Kommentare - Kabinett beschließt Förderung für Elektroautos

18. Mai 2016 - 10:56 Uhr

Das Bundeskabinett hat grünes Licht für die Prämie beim Kauf eines Elektroautos gegeben. Bis zu 4000 Euro können Autofahrer künftig einstreichen. Anträge können in Kürze online gestellt werden. Wenn der Fördertopf leer ist, gibt es keine Zuschüsse mehr.

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Kommentare

@ 15:09 von Politeia

wieviel energie wird eigentlich für den abbau und transport von stein-/braunkohle, von uran verwendet? wie hoch ist der durchschnittliche wirkungsgrad je erzeugter kilowattstunde strom in deutschland? wieviel co2 und andere schadstoffe (nukleare abfälle) fallen an? was kostet deren langerung über hunderttausende jahre den steuerzahler?
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gäbe es öko-argumente pro e-fahrzeuge, würde man diese uns auf allen kanälen ins hirn jagen. da dies nicht passiert ist offensichtlich, dass es nicht um den öko-aspekt geht. drohender kollateralschaden sind jedoch millionen vernichtete jobs. und e-motoren und karrosserien können ja zum glück in ostasiatischen legefabriken produziert werden, sodass die üblichen verdächtigen dammbrecher (apple, google und co) sich keine sorgen um die neuen märkte machen müssen. kollateralnutzen: die vollumfängliche überwachung der mobilität. vorausgesetzt wir alle lassen uns manipulieren.

was wird das Elektroauto bringen?

- die Kohlekraftwerke dürfen am Netz bleiben, da freut sich die Kanzlervertraute Hildegard Müller vom Bundesverband der Elektroindustrie.
- die EU will wieder Atomkraft fördern, denn in Deutschland wird ein neuer Strommarkt geschaffen, EON, Vattenfall, EnBw, RWE, EdF
werdens` danken.

was wird aus den alten Akkus?

schon heute ist ein Umweltsünder, wer eine Knopfzelle aus einer Armbanduhr nicht fachgerecht entsorgt.
Für die Asse und Gorleben gibt es neue Einlagerungsmöglichkeiten.

Was wird mit den Unfallzahlen?

Mein Nachbar fährt ein E-Auto von BMW.
Das hört man erst, wenn man fast drunter liegt.

@11:35 von Italo DE

Mir erschließt sich der Sinn und Zweck von Elektroautos nicht. Solange wir den Großteil des Strom aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe beziehen, machen die Kraftwerke den Dreck den die Autos sparen.
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Das Standard-Argument schlechthin!!!

Wenn ich als Gesellschaft nach und nach zig Millionen mobile Emissionsstellen abschaffe bleiben jene übrig, wo Energie-Akkus-Gummibärchen hergestellt werden...

Eine Reduktion um den Faktor: ZWEISTELLIGER MILLIONENWERT!!!

Nehmen wir an, es verbleiben in 24 Jahren noch etwa 6435 stationäre Emissionsstellen..., was erhalten wir dann???

Eine Gift und Feinstaubfreie Gesellschaft!!!

Eines kann man mit Sicherheit sagen...

Es wird so oder so kommen, es gibt sogar schon voll ausgearbeitete Konzepte für E-Flugzeuge...

Der Gedanke, etwas zu verbrennen um etwas dafür zu bekommen ist angesichts unserer Möglichkeiten sehr veraltet...

Am 18. Mai 2016 um 12:16 von Karussell

Ein Tatra-Wagen (T4D) hatte 28 Sitzplätze und 88 Stehplätze, macht bei ca. 26 t Betriebsgewicht etwa 446 kg/Fahrgast...
Heute dürfte dieses Verhältnis eher günstiger sein. Übrigens, in DD z. B. beträgt die durchschnittliche innerstädtische Reisegeschwindigkeit sowohl im ÖNV, als auch im INV ca. 16 bis 18 km/h...

@Politeia

Der Elektroantrieb für Pkw ist [... ] die Zukunft der individuellen Elektromobilität.

Der Elektroantrieb ist die Zukunft der Elektromobilität? Ihnen ist klar, dass das ein bedeutungsloser Satz ist? :) Sie überprüfen nicht, ob Elektroantrieb für Straßenfahrzeuge überhaupt einen Sinn hat. Auf den ersten Blick sieht es jedenfalls nicht danach aus. Wenn ein Produkt nur mit Subventionen überhaupt Käufer findet, hat es wahrscheinlich keine Zukunft.

ist anhand der Klimaentwicklung nicht nur sinnvoll sondern sogar notwendig.

Sie glauben wirklich, dass die Subvention einiger deutscher Ökosnobs einen messbaren Einfluss auf das Weltklima hat? Ernsthaft jetzt?

Die einzige Wirkung ist eine Umverteilung von arm nach reich, Bei dem Klimablabla kann man auf Durchzug schalten, es ändert an der unsozialen Wirkung nichts. Treten Sie mit mir für die bessere Finanzierung des ÖPNV ein, aus sozialen Gründen. Da haben Sie auch Ihren Elektroantrieb, wenn's denn sein muss.

Nutzlast

klar, bei 20 Personen ist das weniger. Aber schon bei 50 Personen ist die Straßenbahn günstiger. Und die habe ich durchaus auch schon beobachtet, und auch - deutlich - mehr.

@Am 18. Mai 2016 um 15:09 von Politeia

„Aber stehende/parkende Autos sollten zukünftig sowieso an einer Stromquelle hängen, um bedarfsgerecht Strom zu ent-/beladen um als Stromspeicher für die Energiewende zu dienen.“

Noch so ein Mythos. Man kann das Fell eines Bären nicht 2x verkaufen. Genauso wenig kann ich die Kapazität meines Akkus für zwei verschiedene Zwecke gleichzeitig einsetzen. Entweder lade ich den Akku nachts, damit ich morgens wieder fahren kann oder ich lade tagsüber damit ich nachts Strom habe. Dann darf ich den Strom aber nicht schon auf dem Weg nach hause verfahren haben. Beides gleichzeitig geht nicht. Natürlich wird es Synergieeffekte geben, z.B. wenn man mit einer halben Akkuladung am Tag auskommt oder mal 14 Tage (ohne Auto) im Urlaub ist. Die dürften aber eher vernachlässigbar sein. Das Grundproblem bleibt.

@Klabautermann 08

Mehr E-Autos verbrauchen auch mehr Strom, und woher kommt dieser? Zu hoher Auslastung wenns nicht mehr geht aus den eben neu von der EU subventionierten neuen Atomkraftwerken? Oder eben mit höherem CO2-Ausstoß aus Kohlekraftwerken.

Ich persönlich habe weder gegen Atom- noch Kohlekraftwerke was. Aber wenn die Ökos gleichzeitig nach Elektroautos schreien, explizit die massive Senkung des Stromverbrauchs anstreben, und das ganze dann auch noch mit ihren nahezu nutzlosen Windrädchen und Solarkollektoren, beißen sich da gleich mehrere Widersprüche gegenseitig.

Aber Gläubige ficht das nicht an, vor allem nicht wenn man dafür auch noch einen Geldsegen erhält. Dass den andere unfreiwillig finanzieren, muss man ja nicht miterwähnen.

@15:10 von Klabautermann 08

haben Sie auch eine fundierte Quellenangabe zu ihrer Prognose oder werfen Sie nur so mit Zahlen wild durch die Gegend?

Die meisten Zahlen stammen übrigens direkt aus wikipedia. Also man muss sich keine große Mühe machen, diese Zahlen zu recherchieren. Plus ab und zu ein klein wenig Mathematik und schon kommt man der Erkenntnis ein klein wenig näher.

@Politeia

2040 brauchen wir wohl jährlich 570 TWh für die anderen Stromverbraucher plus 130 TWh für die Elektromobilität.

Ihre prognostischen Fähigkeiten hätte ich gerne. Wie können Sie sowas voraussagen? Kein Mensch kann wissen, was in 25 Jahren ist.

@Am 18. Mai 2016 um 15:09 von Politeia

„Aber stehende/parkende Autos sollten zukünftig sowieso an einer Stromquelle hängen, um bedarfsgerecht Strom zu ent-/beladen um als Stromspeicher für die Energiewende zu dienen.“

Übrigens, die Anzahl der Ladezyklen eines Akkus ist begrenzt. Wenn Sie den Preis des Akkus durch seine Kapazität multipliziert mit der Anzahl der Ladezyklen dividieren, so erhalten sie einen Preis, der Ihnen sagt, was Sie das Speichern kostet. Bei einem Blei-Akku sind das mindestens 15 ct/kWh. Lithium-Ionen-Akkus haben zwar einen höheren Wirkungsgrad und sind insgesamt robuster, haben aber wohl auch keine wesentlich höhere Lebenserwartung, sind dafür aber deutlich teurer, so dass ihr Wert entsprechend ungünstiger liegen dürfte. Sie müssten auch mindestens diesen Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis erzielen, um damit im „Smart-Grid“ Geld verdienen zu können.

"Die Branche moniert,

dass die Politik zu spät und zu wenige Anreize geschaffen habe." Was ein Schwachsinn, der fehlende Anreiz ist, dass diese Elektroautos technisch den konventionellen Verbrennungsmotoren (einschließlich LPG und Autogas) weit unterlegen sind. Reichweite, Ladezeit und Verschleiß sind einfach zu gravierend, der Anschaffungspreis zudem zu hoch und einen Gebrauchten wird sich aufgrund eben der genannten Argumente, hauptsächlich Verschleiß, auch kaum jemand holen. Die Prämie mit dem begrenzten Geldtopf ist da auch eher kontraproduktiv. Es verführt dazu zu schnell unausgereifte Ladenhüter zu kaufen und wirkt allenfalls als schnelle Finanzspritze für die E-Branche. Wirklich umweltschonend sind sie auch nicht, das hängt mit der Produktion und der Stromerzeugung zusammen. Fazit: am besten in einen sparsamen Verbrenner investieren, da hat man länger was von. Für Großstädte hingegen sollte man unbedingt die Elektroflotte etwa bei Mietwagen oder in öffentlicher Hand erweitern- der Gesundheit zu Liebe

Solange das Auto ...

... des Deutschen liebstes Kind und der Geldbeutel sein empfindlichster Körperteil ist, wird mit solchen halbherzigen Subventionen kein nennenswerter Effekt zu erzielen sein.

Beispiele hierfür: bleifreies Benzin in den Achtzigern, E10 Biosprit vor ein paar Jahren: Erst wenn das "gewünschte" Produkt unterm Strich billiger ist als das konventionelle, wird es gekauft.

Ich wage daher die Prognose, dass dieses Programm ein Flop wird. Wir sehen das Mitte 2019, wenn die Förderung ausläuft. Und dann steht Herr Dobrindt mit seinen 15,000 Ladesäulen alleine da, die er bis 2020 bauen will.

@ Am 18. Mai 2016 um 15:26 von Politeia

„Das sind Prognosen aus aktuell exponentiell steigenden Zulassungszahlen der Elektrofahrzeuge.“

Ich liebe Verkehrsprognosen. Für die A20 in M/V zum Beispiel hat man einst auch etliche zigtausend Fahrzeuge am Tag prognostiziert (für 2010). Tatsächlich gibt es dort heute Abschnitte, da fahren gerade einmal so viel Fahrzeuge, wie auf einer gut frequentierten Kreisstraße.

@15:51 von Nico Walter

Genauso wenig kann ich die Kapazität meines Akkus für zwei verschiedene Zwecke gleichzeitig einsetzen

Au contraire!

Das Auto parkt in über 80% seiner Lebenszeit. Ein intelligenter Ladeautomatismus findet in den durchschnittlich 19 Stunden am Tag genügend Zeit Strom zwischenzuspeichern/abzugeben und hat am vorprogrammierten Losfahrzeitpunkt exakt die Kapazität, die für die anderen 20% des Tages notwendig sind, der Ladecomputer berechnet dies exakt plus Sicherheitspuffer je nach Wunsch.

Und da nicht alle 45 Millionen Autos zur gleichen Zeit fahren, entstehen genügend Zwischenspeicherkapazitäten.

@16:03 von Nico Walter

Übrigens, die Anzahl der Ladezyklen eines Akkus ist begrenzt.

Es gibt bereits Zellen für Spezialanwendungen, die auch nach mehreren Jahren im Einsatz und mehreren 10.000 Lade-Entlade-Zyklen nur einen sehr geringen Teil ihrer Kapazität und Leistung verlieren.

Auch kommt es auf die Entladetiefe an! Bewegt man sich beim Zwischenspeichern nicht tiefer als 30% Restkapazität schont dies den Akku. Beim Makeln mit dem Smartgrid wird sowas sicher berücksichtigt.

Wenn nach Ende der Lebenszeit des Akkus immer noch 70% -80 % Restgesamtkapazität besteht, kann man den Akku immer noch in Speicherkraftwerke einbauen, da ist die verbleibende Energiedichte noch ausreichend.

@17:34 von Nico Walter

Ist die Größe normalveteilt um den Mittelwert µ sind

68,3 % der Werte im Intervall µ ± σ,
95,4 % im Intervall µ ± 2σ und
99,7 % im Intervall µ ± 3σ

σ: Standardabweichung

@15:41 von stöberkarl

Wie gross müssen die Autohöfe werden?

Man lädt zukünftig dort, wo man parkt! An den Parkplätzen beim Kino, beim Einkaufsbummel, beim Restaurant, im Hotel aber vor allem bei der Arbeit und zu Hause in der Garage oder an der Laterne.

@16:02 von anorak2

Ihre prognostischen Fähigkeiten hätte ich gerne

Pro Jahr werden rund 14.600 Kilometer pro Fahrzeug in Deutschland zurückgelegt (Quelle: Kraftfahrtbundesamt)
Die Anzahl der in Deutschland registrierten PKW liegt bei rund 45 Millionen (Quelle: Kraftfahrtbundesamt)
Das sind in Summe 657 Milliarden zurückgelegte Kilometer
100 km mit einem Elektrofahrzeug zurückgelegte Fahrstrecke entsprechen durchschnittlich ungefähr nach oben aufgerundet 20 kWh Stromverbrauch
Das entspricht einem Stromverbrauch von etwa 130 TWh für alle PKW

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