Kommentare - Tsipras fordert Zustimmung seiner Partei zum Hilfspaket

15. Juli 2015 - 05:44 Uhr

Vor der heutigen Abstimmung im griechischen Parlament über den Rettungsplan hat der griechische Ministerpräsident Tsipras um Zustimmung geworben. Er selbst glaube nicht an den Text, müsse ihn aber umsetzen. In einem Interview griff er Finanzminister Schäuble an.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Wer hat seine Verantwortung erfüllt?

Da steht eine Frau der größten Wirtschaftsmacht Europas vor. Und spielt uns jahrelang vor, sie wäre hervorragend vernetzt, mit den europäischen Staatschefs.

Da kommt ein junger Staatschef eines kleinen Pleitelandes. Und schafft es, innerhalb von 6 Monaten, diese Kanzlerin an die Wand zu spielen.

Ihm reichten drei Verbündete: ITA. ZYP und FRA.

Von Hollandes und Junckers Teams ließ er 15 Seiten formulieren. Hinter dem Rücken der Kanzlerin.

Das war die Grundlage, um die Kanzlerin und in der Folge weitere 15 Staaten - die auf der Seite von Schäubles Maßnahmen waren - in die Knie zu zwingen.

90 Milliarden. Mit nur 3 Staaten gegen 16 gewonnen.

Klingt nach GR Heldensagen. Wie bei den Persersiegen.

Wo aber ein Gewinner ist, ist auch eine Verliererin.

Die Kanzlerin verspielte ihre stärkere Position, ihr Mehr an Verbündeten.

Weil es an Persönlichkeit fehlt, um Verbündete innig zu vereinen?

Weil sie keine Freundschaften schafft, nur Arbeitsklima?

Unter den Staatsmännern.

Warum sollen die das nicht?

Für 86 weitere Milliarden.

Ein paar Gesetze beschließen, die niemand in Griechenland sonderbar ernst nehmen wird - und los geht es wieder. Mit dem süßen Leben.

Die Summe ist so unvorstellbar groß. Die können sich viele Abgeordnete bei uns im Bundestag nicht vorstellen.

Deshalb werden sie wohl zustimmen.

Obwohl doch jeder seine Verantwortung übernehmen sollte.

Und dazu gehört auch, die Griechische Mentalität zu verstehen:

Listenreich zu sein.

Weil wenn in einigen Monaten die Zahlen nicht stimmen, wird schon wieder viel Geld geflossen sein.

Und unsere Kanzlerin wird sich nicht lange bitten lassen.

Von Junckers und Hollande. Und weiteres Geld nachschießen. Weil ja sonst das bisherige verloren wäre...

Also setzt ein Zeichen. Seid nicht mutlos. Nicht mehr länger gefangener eurer Parteiobmänner. Kleine Männer im Dunkel des Reichstages der CDU und CSU.

Zeigt ein mal Würde, ein mal Stolz.

Und stimmt ein mal nicht so, wie man es euch von ganz oben sagt.

Zeigt ein mal Charakter.

Ziptras fordert Zustimmung

so so Herr Zipras glaubt nicht an das Programm, wie sollen wir jetzt glauben das er das auch jetzt umsetzt? Es reicht doch nicht das ein Gesetz beschlossen wird. es muss auch umgesetzt und kontrolliert werden. In einem Land das keine Steuerverwaltung und kein System der Steuereintreibung kennt, Steuervermeidung ist über Jahrzehnte gewachsen und tief in der Gesellschaft verinnerlicht ist jedes Steuergeld verloren! Noch einmal 1000 Millionen entspricht 1 Millarde. In unserem Land leben 12,5 Millionen Arme , Straßen und Brücken in einem maroden Zustand
Altersarmut wird mit jedem Tag größer und unsere Volksvertreter kümmern sich nur um die armen Griechen, die in den letzten Monaten 40 Milliarden von Ihren Bankkonten abgehoben haben.
Wo ist ein EU Struckturprogramm in höhe von 32 Millarden für uns ?Mal sehen wer diesen Gedanken aufgreift.

Zustimmung der Reformen

Die Griechen werden eine Mehrheit finden, um den EURO erst einmal zu behalten. Nach der Abstimmung, weiß Tsipras hoffentlich, wer ihn weiter unterstützt. Aber die praktische Umsetzung, insebesondere der Einnahmenplan ist doch sehr zweifelhaft. Ob dadurch der Grexit doch noch kommt, werden wir dann sehen. Ein Indiz werden bereits Schuldscheine für Staatsdiener und Rentner sein

>> Die Auflagen, die

>> Die Auflagen, die Griechenland als Gegenleistung für ein Hilfspaket von mehr als 80 Milliarden Euro erfüllen müsse, seien zwar irrational. "Doch eröffnen sie einen Ausweg aus der Krise", so Tsipras. "Vorrang hat für mich in dieser Stunde die Billigung des Sparprogramms, damit wir das Hilfsprogramm sichern können."

Damit ist eigentlich alles gesagt. Es soll also für das Hilfsprogramm gestimmt werden, damit das Geld fliesst. An eine Umsetzung der "irrationalen" Forderungen wird nicht gedacht.

Das hat doch so alles keinen Sinn

Ob das neue (alte) Programm von sozialen Kürzungen und Steuererhöhungen Sinn macht oder nicht kann ich nicht wirklich beurteilen. In anderen Staaten hat es jedoch funktioniert, aber das lag meiner Meinung nach auch daran, dass diese Länder und auch die Bevölkerung eingesehen haben, dass diese Maßnahmen notwendig waren. das Land stand hinter der Regierung und gemeinsam wurden die Reformen als notwendig akzeptiert und umgesetzt. Solange das griechische Volk und insbesondere die Regierung - egal welche- die Reformen nur halbherzig auf Druck von außen durchführt und nicht hinter den Maßnahmen steht, ist ein Scheitern vorprogrammiert. So hat das alles keinen Sinn!!!

Das Land, diese Regierung hat

Das Land, diese Regierung hat es nicht verdient.
Jetzt will der IWF auf Druck (USA) Nachverhandlungen. Schluss! 80MRD sind genug.

So Tsipras,

"Vorrang hat für mich in dieser Stunde die Billigung des Sparprogramms, damit wir das Hilfsprogramm sichern können"...
und damit ist es vollkommen klar was Sache ist. Schon wieder geht nur darum Geld zu bekommen, damit der Wahn weiter geht.

"Vorrang hat für mich in dieser Stunde..."

...die Billigung des Sparprogramms, damit wir das Hilfsprogramm sichern können"
Deutlicher kann man doch gar nicht zum Ausdruck bringen, um was es geht, weitere 80, 90, 100 Milliarden als Zusicherung und dann das Verzögern, Aussitzen, Ablehnen von irgendwelchen Änderungen im eigenen Land. Wie gesagt. "in dieser Stunde". Aber die Uhr tickt ja weiter.
So bitter es klingt, ich bin fest überzeugt, dass erst die schmerzhafte Erfahrung lehren wird, dass es so tatsächlich nicht weitergeht.
Erst wenn die Strukturen in Griechenland reformiert werden, erst dann wird das Geld nicht mehr versickern und erst dann machen weitere Kredite Sinn.

80 Mrd. -- das wird 1, 2 Jahre schon reichen ...

80 Mrd. -- das wird 1, 2 Jahre schon reichen ...
... und selbst wenn Griechenland diese "Reformen" umsetzen würden. Was würde sich ändern? Würde die Wettbewerbsfähigkeit Griechenland sich in irgendeiner Weise dergestalt verbessern, das Griechenlands Grundproblem - die mangelhafte Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft - verbessern oder gar lösen würde??

... aber zum Glück hat die EU - in persona Hr. Schulz - die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur "Chefsache" vor 5 Jahren erklärt. Mit dem "Erfolg", dass die Arbeitslosigkeit auf 30 % gestiegen ist.

... aber zum Glück stellt die EU jetzt noch einen Investitionsfonds bereit. Das wird bestimmt helfen, genauso wie die 40 Mrd. aus dem EU-Strukturfonds, die bisher per annum ausgezahlt wurden, geschweige von den 324 Mrd. die in den letzten 5 Jahren überwiesen wurden, oder von den 120 Mrd. die Griechenland sich selber gedruckt hat.

See you in two years again. Same topic, same "discussion". Thank you, EU!!

Entscheidungsgrundlagen für Bundestag

Das Interview von Tsipras in Bezug auf den ausgehandelten Kompromiß spricht eine deutliche Sprache über die Glaubwürdigkeit dieser Regierung und die daraus abzuleitende Wahrscheinlichkeit, die Reformvorhaben auch umzusetzen.
Wer die Denkweise und Haltung innerhalb der Syriza-Partei auch ausführlich auf Deutsch kennenlernen möchte dem empfehle ich das Radiointerview von heute 06.50 im DLF (Internetseite des DLF) mit Giorgios Chondros, Vorstandsmitglied der Syriza-Partei, das an Klarheit nichts zu wünschen übrig läßt.
Für die Bundestagsabgeordneten (außer Grüne), die am Freitag über den Kompromiß abstimmen werden, könnte dieses Interview als Entscheidungsgrundlage dienen.
http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audi…

Tsipras will Rettungsplan gegen eigene Überzeugung umsetzen

Der griechische MP Tsipras ist zwar von den mäßig ausgefallenen Renten- und Lohnkürzungen nicht überzeugt, will bzw. muss aber den Rettungsplan umsetzen, weil er seinem Land hilft und einen Staats- und Bankenbankrott verhindern kann. Im Klartext: Griechenland wurde von den Gläubigern der Eurogruppe zur Annahme des Hilfsprogramms gezwungen, um im Euro bleiben zu können.

Das klingt wie eine innere Realitätsverweigerung, um die Syriza-Ideologie nach außen hin zu verteidigen. Griechenland und seine Banken sind pleite. Daraus gilt es bei Anerkennung der Tatsachen die richtigen Lehren zu ziehen. Tsipras wollte, wie die Mehrheit seiner Landsleute, den Austritt aus der Eurozone und seine für das Land schrecklichen Folgen vermeiden und musste dafür als Preis einem Kompromiss mit den internationalen Geldgebern zustimmen. Bei langfristiger Stundung von Zins- und Tilgungsrückzahlungen und den Effekten der Landesmodernisierung ist das unter den gegebenen Umständen die beste Lösung für GR.

Ich schüttele nur den Kopf...

über die Naivität der Europäer. Wenn ein Ministerpräsident und seine Regierung an das Paket nicht glauben, dann wird er erst einmal 2-3 Gesetze beschließen und nach Erhalt der Kohle das Ganze Stück für Stück demontieren oder einfach nicht durchsetzen.

Wie werden doch hier wieder von der griechischen Regierung hinter die Fichte geführt. Und praktischerweise kann man die Deutschen auch noch als Sündenbock in die erste Reihe stellen.
Ich frage mich zudem, was für ein Gemeinschaftssinn in Europa herrscht, wenn bis auf 3 Staaten alle gegen weitere Hilfen waren, man es aber zulässt, dass Deutschland diffamiert wird. So ein Europa brauchen wir nicht.

Keynesianismus gegen Maastrich

Es ist offensichtlich, daß Herr Tsipras Anhänger des Keynesianismus ist, der in Zeiten von Konjunkturkrisen einer Volkswirtschaft stärkere Investitionen des Staates in Strukturmaßnahmen vorsieht und damit auch das Risiko einer höheren Verschuldung in Kauf nimmt.

Nur leider haben die Griechen mit ihrem Betritt zur Währungsunion auch deren Verträge und Bedingungen unterzeichnet, die die Staatsverschuldung deckelt und damit in allen Beitrittsländern eine vernünftige Fiskalpolitik nach Keynes stark einschränkt.

Insofern wäre es für die Griechen nur konsequent gewesen, die EURO-Zone zu verlassen (wenigstens vorübergehend), um damit wieder die volle Souveränität über die eigene Fiskalpolitik zurück zu erlangen.

Aber leider haben sich mal wieder die "unvernünftigen Politiker" durchgesetzt, die diesen Austritt als Untergang Europas betrachten und dabei das Risiko einer Abwärtsspirale der griechischen Wirtschaft (wider besseren Wissens ?) in Kauf nehmen.

Im Südosten nichts Neues

Und weiter geht es mit Schuldzuweisungen und Beleidigungen Richtung Deutschland. In jeder anderen Art von menschlicher, geschäftlicher oder zwischenstaatlicher Beziehung hätte man so einem " Partner" schon die Koffer vor die Tür gestellt.
Vor allem wenn dieser selber null Ideen, null Innovationen gepaart mit null Willen an den Tag legt. Wir sollten den Griechen die Schulden erlassen, die D-Mark einführen und uns um unsere Probleme kümmern. Da haben wir wahrlich genug davon.

"Glaube nicht daran, setze es aber um"

Ich glaube nicht an die Reformbereitschaft und den Willen dazu, muss mich als dt. Bürger den Entscheidungen zu weiteren Milliarden in das Loch GR aber fügen.

Ein Kind, dass sein Zimmer nie aufgeräumt hat ködert man nicht immer wieder damit, dass man es als Gegenleistung mit einer Einladung in einen großen Freizeitpark beschenkt.

Argumente für weitere Forderungen lauteten Stolz, Würde und Demokratie.
Das alles findet sich bei uns auch, scheint für viele GR aber einen Alleingeltungsanspruch zu erfüllen.

Wir haben seit Jahren ein Konstrukt am Leben gehalten, das den Bezeichnunug strukturiert nicht verdient, jeder Rettungsring galt als selbstverständlich. Zu keiner Zeit hat man Anstrengungen unternommen, die eigene Unfähigkeit zu überwinden, sich durch Reformen hin zu funktionierenden Strukturen in die Unabhängigkeit zu begeben.

Wir haben euer System werter Tsipars nicht geschaffen aber den Glauben an eine Besserung längst verloren. Zum Dank für unsere Hilfe werden wir beschimpft

Wozu das alles?

"Hilfsprogramm"?!
Auch diesmal werden nur alte Schulden durch neue Schulden abgelöst. Der normale Grieche sieht von dem Geld fast nichts und es bringt auch, mangels Menge, in GR nichts voran, wie die letzten 5 Jahre deutlich zeigen. Laut Ökonomen gehen 90% direkt an irgendwelche Banken. Selbst der IWF spricht hier von 70%.
Welchen Grund haben also die Griechen, derlei zuzustimmen? Sie wurden von ihren vorherigen Regierungen betrogen, die diesen Schuldenberg maßgeblich zu verantworten haben und sie werden von der EU betrogen, die zur reinen Finanzunion verkommen ist und deren "Institutionen" durch "Privatisierungen" GR defacto zerschlagen.
Interessant wäre indes zu erfahren, warum Hr. Tsipras den Forderungen der "Troika" nun doch zustimmt, obwohl alle Gründe dagegen weitaus schlüssiger sind, als jene dafür.
Wird GR. erpresst? Mit NATO-Einsätzen, Wirtschaftssanktionen, "regime change" o.ä. bedroht?
Die offiziellen Gründe klingen nach dem üblichen Blabla, das uns nur einlullen soll.

Glaube nicht daran...

An was glaubt Herr Tsipras denn?
Was für eine Alternative hätte er gerne gehabt?
Griechenland redet immer von der Verantwortung und dem Geist Europas für Alle.
Und wie denkt Griechenland an den Rest?
Wie sieht es mit den Spaniern, Portugiesen und Iren aus, die sich die Hilfsgelder für Griechenland buchstäblich vom Mund abgespart haben?
Warum sind in Europa viele Menschen so gegen die Griechen aufgebracht?
Doch nur wegen der mangelnden Verantwortung Griechenlands für Europa.

"Glaube nicht daran, setze es aber um"

Solche politischen Partner wünscht man sich! Der Betrug (am deutschen Steuerzahler) besteht ja nun darin, dass auch die Geberländer (also auch nicht Deutschland und auch nicht Merkel, Schäuble) nicht an die Reformen glauben und deshalb, wie schon bisher, alles schlicht ignoriert werden wird, selbst wenn man es in Griechenland zum Gesetz erhebt. Gar nicht unwahrscheinlich, dass unter all den Wir-haben-Europa-gerettet-Reden Europa rasch auseinanderbrechen wird. Immerhin werden wir in Deutschland die Schuldigen beim Namen nennen können: Merkel, CDU/CSU, SPD, die Grünen. Allesamt naive Selbst- und Europa-Retter.

"Glaube nicht daran, setze es aber um"

Es wäre besser er würde es lassen.
Die Auflagen aus dem letzten „Rettungspaket“ haben sich ins Negative für Griechenland entwickelt, wie vorausgesagt von Wissenschaftlern die sich auskennen und nicht wie Angela sagte das war Alternativlos.
Und noch eine verheerendere Prognose geben dieselben Fachleute für diese Nummer.
Die knappe Ansage für diese Nummer die man damit Griechenland durchziehen will, könnte lauten „wenn ihr links wählt machen wir euch platt“ und das ist alternativlos!!!!

Wer glaubt ihm noch ein Wort?

Man möge sich nicht täuschen lassen - die Einlassungen Tsipras' sind nicht nur innenpolitisches Getrommel, um eine Mehrheit im Parlament für die Reformen zu bekommen - die Zustimmung scheint dank der Oppositionsparteien gesichert.

Die üblichen Spitzen gegen Deutschland und Schäuble einmal beiseite gelassen, lässt Tsipras durchblicken, dass er nicht hinter den Reformen steht.
Es gehe einzig darum "das Hilfsprogramm zu sichern".
Im Klartext: wir verabschieden jetzt mal die Reformgesetze, dann holen wir uns die Hilfskredite - und dann sehen wir weiter.
Es wird so kommen.

Was will man auch von einem derartigen Verhandlungs"partner" erwarten, der in den vergangenen Wochen jeden erdenklichen Richtungsschwenk mitgenommen hat?

Und die Unverfrorenheit besitzt, den Europartnern noch hinterherzuwerfen, ihre Haltung bei den Verhandlungen "ehre nicht die Tradition Europas"...

Tsipras hat nichts gelernt.
Seine Verlässlichkeit bleibt verlässlich auf Null.

Was bedeuten die Aussagen von Tsipras?

Sie bedeuten, dass er sich einen Teufel um die unterzeichneten Vereinbarungen scheren wird.
Sein Prinzip: erst mal unterzeichnen
dann: kassieren
dann: Vereinbarungen nach gutdünken auslegen
dann: allen, besonders Frau Merkel, auf der Nase herum tanzen
denn: man hat ja Zeit und Geld bekommen
Man kann Frau Merkel nur wünschen, dass sie Tsipras genau beobachten lässt. Falls er wirklich quer schiesst, muss sie dafür sorgen, dass GR endlich die Konsequenzen spürt und aus dem Euro ausschliessen lässt.
Sie hat dabei genug Unterstützung durch die meisten Euro-Länder und durch Cameron.

Der Euro macht Europa kaputt,

Der Euro macht Europa kaputt, sonst gar nichts. Man hätte den Euro so lange sein lassen müssen bis ALLE EU-Staaten auf einem Level sind.

Auf diese Art und Weise wie jetzt ist in 5 Jahren nicht nur der Euro sondern auch die EU tot, was schade wäre.

Schafft den Euro in der ganzen EU ab und damit ist nicht nur den Griechen geholfen. Manche Länder haben das ja gleich begriffen.

Gerne darf Herr Tsipras...

darauf verweisen das Herr Schäuble hart verhandelt hat, und das zu Recht - Herrn Schäuble aber anzugreifen ist der blanke Hohn und ich kann nur hoffen das Herr Tsipras im eigenen Parlament scheitern wird.
Gerne hätte Herr Tsipras auch schon in den vergangenen Monaten Reformen anpacken können die den Staat stabilisiert hätten - hat er aber nicht weil im die Ideen fehlen.
Gerne hätte Herr Tsipras nach den Verhandlungen in Brüssel von Montag seinen Hut nehmen dürfen wenn ihm das alles nicht gefällt.
Das Europa, das nach Aussage des Herrn Tsipras Herrn Schäuble nicht gehört, das steht hinter der harten Haltung von unserem Finanzminister. Herr Tsipras darf gerne zusehen wie er seinen bankrotten Staat ohne die Deutschen wieder flott bekommt. Deutschland kann sehr gut ohne Griechenland im EURO leben - wahrscheinlich besser als mit, aber Griechenland wird ohne EURO sang- und klanglos untergehen. Vielleicht der Weg den Herr Tsipras lieber ist. Also reißen sich jetzt zusammen Herr Tsipras!

Lieber Herr Tsipras ...

... wenn Sie selbst nicht daran glauben, sollten Sie sofort zurücktreten ! Es wird langsam etwas anstrengend mit Ihnen.

Nichts dazu gelernt

Die Einigkeit in der Entschlossenheit unter der Euro-Staaten, Griechenland noch härtere Bedingungen als zuvor aufzuerlegen oder einen Grexit hinzunehmen, ist vor allem dem mangelnden Vertrauen in die gegenwärtige Regierung geschuldet. Selbst die mildere Haltung von nur drei Regierungen von 18 ändert daran nichts. Anstatt jetzt das zerdepperte Porzellan zu kitten oder zusammenzukehren und den Laden neu einzurichten, giesst Tsipras Öl ins Feuer.

Wer kann ihm denn vertrauen, wenn er sagt, dass er alles nur unter Zwang unterschrieben hätte und es für falsch halte. Was anderes kann man dann annehmen, als dass Tsipras und seine Politamateure jede Gelegenheit nutzen werden, um das Programm zu hintertreiben? Wie will er mit der Regierung Merkel noch zusammenarbeiten?

Wenn er das Programm für falsch hält, dann hätte er es nicht unterschreiben dürfen. Nun muss er sich danach richten und bei der Kontrolle der Umsetzung müssen die Euro-Länder sich ebenso einig sein oder am besten noch einiger.

Deutschland ist nicht Europa.

Deutschland ist nicht Europa. Die Wachstumsraten eines Industrielandes via Euro-Stabilitätskriterien auf Agrarländer übertragen zu wollen ist blanker Egoismus gepaart mit neoliberaler Ausbeutung, die den deutschen (Konzernen) nur zu gut passt.

Europa ist aucgh kein Konzerland.

Und Europa wird nicht zusammengeführt durch den Euro. Die Kluft wird immer größer zwischen den Staaten. Die Länder, die den Euro einführten, sollten etwas mehr Anstand an den Tag legen. Es ist Griechenland nach wie vor nur der bequeme Sündenbock.

Europa verstehen heißt griechisch zu denken?

Die Welt 15.07.15
"Dieses Europa gehört nicht Herrn Schäuble", sagte der Regierungschef am Dienstagabend in einem Interview mit dem griechischen Fernsehen."

Dieses Europa werter Tsipras gehört aber auch nicht einer Hand voll GR, die weniger für und mehr gegen Europa unternommen haben als alle dt. Regierungen in der Vergangenheit. Das sehen wir nicht nur an den Geldern, die wir in dieses Konstrukt einzahlen, sondern am Willen aller dt. regierenden Kanzler/innen diese Vision aus einem Miteinander mit Leben zu erfüllen.

Die Welt 15.07.15
"Tsipras glaubt, dass Europa auseinanderbricht"

Wenn man werter Tsipras im Wahlkampf gegen alle Regeln spielt um danach gemeinsamen Regeln zu brechen, dann ist das kein Fördern des europäischen Gedanken, sondern ein Bruch der Demokratie, die Missachtung der Würde anderer und die Verweigerung des Stolzes anderer zu erreichtem.

Am griechischen (Tsipras/Varoufakis Mietnomaden) Wesen kann und wird nichts genesen, schon gar nicht Europa.

zitat zum euro

ich zitiere aus einem nachbarforum:
"Der Euro verteuert die Binnenwirtschaft weil die Währung eine deutlich höhere Kaufkraft hat als die Drachme und das gilt für alle Euroländer in Bezug auf ihre Währungen und voreuroproduktpreisen. Die Folge ist die Binnenwirtschaft stirbt ab und so Länder wie Griechenland müssen plötzlich Nahrungsmittel importieren. Weiterhin senkt der Euro die Löhne durch Verteuerung der Lebensmittel oder des Wohnraums wie in Deutschland. Die Nutznießer sind die Konzerne weil diese die Bereiche übernehmen können die zuvor von der Binnenwirtschaft belegt wurden. Quasi ein Sturmreifschießen für die Plünderungsabkommen CETA, TTIP, TISA die dann den Demokratien Europas den Rest geben."
.
der euro war von vornherein nicht dazu gedacht europa zu vereinen. europa soll wieder zu dem werden was es vor der euroeinführung war. europa stand einmal für vielfalt. für kultur. für frieden. für begegnungen. für solidarität. und was haben diese neoliberalen daraus gemacht?

er sagt in seiner Rede ans gr. Volk:

"...das Reformpaket für GR ist durch den Druck starker Staaten zustandegekommen..." Es bestärkt meine Vermutung, dass die USA Druck ausgeübt haben, insbesondere auf Tsipras, aber auch auf Merkel - Schäuble. Diese stecken in der Zwickmühle. Banken dürfen wieder einmal nicht kollabieren...denn was würde das für den wackeligen Dollar bedeuten? Leute, informiert Euch!

Fördert die Glaubwürdigkeit ja ungemein

Welcher ernsthafte und kompetente deutsche Abgeordnete glaubt eigentlich, die Glaubwürdigkeit Griechenlands und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit seien gegeben?

Es gibt keine billigen Lösungen

Das Kind ist bereits vor Jahren in den Brunnen gefallen. Die Griechen gaben viel mehr Geld aus, als sie erwirtschafteten. Das wurde durch die Entwertung der Drachme kompensiert, bzgl. Lebensstandard und bzgl. der angehäuften Schulden. Auf niedrigem Niveau war alles in der Balance (mal abgesehen von der Klientelwirtschaft, die keine Steigerung des Niveaus zuliess). Als der Euro kam, wurde weiter zu viel Geld ausgegeben, aber dem stand keine entsprechende Geldentwertung mehr entgegen. Konsequenz: rasant steigender Lebensstandard und rasant steigende Schulden. Alle anderen schauten weg. Diese Schulden erdrücken nun das Land, sind aber auf Grund des "no bail out" nicht aus der Welt zu schaffen. Würde man einen "bail out" durchsetzen, stünden morgen Frankreich, Italien und andere mit aufgehaltener Hand vor der Tür, und der Euro bräche zusammen. Fazit: Einer zahlt jetzt: Griechenland (mit enormen sozialen Verwerfungen) oder die Euro-Zone (mit nachfolgendem Zusammenbruch des Euro-Systems).

Tsipras musste scheitern

Ministerpräsident Tsipras stand als einsamer Bittsteller eines heruntergekommenen Landes gegen eine Front von 18 "Geberländern" sowie EZB und IWF. Er wollte verhindern, dass Millionen seiner Landsleute hungern, erkranken, obdachlos werden, verzweifeln, sich umbringen. Sein erklärtes Ziel war es, die zerstörerische Austeritätspolitik zu beenden.

Es war frühzeitig abzusehen, dass er keine Chance hatte, sich der von Schäuble, Merkel & Co. ersonnenen Daumenschrauben zu erwehren. Denn hätte er den angestrebten Schuldenschnitt erreicht, dann hätte das bedeutet, dass auch andere in Finanznöten steckende südeuropäische Länder das griechische Modell übernehmen. Erst Spanien, dann Portugal, Italien, Frankreich.

Die Gefahr eines Dammbruchs bestand. Das durfte nicht sein. Also musste Tsipras scheitern

Staatsschulden

Zypras glaubt nicht an den Rettungsplan und damit auch nicht an den Reformkurs der vorgeschlagen wurde.
Auf diese Art kommt das Land niemals auf die Beine.
Ein Politiker wie unser Schäuble wäre für die Griechen ein Segen!

...Hauptsache das Geld fließt nun...

Diese Aussage sollte ja alle Alarmglocken läuten lassen, denn wenn man zwischen den Zeilen ließt, heißt das doch nichts anderes als "lass uns das jetzt mal beschließen damit wir unser Geld bekommen. Umsetzen werden wir es dann eh nicht bzw. situationselastisch..."

Leider hat Herr Tsipras die Chance eines Grexits auf Zeit nicht kapiert. Denn es wäre ja nichts anderes als quasi die Logik der Privatinsolvenz angewandt auf Staaten. Herr Tsipras hätte seine Schuldenschnitt erreicht und könnte das Land reformieren. Aber dazu bräuchte er einen Plan, den hat er scheinbar nicht. Da ist es deutlich einfach einfach so weiter zu machen und die Schuld den bösen Deutschen zu geben.

Keine Frage das wäre eine teuere Lösung aber sie wäre kalkulierbar. Nun sitzen wir weiterhin auf einem nicht kalkulierbaren Pulverfass das letztendlich noch teurer wird. Und wer glaubt dass die Griechen jemals in der Lage sein werden diesen Schuldenberg zurückzuzahlen träumt auch vom Nutellabaum

@ Helmut Baltrusch

"Tsipras wollte, wie die Mehrheit seiner Landsleute, den Austritt aus der Eurozone und seine für das Land schrecklichen Folgen vermeiden und musste dafür als Preis einem Kompromiss mit den internationalen Geldgebern zustimmen. Bei langfristiger Stundung von Zins- und Tilgungsrückzahlungen und den Effekten der Landesmodernisierung ist das unter den gegebenen Umständen die beste Lösung für GR."

Ist es eben nicht, weil ich - neben den "aufgezwungenen Sparmaßnahmen", die ich im Grundsatz für richtig halte - jeden konkreten Ansatz für Strukturänderungen der Wirtschaft und vor allem der griechischen Verwaltung vermisse!
Ohne Strukturveränderungen, die die Einnahmeseite GR verbessern würden, und auf der anderen Seite ohne jeden Sparwillen des Volkes und der Regierung, wird das GR Grundproblem nicht gelöst! Niemand kann dauerhaft mehr ausgeben als er einnimmt!

Warum konnte Angie das nicht in Brüssel vermitteln? Und warum ziehen unsere Abgeordneten daraus keine Schlüsse???

Herr Tsipras muss stark

Herr Tsipras muss stark bleiben. Er hat keine andere Wahl! ...neulich hörte ich in einem RadioTalk einen Herren von der Konrad-Adenauer-Stiftung, zum 70. Geburtstag der CDU, der gefragt wurde, was denn heute noch im Kern die CDU ausmache....vorallem wären das die christlichen Werte antwortete er..... Momentmal?! Frau Merkel, Herr Schäuble; wie war das noch? ..Barmherzigkeit, Nächstenliebe???

Das klingt gefährlich nach Tsipras

"Ich glaube nicht daran, setze es aber um. ... Vorrang hat für mich in dieser Stunde die Billigung des Sparprogramms, damit wir das Hilfsprogramm sichern können."
.
Mal sehen, was der Zocker wieder vorhat. Ich traue dem alles zu, Hauptsache er hat erst mal die Kredite gesichert.

Ich kann es nicht mehr hören...

Immer sind Schäuble und die bösen Deutschen schuld. Erkenntnis, das Drama selber verschuldet und in den letzten Monaten weiter verschärft zu haben - Fehlanzeige.
Sicher, auch die Geldgeber haben nicht alles richtig gemacht. Vor allem wurde zuviel Wert auf das "falsche" Sparen gelegt - nämlich dort, wie es am schnellsten und einfachsten geht, beim normalen Volk. Während Arbeiter und Rentnern immer mehr belastet wurden schaffte die politische und wirtschaftliche Elite ihre Vermögen ins Ausland.
Vor allem die Engländer waren dabei sehr hilfreich und lockten die vermögenden Griechen zu sich. Aber auch bei uns legten Griechen Mrd. in Immobilien an.
Wenn schon immer von Solidarität gesprochen wird, dann darf die nicht nur von den "Kleinen" verlangt werden. Doch der politische und wirtschaftliche Filz weltweit weiß, wie er selbst aus den größten Krisen für sich noch einen Nutzen erlangen kann.
Wenn Tsipras hier angefangen hätte was zu ändern wären wir wieder bei beieinander!

Deutschland muss für Europa die Rolle des Bad Boys tragen

Schön ist es nicht für Deutschland auf diese verzerrte Weise als derjenige dargestellt zu werden der Europa spaltet. Aber für den Fortbestand Europas sollte Deutschland das auf sich nehmen.

Die Wahrheit ist natürlich eine andere.

1. Gab es Eurostaaten die weit weniger nachsichtig mit Griechenland sind als Deutschland und die dieses 3. Paket nicht aufgelegt hätten.

2. Nach all den persönlichen Angriffen und Täuschungsversuchen während der Verhandlungen konnte es keine weiteren Hilfen ohne Garantien geben, das Vertrauen wurde von der griechischen Regierung in nur einem halben Jahr völlig zerstört.

3. Die Ursache der Probleme, nämlich die griechische Mentalität mit der Krise umzugehen besteht nach wie vor

4. Zsipras hat im eigenen Land noch nichts auf den Weg gebracht und sich nur an Europa abgearbeitet. Niemand hat ihn daran gehindert selbst Reformen auf den Weg zu bringen

5. Deutschland ist den interessen der eigenen Bevölkerung genauso verpflichtet wie Zsipras der seinen.

Nur Beerdigungsinstitute profitieren von einem Grexit  !

Die einzigen die von einem Grexit profitieren würden wären die Beerdigungsinstitute in Griechenland.

10.000 Selbstmorde in 5 Jahren Griechenlandkrise könnten dann leicht 10.000 Selbstmorde jede 5 Wochen werden !

Ich möchte in keinem Europa leben in dem hauptsächlich die Beerdigungsinstitute profitieren.

@ Andreas Kujat - Nehmen (von anderen) ist seliger denn Geben?

"Nur Beerdigungsinstitute profitieren von einem Grexit!
Die einzigen die von einem Grexit profitieren würden wären die Beerdigungsinstitute in Griechenland. 10.000 Selbstmorde in 5 Jahren Griechenlandkrise könnten dann leicht 10.000 Selbstmorde jede 5 Wochen werden !"
.
.
.
Ihre Darstellung widerspricht aktuellen Berichten, denen zu folge haben Bestattungsunternehmen bereits heute massive Probleme Holz zur Fertigung von Särgen aus dem Ausland zu importieren.

Ich entnehme ihrem Kommentar aber auch einen Appell an unser Mitgefühl. Wie kann man von anderen Mitgliedsländern der EU Mitgefühl erwarten, dass in GR in der Bevölkerung nur unzureichend vorhanden ist, wo alle von der Armut/Konsequenzen wissen, kaum aber jemand noch Steuern bezahlt. Logik scheint hier wie in GR ein Fremdwort zu sein.

Solidarität von anderen zu fordern/erwarten die man selbst nicht übt ist schon reichlich unverschämt. Dieses Grab haben Griechen für Griechen über Jahre hinweg wissentlich selbst geschaufelt.

08:17 von naklar

"...Mal sehen, was der Zocker wieder vorhat. Ich traue dem alles zu, Hauptsache er hat erst mal die Kredite gesichert. ..."

Der "Zocker" hat nicht gezockt, er hat das Mögliche herausgeholt, und das bei einer wirklichen Erpressung, die allerdings ein böses "Spiel" zum Hintergrund hat: Gibst du uns keine Sparmaßnahmen und Reformen, wie wir sie wollen, gibt es kein Geld mehr. Das ist "Monopoly" in Reinkultur. Wer nichts mehr hat, fliegt raus. Möglicherweise wäre ein "Grexit" für Griechenland wirklich der bessere Weg, nur in dem Umfeld der gewachsenen Strukturen mit der EU u n d dem Euro glaube ich selbst nicht daran. Wie auch die Mehrheit der Griechen wohl nicht.
Also blieb nur eine Zustimmung Tsipras zu unmöglichen Bedingungen. Und dass die unmöglich sind, behauptet sogar der IWF!
Beim "Monopoly" ist es so, dass das Ende des Spiel erreicht ist, wenn einer alles hat.
Es scheint, genauso läuft es augenblicklich in Europa. Was aber, wenn auch hier das Spielende des "Monopoly" kommt?

zynisch @ 08:23 von Andreas Kujat

ihr kommentar ist schwer zu ertragen. wenn sie erkennen, dass der euro in griechenland für einen anstieg an suiziden und an todesfällen infolge einer ausbleibenden medizinischen versorgung sorgt und sie diesen misstand erkennen, sollten sie erkennen, dass die eurogenerierte rezession und die nachgelagerte staatsschuldenkrise infolge sinkender steuerneinnahmen – letztlich die "lösung" namens "austerität" eine katastrophe für griechenland sind.
.
und was da hilft ist ...
a: ein schuldenschnitt
b: die rückkehr zur drachme + souveränität
c: ein europäisches wiederaufbauprogramm für griechenland.
d: die rückkehr der südeuropäischen länder zu ihren eigenen währungen und das wiedererwachen echter europäischer solidarität: nichtfür banken sondern für menschen
.
beendet das tödliche euroexperiment!

Er glaubt nicht dran ... aber

...er müsse es aber umsetzen !! ???
Nachtigall ik hör dir trapsen!
Ob solcher Reden ist davon auszugehen, dass das Parlament zwar zustimmen wird um zunächst an das Rettungspaket zu kommen und damit den Druck etwas von der Bevölkerung und den innenpolitschen Drucke von selbst zu nehmen - aber - aber - dann werden sich auf einmal unüberwindbare Hindernisse auftun, die es jeder Griechischen Regierung unmöglich machen die als aufoktruiert empfundenen "Reformen" umzusetzen.
Die Rest-EU muss sich entscheiden:
GREXIT oder Transferunion auf Dauer!
Aus geostrategischen Gründen dürfte ein Grexit ausscheiden, somit bleibt nur die Transferunion.
Also Leute im Norden der EU:
Steuern rauf, nix Abschaffung "Kalte Progression", und von wegen Rentenerhöhung - die Griechischen Rentner haben sich 100% Rente verdient und das ab 50! - da müsst ihr schon aus Gründen der Solidarität bis 67 ran.

6:37 japhet (vorheriger IWF-Bericht)

..."weil Geld eben nichts Imaginäres ist, sondern den Gegenwert von Dienstleistungen oder von Waren darstellt und diese Gegenwerte damit speicherbar und einfacher austauschbar wurden."

In Ihren Ausführungen übersehen Sie, daß Geld nicht nur ein Äquivalent zu Leistungen ist, sondern durch Zinsen selber zu einer Ware geworden ist. Allerdings erhöhen die Zinsen nicht den tatsächlichen Wert der Ware Geld. Dieser "Mehrwert" muß durch eine um den Zins erhöhte Leistung des Gegenwertes erbracht werden.

Das ist im günstigen Falle und überschaubaren Rahmen durch produktivitätssteigernde Maßnahmen möglich, in den völlig überschuldeten Volkswirtschaften aber eine Spirale mit absehbarem Ende. Das betrifft nicht nur GR sondern auch so Großtöner wie D. Für das zu erlassende Geld können wir zwar bürgen, haben es aber auch nicht. Wir haben vor allem immense Schulden mit Zinszahlungen an die wirklich Mächtigen.

Geld ist die eigentliche Ware, die wir durch ständig steigende Leistungen erwerben wollen.

@ 06:50 von japhet im Vorforum: Nicht ganz richtig?

Bei allem was sie mieten oder kaufen, sind im Preis Zinsen enthalten: Laut NGOs bei Mieten bis 60, 70%, bei Waren so etwa 30 - 40%. Das liegt daran, dass ja Fabriken und Häuser mit Krediten finanziert werden - ebenso Saatgut und Pflanzengift, Maschinen und Fuhrparks, Schiffe - selbst der Wareneinkauf. Die Zinsen für diese Kredite zahlt dann letztlich der Mieter bzw. der Verbraucher. NGOs haben nun ausgerechnet, dass der durchschnittliche Mieter /Verbraucher dadurch etwa 3-4000€ Zinsen im Jahr bezahlt - die ja letztlich irgend jemandem zu Gute kommen.

Um diese 3-4000€ aber an Zinsen einzunehmen - also diese Zinsbelastung nicht zu haben, brauchen Sie entsprechend verzinstes Vermögen: Bei 3% Zinsen also etwa 1 Millionen! Deswegen ist ja auch die “1. Million” so schwer zu erreichen - fällt dann der Zinsanteil der Ausgaben weg, weil entspr. Zinseinkünfte vorhanden sind, fällt das reicher werden sehr viel leichter!

Um ein vollständiges Bild zu bekommen

reicht heutzutage Tagesschau leider nicht mehr.

http://www.newstatesman.com/world-affairs/2015/07/yanis-varoufakis-full…

hier das interessante Interview mit Varufakis.

Ich bin zutiefst davon überzeugt dass der Euro Europa schneller spaltet als einigen bewusst ist.

Für mich ist es nicht wichtig, dass alle die gleiche Währung haben. Für mich ist es wichtig, dass alle Menschen in Europa die gleichen Chancen haben. Und das wird von unseren Brüsseler Bürokraten gerade massiv zerstört.

Einen nicht unerheblichen Teil tragen unsere Medien dazu bei, in dem sie kritiklos die Regierungslinie mittragen oder indem irgendwelche Korrespondenten die an den Brüsseler Fleischtöpfen hängen offen gegen die Regierung in Griechenlang hetzen.

Ich schäme mich für diese Politik und unsere Medien, und hoffe, dass In Spanien Podemos an die Macht kommt und dieses Menschenverachtende Projekt Euro begräbt.

Er ist einfach nur ehrlich

und das sind wir nicht mehr gewohnt.

Wir haben doch die letzten Jahre gesehen, dass genau die Politik der Sparzwänge und immer neuer Schulden zu nichts außer Verarmung und noch mehr Schulden geführt hat. Und das trotz einer anderen Regierung und Kontrollen der Troika.

Wer kann denn ernsthaft daran glauben, dass durch das neue Programm, mit noch mehr Sparzwängen, sogar mit einer verdeckten Enteignung, zum Erfolg führen kann? Selbst der IWF, nicht gerade als Unterstützer linker Regierungen bekannt, sagt und das schon mehrfach, dass es ohne einen Schuldenschnitt nicht geht. Dem IWF und führenden Wirtschaftswissenschaftlern ist klar, dass Griechenland die Schulden so wird nie zurückzahlen können. Wäre es da nicht vernünftiger, endlich einen Neuanfang zu machen?

Das Problem ist: auch unsere Politiker müssten dann ehrlich sein und zugeben, dass die Politik der letzten Jahre falsch war.

Die dank EZB blutleere Geldzirkulation GREs soll nun eine weitere Transfusion bekommen - und wieder mit der falschen Blutgruppe.
Der IWF hat sich verabschiedet ("Europas Problem welche Wahl es trifft"), die Briten sperren den EFSF-Brückenkredit für leere Banken
(die Infusion, die nur die Leichenstarre verhindern soll und den Dauerpiepton übertönen),
ein fiktive 50Mia-Privatisierung unter EU-Protektorat soll irgendwann 12,5 Mia Investitionen generieren und das Parlament soll schon mal den vereinbarten Massenentlassungen zustimmen ohne zu wissen, ob je Geld kommt, denn mehr als ein Verhandlungsmandat über nichts Genaues aber Verschlimmerbares lt. Vereinbarung von 13.07. soll der Bundestag auch nur erteilen.
Dazu wird von utopischen Primärüberschüssen ohne Schuldenerlass geschwafelt, die ein Rekordwachstum + Vollbeschäftigung erfordern.

Tsipras ohne Plan B (Grexit) dilettierte sich gegen die Wand seiner ideologischen sachverstandfreien Gegner, das Parlament soll nun den KO genehmigen.

@Schiffsarzt: "Niemand kann dauerhaft mehr ausgeben, als er ...

... einnimmt."

Das Rettungspaket und die dem griechischen Parlament vorliegende Beschlussvorlage beinhaltet sehr wohl strukturelle Maßnahmen zur Ausgagenminderung bei den Renten und Löhnen und Einnahmeerhöhungen durch Steuererveränderungen (Mehrwert- und Gewinnsteuererhöhung). Offen ist aufgrund der negativen Einstellung von Tsipras und seiner Syriza-Partei zu den Maßnahmen, ob diese nach der parlamentarischen Abstimmung in der Praxis auch umgesetzt werden, oder dieses -wie in den letzten fünf Jahren- unterbleibt.

Die Umsetzung der defizitverringernden Beschlüsse hängt zudem auch von der Realisierung der in der Vereinbarung von Brüssel enthaltenen Strukturreformen in der (Steuer- und Liegenschafts-) Verwaltung, Justiz, Privatisierungen von Staatsvermögen, (Klientel-) Wirtschaft, Bankensanierung etc. ab. Es gilt, sowohl den maroden Staat als auch die nicht wettbewerbsfähigen Banken und Unternehmen tatsächlich zu sanieren und dies wohl gegen Tsipras` Überzeugungen.

Künstliche Verarmung

Bei noch mehr Kürzungen haben die Menschen in Griechenland noch weniger Geld, und werden noch weniger kaufen. So schrumpft die Wirtschaft beständig weiter. Es kann also gar nicht funktionieren, es hat schon bei den ersten beiden Paketen nicht funktioniert. Ich hoffe daher auf breite Ablehnung des Brüsseler Spardiktates.

Junger Wein in alten Schläuchen

Es ist schon bedenklich, dass ein Premier von etwas nicht überzeugt ist, was er unterschrieben hat. Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass, nachdem das Geld auf das "griechische Staatskonto" überwiesen wurde, ein "nicht überzeugter Premier" verkündet, dass die Umsetzung der versprochenen Reformen doch nicht möglich ist (einen Grund / Gründe wird er schon finden). Selten hat eine Regierung (dazu gehöhren auch die vorherigen Regierungen) eines europäischen Landes so viel Vertrauen verspielt, wie die griechischen "Regierungs-Politgrößen". Leider, die leitdtragenden sind die griechischen Bürger, denn die griechische Politik erinnert stark an den alt-bekannten Satz: "Junger Wein in alten Schläuchen".

10:35 von Laureat

"...Ich entnehme ihrem Kommentar aber auch einen Appell an unser Mitgefühl. Wie kann man von anderen Mitgliedsländern der EU Mitgefühl erwarten, dass in GR in der Bevölkerung nur unzureichend vorhanden ist, wo alle von der Armut/Konsequenzen wissen, kaum aber jemand noch Steuern bezahlt. Logik scheint hier wie in GR ein Fremdwort zu sein. ..."

Sie schreiben von der Armut und den Konsequenzen, die die Griechen belastet und die sie bedenken sollen - andererseits bemängeln Sie die fehlende Bereitschaft, Steuern zu zahlen.
Ist es nicht unlogischer, von Armen Steuern zu verlangen, wenn die überhaupt nicht bezahlt werden können?
Es ist sicher so, dass die reichen Griechen damit wohl keine Probleme hätten und sehr gut zahlen könnten - nur, denen gilt weder mein Mitgefühl und wohl auch nicht das des Foristen, auf den Sie antworteten.
Ein ganz großes, wenn auch offensichtlich gewolltes Problem in der Auseinandersetzung um Griechenland ist die Vermengung von Problemzonen, die zu trennen sind.

Schulden über Schulden über Schulden

Wie hoch ist Deutschland verschuldet und bei wem?

Wie hoch sind die anderen EU Staaten verschuldet und bei wem?

Wird 'man' diese Schulden zurückzahlen können bevor die Luft zum Atmen ausgeht?

Gibt es überhaupt noch ein nicht enorm verschuldetes Land auf diesem Planeten?

Irgendetwas läuft da doch falsch - oder?

Vom Kapitalismus lernen...

Da es ja von Apple, Samsung, Microsoft, T-com und vielen anderen vorgemacht wird, dass es möglich ist, sich alltägliche Formen, Farben, Worte, etc. schützen zu lassen, sollten die Griechen genau das tun:
Alle Worte in europäischen Sprachen, die einen griechischen Wortstamm oder griechische Wortbestandteile haben, schützen, oder gar patentieren lassen.
Und dann für jede Verwendung fleißig Lizenzgebühr kassieren,
z.B. jedemal, wenn Herr Schäuble "Euro" oder "Europa" sagt.

Im Ernst:
Lesen Sie sich mal die "Reformen" durch und stellen sich vor, die würden in Deutschland eingeführt...

Plan : "das weite Meer"

Dieser Kommentar ist falsch: Bereits im März 2015 sagte Schäuble zu Varoufakis, Deutschland unternehme alles, um Griechenland aus der EU und dem EURO zu werfen.Daraufhin rief Tzipras Merkel an, die dies vehement verneinte, dieser Paln bestehe nicht. Genau dieser Plan wurde jetzt aus der Tasche gezogen- Merkel hat gelogen. 13 der 19 EURO Staaten waren auf der Seite Griechenlands. Schäuble verließ daher wütend vorzeitig den Raum ( Renzi:" Genug ist genug. Diese Demütigungen Griechenlands müssen aufhören"). Frau Merkel hatte als Pressestatement den Austritt aus dem EURO vorbereitet und klang völlig verwirrt, als sie diesen nicht verkünden konnte. Frankreich hatte Experten nach Athen geschickt, um diese auf den Angriff Deutschland vorzubereiten. Dies alles ist belegt und ist aus der englischen,franz. und italienischen Presse- nur in Deutschland nirgends.

Keiner glaubt wirklich daran...

…,dass Griechenland im Euro gesunden kann, da teilt, wenn auch anders, Tispras die Einschätzung mit vielen anderen: Bürgern Europas, Ökonomen u. einigen wenigen Politikern.
Neben vielen Versäumnissen, ist es der Politik nicht gelungen eine Kultur des Scheiterns zu entwickeln, zu erkennen, wo man sich verrannt hat, wo Korrekturen nötig sind, und das kein Bund für die Ewigkeit, und nach demokratischem Verständnis unauflöslich geschlossen sein kann.
Europa scheitert an dieser elitären Forderung der politischen Eliten, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Griechenland kommt im Prinzip unter europäisches Kuratel, der Finanzbedarf wird vorsichtig auf mindestens 50 Mrd €/Jahr geschätzt und das auf die nächsten Jahre, ohne das Griechenland eine Chance haben wird, in diese Währung hineinwachsen zu können.

Der Grexit wäre nicht nur ehrlicher, vernünftiger und gerechter, sondern würde den Griechen eine reale Chance einräumen wieder auf die Beine zu kommen...

07:42 von goldschmiedel

"Der Euro macht Europa kaputt(...). Man hätte den Euro so lange sein lassen müssen bis ALLE EU-Staaten auf einem Level sind. ..."

Der Euro ist nur eine Währung, und wie jede Währung - egal, ob Mark, Gulden oder Pfund - immer an die wirtschaftlichen Umstände des Währungsgebietes gebunden. Und die können durchaus unterschiedlich sein, wie die BRD beweist. Es liegt eben nur daran, wie die "rückständigen" Länder auf das Level gehoben werden können, dass sich das Leben in den Regionen angleicht. Die Einführung des Euro war nicht per se falsch, es sind die Umstände, die Vernachlässigung der notwendigen Angleichung der Ökonomien, die das Experiment zum Scheitern bringen können. Aber nicht die Währung als solche.
Aus diesen Gründen war ich vor der Einführung des neuen Geldes auch bei uns strikt dagegen. Nun aber, da der Euro existiert und bald 15 Jahre sich alles auf ihn eingeregelt hat, ist eine Auflösung der Eurozone der falsche Weg. Angleichungen in allen Bereichen wäre der Richtige!

Herr Schäuble hatte also Plan B

Das dürfte Herrn Tsipras einigermaßen überrascht haben. Sicher dachte er, dass Frau Merkel alternativlos zu GR im Euro-Raum steht und er fordern kann, was er will. Nun hat er sich verzockt, denn mit dieser Alternative hatte er nicht gerechnet. Alternativlos waren nicht seine Verhandlungspartner - sondern Herr Tsipras selbst.

Schlichte Persönlichkeiten personalisieren dann ihren Ärger - und deshalb kriegt es Herr Schäuble ab.

Es geht weiter nach dem gleichen Muster: Andere sind Schuld, wenn ich einen Kredit nehme. Andere sind Schuld, wenn ich mich unter Vortäuschung falscher Tatsachen in den Euro-Raum schmuggle. Andere sind Schuld, wenn ich einen Vertrag unterschreibe.

Schönen Tag noch.
Rantamplan

@ boliche, voriger Thread

Nur zur Info wegen der Goldreserve, die Sie angesprochen: nur 45% (ca. 1500 Tonnen) davon lagern in NY (kostenfrei), davon werden 700 Tonnen werden zwischen 2013 und 2020 nach D geholt. In England liegen ca. 13 % unserer Reserve, das kostet uns jährlich 500.000 Euro Lagerung. Wenn schon, dann sollte man diese Lagerstätte aufgeben und nach GR schicken um unsere Altschuld zu begleichen.

11:10 von isele69

"Dieser Kommentar ist falsch: Bereits im März 2015 sagte Schäuble zu Varoufakis, Deutschland unternehme alles, um Griechenland aus der EU und dem EURO zu werfen.Daraufhin rief Tzipras Merkel an, die dies vehement verneinte, dieser Paln bestehe nicht. Genau dieser Plan wurde jetzt aus der Tasche gezogen- Merkel hat gelogen. 13 der 19 EURO Staaten waren auf der Seite Griechenlands. Schäuble verließ daher wütend vorzeitig den Raum ( Renzi:' Genug ist genug. Diese Demütigungen Griechenlands müssen aufhören'). Frau Merkel hatte als Pressestatement den Austritt aus dem EURO vorbereitet und klang völlig verwirrt, als sie diesen nicht verkünden konnte. Frankreich hatte Experten nach Athen geschickt, um diese auf den Angriff Deutschland vorzubereiten. Dies alles ist belegt und ist aus der englischen,franz. und italienischen Presse- nur in Deutschland nirgends."

Da Ihre Informationen - jedenfalls für mich - sehr überraschend sind, hätte ich doch sehr gerne die Quellen genannt, die Sie anführen.

07:21 von Helmut Baltrusch-

"...Syriza-Ideologie nach außen hin zu verteidigen. Griechenland und seine Banken sind pleite. Daraus gilt es bei Anerkennung der Tatsachen die richtigen Lehren zu ziehen."
-
Wer meint, dass die deutschen Regierungspolitiker, es gut mit den Ärmsten in Griechenland meinen, der hat bis heute nicht mitbekommen, wie Europas Volksmassen in den letzten 15 Jahren, immer ärmer wurden und wie sich massenhafter Reichtum in dieser Zeit, immer mehr in den Händen einiger Weniger, mehrte!
-
Die Vermögensverteilung aller europäischen Länder, ist ein Schlag in das Gesicht, der gering verdienenden Menschen ebenso, wie in das Gesicht der Massen arbeitsloser und hoffnungsloser Menschen, in ganz Europa!
-
Mithilfe der gesamten, bisherigen Regierungen in Europa, wurden diese Zustände in Europa geschaffen!
-
Tsipras wird von diesen Profiteuren, schlussfolglich erpresst und für etwas verantwortlich gemacht, was er und seine ganz links außen stehenden Genossen, nicht im Geringsten zu verantworten haben!

Man sollte Europa als Ganzes betrachten

dann erkennt man auch die Nichtigkeit des Griechenproblems.
Im Vergleich zu den 'Großen' Europäern ist die Verschuldung der Griechen eher gering - immer gemessen am BIP, liegen sie im Mittelfeld der Europäer im Weltbereich gibt es Ausreißer, da lachen sich die Griechen schlapp...
Eine kleine Aufstellung aus euner anderen Quelle:
Laut Zusammenstellung der Credit Suisse sind Griechenlands Gesamtschulden – der privaten Haushalte, Firmen und der Regierung – etwa 353% seines Brutto-Inlandsprodukts (BIP). Das ist viel. Doch die us-amerikanischen Schulden liegen bei 370%, sind also noch höher. Die Deutschen liegen mit noch 302% ihres BIPs etwas besser – aber nicht wesentlich. Großbritannien mit einer Gesamtschuld von 546 % seines BIP wird noch von Japan mit 646% Gesamtschulden im Verhältnis zum BIP überboten. Zum Vergleich haben sogar die Chinesen auch schon Schulden von 250% ihres BIP angehäuft.
Bei dieser Aufstellung fehlen die sogn. Derivate, die sind davon ein Vielfaches...

Er griff Schäuble an?

Ich als Deutscher - mit vielen Freunden - würde ihn noch viel schärfer angreifen. Wir haben einen Text veröffentlicht: Nicht in unserem Namen!
Herr Schäuble und Frau Merkel ruinieren das gute Bild das Deutschland in aller Welt hatte. Ich schäme mich über dieses Vorgehen und schreibe dagegen an. Ich bin zutiefst empört über diese kurzsichtige - oder soll ich sagen: durchsichtige - Strategie, die niemandem hilft, auch bei uns nicht, ausser den Banken. Ich möchte mit meinem Steuergeld keine Banken mehr retten. Macht endlich eine Vollgeldreform! Basta.

"Dieses Europa gehört nicht Herrn Schäuble"

Richtig. Aber er tut so. Ich finde es nach wie vor unverantwortlich wie mit diesem Thema politisch und medial umgegangen wird. Obwohl sich Wirtschaftswissenschaftler streiten, wird hier monoton eine Meinung medial verbreitet.
.
Das Thema ist komplexer und das Duo Merkel/Schäuble ist tatsächlich für vieles in der EU verantwortlich. Ich weiss nicht, welcher Plan da wirklich verfolgt wird. In den letzten Jahren haben Merkel/Schäuble das Risiko weitgehend von den Privatanlegern auf den Steuerzahler übertragen. Wo das nun passiert ist, ist ein Grexit plötzlich denkbar? Hallo Medien, Kritik?
.
Durch die Griechenlandkrise kam es zu einer Kapitalflucht aus Griechenland, aber auch Italien und Spanien. Alle wollen deutsche Anleihen, nach den Regeln von Angebot und Nachfrage sind dadurch die Zinsen runtergegangen. Hilft da evtl die Krise Herrn Schäuble bei der schwarzen Null?
.
Kein Wort in den Medien über die Ambivalenz der Krise und deren Konsequenzen.

Ich denke mal,auch die Kanzlerin

hätte sie ihren ,,gesunden" Menschenverstand ins Spiel gebracht,das der Grexit eigentlich die bessere Lösung gewesen wäre.
Meinetwegen auch mit Unterstützung der jetzigen angedachten 90 Milliarden,von denen man sowieso nichts wiedersehen wird.
Es sollte der Eindruck entstehen,irgendwann wird Griechenland seine Schulden zurückzahlen können.
Um vorhergegangene Blauäugikeit,eigene Fehler zu kaschieren.
Wenn Tsipras jetzt sagt,er wird das umsetzen
was in Brüssel da,,ausgehandelt"worden ist, gegen seine eigene Überzeugung,kann man davon ausgehen,das Ding wird wie man so schön sagt, in die Hose gehen.
Die Jüngeren haben mit ja gestimmt,die älteren mit nein.
Die Jüngeren wollen die Zukunft in die eigene Hand nehmen,die Älteren eigentlich,wir machen weiter so. Macht ein paar Reförmchen, die niemanden weh tun.
Falscher Ansatz.

@isele69 :

Dann machen Sie mal bitte eine Quellenangabe, ansonsten sind das für mich nur haltlose Behauptungen.

@Izmi:"Also blieb nur eine Zustimmung Tsipras zu unmöglichen ...

... Bedingungen. Und dass die unmöglich sind, behauptet sogar der IWF!"

Tsipras wies keinen besseren Weg auf als die letztlich unterschriebenen und weitgehend wohl notwendigen Reformen. Insofern sind seine nachträglichen Einschätzungen ebenso wohlfeil wie die des IWF zu einem Schuldenschnitt oder einer beabsichtigten Umschuldung. "...im Umfeld der gewachsenen Strukturen" in GR werden die Maßnahmen nur Erfolg zeitigen, wenn dies kranken Strukturen nachhaltig geheilt werden und auf einer neuen Basis Investitionen erfolgen zur Generierung von Wachstum und Beschäftigung. Dafür sind in den Plänen 47,5 Mrd. € vorgesehen. Ob es allerdings zu diesem Mitteleinsatz kommt, liegt in der tatsächlichen Reformbereitschaft der Griechen. Und eine Teil-Entschuldung würde auch erst einen Sinn machen nach einer Modernisierung der Strukturen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in GR. Das Ende des "Spiels" wäre erreicht, wenn GR aus eigener Kraft lebensfähig ist und die Schulden z.T. bedienen könnte.

10:49 von Helmut Baltrusch

"...Es gilt, sowohl den maroden Staat als auch die nicht wettbewerbsfähigen Banken und Unternehmen tatsächlich zu sanieren und dies wohl gegen Tsipras` Überzeugungen."

Man könnte aber auch sagen: Gegen die Überzeugung einer Mehrheit der Griechen. Und wie das mit den von der EU vorgegebenen Mitteln dann langfristig umgesetzt werden soll, kann niemand sagen. Vielleicht klappt's ja - aber wenn nicht, kommt der griechischen "Revolution" zweiter Teil. Und dann...

Nach dieser Aussage.....

wenn unsere Politiker da noch die Stirne habe, dem schon verlorenen Geld nochmal Milliarden hinterher zu werfen, dann sind sie als Volksvertreter am falschen Platz. Dann müssen "sie uns Sicherheiten" bieten. Jeder Politiker der dafür stimmt haftet mit seinem Vermögen und Einkommen bis zum Sankt Nimmerleinstag! Ich wette, da würde keiner zustimmen. Bis jetzt vernichten sie ja nur Volkseigentum.

@ Frank_Furter : Sprachpatente

Sie: "Und dann für jede Verwendung fleißig Lizenzgebühr kassieren,
z.B. jedemal, wenn Herr Schäuble "Euro" oder "Europa" sagt."

"Euro" ist eine australische Känguruart. Und die kann ganz unorthodox große Sprünge machen. Zu Schäuble: "Fakelaki" heißt (Brief)Umschlag. Der zahlt nicht, denn nehmen ist ... ;-)

@08:19 von klube

Ein wichtiger Punkt ist, dass wir mitnichten helfen, wir LEIHEN Geld. Die Zinsen davon hat Herr Schäuble schon mal in seinen Haushalt reingerechnet und die wurden von GR auch schon bedient. D.h. wir verdienen daran! Erst wenn GR wirklich kein Geld mehr bekommt fällt das Kartenhaus zusammen. Das hätte vor 3-4 Jahren "nur" Privatanleger, sprich Banken, getroffen. Die haben auch schön gezockt - als GR Pleite klar war, aber auch das die EU GR nicht fallen lassen würde, waren GR Anleihen ein Geheimtipp mit Traumrenditen.
Merkel/Schäuble sind mitverantwortlich dafür, dass die Steuerzahler den Banken dieses Risiko abgekauft haben. Na, da bedanken wir uns doch gern bei unserer Regierung, die so schön unseren Interessen verpflichtet ist...oder wie meinten Sie das bei Ihrem 5. Punkt?
.
GR hat selbstverschuldete Probleme, aber die EU und die Banken haben auch ihren Anteil. Ich weiss nicht warum in D so einseitig berichtet wird. Aber das nervt weil es kontraproduktiv und schlicht unfair ist.

Realität, was Sie dort geschrieben haben!

Ein guter Text. Gratulation. Es ist die
Wichtigtuerei, die zerstört, nicht der Wille!
Die Grossmannssucht beherrscht irgendwann den Verstand! Summa sum...
Tsipras ist ein Kerl, wie wir ihn in Europa
nur zur Zeiten einschliesslich H.Schmidt
kannten!

11:08 von perchta

"...Wie hoch ist Deutschland verschuldet und bei wem? ..."

Die deutschen Staatsschulden liegen augenblicklich bei 2,2 Billionen Euro, sie steigen sekündlich um 1500. Die Frage, "bei wem?" ist nur oberflächlich zu beantworten. Wiki schreibt dazu:

"...Deutschland ist zu ca. 60 % bei inländischen Gläubigern verschuldet, ca. 40 % der deutschen Verschuldung sind Auslandsschulden. Die inländischen Gläubiger sind zu ca. zwei Dritteln inländische Kreditinstitute und zu einem Drittel Nichtbanken (Versicherungen, Unternehmen, aber auch Privatpersonen). ..."

Fragt man im Bundesfinanzministerium nach konkreten Bezeichnungen oder Namen der Gläubiger, wird eine Auskunft sehr gesetzestreu und "demokratisch" mit dem Hinweis auf "Vertraulichkeit" abgelehnt. Nix Genaues weiß man nich...

Darstellung: