Kommentare - Brücken-Finanzierung: EU will EFSM-Nothilfe für Athen

15. Juli 2015 - 15:06 Uhr

Bis Griechenland auf das dritte Hilfspaket zugreifen kann, könnten Wochen vergehen. Doch Athen braucht das Geld jetzt. Die EU-Kommission hat sich nun für einen kurzfristigen Kredit aus dem EFSM-Topf ausgesprochen. Doch nicht alle EU-Staaten sind einverstanden.

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falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird

"Wir arbeiten deshalb an Möglichkeiten, die Nicht-Euro-Mitglieder vor negativen Folgen zu schützen, falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird"

Wie koennen die ohne vor Scham rot zu werden so dreist sein. Es wissen doch alle, dass der Kredit nicht zurueck gezahlt werden kann, ohne dass die anderen Euro-Laender das Geld dafuer locker machen. Vermutlich wird dies dann auch gleich noch auf die 86 Milliarden aufgeschlagen.

Das Geld ist notwendig, damit der IWF weiter schreien darf und damit die EZB noch viel mehr Geld zur griechischen Druckmaschine senden darf. Sind 91 Milliarden nicht genug? Wenn sie Geld drucken wollen, dann sollen die Griechen die eigene Waehrung drucken! Schon jetzt gibt es keinen Gegenwert fuer das, was gedruckt wurde.

Ich hoffe doch, dass die nicht-Euro-Laender Vernunft beweisen und diesen Versuch abwehren.

Was läuft da ?

Da wird uns erzählt, dass die Griechen dringend einen Überbrückungskredit von 7 Mrd. EURO bekommen müssen. Warum verstehe ich nicht, weil in deren Zentralbank noch 22 Mrd. EURO Bargeldreserven liegen sollen.

Gestern sollen ja auch London und Prag gesagt haben, dass sie kein Geld an Griechenland rausrücken. Weltweit findet sich auch keiner. Ein gutes Geschäft sieht anders aus. Trotzdem werden die EURO-Staaten wieder bezahlen. Alles für unser EUROPA wie zahlreiche Politiker erläutern.

Wie siehts denn mit

Wie siehts denn mit bilateralen Krediten durch Frankreich Italien und Zypern aus, die werden auch als Retter der Griechen gefeiert.
.....Wär doch ne Idee

Seit über 5 Jahren

Hier steht die Historie der Griechenlandkrise ziemlich genau aufgelistet (Datum: 7.11.2012):

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/ueber-zwei-jahre-s…

Man liest dieselben Vokabeln wie heute:
Staatspleite, Rettungsschirm, harte Sparauflagen, Proteste dagegen, ein Paket zur Überwindung der Schuldenkrise, Notkredite von 500 Mrd. Euro, 130-Milliarden-Hilfspaket, 210 von 300 Sparauflagen sind bis 13.7.2012 nicht erfüllt (vor 3 Jahren!), usw.
Alles schon mal dagewesen, und immer wieder dasselbe ...
Woher bitte sollen wir die Hoffnung nehmen, dass sich da etwas substantiell ändert?
Das Bild vom Fass ohne Boden erscheint immer angemessener.

Länder wie Großbritannien,

Länder wie Großbritannien, Schweden und Tschechien haben Bedenken gegen die Verwendung des EFSM für Griechenland geäußert. "Einige Staaten machen sich große Sorgen", sagte der EU-Vizekommissionschef.

"Wir arbeiten deshalb an Möglichkeiten, die Nicht-Euro-Mitglieder vor negativen Folgen zu schützen, falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird"

Aha. Das Griechenlandproblem, scheint also kein EU Problem zu sein, sondern ein reines Euro-Problem. Wenn der Euro aber schuld an der Misere ist und solche Probleme auslösen kann, sollten wir ihn dann nicht schnellstens abschaffen, bevor er noch mehr Unheil anrichtet? Seltsamerweise leben die nicht € Länder alle noch und es geht ihnen besser als den anderen. Wurde uns der € nicht immer als alternativlos und wertvoll verkauft? Der Schaden ist für jeden ersichtlich aber wo ist der Nutzen?

Verbrecherisch

Finanzbedarf von 12 Milliarden Euro bis August, also mindestens 72 Mrd pro Jahr.
Zu 312 Mrd Schulden. Wieso zahlt und zahlt und zahlt man? Das muss ein Ende haben.
Welche Partei macht sich dagegen stark?
Die werden wir wählen!

Soll doch der IWF zahlen

Immer wieder höre ich, der IWF fordere einen "viel weitergehenden Schuldenschnitt".

Soll doch der IWF seine "Kredite" an GR abschreiben! Interessant, wie Amerikaner und Chinesen immer wieder mehr Engagement von der EU fordern, ohne selbst auf ihr "Geld im Feuer" verzichten zu wollen.

@McWade: Die Idee mit den bilateralen Krediten finde ich gut!
Wie wäre es denn, wenn wir darüber hinaus ALLE Euro-Staaten, die (aus gutem Grund !) keine Kreditausweitung wollten, "vor negativen Folgen schützen, falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird"?!?

@ McWade: Wie siehts denn mit...

mit der Rückzahlung unserer Schulden z.B. aus dem Zwangskredit aus?

Eigentlich eine klare Sache.

Überbrückungskredit für GR aus EFSM-Fonds einzige rasche Lösung

Nun soll laut EU-Kommission der EU-Rettungstopf ESFM als einzige Möglichkeit für einen dringenden Überbrückungskredit für die kurzfristigen Zahlungsverbindlichkeiten innerhalb eines Monats bis zur Verfügungsmöglichkeit aus dem 3. Hilfspaket genutzt werden. Die Entscheidung darüber haben aber die Euro-Finanzminister zu fällen. Außerdem müssen die EU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Eurozone vom Rückzahlungsrisiko freigestellt werden.

Die europäischen Klimmzüge zur GR-Finanzierung basieren auf der Verzögerung von Hilfsmaßnahmen aufgrund der griechischen Weigerung der Nichtanerkenntnis der Kreditbedingungen der internationalen Geldgeber durch das ablehnende Referendum. Käme infolge dieser Verzögerung eine kurzfristige Überbrückungsfinanzierung nicht zustande, wäre GR gezwungen, eine Ersatz- bzw. Parallelwährung im Inland auszugeben. Das wäre dann der erste Schritt zum Austritt aus der Eurozone. Nun müssen die Euro-Finanzminister eine risikobehaftete Entscheidung treffen.

Griechenland braucht Hilfe!

Leider sind wir nicht bereit, zu helfen - wir wollen unterwerfen.

Wie einige Kommentatoren korrekt erkennen: Aktuell ist Griechenland ein Faß ohne Boden - und das wird es auch bleiben, bis man endlich wirklich hilft.

Richtige Hilfe würde gänzlich anders aussehen als das, was Europa hier aktuell betreibt. Sparpakete, welche den Binnenmarkt ersticken, sind in einem Nicht-Exportland mit starker Tourismusindustrie eine Katastrophe.

Richtige Hilfe wäre es, massenweise Berater(!) nach Griechenland zu schicken, um dort zu helfen, sinnvolle Steuer- und Rentensysteme aufzubauen und die Korruption zu bekämpfen. Aber eben ohne Druck ("Ihr müsst tun, was wir euch sagen, sonst gibts kein Geld!"), sondern als Freunde. Die Griechen sind auch interessiert daran, ihre Krise zu lösen - aber hier müssen eben große Systeme funktionsfähig gemacht werden, die aktuell kaum funktionieren.

Und ja, der IWF hat Recht: Griechenland braucht einen massiven Schuldenschnitt, sonst wird es nie aus der Krise kommen

EFSM

Liebe Leute , Wunder gibt es immer Wieder man muß nur ganz feste daran glauben. Doch Glauben und Wissen sind eben 2Welten

Der IWF könnte doch mit gutem Beispiel vorangehen

Die IWF Schulden Griechenlands werden einfach auf den Sanktnimmerleinstag umgeschuldet.
Statt dauernd altkluge Gutachten zu erstellen, sollten sie mal handeln.

Fordern kann jeder, aber selber machen?

Griechenland hat lange genug bis zur letzten Sekunde gepokert und Fristen gerissen, da können sie auch mal 3 Wochen mit Schuldscheinen auskommen.

Zwei-Klassen-Gesellschaft….

Die europäische Schuldengemeinschaft nimmt immer skurrilere Formen an- die eine Hälfte (die der Euro-Staaten) geht in Haftung und Risiko, während der Rest, wie bspw. Großbritannien, die für den Kredit (EFSM) geradestehen , dass Risiko des Kreditausfalls (hier im Falle Griechenlands besonders hoch und wahrscheinlich) nicht tragen müssen und auch noch entsprechende Sicherheiten garantiert bekommen.

Die Schieflage innerhalb der europäischen Gemeinschaft wird immer größer und die selektive und situative Auslegung von Verträgen immer unerträglicher, nur um die großen Finanzräder am Laufen und Griechenland im € halten zu können.

Wo Unrecht zu Recht wird...

Warum sind wohl einige Länder dagegen?
Weil es schlicht illegal ist ESM Gelder in Pleitestaaten zu senden, und das Griechenland pleite ist, ist wohl spätestens klar geworden als es seine Verbindlichkeiten gegenüber dem IWF nicht mehr bedienen konnte.
Rechtsbrüche werden die Norm und das kann nur bedeuten, dass dieses Schneeballsystem am Ende ist. Je eher der Souverän, also der EU Bürger das begreift und Konsequenzen zieht, desto besser.

Hilfe

Alle Staaten sind bis über alle Ohren verschuldet.

Wer soll da vor negativen Folgen geschützt werden?

Wer wird die Suppe auslöffeln müssen?

Das Ding läuft jetzt wohl endgültig aus dem Ruder.

Äh...ja...

"Wir arbeiten deshalb an Möglichkeiten, die Nicht-Euro-Mitglieder vor negativen Folgen zu schützen, falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird"

Und wie sieht ein solcher Schutz aus? Entweder die Nicht-Euro-Mitglieder sind beteiligt oder nicht! Wie soll denn das gehen? Einzahlen ja, verleihen auch und bei Bankrott tragen es halt nur die Euro-Mitglieder, während die Nicht-Euro-Mitglieder ihr Geld zurückerhalten??? Dann kann man die auch gleich aus dem EFSM rausschmeissen! Denn 0 x 0 macht 0!

Eigentlich müsste man Griechenland bejubeln! Denn die ureigenen Demokratie Europas hat uns allen gezeigt, wie weit Europa davon noch entfernt ist. Die EU ist scheinbar doch nur ein Haufen von "I want my money back"-Sagern!

oh man....

.... das Geld ist weg. So oder so.... Warum erfährt man hier immer nur was über die große Politik und warum wird nicht viel mehr über die Leute berichtet, die am Geldautomaten stehen und nicht an IHR Geld rankommen? Die brauche hilfe und zwar sofort. Egal woher.... Man muss dafür sorgen, dass die Banken wieder öffnen und die Firmen an ihre Gelder kommen. Wenn die Firmen Spediteure und Wareneinkauf bezahlen können, dann können sie auch produzieren und verkaufen. Wenn die "kleinen" Leute an ihr Geld kommen, dann können sie auch was kaufen und Rechnungen bezahlen. Was derzeit dort abgeht ist unmenschlich.....

Wird das Geld nur noch an Griechenland verschenkt

Die europäische Öffentlichkeit wird permanent von den Akteueren belogen. Es ist der IWF, der sagt Griechenland ist mehr als Pleite und wird die Schulden nicht begleichen können. Nicht nur das Vertrauensverhältnis zwischen EU und Griechenland ist massiv gestöhrt auch dass vieler Europäer zu Europa .

@Dennis K.

"Leider sind wir nicht bereit, zu helfen - wir wollen unterwerfen." - Was für ein ein Unsinn. Wenn wir das Geld hätten, ja, dann vielleicht, aber wir haben es nicht, müssen es uns selbst zusammenleihen. Die Risiken tragen die 'kleinen Leute'.

So verhalten sich Spieler

Wenn sie pleite sind, leihen sie sich noch mehr Geld.

Nur dass hier nicht der Spieler um Geld bittet, sondern die Bank sich ihm aufdrängt.

Die Banken haben die gesamten EU Regierungen bereits fest unterwandert. Mit Krediten fördern sie nur ihr eigene kaputtes Zinssystem, während wir Bürger verarmen.

Aber dass es so kommen würde, war ja klar.

Welche Bank würde schon freiwillig aufgeben und schließen? Harakiri gibt's hier nicht.

@Dennis K.: "Und ja, der IWF hat Recht: Griechenland braucht ...

... einen massiven Schuldenschnitt, sonst wird es nie aus der Krise kommen."

Diese Behauptung ist unstimmig: Die griechische Haushaltsbelastung durch den Schuldendienst ist infolge der EU-Subventionierung von Zinsen auf ein Niveau von ca. 1 % und Streckung der Rückzahlungsziele unterdurchschnittlich gering. Ein "massiver Schuldenschnitt" würde in einem strukturell unreformierten GR nur zur raschen Aufnahme eines neuen Schuldenberges und zur unerträglichen Belastung von anderen Geberländern infolge von Kreditabschreibungen führen. Wird GR nicht an Haupt und Gliedern in allen Bereichen reformiert, kommt das Land nie aus der Krise, es bliebe ein Fass ohne Boden. So gilt es vorrangig, das Land schuldentrag- und wettbewerbsfähig zu gestalten.

@Gerhard Raden

"""Wir arbeiten deshalb an Möglichkeiten, die Nicht-Euro-Mitglieder vor negativen Folgen zu schützen, falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird"

Aha. Das Griechenlandproblem, scheint also kein EU Problem zu sein, sondern ein reines Euro-Problem. """

Genau so ist es. - Das haben sie genau richtig erkannt.
Ohne Euro gäbe es keine Geldprobleme.
Hat ja vor dem Euro auch jahrzehnte gut funkitioniert.

Nicht-Euro-Länder sollen vor Verlust geschützt werden

Diese Länder wollen Griechenland auch nicht mehr finanziell unterstützen, aber die Deutschen sind mal wieder die Bösen.
Vielleicht sollten wir den anderen EU-Ländern anbieten, das Deutschland aus der EU austritt. Bei den deutschen Steuerzahlern gibt es bestimmt eine große Mehrheit. Und wenn die Firmen/Konzerne beim EU-Austritt vor Stellenabbau warnen, einfach mal hart bleiben, denn den gibt es sowieso zwecks Gewinnoptimierung.

bisher keine nachhaltige Lösung

Ich habe den Eindruck, dass die europäischen Politiker von der Realität eingeholt werden.

"Die Rückzahlung ist Voraussetzung dafür, dass sich der IWF an dem dritten Hilfspaket beteiligt."

Nach Aussage eines hochrangigen IWF-Mitarbeiters ist angeblich sogar ein Schuldenschnitt die Voraussetzung dafür, dass sich der IWF am nächsten Programm beteiligt (Quelle: Guardian).

Und mit Verlaub gesagt, es waren die Deutschen, die den IWF unbedingt auch am dritten Programm beteiligen wollten. Tsipras wollte ein Programm ohne den IWF. Jetzt bekommen Schäuble, Merkel und viele andere europäische Politiker die Rechnung präsentiert: dass sie ihren heimischen Wählern erklären müssen, dass das bisherige Geld falsch verwendet wurde und niemandem geholfen hat (außer gewissen Banken).

Komisch finde ich nur, dass die Einschätzung des IWF und die Konsequenzen daraus sich völlig mit dem decken, was Varoufakis schon vor Jahren geäußert hat. Aber ein ungequemer Zeitgenosse darf ja nicht Recht haben.

Wer außer Varoufakis versteht das noch?

Varoufakis hat bei Amtsübernahme, und auch schon 2010 u 2012, immer wieder gesagt, daß Griechenland die Schuldenlast nicht tragen kann.

Was ist passiert? Man hat ihn entsorgt!
Nun wo er weg ist kommt jeden Tag ein anderer mit seinen Erkenntnissen um die Ecke.
Den Fachmann im Ministerium hat man nicht geduldet, das er sämtliche PowerPoint Präsentationen torpedieren konnnte.
Nun stellen sich die Schlaumeier hin und präsentieren seine Argumente als neue Erkenntnisse.
Der IWF versucht hier wieder das Geld anderer, bloß kein eigenes, zu verteilen.
GB Schweden und Tchechien wollen Garantien für das EFSM Geld.
Griechenland muß sicherlich auf die Beine geholfen werden. Aber die Überschuldung der € Bürger muß gestoppt und verhindert werden.
Das Projekt € ist gescheitert und muß sofort beendet werden.
Wenn wir heute das Ende ausrufen, wäre Europa in 3-5 jahren zurück zu den nationalen Währungen und das Schuldenkarussel wäre gestoppt.
Tschüß € ich werde dich nicht vermissen

Ein wenig Saldenmechanik....

eröffnet den Blick für die Situation.
Der Globalsatz lautet: Wenn ein Land Exportüberschüsse erwirtschaftet, so muss es mindestens einen anderen Staat geben, der einen Importüberschuss hat. Das bedeutet aber, dass dieser Staat Kredite aufnehmen muss, um die Importe durchführen zu können.

Dauerhafte Exportüberschüsse weniger Länder haben deshalb eine zunehmende Verschuldung anderer Länder zur Folge.

Irgendwann ist irgendwo eine Situation erreicht, in der die Gläubiger weitere Zins-und Tilgungszahlungen nur noch durch weitere Kredite aufrecht erhalten können.
Diese absurde Situation treibt den Schuldner in den Ruin. Wo bleiben eigentlich die viel beschworenen gemeinsamen Werte, wenn man zusieht, wie die Menschen verarmen und stattdessen auf Vertragserfüllung pocht, die überhaupt nicht mehr möglich ist, werte Politiker?

Griechenland braucht einen

Griechenland braucht einen Schuldenschnitt ?
Wofür? Damit Reeder weiter keine Steuern zahlen brauchen, damit die 80 MRD Steueraussenstände auch weiter Außenstände bleiben können, damit jeder kleine Unternehmer weiter keine Quittung / Rechnung ausstellen kann, damit sich die Griechen dann am Kapitalmarkt wieder selbst finanzieren können / neue Schulden machen können ? Nein Danke! Steuerfachleute Verwaltungsgachleute wurden den Griechen in den vergangenen Jahren mehrfach angeboten.....alles abgelehnt .......

Sie treffen die Stimmung auf den Kopf

Genau an dem Punkt sind wir Dank dieser alternativlosen Rettungspolitik. Es darf nicht sein, dass eine europäische Minderheit, die nicht in der Lage ein funktionierendes Staatswesen aufzubauen Europa in dieser Weise zu destabiliseren.

die Ökonomische Sicht

Immer mehr Ökonomen weisen darauf hin, dass dieses Programm zum Scheitern verurteilt ist.

So schreibt Robin Bew, Ökonom und Chef der Economist Intelligence Unit: "Die wirtschaftliche Realität, hervorgehoben durch den IWF, kollidiert mit der politischen Realität in Deutschland."

Gabriel Steele, Head of Global Macro Research bei Oxford Economics meint "Niemand denkt, dass das Hilfsprogramm helfen wird. Weder der IWF, noch Tsipras, noch Schäuble, noch irgendjemand. Sie alle müssen Brüsseler Nächte lieben".

Marc Ostwald, strategischer Analyst bei ADM Investor Services, geht sogar soweit zu sagen, dass es keine langfristige Zukunft der Eurozone geben wird und dass es "ein Verlangen eines Teils der europäischen Kreditorenländer gibt, die griechische Wirtschaft zu zerstören. Es kann sicherlich angenommen werden, dass dies ein schlimmeres Abkommen als der Vertrag von Versailles von 1919 ist."

Warum nicht die Brückenfinanzierung sichern und in Ruhe neu verhandeln?

Draghi der "Retter Griechenlands"? ist das hier die Satire-Show?

Erstens war jener Draghi Europa-Chef von Goldman sachs, als Goldman Griechenland mit ruinösen Finanztransaktionen in die Eurozone hineinmanipulierte. Die späteren verluste für Griechenland aus diesen Verschleierungsgeschäften summierten sich auf mehrere Mrd. Euro.
Zweitens hat der saubere Herr Draghi den griechischen Banken just genau dann den geldhahn zugedreht (und ihre Schließung erzwungen) als Tsipras das Referendum ansetzte. So ein Zufall aber auch! Dabei hätten die hinterlegten Sicherheiten der griech. banken problemlos für weitere 20-30 Mrd ELA-Kreditlinie ausgereicht.

Die EZB ist alles andere als politisch unabhängig. Sie hat ungeheure Macht und wird dennoch von niemandem demokratisch kontrolliert. Sie war maßgeblich dran beteiligt, die griech. staatsschulden den Privatbanken abzukaufen und dem europ. Steuerzahler aufzudrücken.
Nein, Draghi/EZB haben Griechenland NICHT gerettet. Sie retten prinzipiell nur die großen Privatbanken.
DAS ist die unbequeme Wahrheit, Herr Jackisch!

Draghi der Retter ! ! !

Na dann schauen wir doch mal in Wikipedia
Bereits während seiner Kandidatur zur EZB-Präsidentschaft im Jahr 2011 kamen kritische Stimmen auf, die Draghis Rolle bei der Verschleierung des wahren Zustandes der griechischen Finanzen durch die griechische Regierung und Goldman Sachs mit Hilfe von off-market swaps hinterfragten. Draghi, der von 2002 bis 2005 für Goldman Sachs in London arbeitete, stritt im Juni 2011 jegliche Beteiligung mit dem Hinweis ab, dass diese Dinge vor seiner Zeit geschehen seien.
Ja das ist der richtige Retter ! ! !

Schäuble muss man in Schutz nehmen

Griechenland hatte es in den vergangenen Monaten selbst in der Hand, die Hilfen der übrigen Europäer anzunehmen. Aber sie wollten nicht. 200 Jahre Korruption in diesem Lande sollten einfach so fortgesetzt werden. Der Staat als Selbstbedienungsladen. So hielten es die Griechen immer schon. Der Versuch, mit einem neuen primitiven Antikapitalismus zu Lasten der Europäer so weiterhin handeln zu können, ist gescheitert.
Die harte Haltung Deutschlands ist die richtige Antwort, die auch der letzte Grieche jetzt hoffentlich verstanden hat.
Unter der jetzigen Lage Griechenlands leidet die dortigen Jugend. Die weiteren Gelder an GR belasten aber unsere zukünftge Generation noch mehr.
Wer jetzt wie z.B. der SPD-Mann Stegner den Rückpfiff Schäubles durch Merkel fordert, versündigt sich an Deutschlands Jugend, die die Kosten in Zukunft tragen muss. Und das alles, weil ein Drittland in der Rolle der reichen EU-Länder mitspielen will.
Ich erwarte Solidarität aller Deutschen zur dt. Haltung.

Kann man als normaler

Kann man als normaler Steuerzahler eigentlich juristisch dagegen klagen?

15:32 von zyklop

Die Hoffnung können Sie mit dem Schäubleplan begraben, denn dieser wird das Land weiter in die Rezession treiben.

@ didi

ja und es gibt währungen, die von der geldmengenerhöhung (ezb, mindestens 60 milliarde im monat) nicht betroffen sind, beispielsweise gb + polen.

Streiks unverantwortlich

In Griechenland wird gestreikt, um Reformen zu verhindern. Das ist unverantwortlich. So schafft es Griechenland auf gar keinen Fall aus der Krise. Da hilft auch keine Brückenfinanzierung. Die griechische Wirtschaft ist nicht wettbewerbsfähig. Das ist die Wurzel des Übels. Bislang hat Griechenland sich geweigert, seine Strukturen zu ändern, um wettbewerbsfähig zu werden. Die griechische Regierung und viele Griechen suchen in Deutschland einen Sündenbock. Das ist bequem, aber es bringt nichts. Griechenland braucht Reformen. Ohne Reformen helfen auch weitere Finanzspritzen nicht auf Dauer.

@Dennis K., 15:53 Uhr

"Die Griechen sind auch interessiert daran, ihre Krise zu lösen..."

Das wollen viele Personen in Deutschland und auch hier im Forum leider weder hören noch glauben. Sie glauben lieber weiter (ihren eigenen) Vorurteilen und unbelegten Behauptungen vom "faulen Griechen", der "reformunwillig" oder sogar "reformunfähig" sei, usw. usw.

Diese Personen lassen völlig die Fakten außer acht. Denn dann müssten sie ja ihre Meinung ändern.

Ohne Frage, Griechenland hat in den letzten Jahren nicht genug bezüglich Reformen getan. Es wurde aber eben auch viel an den falschen Stellen "reformiert", so dass Wohlhabende und Standespersonen relativ ungeschoren davongekommen sind.

Das wissen viele der Otto-Normal-Griechen auch. Aber viele Foristen wissen nicht, dass es viele Griechen auch wissen.

Und leider tut auch die Tagesschau kaum etwas gegen die Unwissenheit und Fehl-Information vieler Deutscher. Oft werden Vorurteile sogar noch befeuert. Schade.

@jetztaber

Diese Länder wollen Griechenland auch nicht mehr finanziell unterstützen, aber die Deutschen sind mal wieder die Bösen.
Nun, so wenig ich den Briten auch hinterher trauern würde, hier haben sie schon recht. Der ESFM, der hier wieder ins Spiel gebracht wird, war ja der provisorische Vorläufer des ESM. Die Entscheidung Griechenland weitere Mrd. hinterher zu werfen hat letztlich die Eurogruppe getroffen. Das die Briten und andere für diese schlechte Entscheidung nicht mithaften wollen muss man wohl verstehen.

16:27 von perchta

"...'Leider sind wir nicht bereit, zu helfen - wir wollen unterwerfen.' - Was für ein ein Unsinn. Wenn wir das Geld hätten, ja, dann vielleicht, aber wir haben es nicht, müssen es uns selbst zusammenleihen. Die Risiken tragen die 'kleinen Leute'. ..."

Geldvermögen der privaten Haushalte in der BRD Anfang 2014 etwa 5,2 Billionen Euro. Geldvermögen! Staatsschulden BRD heute 2,2 Billionen. Bleiben etwa 3 Billionen übrig - wir haben es nicht? Ich habe es nicht und Sie wahrscheinlich auch nicht...

Kein Geld ohne Reformen,

das war die Aussage unserer Kanzlerin. Ich hoffe sie bleibt dabei. Damit wäre der ESM / ESFM aus dem Spiel und es bleiben nur noch Frankreich und Italien, die uns den Mist eingebrockt haben.

@ spom

"Wie siehts denn mit der Rückzahlung unserer Schulden z.B. aus dem Zwangskredit aus?"

Der ist längst verjährt. Ist nach nunmehr über 70 Jahren ja auch klar.

Gilt die Expertise des IWF noch etwas?

In den letzten Wochen konnte man von allen maßgeblichen Politikern das Hohelied auf die herausragende Epertise des IWF hören. Besonders Deutschland hat sich mit seiner harten, unnachgiebigen Haltung gerne hinter dem IWF versteckt. Ich bin jetzt gespannt, wie Merkel, Schäuble und die restlichen Griechenlandexperten der Konservativen auf die IWF-Analyse reagieren.

Syriza-Widerständler wollen sich der Stimme enthalten

Die Gegner des von Tsipras geschlossenen und heute im Parlament zur Abstimmung stehenden Hilfspaketes mit dem Kompromiss bei den anstehenden Spar- und Strukturreformen wollen sich der Stimme enthalten, obwohl sie keinen Reform-Kompromiss akzeptieren. Sie fordern eine Grundsatzdebatte zwecks Ablehnung des Reform-Kompromisses.

Wäre der radikale Syriza-Linke nicht so feige und unglaubwürdig bei der Verteidigung des Mehrheitsvotums beim Referendum gegen die Bedingungen der Gläubiger, müssten die etwa 40 Abweichler gegen das Hilfspaket stimmen und versuchen, den Staats- und Bankenbankrott mit Beginn eines Euro-Austritts zu besiegeln. Mit der jetzigen Haltung beschädigen sie aber nur Tsipras und seine Regierung, ohne den Wählerauftrag zu erfüllen und betreiben die Spaltung der Syriza-Partei. Das kann bald zur Regierungsumbildung und zum Syriza-Machtverlust führen. Bei pragmatischer Politik würden die Syriza-Widerständler pragmatisch handeln und die Regierung einflussnehmend unterstützen.

16:30 von Helmut Baltrusch

"...'Und ja, der IWF hat Recht: Griechenland braucht ... einen massiven Schuldenschnitt, sonst wird es nie aus der Krise kommen.'
Diese Behauptung ist unstimmig: Die griechische Haushaltsbelastung durch den Schuldendienst ist infolge der EU-Subventionierung von Zinsen auf ein Niveau von ca. 1 % und Streckung der Rückzahlungsziele unterdurchschnittlich gering. ..."

Sie widersprechen dem IWF mit all seinen Finanzexperten, Fonds- und Bankmanagern? Wie das? Bisher waren das dieselben Koryphäen der Finanzwelt wie Herr Schäuble auch! Und nun plötzlich stimmt das gar nicht? Können wir nun Ihnen, Schäuble oder dem IWF trauen? Oder gar keinem?

Tsipras: Wo bleibt das Geld?

Eurokraten: Es ist schon unterwegs. Es kommt vom ESFM.

Die anderen EU-Staaten: Das wollen wir aber nicht.
Groß-Britannien, Polen, Schweden, die baltischen Staaten sind dagegen.

Die Eurokraten: Wir bieten ihnen dafür Sicherheiten, dass sie bei einem Zahlungsausfall davon nicht betroffen sind.
Dann zahlt eben Deutschland.

Die anderen EU-Staaten: Dann sind wir damit einverstanden.

Die Eurokraten: Dann machen wir das so.

Merkel: Das ist "alternativlos"!
Schäuble: Griechenland ist auf "einem guten Weg".

@ sfrings75

"Welche Bank würde schon freiwillig aufgeben und schließen? Harakiri gibt's hier nicht."

Klar gibts das, die griechischen Banken ruschen in den nächsten Tagen alle in die Insolvenz und werden schließen.

IWF

Der IWF fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland, damit die Schulden an den IWF zurückgezahlt werden können. Glaubwürdiger wäre er, wenn er sich an dem Schuldenschnitt beteiligen würde.

@spom

"Wie siehts denn mit...

mit der Rückzahlung unserer Schulden z.B. aus dem Zwangskredit aus?

Eigentlich eine klare Sache."

Keine klare Sache und völkerrechtlich völlig umstritten.

Griechenland stehen keine realistischen weiteren Ansprüche zu, denn sonst hätte es diese schon längst mit Klage vor einem internationalen Gericht gedroht und sich dann lukrativ mit der Bundesregierung außergerichtlich geeinigt, da diese den negativen Fallout nicht riskieren würde.
Dies ist nicht erfolgt.

Griechenland hat sich mit vorherigen Reparationen und Rückahlungen aus genau diesem Grunde abgefunden - die griechischen Politiker wissen, daß ein Urteil zu ihren Gunsten sehr unwahrscheinlich ist.

Nur jetzt wo der Schuh finanziell ganz dolle drückt, werden diese ollen Kamellen ausgegraben.
Und von den ach so qualifizierten sozialen Netzwerken fleisig nachgeplappert.

Schon klar.

@ Dennis K.

"Richtige Hilfe wäre es, massenweise Berater(!) nach Griechenland zu schicken, um dort zu helfen, sinnvolle Steuer- und Rentensysteme aufzubauen und die Korruption zu bekämpfen."

Ein französisches Team von Steuerexperten war in Athen vor Ort um der griechischen Verwaltung zu helfen ein effektives Steuersystem aufzubauen. Die hat Tsipras nach seinem Regierungsantritt erst mal nach Hause geschickt.

Dann hat er einer Schar von unnützen Beamten mit guten Connections zu den Sozialisten wieder zur Einstellung verholfen. Zu tun haben die nichts, aber sie verdienen ausgezeichnet.

LOL?

falls der EFSM-Kredit nicht zurückgezahlt wird?

Ich glaube das Wort "Falls" kann man getrost vergessen...
Denn Griechenland wird seine Kredite niemals zurückzahlen können.
Ich glaube man muss kein Hellseher sein, was wohl in den nächsten Wochen passieren wird: Sie bekommen mal wieder Geld, die Banken werden wieder aufgemacht, alle die noch Geld auf dem Konto haben räumen ihre Konten leer, es treten noch mehr Minister zurück bis nur noch welche da sind die hinter Tsipras stehen und der rest geht einfach oder wird rausgeworfen, bis sie genug Stimmen auf ihrer Seite haben, dann gewinnen sie den "Test" und bekommen noch mehr Geld aber die nächsten Verhandlungen dauernd dann wieder an und wir sind dann mittlerweile im Oktober und "zufällig" erfährt man, dass sie noch mehr Geld brauchen und alles geht von vorne los...

Sobald der ELA-Rahmen

... erweitert werden sollte, geht der Run auf die Automaten wieder los. Und es ist schließlich das Geld der anderen Euroländer, das da abgehoben und gebunkert wird. Die griechischen Banken sind bei der vorherrschenden Haltung der griechischen Bevölkerung nicht zu retten.

EU-Rettungstopf als beste Lösung?

Die beste Lösung ist der Grexit!

"Die Griechenland-Krise hat gezeigt: Die Gräben in Europa sind tief. So tief, dass sogar eine Spaltung der EU denkbar scheint, sagt der ehemalige EU-Kommissionspräsident Prodi. Deutschland nimmt er in die Pflicht: Berlin müsse - gerade jetzt - vorangehen statt spalten."

Es ist schon ein wenig absonderlich, wenn Prodi uns die Absicht einer Spaltung vorwirft und dabei nicht berücksichtigt, dass es nur 3 Länder waren, die Partei für GR ergriffen haben, drei Länder die ebenfalls nicht haushalten können. Damit gibt es nach dem Referendum der GR durch Prodi erneut eine verklärte Sichtweise zur Demokratie, in welcher doch eigentlich die Mehrheit entscheiden solle und nicht 4 : 15.

Alle die sich nicht an die Regeln halten, interpretieren Demokratie dann scheinbar so, wie sie ihnen zupass ist und nicht was sie eigentlich bedeutet.

Vielleicht sollten die Südländer eine eigene Währung haben, den Süd-(T)euro.

Herr Schäuble sie sind (m)ein Held!

Am 15. Juli 2015 um 16:19 von mr.heater

oh man....

Ihr Einwand ist ganz sicher richtig, wenn es um die Kleinen Rentner geht, und dort ist immer der Fehler.
Es ist nämlich ein sehr großer Unterschied wie auch in Deutschland ob man Beamter mit Pension oder normaler Rentner ist.
Da ist bis zu 3 fachen ein Unterschied.
Aber mit richtigen Zahlen werden wir ja selten versorgt.

Und Zweitens, was glauben sie was Passiert wenn die Griechen wieder Geld abheben können von Ihren Konten, da reichen die 12 Milliarden aber nicht.

Die Zahlen werden fast täglich größer die so an das Tageslicht kommen.

Auch dem letzten müsste langsam aufgefallen sein, das einiges nicht stimmen kann.

Gruß

nur zur Erinnerung

die griechischen Steuerzahler haben ihre festgestellten aufgelaufenen Steuerschulden in Höhe von 70 Milliarden Euro nicht gezahlt. Wer hat Schuld? Wolfgang Schäuble? Es ist einfach nicht mehr auszuhalten!

Und nun Herr Draghi? Schäuble? Junckers & Co

Der IWF hat nun veröffentlicht, das die Tragfähigkeit der Schulden nicht gegeben ist.

Biegen wir jetzt das Rechtssystem so hin, daß eine Idee weiterleben kann obwohl das Scheitern feststeht?

Meine Kinder sind zwischen 12 und 25 Jahre alt. Wird wenigstens eines von ihnen die Rückzahlung der letzten Rate erleben?

Ich glaube eher nicht!

Mit welchem Recht verschulden wir wissentlich schon heute ungeborenes Leben?

Ich bin sehr wohl für eine Hilfe der griechischen Bevölkerung.
Aber eine humanitäre Hilfe muß es sein. Keine Finanzierung von Staaten, Banken und priv. Spekulanten.

Werte politiker Europas bitte korrigiert den Fehler und beendet das Projekt € schnellstmöglich.
Nur eine Rückkehr zu nationalen Währungen mit dynamischen Wechselkursen kann die Verarmung Der europäischen Bürger stoppen.

Der jetzige Weg ist nicht mehr vertretbar.

Unfaßbare, unsoziale Flickschusterei.

Jetzt also doch wieder der EFSF?
Wieviele derartige Rettungsschirme gibt es eigentlich in der Euro-Zone?
Munter wird mit Milliarden jongliert, eine "Rettung" jagt die nächste.
Rettung von Banken.
Währenddessen kommen BürgerInnen kaum noch an ihr Geld, Firmen entlassen MitarbeiterInnen, Menschen werden obdachlos, können ihre Medikamente nicht mehr bezahlen, begehen Selbstmord...
- Sieht so die vielgepriesene EU aus?

@atzen

"Warum nicht die Brückenfinanzierung sichern und in Ruhe neu verhandeln?"

Das Griechenland eine Brückenfinanzierung braucht ist klar, nur wer haftet dafür?
Beim IWF die beteiligten Staaten.
EFSM, die Eu-Staaten.
Bei Schuldscheinen das griechische Volk.

Es gibt noch kein bestehendes Hilfspaket, das könnte noch platzen.
Wenn die Balten und Slowakei Nein sagt, ist das in Gefahr.

Brückenfinanzierung:EU will EFSM-Nothilfe für.......

Es muß in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden,daß Schäuble in den Verhandlungen auch durchsetzen wollte,daß gesamte griechische Volksvermögen,alle öffentlichen Dienste in eine Tochtergesellschaft der KWF-Bank einzubringen.Diese trägt den Namen Institution of Growth (IFG).Diese sollte dann alles privatisieren.Mit ihm als obersten Dienstherr (KWF-Bank).
Der ehemalige Parteispendenmann hat´s drauf.
Das ist zwar verhindert worden,aber es wird eine griechische "Treuhandgesellschaft" geben,die natürlich dieselben Privatisierungen betreiben wird.

Viele haben offenbar

Viele haben offenbar geglaubt, man könne die Griechenlandangelegenheit kostenlos lösen. Das ist illusorisch. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Griechenland erklärt sich bankrott. Das würde für Deutschland einen Abschreiber in der Grössenordnung von 100 Milliarden € bedeuten. Griechenland macht weiter. Dann brauchts neue Kredite. Die sind vorerst kein Verlust, sondern die Weiterführung des Geschäfts wie bisher. Nun drängt aber der IWF auf eine Schuldenrestrukturierung. Und das heisst dann; einige Milliarden sind weg + es werden neue Kredite erteilt, also eine mittlere Variante. Daran kann auch eine AFD oder sonst eine Partei nichts ändern.

Das mit dem Exportüberschuss stimmt so nicht

Wenn die Waren im Importland nicht in den Konsum gehen sondern zum Aufbau von Produktionsmitteln verwendet werden, dann wird aus dem Importland ganz schnell ein Land mit Exportüberschuss. Das ist ja gerade der Fehler in Griechenland dass zu viel in den Konsum geht und zu wenig in den Aufbau von Produktionsmitteln und Produktionsstätten um dann auch exportieren zu können. Ja und Korruption und keine Steuern zahlen und zuviel Wahlgeschenke und und und sollte es natürlich auch nicht geben. Sonst funktioniert das natürlich nicht!

@ Dennis K.

"Richtige Hilfe wäre es, massenweise Berater(!) nach Griechenland zu schicken, ..." "Aber eben ohne Druck ... , sondern als Freunde."
Solche Finanzberater waren schon in Griechenland, und man konnte (in einigen Talk-Shows) hören, dass sie ausgesprochen frustriert zurückkamen, weil sie merkten, dass man in Griechenland eben keine Finanzverwaltung nach mitteleuropäischem Muster haben will. Die "Freunde" müssten halt die Mentalität der Korruption mittragen, sonst gelten sie nicht als Freunde. Wollen Sie das?

Das Problem

ist ein ganz einfaches: Griechenland lebte und lebt weit über seine Verhältnisse und das kann auf Dauer nicht gut gehen. Nun werden wir alle mit hineingezogen/gestoßen.

Natürlich leben auch wir anderen über unsere Verhältnisse. Da macht sich das nur nicht so krass bemerkbar, da man immer noch glaubhaft versichern kann, die Kredite bedienen zu können. Wie lange noch?

Steuerhinterziehung

Wer so mit den Steuergeldern von fleißigen, arbeitenden Menschen umgeht, ruft im Grunde zur Steuerhinterziehung auf!

@Hansi2012, 16:51 Uhr, Teil 2

"Ich erwarte Solidarität aller Deutschen zur dt. Haltung."

Nee, beim besten Willen nicht. Wir leben in einer Demokratie. Da müssen unterschiedliche Sichtweisen erlaubt sein. Denn wie sagt man so schön: "Niemand hat die Wahrheit gepachtet."

"Und das alles, weil ein Drittland in der Rolle der reichen EU-Länder mitspielen will."

Bitte mäßigen Sie Ihren Ton etwas. Die reichen EU-Länder wären höchstwahrscheinlich nicht so reich (und mächtig), wenn die ärmeren EU-Länder nicht so gute Absatzmärkte wären.

Die EU wurde als Wertegemeinschaft konzipiert, und Reichtum ist kein Wert aus dem Gründungsvertrag. Also haben erst mal alle Länder den gleichen Stellenwert, unabhängig vom Reichtum.

Alles andere wäre Neo-Kolonialismus (auch wenn der eigentlich schon da ist, siehe Verhandlungen zum dritten Programm).

scheitert der Euro, scheitern die Euro-Länder, nicht die EU

so ist es, und nicht wie Frau Merkel sagt. Da der Euro jedoch unbeliebt ist und Frau Merkel mit ihrem Griechenland-Abenteuer gescheitert ist, muss im deutschen Wähler gleich die Angst um ganz Europa geweckt werden. Gut deshalb, dass GB und andere die Griechenland-Pseudorettung nicht unterstützen. Denn wer die übrigen EU-Länder mit hineinziehen will, der gefährdet Europa wirklich.

Ich verstehe die ganze

Ich verstehe die ganze Aufregung über Merkel u. Schäuble garnicht. Ausschließlich Frankreich Italien und Zypern hatten eine andere Haltung !
15 andere Staaten teilen die Auffassung der BRD
Ich glaube das spricht für sich !

Am 15. Juli 2015 um 16:47 von atzen

Lassen Sie lieber die Ökonomen aus dem Spiel. Wenn Sie 3 Ökonomen fragen bekommen Sie 5 Antworten.
Meistens wenn vielleicht und aber.

@ izmi 17:12

"Sie widersprechen dem IWF mit all seinen Finanzexperten, Fonds- und Bankmanagern?...Und nun plötzlich stimmt das gar nicht? Können wir nun Ihnen, Schäuble oder dem IWF trauen? Oder gar keinem?"

Alles gute Fragen - die man allerdings zuerst dem IWF selber stellen müsste.

Noch am vergangenen Wochenende, im Rahmen der Verhandlungen in Brüssel, hat Frau Lagarde bekräftigt, dass ein Schuldenschnitt nicht in Frage kommt.

Nicht zuletzt wegen der bekanntermassen unnachgiebigen Haltung des IWF war Tsipras bis zuletzt gegen eine Mitwirkung des IWF beim 3.Hilfspaket und der Überwachung der Reformen in GRE.

Diese Wendung hat offensichtlich alle Beteiligten überrascht...

Rhythmus ist alles

Stimmt, Europa funktioniert nicht, wie es sich einige wünschen, viel funktioniert nicht so ganz. Warum nicht? Weil ohne Geld viel nicht geht, hohe Schulden erst machen zahnlos. Was also muss als Erstes getan werden? Entgegen so vielen anderen Aussagen ist es notwendig, die Gründe der Schulden zu erforschen und dann mit wichtigen Dingen von vorn beginnen. So geht zwar alles langsamer, aber lieber eine langsame Uhr, als eine bei der die Zeiger abbrechen, die Zahnräder der Uhr brechen. Der Rhythmus bestimmt, wie und ob etwas überlebt.

Was soll schlimm sein an langsamen Wachstum? Nichts, solange die Inflation genauso langsam wächst, Ausgaben und Einnahmen im Gleichgewicht sind. Macht es nicht die Natur genauso, immer schön in einem überschaubaren Rhythmus, immer in gleichen Zyklen von etwas auf und etwas ab.

Zukunft

Oje. Egal wie man es dreht und wendet, die EU kann Griechenland nicht mehr retten.
Bekommen sie die finanziellen Hilfe, so stehen wir in absehbarer Zeit wieder hier vor dem Abgrund und grübeln über eine Lösung der Krise in Griechenland.
Ein Zyklus, der immer wieder von vorne beginnt bis auch die letzten Gelder aus wirtschaftsstärkeren Ländern herausgepresst wurden.
Ich frage: Was dann?
Alle liegen am Boden, allen geht es schlecht und, am Wichtigsten, alle sind gleich.
Erst dann wird man sich überlegen, wie man sich wieder aufrappeln kann.
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So wie es im Moment aussieht steuern wir alle auf genau dieses Szenario zu.
Schrecklich, aber ohne unsere verstärkte Eigeninitiative nicht abwendbar.

Irgendwann

wird diese Blase platzen. Wie bei der letzten Finanzkrise als man in Amerika jedem sein Häuschen ermöglicht hat obwohl klar war das man mit 1000$ im Monat nun kein eigenes Haus haben kann und die Hypotheken nie zurück gezahlt werden können.
Hier braucht es jedesmal ein höheres Hilfspaket um die Schulden des vorhergegangenen Hilfspakets zurückzuzahlen. Man kann dies noch Jahrelang so weitermachen aber irgendwann platzt diese Blase. 33'000 Euro hat bisher jeder Einwohner von Griechenland gekostet und kein Lichtblick am Horizont erkennbar.

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