würde es gut finden...

wenn islamische männer kopftuch tragen würden und deren frauen das sagen hätten.
das würde sinn machen...

Scheitel (Perücke)

Eine Möglichkeit für muslimische Frauen wäre doch das, was verheiratete jüdische Frauen schon lange machen: Eine Perücke tragen.

Das bedeckt das Haar, fällt aber nicht sehr auf.

Solange die Frau selbst entscheidet ihr Haar zu bedecken wüste ich nicht, was dagegen spricht.

Müßte unterschiedlich bewertet werden..

Ein Verbot am Arbeitsplatz - durch technische Gefährdung ( Maschienen etc.) als Dreher durfte ich beispielsweise ( Drehteile) früher im allgemeinen keine Handschuhe tragen..In so einem Fall ist ein Verbot denk ich Ok. An der Reception eines Hotels ist ein Kopftuch offensichtlich auf Religion bezogen - in dem Fall da bin ich mir auch nicht sicher.. Im privaten Umfeld sollte jeder, jede nach seinem gutdünken glücklich werden.

Nachvollziehbar begründet

Das Urteil freut mich, und zwar ganz abseits der momentan aufgeheizten Stimmung in Sachen Rassismus-Debatte.

Im Umkehrschluss bedeutet das Urteil nämlich, dass ich als Pastafari (siehe Wikipedia, Flying Spaghetti Monster) bei meinem Arbeitgeber auch nicht mit einem Nudelsieb auf dem Kopf an der Rezeption stehen darf.

Und selbst als strenggläubige Pastafari bringe ich Verständnis dafür auf, dass es für meinen Arbeitgeber nicht akzeptabel wäre, meine Religionszugehörigkeit mit einer solchen Kopfbedeckung aller Welt bekannt zu machen.

Dieses Maß an Verständnis erwarte ich auch von allen Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften. Egal, an was sie glauben. Privatsache und Punkt.

Diskriminierung?

Nicht das Kopftuchverbot ist eine Diskriminierung sondern das Tragen eines Kopftuches ist Diskriminierung. Durch ein Kopftuchverbot wird die Trägerin nicht in ihrer Religösität beeinträchtigt, dar der Koran soetwas nicht vorschreibt.
Jedoch werden alle Andersgläubigen durch ein Kopftuch herrabgewürdigt. Denn Monotheistische Religionen wie der Islam, das Christen- oder Judentum behaupten von sich die einzig wahre Religion zu sein. Somit werden alle Andersgläubigen zu Ungläubigen herrabgewürdigt. DAS ist Diskriminierung.
Religiöse Kleidung muss den "Profis" wie Imam, Rabbi, Pfarrer oder Ordensschwester vorbehalten bleiben. Für einfache Gläubige muss es verboten werden. Das führt nur zu Unfrieden und religiösem Extremismus.

Dresscode

sollte Dresscode bleiben, auch wenn sie hier
auf einmal nach drei(?) Jahren religiös verbrämt daher kommt. Das Urteil ist richtig im säkularem Europa. Integration beinhaltet auch Anpassung.

"Während ein Arbeitnehmer

"Während ein Arbeitnehmer sein Geschlecht, seine Hautfarbe, seine ethnische Herkunft, seine sexuelle Ausrichtung, sein Alter oder seine Behinderung nicht an der Garderobe abgeben könne, sobald er die Räumlichkeiten seines Arbeitgebers betritt", heißt es wörtlich in der Zusammenfassung von Generalanwältin Kokott, "so könne ihm bezüglich seiner Religionsausübung am Arbeitsplatz eine gewisse Zurückhaltung zugemutet werden."

Aber aber aber...Religionsfreiheit, wird es jetzt wieder aus den "guten" Kreisen heissen. Ja Freiheit VOR Religion muss endlich mal umgesetzt werden.

Falsches Signal

Falls es tatsächlich zu einem gerichtlich bestätigten Kopftuchverbot kommt, dürfte islamisches Leben in Europa nicht mehr möglich sein.

Mal ganz Krass, da kommt ein Arbeitnehmer / rin und will seine nudistich-Einstellung am Arbeitsplatz ausleben!!
Selbst bei der Bundeswehr steht geschrieben in geschlossenen Räumen Kopfbedeckung ab.
Dienst ist Dienst und Freizeit ist Freizeit.

"Von einer Mücke zum Elefanten"!....................

.......................!

Mir ist vollkommen egal, ob jemand ein Kopftuch trägt, sich einen Bart wachsen läßt, nackt rumläuft, die Hautfarbe eines Menschen, wie er seine Religion auslebt, den Wehrdienst verweigert, was er für eine Weltanschauung hat, usw.,usw!

Aber auch er hat sich an die jeweiligen Gesetze des Landes, wo er sich gerade aufhält, zu halten!

Wenn er diese Gesetze ablehnt, ist er "hier" fehl am Platze!!!

12:00 von Josef Siegel

"Falls es tatsächlich zu einem gerichtlich bestätigten Kopftuchverbot kommt, dürfte islamisches Leben in Europa nicht mehr möglich sein."

Es gibt keine Verpflichtung in ein Land zu ziehen wo Recht und Gesetz über der Religion steht.
Keiner dieser ist gezwungen worden aus der Heimat hierhin zu kommen.
Wenn man mit den Gegebenheiten in der ehemaligen Heimat nicht zufrieden war und sich für ein anderes Land entscheidet muss man aber die Gegebenheiten der neuen Heimat voll und ganz assimilieren oder sich eine andere wählen.
Ist das so schwer?

Völlig richtig!

Religion ist Privatsache, hat aber im öffentlichen Raum nichts verloren. Und selbstverständlich ist islamisches Leben in Europa weiterhin möglich, es darf weiter geglaubt und gebetet werden.
Der Arbeitgeber kann selbstverständlich Kleidungsvorschriften erlassen, fragen Sie mal Bankkaufleute. Ich arbeitete mal in einer Werkzeugfirma. Als dort eine iranische Delegation erwartet wurde, durften wir keine Krawatten tragen. Ich habe es ohne Trauma überstanden.

Neulich hatte eine Frau in

Neulich hatte eine Frau in Saudi-Arabien geklagt, weil Sie nicht im Minirock am Empfang sitzen durfte. (Scherz!!!)

Aber es zeigt, dass offensichtlich zwischen Mitteleuropa und den Muslimen sehr unterschiedliche Auffassung gibt, was rechtens ist und was nicht.

Hier wie da kann ich nicht einfach meine persönliche Überzeugung vor Gericht einklagen, sondern muss mich an die kulturellen Gegebenheiten anpassen.

Der Hohe Rat

Erdogan mit Kopftuch, Satiriker würden frohlocken und der deutsche Botschafter
würde erneut einbestellt.

Frauen aus Süd-Amerika,

Frauen aus Süd-Amerika, Osteuropa, China, etc... sind in der Regel keine Muslime mit Kopftuch und voll in die deutsche Gesellschaft integriert.

Aber diese permanente Diskussion von "Frauen mit Kopftüchern" beim Thema Integration zeigt, wer die Problemgruppe darstellt.

Die Dame könnte doch

einen Halbmond als Schmuckstück um den Hals tragen. Das fällt weniger auf.

Aber Kopftuch - NO GO

Kopftuchverbot?

Warum schreibt hier jeder etwas von Kopftuchverbot? Dieser Arbeitgeber lässt seine Mitarbeiter generell keine politische oder religiöse Zugehörigkeit offen zeigen. Hier geht es nicht speziell um Kopftücher oder die Diskriminierung einer einzelnen Religion.

@ Josef Siegel 12:00

"Falls es tatsächlich zu einem gerichtlich bestätigten Kopftuchverbot kommt, dürfte islamisches Leben in Europa nicht mehr möglich sein."
Das ist völlig falsch: Als die Gastarbeiter - statt zurück nach Hause zu gehen - ihre Frauen nachholten, hatte NICHT EINE davon ein Kopftuch auf....
Heute ist das Kopftuch in keinem Fall ein normales Kleidungsstück - es soll anzeigen:
Ich bin die Gläubige, die Gute und mit diesem Tuch grenze ich mich von Euch Ungläubigen Kuffar ab.
Das Kopftuch muß unter allen Umständen aus Kindergärten, Schulen und öffentlichen Gebuden herausgehalten werden!

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@11:48 von mac tire

"Alles wäre gut der Gläubige kann seine Glaubensrichtung anzeigen und niemand würde sich daran stören ."
Was genau stört einen denn an einem Kopftuch, doch wohl nur die Unterstellung, daß damit die Frau als solche unterdrückt wird.
Das mag für einige zutreffen, für andere nicht - wie will man damit ein allgem. gültiges und vor allem gerechtes Gesetz erlassen?

Ich bin diese Debatten so satt

Es kommt mir inzwischen so vor wie der Spruch: "Wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich welche!"
Vor einigen Jahren gab es solche Themen nicht und das war gut so.

Viel schlimmer finde ich die Burka

Grundsätzlich hat das Kopftuch mit dem Islam nicht zu tun. Es ist eine Erscheinung die erst mit der Sharia und den stark unterdrückend geprägten Bewegungen in der islamischen Welt aufkam. Früher trugen Muslima kein Kopftuch. Die im Koran beschriebene Bedeckung des Schmucks meint den Busen, nicht die Haare. Das wurde später nur gerne von Leuten, die die Ursprünge nicht kennen verdreht. Und der Busen ist sogar nur soweit zu bedecken, dass er keine übermäßigen Begehrlichkeiten beim Mann weckt. Ein ausreichender Bikini ist also durchaus mit dem Islam, aber nicht mit der Sharia konform.
Die Burka ist das Zeichen der Unterdrückung und gehört meiner persönlichen Meinung nach generell verboten.

Scheuklappenverbot

Wie immer das Urteil ausfallen wird, es bezieht sich auf das symbolhafte, offensive tragen religiöser und politischer Zeichen, also nicht ausschließlich auf das hier beispielhafte Kopftuch. Es würde auch Kippa, Rastafrisur, Knochenkette, Kreuz, Parteiabzeichen und dergl. betreffen.

Wer sich hier eine Offensive gegen den Islam erhofft, trägt Scheuklappen

... die dann als politisches Symbol auch verboten würden.

@12:15 von Leser_59

"einen Halbmond als Schmuckstück um den Hals tragen. Das fällt weniger auf."
Könnte aber genauso gut der Unterdrückung dienen, aber denn fällt es ja nicht mehr so auf und muss demzufolge auch nicht weiter beachtet werden, wa....

Zwiespältig

...dass bei dem Unternehmen das Tragen sichtbarer religiöser, politischer und philosophischer Zeichen verboten sei

Das ist gut, säkular und behandelt alle Religionen gleich. Da kann sich keiner beschweren.

Leider steckt in folgendem Abschnitt schon wieder die Basis für endlose Diskussionen und weitere Gerichtsverfahren

Nach der Entscheidung des EuGH muss dann die belgische Justiz den konkreten Fall bewerten. Dazu, so der EuGH, seien dann aber auch weitere Umstände zu berücksichtigen, z.B. wie auffällig das religiöse Zeichen ist, welche Aufgaben die Mitarbeiterin in der Firma erfüllt und wie die nationale Identität Belgiens aussieht

Warum können Juristen und Bürokraten man nicht einfach mal etwas klar regeln? Da geht der Streit dann wieder los, was "auffällig" ist und wo man da die Grenze zieht usw.

@ 12:00 von Josef Siegel

"Falls es tatsächlich zu einem gerichtlich bestätigten Kopftuchverbot kommt, dürfte islamisches Leben in Europa nicht mehr möglich sein."
Wie kommen Sie darauf? Diese Menschen leben hier schon seit Jahrzehnten und erst in den letzten 20 Jahren ist so etwas wie Kopftuch, Schweinefleischverbot usw. usf. ein Problem geworden. Vorher lief alles normal und da konnten auch Menschen islamischen Glaubens hier ganz normal leben. Und wenn man für sich individuell die Erkenntnis hat, daß man mit seiner Lebenseinstellung hier nicht leben kann, dann muß man sich natürlich selbst die Frage nach den Konsequenzen stellen. Mir geht es doch nicht anders. Ich finde hier auch manche Dinge unerträglich und muß mich täglich fragen wie ich damit umgehe.

Denn halt ohne ...

Im Moment ist zu beobachten, das die ganze Diskussion eher das Gegenteil bewirkt. Zumindest in meinem engeren Umkreis (Nachbarschaft/Kiez etc.) tragen jetzt viele Frauen/Mädchen das Kopftuch, die vor 2-3 Jahren noch in voller Haarpracht zu "bestaunen" waren.
Sollte das etwa eine Trotzreaktion sein ?

Zweck

"Nun ,ich denke mal wenn Christen mit einem kleinen Kreuz an einer Halskette auskommen warum sollten nicht auch andere Glaubensrichtungen/Religionen mit einem kleinen Zeichen auskommen. Ich denke hier so z.B. ein kleines, vielleicht Briefmarken großes, Tuch mit einer Nadel/Spange am Revier der Jake oder was auch immer sonst für die ausgeübte Religion als Zeichen dienen kann.
Alles wäre gut der Gläubige kann seine Glaubensrichtung anzeigen und niemand würde sich daran stören ."

Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Haare verhüllt sind.

Ich finde das Urteil richtig, so lange der Arbeitgeber sonst (Dresscode usw.) Vorschriften machen darf.

möglich?

"Falls es tatsächlich zu einem gerichtlich bestätigten Kopftuchverbot kommt, dürfte islamisches Leben in Europa nicht mehr möglich sein."

Dies ist schon dadurch widerlegt, weil es viele Muslims in Europa gibt, wahrscheinlich sogar die meisten, die kein Kopftuch tragen.

@Manni38: Kopftuchgebot im Koran

11:33 von Manni38:
"Im Koran steht nirgends geschrieben, daß das Tragen eines Kopftuchs eine Verpflichtung ist!"

Sure 24, Vers 31:
"Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen [...]"

Das lässt meiner Ansicht nach nicht allzu viel Interpretationsspielraum. Aber letztendlich sollte es jeder Frau selbst überlassen sein, ob sie ein Kopftuch trägt oder nicht. Ein Kopftuchverbot halte ich für falsch, da in solchen Fällen eine einfache Kleiderordnungen ausreichend ist.

@franklehmann

11:35 von franklehmann:
"Das Kopftuch darf nicht Religion sein, es kann und soll nur Mode sein."

Für viele Muslima ist beides.

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@Nachfragerin

Sie zitieren die deutsche Übersetzung des Koran, ist dies richtig?
Haben sie den Koran im arabischen gelesen?
Selbst Experten sagen, dass man den Koran NUR im arabischen versteht.
Dazu kommen mehrere Übersetzungen und Ausrichtungen des Koran.

Ich empfinde dieses Urteil als grundsätzlich gut denn es sollte ein Unterschied zwischen des Auftreten in der Freizeit und im Berufsleben geben.

Mich würde es auch stören, wenn ein Christ voll behangen mit Kreuzen und Rosenkränzen an der Hotelrezeption steht und mich dann als Gast einchecken ließe.

Das gleiche gilt für das Kopftuch. In der Freizeit darf sie es ja gerne tragen, wenn sie es gut findet.

Man sollte in allen Religionen weltweit einmal darüber nachdenken, ob es heute im 21. Jahrhundert noch sinnvoll ist
alles was einem ein BUCH von Menschen geschrieben und überliefert vorschreibt wie man sich zu verhalten hat.
Vor allem in der Öffentlichkeit.

Privat kann jeder nackt herumzuhüpfen und rufen ich bin ein Indianer.

Ich finde

die Entscheidung erst mal richtig.
Als Mensch ohne Religion hänge ich mir doch auch kein Schild um an was ich glaube oder nicht.
Durch das zeigen des Kopftuches grenzen Sie sich doch selber ab, und teilen sich einer Gruppe zu.
Warum sollte das ein Mensch denn eigentlich tun, bei uns auf der Arbeit konnte man das den Muslimen nicht ansehen.
Einzig im Ramadan haben wir immer aufgepasst das Sie nicht vor Hunger umfallen.

Die Entscheidung finde ich gut.

Gruß

In unser Kultur herrscht Trennung von Religion und Weltlichem!

Also keine religiösen Symbole am Arbeitsplatz, außer vielleicht in den Gotteshäusern selbst. Was wer zuhause oder in seinem Gotteshaus anzieht und praktiziert, ist egal. Religionsfreiheit eben!

@Mindblob - Mal eine Muslima befragt?

11:39 von Mindblob:
"Da es sich beim tragen von Kopftüchern aber um einen pseudoreligiösen Akt handelt, der ausschließlich dazu dient Frauen in eine untergeordnete Rolle zu drängen [...]"

Fordern Sie auch ein Verbot der Kippa - unter dem Vorwand der Unterdrückung des Mannes im Judentum? Falls nicht, könnte es sich bei ihrer Forderung um die übliche Islamkritik handeln, die ja spätestens seit Silvester gern unter dem Deckmantel der Frauenrechte präsentiert wird.

Apropos Frau: Wie erklären Sie sich eigentlich, dass eine Frau und nicht etwa deren Bruder/Mann/Iman gegen das Verbot ihres Arbeitgebers geklagt hat?

Suchen Sie mal das Gespräch mit einer Betroffenen!

Diskriminierung von

Diskriminierung von Diskriminierung

Ist es richtig oder falsch Zeichen von Diskriminierung zu diskriminieren?

Ich finde, jedes Unternehmen

Ich finde, jedes Unternehmen hat das Recht, seine Außendarstellung selbst zu bestimmen, wenn diese nicht von den gängigen guten Sitten abweicht.

Ein Untersagen von Kopftüchern sollte deshalb auch völlig im Ermessen des Betriebes liegen.

Es gibt in vielen Firmen einen allgemeingültigen Dresscode, den das Unternehmen besimmen kann. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern hier geht es rein um die unternehmerische Freiheit.

Wer nicht bereit ist, zu diesen Bedingungen zu arbeiten, muss dann eben daheim bleiben.

Perrücke statt Kopftuch

Wenn es der Moslima nur um ihre religiöse Vorschrift geht kann sie ihre Haare mit einer Perücke und ihren Hals mit einem Kragen bedecken,
ihrer Religion also durchaus nachkommen ohne andere zu provozieren oder den Bekleidungsvorschriften zuwider zu handeln.
Nur muss sie eben bereit sein auf Sonderrechte zu verzichten.

Thema verfehlt

Es geht ja auch nicht darum, ob Frauen im Islam Kopftuch tragen müssen oder nicht - es geht darum, ob es ein Arbeitgeber verbieten darf. Zwei paar Schuhe.

Ein Kopftuch zu tragen als

Ein Kopftuch zu tragen als Zeichen der religiösen Zugehörigkeit ist ein Grundrecht
Ein Kopftuch zu tragen als Zeichen Frauen in der Gesellschaft verstößt gegen die Grundrechte und Grundfesten der Frauen!

Das Kopftuch hat leider eine mehrdeutige bzw. sogar widersprüchliche Bedeutung für sehr viele Menschen.

Diese Mehrdeutigkeit drückt sowohl Recht als auch Rechtlosigkeit bestimmter Menschen gleichermaßen aus.

Diese Widersprüchlichkeit können nur Frauen in den Gesellschaften, in denen sie unterdrückt werden auflösen.

Ich möchte Tendenzen, die Unterdrückung von Frauen als gesellschaftliche Norm zu anzupreisen/zu zeigen/ zu forcieren, nicht zulassen.

Deshalb halte ich es besonders auch von den "linken" Kommentatoren zum Teil für grob verantwortungslos solche Zeichen der Unterdrückung zu befürworten. Das würde eher zu Rechten passen.

Solange solche Symbole KEINE eindeutig NUR religiöse Bedeutung haben lehne ich sie jedenfalls ab.

richtige Entscheidung

Das Kopftuch ist Symbol der Unterdrückung und als solches fehl am Platz.

12:10 von Emil66

Sehr gut auf den Punkt gebracht.
Stimme Ihnen zu.

@Essenslieferant

"In unser Kultur herrscht Trennung von Religion und Weltlichem!"

Wo herrscht Trennung?
Der Staat macht das Inkasso der Vereinsbeiträge für die beiden Staatskirchen (=Kirchensteuer).
Der Staat bezahlt die Gehälter der Bischöfe und Würdenträger.

Endlich mal was gutes von der EU

Ich muss krank sein. Eine sinnvolle Entscheidung von der EU. Ich muss Fieber haben.

Was kommt als naechstes? Sonderkuendigungsrecht, wenn Parteien sich nach der Wahl nicht an ihre Programme halten?

EU unmöglich

Warum muß darüber lange in EU-Gerichten darüber verhandelt werden? Ein eindeutiger Arbeitsvertrag sollte reichen. In vielen Branchen gibt es Bestimmungen, die das Äußere und Vergangene betreffen. Ob jemand Vorstrafen begangen hat in einer Terror Organisation wie der Stasi gearbeitet hat, ob derjenige in einer faschistischen oder kommunistischer Partei wie der SED war. Und natürlich auch Äußerlichkeiten wie Rasur und Kleidung. Typisch EU, sogar darüber wird diskutiert.

Angemessen

Es kommt doch sehr darauf an, wie auffällig eine religiöse "Bekleidung" ist und auf den Kulturkreis. In Deutschland würde sich wohl kaum einer an einem z.B. dezenten Anhänger, Armband o.ä. stören.
Ich denke auch, dass ein Kopftuch (insbesondere wenn es eng gebunden ist und nur noch einen begrenzten Gesichtsbereich offen lässt) für unsere Gesellschaft zuviel der religiösen Symbolik ist.

@Beere Preiss

11:54 von Beere Preiss:
"Durch ein Kopftuchverbot wird die Trägerin nicht in ihrer Religösität beeinträchtigt, dar der Koran soetwas nicht vorschreibt."

Sure 24, Vers 31.
Ich weiß nicht, ob der Gang zur Weihnachtsmesse von der Bibel vorgeschrieben wird, könnte aber den Unmut eines Christen nachvollziehen, wenn ihm dieser Gang verboten würde. Religion ist mehr Tradition und Gewohnheit und weniger das geschriebene, von jedem anders interpretierte Wort.

"Jedoch werden alle Andersgläubigen durch ein Kopftuch herrabgewürdigt. Denn Monotheistische Religionen [...] behaupten von sich die einzig wahre Religion zu sein."

> Demnach müssten die überall in Deutschland vertretenen, deutlich größeren Sakralbauten (z.B. Kirchen) die Bevölkerungen ganzer Städte und Landstriche herabwürdigen. Das klingt absurd, oder?

Kopftuch ist nicht Religion

genauso wenig wie eine Burka. Natürlich kann man es verbieten. Viele scheinen Religionsfreiheit mit Narrenfreiheit zu verwechseln.
.
Die Kleidungsstücke dienen heute mehr als kulturelle Identifikation, nicht mehr und nicht weniger. Man darf aber dennoch nicht als FKK Anhänger nackt im Supermarkt einkaufen. Das verbieten wir ganz genauso, eben aus kulturellen Gründen. Freie Religionsausübung wird jedenfalls nicht mit einem Kopftuchverbot/Burkaverbot behindert.

13:46 von sueddwind

Thema verfehlt

Es geht ja auch nicht darum, ob Frauen im Islam Kopftuch tragen müssen oder nicht - es geht darum, ob es ein Arbeitgeber verbieten darf. Zwei paar Schuhe.
////
*
*
Im Islam erlaubt oder vorgeschrieben, ist ganz egal.
*
Wenn ein Arbeitgeber befürchtet das seine Kundschaft Ansross nehemen, könntem Firma und Arbeitsplätze gefährdet sieht, darf auch keiner in der Badehose an die Kasse.
*
Auch FKK-Mitgliederr haben diese Freiheit nur in zugelassenen Bereichen.

13:44 von evhie

Ich kenne Muslima, die das tun. Sie verbergen ihr Haar unter Mützen ... Winter wie Sommer.

Es ist und bleibt ein Habitus der Frauen unfrei macht und in zwanghaftes Verhalten drängt.

Warum verhalten sich muslimische Männer nicht genauso?

Weil sie Freiheiten haben, die sie den Frauen nicht zugestehen.
Und dieser Kopfbedeckungszwang ist das Zeichen dieses Umgangs miteinander.

Zum Kotzen.

Lasst doch mal die Moschee im Dorf!

Ach Leute, habt doch bitte nicht immer diesen starren, engen Blickwinkel! Ich bin auch kein Fan des Kopftuchs, weil es für ein rückständiges und diskriminierendes Geschlechterbild stehen kann. Aber das Kopftuch kann auch einfach nur ein sichtbares Glaubensbekenntnis ohne die Intention sein, ein Geschlechterbild zu proklamieren. Versucht bitte, ein wenig differenzierter zu argumentieren und nicht zu pauschalisieren. Im Übrigen ist der Anteil der muslimischen Frauen, die ein Kopftuch tragen, recht klein und wird auch immer kleiner (vor allem mit der Dauer der Ansässigkeit in Deutschland). Also vielleicht auch einfach mal die Moschee im Dorf lassen, okay?

Dass ein Arbeitnehmer das Tragen religiöser Symbole am Arbeitsplatz - vor allem in einer repräsentativen Rolle - untersagen kann, ist natürlich richtig, so lange dieser Grundsatz für alle Glaubensrichtungen gilt.

Verbot sollte sich durchsetzen

Wenn in Deutschland wegen einem muslimischen Kind schon in der Schule die Kreuze abgehängt werden müssen sollte es doch möglich sein das ein Kopftuchverbot zu veranlassen.

Irgendwo muß die Toleranz (auf Seite von Europa) enden wegen der Intoleranz (seitens Muslime)

Auch Muslime müssen endlich lernen das man sich den Gepflogenheiten des Gastlandes und den Vorschriften der Arbeitgeber anpassen muß, nicht umgekehrt.

Gute und wie ich finde

Gute und wie ich finde richtige Entscheidung (Empfehlung)!

@12:31 von Wolfes74

"Zumindest in meinem engeren Umkreis (Nachbarschaft/Kiez etc.) tragen jetzt viele Frauen/Mädchen das Kopftuch, die vor 2-3 Jahren noch in voller Haarpracht zu "bestaunen" waren."
#
#
Dieser Wandel sollte auch Ihnen zu denken geben.
Warum tragen diese Frauen plötzlich ein Kopftuch?
Abdelkarim hatte dazu einmal eine Sendung gemacht und den zwang der dahinter steht angeprangert.

Das schreibt die Religion auch nicht vor.

Tragen kann man es trotzdem, um den eigenen Glauben zu bekunden. Es steht auch nirgends geschrieben, dass Christen ein Kreuz um den Hals tragen müssen. Tun die Gläubigen aber trotzdem.

@ex-lax

12:02 von ex-lax:
"Alles Religiöse muss endlich reine Privatsache werden und darf anderen nicht aufgezwungen werden was aber indirekt durch die Zurschaustellung solch religiöser Atribute immer wieder passiert."

Ist ein getragenes Kopftuch anders zu bewerten als der Vollbart eines Hipsters oder die Retro-Hornbrille einer Studentin?
Alle tragen diese Merkmale aus Überzeugung.

@12:34 von Nachfragerin

Sure 24, Vers 31:
"Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken ......"
#
#
Mit einem Wort "unterwürfig".
Soll das die Zukunft eines modernen Europas sein?

@ex-lax - Nachtrag

12:02 von ex-lax:
"Wir müssen drauf achten das wir nicht schleichend Islamisiert werden [...]"
> Sehen Sie schon die Kopftuchpflicht für alle am Horizont oder wie muss ich mir meine schleichend islamisierte Zukunft vorstellen?

"[...] diese Toleranz, die der Gesetzgeber immer wieder zeigt wäre umgekehrt in einem islamischen Land NIE möglich."
> Sie plädieren also dafür, dem Beispiel der islamischen Länder zu folgen und intolerant gegenüber fremden Religionen zu sein?

Nachfragerin

Ganz einfach, weil in unseren Breitengraden nur der/ die Betroffene selbst gegen irgendjemanden klagen kann, und dies nicht irgendwelchen Freunden oder Verwandten vertretungsweise übertragen kann. Und das mit gutem Grund!

@13:53 von Nachfragerin

Sure 24 Vers 31 übersetzt:"... den Gürtel um die Taschen schlagen".
Soweit zu diesem Thema.

@ Unabhängiger Denker

Das ist auch meine Meinung.
Toleranz muss auch ihre Grenzen haben.

@11:39 von Mindblob

Wie können Sie entscheiden ob eine Frau durch das Tragen eines Kopftuchs diskriminiert wird? Glauben sie wirklich, dass die Klägerin um ihr Recht klagt weiter diskriminiert zu werden?

Was im Koran steht ist eine Sache - wie der Koran hinterher vom Individuum ausgelegt wird ist eine Andere.

Es ist erfreulich ...

das wenigstens in Europa noch etwas Realismus herrscht ... in Deutschland wäre das wohl eher anders herum ausgegangen und wenn doch ein Gericht in Deutschland so entscheiden hätte, dann gebe das wohl gleich den nächsten Aufschrei der Multi-Kulti-Fraktion.

Integration hat nun mal auch etwas mit sich anpassen zu tun. In anderen Ländern ist diese Erwartung selbstverständlich. Nur in Deutschland wird man dafür gerne gleich in die braune Ecke gestellt.

@Biocreature

13:13 von Biocreature:
"Sie zitieren die deutsche Übersetzung des Koran, ist dies richtig?"
> Ja. (Quelle: www.islam.de)

"Haben sie den Koran im arabischen gelesen?"
Nein.

"Selbst Experten sagen, dass man den Koran NUR im arabischen versteht."
> Ich vermute, dass ich so einem Experten die Übersetzung verdanke.

"Dazu kommen mehrere Übersetzungen und Ausrichtungen des Koran."
> Auslegungen trifft es wohl eher. Denn egal wie man die Schriften übersetzt - sie lassen immer einen gewissen Spielraum.

"Mich würde es auch stören, wenn ein Christ voll behangen mit Kreuzen und Rosenkränzen an der Hotelrezeption steht und mich dann als Gast einchecken ließe."
> Ich fände das lediglich komisch, halte eine Kleiderordnung aber definitiv für berechtigt. Nur ein generelles Verbot geht zu weit, sofern es nicht alle religiösen Merkmale abdeckt. Da wüsste ich allerdings nicht, wo die Grenzen zu ziehen sind.

Erziehungsauftrag

Ich würde mich auf die Hinterbeine stellen, wenn mein Kinder eine Lehrerin mit Kopftuch bekommen würden, genau so wenig würde ich meine Kinder in einer Schule anmelden, die von christlichen Kirchen geführt wird.
Jeder kann glauben was er will, solange er mich damit nicht belästigt.

Eine Frau, die aus Glaubensgründen ein Kopftuch trägt, lässt sich unterdrücken, auch wenn sie behaupten sie tun das aus eigenem Willen .
Niemand kann mir erzählen dass es toll ist bei sommerlichen Temperaturen im dicken, bodenlangen Mantel, langen Ärmeln und Kopftüchern, die um den Hals geschlungen und bis zu den Augenbrauen herunter gezogen sind raus zu gehen.

Mir tun diese Frauen leid, Freiheit sieht für mich anders aus.

Korrekte Entscheidung

Diese Entscheidung begrüße ich sehr.

@Josef Siegel 12:00 Uhr

Bis vor 2-3 Jahren war das tragen von Kopftüchern an türkischen Schulen und für Staatsbedienste in der Türkei verboten ... und nun soll ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz das islamische Leben in Europa unmöglich machen? Klar, was sonst!

@tagesschlau2012

14:08 von tagesschlau2012:
Sure 24, Vers 31:
"Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken ......"
"Mit einem Wort 'unterwürfig'.
Soll das die Zukunft eines modernen Europas sein?"

Nein, das wird sie auch nicht. Denn die meisten Moslems folgen dem Koran genauso treu wie die meisten Christen der Bibel (also eher garnicht).

Kopftücher verbieten?

Sollen wir Intoleranz wirklich höchstrichterlich verordnen? Als nächstes kommt dann die jiddische Kippa, das am Hals getragene Kreuz, Piercings, Tattoos und Muttermale? Dann Sommersprossen und dann Bärte und dann......

Kopftuch

Die sexuelle Ausrichtung kann man nicht an der Garderobe abgeben? Interessant. Öffnet das nun Tür und Tor für jeden, seine sexuellen Interessen (=Vorlieben - oder?) auch auf der Arbeit auszuleben?
Das nur am Rande.
Zum Kopftuchverbot: wenn das als zur Schau stellen der Religion verpönt ist, dann sollten aber auch alle anderen religiösen Symbole von der Arbeitsstätte oder bei den Arbeitnehmern verschwinden (das Kreuz an der Kette, die Madonna oder Gebetskette im Taxi, das Kruzifix über der Bürotür etc). Sonst ist es Diskriminierung einzelner Religionen. Das Kopftuch verschleiert nicht die Identität und ich kenne auch niemanden, der durch den Anblick Psychosen entwickelt hätte.
In den 60igern oder 70igern war das Kopftuch ohnehin auch eine Modeerscheinung. Meine Mutter - evangelisch - hatte sowas sehr häufig getragen, wenngleich auch anders gebunden und so. Wer vermag das denn zu trennen?

@stöberkarl

außer der Kirchensteuer-Erhebung und Bischöfe-Entlohnung ist aber Religion und Staat schon getrennt.

Alles mit Maß und Ziel

Ehrlich: Mir ist eine Burka oder ein Kopftuch genauso abstoßend wie ein Handtellergroßes Kreuz (hat ein Kollege von mir).
Warum? Weil es einfach aufdringlich bis Missionierend ist.
Ich trage meinen Religiösen Schmuck unter dem T-Shirt. Aber das ist meine Sache, das will ich keinem Aufzwingen.
Eine Parteiarmbinde fände ich ebenfalls widerlich. Aus dem selben Grund. Eine am Revers getragene CDU/SPD/GRÜNEN/AfD-Nadel oder die von der Gewerkschaft... warum nicht, wenn es einer mag.

Wie wäre es damit (so würde ich als Betriebsrat das jetzt einem Arbeitgeber vorschlagen.)
"Religiöser oder politischer Schmuck darf nicht aufdringlich erscheinen. Als aufdringlich im Sinne dieser Vereinbarung wird ein Schmuck angesehen, der die beim gegenüberstehen sichtbare Größe von 2,5cm x 2,5cm überschreitet oder der im Gesicht getragen wird."

Wenn Sich einer zu seinen Göttern bekennen will, warum nicht. Aber nicht aufdringlich...

Paradox!

Zum einen ist das Kopftuch kein Symbol, was dazu dient der Welt zu zeigen welcher Religion man angehört, sondern ein Kleidungsstück der muslimischen Frau, das eine religiöse PFLICHT darstellt. Da sollte man klar trennen zwischen "Halskette mit Kreuz" und Kopftuch! Während das eine nur obligatorisch ist und als Schmuckstück dient, ist das andere eine PFLICHT.

Zum anderen wird hier gesagt, dass das Gesetz über der Religion steht. Nun, dann möchte ich euch an Artikel 1 des Grundgesetzes erinnern: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Die Würde des Menschen steht in Relation mit seinen Eigenschaften, die ihn von anderen Geschöpfen unterscheidet. Dazu gehören u.A. seine Vernunft, seine Spiritualität, seine individuelle Persönlichkeit und seine Entscheidungsfreiheit. Das heißt, wenn man einen Menschen dazu drängt das Kopftuch abzulegen, so greift man seine Würde an. Und dieses Verhalten wird vom EuGH also befürwo

Ich finde die Entscheidung

Ich finde die Entscheidung richtig.

Das ist der richtige Ansatz

und sehr zu begrüßen. Ein Arbeitgeber muss entscheiden können ob er es duldet, jemanden in exponierter Position oder allgemein in der Umgebung seines Betriebes, mit offen getragenen religiösen Symbolen rumlaufen zu lassen. Ein Kopftuchverbot ist ohne weiteres mit der Ausübung der Religion des Islam in Einklang zu bringen. In vielen Gesellschaften des Islam dient es zudem der Unterdrückung der Frau.
Was die Menschen in ihrer Freizeit machen ist mir egal. Aber es gibt Bereiche, in denen ein Kopftuch, egal in welcher Form, völlig deplatziert ist. Und jemanden mit Burka oder Nikap sollten das Betreten sicherheitsrelevanter Bereiche wie Banken, Security bereich auf den Flughäfen usw. komplett vewehrt werden. Aber auch Lehrerinnen.

Insofern das richtige Urteil zum richtigen Zeitpunkt. Nun sollten die Arbeitgeber, auch die der öffentlichen Hand, handeln

Wolfes74, 12:31

||Zumindest in meinem engeren Umkreis (Nachbarschaft/Kiez etc.) tragen jetzt viele Frauen/Mädchen das Kopftuch, die vor 2-3 Jahren noch in voller Haarpracht zu "bestaunen" waren.
Sollte das etwa eine Trotzreaktion sein ?||

Fragen Sie doch einfach mal die Frauen/Mädchen aus Ihrem engeren Umkreis.

Un fair zu bleiben sollte die

Un fair zu bleiben sollte die Kette am Half von Christen mit dem Kreuz konsequenter Wiese auch verboten werden? ! Oder ?

@15:59 von spieltkeinerolle

Ihre Argumentation in allen Ehren. Aber es geht bei dem Urteil nicht um ein generelles Verbot des Kopftuches (was ich auch albern fände), sondern um das Recht eines Arbeitgebers, Mitarbeitern in exponierter Position das Tragen religiöser oder auch politischer Symbole zu untersagen. Und das finde ich nachvollziehbar, denn schließlich hat eine Firma ja Kunden, die sich an demonstrierter Religiosität oder politischer Gesinnung stören könnten.
Ihre Argumentation würde auch bedeuten, dass zahlreiche Frauen in der Türkei nach Atatürk und vor Erdogan in ihrer Würde beeinträchtigt waren.

Stigmatisierung ist das Problem!!

Die öffentliche zur Schaustellung des Glaubens (das Bedecken des Kopfhaares durch ein Tuch) setzt die Gläubigen unter Druck, die eine andere Haltung vertreten. Das Kopftuch wird sozusagen zum Barometer der Gläubigkeit. Das ist die Gefahr und diese gilt es zu bannen!

Wenn es angeblich ein

Wenn es angeblich ein allgemeines Menschenrecht gibt, am Arbeitsplatz ein Kopftuch zu tragen (mancher in der Runde argumentiert so), gibt es eigentlich auch ein allgemeines Menschenrecht, am Arbeitsplatz kein Kopftuch zu tragen?

Nachfragerin, 12:34

||Sure 24, Vers 31:
"... Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen ...||

Das hier mit Kopftücher übersetzte Wort heißt "chumur/chimar" bzw."¶imār", wobei es keineswegs gesichert ist ob damit Kopftücher gemeint sind.

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